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(11) |
EP 2 493 742 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.09.2014 Patentblatt 2014/36 |
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Anmeldetag: 08.09.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/005521 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/054410 (12.05.2011 Gazette 2011/19) |
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FAHRZEUG ZUR INSTANDHALTUNG EINES GLEISES
TRACK MAINTENANCE VEHICLE
VÉHICULE POUR L'ENTRETIEN D'UNE VOIE FERRÉE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
27.10.2009 DE 202009014493 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.09.2012 Patentblatt 2012/36 |
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Patentinhaber: |
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- Robel Bahnbaumaschinen GmbH
83395 Freilassing (DE)
- DB Bahnbau Gruppe GmbH
12487 Berlin (DE)
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Erfinder: |
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- HECHENBERGER, Peter
6382 Kirchdorf (AT)
- JÄKEL, Thomas
86356 Neusäss (DE)
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Vertreter: Rau, Schneck & Hübner
Patentanwälte Rechtsanwälte PartGmbB |
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Königstraße 2 90402 Nürnberg 90402 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 369 330 EP-A2- 1 880 913 WO-A1-2011/038793
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EP-A2- 0 438 701 EP-B1- 1 789 299 NL-C2- 1 028 854
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug zur Instandhaltung eines Gleises nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Ein derartiges aus der
NL 1 028 854 C bekanntes Fahrzeug weist Seitenwände auf, die quer zur Längsrichtung des Fahrzeugs
horizontal seitlich ausfahrbar ausgestaltet sind. Die Seitenwände sind jeweils zweiteilig
ausgebildet, wobei ein unterer Wandabschnitt durch einen Antrieb relativ zu einem
entsprechenden oberen Wandabschnitt höhenverstellbar ist. Die seitliche Veränderung
des Arbeitsraumes erfolgt ausschließlich durch die Seitenverstellung der jeweiligen
oberen Wandabschnitte.
[0003] Aus der
EP 1 880 913 A2 ist ein Fahrzeug zur Instandhaltung eines Gleises bekannt, das zwei in einer Fahrzeuglängsrichtung
voneinander distanzierte Schienenfahrwerke aufweist, auf denen ein zentraler als Längsträger
ausgebildeter Fahrzeugrahmen abgestützt ist. An diesem sind Seitenwände, um in Fahrzeuglängsrichtung
verlaufende Achsen schwenkbare, in sich starre Seitenwände angebracht, die seitlich
ausgeschwenkt werden können. Eine optimale Vergrößerung des durch die Seitenwände
begrenzten Arbeitsraumes ist hierbei nicht möglich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeug der eingangs genannten Gattung
so auszugestalten, dass eine weitere Optimierung des Arbeitsraumes möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs
1 gelöst. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist eine vielseitige und damit auch
optimale Vergrößerung des Arbeitsraumes möglich. Weiterhin ermöglicht die zweiteilige
Ausbildung der Seitenwand eine rasche und wirkungsvolle Anpassung des Arbeitsraumes
an besondere Situationen. So kann durch Anheben des unteren Wandabschnittes ein rascher
Zugang zum Arbeitsraum geschaffen werden, um diesem beispielsweise durch ein Staplerfahrzeug
Arbeitsmaterial zuzuführen oder aus diesem zu entfernen. Es kann aber auch sehr rasch
die Belüftung des Arbeitsraumes auf der sicheren, kein Nachbargleis aufweisenden Fahrzeugseite
verändert werden. Sobald jedoch ein Abschnitt mit einem angrenzenden Nachbargleis
erreicht ist, kann durch Absenken des unteren Wandabschnittes sofort ein uneingeschränkter
Sicherheitszustand erzielt werden.
[0006] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Zeichnungsbeschreibung.
[0007] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Fahrzeugs zur Instandhaltung eines Gleises,
- Fig. 2 bis 5
- Querschnitte durch das Fahrzeug, die nicht Teil der Erfindung sind, und
- Fig. 6
- einen schematischen Querschnitt einer Ausführungsvariante.
[0008] Ein in den Fig. 1 bis 4 ersichtliches Fahrzeug 1 weist einen sich in einer Fahrzeuglängsrichtung
2 erstreckenden Fahrzeugrahmen 3 auf, der sich je an einem Ende 4 auf einem Achsen
7 aufweisenden Schienenfahrwerk 5 abstützt. Der Fahrzeugrahmen 3 besteht aus einem
zwischen den beiden Schienenfahrwerken 5 nach oben gekröpften Rahmenabschnitt 6 und
ist bezüglich der Achse 7 mittig auf den Schienenfahrwerken 5 positioniert. Die Kröpfung
ist zweckmäßigerweise derart dimensioniert, dass sich Arbeitskräfte auf einem Gleis
9 ungehindert aufrecht bewegen können.
[0009] Wie insbesondere in Fig. 2 ersichtlich, ist der Rahmenabschnitt 6 im Querschnitt
auf einen zentralen Längsträger 22 reduziert ausgebildet und in seinem oberen Bereich
mit zwei voneinander getrennten und in Fahrzeugquererrichtung einander gegenüberliegenden
Seitenwänden 10 verbunden.
[0010] Jede Seitenwand 10 ist aus einem - bezüglich einer Vertikalen - oberen, eine Dachfläche
11 mit einschließenden Wandabschnitt 19 und einem unteren Wandabschnitt 20 zusammengesetzt.
Der obere Wandabschnitt 19 ist durch die Dachfläche 11 mit dem Längsträger 22 verbunden
und durch Antriebe 12 in Richtung der Achsen 7 bzw. normal zur Fahrzeuglängsrichtung
2 querverschiebbar. Damit kann ein durch die beiden Seitenwände 10 begrenzter, in
Richtung zum Gleis 9 offener Arbeitsraum 13 im Bereich einer Baustelle unter Beaufschlagung
der Antriebe 12 entweder ein- oder beidseitig verbreitert werden (s. Fig. 3).
[0011] Wie in Fig. 2 bis 4 ersichtlich, weist der untere Wandabschnitt 20 einen oberen und
unteren Wandteil 23, 24 auf. Der obere Wandteil 23 ist mit Hilfe eines Antriebes 21
entlang von Führungen 28 höhenverstellbar, die mit dem oberen Wandabschnitt 19 verbundenen
sind.
[0012] Wie nun in Fig. 4 ersichtlich, kann bedarfsweise der untere Wandabschnitt 20 unter
Aktivierung der Antriebe 21 relativ zum oberen Wandabschnitt 19 höhenverstellt werden.
Der untere Wandteil 24 ist durch nicht näher dargestellte Antriebe relativ zum oberen
Wandteil 23 höhenverstellbar. Damit besteht die Möglichkeit, für den Arbeitsraum 13
eine Öffnung 25 zu schaffen, um beispielsweise Arbeitsmaterial in den Arbeitsraum
13 bzw. aus diesem heraus transportieren zu können. Bedarfsweise kann auch bei extremen
Wetterbedingungen mit Hilfe der Öffnung 25 sehr rasch eine wirksame Verbesserung der
Belüftung erzielt werden, sofern kein an die Öffnung 25 angrenzendes Nachbargleis
vorhanden ist. Der untere Wandabschnitt 20 kann natürlich auch dann angehoben werden,
wenn die Seitenwand 10 nicht vom Längsträger 22 distanziert ist (s. Fig. 2).
[0013] In einer durch Fig. 5 dargestellten Variante ist kein zentraler Fahrzeugrahmen vorgesehen.
Dabei stützen sich die oberen Wandabschnitte 19 jeweils im Bereich der Schienenfahrwerke
auf einen Rahmen 26 ab und sind durch Antriebe 8 relativ zu diesem querverstellbar.
[0014] Schließlich zeigt eine weitere Variante in Fig. 6 einen oberen Wandabschnitt 19,
der durch den Antrieb 12 um eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende Achse 27 verschwenkbar
am Längsträger 22 befestigt ist. Der untere Wandabschnitt 20 ist über die Führungen
28 höhenverstellbar, die durch einen Antrieb 30 um eine in Fahrzeuglängsrichtung verlaufende
Achse 29 verschwenkbar am oberen Wandabschnitt 19 der Seitenwand 10 befestigt sind.
1. Fahrzeug zur Instandhaltung eines Gleises, mit zwei in einer Fahrzeuglängsrichtung
(2) voneinander distanzierten Schienenfahrwerken (5) und mit zwei durch Antriebe (12)
in einer normal zur Fahrzeuglängsrichtung (2) verlaufenden Querrichtung voneinander
distanzierbaren Seitenwänden (10) zur Begrenzung eines in Richtung zum Gleis (9) offenen,
für eine Durchfuhrung von Instandhaltungsarbeiten vorgesehenen Arbeitsraumes (13),
wobei jede Seitenwand (10) - bezogen auf eine Vertikale - aus einem oberen Wandabschnitt
(19) und einem unteren Wandabschnitt (20) zusammengesetzt ist und wobei der untere
Wandabschnitt (20) durch einen Antrieb (21) relativ zum oberen Wandabschnitt (19)
höhenverstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der obere Wandabschnitt (19) an einem zentralen, in Fahrzeuglängsrichtung (2) verlaufenden
Fahrzeugrahmen (3) befestigt und relativ zu diesem - in der normal zur Fahrzeuglängsrichtung
(2) verlaufenden Querrichtung - verschwenkbar ist und
dass der untere Wandabschnitt (20) am oberen Wandabschnitt (19) relativ zu diesem sowohl
höhenverstellbar als auch um eine in Fahrzeuglängsrichtung (2) verlaufende Achse (29)
verschwenkbar ist.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der untere Wandabschnitt (20) entlang von mit dem oberen Wandabschnitt (19) verbundenen
Führungen (28) höhenverstellbar ist.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass der obere Wandabschnitt (19) um eine in Fahrzeuglängsrichtung (2) verlaufende Achse
(27) an einem zentralen, als Längsträger (22) ausgebildeten oberen Rahmenabschnitt
(6) des Fahrzeugrahmens (3) verschwenkbar befestigt ist.
4. Fahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass der Längsträger (22) an seinen Enden (4) auf den Schienenfahrwerken (5) abgestützt
ist.
1. Track maintenance vehicle comprising two undercarriages (5) which are spaced from
each other in a longitudinal direction (2) of the vehicle, and two side walls (10)
which are spaceable from each other in a transverse direction extending normally to
the longitudinal direction (2) of the vehicle so as to limit a work zone (13) which
is open in the direction of the track (9) and is provided to perform maintenance works,
wherein relative to a vertical, each side wall (10) is composed of an upper wall portion
(19) and a lower wall portion (20), and wherein the lower wall portion (20) is height-adjustable
relative to the upper wall portion (19) by means of a drive (21),
characterized in
that the upper wall portion (19) is secured to a central vehicle frame (3) extending in
the longitudinal direction (2) of the vehicle, and is pivotable relative thereto in
the transverse direction extending normally to the longitudinal direction (2) of the
vehicle, and
that the lower wall portion (8) is mounted to the upper wall portion (19) in such a way
as to be height-adjustable relative thereto and to be pivotable about an axle (29)
extending in the longitudinal direction (2) of the vehicle.
2. Vehicle according to claim 1, characterized in that the lower wall portion (20) is height-adjustable along guideways (28) which are connected
to the upper wall portion (19).
3. Vehicle according to claim 1 or 2, characterized in that the upper wall portion (19) is mounted to a central upper frame portion (6), configured
as a longitudinal carrier (22), of the vehicle frame (3) in such a way as to be pivotable
about an axle (27) extending in the longitudinal direction (2) of the vehicle.
4. Vehicle according to claim 3, characterized in that the ends (4) of the longitudinal carrier (22) are supported on the undercarriages
(5).
1. Véhicule pour l'entretien d'une voie ferrée, comprenant deux trains de roulement (5)
sur rails, placés à distance l'un de l'autre, dans une direction longitudinale (2)
du véhicule et comprenant deux parois latérales (10) s'étendant dans une direction
transversale normale par rapport à la direction longitudinale (2) du véhicule, pouvant
être placées à distance l'une de l'autre par des éléments d'entraînement (12), pour
la délimitation d'un espace de travail (13), ouvert en direction de la voie ferrée
(9), destiné à la réalisation de travaux d'entretien, chaque paroi latérale (10) étant
constituée par l'assemblage d'une partie de paroi supérieure (19) et d'une partie
de paroi inférieure (20) et la partie de paroi inférieure (20) pouvant être réglée
en hauteur par rapport à la partie de paroi supérieure (19),
caractérisé en ce
que la partie de paroi supérieure (19) est fixée sur un châssis (3) du véhicule central,
s'étendant dans la direction longitudinale (2), et peut être pivotée relativement
au châssis dans une direction transversale s'étendant normalement par rapport à la
direction longitudinale (2) du véhicule, et
que la partie de paroi inférieure (20) peut être, à la fois, réglée en hauteur sur la
partie de paroi supérieure (19) par rapport à celle-ci, et pivotée autour d'un axe
(29) s'étendant dans la direction longitudinale (2) du véhicule.
2. Véhicule selon la revendication 1, caractérisé en ce
que la partie de paroi inférieure (20) peut être réglée en hauteur le long de glissières
(28) reliées avec la partie de paroi supérieure (19).
3. Véhicule selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce
que la partie de paroi supérieure (19) est fixée tout en pouvant pivoter autour d'un
axe (27) s'étendant dans la direction longitudinale (2) du véhicule sur une partie
du châssis supérieure (6) du châssis (3) du véhicule, centrale, conçue sous forme
d'un longeron (22).
4. Véhicule selon la revendication 3, caractérisé en ce
que le longeron (22) est appuyé sur les trains de roulement (5) sur rails au niveau de
ses extrémités (4).


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