[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiebetürsystem sowie eine wenigstens ein
erfindungsgemäßes Schiebetürsystem umfassende Duschkabine.
[0002] Es ist bekannt, zur Abtrennung des Duschbereiches Schiebetürsysteme zu verwenden,
bei denen wenigstens eine oder - insbesondere bei größeren Duschbereichen - zwei Schiebetüren
an einem festen Element angeordnet sind. Die Schiebetüren bewegen sich relativ zueinander
bzw. relativ zum festen Element auf vorgegebenen Bahnen. Bei ebenen festen Elementen
sind dies translatorische Bahnen, die parallel zur Ebene des Wandelementes verlaufen.
[0003] Die Gewichtskräfte der Schiebetüren werden dabei üblicherweise durch Aufhängungen
im oberen Bereich der Türen aufgenommen. Die verschieblichen Aufhängungen erfüllen
auch die Funktion einer Führung der Oberseite der jeweiligen Schiebetür. Zur Führung
der Unterseite werden üblicherweise auf dem Boden oder auf dem Rand einer Duschtasse
Führungsschienen angeordnet, die in Zusammenwirkung mit weiteren Führungselementen
an der jeweiligen Schiebetür die Einhaltung der gewünschten Bewegungsbahn gewährleisten.
[0004] Nachteilig an diesen Ausführungsformen ist, dass derartige Führungsschienen relativ
große Abmaße und insbesondere eine relativ große Höhe haben müssen, um selbst bei
fahrlässigem Gebrauch der Schiebetüren die Führung der Unterseiten der Schiebetüren
zu gewährleisten. Daraus ergibt sich insbesondere für ältere oder körperlich eingeschränkte
Personen ein zusätzliches Hindernis beim Gebrauch einer Dusche, die mit dem Schiebetürsystem
verkleidet ist. Das Betreten einer derartigen Führungsschiene kann außerdem schmerzhaft
oder sogar gesundheitsgefährdend sein.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Schiebetürsystem
sowie eine dieses Schiebetürsystem umfassende Duschkabine zur Verfügung zu stellen,
die in einfacher, kostengünstiger, wartungsfreier und reinigungstechnisch unaufwendiger
Bauart einen barrierefreien Zugang zu einem durch das Schiebetürsystem abgetrennten
Bereich, insbesondere zu einem Duschbereich, ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Schiebetürsystem nach Anspruch 1 sowie
durch die erfindungsgemäße Duschkabine nach Anspruch 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
des erfindungsgemäßen Schiebetürsystems sind in den Unteransprüchen 2 bis 8 angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Schiebetürsystem mit einem Wandelement und einer ersten
Schiebetür zur Verfügung gestellt, wobei die erste Schiebetür in einer Bewegung parallel
zur Ebene des Wandelementes verschiebbar ist und am Wandelement ein Schlitten einer
ersten Linearführung fest angeordnet ist und eine Schiene der ersten Linearführung
an der ersten Schiebetür fest angeordnet ist. Dabei ist die vorliegende Erfindung
nicht darauf eingeschränkt, dass das Wandelement unlösbar im Raum fixiert ist, sondern
das Wandelement kann gegebenenfalls auch selbst verschiebbar oder verschwenkbar ausgebildet
sein. Vorzugsweise ist das Wandelement als eine ebene Fläche ausgestaltet, so dass
die Bewegung der ersten Schiebetür eine translatorische Bewegung parallel zur Ebene
des Wandelementes ist. In dem Fall, in dem das Wandelement ein bogenförmiges Profil
hat, ist mit der parallelen Ebene der Bewegung eine gebogene Ebene gemeint, so dass
auch die Linearführung einen gebogenen Verlauf hat. Am Wandelement ist der Schlitten
der Linearführung angeordnet, der auch als Führungswagen bezeichnet werden kann. Das
heißt, dass die Linearführung in diesem Falle so angeordnet ist, dass der Schlitten
im Wesentlichen fixiert ist und die Schiene der Linearführung die Relativbewegung
in Bezug zum Wandelement ausführt.
