[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Leuchtdiodenmodul mit einer Schaltungsanordnung
zum Ansteuern einer LED-Lichtquelle, das insbesondere für den Einsatz im Luftfahrtbereich
geeignet ist.
[0002] LED-Lichtquellen gewinnen im Beleuchtungsbereich zunehmend an Bedeutung. Der zu herkömmlichen
Halogenlampen relativ hohe Wirkungsgrad und eine damit verbundene vergleichsweise
geringe Wärmeabstrahlung sowie die mechanische Robustheit und die Langlebigkeit der
einzelnen Leuchtdioden zeichnen sich insbesondere für den Einsatz im Verkehrswesen
aus, zum Beispiel als Beleuchtungsmittel in einer Passagierkabine in Flugzeugen, Schiffen,
Eisenbahnwagen usw.. Durch eine punktuelle Ausleuchtung mit einer Helligkeit von gewöhnlich
150-250 lx beim Abstand von 40-50 cm eignen sich die LED-Lichtquellen in besonders
guter Weise als Leseleuchten (im englischen reading-lights) in Passagierflugzeugen.
[0003] Die Leuchtdiode ermöglichen bauartbedingt vergleichsweise vielfältige Möglichkeiten
bezüglich einer funktionellen Gestaltung und dem Einbauort einer jeweiligen Leuchte.
In Passagierflugzeugen werden zum Beispiel die herkömmlichen Halogen-Leseleuchten
im Überkopfbereich durch LED-Leseleuchten ersetzt, die bevorzugt mit einem Schwanenhals
direkt an einem Passagiersitz befestigt sind und über ein LED-Modul in einem Leuchtmittelkopf
verfügen. Eine solche Leseleuchte zeichnet sich insbesondere durch die Schwenkbarkeit
und einer damit verbundenen flexiblen Ausrichtung eines Lichtkegels aus.
[0004] Die Leuchtdioden eines jeweiligen LED-Moduls benötigen zum Einstellen eines geeigneten
Arbeitspunktes in der Regel eine Treiberschaltung, mit dem eine aus einem Bordnetz
bereitgestellte Spannung auf die Vorwärtsspannung einer LED anpasst wird und die den
Diodenstrom konstant regelt.
[0005] Im Luftfahrtbereich (im englischen Aviation) werden im Allgemeinen an die elektrischen
und elektronischen Geräte hohe Anforderungen bezüglich der EMV (Elektromagnetischen
Verträglichkeit) gestellt. Die leitungsgebundenen Störungen sowie die raumgebundenen
Störabstrahlungen müssen den in den Luftfahrtnormen zum Beispiel der RTCA-DO160 oder
den Kundenspezifischen Vorgaben wie der D6-36440 von Boeing oder der ABD0100 von Airbus
erfüllen. Bekannte LED-Module beinhalten daher in der Regel lineare Spannungsregler,
die eine Spannungsdifferenz zwischen der Diodenvorwärtsspannung und der bereitgestellten
Bordnetzspannung in Verlustleistung umsetzen. Bei der dabei entstehenden Wärmeabstrahlung
des LED-Moduls sind ebenfalls durch die genannten Normen vorgeschrieben Grenzwerte
einzuhalten. Zum Beispiel darf die Berührungstemperatur (im englischen touch temperature)
eines Aluminiumgehäuse von einem LED-Modul die Umgebungstemperatur um maximal 7°C
übersteigen.
[0006] In der gesamten Luftfahrt haben sich verschiedene Typen von Gleichspannungsbordnetze
etabliert, die unterschiedliche Nennspannungen aufweisen. Während Sportflugzeuge oftmals
ein 12 V/14 V DC Bordnetz haben, sind die Passagierkabinen von modernen Verkehrsflugzeugen
in der Regel mit einem 28 V DC Bordnetz ausgerüstet. Zunehmend werden parallel zu
der 28 V Spannungsebene zusätzlich andere Versorgungsspannungen durch diverse Netzteile
bereitgestellt. Zum Beispiel werden durch so genannte In-Seat-Power-Supplies (ISPS)
lokale 5 V Gleichspannungen erzeugt, die zum Beispiel über einen Universellen Seriellen
Bus (USB) unter anderem für eine im Sitz interagierte Unterhaltungselektronik bereitgestellt
wird und an der gegebenenfalls auch eine LED-Leseleuchte zu Betreiben ist.
[0007] Ein derzeit in der Luftfahrt gebräuchliches LED-Modul mit einer linearen Spannungsreglung,
ist unter Berücksichtigung einer maximal tolerierbaren Verlustleistung jeweils nur
für eine bestimmte Nennspannung einsetzbar. Um eine solche möglichst geringe Verlustleistung
zu gewährleisten, werden die für den 28 V Betrieb ausgelegten LED-Leuchten bevorzugt
mit einem Multi-LED-Modul ausgerüstet, das mehrere in Reihe geschaltete Leuchtdioden
beinhaltet. Die Serienschaltung mehrerer LED ermöglicht einen größeren Spannungsabfall,
so dass der lineare Spannungsregler weniger Verlustleistung aufnehmen muss. 1-LED-Module
können im Luftfahrtbereich derzeit nur für kleine Versorgungsspannungen eingesetzt
werden. Im Vergleich zu den Multi-LED-Modulen zeichnen sie sich durch eine homogenere
Helligkeitsverteilung in ihrem Lichtkegel aus, so dass ihr Einsatz auch an größeren
Spannungen wünschenswert ist.
[0008] Ein wesentlicher Nachteil bei den bekannten LED-Leuchten ist, dass für jedes der
unterschiedlichen Bordnetze, d.h. für die unterschiedlichen Spannungsbereiche, ein
eigenes LED-Modul mit einer angepassten Leuchtdiodenkonfiguration und einem angepassten
Spannungsregler entwickelt werden muss. Diese ist insbesondere im Hinblick auf die
zeitlich und technisch aufwendige Abnahmen bzw. Prüfungen für eine Luftfahrtzulassung
nachteilig. Zudem ist es wichtig, für einen direkten Betrieb an einem Bordnetz spezielle
Anforderungen hinsichtlich einer dauerhaften sowie einer kurzzeitig auftretenden Überspannung
zu berücksichtigen.
[0009] In
US 7,148,632 B2 wird ein Leuchtdiodenmodul beschrieben, welches drei Gruppen von LEDs, die jeweils
eine andere Lichtfarbe emittieren und deren Intentsität einstellbar ist, ansteuert.
Mit bereitgestellten Prozeduren können Farbe und Leistung kalibriert werden. Diese
Einrichtung verfügt über ein Spannungsmodul für einen Spannungsbereich von 23 V bis
33 V, welches dessen Einsatzbereich spürbar beschränkt.
[0010] US 2006/0220570A1 zeigt ein kostengünstiges Modul zur Spannungsversorgung von LEDs. Mit einer Ladungsträgerpumpenanordnung
soll der Spannungsabfall einer Gleichstrombatterie kompensiert und hierdurch die Versorgungsspannung
bei abfallender Batteriespannung erhöht werden. Bei ausreichend hoher Batteriespannung
wird die Ladungsträgerpumpenandordnung durch einen Bypass überbrückt, um unerwünschte
Verluste in diesem batteriebetriebenen System zu vermeiden. Insbesondere aus Figur
2 dieser Publikation ist zu erkennen, dass mit dieser Anordnung ein Spannungsbereich
von etwa 3,4 bis 4,2 V kompensiert wird, welcher beispielsweise für die Zwecke der
Luftfahrtindustrie vollständig ungeeignet ist.
[0011] US 2008/0054862 A1 beschreibt ein elektronisches Gerät mit einer Gleichstromspannungsversorgung, bei
welcher die Spannung einer speisenden Batterie durch geeignete Wandler für eine zu
versorgende Last geregelt wird.
[0012] In der
US 2006/0109205 A1 wird ein LED-Treiber beschrieben, der eine Ladungspumpe umfasst, die bei einer abfallenden
Batteriespannung in einem mobilen Gerät eine ausreichende LED-Vorwärtsspannung bereitstellt.
Die Ladungspumpe ist Spannungsabgängig zwischen drei Betriebsarten umschaltbar.
[0013] Die vorliegende Erfindung hat sich daher neben anderen auch die Aufgabe gestellt,
ein LED-Weitbereichsspannungsmodul bereitzustellen, das insbesondere die im Luftfahrtbereich
gültigen Anforderungen erfüllt.
[0014] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die vorliegende Erfindung ein Leuchtdiodenmodul
vor, das ein Gehäuse und wenigstens eine Leiterplatte umfasst, wobei das Gehäuse bevorzugt
aus Aluminium oder einem schwer entflammbaren Kunststoff gefertigte ist. Die Leiterplatte
weist wenigstens eine Leuchtdiode, einen LED-Treiber und einen Ansteuerbaustein, sowie
eine Schaltungsanordnung auf. Der LED-Treiber stellt einen konstanten Arbeitspunkt
für einen durch den Ansteuerbaustein gesteuerten gepulsten Betrieb der Leuchtdiode
bereit. Die Schaltungsanordnung umfasst einen Eingang zum Anschalten einer ersten
Spannung und einen DC/DC-Wandler sowie einen zu dem DC/DC-Wandler parallel geschalteten
Bypass umfasst, der mittels einer Komparatorschaltung aktivierbar ist.
[0015] In bevorzugten Ausführungsformen kann der Ansteuerbaustein einerseits als PWM-Baustein
ausgeführt sein. Dies ermöglicht vorteihaft eine Dimmung der LED.
[0016] In einer anderen Ausführungsform ist der Ansteuerbaustein andererseits als mechanischer
Schalter oder Taster ausgeführt oder ist mittels eines separaten Schalters oder Tasters
oder über einen externen Schalteingang betätigbar.
[0017] Der Schalter oder Taster kann einerseits als mechanischer Schalter oder Taster oder
als Halbleiter-Schalter ausgeführt sein, der mittels eines µ-Schalters angesteuert
werden kann. Aufgrund der sehr geringen Schaltströme können vorteilhaft sehr kleine
µ-Schalter, wie beispielsweise ein Schalter wie der OMRON-Schalter Typ D3SH, verwendet
werden.
[0018] Die Komparatorschaltung ist vorzugsweise zwischen dem Eingang und dem Abwärtswandlerbaustein
angeordnet, und dazu ausgebildet, die Höhe einer Eingangsspannung der Schaltungsanordnung
zu erfassen und mit einem ersten und zweiten Schwellenwert zu vergleichen.
[0019] Komparatorschaltung ist weiter dazu ausgebildet, bei Unterschreiten des ersten Schwellenwerts
den Transistor zur Aktivierung des Bypasses anzusteuern und bei Überschreiten des
zweiten Schwellenwerts den Transistor zur Deaktivierung des Bypasses anzusteuern.
[0020] Die vorliegende Erfindung stellt somit gegenüber dem Stand der Technik ein universelles
Leuchtdiodenmodul bereit, das als Leuchtmittel in verschiedenen Beleuchtungseinrichtungen
in der Luftfahrttechnik einsetzbar ist. Die sehr aufwendige Zulassungsprozedur für
derartige elektronische Komponenten fällt somit nur noch einmal an, was im Hinblick
auf die für die Luftfahrttechnik typischen geringen Stückzahlen besonders Vorteilhaft
ist.
[0021] Der Weitspannungsbereich des Leuchtdiodenmoduls bietet zusätzlich den entscheidenden
Vorteil, dass Schwankungen in der Bordnetzseitig bereitgestellten Eingangsspannung
ohne Helligkeitsschwankungen durch das Leuchtmittel verarbeitet werden. Wenn zum Beispiel
bei einem Generatorausfall die Bordnetzspannung von 28 V auf die 24 V im Batteriebetrieb
absinkt, bietet das erfindungsgemäße Leuchtdiodenmodul auch im Notbetrieb seine volle
Leuchtintensität, wodurch es sich bevorzugt auch als Einstiegsleuchte eignet.
[0022] Eine vorteilhafte Ausbildungsform sieht vor, ein DC/DC-Wandler in Form eines integrierten
Abwärtswandlerbausteins einzusetzen..
[0023] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführung sieht die Erfindung vor, die
Leiterplatte des Leuchtdiodenmoduls als mehrteilige Leiterplatte auszubauen, wobei
die einzelnen Leiterplattenabschnitte miteinander durch flexible Leiterbahnabschnitte
verbunden sind. Die Leiteplattenabschnitte können somit gefaltet in das Gehäuse eines
Leuchtdiodenmoduls eingebaut werden und nehmen lediglich ein maximales Volumen von
12 cm
3 ein.
[0024] Um bei einer länger anliegenden Spannung die nachgeschalteten Komponenten vor Überspannungen
beim Betrieb am Bordnetz zu schützen ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Schaltungsanordnung
eine Überspannungsschutzschaltung beinhaltet, die einen Feldeffekttransistor beinhaltet,
der bei Überspannung die Versorgungsspannung begrenzt.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Leuchtdiodenmoduls ist zwischen dem Eingang
und der ersten Filterschaltung mindestens eine Suppressordiode, mindestens ein Varistor
oder eine Kombination aus Suppressordiode und Varistor angeordnet. In vorteilhafter
Weise reagieren Suppressordioden sehr schnell auf Überspannungen, können aber relativ
wenig Energie aufnehmen, Varistoren reagieren zwar etwas langsamer, können jedoch
dafür mehr Energie aufnehmen.
[0026] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Leuchtdiodenmoduls sind mehrere
Suppressordioden und/oder Varistoren an der Leuchtdiode sowie an weiteren Bausteinen
der LED-Platine ausgangsseitig und/oder eingangsseitig zwischen dem Eingang und der
ersten Filterschaltung und/oder zwischen dem Eingang und dem LED-Treiber angeordnet.
Bei dieser besonders bevorzugten Ausführungsform kann insbesondere ein Schutz vor
Überspannungen, z.B. infolge von RADAR-Einstrahlung, EMPs oder ähnlichem, erzielt
werden, die zwischen LED-Platine und Hauptplatine induziert/eingekoppelt werden.
[0027] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung einer bevorzugten, jedoch lediglich beispielhaften Aufführungsform der
Erfindung unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen ersichtlich. In den Zeichnungen
zeigen:
- Fig. 1:
- ein Blockschaltbild eines Weitbereichsspannungsmoduls für ein erfindungsgemäßes Leuchtdiodenmodul,
- Fig. 2:
- einen detaillierten Schaltplan eines Weitbereichsspannungsmoduls gemäß Figur 1,
- Fig. 3:
- einen detaillierten Schaltplan eines alternativen Weitbereichsspannungsmoduls gemäß
Figur 1,
- Fig. 4:
- einen Schaltplan einer LED-Platine,
- Fig. 5:
- eine 3D-Schnittansicht eines Leuchtdiodenmoduls mit einer axialen Lichtaustrittsöffnung,
- Fig. 6:
- eine 3D-Schnittansicht eines Leuchtdiodenmoduls mit einer radialen Lichtaustrittsöffnung,
- Fig. 7:
- ein Messdiagramm für die raumgebundenen Störabstrahlung in einem Frequenzbereich zwischen
150 kHz und 25 MHz,
- Fig. 8:
- ein Messdiagramm für die leitungsgebundenen Störabstrahlung in einem Frequenzbereich
zwischen 150 kHz und 25 MHz,
- Fig. 9:
- ein Messdiagramm für die Stabilität der Helligkeit über die Eingangsspannung.
[0028] In der Figur 1 ist das Blockschaltbild eines Weitbereichsspannungsmoduls dargestellt,
das von einem erfindungsgemäßen Leuchtdiodenmodul mit einer 1-LED-Lichtquelle umfasst
ist. Das Leuchtdiodenmodul erfüllt die Anforderungen der RTCA-DO160E und eignet sich
somit insbesondere als Leselampe oder als Kabinenbeleuchtung im Luftfahrtbereich.
[0029] Das dargestellte Weitbereichsspannungsmodul beinhaltet ein Eingangsklemmenpaar X1.3
und X1.2, an dem eine zwischen 4,5 V und 32,5 V große Gleichspannung aus einem Bordnetz
bereitgestellt wird. Das Modul umfasst eine einzelne Hochleistungsleuchtdiode D11,
die mit einem LED-Treiber U4 und einem Ansteuer-Baustein, dimmbar betrieben wird.
Die Helligkeit ist über einen Taster oder Schalter 12 oder über eine an dem Anschluss
X1.1 anschließbare externe Bedieneinheit einstellbar.
[0030] Ein DC/DC-Wandler U1 mit einem parallel geschalteten Bypass 11 stellt eine Gleichspannung
im Bereich zwischen 4 V und 8 V zur Versorgung des Ansteuer-Bausteins und des LED-Treibers
bereit. Am Eingang des Moduls ist eine Filter und Schutzbeschaltung vorgesehen, mit
der Überspannungen und hochfrequente Störungen gefiltert werden.
[0031] Die Figur 2 zeigt einen detaillierten Schaltplan eines Weitbereichsspannungsmodul
dar. Die dargestellte Schaltung kann im Wesentlichen in zwei Teile aufgeteilt werden,
wobei der oberen Bereich eine Spannungsversorgungsschaltung S1 dargestellt, an deren
Ausgang eine Spannung UA zwischen 4 V und 8 V DC bereitsteht, und die universell an
einer beliebigen Eingangsspannung im einem Spannungsbereich von 4,5 V bis 32,5 V DC
betrieben werden kann. Im unteren Abschnitt der Figur 2 ist eine LED-Treiberschaltung
dargestellt, die sämtliche Einrichtungen zur Helligkeitsregulierung der Hochleistungsleuchtdiode
D11 beinhaltet.
[0032] Die Spannungsversorgungsschaltung S1 verfügt Eingansseitig über eine dreipolige Steckverbindung
X1, wobei an zwei der elektrischen Kontakte X1.3 und X1.2 eine Eingangsspannung bereitgestellt
wird. Diese Eingangsspannung kann eine 5 V Gleichspannung aus einem In-Seat-Power-Supply
(ISPS) sein, mit dem zum Beispiel in einem Passagiersitz integrierte Infotainmentsysteme
lokal versorgt werden; oder eine 28 V Gleichspannung sein, die typischer Weise von
einem Bordnetz in einer Kabine eines Verkehrsflugzeugs bereitgestellt wird und zur
Versorgung verschiedenster elektrischer Verbraucher dient. Der Anschluss X1.2 stellt
das Massepotential (GND) für die Schaltung bereit, das positive Eingangsspannungspotential
liegt am Anschluss X1.3 an, wobei diese spannungsführende Eingangsleitung mit einer
Sicherung SI1 gegen Überströme abgesichert ist.
[0033] Des Weiteren verfügt die Spannungsversorgungsschaltung S1 in ihrem Eingangsbereich
über einen Überspannungsschutz, der zum Filtern transienter Spannungsspitzen geeignet
ist, die beispielsweise durch Schaltvorgänge innerhalb des Bordnetzes hervorgerufen
werden könnten. Der Überspannungsschutz ist bevorzugt als bidirektionale Suppressordiode
ausgeführt, deren Betriebs- bzw. Durchbruchspannung auf die maximale Eingangsspannung
der Spannungsversorgungsschaltung ausgelegt ist.
[0034] Anstelle oder zusätzlich zu Suppressordioden können auch Bidirectional ESD Protection
Diodes verwendet werden, da diese Dioden ebenfalls sehr schnell Reaktionszeiten bei
geringen Verlustleistungen zur Verfügung stellen.
[0035] Beispielhaft ist in Figur 2 die Diode D18 eine solche Bidirectional ESD Protection
Diode.
[0036] Der Ausgang der Spannungsversorgungsschaltung S1 wird bevorzugt mit einer 4 V Gleichspannung
betrieben, die von einem DC/DC-Abwärtswandler bereitgestellt wird. Um die Anforderungen
der Luftfahrtnormen bezüglich geringer Störabstrahlungen und Störempfindlichkeiten
zu erfüllen, schlägt die Erfindung vor, einen Abwärtswandler bereitzustellen, der
vollständig als Integrierte Schaltung U1 aufgebaut ist und eingangs- und ausgangsseitig
mit den Massekondensatoren C4, C5 ergänzend beschaltet werden muss. Die Ausgangsspannung
des Abwärtswandlers wird mit dem Widerstand R5 eingestellt. Der Widerstand R17 sorgt
für eine Grundlast für den Abwärtswandler. Bei einem solchen Wandlerbaustein, beispielsweise
vom Typ LTM8020, ist auch die notwendige Induktivität integriert. Bedingt durch die
kurzen Leitungen innerhalb der Verdrahtungsebene eines IC können die typischer Weise
von einem Wandler verursachten Störabstrahlung auf ein Minimum reduziert werden, so
dass nur noch die leitungsgeführten Störungen aus dem IC auf die Luftfahrterfordernisse
reduziert werden müssen.
[0037] Hierzu ist in dem vorliegenden Schaltplan der Figur 2 ein erster Filter S2 in der
Spannungsversorgungsschaltung S1 vorgesehen, der eingangsseitig nach der Suppressordiode
D5 angeordnet und aus dem Bauelementen C2, C17 und L2 aufgebaut ist. Ein zusätzlicher,
zweiter Filter S5 ist direkt am Spannungseingang des Wandlers vorgesehen und umfasst
die Kapazitäten C1 und C3 sowie die Induktivität L1.
[0038] Um eine gewünschte Ausgangsspannung von 4 V am Ausgang der Spannungsversorgungsschaltung
S1 bereitzustellen, benötigen die derzeit bekannten integrierten Abwärtswandler U1
eine Eingangsspannung von mindestens 7 V. Um dennoch den weiten zwischen 4,5 V bis
32,5 V DC liegenden Eingangsspannungsbereich abzudecken, ist in der Spannungsversorgungsschaltung
S1 eine Bypass-Schaltung vorhanden, mit der eine Eingangsspannung bis ca. 4 V direkt
über den MOS-Transistor V1 auf den Ausgang durchgeschaltet werden kann, sofern diese
einem Spannungswert unterhalb der 7 V aufweist. Der Transistor V1 wird über eine Komparatorschaltung
S4 gesteuert, die die anliegende Eingangsspannung erfasst und einen Schwellwert vergleicht,
unterhalb der der Bypass geschaltet wird.
[0039] Der Transistor V4 wird über den Spannungsteiler mit den Widerständen R3 und R8 an
den Eingangskreis gekoppelt, wobei der Spannungsteiler derart dimensioniert ist, dass
der Transistor im gesamten Eingangsspannungsbereich von 4,5 V bis 32,5 V leitfähig
ist und eine Spannung für den Transistor V5 bereitstellt. Parallel zu dem Widerstand
R3 ist die Kapazität C16 vorgesehen, die für hochfrequente Signale, die die Eingangsgleichspannungen
überlagern, das Teilerverhältnis des Spannungsteilers derart verändert, dass der Spannungsabfall
über die Parallelschalung aus R3 und C16 unterhalb der Schwellenspannung des Transistors
V4 absinkt, und dieser somit sperrend wird.
[0040] Die Erkennung der Schaltschwelle für die Eingangsspannung der vorliegenden Spannungsversorgungsschaltung
S1 wird durch den Transistors V5, den Widerstände R2 und R6 sowie der Z-Diode D7 bereitgestellt.
Bei einer Eingangsspannung zwischen 32,5 V und ca. 7,5 V fällt an dem Widerstand R2,
der parallel zur Basis-Emitter-Diode des Transistors V5 geschaltet ist, eine zum Durchschalten
des Transistors ausreichend große Spannung ab. Werden die 7,5 V unterschritten, so
sperrt der Transistor V5 und das Gate-Potential des Transistors V1 wird auf die Masse
(GND) gezogen. Die somit anliegende negative Gate-Source-Spannung die unterhalb der
Schwellenspannung des PMOS-Transistors V1 liegt, lässt den Transistor durchschalten,
so dass die Bypass-Schaltung aktiviert ist.
[0041] An dem Drain-Anschluss des Transistors ist ein Widerstand R1 angeschlossen, der mit
den Widerständen R2 und R6 der Schaltschwellenerkennung verbunden ist.. Bei einem
leitenden Transistor V1 bildet der Widerstand R1 mit dem Widerstand R2 eine Parallelschaltung,
so dass das Teilerverhältnis in der Schaltschwellenerkennung derart verändert wird,
dass zum Erneuten leitfähig werden des Transistors V5 eine Eingangsspannung von mindestens
8 V anliegen muss.
[0042] Somit wird zum aktivieren/deaktivieren der Bypass-Schaltung eine Hysterese bereitgestellt,
die etwa 0,5 V beträgt und im Übergangsbereich ein unkontrolliertes Hin- und Herschalten,
ähnlich dem, eines astabilen Multivibrators, der Bypass-Schaltung wirksam unterdrückt,
für den Fall, dass eine Eingangsspannung im Bereich der Schaltschwelle liegen sollte.
[0043] Am Ausgang der Spannungsversorgungsschaltung S1 sind zwei Entkopplungsdioden D1 und
D2 vorgesehen, die die Bypass-Schaltung und den Wandlerbaustein voneinander entkoppeln.
Spannungsversorgungsschaltung stellt somit eine Spannung zwischen 4 V und 8 V DC bereit,
die in Abhängigkeit von der Eingangsspannung über den Wandlerbaustein oder über die
Bypass-Schaltung bereitgestellt wird.
[0044] In dem untern Bereich des in der Figur 2 dargestellten Schaltplans des Weitbereichsspannungsmoduls
ist eine Ansteuerschaltung für eine 1-LED-Lichtquelle dargestellt. Diese umfasst einen
LED-Treiberbaustein U4, der die LED D11 in einem konstanten Arbeitspunkt ihrer U/I-Kennlinie
gepulst betreibt und direkt mit einer Spannung von 4 V bis 8 V DC aus der Spannungsversorgungsschaltung
betrieben wird. Die Grundeinstellung des LED Stromes erfolgt mittels der Widerstände
R15 und R16, die eine Grundhelligkeit der Leuchtdiode D11 vorgeben. Diese Grundhelligkeit
der Leuchtdiode D11 kann über ein veränderbares PWM-Signal verändert werden, das dem
Treiberbaustein von einem PWM-Baustein bereitgestellt wird. Dieser PWM-Baustein kann
beispielsweise in Form eines Mikrokontrollers U5 bereitgestellt werden, wobei ein
Wert für eine gewünschte LED-Helligkeit über einen Taster 12 einstellbar ist.
[0045] Der Mikrokontroller U5 wird mit einer 3 V Gleichspannung aus einem Spannungsregler-Baustein
U6 versorgt, aus der ebenso die Beariebsspannung für eine Treiberschaltung U2 bereitgestellt
wird. Die Treiberschaltung U2 treibt eine Standard-LED, die als Beleuchtungsmittel
in dem Taster 12 integriert ist.
[0046] Der Anschluss X1.1 des Weitbereichsspannungsmoduls erlaubt ein Einstellen bzw. Verändern
der Helligkeit von einer externen zweiten Bedieneinheit, die zu dem Taster 12 eine
identische Funktion aufweist.
[0047] Ein Schaltplan einer weiteren Ausführungsform des Leuchtdiodenmoduls ist in Figur
3 dargestellt.
[0048] Bei diesem Leuchtdiodenmodul beinhaltet die Schaltungsanordnung (S1) eine Überspannungsschutzschaltung
(S3a), die einen Feldeffekttransistor (V2), siehe Fig. 3) beinhaltet, der bei Überspannung
die Versorgungsspannung begrenzt. Hierzu ist wie in Figur 3 dargestellt mit der Zenerdiode
Z1 und dem Widerstand R18 das Gate des Feldeffekttransisotrs V2 verbunden, so dass
dieser bei einer Überspannung am Eingang X1 hochohmig gesteuert wird und hierdurch
für die diesem nachgeschalteten Baugruppen die an diesen anliegende Versorgungsspannung
limitiert, insbesondere auf für die nachgeschalteten Baugruppen unschädliche Werte
beschränkt.
[0049] Aufgrund der niedrigen Verlustleistung des Feldeffekttransistors V2 können auch bei
einer länger anliegenden Überspannung die nachgeschalteten Komponenten sicher vor
Überspannungen beim Betrieb am Bordnetz geschützt werden und wird selbst im Störungsfall
erhöhte Verfügbarkeit des Leuchtdiodenmoduls gewährleistet.
[0050] Bei dem in Figur 3 dargestellten Leuchtdiodenmodul ist zwischen dem Eingang (X1)
und der ersten Filterschaltung (S2) mindestens eine Suppressordiode D5, mindestens
ein Varistor oder eine Kombination aus Suppressordioden und Varistoren angeordnet,
welche außer den Dioden D5 in den Zeichnungen nicht dargestellt sind. Anstelle oder
zusätzlich zu den Dioden D5 können diese Varistoren eingebracht sein. Werden diese
Varistoren zusätzlich zu den Dioden D5 in der Schaltung verwendet, sind diese zu diesen
Dioden D5 parallel geschaltet.
[0051] In bevorzugter Ausgestaltung können diese Dioden D5 auch Bidirectional ESD Protection
Diodes sein, wie diese beispielsweise unter der Bezeichnung PESD5V0S1BA/BB/BL von
Phillips Semiconductors vertrieben werden.
[0052] Es können ferner mehrere Suppressordioden und/oder Varistoren an der Leuchtdiode
D11, siehe Figur 4, sowie an weiteren Bausteinen der LED-Platine ausgangsseitig und/oder
eingangsseitig zwischen dem Eingang X1 und der ersten Filterschaltung (S2) und/oder
zwischen dem Eingang (X2) und dem LED-Treiber U4 angeordnet sein.
[0053] Figur 3 zeigt beispielhaft mit der Schaltung U4' eine Treiberschaltung für die Diode
D12, welche Schalterhinterleuchtung verwendet wird.
[0054] Figur 4 zeigt beispielhaft drei Suppressordioden D5, welche parallel zur Leuchtdiode
D11, parallel zum Schalter oder Taster 11 und parallel zur Leuchtdiode D16, welche
der Tastenbeleuchtung dient, angeschlossen sind.
[0055] Die im Luftfahrtbereich geforderte geringe Abstrahlung von elektromagnetischen Störungen
wird durch ein Gehäuse aus Aluminium gewährleiste, das niederohmig geerdet ist und
die Schaltung mit der Leuchtdiode aufnimmt.
[0056] Das Gehäuse ist mit der gesamten Schaltung in bevorzugter Ausgestaltung in einen
12 cm
3 großen Kopf einer Leseleuchte einbaubar.
[0057] Alternativ zu Aluminium kann das Gehäuse auch aus einem schwer entflammbaren Kunststoff
gefertigt sein.
[0058] Entsprechende Gehäuse sind in den Figuren 5 und 6 dargestellt. Figur 5 zeigt ein
Leuchtdiodenmodul 30 mit axialer Lichtaustrittsöffnung. Das Modul 30 umfasst ein Gehäuse
41 aus Aluminium, mit einer Leuchtdiode D11 und einer Linse 32. Die elektronische
Schaltung mit dem Weitbereichsspannungsmodul ist zwei Leiterplatten 10a und 10b aufgebaut,
die mit einer nicht dargestellten flexiblen Abschnitt elektrisch und mechanisch zusammenhängen
und somit eine faltbare Leiterplatten Einheit bilden. Figur 6 zeigt ein alternatives
Leuchtdiodenmodul 40, das eine in radiale Richtung ausgerichtete Lichtaustrittsöffnung
mit einer Linse 42 hat.
[0059] Die Spannungsversorgungsschaltung S1 enthält zusätzlich eine vorgeschriebene Verpolungsschutzschaltung
S3, die vor der Komparatorschaltung S4 im Schaltplan angeordnet ist. Üblicher Weise
wird ein Verpolungsschutz durch eine in den Lastkreis geschaltete Diode realisiert.
In der vorliegenden Schaltung wird anstelle einer Diode der MOS-Transistor V3 in den
Lastkreis geschaltet, an dem im Durchlassbereich einen wesentlich geringeren Spannung
und Verlustleistung abfällt. Gesteuert wird der Spannungsabfall mit der Z-Diode D3.
Beim Anlegen einer positiven Eingangsspannung fällt somit parallel zu der Gate-Source-Spannung
des Transistors eine Spannung ab, so dass dieser durchgeschaltet wird. Der Stromfluss
durch die Diode wird durch den Widerstand R7 begrenzt, so dass in diesem Zweig keine
große Verlustleistung abfällt.
[0060] Mit Blick auf die Figuren 7 und 8 wird deutlich, dass ein Leuchtdiodenmodul mit dem
beschriebenen Gehäuse und dem Weitbereichsspannungsmodul hervorragend für den Einsatz
in Umgebungen geeignet sind, in denen hohe Anforderungen an eine maximal zulässige
Emission elektromagnetischer Störungen gelten.
[0061] In den Diagrammen 7a bis 7f sind jeweils die Frequenzspektren zwischen 150 kHz und
25 MHz raumgebundener Störabstrahlungen dargestellt.
[0062] Zum Vergleich sind den gemessenen Kennlinien jeweils die zulässigen Grenzwerte gemäß
der D6-36440 Spezifikation gegenübergestellt.
[0063] Figur 7a zeigt die Störabstrahlung eines Leuchtdiodenmoduls bei voller Lichtleistung
und einer Versorgungsspannung von 5 V.
[0064] Die in den Figuren 7b bis 7d dargestellten Messungen wurden jeweils bei einer Spannung
von 28 V durchgeführt. Figur 7b und 7d zeigen die Spektren bei voller Leuchtkraft,
wobei in dem Diagramm 7d das Weitbereichsspannungsmodul ohne Gehäuse vermessen wurde.
[0065] Die Messung des Diagramms 7c wurde bei 60% Leuchtkraft der LED durchgeführt. Die
Diagramme 7e und 7f zeigen weitere Messergebnisse des Weitbereichsspannungsmoduls
ohne Gehäuse.
[0066] Die Figuren 8a bis 8d zeigen die leitungsgebundenen Störabstrahlungen des Leuchtdiodenmoduls.
[0067] Das Diagramm 8a zeigt das Spektrum bei einer Eingangsspannung von 5 V, die Diagramme
8b bis 8d zeigen das jeweilige Frequenzspektrum bei einer Eingangsspannung von 28
V DC.
[0068] Die Messungen, die in den Figuren 8a und 8b dargestellt sind, wurden bei voller Lichtleistung
des Leuchtdiodenmoduls durchgeführt.
[0069] Die Messwerte der Figuren 8c und 8d wurden bei 60% der maximalen Lichtleistung durchgeführt.
[0070] Wie aus sämtlichen Figuren ersichtlich ist, werden die zugelassenen Grenzwerte deutlich
unterschritten.
[0071] Figur 9 stellt die Stabilität der Helligkeit eines Leuchtdiodenmoduls als Funktion
der Eingangsspannung von 3,7 V bis 35 V dar, die nur überraschend kleine Helligkeitsänderungen
zeigt.
1. Leuchtdiodenmodul, das als LED-Lichtquelle für Bordnetze im Luftfahrtbereich geeignet
ist, umfassend ein Gehäuse (31, 41), wenigstens eine Leuchtdiode (D11) und wenigstens
eine Leiterplatte (10a, 10b), wobei die Leiterplatte mit der wenigstens einen Leuchtdiode
(D11) verbunden ist und einen LED-Treiber (U4) einen Ansteuerbaustein (U5), sowie
eine Schaltungsanordnung (S1) aufweist, wobei der LED-Treiber (U4) einen konstanten
Arbeitspunkt in der U/I-Kennlinie für einen durch den Ansteuerbaustein (U5) gesteuerten
Betrieb der Leuchtdiode (D11) bereitstellt, und wobei die Schaltungsanordnung (S1)
einen DC/DC-Wandler (U1) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der DC/DC-Wandler (U1) ein integrierter Abwärtswandlerbaustein ist, wobei die Schaltungsanordnung
(S1) ferner einen zu dem integrierten Abwärtswandlerbaustein (U1) parallel geschalteten
Bypass (11) umfasst, der mittels einer Komparatorschaltung (S4) aktivierbar ist, wobei
die Komparatorschaltung (S4), dazu ausgebildet ist, die Höhe einer an der Schaltungsanordnung
(S1) anliegenden Eingangsspannung zu Erfassen und bei Unterschreiten eines Schwellenwertes
den Bypass zu aktivieren und bei Überschreiten des Schwellenwertes den Bypass zu deaktivieren.
2. Leuchtdiodenmodul nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Komparatorschaltung (S4) wenigstens einen ersten Transistor (V5), einen ersten
Widerstand (R2), einen zweiten Widerstand (R6) und eine Z-Diode (D7) umfasst, wobei
der erste Widerstand (R2) zur Basis-Emitter-Diode des ersten Transistors (V5) parallel
geschaltet ist und mit dem zweiten Widerstand (R6) ein Teilerverhältnis bereitstellt,
so dass bei einer anliegenden Eingangsspannung oberhalb des Schwellenwertes an dem
ersten Widerstand (R2) eine zum Durchschalten des ersten Transistors (V5) ausreichende
Basis-Emitter-Spannung abfällt, und so dass beim Unterschreiten der Schwellenspannung
der erste Transistor (V5) sperrt und den Bypass aktiviert.
3. Leuchtdiodenmodul nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Komparatorschaltung (S4) einen dritten Widerstand (R1) umfasst, der mit dem ersten
Widerstand (R2) und dem Bypass (11) verbunden ist, so dass dritten Widerstand (R1)
mit dem ersten Widerstand (R6) eine Parallelschaltung bildet, sobald der Bypass aktiviert
ist, so dass sich das Teilerverhältnis verändert und sich der Schwellenwert zum Deaktivieren
des Bypasses entsprechend erhöht.
4. Leuchtdiodenmodul nach einem der beiden vorstehenden Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Komparatorschaltung (S4) eine Schaltungseinrichtung besitzt, die einen zweiten
Transistor (V4), einen Spannungsteiler und eine Kapazität (C16) umfasst, wobei die
Kapazität (C16) ausgebildet ist, den Spannungsteiler bei hochfrequenten Signalen,
die die Eingangsspannung überlagern, zu verstimmen, so dass eine Spannungsversorgung
für den ersten Transistor (V5) sperrt.
5. Leuchtdiodenmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (11) einen Feldeffekttransistor (V1) besitzt, dessen Gate durch die Komparatorschaltung
(S4) aktivierbar ist.
6. Leuchtdiodenmodul nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansteuerbaustein (U5) als PWM-Baustein oder als Halbleiterschalter ausgebildet
ist, wobei der Ansteuerbaustein mittels eines separaten Schalters oder Tasters oder
über einen externen Schalteingang betätigbar ist oder dass der Ansteuerbaustein als
mechanischer Schalter ausgebildet ist.
7. Leuchtdiodenmodul, nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (S1) eine Überspannungsschutzschaltung (S3a) beinhaltet,
die einen Feldeffekttransistor (V2) umfasst, der bei Überspannung die Versorgungsspannung
begrenzt.
8. Leuchtdiodenmodul gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (S1) eine Verpolungsschutzschaltung (S3) beinhaltet, die
einen Feldeffekttransistor (V3), eine Diode (D3) und einen Widerstand (R7) umfasst,
wobei der Feldeffekttransistor (V3) zwischen einem Eingang (X1.3) der Schaltungsanordnung
(S1) und der Komparatorschaltung (S4) angeordnet ist.
9. Leuchtdiodenmodul gemäß vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (S1) eine erste Filterschaltung (S2) umfasst, die zwischen
dem Eingang (X1.3) und der Komparatorschaltung (S4) angeordnet ist.
10. Leuchtdiodenmodul gemäß vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltungsanordnung (S1) eine zweite Filterschaltung (S5) umfasst, die zwischen
dem DC/DC-Wandler (U1) und der Komparatorschaltung (S4) angeordnet ist.
11. Leuchtdiodenmodul gemäß einem der beiden vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Eingang (X1.3) und der ersten Filterschaltung (S2) mindestens eine Suppressordiode
und/oder mindestens ein Varistor angeordnet ist.
12. Leuchtdiodenmodul nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Suppressordioden und/oder Varistoren an der Leuchtdiode (D11) sowie an weiteren
Bausteinen der LED-Platine ausgangsseitig und/oder eingangsseitig zwischen dem Eingang
(X1.3) und der ersten Filterschaltung (S2) und/oder zwischen dem Eingang (X2) und
dem LED-Treiber U4 angeordnet sind.
13. Leuchtdiodenmodul gemäß einem der Ansprüche 5 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem Ausgang (UA) der Schaltungsanordnung (S1) und dem Transistor (V1)
eine erste Diode (D1) vorgesehen ist, und dass zwischen dem Ausgang (UA) und dem Wandlerbaustein
(U1) eine zweite Diode (D2) vorgesehen ist.
14. Leuchtdiodenmodul gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte eine mehrteilige starre Leiterplatte ist, wobei die Leiterplattenteile
mit flexiblen Leiterbahnabschnitten miteinander verbunden sind und gefaltet in dem
Gehäuse eingebracht sind.
15. Verwendung eines Leuchtdiodenmoduls, gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtdiodenmodul für Zwecke der Luftfahrt verwendet wird und insbesondere in
Leseleuchten oder Lichtquellenanordnungen zur Lichteinkopplung in Lichtleitende Medien
verwendet wird.
16. Verwendung eines Leuchtdiodenmoduls, gemäß einem der Ansprüche von 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtdiodenmodul in medizintechnischen oder für medizintechnische Geräten verwendet
wird.
1. Light-emitting diode module which is suitable as an LED light source for on-board
electrical systems in the aeronautical field, comprising a housing (31, 41), at least
one light-emitting diode (D11), and at least one printed circuit board (10a, 10b),
wherein the printed circuit board is connected to the at least one light-emitting
diode (D11) and comprises an LED driver (U4), a control module (U5) and a circuit
arrangement (S1), wherein the LED driver (U4) provides a constant operating point
in V-I characteristics for operation of the light-emitting diode (D11) controlled
by the control module (U5), and wherein the circuit arrangement (S1) comprises a DC/DC
converter (U1), characterised in that the DC/DC converter (U1) is an integrated down-converter module, wherein the circuit
arrangement (S1) further comprises a bypass (11) connected in parallel with the integrated
down-converter module (U1), the bypass being activatable by a comparator circuit (S4),
wherein the comparator circuit (S4) is configured to detect the level of an input
voltage applied to the circuit arrangement (S1), to activate the bypass when the level
is below a threshold value, and to deactivate the bypass when the level exceeds the
threshold value.
2. Light-emitting diode module as claimed in the preceding claim, characterised in that the comparator circuit (S4) comprises at least one first transistor (V5), one first
resistor (R2), one second resistor (R6), and a Zener diode (D7), wherein the first
resistor (R2) is connected in parallel with the base-emitter diode of the first transistor
(V5) and provides a division ratio with the second resistor (R6) such that, if the
level of an applied input voltage is above the threshold value at the first resistor
(R2), a base-emitter voltage sufficient to switch the first transistor (V5) drops,
and such that, if the level of an applied input voltage is below the threshold voltage,
the first transistor (V5) is blocked and activates the bypass.
3. Light-emitting diode module as claimed in the preceding claim, characterised in that the comparator circuit (S4) comprises a third resistor (R1) connected to the first
resistor (R2) and the bypass (11) so that, as soon as the bypass is activated, the
third resistor (R1) forms a parallel circuit with the first resistor (R6), so that
the division ratio changes and the threshold value for deactivating the bypass increases
accordingly.
4. Light-emitting diode module as claimed in any one of the two preceding claims 2 or
3, characterised in that the comparator circuit (S4) comprises a circuit device having a second transistor
(V4), a voltage divider and a capacitor (C16), wherein the capacitor (C16) is formed,
in case of high-frequency signals superimposed on the input voltage, to de-tune the
voltage divider so that a voltage supply for the first transistor (V5) is blocked.
5. Light-emitting diode module as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the bypass (11) comprises a field effect transistor (V1) whose gate can be activated
by the comparator circuit (S4).
6. Light-emitting diode module as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the control module (U5) is formed as a PWM module or as a semiconductor switch, wherein
the control module can be actuated by means of a separate switch or a pushbutton or
via an external switching input, or in that the control module is formed as a mechanical switch.
7. Light-emitting diode module as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the circuit arrangement (S1) includes an overvoltage protection circuit (S3a) having
a field effect transistor (V2) which limits the supply voltage in the event of an
overvoltage.
8. Light-emitting diode module as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the circuit arrangement (S1) includes a reverse polarity protection circuit (S3)
having a field effect transistor (V3), a diode (D3) and a resistor (R7), wherein the
field effect transistor (V3) is arranged between an input (X1.3) of the circuit arrangement
(S1) and the comparator circuit (S4).
9. Light-emitting diode module as claimed in the preceding claim, characterised in that the circuit arrangement (S1) comprises a first filter circuit (S2) arranged between
the input (X1.3) and the comparator circuit (S4).
10. Light-emitting diode module as claimed in the preceding claim, characterised in that the circuit arrangement (S1) comprises a second filter circuit (S5) arranged between
the DC/DC converter (U1) and the comparator circuit (S4).
11. Light-emitting diode module as claimed in any one of the two preceding claims, characterised in that at least one suppressor diode and/or at least one varistor is/are arranged between
the input (X1.3) and the first filter circuit (S2).
12. Light-emitting diode module as claimed in any one of claims 9 to 11, characterised in that a plurality of suppressor diodes and/or varistors are arranged at the output side
and/or input side of the light-emitting diode (D11) and of other components of the
LED printed circuit board, between the input (XI.3) and the first filter circuit (S2)
and/or between the input (X2) and the LED driver (U4).
13. Light-emitting diode module as claimed in any one of claims 5 to 12, characterised in that a first diode (D1) is provided between an output (UA) of the circuit arrangement
(S1) and the transistor (V1), and in that a second diode (D2) is provided between the output (UA) and the converter module
(U1).
14. Light-emitting diode module as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the printed circuit board is a multi-part rigid printed circuit board, wherein the
printed circuit board parts are connected together by flexible sections of conductive
traces and are enclosed in the housing in a folded relationship.
15. Use of a light-emitting diode module as claimed in any one of claims 1 to 13, characterised in that the light-emitting diode module is used for aeronautical purposes and is used in
particular in reading lights or light source arrangements for coupling light into
light-guiding media.
16. Use of a light-emitting diode module as claimed in any one of claims 1 to 13, characterised in that the light-emitting diode module is used in or for medical-technology equipment.
1. Module de diode électroluminescente, indiquée comme source lumineuse à diode électroluminescente
dans des réseaux de bord pour l'aéronautique, comprenant un boîtier (31, 41), au moins
une diode électroluminescente (D11) et au moins une plaque de circuit imprimé (10a,
10b), la plaque de circuit imprimé étant reliée à l'au moins une diode électroluminescente
(D11) et présentant une commande de LED (U4), un composant de commande (U5) ainsi
qu'un circuit (S1), la commande de LED (U4) générant un point de fonctionnement constant
en courbe caractéristique U/I pour un fonctionnement de la diode électroluminescente
(D11) commandé par le composant de commande (U5), et le circuit (S1) comprenant un
convertisseur continu-continu (U1), caractérisé en ce que le convertisseur continu-continu (U1) est un composant de convertisseur abaisseur
intégré, le circuit (S1) comprenant en outre une dérivation (11) montée en parallèle
au composant de convertisseur abaisseur intégré (U1), laquelle est activable au moyen
d'un circuit comparateur (S4), ledit circuit comparateur (S4) étant prévu pour détecter
le niveau d'une tension d'entrée appliquée sur le circuit (S1) et pour activer la
dérivation si une valeur seuil n'est pas atteinte, et désactiver la dérivation si
ladite valeur seuil est dépassée.
2. Module de diode électroluminescente selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le circuit comparateur (S4) comprend au moins un premier transistor (V5), une première
résistance (R2), une deuxième résistance (R6) et une diode Z (D7), la première résistance
(R2) étant montée en parallèle à la diode émetteur-base du premier transistor (V5),
et générant un rapport de division avec la deuxième résistance (R6), si bien qu'en
cas de tension d'entrée supérieure à la valeur seuil appliquée sur la première résistance
(R2), une tension émetteur-base suffisante pour l'activation du premier transistor
(V5) chute, et que le premier transistor (V5) se bloque et active la dérivation si
la valeur seuil n'est pas atteinte.
3. Module de diode électroluminescente selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le circuit comparateur (S4) comprend une troisième résistance (R1) reliée à la première
résistance (R2) et à la dérivation (11), si bien que la troisième résistance (R1)
forme un montage en parallèle avec la première résistance (R6) dès que la dérivation
est activée, de manière à modifier le rapport de division et à élever en conséquence
la valeur seuil pour la désactivation de la dérivation.
4. Module de diode électroluminescente selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le circuit comparateur (S4) est pourvu d'un dispositif à circuit comprenant un deuxième
transistor (V4), un diviseur de tension et un condensateur (C16), ledit condensateur
(C16) étant prévu pour désaccorder le diviseur de tension en cas de signaux à haute
fréquence interférant avec la tension d'entrée, de manière à bloquer une alimentation
en tension pour le premier transistor (V5).
5. Module de diode électroluminescente selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la dérivation (11) est pourvue d'un transistor à effet de champ (V1), dont la grille
est activable par le circuit comparateur (S4).
6. Module de diode électroluminescente selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composant de commande (U5) est réalisé comme composant PWM ou comme commutateur
à semi-conducteur, le composant de commande étant actionnable au moyen d'un commutateur
ou d'un bouton séparé ou par une entrée de commutation externe, ou en ce que le composant de commande est réalisé comme commutateur mécanique.
7. Module de diode électroluminescente selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le circuit (S1) inclut un circuit de protection contre les surtensions (S3a) comprenant
un transistor à effet de champ (V2) qui limite la tension d'alimentation en cas de
surtension.
8. Module de diode électroluminescente selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le circuit (S1) inclut un circuit de protection contre une inversion de polarité
(S3) comprenant un transistor à effet de champ (V3), une diode (D3) et une résistance
(R7), le transistor à effet de champ (V3) étant disposé entre une entrée (X1.3) du
circuit (S1) et le circuit comparateur (S4).
9. Module de diode électroluminescente selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le circuit (S1) comprend un premier circuit de filtrage (S2) disposé entre l'entrée
(X1.3) et le circuit comparateur (S4).
10. Module de diode électroluminescente selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le circuit (S1) comprend un deuxième circuit de filtrage (S5) disposé entre le convertisseur
continu-continu (U1) et le circuit comparateur (S4).
11. Module de diode électroluminescente selon l'une des deux revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins une diode Transil et/ou au moins un varistor sont disposés entre l'entrée
(X1.3) et le premier circuit de filtrage (S2).
12. Module de diode électroluminescente selon l'une des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que plusieurs diodes Transil et/ou varistors sont disposés sur la diode électroluminescente
(D11) ainsi que sur d'autres composants de la platine LED côté sortie et/ou côté entrée
entre l'entrée (X1.3) et le premier circuit de filtrage (S2) et/ou entre l'entrée
(X2) et la commande de LED U4.
13. Module de diode électroluminescente selon l'une des revendications 5 à 12, caractérisé en ce qu'une première diode (D1) est prévue entre une sortie (UA) du circuit (S1) et le transistor
(V1), et en ce qu'une deuxième diode (D2) est prévue entre la sortie (UA) et le composant de convertisseur
(U1).
14. Module de diode électroluminescente selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la plaque de circuit imprimé est une plaque de circuit imprimé rigide en plusieurs
parties, les parties de plaque de circuit imprimé étant raccordées entre elles par
des segments de pistes conductrices flexibles et étant mises en place pliées dans
le boîtier.
15. Utilisation d'un module de diode électroluminescente selon l'une des revendications
1 à 13, caractérisée en ce que ledit module de diode électroluminescente est destiné à des usages aéronautiques
et est utilisé en particulier dans des lampes de lecture ou des agencements de sources
d'éclairage pour le couplage lumineux dans des supports conducteurs lumineux.
16. Utilisation d'un module de diode électroluminescente selon l'une des revendications
1 à 13, caractérisée en ce que ledit module de diode électroluminescente est utilisé dans des appareils de technique
médicale ou destiné à ceux-ci.