[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Bedienvorrichtung,
wobei die Bedienvorrichtung eine Anzeigefläche und ein Bedienelement aufweist. Bei
dem Verfahren wird mittels einer Annäherungserfassungseinrichtung ein in der Umgebung
des Bedienelements gebildeter Detektionsbereich überwacht, so dass ein Betätigungselement
in dem Detektionsbereich erfasst wird. Ferner wird auf der Anzeigefläche ein erster
und ein zweiter Anzeigeinhalt angezeigt. Ferner betrifft die Erfindung eine Bedienvorrichtung
mit einer Anzeigefläche zum Anzeigen eines ersten und eines zweiten Anzeigeinhalts,
einem Bedienelement, einer Annäherungserfassungseinrichtung, mit welcher ein Betätigungselement
in einem Detektionsbereich erfassbar ist, der in der Umgebung des Bedienelements gebildet
ist, und einer Steuervorrichtung zum Steuern des auf der Anzeigefläche angezeigten
Anzeigeinhalts.
[0002] Das Verfahren und die Bedienvorrichtung sind insbesondere Teil eines Fahrzeugs. Mittels
des Verfahrens und der Bedienvorrichtung können insbesondere Einrichtungen eines Fahrzeugs
bedient werden. Das Verfahren und die Bedienvorrichtung können jedoch auch in Verbindung
mit anderen Geräten, insbesondere tragbaren Geräten, wie einem Musikspieler, einem
Mobiltelefon oder einem mobilen Navigationssystem eingesetzt werden.
[0003] Aus der
DE 10 2007 039 445 A1 ist ein Verfahren zum Anzeigen von Informationen mittels eines in einem Kraftfahrzeug
befestigten Displays sowie eine Anzeigeeinrichtung für ein Kraftfahrzeug bekannt.
Bei dem in dieser Druckschrift beschriebenen Verfahren wird von einem Anzeigezustand
in einen Bedienzustand gewechselt, wenn eine Annäherung eines Objekts an eine Eingabeeinrichtung
detektiert worden ist. Der Anzeigezustand zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
dass keine Schaltflächen dargestellt werden, die einem Bedienschritt zugeordnet sind.
Im Bedienzustand werden hingegen solche Schaltflächen dargestellt.
[0004] Es ist wünschenswert, die Informationen im Kraftfahrzeug so darzustellen, dass sie
schnell und intuitiv vom Fahrer aufgenommen werden können, so dass das Erfassen der
dargestellten Informationen nicht zu einer Ablenkung des Fahrers während der Fahrt
führt. Ferner soll die Bedienung so intuitiv, einfach und schnell durchführbar sein,
dass der Fahrer die Einrichtungen des Fahrzeugs, deren Informationen von der Anzeigeeinrichtung
dargestellt werden, auch während der Fahrt bedienen kann, selbst wenn von der Anzeigeeinrichtung
gegebenenfalls komplexe hierarchische Strukturen darstellbar sind. Die Informationsdarstellung
und die mit einer Informationsdarstellung verbundene Bedienung in dem Kraftfahrzeug
trägt somit zur Sicherheit beim Führen des Kraftfahrzeugs bei.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Bedienvorrichtung
der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei denen der Bedienkomfort für den Nutzer
verbessert ist und bei denen dem Nutzer umfassende Informationen angezeigt werden
können, wenn der Nutzer die Bedienvorrichtung nicht betätigt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und eine Bedienvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte
Aus- und Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass wenn mittels der
Annäherungserfassungseinrichtung ein Betätigungselement im Detektionsbereich erfasst
worden ist, der erste Anzeigeinhalt nicht mehr angezeigt wird und Anzeigeflächen in
betätigbare Schaltflächen umgewandelt und vergrößert dargestellt werden. In einer
solchen Situation wird davon ausgegangen, dass der Nutzer mit dem Betätigungselement
das Bedienelement betätigen will. Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren in diesem
Fall der erste Anzeigeinhalt nicht mehr angezeigt wird, kann der zweite Anzeigeinhalt
vergrößert angezeigt werden, und dem Nutzer eine Bedienung, welche von dem zweiten
Anzeigeinhalt unterstützt wird, erleichtern. Auf diese Weise kann der Bedienkomfort
für den Nutzer gesteigert werden. Ferner kann statt des ersten Anzeigeinhalts ein
dritter Anzeigeinhalt angezeigt werden, welcher auch den Nutzer bei der Betätigung
des Bedienelements unterstützen kann.
[0008] Bei dem Betätigungselement kann es sich um ein beliebiges Element handeln, mit welchem
das Bedienelement betätigt werden kann. Das Betätigungselement ist insbesondere ein
Betätigungsstift oder die Fingerspitze eines Nutzers.
[0009] Der erste Anzeigeinhalt umfasst insbesondere Statusinformationen. Solche Statusinformationen
werden beispielsweise bei dem Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens im Fahrzeug
verwendet, um den Fahrzeuginsassen permanent Informationen anzuzeigen, welche für
das Führen des Fahrzeugs relevant sind. Beispielsweise können die Statusinformationen
die Außentemperatur und die Innentemperatur im Fahrzeug umfassen, Informationen, ob
Verkehrsinformationen übertragen werden, Informationen zu Kommunikationsverbindungen,
wie zum Beispiel dem Mobiltelefon-Provider und die Empfangsstärke im Netz dieses Providers,
sowie Informationen zu Schnittstellen zu Einrichtungen innerhalb des Fahrzeugs, wie
zum Beispiel einer Funkverbindung.
[0010] Der erste Anzeigeinhalt wird insbesondere unabhängig vom zweiten Anzeigeinhalt angezeigt,
wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung kein Betätigungselement im Detektionsbereich
erfasst wird. Der erste Anzeigeinhalt kann somit permanente Informationsanzeigen umfassen,
der zweite Anzeigeinhalt hingegen Darstellungen zu wechselnden Anwendungen. Die permanenten
Informationsanzeigen des ersten Anzeigeinhalts werden jedoch ausgeblendet, wenn der
Nutzer die Absicht hat, das Bedienelement zu betätigen. Auf diese Weise ergibt sich
auf der Anzeigefläche ein größerer Anzeigebereich, welcher den Nutzer bei dem Bedienvorgang
unterstützen kann. Dies ist insbesondere bei einem Einsatz des erfindungsgemäßen Verfahrens
im Fahrzeug vorteilhaft, da die Größe der Anzeigefläche in diesem Fall relativ klein
ist und ferner eine große Vielfalt an Informationen auf der Anzeigefläche dargestellt
werden muss.
[0011] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist die Anzeigefläche
eine berührungsempfindliche Oberfläche auf. Als Eingabevorrichtung wird in diesem
Fall ein sogenannter Touchscreen bereitgestellt. Das Bedienelement kann in diesem
Fall eine auf der Anzeigefläche angezeigte Schaltfläche umfassen. Der Detektionsbereich
wird in diesem Fall vor der Anzeigefläche gebildet. Nähert sich somit der Nutzer beispielsweise
mit seiner Fingerspitze der berührungsempfindlichen Oberfläche auf der Anzeigefläche
an, tritt er mit der Fingerspitze in den Detektionsbereich ein. Dies wird von der
Annäherungserfassungseinrichtung erfasst, woraufhin der erste Anzeigeinhalt ausgeblendet
wird.
[0012] Unter einer
Schaltfläche wird im Sinne der Erfindung ein Steuerelement einer graphischen Benutzerschnittstelle
verstanden. Eine Schaltfläche unterscheidet sich von Elementen und Flächen zur reinen
Informationsanzeige, so genannten Anzeigeelementen bzw. Anzeigenflächen, darin, dass
sie auswählbar sind. Bei einer Auswahl einer Schaltfläche wird eine ihr zugeordnete
Funktion ausgeführt. Die Funktion kann nur zu einer Veränderung der Informationsanzeige
führen. Ferner können über die Schaltflächen Einrichtungen gesteuert werden, deren
Bedienung von der Informationsanzeige unterstützt wird. Die Schaltflächen können somit
herkömmliche mechanische Schalter ersetzen. Die Schaltflächen können beliebig auf
einer frei programmierbaren Anzeigefläche eines Displays erzeugt und angezeigt werden.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass eine Schaltfläche markiert werden kann. In
diesem Fall wird die zugeordnete Funktion noch nicht ausgeführt. Die markierte Schaltfläche
wird jedoch gegenüber anderen Schaltflächen hervorgehoben dargestellt. Die Markierung
und/oder Auswahl einer Schaltfläche kann mittels einer Cursorsteuerung oder durch
direkte Bedienung einer berührungsempfindlichen Oberfläche des Displays erfolgen.
[0013] Bei einer anderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das Bedienelement
abgesetzt von der Anzeigefläche angeordnet. Es kann sich beispielsweise um ein mechanisches
Bedienelement, insbesondere um einen Dreh-Drück-Geber in der Mittelkonsole eines Fahrzeugs
handeln, mit dem eine Bedienung möglich ist. Die Bedienung mittels des abgesetzten
Bedienelements kann von der Anzeige auf der Anzeigefläche unterstützt werden. Beispielsweise
können auch in diesem Fall auf der Anzeigefläche Schaltflächen angezeigt werden, die
mittels des abgesetzten Bedienelements angesteuert werden können. Der Detektionsbereich
ist in diesem Fall um das abgesetzte Bedienelement herum gebildet.
[0014] Gemäß einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden im zweiten Anzeigebereich
Schaltflächen überlappend dargestellt, wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung
kein Betätigungselement im Detektionsbereich erfasst wird. Die Schaltflächen werden
hingegen im zweiten Anzeigebereich nicht überlappend dargestellt, wenn mittels der
Annäherungserfassungseinrichtung ein Betätigungselement im Detektionsbereich erfasst
worden ist. Dadurch wird erreicht, dass eine große Vielzahl von Schaltflächen angezeigt
werden kann, wenn keine Betätigungsabsicht des Nutzers detektiert wird. Wenn eine
solche Betätigungsabsicht detektiert wird, da das Betätigungselement im Detektionsbereich
erfasst worden ist, können die Schaltflächen hingegen so angezeigt werden, dass sie
gut voneinander abgegrenzt sind und damit leicht vom Nutzer betätigt werden können.
Durch diese Maßnahme wird der Bedienkomfort für den Nutzer beim Betätigen der Schaltflächen
erhöht.
[0015] Des Weiteren kann der erste Anzeigeinhalt durchscheinend dargestellt werden, wenn
mittels der Annäherungserfassungseinrichtung kein Betätigungselement in dem Detektionsbereich
erfasst wird. Dadurch wird erreicht, dass der Nutzer durch den ersten Anzeigeinhalt
durchscheinende Anzeige- bzw. Schaltflächen des zweiten Anzeigeinhalts bereits erkennen
kann, bevor er mit dem Betätigungselement in den Detektionsbereich eintritt. Auch
hierdurch wird der Bedienkomfort für den Nutzer erhöht.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der zweite
Anzeigeinhalt zumindest zum Teil vergrößert dargestellt, wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung
ein Betätigungselement im Detektionsbereich erfasst worden ist. Falls der zweite Anzeigeinhalt
Informationen darstellt, welche den Nutzer beim Bedienvorgang unterstützen, kann hierdurch
erreicht werden, dass diese Informationen vom Nutzer besser wahrgenommen werden können.
[0017] Die Anzeige auf der Anzeigefläche mit dem ersten und dem zweiten Anzeigeinhalt in
einem Zustand, bei dem kein Betätigungselement im Detektionsbereich erfasst worden
ist, kann einem Anzeigezustand entsprechen, bei dem die dargstellten Informationen
keinen Bedienschritten zugeordnet sind. Falls jedoch ein Betätigungselement im Detektionsbereich
erfasst worden ist, kann der nunmehr allein angezeigte zweite Anzeigeinhalt einem
sogenannten Bedienzustand entsprechen, bei dem Informationen dargestellt werden, die
zumindest einem ausführbaren Bedienschritt zugeordnet sind. Erst wenn ein Betätigungselement
im Detektionsbereich erfasst worden ist, verändert sich somit der Anzeigeinhalt so,
dass mittels des Anzeigeinhalts ein Bedienvorgang durchgeführt werden kann. Beispielsweise
kann von einer Anzeigefläche in eine betätigbare Schaltfläche umgeschaltet werden.
[0018] Die erfindungsgemäße Bedienvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Steuervorrichtung
mit der Annäherungserfassungseinrichtung so gekoppelt ist, dass der erste Anzeigeinhalt
nicht mehr angezeigt wird, wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung ein Betätigungselement
im Detektionsbereich erfasst worden ist.
[0019] Die erfindungsgemäße Bedienvorrichtung ist insbesondere so ausgebildet, dass sie
die vorstehend genannten Verfahrensschritte teilweise oder vollständig ausführen kann.
Sie ist beispielsweise in ein Fahrzeug integriert. Mittels der Bedienvorrichtung können
in diesem Fall verschiedene Einrichtungen des Fahrzeugs bedient werden. Die erfindungsgemäße
Bedienvorrichtung weist dieselben vorstehend genannten Vorteile wie das erfindungsgemäße
Verfahren auf.
[0020] Gemäß einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung weist die Anzeigefläche
eine berührungsempfindliche Oberfläche auf. Das Bedienelement kann in diesem Fall
eine auf der Anzeigefläche angezeigte Schaltfläche umfassen. Das Bedienelement wird
in diesem Fall somit von einem sogenannten Touchscreen bereitgestellt. Der Detektionsbereich
ist in diesem Fall vor der Anzeigefläche bzw. vor dem Touchscreen gebildet.
[0021] Gemäß einer anderen Ausgestaltung ist das Bedienelement abgesetzt von der Anzeigefläche
angeordnet. Es kann sich beispielsweise um ein mechanisches Bedienelement, zum Beispiel
einen Dreh-Drück-Geber handeln. Die Betätigung dieses abgesetzten Bedienelements wird
jedoch durch die Anzeige auf der Anzeigefläche unterstützt.
[0022] Die Annäherungserfassungseinrichtung kann beispielsweise eine Reflektionslichtschranke
umfassen, die mindestens ein Leuchtmittel zum Emittieren von elektromagnetischer Detektionsstrahlung
in den Detektionsbereich und ein Empfangselement zum Detektieren eines an dem Betätigungselement
gestreuten und/oder reflektierten Anteils der Detektionsstrahlung umfassen. Sie kann
insbesondere so ausgebildet sein, das Betätigungselement in dem Detektionsbereich
anhand der Intensität der empfangenen Detektionsstrahlung zu erkennen. Die Annäherungserfassungseinrichtung
kann ferner verschiedene Leuchtmittel für die einzelnen Detektionszonen umfassen,
die jeweils elektromagnetische Detektionsstrahlung in die jeweilige Detektionszone
emittieren. Ferner kann eine Modulationsvorrichtung zum Modulieren der emittierten
Detektionsstrahlung vorgesehen sein, so dass sich die Detektionsstrahlung, die in
die einzelnen Detektionszonen emittiert wird, jeweils hinsichtlich ihrer Modulation
unterscheidet. In diesem Fall kann die Annäherungserfassungseinrichtung auch eine
Analyseeinheit umfassen, die so ausgebildet ist, dass die empfangene reflektierte
und/oder gestreute Detektionsstrahlung hinsichtlich ihrer Modulation analysiert werden
kann, um zu ermitteln, in welcher Detektionszone die Detektionsstrahlung an einem
Betätigungselement gestreut oder reflektiert wurde. Mittels der Annäherungserfassungseinrichtung
kann somit die Aufenthaltsdauer eines Betätigungselements separat für jede Detektionszone
bestimmt werden.
[0023] Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug zu den Zeichnungen
erläutert.
- Figur 1
- zeigt schematisch den Aufbau eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung
in einer Aufsicht,
- Figur 2
- zeigt die Bedienvorrichtung des Ausführungsbeispiels in einer vertikalen Schnittansicht,
- die Figuren 3A und 3B
- zeigen Anzeigen in einem Anzeigezustand und einem Bedienzustand, die von einem Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugt werden und
- die Figuren 4A und 4B
- zeigen weitere Anzeigen in einem Anzeigezustand und einem Bedienzustand, die von einem
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugt werden.
[0024] Das im Folgenden beschriebene Ausführungsbeispiel betrifft den Einsatz der Bedienvorrichtung
und des Verfahrens in einem Fahrzeug, insbesondere einem Kraftfahrzeug. Mittels Bedienvorrichtung
und durch das Verfahren können den Fahrzeuginsassen Informationen angezeigt werden.
Ferner können die Fahrzeuginsassen mittels der Bedienvorrichtung Einrichtungen des
Fahrzeugs bedienen und die Anzeige steuern. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass
die Bedienvorrichtung und das Verfahren auf gleiche Weise auch in anderen Geräten,
wie zum Beispiel mobilen Geräten, eingesetzt werden können.
[0025] Die Bedienvorrichtung umfasst eine Anzeigevorrichtung 1 mit einer Anzeigefläche 2,
die so im Innenraum des Fahrzeugs angeordnet ist, dass sie für zumindest einen Fahrzeuginsassen,
insbesondere den Fahrer, gut sichtbar ist. Die Anzeigefläche 2 kann von einem Display,
insbesondere einem Flüssigkeitskristalldisplay, beliebiger Bauart bereitgestellt werden.
[0026] Des Weiteren kann der Anzeigeinhalt auf die Anzeigefläche 2 projiziert werden. Die
Anzeigevorrichtung 1 kann somit auch ein sogenanntes Head-up-Display oder ein Headdown-Display
sein.
[0027] Die Anzeigevorrichtung 1 ist mit einer Steuervorrichtung 3 verbunden, mit welcher
Graphikdaten zur Informationsdarstellung auf der Anzeigefläche 2 erzeugbar sind. Die
Steuervorrichtung 3 ist ferner mit einer Eingabevorrichtung 4 verbunden, über welche
der Nutzer Einrichtungen des Fahrzeugs, deren Informationen auf der Anzeigefläche
2 angezeigt werden, steuern kann. Die Eingabevorrichtung stellt somit ein Bedienelement
dar.
[0028] In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird die Eingabevorrichtung 4 durch eine
berührungsempfindliche Bedienoberfläche der Anzeigefläche 2 bereitgestellt. Beispielsweise
kann eine Folie über der Anzeigefläche 2 angeordnet sein, mit welcher die Position
einer Berührung eines Betätigungselements detektiert werden kann. Bei dem Betätigungselement
handelt es sich insbesondere um die Fingerspitze eines Nutzers. Die Folie kann z.
B. als resistive Touchfolie, kapazitive Touchfolie oder piezoelektrische Folie ausgebildet
sein. Ferner kann die Folie so ausgebildet sein, dass ein Wärmestrom, der z. B. von
der Fingerspitze eines Nutzers ausgeht, gemessen wird. Aus der zeitlichen Entwicklung
der Berührung der Folie lassen sich verschiedene Eingaben gewinnen. Beispielsweise
kann im einfachsten Fall das Berühren der Folie bei einer bestimmten Position erfasst
und einem auf der Anzeigefläche 2 angezeigten graphischen Objekt zugeordnet werden.
Des Weiteren kann die Länge der Berührung bei einer bestimmten Position oder innerhalb
eines bestimmten Bereichs erfasst werden. Auf der Anzeigefläche 2 kann eine betätigbare
Schaltfläche als Bedienelement angezeigt werden.
[0029] Statt einer berührungsempfindlichen Bedienoberfläche kann die Eingabevorrichtung
4 auch von einem abgesetzten Bedienelement gebildet werden. In diesem Fall kann die
Betätigung dieses Bedienelements von der Anzeige auf der Anzeigefläche 2 unterstützt
werden. Im Folgenden wird jedoch davon ausgegangen, dass als Eingabevorrichtung 4
eine berührungsempfindliche Oberfläche vorgesehen ist.
[0030] Des Weiteren umfasst die Bedienvorrichtung eine Annäherungserfassungseinrichtung
7. Mittels der Annäherungserfassungseinrichtung 7 kann ein Betätigungselement in einem
Detektionsbereich 8 erfasst werden. Der Detektionsbereich 8 ist in Fig. 2 im Detail
dargestellt. Der Detektionsbereich 8 ist so gebildet, dass eine Annäherung eines Betätigungselements
an die Bedienoberfläche 4 erfasst wird.
[0031] In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel bildet der Detektionsbereich 8 zumindest
ein Volumen vor der Bedienoberfläche 4. Es ist insbesondere ein Quader gebildet, der
mit seinen Seitenflächen in der Erstreckung, die parallel zu der Bedienoberfläche
4 verläuft, die Bedienoberfläche 4 vollständig umschließt. In einer Richtung senkrecht
zur Bedienoberfläche 4 reicht der Quader von der Bedienoberfläche 4 oder unmittelbar
vor der Bedienoberfläche 4 bis zu einem Abstand von z. B. etwa 40 cm. Der Abstand
der äußeren Grenze des Detektionsbereichs 8 vor der Bedienoberfläche 4 wird dabei
so gewählt, dass eine Annäherung an die Bedienoberfläche 4 so rechtzeitig detektiert
werden kann, dass die Anzeige auf der Anzeigefläche 2 früh genug verändert werden
kann, um den Nutzer bei einer Eingabe zu unterstützen. Ferner sollte der Abstand des
Detektionsbereichs 8 von der Bedienoberfläche 4 so gewählt werden, dass das Betätigungselement
oder ein anderes Objekt so selten wie möglich in den Detektionsbereich 8 bewegt wird,
wenn keine Bedienung der Bedienoberfläche 4 beabsichtigt ist.
[0032] Im Folgenden werden verschiedene Ausbildungen der Annäherungserfassungseinrichtung
7 erläutert:
Gemäß einer ersten Ausgestaltung emittiert die Annäherungserfassungseinrichtung elektromagnetische
Detektionsstrahlung, vorzugsweise im infraroten Wellenlängenbereich, in den Detektionsbereich
8. Die Detektionsstrahlung tritt in geeigneter Weise in der Nähe der Anzeigevorrichtung
1 so aus, dass sie den gesamten Detektionsbereich 8 erfassen kann. Beispielsweise
kann oberhalb und unterhalb der Bedienoberfläche 4 jeweils ein Emissionsfenster angeordnet
sein, welches für die Detektionsstrahlung transparent ist. Hinter den Emissionsfenstern
sind Leuchtmittel zum Emittieren der Detektionsstrahlung angeordnet. Bei den Leuchtmitteln
handelt es sich beispielsweise um Leuchtdioden, die Licht im infraroten Wellenlängenbereich
emittieren. Des Weiteren ist hinter den Emissionsfenstern zumindest ein Empfangselement
angeordnet. Bei dem Empfangselement kann es sich beispielsweise um eine Photodiode
handeln. Um eine direkte Einstrahlung oder ein Auffangen von Streustrahlung der Leuchtmittel
zu verhindern, ist über dem Empfangselement eine Abschirmung angeordnet, die eine
Eintrittsöffnung umfasst. Unterhalb der Abschirmung befindet sich z. B. gemeinsam
mit dem Empfangselement ein Referenzleuchtmittel, welches vorzugsweise identisch zu
den Leuchtmitteln ausgebildet ist. Dieses Referenzleuchtmittel ist vorgesehen, um
zeitlich alternierend zu den Leuchtmitteln Referenzstrahlung im selben Wellenlängen-
bzw. Frequenzbereich wie die Leuchtmittel zu emittieren. Auf diese Weise kann eine
Kompensation einer Hintergrundstrahlung im Fahrzeug erfolgen. Vor der Eintrittsöffnung
der Abschirmung des Empfangselements kann eine weitere Optik vorgesehen sein, die
Detektionsstrahlung der Leuchtmittel, die an einem Betätigungselement gestreut und/oder
reflektiert wurde und die durch das Emissionsfenster hindurchgetreten ist, auf das
Empfangselement fokussiert. Die Annäherungserfassungseinrichtung umfasst ferner eine
Ansteuerelektronik, um die Leuchtmittel sowie das Referenzleuchtmittel anzusteuern.
[0033] Bei einer alternativen Ausbildung der Annäherungserfassungseinrichtung 7 werden Hochfrequenzsignale
über den Körper des Nutzers übertragen und zur Positionserfassung der Fingerspitze
des Nutzers und ggf. zur Bestimmung der Position des Nutzers verwendet. Im Sitz des
Nutzers, d. h. beispielsweise des Fahrers, befindet sich eine Elektrodenanordnung.
Über diese Elektrodenanordnung werden Hochfrequenzsignale in den Körper des Nutzers
eingekoppelt. Die eingekoppelten Hochfrequenzsignale werden von Sensoren kapazitiv
empfangen, wenn sich der Nutzer mit seiner Fingerspitze den Sensoren annähert. Anhand
mehrerer Sensoren, die bei oder hinter der Bedienoberfläche 4 angeordnet sind, kann
über die Intensitäten der bei den einzelnen Sensoren ausgekoppelten Signale mittels
Triangulation die Position der Fingerspitze des Nutzers im Raum, d. h. insbesondere
im Detektionsbereich 8, bestimmt werden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass die
Bedienoberfläche 4 oder die Sensoren berührt werden. Außerdem kann über die Elektrodenanordnung
ein Identifikationscode kapazitiv in den Körper des Nutzers eingekoppelt werden und
bei den Sensoren in der Anzeigevorrichtung 1 ausgekoppelt werden. Über den Körper
des Nutzers kann somit ein Identifikationscode übertragen werden, welcher angibt,
von welcher Bedienposition aus der Nutzer sich der Bedienoberfläche 4 annähert. Falls
entsprechende Elektrodenanordnungen sowohl im Fahrersitz, als auch im Beifahrersitz
angeordnet sind, kann der Steuervorrichtung 3 ein Signal übertragen werden, welches
angibt, ob es sich bei dem Nutzer des Betätigungselements um den Fahrer oder den Beifahrer
handelt. Diese Art der Identifizierung der Bedienposition kann auch in Verbindung
mit anderen Ausgestaltungen der Annäherungserfassungseinrichtung 7 eingesetzt werden.
Das Grundprinzip dieser Ausgestaltung der Annäherungserfassungseinrichtung 7 und weitere
Details der Signalübertragung, sind in der
DE 10 2004 048 956 A1 und der
WO 2004/078536 A2 beschrieben.
[0034] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Annäherungserfassungseinrichtung 7 wird die
Position des Betätigungselements im Detektionsbereich 8 wie folgt erfasst: Entlang
einer virtuellen Zeile wird ein Sende- und Empfangsschema konzipiert, mit dem der
Aufenthaltsbereich des Betätigungselements kontinuierlich mit einem eng gebündelten
Infrarotlichtstrahl gescannt wird. Dabei werden die einzelnen Sendeorte entlang der
virtuellen Zeile fortlaufend zur Abgabe eines einzelnen Infrarotlichtimpulses veranlasst.
Ist der letzte Sendeort in der Zeile, wird als Nächstes wieder der erste Sendeort
angesteuert, so dass der gescannte Infrarotlichtstrahl zyklisch den Detektionsbereich
8 immer wieder von einer Seite zur anderen durchläuft. In Abhängigkeit vom Sendetakt
der Infrarotlichtpulse, kann damit der Detektionsbereich 8 ununterbrochen gescannt
und die Position des Betätigungselements detektiert werden. Die Messung der reflektierten
Infrarotlichtpulsanteile ist an den Takt der ausgesendeten Infrarotlichtpulse angepasst.
Die Zuordnung zu den einzelnen Sendeorten bzw. zu deren Einfallsbereich bestimmt dabei
die Empfangscharakteristik der Messung. Details dieser Positionsermittlung eines Betätigungselements
sind in der
DE 100 58 244 C2 beschrieben.
[0035] Schließlich kann die Position des Betätigungselements auch mittels eines Kamerasystems
und nachgeordneter Bildverarbeitung sowie durch ein Ultraschallsensorsystem erfolgen.
[0036] Die Annäherungserfassungseinrichtung 7 überträgt die aktuelle Position eines Betätigungselements
im Detektionsbereich 8 fortwährend an die Steuervorrichtung 3. In Abhängigkeit von
diesem Signal kann die Steuervorrichtung 3 die Anzeige auf der Anzeigefläche 2 verändern.
[0037] Schließlich ist die Steuervorrichtung 3 mit einem Fahrzeugbus 5 gekoppelt. Über diesen
Fahrzeugbus 5 ist die Steuervorrichtung 3 mit weiteren Einrichtungen des Fahrzeugs
verbunden, zu denen Informationen auf der Anzeigefläche 2 angezeigt werden sollen
und die mittels der Eingabevorrichtung 4 bedient werden sollen.
[0038] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens, welches
von der vorstehend beschriebenen Bedienvorrichtung ausführbar ist, mit Bezug zu den
Figuren 3 und 4 im Detail erläutert:
In den Figuren 3A und 3B sind Anzeigen auf der Anzeigefläche 2 gezeigt, welche von
einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugt werden. In Figur
3A ist ein Anzeigemodus gezeigt, der angezeigt wird, wenn kein Betätigungselement
von der Annäherungserfassungseinrichtung 7 im Detektionsbereich 8 erfasst wird. In
Figur 3B ist ein Bedienmodus gezeigt, der angezeigt wird, wenn ein Betätigungselement
von der Annäherungserfassungseinrichtung 7 im Detektionsbereich 8 erfasst worden ist.
[0039] Im Anzeigemodus wird im oberen Teil der Anzeigefläche 2 ein Anzeigebalken 6 mit Statusinformationen
für die Aussentemperatur, den Empfang von Verkehrsinformationen, den Telekommunikations-Provider,
eine Bluetooth-Verbindung, die Empfangsstärke einer Funkschnittstelle und die Innentemperatur
im Fahrzeuginnenraum angezeigt. Der Anzeigebalken 6 bildet einen ersten Anzeigeinhalt.
[0040] Des Weiteren wird ein Anzeigebereich 9 mit einem zweiten Anzeigeinhalt angezeigt,
welcher in dem in Figur 3A gezeigten Beispiel im Teilbereich 10 die Karte des Navigationssystems
anzeigt und in einem weiteren Anzeigebalken darunter verschiedene Anzeigeflächen 11
der Bedienvorrichtung anzeigt.
[0041] Wenn sich der Nutzer nun der Eingabevorrichtung 4, d.h. beispielsweise der berührungsempfindlichen
Oberfläche der Anzeigevorrichtung 1 annähert, tritt er zum Beispiel mit seiner Fingerspitze
in den Detektionsbereich 8 ein. Dies wird von der Annäherungserfassungseinrichtung
7 erfasst, woraufhin diese ein entsprechendes Signal an die Steuervorrichtung 3 überträgt.
Die Steuervorrichtung 3 steuert die Anzeigefläche 2 daraufhin so an, dass der erste
Anzeigeinhalt, d.h. der Anzeigebalken 6, nicht mehr angezeigt wird. Ferner wird der
zweite Anzeigeinhalt, d.h. der Anzeigebereich 9, auf die größere zur Verfügung stehende
Anzeigefläche angepasst. Ferner wandeln sich die Anzeigeflächen 11 in betätigbare
Schaltflächen 11 um. Dabei werden die Schaltflächen 11 im Bedienmodus größer dargestellt
als die Anzeigeflächen 11 im Anzeigemodus. Hierdurch wird der Bedienkomfort für den
Nutzer erhöht, da er die Schaltflächen 11 leichter betätigen kann.
[0042] Durch Betätigung der Schaltflächen 11 kann der Nutzer im Bediensystem des Fahrzeugs
navigieren, und beispielsweise andere Anzeigeinhalte im Anzeigebereich 10 zur Anzeige
bringen. Nachdem der Nutzer die Betätigung beendet hat und das Betätigungselement
aus dem Detektionsbereich 8 entfernt hat, wird für die Anzeigefläche 2 wieder in den
Anzeigemodus umgeschaltet, wobei in diesem Fall in dem Anzeigebereich 10 gegebenenfalls
ein anderer Anzeigeinhalt angezeigt wird. Die im Anzeigebalken 6 angezeigten Statusinformationen
verändern sich jedoch nicht, außer der Nutzer nimmt in einem Einstellungsmenü spezielle
andere Einstellungen vor, mit denen die angezeigten Statusinformationen definiert
werden können.
[0043] In den Figuren 4A und 4B ist ein weiteres Beispiel für eine Anzeige im Anzeigemodus
(Figur 4A) und eine Anzeige im Bedienmodus (Figur 4B) gezeigt, die von dem Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens erzeugt wird. In diesem Fall werden im Anzeigebalken
6 die Anzeigeflächen 12 mit der Innentemperatur und der Außentemperatur angezeigt.
Im Anzeigebereich 10 werden Informationen zu dem Radio des Fahrzeugs angezeigt. Es
werden für die einzelnen Radiosender Graphiken 13 angezeigt, die gegebenenfalls überlappend
dargestellt werden können. Der aktuell eingestellte Radiosender kann insbesondere
im Vordergrund angezeigt werden, andere empfangbare Radiosender können durch weitere
Graphiken 13 repräsentiert im Hintergrund angezeigt werden. Unten auf der Anzeigefläche
2 werden, wie vorstehend beschrieben, die Anzeigeflächen 11 dargestellt.
[0044] Wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung 7 ein Betätigungselement im Detektionsbereich
8 erfasst worden ist, schaltet die Steuervorrichtung 3 die Anzeige auf der Anzeigefläche
2 in einen Bedienmodus, wie er in Figur 4D dargestellt ist. Der Anzeigebalken 6 mit
den Statusinformationen verschwindet und die Anzeigeflächen 11 werden in Schaltflächen
11 umgewandelt und vergrößert dargestellt. Ferner werden die Graphiken 13 für die
einzelnen Radiosender nicht mehr überlappend dargestellt, sondern nebeneinander, so
dass sie vom Nutzer leicht ausgewählt werden können. Die Graphiken 13 können dann
auch als betätigbare Schaltflächen ausgebildet sein. Der Nutzer kann beispielsweise
einen Radiosender auswählen, indem er die Graphik 13 auf der berührungsempfindlichen
Oberfläche der Anzeigefläche 2 berührt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0045]
- 1
- Anzeigevorrichtung
- 2
- Anzeigefläche
- 3
- Steuervorrichtung
- 4
- Eingabevorrichtung/ Bedienelement
- 5
- Fahrzeugbus
- 6
- Anzeigebalken/erster Anzeigeinhalt
- 7
- Annäherungserfassungseinrichtung
- 8
- Detektionsbereich
- 9
- Anzeigebereich/ zweiter Anzeigeinhalt
- 10
- (Teil-)Anzeigebereich
- 11
- Anzeigeflächen/Schaltflächen
- 13
- Graphiken
1. Verfahren zum Betreiben einer Bedienvorrichtung, insbesondere in einem Fahrzeug, wobei
die Bedienvorrichtung eine Anzeigefläche (2) und ein Bedienelement (4) aufweist, bei
dem
- mittels einer Annäherungserfassungseinrichtung (7) ein in der Umgebung des Bedienelements
(4) gebildeter Detektionsbereich (8) überwacht wird, so dass ein Betätigungselement
in dem Detektionsbereich (8) erfasst wird, und
- auf der Anzeigefläche (2) ein erster und zweiter Anzeigeinhalt (6, 9) angezeigt
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass,
- wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung (7) ein Betätigungselement im
Detektionsbereich erfasst worden ist, der erste Anzeigeinhalt (6) nicht mehr angezeigt
wird und Anzeigeflächen (11) in betätigbare Schaltflächen (11) umgewandelt und vergrößert
dargestellt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Anzeigeinhalt (6) Statusinformationen umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Anzeigeinhalt (6) unabhängig vom zweiten Anzeigeinhalt (9) angezeigt wird,
wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung (7) kein Betätigungselement im Detektionsbereich
(8) erfasst wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzeigefläche (2) eine berührungsempfindliche Oberfläche aufweist, dass das Bedienelement
(4) eine auf der Anzeigefläche (2) angezeigte Schaltfläche (11) umfasst und dass der
Detektionsbereich (8) vor der Anzeigefläche gebildet wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im zweiten Anzeigebereich (9) Schaltflächen (13) nicht überlappend dargestellt werden,
wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung (7) ein Betätigungselement im Detektionsbereich
(8) erfasst worden ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der erste Anzeigeinhalt durchscheinend dargestellt wird, wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung
(7) kein Betätigungselement im Detektionsbereich (8) erfasst wird.
7. Bedienvorrichtung, insbesondere für ein Fahrzeug, mit
- einer Anzeigefläche (2) zum Anzeigen eines ersten und eines zweiten Anzeigeinhalts
(6, 9),
- einem Bedienelement (4),
- einer Annäherungserfassungseinrichtung (7), mittels welcher ein Betätigungselement
in einem Detektionsbereich (8) erfassbar ist, der in der Umgebung des Bedienelements
(4) gebildet ist, und
- einer Steuervorrichtung (3) zum Steuern des auf der Anzeigefläche (2) angezeigten
Anzeigeinhalts,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Steuervorrichtung (3) mit der Annäherungserfassungseinrichtung (7) so gekoppelt
ist, dass der erste Anzeigeinhalt (6) nicht mehr angezeigt wird und Anzeigeflächen
(11) in betätigbare Schaltflächen (11) umgewandelt und vergrößert dargestellt werden,
wenn mittels der Annäherungserfassungseinrichtung (7) ein Betätigungselement im Detektionsbereich
(8) erfasst worden ist.
8. Bedienvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anzeigefläche (2) eine berührungsempfindliche Oberfläche aufweist, dass das Bedienelement
(4) eine auf der Anzeigefläche (2) angezeigte Schaltfläche (11,13) umfasst und dass
der Detektionsbereich (8) vor der Anzeigefläche (2) gebildet ist.
9. Bedienvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bedienelement (4) abgesetzt von der Anzeigefläche (2) angeordnet ist.
1. Method for operating a control device, in particular in a vehicle, wherein the control
device has a display surface (2) and a control element (4), in which
- a detection region (8) which is formed in the surroundings of the control element
(4) is monitored by means of a proximity sensing device (7) so that an activation
element is detected in the detection region (8), and
- first and second display contents (6, 9) are displayed on the display surface (2),
characterized in that
- if an activation element has been detected in the detection region by means of the
proximity sensing device (7), the first display content (6) is no longer displayed
and display surfaces (11) are converted into control buttons (11) which can be activated
and are displayed enlarged.
2. Method according to Claim 1,
characterized in that
the first display content (6) comprises status information.
3. Method according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the first display content (6) is displayed independently of the second display content
(9) if no activation element is detected in the detection region (8) by means of the
proximity sensing device (7).
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the display surface (2) has a touch-sensitive surface, in that the control element (4) comprises a control button (11) which is displayed on the
display surface (2), and in that the detection region (8) is formed in front of the display surface.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
control buttons (13) are not displayed in an overlapping fashion in the second display
region (9) if an activation element has been detected in the detection region (8)
by means of the proximity sensing device (7).
6. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
the first display content is displayed in a transparent fashion if no activation element
is detected in the detection region (8) by means of the proximity sensing device (7).
7. Control device, in particular for a vehicle, having
- a display surface (2) for displaying first and second display contents (6, 9),
- a control element (4),
- a proximity sensing device (7) by means of which an activation element can be detected
in a detection region (8) which is formed in the surroundings of the control element
(4), and
- a control device (3) for controlling the display content which is displayed on the
display surface (2),
characterized in that
- the control device (3) is coupled to the proximity sensing device (7) in such a
way that the first display content (6) is no longer displayed and display surfaces
(11) are converted into control buttons (11) which can be activated and are displayed
enlarged if an activation element has been detected in the detection region (8) by
means of the proximity sensing device (7).
8. Control device according to Claim 7,
characterized in that
the display surface (2) has a touch-sensitive surface, in that the control element (4) comprises a control button (11, 13) which is displayed on
the display surface (2), and in that the detection region (8) is formed in front of the display surface (2).
9. Control device according to Claim 7 or 8,
characterized in that
the control element (4) is arranged offset from the display surface (2).
1. Procédé de fonctionnement d'un dispositif de commande, destiné en particulier à un
véhicule, le dispositif de commande possédant une surface d'affichage (2) et un élément
de manoeuvre (4), procédé dans lequel
- une zone de détection (8), formée au voisinage de l'élément de commande (4), est
surveillée au moyen d'un dispositif de détection de proximité (7) de manière à détecter
un élément d'actionnement dans la zone de détection (8), et
- un premier et un deuxième contenu d'affichage (6, 9) sont affichés sur la surface
d'affichage (2), caractérisé en ce que
- si un élément d'actionnement a été détecté dans la zone de détection au moyen du
dispositif de détection de proximité (7), le premier contenu d'affichage (6) n'est
plus affiché et les surfaces d'affichage (11) sont converties en boutons de commande
actionnables (11) et représentées de manière agrandie.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le premier contenu d'affichage (6) contient des informations d'état.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le premier contenu d'affichage (6) est affiché indépendamment du deuxième contenu
d'affichage (9) si aucun élément d'actionnement n'est détecté dans la zone de détection
(8) au moyen du dispositif de détection d'approche (7).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la surface d'affichage (2) possède une superficie tactile, en ce que l'élément de commande (4) comporte un bouton de commande (11) affiché sur la surface
d'affichage (2) et en ce que la zone de détection (8) est formée devant la surface d'affichage.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
des boutons de commande (13) sont représentés sans se chevaucher dans la deuxième
zone d'affichage (9) lorsqu'un élément d'actionnement a été détecté dans la zone de
détection (8) au moyen du dispositif de détection de proximité (7).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le premier contenu d'affichage est affiché de manière translucide lorsqu'aucun élément
d'actionnement n'est détecté dans la zone de détection (8) au moyen du dispositif
de détection de proximité (7).
7. Dispositif de commande, destiné en particulier à un véhicule, comprenant
- une surface d'affichage (2) destinée à afficher un premier et un deuxième contenu
d'affichage (6, 9),
- un élément d'actionnement (4),
- un dispositif de détection d'approche (7) au moyen duquel un élément d'actionnement
peut être détecté dans une zone de détection (8) qui est formée au voisinage de l'élément
de commande (4), et
- un dispositif de commande (3) destiné à commander le contenu d'affichage affiché
sur la surface d'affichage (2),
caractérisé en ce que
- le dispositif de commande (3) est couplé au dispositif de détection de proximité
(7) de sorte que le premier contenu d'affichage (6) n'est plus affiché et des zones
d'affichage (11) sont converties en boutons de commande actionnables (11) et représentées
de manière agrandie si un élément d'actionnement a été détecté dans la zone de détection
(8) au moyen du dispositif de détection de proximité (7).
8. Dispositif de commande selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la surface d'affichage (2) possède une superficie tactile, en ce que l'élément de commande (4) comporte un bouton de commande (11, 13) affiché sur la
surface d'affichage (2) et en ce que la zone de détection (8) est formée devant la surface d'affichage (2).
9. Dispositif de commande selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce que
l'élément de commande (4) est disposé de manière décalée par rapport à la surface
d'affichage (2).