[0001] Die Erfindung betrifft eine Lüftungsvorrichtung mit einer Dacheindeckungsplatte,
die einen Dom mit einer an die jeweilige Dachneigung neigungseinstellbaren Haube,
mit einem Lüftungsrohr, das einen starren, zusammen mit der Haube neigungsverstellbaren,
eine Luftaustrittsöffnung aufweisenden oberen Rohrabschnitt, einen starren, ein Anschlusselement
mit einer Lufteintrittsöffnung aufweisenden unteren Rohrabschnitt und einen zwischen
dem oberen Rohrabschnitt und dem unteren Rohrabschnitt angeordneten flexiblen Bereich
aufweist.
[0002] Eine Lüftungsvorrichtung der zuvor beschriebenen Art ist aus der
DE 198 11 993 B4 vorbekannt. Die Lüftungsvorrichtung besitzt eine Grundplatte die die Form einer Dacheindeckungsplatte
besitzt und die in eine Dacheindeckung anstelle einer dortigen Dacheindeckungsplatte
einsetzbar ist. Die zur Dachaußenseite weisende Breitseite der Dacheindeckungsplatte
trägt einen kuppelartigen Dom, der eine Öffnung aufweist, die von einer die Kuppel
vervollständigenden Haube verschlossen ist. Die Haube kann um eine parallel zur Traufe
beziehungsweise zum First verlaufende Achse gegenüber dem Dom geschwenkt werden. Die
Haube weist eine Öffnung auf, durch die ein Lüftungsrohr von der Dachinnenseite zur
Dachaußenseite ragt. Das Lüftungsrohr ist fest mit der Haube verbunden und besitzt
eine Luftaustrittsöffnung. Die Haube beziehungsweise der mit der Haube fest verbundene
obere Rohrabschnitt kann gegenüber der Dacheindeckungsplatte derart verschwenkt werden,
dass die Rohrachse des oberen Rohrabschnittes unabhängig von der Dachneigung in eine
Vertikalrichtung gebracht werden kann. Das starre Lüftungsrohr durchragt vollständig
den Dom und bis in den Sparrenbereich beziehungsweise eine Aufsparren- oder Untersparrendämmung
hinein. An das Ende des starren Rohrabschnittes schließt sich ein flexibler Rohrabschnitt
an, dessen anderes Ende in einem starren unteren Rohrabschnitt steckt, der ein Anschlussrohr
ausbildet, an den ein Entlüftungsrohr eines Lüftungsstrangs angeschlossen werden kann.
[0003] Ein ähnlicher Lüfter ist aus der
DE 82 27 425 vorbekannt. Auch hier durchragt das starre Lüftungsrohr ähnlich wie es auch die
DE 73 27 080 U bzw. die
FR 2 238 826 A1 zeigen, den gesamten Dom und bis in den Sparrenbereich, wo es mittels einer Rohrschelle
befestigt ist.
[0004] Aus der
US 3,076,669 ist ein flexibles Rohr bekannt, welches an seinen beiden Enden jeweils einen starren
Rohrabschnitt und zwischen den starren Rohrabschnitten einen wellschlauchartigen Rohrabschnitt
aufweist.
[0005] Die
EP 0 318 735 beschreibt einen Anschlusstopf mit einem senkrecht zur Topfachse verlaufenden Anschlussrohrstück.
[0006] Die Verwendung einer eingangs beschriebenen Lüftungsvorrichtung bei kleinen Lattenweiten
und insbesondere bei einer Dachdämmung kann zu Problemen führen, weil bei kleinen
Lattenweiten Aussparungen gefertigt werden müssen. Besitzt die bekannte Lüftungsvorrichtung
einen großen Schwenkwinkel, ist also für einen großen Dachneigungsbereich einsetzbar,
so steht nur ein relativ kleiner Bauraum für den Lüftungsquerschnitt zur Verfügung.
In die Dämmung beziehungsweise Unterspannbahn oder Dachunterkonstruktion muss ein
relativ großer Ausschnitt insbesondere in Form eines Kegelschnittes eingebracht werden.
Dieser muss zudem maßgenau unterhalb der Domöffnung liegen. Da dies auf der Baustelle
in der Regel nicht gewährleistet ist, werden entweder zu große Öffnungen in die Dämmung
eingebracht oder es wird in Kauf genommen, dass die oberen Rohrabschnitte schräg zur
Vertikalen verlaufen. Üblicherweise werden deshalb zu große Löcher ausgeschnitten
und nach dem Decken des Daches und Einbau der Lüftungsvorrichtung mit Dämmstücken
oder Bauschaum verschlossen. Da die Öffnung in der Regel schwer zugänglich ist, erfolgt
dies nicht fachgerecht, was nachteilhaft für die Dämmung ist.
[0007] Die
DE 93 14 218 beschreibt ein Anschlussstück, welches derart in eine Dachunterkonstruktion einsetzbar
ist, dass die Rohrachse des Anschlussstücks die Dachebene senkrecht kreuzt. Ein durch
die Dachhaut hindurchragendes Lüftungsrohr ist dort aber nicht vorgesehen.
[0008] Die
DE 43 38 662 A1 beschreibt ein Lüfterelement mit einem Rohr, das eine Dachabdeckung durchdringt und
das auf der Dachinnenseite mit einem Anschlussstück zur Verbindung mit einer Entlüftungsleitung
ausgerüstet ist. Das Anschlussstück soll aus zwei schwenkbeweglich miteinander verbundenen
Verbinderteilen oder aus einem Flexschlauch bestehen.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Lüftungsvorrichtung montagetechnisch
zu verbessern.
[0010] Gelöst wird die Aufgabe durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung. Zunächst
und im Wesentlichen ist vorgesehen, dass der flexible Bereich sich in zumindest einer
Neigungsstellung des oberen Rohrabschnittes zur Erstreckungsebene der Dacheindeckungsplatte
teilweise bis in den Dom erstreckt.
[0011] Das Anschlusselement soll mit seiner Rohrachse eine Dachsparrendichtung senkrecht
zu ihrer Erstreckungsebene kreuzend am Dachsparren, an einer Dachunterkonstruktion
oder an einer Rohrdurchführung, insbesondere einer Dämmhülse befestigbar sein. Der
flexible Bereich erstreckt sich demzufolge im Wesentlichen nur über den Zwischenraum
zwischen der Dämmung und dem Dom. Er erstreckt sich also im Wesentlichen lediglich
über den von den Dachlatten und der Konterlattung definierten Freiraum zwischen Dachunterspannbahn,
also zwischen der Außenseitenfläche der Dachsparren und der Höhlung des Doms. Vorzugsweise
verläuft der Anschlussbereich des flexiblen Bereichs an dem oberen starren Rohrabschnitt
vollständig oder zumindest nahezu vollständig in der Höhlung des Doms. Der flexible
Bereich kann auch hier wellschlauchartig ausgebildet sein. Er ist beidendseitig mit
starren Anschlussrändern von Abschnitten des Lüftungsrohres verbunden. In einer bevorzugten
Ausgestaltung besitzt das Anschlussrohr einen Befestigungsflansch. Dieser kann einen
Ringkragen ausbilden, der auf der Sparrenoberseite oder auf einer Dachunterkonstruktion
befestigt werden kann. Der Befestigungsflansch liegt dann in der Dachebene, so dass
die Rohrachse des Anschlussstücks die Dachebene senkrecht kreuzt. Bevorzugt ist der
Befestigungsflansch so ausgebildet, dass er auf der Außenseite einer Aufsparrendämmung
aufliegen kann, die ein kreisrundes Loch aufweist, in welches das Anschlussrohr eingesteckt
ist. Bevorzugt erstreckt sich der flexible Bereich derart weit in den Dom, dass die
gedachte Drehachse, um die die Haube beziehungsweise der obere Rohrabschnitt gegenüber
der Dacheindeckungsplatte verschwenkbar ist, im flexiblen Bereich liegt. Der flexible
Bereich ist mit einem Domdurchtritts-Rohrabschnitt verbunden, auf den ein oberer Rohrabschnitt
aufgeschraubt ist. Der Domdurchtritts-Rohrabschnitt und der obere Rohrabschnitt definieren
eine Rohrachse, die entsprechend der Dachneigung gegenüber der Erstreckungsebene der
Dacheindeckungsplatte derart geneigt wird, dass sie in der montierten Stellung in
der Vertikalen liegt. Der untere Rand des Domdurchtritts-Rohrabschnittes bildet einen
Anschlussrand aus, an dem der den flexiblen Bereich bildende Wellschlauch mit dem
Domdurchtritts-Rohrabschnitt verbunden ist. Der Anschlussrand kann einen ersten, sich
etwa über einen Halbkreisbogen erstreckenden Abschnitt aufweisen, der in einer Ebene
verläuft, die senkrecht zur Rohrachse verläuft. Ein zweiter, ebenfalls bevorzugt über
einen Halbkreisbogen sich erstreckender Anschlussrandabschnitt verläuft in einer Ebene,
die in einem Winkel zwischen 30° und 60° geneigt zur ersten Ebene verläuft und somit
die Rohrachse in diesem Winkel schneidet. Der Schnittwinkel, in dem die Rohrachse
von dieser Ebene geschnitten wird, liegt bevorzugt bei etwa 45°. In dem Bereich des
schrägen Anschnitts des Domdurchtritts-Rohrabschnitts bildet sich zufolge der dortigen
Wellen des Wellschlauches eine Stauchreserve des Wellschlauches aus. In einer anderen
Orientierung kann sich aber auch eine Dehnungsreserve des Wellschlauches ausbilden.
Der untere starre Rohrabschnitt und der obere starre Rohrabschnitt, die sich unmittelbar
an dem flexiblen Bereich anschließen, können formschlüssig mit dem flexiblen Bereich
verbunden sein. Hierzu werden die Anschlussränder beidseitig, also sowohl innenseitig
als auch rohraußenseitig vom gummielastischem Werkstoff des flexiblen Bereichs umgeben,
so dass dieser Anschlussrand in einer Nut einliegt. Der Anschlussrand kann Befestigungsbohrungen
aufweisen, in die beim Anformen der flexiblen Bereiche Werkstoff hindurchtreten kann,
so dass sich eine formschlüssige Verbindung zwischen dem flexiblen Bereich und den
beiden starren Rohrabschnitten ausbildet. Der flexible Rohrabschnitt wird bevorzugt
im Spritzgussverfahren gefertigt, wobei die beiden starren Rohrabschnitte in die Spritzgussform
eingelegt werden. Dieses Formteil kann aber auch in einem Zweikomponenten-Spritzgussverfahren
hergestellt werden. Die aus hartem Material gefertigten Rohrabschnitte werden zuerst
hergestellt. Im gleichen Werkzeug wird dann die Weichkomponente eingespritzt. Es ist
aber auch möglich, die genannten Rohrabschnitte anderweitig zu fügen.
[0012] In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Anschlussrohr in eine
Stirnöffnung einer Dämmhülse steckt. Die Rohrachse der Dämmhülse verläuft quer zur
Dachebene. Der Durchmesser der Dämmhülse kann größer sein als der Durchmesser des
Anschlussrohres, so dass die Stirnseite der Dämmhülse eine Ringform besitzt und das
Anschlussrohr in der Ringöffnung steckt. Auf der Dachinnenseite kann die Dämmhülse
oder aber auch das Anschlussrohr in einem Anschlusstopf stecken. Der Anschlusstopf
kann einen Anschlussrohrabschnitt aufweisen, der mit einem Entlüftungsrohr verbunden
werden kann. Dieser kann quer zur Rohrachse der Dämmhülse verlaufen. Es ist aber auch
vorgesehen, dass der Anschlussrohrabschnitt eine Achse ausbildet, die parallel zur
Rohrachse der Dämmhülse verläuft.
[0013] Zu Folge der erfindungsgemäßen Ausgestaltung können die Ausschnitte in der Dachunterspannbahn
beziehungsweise in der Wärmedämmung für das Anschlussrohr beziehungsweise die Dämmhülse
kreisrund gestaltet werden. Die besondere Anordnung des flexiblen Bereichs bis in
den Dom ermöglicht es, dass die Ausschnitte in der Dachunterspannbahn oder der Wärmedämmung
mit großen Toleranzen positioniert werden können. Demzufolge sind die Ausschnitte
leicht anzuzeichnen, auszuführen und auch wieder abzudichten. Das Anschlussrohr ragt
entweder vollständig durch die Dämmung hindurch oder aber nur bereichsweise in die
Dämmung hinein. Das Anschlussrohr kann am Dachsparren oder einer Dachunterkonstruktion
derart befestigt werden, dass seine Rohrachse quer zur Dachebene verläuft. Die erfindungsgemäße
Lüftungsvorrichtung kann auch bei großen Dachneigungen und großen Überdeckungen im
Wesentlichen ohne Nacharbeit von Dachsteinen und Traglatten eingebaut werden. Die
Ausschnitte in der Unterspannbahn beziehungsweise der Dämmung können unabhängig von
der Dachneigung kreisrund ausgeführt werden, da das Anschlussstück beziehungsweise
die zusammen mit dem Anschlussstück verwendbare Dämmhülse einen kreisrunden Querschnitt
haben. Der Anschluss an die Dachunterspannbahn kann auf übliche Weise mit Klebebändern
oder mit einem Unterspannanschlussring erfolgen. Es kann ein zusätzlicher flexibler
Schlauch vorgesehen sein, mit dem das Anschlussrohr oder ein Anschlussrohrabschnitt
mit einem Lüftungsstrang verbunden wird. Der ringförmige Flansch des Anschlussrohres
kann bei der Verwendung einer Dämm-Anschlusshülse auch als Anschlag dienen. Er kann
auch gegebenenfalls an einer Lattung verschraubt sein. Es ist ein relativ einfacher
Anschluss mit einer senkrecht in die Wärmedämmung eingelassenen Hochtemperatur-Dämmhülse
(HT-Rohr) möglich.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand beigefügter Zeichnungen
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Lüftungsvorrichtung in einer Schnittdarstellung eines Steildaches mit einer ersten
Dachneigung,
- Figur 2
- eine Darstellung gemäß Figur 1, wobei die Dachneigung jedoch geringer ist,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung eines den flexiblen Bereich 7, das Anschlussrohr
10 und einen Domdurchtritts-Rohrabschnitt 18 ausbildenden Elementes der Lüftungsvorrichtung,
- Figur 4
- das in der Figur 3 dargestellte Element in einer Explosionsdarstellung,
- Figur 5
- den erfindungsgemäßen Lüfter in einer Explosionsdarstellung,
- Figur 6
- eine Darstellung gemäß Figur 1 einer weiteren Ausführungsform, bei der das Anschlussrohr
10 in einer Dämmhülse 19 steckt, deren dachinnenseitiges Ende mit einem Anschlusstopf
23 verbunden ist,
- Figur 7
- eine perspektivische Explosionsdarstellung des in der Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiels,
- Figur 8
- perspektivisch einen unteren Abschnitt des Lüftungsrohres, eine Dämmhülse mit Einstecköffnung
19' für das Anschlussrohr 10 und einen Anschlusstopf 23, an dem ein Wellschlauch 33
angeschlossen ist,
- Figur 9
- eine Darstellung gemäß Figur 8, bei der der Anschlusstopf einen gradlinigen Anschlussrohrabschnitt
aufweist, und
- Figur 10
- eine Darstellung gemäß Figur 1 mit einem in abweichender Orientierung eingebautem
dachinnenseitigen Rohrabschnitt.
[0015] Die erfindungsgemäße Lüftungsvorrichtung besitzt eine Dacheindeckungsplatte 1, die
anstelle einer üblichen Dacheindeckungsplatte 15 in ein Steildach eingesetzt werden
kann, so dass die Dacheindeckungsplatte 1 mit ihren nicht dargestellten Längsrändern
an Dacheindeckungsplatten 15 angrenzt derart, dass ein Längsrand von einer Dacheindeckungsplatte
15 überlappt wird und der andere Längsrand den Rand einer Dacheindeckungsplatte 15
überlappt. Der obere Rand der Dacheindeckungsplatte 1 wird von einer üblichen Dacheindeckungsplatte
15 überlappt. Mit ihrem unteren Rand überlappt die Dacheindeckungsplatte 1 der Lüftungsvorrichtung
den oberen Rand einer Dacheindeckungsplatte 15. Der obere Rand der Dacheindeckungsplatte
1 der Lüftungsvorrichtung stützt sich an einer Dachlatte 14 ab. Der untere Rand der
Dacheindeckungsplatte 1 liegt ebenfalls über einer Dachlatte 14. Während sich die
Dachlatten 14 parallel zur Traufe beziehungsweise zum First erstrecken, verlaufen
die Konterlatten 13, auf die die Dachlatten 14 aufgesetzt sind, parallel zu den Sparren
32, also quer zur Traufe beziehungsweise quer zum First. Beim Ausführungsbeispiel
ist auf die Sparren 32 eine Aufsparrendämmung 12 aufgebracht. Die Aufsparrendämmung
12 ist Trägerin der Konterlatten 13.
[0016] Die Dacheindeckungsplatte 1 besitzt einen kuppelförmigen Dom, der eine von einer
Haube 3 verschlossene Öffnung aufweist. Hinsichtlich der Ausgestaltung der Dacheindeckungsplatte
1 des als Kuppel ausgebildeten Doms 2 sowie der Haube 3 und einem fest mit der Haube
verbundenen oberen Rohrabschnitt 4 wird auf die eingangs genannte
DE 198 11 993 B4 und die darin genannte Literatur verwiesen.
[0017] Die Haube 3 ist um eine gedachte Schwenkachse 20 gegenüber dem Dom 2 schwenkbar,
so dass sich der obere Rohrabschnitt 4 gegenüber der Dacheindeckungsplatte 1 derart
verschwenken kann, dass die Rohrachse 21 des oberen Rohrabschnittes 4 unterschiedliche
Neigungswinkel gegenüber der Erstreckungsebene der Dacheindeckungsplatte 1 einnehmen
kann. Die Schwenkachse 20 verläuft parallel zur Traufe beziehungsweise zum First und
damit quer zur Dachneigung. Das obere Ende des oberen Rohrabschnittes 4 bildet eine
Luftaustrittsöffnung 8 aus, die mit einer Kappe 25 derart verschlossen ist, dass zwar
eine Entlüftung möglich, ein Regenwassereintritt aber vermieden wird.
[0018] Der obere Rohrabschnitt bildet an seinem unteren Ende eine umlaufende Randkante 27
aus. Diese bildet eine Tragschulter aus, mit der sich der obere Rohrabschnitt 4 auf
dem Öffnungsrand 26 der Haube 3 abstützen kann. Ein durchmesserverminderter Anschluss
bildet ein Außengewinde 28 aus, welches in den Anschlussrohrabschnitt der Haube 3
eintaucht, der den Öffnungsrand 26 ausbildet.
[0019] Das Außengewinde 28 ist mit einem Innengewinde 29 eines Domdurchtritts-Rohrabschnitts
18 verbindbar. Der Domdurchtritts-Rohrabschnitt 18 bildet auf seiner dem Innengewinde
29 gegenüberliegenden Seite einen Anschlussrand 17, 17' aus, an dem der Domdurchtritts-Rohrabschnitt
18 mit einem flexiblen, d.h. bieg-, stauch- und streckbaren Rohrabschnitt 7 verbunden
ist. Der Anschlussrand 17 bildet zwei jeweils über einen Halbkreisabschnitt sich erstreckende
Abschnitte 17, 17' aus. Der erste Anschlussrandabschnitt 17 verläuft in einer Ebene,
die die Rohrachse 21 senkrecht schneidet. Dieser Anschlussrand 17' erstreckt sich
auf der zur Traufe weisenden Seite. Auf der zum First weisenden Seite verläuft der
Anschlussrand 17 in einer Ebene, die von der Rohrachse 21 etwa in einem 45°-Winkel
geschnitten wird, so dass sich auf der zum First weisenden Seite eine zusätzliche
Stauchreserve des flexiblen Bereichs 7 ausbildet. Bei dem in der Figur 10 dargestellten
Ausführungsbeispiel weist dieser Anschlussrand 17' zum First hin. Der Anschlussrand
17 verläuft dort auf der zur Traufe weisenden Seite, so dass sich hier auf der zur
Traufe weisenden Seite eine zusätzliche Dehnungsreserve des flexiblen Bereichs 7 ausbildet.
[0020] Der flexible Bereich 7 ist wellschlauchartig ausgebildet und kann im Spritzgussverfahren
mit dem starren Domdurchtritts-Rohrabschnitt 18 und mit einem starren Anschlussrohr
15 verbunden werden. Hierzu sind der Anschlussrand 17, 17' und der Anschlussrand 16
des Anschlussrohres 10 materialstärkend-vermindert ausgeführt und besitzen eine Vielzahl
von Durchtrittsöffnungen, die beim Umspritzen des Anschlussrandes 16, 17, 17' mit
dem Werkstoff des flexiblen Bereichs 17 ausgefüllt werden, so dass zwei parallel verlaufende
Rippen des Befestigungsrandes 30 bzw. 31 des flexiblen Bereichs 7 sowohl innen-, als
auch außenseitig am Anschlussrand 16, 17, 17' anliegen.
[0021] Der flexible Bereich 7 ist einseitig mit dem Domdurchtritts-Rohrabschnitt 18 und
anderseitig mit dem Anschlussrohr 10 verbunden. Das Anschlussrohr 10 beisitzt einen
ringförmig das Anschlussrohr 10 umgebenden Befestigungsflansch 6. Der Befestigungsflansch
6 grenzt unmittelbar an den Anschlussrand 16 an. Auf der dem Anschlussrand 16 gegenüberliegenden
Seite bildet das Anschlussrohr 10 einen unteren Rohrabschnitt 5 aus, der einen kreisförmigen
Querschnitt aufweist und somit eine Rohrachse 11 ausbildet. Das freie Ende des Anschlussrohres
10 bildet eine Lufteintrittsöffnung 9 aus, durch die Luft in das Lüftungsrohr 4, 5,
7, 18 eintreten kann, die durch die Luftaustrittsöffnung 8 austritt.
[0022] Die Anschlussränder 17, 17' des Domdurchtritts-Rohrabschnittes 18 sind derart gering
von der Durchtrittsöffnung der Haube 3 beabstandet, dass die gedachte Schwenkachse
in jeder Schwenkstellung der Haube 3 durch den flexiblen Bereich 7 geht. Der obere
Abschnitt des flexiblen Bereiches 7 liegt in jeder beliebigen Schwenkstellung innerhalb
der vom Dom 2 gebildeten Höhlung. Zufolge dieser Gestaltungsregel liegt auch der Anschlussrand
17, 17', an dem der flexible Bereich 7 sich an den Domdurchtritts-Rohrabschnitt 18
anschließt, in jeder Schwenkstellung der Haube 3 bzw. des oberen Rohrabschnittes 4
innerhalb der nach unten hin durch die Dacheindeckungsplattenebene begrenzten Höhlung
des Domes 2.
[0023] Die Aufsparrendämmung 12 besitzt eine kreisrunde Öffnung, in die das Anschlussrohr
10 derart eingesteckt ist, dass die Rohrachse 11 senkrecht zur Erstreckungsebene der
Aufsparrendämmung 12 und damit senkrecht zur Dachflächenebene verläuft. Die untere
Seite des Befestigungsflansches 6 liegt flächig auf der Oberseite der Aufsparrendämmung
12 auf und ist mit der Aufsparrendämmung 12 verschraubt, verklebt oder anderweitig
fest verbunden. Die Lufteintrittsöffnung 9 des Anschlussrohres 10 kann mit einem zusätzlichen
Wellschlauch 33 oder anderweitig an einem nicht dargestellten Entlüftungsstrang angeschlossen
werden.
[0024] Bei der Montage ist die Positionierung der kreisförmigen Öffnung zur Aufnahme des
Anschlussrohres 10 unkritisch. Es sind hinsichtlich ihrer Lage große Toleranzen vorgesehen.
Der flexible Rohrabschnitt 7 ist hinsichtlich seiner Länge so gestaltet, dass der
flexible Rohrabschnitt 7 im Wesentlichen nur den etwa zwischen 5 und 10 cm großen
Abstandsraum, der durch die Dachlatten 14 und die Konterlatten 13 definiert wird,
überbrückt. Indem der flexible Bereich 7 als Wellschlauch ausgebildet ist, besitzt
er auch eine Stauchungsreserve und eine Dehnungsreserve, die sich jeweils etwa über
eine Distanz erstreckt, die zumindest der Materialstärke einer Konterlatte 13 oder
einer Dachlatte 14 entspricht.
[0025] Der Befestigungsflansch 6 kann auch unmittelbar auf eine Schalung oder sogar auf
die Sparren selbst aufgebracht werden.
[0026] Die Figuren 1 und 2 zeigen, dass bei unterschiedlichen Dachneigungen die Rohrachse
21 immer in Vertikalrichtung ausrichtbar ist, so dass die Rohrachsen 21 und 11 verschiedene,
der jeweiligen Dachneigung entsprechende Winkel einnehmen können.
[0027] Bei dem in der Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel steckt innerhalb der Aufsparrendämmung
12 eine Hülse 19. Es kann sich dabei um eine Dämmhülse, insbesondere um eine Hochtemperatur-Dämmhülse
handeln. Diese hat einen kreisförmigen Durchmesser und ist in eine kreisförmige Öffnung
der Aufsparrendämmung 12 eingesetzt. Sie unterragt dabei bereichsweise auch eine Dachlatte
14. Die nach außen weisende Stirnseite der Dämmhülse 19 besitzt eine reduzierringartige
Stirnfläche mit einer zentralen Öffnung 19', in der das Anschlussrohr 10 derart steckt,
dass der Befestigungsflansch 6 auf der Stirnseite der Dämmhülse 19 steckt. Die Rohrachse
der Dämmhülse 19 verläuft koaxial zur Rohrachse 11 des Anschlussrohres 10 und schneidet
die Dachebene senkrecht.
[0028] Die Dämmhülse 19 kann sich alternativ bis in den Bereich einer Untersparrendämmung
hinein erstrecken oder durch eine Untersparrendämmung hindurchragen.
[0029] An der Unterseite der Dämmhülse 19 befindet sich ein Anschlusstopf 23, der über einen
Wellschlauch 33 mit dem Entlüftungsstrang verbunden ist. Der Anschlusstopf 23 besitzt
einen Anschlussrohrabschnitt 24, dessen Rohrachse senkrecht zur Rohrachse der Dämmhülse
19 verläuft.
[0030] Aus der in Fig. 8 dargestellten Darstellung ist zu entnehmen, dass es sich bei dem
Anschlussrohrabschnitt 24 um ein Reduzierstück handelt, das einendseitig einen runden
Anschlussabschnitt und anderendseitig einen rechteckigen Anschlussabschnitt aufweist,
mit dem es am Anschlusstopf 23 befestigt ist.
[0031] Bei dem in der Figur 9 dargestellten Ausführungsbeispiel bildet der Anschlusstopf
23 mit seinem Anschlussrohrabschnitt 24 ein Reduzierstück, auf das in gradliniger
Verlängerung zur Rohrachse des Anschlusstopfes 23 ein Wellschlauch 33 aufsteckbar
ist.
[0032] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige
erfinderische Weiterbildung des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser
Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
Bezugszeichenliste
[0033]
| 1 |
Dacheindeckungsplatte |
|
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| 2 |
Dom |
|
|
| 3 |
Haube |
|
|
| 4 |
(oberer) Rohrabschnitt |
|
|
| 5 |
(unterer) Rohrabschnitt |
|
|
| 6 |
Befestigungsflansch |
|
|
| 7 |
(flexibler) Bereich |
|
|
| 8 |
Luftaustrittsöffnung |
|
|
| 9 |
Lufteintrittsöffnung |
|
|
| 10 |
Anschlussrohr |
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|
| 11 |
Rohrachse |
|
|
| 12 |
Aufsparrendämmung |
|
|
| 13 |
Konterlatte (Unterkonstruktion) |
|
|
| 14 |
Dachlatte |
|
|
| 15 |
Dacheindeckungsplatte |
|
|
| 16 |
Anschlussrand |
|
|
| 17 |
Anschlussrand |
17' |
Anschlussrand |
| 18 |
Domdurchtritts-Rohrabschnitt |
|
|
| 19 |
Hochtemperatur-Dämmhülse |
19' |
Einstecköffnung |
| 20 |
Schwenkachse |
|
|
| 21 |
Rohrachse |
|
|
| 22 |
Stirnöffnung |
|
|
| 23 |
Anschlusstopf |
|
|
| 24 |
Anschlussrohrabschnitt |
|
|
| 25 |
Kappe |
|
|
| 26 |
Öffnungsrand |
|
|
| 27 |
Randkante |
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|
| 28 |
Außengewinde |
|
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| 29 |
Innengewinde |
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| 30 |
Befestigungsrand |
|
|
| 31 |
Befestigungsrand |
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| 32 |
(Dach-)Sparren |
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| 33 |
Wellschlauch |
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1. Lüftungsvorrichtung mit einer Dacheindeckungsplatte (1), die einen Dom (2) mit einer
an die jeweilige Dachneigung neigungseinstellbaren Haube (3), mit einem Lüftungsrohr
(4, 5, 7, 18), das einen starren, zusammen mit der Haube (3) neigungsverstellbaren,
eine Luftaustrittsöffnung (8) aufweisenden oberen Rohrabschnitt (4), einen starren,
ein Anschlusselement (10) mit einer Lufteintrittsöffnung (9) aufweisenden unteren
Rohrabschnitt (5) und einen zwischen dem oberen Rohrabschnitt (4) und dem unteren
Rohrabschnitt (5) angeordneten flexiblen Bereich (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Bereich (7) sich in zumindest einer Neigungsstellung des oberen Rohrabschnittes
(4) zur Erstreckungsebene der Dacheindeckungsplatte (1) teilweise bis in den Dom (2)
erstreckt und das Anschlusselement (10) mit seiner Rohrachse (11) die Dachebene senkrecht
kreuzend am Dachsparren (32), an einer Aufsparrendämmung (12), an einer Dachunterkonstruktion
(13) oder an einer Rohrdurchführung insbesondere einer Dämmhülse (19) befestigbar
ist.
2. Lüftungsvorrichtung gemäß Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Bereich (7) wellschlauchartig ausgebildet ist und beidendseitig mit
starren Anschlussrändern (16, 17, 17') von Abschnitten (5, 18) des Lüftungsrohres
(4, 5, 7,18) verbunden ist.
3. Lüftungsvorrichtung gemäß einem der vorherigen Ansprüche oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussrohr (10) einen Befestigungsflansch (6) aufweist.
4. Lüftungsvorrichtung gemäß einem der vorherigen Ansprüche oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, dass die gedachte Schwenkachse (20) der Haube (3) beziehungsweise des oberen Rohrabschnittes
(4) durch den flexiblen Bereich (7) verläuft.
5. Lüftungsvorrichtung gemäß einem der vorherigen Ansprüche oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussrand (17, 17') eines Domdurchtritts-Rohrabschnittes (18) des Lüftungsrohres
einen die Rohrachse (21) senkrecht schneidenden Anschlussrand (17) und einen in einem
Winkel zwischen 30° und 60° schneidenden Anschlussrand (17') aufweist.
6. Lüftungsvorrichtung gemäß einem der vorherigen Ansprüche oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussrohr (10) in einer Stirnöffnung (22) der Dämmhülse (19) steckt, deren
Rohrachse quer zur Dachebene verläuft.
7. Lüftungsvorrichtung gemäß einem der vorherigen Ansprüche oder insbesondere danach,
gekennzeichnet durch einen mit der Dämmhülse (19) verbundenen Anschlusstopf (23).
8. Lüftungsvorrichtung gemäß Anspruch 7 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlusstopf (23) eine sich quer zur Rohrachse der Dämmhülse (19) erstreckenden
Anschlussrohrabschnitt (24) aufweist.
9. Lüftungsvorrichtung gemäß einem der vorherigen Ansprüche oder insbesondere danach,
dadurch gekennzeichnet, dass sich der Anschlussrand (17, 17') in jeder Neigungsstellung der Haube (3) bzw. des
oberen Rohrabschnittes (4) gegenüber dem Dom (2) zumindest bereichsweise in der vom
Dom (2) überfangenen Höhlung liegt, die zur Dachinnenseite von der zur Dachinnenseite
weisenden Begrenzungsebene der Dacheindeckungsplatte (1) begrenzt ist.