[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Eisbereiter zur Verwendung in einem Kältegerät,
insbesondere einem Haushaltskältegerät. Sie betrifft ferner ein Kältegerät, insbesondere
ein Haushaltskältegerät, in dem ein solcher Eisbereiter zur Anwendung kommt.
[0002] Ein Kältegerät mit einem Eisbereiter, in dem ein Motor ein elastisches Tablett verwindet,
um in dem Tablett gebildete Eisstücke zu entformen, ist zum Beispiel aus
DE 41 13 767 A1 bekannt. Die Kosten eines solchen Eisbereiters können erheblich reduziert werden,
wenn der Motor fortgelassen wird und stattdessen das Eisbereiter-Tablett von Hand
verdrillt wird, wie in
DE 10 2006 017 804 A1 beschrieben. Aus letzterem Dokument ist ein Eisbereiter bekannt, bei dem ein Tablett
um eine Längsachse drehbar und verwindbar in einem aus zwei Halbschalen zusammengefügten
Gehäuse untergebracht ist. An einer Stirnseite des Gehäuses, an einer Grenze zwischen
den zwei Halbschalen ist ein zylindrischer Drehknopf aus dem Gehäuse herausgeführt,
den ein Benutzer greifen kann, um das Tablett zu drehen und zu verwinden.
[0003] Das für eine zuverlässige Entformung sämtlicher Eisstücke des Tabletts erforderliche
Drehmoment kann so groß sein, dass es einem Benutzer schwer fällt, es aufzubringen.
Die Dokumente
JP 61 175872 U und
JP 49 101343 U offenbaren beide einen Eisbereiter mit einem um eine Achse verwindbaren Tablett.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist, einen Eisbereiter zu schaffen, bei dem die Entformung
der fertigen Eisstücke erleichtert ist, und nicht unnötig Platz bei Nichtgebrauch
beansprucht wird.
[0005] Die Aufgabe wird mit einem Eisbereiter gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0006] Damit der Hebel bei Nichtgebrauch nicht unnötig Platz beansprucht, ist er zwischen
einer Ruhestellung und einer über die Stirnseite überstehenden Betätigungsstellung
verstellbar, wobei der Abstand eines Griffabschnitts des Hebels von der Achse in der
Betätigungsstellung größer als in der Ruhestellung ist.
[0007] In der Ruhestellung steht der Hebel vorzugsweise nicht über eine Längswand des Tabletts
über.
[0008] Die Verstellbewegung kann eine Verschiebung sein; vorzugsweise ist es eine Schwenkbewegung.
[0009] Wenn das Tablett in einem Rahmen um eine erste Achse, insbesondere zwischen einer
Gefrierstellung und einer Entformstellung, schwenkbar aufgehängt ist, ist der Hebel
vorzugsweise zwischen der Ruhestellung und der Betätigungsstellung um eine zu der
ersten Achse parallel verschobene zweite Achse schwenkbar. Dies ermöglicht es, den
Hebel in einer kontinuierlichen Bewegung sowohl zum Schwenken des Tabletts als auch
zum Verwinden zu benutzen.
[0010] In der Betätigungsstellung ist die Schwenkbewegung des Hebels um die zweite Achse
zweckmäßigerweise durch einen Anschlag blockiert, und der Hebel und das Tablett sind
gemeinsam um die erste Achse schwenkbar.
[0011] Der Hebel und ein die Schwenkbewegungsfreiheit des Tabletts begrenzender Anschlag
sind zweckmäßigerweise an entgegengesetzten Stirnseiten des Tabletts angeordnet, um
dieses wirkungsvoll zu verwinden.
[0012] Einer bevorzugten Weiterbildung zufolge ist ferner ein zweites Tablett um die erste
Achse schwenkbar, und der Hebel ist zwischen dem ersten und dem zweiten Tablett angeordnet.
Dies ermöglicht einen kompakten und robusten Aufbau, und bietet darüber hinaus die
Möglichkeit, den Eisbereiter rechts-/linkssymmetrisch auszubilden, so dass seine Bedienbarkeit
unabhängig davon, ob er in einem Kältegerätegehäuse mit links angeschlagener Tür oder
mit rechts angeschlagener Tür montiert ist, gleich gut ist.
[0013] In der Ruhestellung kann der Hebel auf einer Welle des Tabletts abgestützt und dadurch
so gehalten werden, dass er von einem Benutzer schnell und sicher gegriffen werden
kann.
[0014] Für die Zugänglichkeit und Handhabbarkeit des Hebels ist es auch von Vorteil, wenn
die erste Schwenkachse in Breitenrichtung eines Gehäuses des Kältegeräts ausgerichtet
ist.
[0015] Das Tablett ist vorzugsweise in an sich bekannter Weise durch Zwischenwände in mehrere
Fächer unterteilt. Außenwände des Tabletts, die um 15% bis 70%, vorzugsweise 30% bis
40% höher sind als die Zwischenwände, also über den oberen Rändern der Zwischenwände
vorstehen, können ein Überschwappen verhindern, wenn das Tablett bewegt wird, während
seine Fächer flüssiges Wasser enthalten.
[0016] Ein über die Zwischenwände aufragender Abschnitt wenigstens einer der Außenwände
ist vorzugsweise an seiner Innenseite konkav gekrümmt, um Wasser, das wegen einer
auf das Tablett wirkenden Beschleunigung gegen die Außenwand schwappt, in einer kontinuierlichen,
im Wesentlichen laminaren Bewegung umzulenken und ein Spritzen zu vermeiden.
[0017] Um zum Befüllen mit Wasser und zum Entnehmen von fertigem Eis einen bequemen Zugriff
auf den Eisbereiter zu ermöglichen, kann dieser zweckmäßigerweise in dem Kältegerät
bewegbar montiert sein. Dies ist insbesondere bei einem Eisbereiter mit in Breitenrichtung
orientierter Schwenkachse zweckmäßig, da dieser im Allgemeinen nicht die gesamte Tiefe
eines Innenraums des Kältegeräts beansprucht.
[0018] Einer ersten Ausgestaltung zufolge ist ein solcher Eisbereiter an einer Tür des Kältegeräts
montiert und mit der Tür bewegbar. Dieser Eisbereiter ist zum Befüllen und zum Entleeren
ausgezeichnet zugänglich, und bei offener Tür behindert weder der Eisbereiter den
Zugriff auf den Innenraum des Kältegeräts, noch behindert eine Decke des Innenraums
das Einfüllen von Wasser in das Tablett.
[0019] Alternativ kann der Eisbereiter in einem Korpus des Kältegeräts herausziehbar montiert
sein, um den Zugriff auf hinter dem Eisbereiter liegende Teile des Innenraums zu ermöglichen
bzw. um zum Befüllen bzw. für die Entnahme von Eis bequem zugänglich zu sein.
[0020] Insbesondere kann ein solcher herausziehbarer Eisbereiter in einen Auszugkasten des
Kältegeräts integriert sein.
[0021] Um die Entnahme von fertigem Eis zu erleichtern, kann ein Auffangbehälter für Eisstücke
vorgesehen sein, der seinerseits aus dem Auszugkasten herausziehbar ist.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Teilansicht einer Kältegerätetür, die einen Eisbereiter in Gefrierstellung
trägt;
- Fig. 2
- die Tür aus Fig. 1 mit in Entnahmestellung geschwenktem Eisbereiter;
- Fig. 3
- einen Querschnitt eines Eisbereiter-Tabletts;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht von zwei untereinander verbundenen Eisbereiter-Tabletts
gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung.
- Fig. 5
- einen schematischen Schnitt entlang einer Mittelebene des in Fig. 4 gezeigten Aufbaus;
- Fig. 6
- den Aufbau der Fig. 4 in Entformungsstellung mit verwundenen Tabletts;
- Fig. 7
- einen zu Fig. 5 analogen Schnitt gemäß einher zweiten Ausgestaltung der Erfindung;
- Fig. 8
- eine zu Fig. 1 analoge Ansicht einer Kältegerätetür mit daran montiertem Eisbereiter
gemäß, einer Ausgestaltung , die kein Teil der Erfindung ist.
- Fig. 9
- einen Schnitt durch den Eisbereiter der Fig. 8, der dessen Funktionsweise veranschaulicht;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht eines Eisbereiters gemäß einer Ausgestaltung, die kein
Teil der Erfindung ist, und
- Fig. 11
- eine auseinander gezogene Darstellung eines Kältegeräts mit dem Eisbereiter der Fig.
