[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Transport- und Lagerbehälter mit einem rechteckigen
Boden, mit vier Seitenwänden, von denen mindestens eine insgesamt verschwenkbar oder
mit wenigstens einem verschwenkbaren Wandteil ausgebildet ist, und mit mindestens
einer verstellbaren Riegeleinrichtung, wobei bei in Verriegelungsstellung befindlicher
Riegeleinrichtung diese die mindestens eine verschwenkbare Seitenwand in deren aufgerichteter
Nutzstellung in lösbarem Eingriff mit benachbarten Seitenwänden oder den wenigstens
einen verschwenkbaren Wandteil in seiner Schließstellung in lösbarem Eingriff mit
der übrigen Seitenwand hält, wobei bei in Entriegelungsstellung befindlicher Riegeleinrichtung
die mindestens eine verschwenkbare Seitenwand außer Eingriff mit den anderen Seitenwänden
oder der wenigstens eine verschwenkbare Wandteil außer Eingriff mit der übrigen Seitenwand
ist, wobei der Riegeleinrichtung ein Betätigungselement zu einer Verstellung der Riegeleinrichtung
zugeordnet ist und wobei zumindest die mit der Riegeleinrichtung ausgestattete Seitenwand
eine Grifföffnung mit einem diese nach oben begrenzenden, manuell erfassbaren Griffelement
aufweist.
[0002] Ein Transport- und Lagerbehälter der vorstehend angegebenen Art ist aus
DE 20 2009 007 608 U1 bekannt. Diese Schrift zeigt einen Transport- und/oder Lagerbehälter mit Boden und
einklappbaren Seitenwänden und mit Riegeln. Die Riegel weisen eine gemeinsame geometrische
Achse auf und sind zum Erreichen der Entriegelungsstellung rotativ um die geometrische
Achse bewegbar. Vorzugsweise sind die Riegel an einer gemeinsamen körperlichen Riegelachse
angeordnet und die Entriegelungsstellung ist mittels Drehens oder Verschwenkens der
Riegelachse erreichbar. Weiter ist an der Riegelachse ein Betätigungselement angeordnet
und die Riegelachse ist mittels Verschwenken des Betätigungselementes dreh- oder verschwenkbar.
Vorzugsweise verläuft die Riegelachse oberhalb der Grifföffnung parallel zur Seitenwandoberkante
und das Betätigungselement ist ein mit der Riegelachse verbundener Flügel. Der Flügel
liegt in seiner Grundstellung, die der Verriegelungsstellung der Riegel entspricht,
in der Seitenwand. Oberhalb der Grifföffnung verläuft das hier mit der übrigen Seitenwand
einstückige Griffelement. Zum Entriegeln der Riegel ist der Flügel aus der Wand heraus
zu verschwenken, zum Beispiel mittels Daumen oder Finger der Hand einer den Behälter
handhabenden Person.
[0003] Als nachteilig wird bei diesem bekannten Behälter angesehen, dass die manuelle Betätigung
der Betätigungselemente der Riegel relativ umständlich ist, was die Handhabung des
Behälters beim Einklappen seiner Seitenwände erschwert.
[0004] Die
EP 2 036 825 A1 zeigt ebenfalls einen Behälter mit einklappbaren Seitenwänden und einer Verriegelung
für diese. Die Verriegelung weist Riegel auf, die um ihre Achse verdrehbar sind, indem
pro Riegel ein zugeordneter Hebel als Betätigungselement verschwenkt wird. Die Hebel
sind nahe der Oberkante der Seitenwand in dieser angeordnet und seitwärts von der
jeweiligen Grifföffnung versetzt.
[0005] Damit ergibt sich auch hier, wie bei dem Gegenstand der zuerst genannten Schrift
zum Stand der Technik, eine umständliche Handhabung insbesondere beim Entriegeln der
Verriegelung. Bei diesem bekannten Behälter ist außerdem als nachteilig anzusehen,
dass die Hebel durch ihre Lage bei der Verwendung des Behälters mit oft rauer Behandlung
einer erhöhten Beschädigungsgefahr ausgesetzt sind.
[0006] Schließlich zeigt die
WO 00/68099 A1 einen weiteren Behälter mit einklappbaren Seitenwänden und einer Verriegelung. Die
Verriegelung besteht hier aus Riegeln, die zum Entriegeln axial verschiebbar oder
um sich selbst drehbar sind. Zum Verschieben der Riegel wird auf eine Betätigungsfläche
der Riegel eine in einer Richtung senkrecht zur Seitenwandebene gerichtete Kraft ausgeübt.
Zum Verdrehen der drehbaren Riegel wird ein Drehknopf vorgeschlagen.
[0007] Auch bei diesem bekannten Behälter ist die Betätigung der Riegel in Entriegelungsrichtung
relativ umständlich, was auch hier zu einer erschwerten Handhabung des Behälters beim
Einklappen der Seitenwände führt.
[0008] Für die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen Transport- und
Lagerbehälter der eingangs genannten Art zu schaffen, der die vorstehend dargelegten
Nachteile vermeidet und bei dem insbesondere eine verbesserte Handhabung, besonders
im Zusammenhang mit dem Einklappen der klappbaren Seitenwand oder Seitenwände, in
Verbindung mit einer dauerhaft zuverlässigen Funktion der Riegeleinrichtung erzielt
wird.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Transport- und Lagerbehälter
der eingangs genannten Art, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das Griffelement
in der zugehörigen Seitenwand um seine parallel zur Oberkante der Seitenwand verlaufende
Längsachse als Drehachse drehbar gelagert ist und das Betätigungselement zur Verstellung
der Riegeleinrichtung bildet, wobei durch Verdrehen des Griffelementes um seine Längs-
und Drehachse die Riegeleinrichtung zumindest aus ihrer Verriegelungsstellung in ihre
Entriegelungsstellung verstellbar ist.
[0010] Vorteilhaft wird mit der Erfindung erreicht, dass das Griffelement neben seiner Funktion
als Griff zum Anheben und Tragen des Behälters eine weitere Funktion erhält, nämlich
die des Betätigungselementes zum Verstellen der Riegeleinrichtung. Durch die Verdrehbarkeit
des Griffelementes als Betätigungselement wird eine besonders einfache und ergonomisch
günstige Handhabung des Behälters erzielt, was ein besonders einfaches und schnelles
Einklappen der Seitenwände des Behälters erlaubt. Es genügt nun, dass eine Bedienungsperson,
die den Behälter an den Griffelementen ergriffen hat, die Griffelemente verdreht,
um die Riegeleinrichtung in Entriegelungsstellung zu bringen. Zusätzliche, außerhalb
des Griffelementes und der Grifföffnung liegende Betätigungselemente, wie Hebel oder
Flügel oder Drehknöpfe oder dergleichen, werden bei dem erfindungsgemäßen Behälter
nicht mehr benötigt. Somit gibt es an dem erfindungsgemäßen Behälter auch keine Hebel
oder Flügel oder Drehknöpfe oder dergleichen Teile, die im Einsatz des Behälters beschädigt
werden können. Daraus ergeben sich eine gute Haltbarkeit und hohe Belastbarkeit des
Behälters.
[0011] Die in Längsrichtung des Griffelementes verlaufende Drehachse des Griffelementes
kann dabei konzentrisch zur Längsmittelachse des Griffelementes durch dieses verlaufen.
Alternativ kann die Drehachse des Griffelementes auch exzentrisch zur Längsmittelachse
des Griffelementes durch dieses verlaufen.
[0012] Bevorzugt ist weiter vorgesehen, dass die Riegeleinrichtung zwei sich von dem Griffelement
in dessen Längsrichtung entgegengesetzt weg erstreckende Riegel aufweist. In dieser
Ausgestaltung wird mit der geringst möglichen Zahl von Riegeln eine gleichzeitig zuverlässige
Verriegelungsfunktion der Riegeleinrichtung erzielt. Die Riegel können dabei jeweils
mit ihrem äußeren Ende seitwärts über die zugehörige, sie tragende Seitenwand vorstehen
oder bündig mit der Seitenkante der Seitenwand abschließen.
[0013] Weiter wird vorgeschlagen, dass die Riegel zu ihrer Verstellung zwischen Verriegelungsstellung
und Entriegelungsstellung um ihre Längsachse drehbar sind. Hierbei ist vorteilhaft,
dass eine Drehbewegung der Griffelemente einfach nur in eine Drehbewegung der Riegel
umgesetzt werden muss, was technisch wenig Aufwand erfordert. Das Verstellen der Riegel
zwischen Verriegelungsstellung und Entriegelungsstellung erfolgt hier also jeweils
durch eine Drehbewegung. Zweckmäßig weisen dabei die äußeren Riegelenden eine Form
und Kontur auf, die durch Verdrehen in und außer Eingriff mit einer damit zusammenwirkenden
weiteren Seitenwand oder einem damit zusammenwirkenden übrigen Wandteil bringbar sind.
[0014] Ein besonders geringer technischer Aufwand wird erforderlich, wenn, wie in weiterer
Ausgestaltung vorgesehen ist, die Drehachse des Griffelementes und die Drehachsen
der Riegel zusammenfallen. In dieser Ausgestaltung bilden die genannten Drehachsen
eine einzige durchgehende Achse, was eine technisch besonders einfache Gestaltung
erlaubt. Alternativ können die Drehachse des Griffelementes einerseits und die Drehachsen
der Riegel andererseits einen Höhenversatz relativ zueinander aufweisen und zur Übertragung
der Drehbewegung des Griffelementes auf die Riegel miteinander drehgekoppelt sein,
z.B. über Zahnradpaare.
[0015] Als weitere Alternative wird vorgeschlagen, dass jeder Riegel mindestens einen Nocken
aufweist, der bei Drehung des Riegels in Entriegelungsrichtung dessen äußeres Riegelende
quer zu seiner Längsrichtung auslenkt. Hier führt die Verdrehung der Riegel zusätzlich
zu einer Querauslenkung der Riegelenden; zweckmäßig weisen hier die äußeren Riegelenden
eine Form und Kontur auf, die durch die erwähnte Querauslenkung in und außer Eingriff
mit einer damit zusammenwirkenden weiteren Seitenwand oder einem damit zusammenwirkenden
übrigen Wandteil bringbar sind.
[0016] Weiter ist vorgesehen, dass die Riegel mit dem Griffelement einstückig ausgeführt
oder mit dem Griffelement verdrehfest verbundene Einzelteile sind. Eine einstückige
Ausführung von Griffelement und Riegeln erlaubt eine besonders einfache Fertigung
dieses Teils des Behälters, erfordert jedoch etwas mehr Aufwand bei der Gestaltung
der Seitenwand, an der das Griffelement mit den Riegeln gelagert wird. In der alternativen
Ausführung, bei der das Griffelement und die Riegel verdrehfest verbundene Einzelteile
sind, ist zwar etwas mehr Aufwand bei der Fertigung von Griffelement und Riegeln erforderlich,
jedoch erlaubt die Ausführung mit diesen mehreren Einzelteilen eine vereinfachte Anbringung
dieser Teile an der Seitenwand des Behälters.
[0017] Erfindungsgemäß wird weiterhin vorgeschlagen, dass die/jede Riegel aufweisende Seitenwand
beiderseits des Griffelementes Drehlager für das Griffelement und die Riegel aufweist.
Somit werden das Griffelement und die Riegel mehrfach gelagert, was eine hohe mechanische
Belastbarkeit gewährleistet und eine zuverlässige Drehfunktion von Griffelement und
Riegeln sicherstellt. Damit kann auch ein schwer beladener Behälter problemlos und
sicher an den drehbar gelagerten Griffelementen erfasst und angehoben werden, ohne
dass die Gefahr eines Ausreißens der Griffelemente besteht.
[0018] Bevorzugt sind die Drehlager nach außen offen außenseitig oder nach innen offen innenseitig
an die Seitenwand angeformt und durch mindestens eine auf die Seitenwand aufgesetzte
Abdeckplatte abgedeckt. Diese Ausgestaltung erlaubt eine einfache Fertigung der mit
Riegeln und Griffelement ausgestatteten Seitenwand, weil die Seitenwand mit zunächst
nach außen offenen Drehlagern hergestellt wird. In diesem offenen Zustand können die
Riegel und das Griffelement, entweder als einstückiges Teil oder als drei oder mehr
Einzelteile, in die Drehlager eingesetzt werden. Nach dem Anbringen der Abdeckplatte
oder Abdeckplatten sind die Drehlager verschlossen und das Griffelement sowie die
Riegel sind in den Drehlagern gesichert. Die Abdeckplatte wird auf geeignete Weise
ausreichend fest und sicher mit der Seitenwand verbunden, beispielsweise verschweißt,
verklebt, vernietet, verschraubt oder verrastet. Dabei kann die Abdeckplatte ein separates,
für sich gefertigtes Einzelteil sein oder auch mit der Seitenwand zusammen hergestellt
sein, wobei dann zweckmäßig eine gelenkige Verbindung zwischen der Abdeckplatte und
der Seitenwand besteht, z.B. ein Filmscharnier, um die Abdeckplatte aus einer hinsichtlich
der Drehlager offenen Position in eine die Drehlager nach außen verschließende Position
verschwenken zu können. Die Dimensionierung und Anzahl der Drehlager wird zweckentsprechend
ausgewählt und richtet sich insbesondere nach der zu erwartenden Belastung des Transport-
und Lagerbehälters bei seinem bestimmungsgemäßen Gebrauch.
[0019] Statt verdrehbar können die Riegel zu ihrer Verstellung zwischen Verriegelungsstellung
und Entriegelungsstellung auch in Richtung ihrer Längsachse verschiebbar sein und
mit dem Griffelement mechanisch so gekoppelt sein, dass ein Verdrehen des Griffelementes
ein, vorzugsweise einander entgegengesetztes, axiales Verschieben der Riegel bewirkt.
Auch in dieser Ausführung des erfindungsgemäßen Behälters bleibt die vorteilhafte
und ergonomisch günstige Handhabung mit den verdrehbaren Griffelementen als Riegelbetätigungselemente
erhalten; verändert wird lediglich die Wirkungsweise der Riegel.
[0020] In weiterer Ausgestaltung wird dazu vorgeschlagen, dass die mechanische Kopplung
zwischen dem Griffelement und den zugehörigen Riegeln durch mindestens eine Spindel
oder Exzenteranordnung gebildet ist. Mit diesen mechanischen Einrichtungen lässt sich
auf technisch einfach Art und Weise eine Drehbewegung des Griffelementes in eine axiale
Verschiebung der Riegel umsetzen.
[0021] Um die Handhabung des Transport- und Lagerbehälters weiter zu vereinfachen und um
ein selbsttätiges Einnehmen der Verriegelungsstellung der Riegeleinrichtung zu gewährleisten,
schlägt die Erfindung vor, dass das/jedes Griffelement mit einem in Verriegelungsdrehrichtung
wirkenden Drehmoment vorbelastet ist, wobei das Drehmoment vorzugsweise mittels wenigstens
einer Feder erzeugbar ist. Hiermit wird gewährleistet, dass das Griffelement bei Fehlen
einer äußeren Einwirkung stets seine Verriegelungsstellung einnimmt und beibehält.
Ein ungewolltes Entriegeln der Riegeleinrichtung ist somit sicher vermieden.
[0022] Weiter ist erfindungsgemäß noch vorgesehen, dass das/jedes Griffelement ein Mehrkomponentenspritzgussteil
mit einer Weichkunststoffoberfläche ist. Die Weichkunststoffoberfläche sorgt für eine
rutschsichere und handfreundliche Oberfläche des Griffelementes. Der Aufwand für den
Mehrkomponentenspritzguss wird dabei vorteilhaft niedrig gehalten, weil nicht eine
komplette Seitenwand in diesem Spritzgussverfahren hergestellt werden muss, sondern
nur das Griffelement für sich oder das Griffelement einschließlich der beiden zugehörigen
Riegel.
[0023] Die separate Fertigung des Griffelementes mit oder ohne Riegel erlaubt außerdem auf
einfache Art und Weise, das Griffelement aus einem anderen Material und/oder in einer
anderen Farbe als die übrige Seitenwand des Behälters herzustellen.
[0024] Vorteilhaft ist bei dem erfindungsgemäßen Behälter auch, dass unterhalb der Grifföffnung
keine Elemente der Riegeleinrichtung angeordnet werden müssen, so dass die Fläche
unterhalb der Grifföffnung vollständig für einen Etikettenhalter zur Anbringung von
Etiketten oder Begleitpapieren für im Behälter befindliche Gegenstände genutzt werden
kann. Dies ist insbesondere bei niedrigen Behältern von Vorteil.
[0025] Das Griffelement kann umlaufend geschlossen ausgeführt sein, wobei es dann zweckmäßig
aus zwei separat hergestellten und dann miteinander verbundenen, z.B. verschweißten
oder verklebten, Hälften gefertigt ist. Alternativ kann das Griffelement auch einseitig,
vorzugsweise nach oben hin, offen ausgeführt sein, wobei dann ein einstückiges Herstellen
möglich ist.
[0026] Im Hinblick auf eine möglichst einfache Handhabung des Transport- und Lagerbehälters
ist zweckmäßig die Verriegelungseinrichtung so ausgeführt, dass für das Aufrichten
der verschwenkbaren Seitenwand oder Seitenwände und das Herstellen des Verriegelungseingriffs
zwischen den Seitenwänden mittels der Riegeleinrichtung die Riegeleinrichtung nicht
aktiv betätigt werden muss, wie dies an sich von einschlägigen Transport- und Lagerbehältern
mit klappbaren Seitenwänden bekannt ist. Dies kann insbesondere durch eine federnde
Ausgestaltung der Riegel erreicht werden, so dass sie selbsttätig beim Aufrichten
der Seitenwand in ihre Verriegelungsposition gelangen, ohne dass dafür eine Bedienungsperson
die Griffelemente als Betätigungselemente verdrehen muss.
[0027] Die vorstehend beschriebenen Vorteile und Eigenschaften des Transport- und Lagerbehälters
kommen besonders gut zum Tragen, wenn der Transport- und Lagerbehälter ein Behälter
mit vier einklappbaren Seitenwänden und zwei Riegeleinrichtungen an zwei einander
gegenüberliegenden Seitenwänden oder ein Behälter mit drei starren Seitenwänden und
einer als oder mit Klappe ausgebildeten Seitenwand ist. Bei dem Transport- und Lagerbehälter
mit vier einklappbaren Seitenwänden erfolgt das Einklappen zweckmäßig nach innen,
um einen leeren Behälter möglichst platzsparend unterbringen und transportieren zu
können. Bei einem Behälter mit einer als oder mit Klappe ausgebildeten Seitenwand
ist die Klappe zweckmäßig nach außen verschwenkbar, um z.B. bei gestapelten Behältern
einen Zugriff zum Behälterinneren zu ermöglichen. Die vorstehend beschriebenen Vorteile
ergeben sich dabei unabhängig von der konkreten Ausführung des Behälters mit vier
klappbaren Seitenwänden oder nur einer verschwenkbaren Seitenwand oder Seitenwandklappe
in jedem Falle. Selbstverständlich kann der Behälter auch ein Behälter mit zwei oder
drei verschwenkbaren oder klappbaren Seitenwänden oder Seitenwandklappen sein. Auch
besteht die Möglichkeit, dass eine oder mehrere einklappbare Seitenwände in sich eine
oder mehrere Seitenwandklappen aufweisen.
[0028] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert.
Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Seitenwand eines Behälters in Außenansicht, mit Verriegelungseinrichtung und
Abdeckplatten,
- Figur 2
- die Verriegelungseinrichtung der Seitenwand aus Figur 1 als Einzelteil, ebenfalls
in Ansicht,
- Figur 3
- die Seitenwand mit Riegeleinrichtung in Ansicht von außen in einer zweiten Ausführung,
und
- Figur 4
- die Riegeleinrichtung der Seitenwand aus Figur 3 als Einzelteil, teils im Längsschnitt,
teils in Ansicht.
[0029] Figur 1 zeigt in einer Ansicht eine Seitenwand 10 eines Transport- und Lagerbehälters
1, der in der Zeichnung im Übrigen nicht dargestellt ist. Zur Bildung des vollständigen
Behälters 1 werden ein Boden sowie drei weitere Seitenwände über Scharniere 18, gelenkig
miteinander verbunden, wodurch sich dann hier ein Behälter 1 mit vier enklappbaren
Seitenwänden 10 ergibt, wie dies an sich bekannt ist.
[0030] Ein oberer Randbereich 11 der dargestellten Seitenwand 10 wird durch einen oberen
Randsteg 12 mit einer in aufgerichteter Stellung der Seitenwand 10 nach oben weisenden,
etwa horizontalen Oberfläche begrenzt.
[0031] Weiterhin liegt in der Seitenwand 10 in deren Längsrichtung gesehen mittig eine Grifföffnung
14 in Form einer Durchbrechung, welche nach oben hin durch ein Griffelement 41 begrenzt
wird. Bei einem Behälter 1 mit einer identisch ausgebildeten weiteren, gegenüberliegend
angeordneten Seitenwand 10 kann der Behälter 1 an den beiden Griffelementen 41 ergriffen
und angehoben werden.
[0032] Zur Arretierung der Seitenwände 10 des Behälters 1 in deren aufgerichteter Stellung
dient die Riegeleinrichtung 4, die an der in Figur 1 dargestellten Seitenwand 10 sowie,
bezogen auf den Behälter 1, an der identischen, gegenüberliegenden weiteren Seitenwand
10 ebenso vorgesehen ist. Die Verriegelung 4 besteht aus dem Griffelement 41, das
hier zugleich ein Betätigungselement 40 zum Betätigen der Riegeleinrichtung 4 bildet,
und aus zwei Riegeln 42. Die beiden Riegel 42 erstrecken sich in Längsrichtung des
Griffelements 41 gesehen in Axialrichtung entgegengesetzt von diesem weg. Sowohl das
Griffelement 41 als auch die beiden Riegel 42 sind in mehreren Drehlagern 43 gelagert,
so dass das Griffelement 41 und die Riegel 42 um ihre Längsachse verdrehbar sind.
Dabei sind die beiden Riegel 42 bei der Ausführung nach Figur 1 einstückig mit dem
Griffelement 41 ausgebildet. Zwei axial äußere Enden 42' der beiden Riegel 42 ragen
über Seitenkanten 15 der Seitenwand 10 vor und treten im verriegelten Zustand der
Riegeleinrichtung 4 mit je einer benachbarten, in Figur 1 nicht dargestellten weiteren
Seitenwand des Behälters 1 in Eingriff.
[0033] Zum Entriegeln der Riegeleinrichtung 4 wird das das Betätigungselement 40 bildende
Griffelement 41 von einer Bedienungsperson um einen ausreichenden Winkelbetrag um
sich selbst verdreht, wodurch sich über die beiden Riegel 42 auch deren äußere Riegelenden
42' verdrehen. Auf diese Weise können die Riegel 42 aus einer Verriegelungsstellung
in eine Entriegelungsstellung gebracht werden.
[0034] Bei dem Beispiel nach Figur 1 ist, wie erwähnt, aus dem Griffelement 41 und den beiden
Riegeln 42 ein einstückiges Bauteil gebildet. Um dieses aus Griffelement 41 und Riegeln
42 bestehende Teil mit der Seitenwand 10 verbinden zu können, ist diese mit zunächst
nach außen hin, das heißt an der dem Betrachter zugewandten Seite, offenen Drehlagern
43 gefertigt. Nach dem Einlegen von Griffelement 41 und Riegeln 42 in die offenen
Drehlager 43 werden letztere durch zwei Abdeckplatten 44 verschlossen. Die Abdeckplatten
44 sind oben in Figur 1 jeweils in Ansicht auf die Seite dargestellt, die im mit der
Seitenwand 10 verbundenen Zustand den Riegeln 42 zugewandt ist. Die Abdeckplatten
44 werden beispielsweise mit der übrigen Seitenwand 10 verschweißt oder verklebt oder
vernietet oder verschraubt oder verrastet, wodurch die Drehlager 43 dann nach außen
abgedeckt sind. Das Griffelement 41 und der Riegel 42 sind dann nur noch um ihre Längsachse
drehbar, ansonsten aber relativ zu der Seitenwand 10 nicht mehr bewegbar. In diesem
Zustand der Seitenwand 10 mit daran angebrachten Abdeckplatten 44 kann der Behälter
1 auch in einem beladenen Zustand an den Griffelementen 41 erfasst und angehoben werden,
ohne dass die Gefahr besteht, dass das Griffelement 41 aus der Seitenwand 10 ausreißt.
[0035] Die zuvor erwähnten Drehlager 43 sind bei dem Beispiel nach Figur 1 in Rippen 16
ausgebildet, die über die dem Betrachter zugewandte Außenseite der Seitenwand 10 in
Vertikalrichtung über deren gesamte Höhe verlaufen. Damit sind für die Anbringung
bzw. Unterbringung der Drehlager 43 keine besonderen Teile an der Seitenwand 10 erforderlich.
[0036] In ihrem unteren Bereich besitzt die Seitenwand 10 schließlich noch mittig einen
Etikettenhalter 17, der zur Aufnahme eines Etiketts oder von Begleitpapieren zu in
dem Behälter 1 transportierten Gegenständen oder Waren dient.
[0037] Figur 2 zeigt die Riegeleinrichtung 4 aus Figur 1 für sich, ebenfalls in Ansicht.
Den zentralen Teil der Riegeleinrichtung 4 bildet das Griffelement 41, das gleichzeitig
das Betätigungselement 40 der Riegeleinrichtung 4 darstellt. Das Griffelement 41 bzw.
Betätigungselement 40 ist um seine Längsachse 45 verdrehbar.
[0038] Links und rechts schließen sich in Axialrichtung des Griffelements 41 gesehen die
beiden sich nach außen erstreckenden, einstückig mit dem Griffelement 41 ausgeführten
Riegel 42 an, die zusammen mit dem Griffelement 41 um ihre jeweiligen Längsachsen
45' verdrehbar sind. Dabei fallen die Längsachse 45 des Griffelementes 41 und die
Längsachsen 45' der Riegel 42 zusammen. Ganz außen ist an jedem Riegel 42 dessen äußeres
Riegelende 42' zum Verriegelungseingriff mit einer der in Figur 1 gezeigten Seitenwand
10 benachbarten weiteren Seitenwand eines Behälters sichtbar.
[0039] Figur 3 zeigt ein zweites Beispiel eines Transport- und Lagerbehälters 1 mit einer
hier dargestellten Seitenwand 10. Die Seitenwand 10 entspricht in ihrer äußeren Gestaltung
mit dem Randsteg 12 im oberen Randbereich 11, den Rippen 16, dem Etikettenhalter 17
und den unterseitigen Scharnieren 18 dem Beispiel aus Figur 1.
[0040] Unterschiedlich ist bei dem Beispiel nach Figur 3 die Ausgestaltung der Drehlager
43, des Griffelementes 41 und der Riegel 42. Im Beispiel nach Figur 3 ist das Griffelement
41 zunächst ein einzeln gefertigtes Bauteil, ebenso wie die beiden Riegel 42 zwei
einzeln gefertigte Teile sind. Die Drehlager 43 sind hier als spritztechnisch hergestellte
Durchbrechungen oder nachträglich angebrachte Bohrungen in den vertikalen Rippen 16
an der dem Betrachter zugewandten Außenseite der Seitenwand 10 ausgeführt. Bei der
Herstellung des Behälters 1 oder der Seitenwand 10 werden zunächst die beiden Riegel
42 in Längsrichtung entweder von der Grifföffnung 14 her oder entgegengesetzt von
außen her in die zugehörigen Drehlager 43 eingeschoben. Danach wird das Griffelement
41 montiert und dabei verdrehfest mit den beiden Riegeln 42 verbunden. Auf diese Weise
werden die in Figur 1 dargestellten und beschriebenen Abdeckplatten bei dem Beispiel
nach Figur 3 nicht benötigt.
[0041] Auch bei dem Beispiel nach Figur 3 ist durch die Anordnung mehrerer Drehlager 43
in den diversen Rippen 16 gewährleistet, dass der Behälter 1 auch in einem beladenen
Zustand an den Griffelementen 41 gefahrlos und ohne das Risiko eines Ausreißens angehoben
und getragen werden kann.
