[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung in einer Aufzugsanlage. Spannvorrichtungen
werden genutzt, um eine Traktion eines einer Treibscheibe zugeordneten Elementes an
der Treibscheibe zu erhöhen.
[0002] Aufzugsanlagen umfassen üblicherweise eine Aufzugskabine, ein Gegengewicht, eine
Treibscheibe und ein Tragelement in einem Aufzugsschacht. Das Tragelement koppelt
die Aufzugskabine und das Gegengewicht. Die Treibscheibe treibt das Tragelement an,
so dass die Aufzugskabine und das Gegengewicht im Aufzugsschacht voneinander abhängig
bewegbar sind. Beispielhaft ist das Tragelement an seinem ersten Ende mit der Aufzugskabine
und an seinem zweiten Ende mit dem Gegengewicht verbunden. Von seinem ersten Ende
verläuft das Tragelement nach oben zur Treibscheibe, umschlingt diese teilweise und
verläuft dann nach unten zu seinem zweiten Ende am Gegengewicht. Probleme können sich
ergeben, wenn eine ungenügende Traktion zwischen der Treibscheibe und dem Tragelement
vorhanden ist. Bei Aufzugsanlagen, welche beispielsweise für höhere Geschwindigkeiten
bzw. höhere Lasten ausgelegt sind, kann der daraus resultierende Schlupf zwischen
der Treibscheibe und dem Tragelement beispielsweise zu einem ruckhaften Fahr- oder
Beschleunigungsverhalten der Aufzugskabine führen.
[0003] Um die Traktion an der Treibscheibe zu erhöhen, können Spannvorrichtungen eingesetzt
werden. Bestandteile einer Ausführungsform einer solchen Spannvorrichtung sind ein
Spanngewicht und ein Spannelement. Die Masse des Spanngewichtes wirkt auf das Spannelement
so, dass das der Treibscheibe zugeordnete Spann- oder Tragelement durch eine Masse
des Spanngewichtes an die Treibscheibe gepresst wird. Demzufolge wird die Traktion
zwischen der Treibscheibe und dem der Treibscheibe zugeordneten Trag- oder Spannelement
erhöht.
[0004] EP 0619263 beschreibt eine Spannvorrichtung, bei der ein Spanngewicht unbeweglich in einer Aufzugsanlage
an einem verfahrbaren Gegengewicht angeordnet ist. Dieses Spanngewicht stellt einen
Teil der Masse des Gegengewichtes dar.
[0005] Problematisch bei einer solchen Lösung ist ein erforderlicher Platzbedarf in der
Aufzugsanlage für Komponenten der Spannvorrichtung.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Spannvorrichtung zu schaffen, die sich durch
einen minimierten Platzbedarf auszeichnet.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst durch eine Aufzugsanlage, die eine Aufzugskabine, ein Gegenwicht,
ein Tragelement, welches das Gegengewicht und die Aufzugskabine so koppelt, dass die
Aufzugskabine und das Gegengewicht voneinander abhängig bewegbar sind, eine Treibscheibe
und eine Spannvorrichtung enthält, wobei die Spannvorrichtung mindestens aus einem
Spanngewicht und einem Spannelement besteht, wobei das Spanngewicht Teil der für das
Gegengewicht benötigten Masse ist, wobei das Spannelement die Aufzugskabine oder das
Gegengewicht mit dem Spanngewicht koppelt, wobei das Tragelement oder das Spannelement
die Treibscheibe zumindest teilweise umschlingt, wobei während einer Bewegung des
Gegengewichts eine Bewegung des Spanngewichts erfolgt, wobei die Richtung und Geschwindigkeit
der Bewegung des Spanngewichts im Wesentlichen gleich der Richtung und Geschwindigkeit
der Bewegung des Gegengewichtes ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein Teil des bewegbaren Gegengewichtes
zum Spannen des Tragelementes oder des Spannelementes verwendet werden kann. Vorteilhaft
ist, dass das Spanngewicht keinen Platzbedarf in der Aufzugsanlage hat. Vorteilhaft
ist auch, dass eine geringere Anzahl von voneinander getrennten Massekörpem in der
Aufzugsanlage vorhanden ist, deren Wartungsaufwand dadurch geringer ist. Zu diesen
voneinander getrennten Massekörpem zählen beispielsweise die Aufzugskabine und das
Gegengewicht. Zudem ist es dadurch möglich, die zu installierende Gesamtmasse in der
Aufzugsanlage zu reduzieren. Vorteilhaft ist weiterhin, dass das Spannelement je nach
Belieben in der Aufzugsanlage angeordnet sein kann. Da die Bewegung des Spanngewichts
im Wesentlichen gleich der Bewegung des Gegengewichts bezüglich der Richtung und der
Geschwindigkeit ist, ist die Masse des Spanngewichts Teil der bewegten Masse des Gegengewichts
und trägt somit zu einer Balancierung der Aufzugskabine bei. Die Kosten für Betrieb
und Montage der Aufzugsanlage können so deutlich reduziert werden.
[0009] Bei einer Weiterbildung hat das Spannelement ein erstes und ein zweites Ende, wobei
diese beiden Enden in der Aufzugsanlage befestigt sind, wobei das zweite Ende zur
Aufhängung des Spanngewichtes vorgesehen ist. Vorteilhaft ist, dass das Spannelement
so kurz wie möglich ausgeführt sein kann. Dennoch kann die Aufhängung des Spanngewichts
variiert werden.
[0010] Bei einer Weiterbildung ist das Spanngewicht in das Gegengewicht eingehängt. Vorteilhaft
ist, dass die Verletzungsgefahr für die Serviceperson aufgrund des Spanngewichtes,
welches im Gegengewicht integriert ist, gering ist. Zudem benötigt das Spanngewicht,
welches im Gegengewicht integriert ist, keinen zusätzlichen Platzbedarf innerhalb
der Aufzugsanlage.
[0011] Bei einer Weiterbildung ist mindestens eine Gegengewichtsrolle am Gegengewicht oder
im Gegengewicht angeordnet, wobei das Spannelement von dieser mindestens einen Gegengewichtsrolle
umgelenkt wird und von einer dieser mindestens einen Gegengewichtsrolle zum Spanngewicht
verläuft, so dass das Spanngewicht zumindest teilweise an dieser einen Gegengewichtsrolle
angehängt ist. Von Vorteil ist eine sehr einfach ausgefiihrte Aufhängung des Spanngewichtes
am oder im Gegengewicht, so dass das Spanngewicht als Teil des Gegengewichtes wirken
kann.
[0012] Bei einer Weiterbildung ist das Spannelement an seinem ersten Ende mit dem Gegengewicht
verbunden. Bei einer Modernisierung besteht die Möglichkeit, dass die Aufzugskabine
von dem Gegengewicht in der Aufzugsanlage positioniert und entkoppelt werden kann;
dennoch kann das Gegengewicht mit Hilfe der Treibscheibe in der Aufzugsanlage verfahren
werden. Zudem muss das Tragelement für das Tragen der maximalen Masse der Aufzugskabine
dimensioniert werden. Eine Auslegung, die zusätzlich den Antrieb an diesem Tragelement
berücksichtigt, ist nicht notwendig. Damit kann das Tragelement bei gleichen Anforderungen
kleiner dimensioniert werden. Da die Masse des Gegengewichts üblicherweise gleich
der Masse der Aufzugskabine bei halber Zuladung entspricht, kann das Spannelement
relativ klein dimensioniert werden.
[0013] Bei einer Weiterbildung ist das Spannelement an seinem ersten und an seinem zweiten
Ende mit dem Gegengewicht verbunden. Die Masse des Spanngewichtes kann je nach Bedarf
beliebig gewählt werden, weil das Spanngewicht beliebig variiert oder aus der Aufzugsanlage
entnommen werden kann, ohne dass der Betrieb der Aufzugsanlage eingestellt werden
muss.
[0014] Bei einer Weiterbildung ist mindestens eine Gegengewichtsrolle am Gegengewicht angeordnet,
wobei die Gegengewichtsrolle als Treibscheibe ausgebildet ist. Die Anordnung der Treibscheibe
als Gegengewichtsrolle ermöglicht eine zusätzlich Platzeinsparung in der Aufzugsanlage,
weil die Treibscheibe ein notwendiger Teil der Aufzugsanlage ist. Die Masse der Treibscheibe
mit einem zugehörigen Antrieb trägt zur notwendigen Masse des Gegengewichts bei. Eine
Masse von übrigen Bestandteilen des Gegengewichtes kann verringert werden. Durch die
Bewegung des Gegengewichts kann der Antrieb gekühlt werden.
[0015] Bei einer Weiterbildung ist das Spannelement an seinem ersten Ende mit der Aufzugskabine
verbunden. Eine bestehende Aufzugsanlage kann mit einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung
ergänzt werden.
[0016] Bei einer Weiterbildung ist die Treibscheibe dem Spannelement zugeordnet. Das Spannelement
muss nicht entsprechend einer maximalen Last der Aufzugskabine ausgelegt werden. Die
maximale Masse, mit der das Spannelement belastet wird, ist die Masse der Aufzugskabine
bei halber Zuladung. In einer anderen Ausfiihrungsform gemäß dieser Weiterbildung
ist das Spannelement nur auf Grund der Beschleunigung der zu bewegenden Massen und
der Spannung, welche durch die Spanneinrichtung verursacht ist, auszulegen.
[0017] Zudem kann im Rahmen einer Weiterbildung die Treibscheibe dem Tragelement zugeordnet
sein. Herkömmliche Anordnungen der Aufzugskabine mit dem Gegengewicht und dem Tragelement
können mit erfindungsgemäßen Spannvorrichtungen versehen werden.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage in einem Aufzugsschacht mit einer Spannvorrichtung
gemäß dem Stand der Technik,
- Figur 2
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer ersten Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung,
- Figur 3
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer weiteren Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung,
- Figur 4
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer weiteren Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung,
- Figur 5
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer weiteren Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung,
- Figur 6
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer weiteren Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung,
- Figur 7
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer weiteren Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung,
- Figur 8
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer weiteren Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung, und
- Figur 9
- eine Darstellung einer Aufzugsanlage mit einer weiteren Variante einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung mit einem umlaufenden Spannelement.
[0019] Figur 1 zeigt eine Aufzugsanlage 2 in einem Aufzugsschacht 4. Eine Anordnung einer
Spannvorrichtung entspricht dem Stand der Technik. Ein Spannelement 14 und ein Spanngewicht
20 sind Komponenten dieser Spannvorrichtung. Der Aufzugsschacht 4 ist durch Schachtwände
6 begrenzt. Eine Aufzugskabine 8 und ein Gegengewicht 10 sind über darüber angebrachte
obere Umlenkrollen 36.1, 36.2 mittels eines Tragelements 12 verbunden. Das Spannelement
14 verbindet die Aufzugskabine 8 und das Gegengewicht 10 unterhalb der Aufzugskabine
8 und des Gegengewichtes 10. Weitere Komponenten einer Aufzugsanlage 2, wie beispielsweise
Türen, Kabinenfiihrungsvorrichtungen oder ein Antrieb, sind nicht dargestellt.
[0020] Das Tragelement 12 verläuft von der Aufzugskabine 8 nach oben zu den beiden oberen
Umlenkrollen 36.1, 36.2, wird von diesen umgelenkt und verläuft dann nach unten zum
Gegengewicht 10. Von der Aufzugskabine 8 verläuft das Spannelement 14 nach unten,
wird von einer unteren Umlenkrolle 16.1 und einer Treibscheibe 18 umgelenkt und verläuft
von dort nach oben zum Gegengewicht 10. Das Spanngewicht 20 ist an die untere Umlenkrolle
16.1 gekoppelt. Durch eine mögliche Verlagerung der unteren Umlenkrolle 16.1 in Richtung
einer Gewichtskraft des Spanngewichtes 20 wird das Spannelement 14 an der Treibscheibe
18 gespannt.
[0021] In den Figuren 2 bis 9 sind verschiedene Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung gezeigt. In einem Aufzugsschacht 4 ist eine Aufzugsanlage 2 angeordnet.
Die Aufzugsanlage 2 umfasst eine Aufzugskabine 8, ein Gegengewicht 10, ein Tragelement
12. Die Aufzugskabine 8 ist mit dem Gegengewicht 10 über das Tragelement 12 gekoppelt.
Das Tragelement 12 kann dabei über eine obere Umlenkrolle 36.1 oder eine Treibscheibe
18 geführt sein, es wird dadurch in einem oberen Bereich des Aufzugsschachtes 4 umgelenkt.
