[0001] Die Erfindung betrifft ein tensidhaltiges wässriges antimikrobiell wirksames Reinigungsmittel
für harte Oberflächen, das mindestens ein Acrylcopolymer, eine quaternäre Ammoniumverbindung
und Ameisensäure umfasst. Das Mittel eignet sich zur Reinigung und/oder antimikrobiellen
Behandlung harter Oberflächen, insbesondere in Feuchträumen wie Badezimmern.
[0002] Vor allem in feuchten bzw. feuchtwarmen Räumen, in denen Bakterien und Schimmelpilze
ideale Wachstumsbedingungen vorfinden, ist neben der einfachen Reinigung auch die
antimikrobielle Behandlung harter Oberflächen sinnvoll und wünschenswert. Insbesondere
Schimmelpilze, allen voran Aspergillus niger, haben sich als hartnäckig erwiesen und
sind dabei als gesundheitsschädlich bekannt.
[0003] Auch eine Verbesserung der Reinigungsleistung und/oder eine Verringerung der Wiederanschmutzungsneigung,
insbesondere gegenüber Kalkseifen, wäre wünschenswert, um den Keimen ihren Nährboden
zu rauben und so zu einer geringeren Verkeimung der Oberflächen zu gelangen.
[0004] FR2851573 offenbart Zusammensetzungen zur Reinigung von harten Oberflächen mit mindestens einen
Polybetain (B).
[0005] US2003203826 betrifft die Verwendung eines wasserlöslichen oder wasserdispergierbaren Copolymers,
wobei das Copolymer in Form von polymerisierten Einheiten umfasst: (a) mindestens
eine Monomerverbindung mit einem quaternären Stickstoffatom (b) mindestens ein hydrophiles
Monomer (c) gegebenenfalls mindestens eine ethylenisch ungesättigte und neutrale Ladung
enthaltende hydrophile Monomerverbindung, um harten Oberflächen wasserabweisende Eigenschaften
zu verleihen.
[0006] WO9916854 (A1) betrifft saure, verdickte Reinigungs- und Desinfektionsmittel, die Langzeitlagerstabilität
aufweisen, und zur Entfernung von Kalkablagerungen auf harten Oberflächen verwendet
werden und die gegen grampositive und gramnegative Bakterien wirksam sind. Die Zusammensetzungen
umfassen ein oder mehrere nichtionische Tenside; eine oder mehrere quaternäre Ammonium-Tensidverbindungen
mit keimtötenden Eigenschaften; eine Säuremischung, enthaltend Ameisensäure und eine
oder mehrere wasserlösliche organische Säuren.
[0007] US2007105737 (A1) betrifft säurehaltige Reinigungszusammensetzungen, die zur Reinigung von harten
Oberflächen verwendbar sind und ein hydrophile Eigenschaften verleihendes Polymer,
ein oberflächenaktives Mittel sowie eine Säure umfassen.
[0008] Es hat sich nun gezeigt, dass ein tensidhaltiges wässriges Mittel, das mindestens
ein amphoteres Polymer, eine quaternäre Ammoniumverbindung und Ameisensäure sowie
als Tensid mindestens ein Alkylpolyglykosid umfasst und die Ameisensäure in einer
Menge von 1,8 bis 5 Gew.-% enthalten ist und das amphotere Polymer ein Copolymer aus
Acryl- oder Methacrylsäure und MAPTAC (methacryloyl aminopropyl trimethyl ammonium
chloride), DADMAC (diallyldimethyl ammonium chloride) oder einer anderen polymerisierbaren
quaternären Ammoniumverbindung ist, eine hohe antimikrobielle Wirksamkeit gegenüber
Keimen wie Staphylococcus aureus, Enterococcus hirae, Pseudomonas aeruginosa, Escherichia
coli, Candida albicans und Aspergillus niger aufweist und daneben noch eine hervorragende
Reinigungsleistung zeigt.
Ein Gegenstand dieser Anmeldung ist daher ein tensidhaltiges wässriges antimikrobiell
wirksames Reinigungsmittel für harte Oberflächen, das mindestens ein amphoteres Polymer,
eine quaternäre Ammoniumverbindung und Ameisensäure umfasst gemäss Anspruch 1. Das
Mittel eignet sich insbesondere zur Reinigung und/oder antimikrobiellen Behandlung
harter Oberflächen, vor allem in feuchten Räumen, etwa in Badezimmern.
Ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung ist daher die Verwendung eines erfindungsgemäßen
Reinigungsmittels zur Reinigung und/oder antimikrobiellen Behandlung harter Oberflächen,
insbesondere in Feuchträumen wie Badezimmern
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung stehen Fettsäuren bzw. Fettalkohole bzw. deren
Derivate - soweit nicht anders angegeben - stellvertretend für verzweigte oder unverzweigte
Carbonsäuren bzw. Alkohole bzw. deren Derivate mit vorzugsweise 6 bis 22 Kohlenstoffatomen.
