[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Kühlen eines Getränkebehälters oder eines
Getränks.
[0002] Es sind bereits einige Systeme bekannt, die ein Temperieren, insbesondere ein Kühlen
eines Getränks bzw. eines Getränkebehälters bei Bedarf ermöglichen. So offenbart zum
Beispiel das deutsche Gebrauchsmuster
DE 20 2005 014 967 U1 verschiedene als Energiespender bezeichnete Aufnahmebehälter, in welche ein separater
Getränkebehälter (z.B. Getränkedose, PET-Flasche, etc.) eingestellt werden kann und
welche einen Kühl- oder Heizmechanismus beinhalten, der von einem Benutzer bei Bedarf
ausgelöst werden kann, um das Getränk in dem eingestellten Getränkebehälter zu kühlen
bzw. zu erwärmen.
[0003] Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 20 2008 008 018 U1 beschreibt einen Aufsatzbehälter für einen Getränkebehälter, der auf einen Getränkebehälter
aufgesetzt werden kann und eine Ausgieß- bzw. Trinköffnung aufweist. Beim Ausgießen
des Getränks aus dem Getränkebehälter durchströmt dieses einen Innenraum des Aufsatzbehälters,
in dem ein Kühlmedium vorhanden ist, welches sich dabei mit dem Getränk vermischt
oder das Getränk kühlt.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Vorrichtung zum
Kühlen eines Getränkebehälters oder eines Getränks zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Kühlen eines Getränkebehälters
oder eines Getränks mit den Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0006] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Kühlen eines Getränkebehälters oder eines Getränks
weist eine Basis auf, welche einen Boden, eine erste Ausnehmung zum Aufnehmen eines
Getränkebehälters oder eines Getränks, eine dem Boden abgewandte Stirnseite, eine
in der Stirnseite vorgesehene Öffnung zum Einsetzen des Getränkebehälters bzw. Einfüllen
des Getränks in die erste Ausnehmung und wenigstens eine Entlüftungsöffnung im Bereich
des Bodens aufweist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist ferner einen Aufsatz auf,
welcher eine zweite Ausnehmung zum Aufnehmen eines Flüssiggases und eine der Basis
zugewandte Stirnseite aufweist, wobei der Aufsatz mit seiner Stirnseite derart auf
die Stirnseite der Basis aufgesetzt werden kann, dass bei vollständig aufgesetztem
Aufsatz ein Innenraum gebildet wird, der die erste Ausnehmung der Basis beinhaltet
oder mit dieser in thermischem Kontakt steht, der im Bereich der Stirnseiten im Wesentlichen
abgeschlossen ist und der mit der wenigstens einen Entlüftungsöffnung der Basis in
Verbindung steht. Außerdem weist die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Auslösemechanismus
zum Freisetzen des Flüssiggases auf, welcher bei vollständig auf die Basis aufgesetztem
Aufsatz betätigbar ist, um das Flüssiggas aus der zweiten Ausnehmung des Aufsatzes
in den Innenraum hinein und dann aus der wenigstens einen Entlüftungsöffnung der Basis
heraus strömen zu lassen.
[0007] Die Basis, welche die größte Komponente der Vorrichtung darstellt, ist sehr einfach
aufgebaut. Diese Basis ist vorzugsweise im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet
und weist eine erste Ausnehmung der Erfindung auf, in welcher ein Getränkebehälter
zumindest teilweise aufgenommen werden kann oder in welche ein Getränk eingefüllt
werden kann. Der Boden der Basis ist zum Aufnehmen eines Getränks vollständig geschlossen,
kann aber zum Aufnehmen eines Getränkebehälters in der Basis auch zumindest teilweise
offen sein.
[0008] Der Aufsatz bzw. Deckel dient mit seiner zweiten Ausnehmung der Erfindung dem Bereitstellen
des Kühlmediums in Form eines Flüssiggases. Die (obere) Stirnseite der Basis und die
(untere) Stirnseite des Aufsatzes sind einander zugewandt und werden beim Aufsetzen
des Aufsatzes auf die Basis einander angenähert bzw. miteinander in Kontakt gebracht.
Je nach Verbindungsmechanismus zwischen Basis und Aufsatz sind die beiden Stirnseiten
bei vollständig auf die Basis aufgesetztem Aufsatz miteinander in Kontakt oder voneinander
beabstandet.
[0009] Wichtig für die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, dass bei vollständig
auf die Basis aufgesetztem Aufsatz in der Vorrichtung ein Innenraum gebildet wird,
der die erste Ausnehmung der Basis mit beinhaltet oder mit dieser in thermischem Kontakt
steht und der zumindest im Bereich der beiden Stirnseiten im Wesentlichen geschlossen
ist. Mit Hilfe des Auslösemechanismus der Vorrichtung wird bei vollständig auf die
Basis aufgesetztem Aufsatz das Flüssiggas aus der zweiten Ausnehmung in dem Aufsatz
freigesetzt. Das unter Druck stehende Flüssiggas entweicht sofort aus dieser zweiten
Ausnehmung und durchströmt den Innenraum der Vorrichtung, um die Vorrichtung schließlich
aus der wenigstens einen Entlüftungsöffnung der Basis zu verlassen. Auf diesem Weg
steht das Flüssiggas mit dem Getränkebehälter oder dem Getränk in der ersten Ausnehmung
der Basis in thermischem Kontakt und verdampft. Die für diesen Verdampfungsprozess
erforderliche Verdampfungswärme entzieht das Flüssiggas über den thermischen Kontakt
dem Getränkebehälter bzw. dem Getränk, wodurch das Getränk gekühlt wird. Ein solcher
Kühlvorgang des Getränkebehälters bzw. des Getränks erfolgt sehr rasch und effizient,
benötigt aber dennoch nur relativ geringe Mengen an Flüssiggas.
[0010] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung liegen in ihrem einfachen Aufbau
und in ihrer effizienten Kühlwirkung.
[0011] Unter einem "Flüssiggas" ist im Rahmen dieser Erfindung eine Substanz zu verstehen,
welche bei Raumtemperatur unter Normaldruck einen gasförmigen Zustand einnimmt, aber
unter Druck in ihrem flüssigen Aggregatszustand vorliegt. Dabei liegt die Raumtemperatur
je nach Norm in einem Bereich von etwa 15°C bis etwa 25°C. Derartige Flüssiggase haben
in ihrem flüssigen Aggregatszustand ein deutlich reduziertes Volumen, sodass eine
relativ kleine zweite Ausnehmung in dem Aufsatz ausreichend ist, zeigen aber andererseits
den oben skizzierten Verdampfungsprozess mit der sehr effektiven Kühlwirkung. Das
Flüssiggas ist vorzugsweise ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus Stickstoff (z.B.
elementarer Stickstoff, polymerer Stickstoff), Kohlendioxid, Kohlenwasserstoff (z.B.
R134A) und Ammoniak. Selbstverständlich können auch andere Flüssiggase als Kühlmittel
eingesetzt werden, sofern sie zum Durchführen des oben erläuterten Verdampfungsprozesses
zum Kühlen des Getränkebehälters bzw. Getränks geeignet sind. Außerdem sollte das
Flüssiggas möglichst umweltverträglich sein, d.h. die Umwelt nicht oder allenfalls
kaum belasten.
[0012] Die Begriffe "Getränkebehälter" und "Getränk" beziehen sich jeweils auf eine Flüssigkeit,
die zum Trinken geeignet ist. Hierzu zählen sowohl als Lebensmittel geltende Flüssigkeiten
wie auch andere Flüssigkeiten wie beispielsweise Medikamente und dergleichen. Das
oben beschriebene erfindungsgemäße Konzept der Kühlvorrichtung ist darüber hinaus
in analoger Weise auch auf Behälter für andere Substanzen anwendbar, die bei Bedarf
gekühlt werden sollen.
[0013] Die wenigstens eine "Entlüftungsöffnung" ist eine in der Basis vorgesehene Öffnung,
welche den Durchtritt eines Fluids, insbesondere eines Gases wie des verdampften Flüssiggases,
aus dem Innenraum der Vorrichtung in ihre Umgebung erlaubt. Diese wenigstens eine
Entlüftungsöffnung ist "im Bereich des Bodens" ausgebildet, d.h. im Boden der Basis
selbst und in der Umfangswandung der Basis in der Nähe des Bodens. Durch diese Positionierung
der wenigstens einen Entlüftungsöffnung soll erreicht werden, dass der Weg des Flüssiggases
aus dem Aufsatz durch die Basis möglichst lang ist, um eine möglichst große Kühlwirkung
für den Getränkebehälter bzw. das Getränk zu erzielen.
[0014] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die zweite Ausnehmung des Aufsatzes ausgebildet,
um einen Flüssiggasbehälter darin aufzunehmen, vorzugsweise lösbar darin aufzunehmen.
Diese Ausgestaltung ist insbesondere vorteilhaft für Mehrweg-Aufsätze bzw. für Aufsätze
in Kombination mit auswechselbaren Flüssiggasbehältern. Bei dieser Ausführungsform
ist der Auslösemechanismus vorzugsweise Bestandteil des Flüssiggasbehälters bzw. bildet
mit diesem eine Einheit.
[0015] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung weist die zweite Ausnehmung des
Aufsatzes eine verschließbare Öffnung zum Einfüllen des Flüssiggases in die zweite
Ausnehmung auf. Diese Ausgestaltung ist insbesondere für Einweg-Aufsätze von Vorteil,
ohne hierauf beschränkt zu sein.
[0016] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Auslösemechanismus so ausgebildet
und angeordnet, dass er durch ein vollständiges Aufsetzen des Aufsatzes auf die Basis
aktivierbar ist, um das Flüssiggas freizusetzen.
[0017] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung ist der Auslösemechanismus so ausgebildet
und angeordnet, dass er durch einen Kontakt mit einem in die erste Ausnehmung der
Basis eingesetzten Getränkebehälter aktivierbar ist, um das Flüssiggas freizusetzen.
[0018] In einer weiteren alternativen Ausgestaltung der Erfindung weist der Auslösemechanismus
ein durch einen Benutzer betätigbares Betätigungselement auf, durch dessen Betätigung
er aktivierbar ist, um das Flüssiggas freizusetzen. Dieses Betätigungselement ist
bevorzugt an einer Außenwandung des Aufsatzes vorgesehen und damit für den Benutzer
einfach zugänglich. Außerdem ist in diesem Fall vorzugsweise eine Sicherung vorgesehen,
welche das Betätigungselement des Auslösemechanismus nur bei vollständig auf die Basis
aufgesetztem Aufsatz freigibt.
[0019] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Aufsatz mit der Basis
verschraubbar. Vorzugsweise weist die Basis im Bereich der Stirnseite ein Innengewinde
/ Außengewinde auf und weist der Aufsatz im Bereich der Stirnseite ein Außengewinde
/ Innengewinde auf.
[0020] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist der Aufsatz mit der Basis verrastbar
oder dergleichen.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Auslösemechanismus so ausgebildet
und angeordnet, dass er bei einem Aufheben des vollständigen Aufsetzens des Aufsatzes
auf die Basis wieder deaktivierbar ist und das Freisetzen des Flüssiggases wieder
sperrt. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, einen Aufsatz bzw. einen Flüssiggasbehälter
für mehrere Kühlvorgänge von Getränkebehältern oder Getränken zu nutzen.
[0022] Alternativ kann der Auslösemechanismus so ausgebildet und angeordnet sein, dass er
bei einem Aufheben des vollständigen Aufsetzens des Aufsatzes auf die Basis aktiviert
bleibt.
[0023] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist eine der ersten Ausnehmung zugewandte Innenwandung
der Basis zumindest teilweise mit einer Strukturierung versehen, welche vorzugsweise
im Wesentlichen spiralförmig ausgebildet ist.
[0024] In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist in einer der ersten Ausnehmung zugewandten
Innenwandung der Basis wenigstens ein Kanal ausgebildet, welcher von dem Bereich der
Stirnseite zu der wenigstens einen Entlüftungsöffnung verläuft, wobei die Innenwandung
zumindest teilweise wärmeleitend ausgebildet ist, und wobei der Kanal vorzugsweise
im Wesentlichen spiralförmig ausgebildet ist.
[0025] In einer noch anderen Ausgestaltung der Erfindung ist an einer der ersten Ausnehmung
zugewandten Innenwandung der Basis wenigstens ein Hohlkörper angebracht, welcher von
dem Bereich der Stirnseite zu der wenigstens einen Entlüftungsöffnung verläuft und
zumindest auf seiner der ersten Ausnehmung zugewandten Seite zumindest teilweise wärmeleitend
ausgebildet ist, wobei der Hohlkörper vorzugsweise im Wesentlichen spiralförmig ausgebildet
ist.
[0026] Durch die Strukturierung, den Kanal, den Hohlkörper an bzw. in der Innenwandung der
Basis kann die Wärmetauschfläche bzw. die Länge der Wärmetauschstrecke zwischen dem
Flüssiggas und dem Getränkebehälter / dem Getränk in vorteilhafter Weise vergrößert
werden, wodurch die Kühlleistung verbessert wird.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Basis im Wesentlichen aus einem
thermisch isolierenden Material gebildet und/oder an ihrer der ersten Ausnehmung abgewandten
Außenwandung mit einem thermisch isolierenden Material beschichtet.
[0028] In einer Ausgestaltung der Erfindung stimmt ein Außendurchmesser des Aufsatzes mit
einem Außendurchmesser der Basis zumindest im Bereich der Stirnseiten im Wesentlichen
überein.
[0029] Obige sowie weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden
Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Längsschnittansicht einer Kühlvorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische ausschnittweise Schnittansicht einer Kühlvorrichtung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- eine schematische ausschnittweise Schnittansicht einer Kühlvorrichtung gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- eine schematische ausschnittweise Schnittansicht einer Kühlvorrichtung gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 5
- eine schematische ausschnittweise Schnittansicht einer Kühlvorrichtung gemäß einem
fünften Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Bezug nehmend auf Fig. 1 wird nun ein erstes Ausführungsbeispiel einer Kühlvorrichtung
für einen Getränkebehälter näher erläutert.
[0030] Die Kühlvorrichtung weist eine im Wesentlichen becherförmige Basis 10 mit einem Boden
12 und einer Ausnehmung (erste Ausnehmung der Erfindung) 14 auf. Die Ausnehmung 14
ist so bemessen, dass sie einen Standard-Behälter wie zum Beispiel eine Getränkedose
oder eine PET-Flasche insbesondere in den Größen 0,33 Liter und 0,5 Liter ganz oder
nahezu vollständig darin aufnehmen kann. Mit anderen Worten ist die Höhe der Basis
10 bzw. die Tiefe der Ausnehmung 14 (Ausdehnung in der Oben/Unten-Richtung in Fig.
1) so gewählt, dass diese der Getränkebehälter 40 mit seinem oberen Rand mit der oberen
Stirnseite 16 abschließt oder darunter oder knapp darüber liegt.
[0031] In der oberen Stirnseite 16 der Basis 10 ist eine Öffnung 18 vorgesehen, um den Getränkebehälter
40 in die Ausnehmung 14 stellen zu können.
[0032] Wie in Fig. 1 angedeutet, ist die dem Getränkebehälter 40 zugewandte Innenwandung
der Basis 10 mit einer Strukturierung 19 versehen. Diese Strukturierung 19 ist vorzugsweise
so ausgebildet, dass sie sich im Wesentlichen über die gesamte Höhe der Ausnehmung
14 erstreckt und in Zusammenwirkung mit einem in die Ausnehmung 14 gestellten Getränkebehälter
40 einen im Wesentlichen spiralförmigen Hohlraum bildet.
[0033] Im Bereich des Bodens 12 der Basis 10 ist wenigstens eine Entlüftungsöffnung 22,
22' vorgesehen, die mit dem vorbeschriebenen Hohlraum zwischen der Strukturierung
19 der Innenwandung der Basis 10 und dem Getränkebehälter 40 in Verbindung steht.
[0034] Auf die so konstruierte Basis 10 kann ein Aufsatz 24 gesetzt werden. Dieser Aufsatz
24 besitzt eine untere Stirnseite 26, die der oberen Stirnseite 16 der Basis 10 zugewandt
ist. In diesem Ausführungsbeispiel sind diese beiden Stirnseiten 16, 26 vollständig
miteinander in Kontakt, wenn der Aufsatz 24 vollständig auf die Basis 10 aufgesetzt
ist, wie in Fig. 1 veranschaulicht. In dieser Stellung kann der Aufsatz 24 lösbar
mit der Basis 24 verrastet sein.
[0035] Wie in Fig. 1 dargestellt, hat der Aufsatz 24 zumindest im Bereich der Stirnseite
26 einen Außendurchmesser im Wesentlichen gleich jenem der Basis 10 im Bereich der
Stirnseite 16, so dass die beiden Komponenten 10, 24 außen bündig abschließen und
ein optisch ansprechendes Design bilden.
[0036] In dem Aufsatz 24 ist eine Ausnehmung (zweite Ausnehmung der Erfindung) 28 vorgesehen.
Diese Ausnehmung 28 dient dem Aufnehmen eines Flüssiggases wie beispielsweise R134A
als Kühlmedium für den Getränkebehälter 40 bzw. das in diesem befindliche Getränk.
[0037] In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ist die zweite Ausnehmung 28 des Aufsatzes
24 so konzipiert, dass ein Flüssiggasbehälter 30, beispielsweise in Form einer Kartusche
oder einer Aerosoldose, in die Ausnehmung 28 eingesetzt werden kann. Die üblicherweise
mit einer Ventilvorrichtung 32 oder dergleichen verschlossene Austrittsöffnung der
Kartusche 30 ist der Basis 10 bzw. der ersten Ausnehmung 14 der Basis 10 zugewandt.
[0038] Wie in Fig. 1 dargestellt, ist an der Ventilvorrichtung 32 der Kartusche 30 zusätzlich
ein Auslösemechanismus 34 in Form eines Stößels, eines Dorns oder dergleichen vorgesehen.
Dieser Auslösemechanismus 34 kommt beim Aufsetzen des Aufsatzes 24 auf die Basis 10
mit dem oberen Ende des Getränkebehälters 40 in der ersten Ausnehmung 14 der Basis
10 in Kontakt und öffnet dabei die Ventilvorrichtung 32 der Kartusche 30.
[0039] Wird die Kartusche 30 auf diese Weise geöffnet, so entweicht ihr sofort das unter
Druck stehende Flüssiggas und strömt in den Innenraum, der im Wesentlichen durch die
erste Ausnehmung 14 der Basis 10 gebildet ist. Da dieser Innenraum der Kühlvorrichtung
im Bereich der Stirnseiten 16, 26 von Basis 10 und Aufsatz 24 geschlossen ist, strömt
das Flüssiggas aus der Kartusche 30 im Aufsatz 24 durch den Zwischenraum zwischen
dem Getränkebehälter 40 und der strukturierten Innenwandung 19 der Basis bis zu der
wenigstens einen Entlüftungsöffnung 22, 22' im Bodenbereich 12 der Basis , wo es die
Kühlvorrichtung verlassen kann.
[0040] Auf diesem Weg verdampft und expandiert das Flüssiggas. Die für diesen Verdampfungsprozess
erforderliche Verdampfungswärme entzieht das Flüssiggas über den thermischen Kontakt
mit dem Getränkebehälter 40 dem Getränk darin, wodurch das Getränk in dem Getränkebehälter
40 gekühlt wird.
[0041] Bezug nehmend auf Fig. 2 wird nun ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kühlvorrichtung
beschrieben. Dabei sind gleiche bzw. entsprechende Komponenten mit den gleichen Bezugsziffern
wie im ersten Ausführungsbeispiel gekennzeichnet.
[0042] Bei dieser Ausführungsform der Kühlvorrichtung wird der Aufsatz 24 auf die Basis
10 aufgeschraubt, um den Kühlvorgang des Getränkebehälters 40 zu initiieren. Zu diesem
Zweck weist der Aufsatz 24 im Bereich seiner unteren Stirnwand 26 ein Innengewinde
36 auf und weist die Basis 10 im Bereich ihrer oberen Stirnwand 16 ein Außengewinde
38 auf.
[0043] Die beiden Gewinde 36, 38 sind dabei entweder so ausgebildet, dass die beiden Stirnflächen
16, 26 von Basis 10 und Aufsatz 24 bei vollständig auf die Basis 10 aufgesetztem Aufsatz
24 einander berühren, oder so ausgebildet, dass die beiden Stirnflächen 16, 26 von
Basis 10 und Aufsatz 24 bei vollständig auf die Basis 10 aufgesetztem Aufsatz 24 noch
voneinander beabstandet sind. Im letztgenannten Fall wird die Dichtwirkung für den
Innenraum der Kühlvorrichtung durch die Verzahnung der Gewinde 36, 38 erreicht.
[0044] Ferner sind in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 die Ventilvorrichtung 32 und der
Auslösemechanismus 34 der Flüssiggas-Kartusche 30 in der zweiten Ausnehmung 28 des
Aufsatzes 24 im Randbereich des Aufsatzes 24 vorgesehen. Durch diese Maßnahme wird
der Auslösemechanismus 34 der Kartusche 30 durch das obere Ende des Innengewindes
38 der Basis 10 aktiviert, wenn der Aufsatz 24 auf die Basis 10 geschraubt wird.
[0045] Das Aktivieren des Auslösemechanismus 34 und damit das Freisetzen des Flüssiggases
sind somit unabhängig von der Größe und der Form des in die erste Ausnehmung 14 der
Basis 10 gestellten Getränkebehälters 40 und erfolgen ebenfalls automatisch bei vollständig
auf die Basis 10 aufgesetztem Aufsatz 24.
[0046] Bezug nehmend auf Fig. 3 wird nun ein drittes Ausführungsbeispiel einer Kühlvorrichtung
beschrieben. Dabei sind gleiche bzw. entsprechende Komponenten mit den gleichen Bezugsziffern
wie in den obigen Ausführungsbeispielen gekennzeichnet.
[0047] Bei dieser Ausführungsform der Kühlvorrichtung wird der Aufsatz 24 wie im Fall des
zweiten Ausführungsbeispiels auf die Basis 10 aufgeschraubt.
[0048] Im Unterschied zu den Ausführungsbeispielen von Fig. 1 und 2 erfolgt bei dieser Konstruktion
der Kühlvorrichtung kein automatisches Freisetzen des Flüssiggases aus der Kartusche
30 beim Aufsetzen des Aufsatzes 24 auf die Basis 10. Stattdessen ist der Auslösemechanismus
34 für die Ventilvorrichtung 32 zu der der Basis 10 abgewandten Seite des Aufsatzes
24 geführt und steht dort mit einem Betätigungselement 35 in Form zum Beispiel eines
Druckknopfes oder dergleichen in Wirkverbindung. Der Benutzer der Kühlvorrichtung
kann so auf Wunsch das Betätigungselement 35 betätigen, um das Flüssiggas freizusetzen
und das Getränk in dem Getränkebehälter 40 zu kühlen.
[0049] Um die Kühlleistung sicherzustellen und zu verhindern, dass das Flüssiggas bei einer
unbeabsichtigten oder zu frühen Betätigung des Betätigungselements 35 zwischen den
Stirnflächen 16, 26 bzw. zwischen den Gewinden 36, 38 ausströmt, ohne an dem Getränkebehälter
40 vorbei zu strömen, ist vorzugsweise eine Sicherung (nicht dargestellt) vorgesehen.
Diese Sicherung stellt sicher, dass das Betätigungselement 35 erst dann den Auslösemechanismus
34 aktivieren kann, wenn der Aufsatz 24 vollständig auf die Basis 10 gesetzt bzw.
geschraubt ist, d.h. der Innenraum der Kühlvorrichtung im Bereich der Stirnseiten
16, 26 bzw. der Gewinde 36, 38 geschlossen ist.
[0050] Auch bei diesem dritten Ausführungsbeispiel sind das Aktivieren des Auslösemechanismus
34 und das Freisetzen des Flüssiggases unabhängig von Größe und Form des in der ersten
Ausnehmung 14 der Basis 10 befindlichen Getränkebehälters 40.
[0051] Während in den Ausführungsbeispielen von Fig. 2 und 3 jeweils die Basis 10 mit einem
Außengewinde 38 und der Aufsatz 24 mit einem Innengewinde 36 versehen sind, kann die
erfindungsgemäße Kühlvorrichtung auch so konstruiert werden, dass die Basis 10 im
Bereich ihrer oberen Stirnseite 16 mit einem Innengewinde versehen ist und der Aufsatz
24 im Bereich seiner unteren Stirnseite 26 mit einem Außengewinde versehen ist.
[0052] Bezug nehmend auf Fig. 4 und 5 werden nun zwei weitere Ausführungsbeispiele einer
Kühlvorrichtung beschrieben. Dabei sind gleiche bzw. entsprechende Komponenten mit
den gleichen Bezugsziffern wie in den obigen Ausführungsbeispielen gekennzeichnet.
[0053] Während bei den in Fig. 1 bis 3 dargestellten Kühlvorrichtungen das Flüssiggas jeweils
direkt mit dem Getränkebehälter 40 in der Ausnehmung 14 der Basis 10 in Kontakt kommt,
erfolgt die Kühlwirkung in den Ausführungsbeispielen von Fig. 4 und 5 jeweils durch
einen mittelbaren thermischen Kontakt.
[0054] In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 ist an der Innenwandung der Basis 10 im Wesentlichen
über die gesamte Höhe der Ausnehmung 14 ein spiralförmiger Hohlkörper 20 angebracht.
Durch diesen Hohlkörper 20 kann das Flüssiggas aus der Kartusche 30 im Aufsatz 24
von seinem oberen Ende bis hinunter zu der wenigstens einen Entlüftungsöffnung 22
geleitet werden.
[0055] Der Hohlkörper 20 ist aus einem gut wärmeleitenden Material gefertigt, sodass ein
in der Ausnehmung 14 der Basis 10 befindlicher Getränkebehälter 40 mit dem durch den
Hohlkörper 20 strömenden Flüssiggas in thermischem Kontakt steht und so gekühlt werden
kann.
[0056] In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 5 ist in der Innenwandung der Basis 10 im Wesentlichen
über die gesamte Höhe der Ausnehmung 14 ein spiralförmiger Kanal 21 ausgebildet. Durch
diesen Kanal 21 kann das Flüssiggas aus der Kartusche 30 im Aufsatz 24 von seinem
oberen Ende bis hinunter zu der wenigstens einen Entlüftungsöffnung 22 geleitet werden.
[0057] Die Innenwandung der Basis 10 ist aus einem gut wärmeleitenden Material gefertigt,
sodass ein in der Ausnehmung 14 der Basis 10 befindlicher Getränkebehälter 40 mit
dem durch den Kanal 21 strömenden Flüssiggas in thermischem Kontakt steht und so gekühlt
werden kann.
[0058] Da in den Ausführungsbeispielen der Fig. 4 und 5 das Flüssiggas nicht unmittelbar
durch die erste Ausnehmung 14 der Basis strömt, kann in diesen Fällen wahlweise auch
ein Getränk bzw. eine Flüssigkeit direkt in die erste Ausnehmung 14 in der Basis 10
gefüllt und so gekühlt werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Komponenten
der Basis 10 und auch des Aufsatzes 24, die mit dem Getränk in Kontakt kommen, aus
einem lebensmittelverträglichen Material gebildet sind.
[0059] Die in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiele können selbstverständlich
mit den Merkmalen der anderen Ausführungsbeispiele beliebig kombiniert werden. Dies
gilt insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung der Stirnseiten 16, 26, der Gewinde
36, 38, des Flüssiggasbehälters 30 und des Auslösemechanismus 34.
[0060] Während in allen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen der Aufsatz als Mehweg-Artikel
konzipiert ist, indem die zweite Ausnehmung 28 im Aufsatz 24 so ausgebildet ist, dass
eine Flüssiggas-Kartusche 30, vorzugsweise lösbar, in diese Ausnehmung 28 eingesetzt
werden kann, besteht auch die Möglichkeit, den Aufsatz 24 als Einwegartikel zu konzipieren.
In diesem Fall ist die zweite Ausnehmung 28 in dem Aufsatz 24 so ausgebildet, dass
diese direkt mit einem Flüssiggas befüllt und dann verschlossen werden kann.
[0061] Des Weiteren besteht bei allen oben beschriebenen Ausführungsbeispielen auch die
Möglichkeit, den Auslösemechanismus 34 zum Freisetzen des Flüssiggases aus der Kartusche
30 bzw. aus der zweiten Ausnehmung 28 so auszubilden, dass dieser mehrfach aktiviert
und deaktiviert werden kann. Auf diese Weise können zum Beispiel mehrer Kühlvorgänge
mit nur einer Kartusche 30 bzw. mit nur einem Aufsatz 24 durchgeführt werden.
1. Vorrichtung zum Kühlen eines Getränkebehälters oder eines Getränks, aufweisend:
eine Basis (10), welche einen Boden (12), eine erste Ausnehmung (14) zum Aufnehmen
eines Getränkebehälters (40) oder eines Getränks, eine dem Boden (12) abgewandte Stirnseite
(16), eine in der Stirnseite vorgesehene Öffnung (18) zum Einsetzen des Getränkebehälters
bzw. Einfüllen des Getränks in die erste Ausnehmung (14) und wenigstens eine Entlüftungsöffnung
(22) im Bereich des Bodens (12) aufweist;
einen Aufsatz (24), welcher eine zweite Ausnehmung (28) zum Aufnehmen eines Flüssiggases
und eine der Basis (10) zugewandte Stirnseite (26) aufweist, wobei der Aufsatz (24)
mit seiner Stirnseite (26) derart auf die Stirnseite (16) der Basis (10) aufsetzbar
ist, dass bei vollständig aufgesetztem Aufsatz (24) ein Innenraum gebildet wird, der
die erste Ausnehmung (14) der Basis (10) beinhaltet oder mit dieser in thermischem
Kontakt steht, der im Bereich der Stirnseiten (16, 26) im Wesentlichen abgeschlossen
ist und der mit der wenigstens einen Entlüftungsöffnung (22) der Basis (10) in Verbindung
steht; und
einen Auslösemechanismus (34) zum Freisetzen des Flüssiggases, welcher bei vollständig
auf die Basis (10) aufgesetztem Aufsatz (24) betätigbar ist, um das Flüssiggas aus
der zweiten Ausnehmung (28) des Aufsatzes (24) in den Innenraum hinein und dann aus
der wenigstens einen Entlüftungsöffnung (22) der Basis (10) heraus strömen zu lassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Ausnehmung (28) des Aufsatzes (24) ausgebildet ist, um einen Flüssiggasbehälter
(30) darin aufzunehmen, vorzugsweise lösbar darin aufzunehmen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auslösemechanismus (34) Bestandteil des Flüssiggasbehälters (30) ist bzw. mit
dem Flüssiggasbehälter (30) eine Einheit bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Ausnehmung (28) des Aufsatzes (24) eine verschließbare Öffnung zum Einfüllen
des Flüssiggases in die zweite Ausnehmung (28) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auslösemechanismus (34) so ausgebildet und angeordnet ist, dass er durch ein vollständiges
Aufsetzen des Aufsatzes (24) auf die Basis (10) aktivierbar ist, um das Flüssiggas
freizusetzen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auslösemechanismus (34) so ausgebildet und angeordnet ist, dass er durch einen
Kontakt mit dem Getränkebehälter (40) in der ersten Ausnehmung (14) der Basis (10)
aktivierbar ist, um das Flüssiggas freizusetzen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Auslösemechanismus (34) ein durch einen Benutzer betätigbares Betätigungselement
(35) aufweist, durch dessen Betätigung er aktivierbar ist, um das Flüssiggas freizusetzen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aufsatz (24) mit der Basis (10) verschraubbar oder verrastbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine der ersten Ausnehmung (14) zugewandte Innenwandung der Basis (10) zumindest teilweise
mit einer Strukturierung (19) versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einer der ersten Ausnehmung (14) zugewandten Innenwandung der Basis (10) wenigstens
ein Kanal (21) ausgebildet ist, welcher von dem Bereich der Stirnseite (16) zu der
wenigstens einen Entlüftungsöffnung (22) verläuft, wobei die Innenwandung zumindest
teilweise wärmeleitend ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einer der ersten Ausnehmung (14) zugewandten Innenwandung der Basis (10) wenigstens
ein Hohlkörper (20) angebracht ist, welcher von dem Bereich der Stirnseite (16) zu
der wenigstens einen Entlüftungsöffnung (22) verläuft und zumindest auf seiner der
ersten Ausnehmung (14) zugewandten Seite zumindest teilweise wärmeleitend ausgebildet
ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Basis (10) im Wesentlichen aus einem thermisch isolierenden Material gebildet
ist und/oder an ihrer der ersten Ausnehmung (14) abgewandten Außenwandung mit einem
thermisch isolierenden Material beschichtet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Außendurchmesser des Aufsatzes (24) mit einem Außendurchmesser der Basis (10)
zumindest im Bereich der Stirnseiten (16, 26) im Wesentlichen übereinstimmt.