Zusätzlich zur oberen Umlenkrolle 36.1 oder Treibscheibe 18 kann eine weitere obere
Umlenkrolle 36.2 im oberen Bereich des Aufzugsschachtes 4 vorhanden sein, über die
das Tragelement 12 geführt ist. Der Zweck der mindestens einen oberen Umlenkrolle
36.1, 36.2 besteht unter Anderem darin, dass ein Abstand der Aufhängung von Aufzugskabine
8 und Gegengewicht 10 festgelegt oder variiert werden kann. Die Aufhängung von Aufzugskabine
8 und Gegengewicht 10 kann dabei 1:1, 2:1, 2:2 oder auch auf andere Art und Weise
realisiert sein.
[0022] Die in den Figuren 2 bis 9 gezeigten Spannvorrichtungen dienen jeweils dazu, an der
Treibscheibe 18 eine Reibung zu erzeugen. Die Spannvorrichtung umfasst ein Spanngewicht
20 und ein Spannelement 14. Das Spanngewicht 20 ist im oder am Gegengewicht 10 so
angeordnet, dass das Spanngewicht 20, Teil der Masse des Gegengewichtes 10 ist. Das
Spanngewicht 20 ist dabei mit dem Spannelement 14 derart gekoppelt, dass die Masse
des Spanngewichtes 20 eine Zugkraft auf das Spannelement 14 ausübt, so dass das zu
spannende Element 12, 14 an der Treibscheibe 18 gespannt wird. Bewegt sich die Aufzugskabine
8 und das Gegengewicht 10 im Aufzugsschacht 4, dann verfährt das mit dem Gegengewicht
10 gekoppelte Spanngewicht 20 mit dem Gegengewicht 10 auf und ab. Bezüglich des Gegengewichtes
10 verharrt das Spanngewicht 20 im Wesentlichen bewegungslos. Das Spanngewicht 20
hat somit keinen weiteren Platzbedarf. Die Masse des Spanngewichts 20 ist so festgelegt,
dass das zu spannende Element 12, 14 an der Treibscheibe 18 stets gespannt ist und
demzufolge genügend Traktion aufweist. Das gilt sowohl bei Zuständen einer konstanten
Rotationsgeschwindigkeit der Treibscheibe 18, wie auch Stillstand, als auch bei einem
Beschleunigen/Bremsen der Rotationsgeschwindigkeit der Treibscheibe 18.
[0023] In allen Figuren dieser Beschreibung bezeichnen untere und obere Umlenkrollen 16.1,
16.2, 36.1, 36.2, 36.3, 36.4 im Aufzugsschacht 4 gelagerte Umlenkrollen. Die unteren
und oberen Umlenkrollen 16.1, 16.2, 36.1, 36.2, 36.3, 36.4 sind nur dort notwendig,
wo eine Umlenkung des Spannelements 14 oder des Tragelements 12 erfolgt, um das Tragelement
12 oder das Spannelement 14 an der Treibscheibe 18 spannen zu können. Gegengewichtsrollen
22 bezeichnen am oder im Gegengewicht 10 gelagerte Rollen. Spanngewichtsrollen 24
bezeichnen am oder im Spanngewicht 20 gelagerte Rollen.
[0024] Figur 2 zeigt eine erste Variante einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung. Die Spannvorrichtung
umfasst weiterhin eine untere Umlenkrolle 16.1 und eine Gegengewichtsrolle 22. Das
Spannelement 14 hat ein erstes Ende 40 und ein zweites Ende 42. Im Gegengewicht 10
ist das Spanngewicht 20 hängend positioniert. Die Gegengewichtsrolle 22 ist am Gegengewicht
10 gelagert. Das Spanngewicht 20 ist mit dem zweiten Ende 42 des Spannelements 14
verbunden. Das erste Ende 40 des Spannelements 14 ist mit der Aufzugskabine 8 verbunden.
Das Spannelement 14 verläuft von seinem zweiten Ende 42 am Spanngewicht 20 nach oben.
Das Spannelement 14 wird von der Gegengewichtsrolle 22 umgelenkt, verläuft nach unten
zur Treibscheibe 18 und zur unteren Umlenkrolle 16.1. Das Spannelement 14 wird von
der Treibscheibe 18 und der unteren Umlenkrolle 16.1 umgelenkt und verläuft von dort
nach oben zu seinem ersten Ende 40 an der Aufzugskabine 8.
[0025] Die Gegengewichtsrolle 22 ist in dem Gegengewicht 10 gelagert, so dass das Spanngewicht
20 Teil der für das Gegengewicht benötigten Masse ist. In Figur 2 ist die Treibscheibe
18 mit der unteren Umlenkrolle 16.1 unter dem Gegengewicht 10 und/oder der Aufzugskabine
8 dem Spannelement 14 zugeordnet. Das Spanngewicht 20 und/oder die Gegengewichtsrolle
22 können statt im Gegengewicht 10 auch am Gegengewicht 10 angeordnet sein, ohne dass
die Funktionsweise der Spannvorrichtung verändert wird. Ausführungsformen mit erwähnten
alternativen Ausgestaltungen sind in den folgenden Figuren dargestellt.
[0026] Eine solche beispielhafte Anordnung ist in Figur 3 als eine weitere Variante der
Erfindung gezeigt. Die Spannvorrichtung umfasst weiterhin eine Spanngewichtsrolle
24, eine Gegengewichtsrolle 22 und zwei untere Umlenkrollen 16.1, 16.2. Das Spannelement
14 hat ein erstes Ende 40 und ein zweites Ende 42. Im Gegengewicht 10 ist das Spanngewicht
20 hängend positioniert und die Gegengewichtsrolle 22 gelagert. Am Spanngewicht 20
ist die Spanngewichtsrolle 24 gelagert. Das erste Ende 40 des Spannelements 14 ist
mit der Aufzugskabine 8 verbunden. Das Gegengewicht 10 ist mit dem zweiten Ende 42
des Spannelements 14 verbunden. Das Spannelement 14 verläuft von seinem zweiten Ende
42 nach unten zur Spanngewichtsrolle 24 und wird von dieser nach oben umgelenkt. Das
Spannelement 14 verläuft weiter zur Gegengewichtsrolle 22 und wird von dieser nach
unten umgelenkt. Von der Gegengewichtsrolle 22 verläuft das Spannelement 14 zu den
unteren Umlenkrollen 16.1, 16.2, wird von diesen umgelenkt, und das Spannelement 14
verläuft nach oben zur Aufzugskabine 8. Eine Aufhängung des Spanngewichtes 20 am zweiten
Ende 42 des Spannelements 14 und an der Gegengewichtsrolle 22 führt dazu, dass das
Spanngewicht 20 Teil der für das Gegengewicht 10 benötigten Masse ist.
[0027] In Figur 4 ist eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung gezeigt.
Die Spannvorrichtung umfasst weiterhin eine dem Spannelement zugeordneten oberen Umlenkrolle
36.3, eine untere Umlenkrolle 16.1, eine Spanngewichtsrolle 24, einen oberen Fixpunkt
27 und einem unteren Fixpunkt 26. Die zwei Enden des Spannelements 14 sind an diesen
Fixpunkten 26, 27 in der Aufzugsanlage 2 befestigt. Beispielhaft sind diese Fixpunkte
26, 27 fest im Aufzugsschacht 4 angeordnet.
[0028] Am Gegengewicht 10 ist das Spanngewicht 20 hängend positioniert und die Treibscheibe
18 gelagert. Alternativ kann bei allen Ausführungsformen der Erfindung die Treibscheibe
18 beliebig im Gegengewicht gelagert sein. Am Spanngewicht 20 ist die Spanngewichtsrolle
24 gelagert. Das Spannelement 14 verläuft vom oberen Fixpunkt 27 nach unten zur Spanngewichtsrolle
24 und wird von dieser nach oben umgelenkt. Das Spannelement 14 verläuft weiter zur
oberen Umlenkrolle 36.3 und wird durch diese nach unten umgelenkt. Das Spannelement
14 verläuft weiter nach unten zur unteren Umlenkrolle 16.1 und wird von dieser nach
oben zur Treibscheibe 18 umgelenkt. Von der Treibscheibe 18 wird das Spannelement
14 nach unten zum unteren Fixpunkt 26 umgelenkt.
[0029] Die Treibscheibe 18 hat zur Funktion eines Antriebes des Spannelements 14 eine zusätzliche
Funktion als Gegengewichtsrolle 22, welche beispielsweise anhand der Figur 3 beschrieben
ist. Alternativ kann eine Gegengewichtsrolle 22 die gezeigte Treibscheibe 18 ersetzen
und gleichzeitig kann die Treibscheibe 18 jede dem Spannelement 14 zugeordnete Rolle
24, 16.1, 36.3 ersetzen. Wenn die Treibscheibe 18 entsprechenderweise die Spanngewichtsrolle
24 ersetzt, wirkt eine Masse der Treibscheibe 18 zumindest teilweise als Spanngewicht
20. Durch eine Fixierung des Spannelements 14 an den beiden Fixpunkten 26, 27 und
eine ortsfeste Umlenkung dieses Spannelements 14 an den Umlenkrollen 16.1, 36.3 wirkt
die Masse des Spanngewichtes 20, welche durch das Spannelement 14 übertragen ist,
an der Treibscheibe 18 so, dass das Spanngewicht 20 Teil der für das Gegengewicht
10 benötigten Masse ist.