[0042] Zum Lösen der Riegeleinrichtung 4 aus ihrer Verriegelungsstellung wird auch hier
das Griffelement 41 als Betätigungselement 40 um sich selbst verdreht, wodurch sich
auch die damit verdrehfest verbundenen Riegel 42 um sich selbst drehen. Auf diese
Weise können die äußeren Riegelenden 42' aus einer Eingriffsstellung in eine Lösestellung
überführt werden. Damit die Riegeleinrichtung 4 selbsttätig ihre Verriegelungsposition
einnimmt und beibehält, kann das Griffelement 41 oder können die Riegel 42 mit einer
oder mehreren Einrichtungen zur Erzeugung eines Drehmoments in Verriegelungsrichtung
ausgestattet sein, beispielsweise eine im Inneren des Betätigungselementes 40 verdeckt
angeordnete Feder.
[0043] Figur 4 zeigt die Riegeleinrichtung 4 aus Figur 3 für sich allein, wobei hier das
Griffelement 41 als Betätigungselement 40 im Längsschnitt bzw. in Ansicht auf eine
erste Hälfte des Griffelements 41 gezeigt ist
[0044] Das Griffelement 41 ist im mittleren Teil der Figur 4 dargestellt und besteht zweckmäßig
aus zwei spiegelsymmetrischen Hälften, wobei in Figur 4 der Blick auf die offene Seite
der einen Hälfte fällt. In diesem offenen Zustand der ersten Hälfte des Griffelements
41 können die beiden Riegel 42 mit ihren dem Griffelement 41 zugewandten Endbereichen
in die erste Hälfte des Griffelements 41 in entsprechende Ausnehmungen eingelegt werden.
Nach Aufsetzen der zweiten Hälfte des Griffelements 41 und Verbinden der beiden Hälften
zu dem fertigen Griffelement 41 sind die beiden Riegel 42 durch Form- und/oder Kraftschluss
verdrehfest mit dem Griffelement 41 verbunden. Damit fallen auch hier im zusammengebauten
Zustand der Riegeleinrichtung 4 die Längsachse 45 des Griffelementes 41 und die Längsachsen
45' der Riegel 42 zusammen. Die Längsachsen 45, 45' bilden bei der Betätigung der
Riegeleinrichtung 4 gleichzeitig die Drehachsen, um die sich das Griffelement 41 und
die Riegel 42 verdrehen. Ganz links und ganz rechts in Figur 4 sind noch die beiden
äußeren Riegelenden 42' zum Eingriff mit der benachbarten Seitenwand sichtbar.
[0045] Das Verbinden der beiden Hälften des Griffelements 41 zu dem fertigen Griffelement
41 erfolgt, wie bei den oben beschriebenen Abdeckplatten 44, vorzugsweise durch Verschweißen
oder Verkleben oder Verschrauben oder Vernieten oder Verrasten.
Bezugszeichenliste:
| Zeichen |
Bezeichnung |
| 1 |
Transport- und Lagerbehälter |
| 10 |
erste Seitenwände |
| 11 |
oberer Randbereich |
| 12 |
Randsteg |
| 14 |
Grifföffnung |
| 15 |
Seitenkanten |
| 16 |
Rippen |
| 17 |
Etikettenhalter |
| 18 |
Scharniere |
| 4 |
Riegeleinrichtung |
| 40 |
Betätigungselement |
| 41 |
Griffelement |
| 42 |
Riegel |
| 42' |
äußeres Riegelende |
| 43 |
Drehlager |
| 44 |
Abdeckplatten |
| 45 |
Drehachse von 41 |
| 45' |
Drehachse von 42 |
1. Transport- und Lagerbehälter (1) mit einem rechteckigen Boden, mit vier Seitenwänden
(10), von denen mindestens eine insgesamt verschwenkbar oder mit wenigstens einem
verschwenkbaren Wandteil ausgebildet ist, und mit mindestens einer verstellbaren Riegeleinrichtung
(4), wobei bei in Verriegelungsstellung befindlicher Riegeleinrichtung (4) diese die
mindestens eine verschwenkbare Seitenwand (10) in deren aufgerichteter Nutzstellung
in lösbarem Eingriff mit benachbarten Seitenwänden (10) oder den wenigstens einen
verschwenkbaren Wandteil in seiner Schließstellung in lösbarem Eingriff mit der übrigen
Seitenwand (10) hält, wobei bei in Entriegelungsstellung befindlicher Riegeleinrichtung
(4) die mindestens eine verschwenkbare Seitenwand (10) außer Eingriff mit den anderen
Seitenwänden (10) oder der wenigstens eine verschwenkbare Wandteil außer Eingriff
mit der übrigen Seitenwand (10) ist, wobei der Riegeleinrichtung (4) ein Betätigungselement
(40) zu einer Verstellung der Riegeleinrichtung (4) zugeordnet ist und wobei zumindest
die mit der Riegeleinrichtung (4) ausgestattete Seitenwand (10) eine Grifföffnung
(14) mit einem diese nach oben begrenzenden, manuell erfassbaren Griffelement (41)
aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Griffelement (41) in der zugehörigen Seitenwand (10) um seine parallel zur Oberkante
der Seitenwand (10) verlaufende Längsachse (45) als Drehachse drehbar gelagert ist
und das Betätigungselement (40) zur Verstellung der Riegeleinrichtung (4) bildet,
wobei durch Verdrehen des Griffelementes (41) um seine Längs- und Drehachse (45) die
Riegeleinrichtung (4) zumindest aus ihrer Verriegelungsstellung in ihre Entriegelungsstellung
verstellbar ist.
2. Transport- und Lagerbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegeleinrichtung (4) zwei sich von dem Griffelement (41) in dessen Längsrichtung
(45) entgegengesetzt weg erstreckende Riegel (42) aufweist.
3. Transport- und Lagerbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegel (42) zu ihrer Verstellung zwischen Verriegelungsstellung und Entriegelungsstellung
um ihre Längsachse (45') als Drehachse drehbar sind.
4. Transport- und Lagerbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (45) des Griffelementes (41) und die Drehachsen (45') der Riegel (42)
zusammenfallen.
