| (19) |
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(11) |
EP 2 498 993 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.01.2015 Patentblatt 2015/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.11.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/066644 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/054823 (12.05.2011 Gazette 2011/19) |
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| (54) |
ROTATIONSDRUCKMASCHINE MIT ZUMINDEST EINEM FARB- ODER DRUCKWERK
ROTATIONAL PRINTING MACHINE HAVING AT LEAST ONE COLOR OR PRINTING UNIT
PRESSE ROTATIVE PRÉSENTANT AU MOINS UN DISPOSITIF ENCREUR OU UN GROUPE D'IMPRESSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
09.11.2009 DE 102009046536
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.09.2012 Patentblatt 2012/38 |
| (73) |
Patentinhaber: Windmöller & Hölscher KG |
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49525 Lengerich (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LODDENKÖTTER, Manfred
49477 Ibbenbüren (DE)
- NIEMÖLLER, Robert
48477 Hörstel (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 811 359 DE-C1- 3 136 703
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DE-A1- 4 218 764
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rotationsdruckmaschine mit zumindest einem Farb- oder
Druckwerk nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 8.
[0002] Aus der
DE 3811359-A1 ist eine Vorrichtung bekannt, mit welcher eine schnelle Positionierung eines Messkopfes
zur Erkennung von Passermarken erreicht wird.
[0003] In Rotationsdruckmaschinen, insbesondere in Tiefdruckmaschinen, werden zur Registerregelung
Sensoren genutzt, die gedruckte Registermarken auf dem Bedruckstoff abtasten. Die
Registermarken werden zusammen mit dem Druckmotiv ausgedruckt, wobei der Druckzylinder
sowohl die Registermarken als auch das Druckmotiv trägt. Oft rollt der Druckzylinder
direkt auf dem Bedruckstoff ab. Es existieren jedoch auch Druckverfahren, bei denen
der Druckzylinder das Druckmotiv und die Registermarken auf einen Übertragungszylinder
aufträgt, welcher auf dem Bedruckstoff abrollt. Die Erfindung lässt sich grundsätzlich
auf alle Rotationsdruckverfahren anwenden.
[0004] Oft liegen die Druckmarken an unterschiedlichen axialen Positionen der Druckwalzen
in Abhängigkeit von der Druckbreite und dem Motivaufbau. Dies gilt vor allem für den
Verpackungsdruck, in dem unterschiedlichste Druckformate auftreten. Jedoch ist davon
auszugehen, dass bei einem Satz Druckzylinder (mit jedem Druckzylinder wird eine Farbe
gedruckt) die Registermarken auf allen Druckzylindern an gleichen axialen Positionen
zu finden sind. Auch nach Einbau der Druckzylinder in die Druckmaschine werden die
Druckzylinder in eine definierte axiale Position relativ zum Druck- oder Farbwerksgestell,
der Nullposition des Seitenregisters, überführt.
[0005] Die Positionen der Sensoren müssen deshalb zu jedem neuen Druckjob an diese Vorgaben
angepasst und axial verschoben werden. Druckwerke des Standes der Technik weisen dazu
Verschiebeeinrichtungen auf, mit deren Hilfe die Sensoren manuell oder motorisch über
die Druckbreite traversiert werden können. Zur lagerichtigen Verschiebung der Sensoren
sind nach dem Stand der Technik zunächst Registermarken zu drucken, anhand derer die
Sensoren justiert werden können. Dabei entsteht Makulatur, und zwar insbesondere dadurch,
dass der Bediener nacheinander die Sensoren an allen Druckwerken bei laufender Bahn
einstellen muss.
[0006] Zur Verringerung der Makulatur sind Maßstäbe bekannt, die an der Traverse angebracht
sind. Nach dem Ausmessen der Markenposition am Druckzylinder mit einem Maßband oder
anderen Längenmessvorrichtungen wird der Sensor mittels des Maßstabs oder auch des
Maßbands vor dem Druck entsprechend diesem Messergebnis verschoben. Damit kann sofort
zu Druckbeginn die Marke auf dem Bedruckstoff erfasst werden, was Makulatur einspart.
Der zeitraubende Messaufwand am im Allgemeinen drehenden und zudem schwer zugänglichen
Zylinder hat jedoch zu einer nur sehr geringen Verbreitung dieses Verfahrens geführt.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Rotationsdruckmaschine
und ein Verfahren vorzuschlagen, mit denen die Positionierung der Sensoren unter Vermeidung
von Makulatur vereinfacht wird.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Hinzufügung der Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Anspruchs 1 gelöst. Demnach ist eine Peileinrichtung vorgesehen, mit welcher
die Oberfläche des Druckzylinders anvisierbar ist. Mit der Peileinrichtung kann also
die zumindest eine Registermarke auf dem Umfang des Druckzylinders gesucht werden.
Da auch die Peileinrichtung in axialer Richtung des Druckzylinders verschiebbar ist,
können so die Registermarke gesucht und die Peileinrichtung darauf justiert werden.
Weiterhin ist vorgesehen, dass die Peileinrichtung mit dem Sensor gekoppelt und gemeinsam
verschiebbar ist. Wurde also die Peileinrichtung auf die Registermarke einjustiert,
nimmt der Sensor eine definierte Position relativ zu der ausgedruckten Registermarke
ein. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Peilbereich oder Betrachtungsfleck der Peilvorrichtung
und der Betrachtungsfleck des Sensors dieselbe axiale Position einnehmen. Mithilfe
dieser Peilvorrichtung ist es also möglich, einen Sensor auf die auszudruckende Registermarke
einzujustieren, ohne dass Makulatur entsteht. Zudem erfolgt diese Justage sehr schnell,
da kein Messvorgang zur Abstandsbestimmung notwendig ist.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Peileinrichtung ein
optisches Beobachtungssystem, mit welchem die Oberfläche des Druckzylinders durch
eine Person beobachtbar ist. Dies kann beispielsweise eine so genannte "Kimme-und-Korn-Anordnung"
sein. Dabei müssen einfach der tiefste Punkt der Kimme und höchste Punkt des Korns
bei Betrachtung übereinander gebracht werden. Nun hat der Beobachter einen Betrachtungswinkel
eingenommen, der orthogonal zur Drehachse des Druckzylinders liegt. Wenn nun auch
die Registermarke des Druckzylinders-gegebenenfalls nach einer axialen Verschiebung
- zu sehen ist, ist die Justage bereits erfolgt. Eine "Kimme-und-Korn-Anordnung" ist
eine sehr einfach gestaltete Ausführung. In ähnlicher Weise kann ein mechanischer
Zeiger genutzt werden. Ein weiteres Beobachtungssystem ist ein Fernrohr, das zusätzlich
ein Fadenkreuz umfassen kann. Ein Fernrohr ermöglicht oft einen besseren Kontrast
der betrachteten Fläche. Dies ist vorteilhaft, da die Peileinrichtung aufgrund der
oftmals beengten Platzverhältnisse etwas entfernt vom Druckzylinder angeordnet werden
muss. Ein Fadenkreuz ermöglicht zudem, genau auf die axiale Mitte der Registermarke
zu justieren.
[0010] In einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst die Peileinrichtung
eine Strahlungsquelle, mit welcher ein Lichtfleck auf der Oberfläche des Druckzylinders
erzeugbar ist. Die Strahlungsquelle kann ein Laser, beispielsweise ein handelsüblicher
Laserpointer, sein, der direkt die Zylinderoberfläche beleuchtet. Auch eine beliebige
Lampe kann vorgesehen sein, die mittels einer Fokussierungseinrichtung, wie etwa einer
Linse, einen fokussierten Lichtfleck auf die Zylinderoberfläche wirft. Mithilfe der
Verschiebeeinrichtung kann nun die Strahlungsquelle verschoben werden, bis die axiale
Position des Lichtflecks mit der Position der Registermarke des Druckzylinders übereinstimmt.
Damit ist auch der Sensor automatisch richtig positioniert.
[0011] In weiterer Ausgestaltung kann die Peileinrichtung einen Strahlungsdetektor umfassen,
mit welchem die von der Oberfläche des Druckzylinders reflektierte Strahlung detektierbar
ist. Damit kann ein Regelkreis aufgebaut werden, bei dem ein Motor zum Antrieb der
Verschiebeeinrichtung solange angesteuert wird, bis die richtige axiale Position gefunden
wurde.