[0030] Figur 5 zeigt eine weitere Variante zur Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung.
Die Spannvorrichtung umfasst weiterhin Spannelementführungsrollen 28, eine obere Umlenkrolle
36.3, die dem Spannelement zugeordnet ist, und eine untere Umlenkrolle 16.1. Das Spannelement
14 hat ein erstes Ende 40 und ein zweites Ende 42. Im Gegengewicht 10 ist ein Spanngewicht
20 hängend positioniert. Die Treibscheibe 18 und die Spannelementführungsrollen 28
sind am Gegengewicht 10 gelagert. Die Spannelementführungsrollen 28 lenken das Spannelement
14 an der Treibscheibe 18 um, damit eine ausreichende Umschlingung der Treibscheibe
18 durch das Spannelement 14 erreicht ist. Das zweite Ende 42 des Spannelements 14
ist mit dem Spanngewicht 20 verbunden.
[0031] Das Spannelement 14 verläuft von diesem zweiten Ende 42 nach oben zur oberen Umlenkrolle
36.3 und wird von der oberen Umlenkrolle 36.3 nach unten umgelenkt. Im weiteren Verlauf
umschlingt das Spannelement 14 die Treibscheibe 18 und die Spannelementführungsrollen
28 teilweise und ist nach unten zur unteren Umlenkrolle 16.1 geführt. Die untere Umlenkrolle
16.1 lenkt das Spannelement 14 nach oben zum ersten Ende 40 des Spannelements 14 um,
wo es am Gegengewicht 10 fixiert ist. Durch die Fixierung des Spannelements 14 am
Gegengewicht 10 und am Spanngewicht 20 und eine Umlenkung an den dem Spannelement
14 zugeordneten Umlenkrollen 16.1, 36.3 und der Treibscheibe 18 wirkt die Masse des
Spanngewichtes 20 so, dass das Spanngewicht 20 Teil der für das Gegengewicht 10 benötigten
Masse ist.
[0032] Figur 6 zeigt ähnlich Figur 5 eine weitere Variante zur Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen
Spannvorrichtung. Die Spannvorrichtung umfasst weiterhin eine Spanngewichtsrolle 24,
Spannelementführungsrollen 28, eine dem Spannelement zugeordnete obere Umlenkrolle
36.3 und einer unteren Umlenkrolle 16.1. Das Spannelement 14 hat ein erstes Ende 40
und ein zweites Ende 42. Am Gegengewicht 10 ist ein Spanngewicht 20 hängend positioniert.
Die Treibscheibe 18 und die Spannelementfiihrungsrollen 28 sind am Gegengewicht 10
gelagert. Die Spannelementfiihrungsrollen 28 sind nahe der Treibscheibe 18 so gelagert,
dass eine ausreichende Umschlingung der Treibscheibe 18 durch das Spannelement 14
erreicht ist.
[0033] Das zweite Ende 42 des Spannelements 14 ist mit dem Gegengewicht 10 verbunden. Das
Spannelement 14 verläuft von diesem zweiten Ende 42 nach unten zur Spanngewichtsrolle
24 und wird von dieser nach oben zur oberen Umlenkrolle 36.3 umgelenkt. Von dieser
oberen Umlenkrolle 36.3 wird das Spannelement 14 nach unten umgelenkt. Im weiteren
Verlauf umschlingt das Spannelement 14 die Treibscheibe 18 und die Spannelementfiihrungsrollen
28 teilweise und ist nach unten zur unteren Umlenkrolle 16.1 geführt. Die untere Umlenkrolle
16.1 lenkt das Spannelement 14 nach oben zum ersten Ende 40 des Spannelements 14 um,
wo es am Gegengewicht 10 fixiert ist. Durch die Fixierung des Spannelements 14 am
Gegengewicht 10 an den beiden Enden 40, 42 und eine Umlenkung an den dem Spannelement
14 zugeordneten Umlenkrollen 16.1, 36.3 der Treibscheibe 18 und der Spanngewichtsrolle
24 wirkt die Masse des Spanngewichtes 20 so, dass das Spanngewicht 20 Teil der für
das Gegengewicht 10 benötigten Masse ist.
[0034] Figur 7 zeigt eine weitere Variante zur Ausgestaltung der Erfindung. Die Spannvorrichtung
umfasst weiterhin zwei Gegengewichtsrollen 22, zwei obere dem Spannelement 14 zugeordnete
Umlenkrollen 36.3, 36.4 und eine untere Umlenkrolle 16.1. Das Spannelement 14 hat
ein erstes Ende 40 und ein zweites Ende 42. Im Gegengewicht 10 ist ein Spanngewicht
20 hängend positioniert.
[0035] Im Unterschied zur Variante zur Ausgestaltung der Spannvorrichtung, welche anhand
von Figur 5 beschrieben ist, sind zusätzliche Rollen für Umlenkungen des Spannelements
14 vorgesehen. Diese Rollen sind die Umlenkrollen 16.1, 36.4 und die Gegengewichtsrollen
22, die dem Spannelement 14 zugeordnet sind. Es ist daher im Allgemeinen möglich,
die Treibscheibe 18 als eine dieser Umlenkungen einzusetzen. Durch eine Fixierung
des ersten Endes 40 des Spannelements 14 am Gegengewicht 10 und dessen zweiten Endes
42 am Spanngewicht 20 und eine ortsfeste Umlenkung an den zugehörigen Umlenkrollen
16.1, 36.3, 36.4 und an der Treibscheibe 18 wirkt die Masse des Spanngewichtes 20,
welche durch das Spannelement 14 übertragen ist, am Gegengewicht 10 so, dass das Spanngewicht
20 Teil der für das Gegengewicht 10 benötigten Masse ist.
[0036] Im Unterschied zu der in Figur 4 beschriebenen Ausgestaltung der Erfindung sind die
obere und die untere dem Spannelement 14 zugeordneten Umlenkrollen 16.1, 36.3 in einer
Ausgestaltung der Erfindung in Figur 8 nicht ausgeführt. Die Spannvorrichtung umfasst
weiterhin eine Spanngewichtsrolle 24, einen oberen Fixpunkt 27 und einen unteren Fixpunkt
26. Das Spannelement 14 ist am oberen Fixpunkt 27 und am unteren Fixpunkt 26 in der
Aufzugsanlage 2 befestigt. Beispielhaft sind diese Fixpunkte 26, 27 fest im Aufzugsschacht
4 angeordnet. Im Gegengewicht 10 ist ein Spanngewicht 20 hängend positioniert. Das
Spannelement 14 verläuft vom oberen Fixpunkt 27 nach unten zu einer Spanngewichtsrolle
24, wird von dieser umgelenkt und verläuft nach oben zu einer Treibscheibe 18. Das
Spannelement 14 wird von der Treibscheibe 18 umgelenkt und verläuft nach unten zum
unteren Fixpunkt 26.
[0037] Durch eine Fixierung des Spannelements 14 im Aufzugsschacht 4 und eine Umlenkung
an der Treibscheibe 18 und an der Spanngewichtsrolle 24 wirkt die Masse des Spanngewichtes
20 am Gegengewicht 10 so, dass das Spanngewicht 20 Teil der für das Gegengewicht 10
benötigten Masse ist.
[0038] In Figur 9 ist eine Variante der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung mit einem umlaufenden
Spannelement gezeigt. Die Spannvorrichtung umfasst weiterhin eine Spanngewichtsrolle
24, einen Fixpunkt 44, eine Gegengewichtsrolle 22, zwei obere dem Spannelement 14
zugeordnete Umlenkrollen 36.3, 36.4 und eine untere Umlenkrolle 16.1.
[0039] Am Gegengewicht 10 ist das Spanngewicht 20 hängend positioniert und eine Gegengewichtsrolle
24 gelagert. Am Spanngewicht 20 ist eine Spanngewichtsrolle 24 gelagert. Das Spannelement
14 ist umlaufend angeordnet. Das Spannelement 14 ist im Aufzugsschacht 4 am Fixpunkt
44 befestigt, weil so ein Antrieb des Spannelements 14 an der Treibscheibe 18 in einer
Bewegung des Gegengewichts 10 im Aufzugsschacht 4 resultieren kann. Wenn die Treibscheibe
18 stattdessen dem Tragelement 12 zugeordnet ist (beispielsweise in Figur 3), ist
ein solcher Fixpunkt 44 bei einem umlaufenden Spannelement 14 nicht notwendig.
[0040] Die Treibscheibe 18 ist im Aufzugsschacht 4 unten angeordnet. Das Spannelement 14
verläuft von der Treibscheibe 18 nach oben zur Gegengewichtsrolle 22 und wird von
dieser nach unten zur unteren Umlenkrolle 16.1 umgelenkt. Das Spannelement 14 wird
von dieser unteren Umlenkrolle 16.1 nach oben zur oberen Umlenkrolle 36.4 geführt,
die das Spannelement 14 nach unten zur Spanngewichtsrolle 24 umlenkt. An der Spanngewichtsrolle
24 wird das Spannelement 14 nach oben zur oberen Umlenkrolle 36.3 umgelenkt. An dieser
oberen Umlenkrolle 36.3 wird das Spannelement 14 nach unten zur Treibscheibe 18 umgelenkt.
1. Aufzugsanlage (2) umfassend:
eine Aufzugskabine (8),
ein Gegenwicht (10),
ein Tragelement (12), welches das Gegengewicht (10) und die Aufzugskabine (8) so koppelt,
dass die Aufzugskabine (8) und das Gegengewicht (10) voneinander abhängig bewegbar
sind,
eine Treibscheibe (18),
eine Spannvorrichtung, die mindestens aus einem Spanngewicht (20) und einem Spannelement
(14) besteht,
wobei das Spanngewicht (20) Teil der für das Gegengewicht (10) benötigten Masse ist,
wobei das Spannelement (14) die Aufzugskabine (8) oder das Gegengewicht (10) mit dem
Spanngewicht (20) koppelt,
wobei das Tragelement (12) oder das Spannelement (14) die Treibscheibe (18) zumindest
teilweise umschlingt,
dadurch gekennzeichnet, dass
während einer Bewegung des Gegengewichts (10) eine Bewegung des Spanngewichts (20)
erfolgt, wobei die Richtung und Geschwindigkeit der Bewegung des Spanngewichts (20)
im Wesentlichen gleich der Richtung und Geschwindigkeit der Bewegung des Gegengewichtes
(10) ist.
2. Aufzugsanlage (2) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (14) ein erstes und ein zweites Ende hat,
wobei diese beiden Enden in der Aufzugsanlage (2) befestigt sind,
wobei das zweite Ende zur Aufhängung des Spanngewichtes vorgesehen ist.
3. Aufzugsanlage (2) nach einem der vorangegangenen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Spanngewicht (20) in das Gegengewicht (10) eingehängt ist.
4. Aufzugsanlage (2) nach einem der vorangegangenen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Gegengewichtsrolle (22) am Gegengewicht (10) oder im Gegengewicht
(10) angeordnet ist, wobei das Spannelement (14) von dieser mindestens einen Gegengewichtsrolle
(22) umgelenkt wird und von einer dieser mindestens einen Gegengewichtsrolle (22)
zum Spanngewicht (20) verläuft, so dass das Spanngewicht (20) zumindest teilweise
an dieser einen Gegengewichtsrolle (22) angehängt ist.
5. Aufzugsanlage (2) nach einem der Patentansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Spannelement (14) an seinem ersten Ende mit dem Gegengewicht (10) verbunden ist.
6. Aufzugsanlage (2) nach einem der Patentansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
das Spannelement (14) an seinem ersten und an seinem zweiten Ende mit dem Gegengewicht
(10) verbunden ist.
7. Aufzugsanlage (2) nach einem der vorangegangenen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine Gegengewichtsrolle (22) am Gegengewicht (10) angeordnet ist, wobei
die Gegengewichtsrolle (22) als Treibscheibe (18) ausgebildet ist.
8. Aufzugsanlage (2) nach einem der Patentansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
das Spannelement (14) an seinem ersten Ende mit der Aufzugskabine (8) verbunden ist.
9. Aufzugsanlage (2) nach einem der vorangegangenen Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Treibscheibe (18) dem Spannelement (14) zugeordnet ist.
10. Aufzugsanlage (2) nach einem der Patentansprüche 1 bis 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Treibscheibe (18) dem Tragelement (12) zugeordnet ist.