[0001] Die Erfindung betrifft ein Signalgerät, insbesondere zum Einsatz in explosionsgefährdeten
Bereichen, mit einem Gehäuse, ferner mit zumindest einer Lichtquelle sowie einer Akustikquelle,
und mit einer Schallführungseinheit, welche mit ihrer Halsöffnung an die Akustikquelle
anschließt und den von der Akustikquelle erzeugten Schall über ihre Mundöffnung nach
außen abgibt.
[0002] Ein Gerät, welches grundsätzlich auch als Signalgerät eingesetzt werden kann und
den zuvor wiedergegebenen Vorgaben entspricht, wird in der gattungsbildenden
DE 30 06 757 A1 vorgestellt. Hier geht es um eine Lautsprecheranordnung, die wie üblich über eine
Lautsprechermembran verfügt. Außerdem ist eine optische Signalanzeige dem Lautsprechersystem
zugeordnet. Die Signalanzeige ist als Signalleuchte ausgelegt und jeweils innerhalb
einer Schallabstrahlungsfläche des zugeordneten Lautsprechersystems platziert.
[0003] Neben dieser Schallabstrahlungsfläche des Lautsprechers, im Kern dessen Membran oder
Kalottenmembran, ist ergänzend eine Schallführung vorgesehen, welche einen Kalottenmembranbereich
trichterförmig umgibt. Die Schallführung bzw. Schallführungseinheit schließt mit ihrer
Halsöffnung an die Akustikquelle respektive das bekannte Lautsprechersystem an.
[0004] Die Signalleuchte als solche ist im Mittelbereich einer Schallabstrahlungsfläche
hinter dem schallabstrahlenden Element bzw. der Membran an einem stationären Trägerteil
angeordnet. Zu diesem Zweck ist die Membran zumindest teilweise durchsichtig transparent
ausgeführt, damit man durch ein entsprechend gebildetes Fenster die Signalleuchte
unschwer erkennen kann.
[0005] Die
EP 1 146 280 B1 befasst sich mit einem Signalgerät, welches primär akustisch arbeitet, ergänzend
oder alternativ aber auch mit einem Leuchtmittel ausgerüstet ist.
[0006] Im Rahmen der
DE 20 2008 004 113 U1 wird eine Warnleuchtvorrichtung beschrieben, die zum optischen und/oder akustischen
Warnen geeignet ist. An dieser Stelle ist eine spezielle Schwenkeinheit realisiert,
die wenigstens zwei in unterschiedlichen Schwenkwinkeln gegeneinander fixierbare Hohlkörper
umfasst.
[0007] Die fraglichen Signalgeräte werden im allgemeinen in explosionsgefährdeten Bereichen
eingesetzt. Nur beispielhaft sei auf die "Richtlinie 94/9/EG des Europäischen Parlamentes
und des Rates vom 23. März 1994 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten
für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten
Bereichen" hingewiesen. Dort werden u. a. explosionsgefährdete Bereiche als Bereiche
definiert, in denen die Atmosphäre aufgrund der örtlichen und betrieblichen Verhältnisse
explosionsfähig werden kann. Insbesondere müssen die Bauteile und Geräte so ausgelegt
werden, dass die Entzündung explosionsfähiger Atmosphären unter Berücksichtigung von
elektrischen und nicht elektrischen Zündquellenarten im Einzelfall verhindert wird.
Außerdem dürfen die für den Bau der Geräte und Schutzsysteme verwendeten Werkstoffe
unter Berücksichtigung betrieblich vorhersehbarer Beanspruchungen nicht die Auslösung
einer Explosion bewirken. Ergänzend zu diesen allgemeinen Rechtsvorschriften sei darauf
verwiesen, dass derartige Signalgeräte typischerweise eine "erhöhte Sicherheit" aufweisen
müssen, wie sie u. a. in der Norm DIN EN50019 näher spezifiziert wird. Jedenfalls
existieren zahlreiche entsprechende Auflagen, die die fraglichen Signalgeräte in explosionsgefährdeten
Bereichen für den skizzierten Einsatzzweck ertüchtigen.
