[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Dünnfilm-Halbleiterbauelement mit einem zur
Erzeugung von Strahlung vorgesehenen aktiven Bereich, das eine Schutzdiodenstruktur
aufweist.
[0002] Bei optoelektronischen Halbleiterbauelementen, beispielsweise Lumineszenzdioden-Halbleiterchips,
besteht oftmals die Gefahr, dass diese aufgrund einer elektrostatischen Entladung
(electrostatic discharge, ESD) beschädigt oder sogar zerstört werden. Zur Vermeidung
einer solchen Schädigung können Schutzdioden elektrisch parallel zur strahlungserzeugenden
Diode geschaltet werden, wobei die Durchlassrichtungen der Schutzdiode und der strahlungserzeugenden
Diode antiparallel zueinander orientiert sind.
[0003] Durch diese Verschaltung fließt bei einer in Sperrrichtung an der strahlungserzeugenden
Diode anliegenden Spannung ein elektrischer Strom über die Schutzdiode. Aufgrund des
über die Schutzdiode fließenden Stroms wird eine Bestimmung der elektrischen Eigenschaften
der strahlungsemittierenden Diodenstruktur in Sperrrichtung erschwert. Insbesondere
führt dies zu einer erschwerten Bestimmbarkeit der Polarität, also der Durchlassrichtung
der strahlungserzeugenden Diode.
[0004] DE102008022942-A stellt ein Dünnfilm-Halbleiterbauelement auf einem Trägerelement dar, welches eine
Schutzdiodenstruktur aufweist.
[0005] Eine zu lösende Aufgabe besteht darin, ein Halbleiterbauelement anzugeben, das vor
einer ESD-Schädigung geschützt ist und bei dem gleichzeitig die Polarität der strahlungserzeugenden
Diode auf einfache Weise bestimmbar ist. Weiterhin soll ein Verfahren angegeben werden,
mit dem ein solches Halbleiterbauelement vereinfacht realisierbar ist.
[0006] Diese Aufgaben werden durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche.
[0007] Gemäß einer Ausführungsform weist ein Dünnfilm-Halbleiterbauelement einen Träger
und einen Halbleiterkörper mit einer Halbleiterschichtenfolge auf. Die Halbleiterschichtenfolge
umfasst einen zur Erzeugung von Strahlung vorgesehenen aktiven Bereich. Der Halbleiterkörper
ist mittels eines ersten Kontakt und eines zweiten Kontakts extern elektrisch kontaktierbar.
Der Träger weist eine Schutzdiodenstruktur auf, die zum Halbleiterkörper elektrisch
parallel verschaltet ist. Die Schutzdiodenstruktur weist eine erste Diode und eine
zweite Diode auf. Die erste Diode und die zweite Diode sind bezüglich ihrer Durchlassrichtung
zueinander entgegengesetzt elektrisch in Serie verschaltet.
[0008] Erfindungsgemäß weisen die Schutzdioden in Sperrrichtung des aktiven Bereichs einen
Schwellwert auf, der betragsmäßig größer ist als eine Leuchtschwelle des aktiven Bereichs.
[0009] Mittels der Schutzdiodenstruktur ist der Halbleiterkörper vor einer elektrostatischen
Entladung geschützt. Eine, beispielsweise aufgrund elektrostatischer Aufladung entstehende,
elektrische Spannung, die bezogen auf die Durchlassrichtung des aktiven Bereichs in
Sperrrichtung anliegt, kann über die Schutzdiodenstruktur abfließen. Eine Schädigung
des Halbleiterkörpers wird somit vermieden.
[0010] Unter einem Dünnfilm-Halbleiterbauelement wird im Rahmen der vorliegenden Anmeldung
insbesondere ein Halbleiterbauelement verstanden, bei dem ein Aufwachssubstrat für
die Halbleiterschichtenfolge des Halbleiterkörpers vollständig oder zumindest teilweise
entfernt oder gedünnt ist.
[0011] Ein Dünnfilm-Halbleiterbauelement, das insbesondere als ein Dünnfilm-Leuchtdioden-Halbleiterchip
ausgeführt sein kann, kann sich insbesondere durch mindestens eines der folgenden
charakteristischen Merkmale auszeichnen:
- an einer zu einem Trägerelement, zum Beispiel dem Träger, hin gewandten ersten Hauptfläche
eines Halbleiterkörpers, der eine Halbleiterschichtenfolge mit einem aktiven Bereich
umfasst, insbesondere einer Epitaxieschichtenfolge, ist eine Spiegelschicht aufgebracht
oder, etwa als Braggspiegel in der Halbleiterschichtenfolge integriert, ausgebildet,
die zumindest einen Teil der in der Halbleiterschichtenfolge erzeugten Strahlung in
diese zurückreflektiert;
- die Halbleiterschichtenfolge weist eine Dicke im Bereich von 20µm oder weniger, insbesondere
im Bereich von 10 µm auf; und/oder
- die Halbleiterschichtenfolge enthält mindestens eine Halbleiterschicht mit zumindest
einer Fläche, die eine Durchmischungsstruktur aufweist, die im Idealfall zu einer
annähernd ergodischen Verteilung des Lichtes in der Halbleiterschichtenfolge führt,
d.h. sie weist ein möglichst ergodisch stochastisches Streuverhalten auf.
[0013] Der Träger kann eine dem Halbleiterkörper zugewandte erste Hauptfläche und eine vom
Halbleiterkörper abgewandte zweite Hauptfläche aufweisen.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Schutzdiodenstruktur in den Träger integriert.
Die Schutzdiodenstruktur kann insbesondere vollständig zwischen der ersten Hauptfläche
und der zweiten Hauptfläche des Trägers ausgebildet sein. Somit können beide Hauptflächen
des Trägers mit der integrierten Schutzdiodenstruktur eben ausgeführt sein. Eine Befestigung
des Halbleiterkörpers an dem Träger ist dadurch vereinfacht.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die Schutzdiodenstruktur zumindest
bei einer in Sperrrichtung des Halbleiterkörpers anliegenden Spannung eine Strom-Spannungs-Charakteristik
gemäß einer Zener-Diode in Sperrrichtung auf. Insbesondere können sowohl die erste
Diode als auch die zweite Diode gemäß einer Zener-Diode ausgeführt sein.
[0016] Mit anderen Worten weist die Strom-Spannungs-Charakteristik der Schutzdiodenstruktur
in Sperrrichtung des aktiven Bereichs einen Schwellwert auf. Bei einer Spannung, die
betragsmäßig kleiner als der Schwellwert ist, erfolgt kein oder zumindest kein wesentlicher
Stromfluss durch die Schutzdiodenstruktur.
[0017] Der Schwellwert beträgt vorzugsweise mindestens 1 V, besonders bevorzugt mindestens
2 V. Weiterhin ist der Schwellwert erfindungsgemäß betragsmäßig größer als eine Leuchtschwelle
des aktiven Bereichs. Unter einer Leuchtschwelle wird hierbei ein Spannungswert verstanden,
ab dem der Halbleiterkörper eine messbare Emission von Strahlung zeigt. Mit anderen
Worten ist der Schwellwert vorzugsweise mindestens so groß, dass das Halbleiterbauelement
bei einer betragsmäßig dem Schwellwert entsprechenden und in Durchlassrichtung des
Halbleiterkörpers anliegenden Spannung Strahlung emittiert.