5. Transport- und Lagerbehälter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Riegel (42) mindestens einen Nocken aufweist, der bei Drehung des Riegels (42)
in Entriegelungsrichtung dessen äußeres Riegelende (42') quer zu seiner Längsrichtung
auslenkt.
6. Transport- und Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegel (42) mit dem Griffelement (41) einstückig ausgeführt oder mit dem Griffelement
(41) verdrehfest verbundene Einzelteile sind.
7. Transport- und Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die/jede Riegel (42) aufweisende Seitenwand (10) beiderseits des Griffelementes (41)
Drehlager (43) für das Griffelement (41) und die Riegel (42) aufweist.
8. Transport- und Lagerbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehlager (43) nach außen offen außenseitig oder nach innen offen innenseitig
an die Seitenwand (10) angeformt und durch mindestens eine auf die Seitenwand (10)
aufgesetzte Abdeckplatte (44) abgedeckt sind.
9. Transport- und Lagerbehälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegel (42) zu ihrer Verstellung zwischen Verriegelungsstellung und Entriegelungsstellung
in Richtung ihrer Längsachse (45') verschiebbar sind und mit dem Griffelement (41)
mechanisch so gekoppelt sind, dass ein Verdrehen des Griffelementes (41) ein, vorzugsweise
einander entgegengesetztes, axiales Verschieben der Riegel (42) bewirkt.
10. Transport- und Lagerbehälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Kopplung zwischen dem Griffelement (41) und den zugehörigen Riegeln
(42) durch mindestens eine Spindel- oder Exzenteranordnung gebildet ist.
11. Transport- und Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das/jedes Griffelement (41) mit einem in Verriegelungsdrehrichtung wirkenden Drehmoment
vorbelastet ist, wobei das Drehmoment vorzugsweise mittels wenigstens einer Feder
erzeugbar ist.
12. Transport- und Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das/jedes Griffelement (41) ein Mehrkomponentenspritzgussteil mit einer Weichkunststoffoberfläche
ist.
13. Transport- und Lagerbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Behälter (1) mit vier einklappbaren Seitenwänden (10) und zwei Riegeleinrichtungen
(4) an zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden (10) oder ein Behälter (1) mit
drei starren Seitenwänden und einer als Klappe ausgebildeten verschwenkbaren Seitenwand
(10) ist.
1. A transport and storage container (1) comprising a rectangular bottom, comprising
four side walls (10), at least one of which is embodied so as to be completely pivotable
or so as to comprise at least one pivotable wall part, and comprising at least one
adjustable locking device (4), wherein, when the locking device (4) is in the locked
position, the latter holds the at least one pivotable side wall (10) so as to be releasably
engaged with adjacent side walls (10) when it is in its upright use position, or holds
the at least one pivotable wall part, in its closed position, so as to be releasably
engaged with the remaining side wall (10), wherein the at least one pivotable side
wall (10) is disengaged from the other side walls (10) or the at least one pivotable
wall part is disengaged from the remaining side wall (10) when the locking device
(4) is in the unlocked position, wherein an actuating element (40) is assigned to
the locking device (4) for adjusting the locking device (4), and wherein at least
the side wall (10), which is equipped with the locking device (4), encompasses a handle
opening (14) comprising a handle element (41), which limits said handle opening (14)
at the top and which can be gripped manually,
characterized in
that the handle element (41) is supported in the corresponding side wall (10) so as to
be rotatable about its longitudinal axis (45) as axis of rotation, which axis runs
parallel to the upper edge of the side wall (10), and forms the actuating element
(40) for adjusting the locking device (4), wherein the locking device (4) can be adjusted
at least from its locked position into its unlocked position by rotating the handle
element (41) about its longitudinal axis and its axis of rotation (45).
2. The transport and storage container according to claim 1, characterized in that the locking device (4) encompasses two bolts (42), which extend away from the handle
element (41) opposite to the longitudinal direction (45) thereof.
3. The transport and storage container according to claim 2, characterized in that the bolts (42) can be rotated about their longitudinal axis (45') as axis of rotation
for adjusting them between locked position and unlocked position.
4. The transport and storage container according to claim 3, characterized in that the axis of rotation (45) of the handle element (41) and the axes of rotation (45')
of the bolts (42) coincide.
5. The transport and storage container according to claim 3 or 4, characterized in that each bolt (42) encompasses at least one cam, which, when rotating the bolt (42) in
unlocking direction, deflects the outer bolt end (42') of said bolt (42) at right
angles to its longitudinal direction.
6. The transport and storage container according to any one of claims 3 to 5, characterized in that the bolts (42) are formed integrally with the handle element (41) or are individual
parts, which are connected to the handle element (41) in a non-rotatable manner.
7. The transport and storage container according to any one of claims 3 to 6, characterized in that the/each side wall (10), which encompasses bolts (42), encompasses swivels (43) for
the handle element (41) and the bolts (42) on both sides of the handle element (41).
8. The transport and storage container according to claim 7, characterized in that the swivels (43) are integrally molded to the outside of the side wall (10) so as
to be open to the outside or are integrally molded to the inside of the side wall
(10) so as to be open to the inside, and are covered by means of at least one cover
plate (44), which is attached to the side wall (10).
9. The transport and storage container according to claim 2, characterized in that the bolts (42) can be displaced in the direction of the longitudinal axis (45') thereof
for adjusting them between locked position and unlocked position and that the bolts
(42) are mechanically coupled to the handle element (41) such that a rotation of the
handle element (41) causes an axial displacement of the bolts (42), preferably so
as to oppose one another.
10. The transport and storage container according to claim 9, characterized in that the mechanical coupling between the handle element (41) and the corresponding bolts
(42) is formed by means of at least one spindle or eccentric arrangement.
