[0001] Die Erfindung betrifft eine Anputzleiste zur Platzierung an einer Bauwerksecke sowie
eine Bauwerksecke mit einer daran angeordneten Anputzleiste.
[0002] Beim Bau von Gebäuden wird in der Regel so vorgegangen, dass Fensterstöcke und Türstöcke,
das sind die fest mit dem Bauwerk verbundenen feststehenden Fenster- oder Türrahmen,
in entsprechende Wandöffnungen des Rohbaus eingesetzt und dort befestigt werden. In
einer späteren Phase wird der Rohbau außen und innen verputzt. Hierbei ist insbesondere
an der Außenseite des Bauwerks der Anschluss des Putzes an den Fensterstock oder Türstock
eine kritische Stelle, weil der Putz stirnseitig an das Material des Fensterstocks
oder Türstocks anstößt und dort keine perfekte Bindung eingeht. Da der Putz beim Trocknen
etwas schwindet, da Fenster- und Türstöcke Erschütterungen ausgesetzt sind, beispielsweise
durch heftiges Zuschlagen der Fenster oder Türen, und da solche Bauwerksecken zudem
hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, besteht die Gefahr, dass sich ein Riss
oder Spalt zwischen dem Putz und dem Fensterstock oder Türstock bildet. Hier kann
dann Feuchtigkeit eindringen, die auf die Dauer den Fensterstock, den Türstock oder
den Putz schädigt, beispielsweise zur Ausbröckelung des Putzes führt.
[0003] Es zeigt sich, dass bekannte Anputzleisten bei starken Beanspruchungen, insbesondere
bei starken Temperatur-bedingten Beanspruchungen die auftretenden Bewegungen zwischen
Putz und Wärmedämmung und dem Fenster- oder Türstock nur unzureichend mitgehen können,
was zu Beschädigungen des Putzes und zum Eindringen von Feuchtigkeit und Beschädigungen
des Fenster- oder Türstocks führt.
[0004] Die
EP 0 274 640 A2 zeigt eine Vorrichtung zur Ausbildung eines Anschlußüberganges zwischen zwei rechtwinklig
aneinander angrenzenden Flächen, bei denen mindestens eine erste Fläche mit starren
Belägen versehen ist, insbesondere mit Keramikplatten, und eine zweite Fläche ein
Badewannenrand sein kann, mit einem Winkelprofil und einer daran angeordneten nach
außen wirkenden, federnd elastischen Dichtleiste. In Verlängerung eines Schenkels
des Winkelprofiles aus Kunststoff als Dichtleiste ist eine weich eingestellte Dichtlippe
angeformt ist, an deren Außenseite ein Klebeprofil in Längsrichtung des Winkelprofils
angeordnet ist.
[0005] Die
DE 196 05 467 A1 zeigt eine Anputzleiste für Fensterstöcke, Türstöcke oder dergleichen am Übergang
zum Putz aufweisend eine Basiswand, mit der sie an dem Fensterstock, Türstock oder
dergleichen befestigbar ist, einen, sich längs der Leiste erstreckenden Steg, der
bezogen auf die Basiswand fortragend vorgesehen ist, wobei die Leiste einen Basisbereich
und einen Vorderbereich aufweist, und der Vorderbereich eine Verbindung mit dem Basisbereich
hat, die eine Relativbewegung in Richtung Abstandsänderung zu der Basiswand zulässt.
[0006] Die
EP 1 898 022 A1 zeigt eine Profilleiste zur Anbindung eines Bauteils an eine auf eine Fläche aufzubringende
oder aufgebrachte Putzschicht oder Fliesenschicht. Sie ist zweiteilig aufgebaut. Ein
Basisteil ist zur Anbringung der Profilleiste an dem Bauteil bestimmt. Ein Aufsatzteil
ist zur Anbindung an die Putzschicht oder Fliesenschicht bestimmt. Das Basisteil und
das Aufsatzteil sind gegeneinander beweglich.
[0007] Die
AT 501 438 A1 zeigt ein Laibungsanschlussprofil für an Putz angrenzende Bauteile mit einem Dichtungsschenkel,
welcher bauteilseitig Befestigungsmittel, vorzugsweise ein Dichtungsband aufweist,
und beweglich mit einem Außenschenkel verbunden ist, welcher zumindest einen Putzaufnahmeraum
aufweist. Der Dichtungsschenkel ist über eine erste Nut/Federverbindung mit dem Außenschenkel
beweglich verbunden, wobei die Bewegungsebene der beiden Nut/Federverbindungen im
Wesentlichen normal aufeinander stehen.
[0008] Die
DE 201 03 282 U1 zeigt ein Laibungsprofil zur Befestigung eines Abdeckmaterials zum Abdecken von Gebäudeöffnungen
beim Streichen oder Verputzen mit einer Halterung für das Abdeckmaterial und einer
Befestigungsprofilleiste sowie einer Außenprofilleiste. Die Befestigungsprofilleiste
und die Außenprofilleiste sind in Längs- und Querrichtung der Leisten relativ zueinander
beweglich ineinander geführt.
[0009] Die
EP 1 942 237 A2 zeigt ein zweiteiliges Laibungsanschlussprofil für an Putz angrenzende Bauteile mit
einem Basisprofil, welches am Bauteil befestigbar ist und mit einem durch das Basisprofil
beweglich fixierbaren Außenprofil, welches einen Einputzschenkel und einen Halteschenkel
aufweist. Das Basisprofil weist seitlich eine in einen Lagerbereich mündende schlitzförmige
Führung auf, welche den Halteschenkel des Außenprofils aufnimmt, wobei der Halteschenkel
ein Lagerelement aufweist, welches das Außenprofil im Lagerbereich um die Profillängsachse
mit Spiel drehbar, sowie längs der Profilachse verschiebbar festlegt.
[0010] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anputzleiste anzugeben,
die auch bei extremen Bedingungen einen zuverlässigen und dauerhaft dichten, ggf.
sogar schlagregendichten Übergang zwischen Wärmedämmung/ Putz und Fenster-/Türrahmen
bietet und eine Beschädigung der Putzschicht und des Fenster- oder Türrahmens zuverlässig
verhindert.
[0011] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst, vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0012] Eine erfindungsgemäße Anputzleiste ist zur Platzierung an einem Übergang zwischen
einem Bauteil eines Gebäudes, insbesondere einem Fenster- oder Türrahmen, einer Fensterbank,
einem Balken, einer Metallverbindung oder einer Lisene, und einer Wärmedämmung und/oder
einer Putzschicht bestimmt. Eine erfindungsgemäße Anputzleiste umfasst einen Basisbereich,
mit dem die Anputzleiste an dem Bauteil befestigbar ist, und einen Vorderbereich,
der zum Einputzen in die Putzschicht und/oder zur festen Verbindung mit der Wärmedämmung
bestimmt ist und der eine Führungsverbindung mit dem Basisbereich hat, die, gegebenenfalls
nach Lösen eines Verbindungselements, eine Relativbewegung zu dem Basisbereich zulässt.
Die Führungsverbindung ist dabei als ein mit dem Basisbereich verbundener und von
diesem in Richtung Vorderbereich und in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht zur
Haupterstreckungsrichtung des Bauteils wegstehender Fortsatz und als ein diesen Fortsatz
wenigstens teilweise aufnehmender Aufnahmebereich des Vorderbereichs ausgebildet.
Der Aufnahmebereich weist an seinem unteren, dem Basisbereich zugewandten Abschnitt
wenigstens einen Führungsvorsprung für den Fortsatz auf, so dass bei einer Relativbewegung
des Vorderbereichs zu dem Basisbereich in Richtung Abstandsänderung zwischen dem Vorderbereich
und dem Basisbereich der Fortsatz entlang eines Fortsatzwandbereichs an dem Führungsvorsprung
geführt wird. Wenigstens ein Teil des Fortsatzes weist ein weiches Kunststoffmaterial
auf, um eine Relativbewegung des Vorderbereichs zu dem Basisbereich in eine Richtung
parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils zu ermöglichen.
[0013] Eine hierzu alternative, ebenfalls erfindungsgemäße Anputzleiste, die auch zur Platzierung
an einem Übergang zwischen einem Bauteil eines Gebäudes, insbesondere einem Fenster-
oder Türrahmen, einer Fensterbank, einem Balken, einer Metallverbindung oder einer
Lisene, und einer Wärmedämmung und/oder einer Putzschicht bestimmt ist, umfasst einen
Basisbereich, mit dem die Anputzleiste an dem Bauteil befestigbar ist, und einen Vorderbereich,
der zum Einputzen in die Putzschicht und/oder zur festen Verbindung mit der Wärmedämmung
bestimmt ist und der eine Führungsverbindung mit dem Basisbereich hat, die, gegebenenfalls
nach Lösen eines Verbindungselements, eine Relativbewegung zu dem Basisbereich zulässt.
Dabei ist die Führungsverbindung als ein mit dem Basisbereich verbundener und von
diesem in Richtung Vorderbereich und in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht zur
Haupterstreckungsrichtung des Bauteils wegstehender Fortsatz und als ein diesen Fortsatz
wenigstens teilweise aufnehmender Aufnahmebereich des Vorderbereichs ausgebildet.
Dieser Aufnahmebereich weist an seinem unteren, dem Basisbereich zugewandten Abschnitt
wenigstens einen Führungsvorsprung für den Fortsatz auf, so dass bei einer Relativbewegung
des Vorderbereichs zu dem Basisbereich in Richtung Abstandsänderung zwischen dem Vorderbereich
und dem Basisbereich der Fortsatz entlang eines Fortsatzwandbereichs an dem Führungsvorsprung
geführt wird. Ein Führungsvorsprung oder einer der Führungsvorsprünge ist dabei aus
einem gegenüber dem Kunststoffmaterial der übrigen Anputzleiste weichem Kunststoffmaterial
hergestellt, um eine Relativbewegung des Vorderbereichs zu dem Basisbereich in eine
Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils zu ermöglichen.