[0018] Bei Anlegen einer Testspannung, die betragsmäßig kleiner ist als der Schwellwert,
weist das Dünnfilm-Halbleiterbauelement somit trotz der Integration der Schutzdiodenstruktur
in Durchlassrichtung einen höheren Stromfluss auf als in Sperrrichtung bezogen auf
den aktiven Bereich. Die Polarität des Dünnfilm-Halbleiterbauelements ist somit vereinfacht
bestimmbar.
[0019] Weiterhin sind die elektrischen Eigenschaften des aktiven Bereichs des Halbleiterkörpers
mittels der in Sperrrichtung anliegenden Testspannung prüfbar.
[0020] Mit anderen Worten kann die Schutzdiodenstruktur derart ausgebildet sein, dass sich
das Dünnfilm-Halbleiterbauelement bei der angelegten Testspannung wie ein herkömmliches
Halbleiterbauelement ohne integrierte Schutzdiode verhält. Bei einer Spannung, die
betragsmäßig größer ist als der Schwellwert, zeigt die Schutzdiodenstruktur dagegen
nur einen vergleichsweise geringen Widerstand, so dass im Fall einer in Sperrrichtung
anliegenden Spannung, die betragsmäßig so groß ist, dass sie eine Schädigung des Halbleiterbauelements
verursachen könnte, ein Stromfluss durch die Schutzdiodenstruktur erfolgen kann.
[0021] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der erste Kontakt mittels einer ersten Kontaktschicht
gebildet, wobei die erste Kontaktschicht an einen ersten Teilbereich des Trägers angrenzt.
Weiterhin bevorzugt ist der zweite Kontakt mittels einer zweiten Kontaktschicht gebildet,
wobei die zweite Kontaktschicht an einen zweiten Teilbereich des Trägers angrenzt.
Sowohl der erste Kontakt als auch der zweite Kontakt können also jeweils mit einem
Teilbereich des Trägers elektrisch leitend verbunden sein. Zumindest eine der elektrisch
leitenden Verbindungen, vorzugsweise beide elektrisch leitenden Verbindungen, weisen
vorzugsweise eine ohmsche oder zumindest näherungsweise ohmsche Strom-Spannungs-Charakteristik,
also ein lineares Verhältnis zwischen Spannung und Strom, auf.
[0022] Der Träger basiert vorzugsweise auf einem Halbleitermaterial. Halbleitermaterialien
eignen sich besonders zur Ausbildung von Zener-Dioden. Silizium eignet sich insbesondere
aufgrund seiner breiten Verwendung in der Elektronik und der vergleichsweise kostengünstigen
und großflächigen Verfügbarkeit.
[0023] Der erste Teilbereich und der zweite Teilbereich des Trägers weisen vorzugsweise
einen ersten Leitungstyp auf. Der erste Teilbereich und der zweite Teilbereich sind
also bezüglich des Leitungstyps gleichartig ausgebildet. Weiterhin bevorzugt ist zwischen
dem ersten Teilbereich und dem zweiten Teilbereich ein weiterer Bereich des Trägers
ausgebildet, der einen von dem ersten Leitungstyp des ersten und zweiten Teilbereichs
verschiedenen zweiten Leitungstyp aufweist. Beispielsweise können der erste Teilbereich
und der zweite Teilbereich n-leitend und der weitere Bereich des Trägers p-leitend
ausgebildet sein, so dass sich eine npn-Struktur ergibt. Alternativ kann der Träger
auch bezüglich des Leitungstyps invertiert ausgeführt sein, so dass sich entsprechend
eine pnp-Struktur ergibt. Ein Übergang zwischen dem ersten Teilbereich und dem weiteren
Bereich kann die erste Diode und ein Übergang zwischen dem zweiten Teilbereich und
dem weiteren Bereich die zweite Diode der Schutzdiodenstruktur bilden.
[0024] In einer bevorzugten Ausgestaltung sind die erste Kontaktschicht und/oder die zweite
Kontaktschicht mittels einer Isolationsschicht von dem weiteren Bereich des Trägers
elektrisch getrennt. Die erste Kontaktschicht und die zweite Kontaktschicht grenzen
also nur im ersten Teilbereich beziehungsweise im zweiten Teilbereich des Trägers
an diesen an. Insbesondere kann die Isolationsschicht eine erste Öffnung und eine
zweite Öffnung aufweisen, die in Aufsicht auf das Halbleiterbauelement mit dem ersten
Teilbereich beziehungsweise dem zweiten Teilbereich überlappt.
[0025] In einer bevorzugten Weiterbildung umläuft der erste Teilbereich den zweiten Teilbereich
zumindest teilweise. Mit anderen Worten kann der erste Teilbereich rahmenartig ausgeführt
sein und den zweiten Teilbereich zumindest teilweise einschließen.
[0026] In einer bevorzugten Weiterbildung ist der Halbleiterkörper in lateraler Richtung,
also in einer entlang einer Haupterstreckungsebene der Halbleiterschichten des Halbleiterkörpers
verlaufenden Richtung, in eine Mehrzahl von Segmenten unterteilt. Bei der Herstellung
können diese Segmente aus einer gemeinsamen Halbleiterschichtenfolge für den Halbleiterkörper
hervorgehen.
[0027] In einer Ausgestaltungsvariante sind die Segmente des Halbleiterkörpers zumindest
teilweise unabhängig voneinander extern elektrisch kontaktierbar. Insbesondere kann
den unabhängig voneinander extern elektrisch kontaktierbaren Segmenten jeweils zumindest
eine, insbesondere gesonderte, Schutzdiodenstruktur zugeordnet sein. Demnach weist
der Halbleiterkörper eine Mehrzahl von Segmenten auf, die jeweils vor einer ESD-Schädigung
geschützt sind.
[0028] In einer alternativen Ausgestaltungsvariante sind die Segmente des Halbleiterkörpers
zumindest teilweise elektrisch zueinander in Serie verschaltet. In diesem Fall können
die zueinander in Serie verschalteten Segmente eine gemeinsame Schutzdiodenstruktur
aufweisen, die elektrisch parallel zu der Serie von Segmenten verschaltet ist.
[0029] Die Anordnung der Kontakte, über die im Betrieb des Halbleiterbauelements Ladungsträger
von verschiedenen Seiten in den aktiven Bereich des Halbleiterkörpers injiziert werden
und dort unter Emission von Strahlung rekombinieren können, kann in weiten Bereichen
frei gewählt werden.
[0030] Zumindest einer der Kontakte kann auf der dem Halbleiterkörper abgewandten Seite
des Trägers angeordnet sein. Der Halbleiterkörper kann in diesem Fall durch zumindest
einen Durchbruch in den Träger hindurch mit dem Kontakt elektrisch leitend verbunden
sein.
[0031] Alternativ oder ergänzend kann zumindest einer der Kontakte auf der dem Halbleiterkörper
zugewandten Seite des Trägers angeordnet sein. Insbesondere können beide Kontakte
auf der dem Halbleiterkörper zugewandten Seite des Trägers angeordnet sein. Das Halbleiterbauelement
ist somit vorderseitig kontaktierbar, wobei unter der Vorderseite insbesondere diejenige
Seite verstanden wird, aus der der überwiegende Anteil der im aktiven Bereich erzeugten
Strahlung aus dem Halbleiterbauelement austritt.
[0032] Bei einem Verfahren zur Herstellung einer Mehrzahl von Halbleiterbauelementen wird
gemäß einer Ausführungsform eine Halbleiterschichtenfolge mit einem zur Erzeugung
von Strahlung vorgesehenen aktiven Bereich auf einem Aufwachssubstrat abgeschieden.
Eine Mehrzahl von Halbleiterkörpern wird aus der Halbleiterschichtenfolge ausgebildet.
Das Aufwachssubstrat wird zumindest bereichsweise entfernt. Ein Trägerverbund mit
einer Mehrzahl von Schutzdiodenstrukturen wird bereitgestellt. Eine Mehrzahl von Halbleiterkörpern
wird relativ zum Trägerverbund positioniert, so dass jeder Schutzdiodenstruktur zumindest
ein Halbleiterkörper zugeordnet ist. Eine elektrisch leitende Verbindung der Halbleiterkörper
mit den Schutzdiodenstrukturen wird hergestellt. Die Mehrzahl von Halbleiterbauelementen
wird fertig gestellt, wobei für jedes Halbleiterbauelement ein Träger aus dem Trägerverbund
hervorgeht.
[0033] Die Verfahrensschritte müssen hierbei nicht notwendigerweise in der Reihenfolge der
obigen Aufzählung durchgeführt werden.
[0034] Die Schutzdiodenstruktur kann also bereits in dem Träger ausgebildet sein, bevor
die Halbleiterkörper an dem jeweils zugeordneten Träger befestigt werden.
[0035] Bereits mit dem Verbinden der Halbleiterkörper mit dem jeweiligen Träger wird somit
eine elektrische Verbindung zu der jeweiligen Schutzdiodenstruktur hergestellt, so
dass die Halbleiterkörper bei der Herstellung frühzeitig, insbesondere noch bereits
vor dem Ausbilden der Halbleiterbauelemente aus dem Trägerverbund, vor einer Schädigung
durch elektrostatische Entladung geschützt sind.
[0036] In einer bevorzugten Ausgestaltung erfolgt das zumindest bereichsweise Entfernen
des Aufwachssubstrats nach dem Herstellen der elektrisch leitenden Verbindung der
Halbleiterkörper mit den Schutzdiodenstrukturen. Somit kann das Aufwachssubstrat der
mechanischen Stabilisierung der Halbleiterkörper bis zum Befestigen der Halbleiterkörper
an dem Trägerverbund dienen. Nach der Befestigung ist eine mechanische Stabilisierung
der Halbleiterkörper nicht mehr erforderlich, so dass das Aufwachssubstrat entfernt
werden kann.
[0037] Davon abweichend kann das Aufwachssubstrat aber auch bereits vor dem Herstellen einer
elektrisch leitenden Verbindung der Halbleiterkörper mit den Schutzdiodenstrukturen
erfolgen.
[0038] Das beschriebene Verfahren ist insbesondere zur Herstellung von Halbleiterbauelementen
geeignet, die wie weiter oben beschrieben ausgeführt sind. Im Zusammenhang mit dem
Halbleiterbauelement genannte Merkmale können daher auch für das Verfahren herangezogen
werden und umgekehrt.
[0039] Weitere Merkmale, Ausgestaltungen und Zweckmäßigkeiten ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den Figuren.
[0040] Es zeigen:
die Figuren 1A und 1B ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement
in schematischer Schnittansicht,
die Figuren 2A und 2B ein zweites Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement
in schematischer Aufsicht (Figur 2B) sowie in zugehöriger Schnittansicht (Figur 2A),
Figur 3 eine Strom-Spannungs-Charakteristik für ein Halbleiterbauelement gemäß dem
ersten Ausführungsbeispiel im Vergleich zu einem herkömmlichen Bauelement,
Figur 4 ein drittes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement in schematischer
Schnittansicht,
Figur 5 ein viertes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement in schematischer
Schnittansicht,
Figur 6 ein fünftes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement in schematischer
Schnittansicht, und
die Figuren 7A bis 7C ein Ausführungsbeispiel für ein Verfahren zur Herstellung eines
Halbleiterbauelements anhand von jeweils in schematischer Schnittansicht dargestellten
Zwischenschichten.
[0041] Gleiche, gleichartige oder gleich wirkende Elemente sind in den Figuren mit den gleichen
Bezugszeichen versehen. Die Figuren sind jeweils schematische Darstellungen und daher
nicht unbedingt maßstabsgetreu. Vielmehr können vergleichsweise kleine Elemente und
insbesondere Schichtdicken zur Verdeutlichung übertrieben groß dargestellt sein.
[0042] Figur 1A zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement 1, das
als ein Dünnfilm-LED-Halbleiterchip ausgeführt ist. Das Halbleiterbauelement 1 weist
einen Halbleiterkörper 2 mit einer Halbleiterschichtenfolge auf, die den Halbleiterkörper
bildet. Ein Aufwachssubstrat für die Halbleiterschichtenfolge ist vollständig entfernt.
Die Halbleiterschichtenfolge umfasst einen aktiven Bereich 20, der zwischen einer
ersten Halbleiterschicht 21 und einer zweiten Halbleiterschicht 22 angeordnet ist.
Die erste Halbleiterschicht und die zweite Halbleiterschicht sind bezüglich ihres
Leitungstyps zweckmäßigerweise voneinander verschieden, so dass diese eine Diodenstruktur
ausbilden.
[0043] Der Halbleiterkörper 2 ist auf einem Träger 5 angeordnet und mit diesem mechanisch
stabil verbunden. Die Verbindung erfolgt mittels einer Verbindungsschicht 4, die zwischen
einer dem Halbleiterkörper 2 zugewandten ersten Hauptfläche 501 des Trägers 5 und
dem Halbleiterkörper 2 angeordnet ist.
[0044] Als Verbindungsschicht eignet sich beispielsweise eine Lotschicht oder eine, insbesondere
elektrisch leitfähige, Klebeschicht.
[0045] Der Träger 5 weist einen ersten Teilbereich 51 und einen zweiten Teilbereich 52 auf,
die jeweils denselben Leitungstyp aufweisen. Beispielsweise können die Teilbereiche
jeweils n-leitend ausgebildet sein. Weiterhin umfasst der Träger 5 einen weiteren
Bereich 53, der zwischen dem ersten Teilbereich und dem zweiten Teilbereich verläuft
und einen vom ersten Leitungstyp verschieden zweiten Leitungstyp aufweist. Somit entsteht
zwischen dem ersten Teilbereich 51 und dem weiteren Bereich 53 sowie zwischen dem
zweiten Teilbereich 52 und dem weiteren Bereich 53 jeweils ein pn-Übergang. Die dadurch
gebildete erste Diode 71 beziehungsweise zweite Diode 72 bilden eine Schutzdiodenstruktur
7, bei der die erste Diode und die zweite Diode bezüglich ihrer Durchlassrichtung
zueinander entgegengesetzt elektrisch in Serie verschaltet sind. Weiterhin umfasst
das Halbleiterbauelement einen ersten Kontakt 31 und einen zweiten Kontakt 32, die
jeweils zur elektrischen externen Kontaktierung des Halbleiterbauelements 1 vorgesehen
sind. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind der erste Kontakt und der zweite Kontakt
jeweils auf der dem Halbleiterkörper 2 abgewandten zweiten Hauptfläche 502 des Trägers
ausgebildet. Somit ist das Halbleiterbauelement von einer der Strahlungsaustrittsfläche
10 des Halbleiterbauelements abgewandten Seite her elektrisch kontaktierbar.
[0046] Der erste Kontakt 31 und der zweite Kontakt 32 sind jeweils mittels einer ersten
Kontaktschicht 310 beziehungsweise einer zweiten Kontaktschicht 320 gebildet. Die
Kontaktschicht 310 grenzt an den ersten Teilbereich 51 des Trägers 5 an. Weiterhin
grenzt die zweite Kontaktschicht 320 des zweiten Kontakts 32 an den zweiten Teilbereich
52 des Trägers an.
[0047] Der erste Teilbereich 51 und der zweite Teilbereich 52 können auch derart ausgebildet
sein, dass der erste Teilbereich den zweiten Teilbereich, insbesondere vollständig
umläuft (nicht explizit dargestellt).
[0048] Der Halbleiterkörper weist eine Ausnehmung 25 auf, die sich von der dem Träger 5
zugewandten Seite des Halbleiterkörpers her durch den aktiven Bereich 20 hindurch
erstreckt.
[0049] Der Halbleiterkörper 2 weist lediglich zur vereinfachten Darstellung nur eine Ausnehmung
25 auf. Je höher die Anzahl die Ausnehmungen ist, desto gleichmäßiger in lateraler
Richtung können Ladungsträger über die erste Halbleiterschicht 21 in den aktiven Bereich
injiziert werden, so dass aus der Strahlungsaustrittsfläche 10 die Strahlung vergleichsweise
homogen austreten kann.
[0050] In der Ausnehmung 25 ist eine erste Anschlussschicht 311 ausgebildet, über die die
erste Halbleiterschicht 21 mit dem ersten Kontakt 31 elektrisch leitend verbunden
ist. Weiterhin ist die erste Anschlussschicht 311 in der Ausnehmung 25 mittels einer
weiteren Isolationsschicht 65 von dem aktiven Bereich 20 und der zweiten Halbleiterschicht
22 zur Vermeidung von elektrischen Kurzschlüssen elektrisch isoliert.
[0051] Auf der dem Träger 5 zugewandten Seite des Halbleiterkörpers 2 weist die zweite Halbleiterschicht
22 eine zweite Anschlussschicht 321 auf, über die die zweite Halbleiterschicht 22
mit dem zweiten Kontakt 32 elektrisch leitend verbunden ist.
[0052] Die erste Anschlussschicht und/oder die zweite Anschlussschicht enthalten vorzugsweise
ein Metall oder bestehen aus einem Metall, beispielsweise Ag, Rh, Ti, Pt, Pd, Au oder
Al, oder enthalten eine metallische Legierung mit zumindest einem der genannten Metalle.
Diese Metalle können auch für die Kontaktschicht 310 und/oder die zweite Kontaktschicht
320 Anwendung finden.
[0053] Der Halbleiterkörper 2, insbesondere der aktive Bereich 20, weist vorzugsweise ein
III-V-Halbleitermaterial auf.
[0054] III-V-Halbleitermaterialien sind zur Strahlungserzeugung im ultravioletten (In
x Ga
y Al
1-x-y N) über den sichtbaren (In
x Ga
y Al
1-x-y N, insbesondere für blaue bis grüne Strahlung, oder In
x Ga
y Al
1-x-y P, insbesondere für gelbe bis rote Strahlung) bis in den infraroten (In
x Ga
y Al
1-x-y As) Spektralbereich besonders geeignet. Hierbei gilt jeweils 0 ≤ x ≤ 1, 0 ≤ y ≤ 1
und x + y ≤ 1, insbesondere mit x ≠ 1, y ≠ 1, x ≠ 0 und/oder y ≠ 0. Mit III-V-Halbleitermaterialien,
insbesondere aus den genannten Materialsystemen, können weiterhin bei der Strahlungserzeugung
hohe interne Quanteneffizienzen erzielt werden.
[0055] Der Träger 5 enthält vorzugsweise ein Halbleitermaterial oder besteht aus einem Halbleitermaterial.
Silizium eignet sich besonders als Trägermaterial, insbesondere aufgrund der etablierten
Silizium-Technologie und der vergleichsweise kostengünstigen Verfügbarkeit. Es kann
aber auch ein anderes Halbleitermaterial, beispielsweise Ge oder GaAs, Anwendung finden.
[0056] Der Träger 5 weist weiterhin Durchbrüche 55 auf, die sich von der ersten Hauptfläche
501 bis zu der der ersten Hauptfläche gegenüberliegenden zweiten Hauptfläche 502 des
Trägers erstrecken. Über diese Durchbrüche ist der Halbleiterkörper von der dem Halbleiterkörper
abgewandten Seite des Trägers her elektrisch kontaktierbar.
[0057] Zwischen dem weiteren Bereich 53 des Trägers und der ersten Kontaktschicht 310 sowie
der zweiten Kontaktschicht 320 ist eine Isolationsschicht 6 angeordnet. Somit sind
der erste Kontakt 31 und der zweite Kontakt 32 jeweils nur über den ersten Teilbereich
beziehungsweise den zweiten Teilbereich 51 beziehungsweise 52 mit dem Träger elektrisch
leitend mittels einer ohmschen Verbindung verbunden. Hierfür weist die Isolationsschicht
6 Öffnungen auf, in denen die Kontaktschichten 310, 320 an den Träger 5 angrenzen.
[0058] Die Isolationsschicht 6 und/oder die weitere Isolationsschicht 65 enthalten vorzugsweise
ein Oxid, beispielsweise Siliziumoxid oder Titanoxid, ein Nitrid, beispielsweise Siliziumnitrid,
oder ein Oxinitrid, beispielsweise Siliziumoxinitrid, oder bestehen aus einem solchen
Material.
[0059] Die Strompfade innerhalb des Halbleiterbauelements 1 sind in Figur 1B schematisch
dargestellt. Hierbei ist die erste Halbleiterschicht 21 exemplarisch n-leitend und
die zweite Halbleiterschicht 22 entsprechend p-leitend ausgebildet. Weiterhin sind
der erste und der zweite Teilbereich 51 beziehungsweise 52 des Trägers 5 jeweils n-leitend
und der weitere Bereich 53 des Trägers p-leitend ausgeführt.
[0060] Bei Anliegen einer positiven Spannung am zweiten Kontakt 32 relativ zum ersten Kontakt
31 wird der aktive Bereich 20 in Durchlassrichtung betrieben, so dass Ladungsträger
von unterschiedlichen Seiten über die erste Halbleiterschicht 21 und die zweite Halbleiterschicht
22 in den aktiven Bereich injiziert werden und dort unter Emission von Strahlung rekombinieren.
Bei einer in Sperrrichtung anliegenden Spannung kann diese über die Schutzdiodenstruktur
7 abfließen. Die erste Diode 71 und die zweite Diode 72 sind hierbei jeweils als Zener-Dioden
ausgeführt, so dass bei einer in Sperrrichtung anliegenden Spannung über die Schutzdiodenstruktur
erst ab einem gewissen Schwellwert ein signifikanter Strom fließt. Bei einer Spannung,
die betragsmäßig größer ist als die Spannung des Schwellwerts, weist die Schutzdiodenstruktur
also nur einen vergleichsweise geringen Widerstand auf, so dass im Falle einer elektrostatischen
Aufladung die Ladungsträger über die Schutzdiodenstruktur abfließen können und dadurch
die Gefahr einer Schädigung des Halbleiterkörpers weitestgehend vermieden werden kann.
[0061] Eine entsprechende Strom-Spannungs-Charakteristik ist schematisch in Figur 3 dargestellt,
wobei eine Kurve 81 den Strom I in Abhängigkeit von der angelegten Spannung U für
ein Halbleiterbauelement gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel darstellt, wobei die
Spannung und der Strom jeweils in willkürlichen Einheiten angegeben sind. Im Vergleich
dazu zeigt die Kurve 82 eine Strom-Spannungs-Charakteristik für ein herkömmliches
Bauelement, bei dem eine einfache Schutzdiode antiparallel zum aktiven Bereich verschaltet
ist. Im Unterschied zur Kurve 81 weist diese Kurve bereits bei betragsmäßig vergleichsweise
geringen negativen Spannungen einen vergleichsweise niedrigen Widerstand auf. Bei
einer Testspannung, die mittels eines Pfeils 83 in der Figur Veranschaulicht ist,
würde also bei einem herkömmlichen Bauelement auch in Sperrrichtung des aktiven Bereichs
ein sehr hoher Strom fließen, so dass eine Bestimmung der Polarität des Halbleiterbauelements
nicht oder nur schwer möglich wäre.
[0062] Im Unterschied hierzu kann bei einer Schutzdiodenstruktur mit zwei zueinander entgegengesetzt
bezüglich ihrer Durchlassrichtung verschalteten Zener-Dioden bei der Testspannung
kein oder zumindest kein wesentlicher Strom über die Schutzdiodenstruktur fließen,
so dass eine Bestimmung der Polarität des Bauelements trotz der Integration einer
Schutzdiodenstruktur auf einfache Weise erfolgen kann.
[0063] Bei betragsmäßig hohen in Sperrrichtung des Halbleiterkörpers 20 anliegenden Spannungen
ist der Widerstand der Schutzdiodenstruktur 7 dennoch so gering, dass das Halbleiterbauelement
mittels der integrierten Schutzdiodenstruktur effizient vor einer Schädigung aufgrund
elektrostatischer Entladung geschützt ist.
[0064] Weiterhin zeigt die Figur 3 ein Ersatzschaltbild 85 für die Schutzdiodenstruktur
7 mit der ersten Diode 71 und der zweiten Diode 72, wobei die Schutzdiodenstruktur
elektrisch parallel zum aktiven Bereich 20 verschaltet ist.
[0065] Ein zweites Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement ist in den Figuren 2A
und 2B in schematischer Aufsicht sowie in einer schematischen Schnittansicht entlang
der Linie AA' dargestellt.
[0066] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel sind die Kontakte 31 und 32 jeweils
auf der dem Halbleiterkörper 2 zugewandten Seite des Trägers 5 angeordnet. Der Träger
5 kann somit frei von Durchbrüchen 55 ausgebildet sein.
[0067] Der erste Kontakt 31, der zweite Kontakt 32 und der Halbleiterkörper 2 sind also
in lateraler Richtung nebeneinander angeordnet.
[0068] Selbstverständlich kann auch einer der Kontakte auf der dem Halbleiterkörper 2 zugewandten
Seite des Trägers und der andere Kontakt auf der dem Halbleiterkörper abgewandten
Seite des Trägers angeordnet und, wie im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben, über Durchbrüche durch den Träger mit dem Halbleiterkörper verbunden
sein.
[0069] Ein drittes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement ist in Figur 4 schematisch
in Schnittansicht dargestellt. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel weist
der Halbleiterkörper 2 keine Ausnehmungen 25 auf. Zur elektrisch leitenden Verbindung
der ersten Halbleiterschicht 21 mit dem ersten Kontakt 31 erstreckt sich die erste
Anschlussschicht 311 über eine Oberseite der ersten Halbleiterschicht 21 hinaus und
verläuft über eine Schräge zur ersten Kontaktschicht 310. Die Schräge ist mittels
einer Planarisierungsschicht 9 gebildet, die die erste Anschlussschicht gleichzeitig
vom aktiven Bereich 20 und der zweiten Halbleiterschicht 22 elektrisch trennt. Die
Planarisierungsschicht ist zweckmäßigerweise elektrisch isolierend ausgeführt. Beispielsweise
kann die Planarisierungsschicht BCB (Benzocyclobuten), Siliziumoxid oder Siliziumnitrid
enthalten oder aus einem solchen Material bestehen.
[0070] Weiterhin weist das Halbleiterbauelement 1 eine Verkapselung 91 auf, die insbesondere
den Halbleiterkörper 2 vor einer mechanischen Beschädigung und/oder widrigen äußeren
Umwelteinflüssen, etwa Feuchtigkeit, schützt.
[0071] In Figur 5 ist ein viertes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement schematisch
in Schnittansicht dargestellt, wobei dieses Halbleiterbauelement im Wesentlichen wie
im Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben ausgeführt ist.
[0072] Im Unterschied hierzu weist der Halbleiterkörper 2 eine Mehrzahl von Segmenten, in
diesem Ausführungsbeispiel lediglich exemplarisch zwei Segmente 2A und 2B, auf. Bei
der Herstellung des Halbleiterbauelements gehen die Segmente aus einer gemeinsamen
Halbleiterschichtenfolge für den Halbleiterkörper 2 hervor. Beispielsweise können
die Segmente durch einen nasschemischen und/oder trockenchemischen Ätzschritt elektrisch
voneinander getrennt werden.
[0073] Wie im Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben, sind die Segmente des Halbleiterkörpers
jeweils über einen ersten Kontakt 31 und einen zweiten Kontakt 32 extern elektrisch
kontaktierbar. Die Segmente können somit unabhängig voneinander extern elektrisch
angesteuert werden. Die Segmente können beispielsweise matrixartig zu einer Bildanzeigevorrichtung
ausgebildet sein.
[0074] Den Segmenten 2A und 2B ist jeweils eine Schutzdiodenstruktur 7 zugeordnet, die,
wie im Zusammenhang mit Figur 1 beschrieben, im Träger ausgebildet ist. Somit ist
jedes Segment des Halbleiterkörpers einzeln mittels einer Schutzdiodenstruktur versehen
und dennoch auf einfache Weise hinsichtlich seiner elektrischen Eigenschaften in Sperrrichtung
prüfbar.
[0075] Ein sechstes Ausführungsbeispiel für ein Halbleiterbauelement ist in Figur 6 schematisch
in Schnittansicht dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht im Wesentlichen
dem im Zusammenhang mit Figur 5 beschriebenen vierten Ausführungsbeispiel. Im Unterschied
hierzu sind die Segmente des Halbleiterkörpers 2A, 2B zueinander elektrisch in Serie
verschaltet. Weiterhin ist den Segmenten 2A, 2B eine gemeinsame Schutzdiodenstruktur
7 zugeordnet. Die Verschaltung der Segmente in Serie zueinander erfolgt mittels einer
weiteren Anschlussschicht 34. Mittels der weiteren Anschlussschicht besteht eine elektrisch
leitende Verbindung der ersten Halbleiterschicht 21 des Segments 2A durch die Ausnehmung
25 hindurch mit der zweiten Halbleiterschicht 22 des zweiten Segments 2B des Halbleiterkörpers
2. Für die weitere Anschlussschicht eignet sich insbesondere eines der im Zusammenhang
mit der ersten und zweiten Anschlussschicht genannten Materialien.
[0076] Ein Ausführungsbeispiel für ein Verfahren zur Herstellung eines Halbleiterbauelements
ist in den Figuren 7A bis 7C anhand von jeweils in schematischer Schnittansicht gezeigten
Zwischenschritten dargestellt.
[0077] Die Herstellung ist hierbei lediglich exemplarisch für ein Halbleiterbauelement gezeigt,
das gemäß dem im Zusammenhang mit Figur 1A beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel
ausgebildet ist. Zur vereinfachten Darstellung ist weiterhin nur ein Halbleiterbauelement
gezeigt. Mit dem Verfahren kann selbstverständlich eine Vielzahl von Halbleiterbauelementen
gleichzeitig hergestellt werden.
[0078] Eine Halbleiterschichtenfolge 200 mit einem aktiven Bereich 20, einer ersten Halbleiterschicht
21 und einer zweiten Halbleiterschicht 22 wird auf einem Aufwachssubstrat, vorzugsweise
epitaktisch, beispielsweise mittels MOCVD oder MBE, abgeschieden. Von der dem Aufwachssubstrat
abgewandten Seite her wird in der Halbleiterschichtenfolge eine Ausnehmung 25 ausgebildet,
die sich durch den aktiven Bereich 20 hindurch in die erste Halbleiterschicht 21 hinein
erstreckt. Dies kann beispielsweise mittels nasschemischen oder trockenchemischen
Ätzens erfolgen. Im Bereich der Ausnehmung 25 wird eine weitere Isolationsschicht
65 ausgebildet, welche die Seitenflächen der Ausnehmung 25 bedeckt. Auf der weiteren
Isolationsschicht 65 wird eine erste Anschlussschicht 311 ausgebildet, die mit der
ersten Halbleiterschicht 21 elektrisch leitend verbunden ist. Weiterhin wird auf der
zweiten Halbleiterschicht 22 eine zweite Anschlussschicht 321 abgeschieden, beispielsweise
mittels Aufdampfens oder Aufsputterns.
[0079] In Figur 7B ist ein Teil eines Trägerverbunds 50 dargestellt, aus dem ein Träger
5 für den Halbleiterchip hervorgeht.
[0080] Der Träger 5 weist Durchbrüche 55 auf, durch die sich jeweils eine erste Kontaktschicht
310 und eine zweite Kontaktschicht 320 hindurch erstrecken.
[0081] Wie im Zusammenhang mit Figur 1A beschrieben, sind in dem Träger ein erster Teilbereich
51, ein zweiter Teilbereich 52 und ein weiterer Bereich 53 ausgebildet, die eine Schutzdiodenstruktur
7 mit zwei Zener-Dioden bilden. Die Schutzdiodenstruktur ist über die erste Kontaktschicht
310 und die zweite Kontaktschicht 320 elektrisch kontaktierbar.
[0082] Die Schutzdiodenstruktur ist also bereits auf dem Trägerverbund ausgebildet, bevor
die Halbleiterkörper an dem Träger befestigt werden.
[0083] Der Halbleiterkörper 2 wird relativ zu dem Träger derart positioniert, dass ein elektrischer
Kontakt zwischen der ersten Kontaktschicht 310 und der ersten Anschlussschicht 311
beziehungsweise der zweiten Kontaktschicht 320 und der zweiten Anschlussschicht 321
hergestellt werden kann. Die Herstellung dieser Verbindung kann mittels einer Verbindungsschicht
4, etwa einer Lotschicht oder einer elektrisch leitenden Klebeschicht erfolgen.
[0084] Nach dem Befestigen der Halbleiterkörper 2 ist das Aufwachssubstrat 23 für die mechanische
Stabilisierung des Halbleiterkörpers nicht mehr erforderlich und kann somit entfernt
werden. Aufgrund der in den Träger integrierten Schutzdiodenstruktur kann der Halbleiterkörper
also bereits während des Entfernens des Aufwachssubstrats vor einer ESD-Schädigung
geschützt sein.
[0085] Alternativ kann das Aufwachssubstrat auch bereits entfernt werden, bevor die Halbleiterkörper
an dem Träger 5 befestigt werden. In diesem Fall sind die Halbleiterkörper 2 vorzugsweise
auf einem Hilfsträger befestigt, der nach dem Verbinden der Halbleiterkörper mit dem
Träger entfernt werden kann.
[0086] Das Entfernen des Aufwachssubstrats kann beispielsweise mechanisch, etwa mittels
Schleifens, Läppens oder Polierens und/oder chemisch, beispielsweise mittels nasschemischen
oder trockenchemischen Ätzens und/oder mittels kohärenter Strahlung, insbesondere
Laserstrahlung, erfolgen.
[0087] Ein fertig gestelltes Halbleiterbauelement, das wie im Zusammenhang mit Figur 1A
beschrieben ausgeführt ist, ist in Figur 7C dargestellt. Die Vereinzelung des Trägerverbunds
in eine Mehrzahl von Trägern 5 mit jeweils zumindest einem Halbleiterkörper 2 kann
beispielsweise mechanisch, etwa mittels Spaltens, Ritzens oder Brechens und/oder mittels
kohärenter Strahlung, insbesondere Laserstrahlung, erfolgen. Durch das Vereinzeln
des Trägerverbunds gehen also Halbleiterbauelemente hervor, in die die Schutzdiodenstruktur
bereits integriert ist.
[0088] Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung
10 2009 053 064.9, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenommen wird.
[0089] Die Erfindung ist nicht durch die Beschreibung anhand der Ausführungsbeispiele beschränkt.
Vielmehr ist die Erfindung durch die angehängten Patentansprüche definiert.
1. Dünnfilm-Halbleiterbauelement (1), das einen Träger (5) und einen Halbleiterkörper
(2) mit einer Halbleiterschichtenfolge, die einen zur Erzeugung von Strahlung vorgesehenen
aktiven Bereich (20) umfasst, aufweist, wobei
- das Dünnfilm-Halbleiterbauelement (1) ein Dünnfilm-Halbleiterchip ist, bei dem ein
Aufwachssubstrat für die Halbleiterschichtenfolge (2) entfernt ist;
- der Halbleiterkörper (2) eine Mehrzahl von Ausnehmungen (25) aufweist, die sich
von einer dem Träger (5) zugewandten Seite des Halbleiterkörpers her durch den aktiven
Bereich (20) hindurch erstrecken;
- der Halbleiterkörper (2) mittels eines ersten Kontakts (31) und eines zweiten Kontakts
(32) extern elektrisch kontaktierbar ist; und
- der Träger (5) eine Schutzdiodenstruktur (7) aufweist, die zum Halbleiterkörper
(2) elektrisch parallel verschaltet ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Schutzdiodenstruktur (7) eine erste Diode (71) und eine zweite Diode (72) aufweist;
- die erste Diode (71) und die zweite Diode (72) bezüglich ihrer Durchlassrichtung
zueinander entgegengesetzt elektrisch in Serie verschaltet sind; und
- die Schutzdiodenstruktur in Sperrrichtung des aktiven Bereichs einen Schwellwert
aufweist, der betragsmäßig größer ist als eine Leuchtschwelle des aktiven Bereichs,
wobei eine Leuchtschwelle ein Spannungswert ist, ab dem der Halbleiterkörper eine
messbare Emission von Strahlung zeigt.
2. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1,
bei dem die Schutzdiodenstruktur in den Träger integriert ist.
3. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem die Schutzdiodenstruktur zumindest bei einer in Sperrrichtung des Halbleiterkörpers
anliegenden Spannung eine Strom-Spannungs-Charakteristik gemäß einer Zener-Diode in
Sperrrichtung aufweist.
4. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem der erste Kontakt mittels einer ersten Kontaktschicht (310) und der zweite
Kontakt mittels einer zweiten Kontaktschicht (320) gebildet sind, wobei die erste
Kontaktschicht an einen ersten Teilbereich (51) und die zweite Kontaktschicht an einen
zweiten Teilbereich (52) des Trägers angrenzen; und
bei dem der Träger auf einem Halbleitermaterial basiert, wobei der erste Teilbereich
und der zweite Teilbereich des Trägers einen ersten Leitungstyp aufweisen und zwischen
dem ersten Teilbereich und dem zweiten Teilbereich ein weiterer Bereich (53) des Trägers
ausgebildet ist, der einen von dem ersten Leitungstyp verschiedenen zweiten Leitungstyp
aufweist.
5. Halbleiterbauelement nach Anspruch 4,
bei dem die erste Kontaktschicht und die zweite Kontaktschicht mittels einer Isolationsschicht
(6) von dem weiteren Bereich des Trägers elektrisch getrennt sind.
6. Halbleiterbauelement nach Anspruch 4 oder 5,
bei dem der erste Teilbereich den zweiten Teilbereich zumindest teilweise umläuft.
7. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
bei dem der Halbleiterkörper in lateraler Richtung in eine Mehrzahl von Segmenten
(2A, 2B) unterteilt ist.
8. Halbleiterbauelement nach Anspruch 7,
bei dem die Segmente des Halbleiterkörpers zumindest teilweise unabhängig voneinander
extern elektrisch kontaktierbar sind, wobei den unabhängig voneinander extern elektrisch
kontaktierbaren Segmenten jeweils zumindest eine Schutzdiodenstruktur zugeordnet ist.
9. Halbleiterbauelement nach Anspruch 7 oder 8,
bei dem die Segmente des Halbleiterkörpers zumindest teilweise elektrisch zueinander
in Serie verschaltet sind.
10. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
bei dem zumindest einer der Kontakte auf der dem Halbleiterkörper abgewandten Seite
des Trägers angeordnet ist, wobei der Halbleiterkörper durch zumindest einen Durchbruch
(55) in dem Träger hindurch mit dem Kontakt elektrisch leitend verbunden ist.
11. Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
bei dem zumindest einer der Kontakte auf der dem Halbleiterkörper zugewandten Seite
des Trägers angeordnet ist.
12. Verfahren zur Herstellung einer Mehrzahl von Dünnfilm-Halbleiterbauelementen (1),
die Dünnfilm-Halbleiterchips sind, mit den Schritten:
a) Abscheiden einer Halbleiterschichtenfolge (200) mit einem zur Erzeugung von Strahlung
vorgesehenen aktiven Bereich (20) auf einem Aufwachssubstrat (23);
b) Ausbilden einer Mehrzahl von Halbleiterkörpern (2) aus der Halbleiterschichtenfolge;
b') Ausbilden einer Mehrzahl von Ausnehmungen (25), die sich von einer dem Aufwachssubstrat
(23) abgewandten Seite her durch den aktiven Bereich (20) hindurch erstrecken;
c) zumindest bereichsweises Entfernen des Aufwachssubstrats (23);
d) Bereitstellen eines Trägerverbunds (50) mit einer Mehrzahl von Schutzdiodenstrukturen
(7), wobei die Schutzdiodenstrukturen eine erste Diode und eine zweite Diode aufweisen,
die bezüglich ihrer Durchlassrichtung zueinander entgegengesetzt in Serie verschaltet
sind, und wobei die Schutzdiodenstrukturen in Sperrrichtung des aktiven Bereichs einen
Schwellwert aufweisen, der betragsmäßig größer ist als eine Leuchtschwelle des aktiven
Bereichs;
e) Positionieren der Mehrzahl von Halbleiterkörpern (2) derart relativ zum Trägerverbund
(50), dass jeder Schutzdiodenstruktur (7) zumindest ein Halbleiterkörper (2) zugeordnet
ist;
f) Herstellen einer elektrisch leitenden Verbindung der Halbleiterkörper (2) mit den
Schutzdiodenstrukturen (7), wobei die Schutzdiodenstrukturen jeweils zu den Halbleiterkörpern
(2) elektrisch parallel verschaltet werden; und
g) Fertigstellen der Mehrzahl von Halbleiterbauelementen, wobei für jedes Halbleiterbauelement
ein Träger (5) aus dem Trägerverbund (50) hervorgeht.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
bei dem Schritt c) nach Schritt f) durchgeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13,
mit dem Schritt
h) Vereinzelung des Trägerverbunds zur Herstellung eines Halbleiterbauelements nach
einem der Ansprüche 1 bis 11.
1. A thin-film semiconductor component (1), which comprises a carrier (5) and a semiconductor
body (2) with a semiconductor layer sequence comprising an active region (20) provided
for generating radiation, wherein
- the thim-film semiconductor component is a thin-film semiconductor chip, in which
a growth substrate for the semiconductor layer sequence (2) is removed;
- the semiconductor body (2) comprises a plurality of recesses (25) extending from
a side of the semiconductor body facing the carrier (5) through the active region
(20);
- the semiconductor body (2) is externally electrically contactable by means of a
first contact (31) and of a second contact (32);
- the carrier (5) comprises a protection diode structure (7), which is connected electrically
in parallel to the semiconductor body (2);
- the protection diode structure (7) comprises a first diode (71) and a second diode
(72); and
- the first diode (71) and the second diode (72) are electrically series-connected
in mutually opposing directions with regard to their forward direction; and
- the protection diode structure comprises a threshold value in the reverse direction
of the active region, the threshold value being of a greater absolute value than a
luminance threshold of the active region, wherein the luminance threshold is a voltage
value, from which the semiconductor body displays a measurable radiation emission.
2. A semiconductor component according to claim 1,
in which the protection diode structure in integrated into the carrier.
3. A semiconductor component according to claim 1 or claim 2, in which, in the case of
a voltage applied in the reverse direction of the semiconductor body, the protection
diode structure comprises a current-voltage characteristic in accordance with a Zener
diode in the reverse direction.
4. A semiconductor component according to any one of claims 1 to 3,
in which the first contact is formed by means of a first contact layer (310) and the
second contact by means of a second contact layer (320), wherein the first contact
layer adjoins a first sub-region (51) and the second contact layer adjoins a second
sub-region (52) of the carrier; and
in which the carrier is based on a semiconductor material, wherein the first sub-region
and the second sub-region of the carrier are of a first conduction type and a further
region (53) of the carrier is formed between the first sub-region and the second sub-region,
which further region is of a second conduction type different from the first conduction
type.
5. A semiconductor component according to claim 4,
in which the first contact layer and the second contact layer are electrically isolated
from the further region of the carrier by means of an insulation layer (6).
6. A semiconductor component according to claim 4 or 5,
in which the first sub-region at least partially surrounds the second sub-region.
7. A semiconductor component according to any one of claims 1 to 6,
in which the semiconductor body is subdivided in a lateral direction into a plurality
of segments (2A, 2B).
8. A semiconductor component according to claim 7,
in which the segments of the semiconductor body are externally electrically contactable
at least partially independently of one another, wherein at least one protection diode
structure is associated with each of the mutually independently externally electrically
contactable segments.
9. A semiconductor component according to claim 7 or 8,
in which the segments of the semiconductor body are at least partially electrically
interconnected in series.
10. A semiconductor component according to any one of claims 1 to 9, in which at least
one of the contacts is arranged on the side of the carrier remote from the semiconductor
body, wherein the semiconductor body is electrically conductively connected to the
contact through at least one opening (55) in the carrier.
11. A semiconductor component according to any one of claims 1 to 10, in which at least
one of the contacts is arranged on the side of the carrier facing the semiconductor
body.
