[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beschichten eines metallischen Bandes
mit einem Beschichtungsmaterial, die einen mit einem flüssigen Beschichtungsmaterial
gefüllten Beschichtungsbehälter aufweist, durch den oder aus dem das beschichtete
Band vertikal nach oben ausgeleitet wird, wobei oberhalb des Beschichtungsbehälters
eine Abstreifdüse zum Abstreifen von noch flüssigem Beschichtungsmaterial von der
Bandoberfläche angeordnet ist, wobei oberhalb der Abstreifdüse eine elektromagnetische
Einrichtung zur Stabilisierung der Lage des Bandes in einer Mittenlage angeordnet
ist, wobei die Einrichtung mindestens zwei beidseitig des Metallbandes auf derselben
Höhe angeordnete Magnete umfasst. Des weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Beschichten eines metallischen Bandes mit einem Beschichtungsmaterial.
[0002] Aus der Druckschrift
DE 10 2007 045202 A1 ist eine Vorrichtung zur Bandkantenstabilisierung eines Bandes bekannt, welche zumindest
einen Sensor aufweist, zur Erkennung der Position der zumindest einen Bandkante und
zumindest eine Verstellvorrichtung vorgesehen ist, mit welcher in Abhängigkeit der
Bandkantenposition ein Mittel zur Bandkantenstabilisierung quer zum Band positionierbar
ist.
[0003] Vorrichtungen zum Stabilisieren des Laufes eines Metallbandes sind auch aus den Druckschriften
DE 10 2006 052000 A1 und
DE 10 2005 060058 A1 bekannt. Um den Abstand des Bandes in Querrichtung zwischen den Abblasdüsen einzustellen
und zu stabilisieren, ist eine Bandstabilisierungseinrichtung vorgesehen.
[0004] Eine Vorrichtung dieser Art sowie ein entsprechendes Verfahren sind bekannt. Die
DE 10 2008 039 244 A1 zeigt eine Vorrichtung zum Schmelztauchbeschichten, bei dem das Metallband durch
das Beschichtungsbad geleitet und aus diesem vertikal nach oben ausgeleitet wird.
Oberhalb des Beschichtungsbehälters ist eine Abstreifdüse angeordnet, mit der überschüssiges
Beschichtungsmaterial von der Bandoberfläche abgeblasen wird. Oberhalb der Abstreifdüse
ist in definiertem Abstand eine Bandstabilisierung angeordnet, mit der das Band mittig
in der Mittenebene der Anlage gehalten werden soll.
[0006] In Schmelztauchbeschichtungsanlagen, insbesondere in Feuerverzinkungsanlagen, werden
unterschiedliche Anforderungen an die Bandlage und den Band lauf gestellt. Besonders
im Bereich der Abstreifdüsen sollen mit berührungslos wirkenden Systemen, den sog.
elektromagnetischen Bandstabilisierungssystemen, Bandschwingungen reduziert und die
Bandform beeinflusst werden.
[0007] In Anlagen mit einem der Abstreifdüse nachgeschalteten induktiven Erwärmungssystem
(Galvannealer) werden zusätzlich oberhalb der Abstreifdüse vor der Erwärmungseinrichtung
Führungsrollen eingesetzt, die einen ruhigen Bandlauf zwischen den Erwärmungsspulen
gewährleisten und Defekte sowohl an der Anlage als auch auf dem Band durch Kontakt
des Bandes mit diesen vermeiden sollen.
[0008] Ebenso ist ein stabiler mittiger Bandlauf in Anlagen mit und ohne nachgeschalteten
Erwärmungsinduktoren für die der Abstreifdüse nachfolgenden Bandkühleinrichtungen
von großer Bedeutung, um eine gleichmäßige Kühlwirkung zu erzielen. Auch hier gilt
es, Beschädigungen der Anlage und der Bandoberfläche zu vermeiden.
[0009] Es sind verschiedene Systeme bekannt geworden, die berührungslos, nämlich elektromagnetisch,
Zusatzkräfte auf das Stahlband ausüben, um Bandbewegungen in Form von Schwingungen
zu minimieren. Weiterhin kann mit diesen Systemen die Bandform quer zur Transportrichtung
beeinflusst werden.
[0010] Die Bandposition normal zur Bandoberfläche wird im Bandstabilisierungssystem mittels
Wegsensoren gemessen und in einem geschlossenen Regelkreis geregelt. Dabei können
auch weitere Messeinrichtungen innerhalb der nachgeschalteten Einrichtungen als Zusatzsignale
für die Bandpositionsregelung verwendet werden.
[0011] Als nachteilig hat sich folgendes erwiesen: Die Position der Bandstabilisierung ist
bauartbedingt definiert und konzentriert sich bei den vorbekannten Lösungen zumeist
auf eine räumliche Nähe zur Abstreifdüse. Somit ergibt sich abhängig von der Konzeption
ein Abstand der Bandstabilisierungs-Magnete von der Düsenlippe der Abstreifdüse (Luftaustritt
aus der Düse).
[0012] Dadurch ist der Abstand zu den nachgeschalteten Einrichtungen, wie z. B. zu den Erwärmungsinduktoren
oder zu der nachgeschalteten Bandkühlung, sehr groß. Hierdurch ergibt sich keine oder
nur eine minimale Wirkung der Bandstabilisierungs-Magnete auf die dortige Bandbewegung
und folglich keine Beeinflussungsmöglichkeit der Bandstabilität im von der Abstreifdüse
beabstandeten Bereich.
[0013] Werden die Bandstabilisierung-Magnete indes direkt vor dem Erwärmungsinduktor oder
der Bandkühlung installiert, ergibt sich entsprechend eine deutlich verringerte Wirkung
auf die Bandzentrierung im Bereich der Abstreifdüse.
[0014] Bei den vorbekannten Anlagen ergibt sich daher immer nur eine ausgewählte Position,
die meist auf die Wirkung im Bereich der Abstreifdüse abgestimmt ist, d. h. die Bandstabilisierungs-Magnete
werden meist im Bereich der Abstreifdüse angeordnet.
[0015] Damit lassen sich allerdings die Anforderungen an eine moderne Bandverzinkungsanlage
nicht bzw. nur eingeschränkt erfüllen.
[0016] Der Erfindung liegt im Lichte dieser Nachteile die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
zum Beschichten eines metallischen Bandes mit einem Beschichtungsmaterial sowie ein
entsprechendes Verfahren so fortzubilden, dass in verbesserter und einfacherer Weise
auf die unterschiedlichen Anforderungen an die Bandführung reagiert werden kann. Demgemäß
soll sich die Qualität der Schmelztauchbeschichtung, insbesondere der Feuerverzinkung,
erhöhen lassen.
[0017] Diese Aufgabe der Erfindung wird vorrichtungstechnisch gelöst durch den Gegenstand
des Patentanspruchs 1.
[0018] Die Mittel zur Einstellung des vertikalen Abstands können mindestens einen hydraulischen
oder pneumatischen Aktuator umfassen; sie können auch mindestens einen mechanischen
Aktuator umfassen, insbesondere ein Spindel-Mutter-System.
[0019] Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung können die Mittel zur Einstellung
des vertikalen Abstands mindestens ein Hubelement umfassen, das direkt oder indirekt
mit der Abstreifdüse verbunden ist. Die Abstreifdüse kann dabei eine Rahmenstruktur
aufweisen bzw. mit einer solchen verbunden sein, auf der das mindestens eine Hubelement
angeordnet ist.
[0020] Oberhalb der Abstreifdüse kann ein Heizelement zur Erhitzung des Bandes angeordnet
sein, um einen sog. Galvannealing-Prozess durchführen zu können. Das Heizelement ist
dabei bevorzugt als induktives Element ausgebildet. Die Mittel zur Einstellung der
vertikalen Lage sind dabei bevorzugt ausgebildet zur Einstellung des vertikalen Abstands
der Magnete im gesamten Bereich der Höhenerstreckung zwischen der Abstreifdüse und
dem Heizelement.
[0021] Oberhalb des Heizelements kann weiterhin eine Kühlstrecke angeordnet sein Zwischen
Heizelement und Kühlstrecke kann ein Halteofen angeordnet sein.
[0022] Die Aufgabe der Erfindung wird verfahrenstechnisch gelöst durch das Verfahren gemäß
Patentanspruch 10.
[0023] Das beanspruchte Verfahren zum Beschichten eines metallischen Bandes mit einem Beschichtungsmaterial,
bei dem das Band durch flüssiges Beschichtungsmaterial das sich in einem Beschichtungsbehälter
befindet, hindurchgeführt und dann vertikal nach oben aus dem Beschichtungsbehälter
ausgeleitet wird, wobei oberhalb des Beschichtungsbehälters noch flüssiges Beschichtungsmaterial
durch eine Abstreifdüse von der Bandoberfläche abgestreift wird und wobei oberhalb
der Abstreifdüse das Band mittels einer elektromagnetischen Einrichtung zur Stabilisierung
der Lage des Bandes in einer Mittenlage stabilisiert wird, wobei die Einrichtung zwei
beidseitig des Bandes auf derselben Höhe angeordnete Magnete umfasst, zeichnet sich
erfindungsgemäß dadurch aus, dass der vertikale Abstand der Magnete von der Abstreifdüse
gemäß einem vorgegebenen Wert eingestellt wird, wobei zur Einstellung des Abstands
Mittel zur Einstellung des vertikalen Abstands von einer Steuerung betätigt werden.
[0024] Die Magnete werden dabei bevorzugt bei der Einstellung des vertikalen Abstands stets
zentriert in der Mittenlage gehalten.
[0025] Der Kern der Erfindung stellt also darauf ab, dass die Position der Bandstabilisierungs-Magnete
nicht ortsfest ist, sondern mittels einer geeigneten Hebevorrichtung den jeweiligen
Erfordernissen angepasst werden kann. Dabei bleibt die ausgerichtete (zentrierte)
und optimierte Position der Bandstabilisierungs-Magnete zum durchlaufenden Stahlband
- in Richtung normal auf das Band - durch eine mechanische Kopplung der Bandstabilisierungs-Magnete
mit der Abstreifdüse stets bestehen.
[0026] Aus physikalischen Überlegungen ergibt sich, dass das Bandstabilisierungssystem für
eine optimale Funktion und damit zwecks Reduzierung der Bandbewegungen möglichst nahe
an der jeweiligen Einrichtung bzw. Wirkstelle positioniert werden müssen (Prinzip
von St. Vernant). Dies ist beispielsweise für eine Optimierung der Beschichtung mit
flüssigem Metall eine Position möglichst nahe an den Abstreifdüsen, wobei für einen
mittigen und ruhigen Bandlauf innerhalb der Nacherwärmungseinrichtung die Position
der berührungslosen Bandstabilisierung möglichst nahe an dieser Einrichtung gewählt
werden sollte. Somit ist es sinnvoll, mittels einer geeigneten Hilfseinrichtung beide
Positionen (einmal nahe an der Abstreifdüse und einmal nahe der Erwärmungseinrichtung)
ohne Verlust der Stabilisierungsfunktion anfahren zu können. Ferner können auch weitere
Positionen angefahren werden, die eine Beeinflussung beider Anlagenteile (Abstreifdüse
und Erwärmungseinrichtung) mit der Bandstabilisierung ermöglichen.
[0027] Mittels einer Hubvorrichtung kann also erfindungsgemäß die vertikale Position der
Bandstabilisierungs-Magnete, die Bestandteil einer Bandstabilisierungseinheit sind,
auf einen gewünschten Wert flexibel eingestellt werden. Dies erfolgt abhängig vom
Betriebszustand bzw. der gewünschten berührungslosen Bandlagenbeeinflussung. Die Positionierung
erfolgt vorzugsweise zwischen der Abstreifdüse und der in Förderrichtung des Bandes
nachgeschalteten Erwärmungsinduktoren für den Galvannealing-Betrieb bzw. einer nachgeschalteten
Bandkühlung.
[0028] Die Betätigungsmittel für die Höheneinstellung der Magnete bleiben dabei stets zentriert
zur Abstreifdüse, da sie mechanisch mit dieser gekoppelt sind.
[0029] Die Erfindung ermöglicht also eine veränderliche, gezielt einstellbare Position der
Bandstabilisierungs-Magnete oberhalb der Abstreifdüse in einer Feuerverzinkungsanlage.
[0030] Demgemäß erlaubt die vertikale Einstellmöglichkeit der Bandstabilisierungs-Magnete
relativ zur Abstreifdüse jede Position zur Erlangung einer optimalen Betriebsweise
zwischen den Extremstellen direkt an der Abstreifdüse und direkt vor den nachgeschalteten
Heizelementen bzw. vor der Bandkühlung.
[0031] Bei kombinierten Anwendungen, bei denen sowohl die Bandpositionsbeeinflussung in
der Abstreifdüse als auch die in den nachgeschalteten Einrichtungen wichtig ist, werden
mittels eines mathematischen Modells unter Berücksichtigung der Spannungsverteilung
im Band die Auswirkungen auf die jeweiligen Einrichtungen bestimmt; demgemäß wird
eine vertikale Position der Bandstabilisierungsmagnete eingestellt, die für den Anwendungsfall
optimiert ist.
[0032] In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematisch eine Schmelztauchbeschichtungsanlage gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 2
- in der Darstellung von Fig. 1 eine alternative Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 3
- in perspektivischer Darstellung einen Halterahmen für die Abstreifdüse der Schmelztauchbeschichtungsanlage,
auf dem Magnete für die Bandstabilisierung höhenveränderlich angeordnet sind, und
- Fig. 4
- in perspektivischer Darstellung die Magnete für die Bandstabilisierung, angeordnet
an einer Höhenverstelleinrichtung.
[0033] In Fig. 1 ist eine Schmelztauchbeschichtungsanlage skizziert, die zum Beschichten
eines Bandes 1 mit einem Beschichtungsmetall dient. Das Band 1 wird im Ausführungsbeispiel
in bekannter Weise in einen Beschichtungsbehälter 2 eingeführt, in dem flüssiges Beschichtungsmaterial
enthalten ist. Vorliegend wird eine Umlenkung des Bandes 1 in die vertikale Richtung
V mittels einer Umlenkrolle 14 vorgenommen. Natürlich kann genauso auch das CVGL-Verfahren
eingesetzt werden, bei dem das Band 1 vertikal von unten in den Beschichtungsbehälter
2 eintritt und die Bodenöffnung mittels eines elektromagnetischen Verschlusses abgedichtet
wird.
[0034] Nachdem das beschichtete Band 1 vertikal nach oben aus dem Beschichtungsbehälter
2 ausgetreten ist, wird überschüssiges Beschichtungsmetall durch eine Abstreifdüse
3 abgeblasen. Oberhalb der Abstreifdüse 3 ist eine Einrichtung 4 zum Stabilisieren
des Bandes 1 vorhanden. Diese Einrichtung 4 hat als Kernstück zwei beidseits des Bandes
1 angeordnete Elektro-Magnete 6. Mit diesen wird erreicht, dass das Band gezielt so
mit magnetischen Kräften beaufschlagt wird, dass es in einer symmetrischen Mittenlage
5 der Vorrichtung gehalten wird.
[0035] Wesentlich ist, dass Mittel 7 vorhanden sind, mit denen der vertikale Abstand H der
Magnete 6 von der Abstreifdüse 3 gezielt eingestellt werden kann. Angedeutet ist dies
in Fig. 1 mit den Doppelpfeilen neben den Magneten 6 und dadurch, dass die Magnete
6 einmal (in einer mittleren Lage) mit durchgezogenen Linien skizziert sind und in
zwei weiteren alternativen Positionen mit gestrichelten Linien, nämlich in einer unteren
Lage nahe der Abstreifdüse 3 und in einer oberen Lage am oberen Ende der Verfahrbewegung,
die mit den Mitteln 7 bewerkstelligt werden kann.
[0036] Der Abstand der Magnete 6 vom oberen Ende der Abstreifdüse 3 ist mit H bezeichnet
und gibt an, wie weit die Magnete 6 durch die Mittel 7 angehoben sind.
[0037] Oberhalb der Einrichtung 4 zur Stabilisierung ist in Fig. 1 eine Kühlstrecke 11 für
das Band 1 vorgesehen. Oberhalb der Kühlstrecke 11 wird das Band 1 durch eine Umlenkrolle
13 in die Horizontale umgelenkt.
[0038] In Fig. 2 ist eine alternative Lösung skizziert, wobei hier im Vergleich mit Fig.
1 noch eine induktive Heizeinrichtung 10 oberhalb der Bandstabilisierung 4 vorgesehen
ist, mit der ein Galvannealing-Prozess in an sich bekannter Weise durchgeführt werden
kann. Zwischen dem Heizelement 10 und der Kühlstrecke 11 befindet sich hier noch ein
Halteofen 12.
[0039] Eine Vorstellung vom konstruktiven Aufbau der vorgeschlagenen Vorrichtung geht aus
Fig. 3 hervor. Hier ist zu sehen, dass die Abstreifdüse 3 an einer Rahmenstruktur
9 angeordnet ist, auf der vier Hubelemente 8 befestigt sind, mit denen die Magnete
6 relativ zur Abstreifdüse 3 angehoben oder abgesenkt werden können.
[0040] Weitere Details des konstruktiven Aufbaus gehen aus Fig. 4 hervor. Hier ist zu sehen,
wie vier Hubelemente 8 - vorliegend ausgebildet als mechanische Aktuatoren in Form
von Spindel-Mutter-Systemen - eingesetzt werden, um die Magnete 6 in vertikale Richtung
V zu bewegen bzw. einzustellen. Die Abstreifdüsen 3 sind hier nicht dargestellt; sie
befinden sich im unteren Bereich der Darstellung gemäß Fig. 4.
[0041] Liegen Bandlagenänderungen vor, die zu einer Nachjustierung der Abstreifdüse führen,
wird die Position der Bandstabilisierung durch die mechanische Kopplung der Bandstabilisierungs-Magnete
ebenfalls nachgeführt.
[0042] Die stufenlose Höheneinstellung der Magnete 6 der Bandstabilisierung ermöglicht folgendes
Vorgehen:
Für den optimalen Galvannealing-Betrieb (GA-Betrieb) wird die Bandstabilisierung 4
und namentlich die Magnete 6 mittels der Mittel 7 (Hebevorrichtung) direkt unterhalb
der induktiven Heizelemente 10 positioniert. Da die Beschichtungsdicke für GA-Produkte
sehr dünn ist (maximal 90 g/m2) und daher durch die Bandstabilisierungswirkung nur geringe Verbesserungen im Schichtaufbau
erzielt werden können, wird der Schwerpunkt der Stabilisierungswirkung auf den Bandlauf
im Heizelement 10 (GA-Induktor) und damit auf die Qualität der GA-Beschichtung gelegt.
Durch die mechanische Kopplung zur Abstreifdüse 3 stehen die Abstreifdüse 3 und die
Magnete 6 der Bandstabilisierung jederzeit zentriert zum Band 1.
[0043] Die Wirkung der Bandstabilisierung in den Bereich der Abstreifdüse 3 hinein ist in
diesem Fall reduziert, fällt jedoch aufgrund der optimalen Positionsberechnung durch
ein mathematisches Modell, das hierbei eingesetzt wird, nicht weg. Die Magnete 6 werden
näher an den Heizelementen 10 (GA-Induktoren) als an der Abstreifdüse 3 positioniert,
jedoch unter Berücksichtigung der physikalischen Wirkung in beide Richtungen.
[0044] Bei anderen Beschichtungsprodukten liegt der Schwerpunkt der Stabilisierungswirkung
auf der Minimierung der Bandbewegung innerhalb der Abstreifdüse 3. Hierfür wird die
Position der Magnete 6 der Bandstabilisierung im Bereich der Abstreifdüse 3 gewählt.
[0045] Die Führungsrollen vor dem Heizelement, die bei bisher bekannten Anlagen eingesetzt
werden, um das Band zu stabilisieren, sind nicht mehr erforderlich, da nunmehr die
Stabilisierungswirkung gezielt im gesamten Höhenbereich zwischen der Abstreifdüse
und dem Heizelement beeinflusst werden kann.
[0046] Die Mittel 7 (Hubvorrichtung) ermöglichen ebenfalls in vorteilhafter Weise ein manuelles
Reinigen der Abstreifdüse 3 während des Betriebs. Die Bandstabilisierung bzw. die
Magnete 6 werden in eine erhöhte Position gefahren, ohne jedoch die Stabilisierungswirkung
zu verlieren. Bei vorbekannten Systemen ist dies nicht möglich. Damit erlangt das
Wartungspersonal einen freien Zugang zur Abstreifdüse 3 und kann daher die Düsenlippen
manuell reinigen. Diese Anforderung ist bei jeder Feuerverzinkungsanlage gegeben.
[0047] Die Positionierung der Magnete 6 der Bandstabilisierung erfolgt wie erläutert mit
einer Vorrichtung, die zwei Führungen, Halterungen und entsprechende Klemmvorrichtungen
aufweisen kann, die die Verspannung des Systems und somit die parallele Ausrichtung
der Bandstabilisierung (der Magnete 6) zum Band bzw. zum Abstreifdüsenträgersystem
bewirken. Diese Vorrichtung zur Veränderung der Bandstabilisierungsposition ist auf
der Abstreifdüse 3, die eine Rahmenkonstruktion mit Stellelementen zur Ausrichtung
enthält, fest montiert.
[0048] Das Prinzip ist also eine Rahmenkonstruktion, die wiederum fest mit der Grundrahmenkonstruktion
der Abstreifdüse 3 verbunden ist. Damit erfolgt mit der Ausrichtung der Abstreifdüse
3 zum Band 1 ebenfalls immer eine synchrone Ausrichtung der Magnete 6 der Bandstabilisierung
zum Band 1.
Bezugszeichenliste:
[0049]
- 1
- Band
- 2
- Beschichtungsbehälter
- 3
- Abstreifdüse
- 4
- Einrichtung zur Stabilisierung
- 5
- Mittenlage
- 6
- Magnet
- 7
- Mittel zur Einstellung der vertikalen Lage
- 8
- Hubelement
- 9
- Rahmenstruktur
- 10
- Heizelement
- 11
- Kühlstrecke
- 12
- Halteofen
- 13
- Umlenkrolle
- 14
- Umlenkrolle
- V
- vertikale Richtung
- H
- Abstand
1. Vorrichtung zum Beschichten eines metallischen Bandes (1) mit einem Beschichtungsmaterial,
die einen mit einem flüssigen Beschichtungsmaterial gefüllten Beschichtungsbehälter
(2) aufweist, durch den oder aus dem das beschichtete Band (1) vertikal (V) nach oben
ausgeleitet wird, wobei oberhalb des Beschichtungsbehälters (2) eine Abstreifdüse
(3) zum Abstreifen von noch flüssigem Beschichtungsmaterial von der Bandoberfläche
angeordnet ist, wobei oberhalb der Abstreifdüse (3) eine elektromagnetische Einrichtung
(4) zur Stabilisierung der Lage des Bandes (1) in einer Mittenlage (5) angeordnet
ist und wobei die Einrichtung (4) mindestens zwei beidseitig des Metallbandes (1)
auf derselben Höhe angeordnete Magnete (6) umfasst, und eine Steuerung zum Positionieren
der der Magnete (6),
gekennzeichnet durch
Mittel (7) zur flexiblen Einstellung des vertikalen Abstands (H) der Magnete (6) von
der Abstreifdüse (3), wobei die Mittel (7) mindestens einen hydraulischen, pneumatischen
oder mechanischen Aktuator umfassen; und
eine Steuerung zum Betätigen der Mittel (7).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (7) zur Einstellung des vertikalen Abstands (H) mindestens ein Hubelement
(8) umfassen, das direkt oder indirekt mit der Abstreifdüse (3) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abstreifdüse (3) eine Rahmenstruktur (9) aufweist, auf der das mindestens eine
Hubelement (8) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüchen 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass oberhalb der Abstreifdüse (3) ein Heizelement (10) zur Erhitzung des Bandes (1) angeordnet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Heizelement (10) als induktives Element ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (7) ausgebildet sind zur Einstellung des vertikalen Abstands (H) der Magnete
(6) im gesamten Bereich der Höhenerstreckung zwischen der Abstreifdüse (3) und dem
Heizelement (10).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass oberhalb des Heizelements (10) eine Kühlstrecke (11) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Heizelement (10) und Kühlstrecke (11) ein Halteofen (12) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mechanische Aktuator in Form eines Spindel-Mutter-Systems ausgebildet ist.
10. Verfahren zum Beschichten eines metallischen Bandes (1) mit einem Beschichtungsmaterial,
bei dem das Band (1) durch flüssiges Beschichtungsmaterial, das sich in einem Beschichtungsbehälter
(2) befindet, hindurchgeführt und dann vertikal (V) nach oben aus dem Beschichtungsbehälter
(2) ausgeleitet wird, wobei oberhalb des Beschichtungsbehälters (2) noch flüssiges
Beschichtungsmaterial durch eine Abstreifdüse (3) von der Bandoberfläche abgestreift
wird und wobei oberhalb der Abstreifdüse (3) das Band (1) mittels einer elektromagnetischen
Einrichtung (4) zur Stabilisierung der Lage des Bandes (1) in einer Mittenlage (5)
stabilisiert wird, wobei die Einrichtung mindestens zwei beidseitig des Bandes (1)
auf derselben Höhe angeordnete Magnete (6) umfasst, und
der vertikale Abstand (H) der Magnete (6) von der Abstreifdüse (3) gemäß einem vorgegebenen
Wert eingestellt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass Mittel (7), umfassend einen hydraulischen, pneumatischen oder mechanischen Aktuator,
zur flexiblen Einstellung des vertikalen Abstands (H) der Magnete (6) von der Abstreifdüse
(3) von einer Steuerung betätigt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Magnete (6) bei der Einstellung des vertikalen Abstands (H) stets zentriert in
der Mittenlage (5) gehalten werden.
1. A device for coating a metal strip (1) with a coating material which has a coating
vessel (2) filled with a liquid coating material, through which or from which the
coated strip (1) is discharged vertically (V) upwards, wherein a stripping nozzle
(3) for wiping coating material that is still wet from the strip surface is arranged
above the coating vessel (2), wherein an electromagnetic device (4) for stabilizing
the position of the strip (1) in a central position (5) is arranged above the stripping
nozzle (3) and wherein the mechanism (4) comprises at least two magnets (6) arranged
at the same height on both sides of the metal strip (1) and a control mechanism for
positioning the magnets (6),
characterized by
means (7) for the flexible adjustment of the vertical distance (H) of the magnets
(6) from the stripping nozzle (3), wherein the means (7) comprise at least one hydraulic,
pneumatic or mechanical actuator; and a control mechanism for actuating the means
(7).
2. The device according to claim 1,
characterized in that
the means (7) for adjusting the vertical distance (H) comprise at least one lifting
element (8) which is connected directly or indirectly to the stripping nozzle (3).
3. The device according to claim 2,
characterized in that
that the stripping nozzle (3) has a frame structure (9) on which the at least one
lifting element (8) is arranged.
4. The device according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
a heating element (10) for heating the strip (1) is arranged above the stripping nozzle
(3).
5. The device according to claim 4,
characterized in that
the heating element (10) is designed as an inductive element.
6. The device according to claim 4 or 5,
characterized in that
the means (7) are designed to adjust the vertical distance (H) of the magnets (6)
over the entire region of the height extent between the stripping nozzle (3) and the
heating element (10).
7. The device according to one of claims 4 to 6,
characterized in that
a cooling section (11) is arranged above the heating element (10).
8. The device according to claim 7,
characterized in that
a holding furnace (12) is arranged between the heating element (10) and cooling section
(11).
9. The device according to one of claims 1 to 8,
characterized in that
the mechanical actuator is configured in the form of a spindle-nut system.
10. A method for coating a metal strip (1) with a coating material in which the strip
(1) is passed through liquid coating material which is located in a coating vessel
(2) and then discharged vertically (V) upwards out of the coating vessel (2), wherein
coating material that is still wet is wiped from the strip surface above the coating
vessel (2) by a stripping nozzle (3) and wherein the strip (1) is stabilized above
the stripping nozzle (3) by means of an electromagnetic mechanism (4) for stabilizing
the position of the strip (1) in a central position (5), wherein the mechanism comprises
at least two magnets (6) arranged on both sides of the strip (1) at the same height
and
the vertical distance (H) of the magnets (6) from the stripping nozzle (3) is set
according to a predefined value,
characterized in that
the means (7) comprising a hydraulic, pneumatic or mechanical actuator for the flexible
adjustment of the vertical distance (H) of the magnets (6) from the stripping nozzle
(3) are actuated by a control mechanism.
11. The method according to claim 10,
characterized in that
the magnets (6) are constantly held centred in the central position (5) during adjustment
of the vertical height (H).
1. Dispositif de revêtement d'une bande métallique (1) avec un matériau de revêtement,
lequel dispositif présente un réservoir de revêtement (2) rempli d'un matériau de
revêtement liquide dans lequel ou hors duquel la bande revêtue (1) est déviée verticalement
(V) vers le haut, une buse de raclage (3) destinée à racler le matériau de revêtement
encore liquide sur la surface de la bande étant disposée au-dessus du réservoir de
revêtement (2), un dispositif électromagnétique (4) de stabilisation de la position
de la bande (1) étant disposé au-dessus de la buse de raclage (3) dans une position
centrale (5) et le dispositif (4) comprenant au moins deux aimants (6) disposés des
deux côtés de la bande métallique (1) à la même hauteur et une commande pour le positionnement
des aimants (6),
caractérisé par
des moyens (7) de réglage variable de la bande verticale (H) des aimants (6) de la
buse de raclage (3), ces moyens (7) comprenant au moins un actionneur hydraulique,
pneumatique ou mécanique ; et
une commande pour actionner les moyens (7).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les moyens (7) de réglage de la distance verticale (H) comprennent au moins un élément
de levage (8) qui est raccordé directement ou indirectement à la buse de raclage (3).
3. Dispositif selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la buse de raclage (3) présente une structure en cadre (9) qui est disposée sur l'au
moins un élément de levage (8).
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que,
au-dessus de la buse de raclage (3), un élément chauffant (10) est disposé pour chauffer
la bande (1).
5. Dispositif selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'élément chauffant (10) est réalisé sous forme d'un élément inductif.
6. Dispositif selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
les moyens (7) sont conçus pour régler la distance verticale (H) entre les aimants
(6) dans toute la zone d'extension en hauteur entre la buse de raclage (3) et l'élément
chauffant (10).
7. Dispositif selon une des revendications 4 ou à 6,
caractérisé en ce que,
au-dessus de l'élément chauffant (10), est disposée une section de refroidissement
(11).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que,
entre l'élément chauffant (10) et la section de refroidissement (11), est disposé
un four de maintien (12).
9. Dispositif selon une des revendications 1 bis 8, caractérisé en ce que
l'actionneur mécanique est réalisé sous la forme d'un système à broche et écrou.
10. Procédé de revêtement d'une bande métallique (1) avec un matériau de revêtement, dans
lequel la bande (1) passe dans du matériau de revêtement liquide qui se trouve dans
un réservoir de revêtement (2) puis est déviée verticalement (V) vers le haut hors
du réservoir de revêtement (2), du matériau de revêtement liquide étant encore raclé
sur la surface de la bande par une buse de raclage (3) au-dessus du réservoir de revêtement
(2) et la bande (1) étant aussi stabilisée au-dessus de la buse de raclage (3) au
moyen d'un dispositif électromagnétique (4) pour la stabilisation de la position de
la bande (1) dans une position centrale (5), le dispositif comprenant au moins deux
aimants (6) disposés des deux côtés de la bande (1) à la même hauteur et
la distance verticale (H) entre les aimants (6) et la buse de raclage (3) étant réglée
suivant une valeur prédéfinie,
caractérisé en ce que
des moyens (7), comprenant un actionneur hydraulique, pneumatique ou mécanique, permettant
le réglage variable de la distance verticale (H) entre les aimants (6) et la buse
de raclage (3) sont actionnés par une commande.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que
les aimants (6), lors du réglage de la distance verticale (H), sont maintenus en permanence
centrée dans la position centrale (5).