(19)
(11) EP 2 492 589 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.04.2016  Patentblatt  2016/17

(21) Anmeldenummer: 12155711.0

(22) Anmeldetag:  16.02.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21V 29/71(2015.01)
F21V 29/77(2015.01)
F21V 29/00(2015.01)
F21V 29/74(2015.01)
F21V 29/80(2015.01)
F21K 99/00(2016.01)

(54)

Leuchteinrichtung mit Wärmeverteiler

Lighting device with heat distributor

Dispositif d'éclairage doté d'un dissipateur de chaleur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 22.02.2011 CH 3042011

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.08.2012  Patentblatt  2012/35

(73) Patentinhaber: Regent Beleuchtungskörper AG
4018 Basel (CH)

(72) Erfinder:
  • Wüthrich, Martin
    4417 Ziefen (CH)
  • Hochfilzer, Christian
    4053 Basel (CH)
  • Boss, Peter
    4053 Basel (CH)

(74) Vertreter: Braun, André jr. 
Braunpat Braun Eder AG Reussstrasse 22
4054 Basel
4054 Basel (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 180 249
DE-U1-202008 006 325
US-A1- 2008 186 704
WO-A1-2010/066841
DE-U1-202008 006 327
US-A1- 2010 237 760
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchteinrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    Beschreibung



    [0002] Im Stand der Technik ist die Kühlung von Leuchtmitteln in Leuchten bereits bekannt. So wird in EP 2208926 A1 ein Leuchtmittelmodul mit einer LED-Bestückung und einem einen Gehäusemantel aufweisenden Gehäuse beschrieben, wobei das Gehäuse mit einem Kühlteil kombiniert ist und wobei das LED-Leuchtmittel auf dem Kühlteil angeordnet ist. Der Gehäusemantel ist kaminartig ausgebildet und oberhalb einer ringförmigen, durch Kühlrippen des Kühlteils unterteilten Öffnung angeordnet, durch welche Luft unterhalb des Leuchtmittels angesaugt werden kann, die dann oberhalb des Leuchtmittels aus dem Gehäuse wieder ausströmt.

    [0003] Einer der Nachteile dieses Leuchtmittelmoduls besteht darin, dass eine gute Durchlüftung bzw. Durchströmung radial durch das Gehäuse bzw. den Gehäusemantel hindurch durch die flächigen Kühlrippen erschwert wird, insbesondere in geneigter Lage des Leuchtmittelmoduls. Zudem ist nachteilig, dass die flügelartigen Kühlrippen ein erhebliches Volumen beanspruchen und sich weit über den Reflektor hinaus erstrecken, was hinderlich für eine kompakte Bauweise ist.

    [0004] Aus der US 2010/0237760 A1 ist eine Leuchte mit einem wärmeleitenden konischen Gehäusekörper und einem darin aufgenommenen flachen Einsatz mit LEDs bekannt. Ein Reflektor wird um die LEDs auf dem Einsatz angeordnet. Der Gehäusekörper weist radial nach innen ragende Rippe auf, die einen zentralen Durchgang bilden. An einem Ende nehmen die Rippe den Einsatz mit den LEDs auf. Eine Wärmeableitung erfolgt im Wesentlichen über Wärmeabgabe an die Luft im zentralen Durchgang und zwischen den Rippen.

    [0005] Weiterhin zeigen WO 2010/066841, US 2008/0186704 und EP 2 180 249 den nachstliegenden Stand der Technik.

    [0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Leuchteinrichtung vorzuschlagen, welche die Nachteile des Stands der Technik nicht aufweist. Insbesondere soll mittels natürlicher Konvektion eine effektive Kühlung der Leuchteinrichtung erfolgen.

    [0007] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe gelöst durch eine Leuchteinrichtung gemäss dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1.

