[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschinenpresse mit einer Maschinenstruktur,
einem in fester räumlicher Beziehung zu der Maschinenstruktur angeordneten unteren
Werkzeugträger, einem oberen Werkzeugträger, der relativ zu dem unteren Werkzeugträger
um einen Betriebshub linear auf und ab verfahrbar ist, und einem auf den oberen Werkzeugträger
wirkenden, die abwärts gerichtete Bewegung des oberen Werkzeugträgers bewirkenden
Hydraulikantrieb.
[0002] Maschinenpressen der vorstehend angegebenen Art sind in verschiedenen Ausführungen
bekannt. Eine typisches Beispiel solcher Maschinenpressen sind Abkantpressen, wie
sie zum Biegen von Blechen eingesetzt werden. Zum relevanten Stand der Technik zählen
insoweit insbesondere die
JP 05293548 A,
JP 56165520 A,
JP 05015928 A,
JP 2000343126 A,
JP 2001113317 A,
AT 008633 U1,
EP 692327 B1,
EP 1564414 A1,
EP 103727 A1,
DE 1906317,
EP 1228822 B1 und
EP 2036711 A1. Eine Maschinenpresse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist dabei aus der
AT 008633 U1 bekannt.
[0003] Die
DE 9207905 U1 offenbart eine Umformmaschine (z.B. hydraulische Presse oder hydraulisch angetriebene
Schmiedemaschine), bei welcher der Antrieb mindestens einen von einem Kurbel-Treibapparat
beaufschlagbaren Pumpenzylinder und unter ständig nachladbarem Akkumulatordruck stehende
Rückzugzylinder umfasst. Der die Umformkraft aufbringende Arbeitszylinder ist mit
dem Pumpenzylinder über eine Leitung verbunden, die über ein gesteuertes Rückschlagventil
an einen Niederdruckbehälter angeschlossen ist. In einer einfach wirkend ausgeführte
Rückzugzylinder mit einem Flüssigkeitsakkumulator bzw. doppelt wirkend ausgeführte
Rückzugzylinder mit dem Niederdruckbehälter verbindenden Leitung ist ein zweites gesteuertes
Rückschlagventil angeordnet. Durch Aneinanderreihung kurzer Kurbelhübe der Pumpe werden
längere Gesamthübe des Arbeitskolbens erreicht. Eine mit der Kurbelfrequenz erfolgende
Umschaltung des zweiten Rückschlagventils verhindert einen Rückhub während des Nachladens
des Pumpenzylinders aus dem Niederdruckbehälter über das erste Rückschlagventil.
[0004] An Abkantpressen und andere Maschinenpressen der einleitend angegebenen Art werden
in der Praxis verschiedene Anforderungen gestellt. So sollen die entsprechenden Maschinen
zuverlässig, kostengünstig, wirtschaftlich, raumsparend, wartungs- und bedienerfreundlich
sowie langlebig sein und prozesseffizient, d.h. schnell, wie auch mit höchster Präzision
und Reproduzierbarkeit arbeiten. Hinzu kommen Aspekte der Arbeitsplatzsicherheit sowie
der Energieeffizienz und andere ökologische Gesichtspunkte wie z.B. die Verwendung
umweltverträglicher Betriebsmittel.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebene Maschinenpresse bereitzustellen, die sich im Sinne des vorstehend angegebenen
Katalogs von Anforderungen durch eine besondere Praxistauglichkeit auszeichnet, wobei
besonderes Gewicht auf eine hohe Zuverlässigkeit, Wartungs- und Bedienerfreundlichkeit
sowie Bearbeitungsgeschwindigkeit, d.h. kurze Prozesszyklen, gelegt wird.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabenstellung, wie im Anspruch 1 angegeben, durch eine Maschinenpresse
der eingangs angegeben Art, die sich in funktionaler Kombination miteinander weiterhin
durch die folgenden Merkmale auszeichnet:
- Der Hydraulikantrieb umfasst mindestens ein abgeschlossenes, autarkes hydraulisches
Antriebssystem, welches seinerseits mindestens eine hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit
und mindestens ein diese beaufschlagendes, aus einem Vorratsbehälter versorgtes Hydraulikaggregat
umfasst.
- Das mindestens eine hydraulische Antriebssystem ist zwischen einem Eilgang, in dem
eine erste wirksame Kolbenfläche von dem mindestens einen Hydraulikaggregat beaufschlagt
wird, und einem Pressgang, in dem das mindestens eine Hydraulikaggregat eine gegenüber
der ersten wirksamen Kolbenfläche wesentlich größere zweite wirksame Kolbenfläche
beaufschlagt, umschaltbar.
- Die Hydraulikflüssigkeit des mindestens einen hydraulischen Antriebssystems ist in
einem den Vorratsbehälter bildenden Druckspeicher bevorratet, der dem gesamten betreffenden
hydraulischen Antriebssystem ständig zumindest einen über dem Umgebungsdruck liegenden
Basisdruck aufprägt.
- Zwischen dem kolbenstangenseitigen Arbeitsraum und dem kolbenseitigen Arbeitsraum
mindestens einer hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit des mindestens einen hydraulischen
Antriebssystems besteht keinerlei hydraulische Verbindung.
- Der obere Werkzeugträger ist mittels einer Federeinrichtung, die das Gewicht (die
Gewichtskraft) des oberen Werkzeugträgers, des hieran angebauten Werkzeugs und der
mit dem oberen Werkzeugträger verbundenen Komponenten des Hydraulikantriebs sowie
die durch den in dem mindestens einen hydraulischen Antriebssystem herrschenden Basisdruck
implizierte Schließkraft überkompensiert, in seine obere Endlage vorgespannt.
[0007] Ein die erfindungsgemäße Maschinenpresse gegenüber dem Stand der Technik auszeichnender,
besonders ausgeprägter Vorteil besteht in der erzielbaren sehr hohen Arbeitsgeschwindigkeit,
d.h. den minimalen Zykluszeiten. Erreicht wird dies durch eine in Anwendung der Erfindung
mögliche substantielle Verkürzung der Tot- bzw. Leerzeiten, d.h. jener Zeiten, in
denen der obere Werkzeugträger der Maschinenpresse ineffiziente Leerhübe ausführt.
Insoweit nutzt die vorliegende Erfindung u.a. den Umstand, dass bei üblichen Abkant-
und sonstigen Maschinenpressen typischerweise nur ein geringer Anteil (z.B. 3mm) des
gesamten Betriebshubes (z.B. 40-50mm) den die Umformung des Werkstücks bewirkenden
Pressgang bildet, ein weit größerer Anteil des Betriebshubes indessen einen ineffizienten
Leerhub darstellt. Zwar ist, wie dies auch bei der erfindungsgemäßen Maschinenpresse
umgesetzt ist, bekannt, das mindestens eine hydraulische Antriebssystem des Hydraulikantriebs
so auszulegen, dass der Leerhub im sog. Eilgang mit vergleichsweise hoher Geschwindigkeit
durchfahren werden kann; allerdings verbleibt, wie nun durch die Erfinder der vorliegenden
Erfindung erkannt wurde, noch ein nicht unerhebliches Potential an Verkürzung der
Zyklusdauer, und zwar ohne dass die Erreichung der verbleibenden praxisrelevanten
Anforderungen beeinträchtigt oder geschmälert wird; im Gegenteil, auch diverse andere
Anforderungen lassen sich, wie nachstehend im Einzelnen dargelegt wird, durch erfindungsgemäße
Maschinenpressen sogar noch weitergehender erreichen als nach dem Stand der Technik.
[0008] Im funktionalen Zusammenwirken mit den weiteren, die erfindungsgemäße Maschinenpresse
auszeichnenden Merkmalen ist von besonderer Bedeutung, dass das mindestens eine hydraulische
Antriebssystem einen als Druckspeicher ausgeführten Vorratsbehälter für die Hydraulikflüssigkeit
aufweist, der so vorgespannt ist, dass in dem gesamten betreffenden hydraulischen
Antriebssystem stets, d.h. an jedem Ort und zu jeder Zeit während des gesamten Betriebszyklus',
ein Basisdruck herrscht, der über dem Umgebungsdruck (Normbedingungen nach DIN) liegt.
Denn dies gewährleistet ein besonders rasches, vollständiges und störungsfreies Füllen
der mindestens einen hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit des mindestens einen hydraulischen
Antriebssystems im Eilgang, in dem zur Erzielung der hohen Geschwindigkeit des oberen
Werkzeugträgers nur ein Teil der insgesamt zur Verfügung stehenden Kolbenfläche, nämlich
nur die erste wirksame Kolbenfläche, von dem Hydraulikaggregat beaufschlagt wird,
der von dem darüber hinausgehenden Anteil der gesamten Kolbenfläche begrenzte Arbeitsraum
indessen (direkt) aus dem Vorratsbehälter versorgt (gefüllt) wird. Im Eilgang wird
auf diese Weise auch der nicht von dem Hydraulikaggregat beaufschlagte Arbeitsraum
der mindestens einen hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit aktiv aus dem Druckspeicher
gefüllt. Dies wiederum gestattet sowohl die Erhöhung der Bewegungsgeschwindigkeit
im Eilgang als auch die Verwendung von relativ kompakten sog. "Nachsaugventilen",
d.h. Nachsaugventilen mit vergleichsweise kleinen Strömungsquerschnitten, ohne dass
die Gefahr einer Kavitation in der Hydraulikflüssigkeit besteht. Die entsprechend
kompakte Dimensionierung der Nachsaugventile, die typischerweise zwischen einer durch
ein Rückschlagventil gesicherten Nachsaug- und Arbeitsstellung und einer für die Rückstellung
des Hydraulikantriebs (Aufwärtsbewegung des oberen Werkzeugträgers) maßgeblichen Durchgangsstellung
umschaltbar sind, wirkt sich über dementsprechend geringe Massen ihrerseits positiv
auf Schaltdynamik des Ventils aus, was wiederum der Maschinendynamik zugute kommt.
Insoweit erweist sich, wiederum im funktionalen Zusammenwirken mit den vorstehend
erläuterten technischen Gesichtspunkten, als günstig, dass der obere Werkzeugträger
mittels einer (ständig wirkenden) Federeinrichtung, die das Gewicht (die Gewichtskraft)
des oberen Werkzeugträgers, des hieran angebauten Werkzeugs und der mit dem oberen
Werkzeugträger verbundenen Komponenten des Hydraulikantriebs sowie die durch den in
dem mindestens einen hydraulischen Antriebssystem herrschenden Basisdruck implizierte
Schließkraft überkompensiert, im Sinne eines Öffnens der Maschinenpresse, d.h. in
seine obere Endlage vorgespannt ist. Denn hierdurch setzt unmittelbar bei Beendigung
der Beaufschlagung der zweiten wirksamen Kolbenfläche der mindestens einen hydraulischen
Zylinder-Kolben-Einheit des mindestens einen hydraulischen Antriebssystems durch das
Hydraulikaggregat das Öffnen der Maschinenpresse ein, wobei sich in vorteilhafter
Weise (s.u.) wiederum kürzeste Wege und damit geringste zu beschleunigende Massen
realisieren lassen.
[0009] Im Hinblick auf die gattungsbildende
AT 008633 U1 ist dabei durchaus überraschend, dass sich durch die erfindungsgemäße Gestaltung
des Hydraulikantriebs die angestrebten Vorteile erzielen lassen. Denn der Umstand,
dass durch die ständige Beaufschlagung des gesamten hydraulischen Antriebssystems
(bzw. der gesamten hydraulischen Antriebssysteme) durch (jeweils) einen Druckspeicher
mit einem über dem Umgebungsdruck liegenden Druckniveau in dem Antriebssystem (bzw.
den Antriebssystemen) stets eine auf den (jeweiligen) Kolben wirkende Kraft (Schließkraft)
generiert wird, macht eine entsprechend größer bzw. stärker dimensionierte Federeinrichtung
erforderlich und lässt zunächst vermuten, dass die Maschinendynamik darunter leidet,
dass beim Anheben des oberen Werkzeugträgers die Federeinrichtung zusätzlich zum Gewicht
der bewegten Teile auch noch die besagte ständig wirkende Kraft überwinden bzw. kompensieren
muss. Insoweit ist die erfindungsgemäße Gestaltung der Maschinenpresse auch durch
AT 008633 U1 gerade nicht nahegelegt.
[0010] Die weiter oben dargelegten vorteilhaften Wirkungen der vorliegenden Erfindung stellen
sich bei typischen Anwendungsfällen bereits bei einem den Umgebungsdruck nur mäßig
überschreitenden Basisdruck ein, z.B. bereits dann, wenn der Basisdruck, der in dem
betreffenden hydraulischen Antriebssystem stets, d.h. an jedem Ort und zu jeder Zeit
während des gesamten Betriebszyklus' herrscht, um etwa 1 bar über dem Umgebungsdruck
liegt. Bei einer solchen Auslegung des hydraulischen Antriebssystems wird der Druckspeicher
so ausgelegt, dass er bei minimaler Füllung, d.h. bei vollständig abgesenktem Kolben
der zugeordneten Zylinder-Kolben-Einheit, dem Hydrauliksystem noch immer einen Überdruck
von etwa 1 bar über dem Umgebungsdruck aufprägt. Ein bevorzugter Basisdruck liegt
bei etwa 1 bis 2 bar oberhalb des Umgebungsdrucks. Bevorzugt erfolgt die Auslegung
des Druckspeichers und dessen Anpassung an die weiteren Komponenten des hydraulischen
Antriebssystems dabei dergestalt, dass der Maximaldruck im Druckspeicher, der sich
bei vollständig angehobenem Kolben der Zylinder-Kolben-Einheit und somit maximaler
Füllung des Druckspeichers einstellt, nicht über etwa 5 bar, besonders bevorzugt etwa
zwischen 4 und 5 bar beträgt.
[0011] Eine erste bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass
der Hydraulikantrieb zwei hydraulische Antriebssysteme mit jeweils zumindest einer
Zylinder-Kolben-Einheit umfasst, wobei jedes der beiden hydraulischen Antriebssysteme
ein eigenes Hydraulikaggregat umfasst. Nicht nur lassen sich auf diese Weise kürzeste
Leitungswege innerhalb des Hydraulikantriebs realisieren, was wiederum - infolge der
reduzierten zu bewegenden Massen und geringeren Leitungsverluste - günstig ist sowohl
für eine hohe Maschinendynamik als auch für eine hohe Effizienz. Auch unter Gesichtspunkten
der Montage-, Wartungs- und Servicefreundlichkeit bietet diese Bauweise, wie aus den
weiteren Erläuterungen der vorliegenden Erfindung erkennbar wird, erhebliche Vorteile.
[0012] Gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist die
Federeinheit in mindestens eine hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit des mindestens
einen hydraulischen Antriebssystems integriert. Besonders bevorzugt ist sie als Gasfeder
ausgeführt. Insoweit kann namentlich der (mit Hydraulikflüssigkeit gefüllte) Kolbenstangenarbeitsraum
der betreffenden hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit hydraulisch mit einem externen,
entsprechend vorgespannten Druckspeicher - dieser hat mit dem vorstehend erläuterten
Druckspeicher im hydraulischen Antriebssystem nichts zu tun - verbunden sein. Der
allein dem Öffnen der Maschinenpresse dienende, hinsichtlich der Druckverhältnisse,
Volumina und sonstigen konstruktiven Merkmale spezifisch auf die insoweit bestehenden
Anforderungen abgestimmte Druckspeicher kann unmittelbar an dem Zylinder der betreffenden
hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit angebaut sein, was wiederum nicht nur ein Verlegen
gesonderter Hydraulikleitungen überflüssig macht, sondern auch - im Sinne optimaler
Effizienz - die zu verschiebenden Massen und Leitungsverluste minimiert.
[0013] Noch günstiger ist es, wenn der Kolbenstangenarbeitsraum der betreffenden hydraulischen
Zylinder-Kolben-Einheit selbst mit einem Federgas gefüllt ist, das bei der Abwärtsbewegung
des oberen Werkzeugträgers komprimiert wird. Dies reduziert gegenüber der vorstehend
dargelegten Ausgestaltung, weil keine Hydraulikflüssigkeit in dem Kolbenstangenarbeitsraum,
zwischen diesem und dem (externen) Druckspeicher sowie im letzteren verschoben zu
werden braucht, noch weitergehend die bewegten Massen, was zur Möglichkeit einer weiteren
Steigerung der Maschinendynamik beiträgt. Der (gasgefüllte) Kolbenstangenarbeitsraum
kann dabei mit innerhalb der Zylinder-Kolben-Einheit vorgesehenen internen gasgefüllten
Ausgleichsräumen, die insbesondere im Kolben und/oder im Gehäuse angeordnet sein können,
im kommunizierender Verbindung stehen, um die Federkennlinie der Gasfeder optimal
an die jeweilige Anwendung anzupassen. Derartige interne Ausgleichsräume erlauben
wiederum die Gestaltung besonders kompakter und leichter Antriebseinheiten mit minimalen
bewegten Massen, weil die axiale Länge des Kolbenstangenarbeitsraumes nicht nennenswert
dem Hub der Antriebseinheit zu übersteigen braucht, nur um einen die maximal komprimierte
Gasfüllung aufnehmenden Restraum bereitzustellen. Die Anordnung des besagten Ausgleichsraums
im Kolben an geeigneter Stelle kann im Übrigen zu einer weiteren Gewichtsreduktion
beitragen.
[0014] Im Sinne einer ausgewogenen Abstimmung des Hydraulikantriebs im Hinblick auf die
Optimierung der im Eilgang und im Pressgang bestehenden Verhältnisse ist es besonders
vorteilhaft, wenn das Flächenverhältnis zwischen zweiter wirksamer Arbeitsfläche und
erster wirksamer Arbeitsfläche mindestens 3 beträgt.
[0015] Bei einer wiederum anderen bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Maschinenpresse
ist eine Maschinensteuerung vorgesehen, die von einem den Arbeitsdruck in dem mindestens
einen hydraulischen Antriebssystem ermittelnden Drucksensor beaufschlagt wird. Die
Berücksichtigung der bei der jeweils vorliegenden individuellen Pressaufgabe im Hydraulikantrieb
tatsächlich bestehenden spezifischen Druckverhältnisse in der Maschinensteuerung gestattet
eine zielgerichtete individuelle Einflussnahme auf den Hydraulikantrieb, und zwar
nicht nur zur Minimierung der Dauer des jeweiligen Arbeitszyklus', sondern auch im
Hinblick auf die Qualität das Ergebnisses der Werkstückumformung. Dies gilt in besonderer
Weise in dem Falle, dass der Hydraulikantrieb der erfindungsgemäßen Maschinenpresse
über zwei oder noch mehr autarke, in sich abgeschlossenen hydraulische Antriebssysteme
verfügt, die über einen Abgleich der jeweiligen Druckverhältnisse in der (gemeinsamen)
Maschinensteuerung steuerungstechnisch aufeinander abgestimmt werden können. So lässt
sich beispielsweise die außermittige Beschickung der Maschinenpresse mit einem Werkstück
steuerungstechnisch kompensieren.
[0016] Eine abermals andere bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Maschinenpresse
zeichnet sich dadurch aus, dass bei dem mindestens einen hydraulischen Antriebssystem
die mindestens eine hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit und das zugeordnete Hydraulikaggregat
einen Komplettantrieb mit einem gemeinsamen Steuer-, Ventil- und Leitungsblock darstellen,
an den auch der zugeordnete Druckspeicher direkt angeschlossen ist, so dass keine
freien Rohr- oder Schlauchleitungen existieren. Hierdurch lassen sich in vielerlei
Hinsicht optimale bauliche und funktionale Verhältnisse erzielen, namentlich im Hinblick
auf den erforderlichen Bauraum, die erzielbare Effizienz, den Montageaufwand, die
Zuverlässigkeit, die Wartungs- und Servicefreundlichkeit. Dies kommt den anwenderseitigen
Bedürfnissen und Interessen weitestgehend entgegen, zumal im Falle eines solchen hydraulischen
Komplettantriebs mit einem - durch die Ausführung des Vorratsbehälters für die Hydraulikflüssigkeit
als Druckspeicher - vollständig geschlossenen Hydrauliksystems ausschließlich elektrische
Schnittstellen zur Maschinensteuerung existieren müssen.
[0017] Das Hydraulikaggregat ist gemäß einer anderen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung
als Reversieraggregat, d.h. als Aggregat mit umkehrbarer Fördereinrichtung ausgeführt.
Näheres hierzu ist weiter unten angegeben.
[0018] Bei besonderen Maschinenkonstellationen kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn
das mindestens eine hydraulische Antriebssystem zwei (ggf. unterschiedlich ausgelegte)
wahlweise zuschaltbare Hydraulikpumpen umfasst. Namentlich kann in diesem Falle die
Beaufschlagung der mindestens einen hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit im Eilgang
und im Pressgang in einem größeren Spektrum individuell an die spezifische Pressaufgabe
angepasst werden, insbesondere durch Beaufschlagung der ersten wirksamen Kolbenfläche
im Eilgang mit zwei parallel betriebenen Hydraulikpumpen und Beaufschlagung der zweiten
wirksamen Kolbenfläche im Pressgang mit nur einer Hydraulikpumpe.
[0019] Vor einem vergleichbaren Hintergrund kann es bei besonderen Maschinenkonstellationen
günstig sein, wenn das mindestens eine hydraulische Antriebssystem zwei wahlweise
zuschaltbare hydraulische Zylinder-Kolben-Einheiten umfasst, von denen eine im Eilgang
durch hydraulische Verbindung der beiden Arbeitsräume miteinander - als Differentialzylinder
geschaltet sein kann. Namentlich kann in diesem Falle im Eilgang - im Interesse einer
schnellen Bewegung des oberen Werkzeugträgers - nur eine der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten
beaufschlagt werden, während im Pressgang - zur Erhöhung der Presskraft - beide hydraulischen
Zylinder-Kolben-Einheiten beaufschlagt werden.
[0020] Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand in der Zeichnung veranschaulichter
bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt
- Fig. 1
- in perspektivischer, teilweise schematischer Ansicht ein Ausführungsbeispiel für eine
als Abkantpresse ausgeführte, zwei hydraulische Antriebseinheiten aufweisende erfindungsgemäße
Maschinenpresse,
- Fig. 2
- in perspektivischer Ansicht einen Komplettantrieb der bei der in Fig. 1 gezeigten
Abkantpresse verwendeten Art,
- Fig. 3
- einen Hydraulikschaltplan der Antriebseinheiten der in Fig. 1 gezeigten Abkantpresse,
- Fig. 4
- eine Abwandlung des Hydraulikschaltplans nach Fig. 3,
- Fig. 5
- den Hydraulikschaltplan einer abgewandelten Antriebseinheit und
- Fig. 6
- eine Abwandlung des Hydraulikschaltplans nach Fig. 5; weiterhin zeigt
- Fig. 7
- den Hydraulikschaltplan sowie (schematisch) die konstruktive Gestaltung einer Zylinder-Kolben-Einheit
einer wiederum anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0021] Die in Fig. 1 gezeigte, als Abkantpresse ausgeführte Maschinenpresse 1 weist eine
zwei C-Rahmen 2 umfassende Maschinenstruktur 3 auf. In fester räumlicher Beziehung
zu der Maschinenstruktur 3, nämlich jeweils an dem unteren Profilschenkel der beiden
C-Rahmen 2 fixiert, ist an dieser ein unterer Werkzeugträger 4 mit einem unteren Biegewerkzeug
5 angeordnet. Ein mit einem oberen Biegewerkzeug 6 bestückter, in Fig. 1 in seiner
obersten Stellung gezeigter oberer Werkzeugträger 7 ist relativ zu dem unteren Werkzeugträger
4 um einen Betriebshub H linear auf und ab verfahrbar (Doppelpfeil A). Da die in Fig.
1 gezeigte Abkantpresse in diesem Umfang dem hinlänglich bekanten Stand er Technik
entspricht, sind weitere Erläuterungen insoweit entbehrlich. Dies gilt auch für als
solche bekannte, hier nicht gezeigte konstruktive Details, z.B. im Hinblick auf die
Verbindung der Biegewerkzeuge mit dem jeweils zugeordneten Werkzeugträger.
[0022] Um die abwärts gerichtete Bewegung des oberen Werkzeugträgers zu bewirken, sind zwei
hydraulische Antriebssysteme, nämlich ein linkes hydraulisches Antriebssystem 8 und
ein rechtes hydraulisches Antriebssystem 9 vorgesehen, die gemeinsam einen auf den
oberen Werkzeugträger 7 wirkenden Hydraulikantrieb 10 bilden. Die beiden hydraulischen
Antriebssysteme 8 und 9 sind abgeschlossen und autark, d.h. sie weisen keinerlei hydraulische
Verbindung zueinander auf. Sie sind in Form von Komplettantrieben 11 ausgeführt.
[0023] Jeder der beiden - spiegelbildlich ausgeführten - Komplettantriebe 11 umfasst insbesondere
(vgl. auch den Hydraulikschaltplan nach Fig. 3) eine hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit
12 mit einem Zylinder 13 und einem darin geführten Kolben 14, dessen Kolbenstange
mit dem oberen Werkzeugträger 7 fest verbunden ist, und ein die hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit
12 beaufschlagendes Hydraulikaggregat 15 mit einer durch einen Elektromotor 16 angetriebenen
reversierbaren Hydraulikpumpe 17. Die Hydraulikpumpe 17 ist als Einbaupumpe in einem
gemeinsamen Steuer-, Ventil- und Leitungsblock 18 untergebracht, der damit zugleich
auch einen Pumpenblock bildet und an dem unmittelbar auch der Zylinder 13 und der
Elektromotor 16 angeflanscht sind. Weiterhin ist direkt an dem Steuer-, Ventil- und
Leitungsblock 18 ein Druckspeicher 19 angeflanscht, der einen Vorrats- und Ausgleichsbehälter
für die Hydraulikflüssigkeit des hydraulischen Antriebssystems 8 bildet und insbesondere
das Hydraulikaggregat 15 versorgt. Das Hydrauliksystem ist hermetisch abgeschlossen.
In ihm ist die Hydraulikflüssigkeit eingespannt und herrscht ständig und überall zumindest
ein über dem Umgebungsdruck liegender Basisdruck, der ihm durch den Druckspeicher
19 aufgeprägt wird. Indem die hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit 12, der Druckspeicher
19 und erforderliche, in Fig. 1 und 2 nur schematisch veranschaulichte Ventile 20
sowie ein Filter 33 für das Hydrauliköl direkt an den Steuer-, Ventil- und Leitungsblock
18 angeflanscht sind und die Hydraulikpumpe in diesem untergebracht ist, existieren
keinerlei die besagten hydraulischen Komponenten miteinander verbindende freie, d.h.
außerhalb des Steuer-, Ventil- und Leitungsblocks 18 verlegte Rohr- oder Schlauchleitungen.
[0024] Der obere Werkzeugträger 7 ist mittels einer Federeinrichtung 21, die das Gewicht
des oberen Werkzeugträgers 7, des hieran angebauten Werkzeugs 6 und der mit dem oberen
Werkzeugträger verbundenen Komponenten des Hydraulikantriebs 10, d.h. der Kolben 14
der beiden hydraulischen Antriebssysteme 8 und 9, sowie die durch den in den beiden
hydraulischen Antriebssystemen herrschenden Basisdruck implizierte Schließkraft überkompensiert,
in seine obere Endlage (Fig. 1) vorgespannt. Die Federeinrichtung ist dergestalt in
die hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten 12 der beiden hydraulischen Antriebssysteme
8 und 9 integriert ist, dass jeweils der Kolbenstangenarbeitsraum 22 der hydraulischen
Zylinder-Kolben-Einheiten 12 hydraulisch mit einem zugeordneten externen Druckspeicher
23 verbunden ist. Der externe Druckspeicher 23 ist dabei direkt an den zugeordneten
Zylinder 13 angeflanscht, so dass wiederum keinerlei den Druckspeicher 23 mit der
zugeordneten hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit 12 verbindende freie Rohr- oder
Schlauchleitung existiert. Durch entsprechende Gas-Vorspannung in den Druckspeichern
23 ist die Federeinheit 21 als Gasfeder ausgeführt. Da die aufwärts gerichtete Bewegung
des oberen Werkzeugträgers 7 allein durch die Federeinrichtung 21, d.h. durch Beaufschlagung
der Kolbenstangenarbeitsräume 22 durch den jeweils zugeordneten Druckspeicher 23 erfolgt,
bildet die Hydraulik der Federeinrichtung 21 ein abgeschlossenes System, indem insbesondere
bei keiner der beiden Zylinder-Kolben-Einheiten'12 eine hydraulische Verbindung zwischen
dem kolbenstangenseitigen Arbeitsraum 22 und dem kolbenseitigen Arbeitsraum 24 besteht.
[0025] Der Hydraulikantrieb 10 der Abkantpresse ist zwischen einem Eilgang und einem Pressgang
umschaltbar. Dabei erfolgt, nachdem die aufwärts gerichtete Kraft der Federeinrichtung
21 ständig in einer solchen Höhe auf den oberen Werkzeugträger 7 wirkt, dass das Gewicht
aller bewegbaren Komponenten der Abkantpresse sowie die durch den in den beiden hydraulischen
Antriebssystemen herrschenden Basisdruck implizierte Schließkraft überkompensiert
und der obere Werkzeugträger in seine oberste Stellung vorgespannt wird, auch im Eilgang
eine aktive Bewegung des oberen Werkzeugträgers 7 durch den Hydraulikantrieb 10, nicht
indessen eine freie Bewegung aufgrund der Schwerkraft. Erreicht wird dies, indem in
die Kolben 14 der beiden hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten 12, nämlich jeweils
eine darin eingebrachte Bohrung 25 jeweils ein Hilfskolben 26 eintaucht. Näheres hierzu
ist der
AT 8633 U1 (Fig. 3 und 4 samt zugehörige Beschreibung) entnehmbar. Im Ergebnis wird von dem
Hydraulikaggregat im Eilgang eine vergleichsweise kleine erste wirksame Kolbenfläche
27 beaufschlagt, im Pressgang demgegenüber eine wesentlich größere zweite wirksame
Kolbenfläche 48, die sich aus der ersten wirksamen Kolbenfläche 27 des Hilfsarbeitsraums
28 und der Ringfläche 29 des kobenseitigen Arbeitsraums,24 zusammensetzt. Zur Umschaltung
zwischen dem Eilgang und dem Pressgang dient das Ventil 30, das im Eilgang die Verbindung
des Hydraulikaggregats 15 zum Kolbenarbeitsraum 24 sperrt, im Pressgang demgegenüber
öffnet. Im Eilgang erfolgt ein Füllen des Kolbenarbeitsraums 24 über den über ein
Rückschlagventil 31 abgesicherten Pfad des Nachsaugventils 32. Das Hydraulikaggregat
15 und die hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit 12, insbesondere dessen Hilfskolben
26 und erste wirksame Kolbenfläche 27, sind so aufeinander abgestimmt, dass im Eilgang
- unter Berücksichtigung der Gewichtskraft der bewegbaren Komponenten der Abkantpresse
und der Schließkraft, die sich durch den über den Druckspeicher 19 bereitgestellten,
im Kolbenarbeitsraum 24 herrschenden Basisdruck einstellt - die Gegenkraft der Federeinrichtung
21 überwunden werden kann.
[0026] Für den Pressgang wird das Ventil 30 umgeschaltet, so dass das Hydraulikaggregat
15 parallel den Kolbenarbeitsraum 24 und den Hilfsarbeitsraum 28 beaufschlagt. Am
Ende der Schließbewegung, d.h. typischerweise wenn der obere Werkzeugträger 7 eine
vorgegebene Position erreicht, wird die Förderung des Hydraulikaggregats 15 heruntergefahren
und gestoppt, so dass der obere Werkzeugträger anhält. Das Werkzeug hält dann kurze
Zeit inne, bevor der sog. "Dekompressionshub" einsetzt, d.h. das langsame, kontrollierte
Abheben des oberen Werkzeugs und Öffnen der Presse über einen geringen Hub (z.B. 2-3
mm) durch Förderrichtungsumkehr des reversierbaren Hydraulikaggregats. Am Ende des
Dekompressionshubes, d.h. wenn der hohe Druck im System zumindest im Wesentlichen
abgebaut ist, werden das Ventil 30 und das Nachsaugventil 32 umgesteuert, so dass
sich in dem Kolbenarbeitsraum 24 der durch den Druckspeicher 19 auf das System aufgeprägte
Basisdruck einstellt und der Kolben 14 unter der Einwirkung der Federeinrichtung 21
einfährt. Das Einfahren des Kolbens 14 erfolgt dabei im Eilgang kontrolliert (gebremst),
indem der Hilfsarbeitsraum 28 über das weiterhin mit gegenüber dem Schließen der Presse
umgekehrter Förderrichtung betriebene Hydraulikaggregat 15 kontrolliert und gesteuert
in den Druckspeicher 19 entleert wird. Insoweit ist, wie dies in Fig. 3 dargestellt
ist, bei diesem hydraulischen Antriebssystem die Förderleistung des Hydraulikaggregats
15 um- und einstellbar. Veranschaulicht sind weiterhin der Ölfilter 33 und ein Ölkühler
34. Letzterer steht damit im Zusammenhang, das das Fassungsvermögen des Druckspeichers
19 vergleichsweise gering ist, jedenfalls deutlich kleiner als das herkömmlicherweise
eingesetzter belüfteter Tanks, so dass für die Wärmeabfuhr nur eine verminderte Oberfläche
zur Verfügung steht. Die Maschinensteuerung S kommuniziert über entsprechende Steuerleitungen
mit dem Motor 16 des Hydraulikaggregats 15 sowie dem Ventil 30 und dem Nachsaugventil
32, und zwar den entsprechenden Komponenten beider hydraulischer Antriebssysteme 8
und 9.
[0027] Das in Fig. 4 veranschaulichte modifizierte Hydrauliksystem unterscheidet sich von
demjenigen nach Fig. 3 im Wesentlichen durch eine andere Ausführung des Hydraulikaggregats
15'. Dieses umfasst nämlich eine Konstantpumpe 35, d.h. eine kontinuierlich fördernde
Pumpe. Dementsprechend ist druckseitig ein Druckbegrenzungsventil 36 vorgesehen, welches
die über den in dem jeweiligen Betriebspunkt bestehenden Bedarf hinausgehende Fördermenge
absteuert. Weiterhin ist zwischen dem Hydraulikaggregat 15' und der hydraulischen
Zylinder-Kolben-Einheit 12 ein 3/3-Wegevantil 37 angeordnet.
[0028] Dieses kann neben der gezeigten Nullstellung, in der die drei Anschlüsse gegeneinander
gesperrt sind, eine Schließen-Stellung und eine Öffnen-Stellung einnehmen. In der
Schließen-Stellung werden - in Abhängigkeit von der Stellung des Ventils 30 - entweder
nur der Hilfsarbeitsraum 28 (Eilgang) oder aber dieser und zusätzlich auch der Kolbenarbeitsraum
24 (Pressgang) von dem Hydraulikaggregat 15' beaufschlagt. In der Öffnen-Stellung
der Zylinderanschluss 38 mit dem Druckspeicher 19 verbunden. Dabei gelten für das
Ende des Pressganges und das Öffnen der Presse die obigen Ausführungen in ähnlicher
Weise. Am Ende der Schließbewegung, d.h. typischerweise wenn der obere Werkzeugträger
7 eine vorgegebene Position erreicht, wird das Wegeventil 37 in seine Nullstellung
(Sperrstellung) umgesteuert, so dass der obere Werkzeugträger anhält. Um den "Dekompressionshub"
einzuleiten, wird das Wegeventil 37 in seine Öffnen-Stellung umgesteuert, wobei der
Druckabbau sowohl im Kolbenarbeitsraum 24 als auch im Hilfsarbeitsraum 28 und das
langsame, gesteuerte Abheben des oberen Werkzeugs und Öffnen der Presse kontrolliert
über eine Ablasskante erfolgt. Am Ende des Dekompressionshubes werden das Ventil 30
und das Nachsaugventil 32 umgesteuert, so dass sich in dem Kolbenarbeitsraum 24 der
durch den Druckspeicher 19 auf das System aufgeprägte Basisdruck einstellt und der
Kolben 14 unter der Einwirkung der Federeinrichtung 21 einfährt. Das Einfahren des
Kolbens 14 erfolgt dabei im Eilgang kontrolliert (gebremst), indem der Hilfsarbeitsraum
28 über das Wegeventil 37, nämlich über dessen Ablasskante kontrolliert und gesteuert
in den Druckspeicher 19 entleert wird.
[0029] Gezeigt ist in Fig. 4 weiterhin ein den in der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit
12 herrschenden Arbeitsdruck ständig aufnehmender Drucksensor 39. Das Drucksignal
wird in der Maschinensteuerung S verarbeitet. Es kann dabei insbesondere in dem Sinne
als Hilfsregelgröße genutzt werden, als das Signal des unabhängig arbeitenden Wegmessgebers
auf seine Plausibilität hin überprüft und für die weitere Verarbeitung in der Steuerung
ggf. modifiziert wird. Letzteres kommt insbesondere in Betracht, wenn das Wegmesssignal
(z.B. bei einem festsitzenden Bauteil und/oder übermäßiger Haftreibung) keinerlei
Bewegung indiziert, das Drucksignal indessen einen solchen Arbeitsdruck innerhalb
der Hydraulik angibt, dass eine Bewegung des oberen Werkzeugträgers eigentlich zu
erwarten wäre. Durch Berücksichtigung bzw. Auswertung des Drucksignals können solche
außergewöhnlichen Betriebszustände erkannt und kann auf die Maschinensteuerung Einfluss
genommen werden, beispielsweise um ein die Sicherheit am Arbeitsplatz gefährdendes
schlagartiges Losbrechen des oberen Werkzeugträgers bei weiterer Druckerhöhung zu
verhindern. Auch kann, nachdem der Drucksensor auf Veränderungen innerhalb des Hydraulikantriebs
früher reagiert als das Wegmesssystem, durch Abgleich der Signale des Wegmesssystems
und des Drucksensors die Steuerung im Sinne einer möglichst exakten Einhaltung eines
vorgegebenen Geschwindigkeitsprofils für den oberen Werkzeugträger optimiert werden,
was dazu beitragen kann, die Zykluszeit - insbesondere durch Minimierung der Übergangszeiten
- weiter zu verkürzen.
[0030] Das Hydrauliksystem gemäß dem in Fig. 5 veranschaulichten Hydraulikschaltplan unterscheidet
sich von dem nach Fig. 4 insbesondere dadurch, dass es zwei baulich getrennte hydraulische
Zylinder-Kolben-Einheiten 12'A und 12'B aufweist, deren Kolben 14' allerdings beide
mit dem oberen Werkzeugträger 7 verbunden und auf diese Weise miteinander gekoppelt
sind. Von den beiden hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten 12'A und 12'B ist wahlweise,
über das Ventil 30' umschaltbar, nur einer durch das Hydraulikaggregat 15' beaufschlagbar,
nämlich die in der Zeichnung rechts dargestellte hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit
12'A, oder aber beide Zylinder-Kolben-Einheiten 12'A und 12'B simultan und parallel.
Im Eilgang wird allein die hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit 12'A beaufschlagt,
so dass die erste wirksame Kolbenfläche 45 identisch ist mit der Stirnfläche des Kolbens
14'A. Der Kolbenarbeitsraum 24'B der anderen hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit
12'B, der keinerlei Verbindung hat zu dem zugeordneten, wiederum allein von der Federeinrichtung
21 beaufschlagten Kolbenstangenarbeitsraum 22'B, füllt sich über das Nachsaugventil
32. Zur Vermeidung unnötiger Hydraulikströme können im Eilgang der Kolbenarbeitsraum
24'A und der Kolbenstangenarbeitsraum 22'A der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit
12'A über das Ventil 40 kurzgeschlossen werden; bei dieser Schaltstellung des Ventils
40 wirkt die hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit 12'A als Differentialzylinder. Im
Pressgang, wenn über eine entsprechende Schaltung des Ventils 30 beide hydraulischen
Zylinder-Kolben-Einheiten 12'A und 12'B kolbenseitig von dem Hydraulikaggregat 15'
beaufschlagt werden, d.h. die Stirnfläche 45 des Kolbens 14'A und die Stirnfläche
46 des Kolbens 14'B zusammen die zweite wirksame Kolbenfläche 47 bilden, wird der
Kolbenstangenarbeitsraum 22'A der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit 12'A durch
Umsteuerung des Ventils 40 mit dem Druckspeicher 19 verbunden, um die maximale Schließkraft
bereitzustellen.
[0031] Gezeigt ist in Fig. 5 weiterhin ein den an der Druckseite des Hydraulikaggregats
15' herrschenden Pumpendruck ständig aufnehmender weiterer Drucksensor 41. Auch das
Drucksignal dieses Drucksensors wird in einer für beide hydraulischen Antriebssysteme
gemeinsamen Maschinensteuerung verarbeitet.
[0032] Das in Fig. 6 veranschaulichte modifizierte Hydrauliksystem unterscheidet sich von
demjenigen nach Fig. 5 im Wesentlichen durch ein Hydraulikaggregat 15" mit Doppelpumpe.
Während die Druckseite der einen Pumpe 17"A ständig mit dem Druckanschluss 42 des
Wegeventils 37 verbunden ist, kann die Druckseite der anderen Pumpe 17"B über das
Ventil 43 mit dem Druckspeicher 19 verbunden und die Pumpe 17"B somit auf Umlaufförderung
geschaltet werden. Im Eilgang des Hydraulikantriebs fördern - aufgrund entsprechender
Schaltstellung des Ventils 43 - beide Pumpen 17"A und 17"B zu der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit
12'A. Im Pressgang fördert indessen - infolge einer Umsteuerung des Ventils 43 - nur
die Pumpe 17"A zu beiden hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheiten 12'A und 12'B, während
die Pumpe 17"B im Kreislauf fördert. Das Rückschlagventil 44 sichert die Druckseite
der Pumpe 17"A gegen das Ventil 43 ab.
[0033] Das Hydrauliksystem nach Fig. 7 entspricht in wesentlichen Aspekten demjenigen nach
Fig. 3. Aus diesem Grund gelten für es die Erläuterungen und Erklärungen der Fig.
3 in entsprechender Weise, mit Ausnahme der nachstehend nachgelegten Abweichungen.
[0034] Bei der (schematisch dargestellten) Zylinder-Kolben-Einheit 12 ist der Kolbenstangenarbeitsraum
22 mit einem Federgas gefüllt, wobei die Gasfüllung über einen entsprechenden Fülldruck
unter einer Vorspannung steht. Die schematisch am Kolben 14 veranschaulichten, auf
der Innenfläche 50 des Zylinders 13 dichtend anliegenden Dichtungen 51 sind im Hinblick
darauf, dass sie gegenüber dem kolbenseitigen hydraulischen Arbeitsraum 24 einen Gasraum
abgrenzen, in als solches bekannter geeigneter Weise ausgeführt. Mit dem Kolbenstangenarbeitsraum
22 stehen über entsprechende Kanäle 52 bzw. 53 zwei - jeweils ringförmig ausgeführte
- Ausgleichsräume strömungstechnisch in Verbindung, nämlich ein zylinderseitiger erster
Ausgleichsraum 54 und ein kolbenseitiger zweiter Ausgleichsraum 55. Durch die Bereitstellung
der entsprechenden Ausgleichsräume für die Gasfüllung der Gasfedereinheit 21 steht
die axiale Länge des Kolbenstangenarbeitsraums 22 mehr oder weniger vollständig für
den Hub des Kolbens zur Verfügung, d.h. es wird im Kolbenstangenarbeitsraum 22 nur
ein geringes oder gar kein Restvolumen benötigt.
[0035] Lediglich zur Vermeidung von Missverständnissen ist an dieser Stelle nochmals zu
betonen, dass es sich bei der Veranschaulichung der Zylinder-Kolben-Einheit 12 nach
Fig. 7 um ein schematische Darstellung handelt, nachdem insbesondere ohne weiteres
erkennbar ist, dass der Zylinder 13 nicht einteilig aufgebaut sein kann, sondern -
in als solches bekannter Weise - aus mehreren Teile zusammengefügt ist.
1. Maschinenpresse (1), insbesondere Abkantpresse, mit einer Maschinenstruktur (3), einem
in fester räumlicher Beziehung zu der Maschinenstruktur angeordneten unteren Werkzeugträger
(4), einem oberen Werkzeugträger (7), der relativ zu dem unteren Werkzeugträger um
einen Betriebshub (H) linear auf und ab verfahrbar (A) ist, und einem auf den oberen
Werkzeugträger wirkenden, die abwärts gerichtete Bewegung des oberen Werkzeugträgers
bewirkenden Hydraulikantrieb (10), welcher mindestens ein abgeschlossenes, autarkes
hydraulisches Antriebssystem (8; 9) aufweist, welches seinerseits mindestens eine
hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit (12; 12'A, 12'B) und mindestens ein diese beaufschlagendes,
aus einem Vorratsbehälter versorgtes Hydraulikaggregat (15, 15', 15") umfasst, mit
den folgenden Merkmalen:
- das mindestens eine hydraulische Antriebssystem (8; 9) ist zwischen einem Eilgang,
in dem eine erste wirksame Kolbenfläche (27; 45) von dem mindestens einen Hydraulikaggregat
beaufschlagt wird, und einem Pressgang, in dem das mindestens eine Hydraulikaggregat
eine gegenüber der ersten wirksamen Kolbenfläche wesentlich größere zweite wirksame
Kolbenfläche (48; 47) beaufschlagt, umschaltbar;
- zwischen dem kolbenstangenseitigen Arbeitsraum (22; 22'B) und dem kolbenseitigen
Arbeitsraum (24; 24'B) mindestens einer hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit (12;
12'B) des mindestens einen hydraulischen Antriebssystems besteht keinerlei hydraulische
Verbindung;
- der obere Werkzeugträger (7) ist mittels einer Federeinrichtung (21), die das Gewicht
des oberen Werkzeugträgers, des hieran angebauten Werkzeugs und der mit dem oberen
Werkzeugträger verbundenen Komponenten des Hydraulikantriebs sowie die durch den in
dem mindestens einen hydraulischen Antriebssystem herrschenden Basisdruck implizierte
Schließkraft überkompensiert, in seine obere Endlage vorgespannt; dadurch gekennzeichnet, dass
- die Hydraulikflüssigkeit des mindestens einen hydraulischen Antriebssystems ist
in einem den Vorratsbehälter bildenden Druckspeicher (19) bevorratet, der dem gesamten
betreffenden hydraulischen Antriebssystem ständig zumindest einen über dem Umgebungsdruck
liegenden Basisdruck aufprägt.
2. Maschinenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikantrieb (10) zwei hydraulische Antriebssysteme (8, 9) mit jeweils zumindest
einer Zylinder-Kolben-Einheit (12; 12'A, 12'B) umfasst, wobei jedes der beiden hydraulischen
Antriebssysteme ein eigenes Hydraulikaggregat (15; 15', 15") umfasst.
3. Maschinenpresse nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinrichtung (21) in mindestens eine hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit
(12; 12'B) des mindestens einen hydraulischen Antriebssystems (8, 9) integriert ist.
4. Maschinenpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinrichtung (21) als Gasfeder ausgeführt ist, wobei der Kolbenstangenarbeitsraum
(22) eine Gasfüllung aufweist.
5. Maschinenpresse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Kolbenstangenarbeitsraum (22) ein gasgefüllter kolbenseitiger Ausgleichsraum
(55) und/oder ein gasgefüllter zylinderseitiger Ausgleichsraum (54) strömungstechnik
angeschlossen ist.
6. Maschinenpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Federeinrichtung (21) als Gasfeder ausgeführt ist, wobei bevorzugt der Kolbenstangenarbeitsraum
(22; 22'B) der hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit (12; 12'B) hydraulisch mit einem
externen Druckspeicher (23) verbunden ist.
7. Maschinenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenverhältnis zwischen zweiter wirksamer Arbeitsfläche (48) und erster wirksamer
Arbeitsfläche (27) mindestens 3 beträgt.
8. Maschinenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Maschinensteuerung (S) vorgesehen ist, die von einem den Arbeitsdruck in dem
mindestens einen hydraulischen Antriebssystem (8, 9) ermittelnden Drucksensor (39,
41) beaufschlagt wird.
9. Maschinenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei dem mindestens einen hydraulischen Antriebssystem (8, 9) die mindestens eine
hydraulische Zylinder-Kolben-Einheit (12) und das zugeordnete Hydraulikaggregat (15)
einen Komplettantrieb (11) mit einem gemeinsamen Steuer-, Ventil- und Leitungsblock
(18) darstellen, an den auch der zugeordnete Druckspeicher (19) direkt angeschlossen
ist, so dass keine freien Rohr- oder Schlauchleitungen existieren.
10. Maschineripresse nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine hydraulische Antriebssystem (8, 9) zwei wahlweise zuschaltbare,
bevorzugt unterschiedlich ausgelegte Hydraulikpumpen (17"A, 17"B) umfasst.
11. Maschinenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine hydraulische Antriebssystem (8, 9) zwei wahlweise zuschaltbare
hydraulische Zylinder-Kolben-Einheiten (12'A, 12'B) umfasst, von denen eine (12'A)
im Eilgang als Differentialzylinder geschaltet ist.
12. Maschinenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass von der mindestens einen hydraulischen Zylinder-Kolben-Einheit (12; 12'A, 12'B) der
Zylinder (13) in einer festen räumlichen Beziehung zu der Maschinenstruktur (3) angeordnet
und die Kolbenstange mit dem oberen Werkzeugträger (7) verbunden ist.
13. Maschinenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydraulikaggregat reversierbar ausgeführt ist.
1. A machine press (1), particularly a press brake, with a machine structure (3), a lower
tool carrier (4) that is arranged in a fixed spatial relation to the machine structure,
an upper tool carrier (7) that can be linearly displaced (A) upward and downward relative
to the lower tool carrier by a working stroke (H), and a hydraulic drive (10) that
acts upon the upper tool carrier and causes the downwardly directed motion of the
upper tool carrier, wherein said hydraulic drive features at least one closed, autarkic
hydraulic drive system (8; 9) that in turn comprises at least one hydraulic piston-cylinder
unit (12; 12'A, 12'B) and at least one hydraulic power unit (15, 15', 15") that acts
upon this piston-cylinder unit and is supplied from a storage tank, with said machine
press having the following features:
- the at least one hydraulic drive system (8; 9) can be switched between a rapid motion
mode, in which a first effective piston area (27; 45) is acted upon by the at least
one hydraulic power unit, and a pressing motion mode, in which the at least one hydraulic
power unit acts upon a second effective piston area (48; 47) that is significantly
larger than the first effective piston area;
- no hydraulic connection whatsoever exists between the working chamber (22; 22'B)
on the piston rod side and the working chamber (24; 24'B) on the piston side of at
least one hydraulic piston-cylinder unit (12; 12'B) of the at least one hydraulic
drive system;
- the upper tool carrier (7) is prestressed into its upper end position by means of
a spring unit (21) that overcompensates the weight of the upper tool carrier, the
tool installed thereon and the components of the hydraulic drive connected to the
upper tool carrier, as well as the closing force implied by the prevalent base pressure
in the at least one hydraulic drive system;
characterized in that
- the hydraulic fluid of the at least one hydraulic drive system is stored in a pressure
accumulator (19) that forms the storage tank and constantly subjects the entire associated
hydraulic drive system to a base pressure that lies at least above the ambient pressure.
2. The machine press according to Claim 1, characterized in that the hydraulic drive (10) comprises two hydraulic drive systems (8, 9) that respectively
feature at least one piston-cylinder unit (12; 12'A, 12'B), wherein each of the two
hydraulic drive systems comprises a separate hydraulic power unit (15; 15', 15").
3. The machine press according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the spring unit (21) is integrated into at least one hydraulic piston-cylinder unit
(12; 12'B) of the at least one hydraulic drive system (8, 9).
4. The machine press according to Claim 3, characterized in that the spring unit (21) is realized in the form of a pneumatic spring, wherein the piston
rod working chamber (22) features a gas filling.
5. The machine press according to Claim 4, characterized in that a gas-filled compensation chamber (55) on the piston side and/or a gas-filled compensation
chamber (54) on the cylinder side is fluidically connected to the piston rod working
chamber (22).
6. The machine press according to Claim 3, characterized in that the spring unit (21) is realized in the form of a pneumatic spring, wherein the piston
rod working chamber (22; 22'B) of the hydraulic piston-cylinder unit (12; 12'B) preferably
is hydraulically connected to an external pressure accumulator (23).
7. The machine press according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the area ratio between the second effective piston area (48) and the first effective
piston area (27) amounts to at least 3.
8. The machine press according to one of Claims 1 to 7, characterized in that a machine control (S) is provided and acted upon by a pressure sensor (39, 41) that
determines the working pressure in the at least one hydraulic drive system (8, 9).
9. The machine press according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the at least one hydraulic piston-cylinder unit (12) and the associated hydraulic
power unit (15) of the at least one hydraulic drive system (8, 9) represent a complete
drive (11) with a common control, valve and conduit block (18), to which the associated
pressure accumulator (19) is also directly connected such that no exposed tubing or
piping exists.
10. The machine press according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the at least one hydraulic drive system (8, 9) comprises two selectively connectable
hydraulic pumps (17"A, 17"B) of preferably different design.
11. The machine press according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the at least one hydraulic drive system (8, 9) comprises two selectively connectable
hydraulic piston-cylinder units (12'A, 12'B), one of which (12'A) acts as a differential
cylinder in the rapid motion mode.
12. The machine press according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the cylinder (13) of the at least one hydraulic piston-cylinder unit (12; 12'A, 12'B)
is arranged in a fixed spatial relation to the machine structure (3) and the piston
rod of said piston-cylinder unit is connected to the upper tool carrier (7).
13. The machine press according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the hydraulic power unit is realized in a reversible fashion.
1. Presse de machine (1), en particulier presse plieuse, comprenant une structure de
machine (3), un support d'outil inférieur (4) disposé en relation spatiale fixe par
rapport à la structure de la machine, un support d'outil supérieur (7) qui peut se
déplacer de haut en bas (A) de façon linéaire sur une course de service (H) par rapport
au support d'outil inférieur (4), et un entraînement hydraulique (10) agissant sur
le support d'outil supérieur, effectuant le mouvement dirigé vers le bas du support
d'outil supérieur, lequel présente au moins un système d'entraînement hydraulique
(8 ; 9) fermé autosuffisant, lequel comprend de son côté au moins une unité piston-cylindre
hydraulique (12 ; 12'A, 12'B) et au moins un groupe hydraulique (15, 15' ; 15") alimentant
celle-ci, alimenté par un récipient de réserve, avec les attributs suivants :
- l'au moins un système d'entraînement hydraulique (8 ; 9) peut passer d'une avance
rapide dans laquelle une première surface de piston active (27 ; 45) est alimentée
par l'au moins un groupe hydraulique, et une marche de pression, dans laquelle l'au
moins un groupe hydraulique alimente une surface de piston (48 ; 47) essentiellement
supérieure par rapport à la première surface de piston active,
- il n'y a aucune liaison hydraulique entre l'espace de travail côté tige de piston
(22 ; 22'b) et l'espace de travail côté piston (24 ; 24 'B), d'au moins une unité
piston-cylindre (12 ; 12'B) de l'au moins un système d'entraînement hydraulique ;
- le support d'outil supérieur (7) est précontraint dans sa position finale supérieure
au moyen d'un dispositif de ressort (21) qui surcompense le poids du support d'outil
supérieur, de l'outil monté dessus et des composantes de l'entraînement hydraulique
reliées au support d'outil supérieur ainsi que la force de fermeture implicite par
la pression de base régnant dans l'au moins système d'entraînement hydraulique ;
caractérisée en ce que
- le fluide hydraulique de l'au moins un système d'entraînement hydraulique est stocké
dans un accumulateur hydraulique (19) formant le récipient de réserve, qui imprime
constamment à la totalité du système d'entraînement hydraulique concerné une pression
de base supérieure à la pression environnante.
2. Presse de machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'entraînement hydraulique (10) comprend deux systèmes d'entraînement hydrauliques
(8, 9) avec chacun au moins une unité piston-cylindre (12 ; 12'A, 12'B), sachant que
chacun des deux systèmes d'entraînement hydrauliques comprend son propre groupe hydraulique
(15 ; 15', 15").
3. Presse de machine selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif de ressort (21) est intégré dans au moins une unité piston-cylindre
hydraulique (12 ; 12'B) de l'au moins un système d'entraînement hydraulique (8, 9).
4. Presse de machine selon la revendication 3, caractérisée en ce que le dispositif de ressort (21) est conçu en tant que ressort à gaz, sachant que l'espace
de travail de la tige de piston (22) présente un remplissage au gaz.
5. Presse de machine selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un espace de compensation côté piston rempli de gaz (55) et/ou un espace de compensation
côté cylindre rempli de gaz (54) est/sont raccordé(s) en technique d'écoulement sur
l'espace de travail de la tige de piston (22).
6. Presse de machine selon la revendication 3, caractérisée en ce que le dispositif de ressort (21) est conçu en tant que ressort à gaz, sachant que de
préférence, l'espace de travail de la tige de piston (22 ; 22'B) de l'unité piston-cylindre
hydraulique (12 ; 12'B) est relié hydrauliquement à un accumulateur hydraulique externe
(23).
7. Presse de machine selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le rapport surfacique entre la seconde surface de piston active (48) et la première
surface de piston active (27) est au moins de 3.
8. Presse de machine selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce qu'une commande de machine (S) est prévue, qui est alimentée par un capteur de pression
(39, 41) calculant la pression de travail dans l'au moins un système d'entraînement
hydraulique (8, 9).
9. Presse de machine selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que dans l'au moins un système d'entraînement hydraulique (8, 9), l'au moins une unité
piston-cylindre hydraulique (12) et le groupe hydraulique (15) correspondant représentent
un entraînement complet (11) avec un bloc commande, soupapes et conduites (18) commun
sur lequel également l'accumulateur hydraulique (19) est directement raccordé, de
sorte qu'il n'existe aucune ligne de tuyaux ou de flexibles libre.
10. Presse de machine selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que l'au moins un système d'entraînement hydraulique (8, 9) comprend deux pompes hydrauliques
(17"A, 17"B) pouvant être raccordées au choix, de conception différente de préférence.
11. Presse de machine selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que l'au moins un système d'entraînement hydraulique (8, 9) comprend deux unités piston-cylindre
hydrauliques (12'A, 12'B) pouvant être raccordées au choix, desquelles une (12'a)
peut être branchée en avance rapide en tant que cylindre différentiel.
12. Presse de machine selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que de l'au moins unité piston-cylindre hydraulique (12 ; 12'A, 12'B), le cylindre (13)
est disposé dans une relation spatiale fixe par rapport à la structure de machine
(3) et la tige de piston est reliée au support d'outil (7) supérieur.
13. Presse de machine selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le groupe hydraulique est conçu réversible.