[0001] Die Erfindung betrifft einen Kettenbeutel und ein Verfahren zur Herstellung von Kettenbeuteln,
wobei ein Kettenbeutel einen sich in seitlicher Richtung erstreckenden Aufnahmebereich
aufweist. Es sind eine vordere und eine hintere Folie vorgesehen, die an dem Aufnahmebereich
nebeneinander angeordnete Beutel bilden. Die Beutel sind z. B. dafür vorgesehen sind,
Stückgüter oder Lebensmittel aufzunehmen. Beispielsweise können in den Beuteln tiefgekühlte
Lebensmittel aufgenommen werden. Möglich ist es aber auch, andere Stück- oder auch
Schüttgüter in die Beutel abzufüllen.
[0002] Es sind Kettenbeutel bekannt geworden, die aus zwei übereinander angeordneten Folienbahnen
oder auch aus einer mittig umgeschlagenen Folienbahn bestehen. Bei der Fertigung werden
die vordere und die hintere Folie dieser bekannten Kettenbeutel durch abschnittsweises
Seitennahtschweißen zu an ihren oberen Rändern offenen und dort zusammenhängenden
und seitlich und unten geschlossenen Kettenbeuteln geformt. Die Kettenbeutel umfassen
einen sich in seitlicher Richtung erstreckenden Aufnahmebereich und an dem Aufnahmebereich
nebeneinander angeordnete Beutel.
[0003] Zur Bildung von schlauchförmigen Aufnahmen für Führungsstangen einer Verpackungsvorrichtung
weisen die bekannten Kettenbeutel an den oberen Rändern jeweils ein Umschlag mit einer
Längsnaht, unterhalb derer im Bereich über einem oberen Endpunkt einer Seitennaht
eine zur Längsschweißnaht beabstandete parallele Querschlitzung eingebracht ist. Solche
oder ähnliche Kettenbeutel sind aus der
DE 20 2004 002 244 U1 bekannt. Die bekannten Kettenbeutel weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie bei
einer maschinellen Öffnung durch in die oberen schlauchförmigen Aufnahmen eingeführten
Führungsstangen leicht im Bereich der oberen Endpunkte der geschweißten Seitennähte
einreißen können. Das soll durch das Einbringen von Querschlitzungen verhindert werden,
kann jedoch dadurch nicht vollständig ausgeschlossen werden. Des Weiteren erfolgt
nach einem Einreißen der oberen Endpunkte der Seitennähte des Öfteren auch eine Änderung
der gewünschten Form der Einfüllöffnung des Kettenbeutels unterhalb der Führungsstangen.
Dadurch kann etwa eine in den Kettenbeutel von oben schwerkraftgefördert eingeführte
Tiefkühlverpackung im Öffnungsbereich verklemmen und den Produktionsablauf wesentlich
behindern.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, Kettenbeutel und ein Verfahren zur Herstellung
von Kettenbeuteln zur Verfügung zu stellen, die belastbar sind und zuverlässig verarbeitet
und manuell oder auch automatisch gefüllt können.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Kettenbeutel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist Gegenstand von Anspruch 13. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale der
Erfindung ergeben sich aus der allgemeinen Beschreibung und aus der Beschreibung des
Ausführungsbeispiels.
[0006] Ein erfindungsgemäßer Kettenbeutel weist einen sich in seitlicher Richtung erstreckenden
Aufnahmebereich auf. Der Kettenbeutel umfasst wenigstens eine vordere und wenigstens
eine hintere Folie, die an dem Aufnahmebereich nebeneinander angeordnete Beutel bilden.
Dabei sind die Beutel z. B. dafür vorgesehen, Stückgüter oder Lebensmittel aufzunehmen.
Die vordere und die hintere Folie sind an den Seiten der Beutel mit einer Seitennaht
verbunden.
[0007] Die Beutel sind in dem oberen Aufnahmebereich miteinander verbunden sind. Der Aufnahmebereich
ist dazu geeignet, mittels einer Führungseinrichtung einer Verpackungsvorrichtung
geführt zu werden. In dem Aufnahmebereich sind in regelmäßigen Abständen Entlastungsschlitze
angeordnet. Beabstandet und unterhalb wenigstens eines Entlastungsschlitzes ist im
Bereich des oberen Endpunktes der Seitennaht wenigstens eine die vordere und/oder
die hintere Folie durchtrennende Ausnehmung eingebracht. Insbesondere sind die Ausnehmungen
in regelmäßigen Abständen vorgesehen.
