| (19) |
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(11) |
EP 2 499 704 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.2017 Patentblatt 2017/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.03.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2011/000203 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/107075 (09.09.2011 Gazette 2011/36) |
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VERFAHREN ZUM HERSTELLEN EINER ELEKTRISCHEN SCHNITTSTELLE UND SCHNITTSTELLE
METHOD FOR PRODUCING AN ELECTRIC INTERFACE AND INTERFACE
PROCÉDÉ DE PRODUCTION D'UNE INTERFACE ÉLECTRIQUE ET INTERFACE CORRESPONDANTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
01.03.2010 DE 102010009766
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.09.2012 Patentblatt 2012/38 |
| (73) |
Patentinhaber: Franz Binder GmbH & Co.
Elektrische Bauelemente KG |
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74172 Neckarsulm (DE) |
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Erfinder: |
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- FINK, Dieter
74749 Rosenberg (DE)
- FINKE, Hans Michael
74834 Elztal-Auerbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patent- und Rechtsanwälte Ullrich & Naumann |
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PartG mbB
Schneidmuehlstrasse 21 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 143 577 WO-A1-2009/084350 US-A- 5 358 417 US-A- 5 906 513 US-B1- 7 393 218
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EP-A2- 1 168 524 GB-A- 2 330 021 US-A- 5 395 267 US-A- 5 980 329
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer vorzugsweise mehrpoligen,
geschirmten elektrischen Schnittstelle, insbesondere einer Steckverbindung, vorzugsweise
eines Steckers, einer Buchse, eines Y-Stücks, T-Stücks oder dgl., mit mindestens einem
angeschlossenen Kabel nebst Abschirmung, wobei die Schnittstelle elektrische Kontakte
umfasst und wobei das Kabel mit den elektrischen Kontakten zu verbindende Adern und
eine die Adern umgebende Abschirmung umfasst, die vom Kabel zur bzw. in die Schnittstelle
zu führen ist.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine geschirmte elektrischen Schnittstelle, insbesondere
Steckverbindung, vorzugsweise Stecker, Buchse, Y-Stück oder dgl., mit mindestens einem
angeschlossenen elektrischen Kabel nebst Abschirmung, wobei die Schnittstelle elektrische
Kontakte umfasst und wobei das Kabel mit den elektrischen Kontakten zu verbindende
Adern/Litzen und eine die Andern umgebende Abschirmung umfasst, insbesondere eine
Schnittstelle, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist.
[0003] Der Begriff "elektrische Schnittstelle" ist im weitesten Sinne zu verstehen. So kann
es sich dabei beispielsweise um eine ein- oder mehrpolige geschirmte Steckverbindung
handeln, oder um eine sogenannte Y- oder T-Verbindung bzw. um ein entsprechendes Verbindungsstück.
Um eine möglichst gute Schirmdämpfung zu realisieren, ist regelmäßig eine 360°-Schirmung
des Gehäuses erforderlich, beispielsweise durch eine Schirmlitze realisiert.
[0004] Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, unterschiedlichste Schnittstelle
bzw. Steckverbindungen mit hinreichend guten Schirmungen zu realisieren. Insbesondere
bei Steckern mit komplizierten Geometrien. Beispielsweise bei Winkelsteckern, T- und
Y-Teilern ist die Realisierung einer 360°-Schirmung, die vom Kabel auf die Schnittstelle
zu übertragen ist, äußerst aufwendig und somit teuer in der Herstellung bzw. Komplettierung
der Schnittstelle.
[0005] Aus der Praxis sind unterschiedlichste Schnittstellen, beispielsweise in Form von
Steckern, bekannt. Lediglich beispielhaft sei dazu auf die
WO 2008/061572 A2 oder auf die
DE 20 2007 005 264 U1 verwiesen. Die
WO 2006/005398 A1 zeigt, auf welch komplizierte Art und Weise eine Schirmlitze auf die Steckverbindung
übertragen wird. Gleiches gilt für die
EP 0 412 412 A1.
[0006] Für sich gesehen ist es aus
DE 103 50 763 A1 bekannt, Koaxialkabel mit Winkelsteckverbindungen herzustellen, wobei das sich an
den eigentlichen Steckverbinder anschließende Kabel in einem einen 90°-Bogen beschreibenden
Formnest einer Spritzgießform eingelegt und mit einem thermoplastischen Kunststoff
umspritzt wird. Eine Abschirmung muss davor in die eigentliche Steckverbindung eingelegt
und dort auf herkömmliche Weise befestigt worden sein. Dies ist aufwendig.
[0007] Regelmäßig sind zur Bildung des Steckergehäuses Halbschalen vorgesehen, wobei der
eigentliche Kabelraum zumindest teilweise ausgespritzt sein kann. Die Schirmkontaktierung
erfolgt regelmäßig durch Aufcrimpen, Festklemmen oder Anlöten des freigelegten, geflochtenen
Schirms am Gehäuse bzw. an einer separaten Schirmhülse.
[0008] Die elektrische Kontaktierung sowie die Kontaktierung der Schirmung erfolgt nicht
selten über Stanz- und Biegeteile, beispielsweise mit integrierten Crimpkrallen, die
zur Realisierung eines abgewinkelten Steckers um 90° umgebogen werden. Oft ist es
nötig, dabei entstehende Stoßlinien der jeweiligen Gehäuseteile zu verlöten, um eine
hinreichende leitende Verbindung und gleichzeitig eine ausreichende Stabilität zu
erreichen.
[0009] Aus der Praxis ist es auch bereits bekannt, Schrumpfschläuche mit Metallisierungsschichten
um eine Schirmdämpfung einzusetzen. Auch werden Kupferklebebänder verwendet, die anschließend
umspritzt werden.
[0010] Die bekannten Schnittstellen, insbesondere Steckverbindungen, sind vor allem in Bezug
auf die Herstellung problematisch, da es unter Realisierung einer vom Kabel in die
Schnittstelle zu führenden Schirmung äußerst aufwendig und kompliziert ist, die Bauteile
sachgerecht zu komplettieren bzw. zu montieren. Das Herstellverfahren ist aufwendig
und somit teuer, insbesondere dann, wenn es sich bei den Schnittstellen um miniaturisierte
Schnittstellen in Form kleinster Steckverbindungen handelt.
