[0001] Die Erfindung betrifft einen Geschossansetzer für Waffen mit einer über ein erstes
Antriebselement bewegbaren Ansetzkette zur Beförderung eines Geschosses in dessen
Ansetzstellung und einem die Ansetzkette zur Erhöhung der Ansetzgeschwindigkeit mitnehmenden
Mitnehmer, der über ein zweites Antriebselement bewegbar ist. Einen weiteren Gegenstand
der Erfindung bildet eine Waffe mit einem Waffenrohr und einem Geschossansetzer zur
Beförderung eines Geschosses in eine Ansetzstellung innerhalb des Waffenrohres. Geschossansetzer
dienen zum Laden vor allem großkalibriger Waffen mit oftmals geteilter Munition bestehend
aus dem eigentlichen Geschoss sowie den im Waffenrohr hinter dem Geschoss anzuordnenden
Treibladungen. Über den Geschossansetzer wird das Geschoss in eine Ansetzstellung
innerhalb des Waffenrohres der Waffe befördert, wonach dann die Treibladungen in das
Waffenrohr eingebracht und die Munition verschossen werden kann.
[0002] Um hohe Kadenzen, d. h. rasche Schussfolgen erreichen zu können, ist es erforderlich,
dass der Geschossansetzer das Geschoss mit einer möglichst hohen Ansetzgeschwindigkeit
in dessen Ansetzstellung innerhalb des Waffenrohres befördert.
[0003] Aus der
EP 0 627 608 B1 ist ein Geschossansetzer bekannt, bei welchem das Geschoss über eine in Richtung
des Waffenrohres bewegbare Ansetzkette, die über ein Antriebselement angetrieben wird,
in die Ansetzstellung innerhalb des Waffenrohres befördert wird. Da die Ansetzgeschwindigkeit
der Ansetzkette aufgrund der mechanischen Randbedingungen derartiger Ketten nicht
beliebig erhöht werden kann, ist bei dem Ansetzer zusätzlich ein rohrförmiger Mitnehmer
vorgesehen, welcher ebenfalls in Richtung des Waffenrohres bewegt wird und die Ansetzkette
mitnimmt. Die Geschwindigkeiten des über ein separates Antriebselement angetriebenen
Mitnehmers sowie der ebenfalls in Richtung des Waffenrohres angetriebenen Ansetzkette
addieren sich, wodurch sich höhere Ansetzgeschwindigkeiten erreichen lassen.
[0004] Der in der
EP 0 627 608 B1 beschriebene Ansetzer hat sich in der Vergangenheit hinsichtlich der zu erreichenden
Ansetzgeschwindigkeiten zwar durchaus bewährt, benötigt jedoch einen vergleichsweise
großen, bis unter das Waffenrohr reichenden Bauraum, der insbesondere bei auf militärischen
Fahrzeugen angeordneten Waffen oftmals nicht zur Verfügung steht.
[0005] Es ist die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Geschossansetzer bzw. eine Waffe mit einem Geschossansetzer
anzugeben, die bei hoher Ansetzgeschwindigkeit einen geringen Bauraum erfordern.
[0006] Im Hinblick auf einen Geschossansetzer der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe
dadurch
gelöst, dass das erste Antriebselement auf dem Mitnehmer angeordnet ist.
[0007] Die Anordnung des ersten, die Ansetzkette bewegenden Antriebselements auf dem in
Richtung des Waffenrohres über das zweite Antriebselement bewegbaren Mitnehmer erlaubt
eine kompakt bauende Konstruktion des Geschossansetzers. Die Geschwindigkeiten des
Mitnehmers sowie der Ansetzkette addieren sich, wodurch sich eine hohe Ansetzgeschwindigkeit
erreichen lässt.
[0008] In vorteilhafter Ausführung wird vorgeschlagen, dass der Mitnehmer ein Mitnahmeelement
aufweist, welches in die Ansetzkette eingreift. Der Eingriff kann insbesondere von
der Seite her zwischen zwei Kettenelemente der Ansetzkette erfolgen. Die Mitnahme
kann durch formschlüssigen Eingriff des Mitnahmeelements in die Ansetzkette erfolgen.
[0009] In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn das Mitnahmeelement durch das erste
Antriebselement gebildet wird. Auf diese Weise kommt dem Antriebselement eine Doppelfunktion
als Mitnahmeelement zur Mitnahme der Ansetzkette wie auch als Antriebselement zum
Antrieb der Ansetzkette in Richtung des Waffenrohres zu. In diesem Zusammenhang ist
es von konstruktivem Vorteil, wenn das Antriebselement bzw. das Mitnahmeelement als
Zahnrad ausgebildet ist.
[0010] In konstruktiver Weiterbildung wird vorgeschlagen, dass der Mitnehmer als linear
beweglicher Schlitten ausgebildet ist. Auf diese Weise lässt sich der Mitnehmer in
kompakter Bauweise ausbilden. Der Mitnehmer kann hinter dem Waffenrohr in Richtung
der Rohrseelenachse des Waffenrohres hin- und her bewegt werden.
[0011] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass der Geschossansetzer eine das Geschoss tragende
Ladeschale aufweist, an welcher die Bewegungen des Mitnehmers geführt werden. Durch
die Führung der Bewegungen des Mitnehmers ergibt sich eine definierte Ansetzbewegung.
[0012] In diesem Zusammenhang ist es von konstruktivem Vorteil, wenn die Ladeschale eine
Ausnehmung aufweist, an deren Rändern der Mitnehmer nach Art eines Rollschlittens
geführt wird.
[0013] In Ausgestaltung der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, dass die Bewegungen der
Antriebselemente über ein Übertragungselement, welches insbesondere an den Mitnehmer
angeordnet ist, gekoppelt sind. Durch die Bewegungskoppelung der Antriebselemente
ist es möglich, beide mit nur einem gemeinsamen Antrieb zu betreiben. Beispielsweise
kann das zweite Antriebselement über einen Linearantrieb bewegt werden, über welchen
dann, gekoppelt über das Übertragungselement, auch der Antrieb der Ansetzkette erfolgt.
[0014] Schließlich wird in Bezug auf den Geschossansetzer vorgeschlagen, dass das Übertragungselement
derart ausgestaltet ist, dass es infolge einer Bewegung des Mitnehmers in Rotation
versetzt und diese Rotation über das erste Antriebselement in eine translatorische
der Ansetzkette überführt wird. Darüber hinaus wird bei einer Waffe der eingangs genannten
Art zur
Lösung der Aufgabe vorgeschlagen, dass diese einen Geschossansetzer der vorbeschriebenen
Art aufweist.
[0015] Durch die Verwendung eines solchen Geschossansetzers ergibt sich eine kompakt bauende
Konstruktion. Die Bauteile des Geschossansetzers müssen nicht bis in den Bereich unter
dem Waffenrohr reichen. Die Geschwindigkeiten des Mitnehmers sowie der Ansetzkette
addieren sich, wodurch sich eine hohe Ansetzgeschwindigkeit erreichen lässt.
[0016] In konstruktiver Ausgestaltung der Waffe wird ferner vorgeschlagen, dass der Geschossansetzer
über ein Handhabungselement schwenkbeweglich gegenüber dem Waffenrohr angeordnet ist.
Über das Handhabungselement kann der Ansetzer in eine mit dem Waffenrohr fluchtende
Stellung geschwenkt werden, von welcher aus das Geschoss dann angesetzt werden kann,
wonach das Handhabungselement den Geschossansetzer aus der Stellung hinter dem Waffenrohr
wegschwenkt und der Waffenrücklauf freigegeben wird.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile des erfindungsgemäßen Geschossansetzers und einer
mit einem solchen Geschossansetzer ausgestatteten Waffe werden nachfolgend unter Zuhilfenahme
der beigefügten Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines an einem Handhabungselement angeordneten Geschossansetzers,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht des Geschossansetzers aus Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung des Geschossansetzers,
- Fig. 4
- eine Aufsicht auf den hinteren Bereich des Geschossansetzers,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht des hinteren Bereichs des Geschossansetzers in Ansetzrichtung
betrachtet und
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht des hinteren Endes des Geschossansetzers aus einer Richtung
entgegengesetzt der Ansetzrichtung betrachtet.
[0018] in Fig. 1 dargestellt ist die Anordnung eines Geschossansetzers 1 an einem jochförmigen
Handhabungselement 20, über welches der Ansetzer 1 gegenüber dem Waffenrohr der Waffe
ausgerichtet werden kann, um ein Geschoss 6 in dessen Ansetzposition innerhalb des
Waffenrohres einer in den Figuren nicht dargestellten Waffe zu befördern.
[0019] Das Handhabungselement 20 weist zwei Schwenklager 21 auf, über welche es schwenkbeweglich
an den sog. Schildzapfen der Waffe, über welche auch das Waffenrohr in Elevation richtbar
ist, angelenkt ist. Insgesamt ist das Handhabungselement 20 von U-förmiger Geometrie.
Der Geschossansetzer 1 ist innerhalb einer Öffnung 22 des Handhabungselements 20 angeordnet.
Die Öffnung 22 ist in dem die Schenkel des U-förmigen Handhabungselements 20 verbindenden,
mittleren Abschnitt des Handhabungselements 20 vorgesehen.
[0020] Einzelheiten des Geschossansetzers werden nachfolgend zunächst unter Zuhilfenahme
der Fig. 2 und 3 erläutert.
[0021] Wie die Darstellung in Fig. 2 zeigt, ist der Geschossansetzer 1 von insgesamt kompakter
Bauform. Er weist eine Ladeschale 8 auf, auf welcher ein beim Ausführungsbeispiel
als großkalibriges Artilleriegeschoss ausgebildetes Geschoss 6 in Richtung der Waffe
verschiebbar aufliegt. Die Ladeschale 8 weist einen zylindrischen Abschnitt 8.1 auf,
in welchem das Geschoss 6 aufliegt. Seitlich an den zylindrischen Abschnitt 8.1 schließt
sich ein Auflageabschnitt 8.2 an, auf welchem die in den Figuren verkürzt dargestellte
Ansetzkette 2 aufliegt, vgl. auch Fig. 4. Nach unten hin weist die Ladeschale 8 eine
von zwei Seitenwänden 8.3, 8.4 eingeschlossene Öffnung 9 auf. An den die Öffnung 9
einschlieβenden Seitenwänden 8.3, 8.4 sind Führungselemente 8.5, 8.6 vorgesehen. Die
Führungselemente 8.5, 8.6 weisen nach Innen in Richtung der Öffnung 9 und sind als
in Richtung der Öffnung 9 vorstehende Vorsprünge ausgebildet. Die Führungselemente
8.5, 8.6 erstrecken sich schienenartig über nahezu die gesamte Länge der Ladeschale
8. Beim Ausführungsbeispiel sind die Führungselemente 8.5, 8.6 einstückig an den Seitenwänden
8.3, 8.4 angeformt.
[0022] Darüber hinaus ist an einer der beiden Seitenwände 8.4 ein Zahnstangenabschnitt 8.7
vorgesehen. Auch der Zahnstangenabschnitt 8.7 erstreckt sich in Längsrichtung der
Ladeschale 8 betrachtet nahezu über deren gesamte Länge und ist als einstückiger Bestandteil
der Ladeschale 8 ausgebildet. Der Zahnstangenabschnitt 8.7 kann auch als separates
Bauteil ausgebildet und mittels entsprechender Befestigungselemente an der Seitenwand
8.4 montiert sein.
[0023] Auf die Funktion der Führungselemente 8.5, 8.6 sowie des Zahnstangenabschnitts 8.7
wird später im Zusammenhang mit dem Ansetzvorgang noch im Einzelnen eingegangen werden.
[0024] im Bereich der Öffnung 9 ist der die Ansetzkette 2 mitnehmende Mitnehmer 3 zu erkennen.
Der Mitnehmer 3 ist nach Art eines Rollschlittens ausgebildet, der über ein beim Ausführungsbeispiel
als Linearantrieb ausgebildetes Antriebselement 5 in Richtung der Waffe bewegbar ist.
Die Bewegungen des Mitnehmers 3 sind im Bereich dessen Führungsabschnitts 3.3 über
frei drehbar gelagerte Rollen 3.1, 3.2 gegenüber der Ladeschale 8 geführt. Hierzu
weisen die Rollen 3.1, 3.2 mit der Geometrie der an der Ladeschale 8 vorgesehenen
Führungselemente 8.5, 8.6 korrespondierend gestaltete, umlaufende Ausnehmungen auf.
Beim Ausführungsbeispiel sind sowohl die Führungselemente 8.5, 8.6 wie auch die an
den Rollen 3.1, 3.2 vorgesehenen Ausnehmungen von V-förmiger bzw. dreieckiger Geometrie.
Beim Ausführungsbeispiel sind jeweils zwei Rollen 3.1, 3.2 auf beiden Seiten des Mitnehmers
3 angeordnet. Es können jedoch auch mehr Rollen vorgesehen werden.
[0025] Die Rollen 3.1, 3.2 sind innerhalb U-förmiger Ausnehmungen des Mitnehmers 3 in dessen
Führungsabschnitt 3.3 frei drehbar gelagert. An den Führungsabschnitt 3.3 des Mitnehmers
3 schließt sich nach oben hin betrachtet ein Umlenkabschnitt 3.4 für die in dem Umlenkabschnitt
3.4 liegende Ansetzkette 2 an. Wie insbesondere die Darstellung in Fig. 2 erkennen
lässt, weist der Umlenkabschnitt 3.4 einen 180°-Bogen auf, in welchem die Richtung
der Ansetzkette 2 entsprechend umgelenkt wird, vgl. auch Fig. 4 und 5. Der Umlenkabschnitt
3.4 ist von Kanalförmiger Geometrie. Der Umlenkabschnitt 3.4 bildet eine Führung für
die über ein Antriebselement 4 angetriebene Bewegung der Ansetzkette 2.
[0026] Die Mitnahme der Ansetzkette 2 bei einer Bewegung des Mitnehmers 3 erfolgt über das
Mitnahmeelement 4, welches nach Art eines Ritzels seitlich in die Ansetzkette 2 eingreift,
vgl. auch Fig. 6. Das Mitnahmeelement ist gleichzeitig auch das Antriebselement 4
zum Antrieb der Ansetzkette 2, dem insoweit eine Doppelfunktion zukommt.
[0027] Durch eine Rotation des Antriebselements 4 wird die Ansetzkette 2 in eine translatorische
Bewegung in Richtung des Geschosses 6 bewegt. Über ein Druckstück 10 wird die Bewegung
der als Schubkette ausgebildeten Ansetzkette 2 auf das Geschoss 6 übertragen, wodurch
dieses in Richtung der Waffe aus der Ladeschale 8 geschoben wird. Die Ansetzkette
2 ist zu diesem Zweck derart ausgebildet, dass sie sich unter Einwirkung stauchender
Längskräfte starr verhält, während sie sich gegenüber Querkräften nachgiebig verhält
und daher innerhalb des gekrümmten Abschnitts 3.4 des Mitnehmers 3 geführt werden
kann. Deshalb wird die Ansetzkette 2 als eine rückensteife Schubkette ausgeführt.
[0028] Durch die Umlenkung der Ansetzkette 2 ergibt sich eine parallele Anordnung des nachlaufenden
Endes der Ansetzkette 2 und dem Geschoss 6 bzw. dem in Geschossrichtung bewegten vorderen
Ende der Ansetzkette 2. Es ergibt sich eine kompakte, in Geschosslängsrichtung kurz
bauende Konstruktion.
[0029] Wie die Darstellungen insbesondere in Fig. 3 und Fig. 6 erkennen lassen, sind die
Bewegungen des ersten Antriebselements 4 zum Antrieb der Ansetzkette 2 und des zweiten
Antriebselements 5 zum Antrieb des Mitnehmers 3 über ein Übertragungselement 7 miteinander
gekoppelt. Das Übertragungselement 7 weist eine mit dem Antriebselement 4 verbundene
Welle 7.1 auf. An dem dem ersten Antriebselement 4 gegenüberliegenden Ende weist die
Welle 7.1 ein Ritzel 7.2 auf, welches mit dem an der Ladeschale 8 vorgesehenen Zahnstangenabschnitt
8.7 kämmt. Bei einer Linearbewegung des Mitnehmers 3, getrieben über das Antriebselement
5, rollt das Ritzel 7.2 auf dem Zahnstangenabschnitt 8.7 ab. Gemeinsam mit der Drehbewegung
des Ritzels 7.2 beginnt die Welle 7.1 und mit dieser das erste Antriebselement 4 zu
Drehen, wodurch die Ansetzkette 2 in Richtung des Geschosses 6 gefördert wird und
dieses in Richtung der Waffe befördert wird.
[0030] Einzelheiten des Ansetzvorgangs werden nachfolgend im Einzelnen beschrieben.
[0031] Um ein in der Ladeschale 8 befindliches Geschoss 6 aus der Ladeschale 8 in dessen
Ansetzstellung innerhalb des Waffenrohres zu befördern, wird das Handhabungselement
20 zunächst in eine Position hinter der Waffe verschwenkt, in welcher die Achse des
Geschosses 6 mit der Rohrseelenachse des Waffenrohres fluchtet.
[0032] Anschließend wird das als Linearantrieb ausgebildete erste Antriebselement 5 mit
Energie versorgt, was im Falle eines elektrischen Antriebselements 5 durch Bestromung
erfolgen kann. Hierdurch wird der Mitnehmer 3 translatorisch in Richtung der Geschossachse
des Geschosses 6 mit einer ersten Geschwindigkeit V
1 bewegt, vgl. Fig. 6. Dabei rollen die Rollen 3.1, 3.2 an den Führungselementen 8.5,
8.6 der Ladeschale 8 ab. Bei der Bewegung des Mitnehmers 3 wird die Ansetzkette 2
über das seitlich zwischen den Gliedern der Ansetzkette 2 angreifende Antriebselement
4 mitgenommen.
[0033] Gleichzeitig wird die Ansetzkette 2 über das auf dem Mitnehmer 3 mitfahrend angeordnete
Antriebselement 4 mit einer Geschwindigkeit V
2 in Richtung des Geschosses 6 bewegt, so dass sich eine Ansetzgeschwindigkeit V
gesamt ergibt, die gleich der Summe der Einzelgeschwindigkeiten V
1 und V
2 ist.
[0034] Die Bewegung des mitfahrenden Antriebselements 4 ist dabei über das Übertragungselement
7 an die Bewegung des ortsfesten Antriebselements 5 gekoppelt. Die über das als Linearantrieb
ausgebildete Antriebselement 5 erfolgende Linearbewegung des Mitnehmers 3 wird über
das mit dem Mitnehmer mitfahrende Ritzel 7.2 in eine Rotationsbewegung der Welle 7.1
und damit des Antriebselements 4 überführt, wodurch dann die Ansetzkette 2 in Richtung
der Achse des Geschosses 6 gefördert wird.
[0035] Beim Ausführungsbeispiel sind die Verhältnisse der Geschwindigkeiten V
1, V
2 derart gewählt, dass die Ansetzgeschwindigkeit der Kette V
2 der Geschwindigkeit V
1 des Mitnehmers 3 entspricht. Damit ergibt sich eine Gesamtgeschwindigkeit V
gesamt, die gleich der zweifachen der Einzelgeschwindigkeit des Mitnehmers 3 bzw. der Ansetzkette
2 ist. Durch Anpassung des Ritzels 8.7 bzw. des Antriebselements 4 sind jedoch auch
andere Über- bzw. Untersetzungen dieses Geschwindigkeitsverhältnisses möglich.
[0036] Nachdem auf diese Weise das Geschoss 6 in die Ansetzstellung befördert wurde, verschwenkt
das Handhabungselement 20 den Ansetzer 1 aus der Stellung hinter dem Rohr der Waffe,
um den Waffenrücklauf freizugeben. Sodann kann das Geschoss 6, ggf. nach Einschub
einer bestimmten Anzahl von Treibladungen, verschossen werden. Die entsprechenden
Treibladungen können nach dem Ansetzen des Geschosses 6 ebenfalls mittels des Geschossansetzers
1 in das Rohr der Waffe befördert werden.
[0037] Die Ausbildung des ersten Antriebselements 4 als mit dem Mitnehmer 3 mitfahrendes
Antriebselement erlaubt eine kompakte Bauweise des Geschossansetzers 1, bei welchem
sich eine erhöhte, aus der Geschwindigkeit der Ansetzkette 2 und der Geschwindigkeit
des Mitnehmers 3 additiv zusammengesetzte Ansetzgeschwindigkeit V
gesamt ergibt.
Bezugszeichen:
[0038]
- 1.
- Geschossansetzer
- 2.
- Ansetzkette
- 3.
- Mitnehmer
- 3.1.
- Mitnehmer
- 3.2.
- Rolle
- 3.3.
- Führungsabschnitt
- 3.4.
- Umlenkabschnitt
- 4.
- erstes Antriebselement
- 5.
- zweites Antriebselement
- 6.
- Geschoss
- 7.
- Übertragungselement
- 7.1.
- Welle
- 7.2.
- Ritzel
- 8.
- Ladeschale
- 8.1.
- zylindrischer Abschnitt
- 8.2.
- Auflageabschnitt
- 8.3.
- Seitenwand
- 8.4.
- Seitenwand
- 8.5.
- Führungselement
- 8.6.
- Führungselement
- 8.7.
- Zahnstangenabschnitt
- 9.
- Öffnung
- 10.
- Druckstück
- 20.
- Handhabungselement
- 21.
- Lager
- 22.
- Öffnung
- V1
- Geschwindigkeit
- V2
- Geschwindigkeit
- Vgesamt
- Geschwindigkeit
1. Geschossansetzer für Waffen mit einer über ein erstes Antriebselement (4) bewegbaren,
als rückensteife Schubkette ausgebildeten Ansetzkette (2) zur Beförderung eines Geschosses
(6) in dessen Ansetzstellung und einem die Ansetzkette (2) zur Erhöhung der Ansetzgeschwindigkeit
mitnehmenden Mitnehmer (3), der über ein zweites Antriebselement (5) bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Antriebselement (4) auf dem Mitnehmer (3) angeordnet ist.
2. Geschossansetzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (3) ein Mitnahmeelement aufweist, welches in die Ansetzkette (2) eingreift.
3. Geschossansetzer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnahmeelement durch das erste Antriebselement (4) gebildet wird.
4. Geschossansetzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (3) als linearbeweglicher Schlitten ausgebildet ist.
5. Geschossansetzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine das Geschoss (6) tragende Ladeschale (8), an welcher die Bewegungen des Mitnehmers
(3) geführt werden.
6. Geschossansetzer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladeschale (6) eine Ausnehmung (9) aufweist, an deren Rändern der Mitnehmer (3)
nach Art eines Rollschlittens geführt wird.
7. Geschossansetzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungen der Antriebselemente (4, 5) über ein Übertragungselement (7), welches
insbesondere an dem Mitnehmer (3) angeordnet ist, gekoppelt sind.
8. Geschossansetzer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (7) derart ausgestaltet ist, dass es infolge einer Bewegung
des Mitnehmers (3) in Rotation versetzt und diese Rotation über das erste Antriebselement
(4) in eine translatorische Bewegung der Ansetzkette (2) überführt wird.
9. Waffe mit einem Waffenrohr und einem Geschossansetzer (1) zur Beförderung eines Geschosses
(6) in eine Ansetzstellung innerhalb des Waffenrohres,
gekennzeichnet durch
einen Geschossansetzer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
10. Waffe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Geschossansetzer (1) über ein Handhabungselement (20) schwenkbeweglich gegenüber
dem Waffenrohr angeordnet ist.
1. Projectile rammer for weapons with a ramming chain (2), configured as a rigid backed
push chain (2), which can be moved by means of a first drive element (4) to convey
a projectile (6) into its rammed position, and a carrier (3), carrying the ramming
chain (2) to increase the ramming speed, which can be moved by means of a second drive
element (5),
characterised in that the first drive element (4) is disposed on the carrier (3).
2. Projectile rammer in accordance with claim 1, characterised in that the carrier (3) has a carrier element which meshes with the ramming chain (2).
3. Projectile rammer in accordance with claim 2, characterised in that the carrier element is formed by the first drive element (4).
4. Projectile rammer in accordance with one of the preceding claims, characterised in that the carrier (3) is configured as a linearly-movable carriage.
5. Projectile rammer in accordance with one of the preceding claims, characterised by a charging cradle (8) carrying the projectile (6), on which the movements of the
carrier (3) are guided.
6. Projectile rammer in accordance with claim 5, characterised in that charging cradle (6) has a recess (9) on the edges of which the carrier (3) is guided,
in the manner of a roller carriage.
7. Projectile rammer in accordance with one of the preceding claims, characterised in that the movements of the drive elements (4, 5) are coupled by means of a transmission
element (7), which is disposed in particular on the carrier (3).
8. Projectile rammer in accordance with claim 7, characterised in that the transmission element (7) is arranged in such a way that it is set in rotation
as a result of a movement of the carrier (3) and this rotation is transferred by means
of the first drive element (4) into a translational movement of the ramming chain
(2).
9. Weapon with a barrel and a projectile rammer (1) for conveying a projectile (6) into
a rammed position inside the barrel, characterised by a projectile rammer (1) in accordance with one of the claims 1 to 8.
10. Weapon in accordance with claim 9, characterised in that the projectile rammer (1) is arranged to be capable of swivelling in relation to
the barrel by means of a manipulation element (20).
1. Refouloir de projectile pour des armes avec une chaîne de refoulement (2) réalisée
sous la forme d'une chaîne de poussée au dos rigide, mobile par l'intermédiaire d'un
premier élément d'entraînement (4) pour le transport d'un projectile (6) dans sa position
de refoulement et un entraîneur (3) entraînant la chaîne de refoulement (2) pour l'augmentation
de la vitesse de refoulement, lequel est mobile par l'intermédiaire d'un second élément
d'entraînement (5), caractérisé en ce que
le premier élément d'entraînement (4) est agencé sur l'entraîneur (3).
2. Refouloir de projectile selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'entraîneur (3) présente un élément d'entraînement qui s'engage dans la chaîne de
refoulement (2).
3. Refouloir de projectile selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement est formé par le premier élément d'entraînement (4).
4. Refouloir de projectile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'entraîneur (3) est réalisé sous la forme d'un chariot mobile linéairement.
5. Refouloir de projectile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par une coque de chargement (8) portant le projectile (6), sur laquelle les mouvements
de l'entraîneur (3) sont guidés.
6. Refouloir de projectile selon la revendication 5, caractérisé en ce que la coque de chargement (6) présente un évidement (9), sur les bords duquel l'entraîneur
(3) est guidé comme un chariot roulant.
7. Refouloir de projectile selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les mouvements des éléments d'entraînement (4, 5) sont couplés par un élément de
transmission (7) qui est agencé en particulier sur l'entraîneur (3).
8. Refouloir de projectile selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'élément de transmission (7) est configuré de telle manière qu'il est amené en rotation
suite à un mouvement de l'entraîneur (3) et cette rotation est convertie par le premier
élément d'entraînement (4) en un mouvement translatoire de la chaîne de refoulement
(2).
9. Arme avec un canon et un refouloir de projectile (1) pour le transport d'un projectile
(6) dans une position de refoulement dans le canon,
caractérisée par
un refouloir de projectile (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8.
10. Arme selon la revendication 9, caractérisée en ce que le refouloir de projectile (1) est disposé sur un élément de manipulation (20) de
manière mobile en pivotement par rapport au canon.