    [0008] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass die Verlustwärme des Leuchtmittels einerseits über die Nocken an das Gehäuse und andererseits an durch die Kanäle strömende Luft abgeführt wird. Die kaminartige Ausgestaltung des Gehäuses bewirkt eine Verstärkung der Luftströmung bzw. Konvektion, was hier auch als Kamineffekt bezeichnet ist. Dieser Kühleffekt wird unterstützt dadurch, dass Verlustwärme direkt an das Gehäuse im Bereich der Anliegeflüchen übertragen wird.

    [0009] Ein anderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die erfindungsgemässe Ausgestaltung der Leuchteinrichtung in verschiedenen Lagen oder Positionen wirksam ist, da eine Staubildung von Luft verhindert wird, indem der Kamineffekt nicht nur in Längsrichtung des Gehäuses sondern auch im vorderen und hinteren Teil des Gehäuses wirkt.

    [0010] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0011] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Leuchtmittel als LED-Modul mit mindestens einer LED ausgebildet ist und an der Endwand befestigt.

    [0012] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass ein Leuchtmittel mit einer langen Lebensdauer und vorteilhaften Lichteigenschaften in besonders kompakter Bauweise mit der als Trägermodul wirkenden Endwand des Wärmeverteilers direkt verbunden ist.

    [0013] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind an der Endwand gegenüberliegend zum Leuchtmittel mehrere Wärmeverteilelemente, welche als Kühlstifte und/oder Kühlrippen ausgebildet sind, angeordnet.

    [0014] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass Leuchtmittel-spezifisch ein entsprechender Wärmeverteiler selektiert bzw. hergestellt werden kann, wobei Kühlstifte und/oder Kühlrippen die Wärmeverteilung an die Umgebungsluft verstärken.

    [0015] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist die Endwand mindestens einen radial nach innen gerichteten Kanal auf, welche in mindestens eine Mündung in der Endwand mündet, wobei die Mündung vorzugsweise ungefähr zentral in der Endwand angeordnet ist.

    [0016] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass das Abführen von Verlustwärme durch Luft dadurch verbessert und die Bildung von Wärmestaus verhindert wird.

    [0017] In einer Ausführungsform der Erfindung ragt der Reflektor in die Wanne hinein und/oder der Reflektor ragt mindestens teilweise in das Gehäuse hinein.

    [0018] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass die Leuchteinrichtung in einer kompakten Bauweise realisierbar ist, wobei die Kühlung des Leuchtmittels bzw. das Abführen von Verlustwärme dennoch effizient ist. Der beschriebene Kamineffekt ist dabei stets gewährleistet.

    [0019] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist jeder Nocken eine Breite b auf, welche zu einem gedachten äusseren mittleren Durchmesser D der Wanne derart im Verhältnis steht, dass wirksam Verlustwärme des Leuchtmittels über die Nocken an das Gehäuse und an durch die Kanäle strömende Luft abgeführt werden kann, so dass beide Effekte vorteilhaft kombiniert sind.

    [0020] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Mantel und/oder ist die Endwand mindestens stellenweise durchbrochen.

    [0021] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass mittels Bohrungen, Löchern, eine verstärkte Konvektion erzielt werden kann.

    [0022] In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Gehäuse durch Press- und/oder Füge- und/oder Kaltdehn- und/oder Eindehn- und/oder Klebverbindung mit dem Wärmeverteiler verbunden.

    [0023] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass insbesondere die Wärmeübertragung vom Wärmeverteiler an das Gehäuse durch die genannte Verbindungsart erhöht wird.

    [0024] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist der Reflektor eine Lichtaustrittsöffnung auf, deren äusserer Öffnungsrand mindestens stellenweise vom Gehäuse beabstandet ist.

    [0025] Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass durch Ein- und/oder Ausströmen von Luft die natürliche Luftumströmung im Gehäuse in verschiedenen Befestigungspositionen der Leuchteinrichtung gefördert wird.

    [0026] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Wärmeverteiler aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium, gebildet. Der Wärmeverteiler mit Wanne, Nocken und/oder Wärmeverfeilelementen kann im Druckgussverfahren hergestellt werden. Ein Nachbearbeiten des druckgegossenen Wärmeverteilers, insbesondere der Endwand, Nocken, Bohrungen und/oder Wärmeleitelemente ist mit bekannten Bearbeitungsmethoden möglich. Der Wärmeverteiler kann nachträglich zudem zur verbesserten Wärmeleitung oberflächenbehandelt werden.

    [0027] Einer der Vorteile der Erfindung ist, dass das Gehäuse aus einem Metall oder nicht metallischen Material gebildet sein kann, so ein breiter Gestaltungsspielraum bei der Wahl von Gehäuseformen und/oder Gehäusematerialien möglich ist, wobei stets eine effektive Wärmeableitung mittels des Wärmeverteilers gewährleistet ist.

    [0028] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren näher erläutert.

    Fig. 1 zeigt in eine explodierte, vereinfachte Darstellung eines Halbschnitts der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung, mit Gehäuse, mit Reflektor und mit Wärmeverteiler, an welchem ein Leuchtmittel angeordnet ist;

    Fig. 2 zeigt den Wärmeverteiler mit daran angeordnetem Leuchtmittel der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung in einer Aufsicht;

    Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt des Wärmeverteilers entlang der in Fig. 2 dargestellten Schnittlinie III-III;

    Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht auf die erfindungsgemässe Leuchteinrichtung 1, wobei der rückwärtige oder hintere Teil des Gehäuses abgebrochen dargestellt ist;

    Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht einer zusammengesetzten erfindungsgemässen Leuchteinrichtung, mit Sicht auf das Gehäuse;

    Fig. 6 und Fig. 7 zeigen eine geschnittene Darstellung einer erfindungsgemässen Leuchteinrichtung, wobei die länglichen Pfeile die natürliche Konvektion und die breiteren Pfeile die Wärmeübertragung vom Wärmeverteiler auf das Gehäuse veranschaulichen;

    Fig. 8 zeigt eine Aufsicht auf die Rückseite der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung mit den jeweiligen Schnittlinien X-X, XI-XI sowie XII-XII und

    Fig. 9, 10 und 11 zeigen in vereinfachter Darstellung je einen Halbschnitt entlang den Schnittlinien von Fig. 8 gezeigten Schnittlinien, wobei die länglichen Pfeile die natürliche Konvektion und die breiteren Pfeile die Wärmeübertragung vom Wärmeverteiler auf das Gehäuse veranschaulichen.



    [0029] Figur 1 illustriert eine explodierte, vereinfachte Darstellung eines Halbschnitts der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung 1, mit einem Leuchtmittel 40, einem mit diesem verbunden Wärmeverteiler 20, einem mit dem Wärmeverteiler 20 verbundenen Gehäuse 10 sowie einem Reflektor 30.

    [0030] Der Wärmeverteiler 20 weist vorzugsweise eine Wanne 201 mit einem Mantel 203 und einer Endwand 205 auf, wobei das Leuchtmittel 40 an der Endwand 205 anliegt. Der Mantel 203 und/oder die Endwand 205 können mindestens stellenweise durchbrochen sein. Der Wärmeverteiler 20 kann auch als Trägerwand 205 mit an dieser angeordneten Nocken 207 ausgebildet sein. Die Trägerwand 205, bzw. Endwand, kann dabei von Bohrungen versetzt sein, welche die Kanäle 209 bilden, um eine gute Durchlüftung zu ermöglichen. Das auf der Trägerwand montierte Leuchtmittel 40 leitet dessen Verlustwärme an die Trägerwand 205 ab. Durch die thermische Kopplung der Trägerwand über die Nocken an das Gehäuse 10 wird diese Verlustwärme mindestens teilweise an das Gehäuse abgegeben. Ein anderer Teil der Verlustwärme wird durch Konvektion an die Umgebungsluft abgegeben.