[0011] Des Weiteren ist aus der
US 5,906,513 eine geschirmte elektrische Schnittstelle bekannt. Die Schnittstelle umfasst ein
angeschlossenes elektrisches Kabel nebst Abschirmung sowie elektrische Konktakte.
[0012] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen
einer vorzugsweise mehrpoligen, geschirmten elektrischen Schnittstelle, insbesondere
einer Steckverbindung, vorzugsweise eines Steckers, einer Buchse, eines Y-Stücks,
eines T-Stücks oder dgl. anzugeben, wonach sich eine entsprechende Schnittstelle auf
einfache Weise und dabei kostengünstig herstellen lässt. Des Weiteren ist eine entsprechend
hergestellte Schnittstelle anzugeben.
[0013] Die voranstehende Aufgabe ist durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst. Danach ist das erfindungsgemäße Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass zur
Bildung eines Schirmelements die Abschirmung des Kabels oder der Kabel und zumindest
ein an die Abschirmung angrenzender Bereich um die elektrischen Kontakte mit einem
elektrisch leitenden Verbundmaterial umspritzt wird, wobei das Schirmelement gegenüber
den elektrischen Kontakten unter Einbindung eines Isolierkörpers aus Kunststoff isoliert
ist, dass der Isolierkörper durch Umspritzen der Kontakte erzeugt wird, wobei die
Kontakte zumindest teilweise spritzgusstechnisch in den Isolierkörper eingebunden
werden, und wobei der Isolierkörper einen Schnittstellenkörper bildet, und dass der
Isolierkörper als Schnittstellenkörper unter Bildung des Schirmelements mit dem elektrisch
leitenden Verbundmaterial umspritzt wird.
[0014] In Bezug auf die erfindungsgemäße Schnittstelle ist die voranstehende Aufgabe durch
die Merkmale des nebengeordneten Patentanspruchs 12 gelöst. Damit ist die Schnittstelle
dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmelement durch Umspritzen der Abschirmung des
Kabels und zumindest eines an die Abschirmung angrenzenden Bereichs um die elektrischen
Kontakte mit einem elektrisch leitenden Verbundmaterial gebildet ist, wobei das Schirmelement
gegenüber den elektrischen Kontakten unter Einbindung eines Isolierkörpers aus Kunststoff
isoliert ist, dass der Isolierkörper durch Umspritzen der Kontakte erzeugt ist, wobei
die Kontakte zumindest teilweise spritzgusstechnisch in den Isolierkörper eingebunden
sind, und wobei der Isolierkörper einen Schnittstellenkörper bildet, und dass der
Isolierkörper als Schnittstellenkörper unter Bildung des Schirmelements mit dem elektrisch
leitenden Verbundmaterial umspritzt ist.
[0015] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass sich die vom Kabel kommende Schirmung ganz
einfach in die elektrische Schnittstelle, beispielsweise in den Stecker, in die Buchse
oder dgl. führen lässt, nämlich dadurch, dass zur Bildung eines Schirmelements die
Abschirmung des Kabels oder - bei Vorkehrung mehrerer Kabel - der Kabel und zumindest
ein an die Abschirmung angrenzender Bereich um die elektrischen Kontakte mit einem
elektrisch leitenden Verbundmaterial umspritzt wird. Dabei ist zu beachten, dass das
Schirmelement gegenüber den elektrischen Kontakten beabstandet oder unter Einbindung
eines Isolierkörpers isoliert ist.
[0016] In erfindungsgemäßer Weise ist wesentlich, dass eine Verbindung mit der Schirmung
des Kabels auf spritzgusstechnische Weise erreicht wird, wenngleich die zum Spritzgießen
üblichen Thermoplaste so gut wie keine elektrische Leitfähigkeit haben. Entsprechend
wird hier ein Verbundmaterial verwendet, welches elektrisch leitet und zum Spritzgießen
geeignet ist. Das Spritzgießen dient somit einerseits zur elektrischen Kontaktierung
der Schirmung und andererseits zur Formgebung, so dass es nicht erforderlich ist,
die Schirmung anzucrimpen, mit einem Schirmring zu verlöten oder sonst wie mit den
elektrisch leitfähigen Bauteilen der Schnittstelle oder mit den sonstigen elektrisch
leitfähigen Gehäuseteilen der Schnittstelle zu verbinden.
[0017] Das zum Spritzgießen und somit zur Herstellung des Schirmelements dienende Verbundmaterial
ist spritzgussfähig und umfasst metallische Bestandteile, wobei es erforderlich ist,
dass nach dem Spritzen eine elektrisch leitende Oberfläche, eine Metallmatrix oder
ein im Sinne eines Durchdringungsgefüges durchgängiger Metalldispergent vorhanden
ist. Dabei eignet sich ein Verbundmaterial mit niedrigschmelzendem Metall, wobei dieses
vorzugsweise einen Schmelzpunkt unter 200°C haben sollte. Ein eutektisches oder peritektisches
Gefüge mit niedrigem Schmelzpunkt eignet sich hier besonders.
[0018] Des Weiteren sollte das Verbundmaterial einen vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff
umfassen, der letztendlich eine Art Matrix bildet. Die Verarbeitungstemperatur, d.h.
die Spritzgusstemperatur sollte im Bereich zwischen 250°C und 300°C liegen. Ebenso
ist es denkbar, dass das Verbundmaterial elektrisch leitende Partikel, insbesondere
Metallfasern und/oder Metallpellets, umfasst, wodurch die Leitfähigkeit und somit
Eignung des Verbundmaterials zur spritzgusstechnischen Erzeugung des Schirmelements
abermals begünstigt ist.
[0019] In erfindungsgemäßer Weise wird somit ein Verbundmaterial zum Umspritzen und Kontaktieren
der Abschirmung des Kabels verwendet, wodurch konventionelle Kontaktierungen bzw.
Anbindungen an ein Schnittstellengehäuse nicht mehr erforderlich sind. Insoweit ist
eine fertigungstechnische Vereinfachung realisiert.
[0020] In Bezug auf das verwendete Verbundmaterial sei erwähnt, dass das thermoplastische
Material mit einem Anteil von 10 bis 25 Gew.-%, das niedrigschmelzende Metall mit
einem Anteil von 10 bis 40 Gew.-% und die sonstigen "Additive" mit 30 bis 75 Gew.-%
vorgesehen sein können, wobei dem Material als "Additive" insbesondere Stahl- oder
Kupferfasern oder entsprechende Pellets beigemengt sind, die die Bildung eines elektrisch
leitenden Gerippes begünstigen. Mit einem solchen Verbund lässt sich nach dem Spritzgießen
eine spezifisch elektrische Leitfähigkeit bis zu 10
6 S/m und eine thermische Leitfähigkeit >10 W/mK erzielen. Somit eignet sich ein entsprechend
hergestelltes bzw. gespritztes Schirmelement ganz besonders zur Anbindung der Abschirmung
des Kabels an entsprechende Bauteile einer konventionellen Schnittstelle.
[0021] Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zunächst das Kabel auf herkömmliche
Weise konfektioniert, wonach die Adern, insbesondere die in den Adern enthaltene Litze,
und die Abschirmung endseitig freigelegt werden, wobei die elektrische Isolation zwischen
der Litze und der Abschirmung erhalten bleibt.
[0022] Zur Bildung der elektrischen Kontakte können die Adern bzw. die Litzen der Ader gecrimpt
werden. Ebenso ist es denkbar, dass die Kabellitzen mit einem elektrisch leitenden
Material umspritzt werden. Dabei kann es sich um das gleiche Material handeln, mit
dem das Schirmelement spritzgusstechnisch hergestellt und dabei an das Kabel angeformt
wird. Es lassen sich komplizierte Verdrahtungen und Verbindungen gegenüber den herkömmlichen,
meist händischen Verfahren automatisch herstellen, wodurch bereits insoweit eine erhebliche
Vereinfachung der Herstellung und somit eine Reduktion der Herstellkosten erreicht
wird.
[0023] Die Kabel werden, wie gehabt, konfektioniert und in das Spritzwerkzeug eingelegt.
Das Kontaktieren der Einzellitzen könnte auch Teil eines mehrkomponentigen Abspritzvorgangs
sein, worauf später noch Bezug genommen wird. Brücken, Querstege, sonstige Verbindungen
können eingelegt oder spritzgusstechnisch verbunden bzw. kontaktiert werden.
[0024] Jedenfalls erfolgt die Erzeugung der Kontaktpins durch Anspritzen eines solchen direkt
auf die Aderlitze, wobei es möglich ist, auch geometrisch kompliziert geformte Kontakte
herzustellen. Beliebige Profile der Kontaktpins sind realisierbar. Ein besonderer
Crimp- oder Lötvorgang ist jedenfalls nicht mehr erforderlich, wenn die elektrischen
Kontakte spritzgusstechnisch auf den Litzen erzeugt werden.
[0025] Sind die elektrischen Kontakte - wie auch immer - hergestellt, werden diese zumindest
teilweise spritzgusstechnisch in einen Isolierkörper aus Kunststoff, eingebunden.
Im Falle der spritzgusstechnischen Vorkehrung eines solchen Isolierkörpers bildet
dieser eine Art Schnittstellenkörper, beispielsweise einen Stecker-/Buchsenkörper,
wodurch eine erste Formgebung der Schnittstelle stattfindet. Wesentlich ist, dass
der Schnittstellenkörper aus isolierendem Kunststoff besteht und unter Einbindung
der elektrischen Kontakte an das Kabel spritzgusstechnisch angebunden ist. Das freie
Ende des Kabels und die zuvor gebildeten Kontakte sind in den Isolierkörper - teilweise
- eingebunden und entsprechend der im Betrieb erforderlichen Kontaktierung positioniert.
[0026] Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn in den Schnittstellenkörper, bei dessen Formgebung,
Funktionselemente wie Rastnasen, Federn o.a. integriert werden. Eine Rastnase kann
aus dem gleichen Material wie der Schnittstellenkörper selbst hergestellt sein, nämlich
spritzgusstechnisch angeformt bzw. integriert, beispielsweise nach Innen abragend.
Ebenso ist es möglich, ein separates Federelement in die Spritzgussform einzulegen
und entsprechend zu Umspritzen, wobei eine beliebige Positionierung des Federelements
möglich ist.
[0027] In einem weiteren Schritt ist es möglich, dass der entsprechend den voranstehenden
Ausführungen gebildete Schnittstellenkörper, der aus einem elektrisch isolierenden
Material (Kunststoff) besteht, unter Bildung des eingangs bereits erwähnten Schirmelements
zumindest teilweise mit dem elektrisch leitenden Verbundmaterial umspritzt wird. Im
Konkreten ist es denkbar, das Kabel mit dem endseitig erzeugten Schnittstellenkörper
abermals in ein Spritzgusswerkzeug einzulegen, dergestalt, dass zumindest die aus
der Kabelisolation vorstehende Schirmung bzw. das die Schirmung bildende Schirmgeflecht
sowie der Schnittstellenkörper umspritzt werden. Durch diese Maßnahme wird das Schirmelement
ausgebildet, wird nämlich die Schirmung des Kabels komplett in die Schnittstelle hineingelegt,
je nachdem, in welchem Umfange der aus nicht leitendem Kunststoff bestehende Schnittstellenkörper
mit dem elektrisch leitenden Verbundmaterial umspritzt wird.
[0028] Je nach Bedarf ist es denkbar, dass das Kabel vor bzw. im Bereich des Schirmelements
und zumindest ein Teil der entsprechend den voranstehenden Ausführungen gebildeten
Abschirmung unter Bildung der äußeren Form der Schnittstelle bzw. der Steckverbindung,
d.h. unter Bildung eines Gehäuses, mit einem elektrisch isolierenden Kunststoff umspritzt
wird. Dieser Kunststoff kann einen Bereich des endseitigen Kabels und einen Teil des
Schirmelements oder das Schirmelement mit dem darunter befindlichen Schnittstellenkörper
insgesamt umgeben. Durch diese Maßnahme wird letztendlich die äußere Form des Schnittstellenkörpers
definiert, beispielsweise eines geradlinigen oder winkelförmigen Steckers. So ist
es möglich, dass das Gehäuse in beliebigen Formen, beispielsweise in Form eines Winkelsteckers,
unter Einbindung eines Teils des Kabels, gespritzt wird, wodurch die Herstellung der
Schnittstelle mit angebundenem Kabel beendet ist. Bei dem Gehäuse kann es sich um
das Flanschgehäuse handeln, d.h. um das Gegenstück zu einem Kopplungsstecker.
[0029] Am freien Ende, d.h. an der offenen Stirnseite der so entstandenen Schnittstelle,
lassen sich beliebige Bauteile aufstecken bzw. anstecken oder anschrauben bzw. einschrauben,
beispielsweise ein Gewindering aus Metall. Beliebige Kopplungsstücke, Adapter, etc.
sind mit der Schnittstelle kombinierbar.
[0030] Die entsprechend den voranstehenden Ausführungen hergestellte Schnittstelle lässt
sich in voneinander unabhängigen Spritzgussvorgängen in unterschiedlichen Werkzeugen
herstellen. Ebenso ist es denkbar, dass mindestens zwei unterschiedliche, aneinander
angrenzende Bereiche der Schnittstelle gleichzeitig in einem einzigen Spritzgusswerkzeug
hergestellt werden, beispielsweise im Overmoulding-Verfahren. Auch mehrere unterschiedliche
Bereiche lassen sich gleichzeitig spritzgusstechnisch fertigen, wobei in erfindungsgemäßer
Weise wesentlich ist, dass sowohl die elektrische Kontaktierung zumindest der Schirmung
als auch die eigentliche Forgebung spritzgusstechnisch in einem einzigen Verfahrensschritt
erfolgen kann. Aufwendige Montagen bzw. Komplettierungen, bislang meist händisch durchgeführt,
sind in erfindungsgemäßer Weise nicht mehr erforderlich.
[0031] An dieser Stelle sei angemerkt, dass sich das erfindungsgemäße Verfahren auf die
Umspritzung bezieht.
[0032] Mit dem nebengeordneten Patentanspruch 12 ist eine geschirmte elektrische Schnittstelle
beansprucht, die vorzugsweise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gefertigt ist.
Für die Schnittstelle ist wesentlich, dass das Schirmelement durch Umspritzung der
Abschirmung des Kabels und zumindest eines an die Abschirmung angrenzenden Bereichs
um die elektrischen Kontakte mit einem elektrisch leitenden Verbundmaterial gebildet
ist. Das Schirmelement ist gegenüber den elektrischen Kontakten beabstandet oder unter
Einbindung eines Isolierkörpers, der nicht zwingend erforderlich ist, isoliert.
[0033] Wie bereits zu dem erfindungsgemäße Verfahren ausgeführt, umfasst das Verbundmaterial
metallische Bestandteile, wobei nach dem Spritzen eine metallische Oberfläche, ein
metallisches Skelett bzw. ein im Sinne eines Durchdringungsgefüges durchgängiger Metalldispergent
realisiert ist. Das Verbundmaterial umfasst ein niedrigschmelzendes Metall, vorzugsweise
mit einem Schmelzpunkt unter 200°C sowie einen vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff
mit einer Verarbeitungstemperatur (Spritzgusstemperatur) im Bereich zwischen 250°C
und 300°C. Weitere elektrisch leitende Bestandteile wie Metallfasern oder Metallpellets
begünstigen die elektrische Leitfähigkeit und die für die Abschirmung erforderlichen
Eigenschaften.
[0034] Bei der erfindungsgemäßen Schnittstelle können die Kontakte zumindest teilweise spritzgusstechnisch
in einen Isolierkörper eingebunden sein, wobei der Isolierkörper einen Schnittstellenkörper,
insbesondere einen Stecker-/Buchsenkörper, bildet. In den Schnittstellenkörper können
Funktionselemente wie Rastnasen, Feder o.ä. integriert sein. Auch lassen sich zum
Anschluss dienende Gewinde und sonstige Ankopplungsmechanismen integrieren.
[0035] Der Schnittstellenkörper ist unter Bildung des Schirmelements zumindest teilweise
umspritzt, wobei das Kabel vor bzw. im Bereich des Schirmelements und zumindest ein
Teil der Abschirmung unter Bildung der äußeren Form der Schnittstelle bzw. der Steckverbindung
mit einem elektrisch nicht leitenden Kunststoff umspritzt ist. Durch diese Maßnahme
ist letztendlich ein Gehäuse gebildet. Das Gehäuse kann in beliebiger Form gespritzt
sein, beispielsweise unter Realisierung eines Winkelsteckers oder einer Winkelbuchse.
[0036] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die den Ansprüchen
1 und 12 nachgeordneten Ansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1a
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Schnittstelle in Form eines Steckers, bei dem endseitig ein Gewindering vorgesehen
ist, wobei der Isolierkörper durch Umspritzen von Kontakten erzeugt ist,
- Fig. 1b
- in einer schematischen Ansicht, teilweise geschnitten, eine nicht erfindungsgemässe
Schnittstelle in Form eines Steckers, bei dem endseitig ein Gewindering vorgesehen
ist, wobei der Isolierkörper als Einlegeteil eingebunden ist,
- Fig. 2
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle in Form eines Steckers, wobei dort sowohl außen als
auch innen Rastnasen und ein Schirmelement ausgebildet sind,
- Fig. 3
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle in Form eines Steckers, wobei dort im Inneren eine
Federverrastung spritzgusstechnisch eingebunden ist,
- Fig. 4a
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle als Verteiler in Form eines Winkelsteckers mit Schraubverschluss,
- Fig. 4b
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle als Verteiler in Form eines Winkelsteckers mit direkt
angeformter, elektrisch leitfähiger Verriegelungseinheit bzw. direkt angespritztem
Schirmelement,
- Fig. 4c
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle als Verteiler in Form eines Winkelsteckers, wobei
ein Metalleinlegeteil (Rastnasen, Schirmelement für 360°-Schirmung) umspritzt ist
und
- Fig. 5
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle in Form eines Y-Stücks unter Einbindung von drei Kabeln.
[0037] Fig. 1 a zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Schnittstelle in Form eines Steckers, wobei dort die Abschirmung 1 eines
Kabels 2 in die Schnittstelle geführt ist. Fig. 1 a zeigt deutlich, dass ein vorderer
Bereich der Abschirmung 1 abisoliert ist, so dass eine unmittelbare Kontaktierung
möglich ist.
[0038] Elektrisch isolierte Adern 3 ragen weiter in die Schnittstelle bzw. den Stecker hinein
und sind endseitig durch Crimpen, Löten, etc. oder spritzgusstechnisch mit Kontakten
4 ausgestattet.
[0039] Zur Positionierung der elektrischen Kontakte 4 und zur Einbindung dieser in den Stecker
ist spritzgusstechnisch ein Isolierkörper 5 auf Kunststoff geschaffen, in den die
elektrischen Kontakte 4 mit ihrer Crimpanbindung integriert sind. Der Isolierkörper
5 bildet letztendlich einen Schnittstellenkörper, auf dem aufbauend weitere funktionale
Bereiche - spritzgusstechnisch - erzeugt werden.
[0040] Der Isolierkörper 5 ist in erfindungsgemäßer Weise zur Bildung eines Schirmelements
6 mit einem elektrisch leitenden Verbundmaterial - ebenfalls spritzgusstechnisch -
umgossen, wobei das so erzeugte Schirmelement 6 die Abschirmung 1 elektrisch kontaktiert
und diese über den Isolierkörper 5 hinweg in die Schnittstelle hinein bzw. an dieser
entlang führt.
[0041] Als weiteres Bauteil lässt sich - ebenfalls spritzgusstechnisch - ein isolierendes
Gehäuse 7 spritzen, und zwar aus einem elektrisch isolierenden Kunststoff. Das Gehäuse
7 bindet die Kabelisolation 8 ein und schließt gegenüber dieser dicht ab. Das Gehäuse
7 erstreckt sich von der Kabelisolation 8 aus zumindest teilweise über das Schirmelement
6 hinweg und kann einen Anschlag zum endseitigen Aufschieben für einen Gewindering
9 oder dgl. bilden. Auch ist es denkbar, dass sich das spritzgusstechnisch erzeugte
Gehäuse 7 über das gesamte Schirmelement 6 hinweg bis zum vorderen Ende des Schirmelements
6 erstreckt und somit dieses insgesamt überdeckt. Beliebige sonstige Ausformungen
und Ausgestaltungen sind denkbar.
[0042] Fig. 1b zeigt eine nicht erfindungsgemässe Schnittstelle in Form eines Steckers,
wobei dort - anders als bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1a - der Isolierkörper
5 als Einlegeteil im Sinne eines "externen" Isolierkörpers eingelegt ist. Der dort
vorgesehene Isolierkörper 5 entspricht einem Steckkörper im Sinne eines Einlegteils.
Im Konkreten ist dort ein herkömmlich hergestellter Steckkörper mit elektrischen Kontakten
4 bestückt. Die Adern 3 sind angelötet. Im Kabelraum ist eine Isolation vorgesehen.
Das Schirmelement 6 ist wie die formgebende Außenkontur gespritzt.
[0043] Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schnittstelle in
Form eines Steckers, wobei dort das Schirmelement 6 länger ausgebildet ist und somit
gegenüber den Ausführungsformen nach Fig. 1 a und 1 b wesentlich weiter über den Isolierkörper
5 hinausragt. Zur sicheren Ankopplung sind gemäß Fig. 2 Rastnasen 10 realisiert, nämlich
spritzgusstechnisch angeformt. Auch lässt sich über einen Rasthaken eine elektrisch
leitfähige Verriegelungseinheit integrieren. Ebenso ist die Integration einer oder
mehrerer federnd ausgeführter, radial angeordneter Kontaktnasen in Form angespritzter
Schirmelemente möglich, deren Rückstellkraft gegen das Flanschgehäuse drückt und somit
eine umlaufende Schirmung innerhalb der Schnittstelle realisiert. Die Vorkehrung eines
zusätzlichen Federrings, der ebenfalls spritzgusstechnisch eingebunden sein kann,
ist denkbar.
[0044] Entsprechend den voranstehenden Ausführungen lässt sich die Anzahl der Übergangswiderstände
ganz gewaltig reduzieren.
[0045] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schnittstelle
in Form eines Steckers, wobei dort im Gegensatz zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform
im verlängerten Schirmelement 6 eine spritzgusstechnisch eingebundene Feder 11 vorgesehen
ist. An dieser Stelle sei angemerkt, dass der elektrische Kontakt der zuvor genannten
Funktionselemente für die Schirmung bzw. Stromführung durch Umspritzen eines Metalleinlegeteils
realisierbar ist. Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn federnde Elemente, beispielsweise
eine Feder mit einer abriebfesten Oberfläche versehen ist, um nämlich einerseits eine
langzeitbeständige Rückstellkraft und andererseits einen kleinstmöglichen Durchgangswiderstand
realisieren zu können. Eine langzeitbeständige Rückstellkraft lässt sich durch ein
geeignetes Federmaterial entsprechend den mechanischen Eigenschaften realisieren.
Ein kleinstmöglicher Durchgangswiderstand ist beispielsweise durch eine zusätzliche
- geeignete - Oberfläche realisierbar.
[0046] Fig. 4a zeigt in einer schematischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle, diesmal in Form eines Winkelsteckers. Fig. 4a zeigt
deutlich, dass durch die spritzgusstechnische Formgebung des Gehäuses 7 ein Winkelstecker
realisiert ist, wobei das Gehäuse 7 bei dessen Formgebung das ebenfalls spritzgusstechnisch
erzeugte Schirmelement 6 in die Gesamtform einbindet.
[0047] Fig. 4b zeigt in einer schematischen Ansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Schnittstelle in Form eines Winkelsteckers, wobei dort eine elektrisch
leitfähige Verriegelungseinheit in Form von Rastnasen 10 und ein direkt angespritztes
Schirmelement 6 vorgesehen ist.
[0048] Fig. 4c zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schnittstelle
als Verteiler in Form eines Winkelsteckers, wobei dort ein Metalleinlegeteil 13 als
Rasthaken dient. Das Metalleinlegeteil 13 ist in das angespritzte Schirmelement 6
eingebunden.
[0049] Schließlich zeigt Fig. 5 in einer schematischen Ansicht einen Verteiler in Form eines
Y-Stücks, wobei dort insgesamt drei Kabel 2 miteinander elektrisch verkoppelt sind.
Die Schnittstelle umfasst verschiedene Funktionselemente, in Form von Brücken 12,
die über den spritzgusstechnisch hergestellten Isolierkörper 5 positioniert und voneinander
elektrisch isoliert sind. Auch die freien Enden der Kabel 2 sind in den Isolierkörper
5, der den Schnittstellenkörper bildet, eingebunden.
[0050] Der Isolierkörper 5 ist insgesamt mit einem spritzgusstechnisch hergestellten Schirmelement
6 umgeben, welches die jeweilige Abschirmung 1 der Kabel 2 kontaktiert und entsprechend
einbindet.
[0051] Die äußere Form ist durch das ebenfalls spritzgusstechnisch erzeugte Gehäuse 7 realisiert,
nämlich aus einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial. Die Form der Schnittstelle
bzw. des Y-Stücks ist somit spritzgusstechnisch definiert, nämlich durch das Gehäuse
7.
[0052] Es sei angemerkt, dass die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele lediglich
der beispielhaften Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf
die Ausführungsbeispiele einschränken.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Abschirmung
- 2
- Kabel
- 3
- Ader (des Kabels)
- 4
- elektrischer Kontakt
- 5
- Isolierkörper, Schnittstellenkörper
- 6
- Schirmelement
- 7
- Gehäuse
- 8
- Kabelisolation
- 9
- Gewindering
- 10
- Rastnase
- 11
- Feder
- 12
- Brücke
- 13
- Metalleinlegeteil
1. Verfahren zum Herstellen einer vorzugsweise mehrpoligen, geschirmten elektrischen
Schnittstelle, insbesondere einer Steckverbindung, vorzugsweise eines Steckers, einer
Buchse, eines Y-Stücks, T-Stücks oder dgl., mit mindestens einem angeschlossenen Kabel
(2) nebst Abschirmung (1), wobei die Schnittstelle elektrische Kontakte (4) umfasst
und wobei das Kabel (2) mit den elektrischen Kontakten (4) zu verbindende Adern (3)
und eine die Adern (3) umgebende Abschirmung (1) umfasst, die vom Kabel (2) zur bzw.
in die Schnittstelle zu führen ist, wobei zur Bildung eines Schirmelements (6) die
Abschirmung (1) des Kabels (2) oder der Kabel (2) und zumindest ein an die Abschirmung
(1) angrenzender Bereich um die elektrischen Kontakte (4) mit einem elektrisch leitenden
Verbundmaterial umspritzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmelement (6) gegenüber den elektrischen Kontakten (4) unter Einbindung eines
Isolierkörpers (5) aus isolierendem Kunststoff isoliert ist, dass der Isolierkörper
(5) durch Umspritzen der Kontakte (4) erzeugt wird, wobei die Kontakte (4) zumindest
teilweise spritzgusstechnisch in den Isolierkörper (5) eingebunden werden, und wobei
der Isolierkörper (5) einen Schnittstellenkörper bildet, und dass der Isolierkörper
(5) als Schnittstellenkörper unter Bildung des Schirmelements (6) mit dem elektrisch
leitenden Verbundmaterial umspritzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundmaterial metallische Bestandteile umfasst und nach dem Spritzen eine Metallmatrix
oder einen im Sinne eines Durchdringungsgefüges durchgängigen Metalldispergenten aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundmaterial ein niedrigschmelzendes Metall, vorzugsweise mit einem Schmelzpunkt
unter 200°C, und/oder einen vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff mit einer Verarbeitungstemperatur
im Bereich zwischen 250°C und 300°C umfasst.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundmaterial elektrisch leitende Partikel, insbesondere Metallfasern und/
oder Metallpellets, umfasst.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel (2) konfektioniert wird, indem die Adern (3), insbesondere die in den Adern
(3) enthaltene Litze, und die Abschirmung (1) endseitig freigelegt werden, wobei die
Litzen zur Bildung der elektrischen Kontakte (4) gekrimpt oder mit einem elektrisch
leitenden Material umspritzt werden können.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte (4) zumindest teilweise spritzgusstechnisch in den Isolierkörper (5)
aus Kunststoff eingebunden werden, wobei der Isolierkörper (5) einen Stecker-/Buchsenkörper
bildet.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den Schnittstellenkörper bei dessen Formgebung Funktionselemente wie Rastnasen,
Federn o.ä. integriert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel (2) vor bzw. im Bereich des Schirmelements (1) und zumindest ein Teil der
Abschirmung (1) unter Bildung der äußeren Form der Schnittstelle bzw. der Steckverbindung,
d.h. unter Bildung eines Gehäuses (7), mit einem elektrisch isolierenden Kunststoff
umspritzt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (7) in beliebigen Formen, beispielsweise in Form eines Winkelsteckers
unter Einbindung eines Teils des Kabels (2), gespritzt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Bereiche nacheinander gespritzt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei unterschiedliche Bereiche gleichzeitig, beispielsweise im Overmoulding-Verfahren,
gespritzt werden.
12. Geschirmte elektrische Schnittstelle, insbesondere Steckverbindung, vorzugsweise Stecker,
Buchse, Y-Stück, T-Stück oder dgl., mit mindestens einem angeschlossenen elektrischen
Kabel (2) nebst Abschirmung (1), wobei die Schnittstelle elektrische Kontakte (4)
umfasst und wobei das Kabel (2) mit den elektrischen Kontakten (4) zu verbindende
Adern/Litzen (3) und eine die Adern (3) umgebende Abschirmung (1) umfasst, wobei das
Schirmelement (6) durch Umspritzen der Abschirmung (1) des Kabels (2) und zumindest
eines an die Abschirmung (1) angrenzenden Bereichs um die elektrischen Kontakte (4)
mit einem elektrisch leitenden Verbundmaterial gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmelement (6) gegenüber den elektrischen Kontakten (4) unter Einbindung eines
Isolierkörpers (5) aus isolierendem Kunststoff isoliert ist, dass der Isolierkörper
(5) durch Umspritzen der Kontakte (4) erzeugt ist, wobei die Kontakte (4) zumindest
teilweise spritzgusstechnisch in den Isolierkörper (5) eingebunden sind, und wobei
der Isolierkörper (5) einen Schnittstellenkörper bildet, und dass der Isolierkörper
(5) als Schnittstellenkörper unter Bildung des Schirmelements (6) mit dem elektrisch
leitenden Verbundmaterial umspritzt ist.
13. Schnittstelle nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbundmaterial metallische Bestandteile umfasst und nach dem Spritzen eine Metallmatrix
oder einen im Sinne eines Durchdringungsgefüges durchgängigen Metalldispergenten aufweist,
wobei das Verbundmaterial ein niedrigschmelzendes Metall, vorzugsweise mit einem Schmelzpunkt
unter 200°C, einen vorzugsweise thermoplastischen Kunststoff mit einer Verarbeitungstemperatur
im Bereich zwischen 250°C und 300°C und ggf. weitere elektrisch leitende Bestandteile
wie Metallfasern und/oder Metallpellets umfassen kann.
14. Schnittstelle nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte zumindest teilweise spritzgusstechnisch in einen Isolierkörper (5) eingebunden
sind, wobei der Isolierkörper (5) einen Stecker-/Buchsenkörper bildet, wobei in den
Schnittstellenkörper (5) Funktionselemente wie Rastnasen, Federn o.ä. integriert sein
können.
15. Schnittstelle nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Schnittstellenkörper (5) unter Bildung des Schirmelements (6) zumindest teilweise
umspritzt ist, wobei das Kabel (2) vor bzw. im Bereich des Schirmelements (6) und
zumindest ein Teil der Abschirmung (1) unter Bildung der äußeren Form der Schnittstelle
bzw. der Steckverbindung, d.h. unter Bildung eines Gehäuses (7), mit einem elektrisch
isolierenden Kunststoff umspritzt ist und wobei das Gehäuse (7) in beliebiger Form
gespritzt sein kann.
1. Method for producing a preferably multipolar, shielded electrical interface, in particular
a plug connection, preferably a plug, a socket, a Y-piece, T-piece or the like, comprising,
in addition to the shielding (1), at least one cable (2) connected thereto, the interface
comprising electrical contacts (4) and the cable (2) comprising wires (3) to be connected
to the electrical contacts (4) and comprising shielding (1) surrounding the wires
(3), which shielding is to be guided by the cable (2) to or into the interface, an
electrically conductive composite material being injection-moulded around the shielding
(1) of the cable (2) or the cables (2) and at least one region, adjacent to the shielding
(1), around the electrical contacts (4), in order to form a shielding element (6),
characterised in that the shielding element (6) is insulated from the electrical contacts (4) by integrating
an insulating body (5) made of insulating plastics material,
in that the insulating body (5) is produced by injection moulding around the contacts (4),
the contacts (4) being integrated, at least in part by injection moulding, in the
insulating body (5), and the insulating body (5) forming an interface body, and
in that the electrically conductive composite material is injection moulded around the insulating
body (5), in the form of the interface body, to form the shielding element (6).
2. Method according to claim 1, characterised in that the composite material comprises metal components and, after injection moulding,
said composite material comprises a metal matrix or a metal dispersion that is consistent
in the sense of a penetration structure.
3. Method according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the composite material comprises a low-melting metal, preferably having a melting
point of below 200 °C, and/or a preferably thermoplastic polymer having a processing
temperature in the range of between 250 °C and 300 °C.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the composite material comprises electrically conductive particles, in particular
metal fibres and/or metal pellets.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the cable (2) is manufactured by the end of the wires (3), in particular the strand
contained in the wires (3), and the end of the shielding (1) being stripped, it being
possible for the strands to be crimped or for an electrically conductive material
to be injection-moulded around said strands in order to form the electrical contacts
(4).
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the contacts (4) are integrated, at least in part by injection moulding, in the insulating
body (5) that is made of plastics material, the insulating body (5) forming a plug/socket
body.
7. Method according to any one of claims 1 to 6, characterised in that functional elements, such as engaging lugs, springs or the like, are integrated into
the interface body during moulding thereof.
8. Method according to any one of claims 1 to 7, characterised in that an electrically insulating plastics material is injection-moulded around the cable
(2) in front of or in the region of the shielding element (1) and around at least
part of the shielding (1) forming the outer shape of the interface or the plug connection,
i.e. forming a housing (7).
9. Method according to claim 8, characterised in that the housing (7) is injection-moulded in any shape, for example in the shape of a
right-angle plug integrating part of the cable (2).
10. Method according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the individual regions are injection-moulded successively.
11. Method according to any one of claims 1 to 10, characterised in that at least two different regions are injection-moulded simultaneously, for example
in an over-moulding process.
12. Shielded electrical interface, in particular a plug connection, preferably a plug,
socket, Y-piece, T-piece or the like, comprising, in addition to the shielding (1),
at least one electrical cable (2) connected thereto, the interface comprising electrical
contacts (4) and the cable (2) comprising wires/strands (3) to be connected to the
electrical contacts (4) and comprising shielding (1) surrounding the wires (3), the
shielding element (6) being formed by an electrically conductive composite material
being injection-moulded around the shielding (1) of the cable (2) and at least one
region, adjacent to the shielding (1), around the electrical contacts (4),
characterised in that the shielding element (6) is insulated from the electrical contacts (4) by integrating
an insulating body (5) made of insulating plastics material,
in that the insulating body (5) is produced by injection moulding around the contacts (4),
the contacts (4) being integrated, at least in part by injection moulding, into the
insulating body (5), and the insulating body (5) forming an interface body, and
in that the electrically conductive composite material is injection-moulded around the insulating
body (5), in the form of the interface body, to form the shielding element (6).
13. Interface according to claim 12, characterised in that the composite material comprises metal components and, after injection moulding,
comprises a metal matrix or a metal dispersion that is consistent in the sense of
a penetration structure, it being possible for the composite material to comprise
a low-melting metal, preferably having a melting point of below 200 °C, a preferably
thermoplastic polymer having a processing temperature in the range of between 250
°C and 300 °C, and optionally additional electrically conductive components such as
metal fibres and/or metal pellets.
14. Interface according to either claim 12 or claim 13, characterised in that the contacts are integrated, at least in part by injection moulding, in an insulating
body (5), the insulating body (5) forming a plug/socket body, it being possible for
functional elements, such as engaging lugs, springs or the like, to be integrated
into the interface body (5).
15. Interface according to claim 14, characterised in that the interface body (5) forming the shielding element (6) is injection moulded at
least in part, an electrically insulating plastics material being injection-moulded
around the cable (2) in front of or in the region of the shielding element (6) and
at least part of the shielding (1) forming the outer shape of the interface or the
plug connection, i.e. forming a housing (7), and it being possible for the housing
(7) to be injection-moulded in any shape.
1. Procédé de fabrication d'une interface électrique blindée, de préférence multi-polaire,
plus particulièrement d'une connexion enfichable, de préférence d'un connecteur, d'une
douille, d'un élément en Y, d'un élément en T ou autre avec au moins un câble (2)
avec blindage (1), l'interface comprenant des contacts électriques (4) et le câble
(2) comprenant des fils (3) à connecter avec les contacts électriques (4) et un blindage
(1) entourant les fils (3), qui doit être guidé du câble (2) vers l'interface, moyennant
quoi, pour la formation d'un élément de blindage (6), le blindage (1) du câble (2)
ou des câbles (2) et au moins une zone adjacente au blindage (1) étant surmoulée autour
des contacts électriques (4) avec un matériau composite électro-conducteur, caractérisé en ce que l'élément de blindage (6) est isolé par rapport aux contacts électriques (4) grâce
à l'insertion d'un corps isolant (5) en matériau isolant, en ce que le corps isolant (5) est réalisé par surmoulage des contacts (4), les contacts (4)
étant intégrés au moins partiellement grâce à une technique d'injection dans le corps
isolant (5) et le corps isolant (5) formant un corps d'interface et en ce que le corps isolant (5) est surmoulé en tant que corps d'interface grâce à la formation
de l'élément de blindage (6) avec le matériau composite électro-conducteur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau composite comprend des composants métalliques et, après l'injection,
une matrice métallique comprend un agent dispersant métallique continu en tant que
structure de pénétration.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le matériau composite comprend un métal à faible point de fusion, de préférence avec
un point de fusion inférieur à 200°C et/ou une matière plastique de préférence thermoplastique
avec une température de traitement de l'ordre de 250°C à 300°C.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau composite comprend des particules électro-conductrices, plus particulièrement
des fibres métalliques et/ou des granulés métalliques.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le câble (2) est confectionné en dénudant à l'extrémité les fils (3), plus particulièrement
les torons contenus dans les fils (3), et le blindage (1), les torons étant sertis
pour former les contacts électriques (4) ou pouvant être surmoulés avec un matériau
électro-conducteur.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les contacts (4) sont intégrés au moins partiellement à l'aide d'une technique d'injection
dans le corps isolant (5) en matière plastique, le corps isolant (5) formant un corps
à connecteur et à douille.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, dans le corps d'interface, lors de son façonnage, des éléments fonctionnels comme
des embouts d'encliquetage, des ressorts ou autres sont intégrés.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le câble (2) avant ou au niveau de l'élément de blindage (1) et au moins une partie
du blindage (1) sont surmoulés en formant la forme extérieure de l'interface ou de
la connexion enfichable, c'est-à-dire en formant un boîtier (7), avec une matière
plastique électro-isolante.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le boîtier (7) est injecté sous des formes quelconques, par exemple sous la forme
d'un connecteur angulaire en intégrant une partie du câble (2).
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les différentes zones sont injectées successivement.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins deux zones différentes sont injectées en même temps, par exemple à l'aide
d'un procédé de surmoulage.
12. Interface électrique blindée, plus particulièrement connexion enfichable, de préférence
connecteur, douille, élément en Y, élément en T ou autre avec au moins un câble électrique
(2) connecté avec blindage (1), l'interface comprenant des contacts électriques (4)
et le câble (2) comprenant des fils/torons (3) à relier avec les contacts électriques
(4) et un blindage (1) entourant les fils (3), l'élément de blindage (6) étant formé
par surmoulage du blindage (1) du câble (2) et de l'au moins une zone adjacente au
blindage (1) autour des contacts électriques (4) avec un matériau composite électro-conducteur,
caractérisé en ce que l'élément de blindage (6) est isolé par rapport aux contacts électriques (4) en intégrant
un corps isolant (5) en matière plastique isolante, en ce que le corps isolant (5) est réalisé par surmoulage des contacts (4), les contacts (4)
étant intégrés au moins partiellement à l'aide d'une technique d'injection dans le
corps isolant (5) et le corps isolant (5) formant un corps d'interface et en ce que le corps isolant est surmoulé en tant que corps d'interface en formant l'élément
de blindage (6) avec le matériau composite électro-conducteur.
13. Interface selon la revendication 12, caractérisée en ce que le matériau composite comprend des composants métalliques et comprend, après l'injection,
une matrice métallique ou un agent dispersant métallique continu en tant que structure
de pénétration, le matériau composite pouvant comprendre un métal à bas point de fusion,
de préférence avec un point de fusion inférieur à 200°C, une matière plastique, de
préférence thermoplastique avec une température de traitement de l'ordre de 250°C
à 300°C et, le cas échéant, d'autres composants électro-conducteurs comme des fibres
métalliques et/ou des granulés métalliques.
14. Interface selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce que les contacts sont intégrés au moins partiellement à l'aide d'une technique d'injection
dans un corps isolant (5), le corps isolant (5) formant un corps à connecteur/douille,
des éléments fonctionnels comme des embouts d'encliquetage, des ressorts ou autres
pouvant être intégrés dans le corps d'interface (5).
15. Interface selon la revendication 14, caractérisée en ce que le corps d'interface (5) est surmoulé au moins partiellement en formant l'élément
de blindage (6), le câble (2) avant ou au niveau de l'élément de blindage (6) et au
moins une partie du blindage (1) est surmoulée en formant la forme extérieure de l'interface
ou de la connexion enfichable, c'est-à-dire en formant un boîtier (7), avec une matière
plastique électro-isolante et le boîtier (7) pouvant être injecté sous une forme quelconque.
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