[0001] Die Erfindung betrifft eine Personenschutzsystem mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Patentanspruch 1.
[0002] Eine Personenschutzsystem mit einer Eingangsschleuse und einem Aufenthaltsraum ist
aus der
DE 35 21 884 C1 bekannt. Die bekannte Personenschutzanlage umfasst auch ein Be- und Entlüftungssystem
einschließlich einer Filteranlage.
[0003] Bekannte Personenschutzsysteme sind so konzipiert, dass Personen, die in die Eingangsschleuse
eintreten, in dieser solange verweilen müssen, bis mögliche Kontaminationen auf ein
zulässiges Maß reduziert worden sind. Zur Dekontamination ist eine Luftförderanlage
vorgesehen, die die Eingangsschleuse durchspült und das Gas über ein Schadgasfilter
leitet. Durch Messung der Schadgaskonzentration in der Eingangsschleuse lässt sich
der Kontaminationsgrad ermitteln. Erst dann, wenn die Kontaminationen auf ein zulässiges
Maß reduziert worden sind, darf der Innenraum betreten werden. Für eine schnelle Dekontamination
muss die Eingangsschleuse möglicht klein sein, was bedeutet, dass sich nur wenige
Personen in der Eingangsschleuse aufhalten können. Dieses Schleusenprinzip ist für
den Katastrophenfall mit hochtoxischen Gasen nicht geeignet, da Personen, die die
Eingangsschleuse betreten wollen, eine Fluchthaube tragen, die nur für eine sehr begrenzte
Zeit Schutz bietet. Das bedeutet, dass Personen aufgrund der Zeitbegrenzung nicht
an der Außentür der Anlage auf die Einschleusung warten können. Die Nutzungsdauer
einer Fluchthaube ist häufig auf einen Zeitraum von 30 Minuten beschränkt. Im Katastrophenfall
ist damit zu rechnen, dass eine größere Anzahl von Personen gleichzeitig den Aufenthaltsraum
betreten will.
[0004] US 2008/196329 A1 offenbart ein Personenschutzsystem mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Patentanspruch
1. Bei dem bekannten Personenschutzsystem sind eine Eingangsschleuse und ein Aufenthaltsraum
vorgesehen. Die Eingangsschleuse weist eine Außentür, und der Aufenthaltsraum eine
Tür gegenüber der Eingangsschleuse auf. Das System ist so ausgestaltet, dass eine
Person in die Eingangsschleuse eintritt, die Eingangstür hinter sich schließt, danach
die Luft aus der Eingangsschleuse ausspült, wonach die Tür zum Aufenthaltsraum geöffnet
wird und in diesen eingetreten werden kann.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Personenschutzsystem in der Weise zu
verbessern, dass Personen in kurzer Zeit den Aufenthaltsraum erreichen können.
[0007] Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0009] Das erfindungsgemäße Personenschutzsystem besitzt vor der Eingangstür der Eingangsschleuse
ein Luftschleiergerät, welches den Schadstoffeintrag beim Betreten der Eingangsschleuse
reduziert. Die personenweise eingetragenen Kontaminationen werden im Schleusensbereich
während des Durchlaufens über ein Hochleistungs-Filtergerät auf ein kalkuliertes Maß
reduziert. Personen gelangen ohne Verzögerung in den Aufenthaltsraum und müssen dort
noch so lange den Atemschutz aufbehalten, wie eingeschleppte Kontaminationen angezeigt
sind. Bei Bedarf können Atemschutzmasken aufgesetzt werden, welche für einen langen
Zeitraum aus autarken Atemluftspeichern versorgt werden können.
[0010] Wenn alle Personen den Raum betreten haben, wird der Aufenthaltsraum über eine hohe
Luftwechselrate mit Atemluft gespült. Nach einigen Minuten sind die Schadstoffkonzentrationen
auf ein zulässiges Maß reduziert, und die Atemschutzmasken können abgesetzt werden.
Die Raumluft wird über ein Gasmessgerät überwacht und es wird beim Überschreiten unzulässiger
Werte optisch und akustisch gewarnt. Es wird dabei nicht nur mittels eines Umluftsystems
und einem Schadgasfilter die Raumluft gereinigt, sondern es wird gleichzeitig mittels
einer Luftspüleinrichtung aus Luftspeichern frische Atemluft in den Innenraum des
Aufenthaltsraumes geleitet, um die Spülung durch das Umluftsystem zu unterstützen.