[0012] In einer anderen, vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Peileinrichtung eine
Schwenkeinrichtung, mit welcher der Sensor schwenkbar und/oder ein Spiegelsystem,
beispielsweise ein einfacher Spiegel, in den Strahlengang des Sensors einschwenkbar
ist. Der Sensor, der eine Strahlungsquelle und einen Detektor umfasst und der im Druckbetrieb
den Bedruckstoff abtastet, kann durch diese Maßnahme die Oberfläche des Druckzylinders
abtasten. Nach erfolgter axialer Positionierung, die notwendigerweise vor dem Druckbetrieb
erfolgt, kann der Sensor wieder auf den Bedruckstoff einjustiert werden. Eine solche
Einrichtung ist mechanisch sehr einfach aufgebaut. Auch mit dem Sensor kann man das
von der Oberfläche des Druckzylinders reflektierte Licht messen. Es kann hierdurch
ebenfalls ein Regelkreis zur Positionierung aufgebaut werden.
[0013] Vorstehend wurden verschiedene vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung erläutert.
Auch Kombinationen von Merkmalen dieser Ausführungsformen sind denkbar und fallen
unter den Gedanken der vorliegenden Erfindung.
[0014] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich aus den Figuren und der gegenständlichen
Beschreibung.
[0015] Die einzelnen Figuren zeigen:
- Fig. 1
- Seitenansicht eines Druckwerks einer Tiefdruckmaschine des Standes der Technik
- Fig. 2
- Seitenansicht eines Druckwerks einer Tiefdruckmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung
- Fig. 3
- Ansicht III-II aus Fig. 2
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht eines Druckwerks
- Fig. 5
- Detailansicht einer Peileinrichtung
- Fig. 6
- Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung
- Fig. 7
- eine weitere Ansicht des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 6
- Fig. 8
- Vergrößerte Darstellung der Kimme- und-Korn-Anordnung aus Figur 7
[0016] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Druckwerks 1 des Standes der Technik. Wesentliche
Bestandteile sind der Druckzylinder 2, der im Bereich des Tiefdrucks auch als Formzylinder
bezeichnet wird, und der Presseur 3, über den die Bedruckstoffbahn 4 geführt wird.
Der Presseur 3 ist verschiebbar im Maschinengestell 5 gelagert, so dass er an den
Druckzylinder 2 angestellt werden kann. Ein Sensor 6 ist ebenfalls vorgesehen, mit
welchem die ausgedruckten Registermarken 7 (siehe Figuren 3 bis 5) detektierbar sind.
Der Sensor 6 ist auf einem Schlitten 8 (deutlich in der Figur 2 zu erkennen) befestigt,
welcher entlang einer Traverse 9 verschiebbar ist. Diese Traverse 9 kann im Maschinengestell
befestigt sein, was in den Figuren nicht näher gezeigt ist. Zu erwähnen ist noch die
Leitwalze 10, mit welcher die Bedruckstoffbahn in Richtung des Trockners 11 geführt
wird. Die Laufrichtung der Bedruckstoffbahn wird durch den Pfeil 12 angegeben.
[0017] Die Figur 2 zeigt nun die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Rotationsdruckmaschine.
Im Vergleich zur Druckmaschine gemäß Figur 1 sind der Sensor 6, der Schlitten 8 und
die Traverse 9 weiter unten angeordnet, vorzugsweise im Bereich der Leitwalze 10,
die für den Sensor 6 ein Gegendruckelement darstellt. Eine Anordnung des Sensors 6
im Bereich der Leitwalze 10 hat den Vorteil, dass hier die Bahn ruhig, d. h. ohne
Flattern, geführt ist. An dem Schlitten 8, der den Sensor 6 trägt, ist ein Haltearm
13 befestigt, der ein eine Peileinrichtung darstellendes Fernrohr 14 trägt. Der Pfeil
15 verdeutlicht die Blickrichtung des Fernrohrs, welche auf den Druckzylinder 2 zeigt.
Der Pfeil 16 gibt die Detektionsrichtung des Sensors 6 an.
[0018] Die Figur 3 zeigt, dass die Blickrichtung 15 des Fernrohrs und die Detektionsrichtung
16 des Sensors in gleicher axialer Position des Druckzylinders 2 liegen. Die axiale
Richtung des Druckzylinders 2 ist durch den Pfeil 17 angegeben. Nochmals ist gezeigt,
dass die Blickrichtung des Fernrohrs 14 auf die Oberfläche des Druckzylinders 2 gezeigt.
Zudem ist zu erkennen, dass der Druckzylinder 2 eine Registermarke 18 trägt. In dieser
Darstellung ist der Sensor 6 noch nicht auf die ausgedruckte Registermarke 7 ausgerichtet.
Eine Verschiebung des Sensors 6 entlang der Traverse 9 steht noch aus.
[0019] Die Figur 4 ist eine perspektivische Darstellung der in der Figur 3 gezeigten Situation,
jedoch nach der Positionierung des Fernrohrs 14 auf die Registermarke 18 des Druckzylinders
2 und damit des Sensors 6 auf die gedruckte Registermarke 7. Der Doppelpfeil 19 gibt
die Verschiebemöglichkeit des Schlittens 8 (in der Figur 4 nicht dargestellt) an.
[0020] Die Figur 5 zeigt eine Ausführungsvariante der Erfindung. Hier ist der Traverse eine
Positionsskala 20 und dem Sensor 6 oder dem nicht gezeigten Schlitten 8 ein Zeiger
21 zugeordnet. In diesem Fall kann nach der Positionierung des Fernrohrs 14 und des
Sensor 6 der Positionswert abgelesen werden. Bei allen weiteren Druck- oder Farbwerken,
die gleichartig ausgestaltet sind, kann nun die Positionierung anhand des Positionswertes
erfolgen. Der Zeiger 21 eines weiteren Farb- oder Druckwerks braucht nun lediglich
auf denselben Positionswert eingestellt zu werden. Diese Vorgehensweise bei der Positionierung
ist nicht auf die Ausführungsform mit einem Fernrohr beschränkt. Sie kann mit allen
in dieser Anmeldung offenbarten Ausführungsformen kombiniert werden.
[0021] Die Figuren 6 und 7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei der
das Fernrohr (siehe Figuren 2 bis 5) durch eine "Kimme-und-Korn-Anordnung" 22 ersetzt
wurde. Die Figur 8 zeigt eine Vergrößerung dieses Bauteils. Diese umfasst ein passend
abgekantetes und sehr stabiles Blech (auch andere Materialien sind denkbar), welches
an dem Haltearm 13 befestigt ist. Eine obere Fläche 23 umfasst eine Öffnung 24, in
die mittig eine Spitze 25 hineinragt. In die untere Fläche 26 ist ebenfalls mittig
eine spitzenförmige Vertiefung 27 eingebracht. Schaut der Beobachter so durch die
Öffnung 24 hindurch, dass die Spitze 25 und der tiefste Punkt der Vertiefung 27 auf
einer vertikalen Linie liegen, so schaut er direkt in eine Richtung, die orthogonal
zur axialen Richtung des Druckzylinders verläuft. Nun kann er den Schlitten 8 und
damit die Anordnung 22 unter Beibehaltung der Blickrichtung so verschieben, dass er
über die Spitze 25 und die Vertiefung hinweg die Registermarke 18 des Druckzylinders
2 sieht. Wiederum ist anschließend der Sensor 6 auf die ausgedruckte Registermarke
7 positioniert.
[0022] Merkmale der in dieser Anmeldung offenbarten Ausführungsformen und - beispiele sind
beliebig kombinierbar. Die Beschreibung bestimmter Merkmalskombinationen stellt daher
keine Beschränkung dar. Weitere Kombinationen von Merkmalen, die nicht explizit beschrieben
sind, sind denkbar und daher von der vorliegenden Anmeldung umfasst.
| Bezugszeichenliste |
| 1 |
Druckwerk |
| 2 |
Druckzylinder |
| 3 |
Presseur |
| 4 |
Bedruckstoffbahn |
| 5 |
Maschinengestell |
| 6 |
Sensor |
| 7 |
Ausgedruckte Registermarke |
| 8 |
Schlitten |
| 9 |
Traverse |
| 10 |
Leitwalze |
| 11 |
Trockner |
| 12 |
Transportrichtung der Bedruckstoffbahn |
| 13 |
Haltearm |
| 14 |
Fernrohr |
| 15 |
Blickrichtung des Fernrohrs 14 |
| 16 |
Detektionsrichtung des Sensors 6 |
| 17 |
Axiale Richtung des Druckzylinders 2 |
| 18 |
Registermarke des Druckzylinders 2 |
| 19 |
Verschiebemöglichkeit des Schlittens 8 |
| 20 |
Positionsskala |
| 21 |
Zeiger |
| 22 |
Kimme-und-Korn-Anordnung |
| 23 |
Obere Fläche |
| 24 |
Öffnung |
| 25 |
Spitze |
| 26 |
Untere Fläche |
| 27 |
Vertiefung |
1. Rotationsdruckmaschine mit zumindest einem Farb- oder Druckwerk (25, 26),
- bei dem ein das Druckmotiv tragender Druckzylinder (2) auf einem Bedruckstoff (4)
abrollbar und damit Druckfarbe auf den Bedruckstoff übertragbar ist, wobei der Druckzylinder
zumindest eine Registermarke (18) trägt, die ebenfalls druckbar ist,
- bei dem ein Sensor (6) zur Bestimmung der Position der gedruckten Registermarken
(7) auf dem Bedruckstoff (4) vorgesehen ist, wobei der Sensor (6) durch eine Verschiebeeinrichtung
(8, 9) quer zum Bedruckstoff (4) verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Peileinrichtung (14, 22) vorgesehen ist, welche mit dem Sensor (6) gekoppelt
und gemeinsam verschiebbar ist und mit welcher die Oberfläche des Druckzylinders (2)
anvisierbar ist.
2. Rotationsdruckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Betrachtungsfleck des Sensors (6) und der Betrachtungsfleck der Peileinrichtung
(14, 22) dieselbe axiale Position relativ zum Druckzylinder (2) aufweisen.
3. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Peileinrichtung (14, 22) ein optisches Beobachtungssystem umfasst, mit welchem
die Oberfläche des Druckzylinders (2) durch eine Person beobachtbar ist.
4. Rotationsdruckmaschine nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das optische Beobachtungssystem ein Fernrohr (14) umfasst, welches ein Fadenkreuz
mit Längenskalen umfasst.
5. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Peileinrichtung (14, 22) eine Strahlungsquelle umfasst, mit welcher ein Strahlungsfleck
auf der Oberfläche des Druckzylinders (2) erzeugbar ist.
6. Rotationsdruckmaschine nach dem vorstehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Peileinrichtung (14, 22) einen Strahlungsdetektor umfasst, mit welchem die von
der Oberfläche des Druckzylinders (2) reflektierte Strahlung detektierbar ist.
7. Rotationsdruckmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Peileinrichtung (14, 22) einen Schwenkmechanismus umfasst, mit welchem der Sensor
(6), der eine Strahlungsquelle und einen Detektor umfasst, schwenkbar ist und/oder
ein Spiegelsystem in den Strahlengang des Sensors (6) einschwenkbar ist, so dass der
Lichtfleck des Sensors (6) auf die Oberfläche des Druckzylinders (2) trifft.
8. Verfahren zum Positionieren eines Sensors (6) zur Bestimmung der Position von gedruckten
Registermarken (7) in einer Rotationsdruckmaschine mit zumindest einem Farb- oder
Druckwerk (25, 26), bei der ein das Druckmotiv tragende Druckzylinder (2) auf einem
Bedruckstoff (4) abrollbar und damit Druckfarbe auf den Bedruckstoff (4) übertragbar
ist, wobei der Druckzylinder (2) Registermarken trägt, die ebenfalls ausdruckbar sind,
wobei der Sensor (6) durch eine Verschiebeeinrichtung quer zum Bedruckstoff (4) verschoben
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels einer Peileinrichtung, welche mit dem Sensor (6) gekoppelt ist und im Bedarfsfall
gemeinsam verschoben wird, die Oberfläche des Druckzylinders (2) anvisiert wird.
1. Rotary printing press having at least one inking or printing unit (25, 26),
- in which an impression cylinder (2) carrying the printing motif can be rolled on
a printing material (4) and therefore printing ink can be transferred to the printing
material, the impression cylinder bearing at least one register mark (18), which is
likewise printable,
- in which a sensor (6) for determining the position of the printed register marks
(7) on the printing material (4) is provided, the sensor (6) being displaceable transversely
with respect to the printing material (4) by a displacement device (8, 9),
characterized in that
a direction finding device (14, 22) is provided, which is coupled to the sensor (6)
and is jointly displaceable and with which the surface of the impression cylinder
(2) can be sighted.
2. Rotary printing press according to Claim 1,
characterised in that
the viewing spot of the sensor (6) and the viewing spot of the direction finding device
(14, 22) have the same axial position relative to the impression cylinder (2).
3. Rotary printing press according to one of the preceding claims,
characterized in that
the direction finding device (14, 22) comprises an optical observation system with
which the surface of the impression cylinder (2) can be observed by a person.
4. Rotary printing press according to the preceding claim,
characterized in that
the optical observation system comprises a telescope (14) which comprises crosshairs
with length scales.
5. Rotary printing press according to one of the preceding claims,
characterized in that
the direction finding device (14, 22) comprises a radiation source, with which a spot
of radiation can be generated on the surface of the impression cylinder (2).
6. Rotary printing press according to the preceding claim,
characterized in that
the direction finding device (14, 22) comprises a radiation detector, with which the
radiation reflected from the surface of the impression cylinder (2) can be detected.
7. Rotary printing press according to one of the preceding claims,
characterized in that
the direction finding device (14, 22) comprises a pivoting mechanism, with which the
sensor (6), which comprises a radiation source and a detector, can be pivoted and/or
a mirror system can be pivoted into the beam path of the sensor (6), so that the spot
of light from the sensor (6) strikes the surface of the impression cylinder (2).
8. Method for positioning a sensor (6) for determining the position of printed register
marks (7) in a rotary printing press having at least one inking or printing unit (25,
26), in which an impression cylinder (2) bearing the printing motif can be rolled
on a printing material (4) and therefore printing ink can be transferred to the printing
material (4), the impression cylinder (2) bearing register marks which can likewise
be printed,
the sensor (6) being displaced transversely with respect to the printing material
by a displacement device,
characterized in that
by means of a direction finding device, which is coupled to the sensor (6) and can
be displaced jointly if necessary, the surface of the impression cylinder (2) is sighted.
1. Presse rotative dotée d'au moins un dispositif encreur ou d'impression (25, 26) ;
- dans laquelle un rouleau d'impression (2) supportant le motif d'impression peut
être déroulé sur une matière à imprimer (4) et ainsi transmettre une couleur d'impression
sur la matière à imprimer, le rouleau d'impression comportant au moins une marque
de repérage (18) pouvant également être imprimée ;
- dans laquelle un capteur (6) est prévu pour déterminer la position des marques de
repérage (7) imprimées sur la matière à imprimer (4), le capteur (6) pouvant être
coulissé transversalement à la manière à imprimer (4) par le biais d'un dispositif
de coulissement (8, 9) ;
caractérisée en ce que :
un dispositif radiogoniométrique (14, 22) est prévu, ledit dispositif étant couplé
au capteur (6) et pouvant être coulissé conjointement et la surface du rouleau d'impression
(2) pouvant être visé avec lui.
2. Presse rotative selon la revendication 1, caractérisée en ce que la tache d'observation du capteur (6) et la tache d'observation du dispositif radiogoniométrique
(14, 22) comportent la même position axiale par rapport au rouleau d'impression (2).
3. Presse rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif radiogoniométrique (14, 22) comprend un système d'observation optique
au travers duquel la surface du rouleau d'impression (2) peut être observée par une
personne.
4. Presse rotative selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le système d'observation optique comprend une longue-vue (14) avec un collimateur
avec des échelles de longueur.
5. Presse rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif radiogoniométrique (14, 22) comprend une source de rayonnement à l'aide
de laquelle une tache de rayonnement peut être produit sur la surface du rouleau d'impression
(2).
6. Presse rotative selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le dispositif radiogoniométrique (14, 22) comprend un détecteur de rayonnement à
l'aide duquel le rayonnement réfléchi par la surface du rouleau d'impression (2) peut
être détectée.
7. Presse rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif radiogoniométrique (14, 22) comprend un mécanisme de pivotement à l'aide
duquel le capteur (6), comprenant une source de rayonnement et un détecteur, peut
pivoter et/ou un système de miroirs dans lequel le trajet de rayonnement du capteur
(6) peut pivoter vers l'intérieur, de sorte que la tache de lumière du capteur (6)
rencontre la surface du rouleau d'impression (2).
8. Procédé de positionnement d'un capteur (6) pour déterminer la position de marques
de repérage (7) imprimées dans une presse rotative dotée d'au moins un dispositif
encreur ou d'impression (25, 26), dans lequel un rouleau d'impression (2) supportant
le motif d'impression peut être déroulé sur une manière à imprimer (4) et ainsi transmettre
une couleur d'impression sur la matière à imprimer (4), le rouleau d'impression (2)
comportant des marques de repérage pouvant également être imprimée ;
le capteur (6) pouvant être coulissé transversalement à la manière à imprimer (4)
par le biais d'un dispositif de coulissement ;
caractérisé en ce que :
la surface du rouleau d'impression (2) peut être visée à l'aide d'un dispositif radiogoniométrique
couplé au capteur (6) et peut si nécessaire être coulissée conjointement.
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