[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragkonsole zur Anbringung an einem fest oder verschwenkbar
an einer Befestigungsfläche angeordneten Griffrohr eines Stützgriffes im Bereich von
Sanitäreinrichtungen, wobei die Tragkonsole einen Ausleger zur Aufnahme eines Gebrauchsartikels
und ein Anschlussteil zur Verbindung des Auslegers mit dem Griffrohr aufweist. Des
Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Fernbedienungseinrichtung für Sanitäreinrichtungen.
[0002] Tragkonsolen der eingangs genannten Art werden beispielsweise als sogenannte Rollenhalter
an Stützgriffen angeordnet, die als Wandstützgriff oder auch als Stützklappgriff ausgeführt
sein können und insbesondere als Hilfsmittel im Bereich von Sanitäreinrichtungen eingesetzt
werden, um älteren und/oder gehbehinderten Menschen eine Abstützung oder Sicherung
ihres Gleichgewichts bei Benutzung der Sanitäreinrichtungen zu ermöglichen.
[0003] Die bekannten als Tragkonsole ausgebildeten Rollenhalter weisen ein Anschlussteil
auf, mit dem ein am unteren Ende des Anschlussteils angeordneter Ausleger, der zur
Aufnahme einer Toilettenpapierrolle eine Rollenachse bildet, auf der die Toilettenpapierrolle
abgewickelt werden kann. Darüber hinaus ist es auch bekannt, Sanitäreinrichtungen,
die den Anforderungen an ein sogenanntes barrierefreies Wohnen gerecht werden sollen,
mit weiteren Hilfsmitteln auszustatten, die die Bedienung der Sanitäreinrichtungen,
also beispielsweise die Bedienung einer Toilettenspülung, vereinfachen sollen. Insbesondere
hat sich nämlich herausgestellt, dass die konventionelle, manuelle Betätigung einer
unmittelbar räumlich dem Spülkasten eines beispielsweise in einer Raumwand integrierten
Sanitärblocks zugeordneten Spültaste in der Praxis für gehbehinderte oder ältere Menschen
häufig schwierig durchführbar ist, da hierzu Körperbewegungen, wie beispielsweise
eine Körperdrehung um die eigene Achse, notwendig sind, um die Spültaste zu erreichen
und betätigen zu können.
[0004] Dieses an sich bekannte Problem hat dazu geführt, dass bei derartigen Sanitäreinrichtungen
bereits häufig Fernbedienungen zum Einsatz kommen, die über eine in der Fernbedienung
aufgenommene Sendeeinrichtung und eine der Sanitäreinrichtung zugeordnete Empfängereinrichtung
eine berührungslose Aktivierung oder Deaktivierung der Sanitäreinrichtung ermöglichen.
[0005] In der Praxis scheitert jedoch häufig die Anwendung einer derart komfortablen Bedienung
der Sanitäreinrichtung daran, dass die mobile Fernbedienungseinrichtung sich genau
in dem Moment, in dem sie benötigt wird, außer Reichweite befindet.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, den Gebrauchswert von Fernbedienungseinrichtungen
zur Fernbedienung von Sanitäreinrichtungen zu erhöhen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe weist die erfindungsgemäße Tragkonsole die Merkmale des
Anspruchs 1 auf.
[0008] Erfindungsgemäß ist das Anschlussteil der Tragkonsole als Gehäuse mit zumindest einer
im Gehäuse ausgebildeten Modulaufnahme ausgebildet.
[0009] Die erfindungsgemäße Tragkonsole ermöglicht die Ausstattung der Tragkonsole mit einem
Modul, so dass es möglich wird, eine Fernbedienungseinrichtung oder eine sonstige
Einrichtung, deren unmittelbare Verfügbarkeit sich im Bereich der jeweiligen Sanitäreinrichtung,
also beispielsweise einer Toilette, als vorteilhaft erweist, so zu positionieren,
dass die Erreichbarkeit sichergestellt ist. Gleichzeitig wird für die Positionierung
des Moduls, also etwa der Fernbedienungseinrichtung, die ohnehin vorhandene Tragkonsole
genutzt, so dass keine besonderen Vorrichtungen zur Aufnahme bzw. Positionierung des
Moduls bereitgestellt werden müssen.
[0010] Insbesondere, wenn die Modulaufnahme zur Aufnahme einer Fernbedienungseinrichtung
dient, wird der eigentlichen Funktion der Tragkonsole zur Bereitstellung eines Gebrauchsartikels,
wie beispielsweise einer Toilettenpapierrolle oder auch eines Handtuchs oder dergleichen,
eine wesentliche Komfortfunktion hinzugefügt. In dem Fall, wenn die Tragkonsole als
Toilettenpapierhalter genutzt wird, befindet sich somit eine in die Tragkonsole bzw.
das Anschlussteil der Tragkonsole integrierte bzw. eingesetzte Fernbedienung in unmittelbarer
Reichweite der Person, die sie beispielsweise zur Betätigung der Toilettenspülung
benötigt.
[0011] Natürlich ist es auch möglich, neben der beispielhaft vorstehend angeführten Funktion
der Modulaufnahme zur Aufnahme einer Fernbedienung, die zur Auslösung der Toilettenspülung
dient, auch Fernbedienungen in der Modulaufnahme aufzunehmen, die beispielsweise eine
Regelung von Raumlichtquellen oder das Tuning eines Radioreceivers ermöglichen.
[0012] Die gemäß einer bevorzugten Ausführungsform von außen in dem Gehäuse über die in
der Gehäusewand ausgebildete Aufnahmeöffnung gegebene Zugänglichkeit ermöglicht die
nachträgliche Bestückung der Modulaufnahmen mit dem jeweils benötigten Modul, also
beispielsweise einer Fernbedienung.
[0013] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Tragkonsole ist die Aufnahmeöffnung
mit einem Gehäusedeckel zur Abdeckung der Modulaufnahme versehen, so dass es möglich
ist, unabhängig von dem jeweils in die Modulaufnahme eingesetzten Modul ein äußerlich
einheitliches Erscheinungsbild der Tragkonsole zu gewährleisten.
[0014] In dem besonders vorteilhaften Fall, wenn der Gehäusedeckel mit Bedienungs- und/oder
Anzeigeelementen zur Auslösung bzw. Anzeige der Modulfunktion versehen ist, ist es
möglich, das jeweilige Modul ohne eigenes Gehäuse in die Modulaufnahme einzusetzen,
also beispielsweise im Falle einer Fernbedienungseinrichtung lediglich eine mit den
entsprechenden Funktionsbauteilen bestückte Platine in die Modulaufnahme einzusetzen
und die Zugänglichkeit der Bedienungs- und/oder Anzeigeelemente bei gleichzeitiger
sicherer Abschirmung der Platine nach außen durch den Gehäusedeckel zu ermöglichen.
[0015] Wenn das Gehäuse eine innere Trennwand zur Aufteilung eines Gehäuseinnenraums in
zumindest zwei Modulaufnahmen aufweist, wobei sich die Trennwand von einem dem Griffrohr
zugewandten Ende des Gehäuses zu einem dem Ausleger zugewandten Ende des Gehäuses
erstreckt, ist nicht nur eine definierte Aufteilung des Innenraums des Gehäuses ermöglicht,
sondern gleichzeitig kann die Trennwand als wesentlicher mechanischer Bestandteil
des Gehäuses dienen, der zur kraftschlüssigen Verbindung zwischen dem Ausleger und
dem Griffrohr dient.
[0016] Als besonders vorteilhaft erweist sich in diesem Zusammenhang, wenn die Trennwand
in einer Symmetrieebene des Anschlussgehäuses ausgebildet ist, so dass bei der Dimensionierung
des Gehäuses ungünstige Querkraftbelastungen im Wesentlichen nicht berücksichtigt
werden müssen. Darüber hinaus ermöglicht die symmetrische Anordnung der Trennwand
eine entsprechend symmetrische Ausgestaltung der Modulaufnahmen, so dass die in die
Modulaufnahmen eingesetzten Module wechselweise austauschbar sind und somit die Bedienungs-
und/oder Anzeigeelemente jeweils auf der besser zugänglichen Seite der Tragkonsole
angeordnet werden können.
[0017] Unabhängig von der Anordnung der Trennwand im Gehäuse ermöglicht die vorteilhafte
Aufteilung des Gehäuseinnenraums in zumindest zwei Modulaufnahmen die räumlich getrennte
Anordnung eines passiven Moduls, wie beispielsweise einer eine externe Energieversorgung
benötigenden Sendeeinrichtung, und eines Energieversorgungsmoduls, also beispielsweise
einer Batterie, die zur Energieversorgung des passiven Moduls dient.
[0018] Wenn die Trennwand an ihrem dem Griffrohr zugewandten Ende mit einem Anschlussadapter
zur Verbindung mit dem Griffrohr versehen ist, ist es möglich, durch eine entsprechende
Ausgestaltung des Anschlussadapters die Anbringung der Tragkonsole an Griffrohre zu
ermöglichen, die unterschiedlich ausgebildete Querschnittsformen aufweisen können.
So ermöglicht die entsprechende Ausgestaltung des Anschlussadapters eine Anordnung
der Tragkonsole wahlweise an einem Griffrohr mit kreisrundem Querschnitt oder auch
an einem Griffrohr mit rechteckigem Querschnitt.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Anschlussadapter austauschbar mit der Trennwand
verbunden ist, da die Anbringung der Tragkonsole an unterschiedlich ausgebildete Griffrohre
somit nur den einfachen Austausch des Anschlussadapters erforderlich macht, wobei
die übrigen Bestandteile der Tragkonsole einheitlich ausgestaltet sein können.
[0020] Zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die erfindungsgemäße Fernbedienungseinrichtung
zur kontaktlosen Aktivierung oder Deaktivierung Sanitärereinrichtungen die Merkmale
des Anspruchs 12 auf. Erfindungsgemäß ist das Gehäuse der Fernbedienungseinrichtung
als Anschlussteil einer an einem Griffrohr eines Stützgriffs angeordneten Tragkonsole
ausgebildet, die einen am Anschlussteil angeordneten Ausleger zur Aufnahme eines Gebrauchsartikels
aufweist.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Fernbedienungseinrichtung ist das Anschlussteil
mit einer im Gehäuse ausgebildeten Modulaufnahme zur Aufnahme der Sendeeinrichtung
versehen, wobei die Modulaufnahme einer in einer Gehäusewand ausgebildete Aufnahmeöffnung
aufweist.
[0022] In weiteren vorteilhaften Ausführungsformen der Fernbedienungseinrichtung weist die
Tragkonsole die bereits vorstehend erläuterten vorteilhaften Ausgestaltungen auf.
[0023] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnung
näher erläutert.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine im Gehäuse einer Tragkonsole angeordnete Fernbedienungseinrichtung in einer ersten
Ausführungsform in Kombination mit einem Wandstützgriff;
- Fig. 2:
- eine im Gehäuse einer Tragkonsole angeordnete Fernbedienungseinrichtung in einer zweiten
Ausführungsform in Kombination mit einem Stützklappgriff;
- Fig. 3:
- die in Fig. 2 dargestellte Fernbedienungseinrichtung in Einzeldarstellung;
- Fig. 4:
- die in Fig. 3 dargestellte Fernbedienungseinrichtung in Explosionsdarstellung;
- Fig. 5:
- die in Fig. 3 dargestellte Fernbedienungseinrichtung in einer Schnittdarstellung längs Schnittlinienverlauf
V-V in Fig. 3;
- Fig. 6:
- die in Fig. 3 dargestellte Fernbedienungseinrichtung in Schnittdarstellung längs Schnittlinienverlauf
VI-VI in Fig. 3.
[0025] In den
Fig. 1 und
2 sind Fernbedienungseinrichtungen 10, 11 in unterschiedlichen Ausführungsformen dargestellt,
wobei die Fernbedienungseinrichtungen 10, 11 jeweils übereinstimmend ein Gehäuse 12
aufweisen, das Bestandteil einer Tragkonsole 13 ist, die jeweils einen Ausleger 14
aufweist, der über das als Anschlussteil ausgebildete Gehäuse 12 und einen jeweils
unterschiedlich ausgeführten Anschlussadapter 15, 16 mit einem Griffrohr 17 bzw. 18
verbunden ist.
[0026] Wie aus den
Fig. 1 und
2 ersichtlich, ermöglichen die unterschiedlich ausgeführten Anschlussadapter 15, 16
eine Anordnung der Fernbedienungseinrichtung 10 bzw. 11 an Griffrohren 17, 18, die
sich in ihrem Querschnitt unterscheiden.
Fig. 1 zeigt das mit einem kreisrunden Querschnitt versehene Griffrohr 17, das zur Ausbildung
eines sogenannten Wandstützgriffes 19 vermittels unterschiedlich ausgebildeter Wandanschlussstücke
20 und 21 mit einer Wandoberfläche verbunden ist. Der im vorliegenden Fall etwa L-förmig
abgewinkelte Wandstützgriff 19 weist einen Horizontalteil 22 und einen Vertikalteil
23 auf und dient in bekannter Weise als insbesondere im Bereich von sanitären Einrichtungen
angeordnetes Hilfsmittel, das als Geh- oder Stehhilfe von gehbehinderten Personen
ergriffen werden kann. In dem Fall, dass der Wandstützgriff 19 in unmittelbarer Nähe
einer Toilette angeordnet ist, kann die Tragkonsole 13 zur Aufnahme einer hier nicht
näher dargestellten Toilettenpapierrolle verwendet werden, die mit ihrer Hülse konzentrisch
auf den Ausleger 14 aufgesteckt ist und vom Ausleger 14 abgewickelt werden kann.
[0027] Die
in Fig. 2 dargestellte Fernbedienungseinrichtung 11 befindet sich am freien Ende des Griffrohrs
18 eine Stützklappgriffs 24 angeordnet. Der Stützklappgriff 24 weist eine Montageplatte
25 zur Wandbefestigung auf, die mit einer Schwenklageranordnung 26 versehen ist, in
der das Griffrohr 18 gegen die Befestigungswand verschwenkbar gehalten ist. In der
in
Fig. 2 dargestellten Gebrauchsstellung befindet sich das Griffrohr 18 in einer horizontalen
Ausrichtung, so dass das Griffrohr 18 zur Abstützung von einer Person ergriffen werden
kann. Wie bereits vorstehend Bezug nehmend auf den Wandstützgriff 19 ausgeführt, ist
es vorteilhaft, wenn sich im Falle einer Positionierung des Stützklappgriffs 24 bei
einer Toilette die Tragkonsole 13 am freien Ende des Griffrohrs 18, wie in
Fig. 2 dargestellt, befindet. Der Anschlussadapter 16, der zur Verbindung des Gehäuses 12
mit dem im Querschnitt rechteckförmigen Griffrohr 18 dient, ist mit einer Unterseite
27 des Griffrohrs 18 verschraubt. Hierzu ist eine Anschlussfläche des Anschlussadapters
16 an die Oberfläche der Unterseite 27 angepaßt.
[0028] Bei der nachfolgenden Beschreibung der Fernbedienungseinrichtung 11 wird Bezug genommen
auf die
Fig. 3 bis
6. Wie insbesondere eine Zusammenschau der
Fig. 3 und
4 deutlich macht, dient das Gehäuse 12 der Tragkonsole 13 zur Aufnahme eines Fernbedienungsmoduls
28, das im vorliegenden Fall passiv ausgebildet ist, also mit keiner eigenen Energieversorgung
versehen ist, und daher mit einem hier zwei elektrischen Batterien 45, 46 aufweisenden
Energieversorgungsmodul 29 kombiniert ist. Zur Anordnung des Fernbedienungsmoduls
28 und des Energieversorgungsmoduls 29 weist das Gehäuse 12 zwei Modulaufnahmen 30,
31, die durch eine vorzugsweise auf einer Symmetrieebene 32 des Gehäuses 12 angeordnete
Trennwand 33 voneinander getrennt sind. Jeweils gegenüberliegend der Trennwand 33,
die zwei Gehäuseseitenwände 34, 35 miteinander verbindet, ist in einer Gehäusefrontwand
36 und in einer Gehäuserückwand 37 jeweils eine Aufnahmeöffnung 38 bzw. 39 ausgebildet,
die mit einem Frontwanddeckel 40 bzw. einem Rückwanddeckel 41 verschließbar sind.
[0029] Wie insbesondere einer Zusammenschau der
Fig. 4 und
5 zu entnehmen ist, umfasst das Fernbedienungsmodul 28 im Wesentlichen eine Geräteplatine
42, die mit den Funktionsbauteilen des Fernbedienungsmoduls 28 bestückt ist und insbesondere
hier als Drucktaster 43, 44 ausgebildete Schalter aufweist, die eine Aktivierung bzw.
Deaktivierung einer ebenfalls auf der Geräteplatine 42 angeordneten und hier nicht
näher dargestellte Sendeeinrichtung mit entsprechender Emission eines Sendsignals
an eine beispielsweise mit der Spülvorrichtung einer Toilette zusammenwirkenden Empfängereinrichtung
ermöglichen. Zur Anpassung der Modulaufnahme 30 an die Geometrie der Geräteplatine
42 ist im vorliegenden Fall zwischen der Geräteplatine 42 und der Trennwand 33 ein
Platinenträger 68 vorgesehen, so dass unabhängig von der Gestaltung bzw. Formgebung
der Geräteplatine 42 für einen sicheren Halt der Geräteplatine 42 in der Modulaufnahme
30 gesorgt ist.
[0030] Zur Anpassung der Modulaufnahme 31 an das Energieversorgungsmodul 29, das im vorliegenden
Fall die zwei Batterien 45, 46 umfasst, befinden sich die Batterien 45, 46 in einem
an die Raumverhältnisse des Aufnahmemoduls 31 angepassten Batterieträger 47.
[0031] Im Unterschied zum Rückwanddeckel 41, der eine geschlossene Oberfläche aufweist,
ist der Frontwanddeckel 40 mit Ausnehmungen 48, 49 versehen, in die flexible Tasterfolien
50, 51 eingesetzt sind, die eine Betätigung der Drucktaster 43, 45 von außen ermöglichen,
wenn der Frontwanddeckel 40 die Aufnahmeöffnung 38 abdeckt.
[0032] Wie insbesondere die
Fig. 4 zeigt, ist ein griffrohrseitiges Ende 52 der Trennwand 33 mit einer Verbindungsaufnahme
53 versehen, die eine lösbare Verbindung mit dem Anschlussadapter 16 ermöglicht. Hierzu
weist der Anschlussadapter 16 an seiner Unterseite 54 einen Verbindungssteg 55 auf,
der in die Verbindungsaufnahme 53 einsetzbar ist. Zur Sicherung der Verbindung ist
der Verbindungssteg 55 mit Stiften 69 in der Verbindungsaufnahme 53 gesichert.
[0033] Zur Anpassung an den jeweiligen Umfang bzw. den Querschnitt des Griffrohrs 18 ist
der Anschlussadapter 16 in seinem Oberteil 56 so ausgebildet, dass ein Querschnittsübergang
von dem Querschnitt des Gehäuses 12 auf die Oberfläche bzw. Unterseite 27 des Griffrohrs
18 möglich ist, ohne dass eine die Nutzbarkeit des Griffrohrs 18 im Bereich der Fernbedienungseinrichtung
11 einschränkende Querschnittsübergänge oder Konturen entständen.
[0034] Wie insbesondere eine Zusammenschau der
Fig. 4 und
6 zeigt, sind unterhalb eines dem Ausleger 14 zuwandten Trennwandendes 57 zur Verbindung
des Gehäuses 12 mit dem Ausleger 14 in den Gehäuseseitenwänden 34, 35 zwei axial durch
die Trennwand 33 voneinander beabstandete Führungsbohrungen 58, 59 ausgebildet, die
zur Aufnahme und Führung einer Verbindungsschraube 60 dienen, die mit einem stirnseitigen
Anschlusssende 61 des Auslegers 14 verschraubt ist. An der Unterseite des Auslegers
14 befindet sich eine aus einem flexiblen Material gebildete Bremszunge 62, die im
Falle einer auf den Ausleger 14 aufgesteckten, hier nicht näher dargestellten Toilettenpapierrolle
elastisch vorgespannt an der Innenseite einer Aufnahmehülse der Papierrolle anliegt
und so eine Abwickelbewegung der Toilettenpapierrolle abbremst.
[0035] Um eine gewünschte definierte Drehwinkelpositionierung des Auslegers 14 bezogen auf
eine Auslegerlängsachse 63 zu ermöglichen, ist das Gehäuse 12 am unteren Ende der
dem Ausleger 14 zugewandten Gehäuseseitenwand 35 mit einem Fortsatz 64 versehen, der
in eine entsprechend ausgebildete Ausnehmung 65 am Anschlussende 61 des Auslegers
14 eingreift.
[0036] Wie insbesondere aus
Fig. 4 zu ersehen ist, ist sowohl den Frontwanddeckel 40 als auch den Rückwanddeckel 41
betreffend jeweils eine verrastende Verbindung des Frontwanddeckels 40 und des Rückwanddeckels
41 mit einem Öffnungsrand 66, 67 der Aufnahmeöffnungen 38, 39 vorgesehen, so dass
zum einen der Frontwanddeckel 40 und der Rückwanddeckel 41 leicht gegen abweichend
gestaltete Deckel austauschbar sind und zum anderen leicht Zugriff auf die Modulaufnahme
30, 31 im Gehäuse 12 möglich ist. Damit ist es auch möglich, abweichend von dem hier
vorstehend erläuterten Ausführungsbeispiel, bei dem die Modulaufnahme 30 zur Aufnahme
eines Fernbedienungsmoduls 28 und die Modulaufnahme 31 zur Aufnahme eines Energieversorgungsmoduls
29 dient, auch andere Module in die Modulaufnahmen 30, 31 einzusetzen. Dabei ist es
besonders vorteilhaft, dass das Gehäuse 12 eine stets gleiche standardmäßige Gestalt
aufweisen kann, mit einer, wie vorstehend erläutert zwischen den Gehäuseseitenwänden
34, 35 auf einer Symmetrieebene 32 des Gehäuses angeordneten Trennwand 33.
1. Tragkonsole (13) zur Anbringung an einem fest oder verschwenkbar an einer Befestigungsfläche
angeordneten Griffrohr (17, 18) eines Stützgriffs im Bereich von Sanitäreinrichtungen,
wobei die Tragkonsole einen Ausleger (14) zur Aufnahme eines Gebrauchsartikels und
ein Anschlussteil zur Verbindung des Auslegers mit dem Griffrohr aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anschlussteil als Gehäuse (12) mit zumindest einer im Gehäuse ausgebildeten Modulaufnahme
(30, 31) ausgebildet ist.
2. Tragkonsole nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Modulaufnahme (30, 31) eine in einer Gehäusewand ausgebildete Aufnahmeöffnung
(38, 39) aufweist
3. Tragkonsole nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmeöffnung (38, 39) mit einem Gehäusedeckel zur Abdeckung der Modulaufnahme
versehen ist.
4. Tragkonsole nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Gehäusedeckel mit Bedienungs- und/oder Anzeigeelementen zur Auslösung oder Anzeige
der Modulfunktion versehen ist.
5. Tragkonsole nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (12) eine innere Trennwand (33) zur Aufteilung eines Gehäuseinnenraums
in zumindest zwei Modulaufnahmen (30, 31) aufweist, wobei sich die Trennwand von einem
dem Griffrohr (17, 18) zugewandten Ende des Gehäuses zu einem dem Ausleger (14) zugewandten
Ende des Gehäuses erstreckt.
6. Tragkonsole nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (33) in einer Symmetrieebene (32) des Gehäuses (12) angeordnet ist.
7. Tragkonsole nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (33) an ihrem dem Griffrohr (17, 18) zugewandten Ende mit einem Anschlussadapter
(15, 16) zur Verbindung mit der Griffrohr versehen ist.
8. Tragkonsole nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anschlussadapter (15, 16) austauschbar mit der Trennwand (33) verbunden ist.
9. Tragkonsole nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennwand (33) zwei Modulaufnahmen (30, 31) im Gehäuse definiert, wobei die eine
Modulaufnahme (30) ein passives Modul und die andere Modulaufnahme (31) ein mit dem
passiven Modul verbundenes Energieversorgungsmodul (29) aufnimmt.
10. Tragkonsole nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das passive Modul eine Sendeeinrichtung aufweist und das Energieversorgungsmodul
(29) zumindest eine elektrische Batterie (45, 46) aufweist.
11. Stützgriff mit einer Tragkonsole (13) nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche.
12. Fernbedienungseinrichtung (10, 11) zur kontaktlosen Aktivierung oder Deaktivierung
einer Einrichtung im Sanitärbereich mit einer in einem Gehäuse (12) aufgenommenen
Sendereinrichtung, die berührungslos mit einer der Einrichtung zugeordneten Empfängereinrichtung
zusammenwirkt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse zur Aufnahme der Sendeeinrichtung als Anschlussteil einer an einem Griffrohr
(17, 18) eines Stützgriffs (19, 24) angeordneten Tragkonsole (13) ausgebildet ist,
die einen am Gehäuse angeordneten Ausleger (14) zur Aufnahme eines Gebrauchsartikels
aufweist.
13. Fernbedienungseinrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (12) mit zumindest einer Modulaufnahme (30, 31) zur Aufnahme der Sendereinrichtung
versehen ist, und die Modulaufnahme eine in einer Gehäusewand ausgebildete Aufnahmeöffnung
(38, 39) aufweist.
14. Fernbedienungseinrichtung nach Anspruch 13 mit einer Tragkonsole nach einem oder mehreren
der Ansprüche 2 bis 10.