[0008] Der erfindungsgemäße Kettenbeutel hat viele Vorteile, da er eine effiziente und zuverlässige
Einfüllung von Lebensmitteln und dergleichen in Beutel ermöglicht.
[0009] Diese erfinderische Konstruktion kann die Festigkeit der Schweißnaht der Seitennähte
insbesondere im Bereich Ihrer oberen Endpunkte erheblich verstärken und sogar verdoppeln.
Außerdem vergrößert sich auch die mögliche Öffnungsweite der Kettenbeutel durch das
Einbringen der Ausnehmungen.
[0010] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich
mit und in Kombination aus den sich dem Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen
und der Beschreibung.
[0011] Vorzugsweise ist jeder Beutelabschnitt nach oben offen vorgesehen.
[0012] Insbesondere sind die vordere und die hintere Folie an den Seiten insbesondere jedes
Beutels über Seitennähte und an dem Boden über eine Bodennaht verbunden. Es ist möglich,
dass jeder Beutel über eigene Seitennähte verfügt. Die Beutel des Kettenbeutels sind
insbesondere in dem oberen Aufnahmebereich miteinander verbunden oder erstrecken sich
bis in den oberen Aufnahmebereich hinein. Nach der Füllung werden die Beutel von dem
oberen Aufnahmebereich abgeschnitten und insbesondere verschlossen.
[0013] Die Entlastungsschlitze sind vorzugsweise als Querschlitzung ausgeführt. Die Entlastungsschlitze
können parallel oder etwa parallel zu einer Oberkante des Kettenbeutels beabstandet
angeordnet sein. Möglich ist aber auch eine Anordnung unter einem Winkel.
[0014] Vorzugsweise weist jede Seitennaht eines Kettenbeutels einen eigenen oberen Endpunkt
auf, der auf dem Umfang der Ausnehmung liegt. Dadurch wird eine besonders hohe Stabilität
erzielt, da die bei der Befüllung aufgenommen Kräfte effektiv abgeleitet werden.
[0015] Vorzugsweise bestehen die vordere und die hintere Folie aus zwei übereinander angeordneten
Folienbahnen. Insbesondere ist es auch möglich, dass die vordere und die hintere Folie
aus einer einzelnen z. B. mittig umgeschlagenen Folienbahn bestehen.
[0016] Es ist bevorzugt, dass an oder in dem Aufnahmebereich wenigstens eine Aufnahmeeinrichtung
vorgesehen ist. Insbesondere ist an der vorderen und der hinteren Folie jeweils wenigstens
eine Aufnahmeeinrichtung angeordnet. Die Aufnahmeeinrichtung ist vorzugsweise dazu
ausgebildet, wenigstens ein Führungselement der Führungseinrichtung einer Verpackungsvorrichtung
aufzunehmen, um die Kettenbeutel insbesondere an der Führungseinrichtung der Verpackungsvorrichtung
zu führen und zu halten.
[0017] Die Aufnahmeeinrichtung oder wenigstens Aufnahmeeinrichtung weist wenigstens eine
schlauchförmige Aufnahme aufweist. Beispielsweise kann eine wenigstens abschnittsweise
schlauchförmige Aufnahme vorgesehen sein, um Führungsstangen der Verpackungsvorrichtung
aufzunehmen. Dadurch kann der Kettenbeutel an der Verpackungsvorrichtung gehalten
und geführt werden. Eine solche schlauchförmige Aufnahme kann als Stangenaufnahme
ausgebildet sein und durch einen Umschlag in der vorderen oder hinteren Folie gebildet
werden.
[0018] Eine schlauchförmige Aufnahme kann an dem umschlagenen Abschnitt mehrere Befestigungspunkte
oder wenigstens abschnittsweise eine Naht aufweisen. Eine solche Naht kann durchgehend
ausgeführt sein oder aber auch Unterbrechungen aufweisen.
[0019] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass die Ausnehmung eine geschlossene
Umfangslinie aufweist.
[0020] Die Kontur der Ausnehmung ist insbesondere abgerundet. Es ist aber auch möglich,
dass die Kontur mehreckig und insbesondere vieleckig ausgebildet ist. Im Wesentlichen
runde oder ovale Konturen eigenen sich für eine besonders effektive Ableitung der
Kräfte. Auch vieleckige Ausnehmungen mit z. B. einer Eckenzahl von acht oder mehr
sind geeignet. Sie bilden näherungsweise auch runde oder abgerundete Konturen.
[0021] Vorteilhafterweise ist wenigstens eine Ausnehmung wenigstens im Wesentlichen als
Kreisausnehmung ausgebildet.
[0022] Die Ausnehmung kann ausgestanzt oder ausgeschnitten oder sonst wie eingebracht sein.
Auch ein Einbringen durch Lasern, Stechen, Schneiden oder dergleichen ist möglich.
[0023] Vorzugsweise ist wenigstens ein oberer Endpunkt wenigstens einer Seitennaht im tiefsten
Bereich der Ausnehmung angeordnet.
[0024] Es ist bevorzugt, dass bei einer maschinellen Öffnung der oberen Ränder die oberen
Endpunkte der Seitennähte auf einer Umfangslinie einer Funktionsöffnung liegen, die
von um die Endpunkte der Seitennähte um jeweils etwa 90° auseinandergeklappten Bereichen
des oberen Randes des Kettenbeutels von den Rändern der Ausnehmung gebildet wird.
[0025] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Ausnehmung
eine geschlossene Umfangslinie auf, insbesondere die Form eines Kreises, der ausgestanzt
oder auch ausgeschnitten sein kann, wodurch sich die Herstellung dieser Ausnehmung
auf beliebige Art und Weise kostengünstig und schnell erzeugen lässt.
[0026] Vorteilhaft ist des weiteren eine Ausführung der Erfindung, bei der die oberen Endpunkte
der Seitennähte im tiefsten Bereich der Ausnehmung angeordnet sind, wodurch die Endpunkte
weitest möglich von der Querschlitzung und dem oberen Rand eines Kettenbeutels entfernt
sind und so eine größtmögliche Öffnungsweite der Kettenbeutel ermöglichen.
[0027] Diese konstruktive Weiterbildung des erfinderischen Kettenbeutels ermöglicht bei
einer maschinellen Öffnung seiner oberen Ränder, dass die oberen Endpunkte der Seitennähte
auf einer Umfangslinie einer Funktionsöffnung zu liegen kommen, die von um die Endpunkte
der Seitennähte jeweils um etwa 90° auseinandergeklappten Bereichen der oberen Ränder
der Kettenbeutel von den Rändern der Ausnehmung gebildet wird. Dabei verläuft die
Belastungsrichtung der Endpunkte der zusammengeschweißten Seitennähte gegenüber der
eines Endpunktes eines nicht mit einer Ausnehmung versehenden Kettenbeutels wesentlich
vorteilhafter. Ohne Ausnehmung liegen die auseinandergezogenen Bereiche der Folie
noch weitgehend spitzwinklig zusammen, sodass sich eine sehr starke Belastung auf
den einzelnen geschweißten Endpunkt einstellt. Hingegen liegen die beiden Schweißpunkte
von bevorzugten Ausgestaltungen des erfinderischen Kettenbeutels etwa in einer flachen
Ebene, da die Ausnehmungen um die Endpunkte jeweils um 90° auseinandergeklappt sind.
Dadurch entsteht eine fast ebene Funktionsöffnung, bei der bereits auch die den Endpunkten
benachbarten seitlichen Schweißnähte Zugkräfte mit aufnehmen können. Dadurch reduziert
sich die mechanische Belastung der Endpunkte weiter drastisch.
[0028] Des Weiteren verbessert diese Ausnehmung die Öffnungsgeometrie, da diese automatisch
rechteckiger wird, als die des bekannten Standes der Technik. Dadurch kann ein Einführen
von Verpackungsgut in den Kettenbeutel sicherer in der gewünschten Form erfolgen bzw.
es kann z. B. eine eingefüllte Tiefkühlverpackung größer gewählt werden oder es kann
der Folienbeutel in seinen Außenabmessungen verringert werden. Das wirkt sich wiederum
sehr vorteilhaft auf die Wirtschaftlichkeit des erfinderischen Kettenbeutels aus.
[0029] Das erfindungsgemäße Kettenbeutelband bzw. die erfindungsgemäßen Kettenbeutel weisen
auch eine verbesserte Öffnungsgeometrie auf und beheben insbesondere auch die konstruktiven
Schwachpunkte der zuvor bekannten Kettenbeutel.
[0030] Durch die Erfindung wird ein optimierter Lauf solcher von z. B. einer Folienrolle
abgespulten Bahn von Kettenbeuteln durch eine Verpackungsmaschine ermöglicht. Es wird
eine störungsarme oder sogar störungsfreie manuelle oder auch automatische Befüllung
ermöglicht. Auch bei großen Belastungen wird eine zuverlässige Funktion ermöglicht.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zur Herstellung von Kettenbeuteln. Dabei weist
ein Kettenbeutel wenigstens einen sich in seitlicher Richtung erstreckenden Aufnahmebereich
auf. Zur Herstellung des Kettenbeutels werden eine vordere und eine hintere Folie
aufeinander gebracht. An dem Aufnahmebereich werden nebeneinander angeordnete Beutel
gebildet, die in dem oberen Aufnahmebereich miteinander verbunden bleiben. Die Beutel
sind insbesondere dafür vorgesehen, Stückgüter oder Lebensmittel aufzunehmen. Die
vordere und die hintere Folie werden an den Seiten der Beutel mit wenigstens einer
Seitennaht verbunden. Der Aufnahmebereich wird derart ausgebildet, dass er geeignet
ist, mittels einer Führungseinrichtung einer Verpackungsvorrichtung geführt zu werden.
In dem Aufnahmebereich werden in regelmäßigen Abständen Entlastungsschlitze eingebracht.
In einem vorbestimmten Abstand wird unterhalb der Entlastungsschlitze im Bereich des
oberen Endpunktes der Seitennaht jeweils eine die vordere und die hintere
[0032] Folie durchtrennende Ausnehmung in den Beutel eingebracht.
[0033] Insbesondere bestehen die vordere und die hintere Folie aus einer Folienbahn, die
umgeschlagen wird. Vorzugsweise wird die Seitennaht durch Trennschweißen eingebracht.
[0034] Die Ausnehmung kann vor, gleichzeitig oder auch nach dem Einbringen der Seitennaht
eingebracht werden. Besonders bevorzugt dient das Verfahren zur Herstellung wenigstens
einer Ausgestaltung eines zuvor oder anschließend beschriebenen Kettenbeutels.
[0035] Nachfolgend ist eine Ausführungsform des erfinderischen Kettenbeutels näher beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Abschnitt eines Kettenbeutels einer Folienbahn,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Teilansicht des oberen Bereiches zweiter benachbarter Kettenbeutel
gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Ansicht des oberen geöffneten Randes des Kettenbeutels gemäß Fig. 2, und
- Fig. 4
- eine in eine ebene Funktionsöffnung verformte Position zweier Ausnehmungen.
[0036] In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kettenbeutels
1 dargestellt, der hier eine Vielzahl von Beuteln 31 bis 33 umfasst, die an einem
Aufnahmebereich 20 miteinander verbunden sind.
[0037] Der Aufnahmebereich 20 des Kettenbeutels 1 erstreckt sich in seitlicher Richtung
23. Der Kettenbeutel 1 wird hier durch eine vordere Folie 21 und eine hintere Folie
22 gebildet, die an dem Aufnahmebereich 20 nebeneinander angeordnete Beutel 31 bis
33 bilden.
[0038] Die Beutel 31 bis 33 dienen insbesondere zur Aufnahme von Stückgütern oder Lebensmitteln
oder auch zur Umverpackung von Tiefkühlgütern. Es ist aber auch möglich, elektronische
Bau- oder Ersatzteile oder auch Katzenstreu in die Beutel 31 bis 33 abzupacken.
[0039] Die vordere Folie 21 und die hintere Folie 22 sind an den Seiten 34 der Beutel 31
bis 33 jeweils mit einer Seitennaht 8 verbunden. Die Seitennaht kann als Trennschweißnaht
eingebracht werden, sodass bei der Herstellung einer Seitennaht 8 die Beutel 31 und
32 dort voneinander getrennt werden.
[0040] Hier ist jeder Beutel 31 bis 33 nach oben hin offen vorgesehen. Es ist auch möglich,
dass die obere Öffnung erst in der Verpackungsmaschine eingebracht wird. In seitlicher
Richtung 23 sind die Beutel 31 bis 33 jedenfalls in dem oberen Aufnahmebereich 20
miteinander verbunden. In dem Aufnahmebereich 20 sind in regelmäßigen Abständen 12
Entlastungsschlitze 9 angeordnet. Der regelmäßige Abstand entspricht hier genau der
Breite der einzelnen Beutel 31 bis 33. Jeder Entlastungsschlitz 9 kann als Querschlitzung
ausgeführt sein.
[0041] Ein Entlastungsschlitz 9 im Sinne der vorliegenden Erfindung kann durch einen einfachen
Einschnitt in die Folien 21 und 22 hergestellt werden. Es ist aber auch möglich, bei
der Herstellung der Entlastungsschlitze 9 Material aus der vorderen Folie 21 und/oder
der hinteren Folie 22 zu entfernen, indem beispielsweise ein Materialstreifen oder
dergleichen ausgestanzt wird. Insofern kann ein Entlastungsschlitz 9 auch durch eine
Öffnung mit einem beliebigen geometrischen Querschnitt gebildet werden. Bevorzugt
ist ein Entlastungsschlitz 9 länglich ausgebildet.
[0042] Beabstandet unterhalb der Entlastungsschlitze 9 ist im Bereich des oberen Endpunktes
7 der Seitennaht 8 eine die vordere Folie 21 und die hintere Folie 22 durchtrennende
Ausnehmung 10 in die Beutel 31 bis 33 eingebracht.
[0043] Hier sind die Entlastungsschlitze 9 genau oberhalb der Seitennähte 8 vorgesehen.
Ein geringer seitlicher Versatz ist auch möglich. Möglich ist es auch, dass die Anzahl
der Entlastungsschlitze 9 größer ist als die Anzahl der Beutel 31 bis 33. Beispielsweise
kann der Abstand 12 zweier Entlastungsschlitze 9 der halben Breite eines Beutels 31
entsprechen.
[0044] Jede Seitennaht 8 eines Beutels 31 bis 33 weist einen eigenen oberen Endpunkt 7 aufweist,
der hier auf dem Umfang der Ausnehmung 10 liegt.
[0045] Der Kettenbeutel 1 insgesamt besteht hier im Wesentlichen aus der vorderen Folie
21 und der hinteren Folie 22, die aus zwei übereinander angeordneten Folienbahnen
2 oder einer einzelnen mittig umgeschlagenen Folienbahn 2 entstanden sind.
[0046] Der Aufnahmebereich 20 ist in allen Fällen dazu geeignet, mittels einer Führungseinrichtung
einer nicht dargestellten Verpackungsvorrichtung geführt zu werden.
[0047] In bzw. an dem Aufnahmebereich 20 kann wenigstens eine Aufnahmeeinrichtung 25 vorgesehen
sein. Die Aufnahmeeinrichtung 25 ist insbesondere dazu ausgebildet, wenigstens ein
Führungselement einer Führungseinrichtung einer nicht dargestellten Verpackungsvorrichtung
aufzunehmen.
[0048] Beispielsweise kann eine Führungseinrichtung einer solchen Verpackungsvorrichtung
zwei Führungsstangen aufweisen. Jeweils eine Führungsstange ist dann dazu vorgesehen,
in jeweils eine z. B. schlauchförmige Aufnahme 4 der vorderen Folie 21 bzw. der hinteren
Folie 22 einzutauchen. Dann kann über die eingetauchten Führungsstangen eine gezielte
Öffnung der Beutel 31 bis 33 nacheinander erreicht werden, um Güter in die Beutel
31 bis 33 abzufüllen.
[0049] Eine solche schlauchförmige Aufnahme 4 kann z. B. durch einen Umschlag 5 in der vorderen
bzw. hinteren Folie 21, 22 gebildet werden. Der Umschlag 5 kann wenigstens abschnittsweise
eine Längsnaht 6 aufweisen.
[0050] In anderen Ausgestaltungen kann die Aufnahmeeinrichtung 25 anders gestaltet sein.
Beispielsweise kann die Aufnahmeeinrichtung 25 Aufnahmelöcher oder dergleichen aufweisen,
in welche Führungselemente wie z. B. Führungsdorne einer Verpackungsvorrichtung eintauchen,
um die Kettenbeutel zu transportieren und vor dem Füllvorgang zu öffnen.
[0051] Beispielsweise kann die Aufnahmeeinrichtung 25 dazu ausgebildet sein, mit der in
der
DE 699 18 992 T2 offenbarten Vorrichtung verarbeitet zu werden. Dann kann die Aufnahmeeinrichtung
25 Perforationen aufweisen, in welche z. B. Haltestifte einer Trägerkette eingreifen.
Eine solche Perforation kann durch Löcher in definierten Abständen gebildet werden.
[0052] In allen Ausgestaltungen weist die Ausnehmung 10 insbesondere eine geschlossene Umfangslinie
auf. Vorzugsweise weist die Ausnehmung 10 eine abgerundete Kontur aufweist, die als
Kreisausnehmung ausgebildet ist oder aber oval oder mehreckig gestaltet sein kann.
[0053] Die Ausnehmungen 10 der Kettenbeutel 1 ausgestanzt, ausgeschnitten oder sonst wie
eingebracht sein.
[0054] Insbesondere ist ein oberer Endpunkt 7 wenigstens einer Seitennaht 8 im tiefsten
Bereich der Ausnehmung 10 angeordnet.
[0055] In Fig. 1 ist das Ende 14 der Beutel 31 bis 33 eingezeichnet. Zusätzlich ist auch
das andere Ende 13 gestrichelt eingezeichnet. Das andere Ende 13 ist gestrichelt eingezeichnet,
da es erst nach dem Füllvorgang beispielsweise durch eine Trennschweißnaht entsteht
und dadurch verschlossen wird. Zwischen den Enden 13 und 14 erstreckt sich im gefüllten
und verschlossenen Zustand der fertige Beutel 31 bis 33. Es hängt von den vorgegeben
Bedingungen ab, ob beim Füllvorgang das Ende 13 oder das Ende 14 oben sind. Grundsätzlich
kann der Füllvorgang sowohl von dem Ende 13 als auch dem Ende 14 erfolgen.
[0056] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Ende 14 am Boden vorgesehen und dort
z. B. mit einer Bodennaht verschlossen. Das obere Ende 13 wird nach dem Füllvorgang
verschlossen. Der genaue Verlauf des Endes 13 kann höher oder tiefer sein, liegt aber
regelmäßig unterhalb der Ausnehmung 10.
[0057] Die Kettenbeutel 1 bestehen hier aus zwei übereinander angeordneten Folienbahnen
2 oder aber einer vollständig mittig umgeschlagenen Folienbahn 2, die durch abschnittsweises
Seitennahtverschweißen zu ihren oberen Rändern 3 offenen und dort zusammenhängenden,
seitlich und hier auch unten geschlossenen Kettenbeuteln 1 geformt sind. Möglich ist
es auch, dass die Beutel 31 bis 33 zunächst unten noch geöffnet sind.
[0058] Die oberen Ränder 3 weisen hier zur Bildung von schlauchförmigen Aufnahmen 4 für
Führungsstangen einer nicht dargestellten Verpackungsvorrichtung jeweils einen Umschlag
5 mit einer Längsschweißnaht 6 auf. Unterhalb der hier schlauchförmigen Aufnahmen
4 ist im Bereich über den oberen Endpunkten 7 zweier Seitennähte 8 ein zur Längsschweißnaht
6 beabstandeter und hier als parallele Querschlitzung ausgeführter Entlastungsschlitz
9 angeordnet. Genauer gesagt sind hier in regelmäßigen Seitenabständen Entlastungsschlitze
9 vorgesehen. Der seitliche Abstand zweier Entlastungsschlitze 9 entspricht hier der
seitlichen Breite eines Beutels.
[0059] Die Ausnehmung 10 durchtritt beide der übereinander angeordneten Flächen der Folienbahn
2 und somit die vordere Folie 21 und die hintere Folie 22. Die Ausnehmung 10 ist hier
im Wesentlichen kreisförmig ausgeführt. Die Seitennähte 8 laufen hier radial von unten
in die Ausnehmung 10 ein, sodass sich dort obere Endpunkte 7 der Seitennaht 8 ergeben.
Die Seitennaht 8 ist hier durch ein Trennschweißen benachbarter Folienbahnabschnitte
erzeugt. Es ist aber auch möglich, dass jede einzelne Seitennaht 8 separat eingebracht
wird.
[0060] Der hier als Querschlitzung ausgeführte Entlastungsschlitze 9 dient dazu, die Kettenbeutel
1 weiter öffnen zu können, als dies ohne solche Entlastungsschlitze 9 möglich wäre.
Bereits durch das Einfügen der Ausnehmung verschieben sich die oberen Endpunkte 7
der Seitennähte 8 von den oberen Rändern 3 aus nach unten. Dadurch wird die mögliche
Öffnungsweite vergrößert.
[0061] Die mögliche Öffnungsweite vergrößert sich bei entsprechender Aufspreizung des Entlastungsschlitzes
9 bzw. hier der Querschlitzung 9 noch weiter. Außerdem wird die mögliche Öffnungsweite
durch eine Verformung der vorderen Folie und der hintere Folie bzw. der Folienbahnen
2 vergrößert, da die Ausnehmungen 10 im Bereich der oberen Endpunkte 7 der Seitennähte
8 bei der Öffnung der Kettenbeutel 1 auseinandergezogen werden und um eine virtuelle
Achse durch die oberen Endpunkte 7 jeweils um bis zu 90° umgeklappt werden. Dadurch
entsteht insgesamt eine Funktionsöffnung 11, die, wie dies insbesondere in Fig. 4
beispielhaft dargestellt ist, sprungfreie Ränder aufweist und damit Spannungsspitzen
im Folienmaterial und insbesondere im Bereich der verschweißten Endpunkte 7 reduziert.
Dadurch wird die Belastbarkeit erheblich vergrößert.
[0062] Die zuvor beschriebenen Kettenbeutel werden mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt.
Die Kettenbeutel können kistenweise oder auch auf einer Rolle aufgewickelt vertrieben
werden.
Bezugszeichenliste:
[0063]
- 1
- Kettenbeutel
- 2
- Folienbahn
- 3
- oberer Rand
- 4
- Aufnahme
- 5
- Umschlag
- 6
- Längsschweißnaht
- 7
- oberer Endpunkt
- 8
- Seitennaht
- 9
- Entlastungsschlitz
- 10
- Ausnehmung
- 11
- Funktionsöffnung
- 12
- Abstand
- 13
- Ende
- 14
- Ende
- 20
- Aufnahmebereich
- 21
- vordere Folie
- 22
- hintere Folie
- 23
- seitliche Richtung
- 25
- Aufnahmeeinrichtung
- 31
- Beutel
- 32
- Beutel
- 33
- Beutel
- 34
- Seite
1. Kettenbeutel (1) mit wenigstens einem sich in seitlicher Richtung erstreckenden Aufnahmebereich
(20), umfassend eine vordere und eine hintere Folie (21, 22), welche an dem Aufnahmebereich
(20) nebeneinander angeordnete Beuteln (31-33) bilden, wobei die Beutel (31-33) insbesondere
dafür vorgesehen sind, Stückgüter oder Lebensmittel aufzunehmen,
wobei die vordere und die hintere Folie (21, 22) an den Seiten (34) der Beutel (31-33)
mit einer Seitennaht (8) verbunden sind,
und wobei die Beutel (31-33) in dem oberen Aufnahmebereich(20) miteinander verbunden
sind,
wobei der Aufnahmebereich (20) geeignet ist, mittels einer Führungseinrichtung (41)
einer Verpackungsvorrichtung (40) geführt zu werden,
wobei in dem Aufnahmebereich (20) in regelmäßigen Abständen (12) Entlastungsschlitze
(9) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass beabstandet unterhalb der Entlastungsschlitze (9) im Bereich des oberen Endpunktes
(7) der Seitennaht (8) eine die vordere und die hintere Folie (21, 22) durchtrennende
Ausnehmung (10) in den Beutel (1) eingebracht ist.
2. Kettenbeutel (1) nach Anspruch 1, wobei jede Seitennaht (8) eines Beutels (31, 32)
einen eigenen oberen Endpunkt (7) aufweist, der auf dem Umfang der Ausnehmung (10)
liegt.
3. Kettenbeutel (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die vordere und die hintere Folie (21,
22) aus zwei übereinander angeordneten Folienbahnen (2) oder einer einzelnen insbesondere
mittig umgeschlagenen Folienbahn (2) bestehen.
4. Kettenbeutel (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei in dem Aufnahmebereich (20) wenigstens
eine Aufnahmeeinrichtung (25) vorgesehen ist.
5. Kettenbeutel (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Aufnahmeeinrichtung (25)
dazu ausgebildet ist, wenigstens ein Führungselement (42) einer Führungseinrichtung
(41) einer Verpackungsvorrichtung (40) aufzunehmen.
6. Kettenbeutel (1) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aufnahmeeinrichtung
(25) wenigstens eine schlauchförmige Aufnahme (4) aufweist.
7. Kettenbeutel (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die schlauchförmige Aufnahme
(4) durch einen Umschlag (5) in der vorderen oder hinteren Folie (21, 22) gebildet
ist und wenigstens abschnittsweise eine Längsnaht (6) aufweist.
8. Kettenbeutel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei die Ausnehmung (10)
eine geschlossene Umfangslinie aufweist und/oder ausgestanzt oder ausgeschnitten ist.
9. Kettenbeutel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei die Ausnehmung (10)
eine abgerundete Kontur aufweist und vorzugsweise als Kreisausnehmung ausgebildet
ist.
10. Kettenbeutel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei wenigstens ein oberer
Endpunkt (7) wenigstens einer Seitennaht (8) im tiefsten Bereich der Ausnehmung (10)
angeordnet ist.
11. Kettenbeutel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei bei einer maschinellen
Öffnung seiner oberen Ränder (3) die oberen Endpunkte (7) der Seitennähte (8) auf
einer Umfangslinie einer Funktionsöffnung (11) liegen, die von um die Endpunkte (7)
der Seitennähte (8) um jeweils 90° auseinandergeklappten Bereichen des oberen Randes
(3) des Kettenbeutels (1) von den Rändern der Ausnehmung (10) gebildet wird.
12. Kettenbeutel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, wobei wenigstens ein Entlastungsschlitz
(9) als Querschlitzung ausgeführt ist.
13. Verfahren zur Herstellung eines Kettenbeutels mit wenigstens einem sich in seitlicher
Richtung erstreckenden Aufnahmebereich (20), wobei eine vordere und eine hintere Folie
(21, 22) aufeinander gebracht werden, und wobei an dem Aufnahmebereich (20) nebeneinander
angeordnete Beuteln (31-33) gebildet werden, die in dem oberen Aufnahmebereich(20)
miteinander verbunden bleiben, wobei die Beutel (31-33) insbesondere dafür vorgesehen
sind, Stückgüter oder Lebensmittel aufzunehmen, und wobei die vordere und die hintere
Folie (21, 22) an den Seiten (34) der Beutel (31-33) mit einer Seitennaht (8) verbunden
werden,
wobei der Aufnahmebereich (20) geeignet ist, mittels einer Führungseinrichtung (41)
einer Verpackungsvorrichtung (40) geführt zu werden,
wobei in dem Aufnahmebereich (20) in regelmäßigen Abständen (12) Entlastungsschlitze
(9) eingebracht werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem vorbestimmten Abstand unterhalb der Entlastungsschlitze (9) im Bereich des
oberen Endpunktes (7) der Seitennaht (8) jeweils eine die vordere und die hintere
Folie (21, 22) durchtrennende Ausnehmung (10) in den Beutel (1) eingebracht wird.
14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die vordere und die hintere Folie
aus einer Folienbahn (2) bestehen, die umgeschlagen wird, und/oder wobei die Seitennaht
(8) durch Trennschweißen eingebracht wird.
15. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausnehmung vor
oder nach dem Einbringen der Seitennaht (8) eingebracht wird.