(19)
(11) EP 2 499 939 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.09.2012  Patentblatt  2012/38

(21) Anmeldenummer: 12159566.4

(22) Anmeldetag:  15.03.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47C 7/00(2006.01)
A47B 91/06(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 17.03.2011 DE 202011004035 U

(71) Anmelder: Wagner System GmbH
77933 Lahr (DE)

(72) Erfinder:
  • Wagner, Roland
    77933 Lahr (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Westphal, Mussgnug & Partner 
Am Riettor 5
78048 Villingen-Schwenningen
78048 Villingen-Schwenningen (DE)

   


(54) Einsatz für Untersetzer für Möbelstücke


(57) Die Erfindung betrifft einen Einsatz (20) für Untersetzer (10) für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, wobei der Einsatz (20) auf einer ersten Seite (20a) eine erste Bodenkontaktschicht (21) aufweist und lösbar an dem Untersetzer (10) befestigbar ist, wobei der Einsatz (20) eine zweite Bodenkontaktschicht (22) aufweist, welche auf einer von der ersten Seite (20a) verschiedenen zweiten Seite (20b) des Einsatzes (20) angeordnet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Einsatz für Untersetzer für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

[0002] Bekannt sind Untersetzer für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, welche eine Bodenkontaktschicht aufweisen. Die Bodenkontaktschicht kann beispielsweise ein Gleiten des Möbelstücks auf verschiedenen Bodenbelägen, wie beispielsweise Teppichböden, ermöglichen. Bei anderer Ausbildung der Bodenkontaktschicht kann diese auch eine Beschädigung von bestimmten Bodenbelägen, beispielsweise Parkett, verhindern. Je nach Ausbildung der Bodenkontaktschicht können auch unerwünschte Geräusche vermieden werden. Bekannt sind weiterhin Untersetzer, in welchen dieser Einsatz lösbar befestigbar ist, um ein einfaches Auswechseln der Einsätze zu ermöglichen.

[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, derartige Einsätze für Untersetzer für Möbelstücke weiter zu bilden.

[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch einen Einsatz für Untersetzer für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.

[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

[0006] Der erfindungsgemäße Einsatz für Untersetzer für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, wobei der Einsatz auf einer ersten Seite eine erste Bodenkontaktschicht aufweist und lösbar in dem Untersetzer befestigbar ist, zeichnet sich dadurch aus, dass der Einsatz eine zweite Bodenkontaktschicht aufweist, welche auf einer von der ersten Seite verschiedenen zweiten Seite des Einsatzes angeordnet ist. Bei Bodenkontaktschichten, die einem gewissen Verschleiß unterliegen, besteht somit die Möglichkeit, nach Verschleiß der Bodenkontaktschicht den Einsatz derart in den Untersetzer einzusetzen, dass die zweite Bodenkontaktschicht verwendet wird.

[0007] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die erste Bodenkontaktschicht und die zweite Bodenkontaktschicht aus unterschiedlichem Material gefertigt. Bei Verwendung der Möbelstücke auf unterschiedlichem Fußbodenbelag ist es somit möglich, ohne großen Aufwand den Einsatz zu wenden und je nach Bodenbelag die gewünschte Bodenkontaktschicht verwenden.

[0008] Vorzugsweise ist der Einsatz derart in dem Untersetzer befestigt, dass entweder die erste Bodenkontaktschicht oder die zweite Bodenkontaktschicht dem Fußboden zugewandt ist, um auf diese Art und Weise ein einfaches Wenden des Einsatzes zu ermöglichen.

[0009] Vorzugsweise sind die erste und die zweite Seite als einander gegenüberliegende Seiten des Einsatzes ausgebildet, um den Einsatz möglichst platzsparend ausbilden zu können.

[0010] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die erste oder die zweite Bodenkontaktschicht an dem Einsatz einstückig angeformt. Dies ermöglicht ein besonders einfaches und kostengünstiges Herstellungsverfahren. Vorzugsweise ist die erste Bodenkontaktschicht aus Filz, Kunststoff, Gummi, Metall, Porzellan, einem elastischen Material oder einem gleitfähigen Material gefertigt. Vorzugsweise ist die zweite Bodenkontaktschicht aus Filz, Kunststoff, Gummi, Metall, Porzellan, einem elastischen Material oder einem gleitfähigen Material gefertigt. Auf diese Weise können die erste und die zweite Bodenkontaktschicht entsprechend an die Fußbodenbeläge angepasst werden.

[0011] Der erfindungsgemäße Untersetzer für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, weist ein mit dem Möbelstück fest verbindbares Halterungsteil auf, in welchem lösbar ein erfindungsgemäßer Einsatz befestigbar ist.

[0012] Vorzugsweise ist der Einsatz mittels einer Rastverbindung in dem Halterungsteil des Untersetzers lösbar befestigbar, um auf diese Art und Weise ein einfaches Auswechseln und Wenden des Einsatzes zu ermöglichen.

[0013] Vorzugsweise ist der Einsatz derart in dem Halterungsteil befestigbar, dass entweder die erste Bodenkontaktschicht oder die zweite Bodenkontaktschicht dem Fußboden zugewandt ist.

[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figur ausführlich erläutert. Es zeigt:
Figur 1
einen schematischen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines in einen Untersetzer für Möbelstücke eingesetzten Einsatzes und
Figur 2
einen schematischen Längsschnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines in einen Untersetzer für Möbelstücke eingesetzten Einsatzes.


[0015] Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Untersetzer 10 mit einem Halterungsteil 12, an welchem ein Einsatz 20 lösbar befestigbar ist. Das Halterungsteil 12 des Untersetzers 10 kann an Möbelstücken, insbesondere Möbelfüßen, befestigt werden, beispielsweise, indem es wie dargestellt, in einen Hohlraum am freien Ende eines Stuhlbeins 30 eingesetzt wird. Die Befestigung kann durch Verkleben, Verpressen, Klemmen, Einschrauben, Verschrauben oder ähnliches erfolgen. Das Halterungsteil 12 weist an seiner dem Fußboden zugewandten Seite eine Ausnehmung 11 auf, in welcher der Einsatz 20 lösbar befestigbar ist. Die Befestigung des Einsatzes 20 in der Ausnehmung 11 des Halterungsteils 12 des Untersetzers 10 kann beispielsweise mittels einer Rastverbindung erfolgen. Dazu weist das Halterungsteil 12 in der Ausnehmung 11 beispielsweise eine Kerbe 15 auf, welche insbesondere umlaufend ausgebildet sein kann, in welche eine entsprechende Rastnase 25 des Einsatzes 20, welche ebenfalls insbesondere umlaufend ausgebildet sein kann, bei Einsetzen des Einsatzes 20 in die Ausnehmung 11 rastend eingreift.

[0016] Der Einsatz 20 ist im Wesentlichen als scheibenförmiges Element mit einer ersten Seite 20a und einer der ersten Seite 20a gegenüberliegenden zweiten Seite 20b ausgebildet. Auf der ersten Seite 20a ist eine erste Bodenkontaktschicht 21 angeordnet, während auf der zweiten Seite 20b eine zweite Bodenkontaktschicht 22 angeordnet ist. Die erste und/oder die zweite Bodenkontaktschicht 21, 22 sind mit dem Einsatz 20 fest verbunden, beispielsweise durch Verkleben, Verschrauben, einstückiges Anformen, Aufspritzen oder ähnliches.

[0017] Die erste Bodenkontaktschicht 21 und die zweite Bodenkontaktschicht 22 können aus demselben Material gefertigt sein, was beispielsweise für verschleißbehaftete Bodenkontaktschichten 21, 22 sinnvoll sein kann. Vorzugsweise sind die erste Bodenkontaktschicht 21 und die zweite Bodenkontaktschicht 22 aus verschiedenen Materialien gefertigt. Als Materialien bieten sich dabei Filz, Kunststoff, Gummi, Metall, Porzellan, elastische Materialien oder gleitfähige Materialien an.

[0018] Soll beispielsweise der Untersetzer 10 an einem Stuhl verwendet werden, welcher sowohl auf Teppichböden als auch auf Parkettböden gestellt werden soll, kann beispielsweise die erste Bodenkontaktschicht 21 aus Filz und die zweite Bodenkontaktschicht 22 aus einem gleitfähigen Material gefertigt sein. Wird der Stuhl auf den Teppichboden gestellt, wird der Einsatz 20 derart in die Ausnehmung 11 des Untersetzers 10 eingesetzt, dass die aus dem gleitfähigen Material gefertigte zweite Bodenkontaktschicht 22 dem Fußboden zugewandt ist. Soll der Stuhl auf Parkett gestellt werden, wird der Einsatz 22 aus der Ausnehmung 11 gelöst und gewendet derart, dass die aus Filz gefertigte erste Bodenkontaktschicht 21 dem Fußboden zugewandt ist. Die lösbare Verbindung des Einsatzes 20 in der Ausnehmung 11 des Untersetzers 10 ermöglicht ein einfaches Herausnehmen und Wiedereinsetzen des Einsatzes 20 je nachdem, auf welchen Bodenbelag das Möbelstück gestellt werden soll. Die Verwendung von zwei verschiedenen Bodenkontaktschichten 21, 22 aus verschiedenen Materialien ermöglicht dabei, dass ohne großen Aufwand und ohne zusätzliche separate Einsätze bereithalten zu müssen, die Einsätze 20 an die verschiedenen Fußbodenbeläge angepasst werden können.

[0019] Der in Figur 2 dargestellte Einsatz 20 unterscheidet sich lediglich dadurch von dem in Figur 1 dargestellten Einsatz, dass die Bodenkontaktschicht 21 einstückig an dem Einsatz 20 angeformt ist und somit insbesondere aus dem gleichen Material gefertigt ist wie das scheibenförmige Element des Einsatzes 20. Dadurch wird es überflüssig, in einem zusätzlichen Arbeitsschritt die Bodenkontaktschicht 21 an dem Einsatz 20 zu befestigen. Insgesamt ist somit ein besonders einfaches und kostengünstiges Herstellungsverfahren möglich.


Ansprüche

1. Einsatz (20) für Untersetzer (10) für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, wobei der Einsatz (20) auf einer ersten Seite (20a) eine erste Bodenkontaktschicht (21) aufweist und lösbar an dem Untersetzer (10) befestigbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (20) eine zweite Bodenkontaktschicht (22) aufweist, welche auf einer von der ersten Seite (20a) verschiedenen zweiten Seite (20b) des Einsatzes (20) angeordnet ist.
 
2. Einsatz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (20) derart an dem Untersetzer (10) befestigbar ist, dass entweder die erste Bodenkontaktschicht (21) oder die zweite Bodenkontaktschicht (22) dem Fußboden zugewandt ist.
 
3. Einsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seite (20a) und die zweite Seite (20b) als einander gegenüberliegende Seiten des Einsatzes (20) ausgebildet sind.
 
4. Einsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bodenkontaktschicht (21) und die zweite Bodenkontaktschicht (22) aus unterschiedlichem Material gefertigt sind.
 
5. Einsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste oder die zweite Bodenkontaktschicht (21, 22) an dem Einsatz (20) einstückig angeformt ist.
 
6. Einsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bodenkontaktschicht (21) aus Filz, Kunststoff, Gummi, Metall, Porzellan, einem elastischen Material oder einem gleitfähigen Material gefertigt ist.
 
7. Einsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bodenkontaktschicht (22) aus Filz, Kunststoff, Gummi, Metall, Porzellan, einem elastischen Material oder einem gleitfähigen Material gefertigt ist.
 
8. Untersetzer (10) für Möbelstücke, insbesondere Möbelfüße, mit einem mit dem Möbelstück fest verbindbaren Halterungsteil (12), an welchem lösbar ein Einsatz (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche befestigbar ist.
 
9. Untersetzer nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (20) mittels einer Rastverbindung (15, 25) an dem Halterungsteil (12) lösbar befestigbar ist.
 
10. Untersetzer nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (22) derart in dem Halterungsteil (12) befestigbar ist, dass entweder die erste Bodenkontaktschicht (21) oder die zweite Bodenkontaktschicht (22) dem Fußboden zugewandt ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht