[0001] Die Erfindung betrifft ein Profilelement für Rollläden, insbesondere ein schallabsorbierendes
Rollladenprofilelement für Schrankmöbel.
[0003] Die bekannten Profilelemente umfassen bereits ansprechende Lösungen zur Schallabsorption
für raumakustische Anwendungen.
[0004] Die
DE 202005015289 U1 offenbart einen Schrankmöbel mit einem Möbelkorpus und wenigstens einer Frontjalousie,
die parallel zueinander angeordnete miteinander verbindbare Profilelemente aufweist
und die in am Möbelkorpus angeordneten Führungsnuten geführt ist, wobei das Profilelement
wenigstens einen flächigen Profilkörper, in dem wenigstens eine Öffnung eingebracht
ist, aufweist. Weiterhin offenbart die D1, dass am Profilkörper des Profilelements
ein schallabsorbierendes Material als Teil wenigstens eines Schallschutzelementes
angeordnet ist. Das schallabsorbierende Material kann dabei ein Fasermaterial, ein
Vliesmaterial, ein geschäumtes Material, eine Membran, insbesondere eine Membran aus
Kunststoff sein.
[0005] Die
WO 02/03375 A1 offenbart einen dreidimensional angeordneten, mikroperforierten Polymerfilm, welcher
beabstandet zu einer reflektierenden Oberfläche über seine freien Enden angeordnet
ist. An der von der Oberfläche beabstandeten Folienseite sind verschiedene Öffnungen
eingebracht, die im Querschnitt gesehen nicht zylindrisch ausgebildet sind sondern
kegelstumpfförmig. Die Öffnungen sind dabei so angeordnet, dass der breitere Durchmesser
der kegelstumpfförmigen Öffnung von der Oberfläche beabstandet und der kleinere Durchmesser
der kegelstumpfförmigen Öffnung an der der Wand gegenüberliegenden Seite der Oberfläche
angeordnet sind. Die Öffnungen sind somit für auftreffenden Schall trichterförmig
angeordnet. Unterhalb der perforierten Fläche der Folie entsteht somit ein schallabsorbierender
Raum ohne externe Zugänge.
[0006] Die
DE 10346783 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von schallabsorbierenden Flächen, insbesondere
von schallabsorbierenden Geweben durch Mikrolochung, wobei die Gewebe entsprechend
vorher durch ihre Webung eingestellt sind und dann entweder per schichtweiser Belegung
der Fasern des Gewebes die Öffnungsgröße des Gewebes wie gewünscht eingestellt wird
oder in dem ein bereits beschichtetes Gewebe in einem weiteren Arbeitsgang aufgeheizt
wird und durch Druckunterschiede danach, der flüssig gewordene Kunststoff in den Gewebeöffnungen
geöffnet wird. Dieses Gewebe ist beispielsweise ein Glasgewebe und der Kunststoff
ein Fluorpolymer. Weiterhin wird offenbart, dass es nunmehr auch mikroperforierte
Folien und mikroperforierte Kunstglasscheiben geben soll, die erfolgreich zur Schallabsorption
eingesetzt werden.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Profilelement wirtschaftlich und kostengünstig
herzustellen und die schallabsorbierenden Eigenschaften des Profilelements gegenüber
herkömmlichen Lösungen unter dem Einsatz neuartiger Techniken weiter zu verbessern.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Profilelement mit den Merkmalen des
Anspruches 1 realisiert.
[0009] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen ausgeführt.
[0010] Das erfindungsgemäße Profilelement für Rollläden, insbesondere ein schallabsorbierendes
Rollladenprofilelement für Schrankmöbel zeichnet sich dadurch aus, dass das Profilelement
eine perforierte Folie aufweist, die sich zumindest abschnittsweise über wenigstens
eine Öffnung des Profilelements erstreckt, um einen Schallabsorber für raumakustische
Anwendungen zu bilden.
[0011] Die Schallenergie wird in den Löchern der perforierten, vorzugsweise mikroperforierten
Folie vernichtet.
[0012] Die Wirksamkeit des schallabsorbierenden Rollladenprofilelementes als sogenannter
Schallabsorber ist besonders gut, wenn die Folie von Schallwellen getroffen wird,
die von einer schallharten Reflektorfläche reflektiert werden. Diese Reflektorfläche
kann Teil des Profilelements oder eines anderen Gegenstands sein. In der perforierten
Folie schwingt die Luft in vielen nebeneinander angeordneten Perforationen näherungsweise
als Masse zu-sammen mit der im Zwischenraum zwischen Folie und Reflektorfläche eingeschlossenen
Luft als Feder nach Art eines Feder/Masse-Systems.
[0013] In der bevorzugten Anwendung ist das erfindungsgemäße Profilelement Teil eines Rollladens
eines Schrankmöbels. In der einfachsten Ausführung des Profilelements durchdringt
die Öffnung das Profilelement, so dass Schall im geschlossenen Zustand des Rollladens
durch die Öffnung in das Schrankmöbel eintritt.
[0014] Der Schall wird bereits durch die im Schrankmöbel eingelagerten Gegenstände wie Bücher,
Aktenordner oder dergleichen absorbiert. Der nicht absorbierte Teil des eingetretenen
Schalls wird auf die Folie reflektiert und dort nach dem zuvor beschriebenen Prinzip
absorbiert. Gegenüber den herkömmlichen Lösungen werden die schallabsorbierenden Eigenschaften
des Profilelements unter dem Einsatz neuartiger Techniken weiter verbessert.
[0015] Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn das Profilelement zum Bilden eines Rollladens
mit jeweils benachbarten weiteren Profilelementen insbesondere gelenkig verbindbar
ist. Dadurch lassen sich in einfacher Weise Rollläden mit beliebiger Länge zusammenstellen.
[0016] Es kann sich als hilfreich erweisen, wenn die perforierte Folie an einer Vorderseite
und/oder Rückseite einer Vorderwand und/oder Rückwand und/oder Zwischenwand und/oder
Seitenwand des Profilelements angeordnet ist.
[0017] Vorzugsweise ist die perforierte Folie sichtbar an einer Vorderseite der Vorderwand
angeordnet, um zusätzlich als Dekorelement einen designerischen bzw. gestalterischen
Beitrag zum optischen und ästhetischen Gesamteindruck des Profilelements zu leisten.
[0018] Eine Anordnung an der Rückseite einer Vorderwand und/oder Zwischenwand des Profilelements
kann erwünscht sein, wenn die perforierte Folie gerade nicht sichtbar sein soll.
[0019] In dieser Anordnung erfüllt die perforierte Folie dennoch eine Funktion als Staubfang,
da sie das Eindringen von Staub durch die Öffnung in das Profilelement verhindert.
[0020] Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die perforierte Folie an wenigstens
einer Seitenwand des Profilelementes angeordnet ist. Dies erlaubt vorteilhafterweise
eine Fixierung der Folie an den von vorn nicht sichtbaren Seitenflächen des Profilelementes
und führt andererseits dazu, dass bei insbesondere gelenkig zu Rollläden verbundenen
Profilelementen beim Öffnen bzw. Schließen desselben, die einander zugewandten Seitenflächen
der Profilelemente das gleiche Dekor, gebildet durch die perforierte Folie, aufweisen.
Dies zeigt dann besondere Vorteile, wenn das Profilelement aus einem andersartigen
bzw. andersfarbigen Werkstoff hergestellt ist, als die daran anzubringende perforierte
Folie.
[0021] Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass das Aufbringen der Folie und deren
Fixierung an den Seitenflächen des Profilelementes fertigungstechnisch leichter umzusetzen
ist, da bekanntermaßen in den Seitenflächen keine Öffnungen eingebracht sind.
[0022] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung erfüllt die perforierte Folie zumindest
eine der folgenden Anforderungen:
- Der Folie ist ein- oder mehrschichtig ausgebildet, wobei zumindest eine Schicht aus
Kunststoff, vorzugsweise einem thermoplastischen oder duroplastischen Kunststoff,
Zellulose, vorzugsweise Papier, Metall oder Keramik besteht.
- Die Dicke der Folie beträgt 0,01 mm bis 2,5 mm, bevorzugt 0,1 mm bis 2,0 mm und besonders
bevorzugt 0,1 mm bis 1,0 mm;
- Der Durchmesser der Perforationen der Folie beträgt 0,01 mm bis 2,0 mm, bevorzugt
0,1 mm bis 1,0 mm und besonders bevorzugt 0,2 mm bis 0,6 mm;
- Das Verhältnis der Fläche der Perforationen zur nichtperforierten Fläche der Folie
beträgt 0,01 % bis 20 %, bevorzugt 0,1 % bis 15 % und besonders bevorzugt 0,5 % bis
10 %;
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung erfüllt die perforierte Folie
zumindest eine der folgenden Anforderungen:
- Die Anzahl der Perforationen der Folie pro Fläche beträgt 1/cm2 bis 100/cm2, bevorzugt 2/cm2 bis 50/cm2 und besonders bevorzugt 5/cm2 bis 10/cm2;
- Der Abstand der Perforationen der Folie beträgt 1,0 mm bis 10,0 mm, bevorzugt 2,0
mm bis 8,0 mm und besonders bevorzugt 4,0 mm bis 6,0 mm;
- Zumindest einige der Perforationen der Folie sind im Wesentlichen rund, oval, elliptisch,
prismatisch, schlitzförmig, eckig, sternförmig und dgl.;
- Die Perforationen der Folie sind im Wesentlichen regelmäßig von einander beabstandet
angeordnet;
[0024] Bevorzugt ist die perforierte Folie einschichtig aus einem thermoplastisch verarbeitbaren
Kunststoff ausgebildet. Die oben genanten Parameterbereiche erweisen sich im Hinblick
auf bspw. die schallabsorbierenden Eigenschaften der Folie als günstig. Durch verschiedene
Formen der Perforationen sind zudem zahlreiche gestalterische und designerische Möglichkeiten
gegeben, so dass der optische und ästhetische Gesamteindruck des mit der Folie bestückten
Profilelements weiter verbessert werden kann.
[0025] Bei der Anwendung als Design- oder Dekorelement kann die perforierte Folie eine farbige
Bedruckung und/oder Beschichtung aufweisen, und/oder kann selbst farbig opak oder
farbig transluzent ausgebildet sein.
[0026] Es kann von Vorteil sein, wenn das Profilelement zumindest einen Akustikdämpfungsraum
aufweist. Dabei kann es besonders vorteilhaft sein, wenn die Öffnung direkt oder indirekt,
bspw. über einen Kanal, in den Akustikdämpfungsraum mündet.
[0027] In diesem Akustikdämpfungsraum des Profilelements kann der Schall auf die perforierte
Folie reflektiert werden, wo er nach dem eingangs beschriebenen Prinzip in den Perforationen
absorbiert wird. In dieser Ausführung bildet das Profilelement aus sich heraus einen
hochwirksamen Schallabsorber für raumakustische Anwendungen.
[0028] Es kann sich als nützlich erweisen, wenn der Akustikdämpfungsraum in einem Hohlraum,
einer Ausnehmung, einer Ausbuchtung oder Wölbung des Profilelements ausgebildet ist.
Durch die Form und Größe des Akustikdämpfungsraums lassen sich die schallabsorbierenden
Eigenschaften des erfindungsgemäßen schallabsorbierenden Rollladenprofilelementes
als sogenannter Schallabsorber gezielt beeinflussen.
[0029] Es kann von Vorteil sein, wenn zusätzlich ein Schalldämpfungsmaterial in dem Akustikdämpfungsraum
angeordnet ist. Dadurch können die schallabsorbierenden Eigenschaften des Profilelements
weiter verbessert werden.
[0030] Es kann nützlich sein, wenn die perforierte Folie im Abstand von einem schallharten
Wandabschnitt des Akustikdämpfungsraums angeordnet ist. Vorzugsweise erstreckt sich
die perforierte Folie parallel zu dem schallharten Wandabschnitt des Akustikdämpfungsraums,
so dass der Schall gleichmäßig zurückgeworfen und nach dem eingangs beschriebenen
Prinzip in den Perforationen absorbiert wird. Alternativ kann der schallharte Wandabschnitt
des Akustikdämpfungsraums auch gekrümmt oder parabolisch gewölbt sein, um den Schall
vorzugsweise im Bereich der perforierten Folie zu bündeln.
[0031] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Öffnung in einer Vorderseite
und/oder Rückseite einer Vorderwand, Rückwand und/oder Zwischenwand des Profilelements
angeordnet ist. Die Position der Öffnung kann in Abhängigkeit davon gewählt werden,
aus welcher Richtung der Schall normalerweise auf das Profilelement trifft.
[0032] Trifft der Schall beispielsweise i.d.R. auf die Vorderseite des Profilelements, so
kann die Öffnung in der Vorderwand angeordnet werden. Wenn der Schall normalerweise
auf die Rückseite des Profilelements trifft, kann die Öffnung in der Rückwand vorgesehen
werden. Falls erwünscht ist, dass sich der Schall in dem Profilelement verteilt und
in weitere, nebengeordnete Akustikdämpfungsräume eintritt, um bspw. verschiedene Schallfrequenzen
zu dämpfen, kann eine Öffnung in einer oder mehreren Zwischenwänden vorgesehen werden.
[0033] Bei der Anwendung als Rollladenprofilelement in einem Schrankmöbel kann es erwünscht
sein, dass der Schall zunächst über die Folie und die Öffnung in einen oder mehrere
Akustikdämpfungsräume eintritt und vor dort teilweise auf die Folie reflektiert wird,
und teilweise durch weitere Öffnungen aus den Akustikdämpfungsräumen in das Schrankmöbel
eintritt, um dort absorbiert zu werden. Bei dieser Ausführung wird das eingeschlossene
Volumen des Schrankmöbels genutzt, um die schallabsorbierenden Eigenschaften des erfindungsgemäßen
schallabsorbierenden Rollladenprofilelementes als sogenannter Schallabsorber weiter
zu verbessern.
[0034] Es kann hilfreich sein, wenn in Längsrichtung des Profilelements mehrere voneinander
beabstandete Öffnungen angeordnet sind. Durch zwischen den Öffnungen liegende Stege
kann die Stabilität des Profilelements verbessert werden.
[0035] Es kann nützlich sein, wenn die Öffnungen regelmäßig und/oder unregelmäßig voneinander
beabstandet sind. Dadurch kann der Schall gleichmäßig über die perforierte Folie in
die Öffnungen eindringen.
[0036] Es kann praktisch sein, wenn zumindest zwei Öffnungen in der Vorderwand und/oder
der Rückwand und/oder der Zwischenwand des Profilelements im Wesentlichen gleich sind,
wobei vorzugsweise zumindest zwei Öffnungen des Profilelements zueinander fluchten.
Dadurch kann der Schall das Profilelement leicht durchdringen.
[0037] Beispielsweise bei der Anwendung des Profilelements in einem Rollladen eines Schrankmöbels
kann im geschlossenem Zustand des Rollladens von dem im Schrankmöbel eingeschlossenen
Volumen Gebrauch gemacht werden, um die schallabsorbierenden Eigenschaften des erfindungsgemäßen
schallabsorbierenden Rollladenprofilelementes als sogenannter Schallabsorber weiter
zu verbessern.
[0038] Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn die Folie stoffschlüssig und/oder kraftschlüssig
und/oder formschlüssig am Profilelement angeordnet ist, vorzugsweise auf das Profilelement
kaschiert ist. Dadurch hat die Folie sicheren Halt an bzw. auf dem Profilelement kann
und die schallabsorbierende Funktion mit hoher Zuverlässigkeit auch bei Langzeitanwendungen
erfüllen.
[0039] Es kann von Vorteil sein, wenn sich die Folie über die gesamte Länge in Längsrichtung
des Profilelements erstreckt. Bei dieser Ausführung kann die Folie bspw. die gesamte
Vorderseite des Profilelements abdecken.
[0040] Weiterhin liegt es im rahmen der Erfindung, dass die Folie an wenigstens einer Seitenflächen
des Profilelementes angeordnet ist.
[0041] Durch Auswahl verschieden dekorierter Folien kann das optische und ästhetische Erscheinungsbild
des Profilelements in besonders einfacher Weise und ohne nennenswerten fertigungstechnischen
Aufwand variiert werden.
[0042] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Schrankmöbel mit einem Rollladen,
der aus einer Vielzahl von Profilelementen nach einer der vorangegangenen Ausführungen
ausgebildet ist.
[0043] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Kombinationen der Ansprüche
oder einzelner Merkmale davon.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0044] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer perforierten Folie, die bei dem erfindunggemäßen Profilelement
zum Einsatz kommt;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Profilelements;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Profilelements, wobei das Profilelement einwandig ausgebildet ist und eine Öffnung
aufweist, welche die perforierte Folie überspannt;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Profilelements, wobei das Profilelement einen Akustikdämpfungsraum aufweist, in welchen
eine Öffnung mündet, welche die perforierte Folie überspannt;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Profilelements, wobei das Profilelement zwei Akustikdämpfungsräume aufweist, in welche
jeweils eine Öffnung mündet, wobei die perforierte Folie die Öffnung in der Vorderwand
des Profilelements überspannt;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines vierten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Profilelements, wobei das Profilelement zwei Akustikdämpfungsräume aufweist, in welche
jeweils eine Öffnung mündet, welche die perforierte Folie überspannt, wobei zwei weitere
Akustikdämpfungsräume über je eine Mündung von einem zentralen Schalldurchgang des
Profilelements zugänglich sind;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines fünften Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Profilelements, wobei das Profilelement einen zentralen Schalldurchgang aufweist,
in welchen die Öffnung mündet, welche die perforierte Folie überspannt, wobei zwei
Akustikdämpfungsräume über je eine Mündung von dem zentralen Schalldurchgang zugänglich
sind;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Profilelements, wobei das Profilelement einen Akustikdämpfungsraum aufweist, in welchen
eine Öffnung mündet, welche die perforierte Folie überspannt.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
[0045] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer perforierten Folie 2, die bei dem erfindungsgemäßen
Profilelement zum Einsatz kommt. Die Folie weist eine Dicke t auf. Die Öffnungen der
perforierten Folie werden aus terminologischen Gründen im Rahmen dieser Erfindung
als Perforationen bezeichnet. Die Perforationen mit Durchmesser d sind bspw. um die
Entfernung b voneinander beabstandet.
[0046] Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Profilelements.
Die Schallenergie wird in den Perforationen der (mikro-)perforierten Folie 2 vernichtet,
die vorzugsweise in einem gewissen Abstand D vor einer schallharten Reflektorfläche
angeordnet von Schallwellen getroffen werden. Die schallharte Reflektorfläche kann,
wie dargestellt, Teil des Profilelements 1 sein oder Teil eines anderen Gegenstands.
[0047] Wenn das Profilelement 1 als Rollladenprofilelement eines Schrankmöbels ausgebildet
ist, kann die schallharte Reflektorfläche z. B. Teil des Schrankmöbels oder eines
darin eingelagerten Gegenstands sein, insbesondere eines Buchs, Aktenordners oder
dergleichen. Näherungsweise lassen sich die physikalischen Effekte in dem durch die
Erfindung bereitgestellten schallabsorbierenden Rollladenprofilelementes als sogenannter
Schallabsorber wie folgt beschreiben:
Die Luft schwingt in vielen nebeneinander angeordneten Öffnungen als Masse zusammen
mit der im Zwischenraum der Dicke D eingeschlossenen Luft als Feder nach Art eines
Feder/Masse-Systems. Gegenüber ähnlich flächenhaft aufgebauten Helmholtz- oder Lochplatten-
Resonatoren wird vorzugsweise ein nur verhältnismäßig kleines Lochflächenverhältnis
eingestellt, wobei die Größe der Öffnungen (Durchmesser d) vorzugsweise so klein gewählt
wird, dass sie in die Größenordnung der akustischen Grenzschicht gerät.
[0048] Daraus resultierend wird gegenüber konventionellen Helmholtz- Resonatoren durch nichtadiabate
Zustandsänderungen in der unmittelbaren Nähe zu den Lochwänden und infolge der viskosen
Reibungskräfte in den Strömungsscherschichten eine den angeregten Luftschwingungen
inhärente Dämpfung aktiviert.
[0049] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Profilelements, wobei das Profilelement 1 einwandig ausgebildet ist und eine Öffnung
3 aufweist, welche die perforierte Folie 2 überspannt.
[0050] Die Perforationen der Folie 2 sind wesentlich kleiner als die Öffnungen 3 des Profilelements
1, wobei sich mehrere Perforationen im Bereich einer Öffnung 3 des Profilelements
1 befinden. Das Profilelement 1 umfasst eine Sichtseite oder Vorderseite 11, die bei
der Anwendung als Rollladenprofilelement in einem Schrankmöbel in geschlossenem Zustand
des Rollladens einem Benutzer zugewandt ist, und eine Rückseite 12, die bei eben dieser
Anwendung dem Schrankmöbel zugewandt ist.
[0051] In der einwandigen Ausführung umfasst das Profilelement 1 einen flächigen, vorzugsweise
ebenen Profilabschnitt 10, der aus Kunststoff bestehen und im Extrusionsverfahren
in bekannter Weise hergestellt sein kann. Denkbar ist es auch, den Profilabschnitt
10 zumindest abschnittsweise z. B. aus Aluminium herzustellen.
[0052] Das Profilelement 1 verfügt über eine Öffnung 3, die das Profilelement 1 durchdringt
und die mit einer perforierten Folie 2 überspannt ist, um einen Schallabsorber für
raumakustische Anwendungen zu bilden. Bei der Anwendung als Rollladenprofilelement
in einem Schrankmöbel, kann der Schall in geschlossenem Zustand des Rollladens über
die perforierte Folie 2 und die Öffnung 3 in das Schrankmöbel eindringen.
[0053] Bestimmte Schallanteile werden durch die im Schrankmöbel eingelagerten Gegenstände
geschluckt, während die auf die Folie 2 reflektierten Schalleinteile nach dem eingangs
beschriebenen Prinzip von der Folie 2 absorbiert werden. Das Profilelement 1 verfügt
in der Darstellung in Figur 3 auf der rechten Seite über ein Verbindungsmittel, das
einen Befestigungswulst aufweist, der über ein Filmscharnier mit dem Profilabschnitt
10 gelenkig verbunden ist.
[0054] Auf der in Figur 3 linken Seite des Profilabschnitts 10 befindet sich eine Befestigungsaufnahme,
deren Innenabmessungen im Wesentlichen den Außenabmessungen des Befestigungselements
entsprechen. Dadurch kann das Befestigungselement eines benachbarten Profilelements
mit der Befestigungsaufnahme in Eingriff gebracht werden. Durch Aneinanderreihen mehrerer
Profilelemente wird ein Rollladen gebildet.
[0055] Die folgenden Ausführungsbeispiele beruhen im Wesentlichen auf dem ersten Ausführungsbeispiel,
wobei der Profilabschnitt 10 unterschiedlich ausgestaltet ist. Entsprechende Merkmale
sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0056] Im Folgenden werden vorwiegend die unterschiedlichen Merkmale zum ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben.
[0057] Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Profilelements 1, wobei das Profilelement 1 einen Akustikdämpfungsraum
4 aufweist, in welchen eine Öffnung 3 in einer Vorderwand 13 des Profilelements 1
mündet, wobei die perforierte Folie 2 die Öffnung 3 in der Vorderwand 13 des Profilelements
1 überspannt.
[0058] Der Profilabschnitt 10 ist im Querschnitt gesehen im Wesentlichen U-förmig ausgebildet,
wobei der Akustikdämpfungsraum 4 in einer Ausbauchung bzw. Wölbung des Profilabschnitts
10 ausgebildet ist. Der über die Folie 2 und die Öffnung 3 an der Vorderseite 11 des
Profilelements 1 in den Akustikdämpfungsraum 4 eintretende Schall wird auf die Folie
2 reflektiert und dort absorbiert. Die Öffnung 3 an der Vorderseite 11 des Profilelements
1 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des Profilelements 1 mit konstanter
Breite.
[0059] Die schallharte Rückwand 12 bzw. der Boden des Profilabschnitts 10 ist vorzugsweise
geschlossen, allerdings können, wie dargestellt, auch weitere Öffnungen 3 vorgesehen
sein. Die perforierte Folie 2 erstreckt sich im Wesentlichen parallel zur Rückwand
12, wobei der Abstand der Folie 2 zur Rückwand 12 im Wesentlichen der Breite der Öffnung
3 an der Vorderseite 11 des Profilelements 1 entspricht.
[0060] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Profilelements 1, wobei das Profilelement 1 zwei Akustikdämpfungsräume
4 aufweist, in welche eine Öffnung 3 in der Vorderwand 13 des Profilelements 1 bzw.
eine Öffnung 3 in der Rückwand 14 des Profilelements 1 mündet.
[0061] Die Akustikdämpfungsräume 4 sind in rinnenförmigen Vertiefungen des Profilelements
1 ausgebildet und kommunizieren über eine Öffnung 3 in einer Zwischenwand 15 des Profilelements
1. Links und rechts neben den Akustikdämpfungsräumen 4 sind in dem Profilelement 1
geschlossene Hohlkammern 5 ausgebildet.
[0062] Die perforierte Folie 2 überspannt die Öffnung 3 in der Vorderwand 13 des Profilelements
1 (wie dargestellt) und/oder die Öffnung 3 in der Rückwand 14 des Profilelements 1.
[0063] In diesem Ausführungsbeispiel ist die perforierte Folie 2 nicht nur an der Vorderseite
11 des Profilelementes 1 sondern auch an den beiden Seitenflächen angeordnet. Hierdurch
lässt sich die perforierte Folie 2 in der Fertigung kostengünstiger an den Seitenflächen
des Profilelementes 1 fixieren, ohne das der im späteren Sichtbereich an der Vorderseite
11 des Profilelementes 1 angebrachte Bereich der perforierten Folie 2 durch die Fertigung
beeinträchtigt ist.
[0064] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass beim Zusammenfügen der gelenkig miteinander
verbindbaren Schall absorbierenden Profilelemente zu einem Rollladen dieser insbesondere
beim Öffnen und Schließen in den Eckbereichen des Schrankmöbels ein einheitliches
Design ermöglicht. Somit ist es vorteilhafter Weise möglich, dass Profilelement 1
beispielsweise aus einem recycelten polymeren Werkstoff herzustellen und durch die
hochwertige perforierte Folie 2 sowohl die Vorderseite 11 als auch die Seitenflächen
des Profilelementes 1 abzudecken, ohne das dies durch den späteren Nutzer des Schrankmöbels
optisch erkennbar ist.
[0065] Weiterhin vorteilhaft wird gesehen, dass beispielsweise bei halb geöffneten bzw.
geschlossenen Rollladen im Eckbereich des Schrankmöbels die wirksame Fläche der Schallabsorption
durch die dann sichtbaren mit der perforierten Folie 2 beschichteten Seitenflächen
des Profilelementes 1, wesentlich erhöht ist.
[0066] Das Profilelement 1 weist weiterhin in seiner Vorderseite 11 Öffnungen 3 auf.
[0067] Diese Öffnungen 3 münden in Akustikdämpfungsräume 4, wobei der mittig angeordnete
Akustikraum 4 zur Rückseite 12 des Profilelementes 1 ebenfalls geöffnet ist. Dies
links und rechts davon angeordneten Akustikdämpfungsräume 4 sind an sich geschlossene
Hohlkammern, in denen der Schall vollumfänglich reflektiert wird.
[0068] Je nach dem gewünschten akustischen Effekt kann sich jeder der Akustikdämpfungsräume
4 entweder von der Mündung bzw. Öffnung 3 zur Zwischenwand 15, 16 oder umgekehrt,
von der Zwischenwand 15, 16 zur Mündung bzw. Öffnung 3, verjüngen.
[0069] Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines vierten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Profilelements 1. Wie im dritten Ausführungsbeispiel weist das Profilelement
1 zwei Akustikdämpfungsräume 4 auf, in welche eine Öffnung 3 in der Vorderwand 13
des Profilelements 1 bzw. eine Öffnung 3 in der Rückwand 14 des Profilelements 1 mündet.
Die Akustikdämpfungsräume 4 sind in rinnenförmigen Vertiefungen des Profilelements
1 ausgebildet und kommunizieren über je eine Öffnung 3 in einer Zwischenwand 15, 16
mit einem zentralen Schalldurchgang 6 des Profilelements 1.
[0070] Je nach dem gewünschten akustischen Effekt kann sich jeder der Akustikdämpfungsräume
4 entweder von der Mündung bzw. Öffnung 3 zur Zwischenwand 15, 16 oder umgekehrt,
von der Zwischenwand 15, 16 zur Mündung bzw. Öffnung 3, verjüngen.
[0071] Zwei weitere Akustikdämpfungsräume 4, die links und rechts neben den in rinnenförmigen
Vertiefungen ausgebildeten Akustikdämpfungsräumen 4 angeordnet sind, befinden sich
in offenen Hohlkammern des Profilelements 1 und sind von dem zentralen Schalldurchgang
6 über je eine Mündung zugänglich. Die perforierte Folie 2 überspannt die Öffnung
3 in der Vorderwand 13 des Profilelements 1 und/oder die Öffnung 3 in der Rückwand
14 des Profilelements 1.
[0072] Der auf die Vorderseite 11 des Profilelements 1 auftreffende Schall tritt über die
Folie 2 und die Öffnung 3 in der Vorderwand 13 des Profilelements 1 in den oberen
Akustikdämpfungsraum 4 und wird auf die Folie 2 reflektiert, wobei bereits einige
Schallanteile absorbiert werden. Über die Öffnung 3 in einer Zwischenwand 15 gelangen
weitere Schallanteile in den zentralen Schalldurchgang 6 und von dort in die zwei
Akustikdämpfungsräume 4, die links und rechts neben dem zentralen Schalldurchgang
6 offenen Hohlkammern des Profilelements 1 ausgebildet sind, und werden dort absorbiert.
Nicht absorbierte Frequenzanteile gelangen über die Öffnung 3 in der Zwischenwand
15 in den unteren Akustikdämpfungsraum 4, wo sie auf die Folie 2 an der Rückseite
12 der Rückwand 14 treffen und absorbiert werden. Weitere Schallanteile können über
die Öffnung 3 in der Rückwand 14 des Profilelements 1 bspw. in ein Schrankmöbel eindringen,
wo sie von eingelagerten Gegenständen geschluckt werden. Reflektierte Schallanteile
treffen auf die an der Rückseite 12 der Rückwand 14 angeordnete Folie 2 und werden
dort absorbiert.
[0073] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines fünften Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Profilelements 1, wobei das Profilelement 1 einen zentralen Schalldurchgang
6 aufweist, in welchen eine Öffnung 3 in der Vorderwand 13 des Profilelements 1 mündet,
welche die perforierte Folie 2 überspannt.
[0074] Zwei Akustikdämpfungsräume, die links und rechts neben dem zentralen Schalldurchgang
6 angeordnet sind, sind über je eine Mündung von dem zentralen Schalldurchgang 6 aus
zugänglich. Über eine mit der Öffnung 3 in der Vorderwand 13 des Profilelements 1
fluchtende Öffnung 3 in der Zwischenwand 15 kommuniziert der Schalldurchgang 6 mit
einem unteren Akustikdämpfungsraum 4, in welchen eine Öffnung 3 in einer Rückwand
14 des Profilelements 1 mündet, die eine weitere perforierte Folie 2 überspannt.
[0075] Der auf die Vorderseite 11 des Profilelements 1 auftreffende Schall tritt über die
Folie 2 und die Öffnung 3 in der Vorderwand 13 in den zentralen Schalldurchgang 6
ein, und gelangt von dort in die zwei Akustikdämpfungsräume 4, die links und rechts
neben dem zentralen Schalldurchgang 6 in offenen Hohlkammern des Profilelements 1
ausgebildet sind, wobei entsprechende Schallanteile bzw. Frequenzen absorbiert werden.
[0076] Weitere Schallanteile gelangen über die Öffnung 3 in der Zwischenwand 15 in den unteren
Akustikdämpfungsraum 4, der zwischen den in Hohlkammern des Profilelements 1 ausgebildeten
Akustikdämpfungsräumen 4 ausgebildet ist. Je nach dem gewünschten akustischen Effekt
kann sich der untere Akustikdämpfungsraum 4 entweder von der Mündung bzw. Öffnung
3 zur Rückwand 14 oder umgekehrt, von der Rückwand 14 zur Mündung bzw. Öffnung 3,
verjüngen. Weitere Schallanteile bzw. Frequenzen können über die Öffnung 3 in der
Rückwand 14 des Profilelements 1 bspw. in ein Schrankmöbel eindringen, wo sie von
eingelagerten Gegenständen geschluckt werden. Reflektierte Schallanteile treffen auf
die an der Rückseite 12 der Rückwand 14 angeordnete Folie 2 und werden dort absorbiert.
[0077] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines sechsten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Profilelements, wobei das Profilelement 1 einen Akustikdämpfungsraum
4 aufweist, in welchen eine Öffnung in der Rückwand 14 des Profilelements 1 mündet,
welche die perforierte Folie 2 überspannt. An der Vorderseite 11 des Profilelements
1 ist vorzugsweise lediglich eine farbige oder farbig bedruckte Dekorfolie aufkaschiert.
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[0078] Je nach dem gewünschten akustischen Effekt kann sich der untere Akustikdämpfungsraum
4 entweder von der Mündung bzw. Öffnung 3 zur Rückwand 14 oder umgekehrt, von der
Rückwand 14 zur Mündung bzw. Öffnung 3, verjüngen.
[0079] Durch die Erfindung wird ein neuartiges Rollladenprofil mit einer Öffnung in zumindest
einer Wandung und einer mikroperforierten Folie geschaffen, wobei sich die perforierte
Folie zumindest abschnittsweise über die Öffnung erstreckt, um einen Schallabsorber
für raumakustische Anwendungen zu bilden.
1. Profilelement (1) für Rollläden, insbesondere ein schallabsorbierendes Rollladenprofilelement
für Schrankmöbel, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (1) eine perforierte Folie (2) aufweist, die sich zumindest abschnittsweise
über wenigstens eine Öffnung (3) des Profilelements (1) erstreckt, um einen Schallabsorber
für raumakustische Anwendungen zu bilden, dass die Perforationen der Folie (2) sind
wesentlich kleiner als die Öffnungen (3) des Profilelements (1), wobei sich mehrere
Perforationen im Bereich einer Öffnung (3) des Profilelements (1) befinden.
2. Profilelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die perforierte Folie (2) an einer Vorderseite (11) und/oder Rückseite (12) einer
Vorderwand (13), Rückwand (14) und/oder Zwischenwand (15, 16) und/oder Seitenwand
des Profilelements (1) angeordnet ist.
3. Profilelement (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die perforierte Folie (2) zumindest eine der folgenden Anforderungen erfüllt:
a. Der Folie (2) ist ein- oder mehrschichtig ausgebildet, wobei zumindest eine Schicht
aus Kunststoff, vorzugsweise einem thermoplastischen oder duroplastischen Kunststoff,
Zellulose, vorzugsweise Papier, Metall oder Keramik besteht;
b. Die Dicke der Folie (2) beträgt 0,01 mm bis 2,5 mm, bevorzugt 0,1 mm bis 2,0 mm
und besonders bevorzugt 0,1 mm bis 1,0 mm;
c. Der Durchmesser der Perforationen/Öffnungen der Folie (2) beträgt 0,01 mm bis 2,0
mm, bevorzugt 0,1 mm bis 1,0 mm und besonders bevorzugt 0,2 mm bis 0,6 mm;
d. Das Verhältnis der Fläche der Perforationen zur nichtperforierten Fläche der Folie
(2) beträgt 0,01 % bis 20 %, bevorzugt 0,1 % bis 15 % und besonders bevorzugt 0,5
% bis 10 %;
4. Profilelement (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die perforierte Folie (2) zumindest eine der folgenden Anforderungen erfüllt:
a. Die Anzahl der Perforationen der Folie (2) pro Fläche beträgt 1/cm2 bis 100/cm2, bevorzugt 2/cm2 bis 50/cm2 und besonders bevorzugt 5/cm2 bis 10/cm2;
b. Der Abstand der Perforationen der Folie (2) beträgt 1,0 mm bis 10,0 mm, bevorzugt
2,0 mm bis 8,0 mm und besonders bevorzugt 4,0 mm bis 6,0 mm;
c. Zumindest einige der Perforationen der Folie (2) sind im Wesentlichen rund, oval,
elliptisch, prismatisch, schlitzförmig, eckig, sternförmig und dgl.;
d. Die Perforationen der Folie (2) sind im Wesentlichen regelmäßig von einander beabstandet
angeordnet;
5. Profilelement (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilelement (1) zumindest einen Akustikdämpfungsraum (4) aufweist, wobei die
Öffnung (3) vorzugsweise in den Akustikdämpfungsraum (4) mündet.
6. Profilelement (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Akustikdämpfungsraum (4) in einem Hohlraum, einer Ausnehmung, einer Ausbuchtung
oder Wölbung des Profilelements (1) ausgebildet ist.
7. Profilelement (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die perforierte Folie (2) in dem Akustikdämpfungsraum (4) angeordnet ist.
8. Profilelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die perforierte Folie (2) im Abstand von einem schallharten Wandabschnitt des Akustikdämpfungsraums
(4) angeordnet ist.
9. Profilelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (3) an einer Vorderseite (11) und/oder Rückseite (12) einer Vorderwand
(13), Rückwand (14) und/oder Zwischenwand (15, 16) des Profilelements (1) angeordnet
ist.
10. Profilelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung des Profilelements (1) mehrere voneinander beabstandete Öffnungen
(3) angeordnet sind.
11. Profilelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie (2) stoffschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder formschlüssig am Profilelement
(1) angeordnet ist.
12. Profilelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Folie (2) über die gesamte Längsrichtung des Profilelements (1) erstreckt.
13. Schrankmöbel mit einem Rollladen, der aus einer Vielzahl von Profilelementen (1) nach
einem der vorangegangenen Ansprüche ausgebildet ist.
1. Profile element (1) for roller shutters, in particular a sound-absorbing roller-shutterprofile
element for cabinets, characterized in that the profile element (1) has a perforated sheet material (2) which extends, at least
in part, over at least one opening (3) of the profile element (1) in order to form
a sound absorber for room-acoustic applications, and in that the perforations of the sheet material (2) are significantly smaller than the openings
(3) of the profile element (1), wherein a plurality of perforations are located in
the region of an opening (3) of the profile element (1).
2. Profile element according to Claim 1, characterized in that the perforated sheet material (2) is arranged on a front side (11) and/or rear side
(12) of a front wall (13), rear wall (14) and/or intermediate wall (15, 16) and/or
side wall of the profile element (1).
3. Profile element (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the perforated sheet material (2) meets at least one of the following requirements:
a. the sheet material (2) is formed in one or more layers, wherein at least one layer
consists of plastics material, preferably a thermoplastic or thermosetting material,
cellulose, preferably paper, metal or ceramic material;
b. the thickness of the sheet material (2) is 0.01 mm to 2.5 mm, preferably 0.1 mm
to 2.0 mm and particularly preferably 0.1 mm to 1.0 mm;
c. the diameter of the perforations/openings in the sheet material (2) is 0.01 mm
to 2.0 mm, preferably 0.1 mm to 1.0 mm and particularly preferably 0.2 mm to 0.6 mm;
d. the ratio of the surface area of the perforations to the non-perforated surface
area of the sheet material (2) is 0.01% to 20%, preferably 0.1% to 15% and particularly
preferably 0.5% to 10%.
4. Profile element (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the perforated sheet material (2) meets at least one of the following requirements:
a. the number of perforations in the sheet material (2) per surface area is 1/cm2
to 100/cm2, preferably 2/cm2 to 50/cm2 and particularly preferably 5/cm2 to 10/cm2;
b. the spacing between the perforations in the sheet material (2) is 1.0 mm to 10.0
mm, preferably 2.0 mm to 8.0 mm and particularly preferably 4.0 mm to 6.0 mm;
c. at least some of the perforations in the sheet material (2) are essentially round,
oval, elliptical, prismatic, slot-like, polygonal, star-shaped and the like;
d. the perforations in the sheet material (2) are spaced apart essentially regularly
from one another.
5. Profile element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the profile element (1) has at least one acoustic-damping space (4), wherein the
opening (3) opens out preferably into the acoustic-damping space (4).
6. Profile element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the acoustic-damping space (4) is formed in a cavity, a recess, a convexity or curved
portion of the profile element (1).
7. Profile element (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the perforated sheet material (2) is arranged in the acoustic-damping space (4).
8. Profile element according to one of the preceding claims, characterized in that the perforated sheet material (2) is arranged at a distance from a reverberative
wall portion of the acoustic-damping space (4).
9. Profile element according to one of the preceding claims, characterized in that the opening (3) is arranged on a front side (11) and/or rear side (12) of a front
wall (13), rear wall (14) and/or intermediate wall (15, 16) of the profile element
(1).
10. Profile element according to one of the preceding claim, characterized in that a plurality of spaced-apart openings (3) are arranged in the longitudinal direction
of the profile element (1).
11. Profile element according to one of the preceding claims, characterized in that the sheet material (2) is arranged integrally and/or in a force-fitting and/or form-fitting
manner on the profile element (1).
12. Profile element according to one of the preceding claims, characterized in that the sheet material (2) extends over the entire longitudinal direction of the profile
element (1).
13. Cabinet having a roller shutter which is formed from a multiplicity of profile elements
(1) according to one of the preceding claims.
1. Elément profilé (1) pour volets roulants, en particulier élément profilé pour volets
roulants absorbant les sons, pour un meuble d'armoire, caractérisé en ce que l'élément profilé (1) présente un film perforé (2) qui s'étend au moins en partie
sur au moins une ouverture (3) de l'élément profilé (1), afin de former un dispositif
absorbant les sons pour des applications acoustiques de locaux, en ce que les perforations du film (2) sont sensiblement plus petites que les ouvertures (3)
de l'élément profilé (1), plusieurs perforations étant prévues dans la région d'une
ouverture (3) de l'élément profilé (1).
2. Elément profilé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film perforé (2) est disposé sur un côté avant (11) et/ou un côté arrière (12)
d'une paroi avant (13), d'une paroi arrière (14) et/ou d'une paroi intermédiaire (15,
16) et/ou d'une paroi latérale de l'élément profilé (1).
3. Elément profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le film perforé (2) satisfait au moins à l'une des conditions suivantes :
a. Le film (2) est réalisé en une ou plusieurs couches, au moins une couche étant
constituée de plastique, de préférence d'un plastique thermoplastique ou duroplastique,
de cellulose, de préférence de papier, de métal ou de céramique.
b. L'épaisseur du film (2) est de 0,01 mm à 2,5 mm, de préférence de 0,1 mm à 2,0
mm et particulièrement préférablement de 0,1 mm à 1,0 mm.
c. Le diamètre des perforations/ouvertures du film (2) est de 0,01 mm à 2,0 mm, de
préférence de 0,1 mm à 1,0 mm et particulièrement préférablement de 0,2 mm à 0,6 mm.
d. Le rapport de la surface des perforations par rapport à la surface non perforée
du film (2) est de 0,01 % à 20 %, de préférence de 0,1 % à 15 %, et particulièrement
préférablement de 0,5 % à 10 %.
4. Elément profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le film perforé (2) satisfait au moins à l'une des conditions suivantes :
a. Le nombre des perforations du film (2) par unité de surface est de 1/cm2 à 100/cm2,
de préférence de 2/cm2 à 50/cm2, et particulièrement préférablement de 5/cm2 à 10/cm2.
b. La distance entre les perforations du film (2) est de 1,0 mm à 10,0 mm, de préférence
de 2,0 mm à 8,0 mm, et particulièrement préférablement de 4,0 mm à 6,0 mm.
c. Au moins certaines des perforations du film (2) sont essentiellement rondes, ovales,
elliptiques, prismatiques, en forme de fente, polygonales, stellaires et similaires.
d. Les perforations du film (2) sont disposées de manière espacée essentiellement
régulièrement les une des autres.
5. Elément profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément profilé (1) présente au moins un espace d'amortissement acoustique (4),
l'ouverture (3) débouchant de préférence dans l'espace d'amortissement acoustique
(4).
6. Elément profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'espace d'amortissement acoustique (4) est réalisé dans un espace creux, un évidement,
un renflement ou une courbure de l'élément profilé (1).
7. Elément profilé (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le film perforé (2) est disposé dans l'espace d'amortissement acoustique (4).
8. Elément profilé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le film perforé (2) est disposé à distance d'une portion de paroi de l'espace d'amortissement
acoustique (4) réverbérant le son.
9. Elément profilé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture (3) est disposée au niveau d'un côté avant (11) et/ou d'un côté arrière
(12) d'une paroi avant (13), d'une paroi arrière (14) et/ou d'une paroi intermédiaire
(15, 16) de l'élément profilé (1).
10. Elément profilé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs ouvertures (3) espacées les unes des autres sont disposées dans la direction
longitudinale de l'élément profilé (1).
11. Elément profilé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le film (2) est disposé sur l'élément profilé (1) par engagement par liaison de matière
et/ou par engagement par force et/ou par engagement par coopération de forme.
12. Elément profilé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le film (2) s'étend sur toute la direction longitudinale de l'élément profilé (1).
13. Meuble d'armoire comprenant un volet roulant qui est réalisé à partir d'une pluralité
d'éléments profilés (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes.