[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft zunächst ein Seitenschutzgitter, welches zumindest
ein Drahtgitter, das Längsstäbe und Querstäbe aufweist, und einen das Drahtgitter
berandenden Außenrahmen umfasst, wobei der Außenrahmen zumindest vier Rahmensegmente
aufweist, von denen sich je ein Rahmensegment entlang je einer Randseite des Drahtgitters
erstreckt, wobei an den Ecken des Drahtgitters je zwei Rahmensegmente miteinander
lösbar verbunden, vorzugsweise verschraubt, sind.
[0002] Nach dem Regelwerk DIN EN 12811-1 "Temporäre Konstruktion für Bauwerke" Teil 1 Arbeitsgerüste, bedeutet Seitenschutz, dass Arbeits- und Zugangsbereiche
durch einen Seitenschutz gesichert sein müssen. Das Regelwerk legt die Anforderungen
bezüglich der Abmessungen und Bemessung für Seitenschutz fest. Nach diesem Regelwerk
kann der Zwischenseitenschutz zwischen dem Geländerholm und dem sog. Bordbrett aus
einem Rahmen bestehen, dessen Oberkante den Geländerholm bildet. Zusätzlich legt das
Regelwerk DIN EN 13374 "Temporäre Seitenschutzsysteme - Produktfestlegungen und Prüfverfahren"
die Anforderungen und Prüfverfahren für temporäre Seitenschutzbauteile fest, die beim
Bau oder bei der Instandhaltung von Gebäuden oder sonstigen Baukonstruktionen angewendet
werden.
[0003] Seitenschutzgitter sind im Stand der Technik in einer Ausführung bekannt, bei welcher
ein Stahlgitter an den Gitterrändern mit einem ebenfalls aus Stahl hergestellten Außenrahmen
verschweißt ist. Je nach Ausführung besitzen diese bekannten Seitenschutzgitter entlang
ihres unteren Längsrandes daran angesetzt ein sog. Bordbrett aus Stahlblech, welches
verhindern soll, dass kleine Gegenstände wie bspw. Werkzeug hindurchrutschen und bspw.
von einem Bauwerk herabfallen können. Die bekannten Seitenschutzgitter müssen zum
Gebrauch, d.h. zur Errichtung eines Seitenschutzes bspw. an der Geschosskante eines
Rohbaues, vorzugsweise im Bereich ihrer Seitenränder mittels des Drahtgitters an Geländerpfosten,
die dazu bestimmte Haken aufweisen, eingehängt werden. Die Geländerpfosten ihrerseits
können mittels geeigneter Grundplatten bspw. an einer Betondecke verschraubt oder
festgeklemmt werden. Die bekannten Seitenschutzsysteme umfassen somit neben den Seitenschutzgittern
auch Geländerpfosten und Bodenplatten für diese, d.h. eine große Anzahl von Einzelteilen.
Bei den bekannten Seitenschutzsystemen beträgt der Pfostenabstand häufig 2,4 m und
die Länge der Seitenschutzgitter zwischen etwa 2,6 m und 2,7 m, so dass eine gewisse
Länge der Seitenschutzgitter in einem Überlappungsbereich immer ungenutzt bleibt.
Aufgrund der beschriebenen Bauweise aus Stahl resultieren daraus Gewichte der Seitenschutzgitter
im Bereich von 24 kg bis 32 kg. Insofern ist nachteilig, dass das Anbringen und der
Abbau der Seitenschutzgitter aufgrund dieses Gewichtes zumindest zwei Personen erfordert.
Selbst bei besonders leichter Stahlbauweise resultiert noch ein Gewicht von ca. 19
kg bis 20 kg je Seitenschutzgitter. Das Hantieren solcher Gewichte in der Nähe von
Absturzkanten erfordert zwei Personen und stellt so ein erhöhtes Gefahrenpotential
dar. Einschränkend kommt hinzu, dass z.B. in skandinavischen Ländern Gewichte, die
von einer Person mehrfach am Tag bewegt werden müssen, laut Arbeitsschutzgesetzen
auf 16 kg begrenzt wurden.
[0004] Seitenschutzgitter der eingangs genannten Art sind im Stand der Technik aus
GB 2268524 A bekannt. Des weiteren sind aus
FR 2493470 A1 Platten mit einem Schutz- und Verstärkungsrahmen bekannt, wobei die Platten entweder
gelocht, d. h. von einem Gitter oder dergleichen gebildet, oder voll ausgeführt sind.
[0005] Vor diesem erläuterten Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Seitenschutzgitter der eingangs genannten Art vorteilhaft weiterzubilden, so dass
insbesondere die vorgenannten Nachteile möglichst weitgehend vermieden werden können.
Insbesondere zielt die Aufgabe darauf, ein Seiten schutzgitter bereitzustellen, das
aufgrund seines verringerten Gewichts von nur einer Person gehandhabt werden kann
und die Anforderungen der gültigen Regelwerke erfüllt.
[0006] Diese Aufgabe wird zunächst durch den Gegenstand des Patentanspruches 1 gelöst, wobei
darauf abgestellt ist, dass die Rahmensegmente aus Aluminiumlegierung hergestellt
sind, dass an den Rahmensegmenten eine zumindest eine Hinterschneidung aufweisende
Längsnut ausgebildet ist, dass die randseitigen Längsstäbe und die randseitigen Querstäbe
des Drahtgitters an dem ihnen lagemäßig zugeordneten Rahmensegment in die Hinterschneidung
der Haltenut eingreifen, d.h. in ihrem Querschnitt ganz oder teilweise in der Hinterschneidung
angeordnet sind, dass die Rahmensegmente als Profilrohr ausgebildet sind und dass
die Längsnut von einer Wandung berandet wird, die sich von der Außenwand des Profilrohres
ausgehend U-profilartig in dessen Inneres hinein erstreckt. Zufolge der Herstellung
der Rahmensegmente aus Aluminiumlegierung kann der Außenrahmen im Vergleich zu herkömmlichen
Seitenschutzgittern ein geringeres Gewicht aufweisen, wobei ein Fachmann versteht,
dass anstelle von Aluminiumlegierung dazu gleichwertig auch andere Leichtmetalllegierungen
Verwendung finden könnten. Beispielsweise kann erfindungsgemäß ein Alu-Seitenschutzgitter
mit einer Länge von 3 m und einer Höhe von 1,25 m, bei welchem das Rahmenprofil im
Querschnitt Abmessungen von 48 mm x 35 mm besitzt, mit einem Eigengewicht von nur
ca. 16 kg bereitgestellt werden. Zufolge der im Vergleich zu Stahl geringeren Dichte
der Aluminiumlegierung können die Rahmensegmente im Vergleich zu bekannten Stahl-Seitenschutzgittern
einen vergleichsweise größeren Rahmenquerschnitt und als Hohlprofil eine geringere
Wandstärke aufweisen. Es wurde gefunden, dass so trotz insgesamt geringeren Rahmengewichts
durch den größeren Rahmenquerschnitt eine höhere Rahmenstabilität resultiert und,
wie noch nachstehend erläutert wird, auf Geländerpfosten verzichtet werden kann. Die
Erfindung sieht vor, dass das Drahtgitter an dem Rahmen nicht wie im Stand der Technik
zeitaufwändig und somit kostspielig angeschweißt wird. Stattdessen sieht die Erfindung
vor, dass das Drahtgitter an seinen Rändern formschlüssig in die Hinterschneidung
der Längsnuten, die insofern auch als Haltenuten zu bezeichnen sind, eingreift. Insbesondere
wenn das Gitter an allen vier Rädern bzw. Seiten, also entlang seines Randes umlaufend
in den hinterschnittenen Längsnuten formschlüssig gehalten ist, wird eine besonders
feste und sichere Verbindung zwischen Drahtgitter und Außenrahmen gewährleistet. Die
Drahtgitter können Längs- und Querstäbe bspw. aus Stahl (insbesondere aus verzinktem
Stahl) oder aus anderen Materialien (denkbar wäre auch hier Leichtmetall wie bspw.
Aluminiumlegierung aufweisen. Der randseitig formschlüssige Eingriff ermöglicht, dass
auch Drahtgitter mit vergleichsweise geringer Drahtstärke eingesetzt werden können,
so dass bei einem solchen Drahtgitter auch von einem Drahtnetz gesprochen werden kann.
Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass der Außenrahmen des erfindungsgemäßen
Seitenschutzgitters bei Bedarf, bspw. zur Reparatur, zerlegt und bspw. das Drahtgitter
entnommen und ersetzt werden kann. Eine bevorzugte Montage kann so erfolgen, dass
die Rahmensegmente mit ihrer hinterschnittenen Längsnut auf die randseitigen Längs-
bzw. Querstäbe des Drahtgitters in ihrer jeweiligen Längsrichtung aufgeschoben und
die Rahmensegmente dann an ihren eckseitigen Berührzonen miteinander verschraubt werden.
Die Erfindung ermöglicht es somit in Verbindung mit den leichten, eine hinterschnittene
Längsnut aufweisenden Rahmensegmenten, den Gewichtsvorteil des Leichtmetalls bzw.
der Aluminiumlegierung zu nutzen und trotzdem eine einfache, lösbare und sichere Verbindung
zwischen dem Rahmen und dem Drahtgitter bzw. Drahtnetz zu gewährleisten. Das Drahtgitter
bzw. Drahtnetz kann vorzugsweise aus einer einheitlichen, statisch optimierten Drahtstärke
für die Längs- und die Querstäbe, die bevorzugt an ihren Kreuzungspunkten miteinander
verschweißt sein können, bestehen. Erfindungsgemäß ist die Möglichkeit gegeben, den
Außenrahmen bzw. die Rahmensegmente, vorzugsweise aus Aluminiumlegierung, ausreichend
steif zu bemessen, um die auf den Seitenschutz einwirkenden Kräfte aus dem Drahtgitter
bzw. Drahtnetz aufzunehmen und ohne Geländerpfosten direkt in noch nachstehend erläuterte
Bodenhalterungen, in welche sich die Seitenschutzgitter einstecken lassen, abzuleiten.
In einem erfindungsgemäßen Seitenschutzsystem, welches die erfindungsgemäßen Seitenschutzgitter
aufweist, kann daher auf Geländerpfosten verzichtet und somit gegenüber einem aus
dem Stand der Technik bekannten Seitenschutzsystem, welches Geländerpfosten aufweist,
eine weitere Vereinfachung erzielt werden.
[0007] Bei einem erfindungsgemäßen Seitenschutzgitter ist vorgesehen, dass die Rahmensegmente
als Profilrohr ausgebildet sind und dass die besagte Längsnut von einer Wandung berandet
wird, die sich von der Außenwand des Profilrohres ausgehend U-profilartig in dessen
Inneres hinein erstreckt. Ein Profilrohr bietet gegenüber einem Vollprofil den Vorteil,
dass sich bei vergleichsweise geringem Gewicht große Querschnittsabmessungen und dadurch
eine hohe Steifigkeit erreichen lässt. Die Rahmensegmente bzw. Profilrohre werden
bei der Montage des Seitenschutzgitters so ausgerichtet, dass die jeweilige Längsnut
zum Rahmeninneren, d.h. zum Drahtgitter hin weist. Auch ist bevorzugt, dass bezüglich
eines zu der Längsrichtung des Profilrohres senkrechten Bezugsquerschnitts die Nutmündung
in der Außenwand des Profilrohres einseitig an eine zu dem Bezugsquerschnitt senkrechte
Mittelebene des Profilrohres angrenzt und sich die Hinterschneidung auf die bzgl.
der Nutmündung andere Seite der Mittelebene erstreckt. Ein derartiges Profilrohr kann
wahlweise in zwei unterschiedlichen Drehlagen mit jeweils zum Drahtgitter hinweisender
Längsnut in den Rahmen integriert werden, wobei sich die Hinterschneidung, abhängig
von der Drehlage, auf unterschiedlichen Seiten der Mittelebene des Rahmens befinden
kann. Bevorzugt ist ein Aufbau des Außenrahmens, bei welchem alle Rahmensegmente aus
gleichartigem Profilrohr hergestellt sind, wobei sich die Hinterschneidung der Längsnut
an Rahmensegmenten, die sich in zueinander senkrechten Richtungen erstrecken, auf
zueinander gegenüberliegenden Seiten der Mittelebene des Außenrahmens erstrecken bzw.
befinden. Dies bedeutet, dass sich die Hinterschneidung in allen bspw. in eine Längsrichtung
verlaufenden Rahmensegmenten auf der einen Seite der Mittelebene und die Längsnut
in allen dazu senkrecht verlaufenden Rahmensegmenten auf der anderen Seite der Mittelebene
befindet. Daraus folgt auch, dass an den Ecken des Seitenschutzgitters bzw. des Außenrahmens
insofern ein Wechsel bzgl. der Seite der Mittelebene, auf der sich die Längsnut erstreckt,
erfolgt. Dazu passend ist bzgl. des Drahtgitters bzw. des Drahtnetzes bevorzugt, dass
sich die Längsstäbe in einer gemeinsamen Stabebene und dass sich die Querstäbe in
einer gemeinsamen zweiten Stabebene befinden. Es lässt sich dadurch geometrisch erreichen,
dass die Erstreckungsebene der Längsstäbe mit der Erstreckungsebene der Längsnuten
in den bspw. horizontal verlaufenden Rahmensegmenten korrespondiert und die Erstreckungsebene
der Querstäbe mit der Erstreckungsebene der Längsnuten in den dazu senkrechten Rahmensegmenten
korrespondiert.
[0008] Betreffend die Rahmensegmente ist bevorzugt, dass das Profilrohr bezüglich eines
Querschnittes zwei einander parallel beabstandet gegenüberliegende ebene Wandbereiche
aufweist, die umfangsmäßig von zwei im Querschnitt zumindest im Wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen
Wandbereichen verbunden werden, und dass die Längsnut ausgehend von einem der beiden
kreisbogenabschnittsförmigen Wandbereiche zum Profilinneren hin weisend ausgebildet
ist. Gemäß einem weiteren Aspekt, der im Rahmen der Erfindung sowohl als bevorzugte
Weiterbildung als auch als eigenständiger Aspekt Bedeutung haben kann, ist vorgesehen,
dass die Längsstäbe innerhalb eines ersten Drahtgitterbereiches voneinander paarweise
jeweils gleich weit in einem ersten Abstand beabstandet sind und dass die Längsstäbe
innerhalb eines daran angrenzenden zweiten Drahtgitterbereichs, welcher die Funktionalität
eines sog. Bordbretts erfüllt, voneinander paarweise jeweils gleich weit in einem
abweichenden zweiten Abstand, der kleiner als der erste Abstand ist und vorzugsweise
nur ein Bruchteil des ersten Abstands beträgt, beabstandet sind. Abweichend von einem
üblichen Bordbrett aus Stahlblech ist das Bordbrett somit aufgelöst in einzelne, parallele
Drähte. Bspw. können die Längsstäbe innerhalb des zweiten Drahtgitterbereiches einen
Abstand aufweisen, der den Durchlass einer Kugel von 25 mm Durchmesser verhindert.
Die Drahtstärke der Längs- und Querstäbe ist vorzugsweise zueinander gleich und kann
bspw. 3,4 mm oder abweichend betragen. Bei einem möglichen Ausführungsbeispiel kann
der Mittenabstand zwischen Längsstäben in dem ersten Drahtgitterbereich bspw. 300
mm und in dem zweiten Drahtgitterbereich bzw. Bordbrettbereich bspw. 23 mm betragen.
Der Mittenabstand zwischen in Einbaulage senkrecht verlaufenden Querstäben kann bspw.
einheitlich (also im ersten und im zweiten Drahtgitterbereich) bspw. etwa 95 mm betragen.
Betreffend die hinterschnittene Längsnut ist bevorzugt, dass das Verhältnis aus Breite
der Nutmündung und Durchmesser der Längsstäbe und Querstäbe des Drahtgitters in einem
Wertebereich von 1,1 bis 1,5 liegt und vorzugsweise etwa 1,3 beträgt. Alternativ oder
kombinativ besteht die Möglichkeit, dass die Längsnut in dem hinterschnittenen Bereich
eine im Vergleich zu der Nutmündung doppelte Nutbreite besitzt. Um die Rahmensegmente
bei niedrigem Gewicht mit hoher Steifigkeit auszuführen, kann vorgesehen sein, dass
das Verhältnis aus den äußeren Querschnittsabmessungen, wie Länge und Breite bzw.
Durchmesser, des Profilrohres zu dessen Wandstärke in einem Wertebereich von 10 bis
25 liegt. Es versteht sich jedoch für einen Fachmann, dass im Rahmen der Erfindung
auch weitgehende Abweichungen von den vorangehenden Größen und Größenverhältnissen
möglich sind.
[0009] Die Erfindung betrifft auch ein Seitenschutzsystem, welches zur Errichtung eines
Seitenschutzes (bspw. am Außenrand von Geschossdecken in einem Neubau) eine Anzahl
von Seitenschutzgittern umfasst. Im Stand der Technik sind derartige Seitenschutzsysteme
bekannt, welche eine Mehrzahl von Geländerpfosten mit Bodenplatten und eine Anzahl
von Seitenschutzgittern, welche in Haken der Geländerpfosten einzuhängen sind, aufweisen.
Wenn die Länge des Seitenschutzes die Seitenschutzgitterlänge übersteigt, werden dabei
an zumindest einem Geländerpfosten zwei Seitenschutzgitter in einer einander längenmäßig
überlappenden Lage eingehängt, so dass nicht die gesamte Seitenschutzgitterlänge nutzbar
ist. Hinzu kommt, dass die bekannten Seitenschutzsysteme mit ihren Seitenschutzgittern,
Geländerpfosten und Bodenplatten eine große Anzahl an Komponenten besitzen, was einen
hohen Aufwand bei der Logistik und bei der Handhabung (Montage und Demontage) mit
sich bringt.
[0010] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Seitenschutzsystem
der genannten Art vorteilhaft weiterzubilden, so dass insbesondere die vorgenannten
Nachteile bekannter Seitenschutzsysteme möglichst weitgehend vermieden werden können.
[0011] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß zunächst und im Wesentlichen in Verbindung mit den
Merkmalen gelöst, dass das Seitenschutzsystem ein oder mehrere erfindungsgemäße Seitenschutzgitter
aufweist, welche einzelne oder mehrere der vorangehend beschriebenen Merkmale aufweisen
können, und dass das Seitenschutzsystem zumindest zwei Bodenhalterungen umfasst, wobei
Bodenhalterungen jeweils eine Grundplatte aufweisen und zumindest einen, vorzugsweise
zwei oder drei, Haltebereiche aufweisen zum Einsetzen je eines Eckbereichs eines Seitenschutzgitters,
wobei jeder Haltebereich unter Belassung einer offenen Seite von zumindest drei zu
der Grundplatte senkrechten Seitenwandungen berandet wird, wobei eine erste und eine
zweite Wandung zueinander parallel und in einem Abstand, der etwa gleich oder etwas
größer als die Profilbreite der Rahmensegmente ist, angeordnet sind und die dritte
Wandung sich quer zu der ersten und der zweiten Wandung erstreckt, und wobei die offenen
Seiten der Haltebereiche in zueinander verschiedene seitliche Richtungen weisen. Die
erfindungsgemäßen Seitenschutzgitter können eine derartige Steifigkeit aufweisen,
dass es zur Errichtung eines stabilen Seitenschutzes ausreicht, diese jeweils im Bereich
einer ihrer unteren Ecken in einen quasi einen Steckplatz ausbildenden Haltebereich
einer jeweiligen Bodenhalterung einzustecken. Die bei herkömmlichen Seitenschutzsystemen
benötigte Kombination aus Geländerpfosten und Bodenplatte wird erfindungsgemäß durch
Bodenhalterungen mit einem oder mehr Haltebereichen ersetzt. Somit reduziert sich
die Anzahl der Komponententypen von drei (Seitenschutzgitter, Geländerpfosten, Bodenplatte)
auf zwei Komponententypen (Seitenschutzgitter und Bodenhalterung), was Vorteile bei
der Logistik und Handhabung mit sich bringt Zudem besteht die Möglichkeit, die Seitenschutzgitter
gegen Ausheben an den Bodenhalterungen zu sichern. Im Hinblick auf die Anschlussrichtung
der Seitenschutzgitter sind verschiedene Ausgestaltungen der Bodenhalterung möglich.
Beispielsweise kann eine Bodenhalterung drei, jeweils einen Steckplatz ausbildende
Haltebereiche aufweisen, wobei die offenen Seiten von zwei dieser Haltebereiche in
zueinander entgegengerichtete Richtungen weisen und die offene Seite des dritten Haltebereiches
in eine dazu senkrechte Richtung weist. Bevorzugt kann die jeweils dritte Wandung
der drei Haltebereiche zu einer gemeinsamen Zentrale hin weisen. Bei dem genannten
Ausführungsbeispiel resultiert dann eine etwa T-profilartige Ausrichtung der drei
Haltebereiche mit jeweils einer nach außen offenen Seite der Haltebereiche. Eine derartige
Bodenhalterung kann wahlweise dazu verwendet werden, um zwei benachbarte, in ihrer
Längsrichtung zueinander fluchtende Seitenschutzgitter zu halten und/oder um zwei
benachbarte, in ihren Längsrichtungen um eine viertel Drehung zueinander gedrehte
Seitenschutzgitter zu halten. Bezüglich eines Umfanges zu dem vorgenannten Zentrum
liegen dabei die offenen Seiten von zwei der Haltebereichen um 180° zueinander beabstandet
und die offene Seite des dritten Haltebereichs dazu am Umfang um jeweils eine viertel
Drehung beabstandet Entsprechend wäre vorstellbar, einen vierten Haltebereich zu ergänzen,
so dass bei kreuz- bzw. sternförmiger Anordnung die offenen Seiten der Haltebereiche
am Umfang jeweils paarweise um eine viertel Drehung voneinander beabstandet sind.
Ebenso wäre denkbar, auf einzelne oder mehrere der Haltebereiche zu verzichten, so
dass bspw. eine Festlegung auf eine benachbarte geradlinige Anordnung von zwei Seitenschutzgittern
oder auf eine benachbarte abgewinkelte Anordnung von zwei Seitenschutzgittern resultiert.
Bei jeder dieser Möglichkeiten resultiert der Vorteil, dass die Länge der jeweiligen
Seitenschutzgitter voll ausgenutzt werden kann, d.h. dass diese nicht zueinander überlappend
angeordnet werden müssen. Hinzu kommt der Vorteil, dass neben einer geradlinigen Anordnung
auch eine zueinander abgewinkelte Anordnung von zwei Seitenschutzgittern möglich ist.
Besagte Bodenhaltung kann im Rahmen der Erfindung auch selbstständig, also ohne die
erfindungsgemäßen Seitenschutzgitter, von Bedeutung sein.
[0012] Eine bevorzugte Weiterbildung ist dadurch möglich, dass die Bodenhalterung einen
nach oben offenen, vorzugsweise einen ein Kreishohlprofil aufweisenden, Einsteckabschnitt
zum Einstecken eines Geländerpfostens aufweist, wobei die Seitenwand des Einsteckabschnittes
die jeweils dritte Wandung der Haltebereiche ausbildet. Dies bedeutet, dass das erfindungsgemäße
Seitenschutzsystem zwar keine Geländerpfosten benötigt, sich jedoch optional um Geländerpfosten
erweitern lässt, um zusätzliche, noch nachstehend erläuterte Funktionen zu nutzen.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Seitenschutzsystem
einen oder mehrere Sicherungshaken zur Erzielung eines seitlichen Formschlusses zwischen
zwei einander überlappenden Seitenschutzgittern aufweist, wobei der Sicherungshaken
einen Drahtlängenabschnitt aufweist, der in seinem Mittenbereich zu einer Öse gebogen
ist und dessen beiden an die Öse angrenzenden Drahtlängenabschnitte sich mit im Vergleich
zu der Öse geringerem Zwischenabstand und bezüglich einer zu dem Ösenquerschnitt senkrechten
Ebene einander in Projektion überdeckend, im Wesentlichen S-profilartig erstrecken,
und wobei vorzugsweise das der Öse abgewandte Ende des S-artigen Profils eine geradlinige
Verlängerung aufweist. Ebenfalls bevorzugt ist, dass die Drahtlängenabschnitte des
Sicherungshakens so vorgeformt sind, dass sie in Längenteilbereichen, die sich mit
der Öse projektionsmäßig überlappend, jedoch quer zur Ebene des Ösenquerschnittes
erstrecken, federelastisch aneinander anliegen, und dass der Abstand zwischen den
beiden Drahtlängenabschnitten in den übrigen Längenteilbereichen etwa gleich oder
größer als der Durchmesser der Längsstäbe und Querstäbe des Drahtgitters ist. Ein
derartiger Sicherungshaken kann eingesetzt werden, wenn zwei Seitenschutzgitter zur
Erzielung einer ganz bestimmten gewünschten Seitenschutzlänge doch zueinander überlappend
angeordnet werden sollen. Zu diesem Zweck kann das eine Seitenschutzgitter in einen
Haltebereich einer Bodenhalterung eingesteckt werden und das zweite Seitenschutzgitter
an dem ersten Seitenschutzgitter bei überlappender Anordnung seitlich mit dem Sicherungshaken
gehalten werden. Der Sicherungshaken wird dazu so eingesetzt, dass der eine U-profilartige
Bereich des S-artigen Profils den Außenrahmen des einen Seitenschutzgitters und der
andere Uprofilartige Bereich des S-artigen Profils des Sicherungshakens den Außenrahmen
des anderen Seitenschutzgitters von mehreren Seiten umgreift. Zufolge des beschriebenen,
veränderlichen Abstands zwischen den Drahtlängenteilbereichen kann der Sicherungshaken,
auch wenn er nicht zur Halterung benötigt wird, verliersicher in ein Drahtgitter eingehängt
werden.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend weiter mit Bezug auf die beigefügten Figuren, welche
bevorzugte Ausführungsbeispiele zeigen, beschrieben. Darin zeigt:
- Fig. 1
- perspektivisch ein erfindungsgemäßes Seitenschutzgitter gemäß einem ersten bevorzugten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht des Seitenschutzgitters gemäß Fig. 1 in Blickrichtung II,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht auf die Schnittebene III - III von Fig. 2, begrenzt auf die Randbereiche
und in Vergrößerung,
- Fig. 4
- eine Schnittansicht auf die Schnittebene IV - IV von Fig. 2, begrenzt auf die Randbereiche
und in Vergrößerung,
- Fig. 5
- einen Teilschnitt entlang Schnittlinie V - V in Fig. 4, begrenzt auf den oberen und
unteren Randbereich,
- Fig. 6
- eine Vergrößerung von Detail VI aus Fig. 1,
- Fig. 7
- das in Fig. 1 gezeigte Seitenschutzgitter in einer Explosionsansicht,
- Fig. 8
- eine Ausschnittsvergrößerung von Detail VIII in Fig. 7,
- Fig. 9
- das in den Figuren 1 und 7 gezeigte Drahtgitter in einer Seitenansicht,
- Fig. 10
- eine Ausschnittsvergrößerung von Detail X in Fig. 9,
- Fig.11
- perspektivisch ein Lagergestell gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel mit einem
darin aufgenommenen erfindungsgemäßen Seitenschutzgitter,
- Fig. 12
- perspektivisch eine Bodenhalterung des erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems, gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 13
- die in Fig. 12 gezeigte Bodenhalterung in abweichender Blickrichtung,
- Fig. 14
- die in den Figuren 12,13 gezeigte Bodenhalterung in Blickrichtung XIV aus Fig. 12,
- Fig. 15
- perspektivisch eine Bodenhalterung gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 16
- die in Fig. 15 gezeigte Bodenhalterung, jedoch in umgekehrter Blickrichtung,
- Fig. 17
- die in den Figuren 15, 16 gezeigte Bodenhalterung in einer Draufsicht gemäß Blickrichtung
XVII aus Fig. 15,
- Fig. 18
- perspektivisch einen Sicherungshaken des erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems, gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 19
- perspektivisch einen Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems, gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 20
- eine Ausschnittsvergrößerung von Detail XX aus Fig. 19,
- Fig. 21
- das in den Figuren 19, 20 gezeigte Seitenschutzsystem in zu Fig. 19 entgegengesetzter
Blickrichtung,
- Fig. 21a
- eine Ausschnittsvergrößerung von Detail XXIa aus Fig. 21,
- Fig. 22
- eine weitere Ausschnittsvergrößerung von Detail XXII in Fig. 21 und
- Fig. 23, 24
- eine Alternative zu der in den Figuren 20, 22 gezeigten Anordnung.
[0015] Mit Bezug auf die Figuren 1 bis 10 wird zunächst ein erfindungsgemäßes Seitenschutzgitter
1 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel beschrieben. Dieses umfasst ein Drahtgitter
2, welches Längsstäbe 3 und Querstäbe 4 aufweist. Besagtes Drahtgitter 2 ist in den
Figuren 9,10 in Einzelheit dargestellt. Als Längsstäbe 3 und als Querstäbe 4 sind
einheitlich gerade Abschnitte aus verzinktem Stahldraht gewählt, welcher in dem Beispiel
einen Durchmesser von 3,4 mm aufweist. Die Längsdrähte 3 erstrecken sich in der in
den späteren Figuren gezeigten Gebrauchsstellung horizontal und besitzen eine im Vergleich
zu den in der Gebrauchsstellung vertikalen Querstäben größere Länge. Alle Längsstäbe
3 verlaufen zueinander parallel. In einem ersten, in Gebrauchsstellung oberen Drahtgitterbereich
5 sind die Längsstäbe 3 voneinander paarweise jeweils gleich weit in einem ersten
Abstand a beabstandet. In einem daran unterhalb angrenzenden zweiten Drahtgitterbereich
6, der die Funktion eines sog. Bordbretts erfüllt, sind die Längsstäbe 3 voneinander
ebenfalls paarweise gleich weit, jedoch in einem zweiten Abstand b beabstandet, der
kleiner als der Abstand a gewählt ist. Auch alle Querstäbe 4 verlaufen zueinander
parallel, wobei der seitliche Abstand c im Bereich des gesamten Drahtgitters 2 einheitlich
ist und in dem gewählten Beispiel größenmäßig zwischen dem Wert von Abstand a und
dem Wert von Abstand b gewählt wurde. Fig. 10 veranschaulicht, dass alle Längsstäbe
3 in einer gemeinsamen ersten, zu der Zeichenebene parallelen Stabebene liegen, während
die Querstäbe 4 parallel in einer gemeinsamen zweiten Stabebene angeordnet sind, wobei
sich die erste Stabebene in Blickrichtung von Fig. 10 vor bzw. oberhalb der zweiten
Stabebene befindet. In den Figuren 1 bis 8 ist dargestellt, dass das Drahtgitter 2
an allen vier Seitenrändern der Gitterebene von einem stabilen Außenrahmen 7 umschlossen
wird. Dieser weist in dem gewählten Beispiel vier Rahmensegmente auf, von denen die
beiden vergleichsweise längeren, in Gebrauchsstellung horizontal verlaufenden Rahmensegmente
jeweils mit dem Bezugszeichen 8 und die beiden dazu senkrecht verlaufenden, vergleichsweise
kürzeren Rahmensegmente jeweils mit dem Bezugszeichen 9 versehen sind. An den vier
Ecken 10 des Seitenschutzgitters 1, von denen in Fig. 1 exemplarisch die linke obere
Ecke zur näheren Erläuterung ausgewählt wurde, ist je ein horizontales Rahmensegment
8 mit je einem vertikalen Rahmensegment 9 auf die noch näher beschriebene Weise verschraubt,
um einen umlaufenden stabilen Außenrahmen 7 zu bilden. Wie besonders die Figuren 3
bis 6 verdeutlichen, wurden die Rahmensegmente 8, 9 aus Längenabschnitten eines Profilrohres
ausgebildet. Ein Vergleich der Figuren 3 und 4 zeigt, dass das Profilrohr der horizontalen
Rahmensegmente 8 und das Profilrohr der vertikalen Rahmensegmente 9 zueinander identisch
ist, d.h gleichen Querschnitt aufweist. Die Rahmensegmente 8, 9 bilden eine sich entlang
ihrer jeweils gesamten Länge erstreckende Längsnut 11 mit einer sich ebenfalls entlang
der jeweils gesamten Länge erstreckenden Hinterschneidung 12 aus. Die Längsstäbe 3
und die Querstäbe 4 sind in dem Beispiel an ihren Kreuzungspunkten auf nicht näher
zeichnerisch gezeigte Weise verschweißt. Fig. 3 zeigt, dass sich die Querstäbe 4 an
ihrem oberen Ende so weit in die Längsnut 11 des dort in Längsrichtung verlaufenden
Rahmensegments 8 erstrecken, dass der an ihrem oberen Ende befestigte oberste Längsstab
3 in der Hinterschneidung 12 dieser Längsnut 11 angeordnet ist. Die Breite x der Nutmündung
13 ist geringfügig größer als der Durchmesser d der Längs- und Querstäbe, jedoch erkennbar
kleiner als das Zweifache des Durchmessers d. Auf diese Weise wird durch den in die
Hinterschneidung 12 eingreifenden Längsstab 3 in Bezug auf die Längsrichtung der Querstäbe
4 ein Formschluss gebildet, der sicher verhindert, dass die oberen Enden der Querstäbe
4 mit dem dortigen Längsstab 3 in Längsrichtung der Querstäbe 4 aus dem Rahmensegment
8 herausgezogen werden können. An dem unteren horizontalen Rahmensegment 8 ist auf
entsprechende Weise eine solche formschlüssige Verbindung zwischen dem Drahtgitter
2 und dem Außenrahmen 7 gebildet. Fig. 4 zeigt, dass auf entsprechende Weise auch
eine sichere formschlüssige Verbindung zwischen dem Drahtgitter 2 und den beiden senkrechten
Rahmensegmenten 9 besteht. Die horizontalen Längsstäbe 3 treten mit ihren Längsenden
so weit in die Längsnuten 11 ein, dass die beiden randseitigen Querstäbe 4 jeweils
im Querschnitt der Hinterschneidung 12 liegen, wobei die Mündungsweite x wiederum
zwar größer als der Drahtdurchmesser d, jedoch deutlich kleiner als das Doppelte von
d gewählt ist. An den Rahmensegmenten 8, 9 wird die Längsnut 11 von einer Wandung
14 berandet, die sich von der Außenwand 15 des Profilrohres ausgehend U-profilartig
in dessen Inneres 16 hinein erstreckt.
[0016] Die Figuren 3 und 4 zeigen die Rahmensegmente 8 bzw. 9 in einem zu ihrer jeweiligen
Längsrichtung senkrechten Querschnitt (Bezugsquerschnitt), welcher der Zeichenebene
entspricht. Es wird deutlich, dass die Nutmündung 13 in der Außenwand 15 des Profilrohres
entlang ihrer einen Seite an eine zu dem besagten Bezugsquerschnitt und der Zeichenebene
senkrechte Mittelebene M des Profilrohres angrenzt, wobei bei allen Längsnuten 11
die Nutmündung 13 und die Hinterschneidung 12 auf jeweils unterschiedlichen bzw. gegenüberliegenden
Seiten der Mittelebene M ausgebildet sind. Beispielsweise befinden sich in Fig. 3
die beiden Nutmündungen 13 der Längsnut 11 in Blickrichtung auf der linken Seite der
Mittelebene M, während sich die jeweilige Hinterschneidung 12 der beiden Längsnuten
11 jeweils auf der rechten Seite der Mittelebene M befinden. Ein erneuter Vergleich
der Figuren 3 und 4 zeigt, dass sich die Hinterschneidung 12 der Längsnut 11 an Rahmensegmenten
8, 9, die sich in zueinander senkrechten Richtungen erstrecken, auf zueinander gegenüberliegenden
Seiten der Mittelebene M des Außenrahmens 7 erstrecken. In Bezug auf die Blickrichtung
von Fig. 2 befinden sich die Hinterschneidungen 12 in den horizontalen Rahmensegmenten
8 vor der Mittelebene M und die Hinterschneidungen 12 in den vertikalen Rahmensegmenten
9 befinden sich hinter der Mittelebene M. In dem in den Figuren 3, 4 gezeigten Querschnitt
weisen die Rahmensegmente 8, 9 bzw. ihr Profilrohr zwei einander parallel beabstandet
gegenüberliegende ebene Wandbereiche 17 auf, die am Profilumfang von zwei im Querschnitt
jeweils kreisbogenabschnittsförmigen Wandbereichen 18 verbunden werden. Die jeweilige
Längsnut 11 ist ausgehend von dem jeweils zu dem Drahtgitter 2 hin weisenden Wandbereich
18 ausgebildet. Die Wandbereiche 18 erstrecken sich entlang einer gedachten Kreiskontur,
deren Außendurchmesser in dem Beispiel 48 mm beträgt. Somit ist der Anschluss von
üblichen Gerüstkupplungen an dem Alu-Rohr-Rahmen möglich, z.B. um Lücken im Seitenschutz
mit Gerüstrohren zu überbrücken oder um Seitenschutzgitter aufzustocken. Insbesondere
für dem Rohbau nachlaufende Gewerke wie z.B. Fassadenbauer, die unter erschwerten
Bedingungen Fassadenelemente einbauen, bietet die Kombination mit gängigen Gerüstrohren
und -kupplungen viele praktische Möglichkeiten. In dem gewählten Beispiel beträgt
der außenseitige Abstand der beiden Wandbereiche 17 35 mm, so dass in Verbindung mit
dem vorgenannten Durchmesser von einem abgeflacht ovalen Querschnitt zu sprechen ist.
Die Wandbereiche 14,17 und 18 schaffen eine im Querschnitt umlaufende bzw. lückenlose
Umrandung des profilinneren Hohlraums 16.
[0017] Die Figuren 5 bis 8 veranschaulichen eine bevorzugte Montage des erfindungsgemäßen
Seitenschutzgitters 1. Zunächst ist erkennbar, dass sich die Rahmensegmente 9 entlang
der gesamten Höhe H des Seitenschutzgitters 1 (vgl. Fig. 2) erstrecken. Die dazu quer
verlaufenden Rahmensegmente 8 sind jeweils zwischen die beiden Rahmensegmente 9 eingesetzt,
so dass die Länge der Rahmensegmente 8 etwas geringer als die Gesamtlänge L des Seitenschutzgitters
1 ist. Dazu ist die Stirnseite 19 der Rahmensegmente 8 konkav gekrümmt und so an die
konvexe Form der Wandbereiche 18 angepasst. In geringem Abstand von der Stirnseite
19 weisen die Rahmensegmente 8 eine Durchgangsbohrung 20 auf, in welche sich eine
in ihrem Durchmesser passende Bolzenmutter 21 einsetzen lässt. Diese besitzt zwei
parallele Gewindebohrungen 22. Dazu lagemäßig passend weisen die Rahmensegmente 9
an ihren Längsenden je zwei parallel beabstandete Durchsteckbohrungen 23 und zwei
damit fluchtende, vergleichsweise etwas kleinere Einsteckbohrungen 24 für Befestigungsschrauben
25 auf, bei denen es sich in dem Beispiel um Innensechskant-Schrauben mit Zylinderkopf
handelt. Ein bevorzugter Zusammenbau kann in der Weise erfolgen, dass zunächst die
beiden Rahmensegmente 8 in ihrer Längsrichtung in der Weise auf den jeweils randseitigen
Längsstab 3 aufgeschoben werden, dass dieser innerhalb ihrer Hinterschneidung 12 liegt,
und die Rahmensegmente 8 in Bezug auf die Gitterlänge mittig ausgerichtet werden.
In einem nächsten Schritt können die Rahmensegmente 9 in ihrer Längsrichtung so auf
die randseitigen Querstäbe 4 aufgeschoben werden, dass diese in die dortige Hinterschneidung
12 eingreifen. Die Wandbereiche 18 grenzen nun an die Stirnseiten 19 an, so dass sich
die Schrauben 25 in die Bohrungen 23, 24 einstecken und in die Bolzenmutter 21 einschrauben
lassen, um je eine feste Eckverbindung eines Rahmensegments 8 mit einem Rahmensegment
9 herzustellen. Die Demontage des Seitenschutzgitters kann vorzugsweise in umgekehrter
Reihenfolge erfolgen. In dem zu den Figuren 1 bis 10 beschriebenen Beispiel besitzt
das Seitenschutzgitter 1 eine Länge L von 3 m und eine Höhe H von 1,25 m und ein Eigengewicht
von nur etwa 16 kg und kann dadurch von einer Person allein gehandhabt werden.
[0018] Fig. 11 zeigt perspektivisch ein Lagergestell 26, in welches sich platzsparend bis
zu fünfundzwanzig erfindungsgemäße Seitenschutzgitter 1 platzsparend einsetzen lassen.
[0019] Die Figuren 12 bis 14 zeigen eine Bodenhalterung 27 des in den Figuren 19 bis 22
gezeigten erfindungsgemäßen Seitenschutzsystems 28 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel.
Die Bodenhalterung 27 besitzt eine Grundplatte 29 und in dem gewählten Beispiel drei
Haltebereiche 30 zum Einsetzen je eines Eckbereichs 10 eines Seitenschutzgitters 1,
wobei jeder Haltebereich 30 unter Belassung je einer offenen Seite 31 von drei zu
der Grundplatte 29 senkrechten Seitenwandungen berandet wird, von denen je eine erste
ebene Wandung 32 und eine zweite ebene Wandung 33 zueinander parallel beabstandet
sind und von denen je eine dritte Wandung 34 sich quer zu den Wandungen 32, 33 erstreckt
und diese miteinander verbindet. Der lichte Abstand m zwischen den beiden Wandungen
32, 33 ist jeweils nur geringfügig größer als die in den Figuren 3, 4 gezeigte Breite
n der Rahmensegmente 8, 9 gewählt, so dass sich der Außenrahmen 7 im Bereich seiner
unteren Ecken 10 mit nur geringem oder vernachlässigbarem seitlichem Bewegungsspiel
in die als Steckplätze dienenden Haltebereiche 30 einsetzen und bei Bedarf wieder
daraus herausnehmen lässt. Die jeweils dritte Wandung 34 weist einem gemeinsamen zentralen
Hohlraum 35 zu, welcher näherungsweise Kreisquerschnitt aufweist und in den bei Bedarf
ein Geländerpfosten eingesteckt werden kann. Es ist erkennbar, dass die drei offenen
Seiten 31 der drei Haltebereiche 30 in jeweils unterschiedliche seitliche Richtungen
weisen.
[0020] Die Figuren 15 bis 17 zeigen eine Bodenhalterung 27 gemäß einem zweiten bevorzugten
Ausführungsbeispiel. Diese besitzt nur zwei Haltebereiche 30. Die Grundplatte 29 ist
zweigeteilt und als Schweißkonstruktion in nicht näher dargestellter Weise mit einer
dazu senkrechten Anschlussplatte 36 verbunden. Während die in den Figuren 12 bis 14
gezeigte Bodenhalterung mittels der Grundplatte 29 bspw. an einer Betondecke festgeklemmt
werden kann, eignet sich die Bodenhalterung der Figuren 15 bis 17 für einen seitlichen
Anschluss, bspw. mittels einer Schraubverbindung, der Anschlussplatte, bspw. an die
Stirnfläche einer Geschossdecke. Die Abmessungen der Wände 32 bis 34, insbesondere
deren Höhe senkrecht zu der Grundplatte, ist so gewählt, dass eine stabile Aufnahme
der Seitenschutzgitter 1 ermöglicht wird. In den Wänden 32, 33 sind jeweils paarweise
fluchtende Durchgangsbohrungen 37 vorgesehen. Nachdem ein Seitenschutzgitter eingesetzt
wurde, kann durch die Durchgangsbohrungen 37 und das zwischen den Wänden 32, 33 befindliche
Drahtgitter 2 ein Sicherungselement, bspw. ein Sicherungsbolzen, als Aushebesicherung
durchgesteckt werden.
[0021] Fig. 18 zeigt perspektivisch einen Sicherungshaken 38 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel,
welcher bei dem in den nachfolgenden Figuren gezeigten Seitenschutzsystem zur Erzielung
eines seitlichen Formschlusses zwischen zwei einander überlappenden Seitenschutzgittern
1 Anwendung finden kann. Der Sicherungshaken 38 ist aus einem Drahtlängenabschnitt
42 hergestellt, der in seinem Mittenbereich 39 zu einer Öse 40 gebogen ist und dessen
beide an die Öse 40 angrenzenden Drahtlängenabschnitte 41 sich mit im Vergleich zu
der Öse 40 geringerem Zwischenabstand 43 und bezüglich einer zu dem Ösenquerschnitt
senkrechten Ebene in Projektion überdeckend entlang einer im Wesentlichen S-profilartigen
Kontur erstrecken. Das der Öse 40 abgewandte Ende des S-artigen Profils weist eine
geradlinige Verlängerung 44 in Gestalt zweier paralleler Drahtenden auf. Es wird deutlich,
dass die Drahtlängenabschnitte des Sicherungshakens 38 so vorgeformt sind, dass sie
in Längenteilbereichen 45, die sich mit der Öse 40 projektionsmäßig überlappen, jedoch
quer zur Ebene des Ösenquerschnittes erstrecken, federelastisch aneinander anliegen,
und dass der Abstand zwischen den beiden Drahtlängenabschnitten in den jeweils angrenzenden
Längenteilbereichen 46, 47 etwa gleich oder etwas größer als der Durchmesser d der
Längsstäbe 3 und der Querstäbe 4 des Drahtgitters 2 ist.
[0022] Die Figuren 19 bis 22 zeigen ein erfindungsgemäßes Seitenschutzsystem 28 gemäß einem
bevorzugten Ausführungsbeispiel. Ausschnittsweise ist eine Betondecke 48 eines Rohbaues
angedeutet, entlang deren Seitenrändern ein Seitenschutz erstellt werden soll, um
zu verhindern, dass Personen oder Gegenstände herabstürzen können. In dem gewählten
Ausführungsbeispiel, d.h. nicht notwendig, wurde der Seitenschutz unter Verwendung
von fünf erfindungsgemäßen Seitenschutzgittern 1, von sechs Bodenhalterungen 27, von
zwei Geländerpfosten 49 (diese werden nicht notwendig benötigt), von Sicherungshaken
38 und von - an sich bekannten - Spannzwingen 50 zur Befestigung der Bodenhalterungen
27 an der Betondecke 48 erstellt. Mit Bezug zu Fig. 19 wird die Fixierung der Seitenschutzgitter
1 vorgestellt. Das in Blickrichtung rechts liegende und das daran angrenzende Seitenschutzgitter
1 wurden jeweils mit ihren beiden unteren Ecken in je eine Bodenhalterung 27 eingesteckt,
so dass eine rechtwinklige Ausrichtung resultiert. Das daran linksseitig angrenzende
Seitenschutzgitter 1 ist (vgl. Fig. 20) an seinen beiden Rahmensegmenten 9 mittels
je einer an sich bekannten Klemmschelle 51 an einem Geländerpfosten 49 festgeklemmt,
der in die zentrale Aufnahme je einer Bodenhalterung 27 eingesteckt ist. Das Seitenschutzgitter
1 kann so in einer einstellbaren Höhe für vorübergehende Arbeiten an der Randkante
der Betondecke 48 fixiert werden, bspw. zum Aufbringen eines Bodenbelags, während
eine gewisse Seitenschutzwirkung weiterhin besteht. Das daran linksseitig angrenzende
Seitenschutzgitter ist wiederum beidseitig in je eine Bodenhalterung 27 eingesteckt.
Das daran linksseitig angrenzende Seitenschutzgitter ist nur linksseitig in eine Bodenhalterung
27 eingesteckt und überlappt rechtsseitig das angrenzende Seitenschutzgitter, an welchem
es mittels eines Sicherungshakens 38 seitlich gehalten wird. Fig. 21 a zeigt dazu,
dass der Sicherungshaken 38 mit je einer offenen Seite des S-artigen Profils je eines
der parallelen Rahmensegmente 8 von je drei Seiten umgreift. Es versteht sich, dass
dieser Aufbau nur exemplarisch ist und sich das erfindungsgemäße Seitenschutzsystem
flexibel an unterschiedlichste Anforderungen anpassen lässt.
[0023] Die Figuren 23 und 24 zeigen eine alternative Möglichkeit, um bei Bedarf ein Seitenschutzgitter,
welches zwischen zwei benachbarten Seitenschutzgittern angeordnet ist, für bestimmte
Arbeiten in einer gewünschten Höhe zu fixieren. Bei der in den Figuren 23 und 24 gezeigten
Alternative kann auf Geländerpfosten verzichtet werden. Stattdessen können die beiden
seitlichen bzw. senkrechten Rahmensegmente 9 des betreffenden Seitenschutzgitters
1 jeweils unmittelbar mittels geeigneter Gerüstkupplungen 52 an benachbarten vertikalen
Rahmensegmenten 9 der angrenzenden Seitenschutzgitter 1 festgeklemmt werden.
1. Seitenschutzgitter (1), welches zumindest ein Drahtgitter (2), das Längsstäbe (3)
und Querstäbe (4) aufweist, und einen das Drahtgitter (2) berandenden Außenrahmen
(7) umfasst, wobei der Außenrahmen (7) zumindest vier Rahmensegmente (8, 9) aufweist,
von denen sich je ein Rahmensegment (8, 9) entlang je einer Randseite des Drahtgitters
(2) erstreckt, wobei an den Ecken (10) des Drahtgitters (2) je zwei Rahmensegmente
(8, 9) miteinander lösbar verbunden, insbesondere verschraubt, sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmensegmente (8, 9) aus Aluminiumlegierung hergestellt sind, dass an den Rahmensegmenten
(8, 9) eine zumindest eine Hinterschneidung (12) aufweisende Längsnut (11) ausgebildet
ist, dass die randseitigen Längsstäbe (3) und die randseitigen Querstäbe (4) des Drahtgitters
(2) an dem ihnen lagemäßig zugeordneten Rahmensegment (8, 9) in die Hinterschneidung
(12) der Längsnut (11) eingreifen, dass die Rahmensegmente (8, 9) als Profilrohr ausgebildet
sind und dass die Längsnut (11) von einer Wandung (14) berandet wird, die sich von
der Außenwand (15) des Profilrohres ausgehend U-profilartig in dessen Inneres (16)
hinein erstreckt.
2. Seitenschutzgitter nach Anspruch 1 che, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich eines zu der Längsrichtung des Profilrohres senkrechten Bezugsquerschnittes
die Nutmündung (13) in der Außenwand (15) des Profilrohres einseitig an eine zu dem
Bezugsquerschnitt senkrechte Mittelebene (M) des Profilrohres angrenzt und sich die
Hinterschneidung (12) auf die andere Seite der Mittelebene (M) erstreckt.
3. Seitenschutzgitter nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rahmensegmente (8, 9) aus gleichartigem Profilrohr hergestellt sind, wobei sich
die Hinterschneidung (12) der Längsnut (11) an Rahmensegmenten (8, 9), die sich in
zueinander senkrechten Richtungen erstrecken, auf zueinander gegenüberliegenden Seiten
der Mittelebene (M) des Außenrahmens (7) erstrecken.
4. Seitenschutzgitter nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstäbe (3) in einer gemeinsamen ersten Stabebene und dass die Querstäbe (4)
in einer gemeinsamen zweiten Stabebene angeordnet sind.
5. Seitenschutzgitter nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Profilrohr bezüglich eines Querschnitts zwei einander parallel beabstandet gegenüberliegende
Wandbereiche (17) aufweist, die umfangsmäßig von zwei im Querschnitt zumindest im
Wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen Wandbereichen (18) verbunden werden, und
dass die Längsnut (11) ausgehend von einem der kreisbogenabschnittsförmigen Wandbereiche
(18) ausgebildet ist.
6. Seitenschutzgitter nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsstäbe (3) innerhalb einem ersten Drahtgitterbereich (5) voneinander paarweise
jeweils gleich weit in einem ersten Abstand (a) beabstandet sind und dass die Längsstäbe
(3) innerhalb eines daran angrenzenden, zweiten Drahtgitterbereichs (6) voneinander
paarweise jeweils gleich weit in einem zweiten Abstand (b), der kleiner als der erste
Abstand (a) ist und insbesondere nur einen Bruchteil des ersten Abstands (a) beträgt,
beabstandet sind.
7. Seitenschutzsystem (28), dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenschutzsystem (28) ein oder mehrere Seitenschutzgitter (1) gemäß einem oder
mehreren der vorangehenden Ansprüche aufweist und dass das Seitenschutzsystem (28)
zumindest zwei Bodenhalterungen (27) umfasst, wobei Bodenhalterungen (27) jeweils
eine Grundplatte (29) aufweisen und zumindest einen, insbesondere zwei oder drei,
Haltebereiche (30) zum Einsetzen je eines Eckbereichs (10) eines Seitenschutzgitters
(1), wobei jeder Haltebereich (30) unter Belassung einer offenen Seite (31) von zumindest
drei zu der Grundplatte (29) senkrechten Seitenwandungen berandet wird, von denen
eine erste Wandung (32) und eine zweite Wandung (33) zueinander parallel und in einem
Abstand (m), der etwa gleich oder etwas größer als die Profilbreite (n) der Rahmensegmente
ist, angeordnet sind und die dritte Wandung (34) sich quer zu der ersten und der zweiten
Wandung (32, 33) erstreckt, und wobei die offenen Seiten (31) der Haltebereiche (30)
in zueinander verschiedene seitliche Richtungen weisen.
8. Seitenschutzsystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenhalterung (27) einen nach oben offenen, insbesondere einen ein Kreishohlprofil
aufweisenden, Einsteckabschnitt zum Einstecken eines Geländerpfostens aufweist, wobei
die Seitenwand des Einsteckabschnittes die jeweils dritte Wandung (34) der Haltebereiche
ausbildet.
9. Seitenschutzsystem nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitenschutzsystem (28) einen oder mehrere Sicherungshaken (38) zur Erzielung
eines seitlichen Formschlusses zwischen zwei einander überlappenden Seitenschutzgittern
(1) aufweist, wobei der Sicherungshaken (38) einen Drahtlängenabschnitt (42) aufweist,
der in seinem Mittenbereich (39) zu einer Öse (40) gebogen ist und dessen beide an
die Öse (40) angrenzenden Drahtlängenabschnitte (41) sich mit im Vergleich zur Öse
(40) geringerem Zwischenabstand (43) und bezüglich einer zu dem Ösenquerschnitt senkrechten
Ebene einander in Projektion überdeckend, im Wesentlichen S-profilartig erstrecken,
und wobei insbesondere das der Öse abgewandte Ende des S-artigen Profils eine geradlinige
Verlängerung (44) aufweist.
1. Side protection grille (1), which comprises at least one wire grill (2), which has
longitudinal rods (3) and transverse rods (4), and an outer frame (7), which frames
the wire grille (2), the outer frame (7) comprising at least four frame segments (8,
9), of which one frame segment (8, 9) in each case extends along each edge face of
the wire grille (2), two frame segments (8, 9) being releasably interconnected in
each case, in particular screwed together, at the corners (10) of the wire grille
(2), characterised in that the frame segments (8,9) are made from aluminium alloy, in that a longitudinal groove (11) having at least one undercut (12) is formed on the frame
segments (8, 9), in that the edge longitudinal rods (3) and the edge transverse rods (4) of the wire grille
(2) engage in the undercut (12) of the longitudinal groove (11) at the frame segment
(8, 9) which is associated with said rods in terms of position, in that the frame segments (8, 9) are formed as a profiled tube, and in that the longitudinal groove (11) is framed by a wall (14), which extends from the outer
wall (15) of the profiled tube into the interior (16) thereof in a U-profile shape.
2. Side protection grille according to claim 1, characterised in that, with respect to a reference cross-section perpendicular to the longitudinal direction
of the profiled tube, the groove opening (13) in the outer wall (15) of the profiled
tube is adjacent on one side to a central plane (M), perpendicular to the reference
cross-section, of the profiled tube, and the undercut (12) extends on the other side
of the central plane (M).
3. Side protection grille according to one or more of the preceding claims, characterised in that the frame segments (8, 9) are manufactured from profiled tube of the same type, the
undercut (12) of the longitudinal groove (11) extending on mutually opposite sides
of the central plane (M) of the outer frame (7), on frame segments (8, 9) which extend
in mutually perpendicular directions.
4. Side protection grille according to one or more of the preceding claims, characterised in that the longitudinal rods (3) are arranged in a shared first rod plane and in that the transverse rods (4) are arranged in a shared second rod plane.
5. Side protection grille according to one or more of the preceding claims, characterised in that, with respect to a cross-section, the profiled tube has two opposing wall regions
(17), which are spaced apart parallel and are connected in terms of the periphery
by two wall regions (18), which are at least substantially in the shape of part of
an arc in cross-section, and in that the longitudinal groove (11) is formed starting from one of the wall regions (18)
in the shape of part of an arc.
6. Side protection grille according to one or more of the preceding claims, characterised in that the longitudinal rods (3) within a first wire grille region (5) are spaced apart
equally in pairs at a first distance (a), and in that the longitudinal rods (3) within an adjacent, second wire grille region (6) are spaced
apart equally in pairs at a second distance (b), which is less than the first distance
(a) and in particular only a fraction of the first distance (a).
7. Side protection system (28), characterised in that the side protection system (28) comprises one or more side protection grilles (1)
according to one or more of the preceding claims, and in that the side protection system (28) comprises at least two base mountings (27), base
mountings (27) each comprising a base plate (29) and at least one, in particular two
or three, holding regions (30) for inserting a corner region (10) of a side protection
grille (1) in each case, each holding region (30) being framed by at least three of
the side walls perpendicular to the base plate (29), leaving one open side (31), a
first (32) and a second (33) of said walls being arranged mutually parallel at a distance
(m) approximately equal to or somewhat greater than the profile width (n) of the frame
segments, and the third wall (34) extending transverse to the first and second walls
(32, 33), and the open sides (31) of the holding regions (30) pointing in different
lateral directions from one another.
8. Side protection system according to claim 7, characterised in that the base mounting (27) comprises an upwardly open insertion portion, in particular
having a hollow circular profile, for inserting a bannister spindle, the side wall
of the insertion portion forming the respective third wall (34) of the holding regions.
9. Side protection system according to one or more of the preceding claims, characterised in that the side protection system (28) has one or more securing hooks (38) for achieving
a lateral positive connection between two mutually overlapping side protection grilles
(1), the securing hooks (38) having a wire length portion (42) which is curved in
the central region (39) thereof to form an eye (40), and of which the two wire length
portions (41) adjacent to the eye (40) extend, substantially in the manner of an S-profile,
at a smaller intermediate distance (43) by comparison with the eye (40) and overlapping
in terms of projection with respect to a plane perpendicular to the eye cross-section,
and in particular the end of the S-like profile remote from the eye having an extension
(44) in a straight line.
1. Grille de protection latérale (1) qui comprend au moins un grillage (2), qui présente
des barres longitudinales (3) et des barres transversales (4), et un châssis extérieur
(7) bordant le grillage (2), ledit châssis extérieur (7) présentant au moins quatre
segments de châssis (8, 9), parmi lesquels chaque segment de châssis (8, 9) s'étend
le long de respectivement une bordure du grillage (2), deux segments de châssis (8,
9) respectifs étant reliés amovibles l'un à l'autre au niveau des coins (10) du grillage
(2), en particulier de manière vissée, caractérisée en ce que les segments de châssis (8, 9) sont fabriqués à partir d'un alliage d'aluminium,
une rainure longitudinale (11) présentant au moins une contre-dépouille (12) est réalisée
au niveau des segments de châssis (8, 9), les barres longitudinales (3), du côté de
la bordure, et les barres transversales (4), du côté de la bordure, du grillage (2)
s'engagent dans la contre-dépouille (12) de la rainure longitudinale (11) au niveau
du segment de châssis (8, 9) qui leur est associé de fait de sa position, les segments
de châssis (8, 9) sont réalisés en tant que tubes profilés et la rainure longitudinale
(11) est flanquée d'une paroi (14), qui s'étend depuis la paroi extérieure (15) du
tube profilé jusque dans l'intérieur (16) de celui-ci, avec un profil en U.
2. Grille de protection latérale selon la revendication 1, caractérisée en ce que, par rapport à une section transversale de référence perpendiculaire au sens longitudinal
du tube profilé, l'ouverture de la rainure (13) dans la paroi extérieure (15) du tube
profilé jouxte de manière unilatérale un plan médian (M), perpendiculaire à la section
transversale de référence, du tube profilé et la contre-dépouille (12) s'étend sur
l'autre côté du plan médian (M).
3. Grille de protection latérale selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les segments de châssis (8, 9) sont fabriqués à partir d'un tube profilé homogène,
la contre-dépouille (12) de la rainure longitudinale (11) au niveau des segments de
châssis (8, 9), qui s'étendent dans des directions perpendiculaires les unes aux autres,
s'étendant sur des côtés se faisant face du plan médian (M) du châssis extérieur (7).
4. Grille de protection latérale selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les barres longitudinales (3) sont agencées dans un premier plan de barre commun
et les barres transversales (4) sont agencées dans un second plan de barre commun.
5. Grille de protection latérale selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le tube profilé présente en coupe transversale deux secteurs de paroi (17) se faisant
face, espacés et parallèles l'un à l'autre, qui sont reliés en périphérie par deux
secteurs de paroi (18) au moins essentiellement en forme de portion d'arc de cercle
en coupe transversale, et la rainure longitudinale (11) est réalisée à partir d'un
des secteurs de paroi (18) en forme de portion d'arc de cercle.
6. Grille de protection latérale selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que, au sein d'un premier secteur de grillage (5), les barres longitudinales (3) sont
espacées l'une de l'autre par paire respectivement à égale distance selon un premier
intervalle (a) et, au sein d'un second secteur de grillage (6) adjacent, les barres
longitudinales (3) sont espacées l'une de l'autre par paire respectivement à égale
distance selon un second intervalle (b), qui est inférieur au premier intervalle (a)
et ne représente en particulier qu'une fraction du premier intervalle (a).
7. Système de protection latérale (28), caractérisé en ce que le système de protection latérale (28) présente une ou plusieurs grilles de protection
latérales (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes et le système
de protection latérale (28) comprend au moins deux fixations de fond (27), lesdites
fixations de fond (27) présentant respectivement une plaque de montage (29) et au
moins un, en particulier deux ou trois, secteurs de retenue (30) pour l'insertion
de respectivement un secteur de coin (10) d'une grille de protection latérale (1),
chaque secteur de retenue (30) étant bordé, en laissant un côté ouvert (31), par au
moins trois parois latérales perpendiculaires à la plaque de montage (29), parmi lesquelles
une première paroi (32) et une deuxième paroi (33) sont agencées de manière parallèle
l'une à l'autre et avec un intervalle (m), qui est à peu près identique ou quelque
peu supérieur à la largeur de profilé (n) des segments de châssis, et la troisième
paroi (34) s'étend perpendiculairement aux première et deuxième parois (32, 33), et
les côtés ouverts (31) des secteurs de retenue (30) étant tournés vers des directions
latérales différentes les unes des autres.
8. Système de protection latérale selon la revendication 7, caractérisé en ce que la fixation de fond (27) présente une section d'enfichage ouverte vers le haut, en
particulier présentant un profil circulaire creux, pour un enfichage d'un pilastre,
la paroi latérale de la section d'enfichage formant la respectivement troisième paroi
(34) des secteurs de retenue.
9. Système de protection latérale selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le système de protection latérale (28) présente un ou plusieurs crochets de sécurisation
(38) pour l'obtention d'une fermeture latérale par complémentarité de forme entre
deux grilles de protection latérales (1) se chevauchant l'une l'autre, le crochet
de sécurisation (38) présentant une partie linéaire en fil métallique, qui est courbée
en son secteur médian (39) pour former une boucle (40) et dont les deux parties linéaires
en fil métallique (41) adjacentes à la boucle (40) s'étendent essentiellement à la
manière d'un profilé en forme de S en se recouvrant l'une l'autre en projection par
rapport à un plan perpendiculaire à la section transversale de la boucle et avec un
intervalle intermédiaire (43) inférieur comparé à la boucle (40), et l'extrémité du
profilé en forme de S qui est détournée de la boucle présentant en particulier une
extension (44) rectiligne.