[0011] Während der Luftspülung werden auch die Atemmasken, welche von den Personen im Aufenthaltsraum
getragen werden, mit Atemluft versorgt.
[0012] Die vor der Eingangstür der Eingangsschleuse angeordnete Luftschleieranlage ist mit
einem geschlossenen Luftschirm ausgeführt. Dieser reduziert deutlich den thermischen
Effekt beim Öffnen der Eingangstür, welcher durch unterschiedliche Temperaturen entsteht.
Leichte Windeinflüssen werden durch den unsichtbaren Luftschleier abgemindert und
gebremst. Hiermit wird der Schadstoffeintrag in die Eingangsschleuse stark reduziert.
Der Schadstoffeintrag entsteht beim Öffnen der Eingangstür durch thermische Einflüsse
und durch über Personen eingeschleppte Kontaminationen.
[0013] Die von den Personen eingeschleppte Schadstoffmenge pro Zeit lässt sich durch eine
Grenzwertbetrachtung bestimmen. Es wird angenommen, dass jede Person eine dem Körpervolumen
entsprechende Luftmenge in die Eingangsschleuse einbringt. Wenn thermische Einflüsse
durch das Luftschleiergerät eliminiert sind, kann man davon ausgehen, dass nur durch
Kontaminationen in der Eingangsschleuse entfernt werden müssen.
[0014] Beispiel: 100 Personen (P) sollen in 10 Minuten einschleusen, Annahme 80 Liter Körpervolumen
pro Person, 5000 ppm Außenkontamination, entsprechend 0,5 Vol%.
[0015] Eingeschleppte kontaminierte Luft :

[0016] Eingeschlepptes Schadgas :

[0017] Die Filteranlage wird so ausgelegt werden, dass die Schadstoffkonzentration in der
Eingangsschleuse auf einen vorbestimmten Wert begrenzt wird.
[0018] Beispiel: Bei einem Schadgaseintrag von 4 L/min soll die Schadgaskonzentration in
der Eingangsschleuse auf 0,04 %, entsprechend 400 ppm begrenzt werden. Der Filterwirkungsgrad
beträgt 90%.
[0019] Der erforderliche Filter - Luftdurchsatz beträgt 4 L/min / 0,04%*0,9 = 667 m
3/h
[0020] Wenn in der Eingangsschleuse eine Konzentration von 400 ppm erreicht wird, beseitigt
die Filteranlage 4 L/min Schadgas aus der Luft. Dieses entspricht dem angenommenen
Schadstoffeintrag. Die Filterleistung wird bei der tatsächlichen Auslegung der Anlage
höher gewählt.
[0021] Bei Zugrundelegung des gleichen Rechenbeispiels erfolgt ein reduzierter Schadstoffeintrag
in den Aufenthaltsraum, da jede Person eine 400 ppm entsprechende Schadstoffmenge
einschleppt und nicht mehr 5.000 ppm.
[0022] Das Volumen der eingeschleppten Schadgasmenge beträgt:
Eingeschlepptes Schadgas:

Raumluftkonzentration nach dem Betreten aller Personen:

[0023] Raumluftkonzentration im Aufenthaltsraum nach dem Betreten aller Personen:
Raumgröße: 111 m3

[0024] Die zulässige Raumluftkonzentration beträgt 5 ppm.
[0025] Folglich müssen die Personen für eine gewisse Übergangszeit noch über eine zentrale
Atemanlage mit Masken mit Atemgas versorgt werden.
[0026] Für die Reinigung auf den zulässigen Wert von 5 ppm sind folgende Reinigungsfunktionen
einsetzbar:
- Filtration über den CO2 - Absorber: Reinigungsleistung von 600 m3/h.
- Umluftfiltration über die Gasfilteranlage, welche wahlweise für jeden Raum vorgesehen
wird, oder als zentrale umschaltbare Filteranlage.
- Luftspülung mit Atemluft aus Speicherflaschen.
[0027] Für die Reinigung von 28 ppm Schadgas (a) auf 5 ppm (b) wird folgende Luftmenge benötigt:

[0028] Zeit für die Reinigung im Aufenthaltsraum:
- a) Reinigung über Luftspülung aus Luftspeichern: Es werden 17 Flaschen a' 14.000 Liter
Nutzvolumen benötigt. Bei einer Spülluftmenge von 600 m3/h beträgt die Reinigungszeit ca. 24 Minuten.
- b) Reinigung über die Gas-Filteranlage: Mit dem ausgelegten Volumenstrom von 667 m3/h wird in etwa die gleiche Zeit benötigt.
- c) Reinigung über die Absorber - Kalkpatronen: Mit dem Nennvolumenstrom von 600 m3/h wird in etwa die gleiche Zeit benötigt.
[0029] Beim Zusammenwirken aller Wirkungsmechanismen - Luftspülung, Filtration und Absorbernutzung
- kann die Zeit erheblich reduziert werden. In jedem Fall lassen sich die Luftspülung
und Gas - Filtration parallel gemeinsam einsetzen und die Zeit für die Reinigung des
Aufenthaltsraumes würde ca. 12 Minuten betragen.
[0030] Diese Zeit wird für die Auslegung der Atemanlage als Mindestzeit zugrunde gelegt.
Die tatsächliche Atemluftkapazität wird so ausgelegt, dass bei nicht wirksamen Rückhaltesystemen
im Schutzraum die höheren Schadgaskonzentrationen gereinigt werden können und die
Personen während der länger dauernden Reinigungszeit die entsprechende Luft für die
Maskenversorgung verfügbar haben.
[0031] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Figur gezeigt
und im Folgenden näher erläutert.
[0032] Es zeigen:
- Figur 1:
- den Pneumatikschaltplan eines Personenschutzsystems,
- Figur 2:
- eine erste Alternative zum Personenschutzsystem nach der Figur 1,
- Figur 3:
- eine zweite Alternative zum Personenschutzsystem nach der Figur 2.
[0033] Figur 1 veranschaulicht schematisch den Aufbau eines Personenschutzsystems 1, welches
ein Luftschleiergerät 2 vor einer Eingangstür 3 zu einer Eingangsschleuse 4 und einen
mit der Eingangsschleuse 4 verbundenen Aufenthaltsraum 5 aufweist. Zwischen der Eingangsschleuse
4 und dem Aufenthaltsraum 5 befindet sich eine Durchgangstür 6. Das Luftschleiergerät
2 besteht aus einem ersten Zuluftkanal 7
mit einer Austrittsöffnung 8, einem ersten Rückluftkanal 9 mit Rückluftöffnungen 10
und einem ersten Gebläse 11. Das Gebläse 11 ist über einen ersten Gaskanal 12 mit
dem ersten Zuluftkanal 7 und dem ersten Rückluftkanal 9 verbunden und fördert Umgebungsluft
vom ersten Rückluftkanal 9 zum ersten Zuluftkanal 7. Das Luftschleiergerät 2 kann
auch in offener Bauweise ohne Rückluftkanal ausgeführt sein.
[0034] In der Eingangsschleuse 4 befinden sich ein zweiter Zuluftkanal 13 mit Austrittsöffnungen
14, ein zweiter Rückluftkanal 15 mit Eingangsöffnungen 16, welche über einen zweiten
Gaskanal 17 miteinander verbunden sind. Ein im zweiten Gaskanal 17 angeordnetes zweites
Gebläse 18 fördert die Innenraumluft über ein erstes Schadgasfilter 19 vom zweiten
Rückluftkanal 15 zum zweiten Zuluftkanal 13. Die über den zweiten Rückluftkanal 15
angesaugte Innenraumluft wird im ersten Schadgasfilter 19 gereinigt und gelangt als
dekontaminierte Luft über den zweiten Zuluftkanal 13 zurück in den Innenraum.
[0035] Der Aufenthaltsraum 5 besitzt einen dritten Zuluftkanal 20 mit Austrittsöffnungen
21, einen dritten Rückluftkanal 22 mit Eingangsöffnungen 23 und einen dritten Gaskanal
24 mit einem dritten Gebläse 26 und einem zweiten Schadgasfilter 25 zur Förderung
der Innenraumluft vom dritten Rückluftkanal 22 zum dritten Zuluftkanal 20. In der
Raummitte des Aufenthaltsraumes 5 verläuft ein Atemluftleitung 27 für nicht näher
dargestellte Atemschutzmasken. Die Atemluftleitung ist über eine Luftschalttafel 28
mit einem Atemluftspeicher 29 verbunden. Eine Versorgungsleitung 30 verläuft von der
Luftschalttafel 28 über einen Schalldämpfer 31 zum dritten Zuluftkanal 20. Der dritte
Zuluftkanal 20 wird somit sowohl über das dritte Gebläse 26 als auch über den Atemluftspeicher
29 mit Gas versorgt, so dass Restkontaminationen sowohl über das Umluftsystem als
auch über die Luft aus dem Atemluftspeicher 29 aus dem Aufenthaltsraum 5 ausgespült
werden. Überschüssiges Gas wird über ein federbelastetes Überdruckventil 32 aus dem
Aufenthaltsraum 5 abgelassen. Das Überdruckventil 32 ist so eingestellt, dass in dem
Aufenthaltsraum 5 immer ein derartiger Innenraumdruck herrscht, der das Eindringen
von Schadgasen aus der Umgebung verhindert.
[0036] Figur 2 veranschaulicht ein erstes alternatives Personenschutzsystem 40, bei dem
gegenüber dem Personenschutzsystem 1 nach der Figur 1, ein gemeinsames Schadgasfilter
41 zur Filterung der Innenraumluft in der Eingangsschleuse 4 und im Aufenthaltsraum
5 verwendet wird. Gleiche Komponenten sind mit gleichen Bezugsziffern der Figur 1
versehen. Zur Umlenkung der Spülluft zwischen der Eingangsschleuse 4 und dem Aufenthaltsraum
5 ist ein Umschaltventil 42 im zweiten Gaskanal 17 zwischen dem zweiten Gebläse 18
und dem zweiten Zuluftkanal 13 und dem Schalldämpfer 31 vorgesehen. In der in der
Figur 2 gezeigten ersten Schaltstellung des Umschaltventils 42 fördert das zweite
Gebläse 18 die über das erste Schadgasfilter 19 angesaugte Luft in den zweiten Zuluftkanal
13. In einer zweiten Schaltstellung des Umschaltventils 42 ist das zweite Gebläse
18 mit dem Schalldämpfer 31 verbunden und die geförderte Luft gelangt über den Schalldämpfer
31 in den dritten Zuluftkanal 20. Der dritte Rückluftkanal 22 ist über einen vierten
Gaskanal 44 mit einem als Überdruckventil ausgeführten Abströmventil 43 verbunden,
das in die Eingangsschleuse 4 mündet. Das erste alternative Personenschutzsystem 40
zeichnet sich durch ein besonders schnelles Einschleusen von Personen in den Aufenthaltsraum
5 aus. Die Personen passieren die Eingangsschleuse 4 und betreten den Aufenthaltsraum
5. Das Umschaltventil 42 befindet sich zunächst in der ersten Schaltstellung und wird
dann in die zweite Schaltstellung umgelegt. Der Luftkreislauf erfolgt dann über den
Schalldämpfer 31 in den dritten Zuluftkanal 20 und vom dritten Rückluftkanal 22, den
vierten Gaskanal 44 und das Abströmventil 43 in die Eingangsschleuse 4, wo die Raumluft
über den zweiten Rückluftkanal 15 angesaugt wird. Durch Luftspülung innerhalb des
Aufenthaltsraumes 5 werden eingeschleppte Kontaminationen auf einen festgelegten Grenzwert
reduziert. Gegenüber dem Personenschutzsystem 1 nach der Figur 1 wird bei dem ersten
alternativen Personenschutzsystem 40 eine Filteranlage eingespart.
[0037] Figur 3 zeigt ein zweites alternatives Personenschutzsystem 50, bei dem gegenüber
dem ersten alternativen Personenschutzsystem 40 nach der Figur 2 die über den dritten
Zuluftkanal 20 in den Aufenthaltsraum 5 eintretende Luft nicht in einem Rückluftkanal
gesammelt wird, sondern über den vierten Gaskanal 44 und das Abströmventil 43 direkt
in die Eingangsschleuse 4 abgeleitet wird. Diese Luftführung kann gewählt werden,
wenn für eine Luftreinigung eine gezielte Luftrückführung über den dritten Rückluftkanal
22 erforderlich ist. Hierdurch vergrößert sich auch die nutzbare Fläche im Aufenthaltsraum
5, da kein Rückluftkanal eingebaut werden muss.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Personenschutzsystem
- 2
- Luftschleiergerät
- 3
- Eingangstür
- 4
- Eingangsschleuse
- 5
- Aufenthaltsraum
- 6
- Durchgangstür
- 7
- erster Zuluftkanal
- 8
- Austrittsöffnung
- 9
- erster Rückluftkanal
- 10
- Eingangsöffnung
- 11
- erstes Gebläse
- 12
- erster Gaskanal
- 13
- zweiter Zuluftkanal
- 14
- Austrittsöffnung
- 15
- zweiter Rückluftkanal
- 16
- Eingangsöffnung
- 17
- zweiter Gaskanal
- 18
- zweites Gebläse
- 19
- erstes Schadgasfilter
- 20
- dritter Zuluftkanal
- 21
- Austrittsöffnung
- 22
- dritter Rückluftkanal
- 23
- Eingangsöffnung
- 24
- dritter Gaskanal
- 25
- zweites Schadgasfilter
- 26
- drittes Gebläse
- 27
- Versorgungskanal
- 28
- Gasverteiler
- 29
- Atemluftspeicher
- 30
- Versorgungsleitung
- 31
- Schalldämpfer
- 32
- Überdruckventil
- 40
- erstes alternatives Personenschutzsystem
- 42
- Umschaltventil
- 43
- Abströmventil
- 44
- vierter Gaskanal
- 50
- zweites alternatives Personenschutzsystem
1. Personenschutzsystem mit
einer Eingangsschleuse (4),
einem mit der Eingangsschleuse (4) verbundenem Aufenthaltsraum (5),
einem Umluftsystem (13, 15, 18, 19, 20, 22, 25, 26) für den von der Eingangschleuse
(4) und dem Aufenthaltsraum (5) umschlossenen Innenraum, umfassend mindestens eine
Luftförderanlage (18) und ein Schadgasfilter (19),
einer Luftspüleinrichtung (28, 30, 31, 20) aus Luftspeichern (29) für den Aufenthaltsraum
(5), und
einem Gasversorgungskanal (27) für Atemschutzprodukte,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Eingangstür (3) der Eingangsschleuse (4) ein Luftschleiergerät (2) vorgesehen
ist, das einen ersten Zuluftkanal (7), einen ersten Rückluftkanal (9) und ein erstes
Gebläse (11) umfasst, und dass
das Umluftsystem für die Eingangsschleuse (4) einen zweiten Zuluftkanal (13), einen
zweiten Rückluftkanal (15) und ein zweites Gebläse (18) mit dem Schadgasfilter (19)
umfasst.
2. Personenschutzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Umluftsystem für den Aufenthaltsraum (5) aus einem dritten Zuluftkanal (20),
einem dritten Rückluftkanal (22), sowie einem dritten Gebläse (26) mit einem zweiten
Schadgasfilter (25) besteht.
3. Personenschutzsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemeinsames Umluftsystem für die Eingangsschleuse (4) und den Aufenthaltsraum
(5) einen zweiten Zuluftkanal (13) und einen zweiten Rückluftkanal (15) in der Eingangsschleuse
(4) ein zweites Gebläse 18 mit einem ersten Schadgasfilter (19) zwischen dem Rückluftkanal
(15) und dem Zuluftkanal (13) sowie ein Umschaltventil (42) abströmseitig des Gebläses
(18) aufweist, wobei das Umschaltventil (42) in einer ersten Schaltstellung einen
Gasweg zum zweiten Zuluftkanal (13) und in einer zweiten Schaltstellung einen Gasweg
zu einem dritten Zuluftkanal (20) im Aufenthaltsraum (5) herstellt.
4. Personenschutzsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftspeicher (29) der Luftspüleinrichtung (28, 30, 31, 20) mit dem dritten Zuluftkanal
(20) im Aufenthaltsraum (5) verbunden sind.
5. Personenschutzsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftspüleinrichtung und / oder das Umluftsystem für eine Spülluftmenge von mindestens
600 m3/h ausgelegt sind.
1. A personal protection system comprising:
an entrance area (4),
a residence room (5) connected to the entrance area (4),
an air circulation system (13, 15, 18, 19, 20, 22, 25, 26) for the inner space enclosed
by the entrance area (4) and the residence room (5), said air circulation system comprising
at least one air delivery unit (18) and a toxic gas filter (19),
an air flushing device (28, 30, 31, 20) comprising air storage units (29) for said
residence room (5), and
a gas supply duct (27) for respirator products,
characterized in that
at the entrance door (3) of the entrance area (4) an air curtain device (2) is provided
which comprises an air feed duct (7), an air return duct (9) and a first blower (11),
and
that the air circulation system for the entrance area (4) comprises a second air feed
duct (13), a second air return duct (15) and a second blower (18) including the toxic
gas filter (19).
2. A personal protection system according to claim 1, characterized in that the air circulation system for the residence room (5) consists of a third air feed
duct (20), a third air return duct (22) as well as a third blower including a second
toxic gas filter (25).
3. A personal protection system according to claim 1 or 2, characterized in that a common air circulation system for the entrance area (4) and the residence room
(5) comprises a second air feed duct (13) and a second air return duct (15) in the
entrance area (4), a second blower (18) including a first toxic gas filter (19) between
the air return duct (15) and the air feed duct (13) as well as a reversing valve (42)
on the discharge side of the blower (18), wherein the reversing valve (42) in a first
switching position establishes a gas path to the second air feed duct (13) and in
a second switching position establishes a gas path to a third air feed duct (20) to
the residence room (5).
4. A personal protection system according to claim 3, characterized in that the air storage units (29) of the air flushing device (28, 30, 31, 20) are connected
to the third air feed duct (20) in the residence room (5).
5. A personal protection system according to any of the claims 1 to 4, characterized in that the air flushing system and/or the air circulation system are designed for a flushing
flow rate of at least 600 m3/hr.
1. Système de protection des personnes comprenant un sas d'entrée (4),
un espace de séjour (5) relié au sas d'entrée (4), un système de circulation d'air
(13, 15, 18, 19, 20, 22, 25, 26) pour l'espace intérieur entouré par le sas d'entrée
(4) et l'espace de séjour (5), comportant au moins une installation de transport d'air
(18) et un filtre à gaz nocifs (19),
un dispositif de rinçage à l'air (28, 30, 31, 20) à partir de réservoirs d'air (29)
pour l'espace de séjour (5), et
un canal d'alimentation en gaz (27) pour des produits de protection respiratoire,
caractérisé en ce
qu'un appareil de rideau d'air (2) est prévu au niveau de la porte d'entrée (3) du sas
d'entrée (4), lequel appareil de rideau d'air comporte un premier canal d'air d'arrivée
(7), un premier canal d'air de retour (9) et un premier ventilateur (11), et en ce
que
le système de circulation d'air pour le sas d'entrée (4) comporte un deuxième canal
d'air d'arrivée (13), un deuxième canal d'air de retour (15) et un deuxième ventilateur
(18) doté du filtre à gaz nocifs (19).
2. Système de protection des personnes selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système de circulation d'air pour l'espace de séjour (5) est constitué d'un troisième
canal d'air d'arrivée (20), d'un troisième canal d'air de retour (22), ainsi que d'un
troisième ventilateur (26) doté d'un deuxième filtre à gaz nocifs (25).
3. Système de protection des personnes selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un système de circulation d'air commun pour le sas d'entrée (4) et l'espace de séjour
(5) comprend un deuxième canal d'air d'arrivée (13) et un deuxième canal d'air de
retour (15) dans le sas d'entrée (4), un deuxième ventilateur (18) doté d'un premier
filtre à gaz nocifs (19) entre le canal d'air de retour (15) et le canal d'air d'arrivée
(13), ainsi qu'une soupape de commutation (42) du côté aval du ventilateur (18), la
soupape de commutation (42) produisant, dans une première position de commutation,
une voie de gaz vers le deuxième canal d'air d'arrivée (13) et, dans une deuxième
position de commutation, une voie de gaz vers un troisième canal d'air d'arrivée (20)
dans l'espace de séjour (5).
4. Système de protection des personnes selon la revendication 3, caractérisé en ce que les réservoirs d'air (29) du dispositif de rinçage à l'air (28, 30, 31, 20) sont
reliés au troisième canal d'air d'arrivée (20) dans l'espace de séjour (5).
5. Système de protection des personnes selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, caractérisé en ce que le dispositif de rinçage à l'air et/ou le système de circulation d'air sont conçus
pour un débit d'air de rinçage d'au moins 600 m3/h.