[0008] Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt, ist allerdings, was die gemeinsame
optische und akustische Warnfunktion angeht, verbesserungsfähig. Denn bisher werden
bei Signalgeräten in explosionsgefährdeten Bereichen typischerweise entweder akustische
Warnsignale oder optische Warnsignale erzeugt. Um jedoch die Warnfunktion zu erhöhen,
empfiehlt es sich oftmals, mit sowohl optischen als auch akustischen Warnsignalen
zu arbeiten. Die an dieser Stelle gattungsgemäße Lösung entsprechend der
DE 30 06 757 A1 ist jedoch mit dem Nachteil behaftet, dass die dortige Lichtquelle nur unter einem
äußerst begrenzten Sichtwinkel erfasst wird und für eine rundum erkennbare Warnfunktion
offensichtlich ungeeignet ist. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
[0009] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein derartiges Signalgerät so
weiter zu entwickeln, dass die akustische und insbesondere optische Warnfunktion insgesamt
verbessert ist.
[0010] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßes Signalgerät
im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit nicht
nur zur Schallführung von die Akustikquelle verlassendem Schall dient, sondern zugleich
optische Signalfunktion übernimmt.
[0011] Der Schallführungseinheit kommt also im Rahmen der Erfindung eine zweifache Funktion
zu. Zunächst einmal sorgt die Schallführungseinheit dafür, dass der von der Akustikquelle
erzeugte Schall eine Ausrichtung entlang der Längserstreckung der Schallführungseinheit
erfährt und folglich der Schall mehr oder minder gezielt in einer Raumrichtung die
Akustikquelle bzw. die sich daran anschließende Schallführungseinheit verlässt. Die
Raumrichtung des sich ausbreitenden Schalls wird dabei - wie üblich - durch die Orientierung
der Schallführungseinheit im Raum vorgegeben.
[0012] Zu diesem Zweck ist die Schallführungseinheit typischerweise kanalartig mit überwiegend
gleichem Querschnitt über ihre Länge gesehen ausgelegt. Dabei hat sich ein Zylinderrohr
als Schallführungseinheit als besonders günstig erwiesen. Das fragliche Zylinderrohr
steht regelmäßig fußseitig mit seiner Halsöffnung auf der Akustikquelle auf, sodass
der die Akustikquelle regelmäßig in einer Kugelwelle verlassende Schall unmittelbar
in die Halsöffnung des Zylinderrohres eintritt und dann entlang des Zylinderrohres
geführt wird. Der fragliche und solchermaßen geführte Schall verlässt dann das Zylinderrohr
kopfseitig an der Mundöffnung und erfährt hierdurch eine grobe räumliche Ausrichtung,
nämlich in Richtung der Längserstreckung des fraglichen Zylinderrohres. Das ist selbstverständlich
nur beispielhaft und nicht zwingend zu verstehen.
[0013] Von besonderer weiterer Bedeutung ist nun die zweite Funktion der Schallführungseinheit,
die nämlich zugleich eine optische Signalfunktion übernimmt. Das heißt, die Schallführungseinheit
fungiert ganz oder teilweise als optisches Signalelement. Dazu mag die Schallführungseinheit
ganz oder teilweise beleuchtet werden.
[0014] Im Detail hat es sich in diesem Zusammenhang als günstig erwiesen, wenn die Schallführungseinheit
transparent ausgebildet ist. Um nun die optische Signalfunktion zu realisieren, kann
die transparent ausgeführte Schallführungseinheit die dahinter befindliche Lichtquelle
oder die mehreren Lichtquellen abdecken, welche infolge der Transparenz durch die
Schallführungseinheit hindurch unschwer zu erblicken sind und folglich ihrer Signalfunktion
problemlos nachkommen. Durch die hinter der Schallführungseinheit gewählte Anordnung
der Lichtquelle erfährt diese zugleich einen Schutz bzw. eine geschützte Anordnung
im Inneren der lediglich nach oben hin offenen Schallführungseinheit.
[0015] Alternativ hierzu kann die Schallführungseinheit aber auch transparent ausgebildet
werden und als Lichtleiter für die Lichtquelle fungieren. In diesem Fall mag die Lichtquelle
so gegenüber der Schallführungseinheit angeordnet werden, dass das von der Lichtquelle
ausgesandte Licht in die Schallführungseinheit eingekoppelt wird. Etwaige in der Schallführungseinheit
befindliche Streukörper, Streuzentren etc. sorgen nun in diesem Zusammenhang dafür,
dass die transparente Schallführungseinheit wie eine Lichtquelle selbst nach außen
hin wirkt.
[0016] Grundsätzlich können natürlich auch beide Maßnahmen miteinander kombiniert werden,
das heißt es mag eine Lichtquelle im Inneren der transparenten Schallführungseinheit
vorgesehen werden, während eine andere weitere Lichtquelle randseitig der Schallführungseinheit
angeordnet ist, sodass das die Lichtquelle verlassende Licht in die Schallführungseinheit
an deren Rand eingekoppelt wird. In jedem Fall übernimmt die Schallführungseinheit
wie beschrieben eine zweifache Funktion einerseits im Sinne der Schallführung für
den die Akustikquelle verlassenden Schall und andererseits im Sinne der beschriebenen
optischen Signalfunktion.
[0017] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden im Folgenden beschrieben. So ist die
Schallführungseinheit aus Gründen einer einfachen Fertigung typischerweise rotationssymmetrisch
ausgebildet. Das gilt auch für die Akustikquelle. Hierbei mag es sich um einen üblichen
Lautsprecher handeln. Dabei sind die Schallführungseinheit und die Akustikquelle regelmäßig
auf einer gemeinsamen Rotationssymmetrieachse angeordnet.
[0018] Um der Schallführungseinheit die erforderliche Stabilität auch bei robustem Einsatz
beispielsweise unter Tage, in einem Tunnel etc. zu verleihen, hat es sich bewährt,
wenn die Schallführungseinheit aus mehreren konzentrisch zueinander angeordneten Rohrschalen
aufgebaut ist. Diese einzelnen Rohrschalen mögen im Bereich der Mundöffnung einen
sich nach außen hin konisch erweiternden Trichter bilden. Dadurch wird die Schallabstrahlung
ausgangsseitig der Schallführungseinheit verbessert.
[0019] Die Lichtquelle setzt sich regelmäßig aus mehreren LED's (light-emitting diode) zusammen.
Dabei haben sich besonders sogenannte Hochleistungs-LED's als günstig erwiesen, also
LED's mit einer Leistungsaufnahme von mehr als 0,5 W. Solche Hochleistungs-LED's sind
grundsätzlich bekannt und werden bereits in großem Umfang eingesetzt, wie die
EP 2 208 922 A1 belegt. Typischerweise sind die erfindungsgemäß eingesetzten LED's in SMD-Bauweise
(surfacemounted device) ausgelegt, verfügen also über einen plättchenartigen Charakter.
[0020] In diesem Zusammenhang hat es sich bewährt, wenn die LED's ringartig im Inneren der
Schallführungseinheit angeordnet werden. Meistens sind die LED's auf einem Kreis platziert,
dessen Zentrum mit der Rotationssymmetrieachse der Schallführungseinheit zusammenfällt.
Dabei empfiehlt es sich, die LED's bzw. den von den LED's beschriebenen Kreis und
eine damit zusammenhängende Kreisscheibe im Wesentlichen parallel zur Akustikquelle
und senkrecht zur Rotationssymmetrieachse anzuordnen. Außerdem ist aus Gründen einer
gleichmäßigen Lichtabstrahlung eine Anordnung der LED's mit gleichem oder überwiegend
gleichem (Bogen-) Abstand zueinander wünschenswert.
[0021] Die LED's können grundsätzlich Innenseitig an der Schallführungseinheit befestigt
sein. Alternativ oder zusätzlich ist es aber auch möglich, die LED's mit Hilfe von
einem oder mehreren Anschlussfüßen unabhängig von der Schallführungseinheit am Gehäuse
anzuordnen. In diesem Fall sind die LED's einerseits und die Schallführungseinheit
andererseits konstruktiv unabhängig voneinander ausgelegt, sodass ein gegenseitiger
Austausch bzw. Wechsel unschwer möglich ist. Auch der Zusammenbau gelingt dann besonders
einfach, weil zunächst das Gehäuse mit den daran angebrachten LED's montiert wird
und zum Abschluss die Schallführungseinheit aufgesetzt wird.
[0022] Das die Schallführungseinheit und die LED's tragende Gehäuse ist in der Regel zweiteilig
aufgebaut. Dabei setzt sich das Gehäuse aus einem Unterteil und einem Oberteil zusammen.
Das Unterteil fungiert zumeist als Basis und mag mit Kabel- und Leitungseinführungen
ausgerüstet sein. Über diese Kabel- und Leitungseinführungen wird der erforderliche
elektrische Anschluss zur Verfügung gestellt.
[0023] Demgegenüber ist die Akustikquelle am Oberteil vorgesehen bzw. wird in dem Oberteil
aufgenommen. Außerdem findet sich im Oberteil zumeist eine elektronische Schaltung
für die Signalerzeugung.
[0024] Das Oberteil und das Unterteil können auf jede mögliche Art und Weise miteinander
vereinigt werden. Denkbar sind Rastverbindungen, Klipsverbindungen, Schraubverbindungen
etc.. Dabei hat es sich insgesamt bewährt, sowohl das Gehäuse als auch die Schallführungseinheit
aus Kunststoff zu fertigen, wobei an dieser Stelle regelmäßig thermoplastische Kunststoffe
zum Einsatz kommen können. Das ist selbstverständlich nicht einschränkend zu verstehen,
weil das Gehäuse prinzipiell auch aus Metall gefertigt werden kann. Bei der Schallführungseinheit
handelt es sich jedoch durchweg um ein transparentes Kunststoffbauteil.
[0025] Im Ergebnis wird ein Signalgerät zur Verfügung gestellt, welches zunächst einmal
über eine hervorragende akustische Warnfunktion verfügt. Denn die kanalartige Schallführungseinheit,
welche mit ihrer Halsöffnung an die Akustikquelle anschließt und den von der Akustikquelle
erzeugten Schall über ihre Mundöffnung nach außen abgibt, fungiert ähnlich wie ein
bekanntes Lautsprecherhorn. Dazu trägt unter anderem der Umstand bei, dass die Schallführungseinheit
eine axiale Länge aufweist, welche in etwa ihrem Durchmesser entspricht bzw. den Durchmesser
sogar unterschreitet. Dadurch wird eine relativ gedrungene Bauform zur Verfügung gestellt
und in Verbindung mit der gleichsam konisch nach außen bzw. trichterartig geöffneten
Mundöffnung der hornartige Charakter unterstrichen und verstärkt.
[0026] Hinzu kommt, dass die Schallführungseinheit zugleich optische Signalfunktion übernimmt.
Hierfür sorgen typischerweise die im Inneren der nach oben hin offenen Schallführungseinheit
platzierten LED's, die typischerweise im Kreis angeordnet sind. Dadurch wird eine
optische Signalwirkung in praktisch sämtliche Raumrichtungen erzeugt, was für die
Signalwirkung von besonderer Bedeutung ist. Der zugleich hornartige Charakter der
Schallführungseinheit sorgt darüber hinaus dafür, dass der von der Akustikquelle erzeugte
Schall verstärkt wird. Denn die Schallführungseinheit sorgt dafür, dass die von der
Akustikquelle abgegebenen Töne gebündelt und gerichtet abgestrahlt werden. Das geschieht
mit einem verbesserten Wirkungsgrad, sodass die Schallführungseinheit insgesamt als
Schallverstärker fungiert, was die akustische Signalwirkung deutlich verbessert.
[0027] Folgerichtig wird ein Signalgerät zur Verfügung gestellt, dessen sowohl optische
als auch akustische Signalwirkung besonders groß ist und bisher bekannte Bauformen
in der Wirksamkeit deutlich übertrifft. Das alles gelingt unter Berücksichtigung eines
kostengünstigen Aufbaus und lang andauernder Funktion, weil die eingesetzten LED's
besonders langlebig gestaltet sind. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0028] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Figur 1
- das erfindungsgemäße Signalgerät in einer perspektivischen Ansicht und
- Figur 2
- einen schematischen Längsschnitt durch den Gegenstand nach Figur 1.
[0029] In den Figuren ist ein Signalgerät dargestellt, welches besonders zum Einsatz in
explosionsgefährdeten Bereichen, unter Tage, in Tunneln etc. geeignet ist. Zu diesem
Zweck verfügt das Signalgerät über ein insgesamt geschlossenes bzw. gekapseltes Gehäuse
1, 2, welches sich im Rahmen des Ausführungsbeispieles und nicht einschränkend aus
einem Unterteil 1 und einem Oberteil 2 zusammensetzt. Anhand der Schnittdarstellung
nach Figur 2 erkennt man, dass das Unterteil 1 als Basis des Gehäuses 1, 2 fungiert
und beispielsweise mit Kabel- bzw. Leitungseinführungen 3 ausgerüstet ist. Über diese
Kabel- bzw. Leitungseinführungen 3 wird das Signalgerät mit elektrischer Energie und/oder
Daten versorgt bzw. mag ergänzend oder alternativ solche Daten auch selbst erzeugen
und an eine entfernte Steueranlage versenden.
[0030] Das Oberteil 2 nimmt eine elektronische Schaltung 4 auf, mit deren Hilfe akustische
und/oder optische Signale erzeugt werden. Dazu steht als akustischer Wandler eine
Akustikquelle 5 zur Verfügung, die als üblicher Lautsprecher ausgebildet ist. Die
Akustikquelle 5 findet sich im Oberteil 2 und schließt das Oberteil 2 kopfseitig ab,
sodass aus den beiden Teilen 1, 2 das insgesamt gekapselte Gehäuse 1, 2 gebildet wird.
Neben der Akustikquelle 5 steuert die elektronische Schaltung 4 darüber hinaus eine
Lichtquelle 6 an, die sich aus mehreren LED's 6 zusammensetzt.
[0031] Bei den LED's 6 handelt es sich um Power- bzw. Hochleistungs-LED's 6 in SMD-Bauweise,
die ringartig auf einem Kreis angeordnet sind. Zur Halterung der LED's 6 dienen Anschlussfüße
7, welche sowohl für die Kontaktierung der LED's 6 als auch ihre Positionierung auf
dem Kopf des Oberteils 2 des Gehäuses 1, 2 sorgen. Bei den Anschlussfüßen 7 mag es
sich nicht einschränkend um sogenannte MCPCB-Leiterplatten handeln, also gedruckte
Leiterplatten mit metallischem Kern, sogenannte "metal core printed circuit boards".
[0032] Zum weiteren grundsätzlichen Aufbau gehört dann noch eine Schallführungseinheit 8,
die kanalartig bzw. trichterartig ausgelegt ist und zur Verstärkung des die Akustikquelle
5 verlassenden Schalls dient. Tatsächlich schließt die Schallführungseinheit 8 mit
ihrer Halsöffnung 8a an die Akustikquelle 5 an und wird der von der Akustikquelle
5 erzeugte Schall über ihre Mundöffnung 8b nach außen abgegeben.
[0033] Im Rahmen der Erfindung übernimmt die Schallführungseinheit 8 eine zweifache Funktion.
Sie dient vorliegend nicht nur zur Führung des die Akustikquelle 5 verlassenden Schalls,
sondern übernimmt zugleich optische Signalfunktion. Zu diesem Zweck ist die Schallführungseinheit
8 insgesamt transparent ausgebildet, kann aber auch nur teilweise transparent ausgelegt
werden. Die transparent ausgeführte Schallführungseinheit 8 deckt die dahinter befindliche
Lichtquelle 6 respektive die im Kreis angeordneten LED's 6 ab. Folgerichtig finden
sich die LED's 6 geschützt im Inneren der Schallführungseinheit 8, die ihrerseits
lediglich nach vorne bzw. frontseitig hin offen ausgelegt ist. Grundsätzlich kann
die Schallführungseinheit 8 auch als Lichtleiter für die Lichtquelle 6 fungieren.
Dann ist die Lichtquelle 6 im Bereich der Halsöffnung 8a angeordnet und wird das die
Lichtquelle 6 verlassende Licht randseitig in die Schallführungseinheit 8 eingekoppelt.
Das ist jedoch nicht dargestellt.
[0034] Man erkennt, dass die Schallführungseinheit 8 ebenso wie die Akustikquelle 5 jeweils
rotationssymmetrisch ausgebildet sind. Dabei verfügen die Schallführungseinheit 8
und die Akustikquelle 5 jeweils über eine gemeinsame Rotationssymmetrieachse R. Bei
der Rotationssymmetrieachse R handelt es sich zugleich um die Rotationssymmetrieachse
R des Gehäuses 1, 2, welches ebenfalls rotationssymmetrisch hierzu ausgelegt ist bzw.
sein kann.
[0035] Die Schallführungseinheit 8 ist kanalartig bzw. rohrartig mit überwiegend gleichem
Querschnitt über ihre Länge L gesehen ausgelegt. Im Rahmen des Ausführungsbeispieles
handelt es sich bei der Schallführungseinheit 8 um ein Zylinderrohr, welches fußseitig
mit der Halsöffnung 8a auf der Akustikquelle 5 respektive dem kopfseitigen Rand des
Gehäuses 1, 2 aufsteht.
[0036] Bei einem Vergleich der Figuren 1 und 2 wird deutlich, dass die Schallführungseinheit
8 aus mehreren konzentrisch zueinander angeordneten Rohrschalen 8' aufgebaut ist.
Dabei sind die einzelnen Rohrschalen 8' im Bereich der Mundöffnung 8b der Schallführungseinheit
8 so ausgelegt, dass an dieser Stelle eine konische Öffnung der Schallführungseinheit
8 bzw. des an dieser Stelle realisierten Zylinderrohres gebildet wird. Auf diese Weise
wird der trichterartige Charakter der Schallführungseinheit 8 im Sinne des zuvor bereits
angesprochenen Lautsprecherhornes unterstützt und betont.
[0037] Die ringartig auf einem Kreis angeordneten LED's 6 sind sämtlich in einer gemeinsamen
Ebene angeordnet, wobei der Mittelpunkt des Kreises auf der Rotationssymmetrieachse
R liegt bzw. mit dieser zusammenfällt. Die besagte Ebene erstreckt sich im Wesentlichen
senkrecht zu der besagten Rotationssymmetrieachse R.
[0038] Der trichterartige bzw. hornartige Charakter der Schallführungseinheit 8 wird ergänzend
noch dadurch unterstrichen, dass die Länge L der Schallführungseinheit 8 im Wesentlichen
ihrem Durchmesser D entspricht. Das heißt, es gilt:

[0039] Grundsätzlich kann auch mit einer Länge L gearbeitet werden, die den Durchmesser
D unterschreitet. In dem Fall gilt:

[0040] Jedenfalls ist die Schallführungseinheit 8 insgesamt relativ kurz ausgelegt und sorgt
in Verbindung mit der konisch nach außen geöffneten Mundöffnung 8b infolge der unterschiedlichen
Längen der einzelnen Rohrschalen 8' im Bereich der Mundöffnung 8b für den gewünschten
trichterartigen bzw. hornartigen Charakter und die damit verbundene und erwünschte
Schallverstärkung des die Akustikquelle 5 verlassenden Schalls.
1. Signalgerät, insbesondere zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen, mit einem
Gehäuse (1, 2), ferner mit zumindest einer Lichtquelle (6) sowie wenigstens einer
Akustikquelle (5), und mit einer Schallführungseinheit (8), welche mit ihrer Halsöffnung
(8a) an die Akustikquelle (5) anschließt und den von der Akustikquelle (5) erzeugten
Schall über ihre Mundöffnung (8b) nach außen abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) nicht nur zur Schallführung dient, sondern zugleich
optische Signalfunktion übernimmt.
2. Signalgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) transparent ausgebildet ist und die dahinter befindliche
Lichtquelle (6) abdeckt.
3. Signalgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) transparent ausgebildet ist und als Lichtleiter für
die Lichtquelle (6) fungiert.
4. Signalgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) ebenso wie die Akustikquelle (5) rotationssymmetrisch
ausgebildet sind.
5. Signalgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) und die Akustikquelle (5) auf einer gemeinsamen Rotationssymmetrieachse
(R) angeordnet sind.
6. Signalgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) kanalartig mit überwiegend gleichem Querschnitt über
ihre Länge (L) gesehen ausgelegt ist.
7. Signalgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) als Zylinderrohr ausgebildet ist, welches fußseitig
mit der Halsöffnung (8a) auf der Akustikquelle (5) aufsteht.
8. Signalgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallführungseinheit (8) aus mehreren konzentrisch zueinander angeordneten Rohrschalen
(8') aufgebaut ist.
9. Signalgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Lichtquelle (6) aus mehreren LED's (6) zusammensetzt.
10. Signalgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die LED's (6) ringartig im Inneren der Schallführungseinheit (8) angeordnet sind.
11. Signalgerät nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die LED's (6) auf einem Kreis angeordnet sind, dessen Zentrum mit der Rotationssymmetrieachse
(R) der Schallführungseinheit (8) zusammenfällt.
12. Signalgerät nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die LED's (6) innenseitig an der Schallführungseinheit (8) befestigt sind.
13. Signalgerät nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die LED's (6) mittels einem oder mehrerer Anschlussfüße (7) unabhängig von der Schallführungseinheit
(8) am Gehäuse (1, 2) angeordnet sind.
14. Signalgerät nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die LED's (6) als Hochleistungs-LED's (6) in vorzugsweise SMD-Bauart ausgelegt sind.
15. Signalgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (1, 2) zweiteilig mit als Basis fungierendem Unterteil (1) und die Akustikquelle
(5) aufnehmenden Oberteil (2) ausgebildet ist.