[0001] Die Erfindung betrifft ein Standbauelement, insbesondere Theke, Verkaufs-und/oder
Informations- und/oder Messestand zur Präsentation von Waren.
[0002] Derartige Theken oder Stände sind häufig in Wanderausstellungen, Messen, Werbe- und
Informations- bzw. Präsentationsveranstaltungen, aber auch in Fachmärkten anzutreffen.
[0003] Bisher wurden raumartige Stände ohne Decke mit Stellwänden hergestellt, in denen
die zu präsentierenden Waren aufgebaut wurden. Dies stellte sich insbesondere bei
großen und schweren Waren, wie es Türen, Fenster, Rolläden etc. darstellen, schwierig
dar.
[0004] Ein weiteres Problem bei derartigen Präsentationsständen bestand darin, dass die
Waren nicht in ihrer Funktion durch den Kunden überprüft werden konnten ― bei vielen
Waren, wie Rolläden, Türen, Fenstern ist es für Kunden wesentlich, deren Funktion,
Öffenbarkeit und Verriegelbarkeit vor Erwerb prüfen zu können und dies stellt auch
einen wesentlichen Grund für einen Kunden dar, zum Baumarkt zu fahren und sich die
Gegenstände genauer anzusehen und zu testen, anstatt sie zu bestellen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Standbauelement, insbesondere eine
Theke bzw. einen Stand der eingangs genannten Art zu schaffen, deren Bauelemente leicht
zu transportieren und montieren sind und die einen Zusammenbau nach dem Baukastenprinzip
ermöglichen.
[0006] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe durch ein Standbauelement, insbesondere Verkaufs-
und/oder Informations- und/oder Messestand für Bauelemente (30, 36), für ein Industrieregal
mit Ständern (18, 16) mit mindestens einer darin befestigbaren Repräsentationsbox
(10) mit Boden (14), Decke (12), Seitenwänden (60), einer Rückwand (50) sowie einer
Wandattrappe (20), wobei die Bauelemente (30, 36) an/in der Wandattrappe, die sich
im wesentlichen von Decke (12) zu Boden (14) der Präsentationsbox (10) erstreckt,
gelöst.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Dadurch, dass nun Bauelemente wie Fenster, Türen, Rolläden, in Wandattrappen eingebaut
werden, kann deren Funktionalität dem Kunden vor Ort demonstriert werden. Das Bauelement
kann geöffnet, geschwenkt, gekippt, heruntergeschoben etc. werden, als ob es in einer
Wand montiert wäre.
[0009] Es kann vorteilhaft sein, dass die Wandattrappe parallel zur Seitenwand verläuft.
In dieser Wandattrappe kann eine Öffnung vorgesehen sein ― wie für ein Rolladen, ein
Fensterelement, Gitterelement u. dgl. Durch diese Anordnung ist eine gute Zugänglichkeit
des zu zeigenden Bauelements gegeben und es kann auch dessen Funktionalität getestet
werden ― bspw. können Fenster geöffnet, Rolladenelemente bewegt werden und/oder verriegelt
werden.
[0010] Bei grösseren Bauelementen, wie sie bodentiefe Terrassentüren, Balkontüren oder Türen
generell darstellen, kann es günstig sein, wenn die Wandattrappe in einem Winkel zu
den Seitenwänden verläuft. So wird eine grosse Wandattrappe möglich, in der eine Öffnung
für den Einbau eines Türelements od. dgl. vorgesehen werden kann. In dieser Wandattrappe
kann das Türelement nun geöffnet, verschoben, verriegelt etc. werden ― wie bei einer
vollständig eingebauten Türe.
[0011] Zusätzlich können Präsentationsebenen in der Box befestigt sein, wie tischartige
Regalbretter, schräge Präsentationsflächen etc., auf denen Prospekte, Waren oder aber
Werbeplakate befestigt oder ausgelegt sein können.
[0012] Zur besseren Präsentation bzw. besseren Sichtbarkeit können Beleuchtungselemente
in der Decke vorgesehen sein, um die gezeigten Waren besser erkennen zu können.
[0013] Vorteilhafterweise sind die Ständer des Industrieregals, in welchem die Boxen befestigt
werden, Metall-Lochbleche.
[0014] Es hat sich insbesondere für unebene Böden als sinnvoll herausgestellt, wenn die
Ständer höhenverstellbar sind.
[0015] Zur besonders guten Stabilisierung der Anordnung können ― ähnlich wie bei herkömmlichen
Regalen - zumindest zwei benachbarte Ständer (18) des Industrieregals an ihren Kopfenden
über eine Querstrebe miteinander verbunden sein, wie auch fussseitig über Querholme.
Es können auch weitere Stützböden, Stützbretter etc. vorgesehen sein, wobei in diesen
Regalaufbau die erfindungsgemässen Boxen eingebracht werden. Die Boxen selbst können
in üblicher Weise an den Ständern des Regals befestigt werden und erwecken so den
Eindruck einer von Regalständern unterbrochenen Folge von zimmerartigen, vorne offenen
Räumen, die teilweise begehbar sind. In diesen Räumen können Bauelemente vorgesehen
sein, wie Wandimitate, an denen die zu präsentierenden Waren quasi naturgetreu installiert
sind. Es ist aber auch möglich, die Boxen in bestehende Industrieregale mit Regalbrettern
als vollständige Bauelemente einzulegen.