    [0031] Der Mantel 203 der Wanne 201 weist zwei einander abgewandte Mantelenden 2031,2032 und nach aussen ragende Nocken 207 auf, wobei zwischen den Nocken 207 durchgehende vom einen zum andern Mantelende 2031,2032 verlaufende Kanäle 209 vorhanden sind. In zusammengesetztem Zustand der Leuchteinrichtung, welche auch als Leuchte bezeichnet wird, liegt das Gehäuse 10 an den Nocken 207 an. Die Anliegeflächen sind vereinfacht und nicht massstäblich mit Bezugszeichen 11 bezeichnet.

    [0032] Die Verlustwärme des Leuchtmittels 40 wird einerseits über die Nocken 207 an das Gehäuse 10 und andererseits an durch die Kanäle 209 strömende Luft abgeführt. Die kaminartige Ausgestaltung des Gehäuses 10 bewirkt eine Verstärkung der Luftströmung bzw. Konvektion. Dieser Kühleffekt wird unterstützt dadurch, dass Verlustwärme direkt an das Gehäuse 10 im Bereich der Anliegeflächen 11 übertragen wird.

    [0033] Beim Leuchtmittel entstehen bei der Energieumsetzung in Licht je nach Wirkungsgrad Verluste verschiedener Art. Die Summe der verlorenen Energie wird als Verlustwärme verstanden. Das Leuchtmittel 40 ist vorzugsweise als LED-Modul mit mindestens einer LED ausgebildet ist und an der Endwand 205 befestigt. Mittels Wärmeleitmitteln, etwa Wärmeleitpaste, kann eine effektive Wärmeübertragung vom Leuchtmittel auf den Wärmeverteiler 20 erzielt werden.

    [0034] Figur 2 illustriert den Wärmeverteiler 20 mit daran angeordnetem Leuchtmittel 40 der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung 1 in einer Aufsicht. Jeder Nocken 207 weist eine Breite b auf, welche zu einem gedachten äusseren mittleren Durchmesser D der Wanne 201 im Verhältnis von 1/64 bis 1/4, vorzugsweise im Verhältnis 1/32 bis 1/8, besonders bevorzugt im Verhältnis 1/16 ist. Der Teil des Gehäuses, an welchem die Nocken 207 anliegen, kann zu einer nicht dargestellten Mittelachse des Gehäuses parallel oder geneigt sein.

    [0035] Figur 3 illustriert zeigt einen Längsschnitt des Wärmeverteilers entlang der in Figur 2 dargestellten Schnittlinie III-III. Der Mantel 203 und/oder die Endwand 205 können mindestens stellenweise durchbrochen sein, um die Konvektion zu unterstützen. Zu besseren Verteilung von Verlustwärme können an der Endwand 205 gegenüberliegend zum Leuchtmittel 40 mehrere Wärmeverteilelemente 211, welche als Kühlstifte und/oder Kühlrippen ausgebildet sind, angeordnet sein. In der gezeigten Ausführungsform berühren die Wärmeverteilelemente 211 das Gehäuse 10 nicht direkt, was durch geeignete konstruktive Massnahmen jedoch realisierbar ist.

    [0036] Mit Bezugszeichen 2050 ist ein Kanal, Bohrung oder Öffnung bezeichnet. Die Endwand 205 weist mindestens einen solchen radial nach innen gerichteten Kanal 2050 auf. Dieser mündet in eine ungefähr zentrale Mündung 2051 in der Endwand 205, um das Abführen von Verlustwärme durch Luft zu verbessern. So kann ein Wärmestau auf dem Grund der Endwand verhindert und die Konvektion unterstützt werden. Es können bspw. sternartig mehrere Kanäle vorhanden sein, wobei jeder Kanal in eine einzige zentrale Mündung und/oder in eine kanalspezifische Mündung mündet. Die Bezugszeichen 2031 und 2032 bezeichnen einander abgewandte Mantelenden.

