[0001] Die Erfindung betrifft eine Wettkampf-Wasserrutsche für Vergnügungsparks, Wasserparks
und dergleichen für einen Rutscher oder ein Rutschfahrzeug, mit mindestens zwei Rutschbahnen,
welche die gleiche Länge besitzen und einen Eingang zu der jeweiligen Rutschbahn,
mindestens einen geraden Bahnabschnitt, mindestens einen gebogenen Bahnabschnitt und
ein Ende aufweisen.
[0002] Das Publikum stellt heutzutage immer höhere Anforderungen an die Attraktivität von
Wasserrutschen, welche beispielsweise in Vergnügungsparks, Wasserparks und dergleichen
installiert sind.
[0003] Es sind daher bereits zahlreiche Varianten von Wasserrutschen entwickelt worden,
um diesem Bedürfnis Rechnung zu tragen. So gibt es beispielsweise Wasserrutschen mit
Sprungschanzen und auch Looping-Rutschbahnen. Zahlreiche derartige Wasserrutschen
sind in der
EP1935464B1 gewürdigt.
[0004] Zudem sind Wasserrutschbahnen mit Wassertreibstrahlvorrichtungen bekannt. Diesbezüglich
wird auf die
EP0543929 und dem dort zitierten Stand der Technik verwiesen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Wasserrutsche bereitzustellen, mit
der Rutschrennen durchgeführt werden können.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Wasserrutsche gemäß Anspruch 1.
[0007] Die erfindungsgemäße Wettkampf-Wasserrutsche (nachstehend nur Wasserrutsche genannt)
besitzt mindestens zwei Rutschbahnen gleicher Länge. Die Ausgestaltung dieser Rutschbahnen
kann beliebiger Art sein. Es kann sich um Rutschbahnen mit einer offenen Rutschwanne
oder um Tunnel-Rutschbahnen handeln oder auch um eine Kombination davon handeln. Zudem
können alle bisher bekannten Attraktionen eingebaut sein, beispielsweise eine Bergaufstrecke,
ein Looping oder einer Sprungschanze, um nur einige derartige Attraktionen zu nennen.
[0008] Die Eingänge zu den Rutschbahnen der erfindungsgemäßen Wasserrutsche und auch die
Enden der Rutschbahnen liegen vorzugsweise auf der gleichen horizontalen Höhe und
zweckmäßigerweise nebeneinander. Auf diese Weise haben die ein Rutschrennen durchführenden
Parteien einen direkten optischen Kontakt miteinander.
[0009] Die erfindungsgemäße Wasserrutsche bzw. deren Rutschbahnen können für eine rutschende
Person als solche, nachstehend Rutscher genannt, oder auch für Rutschfahrzeuge ausgelegt
sein. Als Rutschfahrzeuge können beliebige Vorrichtungen Anwendung finden. Beispielsweise
kann es sich um Einzelbobs oder um Doppelbobs handeln.
[0010] Auch bei der erfindungsgemäßen Wasserrutsche wird zweckmäßigerweise ebenfalls wie
bei bekannten Wasserrutschen Wasser auf die Oberflache der Rutschbahn gepumpt. Dies
erfolgt zweckmäßigerweise an mehreren Stellen im Streckverlauf. Da dies bekannt ist,
erübrigt sich eine weitere Darstellung.
[0011] Die erfindungsgemäße Wasserrutsche ist mit einer Datenverarbeitungseinrichtung ausgestattet.
Mit anderen Worten, die nachstehend beschriebenen Sensoren und Anzeigevorrichtungen
und weiteren Einrichtungen sind mit dieser Datenverarbeitungseinrichtung auf bekannte
Weise verbunden, beispielsweise per Kabel oder auch per Funk. Diese Datenverarbeitungseinrichtung
kann direkt in der Nähe der Wasserrutsche und auch in einem Abstand davon installiert
sein.
[0012] Die Rutschbahnen der erfindungsgemäßen Wasserrutsche sind mit mehreren Sensoren zur
Positionsbestimmung des Rutschers oder des Rutschfahrzeuges ausgestattet. Dabei kann
es sich um die oben genannten Rutschfahrzeuge handeln. Aus Gründen der leichteren
Darstellbarkeit wird nachstehend nur auf einen Rutscher Bezug genommen, der stellvertretend
für alle Arten von Rutschern und auch Rutschfahrzeugen steht.
[0013] Die Sensoren sind entlang dem Streckenverlauf und somit der Rutschbahn verteilt angebracht.
Auch die Anzeigevorrichtungen sind entlang dem Streckenverlauf verteilt angebracht.
Die Verteilung kann dabei je nach Erfordernis gleichmäßig und auch ungleichmäßig sein.
So können die Sensoren und auch die Anzeigevorrichtungen in Bahnabschnitten, durch
welche der Rutscher schneller hindurchgelangt, in einem weiteren Abstand zueinander
angebracht sein, als in Bahnabschnitten, in denen der Rutscher eine geringere Geschwindigkeit
hat, oder vice versa.
[0014] Zusätzlich zu diesen Sensoren ist am Anfang der Rutschbahnen eine per se bekannte
Einrichtung installiert, die dem Rutscher ein Startsignal bzw. Freigabesignal übermittelt
und/oder die feststellt, zu welchem Zeitpunkt ein Rutscher in die Rutschbahn eintritt.
Auch am Ende der Rutschbahnen ist eine Einrichtung vorgesehen, welche den Zeitpunkt
misst, zu dem der Rutscher das Ende der Rutschbahn erreicht. Diese Einrichtungen,
bei denen es sich um Lichtschranken oder ähnliches handeln kann, sind ebenfalls mit
der Datenverarbeitungseinrichtung verbunden, welche dann die Rutschzeit ermittelt
und an beliebiger Stelle mit Hilfe einer Anzeigevorrichtung (oder mehrerer Anzeigevorrichtungen)
wiedergibt, die sich beispielsweise im Zielraum befindet und dort abgelesen werden
kann.
[0015] Die Datenverarbeitungseinrichtung bestimmt mit Hilfe der Sensoren während des Rutschvorganges
die Positionen der Rutscher in den Rutschbahnen zum selben Zeitpunkt. Diese zum selben
Zeitpunkt ermittelten Rutschpositionen werden miteinander verglichen. In der jeweiligen
Rutschbahn wird mit Hilfe der Anzeigevorrichtungen angezeigt, in welcher Position
sich der diese Rutschbahn benutzende Rutscher befindet, bespielsweise in der vorderen,
in einer mittleren
oder in der hinteren Position. All dies wird über die Datenverarbeitungseinrichtung bestimmt und gesteuert.
[0016] Bei den Sensoren kann es sich um beliebige handeln. Diese Sensoren müssen in der
Lage sein, die Position des Rutschers in der Rutschbahn zu bestimmen. So können beispielsweise
Lichtschranken eingesetzt werden, welche ansprechen, sobald der Rutscher eine Position
im Streckenverlauf erreicht hat.
[0017] Auch die Anzeigevorrichtungen können beliebiger Art sein. Sie müssen mindestens in
der Lage sein, dem Rutscher die Information mitzuteilen, welche Position er einnimmt
und ob er beispielsweise vorne oder hinten liegt. Natürlich können auch Anzeigevorrichtungen
Anwendung finden, die mehrere Informationen gleichzeitig oder nacheinander anzeigen.
Sowohl die Sensoren als auch die Anzeigevorrichtungen können die gewünschten Informationen
akustisch, optisch oder auf andere Weise wiedergeben. Für diese Zwecke können beispielsweise
LED RGB-Sensorlights eingesetzt werden.
[0018] Vorzugsweise ermittelt und bestimmt die Datenverarbeitungseinrichtung die Positionen
mit Hilfe der Sensoren zu mehreren Zeitpunkten oder auch ständig. Das Ergebnis des
Vergleichs der Positionen wird dann über die Anzeigevorrichtungen dem Rutscher übermittelt,
insbesondere in Echtzeit.
[0019] Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Sensoren und/oder die Anzeigevorrichtungen
an der gleichen Stelle, bezogen auf den Streckenverlauf der Rutschbahnen angeordnet.
In diesem Falle ist es dann nicht erforderlich, einen zeitlichen Korrekturfaktor etc.
anzubringen, um die Relativpositionen der Rutscher zueinander zu bestimmen.
[0020] Einige der Sensoren und/oder einige Anzeigevorrichtungen sind bei den Wasserrutschen
in einem Abstand von 5 bis 10 m voneinander angeordnet. Dieser Abstand kann aber auch
je nach Erfordernis größer oder kleiner sein. Vorzugsweise sind alle Rutschbahnen
mit der gleichen Zahl von Sensoren und/oder von Anzeigevorrichtungen ausgestattet.
[0021] Um die Attraktivität der Wasserrutsche weiterhin zu erhöhen, ist mindestens eine
zusätzliche Anzeigevorrichtung vorhanden, welche die Relativpositionen der Rutscher
bzw. Rutschfahrzeuge zueinander auch außerhalb der Rutschbahnen für Zuschauer anzeigt.
Dies gilt insbesondere für den Zielbereich.
[0022] Die vordere Position wird dem jeweiligen Rutscher vorzugsweise durch ein grünes Licht
der Anzeigevorrichtungen angezeigt, während die hintere Position dem jeweiligen Rutscher
vorzugsweise durch ein rotes Licht der Anzeigevorrichtungen angezeigt wird. Bei diesem
grünen und roten Licht handelt es sich vorzugsweise um eine LED.
[0023] Die Eingänge zu den jeweiligen Rutschbahnen liegen vorzugsweise auf der gleichen
horizontalen Höhe. Auch die Enden der Rutschbahnen liegen vorzugsweise auf der gleichen
horizontalen Höhe. Die Steigung der Rutschbahnen der erfindungsgemäßen Wasserrutsche
ist vorzugsweise im Streckenverlauf die gleiche. Mit anderen Worten, ändert sich die
Steigung der ersten Rutschbahn an einem Punkt im Streckenverlauf, dann ändert sich
auch die Steigung der anderen Rutschbahn oder der anderen Rutschbahnen an diesem Punkt
im Streckenverlauf. Bleibt die Steigung über einen bestimmten Bereich der ersten Rutschbahn
unverändert, dann gilt dies natürlich auch für die andere Rutschbahn oder die anderen
Rutschbahnen. Auf diese Weise wird ein fairerer Wettkampf ermöglicht. Nochmals anders
ausgedrückt, der Höhenverlauf der Rutschbahnen ist der gleiche.
[0024] Weiterhin bevorzugt verlaufen zwei Rutschbahnen der erfindungsgemäßen Wasserrutsche
zumindest bahnabschnittsweise bezüglich einer senkrechten Fläche spiegelbildlich zueinander.
Dies führt ebenfalls dazu, dass die Wettkampfbedingungen gerechter werden.
[0025] Weiterhin bevorzugst stellt ein Bahnabschnitt oder stellen mehrere Bahnabschnitte
der Rutschbahnen einen blickdichten Tunnel dar. Dies erhöht den Thrill-Faktor. Zudem
ist vorzugsweise ein Bahnabschnitt oder sind vorzugsweise mehrere Bahnabschnitte offen
oder stellt bzw. stellen einen blickdurchlässigen Tunnel dar. Die blickdichten Tunnelstrecken
einerseits und die offenen bzw. blickdurchlässigen Tunnelstrecken sind weiterhin bevorzugt
in den gleichen Bahnabschnitten des Streckenverlaufes der Rutschbahnen angeordnet.
Dadurch wird erreicht, dass die Rutscher der verschiedenen Rutschbahnen in etwa zum
selben Zeitpunkt die offenen oder blickdurchlässigen Bahnabschnitte erreichen und
so einander sehen können und so zusätzlich optisch wahrnehmen können, welcher der
Rutscher vorne liegt. Vorzugsweise verläuft ein offener oder einen blickdurchlässigen
Tunnel darstellender Bahnabschnitt einer Rutschbahn gerade und parallel sowie benachbart
zu einem offenen oder einem blickdurchlässigen Tunnel darstellenden Bahnabschnitt
einer anderen Rutschbahn. Dadurch wird erreicht, dass die Rutscher in dem offenen
bzw. blickdurchlässigen Bahnabschnitt nebeneinander rutschen und somit Aug in Aug
nebeneinander zu liegen kommen.
[0026] Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der im Rahmen der vorliegenden Unterlagen
beschriebenen Wasserrutsche zur Durchführung von Rutschrennen. Auch die Verwendung
der im Rahmen der vorliegenden Unterlagen beschriebenen Messeinrichtung zur Durchführung
von Rutschrennen ist Gegenstand der Erfindung.
[0027] Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Zeichnungen unter Bezug auf eine bevorzugte
Ausführungsform näher erläutert.
[0028] Von den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Aufsicht auf eine Wasserrutsche mit zwei Rutschbahnen,
- Fig. 2
- eine Art Vorderansicht der in der Fig. 1 gezeigten Wasserrutsche, in etwa in der Papierebene
der Fig.1 von oben her betrachtet, und
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der in der Fig. 1 gezeigten Wasserrutsche, in etwa in der Papierebene
von rechts her betrachtet.
[0029] Die Wasserrutsche 1 besitzt zwei Rutschbahnen 2, 2' mit jeweils einem Eingang 5,
5' und einem Ende 6, 6'.
[0030] Die Rutschbahnen 2, 2' sind aus mehreren gebogenen Bahnabschnitten 3, 3 und mehreren
geraden Bahnabschnitten 4, 4' zusammen-gesetzt. Nicht alle geraden bzw. gebogenen
Bahnabschnitte der beiden Rutschbahnen 2, 2' sind in den Figuren mit einem entsprechenden
Bezugszeichen versehen.
[0031] Die Rutschbahnen 2, 2' sind zumindest teilweise bzw. bahnabschnittsweise bezüglich
einer senkrechten Fläche 9 spiegelbildlich zueinander angeordnet. Lediglich am Anfang
der Rutschbahnen 2, 2' ist diese Spiegelsymmetrie nicht vollständig verwirklicht,
da sich die Eingänge 5, 5' seitlich dieser Fläche 9 befinden. Beginnend von den beiden
Eingängen 5, 5' besitzen die Rutschbahnen 2, 2' einen geraden Bahnabschnitt und gehen
dann in eine Linkskurve über. An die Linkskurve der Rutschbahn 2' schließt sich dann
eine vollständige Ringschleife mit Rechtsdrehung an, während sich an die Linkskurve
der Wasserrutsche 2 eine vollständige Ringschleife mit Linksdrehung anschließt. Da
es sich bei der Rutschbahn 2' um die Außenbahn handelt, ist der Durchmesser der Ringschleife
der Rutschbahn 2' geringer als der gegenüberliegende Durchmesser der Ringschleife
der Rutschbahn 2, sodass die Wegstrecke vom Anfang 5, 5' bis zum Ende der beiden Ringschleifen
die gleiche ist. Danach sind dann die beiden Rutschbahnen 2, 2' spiegelbildlich bezüglich
der Fläche 9 angeordnet.
[0032] Die beiden Rutschbahnen 2, 2' sind somit nicht nur gleich lang. Vielmehr ist auch
die Neigung im Streckenverlauf die gleiche. Auf diese Weise werden möglichst faire
Wettkampfbedingungen erzielt.
[0033] Die meisten gebogenen Bahnabschnitte 3, 3' stellen in etwa hohlzylindrische Tunnelabschnitte
dar, die blickdicht sind und aus Segmenten aufgebaut sind. Einige dieser Segmente
weisen Sichtfenster 10 auf. Derartige Tunnelröhren und die entsprechenden Segmente
sind allgemein bekannt und bedürfen keiner weiteren Erläuterung.
[0034] Einige der geraden Bahnabschnitte 4, 4' stellen transluzente und somit lichtdurchlässige
hohlzylindrische Tunnelabschnitte dar. Dies gilt für die Bahnabschnitte 4, 4' vor
und nach den Sensorenpaaren 7', 8' bzw. 7", 8". Die Bahnabschnitte vor den Enden 6,
6' sind offen bzw. stellen Rinnen dar.
[0035] Am jeweiligen Eingang 5, 5' der Rutschbahnen 2, 2' befindet sich eine Starteinrichtung
11, 11', die den Start für den Rutschvorgang durch insbesondere optische Anzeige freigibt.
Die Startzeit kann diejenige sein, zu dem die Rutschbahnen freigegeben werden. Die
Startzeit kann allerdings auch diejenige Zeit sein, zu der der Rutscher nach Freigabe
in die jeweilige Rutschbahn hinein gelangt ist. In letzterem Fall ist die Starteinrichtung
zusätzlich mit einem Sensor ausgestattet, der diesen Zeitpunkt feststellt. Die Starteinrichtung
11, 11' übermittelt die Startzeit und andere relevante Daten an eine Datenverarbeitungseinrichtung.
Mit anderen Worten, die Datenverarbeitungseinrichtung steuert die Starteinrichtung
11, 11'.
[0036] Im weiteren Streckenverlauf der Rutschbahnen 2, 2' sind dann mehrere Sensoren 7,
7', 7"', 7"', 8, 8', 8", 8'" und 8"" angebracht. Die Sensoren 7, 8 bilden ein erstes
Sensorenpaar, das an der gleichen Stelle im Streckenverlauf der beiden Rutschbahnen
2, 2' angeordnet ist. Diese Sensoren 7, 8 ermitteln den Zeitpunkt, wenn der Rutscher
an derjenigen Stelle im Streckenverlauf angekommen ist, an dem sich der jeweilige
Sensor 7, 8 befindet. Das gleiche gilt für die weiteren Sensorenpaare 7', 8'; 7",
8"; 7"', 8"'; 7"", 8"".
[0037] Die genannten Sensoren bestimmen somit die Position des Rutschers bzw. den Zeitpunkt,
zu dem ein Rutscher einen bestimmten Punkt im Streckenverlauf erreicht hat.
[0038] Die Datenverarbeitungseinrichtung vergleicht die Positionen der Rutscher in den beiden
Rutschbahnen 2, 2' und ermittelt, welcher Rutscher vorne und welcher Rutscher hinten
liegt.
[0039] Dieses Ergebnis wird den beiden Rutschern in den Rutschbahnen 2, 2' mit Hilfe von
mehreren entlang dem Streckenverlauf verteilt angebrachten Anzeigevorrichtungen übermittelt.
Diese Anzeigevorrichtungen sind bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsformen
zusammen mit den Sensoren 7, 7', 7"', 7"', 8, 8', 8", 8"' und 8"" in den Rutschbahnen
2, 2' angeordnet. Aus Gründen der besseren Darstellbarkeit sind diesen Anzeigevorrichtungen
keine separaten Bezugszeichen zugeordnet. Vielmehr beziehen sich die Bezugszeichen
für die Sensoren 7, 7', 7"', 7"', 8, 8', 8", 8"' und 8"" auch auf die Anzeigevorrichtungen.
[0040] Liegt beispielsweise der Rutscher in der Rutschbahn 2 vorne, dann gelangt er auch
als Erster zum Sensor 7. Die vordere Position wird dann diesem Rutscher in der Rutschbahn
2 mit Hilfe der entsprechenden Anzeigevorrichtung, beispielsweise einer LED mitgeteilt.
In diesem Falle würde diese LED grün leuchten. Die Anzeigevorrichtung der anderen
Rutschbahn 2' würde dann dem Rutscher in der Rutschbahn 2', dass er hinten liegt,
beispielsweise, indem eine rote LED aufleuchtet.
[0041] Die Anzeigevorrichtungen können im Übrigen auch eine kurze Wegstrecke nach den dazugehörigen
Sensoren angebracht sein, um dem jeweiligen Rutscher auch noch nach Passieren des
jeweiligen Sensors seine Relativposition bezüglich des anderen Rutschers mitzuteilen.
[0042] Entsprechende Sensoren 7, 7', 7", 7"', 7"' und 8, 8', 8", 8"' und 8"" sind im weiteren
Streckenverlauf der beiden Rutschbahnen 2, 2' angeordnet. Gleiches gilt für die dazugehörigen
Anzeigevorrichtungen.
[0043] Neben den im Streckenverlauf angeordneten Anzeigevorrichtungen ist am Ende 6, 6'
der beiden Rutschbahnen 2, 2' eine zusätzliche Anzeigvorrichtung 12, welche während
des Rutschvorganges angibt, welcher der Rutscher vorne und welcher hinten liegt. Nachdem
beide Rutscher das Ende 6, 6' erreicht haben, gibt diese Anzeigevorrichtung 12 an,
wie lang die Rutschzeit war. Auch diese zusätzliche Anzeigevorrichtung 12 ist mit
der nicht gezeigten Datenverarbeitungseinrichtung verbunden und wird durch sie gesteuert.
Bezugszeichen
[0044]
- 1
- Wasserrutsche
- 2, 2'
- Rutschbahn 2, 2'
- 3, 3'
- gebogener Bahnabschnitt
- 4, 4'
- gerader Bahnabschnitt
- 5, 5'
- Eingang
- 6, 6'
- Ende
- 7, 7', 7", 7"', 7""
- Sensor der Rutschbahn 2
- 8, 8', 8", 8"', 8""
- Sensor der Rutschbahn 2'
- 9
- Fläche
- 10
- Sichtfenster
- 11
- Starteinrichtung
- 12
- zusätzliche Anzeigevorrichtung
1. Wasserrutsche (1) für Vergnügungsparks, Wasserparks und dergleichen für einen Rutscher
oder ein Rutschfahrzeug, mit mindestens zwei Rutschbahnen (2, 2'), welche die gleiche
Länge besitzen und einen Eingang (5, 5') zu der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') mindestens
einen geraden Bahnabschnitt (4, 4'), mindestens einen gebogenen Bahnabschnitt (3,
3') und ein Ende (6, 6') aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Wasserrutsche (1) mit einer Datenverarbeitungseinrichtung ausgestattet ist,
die Rutschbahnen (2, 2') mit mehreren, entlang dem Streckenverlauf verteilt angebrachten
Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") zur Positionsbestimmung des Rutschers
oder des Rutschfahrzeugs sowie mit mehreren entlang dem Streckenverlauf verteilt angebrachten
Anzeigevorrichtungen ausgestattet sind und
die Datenverarbeitungseinrichtung während des Rutschvorganges die Positionen der Rutscher
oder der Rutschfahrzeuge mit Hilfe der Sensoren bestimmt, miteinander vergleicht und
in der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') mit Hilfe der Anzeigevorrichtungen anzeigt, in
welcher Position sich der/das diese Rutschbahn (2, 2') benutzende Rutscher/Rutschfahrzeug
befindet.
2. Wasserrutsche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungseinrichtung die Positionen zu mehreren Zeitpunkten oder laufend
bestimmt und über die Anzeigevorrichtungen anzeigt.
3. Wasserrutsche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") und/oder die Anzeigevorrichtungen
an der gleichen Stelle, bezogen auf den Streckenverlauf der Rutschbahnen (2, 2'),
angeordnet sind.
4. Wasserrutsche nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
einige Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") und/oder einige Anzeigevorrichtungen
in einem Abstand von 5 bis 10 m voneinander angeordnet sind.
5. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle Rutschbahnen (2, 2') die gleiche Zahl von Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"';
7"",8"") und/oder von Anzeigevorrichtungen besitzt.
6. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine zusätzliche Anzeigevorrichtung (12) vorhanden ist, welche die Relativpositionen
der Rutscher/Rutschfahrzeuge zueinander auch außerhalb der Rutschbahnen (2, 2'), insbesondere
im Zielbereich, für Zuschauer anzeigt.
7. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vordere Position durch ein grünes Licht der Anzeigevorrichtungen und die hintere
Position durch ein rotes Licht der Anzeigevorrichtungen angezeigt wird.
8. Wasserrutsche nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das grüne und rote Licht durch eine LED erzeugt wird.
9. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingänge (5, 5') zu der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') auf der gleichen horizontalen
Höhe liegen,
die Enden (6, 6') der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') auf der gleichen horizontalen
Höhe liegen und
die Steigung der Rutschbahnen (2, 2') im Streckenverlauf die gleiche ist.
10. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eines, zwei, drei, vier oder alle der folgenden Merkmale erfüllt ist/sind:
a) zwei Rutschbahnen (2, 2') verlaufen zumindest bahnabschnittsweise bezüglich einer
senkrechten Fläche (9) spiegelbildlich zueinander,
b) ein Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder mehrere Bahnabschnitte (3, 3'; 4, 4') der
Rutschbahnen (2, 2') stellt oder stellen einen blickdichten Tunnel dar,
c) ein Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder mehrere Bahnabschnitte (3, 3'; 4, 4') ist/sind
offen oder stellen einen blickdurchlässigen Tunnel dar.
11. Wasserrutsche nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein offener Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder ein Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4'), der
einen blickdurchlässigen Tunnel darstellt, einer Rutschbahn (2, 2') gerade und parallel
sowie benachbart zu einem offenen Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder einem Bahnabschnitt
(3, 3'; 4, 4'), der einen blickdurchlässigen Tunnel darstellt, einer anderen Rutschbahn
(2, 2') verläuft.
12. Messeinrichtung für Wasserrutschen aus mindestens zwei Rutschbahnen (2, 2') mit einer
Datenverarbeitungseinrichtung, mehreren Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"")
und mehreren Anzeigevorrichtungen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") entlang dem Streckenverlauf der
Rutschbahnen (2, 2') verteilt angebracht werden können und die Positionen des Rutschers
oder des Rutschfahrzeugs ermitteln können,
die Anzeigevorrichtungen entlang dem Streckenverlauf der Rutschbahnen (2, 2') verteilt
angebracht werden können und
die Datenverarbeitungseinrichtung während des Rutschvorganges die Positionen der Rutscher
oder der Rutschfahrzeuge mit Hilfe der Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"")
bestimmen, miteinander vergleichen und in der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') mit Hilfe
der Anzeigevorrichtung anzeigen kann, ob sich der/das in dieser Rutschbahn (2, 2')
befindliche Rutscher/Rutschfahrzeug in der vorderen Position oder in der hinteren
Position befindet.
13. Messeinrichtung nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungseinrichtung, die Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"")
und die Anzeigevorrichtungen die in einem der Ansprüche 2 bis 8 beschriebenen Merkmale
besitzen.
14. Verwendung einer Wasserrutsche nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Durchführung
von Rutschrennen.
15. Verwendung einer Messeinrichtung nach Anspruch 12 oder 13 zur Durchführung von Rutschrennen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Wasserrutsche (1) für Vergnügungsparks, Wasserparks und dergleichen für einen Rutscher
oder ein Rutschfahrzeug, mit mindestens zwei Rutschbahnen (2, 2'), welche die gleiche
Länge besitzen und einen Eingang (5, 5') zu der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') mindestens
einen geraden Bahnabschnitt (4, 4'), mindestens einen gebogenen Bahnabschnitt (3,
3') und ein Ende (6, 6') aufweisen, mit einer Datenverarbeitungseinrichtung, mit einem
Sensor und mit einer Anzeigevorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Rutschbahnen (2, 2') mit mehreren, entlang dem Streckenverlauf verteilt angebrachten
Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") zur Positionsbestimmung des Rutschers
oder des Rutschfahrzeugs sowie mit mehreren entlang dem Streckenverlauf verteilt angebrachten
Anzeigevorrichtungen ausgestattet sind und
die Datenverarbeitungseinrichtung während des Rutschvorganges die Positionen der Rutscher
oder der Rutschfahrzeuge mit Hilfe der Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"")
bestimmt, miteinander vergleicht und in der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') mit Hilfe
der Anzeigevorrichtungen anzeigt, in welcher Position sich der/das diese Rutschbahn
(2, 2') benutzende Rutscher/Rutschfahrzeug befindet.
2. Wasserrutsche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungseinrichtung die Positionen zu mehreren Zeitpunkten oder laufend
bestimmt und über die Anzeigevorrichtungen anzeigt.
3. Wasserrutsche nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") und/oder die Anzeigevorrichtungen
an der gleichen Stelle, bezogen auf den Streckenverlauf der Rutschbahnen (2, 2'),
angeordnet sind.
4. Wasserrutsche nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
einige Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") und/oder einige Anzeigevorrichtungen
in einem Abstand von 5 bis 10 m voneinander angeordnet sind.
5. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
alle Rutschbahnen (2, 2') die gleiche Zahl von Sensoren (7,8; 7',8';
7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") und/oder von Anzeigevorrichtungen besitzt.
6. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine zusätzliche Anzeigevorrichtung (12) vorhanden ist, welche die Relativpositionen
der Rutscher/Rutschfahrzeuge zueinander auch außerhalb der Rutschbahnen (2, 2'), insbesondere
im Zielbereich, für Zuschauer anzeigt.
7. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die vordere Position durch ein grünes Licht der Anzeigevorrichtungen und die hintere
Position durch ein rotes Licht der Anzeigevorrichtungen angezeigt wird.
8. Wasserrutsche nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das grüne und rote Licht durch eine LED erzeugt wird.
9. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Eingänge (5, 5') zu der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') auf der gleichen horizontalen
Höhe liegen,
die Enden (6, 6') der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') auf der gleichen horizontalen
Höhe liegen und
die Steigung der Rutschbahnen (2, 2') im Streckenverlauf die gleich ist.
10. Wasserrutsche nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass eines, zwei, drei, vier oder alle der folgenden Merkmale erfüllt ist/sind:
a) zwei Rutschbahnen (2, 2') verlaufen zumindest bahnabschnittsweise bezüglich einer
senkrechten Fläche (9) spiegelbildlich zueinander,
b) ein Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder mehrere Bahnabschnitte (3, 3'; 4, 4') der
Rutschbahnen (2, 2') stellt oder stellen einen blickdichten Tunnel dar,
c) ein Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder mehrere Bahnabschnitte (3, 3'; 4, 4') ist/sind
offen oder stellen einen blickdurchlässigen Tunnel dar.
11. Wasserrutsche nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein offener Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder ein Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4'), der
einen blickdurchlässigen Tunnel darstellt, einer Rutschbahn (2, 2') gerade und parallel
sowie benachbart zu einem offenen Bahnabschnitt (3, 3'; 4, 4') oder einem Bahnabschnitt
(3, 3'; 4, 4'), der einen blickdurchlässigen Tunnel darstellt, einer anderen Rutschbahn
(2, 2') verläuft.
12. Messeinrichtung für Wasserrutschen aus mindestens zwei Rutschbahnen (2, 2') mit einer
Datenverarbeitungseinrichtung, mehreren Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"")
und mehreren Anzeigevorrichtungen,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"") entlang dem Streckenverlauf der
Rutschbahnen (2, 2') verteilt angebracht werden können und die Positionen des Rutschers
oder des Rutschfahzeugs ermitteln können,
die Anzeigevorrichtungen entlang dem Streckenverlauf der Rutschbahnen (2, 2') verteilt
angebracht werden können und
die Datenverarbeitungseinrichtung während des Rutschvorganges die Positionen der Rutscher
oder der Rutschfahrzeuge mit Hilfe der Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"',8"'; 7"",8"")
bestimmen, miteinander vergleichen und in der jeweiligen Rutschbahn (2, 2') mit Hilfe
der Anzeigevorrichtung anzeigen kann, ob sich der/das in dieser Rutschbahn (2, 2')
befindliche Rutscher/Rutschfahrzeug in der vorderen Position oder in der hinteren
Position befindet.
13. Messeinrichtung nach Anspruch 12
dadurch gekennzeichnet, dass
die Datenverarbeitungseinrichtung, die Sensoren (7,8; 7',8'; 7",8"; 7"', 8"'; 7"",8"")
und die Anzeigevorrichtungen die in einem der Ansprüche 2 bis 8 beschriebenen Merkmale
besitzen.
14. Verwendung einer Wasserrutsche nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zur Durchführung
von Rutschrennen.
15. Verwendung einer Messeinrichtung nach Anspruch 12 oder 13 zur Durchführung von Rutschrennen.