[0016] Bevorzugt sind die Boxen-Bauteile (6, 12, 14, 50, 60) im wesentlichen aus Holz und/oder
Kunststoff.
[0017] Auf diese Weise lässt sich ein Baukastensystem mit leichten Boxenteilen zu vielfältigsten
Einsatzzwecken zusammenzusetzende Standbauelemente verwirklichen, dessen Bauteile
auch untereinander austauschbar, d.h. in beliebiger Reihenfolge zusammenzubauen sind.
Aufgrund der bei allen Bauelementen, d.h. den Ständern als auch den Boxen definierten
Aussenmasse bzw. Anordnung von Befestigungseinrichtungen, wie Bohrungen oder Nuten,
ist stets ein formschlüssiger Eingriff der korrespondierenden Teile gewährleistet.
[0018] Alternativ können Bauteile auch aus anderen Materialien sein, z.B. aus Kunststoff
oder Plexiglas oder Metall(blech).
[0019] Wenn die Ständer lang sind, d.h. sich so weit nach oben erstrecken, dass noch nach
Einbau des Boxenelements Ständerlänge frei ist, lässt sich dort bspw. eine Blende
― z.B. mit Werbeaussagen anbringen. Es ist aber auch möglich, über die Ständer - wenn
das Standbauelement im Freien genutzt wird - eine witterungsgünstige Plane spannen
oder ein Dachelement anzubringen. Es empfiehlt sich, Nuten oder Bohrungen in den Kopfflächen
anzubringen.
[0020] Zumindest zwei benachbarte Ständer können an ihren Kopfenden über eine Querstrebe
miteinander verbunden sein. Die Strebe unterstützt einerseits den Zusammenhalt, erfüllt
andererseits aber auch optische und praktische Zwecke.
[0021] Schliesslich lassen sich benachbarte Ständer fussseitig über Abschlussstreben miteinander
verbinden. Dies verbessert die Statik und den Verbund der Anordnung.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert, auf welche sie keineswegs eingeschränkt ist. Es zeigen:
Fig. 1 eine Anordnung mit zwei Boxen in Vorderansicht und perspektivisch dargestellt;
Fig. 2 eine Box mit einem parallel zu den Seitenwänden verlaufenden Wandelement mit
Fensterausschnitt und Ständern
Fig. 3 die Box der Fig. 2 in der Seitenansicht
Fig. 4 eine andere Ausführungsform einer Box mit einem Querwandelement mit Türausschnitt
Fig. 5 die Ausführungsform der Fig. 4 im horizontalen Schnitt;
Fig. 6 eine Box ähnlich Fig. 2 ohne Ständer; und
Fig. 7 die Box der Fig. 6 im vertikalen Schnitt; und
Fig. 8 die Box der Fig. 6 oder 7, horiziontal geschnitten.
[0023] Das Standbauelement besteht in der hier dargestellten Ausführungsform aus mit gleichem
Abstand voneinander angeordneten Ständern 18, die einem herkömmlichen Industrieregal
mit Fächern entsprechend einer lichten Höhe von etwa 2 m und etwa gleicher Breite
entsprechen. Es weist über Kopfhöhe aufragende Ständer 18 sowie Boxenelemente, die
zwischen den Ständern Gefach-füllend aufgelegt sind, auf. In Fig. 1 sind nur 2 Boxelemente
gezeigt ― selbstverständlich können weitere Regalgefache erweitert angebaut werden
und weitere Boxelemente darin aufgenommen werden.
[0024] Auf der linken Seite der Fig. 1 findet sich eine Box, die für die Präsentation von
Türelementen eingerichtet ist. Sie weist eine innen verlaufende, schräge Wand mit
Türausschnitt 36 auf, die von einem Boxenboden 14, der hier als Fussbodenimitat ausgebildet
ist, aufragt. Die Box wird durch eine Rückwand 50 und Seitenwände 60 begrenzt.
[0025] Neben der Türpräsentationsbox ist im zweiten Regalfach eine Fensterpräsentationsbox
gezeigt. Ein parallel zu den Seitenwänden 60 verlaufendes Wandimitat mit Fensteröffnung
20 ermöglicht den Einbau vollständiger Fenster zu Test- und Prüfzwecken. Das Fenster
ist leicht von links und rechts zugänglich und es kann innerhalb der Box geöffnet
und geschlossen werden.
[0026] Die Tiefe der Box also auch ihre Höhe entspricht derjenigen der Türbox und erweckt
somit gemeinsam mit dieser und ähnlichen Boxen einen geschlossenen, optisch ansprechenden
Eindruck. Die Verwendung einheitlicher Masse hat noch dazu den Vorteil, dass normierte
Teile eingesetzt werden können.
[0027] In Fig. 2 ist nun ein Detail einer Fensterpräsentationsbox gezeigt. Die Box wird
von einem Regalständer 18 begrenzt, der hier ein höhenverstellbares Fusselement 16
zum Angleich an unebene Böden aufweist. Derartige Angleichungselemente können sinnvoll
sein, wenn die Präsentationshilfen im Freien oder aber in sehr schlecht präparierten
Hallen aufgebaut werden müssen, um Instabilität der Anordnung vermeiden und ausgleichen
zu können.
[0028] Bei den in Fig. 2 und 6 im vertikalen Schnitt und in Fig. 3 und 7 im horizontalen
Schnitt dargestellten Boxenausführungsformen zur Fensterrepräsentation erkennt man
im Wandelement ein Fenster 30 mit aufgesetztem Rolladenkasten, das von beiden Seiten
her gut zugänglich ist und geöffnet und geschlossen werden kann. Bei dieser Ausführungsform
der Box sind an der Rückwand 50 Präsentationsregalbretter 40 vorgesehen, die auf einer
gut zugänglichen Höhe angebracht sind. Auf diesen können optisch ansprechend Werbematerialien
oder Demonstrationsteile ausgelegt werden.
[0029] Es ist auch möglich, diese Präsentationsregalbretter 40 mit einer hier schräg verlaufenden
Regalschürze 42 zu versehen, auf der auch Werbung aufgebracht werden kann. Diese Regalbretter
nutzen den in der Box befindlichen freien Raum, der nicht für das Testen des Fensterelementes
benötigt wird. In Fig. 8 ist ein weiterer horizontaler Schnitt durch die Box unterhalb
des Fensterausschnitts gezeigt. Deutlich erkennt man, dass das parallel zur Boxenseitenwand
verlaufende Wandelement hier eine geringere Erstreckung als die Boxenseitenwand besitzt.
[0030] In Fig. 4 und 5 ist eine Ausführungsform einer Präsentationsbox für Türelemente gezeigt.
In der Box verläuft vom Boden aus ein schräg verlaufendes Wandelement 20 mit Türöffnung.
Da die Türe bei dieser Ausführungsform breiter als die Box tief ist, muss das schräge
Tür-Wandelement gewählt werden. In dieses Wandelement ist eine funktionsfähige Türe
36 eingebaut, welche vom Interessenten, der auf dem Boden 50 der Box stehen kann,
vollständig geöffnet und geschlossen werden und somit in ihrer Funktion getestet werden
kann. Auch hier ist die Box durch eine Rückwand 50 esthetisch abgeschlossen. An der
Rückwand bzw. den Boxenwänden können Präsentationsflächen vorgesehen werden, bspw.
die Schrägblende 46. Eine Schrägblende nutzt den vorhandenen Raum optimal aus und
ist von vorne sehr gut einsehbar, was für Werbezwecke wesentlich ist. An der Schrägblende
können bspw. Prospekte, Plakate u. dgl. befestigt werden,
[0031] Somit ist es durch die Ausgestaltung der Präsentationsbox möglich, Türen in Realität
vorzustellen und somit den Verkauf dieser Elemente zu unterstützen.
[0032] Obwohl die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist
dem Fachmann offensichtlich, dass verschiedenste alternative Ausführungsformen bestehen,
so dass der Schutzumfang der Erfindung durch die Ansprüche und nicht durch die spezielle
Beschreibung begrenzt ist.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 9
- Blende
- 10
- Box
- 11
- Decke von 10
- 14
- Boden von 10
- 16
- (verstellbares) Fusselement
- 18
- Ständer
- 20
- Wandelement
- 22
-
- 24
-
- 26
-
- 28
-
- 30
- Fenster
- 32
-
- 34
-
- 36
- Tür
- 38
-
- 40
- Regalbrett/Tisch
- 42
- Regalschürze
- 44
-
- 46
- Schrägblende
- 48
-
- 50
- Rückwand von 10
- 60
- Seitenwand von 10
1. Standbauelement, insbesondere Verkaufs- und/oder Informations-und/oder Messestand
für Bauelemente (30, 36), für ein Industrieregal mit Ständern (18, 16) mit mindestens
einer im Industrieregal befestigbaren Repräsentationsbox (10) mit Boden (14), Decke
(12), Seitenwänden (60), einer Rückwand (50) sowie einer Wandattrappe (20), wobei
die Bauelemente (30, 36) an/in der Wandattrappe, die sich im wesentlichen von Decke
(12) zu Boden (14) der Präsentationsbox (10) erstreckt, befestigt sind.
2. Standbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandattrappe (20) parallel zur Seitenwand (60) verläuft.
3. Standbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandattrappe (20) in einem Winkel zu den Seitenwänden (60) verläuft.
4. Standbauelement nach eine oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, ferner dadurch gekennzeichnet, dass Regalbretter (40) in der Box (10) befestigt sind.
5. Standbauelement nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Beleuchtungselemente in der Decke (11) vorgesehen sind.
6. Standbauelement nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Industrieregal-Pfosten (18) höhenverstellbar sind.
7. Standbauelement nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei benachbarte Pfosten über eine Querstrebe miteinander verbunden sind.
8. Standbauelement nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche gekennzeichnet durch Bauteile (6, 2, 25, 26) aus Holz und/oder Kunststoff und/oder Metall.