[0008] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Schiebetürsystems liegt im Verzicht auf eine fest
angeordnete Führungseinrichtung bzw. Schiene, wie zum Beispiel die im Stand der Technik
bekannten Schienen auf dem Rand einer Duschtasse oder auf dem Fußboden, die dem Einstieg
in den Duschbereich hinderlich sein können und/oder eine Verletzungsgefahr bergen
können. Außerdem ist keine Schiene am Wandelement vorgesehen, wodurch das optische
Erscheinungsbild verbessert ist und über einen relativ großen Bereich der Breite des
Wandelementes dieses eine geringere Tiefe aufweist, so dass im Inneren des Duschbereiches
mehr Platz zur Verfügung gestellt wird. Außerdem ist durch die erfindungsgemäße Anordnung
von Schlitten und Schiene die Gefahr der Verschmutzung der Schiene verringert.
[0009] Das erfindungsgemäße Schiebetürsystem ist insbesondere dann vorteilhaft ausgestaltet,
wenn es außerdem eine zweite Schiebetür aufweist, die in einer Bewegung parallel zur
Ebene der ersten Schiebetür verschiebbar ist, wobei an der ersten Schiebetür ein Schlitten
einer zweiten Linearführung fest angeordnet ist und eine Schiene der zweiten Linearführung
an der zweiten Schiebetür angeordnet ist. Das heißt, dass auch zwischen der ersten
Schiebetür und der zweiten Schiebetür eine Linearführung angeordnet ist, wie sie erfindungsgemäß
zwischen dem Wandelement und der ersten Schiebetür vorgesehen ist. Die Bewegungen
der ersten und der zweiten Schiebetür erfolgen somit parallel zur Ebene des Wandelementes.
Die zweite Schiebetür kann auch als Griffelement bezeichnet werden, da an ihr vorzugsweise
ein Griff zum manuellen Öffnen und Schließen des Schiebetürsystems angeordnet ist.
[0010] Hinsichtlich der Ausbildung der jeweiligen Linearführung ist vorgesehen, dass der
jeweilige Schlitten einen Sockel umfasst, auf dessen Oberseite wenigstens eine Rolle
drehbar angeordnet ist, deren Rotationsachse in der Ebene der Bewegung der zu führenden
Schiebetür verläuft, und wobei die Schiene der jeweiligen zu führenden Schiebetür
eine Flanke aufweist, mittels derer bei Anlage an der Zylindermantelfläche der Rolle
die Führung in der Bewegung realisierbar ist. Vorzugsweise ist somit die Schiene der
zu führenden Schiebetür in der Ebene dieser Schiebetür und unter der Schiebetür angeordnet.
[0011] In vorteilhafter Ausgestaltung umfasst die Schiene zwei parallele Flanken, die aber
derart zueinander beabstandet sind, dass sie nicht gleichzeitig die Zylindermantelfläche
der Rolle berühren.
[0012] Zur Realisierung einer stabilen Führung ist insbesondere vorgesehen, dass mehrere
Rollen in Richtung der Bewegung in Reihe hintereinander angeordnet sind. Bei translatorischer
Bewegung der jeweiligen Schiebetür sind somit die Rollen linear hintereinander angeordnet.
[0013] Zur weiteren Verbesserung der Führungswirkung kann vorgesehen sein, dass an wenigstens
einer Schiebetür ein Wälzelement angeordnet ist und das Schiebetürsystem weiterhin
eine Führungsschiene aufweist, wobei das Wälzelement auf der Führungsschiene rollbar
angeordnet ist und zwischen der Führungsschiene und dem Wälzelement ein derartiger
Formschluss vorhanden ist, dass die mit dem Wälzelement versehene Schiebetür mittels
des Wälzelementes und der Führungsschiene in ihrer Bewegung geführt ist. Vorzugsweise
ist ein solches Wälzelement an der zweiten Schiebetür bzw. dem Griffelement angeordnet.
Das heißt, dass in diesem Falle die zweite Schiebetür im unteren Bereich zwei Führungen
hat, nämlich die Linearführung an der ersten Schiebetür und die mittels Wälzelement
und Führungsschiene realisierte Führung. Das Wälzelement ist dabei vorzugsweise eine
Rolle mit zwei seitlichen Absätzen, die beim Abrollen der Rolle auf der Führungsschiene
seitlich an dieser anliegen. Die Führungsschiene ist auf dem Rand einer Duschtasse
oder auf dem Boden angeordnet. Dabei ist die Höhe der Führungsschiene derart gering,
dass sie nicht wesentlich das Einsteigen in die Dusche erschwert bzw. eine Verletzungsgefahr
darstellt. Die Höhe der Führungsschiene beträgt bevorzugt zwischen 3 mm und 10 mm,
insbesondere zwischen 4 mm und 6 mm. Neben der Verbesserung der Führungswirkung bewirkt
die Führungsschiene außerdem einen Schwallschutz gegen überlaufendes Wasser. Zur Realisierung
eines Toleranzausgleiches oder zum Ausgleich von Bodenunebenheiten ist vorgesehen,
dass das auf der Führungsschiene abrollende Wälzelement federnd höhenverschieblich
gelagert ist.