Erstere sind insbesondere wegen ihrer pflanzlicher Basis als auf nachwachsenden Rohstoffen
basierend aus ökologischen Gründen bevorzugt, ohne jedoch die erfindungsgemäße Lehre
auf sie zu beschränken. Insbesondere sind auch die beispielsweise nach der ROELENschen
Oxo-Synthese erhältlichen Oxo-Alkohole bzw. deren Derivate entsprechend einsetzbar.
Wann immer im Folgenden Erdalkalimetalle als Gegenionen für einwertige Anionen genannt
sind, so bedeutet das, dass das Erdalkalimetall natürlich nur in der halben - zum
Ladungsausgleich ausreichenden - Stoffmenge wie das Anion vorliegt.
Stoffe, die auch als Inhaltsstoffe von kosmetischen Mitteln dienen, werden nachfolgend
ggf. gemäß der
International Nomenclature Cosmetic Ingredient (INCI)-Nomenklatur bezeichnet. Chemische Verbindungen tragen eine INCI-Bezeichnung
in englischer Sprache, pflanzliche Inhaltsstoffe werden ausschließlich nach Linne
in lateinischer Sprache aufgeführt, sogenannte Trivialnamen wie "Wasser", "Honig"
oder "Meersalz" werden ebenfalls in lateinischer Sprache angegeben. Die INCI-Bezeichnungen
sind dem
International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook - Seventh Edition (1997)
zu entnehmen, das von The Cosmetic, Toiletry, and Fragrance Association (CTFA), 1101
17th Street, NW, Suite 300, Washington, DC 20036, USA, herausgegeben wird und mehr als 9.000 INCI-Bezeichnungen sowie Verweise auf mehr
als 37.000 Handelsnamen und technische Bezeichnungen einschließlich der zugehörigen
Distributoren aus über 31 Ländern enthält. Das
International Cosmetic Ingredient Dictionary and Handbook ordnet den Inhaltsstoffen eine oder mehrere chemische Klassen (
Chemical Classes), beispielsweise
Polymeric Ethers, und eine oder mehrere Funktionen (
Functions), beispielsweise
Surfactants -
Cleansing Agents, zu, die es wiederum näher erläutert und auf die nachfolgend ggf. ebenfalls Bezug
genommen wird.
Die Angabe CAS bedeutet, dass es sich bei der nachfolgenden Zahlenfolge um eine Bezeichnung
des
Chemical Abstracts Service handelt.
Amphoteres Polymer
[0009] Das erfindungsgemäße Mittel enthält ein amphoteres Polymer. Als solche mit hydrophilierenden
Eigenschaften werden erfindungsgemäß Copolymere aus Acryl- oder Methacrylsäure und
MAPTAC (methacryloyl aminopropyl trimethyl ammonium chloride, 3-Trimethylammoniumpropylmethacrylamidchlorid),
DADMAC (
diallyl
di
methyl ammonium chloride) oder einer anderen polymerisierbaren quaternären Ammoniumverbindung
verwendet. Geeignete Polymere sind beispielsweise unter den Handelsnamen
Mirapol Surf-S 100, 110, 200, 210, 400, 410, A 300, A 400 (Rhodia) oder
Polyquart Ampho 149 (Cognis) kommerziell erhältlich.
Das erfindungsgemäße Mittel enthält das amphotere Polymer bevorzugt in einer Menge
von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 0,5 Gew.-%.
Quaternäre Ammoniumverbindung
[0010] Weiterhin enthält das erfindungsgemäße Mittel eine quaternäre Ammoniumverbindung,
die zur antimikrobiellen Wirksamkeit des Mittels beiträgt. Geeignet sind beispielsweise
Kationtenside der Formel (R
i)(R
ii)(R
iii)(R
iv)N
+ X
-, in der R
i bis R
iv für vier gleich- oder verschiedenartige, insbesondere zwei lang- und zwei kurzkettige,
Alkylreste und X
- für ein Anion, insbesondere ein Halogenidion, stehen, beispielsweise Didecyl-dimethyl-ammoniumchlorid,
Alkyl-benzyl-didecyl-ammoniumchlorid und deren Mischungen. Besonders geeignet sind
jedoch quaternäre Ammoniumverbindungen der genannten Formel, in der R
i und R
ii für zwei gleich-oder verschiedenartige kurzkettige Alkylreste, vorzugsweise Methylgruppen,
R
iii für einen längerkettigen Alkylrest, R
iv für einen aromatischen Rest und X
- für ein Anion, insbesondere ein Halogenidion, stehen. Besonders bevorzugt wird Benzalkoniumchlorid
eingesetzt.
Das erfindungsgemäße Mittel enthält bevorzugt die quaternäre Ammoniumverbindung, bevorzugt
Benzalkoniumchlorid, in einer Menge von 0,05 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 2,0
Gew.-%.
Ameisensäure
[0011] Daneben enthält das erfindungsgemäße Reinigungsmittel Ameisensäure (Methansäure),
die einfachste aliphatische Monocarbonsäure. Die Ameisensäure ist erfindungsgemäß
in einer Menge von 1,8 bis 5 Gew.-% enthalten.
Tenside
[0012] Das erfindungsgemäße Mittel enthält weiterhin auch oberflächenaktive Substanzen.
Als oberflächenaktive Substanzen eignen sich für die erfindungsgemäßen Mittel Tenside,
insbesondere aus den Klassen der anionischen und nichtionischen Tenside. Die Mittel
enthaltend zwingend Alkylpolyglykosid (APG).
Alkylpolyglykoside sind Tenside, die durch die Reaktion von Zuckern und Alkoholen
nach den einschlägigen Verfahren der präparativen organischen Chemie erhalten werden
können, wobei es je nach Art der Herstellung zu einem Gemisch monoalkylierter, oligomerer
oder polymerer Zucker kommt. Bevorzugte Alkylpolyglykoside sind die Alkylpolyglucoside,
wobei besonders bevorzugt der Alkohol ein langkettiger Fettalkohol oder ein Gemisch
langkettiger Fettalkohole mit verzweigten oder unverzweigten Cs- bis C
18-Alkylketten ist und der Oligomerisierungsgrad (DP) der Zucker zwischen 1 und 10,
vorzugsweise 1 bis 6, insbesondere 1,1 bis 3, äußerst bevorzugt 1,1 bis 1,7, beträgt,
beispielsweise C
8-10-Alkyl-1,5-glucosid (DP von 1,5).
Vorzugsweise enthält das erfindungsgemäße Mittel mindestens ein Alkylpolyglykosid
in einer Menge von 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 1 bis 3 Gew.-%.
[0013] Das erfindungsgemäße Mittel kann weiterhin amphotere Tenside enthalten. Zu den Amphotensiden
(zwitterionischen Tensiden), die erfindungsgemäß eingesetzt werden können, zählen
Betaine, Aminoxide, Alkylamidoalkylamine, alkylsubstituierte Aminosäuren, acylierte
Aminosäuren bzw. Biotenside, von denen die Betaine im Rahmen der erfindungsgemäßen
Lehre besonders bevorzugt werden.
[0014] Geeignete Betaine sind die Alkylbetaine, die Alkylamidobetaine, die Imidazoliniumbetaine,
die Sulfobetaine (INCI Sultaines) und die Amidosulfobetaine sowie die Phosphobetaine.
Zu den erfindungsgemäß geeigneten Aminoxiden gehören Alkylaminoxide, insbesondere
Alkyldimethylaminoxide, Alkylamidoaminoxide und Alkoxyalkylaminoxide.
Weitere übliche Inhaltsstoffe
[0015] Das erfindungsgemäße Mittel kann zudem weitere übliche Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln,
beispielsweise weitere Tenside, Säuren, Basen, Lösungsmittel, Desinfektionsmittel,
pH-Stellmittel, Duft- und Farbstoffe, Puffer, Viskositätsregulatoren, Korrosionsinhibitoren,
Komplexbildner, Filmbildner, weitere antimikrobielle Wirkstoffe, Builder, Bleichmittel,
Enzyme, organische und anorganische Salze, optische Aufheller, Antioxidantien, Opacifier,
Hydrotrope, Abrasiva, Konservierungsmittel, Oxidationsmittel oder Insektizide sowie
Gemische derselben enthalten.
Säuren
[0016] Neben Ameisensäure kann das erfindungsgemäße Mittel eine oder mehrere weitere Säuren
enthalten. Einsetzbar sind dabei organische und/oder anorganische Säuren. Beispiele
für einsetzbare organische Säuren sind Milchsäure, Citronensäure, Essigsäure, Glykolsäure,
Bernsteinsäure, Adipinsäure, Äpfelsäure, Weinsäure und Gluconsäure, während als anorganische
Säuren beispielsweise Phosphorsäure, Salzsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure oder
auch Sulfamidsäure eingesetzt werden können. Bevorzugt sind hierbei Milchsäure (2-Hydroxypropionsäure)
und Citronensäure (2-Hydroxy-1,2,3-propantricarbonsäure), insbesondere Milchsäure.
Vorzugsweise ist die Säure in einer Menge von 0,1 bis 3,0 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,5 bis 2,0 Gew.-% enthalten.
Flüchtiges Alkali; Basen
[0017] Weiterhin können die erfindungsgemäßen Mittel flüchtiges Alkali enthalten. Als solches
werden Ammoniak und/oder Alkanolamine, die bis zu 9 C-Atome im Molekül enthalten können,
verwendet. Als Alkanolamine werden die Ethanolamine bevorzugt und von diesen wiederum
das Monoethanolamin. Der Gehalt an Ammoniak und/oder Alkanolamin beträgt vorzugsweise
nicht mehr als 2 Gew.-%; besonders bevorzugt wird Ammoniak eingesetzt.
Daneben können die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel auch geringe Mengen an Basen
enthalten. Bevorzugte Basen stammen aus der Gruppe der Alkali- und Erdalkalimetallhydroxide
und -carbonate, insbesondere der Alkalimetallhydroxide, von denen Kaliumhydroxid und
vor allem Natriumhydroxid besonders bevorzugt ist.
[0018] Der Zusatz alkalischer Stoffe dient hierbei auch der Einstellung des gewünschten
pH-Werts. Dieser lieg beim erfindungsgemäßen Mittel im sauren Bereich, vorzugsweise
zwischen 1 und 5, besonders bevorzugt zwischen 2 und 4, insbesondere bei 3.
Lösungsmittel
[0019] Als weitere Komponente kann das erfindungsgemäße Reinigungsmittel ein oder mehrere
wasserlösliche oder mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel enthalten. Geeignete
Lösungsmittel sind beispielsweise gesättigte oder ungesättigte, vorzugsweise gesättigte,
verzweigte oder unverzweigte C
1-20-Kohlenwasserstoffe, bevorzugt C
2-15-Kohlenwasserstoffe, mit mindestens einer Hydroxygruppe und gegebenenfalls einer oder
mehreren Etherfunktionen C-O-C, d.h. die Kohlenstoffatomkette unterbrechenden Sauerstoffatomen.
Bevorzugte Lösungsmittel sind die - gegebenenfalls einseitig mit einem C
1-6-Alkanol veretherten - C
2-6-Alkylenglykole und Poly-C
2-3-alkylenglykolether mit durchschnittlich 1 bis 9 gleichen oder verschiedenen, vorzugsweise
gleichen, Alkylenglykolgruppen pro Molekül wie auch die C
1-6-Alkohole, vorzugsweise Ethanol, n-Propanol oder iso-Propanol, insbesondere Ethanol.
Aber auch aromatische Gruppen enthaltende Lösemittel können in geeigneter Weise im
erfindungsgemäßen Mittel eingesetzt werden, etwa Ethylenglykolmonophenylether (Monophenylglycol,
Phenoxyethanol).
[0020] Beispielhafte Lösungsmittel sind die folgenden gemäß INCI benannten Verbindungen:
Alcohol (Ethanol), Buteth-3, Butoxydiglycol, Butoxyethanol, Butoxyisopropanol, Butoxypropanol,
n-Butyl Alcohol, t-Butyl Alcohol, Butylene Glycol, Butyloctanol, Diethylene Glycol,
Dimethoxydiglycol, Dimethyl Ether, Dipropylene Glycol, Ethoxydiglycol, Ethoxyethanol,
Ethyl Hexanediol, Glycol, Hexanediol, 1,2,6-Hexanetriol, Hexyl Alcohol, Hexylene Glycol,
Isobutoxypropanol, Isopentyldiol, Isopropyl Alcohol (iso-Propanol), 3-Methoxybutanol,
Methoxydiglycol, Methoxyethanol, Methoxyisopropanol, Methoxymethylbutanol, Methoxy
PEG-10, Methylal, Methyl Alcohol, Methyl Hexyl Ether, Methylpropanediol, Neopentyl
Glycol, PEG-4, PEG-6, PEG-7, PEG-8, PEG-9, PEG-6 Methyl Ether, Pentylene Glycol, Phenoxyethanol,
PPG-7, PPG-2-Buteth-3, PPG-2 Butyl Ether, PPG-3 Butyl Ether, PPG-2 Methyl Ether, PPG-3
Methyl Ether, PPG-2 Propyl Ether, Propanediol, Propyl Alcohol (n-Propanol), Propylene
Glycol, Propylene Glycol Butyl Ether, Propylene Glycol Propyl Ether, Tetrahydrofurfuryl
Alcohol, Trimethylhexanol.
[0021] Das erfindungsgemäße Mittel enthält wasserlösliche oder mit Wasser mischbare organische
Lösungsmittel vorzugsweise in Mengen von bis zu 15 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,1
bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 5 Gew.-%.
Komplexbildner
[0022] Komplexbildner (INCI Chelating Agents), auch Sequestriermittel genannt, sind Inhaltsstoffe,
die Metallionen zu komplexieren und inaktivieren vermögen, um ihre nachteiligen Wirkungen
auf die Stabilität oder das Aussehen der Mittel, beispielsweise Trübungen, zu verhindern.
Einerseits ist es dabei wichtig, die mit zahlreichen Inhaltsstoffen inkompatiblen
Calcium- und Magnesiumionen der Wasserhärte zu komplexieren. Die Komplexierung der
Ionen von Schwermetallen wie Eisen oder Kupfer verzögert andererseits die oxidative
Zersetzung der fertigen Mittel. Zudem unterstützen die Komplexbildner die Reinigungswirkung.
In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das erfindungsgemäße Mittel daher einen
oder mehrere Komplexbildner.
Geeignet sind beispielsweise die folgenden, nach Möglichkeit gemäß INCI bezeichneten,
Komplexbildner: Aminotrimethylene phosphonic acid, Beta-Alanine Diacetic Acid, Calcium
Disodium EDTA, Citric Acid, Cyclodextrin, Cyclohexanediamine Tetraacetic Acid, Diammonium
Citrate, Diammonium EDTA, Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonic Acid, Dipotassium
EDTA, Disodium Azacycloheptane Diphosphonate, Disodium EDTA, Disodium Pyrophosphate,
EDTA, Etidronic Acid (HEDP, Hydroxyethylidene diphosphonic acid), Galactaric Acid,
Gluconic Acid, Glucuronic Acid, HEDTA, Hydroxypropyl Cyclodextrin, Methyl Cyclodextrin,
Pentapotassium Triphosphate, Methyl glycine diacetic acid (MGDA), Pentasodium Aminotrimethylene
Phosphonate, Pentasodium Ethylenediamine Tetramethylene Phosphonate, Pentasodium Pentetate,
Pentasodium Triphosphate, Pentetic Acid, Phytic Acid, Polyamine, Potassium Citrate,
Potassium EDTMP, Potassium Gluconate, Potassium Polyphosphate, Potassium Trisphosphonomethylamine
Oxide, Ribonic Acid, Sodium Chitosan Methylene Phosphonate, Sodium Citrate, Sodium
Diethylenetriamine Pentamethylene Phosphonate, Sodium Dihydroxyethylglycinate, Sodium
EDTMP, Sodium Gluceptate, Sodium Gluconate, Sodium Glycereth-1 Polyphosphate, Sodium
Hexametaphosphate, Sodium Metaphosphate, Sodium Metasilicate, Sodium Phytate, Sodium
Polydimethylglycinophenolsulfonate, Sodium Trimetaphosphate, TEA-EDTA, TEA-Polyphosphate,
Tetrahydroxyethyl Ethylenediamine, Tetrahydroxypropyl Ethylenediamine, Tetrapotassium
Etidronate, Tetrapotassium Pyrophosphate, Tetrasodium EDTA, Tetrasodium Etidronate,
Tetrasodium Pyrophosphate, Tripotassium EDTA, Trisodium Dicarboxymethyl Alaninate,
Trisodium EDTA, Trisodium HEDTA, Trisodium MGDA, Trisodium NTA und Trisodium Phosphate.
Komplexbildner werden vorzugsweise in Mengen von bis zu 5 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,1 bis 2 Gew.-% eingesetzt.
Viskositätsregulatoren
[0023] Das erfindungsgemäße Mittel kann weiterhin Viskositätsregulatoren enthalten. Geeignete
Viskositätsregulatoren sind beispielsweise organische natürliche Verdickungsmittel
(Agar-Agar, Carrageen, Xanthan, Tragant, Gummi arabicum, Alginate, Pektine, Polyosen,
Guar-Mehl, Johannisbrotbaumkernmehl, Stärke, Dextrine, Gelatine, Casein), organische
abgewandelte Naturstoffe (Carboxymethylcellulose und andere Celluloseether, Hydroxyethyl-
und -propylcellulose und dergleichen, Kernmehlether), organische vollsynthetische
Verdickungsmittel (Polyacryl- und Polymethacryl-Verbindungen, Vinylpolymere, Polycarbonsäuren,
Polyether, Polyimine, Polyamide) und anorganische Verdickungsmittel (Polykieselsäuren,
Tonmineralien wie Montmorillonite, Zeolithe, Kieselsäuren).
Weitere Desinfektions- und Konservierungsmittel
[0024] Das erfindungsgemäße Reinigungsmittel kann einen oder mehrere weitere antimikrobielle
Wirkstoffe enthalten, vorzugsweise in einer Menge von bis zu 1 Gew.-%.
[0025] Die Begriffe Desinfektion, Sanitation, antimikrobielle Wirkung und antimikrobieller
Wirkstoff haben im Rahmen der erfindungsgemäßen Lehre die fachübliche Bedeutung, die
beispielsweise von
K. H. Wallhäußer in "Praxis der Sterilisation, Desinfektion - Konservierung : Keimidentifizierung
- Betriebshygiene" (5. Aufl. - Stuttgart ; New York : Thieme, 1995) wiedergegeben wird. Während Desinfektion im engeren Sinne der medizinischen Praxis
die Abtötung von - theoretisch allen - Infektionskeimen bedeutet, ist unter Sanitation
die möglichst weitgehende Eliminierung aller - auch der für den Menschen normalerweise
unschädlichen saprophytischen - Keime zu verstehen. Hierbei ist das Ausmaß der Desinfektion
bzw. Sanitation von der antimikrobiellen Wirkung des angewendeten Mittels abhängig,
die mit abnehmendem Gehalt an antimikrobiellem Wirkstoff bzw. zunehmender Verdünnung
des Mittels zur Anwendung abnimmt.
[0026] Erfindungsgemäß geeignet sind beispielsweise antimikrobielle Wirkstoffe aus den Gruppen
der Alkohole, Aldehyde, antimikrobiellen Säuren bzw. deren Salze, Carbonsäureester,
Säureamide, Phenole, Phenolderivate, Diphenyle, Diphenylalkane, Harnstoffderivate,
Sauerstoff-, Stickstoff-Acetale sowie -Formale, Benzamidine, Isothiazole und deren
Derivate wie Isothiazoline und Isothiazolinone, Phthalimidderivate, Pyridinderivate,
antimikrobiellen oberflächenaktiven Verbindungen, Guanidine, antimikrobiellen amphoteren
Verbindungen, Chinoline, 1,2-Dibrom-2,4-dicyanobutan, Iodo-2-propinyl-butyl-carbamat,
lod, lodophore und Peroxide. Bevorzugte antimikrobielle Wirkstoffe werden vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe umfassend Ethanol, n-Propanol, i-Propanol, 1,3-Butandiol,
Phenoxyethanol, 1,2-Propylenglykol, Glycerin, Undecylensäure, Zitronensäure, Milchsäure,
Benzoesäure, Salicylsäure, Thymol, 2-Benzyl-4-chlorphenol, 2,2'-Methylen-bis-(6-brom-4-chlorphenol),
2,4,4'-Trichlor-2'-hydroxydiphenylether, N-(4-Chlorphenyl)-N-(3,4-dichlorphenyl)-harnstoff,
N,N'-(1,10-decandiyldi-1-pyridinyl-4-yliden)-bis-(1-octanamin)-dihydrochlorid, N,N'-Bis-(4-Chlorphenyl)-3,12-diimino-2,4,11,13-tetraazatetradecandiimidamid,
antimikrobielle quaternäre oberflächenaktive Verbindungen, Guanidine. Bevorzugte antimikrobiell
wirkende oberflächenaktive quaternäre Verbindungen enthalten eine Ammonium-, Sulfonium-,
Phosphonium-, Jodonium- oder Arsoniumgruppe, wie sie beispielsweise
K. H. Wallhäußer in "Praxis der Sterilisation, Desinfektion - Konservierung : Keimidentifizierung
- Betriebshygiene" (5. Aufl. - Stuttgart ; New York : Thieme, 1995) beschreibt.
Farb-und Duftstoffe
[0027] Das Mittel kann einen oder mehrere Duftstoffe, vorzugsweise in einer Menge von 0,01
bis 1 Gew.-%, insbesondere 0,02 bis 0,8 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 bis 0,5 Gew.-%,
äußerst bevorzugt 0,1 bis 0,3 Gew.-%, und/oder ein oder mehrere Farbstoffe (
INCI Colorants), vorzugsweise in einer Menge von 0,0001 bis 0,1 Gew.-%, insbesondere 0,0005
bis 0,05 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,001 bis 0,01 Gew.-%, enthalten
Korrosionsinhibitoren
[0028] Weiterhin kann das Mittel einen oder mehrere Korrosionsinhibitoren, vorzugsweise
in einer Menge von 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,5 bis 3 Gew.-%, äußerst bevorzugt 1 bis 2 Gew.-%, enthalten.
[0029] Geeignete Korrosionsinhibitoren (
INCI Corrosion Inhibitors) sind beispielsweise folgende gemäß
INCI benannte Substanzen: Cyclohexylamine, Diammonium Phosphate, Dilithium Oxalate, Dimethylamino
Methylpropanol, Dipotassium Oxalate, Dipotassium Phosphate, Disodium Phosphate, Disodium
Pyrophosphate, Disodium Tetrapropenyl Succinate, Hexoxyethyl Diethylammonium, Phosphate,
Nitromethane, Potassium Silicate, Sodium Aluminate, Sodium Hexametaphosphate, Sodium
Metasilicate, Sodium Molybdate, Sodium Nitrite, Sodium Oxalate, Sodium Silicate, Stearamidopropyl
Dimethicone, Tetrapotassium Pyrophosphate, Tetrasodium Pyrophosphate, Triisopropanolamine.
Bleichmittel
[0030] Erfindungsgemäß können Bleichmittel dem Reinigungsmittel zugesetzt werden. Geeignete
Bleichmittel umfassen Peroxide, Persäuren und/oder Perborate, besonders bevorzugt
ist H
2O
2.
Enzyme
[0031] Das Mittel kann auch Enzyme enthalten, vorzugsweise Proteasen, Lipasen, Amylasen,
Hydrolasen und/oder Cellulasen. Sie können dem erfindungsgemäßen Mittel in jeder nach
dem Stand der Technik etablierten Form zugesetzt werden. Hierzu gehören bei flüssigen
oder gelförmigen Mitteln insbesondere Lösungen der Enzyme, vorteilhafterweise möglichst
konzentriert, wasserarm und/oder mit Stabilisatoren versetzt. Alternativ können die
Enzyme verkapselt werden, beispielsweise durch Sprühtrocknung oder Extrusion der Enzymlösung
zusammen mit einem, vorzugsweise natürlichen Polymer oder in Form von Kapseln, beispielsweise
solchen, bei denen die Enzyme wie in einem erstarrten Gel eingeschlossen sind oder
in solchen vom Kern-Schale-Typ, bei dem ein enzymhaltiger Kern mit einer Wasser-,
Luft- und/oder Chemikalienundurchlässigen Schutzschicht überzogen ist. In aufgelagerten
Schichten können zusätzlich weitere Wirkstoffe, beispielsweise Stabilisatoren, Emulgatoren,
Pigmente, Bleich- oder Farbstoffe aufgebracht werden. Derartige Kapseln werden nach
an sich bekannten Methoden, beispielsweise durch Schüttel- oder Rollgranulation oder
in Fluid-bed-Prozessen aufgebracht. Vorteilhafterweise sind derartige Granulate, beispielsweise
durch Aufbringen polymerer Filmbildner, staubarm und aufgrund der Beschichtung lagerstabil.
Weiterhin können in enzymhaltigen Mitteln Enzymstabilisatoren vorhanden sein, um ein
in einem erfindungsgemäßen Mittel enthaltenes Enzym vor Schädigungen wie beispielsweise
Inaktivierung, Denaturierung oder Zerfall etwa durch physikalische Einflüsse, Oxidation
oder proteolytische Spaltung zu schützen. Als Enzymstabilisatoren sind, jeweils in
Abhängigkeit vom verwendeten Enzym, insbesondere geeignet: Benzamidin-Hydrochlorid,
Borax, Borsäuren, Boronsäuren oder deren Salze oder Ester, vor allem Derivate mit
aromatischen Gruppen, etwa substituierte Phenylboronsäuren beziehungsweise deren Salze
oder Ester; Peptidaldehyde (Oligopeptide mit reduziertem C-Terminus), Aminoalkohole
wie Mono-, Di-, Triethanol- und -Propanolamin und deren Mischungen, aliphatische Carbonsäuren
bis zu C
12, wie Bernsteinsäure, andere Dicarbonsäuren oder Salze der genannten Säuren; endgruppenverschlossene
Fettsäureamidalkoxylate; niedere aliphatische Alkohole und vor allem Polyole, beispielsweise
Glycerin, Ethylenglykol, Propylenglykol oder Sorbit; sowie Reduktionsmittel und Antioxidantien
wie Natrium-Sulfit und reduzierende Zucker. Weitere geeignete Stabilisatoren sind
aus dem Stand der Technik bekannt. Bevorzugt werden Kombinationen von Stabilisatoren
verwendet, beispielsweise die Kombination aus Polyolen, Borsäure und/oder Borax, die
Kombination von Borsäure oder Borat, reduzierenden Salzen und Bernsteinsäure oder
anderen Dicarbonsäuren oder die Kombination von Borsäure oder Borat mit Polyolen oder
Polyaminoverbindungen und mit reduzierenden Salzen.
[0032] Die erfindungsgemäßen Mittel werden vorzugsweise zur Reinigung harter Oberflächen
verwendet. Auch die antimikrobielle Behandlung harter Oberflächen ist mit dem Mittel
möglich. Harte Oberflächen im Sinne dieser Anmeldung sind dabei Fenster, Spiegel und
weitere Glasoberflächen, Oberflächen aus Keramik, Kunststoff, Metall oder auch Holz
sowie lackiertes Holz, die sich in Haushalt und Gewerbe finden, etwa Badkeramik, Küchenoberflächen
oder Fußböden. Insbesondere handelt es sich aber um solche Oberflächen, die gelegentlich
oder häufig mit schmutzigem oder auch sauberem Wasser überspült werden, beispielsweise
WCs, Duschen, Badewannen und Fußböden in Badezimmern oder auch Küchenoberflächen,
insbesondere aber um Oberflächen, wie sie vor allem in Feuchträumen wie Badezimmern
auftreten.
[0033] Ein weiterer Anmeldungsgegenstand ist daher die Verwendung eines erfindungsgemäßen
Reinigungsmittels zur Reinigung und/oder antimikrobiellen Behandlung harter Oberflächen,
insbesondere in Feuchträumen wie Badezimmern.
Ausführungsbeispiele
[0034] Es wurden erfindungsgemäße Reinigungsmittel E1 bis E3 hergestellt und auf ihre antimikrobielle
Wirksamkeit und ihr Schmutzlösevermögen hin überprüft. Daneben wurden Vergleichsformulierungen
V1 bis V3 hergestellt. Die Zusammensetzungen lassen sich der nachfolgenden Tabelle
entnehmen. Alle Mengenangaben sind dabei in Gew.-%, bezogen auf die Aktivsubstanz.
Als nichtionisches Tensid wurde ein Alkylpolyglykosid (APG 220 UPW, Cognis) eingesetzt,
das verwendete Acrylcopolymer war Mirapol Surf S 110 (Rhodia). Das Natriumhydroxid
wurde zur pH-Einstellung in der dafür notwendigen Menge zugegeben.
| |
E1 |
E2 |
E3 |
V1 |
V2 |
V3 |
| Nichtionisches Tensid |
1,58 |
1,58 |
1,58 |
2,96 |
2,52 |
2,52 |
| Ameisensäure |
2,55 |
2,55 |
2,55 |
1,70 |
1,70 |
1,70 |
| Milchsäure |
0,96 |
0,96 |
0,96 |
1,60 |
0,96 |
0,96 |
| Natriumhydroxid |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Acrylcopolym er |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
-- |
0,05 |
-- |
| Benzalkoniumchlorid |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Monophenylglycol |
-- |
0,5 |
0,5 |
-- |
-- |
-- |
| Aminotris(methylenphosphonsäure) |
-- |
-- |
0,16 |
-- |
-- |
-- |
| Parfüm |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Wasser |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
Ad 100 |
| |
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| pH-Wert |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
[0035] Zur Überprüfung der antimikrobiellen Wirksamkeit wurden Tests gemäß den europäischen
Prüfnormen EN 1276, EN 1650 und EN 13679 durchgeführt.
Während sowohl die erfindungsgemäßen Formulierungen als auch die Vergleichsformulierungen
den Test gemäß EN 1276 bestanden, konnten in den beiden anderen Tests nur die erfindungsgemäßen
Mittel überzeugen.
[0036] Das Schmutzlösevermögen wurde ebenfalls überprüft. In einem standardisierten Test
wurde der Prozentsatz an entferntem Schmutz nach 100 Wischvorgängen visuell bestimmt:
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E1 |
E2 |
E3 |
V1 |
V2 |
V3 |
| Schmutzentfernung (%) |
50 |
52 |
60-70 |
15 |
30 |
12 |
1. Tensidhaltiges wässriges antimikrobiell wirksames Reinigungsmittel für harte Oberflächen,
dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens ein amphoteres Polymer, eine quaternäre Ammoniumverbindung und Ameisensäure
sowie als Tensid mindestens ein Alkylpolyglykosid umfasst und die Ameisensäure in
einer Menge von 1,8 bis 5 Gew.-% enthalten ist und das amphotere Polymer ein Copolymer
aus Acryl- oder Methacrylsäure und MAPTAC (methacryloyl aminopropyl trimethyl ammonium
chloride), DADMAC (diallyldimethyl ammonium chloride) oder einer anderen polymerisierbaren
quaternären Ammoniumverbindung, ein Polyethersiloxan, ein Acrylpolymer, ein Maleinsäure-Copolymer
oder ein Polyurethan mit PEG-Einheiten ist.
2. Reinigungsmittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es das amphotere Polymer in einer Menge von 0,01 bis 1,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,05
bis 0,5 Gew.-% enthält.
3. Reinigungsmittel gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass es eine quaternäre Ammoniumverbindung, bevorzugt Benzalkoniumchlorid, in einer Menge
von 0,05 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 2,0 Gew.-% enthält.
4. Reinigungsmittel gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es das mindestens eine Alkylpolyglykosid in einer Menge von 0,5 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise
1 bis 3 Gew.-% enthält.
5. Reinigungsmittel gemäß einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es weitere übliche Inhaltsstoffe von Reinigungsmitteln, beispielsweise weitere Tenside,
Säuren, Basen, Lösungsmittel, Desinfektionsmittel, pH-Stellmittel, Duft- und Farbstoffe,
Puffer, Viskositätsregulatoren, Korrosionsinhibitoren, Komplexbildner, Filmbildner,
weitere antimikrobielle Wirkstoffe, Builder, Bleichmittel, Enzyme, organische und
anorganische Salze, optische Aufheller, Antioxidantien, Opacifier, Hydrotrope, Abrasiva,
Konservierungsmittel, Oxidationsmittel oder Insektizide sowie Gemische derselben enthält.
6. Verwendung eines Reinigungsmittels gemäß einem der vorangehenden Ansprüche zur Reinigung
und/oder antimikrobiellen Behandlung harter Oberflächen, insbesondere in Feuchträumen
wie Badezimmern.
1. Agent détergent à action antimicrobienne, aqueux, contenant des tensioactifs, pour
des surfaces dures, caractérisé en ce qu'il comprend au moins un polymère amphotère, un composé d'ammonium quaternaire et un
acide formique ainsi que, en tant que tensioactif, au moins un alkylpolyglycoside,
et l'acide formique est présent dans une quantité allant de 1,8 à 5 % en poids, et
le polymère amphotère est un copolymère issu de l'acide acrylique ou de l'acide méthacrylique
et du MAPTAC (methacryloyl aminopropyl trimethyl ammonium chloride), du DADMAC (diallyldimethyl
ammonium chloride) ou d'un autre composé d'ammonium quaternaire polymérisable, un
polyéthersiloxane, un polymère acrylique, un copolymère d'acide maléique ou un polyuréthane
comportant des unités PEG.
2. Agent détergent selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient le polymère amphotère dans une quantité allant de 0,01 à 1,0 % en poids,
de préférence de 0,05 à 0,5 % en poids.
3. Agent détergent selon une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce qu'il contient un composé d'ammonium quaternaire, de manière préférée le chlorure de
benzalkonium, dans une quantité allant de 0,05 à 10 % en poids, de préférence de 0,1
à 2,0 % en poids.
4. Agent détergent selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il contient l'au moins un alkylpolyglycoside dans une quantité allant de 0,5 à 5 %
en poids, de préférence de 1 à 3 % en poids.
5. Agent détergent selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il contient d'autres ingrédients usuels des agents détergents, par exemple d'autres
tensioactifs, acides, bases, solvants, agents désinfectants, agents de réglage de
la valeur pH, parfums et colorants, tampons, agents de régulation de la viscosité,
agents inhibiteurs de corrosion, agents de chélation, agents filmogènes, d'autres
principes actifs antimicrobiens, adjuvants, agents de blanchiment, enzymes, sels organiques
et inorganiques, agents d'azurage optique, antioxydants, opacifiants, hydrotropes,
abrasifs, agents de conservation, agents d'oxydation ou insecticides, ainsi que des
mélanges de ces derniers.
6. Utilisation d'un agent détergent selon une des revendications précédentes afin de
nettoyer et/ou de traiter avec action antimicrobienne des surfaces dures, en particulier
dans des pièces humides telles que des salles de bain.