11. The transport and storage container according to any one of claims 1 to 10, characterized in that the/each handle element (41) is prestressed with a torque, which acts in the direction
of rotation for locking, wherein the torque can preferably be created by means of
at least one spring.
12. The transport and storage container according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the/each handle element (41) is a multi-component injection molding part comprising
a soft plastic surface.
13. The transport and storage container according to any one of claims 1 to 12, characterized in that it is a container (1) comprising four collapsible side walls (10) and two bolt devices
(4) at two opposite side walls (10) or is a container (1) comprising three fixed side
walls and a pivotable side wall (10), which is embodied as a flap.
1. Récipient de transport et de stockage (1) avec un fond rectangulaire, avec quatre
parois latérales (10) parmi lesquelles au moins une est réalisée de manière pivotante
dans son ensemble ou avec au moins une partie de paroi pivotante, et avec au moins
un dispositif de verrouillage réglable (4), dans lequel, en cas de dispositif de verrouillage
(4) se trouvant en position de verrouillage, celui-ci maintient l'au moins une paroi
latérale pivotante (10) dans sa position utile érigée en engagement amovible avec
des parois latérales voisines (10) ou l'au moins une partie de paroi pivotante dans
sa position fermée en engagement amovible avec la paroi latérale restante (10), dans
lequel, en cas de dispositif de verrouillage (4) se trouvant en position de déverrouillage,
l'au moins une paroi latérale pivotante (10) est hors d'engagement avec les autres
parois latérales (10) ou l'au moins une partie de paroi pivotante est hors d'engagement
avec la paroi latérale restante (10), dans lequel un élément d'actionnement (40) est
associé au dispositif de verrouillage (4) pour un déplacement du dispositif de verrouillage
(4) et dans lequel au moins la paroi latérale (10) équipée du dispositif de verrouillage
(4) présente une ouverture de saisie (14) avec un élément de saisie (41) limitant
celle-ci vers le haut, pouvant être saisi manuellement,
caractérisé en ce
que l'élément de saisie (41) est logé de manière rotative dans la paroi latérale associée
(10) autour de son axe longitudinal (45) s'étendant parallèlement à l'arête supérieure
de la paroi latérale (10) en tant qu'axe de rotation et forme l'élément d'actionnement
(40) pour le déplacement du dispositif de verrouillage (4), dans lequel le dispositif
de verrouillage (4) peut être déplacé au moins de sa position de verrouillage dans
sa position de déverrouillage par rotation de l'élément de saisie (41) autour de son
axe longitudinal et de rotation (45).
2. Récipient de transport et de stockage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de verrouillage (4) présente deux verrous (42) s'étendant à l'écart
de l'élément de saisie (41) à l'opposé de sa direction longitudinale (45).
3. Récipient de transport et de stockage selon la revendication 2, caractérisé en ce que les verrous (42) sont rotatifs autour de leur axe longitudinal (45') en tant qu'axe
de rotation pour leur déplacement entre position de verrouillage et position de déverrouillage.
4. Récipient de transport et de stockage selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'axe de rotation (45) de l'élément de saisie (41) et les axes de rotation (45')
des verrous (42) coïncident.
5. Récipient de transport et de stockage selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que chaque verrou (42) présente au moins une came qui dévie son extrémité de verrou extérieure
(42') de manière transversale à sa direction longitudinale lors de la rotation du
verrou (42) dans la direction de déverrouillage.
6. Récipient de transport et de stockage selon l'une quelconque des revendications 3
à 5, caractérisé en ce que les verrous (42) sont réalisés d'une pièce avec l'élément de saisie (41) ou sont
des pièces individuelles reliées de manière fixe en rotation à l'élément de saisie
(41).
7. Récipient de transport et de stockage selon l'une quelconque des revendications 3
à 6, caractérisé en ce que la/chaque paroi latérale (10) présentant des verrous (42) présente des deux côtés
de l'élément de saisie (41) des paliers de rotation (43) pour l'élément de saisie
(41) et les verrous (42).
8. Récipient de transport et de stockage selon la revendication 7, caractérisé en ce que les paliers de rotation (43) sont moulés sur la paroi latérale (10) sur le côté externe
de manière ouverte vers l'extérieur ou sur le côté interne de manière ouverte vers
l'intérieur et sont recouverts d'au moins une plaque de recouvrement (44) appliquée
sur la paroi latérale (10).
9. Récipient de transport et de stockage selon la revendication 2, caractérisé en ce que les verrous (42) sont coulissants en direction de leur axe longitudinal (45') pour
leur déplacement entre position de verrouillage et position de déverrouillage, et
sont raccordés mécaniquement à l'élément de saisie (41) de sorte qu'une rotation de
l'élément de saisie (41) entraîne un coulissement axial, de préférence opposé l'un
à l'autre des verrous (42).
10. Récipient de transport et de stockage selon la revendication 9, caractérisé en ce que le raccordement mécanique entre l'élément de saisie (41) et les verrous associés
(42) est formé d'au moins un agencement de broche et d'excentrique.
11. Récipient de transport et de stockage selon l'une quelconque des revendications 1
à 10, caractérisé en ce que le/chaque élément de saisie (41) est précontraint avec un couple de rotation agissant
dans le sens de rotation de verrouillage, dans lequel le couple de rotation peut de
préférence être généré au moyen d'au moins un ressort.
12. Récipient de transport et de stockage selon l'une quelconque des revendications 1
à 11, caractérisé en ce que le/chaque élément de saisie (41) est une pièce à composants multiples moulée par
injection avec une surface en plastique mou.
13. Récipient de transport et de stockage selon l'une quelconque des revendications 1
à 12, caractérisé en ce qu'il est un récipient (1) avec quatre parois latérales repliables (10) et deux dispositifs
de verrouillage sur deux parois latérales (10) opposées l'une à l'autre ou est un
récipient (1) avec trois parois latérales fixes et une paroi latérale pivotante (10)
réalisée en tant que clapet.