[0001] Die Erfindung betrifft eine Schlüssel-Schließzylinderkombination.
[0002] Bei den üblichen Schließzylindern, mit einem drehbar im Zylindergehäuse gelagerten
Zylinderkern, sind die Zuhaltungen so angeordnet, dass sie durch das seitliche Profil
des Schlüssels oder die Kerben in der Schlüsselbrust verschoben werden, wobei diese
Verschiebung zu einem Abgleich der Gehäuse- und Kernzuhaltungen an der Trennebene
zwischen Zylinderkern und Zylindergehäuse führt.
[0003] Während ohne einen eingeführten Schlüssel die Zuhaltungen diese Trennebene übertreten
und so eine Drehung des Zylinderkernes verhindern, kann mit einem passend codierten
Schlüssel der Zylinderkern gedreht und damit ein Schließvorgang ausgelöst werden.
Das Dokument
WO 2011/028713 A2 wurde nach dem Prioritätstag veröffentlicht und gehört somit zum Stand der Technik
gemäß Artikel 54(3) EPÜ. Aus diesem Dokument ist es bekannt, die Zuhaltungen als Magnete
auszubilden, die beim Einführen eines Schlüssels, der an seiner vorderen Spitze einen
Magneten aufweist, verschoben werden.
[0004] Voraussetzung für eine Schließmöglichkeit ist allerdings, dass der Schlüssel vollständig
in den Schlüsselkanal einführbar ist, damit alle zusammenwirkenden Kerben, Profilbereiche
und Zuhaltungen korrekt ausgerichtet sind.
[0005] Manipulationen eines derartigen Schließzylinders sind mit geeigneten Werkzeugen möglich,
weil auch dieses Werkzeug im allgemeinen vollständig in den Schlüsselkanal einführbar
ist. Das Dokument
DE 100 00 528 A1 offenbart eine Schlüssel-Schließzylinderkombination gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Aus diesem Dokument ist es bekannt, das vollständige Einführen eines falschen Schlüssels
zu verhindern, weil erst ein zusätzlicher, in den Schlüsselkanal ragender, Sperrstift
durch ein besonderes Merkmal am Schlüssel verschoben werden muss.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, die Sicherheit einer Schlüssel-Schließzylinderkombination
mit einem derartigen Schließzylinder zu erhöhen.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Schlüssel-Schließzylinderkombination
, mit einem im Zylindergehäuse drehbar gelagerten Zylinderkern, der einen Schlüsselkanal
zu Einführen eines Schlüssels aufweist und wobei im Zylinderkern wie auch dem Zylindergehäuse
miteinander und mit dem Schlüssel zusammenwirkende Kern - und Gehäusezuhaltungen vorgesehen
sind, wobei mindestens ein zusätzlicher Sperrstift vorgesehen ist, der in einer Sperrstellung
in den Schlüsselkanal hineinragt und dadurch das vollständige Einführen des Schlüssels
verhindert und der durch ein im Schlüssel angeordnetes Merkmal in eine den Schlüsselkanal
freigebende Freigabestellung bewegbar ist, wobei das im Schlüssel angeordnete Merkmal
ein Magnet ist, dass dem zusätzlichen Sperrstift ein - bezogen auf den Magneten im
Schlüssel - ungleich gepolter Magnet zugeordnet ist und dass im Zylinderkern oder
Zylindergehäuse ein weiterer Magnet angeordnet ist, der so gepolt ist, dass er den
Sperrstift solange in seiner Sperrstellung im Schlüsselkanal hält bis der Magnet im
Schlüssel gegen die Wirkung des Magneten im Zylinderkern oder -gehäuse , den Sperrstift
aus der Sperrstellung bewegt.
[0008] Gemäß der Erfindung ist ein zusätzlicher Sperrstift im Zylinderkern angeordnet, der
so in den Schlüsselkanal hineinragt, dass ein Schlüssel nur soweit in den Schlüsselkanal
einführbar ist, bis er an den Sperrstift anschlägt.
[0009] Da diese Stellung keinem vollständigen Einführen entspricht, also der Schlüssel nicht
an dem Sperrstift vorbei in seine Endstellung geschoben werden kann, lässt sich kein
Schließvorgang ausführen.
[0010] Diese Ausbildung des Sperrstiftes hat nichts mit der Ausbildung eines Zuhaltungsstiftes
zu tun, der beispielsweise durch eine Magnetanordnung in sein Abgleichlage an der
Trennebene Zylinderkern/Schließzylindergehäuse gedrückt wird, weil hierzu das vollständige
Einführen des Schlüssels notwendig ist.
[0011] Damit die Sperrung des Schlüsselkanals beibehalten werden kann, ist vorgesehen, dass
auf den zusätzlichen Sperrstift eine Magnetkraft einwirkt, die den Sperrstift in den
Schlüsselkanal hineinzieht.
Dies wird durch einen im Zylinderkern oder Zylindergehäuse positionierten Magneten
erreicht, dessen Polung einem am Sperrstift vorgesehenen Magneten ungleich ist.
[0012] Ebenfalls mit einem Magneten, und zwar in seinem Bereich nahe oder in der Schlüsselspitze,
versehen ist der Schlüssel. Dieser Magnet ist nun so ausgerichtet, dass er gleichpolig
zu der Polung des Magneten am Sperrstiftes wirkt.
Das Magnetfeld des Magneten im bzw. am Schlüssel, sollte so ausgebildet sein, dass
es der Einführrichtung des Schlüssel beim Einführen in den Schlüsselkanal vorauseilt.
[0013] Aufgrund der unterschiedlichen Polungen wird durch den sich beim Einführen dem Sperrstift
nähernden Schlüssel das Magnetfeld des im Zylinderkern oder Zylindergehäuse angeordneten
Magneten überlagert, der Sperrstift abgestoßen und aus dem Schlüsselkanal entfernt,
so dass der Schlüssel weiter in seine Schließposition geschoben oder eingeführt werden
kann.
[0014] Vorzugsweise handelt es sich bei den Magneten um Permanentmagnete, jedoch sind auch
Elektromagneten oder Kombinationen beider Magnetarten anwendbar.
[0015] Nach einer Ausführung der Erfindung ist der Sperrstift L-förmig ausgebildet, wobei
der vom Sperrstift ausgehende Arm, der nicht in den Schlüsselkanal hineinragt muss,
einen Magneten trägt, der - in der Einführrichtung des Schlüssels - dem Sperrstift
vorgelagert ist.
[0016] Auf diese Weise wird die vorher beschriebene Verschiebung oder das Abstoßen des Sperrstiftes
in Bezug auf den Schlüsselkanal unmittelbar vor dem Auftreffen der Schlüsselspitze
auf den Sperrstiftstift erfolgen, so dass dieser für das vollständige Einführen des
Schlüssels frei gegeben wird.
[0017] Die Erfindung soll nachfolgend an Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die Zeichnungen
beschrieben werden.
[0018] Dabei zeigt:
Fig. 1, 2 eine schematische Schnittdarstellung durch den Zylinderkern mit eingeführtem
Schlüssel bei geschlossener und offener Position des Sperrstiftes in magnetischer
Ausführung
Fig. 3, 4 eine abgewandelte magnetische Ausführung mit entsprechenden Positionen des
Sperrstiftes.
[0019] Bei allen dargestellten Ausführungen sind gleiche Teile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
So ist mit 1 der Zylinderkern bezeichnet, der in bekannter Weise in einem Schließzylindergehäuse
drehbar gelagert ist. Auf die Darstellung dieses Gehäuses wurde hier verzichtet.
In dem Zylinderkern 1 befindet sich der Schlüsselkanal 8, in den der Schlüssel 2 einführbar
ist.
[0020] Auch hierbei wurde die Darstellung vereinfacht, d. h. die üblichen Zuhaltungen 12
wurden nur angedeutet.
[0021] Der Kern der Erfindung liegt in dem Einsatz eines Sperrstiftes 5, der im Normalzustand
- wenn sich kein Schlüssel in seinem Verschiebungsbereich oder Hubbereich befindet
- soweit in den Schlüsselkanal 8 hineinragt, dass ein teilweise eingeführter Schlüssel
an seinem weiteren Vorschub durch den Sperrstift gehindert wird. Bezogen auf den Längsschnitt
durch den Zylinderkern ist der Sperrstift radial verschiebbar.
[0022] Bei der Ausführung nach den Figuren 1 und 2 , ist der Sperrstift an seinem einen
Ende von einem ringförmigen Magneten 6 umgeben, der sich mit dem Sperrstift in einer
entsprechenden Bohrung des Zylinderkernes bewegen kann. Dem freien Ende des Sperrstiftes
5 im Kern gegenüberliegend ist ein weiterer Magnet 4 angeordnet, wobei die Polung
der Magneten 4 und 6 so gewählt ist, dass zwischen beiden eine Anziehungskraft wirkt,
d. h. der Sperrstift 5 wird mit seinem Magneten 6 vom Magneten 4 angezogen, so dass
der Sperrstift 5 in seiner Position gehalten wird, die den Schlüsselkanal blockiert
oder verschließt.
[0023] Die Spitze oder der vordere Bereich des Schlüssels 2 ist ebenfalls mit einem Magneten
versehen, der mit 3 bezeichnet ist.
Die Polung dieses Magneten 3 ist nun so, dass der mit dem Sperrstift 5 bewegliche
Magnet 6 abgestoßen wird. Damit wird der Sperrstift in seine Bohrung zurück gedrückt
und gibt den Schlüsselkanal 8 frei, so dass der Schlüssel 2 weiter in diesen eingeführt
werden kann, bis er seine Endstellung erreicht, in der ein Schließvorgang ausführbar
ist.
[0024] Diese Wirkungsweise ist vergleichbar mit der bei der Ausführung nach den Figuren
3 und 4. Der Unterschied liegt nur in der Ausbildung oder Gestaltung des Sperrstiftes
5.
[0025] Im Gegensatz zu dem ringförmigen Magneten 6 ist bei dieser Ausführung der Sperrstift
mit einem L-förmigen Arm 7 versehen, der den Magneten 6' trägt.
Dieser Magnet ist dem Sperrstift damit vorgelagert, d. h. der Schlüssel nähert sich
mit seinem Magneten 3 erst dem Magneten 6' und dann dem Sperrstift 5.
Unter der Wirkung der Gleichausrichtung der Polung der Magneten 3 und 6' wird der
Sperrstift 5 bewegt (Figur 4) und gibt damit den Schlüsselkanal 8 frei.
1. Schlüssel-Schließzylinderkombination, mit einem im Zylindergehäuse drehbar gelagerten
Zylinderkern (1), der einen Schlüsselkanal (8) zu Einführen eines Schlüssels (2) aufweist
und wobei im Zylinderkern (1) wie auch dem Zylindergehäuse miteinander und mit dem
Schlüssel zusammenwirkende Kern - und Gehäusezuhaltungen vorgesehen sind, wobei mindestens
ein zusätzlicher Sperrstift (5) vorgesehen ist, der in einer Sperrstellung in den
Schlüsselkanal (8) hineinragt und dadurch das vollständige Einführen des Schlüssels
(2) verhindert und der durch ein im Schlüssel (2) angeordnetes Merkmal in eine den
Schlüsselkanal freigebende Freigabestellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das im Schlüssel angeordnete Merkmal ein Magnet (3) ist und dem zusätzlichen Sperrstift
ein - bezogen auf den Magneten im Schlüssel - ungleich gepolter Magnet (6) zugeordnet
ist, im Zylinderkern oder Zylindergehäuse ein weiterer Magnet (4) angeordnet ist,
der so gepolt ist, dass er den Sperrstift (5) solange in seiner Sperrstellung im Schlüsselkanal
hält bis der Magnet (3) im Schlüssel gegen die Wirkung des Magneten (4) im Zylinderkern
oder -gehäuse , den Sperrstift aus der Sperrstellung bewegt.
2. Schlüssel-Schließzylinderkombination nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (3) im Schlüssel ein der Einführbewegung des Schlüssels in den Schlüsselkanal
vorauseilend gerichtetes Magnetfeld aufweist.
3. Schlüssel-Schließzylinderkombination nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der zusätzliche Sperrstift (5,7) L-förmig ausgebildet ist, wobei der vom Sperrstift
ausgehende Arm (7), der nicht in den Schlüsselkanal (8) hineinragt, einen Magneten
(6') trägt, der - in der Einführrichtung des Schlüssels - dem Sperrstift (5) räumlich
vorgelagert ist.
4. Schlüssel-Schließzylinderkombination nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der zusätzliche Sperrstift (5) quer zum Schlüsselkanal im Zylinderkern verschiebbar
ist.
5. Schlüssel-Schließzylinderkombination nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass der zusätzliche Sperrstift (5) federbelastet ist.
6. Schlüssel-Schließzylinderkombination nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Magneten Permanent- und/oder Elektromagneten sind.
1. A key/lock cylinder combination, with a cylinder core (1) rotatably mounted in the
cylinder housing, which core has a keyway (8) for introducing a key (2), and wherein
core and housing tumblers which cooperate with each other and with the key are provided
in the cylinder core (1) and also in the cylinder housing, wherein at least one additional
locking pin (5) is provided which in a locking position projects into the keyway (8)
and thereby prevents full introduction of the key (2), and which is movable by a feature
arranged in the key (2) into a release position which releases the keyway, characterised in that the feature arranged in the key is a magnet (3) and a differently poled - relative
to the magnet in the key - magnet (6) is associated with the additional locking pin,
a further magnet (4) is arranged in the cylinder core or cylinder housing, which further
magnet is poled such that it holds the locking pin (5) in its locking position in
the keyway until the magnet (3) in the key moves the locking pin out of the locking
position counter to the action of the magnet (4) in the cylinder core or cylinder
housing.
2. A key/lock cylinder combination according to one of the preceding claims, characterised in that
the magnet (3) in the key has a magnetic field directed preceding the introduction
movement of the key into the keyway.
3. A key/lock cylinder combination according to one of the preceding claims, characterised in that
the additional locking pin (5, 7) is L-shaped, the arm (7) starting from the locking
pin, which arm does not project into the keyway (8), bears a magnet (6') which - in
the direction of introduction of the key - spatially precedes the locking pin (5).
4. A key/lock cylinder combination according to one of the preceding claims, characterised in that
the additional locking pin (5) is displaceable transversely to the keyway in the cylinder
core.
5. A key/lock cylinder combination according to one of the preceding claims, characterised in that
the additional locking pin (5) is spring-loaded.
6. A key/lock cylinder combination according to one of the preceding claims, characterised in that
the magnets are permanent magnets and/or electromagnets.
1. Combinaison clé-cylindre de serrure, avec un noyau de cylindre (1), supporté en rotation
dans le boîtier de cylindre, qui présente un canal de clé (8) pour l'introduction
d'une clé (2), et dans laquelle il est prévu, dans le noyau de cylindre (1) tout comme
dans le boîtier de cylindre, des gâchettes de noyau et de boîtier coopérant entre
elles et avec la clé, dans laquelle il est prévu au moins une broche de blocage (5)
supplémentaire qui, dans une position de blocage, dépasse dans le canal de clé (8)
et empêche ainsi l'introduction complète de la clé (2) et qui, par une caractéristique
disposée dans la clé (2), peut être déplacée dans une position de libération libérant
le canal de clé, caractérisée en ce que la caractéristique disposée dans la clé est un aimant (3) et en ce qu'un aimant (6) à polarisation différente - rapportée à l'aimant dans la clé - est affecté
à la broche de blocage supplémentaire, un autre aimant (4) est disposé dans le noyau
de cylindre ou le boîtier de cylindre et est polarisé de telle sorte qu'il retient
la broche de blocage (5) dans sa position de blocage dans le canal de clé jusqu'à
ce que l'aimant (3) dans la clé déplace la broche de blocage hors de la position de
blocage contre l'action de l'aimant (4) dans le noyau de cylindre ou boîtier de cylindre.
2. Combinaison clé-cylindre de serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
l'aimant (3) dans la clé présente un champ magnétique dirigé en avant du mouvement
d'introduction de la clé dans le canal de clé.
3. Combinaison clé-cylindre de serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la broche de blocage (5, 7) supplémentaire est constituée en forme de L, le bras (7)
qui sort de la broche de blocage et qui ne dépasse pas dans le canal de clé (8) porte
un aimant (6') qui - dans le sens d'introduction de la clé - est placé spatialement
en amont de la broche de blocage (5).
4. Combinaison clé-cylindre de serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la broche de blocage (5) supplémentaire peut coulisser dans le noyau de cylindre transversalement
au canal de clé.
5. Combinaison clé-cylindre de serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
la broche de blocage (5) supplémentaire est chargée par ressort.
6. Combinaison clé-cylindre de serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que
les aimants sont des aimants permanents et/ou des électroaimants.