10.
[0023] Fig. 1 ist eine Innenansicht einer Kältegerätetür 14. Die Tür 14 hat einen an sich
bekannten Aufbau mit einer aus Blech geformten Außenhaut 15, einer aus Kunststoff
tiefgezogenen Innenwand 16 und einem von Außenhaut 15 und Innenwand 16 umschlossenen,
mit wärmeisolierendem Kunstharzschaum ausgefüllten Zwischenraum. An der Innenwand
16 ist ein großflächiger flacher Vorsprung 17 angezogen, der in geschlossener Stellung
der Tür 14 in einen Innenraum eines Kältegerätekorpus eingreift. An dem Vorsprung
17 sind beim Tiefziehen der Innenwand 16 Arme 18 ausgeformt, die jeweils paarweise
ein mit Bezug auf Fig. 3 genauer beschriebenes Eisbereiter-Tablett 1 halten.
[0024] In einem Zwischenraum zwischen den zwei Tabletts 1 befindet sich ein mit beiden Tabletts
1 starr verbundener Hebel 20, der einen mittleren der drei Arme 18 in der in Fig.
1 gezeigten Stellung weitgehend verdeckt. Eine Grifföse oder ein Haken 21 an dem der
Tür 14 zugewandten freien Ende des Hebels 20 erleichtert das Greifen des Hebels 20.
[0025] An jeweils vom Hebel 20 abgewandten Stirnwänden 5 der zwei Tabletts 1 ist jeweils
ein Zapfen 22 angeformt, der von unten gegen den jeweils benachbarten Arm 18 anschlägt,
wenn ein Benutzer den Hebel 20 greift und von der Tür 14 wegzieht, um die Tabletts
1 um eine parallel zur Tür 14 durch die Arme 18 verlaufende Achse 23 in die in Fig.
2 gezeigte Entformungsstellung zu schwenken.
[0026] In der Entformungsstellung der Fig. 2 sind die Fächer 2 der Tabletts 1 nach unten
gekehrt, und die vom Hebel 20 abgewandten Stirnwände 5 der beiden Tabletts 1 sind
durch den Anschlag des Zapfens 22 an den äußeren Armen 18 an einer weiteren Drehung
gehindert. Indem der Benutzer das freie Ende des Hebels 20 abwärts drückt, erzeugt
er eine Verwindung der Tabletts 1 um die Achse 23, und die daraus resultierende Verformung
der Fächer 2 treibt die darin enthaltenen Eisstücke aus.
[0027] Um die Eisstücke aufzufangen, ist zweckmäßigerweise ein Behälter 24 an der Tür 14
unter den Tabletts 1 montiert. Der Behälter 24 kann insbesondere baugleich mit in
den Figuren nicht dargestellten, an anderer Stelle der Türinnenseite montierten Türabstellern
sein.
[0028] Die Anbringung der Eisbereiter-Tabletts 1 an der Tür 14 bringt es mit sich, dass
diese Beschleunigungen und Verzögerungen ausgesetzt sind, die flüssiges Wasser in
den Fächern 2 in Bewegung versetzen und unter ungünstigen Umständen zum Überschwappen
bringen können. Insbesondere wenn nach dem Befüllen der Tabletts 1 mit Wasser die
Tür 14 geschlossen wird, ist eine abrupte Verzögerung kaum vermeidbar, wenn die Tür
14 gegen den Korpus schlägt.
[0029] Maßnahmen, um in einer solchen Situation das Überschwappen von Wasser zu vermeiden,
werden anhand von Fig. 3 erläutert, die einen Querschnitt eines Tabletts 1 zeigt.
Die Schnittebene verläuft durch zwei Längswände 6 und zwei Fächer 2 des Tabletts 1;
weitere Fächer 2 grenzen quer zur Schnittebene an. Die Fächer 2 sind voneinander durch
Zwischenwände 3 getrennt, die an ihren Oberkanten mit Kerben 4 versehen sind, durch
die Wasser von einem vollen Fach 2 in ein benachbartes überströmen kann. Der Wasserspiegel
13 des in Ruhe befindlichen Tabletts liegt daher im Betrieb in der Regel knapp über
der Unterkante der Kerben 4.