    [0037] Figuren 4 illustriert eine perspektivische Ansicht auf die erfindungsgemässe Leuchteinrichtung 1, wobei der rückwärtige oder hintere Teil des Gehäuses abgebrochen dargestellt ist, so dass die Wärmeableitelemente 211, welche als Stifte ausgebildet sind, ersichtlich sind. Das Bezugszeichen 2050 bezeichnet einen Kanal, welcher in die ungefähr zentrale Mündung 2051 mündet.

    [0038] Figur 5 illustriert eine Seitenansicht einer zusammengesetzten erfindungsgemässen Leuchteinrichtung 1, mit Sicht auf das Gehäuse 10. Der Mantel des Gehäuses 10 weist mehrere Lüftungsöffnungen auf, welche die Konvektion im Gehäuse unterstützen. Sie dienen je nach Lage der Leuchteinrichtung als Ansaugöffnungen bzw. Einlassöffnungen und/oder Auslassöffnungen.

    [0039] Figuren 6 und 7 illustrieren eine geschnittene Darstellung einer erfindungsgemässen Leuchteinrichtung 1, wobei die länglichen Pfeile K die natürliche Konvektion und die breiteren Pfeile W die Wärmeübertragung vom Wärmeverteiler 20 auf das Gehäuse 10 veranschaulichen.

    [0040] Aus den Figuren ist ersichtlich, dass der Reflektor 30 eine Lichtaustrittsöffnung 301 aufweist, deren äusserer Öffnungsrand 303 mindestens stellenweise vom Gehäuse 10 beabstandet ist, so dass eine Öffnung, ein Spalt oder Durchgang vorhanden ist. Durch wird Ein- und/oder Ausströmen von Luft die natürliche Luftumströmung im Gehäuse 10 in verschiedenen Befestigungspositionen der Leuchteinrichtung gefördert.

    [0041] Figur 7 bezeichnet mit Bezugszeichen 304 eine Blende, welche zwischen dem Öffnungsrand 303 des Reflektors und dem Gehäuse angeordnet ist. Der Reflektor weist einen Reflektorrand 305 auf, in dessen äusseren Bereich die Blende 304 angeordnet ist. Der Reflektorrand 305 wird auch als Kragen oder Flansch bezeichnet und kann eine flächige Ausdehnung aufweisen. Sowohl der die Blende 304, wie auch der Reflektorrand 305 können mindestens stellenweise als Durchgangsbohrungen, Schlitze oder dergleichen ausgebildete Öffnungen aufweisen, welche zur Unterstützung der Durchlüftung des Gehäuses und dem Abführen von Verlustwärme dienen.

    [0042] Figur 8 illustriert eine Aufsicht auf die Rückseite der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung 1 mit den jeweiligen Schnittlinien X-X, XI-XI sowie XII-XII.

    [0043] Figuren 9, 10 und 11 illustrieren in vereinfachter Darstellung je einen Halbschnitt entlang den Schnittlinien von Figur 8 gezeigten Schnittlinien, wobei die länglichen Pfeile K die natürliche Konvektion im bzw. durch das Gehäuse 10 und die breiteren Pfeile W die Wärmeübertragung vom Wärmeverteiler 20 auf das Gehäuse 10 veranschaulichen.

    [0044] Um eine gute Durchlüftung oder Luftströmung durch das Gehäuse 10 zu gewährleisten, sind am Mantel des Gehäuses 10 mehrere Öffnungen 110 vorhanden. Diese sind bspw. als längliche oder rechteckige Löcher ausgebildet. Als Öffnung 110 werden ebenfalls die vordere und hintere Öffnung am Gehäuse 10 verstanden.

    [0045] Mit Bezugszeichen 1100 ist ein Spalt oder eine Öffnung zwischen der Blende des Reflektors und dem Gehäuse bezeichnet, welcher sich mindestens teilweise entlang des inneren Umfangs des Gehäuses in diesem Bereich erstreckt. Der Spalt ermöglicht wie dargestellt, dass die mit Pfeil K bezeichnete Luft durch diesen Spalt in das Gehäuse einströmen kann.

    [0046] In Figur 9 ist mit Bezugszeichen n die Länge eines Nockens, sprich Nockenlänge, bezeichnet. Die Nockenlänge der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung kann in Bezug gebracht werden zum mittleren Durchmesser D, welcher in Figur 3 gezeigt ist. Hiernach ist das Verhältnis zwischen n und D im Bereich von 2/1 bis 1/120, bevorzugt im Bereich von ½ bis 1/80, besonders bevorzugt im Bereich von ½ bis 1/10.

    [0047] Die natürliche Konvektion im Gehäuse kann durch einen elektrisch betriebenen, hier nicht dargestellten Lüfter unterstützt werden. Der Lüfter kann temperaturabhängig gesteuert sein.

    [0048] In den dargestellten Ausführung der erfindungsgemässen Leuchteinrichtung, welche auch als Leuchte bezeichnet wird, ist das Gehäuse in mehrere Teile oder Teilmantelflächen unterteilt - hier in einen hinteren Teil 120 und einen vorderen Teil 130. Die Begrifflichkeiten "vorne" und "hinten" werden bezüglich der Anordnung des Leuchtmittels verstanden.

    [0049] Die jeweiligen Teile sind konisch bzw. als stumpfe Kegel ausgebildet. Die Gehäuseform ist jedoch nicht auf diese Ausbildung beschränkt, sondern kann aus einem konischen Teil und/oder aus einem zylindrischen Teil bestehen. Die Querschnittsfläche bezüglich eines Schnitts rechtwinklig zur Längsachse des Gehäuses kann rund und/oder polygonal ausgebildet sein.

    [0050] Die Nocken können sich über die Endwand in den Bereich der allenfalls vorhandenen Wärmeableitelemente erstrecken. Dabei können die Nocken als ein Teil des Gehäuses ausgebildet sein, wobei ein Abschnitt der Nocken mindestens stellenweise am hinteren Gehäuseteil 120 und/oder vorderen Gehäuseteil 130 anliegen bzw. mit diesem verbunden sind.

    Bezugszeichenlegende



    [0051] 
    1
    Beleuchtungseinheit, Leuchteinrichtung
    10
    Gehäuse
    11
    Anliegebereich, Anliegefläche
    100
    Rippe, Steg, Kühlrippe
    110
    Gehäuseöffnung
    1100
    Spalt, Öffnung, Zwischenraum
    120
    Gehäuseteil
    130
    Gehäuseteil
    20
    Wärmeverteiler, Kühlkörper
    201
    Wanne
    203
    Mantel
    2031
    Mantelende
    2032
    Mantelende
    205
    Endwand
    2050
    Kanal, Bohrung
    2051
    Mündung
    207
    Nocken, Rippe
    209
    Kanal, Nut
    211
    Wärmeableitelement
    30
    Reflektor
    301
    Lichtaustrittsöffnung
    303
    Öffnungsrand
    304
    Blende
    305
    Reflektorrand, Flansch, Kragen
    40
    Leuchtmittel, LED-Modul
    b
    Breite, Nockenbreite
    D
    Durchmesser
    K
    Pfeil
    n
    Länge, Nockenlänge
    W
    Pfeil



    Ansprüche

    1. Leuchteinrichtung (1), mit einem Leuchtmittel (40), einem mit diesem verbunden Wärmeverteiler (20), einem mit dem Wärmeverteiler (20) verbundenen Gehäuse (10) sowie einem Reflektor (30), dadurch gekennzeichnet,
    dass der Wärmeverteiler (20) eine Wanne (201) mit einem Mantel (203) und einer Endwand (205) aufweist, wobei das Leuchtmittel (40) an der Endwand (205) anliegt,
    dass der Mantel (203) der Wanne (201) zwei einander abgewandte Mantelenden (2031,2032) und nach aussen ragende Nocken (207) aufweist,
    dass zwischen den Nocken (207) durchgehende vom einen zum andern Mantelende (2031,2032) verlaufende Kanäle (209) vorhanden sind und dass das Gehäuse (10) mit Anliegeflächen (11) an den Nocken (207) des Wärmeverteilers (20) anliegt, um Verlustwärme des Leuchtmittels über die Nocken an das Gehäuse und an durch die Kanäle strömende Luft abzuführen.
     
    2. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (40) als LED-Modul mit mindestens einer LED ausgebildet ist und an der Endwand (205) befestigt ist.
     
    3. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Endwand (205) gegenüberliegend zum Leuchtmittel (40) mehrere Wärmeverteilelemente (211), welche als Kühlstifte und/oder Kühlrippen ausgebildet sind, angeordnet sind.
     
    4. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endwand (205) mindestens eine radial nach innen gerichteten Kanal (2050) aufweist, welcher in mindestens eine Mündung (2051) in der Endwand (205) mündet, um das Abführen von Verlustwärme durch Luft zu verbessern.
     
    5. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor (30) in die Wanne (201) hineinragt.
     
    6. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor (30) mindestens teilweise in das Gehäuse (10) hineinragt.
     
    7. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Nocken (207) eine Breite b aufweist, welche zu einem gedachten äusseren mittleren Durchmesser D der Wanne (201) im Verhältnis von 1/64 bis 1/4, vorzugsweise im Verhältnis 1/32 bis 1/8, besonders bevorzugt im Verhältnis 1/16 ist.
     
    8. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel (203) und/oder die Endwand (205) mindestens stellenweise durchbrochen sind.
     
    9. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (10) durch Press- und/oder Füge- und/oder Kaltdehn- und/oder Eindehn- und/oder Klebverbindung mit dem Wärmeverteiler (20) verbunden ist.
     
    10. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor (30) eine Lichtaustrittsöffnung (301) aufweist, deren äusserer Öffnungsrand (303) mindestens stellenweise vom Gehäuse (10) beabstandet ist, derart, dass durch Ein- oder Ausströmen von Luft die natürliche Luftumströmung im Gehäuse (10) gefördert wird.
     
    11. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeverteiler (20) aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium, gebildet ist.
     
    12. Leuchteinrichtung (1) gemäss einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeverteiler (20) im Druckgussverfahren herstellbar ist.
     


    Claims

    1. An illumination device (1) having an illumination means (40), a heat distributor (20) connected to the same, a housing (10) connected to the heat exchanger (20), and a reflector (30), characterized in that
    the heat distributor (20) has a trough (201) with a shell (203) and an end wall (205), wherein the illumination means (40) lies against the end wall (205),
    the shell (203) of the trough (201) has two shell ends (2031, 2032) which face away from each other, and also lobes (207) which protrude outward,
    there are channels (209) which run between the lobes (207) continuously from one shell end (2031, 2032) to the other, and the housing (10) adjoins via contact surfaces (11) the lobes (207) of the heat distributor (20) for the purpose of directing heat lost by the illumination means to the housing via the lobes, and then to air flowing through the channels.
     
    2. The illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the illumination means (40) is designed as an LED module having at least one LED, and is attached to the end wall (205).
     
    3. The illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that multiple heat distributor elements (211) which are designed as cooling pins and/or cooling fins are arranged on the end wall (205) opposite the illumination means (40).
     
    4. The illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the end wall (205) has at least one channel (2050) facing outward radially, which opens into the end wall (205) via at least one opening (2051) for the purpose of improving the dissipation of lost heat by the air.
     
    5. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the reflector (30) projects into the trough (201).
     
    6. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the reflector (30) projects at least partially into the housing (10).
     
    7. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that each lobe (207) has a width b with a proportion to the imaginary average outer diameter D of the trough (201) of 1/64 to 1/4, preferably 1/32 to 1/8, and particularly preferably 1/16.
     
    8. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the shell (203) and/or the end wall (205) have passages in at least some places.
     
    9. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the housing (10) is connected to the heat distributor (20) by a press-fit connection and/or joined connection and/or cold expansion connection and/or a glued connection.
     
    10. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the reflector (30) has a light emission opening (301) with an outer opening edge (303) that is spaced apart from the housing (10) at least at certain points in such a manner that the natural surrounding air currents are conveyed into the housing (10) by the inflow or outflow of air.
     
    11. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the heat distributor (20) is made of light metal, particularly aluminum.
     
    12. An illumination device (1) according to one of the previous claims, characterized in that the heat distributor (20) can be produced via a pressure casting method.
     


    Revendications

    1. Dispositif d'éclairage (1) comprenant un moyen d'éclairage (40), un dissipateur thermique (20) associé à celui-ci, un boîtier (10) relié au dissipateur thermique (20) et un réflecteur (30), caractérisé en ce que
    le dissipateur thermique (20) comprend une cuve (201) pourvue d'une enveloppe (203) et d'une paroi d'extrémité (205), le moyen d'éclairage (40) étant en appui sur la paroi d'extrémité (205),
    le boîtier (203) de la cuve (201) comprend deux extrémités d'enveloppe (2031, 2032) opposées l'une à l'autre et des cames (207) saillants vers l'extérieur,
    des canaux extensibles (209) qui s'étendent de bout en bout d'une extrémité d'enveloppe (2031, 2032) à l'autre sont ménagés entre les cames (207) et le boîtier (10) est en appui par le biais de surfaces de contact (11) sur les cames (207) du dissipateur thermique (20) pour dissiper les pertes de chaleur du moyen d'éclairage par le biais des cames au niveau du boîtier et de l'air qui s'écoule dans les canaux.
     
    2. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le moyen d'éclairage (40) est configuré sous la forme d'un module de LED comprenant au moins une LED et est fixé à la paroi d'extrémité (205).
     
    3. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que (40) plusieurs éléments de dissipation thermique (211), qui sont configurés sous la forme de tiges de refroidissement et/ou de nervures de refroidissement, sont disposés au niveau de la paroi d'extrémité (205) en face du dispositif d'éclairage.
     
    4. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la paroi d'extrémité (205) comporte au moins un canal (2050), dirigé radialement vers l'intérieur, qui débouche dans au moins un orifice (2051) ménagé dans la paroi d'extrémité (205) pour améliorer l'évacuation de pertes de chaleur par le biais de l'air.
     
    5. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réflecteur (30) fait saillie dans la cuve (201).
     
    6. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réflecteur (30) fait saillie au moins partiellement dans le boîtier (10).
     
    7. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque came (207) a une largeur b qui est dans un rapport de 1/64 à 1/4, de préférence dans un rapport de 1/32 à 1/8, de manière particulièrement préférée dans un rapport de 1/16, relativement à un diamètre moyen extérieure imaginaire D de la cuve (201).
     
    8. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (203) et/ou la paroi d'extrémité (205) sont interrompu au moins par endroits.
     
    9. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le boîtier (10) est relié au dissipateur thermique (20) par une liaison par pressage et/ou assemblage et/ou étirage à froid et/ou compression et/ou collage.
     
    10. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le réflecteur (30) comporte une ouverture de sortie de lumière (301) dont le bord extérieur (303) est espacé au moins par endroits du boîtier (10) de telle sorte que le flux d'air naturel est transporté dans le boîtier (10) est acheminé par entrée ou sortie d'air.
     
    11. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dissipateur thermique (20) est réalisé en métal léger, en particulier en aluminium.
     
    12. Dispositif d'éclairage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dissipateur thermique (20) peut être fabriqué par un procédé de moulage sous pression.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente