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EP 2 495 052 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.08.2013 Patentblatt 2013/34 |
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Anmeldetag: 18.01.2012 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Auspressgerät
Extrusion device
Appareil d'essorage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
02.03.2011 DE 102011004967
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.09.2012 Patentblatt 2012/36 |
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Patentinhaber: HILTI Aktiengesellschaft |
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9494 Schaan (LI) |
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Erfinder: |
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- Strobel-Schmidt, Rainer
86825 Bad Wörishofen (DE)
- Lederle, Hans Peter
87471 Durach (DE)
- Ostermeier, Peter
86911 Diessen (DE)
- Hefele, Christian
87739 Breitenbrunn (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Auspressgerät zum Auspressen von Kartuschen, mit einem
Vorschubmechanismus für eine Kolbenstange, einem Gehäuse, an dem ein Übersetzungshebel
zum Betätigen des Vorschubmechanismus schwenkbar befestigt ist, und einem gehäusefesten
Handgriff, an dem ein Betätigungshebel schwenkbar befestigt ist.
[0002] Solche Auspressgeräte werden beispielsweise im Baubereich zum Auspressen von Kartuschen
verwendet, die mit Silikon oder anderen flüssigen bzw. zähflüssigen Baustoffen gefüllt
sind. Diese Kartuschen haben üblicherweise einen zylindrischen Grundkörper mit einer
an einer Stirnwand angeordneten Ausgabeöffnung. Die gegenüberliegende Stirnwand ist
durch einen im zylindrischen Grundkörper verschiebbaren Stempel gebildet, sodass durch
ein Verschieben dieser Stirnwand das Volumen der Kartusche geändert und dadurch der
Inhalt der Kartusche aus der Ausgabeöffnung herausgepresst werden kann. Das Auspressgerät
ermöglicht eine exakte Dosierung sowie ein genaues Auftragen des jeweiligen Baustoffs.
Üblicherweise hat das Auspressgerät einen an einer Kolbenstange angeordneten Kolben,
der an dem Stempel angreifen und diesen zum Auspressen der Kartusche gegen die Ausgabeöffnung
drängen kann. Die Kolbenstange wird dabei über einen Vorschubmechanismus angetrieben,
welcher beispielsweise durch einen schwenkbar an einem Gehäuse befestigten Übersetzungshebel
betätigt wird. Dieser Übersetzungshebel ist üblicherweise mit einem Betätigungshebel
gekoppelt, der schwenkbar an einem gehäusefesten Handgriff befestigt ist.
[0003] Bei herkömmlichen Auspressgeräten wird mit jedem Hub des Betätigungshebels ein im
Wesentlichen konstantes Baustoffvolumen ausgepresst. Dabei muss die Bedienperson zum
Auspressen des Baustoffs eine von der Zähigkeit des Baustoffs abhängige Auspresskraft
aufbringen. Bei eher zähflüssigen Baustoffen kann dies dazu führen, dass die Bedienperson
schnell ermüdet oder u.U. die notwendige Auspresskraft gar nicht aufbringen kann.
Bei eher dünnflüssigen Baustoffen ist die erforderliche Auspresskraft hingegen gering,
und es besteht bei vielen Bedienpersonen der Wunsch, das ausgepresste Baustoffvolumen
je Hub zu vergrößern.
[0004] Um diesen Dachteil herkömmlicher Auspressgeräte zu überwinden, offenbart die
EP 0 854 760 B1 ein gattungsgemäßes Auspressgerät, bei dem die Bedienperson über einen Drehknopf
das Übersetzungsverhältnis zwischen einem Hub des Betätigungshebels und dem ausgepressten
Baustoffvolumen stufenlos variieren kann. Die stufenlose Einstellung des Übersetzungsverhältnisses
mittels eines Gewindes ist allerdings sehr zeitaufwendig, insbesondere wenn eine Umstellung
von einer Endposition (z.B. sehr zähflüssiger Baustoff) hin zur anderen Endposition
(z.B. sehr dünnflüssiger Baustoff) vorgenommen werden soll. Außerdem ist eine solche
stufenlose Feinjustierung des Übersetzungsverhältnisses zumeist weder gewünscht noch
notwendig. In der Regel würde eine zweistufige (kleine/große Übersetzung) oder dreistufige
(kleine/mittlere/große Übersetzung) Einstellung vollkommen ausreichen. Darüber hinaus
sind die verwendeten Geräte, insbesondere im Baubereich, häufig hoch beansprucht,
sodass das Gewinde infolge von Verschmutzung oder Korrosion rasch schwergängig wird
oder im Extremfall gar keine Verstellung mehr zulässt.
[0005] Die
DE 30 31 939 A1 offenbart ein Auspressgerät mit einem Betätigungsdrücker, der über einen zweiarmigen
Hebel auf eine Betätigungsvorrichtung für eine Kolbenstange wirkt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines dauerhaften und robusten Auspressgeräts,
bei dem sich das ausgepresste Baustoffvolumen pro Hub des Betätigungshebels einfach
und schnell verändern lässt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Auspressgerät der eingangs genannten
Art, bei dem der Übersetzungshebel und der Betätigungshebel über eine Kulissenführung
gelenkig miteinander verbunden sind. Die Kopplung der beiden Hebel über eine Kulissenführung
ist hervorragend geeignet, um eine wenigstens zweistufige, robuste und schnelle Verstellmöglichkeit
des Übersetzungsverhältnisses zwischen dem Hub des Betätigungshebels und dem ausgepressten
Baustoffvolumen bereitzustellen.
[0008] In einer Ausführungsform umfasst die Kulissenführung eine Kulisse im Übersetzungshebel,
eine Kulisse im Betätigungshebel und einen Kulissenstein, wobei der Kulissenstein
sowohl in die Kulisse des Übersetzungshebels als auch in die Kulisse des Betätigungshebels
eingreift.
[0009] In dieser Ausführungsform können der Kulissenstein als Führungsstift und die Kulissen
jeweils als Langlöcher ausgebildet sein. Eine solche Konstruktion lässt sich fertigungstechnisch
einfach realisieren, erlaubt eine schnelle manuelle Einstellung und ist darüber hinaus
äußerst robust.
[0010] Vorzugsweise erstreckt sich die Kulisse des schwenkbaren Betätigungshebels in Bezug
auf dessen gehäusefestes Schwenklager im Wesentlichen in radialer Richtung längs des
Betätigungshebels.
[0011] Analog kann sich die Kulisse des schwenkbaren Übersetzungshebels in Bezug auf dessen
gehäusefestes Schwenklager im Wesentlichen in radialer Richtung längs des Übersetzungshebels
erstrecken.
[0012] In einer weiteren Ausführungsform weist der schwenkbare Betätigungshebel einen Stellschieber
auf, welcher in Bezug auf das gehäusefeste Schwenklager des Betätigungshebels zwischen
einer radial inneren, ersten Stellposition und einer radial äußeren, zweiten Stellposition
verschiebbar ist. Durch diesen Stellschieber lässt sich das Übersetzungsverhältnis
zwischen dem Hub des Betätigungshebels und dem ausgepressten Baustoffvolumen sehr
einfach, nämlich durch einen einzigen Handgriff, variieren.
[0013] Der Stellschieber umfasst dabei vorzugsweise einen Kulissenstein der Kulissenführung.
[0014] Ferner kann der Stellschieber zumindest in einer Stellposition arretierbar sein.
[0015] Hierzu weist die Kulisse des Betätigungshebels bevorzugt einen Hinterschnitt auf,
in den der Kulissenstein eingreifen, insbesondere einrasten kann. Durch den Hinterschnitt
lassen sich der Stellschieber und damit ein gewünschtes Übersetzungsverhältnis auf
einfache Art und Weise fixieren. Ein solcher Hinterschnitt ist üblicherweise in der
radial inneren, ersten Stellposition und/oder der radial äußeren, zweiten Stellposition
des Stellschiebers vorgesehen. Ferner ist jedoch auch denkbar, dass ein solcher Hinterschnitt
in einer Mittenposition zwischen der ersten und zweiten Stellposition vorgesehen ist,
um beispielsweise eine dreistufige Verstellbarkeit vorzusehen.
[0016] Insbesondere kann der Betätigungshebel über die Kulissenführung mit dem Übersetzungshebel
so gekoppelt sein, dass sich der Kulissenstein bei einer Verschiebung des Stellschiebers
von seiner ersten Stellposition in seine zweite Stellposition näher an das gehäusefeste
Schwenklager des Übersetzungshebels bewegt.
[0017] In einer Ausführungsform des Auspressgeräts umfasst der Vorschubmechanismus eine
Klemmscheibe, wobei der Übersetzungshebel an der Klemmscheibe angreifen kann.
[0018] In einer alternativen Ausführungsform des Auspressgeräts ist der Vorschubmechanismus
ein Ratschenmechanismus, wobei der Übersetzungshebel an einem Antriebsrad des Ratschenmechanismus
angreifen kann.
[0019] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. In diesen
zeigen:
- Figur 1 eine Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Auspressgeräts, wobei sich ein
Stellschieber in einer radial äußeren, ersten Stellposition befindet,
- Figur 2 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Auspressgeräts gemäß Figur 1;
- Figur 3 eine Schnittansicht des erfindungsgemäßen Auspressgeräts gemäß Figur 1, wobei
sich der Stellschieber in einer radial inneren, zweiten Stellposition befindet; und
- Figur 4 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Auspressgeräts gemäß Figur 3.
[0020] Die Figuren 1 bis 4 zeigen jeweils ein Auspressgerät 10 zum Auspressen von Kartuschen
12 (angedeutet in Figur 2), mit einem Vorschubmechanismus 14 für eine Kolbenstange
16, einem Gehäuse 18, an dem ein Übersetzungshebel 20 zum Betätigen des Vorschubmechanismus
14 schwenkbar befestigt ist, und einem gehäusefesten Handgriff 22, an dem ein Betätigungshebel
24 schwenkbar befestigt ist.
[0021] In den schematischen Schnittansichten der Figuren 1 und 3 wird deutlich, dass der
Übersetzungshebel 20 und der Betätigungshebel 24 über eine Kulissenführung 26 gelenkig
miteinander verbunden sind. Die Kulissenführung 26 umfasst dabei eine als Langloch
28 ausgebildete Kulisse im Übersetzungshebel 20, eine als Langloch 30 ausgebildete
Kulisse im Betätigungshebel 24 sowie einen als Führungsstift 32 ausgebildeten Kulissenstein,
wobei der Kulissenstein sowohl in die Kulisse des Übersetzungshebels 20 als auch in
die Kulisse des Betätigungshebels 24 eingreift.
[0022] Der Betätigungshebel 24 lässt sich um ein gehäusefestes Schwenklager S
1 relativ zum gehäusefesten Handgriff 22 verschwenken. Dabei ist am Schwenklager S
1 eine Feder 34 vorgesehen, welche den Betätigungshebel 24 so beaufschlagt, dass er
vom Handgriff 22 weg verschwenkt wird. Zum Auspressen von Baustoff 36 aus der Kartusche
12 (vgl. Figur 2) muss eine Bedienperson den Betätigungshebel 24 entgegen der Kraft
der Feder 34 in Richtung zum Handgriff 22 verschwenken. Infolge der Kopplung des Betätigungshebels
24 über die Kulissenführung 26 mit dem Übersetzungshebel 20 wird dieser um ein in
den Figuren 1 und 3 angedeutetes, gehäusefestes Schwenklager S
2 verschwenkt und betätigt dabei den Vorschubmechanismus 14 des Auspressgeräts 10.
[0023] Der am Gehäuse 18 vorgesehene Vorschubmechanismus 14 greift dabei an der Kolbenstange
16 an, welche in einer Vorschubrichtung R verschiebbar im Gehäuse 18 gelagert ist,
und drängt diese in Vorschubrichtung R. An der Kolbenstange 16 ist ein Kolben 38 angebracht,
der in Vorschubrichtung R gegen einen (nicht gezeigten) Stempel der Kartusche 12 geführt
werden kann, um den in der Kartusche 12 befindlichen Baustoff 36 über eine Kartuschenöffnung
39 auszupressen.
[0024] Der Vorschubmechanismus 14 ist im vorliegenden Fall ein nicht näher dargestellter,
bekannter Ratschenmechanismus, wobei der Übersetzungshebel 20 an einem Antriebsrad
40 des Ratschenmechanismus angreift.
[0025] Alternativ kann der Vorschubmechanismus 14 in bekannter Weise auch eine Klemmscheibe
umfassen, wobei der Übersetzungshebel 20 an dieser Klemmscheibe angreifen kann. Da
die Ausbildung des Vorschubmechanismus 14 für die vorliegende Erfindung weitgehend
unerheblich ist, wird hier auf die genaue Konstruktion des Vorschubmechanismus 14
nicht näher eingegangen.
[0026] Die Kulisse bzw. das Langloch 30 des schwenkbaren Betätigungshebels 24 erstreckt
sich in Bezug auf dessen gehäusefestes Schwenklager S
1 im Wesentlichen in radialer Richtung längs des Betätigungshebels 24.
[0027] Analog erstreckt sich die Kulisse bzw. das Langloch 28 des schwenkbaren Übersetzungshebels
20 in Bezug auf dessen gehäusefestes Schwenklager S
2 im Wesentlichen in radialer Richtung längs des Übersetzungshebels 20.
[0028] In den beiden Ansichten des Auspressgeräts 10 gemäß den Figuren 2 und 4 ist gut zu
erkennen, dass der schwenkbare Betätigungshebel 24 einen Stellschieber 42 aufweist,
welcher in Bezug auf das gehäusefeste Schwenklager S
1 des Betätigungshebels 24 zwischen einer radial äußeren, ersten Stellposition (vgl.
Figur 2) und einer radial inneren, zweiten Stellposition (vgl. Figur 4) durch eine
Bedienperson manuell verschiebbar ist.
[0029] Gemäß den Schnittansichten der Figuren 1 und 3 umfasst der Stellschieber 42 den als
Führungsstift 32 ausgebildeten Kulissenstein der Kulissenführung 26. Der Betätigungshebel
24 ist nun über die Kulissenführung 26 mit dem Übersetzungshebel 20 so gekoppelt,
dass sich der Führungsstift 32 bei einer Verschiebung des Stellschiebers 42 von seiner
ersten Stellposition gemäß den Figuren 1 und 2 in seine zweite Stellposition gemäß
den Figuren 3 und 4 vom gehäusefesten Schwenklager S
2 des Übersetzungshebels 20 entfernt.
[0030] Dadurch verlängert sich ein Hebelarm x am Übersetzungshebel 20 von einem Wert X
1 auf einen Wert X
2.
[0031] Wird jeweils der gleiche Baustoff 36 verwendet, so bewirkt der größere Hebelarm X
2 gemäß Figur 3, dass pro Hub mit eher geringem Kraftaufwand eine eher geringe Baustoffmenge
ausgepresst wird, wohingegen der kleinere Hebelarm X
1 gemäß Figur 1 bewirkt, dass pro Hub mit größerem Kraftaufwand eine größere Baustoffmenge
ausgepresst wird. Als Hub wird dabei eine Schwenkbewegung des Betätigungshebels 24
von seiner dargestellten, federbeaufschlagten Endposition in seine in Richtung zum
Handgriff 22 verschwenkte, entgegengesetzte Endposition bezeichnet.
[0032] Somit empfiehlt sich die radial äußere, erste Stellposition des Stellschiebers 42
gemäß den Figuren 1 und 2 für eher dünnflüssige Baustoffe mit geringem Auspresswiderstand,
da die Bedienperson in diesem Fall ein schnelles Auspressen der Kartusche 12 mit einer
geringen Anzahl von Hüben erreicht.
[0033] Die radial innere, zweite Stellposition des Stellschiebers 42 gemäß den Figuren 3
und 4 empfiehlt sich hingegen für eher zähflüssige Baustoffe 36 mit hohem Auspresswiderstand,
da die Bedienperson in diesem Fall ein Auspressen der Kartusche 12 mit akzeptablem
Kraftaufwand erreicht.
[0034] In den Figuren 3 und 4 ist zu sehen, dass die als Langloch 30 ausgebildete Kulisse
des Betätigungshebels 24 einen Hinterschnitt 44 aufweist, in den der Führungsstift
32 eingreifen kann. In einigen Ausführungsvarianten des Auspressgeräts 10 ist der
Kulissenstein senkrecht zu seiner Kulissenbahn in Richtung zum Hinterschnitt 44 durch
ein Federelement vorgespannt, sodass der Kulissenstein bei Erreichen des Hinterschnitts
44 in diesen einrastet.
[0035] Durch einen solchen Hinterschnitt 44 lässt sich der Stellschieber 42 in einer Stellposition
arretieren. Im vorliegenden Fall lässt sich der Stellschieber 42 durch den Hinterschnitt
44 in seiner radial äußeren, ersten Stellposition fixieren. Selbstverständlich ist
auch denkbar, dass die als Langloch 30 ausgebildete Kulisse des Betätigungshebels
24 weitere Hinterschnitte aufweist, um den Stellschieber 42 beispielsweise in seiner
radial inneren, zweiten Stellposition oder einer Zwischenposition arretieren zu können.
[0036] Aufgrund der Kulissenführung 26 lässt sich das pro Hub ausgepresste Baustoffvolumen
einfach und schnell durch manuelle Betätigung des Stellschiebers 42 variieren. Gleichzeitig
ist die Konstruktion mittels Kulissenführung 26 und Stellschieber 42 sehr robust,
sodass das Auspressgerät 10 bei sachgerechter Bedienung eine sehr dauerhafte Funktionsfähigkeit
und Langlebigkeit aufweist.
1. Auspressgerät zum Auspressen von Kartuschen (12), mit
einem Vorschubmechanismus (14) für eine Kolbenstange (16),
einem Gehäuse (18), an dem ein Übersetzungshebel (20) zum Betätigen des Vorschubmechanismus
(14) schwenkbar befestigt ist, mit
einem gehäusefesten Handgriff (22), und einem Betätigungshebel (24)
dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungslebel (24) schwenkbar befestigt ist und dass der Übersetzungshebel
(20) und der Betätigungshebel (24) über eine Kulissenführung (26) gelenkig miteinander
verbunden sind.
2. Auspressgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung (26) eine Kulisse im Übersetzungshebel (20), eine Kulisse im
Betätigungshebel (24) und einen Kulissenstein umfasst, wobei der Kulissenstein sowohl
in die Kulisse des Übersetzungshebels (20) als auch in die Kulisse des Betätigungshebels
(24) eingreift.
3. Auspressgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kulissenstein als Führungsstift (32) und die Kulissen als Langlöcher (28, 30)
ausgebildet sind.
4. Auspressgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kulisse des schwenkbaren Betätigungshebels (24) in Bezug auf dessen gehäusefestes
Schwenklager (S1) im Wesentlichen in radialer Richtung längs des Betätigungshebels (24) erstreckt.
5. Auspressgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Kulisse des schwenkbaren Übersetzungshebels (20) in Bezug auf dessen gehäusefestes
Schwenklager (S2) im Wesentlichen in radialer Richtung längs des Übersetzungshebels (20) erstreckt.
6. Auspressgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der schwenkbare Betätigungshebel (24) einen Stelischieber (42) aufweist, welcher
in Bezug auf das gehäusefeste Schwenklager (S1) des Betätigungshebels (24) zwischen einer radial äußeren, ersten Stellposition und
einer radial inneren, zweiten Stellposition verschiebbar ist.
7. Auspressgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellschieber (42) einen Kulissenstein der Kulissenführung (26) umfasst.
8. Auspressgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kulisse des Betätigungshebels (24) einen Hinterschnitt (44) aufweist, in den
der Kulissenstein eingreifen kann.
9. Auspressgerät nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellschieber (42) zumindest in einer Stellposition arretierbar ist.
10. Auspressgerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungshebel (24) über die Kulissenführung (26) mit dem Übersetzungshebel
(20) so gekoppelt ist, dass sich der Kulissenstein bei einer Verschiebung des Stellschiebers
(42) von seiner ersten Stellposition in seine zweite Stellposition vom gehäusefesten
Schwenklager (S2) des Übersetzungshebels (20) entfernt.
11. Auspressgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubmechanismus (14) eine Klemmscheibe umfasst, wobei der Übersetzungshebel
(20) an der Klemmscheibe angreifen kann.
12. Auspressgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorschubmechanismus (14) ein Ratschenmechanismus ist, wobei der Übersetzungshebel
(20) an einem Antriebsrad (40) des Ratschenmechanismus angreifen kann.
1. A device for dispensing the contents of cartridges (12), said device comprising an
advancing mechanism (14) for a piston rod (16);
a housing (18), on which a transmission lever (20) for operating the advancing mechanism
(14) is swivel-mounted;
a handle (22) fixed to the housing;
and an operating lever (24),
characterized in that the operating lever (24) is swivel-mounted and in that the transmission lever (20) and the operating lever (24) are joined together in an
articulated manner by way of a connecting-link guide (26).
2. A dispenser according to Claim 1, characterized in that the connecting-link guide (26) comprises a connecting link in the transmission lever
(20), a connecting link in the operating lever (24) and a sliding block, the sliding
block engaging in the connecting link of the transmission lever (20) as well as in
the connecting link of the operating lever (24).
3. A dispenser according to Claim 2, characterized in that the sliding block takes the form of a guide pin (32) and the connecting links take
the form of slots (28, 30).
4. A dispenser according to Claim 2 or 3, characterized in that the connecting link of the swivelling operating lever (24) extends, relative to its
swivel bearing (S1) fixed to the housing, substantially in radial direction along the operating lever
(24).
5. A dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that the connecting link of the swivelling transmission lever (20) extends, relative to
its swivel bearing (S2) fixed to the housing, substantially in radial direction along the transmission lever
(20).
6. A dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that the swivelling operating lever (24) has an adjusting slide (42), which can be moved,
relative to the operating lever's swivel bearing (S1) fixed to the housing, between a first position on the outside in radial direction
and a second position on the inside in radial direction.
7. A dispenser according to Claim 6, characterized in that the adjusting slide (42) comprises a sliding block of the connecting-link guide (26).
8. A dispenser according to Claim 7, characterized in that a connecting link of the operating lever (24) has an undercut (44), in which the
sliding block can engage.
9. A dispenser according to one of Claims 6 to 8, characterized in that the adjusting slide (42) can be locked in at least one position.
10. A dispenser according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the operating lever (24) is coupled via the connecting-link guide (26) to the transmission
lever (20) in such a way that the sliding block moves away from the transmission lever's
swivel bearing (S2) fixed to the housing, when the adjusting slide (42) is moved from its first position
into its second position.
11. A dispenser according to one of the preceding claims, characterized in that the advancing mechanism (14) comprises a clamping disc, and the transmission lever
(20) can act on said clamping disc.
12. A dispenser according to one of Claims I to 11, characterized in that the advancing mechanism (14) is a ratchet mechanism, and the transmission lever (20)
can act on a drive gear (40) of the ratchet mechanism.
1. Appareil d'extrusion pour faire sortir par pression le contenu de cartouches (12),
comportant
un mécanisme d'avance (14) pour une tige de piston (16),
un boîtier (18) sur lequel un levier de transmission (20) destiné à actionner le mécanisme
d'avance (14) est fixé de manière à pouvoir pivoter,
une poignée (22) fixe par rapport au boîtier et un levier d'actionnement (24),
caractérisé en ce que le levier d'actionnement (24) est fixé de manière à pouvoir pivoter, et en ce que le levier de transmission (20) et le levier d'actionnement (24) sont reliés l'un
à l'autre de manière articulée par l'intermédiaire d'un guide à coulisse (26).
2. Appareil d'extrusion selon la revendication 1, caractérisé en ce que le guide à coulisse (26) inclut une coulisse dans le levier de transmission (20),
une coulisse dans le levier d'actionnement (24) et un coulisseau, dans lequel le coulisseau
s'engage aussi bien dans la coulisse du levier de transmission (20) que dans la coulisse
du levier d'actionnement (24).
3. Appareil d'extrusion selon la revendication 2, caractérisé en ce que le coulisseau est configuré sous la forme d'une goupille de guidage (32) et les coulisses
sont configurées sous la forme de trous oblongs (28, 30).
4. Appareil d'extrusion selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la coulisse du levier d'actionnement pivotant (24), par rapport à un palier pivotant
(S1) fixe par rapport au boîtier, s'étend dans une direction sensiblement radiale le
long du levier d'actionnement (24).
5. Appareil d'extrusion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la coulisse du levier de transmission pivotant (20), par rapport à un palier pivotant
(S2) fixe par rapport au boîtier, s'étend dans une direction sensiblement radiale le
long du levier de transmission (20).
6. Appareil d'extrusion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le levier d'actionnement pivotant (24) comporte un curseur de réglage (42) qui peut
être déplacé par rapport au palier pivotant (S1) du levier d'actionnement (24) fixe par rapport au boîtier, entre une première position
de réglage radialement extérieure et une seconde position de réglage radialement intérieure.
7. Appareil d'extrusion selon la revendication 6, caractérisé en ce que le curseur de réglage (42) inclut un coulisseau du guide à coulisse (26).
8. Appareil d'extrusion selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'une coulisse du levier d'actionnement (24) comporte une contre-dépouille (44) dans
laquelle le coulisseau peut s'engager.
9. Appareil d'extrusion selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que le curseur de réglage (42) peut être arrêté au moins dans une position de réglage.
10. Appareil d'extrusion selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que le levier d'actionnement (24) est couplé au levier de transmission (20) par l'intermédiaire
du guide à coulisse (26) de telle sorte que le coulisseau s'éloigne de sa première
position de réglage à sa seconde position de réglage du palier pivotant (S2) du levier de transmission (20), fixe par rapport au boîtier, lors d'un déplacement
du curseur de réglage (42).
11. Appareil d'extrusion selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le mécanisme d'avance (14) inclut un disque de serrage, dans lequel le levier de
transmission (20) peut s'appliquer contre le disque de serrage.
12. Appareil d'extrusion selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que le mécanisme d'avance (14) est un mécanisme à cliquet, dans lequel le levier de transmission
(20) peut s'appliquer contre une roue d'entraînement (40) du mécanisme à cliquet.


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