[0030] Um ein Entformen der fertigen Eisstücke zu erleichtern, sind die Fächer 2 im Innern
frei von scharfen Kanten und haben einen nach unten hin kontinuierlich abnehmenden
Querschnitt. Die Zwischenwände 3 und Längs- bzw. Stirnwände 5, 6 gehen jeweils über
kontinuierlich gekrümmte Abschnitte 7 in Bodenflächen 8 der Fächer über.
[0031] Die Steigung der Stirnwände 5 nimmt von oben nach unten kontinuierlich zu, und zumindest
oberhalb der Zwischenwände 3 verlaufen die Stirnwände 5 vertikal. Die Längswände 6
hingegen sind hinter der Vertikalen in drei aufeinander folgende Abschnitte gegliedert.
In einem unteren Abschnitt 9 nimmt wie bei den Stirnwänden 5 die Wandsteigung von
unten nach oben kontinuierlich zu. Sie erreicht ihren höchsten Wert an einer sich
in Höhe der Kerben 4 erstreckenden horizontalen Kante 10. Oberhalb dieser Kante 10
schließt sich ein mittlerer Abschnitt 11 an, der weniger steil ist als der benachbarte
untere Abschnitt 9. Der mittlere Abschnitt 11 und ein oberer Abschnitt 12 gehen über
eine kontinuierliche Krümmung ineinander über. Im oberen Abschnitt 12 ist die Seitenwand
ähnlich steil wie im unteren Abschnitt 9; sie kann sogar wie in Fig. 3 gezeigt, nach
Innen überhängen.
[0032] Ein Verlauf des Wasserspiegels, der sich ergibt, wenn die zufallende Tür 14 am Korpus
abrupt zum Stillstand kommt, ist in Fig. 3 mit 13' bezeichnet. Das Wasser folgt der
Verzögerung der Tür nicht sofort, so dass an den linken Rändern der Fächer 2 der Wasserspiegel
steigt. Das Wasser des rechten Fachs 2 kann über die Zwischenwand 3 steigen und ein
Teil des Wassers schwappt über ins linke Fach 2.
[0033] Im linken Fach 2 trifft das gegen die linke Längswand 6 schwappende Wasser dort zunächst
auf den relativ schwach ansteigenden mittleren Abschnitt 11. Es wird daher nicht wie
die Tür 14 abrupt verzögert, sondern kontinuierlich nach oben abgelenkt. Dadurch ist
die Spritzgefahr verringert. Wenn die Verzögerung des Tabletts 1 so stark ist, dass
das an der linken Längswand 6 ansteigende Wasser deren Oberkante überschreitet, bekommt
es durch den Überhang des oberen Abschnitts 12 einen nach rechts gerichteten Impuls,
so dass es in das Fach 2 zurückfällt, anstatt die Seitenwand 6 zu überwinden.
[0034] Die kombinierte Höhe von mittlerem und oberem Abschnitt 11 und 12, die einen wirksamen
Schutz gegen Überschwappen bietet, hängt ab von den auftretenden Beschleunigungen
und der Dauer ihres Einwirkens; in der Praxis beträgt sie zwischen einem und zwei
Dritteln der Höhe des unteren Abschnitts 9.
[0035] Bei der Ausgestaltung der Figuren 1 und 2 müssen die Tabletts 1 einen nicht vernachlässigbaren
Abstand von dem Vorsprung 17 einhalten, um in der Ruhestellung der Fig. 1 Platz zu
schaffen für das über die der Tür 14 zugewandten Längswände 6 der Tabletts 1 überstehende
freie Ende des Hebels 20. Je größer dieser Abstand ist, umso länger kann der Hebel
20 sein, und umso geringer ist die Kraft, die der Benutzer auf den Hebel 20 zum Lösen
der Eisstücke aus den Tabletts 1 ausüben muss. Der Zwischenraum zwischen der Tür 14
und den Tabletts 1 führt jedoch zu einer schlechten Platzausnutzung.
[0036] Dieses Problem wird behoben durch eine Anordnung von Eisbereiter-Tabletts 1 wie in
Fig. 4 gezeigt. Die Tabletts 1 sind horizontal ausgerichtet und befinden sich somit
in einer zur Eiserzeugung geeigneten Stellung. In einem Zwischenraum zwischen den
zwei Tabletts 1 ist ein Hebel 20 um eine Achse 25 schwenkbar montiert, die parallel
zur Achse 23 und beabstandet von dieser verläuft. In einer Ruhestellung liegt der
Hebel 20 auf einer sich entlang der Achse 23 erstreckenden und die Tabletts 1 verbindenden
Welle 26 auf. Ein Griffabschnitt 27 am freien Ende des Hebels 20 ist der (in Fig.
4 nicht dargestellten) Tür 14 zugewandt, ohne allerdings über die Längswände 6 zur
Tür hin überzustehen. Der Griffabschnitt 27 liegt in der Ruhestellung etwas oberhalb
der Tabletts 1, so dass er von einem Benutzer bequem zu greifen ist.
[0037] Fig. 5 zeigt einen schematischen Schnitt durch die Anordnung der Fig. 4 entlang einer
zwischen den Tabletts 1 verlaufenden Ebene. Wie man hier sieht, stößt in einer gegenüber
der Ruhestellung um etwas mehr als 90° geschwenkten Anschlagstellung ein Vorsprung
28 des Hebels 20 gegen einen sich zwischen den einander zugewandten Stirnwänden 5
der Tabletts erstreckenden Steg 29, so dass der Hebel 20, wenn er über die Anschlagstellung
hinaus geschwenkt wird, die Tabletts 1 mitnimmt und die Achse 23 zur gemeinsamen Schwenkachse
des Hebels 20 und der Tabletts 1 wird.
[0038] Wie in der Ausgestaltung der Fig. 1 und 2 sind auch hier die voneinander abgewandten
Stirnseiten 5 der Tabletts mit abstehenden Zapfen 22 versehen. Diese greifen in bogenförmige
Aussparungen 30 der die Tabletts 1 tragenden Arme 18 ein. Wenn durch das gemeinsame
Schwenken des Hebels 20 und der Tabletts 1 die Zapfen 22 Enden 31 der Aussparungen
30 erreicht haben, ist ein weiteres Schwenken des Hebels 20 nur durch gleichzeitiges
Verwinden der Tabletts 1 möglich. Fig. 6 zeigt die Anordnung der Fig. 4 in diesem
verwundenen Zustand. Die offenen Seiten der Fächer 2 sind nach unten gerichtet, so
dass durch Verformung der Fächer 2 gelockerte Eisstücke aus den Fächern frei herausfallen.
[0039] Fig. 7 zeigt einen zu Fig. 5 analogen Schnitt gemäß einer zweiten Ausgestaltung der
Erfindung. In dieser Ausgestaltung weisen die einander zugewandten Stirnseiten 5 der
zwei Tabletts 1 einander zugewandte bogenförmige Nuten 32 auf, und ein zwischen den
Tabletts 1 angebrachter, hier ebenfalls bogenförmig gekrümmter Hebel 20 weist in die
Nuten 32 eingreifende Rippen 33 auf. Der Hebel 20 ist entlang der Nuten 32 zwischen
einer gestrichelt dargestellten Ruhestellung und einer Betätigungsstellung verschiebbar,
in der eine Rastnase 34 jeder Rippe 33 in eine Aussparung 35 an einem Ende der Nuten
32 eingerastet ist. Durch die zum Schwenken der Tabletts 1 auf den Hebel 20 ausgeübte
Kraft werden die Rastnasen 34 in die Aussparung 35 hineingedrückt, so dass die Tabletts
1 geschwenkt und schließlich verwunden werden können, wie in Fig. 6 dargestellt.
[0040] Die Tabletts der ersten und zweiten Ausgestaltung können abweichend von der Darstellung
in Fig. 4 bis 7 als Überschwapp- du Spritzschutz wie mit Bezug auf Fig. 3 beschrieben
gegliederte Seitenwände 5, 6 aufweisen.
[0041] Der in Fig. 3 und 4 dargestellte, in der Ruhestellung mit seinem freien Ende der
Tür 14 zugewandte Hebel 20 ist schwierig auszuschwenken, wenn unmittelbar über den
Eisbereiter-Tabletts 1 andere Einbauteile wie etwa Türabsteller montiert sind. Fig.
8 zeigt in einer zu Fig. 1 analogen Ansicht eine Ausgestaltung eines Eisbereiters,
bei der dieses Problem behoben ist. Wiederum ist zwischen zwei Tabletts 1 ein Hebel
20 um eine zur Schwenkachse 23 der Tabletts 1 parallele Achse 25 (Fig. 9) schwenkbar
aufgehängt. Der Hebel 20 hängt in der Ruhestellung der Fig. 8 frei herab.
[0042] Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch den Eisbereiter der Fig. 8, wiederum entlang einer
sich zwischen den Tabletts 1 erstreckenden Ebene. Auch hier ist die Schwenkbewegungsfreiheit
des Griffs 20 in Bezug zu den Tabletts 1 durch einen Vorsprung 28 des Hebels 20 begrenzt,
der an einen die Tabletts 1 verbindenden Steg 29 stößt. Der Drehsinn der Schwenkbewegung
ist jedoch entgegengesetzt zu dem der vorherigen Ausführungsbeispiele; die Oberseite
der Tabletts 1 wird zur Tür 14 hin geschwenkt, bis die Zapfen 22 auf die Oberseiten
der Arme 18 treffen. In dieser Stellung befindet sich der Hebel 20 in einem Spalt
36 zwischen zwei über den Tabletts 1 angeordneten Behältern 37. Indem in dieser in
Fig. 9 gestrichelt dargestellten Stellung das freie Ende des Hebels 20 gegen die Tür
14 gedrückt wird, werden die Tabletts 1 verwunden und die Eisstücke ausgeworfen. Der
Kontakt des Hebels 20 mit der Tür 14 oder, im in Fig. 9 dargestellten Fall, mit einem
in dem Spalt 36 zwischen den Behältern 37 angebrachten Puffer 38, begrenzt die mögliche
Verwendung der Tabletts 1 und beugt einer dauerhaften Verformung der Tabletts 1 vor.
[0043] Fig. 10 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Eisbereiters gemäß einer fünften
Ausgestaltung. Dieser Eisbereiter gleicht weitgehend demjenigen der Fig. 8, allerdings
sind die Tabletts 1 nicht an von einer Tür abstehenden Armen gehalten, sondern in
einem sie an vier Seiten umgebenden, oben und unten offenen Rahmen 39. Der Eisbereiter
der Fig. 10 ist vorgesehen, um in einem Auszugkasten 40 eines Kältegerätekorpus 41
montiert zu werden, wie in Fig. 11 dargestellt. Im vorderen Randbereich des Auszugkastens
40 ist ein Fach 42 abgeteilt, in das der Eisbereiter von oben formschlüssig einsetzbar
ist. Am Boden des Fachs 42 umgeben schmale Stege 43 eine großflächige Öffnung 44.
Die Stege 43 dienen zur Unterstützung des Rahmens 39. Die Öffnung 44 mündet in eine
an der Vorderseite des Auszugkastens 40 herausziehbare Schublade 45. Der Hebel 20
hängt in seiner Ruhestellung über eine Rückwand 46 des Fachs 42 hinweg in ein dahinter
liegendes Hauptfach 47 des Auszugkastens 40.
[0044] Zum Entformen von Eisstücken in den Tabletts 1 kann ein Benutzer den Auszugkasten
40 aus dem Korpus 41 herausziehen und das von ihm abgewandte freie Ende des Hebels
20 hoch schwenken und zu sich hin ziehen, bis die Vorsprünge 22 der Tabletts gegen
Schrägflächen 48 (Fig. 10) des Rahmens 39 stoßen und die Verwindung der Tabletts 1
einsetzt. Durch die Verwindung ausgeworfene Eisstücke fallen durch die Öffnung 44
in die Schublade 45 und können über diese entnommen werden.
1. Eisbereiter mit wenigstens einem um eine erste Achse (23) verwindbaren Tablett (1),
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Tablett (1) ein in radialer Richtung bezogen auf die Achse (23) überstehender
Hebel (20) angebracht und zwischen einer Ruhestellung und einer Betätigungsstellung
verstellbar ist, wobei der Abstand eines Griffabschnitts (27) des Hebels (20) von
der Achse (23) in der Betätigungsstellung größer als in der Ruhestellung ist.
2. Eisbereiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tablett (1) mehrere durch Zwischenwände (3) getrennte Fächer (2) sowie Außenwände
(5, 6) aufweist, die um 15% bis 70%, vorzugsweise 30% bis 40% höher sind als die Zwischenwände
(3).
3. Eisbereiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein über die Zwischenwände (3) aufragender Abschnitt (11, 12) wenigstens einer der
Außenwände (6) innen konkav gekrümmt ist.
4. Eisbereiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der über die Zwischenwände (3) aufragende Abschnitt (11, 12) teilweise überhängt.
5. Eisbereiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (1) in der Ruhestellung nicht über eine Längswand (6) des Tabletts (1)
übersteht.
6. Eisbereiter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tablett (1) um die erste Achse (23) schwenkbar aufgehängt ist und dass der Hebel
(20) zwischen der Ruhestellung und der Betätigungsstellung um eine zu der ersten Achse
(23) parallel verschobene zweite Achse (25) schwenkbar ist.
7. Eisbereiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Betätigungsstellung die Schwenkbewegung des Hebels (20) um die zweite Achse
(25) durch einen Anschlag (29) blockiert ist und der Hebel (20) und das Tablett (1)
gemeinsam um die erste Achse (23) schwenkbar sind.
8. Eisbereiter nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (20) und ein die Schwenkbewegungsfreiheit des Tabletts (1) begrenzender
Anschlag (22; 31) an entgegengesetzten Stirnseiten (5) des Tabletts (1) angeordnet
sind.
9. Eisbereiter nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Tablett (1) um die erste Achse (23) schwenkbar ist und der Hebel (20)
zwischen dem ersten und dem zweiten Tablett (1) angeordnet ist.
10. Eisbereiter nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (20) in der Ruhestellung auf einer Welle (26) des Tabletts (1) abgestützt
ist.
11. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät mit einem Gehäuse und mit einem Eisbereiter
nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schwenkachse (23) in Breitenrichtung des Gehäuses (14; 41) des Kältegeräts
ausgerichtet ist.
12. Kältegerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisbereiter an einer Tür (14) des Kältegeräts montiert ist.
13. Kältegerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisbereiter in einem Korpus (41) des Kältegeräts herausziehbar montiert ist.
14. Kältegerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisbereiter in einen Auszugkasten (40) integriert ist.
15. Kältegerät nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auffangbehälter (45) für Eisstücke aus dem Auszugkasten (41) herausziehbar ist.
1. Ice maker comprising at least one tray (1) which is twistable about a first axis (23),
characterised in that a lever (20) which projects in the radial direction in relation to the axis (23)
is mounted at the tray (1) and is displaceable between a rest position and an actuating
position, wherein the distance of a handle section (27) of the lever (20) from the
axis (23) is greater in the actuating position than in the rest position.
2. Ice maker according to claim 1, characterised in that the tray (1) comprises a plurality of compartments (2) separated by intermediate
walls (3), and outer walls (5, 6) which are higher by between 15% and 70%, preferably
between 30% and 40%, than the intermediate walls (3).
3. Ice maker according to claim 2, characterised in that a section (11, 12) of at least one of the outer walls (6) extending above the intermediate
walls (3) is concavely curved at the inner side of said section.
4. Ice maker according to claim 3, characterised in that the section (11, 12) extending above the intermediate walls (3) partially overhangs.
5. Ice maker according to one of the preceding claims, characterised in that, in the rest position, the lever (1) does not project beyond a longitudinal wall
(6) of the tray (1).
6. Ice maker according to one of the preceding claims, characterised in that the tray (1) is mounted pivotable about the first axis (23) and that the lever (20)
is pivotable between the rest position and the actuating position about a second axis
(25) which is displaced parallel to the first axis (23).
7. Ice maker according to claim 6, characterised in that, in the actuating position, the pivot movement of the lever (20) about the second
axis (25) is blocked by a stop (29) and the lever (20) and the tray (1) are pivotable
together about the first axis (23).
8. Ice maker according to claim 6 or 7, characterised in that the lever (20) and a stop (22; 31) limiting the pivoting freedom of the tray (1)
are arranged at opposite end faces (5) of the tray (1).
9. Ice maker according to one of claims 6 to 8, characterised in that a second tray (1) is pivotable about the first axis (23) and the lever (20) is arranged
between the first and second trays (1).
10. Ice maker according to one of claims 6 to 9, characterised in that, in the rest position, the lever (20) is supported on a shaft (26) of the tray (1).
11. Refrigeration device, in particular a domestic refrigeration device, comprising a
housing and an ice maker according to one of claims 1 to 10, characterised in that the first pivot axis (23) is oriented in the width direction of the housing (14;
41) of the refrigeration device.
12. Refrigeration device according to claim 11, characterised in that the ice maker is mounted at a door (14) of the refrigeration device.
13. Refrigeration device according to claim 11, characterised in that the ice maker is removably mounted in a carcass (41) of the refrigeration device.
14. Refrigeration device according to claim 13, characterised in that the ice maker is integrated into a pull-out box (40).
15. Refrigeration device according to claim 14, characterised in that a collecting container (45) for ice pieces can be withdrawn from the pull-out box
(40).
1. Moule à glaçons avec au moins une tablette (1) en mesure de se tordre autour d'un
premier axe (23), caractérisé en ce qu'un levier (20) en saillie dans le sens radial par rapport à l'axe (23) est disposé
sur la tablette (1) et est déplaçable entre une position de repos et une position
d'actionnement, dans lequel l'écartement d'une section de préhension (27) de levier
(20) par rapport à l'axe (23) est plus important en position d'actionnement qu'en
position de repos.
2. Moule à glaçons selon la revendication 1, caractérisé en ce que la tablette (1) présente plusieurs compartiments (2) séparés par des parois intermédiaires
(3) ainsi que des parois extérieures (5, 6), lesquelles sont 15% à 70%, de préférence
30% à 40% plus hautes que les parois intermédiaires (3).
3. Moule à glaçons selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une section (11, 12) s'élevant au-dessus des parois intermédiaires (3) d'au moins
une des parois extérieures (6) est courbée de manière concave à l'intérieur.
4. Moule à glaçons selon la revendication 3, caractérisé en ce que la section (11, 12) s'élevant au-dessus des parois intermédiaires (3) est partiellement
en saillie.
5. Moule à glaçons selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le levier (1) n'est pas en saillie sur une paroi longitudinale (6) de la tablette
(1) en position de repos.
6. Moule à glaçons selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la tablette (1) est suspendue de manière pivotante autour du premier axe (23) et
en ce que le levier (20) est, entre la position de repos et la position d'actionnement, pivotable
autour d'un deuxième axe (25) déplacé parallèlement au premier axe (23).
7. Moule à glaçons selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'en position d'actionnement le mouvement pivotant du levier (20) autour du deuxième
axe (25) est bloqué par une butée (29) et le levier (20) et la tablette (1) sont pivotables
conjointement autour du premier axe (23).
8. Moule à glaçons selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que le levier (20) et une butée (22 ; 31) limitant la liberté de mouvement pivotant de
la tablette (1) sont disposés sur des côtés frontaux (5) opposés de la tablette (1).
9. Moule à glaçons selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce qu'une deuxième tablette (1) est pivotable autour du premier axe (23) et le levier (20)
est disposé entre la première et la deuxième tablette (1).
10. Moule à glaçons selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que le levier (20) s'appuie sur un arbre (26) de la tablette (1) en position de repos.
11. Appareil frigorifique, en particulier appareil frigorifique ménager avec une carcasse
et avec un moule à glaçons selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le premier axe de pivotement (23) est aménagé dans le sens de la largeur de la carcasse
(14 ; 41) de l'appareil frigorifique.
12. Appareil frigorifique selon la revendication 11, caractérisé en ce que le moule à glaçons est monté dans une porte (14) de l'appareil frigorifique.
13. Appareil frigorifique selon la revendication 11, caractérisé en ce que le moule à glaçons est monté de manière amovible dans un corps (41) de l'appareil
frigorifique.
14. Appareil frigorifique selon la revendication 13, caractérisé en ce que le moule à glaçons est intégré à un bac extractible (40).
15. Appareil frigorifique selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'un récipient de collecte (45) pour les morceaux de glace s'extrait du bac (41) extractible.