[0001] Die Erfindung betrifft einen Hülsenkörper aus einem thermoplastischen Kunststoff
mit einem Schalenaufbau, wobei mindestens drei Schalen vorgesehen sind und eine, eine
Zwischenschale bildende Schale Polyamidschaum und mindestens eine andere Schale Polyamid
enthält und/oder daraus besteht. Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung eines
derartigen Hülsenkörpers, insbesondere für Kosmetikstifte, Schreibstifte und industrielle
Anwendungen.
[0002] Hülsenkörper für Kosmetikstifte und Schreibstifte bzw. Kosmetikstifte und Schreibstifte,
die eine Ummantelung aus Kunststoff aufweisen, sind im Stand der Technik bekannt.
[0003] So ist z.B. in dem britischen Patent
1 538 188 beschrieben, dass die für die Kosmetikstifte verwendete Mine aus einer kosmetischen
Masse in den Hülsenkörper des Stiftes eingegossen wird. Darüber hinaus beschreibt
das deutsche Patent
40 05 894 ein Verfahren und Kosmetikstifte mit einer relativ dünnen Mine sowie einen spitzbaren
Hülsenkörper aus Kunststoff unter Verwendung axial beweglicher Gießnadeln. Bekannt
sind ferner auch Verfahren zur Herstellung von Hülsenkörpern für Kosmetikstifte mittels
Spritzguss, wobei diese Hülsen mit einer durch Erhitzen verflüssigten Kosmetikmasse
befüllt werden können. Hierzu genannt seien beispielsweise die
US-Patente 4,413,921 und
5,957,607.
[0004] Als Kunststoff wird dabei bisher im Stand der Technik bevorzugt geschäumtes PVC eingesetzt.
[0005] Nachteilig ist bei Hülsenkörpern bzw. bei Kosmetikstiften, die einen geschäumten
PVC-Mantel aufweisen, dass die Barriereeigenschaften gegenüber dem Lösungsmittel der
Mine, meist Isododecan, nur ungenügend sind. Weiterhin ist beim Stand der Technik
zu kritisieren, dass bei der Herstellung derartiger Stifte nur eine geringe Produktionsgeschwindigkeit
realisierbar ist. Nachteilig ist auch, dass bei Verwendung von PVC als Umhüllungsmaterial
keine Chlorfreiheit garantiert werden kann und dass die Haptik der Stifte verbesserungswürdig
ist.
[0006] Ausgehend hiervon ist es deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Hülsenkörper
aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere für Kosmetikstifte oder Schreibstifte,
anzugeben, der neben der Chlorfreiheit und einer ausgezeichneten Haptik auch gute
Barriereeigenschaft gegenüber den Lösungsmitteln der Mine aufweist. Gleichzeitig sollen
diese Hülsenkörper mit einer hohen Produktionsgeschwindigkeit herstellbar sein, um
die Produktionskosten zu senken.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Die Unteransprüche zeigen vorteilhafte Weiterbildungen auf.
[0008] Erfindungsgemäß wird somit vorgeschlagen, dass der Hülsenkörper mindestens eine bis
maximal zehn äußere Schalen eine Zwischenschale und mindestens eine bis höchstens
zehn innere Schalen aufweist, wobei die Zwischenschale Polyamidschaum und mindestens
eine der anderen Schalen Polyamid enthält und/oder daraus besteht.
[0009] Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Lagenaufbau weist zahlreiche Vorteile auf. So
ist es möglich, den Hülsenkörper mittels eines Coextrusionsverfahrens in einem Arbeitsgang
herzustellen, wobei die Erfinder zeigen konnten, dass damit gegenüber dem Stand der
Technik deutlich erhöhte Produktionsgeschwindigkeiten erreicht werden konnten. Weiter
ist hervorzuheben, dass durch den Schalenaufbau auch eine gezielte Beeinflussung der
mechanischen und physikalischen Eigenschaften erreicht werden kann. So können ausgezeichnete
Barriereeigenschaften durch gezielte Beeinflussung des Schalenmaterials hergestellt
werden und weiterhin kann durch das Vorsehen einer spezifisch ausgewählten Außenschale
auch die Haptik der herzustellenden Hülsenkörper gezielt gesteuert werden. Die Verwendung
von Polyamid als Schalenmaterial hat den weiteren Vorteil, dass damit eine Chlorfreiheit
garantiert werden kann und dass es möglich ist, durch Zusatz z.B. von ausgewählten
Additiven auch die mechanischen Eigenschaften und die Spitzbarkeit zu verbessern.
[0010] Wesentliches Element der vorliegenden Erfindung ist, dass die Zwischenschale aus
Polyamidschaum gebildet ist. Diese Zwischenschale aus Polyamidschaum weist dann bevorzugterweise
eine größere Schichtdicke auf als die Schichtdicke der anderen Schalen, d.h. der innenliegenden
Schalen, die den Hohlraum umschließen und derjenigen Schalen, die nach außen gerichtet
sind. Die Zwischenschale Z weist bevorzugt eine Schichtdicke von 1000 bis 3000 µm,
bevorzugt von 1100 bis 2500 µm, besonders bevorzugt von 1200 bis 2100 µm und ganz
besonders bevorzugt von 1300 bis 1800 µm auf.
[0011] Die Schalen, die Polyamid enthalten, weisen hingegen eine Schichtdicke von 50 bis
600 µm, bevorzugt von 80 bis 500 µm, besonders bevorzugt von 100 bis 400 µm und ganz
besonders bevorzugt von 150 bis 300 µm auf.
[0012] Ein wie vorstehend beschriebener erfindungsgemäßer Hülsenkörper weist ausgezeichnete
Maximalkräfte im Biegetest auf, die bevorzugt im Bereich von 85 bis 250 N, weiter
bevorzugt 90 bis 180 N und ganz besonders bevorzugt im Bereich von 100 bis 170 N liegen.
[0013] Von der stofflichen Seite her ist der Hülsenkörper so aufgebaut, dass der Polyamidschaum,
der die Zwischenlage bildet, aus einem amorphen Polyamid und/oder einem teilkristallinen
Polyamid und einem Polyamidelastomer und/oder modifizierten Polyolefinelastomer aufgebaut
ist. Der Polyamidschaum ist dabei bevorzugt aus einem amorphen oder teilkristallinen
Polyamid sowie einem Polyamidelastomer und/oder einem modifizierten Polyolefinelastomer
aufgebaut. Wie im Stand der Technik bekannt, enthält der Polyamidschaum an und für
sich gebräuchliche Treibmittel. Beispiele für Treibmittel sind Hydrogencarbonate,
Hydrogencitrate, Azodicarbonamide, Zitronensäure, Hydrazide, Semicarbazide, Borhydride
und Mischungen davon. Die Treibmittel werden meist durch Zusatz von Streckmitteln,
wie Stärke oder Calciumcarbonat, verdünnt, so dass 20 bis 50 Gew.-%-ige Mischungen
zum Einsatz kommen. Als Treibmittel bevorzugt sind Hydrogencarbonate, Hydrogencitrate,
Azodicarbonamide, Zitronensäure und Mischungen davon. Als Treibmittel besonders bevorzugt
sind Mischungen aus Natriumhydrogencarbonat, Zitronensäure und Calciumcarbonat.
[0014] Von der mengenmäßigen Zusammensetzung ist bevorzugt, wenn der Polyamidschaum 50 bis
80 Gew.-%, besonders bevorzugt 60 bis 75 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 65 bis 75
Gew.-% Polyamid, und 20 bis 50 Gew.-%, besonders bevorzugt 35 bis 25 Gew.-%, ganz
besonders bevorzugt 65 bis 75 Gew.-%, eines Polyamidelastomers und/oder modifizierten
Polyolefinelastomers enthält. An Treibmittelmischungen mit einem Gehalt an Treibmittel
von 30 bis 35 Gew.-% sind gewöhnlicherweise 0,4 bis 0,75 Gew.-%, bevorzugt 0,45 bis
0,65 Gew.-% enthalten.
[0015] Bei den amorphen Polyamiden für den Polyamidschaum sind diejenigen bevorzugt, die
eine Glasübergangstemperatur des amorphen Polyamids von 90 bis 210 °C, bevorzugt 100
bis 180 °C, besonders bevorzugt 100 bis 170 °C aufweisen. Beispiele hierfür sind PA
6I, PA 6I/6T, PA 6I/66/69, PA 6-3-T, PA MACM12 und PA MACMI/12.
[0016] Die relative Viskosität der amorphen Polyamide, gemessen an Lösungen von 0,5 g Polyamid
in 100 ml Lösungsmittel in m-Kresol bei 20 °C beträgt 1,50 bis 1,85, bevorzugt 1,55
bis 1,80, besonders bevorzugt 1,55 bis 1,75.
[0017] Der Anteil der Isophthalsäure im Polyamid PA 6I/6T beträgt 90 bis 57 Mol-%, bevorzugt
85 bis 60 Mol-%, besonders bevorzugt 75 bis 60 Mol-%, ganz besonders bevorzugt 72
bis 63 Mol-%, wobei die Summe der beiden Dicarbonsäuren 100 Mol-% ergibt.
[0018] Der Anteil der Isophthalsäure im Polyamid PA 6I/66/69 beträgt 50 bis 80 Mol-%, bevorzugt
60 bis 80 Mol-%, besonders bevorzugt 65 bis 75 Mol-%, wobei die Summe der drei Dicarbonsäuren
100 Mol-% ergibt. Das Molverhältnis von Adipinsäure:Sebazinsäure im Polyamid PA 6I/66/69
beträgt 1:2 bis 2:1, bevorzugt 1:1,5 bis 1,5:1, besonders bevorzugt 1:1.
[0019] Der Schmelzpunkt der teilkristallinen Polyamide des Polyamidschaums liegt bevorzugt
im Bereich von 120 bis 295 °C, weiter bevorzugt bei 150 bis 280 °C, besonders bevorzugt
bei 170 bis 270 °C, ganz besonders bevorzugt bei 190 bis 255 °C. Beispiele für besonders
geeignete teilkristalline Polyamide sind PA MXD6, PA MXD6/MXDI, PA MXD6/66/610, PACM12,
PA 6 und PA 6/66.
[0020] Die relative Viskosität der teilkristallinen Polyamide enthaltend MXD oder PACM,
gemessen an Lösungen von 0,5 g Polyamid in 100 ml Lösungsmittel in m-Kresol bei 20
°C beträgt 1,40 bis 1,90, bevorzugt 1,50 bis 1,80, besonders bevorzugt 1,55 bis 1,75.
[0021] Die relative Viskosität der teilkristallinen Polyamide PA 6 bzw. PA 6/66, gemessen
an Lösungen von 1,0 g Polyamid in 100 ml Lösungsmittel in 96 %-iger Schwefelsäure
bei 20 °C beträgt 3,40 bis 6,0, bevorzugt 3,7 bis 5,70, besonders bevorzugt 4,0 bis
5,50.
[0022] Der Anteil der Isophthalsäure im Polyamid PA MXD6/MXDI beträgt 2 bis 15 Mol-%, bevorzugt
2 bis 12 Mol-%, besonders bevorzugt 2 bis 8 Mol-%, wobei die Summe der beiden Dicarbonsäuren
100 Mol-% ergibt.
[0023] Der Anteil an Meta-Xylylendiamin (MXD) im Polyamid PA MXD6/66/610 beträgt 40 bis
90 Mol-%, bevorzugt 50 bis 85 Mol-%, besonders bevorzugt 60 bis 80 Mol-%, ganz besonders
bevorzugt 70 bis 80 Mol-%, wobei die Summe der beiden Diamine 100 Mol-% ergibt.
[0024] Bei den Polyamidelastomeren für den Polyamidschaum sind Polyetheramide, Polyesteretheramide
und/oder Polyesteramide bevorzugt. Die Polyolefinelastomere sind bevorzugt ausgewählt
aus säuremodifizierten Copolyolefinen-Elastomeren und säuremodifizierten Blends mehrerer
Copolyolefinelastomere.
[0025] Unter einem säuremodifizierten Blend mehrerer Copolyolefin-Elastomerer ist eine Mischung
aus den Komponenten Ethylen-Propylen-Copolymer, Ethylen-But-1-en-Copolymer, Propylen-But-1-en-Copolymer,
Polyethylen und/oder Polypropylen zu verstehen. Die Mischung wird in der Schmelze
homogenisiert, dabei erfolgt auch die Säuremodifikation durch Pfropfung, so dass der
Modifizierungsgrad 0,3 bis 1,5 Gew.-%, bevorzugt 0,4 bis 1,2 Gew.-%, besonders bevorzugt
0,4 bis 1,0 Gew.-% beträgt, bezogen auf die Mischung.
[0026] Wird die Mischung der Copolyolefin-Elastomere als Dryblend, also ohne Homogenisierung
in der Schmelze, verwendet, so ist zumindest ein Teil der Komponenten bereits säuremodifiziert,
z.B. in einem solchen Maße, dass der Modifizierungsgrad des gesamten Dryblends 0,3
bis 1,5 Gew.-%, bevorzugt 0,4 bis 1,2 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,4 bis 1,0 Gew.-%,
beträgt. Gegebenenfalls kann ein solches Dryblend zusätzlich noch in der Schmelze
homogenisiert werden.
[0027] Weiter ist bevorzugt, dass das mindestens eine säuremodifizierte Copolyolefin-Elastomer
oder das mindestens eine säuremodifizierte Blend mehrerer Copolyolefin-Elastomeren
aus monomeren Einheiten zusammengesetzt ist, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend
aus Ethylen d), Propylen e) und But-1-en f), wobei bevorzugt die zuvor genannten Monomere
in folgenden molaren Anteilen verwendet werden:
d) Ethylen: 65-90 mol-%, bevorzugt 65-87 mol-%, besonders bevorzugt 71-84 mol-%,
e) Propylen: 8-33 mol-%, bevorzugt 10-25 mol-%, besonders bevorzugt 12-20 mol-%, sowie
f) But-1-en: 2-25 mol-%, bevorzugt 3-20 mol-%, besonders bevorzugt 4-15 mol-%, ganz
besonders bevorzugt 4-9 mol-%,
[0028] und wobei sich die Komponenten d), bis f) zu 100 mol-% addieren.
[0029] Gemäß dieser Ausführungsform kann somit vorgesehen sein, dass das Copolyolefin-Elastomer
die genannten Monomere d) bis f) in den angegebenen bevorzugten molaren Anteilen enthält,
jedoch ist ebenso die Möglichkeit umfasst, dass mehrere Copolyolefin-Elastomere gemischt
werden, die jeweils zwei der Monomere d) bis f), d.h. d) und e), d) und f) oder e)
und f), enthalten, so dass in der Mischung die Monomere d) bis f) in den bevorzugten
molaren Anteilen vorliegen. Besonders bevorzugt besteht die Mischung aus einem Copolyolefin-Elastomer
der Monomere d) und e) und einem Copolyolefin-Elastomer der Monomere d) und f), so
dass in der Mischung die Monomere d) bis f) in den bevorzugten molaren Anteilen vorliegen.
[0030] Weiter ist es vorteilhaft, dass die Säuremodifikation des Copolyolefin-Elastomeren
oder des Blends mehrerer Copolyolefin-Elastomerer durch Pfropfen mit ungesättigten
Carbonsäuren und/oder ungesättigten Carbonsäurederivaten, bevorzugt einem Carbonsäurederivat
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus ungesättigten Carbonsäureestern und ungesättigten
Carbonsäureanhydriden, insbesondere mit einer ungesättigten Carbonsäure ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Acrylsäure, Methacrylsäure, alpha-Ethylacrylsäure, Maleinsäure,
Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure, Aconitsäure, Tetrahydrophthalsäure und/oder
Butenylsuccinsäure, erfolgt, d.h. dass das Copolyolefin-Elastomer aufgepfropfte ungesättigte
Carbonsäuren und/oder ungesättigte Carbonsäurederivate im Molekül enthält. Die Bedingungen,
unter denen die Pfropfung des Copolyolefin-Elastomers abläuft, sind dem Fachmann hinlänglich
bekannt.
[0031] Vorteilhafte Modifizierungsgrade, also die Gewichtsanteile der ungesättigten Carbonsäuren
und/oder ungesättigten Carbonsäurederivate am Copolyolefin-Elastomeren oder am Blend
mehrerer Copolyolefin-Elastomerer, liegen dabei bei 0,3 bis 1,5 Gew.-%, bevorzugt
bei 0,4 bis 1,2 Gew.-%, besonders bevorzugt bei 0,4 bis 1,0 Gew.-%.
[0032] Bezüglich des Polyamids der anderen Polyamid enthaltenden bzw. aus Polyamid bestehenden
Schalen sind aliphatische, cycloaliphatische, aromatische Polyamide und/oder Blends
hiervon zu nennen.
[0033] Geeignete Beispiele für Polyamide der Polyamid enthaltenden bzw. aus Polyamid bestehenden
Schalen sind: PA 6, PA 11, PA 12, PA 46, PA 410, PA 412, PA 66, PA 69, PA 610, PA
612, PA 1010, PA 1212, PA 6/11, PA 6/12, PA 6/66, PA 6/68, PA 6/610, PA 66/11, PA
66/12, PA 66/610, PA 6/66/11, PA 6/66/12, PA 6/66/69, PA 6/66/610, PA 6/66/612, PA
6/610/11, PA 6/610/12, PA 6I, PA 6I/6T, PA 6I/66/69, PA 6I/66/610, PA 6-3-T, PA MXD6,
PA MXD6/MXDI, PA MXD6/66/610, PA MXDI/61, PA MACM12, PA PACM12, PA MACM14/1014, PA
MACM12/PACM12, PA MACM14/PACM14, PA MACMI/PACMI/12, PA MACMI/12, PA MACMT/12, PA MACMI/MACMT/12,
PA 6I/MACMI/12, PA 6I/6T/MACMI/MACMT, PA 6I/6T/MACMI/MACMT/12, PA MACM6/11, PA 6I/6T/MACMI/MACMT/MACM12/612,
Polyetheramide, Polyesteretheramide und/oder Polyesteramide.
[0034] Die alphabetischen Abkürzungen der Monomere bedeuten:
| I |
Isophthalsäure |
| T |
Terephthalsäure |
| MACM |
Bis-(4-amino-3-methyl-cyclohexyl)methan |
| MXD |
Meta-Xylylendiamin |
| PACM |
Bis-(4-amino-cyclohexyl)methan (PACM). |
[0035] Das Polyamid PA 6-3-T setzt sich zusammen aus Trimethylhexamethylendiamin und Terephthalsäure.
[0036] Beim erfindungsgemäßen Hülsenkörper ist es besonders bevorzugt, wenn sowohl die Zwischenschale
als auch die inneren Schalen und die äußeren Schalen Polyamid enthalten und/oder aus
Polyamid bestehen. Für diesen Fall ist somit der Hülsenkörper ausschließlich aus Polyamid
aufgebaut.
[0037] Die Erfindung umfasst aber auch Ausführungsformen, bei denen mindestens eine der
Schalen, die nach außen gerichtet sind und/oder eine der inneren Schalen nicht Polyamid
enthalten und/oder aus Polyamid bestehen, sondern dass hier ein anderes Schalenmaterial
in Abhängigkeit von den gewünschten Eigenschaften eingesetzt werden kann. Gemäß der
vorliegenden Erfindung ist es hier nur erforderlich, dass mindestens eine der Schalen,
die insgesamt für den Schalenaufbau verwendet werden, aus einem anderen Polymer gebildet
ist. Die Dicke dieser Schale liegt, außer bei Verwendung von Haftvermittlern, im Bereich
der Polyamid enthaltenden Schalen. Schalen, die aus einem oder mehreren Haftvermittlern
gebildet werden, weisen Dicken von 3 bis 100 µm, bevorzugt von 5 bis 50 µm, besonders
bevorzugt von 7 bis 20 µm auf. Beispiele für andere Polymere sind Polyolefine, Polyester,
Polycarbonate, Ethylen-Vinylalkoholcopolymere und/oder Schalen, die aus Recyclingmaterial,
das aus dem Herstellungsprozess des Hülsenkörpers stammt, gebildet sind. Bei den Polyestern
sind Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat (PBT) und Polyethylennaphthalat
(PEN) bevorzugt. Der Begriff Polyolefin umfasst in diesem Zusammenhang Homopolyolefine,
wie z.B. PE oder PP, Copolyolefine, Cycloolefin-Copolymere (COC), thermoplastische
Elastomere (TPE), gepfropfte Polyolefine, gepfropfte Copolyolefine, Ionomere, Haftvermittler
und Copolymere aus Olefinen mit Acrylsäure, Acrylsäurederivaten (z.B. Methacrylsäure,
Acrylnitril, Methacrylsäuremethylester, Methacrylsäurebutylester, Glycidylmethacrylat
usw.), Vinylacetat, Maleinsäureanhydrid, weiteren Olefinen und/oder Styrol. Bei den
Polyolefinen sind Polypropylen, Cycloolefin-Copolymere (COC) und Haftvermittler besonders
bevorzugt.
[0038] Die Komponenten des Polyamidschaums, amorphes Polyamid und/oder teilkristallines
Polyamid und Polyamidelastomer und/oder modifiziertes Polyolefinelastomer, werden
bei der Herstellung des Polyamidschaums als Compound oder Dryblend verwendet. Beim
Compound werden die Komponenten im schmelzeförmigen Zustand gemischt. Dies geschieht
auf üblichen Compoundiermaschinen, wie z.B. ein- oder zweiwelligen Extrudern oder
Schneckenknetern. Die Komponenten werden dabei einzeln in den Einzug dosiert oder
in Form eines Dryblends zugeführt.
[0039] Zur Dryblendherstellung werden die getrockneten Granulate und gegebenenfalls weitere
Zusatzstoffe vermischt. Diese Mischung wird mittels eines Taumelmischers, Rhönradmischers
oder Taumeltrockners 10 bis 40 Minuten lang homogenisiert. Zur Vermeidung der Feuchtigkeitsaufnahme
kann dies unter getrocknetem Schutzgas erfolgen.
[0040] Die Compoundierung erfolgt bei eingestellten Zylindertemperaturen von 200 °C bis
340 °C. Vor der Düse kann Vakuum angelegt oder atmosphärisch entgast werden. Die Schmelze
wird in Strangform ausgetragen, im Wasserbad bei 10 bis 80 °C abgekühlt und anschließend
granuliert. Das Granulat wird für 12 bis 24 Stunden bei 80 bis 120 °C unter Stickstoff
oder im Vakuum auf einen Wassergehalt von unter 0,1 Gew.-% getrocknet.
[0041] Das Treibmittel wird dem Compound bzw. Dryblend erst vor der Verarbeitung zum Schaum,
also vor der Coextrusion der Röhrchen zugesetzt. Die Homogenisierung erfolgt wie beim
Dryblend.
[0042] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, dass der Schalenaufbau des Hülsenkörpers
aus 1 bis 10 inneren Schalen einer Zwischenschale und 1 bis 10 äußeren Schalen besteht.
Der Schalenaufbau kann dabei ausgehend von der Zwischenschale Z asymmetrisch oder
auch symmetrisch erfolgen. Bevorzugt ist es, wenn die Anzahl der Schalen insgesamt
3 bis 9, bevorzugt 3 bis 7 und ganz besonders bevorzugt 3 bis 5 beträgt. Beispiele
für einen bevorzugten Schalenaufbau sind nachfolgend angeführt. A1 steht dabei für
die erste, von der Zwischenschale Z ausgehend angeordnete Schale. A2 ist dann die
zweite Außenschale. Entsprechendes gilt für die innere Schale I.
| 4 Schalen: |
A2/A1/Z/I1 |
| |
|
A1/Z/I1/I2 |
| 5 Schalen: |
A3/A2/A1/Z/I1 |
| |
|
A1/Z/I1/I2/I3 |
| 6 Schalen: |
A3/A2/A1/Z/I1/I2 |
| |
|
A2/A1/Z/I1/I2/I3 |
[0043] Die Erfindung umfasst dabei selbstverständlich auch Ausführungsformen, bei denen
zwischen den Schalen wie vorstehend erläutert noch Haftvermittlerschichten vorgesehen
sind. Die Auswahl der Haftvermittlerschicht hängt davon ab, wie der Schalenaufbau
gewählt worden ist. Auch ist es möglich, einen Haftvermittler mit in das Material
der Schalen einzuarbeiten.
[0044] Den Materialien der Schalen können bis zu 5 Gew.-%, bevorzugt 0,1 bis 4 Gew.-%, besonders
bevorzugt 0,1 bis 2 Gew.-%, Zusatzstoffe zugegeben werden.
[0045] Der Zusatzstoff ist ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus anorganischen Stabilisatoren,
organischen Stabilisatoren, Gleitmitteln, Farb- und Markierungsstoffen, anorganischen
Pigmenten, organischen Pigmenten, Antistatika, Antiblockmitteln, Nukleierungsmitteln,
Kristallisationsbeschleunigern, Kristallisationsverzögerern, kettenverlängernden Additiven,
Entformungsmitteln, Trennmitteln, optischen Aufhellern, metallischen Pigmenten, Metallflittern,
metallbeschichteten Partikeln, Füll- und Verstärkungsstoffen, insbesondere nanoskaligen
Füll- und Verstärkungsstoffen, wie z.B. Mineralen mit einer Partikelgröße von maximal
100 nm oder unmodifizierte oder modifizierte, natürliche oder synthetische Phyllosilicate
oder Mischungen davon.
[0046] Erfindungsgemäß kann auch mindestens eine Schale A, I und/oder Z eingefärbt sein.
Die Schalen können farblich auch unterschiedlich ausgeführt sein. Im Gegensatz zu
den geschäumten PVC-Röhrchen, welche nur in Pastelltönen einzufärben sind, können
bei dem erfindungsgemäßen Hülsenkörper auch kräftige Farben des gesamten Farbspektrums,
einschließlich schwarz und weiß, realisiert werden.
[0047] Bevorzugte Verwendungen für die vorstehend beschriebenen Hülsenkörper sind Lidschattenstifte,
Lippenkonturstifte, Augenkonturstifte, Augenbrauenstifte, Sonnenschutzstifte, Antiagingstifte,
Antiaknestifte, Schreibstifte, Malstifte und/oder industrielle Anwendungen, wie z.B.
medienführende Systeme im Apparatebau.
[0048] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren 1 und 2 und der Messergebnisse
(Figuren 3 bis 6) näher erläutert.
[0049] In Figur 1 ist im Schnitt ein erfindungsgemäßer Hülsenkörper 1 dargestellt. Der Hülsenkörper
nach der Ausführungsform nach Figur 1 ist zylindrisch ausgebildet und besteht aus
einer Zwischenschale Z, einer Außenschale A1 sowie einer Innenschale 11. Der Hohlraum
ist mit H bezeichnet. Mit einem gemäß Figur 1 ausgebildeten erfindungsgemäßen Hülsenkörper
wurden mittels verschiedener Materialien Versuche durchgeführt, die in den Tabellen
(in den Figuren 3 und 4) angegeben sind.
[0050] Für die Beispiele 1 bis 20 wurden durch Coextrusion 3-Schicht-Röhrchen mit der Dimension
7,8 x 1,8 mm mit folgenden Materialien und Schichtdicken hergestellt: Außenschale
A1 aus PA 6 150 µm, Zwischenschale Z aus erfindungsgemäßem Polyamidschaum 1450 µm,
Innenschale I1 aus PA 6I/6T 200 µm. Es wurden dabei folgende Temperaturen verwendet:
Außenschale A1 260 °C, Zwischenschale Z 250 °C, Innenschale I1 230 °C. Das Endlosröhrchen
wurde in 120 mm lange Röhrchen geschnitten.
[0051] Die in den Beispielen verwendeten Materialien sind aus den Tabellen (Figur 5 und
Figur 6) zu entnehmen.
[0052] Es wurden folgende Messvorschriften verwendet.
[0053] Relative Viskosität
ISO 307
0,5 Gew.-%-ige m-Kresollösung bzw. 1,0 Gew.-%-ige Lösung in 96 Gew.-%-iger Schwefelsäure
Temperatur 20 °C
Berechnung der relativen Viskosität (RV) nach
RV = t/t
0 in Anlehnung an Abschnitt 11 der Norm.
[0054] Schmelzpunkt und Glasumwandlungstemperatur (Tg)
ISO-Norm 11357-1/-2
Granulat
Die Differential Scanning Calorimetry (DSC) wurde mit Aufheizrate von 20 K/min durchgeführt.
Beim Schmelzpunkt wird die Temperatur am Peakmaximum, bei der Glasumwandlungstemperatur
die Temperatur am Onset angegeben.
[0055] Maximalkraft im Biegeversuch
EN ISO-Norm 178
120 mm lange Röhrchen der Dimension 7,8 x 1,8 mm
Temperatur: 23 °C
Prüfgeschwindigkeit 2 mm/min
Stützweite 80 mm
[0056] Die Maximalkraft wird an jeweils fünf Röhrchen bestimmt. Angegeben wird das arithmetische
Mittel der gemessenen Maximalkräfte in N.
Spitzbarkeit
[0057] Zur Bestimmung der Spitzbarkeit wurde das Drehmoment während dem Spitzen gemessen.
Als Spitzer wurde ein handelsüblicher Bleistiftspitzer der KUM GmbH & Co. KG verwendet:
Magnesium-Einfachspitzer mit Hartstahlmesser, Blockform. Das Drehmoment wurde mittels
eines elektronischen Rührwerks mit Drehmomentanzeige der Heidolph Instruments GmbH
& Co. KG gemessen: Heidolph RZR 2051 control. Der Spitzer wurde mittels eines Stielfeilklobens
in den Rührer eingespannt.
[0058] Die Messung des Drehmoments erfolgte bei 200 U/min. Dazu wurde das Röhrchen mittels
einer Schraubendruckfeder einer Standardstativklemme in den Spitzer gedrückt und das
Drehmomentmaximum abgelesen. Die Messung wird an drei Röhrchen jeweils zweimal durchgeführt.
Die angegebene Spitzbarkeit ist das arithmetische Mittel der gemessenen maximalen
Drehmomente in Ncm.
[0059] Wie aus der Tabelle (Figuren 3 und 4) hervorgeht, weisen somit die erfindungsgemäßen
Hülsenkörper eine Maximalkraft im Biegetest auf, die über 100 N liegt, und eine Produktionsgeschwindigkeit
von mindestens 25 m/min. In einigen Beispielen liegt sogar die Produktionsgeschwindigkeit
über 50 m/min. Die Spitzbarkeit ist immer größer als 11 N · cm.
[0060] Im Vergleich hierzu beträgt die Produktionsgeschwindigkeit von Monoröhrchen aus geschäumtem
PVC 8 bis 11 m/min. An 120 mm langen Monoröhrchen aus geschäumtem PVC mit den Dimensionen
7,8 x 1,8 mm wurde eine Biegefestigkeit von 83 N und eine Spitzbarkeit von 11 N cm
gemessen.
[0061] Überraschenderweise ergibt sich somit, dass mit dem Schalenaufbau nach der Erfindung
eine Produktionsgeschwindigkeit (ausgedrückt in m/min) erreicht werden kann, die deutlich
über der liegt, wie sie bisher im Stand der Technik von Hülsenkörpern aus geschäumtem
PVC bekannt war. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass zusätzlich die Spitzbarkeit
der Hülsenkörper und die Maximalkraft im Biegetest besser als im Stand der Technik
sind.
[0062] In Figur 2 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hülsenkörpers
dargestellt. Die Ausführungsform nach Figur 2 zeigt nun einen Hülsenkörper, der aus
insgesamt 5 Schalen besteht, wobei die Zwischenschale Z, die aus Polyamidschaum besteht,
jeweils von zwei Schalen umgeben ist. So verfügt der Hülsenkörper in der Ausführungsform
nach Figur 2 über zwei Innenschalen I1 und I2 und über zwei Außenschalen A1 und A2.
Bei der Ausführungsform nach der Figur 2 sind jeweils wieder Polyamide als Schalenmaterialien
verwendet worden.
[0063] Die Erfindung umfasst aber auch Ausführungsformen, bei denen ein asymmetrischer Schalenaufbau
verwirklicht wird. So ist es möglich, den Hülsenkörper so auszubilden, dass ausgehend
von der Zwischenschale Z nach außen hin 3 Schalen vorgesehen sind, d.h. Außenschale
A1, A2 und A3, und dass der Hülsenkörper dann über nur zwei Innenschalen I1 und I2
verfügt. Die Anzahl der Schalen richtet sich hierbei auch nach dem Anwendungsfall,
so ist es möglich, insbesondere im Außenbereich noch eine zusätzliche Schale anzubringen,
mit der die Haptik und/oder die optischen Eigenschaften des Hülsenkörpers beeinflusst
werden können. Zusätzliche Schalen, z.B. aus Ethylen-Vinylalkoholcopolymeren oder
Polypropylen (PP), insbesondere im Innenbereich, können z.B. die Barrierewirkung des
Hülsenkörpers gegenüber Bestandteilen der Mine noch weiter verbessern. Dabei sind
zwischen einer Schale aus Ethylen-Vinylalkoholcopolymeren und einer Schale, die Polyamid
enthält und/oder daraus besteht, keine Haftvermittler nötig.
[0064] Bei Verwendung einer weiteren Schale, die nicht Polyamid enthält und/oder aus Polyamid
besteht, kann es erforderlich sein, dass zwischen dieser Schale, z.B. aus Polypropylen
und den anliegenden Schalen, eine Haftvermittlerschicht vorgesehen ist.
1. Hülsenkörper (1) aus einem thermoplastischen Kunststoff, insbesondere für Kosmetikstifte
oder Schreibstifte, dessen Hohlraum H von einem mindestens dreischaligen Aufbau A,
Z, I umschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass er 1 bis 10 äußere Schalen A, eine Zwischenschale Z und 1 bis 10 innere Schalen I
aufweist, wobei die Zwischenschale Z Polyamidschaum und mindestens eine der anderen
Schalen A, I Polyamid enthält und/oder daraus besteht.
2. Hülsenkörper nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschale Z, die aus Polyamidschaum gebildet ist, eine größere Schichtdicke
aufweist als die anderen Schalen A und I.
3. Hülsenkörper nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschale Z eine Schichtdicke von 1000 bis 3000 µm, bevorzugt 1100 bis 2500
µm, besonders bevorzugt 1200 bis 2100 µm, ganz besonders bevorzugt 1300 bis 1800 µm,
aufweisen.
4. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen von A und/oder von I, die Polyamid enthalten, eine Schichtdicke von 50
bis 600 µm, bevorzugt 80 bis 500 µm, besonders bevorzugt 100 bis 400 µm, ganz besonders
bevorzugt 150 bis 300 µm, aufweisen.
5. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass er spitzbar ist.
6. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass seine Maximalkraft im Biegetest im Bereich von 85 bis 250 N, bevorzugt 90 bis 180
N, besonders bevorzugt 100 bis 170 N, liegt.
7. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Polyamidschaum aus einem amorphen Polyamid und/oder einem teilkristallinen Polyamid
und einem Polyamidelastomer und/oder modifiziertem Polyolefinelastomer aufgebaut ist.
8. Hülsenkörper nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Polyamidschaum 50 bis 80 Gew.-% Polyamid und 20 bis 50 Gew.-% eines Polyamidelastomers
und/oder modifizierten Polyolefinelastomers enthält.
9. Hülsenkörper nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Glasübergangstemperatur des amorphen Polyamids 90 bis 210 °C, bevorzugt 100 bis
180 °C, besonders bevorzugt 110 bis 170 °C, beträgt.
10. Hülsenkörper nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzpunkt des teilkristallinen Polyamids 120 bis 295 °C, bevorzugt 150 bis
280 °C, besonders bevorzugt 170 bis 270 °C, ganz besonders bevorzugt 180 bis 255 °C,
beträgt.
11. Hülsenkörper nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Polyamidelastomer ausgewählt ist aus Polyetheramiden, Polyesteretheramiden und/oder
Polyesteramiden und das Polyolefinelastomer ausgewählt ist aus einem säuremodifizierten
Copolyolefin-Elastomeren und/oder einem säuremodifizierten Blend mehrerer Copolyolefin-Elastomerer.
12. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polyamid der Polyamid enthaltenden und/oder aus Polyamid bestehenden Schalen
von A und/oder von I aus aliphatischen, cycloaliphatischen, aromatischen Polyamiden
und/oder Blends hiervon ausgewählt ist.
13. Hülsenkörper nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Polyamid ausgewählt ist aus PA 6, PA 11, PA 12, PA 46, PA 410, PA 412, PA 66,
PA 69, PA 610, PA 612, PA 1010, PA 1212, PA 6/11, PA 6/12, PA 6/66, PA 6/68,
PA 6/610, PA 66/11, PA 66/12, PA 66/610, PA 6/66/11, PA 6/66/12, PA 6/66/69, PA 6/66/610,
PA 6/66/612, PA 6/610/11, PA 6/610/12, PA 6I, PA 6I/6T, PA 6I/66/69, PA 6I/66/610,
PA 6-3-T, PA MXD6, PA MXD6/MXDI, PA MXD6/66/610, PA MXDI/6I, PA MACM12, PA PACM12,
PA MACM14/1014, PA MACM12/PACM12, PA MACM14/PACM14, PA MACMI/PACMI/12, PA MACMI/12,
PA MACMT/12, PA MACMI/MACMT/12, PA 6I/MACMI/12, PA 6I/6T/MACMI/MACMT, PA 6I/6T/MACMI/MACMT/12,
PA MACM6/11, und PA 6I/6T/MACMI/MACMT/MACM12/612, Polyetheramide, Polyesteretheramide
und/oder Polyesteramide.
14. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen von A und von I Polyamid enthalten und/oder aus Polyamid bestehen und
die Polyamide von mindestens zwei Schalen von A und/oder von I unterschiedlich sind.
15. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Schalen von A und/oder von I Polyolefin, Polycarbonat, Polyester,
Polyesterelastomere, Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer und/oder Recyclingmaterial aus
dem Herstellungsprozess des Hülsenkörpers (1) enthalten und/oder daraus bestehen.
16. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Schalen A, Z und I insgesamt 3 bis 9, bevorzugt 3 bis 7 und besonders
bevorzugt 3 bis 5 ist.
17. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens zwei Schalen von A, I und/oder Z eine Haftvermittlerschicht vorgesehen
ist.
18. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer der Schalen von A, I und/oder Z Zusatzstoffe in einer Menge von
bis zu 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtzusammensetzung der Schale, enthalten sind.
19. Hülsenkörper nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schale von A, I und/oder Z eingefärbt ist.
20. Verwendung eines Hülsenkörpers nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 19 für Lidschattenstifte,
Lippenkonturstifte, Augenkonturstifte, Augenbrauenstifte, Sonnenschutzstifte, Antiagingstifte,
Antiaknestifte, Schreibstifte, Malstifte und/oder industrielle Anwendungen.