[0014] Beim erfindungsgemäßen Schiebetürsystem ist bevorzugt vorgesehen, dass die Schiebetüren
jeweils wenigstens in einer Aufhängung aufgehangen sind, die die Gewichtskraft der
jeweiligen Schiebetür aufnimmt. Die Aufhängung dient zur Aufnahme des größten Teils
der Gewichtskraft der Schiebetür. Die jeweiligen Linearführungen alleine oder in Kombination
mit der Führungsschiene sind derart ausgestaltet, dass sie nicht mehr als 20 % der
Gewichtskraft und insbesondere nicht mehr als 5 % der Gewichtskraft der jeweiligen
Schiebetür aufnehmen.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform des Schiebetürsystems ist vorgesehen,
dass die Aufhängung der Schiebetür drehbar ausgestaltet ist, so dass die Schiebetür,
wenn der Schlitten und die Schiene ihrer Linearführung außer Eingriff gebracht sind,
um eine in der Ebene der Schiebetür verlaufende oder zu ihrer Ebene parallele Drehachse
schwenkbar ist. Bei einer Anordnung einer Führungsschiene und eines Wälzelementes
ist selbstverständlich dann die Schwenkbarkeit gegeben, wenn auch das Wälzelement
außer Eingriff mit der Führungsschiene gebracht wird. Durch die Drehbarkeit wird eine
Drehung der Schiebetür in den durch das Schiebetürsystem abgetrennten Bereich, wie
zum Beispiel in den Duschbereich, hinein ermöglicht. Dies erleichtert wesentlich die
Reinigung dieser Schiebetür. Insbesondere dadurch, dass keine hohen Führungsschienen
auf dem Boden bzw. auf dem Rand einer Duschtasse zur Führung der Schiebetüren vorgesehen
sind, kann die Schwenkbewegung der Schiebetür erfolgen, ohne dass eine Führungsschiene
dabei hinderlich wäre oder die Gefahr einer Beschädigung der Führungsschiene besteht.
[0016] Erfindungsgemäß wird außerdem eine Duschkabine zur Verfügung gestellt, die wenigstens
ein erfindungsgemäßes Schiebetürsystem umfasst.
[0017] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Duschkabine;
- Figur 2
- ein erfindungsgemäßes Schiebetürsystem;
- Figur 3
- die Unterseite eines erfindungsgemäßen Schiebetürsystems von der Außenseitenseite;
- Figur 4
- die Unterseite eines erfindungsgemäßen Schiebetürsystems von der gegenüberliegenden
Seite;
- Figur 5
- die Unterseite eines erfindungsgemäßen Schiebetürsystems in Explosionsdarstellung
von der Außenseite;
- Figur 6
- die Unterseite eines erfindungsgemäßen Schiebetürsystems in Explosionsdarstellung
von der gegenüberliegenden Seite;
- Figur 7
- den Schlitten einer Linearführung;
- Figur 8
- die Unterseite eines erfindungsgemäßen Schiebetürsystems mit Führungsschiene;
- Figur 9
- das in einem Stützelement und Aufnahmeelement aufgenommene Wälzelement; und
- Figur 10
- Stützelement und Aufnahmeelement in Explosionsdarstellung.
[0018] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Duschkabine 1 dargestellt, die zwei der erfindungsgemäßen
Schiebetürsysteme 2 aufweist. Wie sich insbesondere aus einer Zusammenschau mit Figur
2 ergibt, umfasst jedes der Schiebetürsysteme 2 ein Wandelement 10, eine erste Schiebetür
20 sowie eine zweite Schiebetür 30, welche auch als Griffelement bezeichnet werden
kann und einen Griff 31 aufweist. Aus den Figuren 1 und 2 ist ersichtlich, dass die
Schiebetüren 20 und 30 in unterschiedlichen Ebenen im Bezug zur Ebene des Wandelementes
10 angeordnet sind und verschiebbar sind. Die Gewichtskräfte der Schiebetüren 20 und
30 werden durch in den Figuren 1 und 2 lediglich angedeutete Aufhängungen 600 aufgenommen.
Am unteren Bereich des jeweiligen Schiebetürsystems 2 ist außerdem eine Führungsschiene
500 angeordnet.
[0019] Dabei ist die vorliegende Erfindung nicht auf die Anordnung von mehreren Schiebetüren
20, 30 sowie auf die Anordnung der Führungsschiene 500 eingeschränkt, sondern das
Schiebetürsystem 2 kann auch mit lediglich nur der ersten Schiebetür 20 und/oder ohne
die Führungsschiene 500 ausgestaltet sein.
[0020] In den Figuren 3 bis 6 ist jeweils die Unterseite des Schiebetürsystems 2 dargestellt.
Zur Vereinfachung der Darstellung sind dabei die Flächen der Schiebetüren 20, 30,
die insbesondere Glasscheiben sein können, nicht dargestellt, sondern lediglich Befestigungselemente
40 zur Befestigung an den Flächenelementen. Ersichtlich ist, dass die Schiebetür 20
in einer Ebene parallel zur Ebene des Wandelementes 10 verschiebbar ist und dass die
zweite Schiebetür 30 in einer Ebene parallel zur Ebene der ersten Schiebetür 20 sowie
auch parallel zur Ebene des Wandelementes 10 verschiebbar ist, wie es durch die dargestellten
Pfeile in den Figuren 3 und 4 verdeutlicht ist. Am Wandelement 10 ist ein Sockel 100
angeordnet, der außerhalb der Ebene des Wandelementes 10 liegt. Dieser Sockel 100
stellt den Schlitten 12 der ersten Linearführung 11, die zwischen dem Wandelement
10 und der ersten Schiebetür 20 angeordnet ist, dar. Dieser fest angeordnete Schlitten
12 wirkt mit der Schiene 13, die ein Bestandteil der ersten Schiebetür 20 ist, zusammen.
[0021] An der ersten Schiebetür 20 ist ebenfalls ein Sockel 100 angeordnet, der den fest
angeordneten Schlitten 22 des zweiten Linearführungssystems 21 zwischen der ersten
Schiebetür 20 und der zweiten Schiebetür 30 realisiert. Dieser Schlitten 22 wirkt
mit der Schiene 23, die als Bestandteil der zweiten Schiebetür 30 ausgeführt ist,
zusammen. Dadurch lassen sich die Schiebetüren 20, 30 relativ zum Wandelement 10 verschieben.
[0022] In Figur 4 ist die Innenseite des in Figur 3 dargestellten Schiebetürsystems 2 dargestellt,
wobei hier ersichtlich ist, dass auf den Sockeln 100 Rollen 200 angeordnet sind, die
die Reibung zwischen dem jeweiligen Schlitten 12, 22 und der Schiene 13, 23 bei Bewegung
der jeweiligen Schiebetür 20, 30 verringern.
[0023] In den Figuren 5 und 6 ist der untere Bereich des erfindungsgemäßen Schiebetürsystems
2 in Explosionsdarstellung gezeigt. Ersichtlich aus Figur 5 ist hierbei insbesondere
der Abstand des jeweiligen Schlittens 12, 22 zum Wandelement 10 bzw. zur ersten Schiebetür
20.
[0024] Aus der in Figur 6 dargestellten Innenseite des Schiebetürsystems ist ersichtlich,
dass auf jedem einen fest angeordneten Schlitten 12, 22 ausbildenden Sockel 100 mehrere
Rollen 200 in Reihe hintereinander angeordnet sind. Je größer dabei der Abstand der
Rollen zueinander ist, umso besser ist die Führungswirkung. Deutlich ersichtlich ist
auch, dass die Unterteile der Schiebetüren 20, 30 als U-profilförmige Schienen 13,
23 ausgestaltet sind. Diese Schienen 13, 23, die das U-Profil ausbildende Flanken
300 aufweisen, legen sich an die Zylindermantelflächen 220 der Rollen 200 an bzw.
werden durch diese geführt.
[0025] In Figur 7 ist in vergrößerter Darstellung ein Schlitten 12 bzw. 22 einer ersten
oder zweiten Linearführung gezeigt. Dieser Schlitten umfasst den bereits erwähnten
Sockel 100, auf dessen Oberseite 110 die Rollen 200 angeordnet sind. Die Rotationsachsen
210 der Rollen 200 verlaufen im Wesentlichen in der Ebene der zur führenden Schiebetür.
Der Durchmesser der Rollen 200 ist dabei derart gewählt, dass die Zylindermantelflächen
220 nur mit einer Flanke 300 der jeweiligen Schiene 13, 23 in Berührung kommen.
[0026] Aus Figur 7 ist außerdem ersichtlich, dass das Befestigungselement zur Befestigung
des Sockels 100 an der Ebene bzw. an dem Flächenelement der Schiebetür 20, 30 ein
integraler Bestandteil des Sockels 100 ist.
[0027] Das erfindungsgemäße Schiebetürsystem 2 kann mit einer Führungsschiene 500 ausgestaltet
sein, wie sie insbesondere aus Figur 8 ersichtlich ist. Auf dieser Führungsschiene
500 kann ein in Figur 8 lediglich angedeutetes und in einem Aufnahmeelement 430 angeordnetes
Wälzelement 400 abrollen. Zwischen dem Wälzelement 400 und der Führungsschiene 500
besteht ein derartiger Formschluss, dass das Wälzelement 400 durch die Führungsschiene
500 geführt wird und somit auch die zweite Schiebetür 30, an der das Wälzelement 400
angeordnet ist, auf der translatorischen Führungsschiene 500 geführt wird. Somit erhält
die zweite Schiebetür 30 im unteren Bereich zwei Führungen, nämlich durch die Linearführung
an der zweiten Schiebetür 30 sowie durch die Führungsschiene 500.
[0028] In Figur 9 ist der konstruktive Aufbau des Wälzelementes 400 sowie seines Anschlusses
an die zweite Schiebetür 30 gezeigt. Ersichtlich ist, dass das Wälzelement 400 als
eine Rolle mit zwei seitlichen Absätzen 410 ausgebildet ist. Die seitlichen Absätze
410 bewirken eine formschlüssige Führung des Wälzelementes 400 auf der Führung 500.
Das Wälzelement 400 ist drehbar in einem Aufnahmeelement 430 aufgenommen, welches
durch eine Feder 420 abgestützt höhenverschieblich in einem Stützelement 440 aufgenommen
ist. Dieses Stützelement 440 ist ein integraler Bestandteil der Unterseite der zweiten
Schiebetür 30, welches mit dem Befestigungselement 40 an dem Flächenelement der Schiebetür
30 befestigt wird. Zur Sicherung des Aufnahmeelementes 430 gegen Herausfallen aus
dem Stützelement 440 ist an dessen Unterseite ein Sicherungselement 460, welches zum
Beispiel ein Sprengring oder eine Scheibenfeder sein kann, angeordnet.
[0029] Wie insbesondere Figur 10 entnehmbar ist, kann sich das Aufnahmeelement 430 an der
Gleitbahn 450 des Stützelementes 440 abstützend in vertikaler Richtung bewegen. Durch
die Kraft der Druckfeder 420 wird das Wälzelement 400 dabei ständig auf die Führungsschiene
500 gedrückt, so dass es sich nicht von der Führungsschiene 500 ablösen kann und eine
ständige Führungswirkung gewährleistet ist. Dadurch, dass erfindungsgemäß zwischen
dem Wandelement 10 und der Schiebetür bzw. zwischen den Schiebetüren 20, 30 die Linearführung
vorgesehen ist, kann die Führungsschiene 500 mit außerordentlich geringen Maßen ausgestaltet
sein, so dass sie kein Hindernis für den Nutzer des Duschbereiches darstellt.
[0030] Auf Grund dessen, dass die Führungsschiene 500 nur mit sehr geringer Höhe ausgestaltet
ist oder gar nicht angeordnet ist, kann eine Schiebetür, insbesondere die zweite Schiebetür
30, wie in Figur 1 angedeutet, um eine Drehachse 700 geschwenkt werden, wenn die zweite
Schiebetür 30 in eine derartige Position gefahren wurde, dass der Schlitten 22 und
die Schiene 23 der zweiten Linearführung 21 nicht in Eingriff miteinander sind. Die
Führung für die Bewegung der zweiten Schiebetür 30 in eine derartige Position übernimmt
die Aufhängung 600 im oberen Bereich der Schiebetür 30. Durch die Drehung der zweiten
Schiebetür 30 um die Drehachse 700 lässt sich die zweite Schiebetür 30 in den Duschbereich
hineinschwenken und kann dort gesäubert werden. Dadurch, dass keine oder nur eine
sehr kleine Führungsschiene 500 am unteren Bereich der Schiebetür angeordnet ist,
kann es nicht zu einer Kollision der Schiebetür 30 mit der Führungsschiene 500 kommen.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Duschkabine
- 2
- Schiebetürsystem
- 10
- Wandelement
- 11
- erste Linearführung
- 12
- Schlitten
- 13
- Schiene
- 20
- erste Schiebetür
- 21
- zweite Linearführung
- 22
- Schlitten
- 23
- Schiene
- 30
- zweite Schiebetür
- 31
- Griff
- 40
- Befestigungselement (für Scheibe)
- 100
- Sockel
- 110
- Oberseite
- 200
- Rolle
- 210
- Rotationsachse
- 220
- Zylindermantelfläche
- 300
- Flanke
- 400
- Wälzelement
- 410
- seitlicher Absatz
- 420
- Feder
- 430
- Aufnahmeelement
- 440
- Stützelement
- 450
- Gleitbahn
- 460
- Sicherungselement
- 500
- Führungsschiene
- 600
- Aufhängung
- 700
- Drehachse
1. Schiebetürsystem mit einem Wandelement und einer ersten Schiebetür, die in einer Bewegung
parallel zur Ebene des Wandelementes verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
am Wandelement (10) ein Schlitten (12) einer ersten Linearführung (11) fest angeordnet
ist und eine Schiene (13) der ersten Linearführung (11) an der ersten Schiebetür (20)
fest angeordnet ist.
2. Schiebetürsystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schiebetürsystem (2) eine zweite Schiebetür (30) aufweist, die in einer Bewegung
parallel zur Ebene der ersten Schiebetür (20) verschiebbar ist, wobei an der ersten
Schiebetür (20) ein Schlitten (22) einer zweiten Linearführung (21) fest angeordnet
ist und eine Schiene (23) der zweiten Linearführung (21) an der zweiten Schiebetür
(30) angeordnet ist.
3. Schiebetürsystem nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der jeweilige Schlitten (12, 22) einen Sockel (110) umfasst, auf dessen Oberseite
wenigstens eine Rolle (200) drehbar angeordnet ist, deren Rotationsachse (210) in
der Ebene der Bewegung der zu führenden Schiebetür (20, 30) verläuft, und wobei die
Schiene (13, 23) der jeweiligen zu führenden Schiebetür (20, 30) eine Flanke (300)
aufweist, mittels derer bei Anlage an der Zylindermantelfläche (220) der Rolle (200)
die Führung in der Bewegung realisierbar ist.
4. Schiebetürsystem nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere Rollen (200) in Richtung der Bewegung in Reihe hintereinander angeordnet sind.
5. Schiebetürsystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
an wenigstens einer Schiebetür (20, 30) ein Wälzelement (400) angeordnet ist und das
Schiebetürsystem (2) weiterhin eine Führungsschiene (500) aufweist, wobei das Wälzelement
(400) auf der Führungsschiene (500) rollbar angeordnet ist und zwischen der Führungsschiene
(500) und dem Wälzelement (400) ein derartiger Formschluss vorhanden ist, dass die
mit dem Wälzelement (400) versehene Schiebetür (20, 30) mittels des Wälzelementes
(400) und der Führungsschiene (500) in ihrer Bewegung geführt ist.
6. Schiebetürsystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Wälzelement (400) federnd höhenverschieblich gelagert ist.
7. Schiebetürsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schiebetür (20, 30) in einer Aufhängung(600) aufgehangen ist, die die Gewichtskraft
der Schiebetür (20, 30) aufnimmt.
8. Schiebetürsystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufhängung (600) der Schiebetür (20, 30) drehbar ausgestaltet ist, so dass die
Schiebetür (20, 30), wenn der Schlitten (12, 22) und die Schiene (13, 23) ihrer Linearführung
(11, 21) außer Eingriff gebracht sind, um eine in ihrer Ebene verlaufende oder zu
ihrer Ebene parallele Drehachse (700) schwenkbar ist.
9. Duschkabine, umfassend das Schiebetürsystem (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.