12. A method for producing a plurality of thin-film semiconductor components (1), comprising
the steps of:
a) depositing a semiconductor layer sequence (200) with an active region (20) provided
for generating radiation on a growth substrate (23);
b) forming a plurality of semiconductor bodies (2) from the semiconductor layer sequence;
b)' forming a plurality of recesses (25) extending from a side facing away from the
growth substrate (23) through the active region (20);
c) removing the growth substrate (23) at least in places;
d) providing a carrier assembly (50) with a plurality of protection diode structures
(7), wherein the protection diode structures (7) comprises a first diode (71) and
a second diode (72) that are electrically series-connected in mutually opposing directions
with regard to their forward direction and wherein the protection diode structures
comprises a threshold value in the reverse direction of the active region, the threshold
value being of a greater absolute value than a luminance threshold of the active region;
e) positioning the plurality of semiconductor bodies (2) relative to the carrier assembly
(50) such that at least one semiconductor body (2) is associated with each protection
diode structure (7);
f) producing an electrically conductive connection between the semiconductor bodies
(2) and the protection diode structures (7), the protection diode structures being
in each case electrically connected to the semiconductor bodies (2) in parallel; and
g) finishing the plurality of semiconductor components, wherein one carrier (5) is
produced from the carrier assembly (50) for each semiconductor component.
13. A method according to claim 12,
in which step c) is performed after step f).
14. A method according to claim 12 or 13,comprising the step
h) singulating the carrier assembly for producing a semiconductor component according
to any one of claims 1 to 11.
1. Dispositif semi-conducteur à film mince (1), qui présente un support (5) et un corps
semi-conducteur (2) comprenant une succession de couches semi-conductrices, laquelle
comprend une zone active (20) ménagée pour générer un rayonnement,
- le dispositif semi-conducteur à film mince (1) étant une puce semi-conductrice à
film mince, dans laquelle un substrat de croissance pour la succession de couches
semi-conductrices (2) est enlevé ;
- le corps semi-conducteur (2) présentant une pluralité d'évidements (25) qui, depuis
un côté, tourné vers le support (5), du corps semi-conducteur, s'étendent à travers
la zone active (20) ;
- le corps semi-conducteur (2) pouvant être mis en contact électrique de manière externe
au moyen d'un premier contact (31) et d'un deuxième contact (32) ; et
- le support (5) présentant une structure à diodes de protection (7) qui est électriquement
connectée parallèlement au corps semi-conducteur (2), caractérisé en ce que
- la structure à diodes de protection (7) présente une première diode (71) et une
deuxième diode (72) ;
- en ce que la première diode (71) et la deuxième diode (72), quant à leur sens de conduction,
sont électriquement connectées en série de manière opposée l'une à l'autre ; et
- en ce que la structure à diodes de protection, en sens de blocage de la zone active, présente
une valeur seuil dont la valeur est supérieure à un seuil de luminosité de la zone
active, un seuil de luminosité étant une valeur de tension à partir de laquelle le
corps semi-conducteur indique une émission mesurable du rayonnement.
2. Dispositif semi-conducteur selon la revendication 1,
dans lequel la structure à diodes de protection est intégrée dans le support.
3. Dispositif semi-conducteur selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel la structure à diodes de protection, au moins avec une tension présente
dans le sens de blocage du corps semi-conducteur, présente une caractéristique courant/tension
suivant une diode Zener dans le sens de blocage.
4. Dispositif semi-conducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
le premier contact est formé au moyen d'une première couche de contact (310) et le
deuxième contact au moyen d'une deuxième couche de contact (320), la première couche
de contact étant adjacente à une première zone partielle (51) du support et la deuxième
couche de contact étant adjacente à une deuxième zone partielle (52) du support ;
et
dans lequel le support est à base d'une matière semi-conductrice, la première zone
partielle et la deuxième zone partielle du support présentant un premier type de conduction,
et une zone supplémentaire (53) du support étant réalisée entre la première zone partielle
et la deuxième zone partielle, laquelle zone supplémentaire présente un deuxième type
de conduction différent du premier type de conduction.
5. Dispositif semi-conducteur selon la revendication 4,
dans lequel la première couche de contact et la deuxième couche de contact sont électriquement
séparées de la zone supplémentaire du support au moyen d'une couche d'isolation (6).
6. Dispositif semi-conducteur selon la revendication 4 ou 5, dans lequel la première
zone partielle entoure au moins en partie la deuxième zone partielle.
7. Dispositif semi-conducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
dans lequel le corps semi-conducteur est divisé en direction latérale en une pluralité
de segments (2A, 2B).
8. Dispositif semi-conducteur selon la revendication 7,
dans lequel les segments du corps semi-conducteur peuvent être mis en contact électrique
de manière externe au moins en partie indépendamment les uns des autres, au moins
une structure à diodes de protection étant respectivement attribuée aux segments pouvant
être mis en contact électriquement de manière externe au moins en partie indépendamment
les uns des autres.
9. Dispositif semi-conducteur selon la revendication 7 ou 8,
dans lequel les segments du corps semi-conducteur sont électriquement connectés en
série les uns par rapport aux autres au moins en partie.
10. Dispositif semi-conducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
dans lequel au moins un des contacts est disposé sur le côté du support, détourné
du corps semi-conducteur, le corps semi-conducteur étant relié de manière électro-conductrice
au contact en traversant au moins un passage (55) situé dans le support.
11. Dispositif semi-conducteur selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
dans lequel au moins un des contacts est disposé sur le côté du support tourné vers
le corps semi-conducteur.
12. Procédé de fabrication d'une pluralité de dispositifs semi-conducteurs à film mince
(1), lesquels sont des puces semi-conductrices à film mince, comprenant les étapes
:
a) séparation d'une succession de couches semi-conductrices (200) comprenant une zone
active (20) ménagée pour générer un rayonnement sur un substrat de croissance (23)
;
b) formation d'une pluralité de corps semi-conducteurs (2) à partir de la succession
de couches semi-conductrices ;
b') formation d'une pluralité d'évidements (25) qui, à partir d'un côté détourné du
substrat de croissance (23), s'étendent à travers la zone active (20) ;
c) retrait au moins en partie du substrat de croissance (23) ;
d) fourniture d'un assemblage porteur (50) comprenant une pluralité de structures
à diodes de protection (7), les structures à diodes de protection comprenant une première
et une deuxième diodes, lesquelles sont connectées en série de manière mutuellement
opposée quant à leur sens de conduction, et les structures à diodes de protection
présentant dans le sens de blocage de la zone active une valeur seuil dont la valeur
est supérieure à un seuil de luminosité de la zone active ;
e) positionnement de la pluralité de corps semi-conducteurs (2) de manière relative
par rapport à l'assemblage porteur (50) de sorte qu'au moins un corps semi-conducteur
(2) soit attribué à chaque structure à diodes de protection (7);
f) établissement d'une liaison électro-conductrice des corps semi-conducteurs (2)
avec les structures à diodes de protection (7), les structures à diodes de protection
(7) étant respectivement électriquement connectées parallèlement aux corps semi-conducteurs
(2); et
g) réalisation d'une pluralité de dispositifs semi-conducteurs, un support (5) résultant
de l'assemblage porteur (50) pour chaque dispositif semi-conducteur.
13. Procédé selon la revendication 12,
dans lequel l'étape c) est exécutée après l'étape f).
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13,
comprenant l'étape
h) séparation de l'assemblage porteur
pour la fabrication d'un dispositif semi-conducteur selon l'une quelconque des revendications
1 à 11.