[0014] Unter der Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils wird vorliegend
die Scherrichtung des Gebäude-Bauteils bezüglich der Wärmedämmung und/oder der Putzschicht
verstanden. Unter der Richtung senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils
wird vorliegend die Richtung weg von dem Gebäude-Bauteil nach außen verstanden.
[0015] Im eingebauten Zustand der Anputzleiste ist der Basisbereich an dem Bauteil befestigt,
und der Vorderbereich ist eingeputzt und somit fest mit der Putzschicht und gegebenenfalls
der dahinter angeordneten Wärmedämmung verbunden.
[0016] Wenn nun, beispielsweise infolge von Temperaturschwankungen oder Materialbewegungen
eine Relativbewegung zwischen dem fest mit dem Bauteil verbundenen Basisbereich und
dem fest mit der Putzschicht verbundenen Vorderbereich im Wesentlichen in Richtung
parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils und somit in Scherrichtung des
Gebäude-Bauteils bezüglich der Putzschicht, gegebenenfalls auch bezüglich der Wärmedämmung
auftritt, so kann eine solche Relativbewegung sowohl durch die erste erfindungsgemäße
Anputzleiste, bei welcher ein Teil des Fortsatzes ein weiches Kunststoffmaterial aufweist,
als auch durch die zweite erfindungsgemäße Anputzleiste, bei welcher ein Führungsvorsprung
oder einer der Führungsvorsprünge aus einem weicheren Kunststoffmaterial hergestellt
ist, ausgeglichen werden, indem eine Relativbewegung des Vorderbereichs zu dem Basisbereich
ermöglicht und gleichzeitig die Abdichtungsfunktion der Anputzleiste beibehalten wird.
[0017] Anders als bei anderen Anputzleisten, bei denen solche Scherbewegungen regelmäßig
dazu führen, dass die Abdichtfunktion der Anputzleiste verloren geht, indem sich beispielsweise
der Klebestreifen löst, oder bei denen aufgrund der durch solche Scherbewegungen auftretenden
Spannungen Risse entstehen, können durch die erfindungsgemäßen Anputzleisten solche
Scherbewegungen gut kompensiert werden, ohne dass sich der Basisbereich von dem Bauteil
löst und ohne dass Risse in der Putzschicht auftreten.
[0018] Die Größenordnung solcher Scherbewegungen, also Relativbewegungen zwischen dem Vorderbereich
zu dem Basisbereich in in Scherrichtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung des
Bauteils bezüglich der Putzschicht und gegebenenfalls der darunter vorgesehenen Wärmedämmung,
liegt bei einigen Millimetern, und mit den erfindungsgemäßen Anputzleisten können
solche Scherbewegungen im Bereich von einigen Millimetern gut kompensiert werden.
[0019] Gemäß einem Grundgedanken der vorliegenden Erfindung wird bei der ersten erfindungsgemäßen
Anputzleiste diese Relativbeweglichkeit in Scherrichtung dadurch gewährleistet, dass
ein Teil des Fortsatzes ein weiches Kunststoffmaterial aufweist und somit biegsam
ist, und bei der zweiten erfindungsgemäßen Anputzleiste wird diese Relativbeweglichkeit
in Scherrichtung durch die Nachgiebigkeit eines Führungsvorsprungs oder eines der
Führungsvorsprünge aus weichem Kunststoffmaterial gewährleistet, gegen den sich der
Fortsatz bewegen und diesen ein Stück weit zusammendrücken kann.
[0020] Bei beiden erfindungsgemäßen Anputzleisten bleibt die Dichtigkeit der Führungsverbindung
zwischen Basisbereich und Vorderbereich auch bei einer Relativbewegung von Vorderbereich
zu Basisbereich in Scherrichtung bestehen. Dies ist ein wichtiger Vorteil gegenüber
anderen denkbaren Lösungen, bei denen die Relativbeweglichkeit zwischen einem Basisbereich
und einem Vorderbereich durch ein entsprechendes Spiel, also in Form einer entsprechenden
Dimensionierung eines Abstands zwischen beiden Elementen ermöglicht wird, wobei sich
naturgemäß eine gewisse Undichtigkeit ergibt.
[0021] Gemäß einem weiteren Grundgedanken der vorliegenden Erfindung wird auch eine Relativbeweglichkeit
zwischen Vorderbereich und Basisbereich in Richtung Abstandsänderung dazwischen gewährleistet,
so dass Bewegungen zwischen Bauteil und daran befestigtem Basisbereich und Putzschicht
und daran befestigtem Vorderbereich in Richtung Abstandsänderung zwischen Vorderbereich
und Basisbereich durch die Anputzleiste kompensiert werden können und gleichzeitig
die Dichtigkeit aufrecht erhalten werden kann.
[0022] Durch die erfindungsgemäße Ausführung der Führungsverbindung als mit dem Basisbereich
verbundener und von diesem in Richtung Vorderbereich wegstehender Fortsatz und als
ein diesen Fortsatz wenigstens teilweise aufnehmender Aufnahmebereich des Vorderbereichs
und die Führung dieses Fortsatzes mittels wenigstens eines Führungsvorsprungs entlang
eines Fortsatzwandbereichs können dabei auch relativ große Relativbewegungen kompensiert
werden, insbesondere Relativbewegungen im Bereich von mehreren Millimetern.
[0023] Anders als bei anderen denkbaren Führungsverbindungen, bei denen Basis- und Vorderbereich
mittels eines federnden Abschnitts zusammengehalten werden, wobei Kräfte auftreten,
welche zwangsläufig dazu führen, dass sich der Basisbereich von dem Bauteil löst,
wirken bei der relativen Verschiebung zwischen Vorder- und Basisbereich keine Kräfte,
die zu einem Lösen des Basisbereichs von dem Bauteil führen könnten. Die erfindungsgemäßen
Anputzleisten können somit Abstandsänderungen zwischen Basisbereich und Bauteil sowie
Vorderbereich und Putzschicht im Bereich von mehreren Millimetern kompensieren, gleichzeitig
die erforderliche Dichtigkeit beibehalten und ein Lösen des Basisbereichs von dem
Bauteil vermeiden. Die erfindungsgemäße Ausführung der Führungsverbindung stellt somit
zum einen die Möglichkeit einer Relativverschieblichkeit von mehreren Millimetern
bei gleichzeitiger Beibehaltung einer Dichtfunktion zur Verfügung.
[0024] Zusätzlich zu der erfindungsgemäßen Relativbeweglichkeit des Vorderbereichs zu dem
Basisbereich in Richtung Abstandsänderung und in Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung
des Bauteils ermöglichen die erfindungsgemäßen Anputzleisten auch eine Relativbeweglichkeit
des Basisbereichs zum Vorderbereich in einer Richtung parallel zur Längserstreckung
der Anputzleiste.
[0025] Gemäß einer ersten Ausführungsform der ersten Anputzleiste, bei der wenigstens ein
Teil des Fortsatzes ein weiches Kunststoffmaterial aufweist, kann dabei auch ein Führungsvorsprung
oder einer der Führungsvorsprünge aus einem weicheren Kunststoffmaterial hergestellt
sein, um eine Relativbewegung des Vorderbereichs zu dem Basisbereich in eine Richtung
parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils zu ermöglichen.
[0026] Gemäß einer ersten Ausführungsform der zweiten erfindungsgemäßen Anputzleiste, bei
der ein Führungsvorsprung oder einer der Führungsvorsprünge aus einem weicheren Kunststoffmaterial
hergestellt ist, kann wenigstens ein Teil des Fortsatzes ein weiches Kunststoffmaterial
aufweisen, um eine Relativbewegung des Vorderbereichs zu dem Basisbereich in eine
Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils zu ermöglichen.
[0027] Bei diesen Ausführungsformen werden somit die Merkmale der ersten und der zweiten
erfindungsgemäßen Anputzleiste miteinander kombiniert, es ist erstens wenigstens ein
Teil der Fortsatzes aus einem weichen Kunststoffmaterial und zweitens ein Führungsvorsprung
oder einer der Führungsvorsprünge aus einem weicheren Kunststoffmaterial. Die demgemäß
ermöglichte Relativbewegung des Vorderbereichs zu dem Basisbereich in eine Richtung
parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils kann somit noch vergrößert werden
und wird zum einen durch den biegbaren weicheren Abschnitt des Fortsatzes und zum
anderen durch einen wenigstens teilweise zusammendrückbaren weichen Führungsvorsprung
gewährleistet. Durch eine Anputzleiste gemäß dieser Ausführungsformen der Erfindung
können besonders große Scherbewegungen zwischen Basisbereich/Bauteil und Vorderbereich/Putzschicht
kompensiert werden, ohne dass die Dichtigkeit des Übergangs beeinträchtigt wird, ohne
dass sich der Basisbereich von dem Bauteil löst und ohne dass Risse in der Putzschicht
entstehen.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Teil des Fortsatzes,
der ein weiches Kunststoffmaterial aufweist, zudem eine weitere Relativbewegung des
Vorderbereichs zu dem Basisbereich in Richtung Abstandsänderung zwischen dem Vorderbereich
und dem Basisbereich ermöglichen, indem sich der Fortsatz ein Stück verlängert.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Fortsatz einen Endkopf,
insbesondere einen verbreiterten und/oder den Abschluss des Fortsatzes bildenden Endkopf
auf. Dieser Endkopf kann als Anschlag für den Führungsvorsprung dienen und zuverlässig
verhindern, dass sich der Basisbereich von dem Vorderbereich löst. Zusätzlich kann
dieser Endkopf die Wegstrecke, entlang der eine Relativbeweglichkeit in Richtung Abstandsänderung
zwischen Vorderbereich und Basisbereich möglich ist, begrenzen.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ragt der Fortsatz von einer Basiswand
des Basisbereichs weg, insbesondere im Wesentlichen senkrecht weg. Die Basiswand des
Basisbereichs erstreckt sich dabei im Wesentlichen in eine Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung
des Bauteils.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Teil des Fortsatzes aus
weichem Kunststoffmaterial der direkt an der Basiswand ansetzende Bereich. Dies dient
auch zur besseren Zusammenführung bei der Extrusion.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Fortsatz zwischen dem
direkt an der Basiswand ansetzenden Fortsatzbereich und dem Endkopf einen verbreiterten
Fortsatzwandbereich auf. Dadurch kann in diesem Bereich noch eine engere und dichtere
Führung zwischen Fortsatz und dem wenigstens einen Führungsvorsprung gewährleistet
werden.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Führungsvorsprung/sind
die Führungsvorsprünge an einem unteren Ende des Aufnahmebereichs, beabstandet von
der unteren Seite des Vorderbereichs und somit geschützt angeordnet.
[0034] Die Führungsvorsprünge können dabei relativ klein und dünn ausgebildet werden. Durch
Anordnung am unteren Ende des Aufnahmebereichs, beabstandet von der Unterseite sind
diese geschützt vor äußeren Einflüssen und bilden in Zusammenwirkung mit dem Führungsfortsatz
eine gute Dichtung gegen eindringende Feuchtigkeit.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind an dem unteren, dem Basisbereich
zugewandten Abschnitt des Aufnahmebereichs zwei gegeneinander gerichtete Führungsvorsprünge
für den Fortsatz vorgesehen. Diese verengen den Aufnahmeraum an dieser Stelle und
nehmen den Fortsatz dazwischen verschiebbar auf. Des Weiteren können sich diese Führungsvorsprünge
von den Seitenwänden des Aufnahmeraums ein Stück weit nach innen erstrecken.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei dem Führungsvorsprung
aus weichem Kunststoffmaterial um den äußeren, in Richtung Putz/Wärmedämmung gelegenen
Führungsvorsprung. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die am häufigsten vorkommende
Scherbewegung diejenige ist, bei welcher sich die Putzschicht mitsamt Vorderbereich,
bezogen auf den Basisbereich und das Bauteil, von dem Mauerwerk bzw. der Wärmedämmung
wegbewegt. Diese Scherbewegung kann durch eine Anputzleiste gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung gut kompensiert werden, indem der äußere, weiche Führungsvorsprung ein
Stück weit durch den Fortsatz zusammengedrückt wird.
[0037] Alternativ dazu ist es selbstverständlich möglich, dass beide Führungsvorsprünge
aus weichem Kunststoffmaterial sind, um auch eine Scherbewegung in entgegengesetzter
Richtung zuverlässig kompensieren zu können.
[0038] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine Relativbewegung zwischen
Vorderbereich und Basisbereich in Richtung Abstandsänderung zwischen einer minimalen
Verschiebeposition, bei welcher der Endkopf weit in den Aufnahmebereich hineinreicht,
und einer maximalen Verschiebeposition, bei welcher der Endkopf an wenigstens einem
der Führungsvorsprünge anliegt, möglich. Somit wird eine große Wegstrecke der Relativbeweglichkeit
zwischen Vorderbereich und Basisbereich zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird
die erforderliche Dichtigkeit aufrecht erhalten, und es wird zuverlässig verhindert,
dass sich der Vorderbereich von dem Basisbereich löst.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die minimale und die maximale
Verschiebeposition wenigstens um die Hälfte der Tiefe des Aufnahmebereichs voneinander
beabstandet.
[0040] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist eine streifenförmige Schutzlasche
vorgesehen, an der eine Schutzfolie für das Bauteil befestigbar ist. Hierfür kann
insbesondere eine Kleberschicht auf der streifenförmigen Schutzlasche angeordnet sein.
Mittels einer solchermaßen an der Anputzleiste befestigten Schutzfolie kann das Bauteil,
beispielsweise ein Fensterrahmen während des Anputzens vor Verschmutzung und Beschädigung
bewahrt werden.
[0041] Diese streifenförmige Schutzlasche kann über eine Abbrech-Materialbrücke mit dem
Basisbereich, insbesondere mit dem Ende der Basiswand und/oder mit dem verschiebbaren
Vorderbereich, insbesondere mit dem Ende der Putzabschlussseite zusammenhängen. Dies
stellt den Auslieferungszustand dar, in dem die Anputzleiste auf der Baustelle zur
Verfügung steht. Nach Durchtrennen der Abbrech-Materialbrücke sind der Basisbereich
und der Vorderbereich voneinander getrennt, so dass eine Relativbewegung des Vorderbereichs
zu dem Basisbereich ermöglicht wird, und zwar in eine Richtung parallel zur Längserstreckung
der Anputzleiste, in Richtung Abstandsänderung zwischen Vorderbereich und Basisbereich
sowie in Haupterstreckungsrichtung des Bauteils, somit in Scherrichtung zwischen Vorderbereich
und Basisbereich.
[0042] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Vorderbereich eine Anlageseite
auf, die zur Anlage an einer Wärmedämmung bestimmt ist. Die Anlageseite des Vorderbereichs
und der Wärmedämmungs-seitige Endbereich der Basiswand und ggf. der Wärmedämmungs-seitige
Endbereich des Klebestreifens können im Wesentlichen in einer Ebene liegen. Dadurch
kann die Anputzleiste an an einer Position vor der Wärmedämmung, bezogen auf die Haupterstreckungsrichtung
des Gebäude-Bauteils, angeordnet werden, und ein eine Fixierung der Anputzleiste in
einem Spalt zwischen Gebäude-Bauteil und Wärmedämmung entfällt. Damit kann die Anputzleiste
bei Einbausituationen eingesetzt werden, bei denen kein oder nur ein kleiner Spalt
zwischen Gebäude-Bauteil und Wärmedämmung vorhanden ist.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Basisbereich zur Befestigung
an der Oberfläche des Bauteils über einen Klebestreifen verfügen, der als Dichtband,
insbesondere als PE-Dichtband ausgeführt sein kann.
[0044] Neben dem Klebestreifen, insbesondere in Richtung zu der streifenförmigen Schutzlasche
hin, kann eine Schutzlippe angeordnet sein, die insbesondere aus einem weichen flexiblen
Material ist und die im montierten Zustand der Anputzleiste an dem Bauteil anliegt
und das Klebeband vor Schmutz und/oder Feuchtigkeit und/oder UV-Strahlung schützt.
Wenn diese Schutzlippe zudem so ausgebildet ist, dass sie auch schlagregendicht ist,
kann sie auch als Dichtlippe bezeichnet werden.
[0045] Des Weiteren kann anstelle des Klebebands oder zusätzlich dazu auch ein Expansionsband
mit verzögerter Expansion vorhanden sein, das zunächst in vorkomprimiertem Zustand
gehalten wird und sich nach entsprechender Freigabe dichtend an das Bauteil anlegt.
[0046] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Vorderbereich mit seiner
außen gelegenen Anlageseite zur Anlage an einer Wärmedämmung oder an einer Laibungsfläche
bestimmt.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Aufnahmeraum in einen
Einputzschenkel des Vorderbereichs integriert. Dabei kann der Einputzschenkel einen
gestuften Verlauf mit einer Putzabschlussseite aufweisen, die einem entsprechenden
Bereich der Basiswand gegenüberliegt und die eine Putzabschlusskante bildet.
[0048] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann der Einputzschenkel mit einer
Rinnenprofilierung für eine verbesserte Anhaftung an dem Putz versehen sein.
[0049] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann an dem verschiebbaren Vorderbereich
ein Armierungsgewebeabschnitt befestigt sein, der mit eingeputzt wird.
[0050] Das Grundmaterial der Anputzleiste ist üblicherweise ein harter Kunststoff, insbesondere
ein Hart-PVC. Die Anputzleiste kann vorteilhafterweise durch Extrusion hergestellt
werden. Die Bereiche, die ein weiches Kunststoffmaterial aufweisen, insbesondere der
entsprechende Teil des Fortsatzes, der Führungsvorsprung bzw. die Führungsvorsprünge
und/oder die Schutzlippe können dabei koextrudiert werden. Nach erfolgter Extrusion
kann die streifenförmige Schutzlasche noch mit einer Kleberschicht versehen werden,
der Basisbereich kann mit einem entsprechenden Dicht- oder Klebestreifen versehen
werden, und ein Armierungsgewebeabschnitt kann an dem Vorderbereich angebracht werden,
insbesondere mittels einer Verschweißung wie einer Ultraschallverschweißung.
[0051] Die Erfindung betrifft auch eine Bauwerksecke mit einer Anputzleiste der oben beschriebenen
Art, die mit ihrem Dichtband an dem Bauteil fixiert ist, die an der Wärmedämmung oder
der Laibungsfläche anliegt und deren Einputzschenkel gegebenenfalls mitsamt Armierungsgewebeabschnitt
eingeputzt ist.
[0052] Die oben mit Bezug auf die Anputzleiste angegebenen Vorteile und Ausführungsformen
ergeben sich auch bei einer solchen erfindungsgemäßen Bauwerksecke. Diese Vorteile
und Ausführungsformen werden nicht noch einmal im Einzelnen wiederholt.
[0053] Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beiliegenden Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Anputzleiste im Auslieferungszustand, gemäß
einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
Fig. 2 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Bauwerksecke von oben mit einer
daran angebrachten Anputzleiste gemäß Fig. 1, gemäß einem Ausführungsbeispiel der
Erfindung.
[0054] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht einer Anputzleiste 2 im Auslieferungszustand.
[0055] Die Anputzleiste 2 verfügt über einen Basiskörper, der sich aus einem Basisbereich
4 und einem demgegenüber verschiebbaren Vorderbereich 16 zusammensetzt, und über eine
streifenförmige Schutzlasche 36, die mit dem Basiskörper verbunden ist. Der Basisbereich
4 umfasst eine Basiswand 6 mit einem an deren Unterseite angebrachten Klebestreifen
10, der mit seiner Unterseite im montierten Zustand der Anputzleiste 2 an der Oberfläche
des Gebäude-Bauteils anliegt und daran angeklebt ist.
[0056] Anstelle von oder zusätzlich zu dem Klebestreifen 10 kann auch ein Expansionsstreifen
aus einem flexiblen vorkomprimierten Material vorgesehen sein, der zusammengedrückt
werden kann und sich wieder ausdehnen kann, um so Abstandsänderungen zwischen der
Unterseite der Basiswand 6 und der Oberfläche des Gebäude-Bauteils in gewissen Grenzen
ausgleichen zu können.
[0057] Am linken außenseitigen Ende der Basiswand 6 erstreckt sich eine Schutzlippe 8 nach
unten. Diese Schutzlippe 8 ist insbesondere aus gegenüber dem harten Kunststoffmaterial
der übrigen Anputzleiste weicheren flexiblen Kunststoffmaterial ausgebildet und weist
somit eine gewisse Flexibilität auf. Eine solche flexible Schutzlippe 8 legt sich
im eingebauten Zustand der Anputzleiste 2 an die Oberfläche des Gebäudebauteils an,
und zwar an einer Position außerhalb des Klebestreifens 10, und verhindert somit zuverlässig,
dass Feuchtigkeit zu dem Klebestreifen 10 gelangen kann. Die Schutzlippe 8 kann insbesondere
zusammen mit der Basiswand 6 und dem nachfolgend noch näher erläutertem Führungsfortsatz
12, mit dem Vorderbereich 16 und der streifenförmigen Schutzlasche 36 extrudiert werden.
[0058] Ein Führungsfortsatz 12 ragt nach oben hin von der Basiswand 6 weg und ist integral
mit dieser ausgebildet. Dieser Führungsfortsatz 12 umfasst einen zu oberst angeordneten
verbreiterten Endkopf 14, einen darunter liegenden Fortsatz-Wandbereich geringerer
Wandstärke und einen die Verbindung mit der Basiswand 6 bildenden Fortsatz-Wandbereich
von weiter verringerter Wandstärke.
[0059] Der verschiebbare Vorderbereich 16 gliedert sich in einen Einputzschenkel 26 mit
gestuftem Verlauf, der durch einen hinteren Aufnahmeraum 20 und einem vorderen Wegragschenkelabschnitt
gebildet wird, und in eine an dem unteren äußeren Ende des Aufnahmeraums 20 ansetzende
und nach außen verlaufende Putzabschlussseite 28. Der Einputzschenkel 26 ist mit seiner
in der Fig. 1 rechts gelegenen glatten Oberfläche zur Anlage an einer Wärmedämmung
oder einer Laibungsfläche bestimmt. Seine in der Fig. 1 links und somit nach außen
gerichtete Seite bildet die Einputzseite, die auch die Putzabschlussseite 28 umfasst,
und diese Einputzseite ist mit einer Rinnenprofilierung 30 versehen, um die Oberfläche
für den anhaftenden Putz zu vergrößern und somit die Verbindung mit dem Putz zu verbessern.
Diese Rinnenprofilierung 30 kann sich, wie in der Fig. 1 ersichtlich, auch über die
Vorderseite der Vorderwand des Aufnahmeraums 20 erstrecken.
[0060] Der Aufnahmeraum 20 ist so bemessen, dass das vordere Ende des Endkopfs 14, bei vollständig
in dem Aufnahmeraum 20 gelegenem Führungsfortsatz 12 um demgemäß bei Anlage der hinteren
Endflächen der Seitenwände des Aufnahmeraums 20 und der hinteren Endfläche der Putzabschlussseite
28 an der Vorderseite der Basiswand 6, in geringem Abstand zu der oberen Wand des
Aufnahmeraums 20 positioniert ist.
[0061] An dem unteren Ende der Innenseiten des Aufnahmeraums 20 und ein Stück weit von den
hinteren Endflächen der Seitenwände des Aufnahmeraums 20 beabstandet, setzen einander
gegenüberliegende Führungsvorsprünge 22, 24 an und erstrecken sich soweit nach innen,
bezogen auf die Symmetrieachse des Aufnahmeraums 20, dass sie den Führungsfortsatz
12 dazwischen aufnehmen und führen. In der in der Fig. 1 gezeigten Position des Führungsfortsatzes
12 greifen die Führungsvorsprünge 22, 24 in den untersten Bereich des Führungsfortsatzes
12 mit verringerter Wandstärke ein und halten diesen Führungsfortsatz 12 und somit
den gesamten Basisbereich 4 bezüglich dem verschiebbaren Vorderbereich 16 in einer
minimalen Verschiebeposition.
[0062] Wenn man sich vorstellt, dass die Abbrech-Materialbrücke 38, die nachher noch genauer
beschrieben wird, durchtrennt wird, kann der Vorderbereich 16 gegenüber dem Basisbereich
4 verschoben werden, und zwar bis zu einer maximalen Verschiebeposition, bei der die
Führungsvorsprünge 22, 24 an dem Endkopf 14 angeschlagen sind. Dadurch können Bewegungen
zwischen Wärmedämmung/Putzschicht und Gebäude-Bauteil in Richtung Abstandsänderung
zwischen Basisbereich 4/damit verbundenem Gebäudebauteil einerseits und Putzschicht/Wärmedämmung
und damit verbundenem Vorderbereich 16 andererseits auf besonders vorteilhafte Weise
kompensiert werden, ohne dass dabei die durch die Anputzleiste an dem Übergang zwischen
Gebäude-Bauteil und Wärmedämmung/Putzschicht gewährleistete Dichtfunktion verloren
geht. Insbesondere kann die Bildung von Rissen in der Putzschicht sowie ein Ablösen
des Klebestreifens 10 von dem Gebäude-Bauteil verhindert werden.
[0063] An der äußeren Putzseite des vorderen Abschnitts des Einputzschenkels 26 ist ein
sich in Fig. 2 nach vorne erstreckender Armierungsgewebe-Abschnitt 34 befestigt, und
zwar mittels einer hier beispielhaft gezeigten Ultraschall-Verschweißung 32.
[0064] An das in der Fig. 1 links gelegene äußere Ende der Basiswand 6 des Basisbereichs
4 und an das in der Fig. 1 links gelegene äußere Ende der Putzabschlussseite 28 des
Vorderbereichs 16 schließt sich eine streifenförmige Schutzlasche 36 an. Die Vorderseite
der Schutzlasche 36 ist eben ausgebildet und trägt dort eine Kleberschicht 40. Auf
der Kleberschicht 40 kann eine in der Fig. 1 nicht gezeigte Schutzfolie aufgeklebt
werden, die sich von der Anputzleiste 2 aus in der Fig. 1 nach links, also nach außen
erstreckt.
[0065] Wenn man sich nun einen Fensterstock vorstellt, auf dessen Oberfläche an der linken
Seite, an der rechten Seite und an der Oberseite jeweils eine Anputzleiste angeklebt
wird, dann wird klar, dass die Schutzfolie die gesamte Öffnung zwischen diesen drei
Anputzleisten überdeckt und auf diese Weise den Fensterstock vor Verschmutzungen und
Beschädigungen beim Aufbringen des Putzes schützt. Die Unterseite wird üblicherweise
von der Fensterbank gebildet, dort wird keine separate Anputzleiste vorgesehen.
[0066] Auf ihrer Rückseite weist die streifenförmige Schutzlasche 36 einen im Wesentlichen
rechtwinklig nach hinten ragenden Abstandssteg auf. Der Abstandssteg ist so hoch,
dass sich die Schutzlasche 36 rückseitig über den Abstandssteg derart an dem Gebäude-Bauteil
abstützt, dass die Vorderseite der Schutzlasche 36 im Wesentlichen parallel zur Vorderseite
des Gebäude-Bauteils liegt. Die Außenseite der Basiswand 6 sowie die Außenseite der
Putzabschlussseite 28 sind mittels einer Abbrech-Materialbrücke 38 mit deutlich verringerter
Materialstärke mit der streifenförmigen Schutzlasche 36 verbunden.
[0067] Der von der Basiswand 6 fortragende Fortsatz 12 mit Endkopf 14 sowie der vorderbereichsseitige
Aufnahmeraum 20 mit den Führungsvorsprünge 22 und 24 stellen eine Führungsverbindung
zwischen dem Basisbereich 4 und dem verschiebbaren Vorderbereich 16 dar.
[0068] Diese Führungsverbindung ermöglicht auch eine relative Verschiebbarkeit des Basisbereichs
4 zu dem Vorderbereich 16 in der Längserstreckungsrichtung der Anputzleiste 2.
[0069] Zudem ermöglicht die im vorliegenden Ausführungsbeispiel gezeigte Anputzleiste 2
auch eine Relativbewegung zwischen Basisbereich 4 und Vorderbereich 16 in Haupterstreckungsrichtung
des Gebäude-Bauteils, also in Scherrichtung. Diese Verschieblichkeit zwischen Basisbereich
4 und Vorderbereich 16 in Scherrichtung sieht man, wenn man sich vorstellt, dass die
streifenförmige Schutzlasche 36 abgetrennt ist und der Basisbereich 4, der ja mit
dem Klebestreifen 10 an dem Gebäude-Bauteil, also beispielsweise dem Fensterstock
befestigt ist, gegenüber dem eingeputzten und so mit dem Mauerwerk verbundenen Vorderbereich
16 in der Zeichnungsebene der Fig. 1 nach rechts, also nach innen oder nach links,
also nach außen verschoben wird.
[0070] Solche Bewegungen können mit bekannten Anputzleisten nicht oder nur in sehr begrenztem
Umfang kompensiert werden. Häufig lösen sich bei solchen Bewegungen die Klebestreifen
der Anputzleisten von dem Gebäudebauteil, was zu einer Undichtigkeit führt, oder es
entstehen Risse im Putz.
[0071] Bei der Anputzleiste 2 gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel können auch solche
Relativbewegungen in Scherrichtung kompensiert werden und zwar dadurch, dass entweder
ein Teil des Führungsfortsatzes 12 aus weicherem Kunststoffmaterial ist oder dass
wenigstens einer der Führungsvorsprünge 22, 24 aus einem weicherem Kunststoffmaterial
ist.
[0072] In der Fig. 1 ist exemplarisch der unmittelbar an der Basiswand 6 ansetzende Wandbereich
des Führungsfortsatzes 12, der mit einer helleren Farbe hinterlegt ist, aus einem
weicheren flexiblen Kunststoffmaterial, so dass sich, im Falle des Auftretens von
solchen Scherbewegungen, dieser weiche Fortsatzwandbereich so biegt, dass die Basiswand
6 mit Klebestreifen 10 und die Abdecklippe 8 nach innen, also nach rechts oder nach
außen, also nach links wandern kann und der eingeputzte Vorderbereich 16 ortsfest
verbleibt, und ohne dass zwischen Basisbereich 4 und Vorderbereich 16 Scherkräfte
wirken, die zu einer Ablösung des Klebestreifens 10 von dem Gebäudebauteil oder zu
einer Bildung von Rissen im Putz führen könnten.
[0073] Durch den weichen Wandbereich des Fortsatzes 12 ergibt sich zudem noch eine weitere
Erhöhung der relativen Verschieblichkeit zwischen Basiswand 6 und Vorderbereich 16
in Richtung Abstandsänderung zwischen Basisbereich 4 und Vorderbereich 16.
[0074] Alternativ oder zusätzlich zu dem Ausbilden eines Teils des Führungsfortsatzes 12
aus weichem Kunststoffmaterial kann auch wenigstens einer der Führungsvorsprünge 22
und 24 aus einem solchen weichen Kunststoffmaterial ausgebildet sein. Im Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Fig. 1 ist der an der Innenwand, also der rechten Wand des Aufnahmeraums
20 gelegene Führungsvorsprung 24, der mit einer hellen Farbe hinterlegt ist, aus weichem
und flexiblem Kunststoffmaterial ausgebildet. Dementsprechend kann bei einer Relativbewegung
der Basiswand 6 mit Klebestreifen 10 und mit Abdecklippe 8 nach rechts der Fortsatz
12 mit seinem Fortsatzwandbereich den weichen Führungsvorsprung 24 ein Stück weit
zusammendrücken, um so eine Relativbeweglichkeit des Basisbereichs 4 zu dem Vorderbereich
16 in Scherrichtung zu kompensieren, ohne dass zu große Scherkräfte zwischen Basisbereich
4 und Vorderbereich 16 auftreten, und demgemäß kann ein Ablösen des Klebebands 10
sowie eine Bildung von Rissen im Putz zuverlässig vermieden werden.
[0075] Analog dazu kann auch der an der linken Wand des Aufnahmeraums 20 gelegene Führungsvorsprung
22 aus einem weichen Kunststoffmaterial sein, um so eine Relativbewegung des Basisbereichs
4 zum Vorderbereich 16 in Scherrichtung der Basiswand 6 in der Fig. 1 nach links kompensieren
zu können. In diesem Fall drückt der Fortsatz 12 den Führungsvorsprung 22 ein Stück
weit zusammen, um so die auftretende Relativbewegung in Scherrichtung zu kompensieren.
[0076] Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind exemplarisch der hintere Wandabschnitt
des Fortsatzes 12 und der rechte Führungsvorsprung 24 aus weichem Kunststoffmaterial.
[0077] Für die Kompensation von Relativbewegungen zwischen Basisbereich 4 und Vorderbereich
16 in Scherrichtung reicht es aus, wenn entweder ein Teil des Fortsatzes 12 oder wenigstens
einer der Führungsvorsprünge 22, 24 aus weichem Kunststoffmaterial ist. Wenn sowohl
ein Wandbereich des Führungsfortsatzes 12 als auch beide Führungsvorsprünge 22, 24
aus weichem Kunststoffmaterial sind, können besonders große Scherbewegungen zwischen
Basiswand 6 und daran befestigtem Bauteil und Vorderbereich 16 mit Putzschicht und
gegebenenfalls darunter angeordneter Wärmedämmung kompensiert werden.
[0078] Bei der Montage der Anputzleiste 2 wird diese mit der Anlageseite 18 an die Wärmedämmung
oder die Laibungsfläche angelegt und mit dem Klebestreifen 10 an dem Gebäude-Bauteil,
also beispielsweise dem Fensterstock befestigt. Danach wird die Schutzfolie über das
Gebäude-Bauteil gespannt und an der Kleberschicht 40 fixiert. Dann erfolgt das Einputzen
des Einputzschenkels 26. Dabei erstreckt sich die Putzschicht über den gesamten mit
Rinnenprofilierung 30 versehenen Bereich des verschiebbaren Vorderbereichs 16, also
über die gesamte Einputzseite des Einputzschenkels 26 und die Putzabschlussseite 28
bis zur Putzendkante, die durch das Ende der Putzabschlussseite 28 definiert ist.
Zusätzlich durchdringt das Putzmaterial auch den Armierungsgewebe-Abschnitt 34. Nach
dem erfolgten Einputzen wird die Schutzfolie abgeschnitten, und die Abbrech-Materialbrücke
38 wird durchtrennt, also beispielsweise abgebrochen, wonach die streifenförmige Schutzlasche
36 entfernt werden kann. Durch das Durchtrennen der Abbrech-Materialbrücke 38, die
über die streifenförmige Schutzlasche 36 vorher noch den Basisbereich 4 und den verschiebbaren
Vorderbereich 16 zusammengehalten hat, ist nun der verschiebbare Vorderbereich 16
von dem Basisbereich 4 entkoppelt und kann sich durch die vorstehend im Einzelnen
beschriebene Führungsverbindung gegenüber der Basiswand 6 bewegen und somit Bewegungen
zwischen Gebäudebauteil und Putzschicht sowie gegebenenfalls darunter angeordneter
Wärmedämmung ausgleichen, und zwar in alle Richtungen, nämlich in Richtung Abstandsänderung
zwischen Basiswand 6 und Vorderbereich 16, in Längserstreckungsrichtung der Anputzleiste
2 und in Scherrichtung zwischen Basiswand 6 und Vorderbereich 16.
[0079] Bei der vorliegenden mit Bezug auf die Fig. 1 beschriebene Anputzleiste handelt es
sich um eine beispielhaft dargestellte Anputzleiste, bei der zwei Bereiche 4 und 16
gegeneinander verschoben werden können, um Bewegungen zwischen Gebäudebauteil und
Putzschicht sowie gegebenenfalls darunter angeordneter Wärmedämmung auszugleichen.
[0080] Die vorliegend beschriebene Anputzleiste wird nicht in einen Spalt zwischen Wärmedämmung
und Gebäudebauteil eingesetzt, sondern vielmehr mit ihrer Anlageseite 18 auf eine
Wärmedämmung oder eine Laibungsfläche aufgelegt. Alternativ dazu ergibt es sich für
den Fachmann von selbst, dass die Anputzleiste 2 auf einfache Weise so abgewandelt
werden kann, dass ein Teil des Vorderbereichs und ein Teil der Basiswand mit Klebeband
auch in einen Spalt zwischen Wärmedämmung und Gebäude-Bauteil eingesetzt werden kann.
[0081] Eine besonders geeignete Herstellungsmethode für die Anputzleiste 2 ist das Herstellungsverfahren
der Extrusion. Hierbei können der Basisbereich 4 mit Ausnahme der Abdecklippe 8 und
des später anzubringenden Klebestreifens 10 sowie des weichen Bereichs des Fortsatzes
12, der verschiebbare Vorderbereich 16 mit Ausnahme des oder der weichen Führungsvorsprünge
22, 24 und des später anzubringenden Armierungsgewebe-Abschnitts 34, und die streifenförmige
Schutzlasche 36 mit Ausnahme der später darauf anzubringenden Kleberschicht 40 aus
einem relativ harten Kunststoffmaterial, insbesondere aus Hart-PVC extrudiert werden,
und gleichzeitig können die Schutzlippe 8, der weiche Wandbereich des Fortsatzes 12
und der oder die Führungsvorsprünge 22, 24 aus einem oder mehreren weicheren Kunststoffmaterialien
koextrudiert werden. Bevorzugter Weise können die Schutzlippe 8, der weiche Wandbereich
des Fortsatzes 12 und der oder die Führungsvorsprünge 22, 24 aus einem gemeinsamen
weicheren Kunststoffmaterial, insbesondere aus einem thermoplastischen Elastomer TPE
koextrudiert werden. Nach erfolgter Extrusion wird an die Unterseite der Basiswand
6 noch ein Klebestreifen 10 angebracht, und darüber hinaus kann die streifenförmige
Schutzlasche 36 mit einer Kleberschicht 40 versehen werden, und es kann noch ein Armierungsgewebe-Abschnitt
34 an dem Vorderbereich 16 befestigt werden, insbesondere mittels einer Ultraschallverschweißung,
wie dies in der Fig. 1 gezeigt ist.
[0082] Fig. 2 zeigt eine schematische Perspektivansicht einer Bauwerksecke 42 von oben mit
einer daran angebrachten Anputzleiste 2.
[0083] In eine Wandöffnung, von welcher hier der linke Mauerwerksabschnitt 44 zu sehen ist,
ist ein Fensterstock 46, von dem ebenfalls der linke Abschnitt zu sehen ist, eingesetzt
und entsprechend befestigt, wobei die Art der Befestigung hier nicht weiter interessiert
und daher nicht gezeigt ist.
[0084] An der Außenseite 44 des Mauerwerks ist eine Wärmedämmplatte 48 angebracht, die sich
mit ihrem rechten Ende bis vor den Fensterstock 46 erstreckt. Die in Fig. 2 rechts
gelegene, also in Richtung gegenüberliegende Wandöffnungsseite weisende Endfläche
der Wärmedämmplatte 48 wird eingeputzt, wobei hier die Putzschicht noch nicht aufgebracht
ist, so dass die Anputzleiste 2 sichtbar bleibt.
[0085] An dem Übergang zwischen dem Fensterstock 46 und der Wärmedämmplatte 48 ist nun die
Anputzleiste 2 angebracht, indem sie mit ihrem Klebestreifen auf die Außenseite des
Fensterstocks 46 angeklebt ist und mit ihrer in Fig. 2 links gelegenen Anlageseite
an der Wärmedämmplatte 48 anliegt. In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist auch die streifenförmige
Schutzlasche erkennbar, an der die Schutzfolie befestigt wird, um die Fensterfläche
und ein Stück des Fensterstocks zu überdecken und um so während des Einputzens einen
Schutz vor Verschmutzung und Beschädigung zu schaffen. Beim Einputzen wird nun eine
Putzschicht auf die Wärmedämmplatte 48 aufgebracht, und zwar bis zu der Putzabschlusskante,
die mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben worden ist. Dann ist die Anputzleiste 2 mit ihrem
Basisbereich über den Klebestreifen fest mit dem Fensterstock 46 und mit ihrem verschiebbaren
Vorderbereich fest mit der Wärmedämmung 48 verbunden. Nach erfolgtem Einputzen wird
die Schutzfolie unmittelbar vor der streifenförmigen Schutzlasche abgeschnitten und
die streifenförmige Schutzlasche entfernt.
[0086] Bei der Bauwerksecke 42 ergeben sich nun Bewegungen zwischen dem Fensterstock 46
und dem damit über den Klebestreifen verbundenen Basisbereich der Anputzleiste 2 einerseits
und der Wärmedemmung 48 und dem damit fest verbundenen Vorderbereich der Anputzleiste
2 andererseits, beispielsweise in Folge von an dieser Bauwerksecke 42 auftretenden
Temperaturschwankungen.
[0087] Diese Bewegungen sind anhand von mit x, y und z bezeichneten Pfeilen in der Fig.
2 dargestellt. Die Bewegung in x-Richtung stellt die Relativbewegung des Vorderbereichs
zu dem Basisbereich in die Richtung parallel zur Hauptstreckungsrichtung des Fensterstocks
mit Fenster und somit eine Scherung in Querrichtung dar. Bei der Bewegung y handelt
es sich um die Relativbewegung zur Längserstreckungsrichtung der Anputzleiste 2, also
um eine Scherung in Längsrichtung. Bei der Bewegung in Richtung z handelt es sich
um die Relativbewegung in Richtung Abstandsänderung zwischen dem Fensterstock 46 und
der Wärmedämmung 48. Wenn sich aus der in Fig. 2 gezeigten Position der Fensterstock
46 und die Wärmedämmung 48 aufeinander zu bewegen und sich der Spalt 50 dazwischen
demgemäß verkleinert, wird diese Relativbewegung durch eine Stauchung des Klebestreifens
kompensiert. Bewegen sich der Fensterstock 46 und die Wärmedämmung 48 voneinander
weg und vergrößert sich demgemäß der Spalt 50 dazwischen, kompensiert die Anputzleiste
2 diese Dehnung bzw. Sogbewegung durch ihre Führungsverbindung, wie dies mit Bezug
auf Fig. 1 im Einzelnen beschrieben worden ist. Die Anputzleiste 2 kompensiert somit
Relativbewegungen in alle drei beschriebenen Richtungen x, y und z und dichtet somit
den Übergang zwischen dem Fensterstock 46 und der Wärmedämmung 48 sowie den dazwischen
vorhandenen Spalt 50 zuverlässig und dauerhaft ab.
Bezugszeichenliste
[0088]
- 2
- Anputzleiste
- 4
- Basisbereich
- 6
- Basiswand
- 8
- Abdecklippe
- 10
- Klebesstreifen
- 12
- Führungsfortsatz
- 14
- Endkopf
- 16
- verschiebbarer Vorderbereich
- 18
- Anlageseite
- 20
- Aufnahmeraum
- 22
- Führungsvorsprünge
- 24
- weicher Führungsvorsprung
- 26
- Einputzschenkel
- 28
- Putzabschlussseite
- 30
- Rinnenprofilierung
- 32
- Ultraschall-Verschweißung
- 34
- Armierungsgewebe
- 36
- streifenförmige Schutzlasche
- 38
- Abbrech-Materialbrücke
- 40
- Klebebandstreifen
- 42
- Bauwerksecke
- 44
- Mauerwerk
- 46
- Fensterstock
- 48
- Wärmedämmung
- 50
- Spalt
1. Bauwerks-Übergang zwischen einem als Fenster- oder Türrahmen, als Fensterbank, als
Balken, als Metallverbindung oder als Lisene ausgebildeten Bauteil eines Gebäudes
(46), und einer Wärmedämmung (48) und/oder einer Putzschicht, mit einer dort platzierten
Anputzleiste (2), wobei die Anputzleiste (2) Folgendes aufweist:
einen Basisbereich (4), mit dem die Anputzleiste (2) an dem Bauteil (46) befestigt
ist; und
einen Vorderbereich (16), der in die Putzschicht eingeputzt und/oder mit der Wärmedämmung
fest verbunden ist und der eine Führungsverbindung mit dem Basisbereich (4) hat, die,
gegebenenfalls nach Lösen eines Verbindungselements (38), eine Relativbewegung zu
dem Basisbereich (4) zulässt;
wobei die Führungsverbindung ausgebildet ist als ein mit dem Basisbereich (4) verbundener
und von diesem in Richtung Vorderbereich und in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht
zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils wegstehender Fortsatz (12) und als ein
diesen Fortsatz (12) wenigstens teilweise aufnehmender Aufnahmebereich (20) des Vorderbereichs
(16); und
wobei dieser Aufnahmebereich (20) an seinem unterem, dem Basisbereich (4) zugewandten
Abschnitt wenigstens einen Führungsvorsprung (22, 24) für den Fortsatz (12) aufweist,
sodass bei einer Relativbewegung des Vorderbereichs (16) zu dem Basisbereich (4) in
Richtung Abstandsänderung zwischen dem Vorderbereich (16) und dem Basisbereich (4)
der Fortsatz (12) entlang eines Fortsatzwandbereichs an dem Führungsvorsprung (22,
24) geführt wird;
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Teil des Fortsatzes (12) ein weiches Kunststoffmaterial aufweist, um
eine Relativbewegung des Vorderbereichs (16) zu dem Basisbereich (4) in einer Richtung
parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils (46) zu ermöglichen.
2. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach Anspruch 1, wobei wenigstens ein
Führungsvorsprung (24) oder wenigstens einer der Führungsvorsprünge (24) aus einem
weicheren Kunststoffmaterial hergestellt ist, um eine Relativbewegung des Vorderbereichs
(16) zu dem Basisbereich (4) in eine Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung
des Bauteils (46) zu ermöglichen.
3. Bauwerks-Übergang zwischen einem als Fenster- oder Türrahmen, als Fensterbank, als
Balken, als Metallverbindung oder als Lisene ausgebildeten Bauteil eines Gebäudes
(46), und einer Wärmedämmung (48) und/oder einer Putzschicht, mit einer dort platzierten
Anputzleiste (2), wobei die Anputzleiste (2) Folgendes aufweist:
einen Basisbereich (4), mit dem die Anputzleiste (2) an dem Bauteil (46) befestigt
ist; und
einen Vorderbereich (16), der in die Putzschicht eingeputzt und/oder mit der Wärmedämmung
fest verbunden ist und der eine Führungsverbindung mit dem Basisbereich (4) hat, die,
gegebenenfalls nach Lösen eines Verbindungselements (38), eine Relativbewegung zu
dem Basisbereich (4) zulässt;
wobei die Führungsverbindung ausgebildet ist als ein mit dem Basisbereich (4) verbundener
und von diesem in Richtung Vorderbereich und in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht
zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils wegstehender Fortsatz (12) und als ein
diesen Fortsatz (12) wenigstens teilweise aufnehmender Aufnahmebereich (20) des Vorderbereichs
(16); und
wobei dieser Aufnahmebereich (20) an seinem unterem, dem Basisbereich (4) zugewandten
Abschnitt wenigstens einen Führungsvorsprung (22, 24) für den Fortsatz (12) aufweist,
sodass bei einer Relativbewegung des Vorderbereichs (16) zu dem Basisbereich (4) in
Richtung Abstandsänderung zwischen dem Vorderbereich (16) und dem Basisbereich (4)
der Fortsatz (12) entlang eines Fortsatzwandbereichs an dem Führungsvorsprung (22,
24) geführt wird;
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Führungsvorsprung (24) oder wenigstens einer der Führungsvorsprünge
(24) aus einem weicheren Kunststoffmaterial hergestellt ist, um eine Relativbewegung
des Vorderbereichs (16) zu dem Basisbereich (4) in eine Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung
des Bauteils (46) zu ermöglichen.
4. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach Anspruch 3, wobei wenigstens ein
Teil des Fortsatzes (12) ein weiches Kunststoffmaterial aufweist, um eine Relativbewegung
des Vorderbereichs (16) zu dem Basisbereich (4) in einer Richtung parallel zur Haupterstreckungsrichtung
des Bauteils (46) zu ermöglichen.
5. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4,
wobei der Teil des Fortsatzes (12) aus weichem Kunststoffmaterial eine weitere Relativbewegung
des Vorderbereichs (16) zu dem Basisbereich (4) in Richtung Abstandsänderung zwischen
dem Vorderbereich (16) und dem Basisbereich (4) ermöglicht.
6. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Fortsatz (12) einen Endkopf (14), insbesondere einen verbreiterten und/oder
den Abschluss des Fortsatzes (12) bildenden Endkopf (14) aufweist.
7. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Fortsatz (12) von einer Basiswand (6) des Basisbereichs (4) wegragt und/oder
wobei sich die Basiswand (6) des Basisbereichs (4) im Wesentlichen in eine Richtung
parallel zur Haupterstreckungsrichtung des Bauteils (46) erstreckt.
8. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach Anspruch 7, wobei der Teil des Fortsatzes
(12) aus weichem Kunststoffmaterial der direkt an der Basiswand (6) ansetzende Bereich
ist und/oder wobei der Fortsatz (12) zwischen dem direkt an der Basiswand (6) ansetzenden
Fortsatzwandbereich und dem Endkopf (14) einen verbreiterten Fortsatzwandbereich aufweist.
9. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei
zwischen Vorderbereich (16) und Basisbereich (4) eine Relativbewegung in Richtung
Abstandsänderung zwischen einer minimalen Verschiebeposition, bei welcher der Endkopf
(14) weit in den Aufnahmebereich (20) hineinreicht, und einer maximalen Verschiebeposition,
bei welcher der Endkopf (14) an wenigstens einem der Führungsvorsprünge (22, 24) anliegt,
möglich ist.
10. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach Anspruch 9, wobei die minimale Verschiebeposition
und die maximale Verschiebeposition wenigstens um die Hälfte der Tiefe des Aufnahmebereichs
(20) voneinander beabstandet sind.
11. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Führungsvorsprung (22, 24) oder die Führungsvorsprünge (22, 24) an einem
unteren Ende des Aufnahmebereichs (20), beabstandet von der Unterseite des Vorderbereichs
(16) angeordnet ist/sind.
12. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei an dem unterem, dem Basisbereich (4) zugewandten Abschnitt des Aufnahmebereichs
(20) zwei gegeneinander gerichtete Führungsvorsprünge (22, 24) für den Fortsatz (12)
vorgesehen sind, die den Aufnahmeraum (20) an dieser Stelle verengen und den Fortsatz
(12) dazwischen aufnehmen.
13. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach Anspruch 12, wobei es sich bei dem
Führungsvorsprung aus weichem Kunststoffmaterial um den äußeren, in Richtung Putz/Wärmedämmung
gelegenen Führungsvorsprung (24) handelt.
14. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Vorderbereich (16) eine Anlageseite (18) aufweist, die zur Anlage an einer
Wärmedämmung bestimmt ist, und wobei die Anlageseite (18) des Vorderbereichs (16)
und der Wärmedämmungs-seitige Endbereich der Basiswand (6) und ggf. der Wärmedämmungs-seitige
Endbereich des Klebestreifens (10) im Wesentlichen in einer Ebene liegen, für eine
Anordnung der Anputzleiste (2) an einer Position vor der Wärmedämmung, bezogen auf
die Haupterstreckungsrichtung des Gebäude-Bauteils (46).
15. Bauwerks-Übergang mit einer Anputzleiste (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
die mit ihrem Klebestreifen (10) an dem Bauteil (46) fixiert ist, die mit der Anlageseite
(18) und/oder dem Wärmedämmungs-seitigen Endbereich der Basiswand (6) und/oder dem
Wärmedämmungs-seitigem Endbereich des Klebestreifens (10) an der Wärmedämmung (48)
anliegt und deren Einputzschenkel (26), ggf. mitsamt Armierungsgewebeabschnitt (34),
eingeputzt ist.
1. A building transition between a component of a building (46) in the form of a a window
or door frame, window sill, beam, metal connection or pilaster, and a thermal insulation
(48) and/or a layer of plaster, comprising a plastering strip (2) placed there, said
plastering strip (2) comprising:
a base portion (4) with which the plastering strip (2) is attached to the component
(46); and
a front portion (16) which is covered by plastering material of the plaster layer
and/or fixedly connected to the thermal insulation and is in a guiding connection
with the base portion (4) which, possibly after release of a connecting element (38),
permits relative movement with respect to the base portion (4);
wherein the guiding connection is provided in the form of an extension (12) connected
to the base portion (4) and projecting from the same towards the front portion and
in a direction substantially perpendicular to the main extension direction of the
component, and in the form of a receiving portion (20) of the front portion (16) which
at least partially receives said extension (12),
said receiving portion (20), at the lower section of the same facing the base portion
(4), having at least one guiding projection (22, 24) for the extension (12) so that,
in case of relative movement of the front portion (16) with respect to the base portion
(4) in the direction of a change in distance between the front portion (16) and the
base portion (4), said extension (12) is guided on the guiding projection (22, 24)
along an extension wall portion;
characterised in that
at least part of the extension (12) comprises a soft plastics material in order
to permit relative movement of the front portion (16) with respect to the base portion
(4) in a direction parallel to the main extension direction of the component (46).
2. A building transition comprising a plastering strip (2) according to claim 1, wherein
at least one guiding projection (24) or at least one of the guiding projections (24)
is made of a softer plastics material in order to permit relative movement of the
front portion (16) with respect to the base portion (4) in a direction parallel to
the main extension direction of the component (46).
3. A building transition between a component of a building (46) in the form of a a window
or door frame, window sill, beam, metal connection or pilaster, and a thermal insulation
(48) and/or a layer of plaster, comprising a plastering strip (2) placed there, said
plastering strip (2) comprising:
a base portion (4) with which the plastering strip (2) is attached to the component
(46); and
a front portion (16) which is covered by plastering material of the plaster layer
and/or fixedly connected to the thermal insulation and is in a guiding connection
with the base portion (4) which, possibly after release of a connecting element (38),
permits relative movement with respect to the base portion (4);
wherein the guiding connection is provided in the form of an extension (12) connected
to the base portion (4) and projecting from the same towards the front portion and
in a direction substantially perpendicular to the main extension direction of the
component (12), and in the form of a receiving portion (20) of the front portion (16)
which at least partially receives said extension (12),
said receiving portion (20), at the lower section of the same facing the base portion
(4), having at least one guiding projection (22, 24) for the extension (12) so that,
in case of relative movement of the front portion (16) with respect to the base portion
(4) in the direction of a change in distance between the front portion (16) and the
base portion (4), said extension (12) is guided on the guiding projection (22, 24)
along an extension wall portion;
characterised in that
at least one guiding projection (24) or at least one of the guiding projections (24)
is made of a softer plastics material in order to permit relative movement of the
front portion (16) with respect to the base portion (4) in a direction parallel to
the main extension direction of the component (46).
4. A building transition comprising a plastering strip (2) according to claim 3, wherein
at least part of the extension (12) comprises a soft plastics material in order to
permit relative movement of the front portion (16) with respect to the base portion
(4) in a direction parallel to the main extension direction of the component (46).
5. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of claims
1, 2 or 4,
wherein said part of the extension (12) of soft plastics material permits a further
relative movement of the front portion (16) with respect to the base portion (4) in
the direction of a change in distance between said front portion (16) and said base
portion (4).
6. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of the preceding
claims,
wherein the extension (12) comprises an end head (14), in particular a widened end
head (14) and/or an end head (14) terminating said extension (12).
7. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of the preceding
claims,
wherein the extension (12) projects from a base wall (6) of the base portion (4) and/or
wherein the base wall (6) of the base portion (4) extends substantially in a direction
parallel to the main extension direction of the component (46).
8. A building transition comprising a plastering strip (2) according to claim 7, wherein
said part of the extension (12) of soft plastics material is the portion directly
adjacent the base wall (6) and/or wherein the extension (12) has a widened extension
wall portion between the extension wall portion immediately adjacent the base wall
(6) and the end head (14).
9. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of claims
6 to 8,
wherein between front portion (16) and base portion (4), there is possible relative
movement in the direction of a change in distance between a minimum displacement position,
in which the end head (14) extends far into the receiving portion (20), and a maximum
displacement position, in which the end head (14) abuts at least one of the guiding
projections (22, 24).
10. A building transition comprising a plastering strip (2) according to claim 9, wherein
the minimum displacement position and the maximum displacement position are spaced
apart from each other by at least half of the depth of the receiving portion (20).
11. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of the preceding
claims,
wherein the guiding projection (22, 24) or the guiding projections (22, 24) is/are
arranged at a lower end of the receiving portion (20), spaced apart from the bottom
side of the front portion (16).
12. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of the preceding
claims,
wherein, at a lower section of the receiving portion (20) facing the base portion
(4), there are provided two guiding projections (22, 24) for the extension (12) which
are directed towards each other and narrow the receiving space (20) at this location
and take up the extension (12) therebetween.
13. A building transition comprising a plastering strip (2) according to claim 12, wherein
the guiding projection of soft plastics material is the outer guiding projection (24)
located towards plaster/thermal insulation.
14. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of the preceding
claims,
wherein the front portion (16) comprises an abutting side (18) intended for abutment
on a thermal insulation, and wherein the abutting side (18) of the front portion (16)
and the end portion the base wall (6) located on the side of the thermal insulation
and possibly the end portion of the adhesive strip (10) located on the side of the
thermal insulation, are arranged substantially in one plane, for arrangement of the
plastering strip (2) in a position in front of the thermal insulation, with respect
to the main extension direction of the building component (46).
15. A building transition comprising a plastering strip (2) according to any of the preceding
claims,
which plastering strip (2) is fixed with its adhesive strip (10) to the component
(46), abuts the thermal insulation (48) with the abutting side (18) and/or the end
portion of the base wall (6) on the side of the thermal insulation and/or the end
portion of the adhesive strip (10) on the side of the thermal insulation and has its
plastering leg (26) covered in plastering material, optionally together with a reinforcing
fabric section (34).
1. Élément de jonction pour maçonnerie entre un élément de construction réalisé sous
la forme d'un encadrement de fenêtre ou de porte, sous la forme d'un rebord de fenêtre,
sous la forme d'une poutre, sous la forme d'une liaison métallique ou sous la forme
d'un pilastre d'un bâtiment (46) et une isolation thermique (48) et/ou une couche
de crépi, dans lequel est placée une baguette pour crépi (2), la baguette pour crépi
(2) présentant ce qui suit :
une zone de base (4) avec laquelle la baguette pour crépi (2) est fixée à l'élément
de construction (46) ; et
une zone frontale (16) qui est incorporée dans la couche de crépi et/ou qui est liée
à demeure à l'isolation thermique et qui possède une liaison de guidage avec la zone
de base (4), qui permet, le cas échéant après le retrait d'un élément de liaison (38),
un mouvement relatif en direction de la zone de base (4) ;
dans lequel la liaison de guidage est réalisée sous la forme d'un prolongement (12)
relié à la zone de base (4) et faisant saillie par rapport à cette dernière dans la
direction de la zone frontale et dans une direction essentiellement perpendiculaire
à la direction d'extension principale de l'élément de construction et sous la forme
d'une zone de réception (20) de la zone frontale (16) dans laquelle vient se loger
au moins en partie ce prolongement (12) ; et
dans lequel, cette zone de réception (20) présente, dans son tronçon inférieur qui
se tourne vers la zone de base (4), au moins une saillie de guidage (22, 24) pour
le prolongement (12), d'une manière telle que, lors d'un mouvement relatif de la zone
frontale (16) en direction de la zone de base (4) dans une direction de modification
de la distance entre la zone frontale (16) et la zone de base (4), le prolongement
(12) est guidé le long d'une zone de paroi du prolongement, contre la saillie de guidage
(22, 24) ;
caractérisé en ce que
au moins une partie du prolongement (12) présente une matière synthétique souple pour
permettre un mouvement relatif de la zone frontale (16) en direction de la zone de
base (4) dans une direction parallèle à la direction d'extension principale de l'élément
de construction (46).
2. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon la
revendication 1, dans lequel au moins une saillie de guidage (24) ou au moins une
des saillies de guidage (24) est réalisée à partir d'une matière synthétique plus
souple pour permettre un mouvement relatif de la zone frontale (16) en direction de
la zone de base (4) dans une direction parallèle à la direction d'extension principale
de l'élément de construction (46).
3. Élément de jonction pour maçonnerie entre un élément de construction réalisé sous
la forme d'un encadrement de fenêtre ou de porte, sous la forme d'un rebord de fenêtre,
sous la forme d'une poutre, sous la forme d'une liaison métallique ou sous la forme
d'un pilastre d'un bâtiment (46) et une isolation thermique (48) et/ou une couche
de crépi, dans lequel est placée une baguette pour crépi (2), la baguette pour crépi
(2) présentant ce qui suit :
une zone de base (4) avec laquelle la baguette pour crépi (2) est fixée à l'élément
de construction (46) ; et
une zone frontale (16) qui est incorporée dans la couche de crépi et/ou qui est liée
à demeure à l'isolation thermique et qui possède une liaison de guidage avec la zone
de base (4), qui permet, le cas échéant après le retrait d'un élément de liaison (38),
un mouvement relatif en direction de la zone de base (4) ;
dans lequel la liaison de guidage est réalisée sous la forme d'un prolongement (12)
relié à la zone de base (4) et faisant saillie par rapport à cette dernière dans la
direction de la zone frontale et dans une direction essentiellement perpendiculaire
à la direction d'extension principale de l'élément de construction et sous la forme
d'une zone de réception (20) de la zone frontale (16) dans laquelle vient se loger
au moins en partie ce prolongement (12) ; et
dans lequel, cette zone de réception (20) présente, dans son tronçon inférieur qui
se tourne vers la zone de base (4), au moins une saillie de guidage (22, 24) pour
le prolongement (12), d'une manière telle que, lors d'un mouvement relatif de la zone
frontale (16) en direction de la zone de base (4) dans une direction de modification
de la distance entre la zone frontale (16) et la zone de base (4), le prolongement
(12) est guidé le long d'une zone de paroi du prolongement, contre la saillie de guidage
(22, 24) ;
caractérisé en ce que
au moins une saillie de guidage (24) ou au moins une des saillies de guidage (24)
est réalisée à partir d'une matière synthétique plus souple pour permettre un mouvement
relatif de la zone frontale (16) en direction de la zone de base (4) dans une direction
parallèle à la direction d'extension principale de l'élément de construction (46).
4. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon la
revendication 3, dans lequel au moins une partie du prolongement (12) présente une
matière synthétique souple pour permettre un mouvement relatif de la zone frontale
(16) en direction de la zone de base (4) dans une direction parallèle à la direction
d'extension principale de l'élément de construction (46).
5. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon l'une
quelconque des revendications 1, 2 ou 4, dans lequel la partie du prolongement (12)
constituée d'une matière synthétique souple permet un mouvement relatif de la zone
frontale (16) en direction de la zone de base (4) dans une direction de modification
de la distance entre la zone frontale (16) et la zone de base (4).
6. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, dans lequel le prolongement (12) présente
une tête terminale (14), en particulier une tête terminale élargie (14) et/ou qui
forme la fin du prolongement (12).
7. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, dans lequel le prolongement (12) fait saillie
par rapport à une paroi de base (6) de la zone de base (4) et/ou dans lequel la paroi
de base (6) de la zone de base (4) s'étend essentiellement dans une direction parallèle
à la direction d'extension principale de l'élément de construction (46).
8. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon la
revendication 7, dans lequel la partie du prolongement (12) constituée d'une matière
synthétique souple représente la zone qui vient se disposer directement contre la
paroi de base (6) et/ou dans lequel le prolongement (12) présente, entre la zone de
paroi de prolongement qui vient se disposer directement contre la paroi de base (6)
et la tête terminale (14), une zone de paroi de prolongement élargie.
9. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon les
revendications 6 à 8, dans lequel, entre la zone frontale (16) et la zone de base
(4), un mouvement relatif est possible dans une direction de modification de la distance
entre une position de déplacement minimale dans laquelle la tête terminale (14) vient
s'insérer profondément dans la zone de réception (20) et une position de déplacement
maximale dans laquelle la tête terminale (14) vient se disposer contre au moins une
des saillies de guidage (22, 24).
10. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon la
revendication 9, dans lequel la distance entre la position de déplacement minimale
et la position de déplacement maximale correspond au moins à la moitié de la profondeur
de la zone de réception (20).
11. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, dans lequel la saillie de guidage (22,
24) ou les saillies de guidage (22, 24) est (sont) disposée(s) à une extrémité inférieure
de la zone de réception (20) à distance du côté inférieur de la zone frontale (16).
12. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, dans lequel, contre le tronçon inférieur
de la zone de réception (20), qui se tourne vers la zone de base (4), on prévoit deux
saillies de guidage (22, 24) pour le prolongement (12), orientées l'une vers l'autre,
qui rétrécissent l'espace de réception (20) à cet endroit et entre lesquelles vient
s'insérer le prolongement (12).
13. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon la
revendication 12, dans lequel, en ce qui concerne la saillie de guidage constituée
d'une matière synthétique souple, il s'agit de la saillie de guidage externe (24)
posée dans la direction du crépi/de l'isolation thermique.
14. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, dans lequel la zone frontale (16) présente
un côté d'appui (18) qui est destiné à venir s'appuyer contre une isolation thermique,
et dans lequel le côté d'appui (18) de la zone frontale (16) et la zone terminale
de la paroi de base (6), du côté de l'isolation thermique, et le cas échéant la zone
terminale de la bande adhésive (10), du côté de l'isolation thermique, sont situés
essentiellement dans un seul plan, pour un agencement de la languette pour crépi (2)
à un endroit qui est situé devant l'isolation thermique, par rapport à la direction
d'extension principale de l'élément de construction (46) du bâtiment.
15. Élément de jonction pour maçonnerie comprenant une baguette pour crépi (2) selon l'une
quelconque des revendications précédentes, qui est fixé avec sa bande adhésive (10)
contre l'élément de construction (46), qui vient se disposer avec le côté d'appui
(18) et/ou avec la zone terminale de la paroi de base (6), du côté de l'isolation
thermique et/ou avec la zone terminale de la bande adhésive (10), du côté de l'isolation
thermique, contre l'isolation thermique (48), et dans lequel du crépi vient se loger
dans la branche de réception de crépi (26), le cas échéant de manière conjointe avec
un tronçon de tissu d'armature (34).