[0001] Die Erfindung betrifft eine Stapelkorbanordnung, mit wenigstens einem Grundgestell,
und mit zumindest einem an das Grundgestell anschließbaren oder angeschlossenen Stapelkorb.
[0002] Ein Stapelkorb bezeichnet allgemein einen Korb, welcher bevorzugt in Selbstbedienungsgeschäften
des Einzelhandels Verwendung findet. Aufgrund der typischerweise geforderten Stapelfähigkeit
solcher Stapelkörbe ist die Vorderwand niedriger als die Seitenwände und die Rückwand
gestaltet. Auf diese Weise können mehrere Stapelkörbe in übereinander gestapeltem
Zustand Zugriffsöffnungen definieren, durch welche die in den Stapelkörben befindliche
Ware entnommen werden kann. Solche Stapelkörbe werden beispielsweise in der
DE 197 54 960 A1 beschrieben. Außerdem sei auf das Gebrauchsmuster
DE 1 729 572 Bezug genommen.
[0003] Bei einer Stapelkorbanordnung des eingangs beschriebenen Aufbaus entsprechend der
DE 10 2008 007 390 A1 ist ein Grundgestell in Gestalt eines Tisches realisiert. Der Tisch bzw. das bekannte
Gestell weist zwei aufeinandergestapelte Körbe auf. Beide Körbe sind mittels eines
Verbindungssystems miteinander verbunden. Dadurch lassen sich die beiden Körbe gegeneinander
kippen und bewegen.
[0004] Die bekannte Stapelkorbanordnung hat sich zwar zum Ziel gesetzt, ein hohes Maß an
Sicherheit für senkrecht aufeinandergestellte Stapel- und Aufsatzkörbe zur Verfügung
zu stellen, erreicht diese Vorgaben allerdings nur teilweise. Tatsächlich besteht
bei übereinander angeordneten Stapelkörben durchweg die Gefahr, dass durch umstürzende
Stapel die darin befindlichen Waren und vor allem Personen zu Schaden kommen können.
Derartige Szenarien erklären sich oftmals durch fehlerhafte Montage oder falsche Beladung
durch das Bedienpersonal. Hier will die Erfindung insgesamt Abhilfe schaffen.
[0005] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine Stapelkorbanordnung des
eingangs beschriebenen Aufbaus so weiter zu entwickeln, dass die Sicherheit verbessert
ist, aufwändige Auf- und/oder Zusammenbauten vermieden werden und dennoch die solchen
Stapelkorbanordnungen innewohnende Flexibilität bei der Warenbestückung erhalten bleibt.
[0006] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist eine gattungsgemäße Stapelkorbanordnung
im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell zur wahlweisen
Aufnahme beispielsweise eines Aufsteckgestells, von Aufsteckblenden etc. eingerichtet
ist.
[0007] Im Rahmen der Erfindung wird der wenigstens eine Stapelkorb also nicht direkt als
Basis zur Anbringung eines weiteren Stapelkorbes oder vergleichbarer Einrichtungen
genutzt, sondern vielmehr das den Stapelkorb tragende Grundgestell. An dieses Grundgestell
kann der Stapelkorb fest angeschlossen sein, beispielsweise mit dem Grundgestell verschraubt
sein. Alternativ hierzu kann der Stapelkorb in das Grundgestell aber auch beispielsweise
eingehängt, hieran angehängt oder sonst wie lösbar mit dem Grundgestell verbunden
werden. Jedenfalls fungiert erfindungsgemäß das Grundgestell und nicht der Stapelkorb
als gleichsam Basis für Anbauten.
[0008] Zu diesem Zweck ist das Grundgestell zur wahlweisen Aufnahme beispielsweise eines
Aufsteckgestells, von Aufsteckblenden etc. eingerichtet. Hierzu mag das Grundgestell
ein oder mehrere Steckaufnahmen für hierin eingreifende Steckzapfen aufweisen. Im
Gegensatz zu der Lehre nach der gattungsbildenden
DE 10 2008 007 390 A1 erfolgt also keine Verbindung einzelner Stapelkörbe untereinander, sondern sorgt
für die Kopplung der Körbe letztlich das Grundgestell in Verbindung mit ggf. einem
oder mehreren Aufsteckgestellen. Dadurch wird bereits eine außerordentlich große Stabilität
zur Verfügung gestellt, weil nicht die Stapelkörbe als solche Verbindungs- und Stabilitätsfunktion
übernehmen. Vielmehr wird die grundsätzliche Stabilität von dem Grundgestell zur Verfügung
gestellt, welches nach Bedarf und optional mit dem Aufsteckgestell, mit Aufsteckblenden
etc. ausgerüstet werden kann.
[0009] Dazu verfügt das Aufsteckgestell, die Aufsteckblende etc. über ein oder mehrere Steckzapfen,
die in die eine oder die mehreren Steckaufnahmen im Grundgestell eingesteckt werden.
Dadurch wird eine definierte und meistens form- und/oder kraftschlüssige Verbindung
zwischen dem Grundgestell und dem Aufsteckgestell oder der Aufsteckblende zur Verfügung
gestellt. Das Aufsteckgestell mag dann seinerseits mit einem anschließbaren oder angeschlossenen
Stapelkorb oder mehreren solcher Stapelkörbe ausgerüstet sein.
[0010] Immer werden der eine oder die mehreren Stapelkörbe lösbar oder fest mit einem Gestell
verbunden. Die Kopplung der Stapelkörbe untereinander zu dem gewünschten Stapel erfolgt
also durch das zwischengeschaltete Gestell. Dieses Gestell ist seinerseits modular
und praktisch erweiterbar aufgebaut. Denn es setzt sich aus dem Grundgestell und optional
einem oder mehreren Aufsteckgestellen zusammen. Auch ein oder mehrere Aufsteckblenden
können mit dem Grundgestell kombiniert werden. Solche Aufsteckblenden sind üblicherweise
nicht zur lösbaren oder festen Verbindung mit einem Stapelkorb eingerichtet, sondern
dienen beispielsweise zur Kennzeichnung der in der Stapelkorbanordnung bevorrateten
Waren. Das mag beispielsweise durch an der jeweiligen Aufsteckblende angebrachte Folien
oder Magnetfolien erfolgen, die die entsprechenden und gewünschten Informationen tragen.
[0011] Wie bereits erläutert, verfügt die erfindungsgemäße Stapelanordnung durch den Rückgriff
auf ein Gestell als gleichsam Stapelhilfe bereits über eine außerordentliche Stabilität,
die vom gattungsbildenden Stand der Technik nach der
DE 10 2008 007 390 A1 nicht einmal ansatzweise zur Verfügung gestellt wird. Weiter stabilitätserhöhend
wirken sich die Erfindungsmaßnahmen aus, wonach das Grundgestell und/oder das Aufsteckgestell
als jeweils Rohrrahmengestell mit wenigstens zwei Vertikalrohren ausgebildet ist.
Meistens handelt es sich sowohl bei dem Grundgestell als auch bei dem Aufsteckgestell
um ein solches Rohrrahmengestell.
[0012] Rohrrahmengestell meint im Rahmen der Erfindung ein Gestell, welches auf ein oder
mehrere offene oder geschlossene Rahmen zurückgreift, die von Rohren gebildet werden.
Typischerweise handelt es sich bei den Rohren um Metallrohre. Außerdem ist das Rohrrahmengestell
vorteilhaft als Vierkantrohrrahmengestell ausgelegt.
[0013] Das heißt, die zur Definition des Rahmengestells eingesetzten Rohre sind im Regelfall
Vierkantrohre und besonders bevorzugt Quadratrohre, die eine außerordentliche Stabilität
insbesondere im Hinblick auf Verwindungen aufweisen. Durch den Rückgriff auf solche
Vierkantrohre und ein daraus aufgebautes Vierkantrohrrahmengestell erlangen sowohl
das Grundgestell als auch das optionale Aufsteckgestell eine Stabilität und Verwindungssteifigkeit,
die bisher bei vergleichbaren Stapelkorbanordnungen nicht einmal ansatzweise erreicht
werden konnte.
[0014] Außerdem bietet die beschriebene Auslegung den Vorteil, dass die zumindest zwei Vertikalrohre
des Grundgestells kopfseitig die zumindest eine Steckaufnahme des Grundgestells aufweisen
und zur Verfügung stellen. Meistens sind zwei Steckaufnahmen vorgesehen, und zwar
jeweils eine Steckaufnahme kopfseitig des zugehörigen Vertikalrohres. In die Steckaufnahme
greift der zugehörige Steckzapfen des Aufsteckgestells, der Aufsteckblende etc. ein.
[0015] Dabei greift die Erfindung vorteilhaft auf wenigstens eine Stecklasche als Steckzapfen
zurück. Eine solche Stecklasche lässt sich besonders einfach und kostengünstig herstellen,
verfügt dabei über eine vergleichbare Stabilität und Passgenauigkeit wie ein rohrförmiger
Steckzapfen oder übertrifft beide Eigenschaften sogar noch. Meistens weist die Stecklasche
eine Ausnehmung auf, in welche ein in der Steckaufnahme befindlicher Bolzen eintaucht
oder eintauchen kann. Dadurch wird der bereits beschriebene Form- und/oder Kraftschluss
zwischen einerseits der Steckaufnahme und andererseits dem zugehörigen Steckzapfen
zur Verfügung gestellt.
[0016] Das ist besonders wichtig vor dem Hintergrund, dass die Kippsicherheit der erfindungsgemäßen
Stapelkorbanordnung gegenüber bisherigen Ausführungsformen erheblich gesteigert ist.
Dabei kann die Stabilität noch derart erhöht werden, dass der in die Ausnehmung der
Stecklasche eingreifende Bolzen als Schraubenbolzen ausgelegt ist und folglich die
Stecklasche an beispielsweise dem Aufsteckgestell mit dem Schraubenbolzen in der Steckaufnahme
am Grundgestell durch eine Schraubverbindung gekoppelt wird.
[0017] In diesem Zusammenhang ist es sogar möglich, das Grundgestell fahrbar auszulegen.
Zu diesem Zweck verfügt das Grundgestell über fußseitige Räder. Meistens ist das Grundgestell
mit einem Grundrahmen ausgerüstet, der vier solcher Räder trägt. Dabei können einzelne
Räder lenk- und/oder blockierbar ausgebildet werden. Der Grundrahmen ist im Allgemeinen
mit den darauf aufstehenden Vertikalrohren ausgerüstet. Meistens finden sich zwei
Vertikalrohre an einer Seite des Grundrahmens, die ein oder mehrere daran angeschlossene
oder anschließbare Stapelkörbe tragen. Die beiden Vertikalrohre sind im Regelfall
kopfseitig durch eine Quertraverse miteinander verbunden. Aus Gründen eines gewichtsmäßig
optimierten Aufbaus sowie um zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten zur Verfügung zu
stellen, hat es sich bewährt, wenn einzelne oder sämtliche Wände des Grundgestells
als Lochplatten ausgebildet sind. Tatsächlich kommen solche Lochplatten als Rückwände
des Grundgestells ebenso zum Einsatz wie als Bodenplatten.
[0018] Im Allgemeinen sind zwei Stapelkörbe in übereinander angeordneter Konfiguration an
das Grundgestell angeschlossen. Dabei sind beide Stapelkörbe meistens fest mit dem
Grundgestell verbunden. Der fußseitige und erste Stapelkorb verfügt über eine an den
Grundrahmen des Grundgestells angepasste Grundfläche. Demgegenüber weist der darüber
befindliche und zweite Stapelkorb eine demgegenüber verringerte Grundfläche auf. Tatsächlich
hat es sich bewährt, wenn die Grundfläche des zweiten Stapelkorbes ca. 60% bis 90%
und vorzugsweise ca. 80% der Grundfläche des ersten Stapelkorbes einnimmt. Da die
beiden Grundflächen der übereinander geordneten Stapelkörbe im Regelfall die gleiche
Breite aufweisen, korrespondiert das genannte Flächenverhältnis zur jeweiligen Tiefe
der sich gegenüberstehenden Grundflächen.
[0019] Außerdem hat es sich bewährt, wenn die Stapelkorbanordnung mit einem Schubfach zur
Aufnahme ergänzender Ausrüstungsgegenstände ausgerüstet wird. Dieses Schubfach mag
beispielsweise die bereits angesprochenen Magnetfolien, Aufsteckblenden, Seitenwände
und Trennwände für den jeweiligen Stapelkorb aufnehmen. Dadurch stehen die zur Auf-
und Umrüstung der erfindungsgemäßen Stapelkorbanordnung erforderlichen Accessoires
bzw. Ausrüstungsgegenstände unmittelbar am Ort ihres Bedarfs zur Verfügung. Tatsächlich
ist der jeweilige Stapelkorb nämlich mit Seitenwänden und/oder Trennwänden ausgerüstet.
Dabei hat es sich besonders bewährt, wenn an dieser Stelle transparente Seitenwände
und/oder transparente Trennwände zum Einsatz kommen. Denn die Transparenz begünstigt
die Kaufentscheidung in einem Einzelhandelsgeschäft und wirkt sich insgesamt verkaufsfördernd
aus. An dieser Stelle hat es sich besonders bewährt, wenn die Seitenwände und/oder
Trennwände des jeweiligen Stapelkorbes aus einem transparenten Kunststoff wie beispielsweise
PMMA (Polymethylacrylat) hergestellt werden. Grundsätzlich können natürlich auch andere
glasähnliche thermoplastische Kunststoffe zum Einsatz kommen.
[0020] Dabei hat es sich ergänzend als günstig erwiesen, wenn die jeweiligen Kanten der
Wände poliert sind. Meistens wird auf flammpolierte Kanten zurückgegriffen. Hierbei
wird die zu behandelnde Fläche bzw. Kante durch raschen Kontakt mit einer Flamme zum
Schmelzen gebracht, ohne dass der Werkstoff an zu brennen fängt. Im Anschluss daran
kühlt der geschmolzene Werkstoff ab und verteilt sich dabei einwandfrei. Im Ergebnis
werden hierdurch besonders schön polierte und glänzende Oberflächen zur Verfügung
gestellt. Das unterstützt die Wertigkeit der erfindungsgemäßen Stapelkorbanordnung
und das positive optische Aussehen.
[0021] Darüber hinaus kann der jeweilige Stapelkorb mit einer Kennzeichnungsleiste ausgerüstet
werden. Diese Kennzeichnungsleiste ist meistens an die Grundfläche des jeweiligen
Stapelkorbes angeschlossen. Außerdem dient die Kennzeichnungsleiste zur Anbringung
oder Aufnahme von Kennzeichnungen, wie beispielsweise Preisen, Warenbeschreibungen,
Produktmarkennamen etc.
[0022] Ein besonders optisch ansprechendes Äußeres wird für den Fall zur Verfügung gestellt,
dass das Grundgestell und/oder das optionale Aufsteckgestell, die Aufsteckblende und/oder
die jeweilige Grundfläche des Stapelkorbes und/oder die Rückwände des Grundgestells
und/oder des Aufsteckgestells aus Metall hergestellt sind. Dabei mögen die vorerwähnten
Gegenstände vorteilhaft eine Beschichtung und vorzugsweise eine pulverbeschichtete
Oberfläche aufweisen. Dadurch wird nicht nur ein besonders formschönes, sondern zugleich
dauerhaftes Aussehen zur Verfügung gestellt, weil solche pulverbeschichteten Oberflächen
besonders kratzfest und dauerhaft ausgelegt sind.
[0023] Im Ergebnis wird eine Stapelkorbanordnung zur Verfügung gestellt, die sich zunächst
einmal durch außerordentliche Stabilität und Standsicherheit auszeichnet. Etwaige
Kippbewegungen durch beispielsweise Fehlbeladungen und/oder Manipulation von Kaufinteressenten
treten praktisch nicht (mehr) im Gegensatz zum Stand der Technik auf. Dies alles wird
unter gleichzeitiger Berücksichtigung einer flexiblen Platzierung durch die Verfahrbarkeit
des eingesetzten Grundgestells erreicht.
[0024] Hierzu sieht die Erfindung im Kern vor, dass die einzelnen Stapelkörbe nicht direkt
übereinander angeordnet werden, sondern gleichsam an ein modular aufgebautes Gestell
angeschlossen werden. Auf diese Weise lässt sich die Stapelkorbanordnung größenmäßig
an den Bedarf anpassen und wird dennoch die notwendige Standsicherheit zur Verfügung
gestellt. Das alles gelingt unter Berücksichtigung eines besonders formschönen äußeren
Erscheinungsbildes, welches verkaufsfördernd wirkt. Hierin sind die wesentlichen Vorteile
zu sehen.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1 und 2
- die erfindungsgemäße Stapelkorbanordnung in perspektivischer Ansicht mit drei bzw.
zwei zugehörigen Stapelkörben,
- Fig. 3
- einen Blick auf die Stapelkorbanordnung von der Seite her und
- Fig. 4
- die erfindungsgemäße Stapelkorbanordnung mit ihren Einzelteilen.
[0026] In den Figuren ist eine Stapelkorbanordnung dargestellt, die im Rahmen der Fig. 1
und 3 mit insgesamt drei Stapelkörben 2 ausgerüstet ist, welche von einem Grundgestell
1a bzw. einem Grundgestell 1a in Verbindung mit einem Aufsteckgestell 1b getragen
werden. Dagegen ist das Beispiel nach Fig. 2 mit lediglich zwei Stapelkörben 2 ausgerüstet,
während der dritte Stapelkorb 2 strichpunktiert angedeutet wird. Die einzelnen Stapelkörbe
2 sind sämtlich oder ausgewählt mit dem Grundgestell 1a respektive dem Aufsteckgestell
1b fest verbunden. Alternativ oder zusätzlich ist auch eine lösbare Verbindung des
jeweiligen Stapelkorbes 2 mit dem Grundgestell 1a respektive dem Aufsteckgestell 1b
möglich.
[0027] Erfindungsgemäß ist das Grundgestell 1a zur wahlweisen Aufnahme des bereits angesprochenen
Aufsteckgestells 1 b eingerichtet, wie dies die Fig. 2 mit dem dort strichpunktiert
dargestellten Aufsteckgestell 1 b verdeutlicht. Das heißt, das Aufsteckgestell 1 b
kann bei Bedarf mit dem Grundgestell 1a verbunden werden oder eben nicht. Dabei ist
eine sowohl lösbare als auch feste Verbindung zwischen einerseits dem Grundgestell
1a und andererseits dem Aufsteckgestell 1 b möglich und wird von der Erfindung umfasst.
[0028] Alternativ zu dem Aufsteckgestell 1 b kann das Grundgestell 1a kopfseitig aber auch
mit nicht explizit dargestellten Aufsteckblenden oder anderen Anbauteilen ausgerüstet
werden. Eine solche Aufsteckblende mag beispielsweise zur Kennzeichnung der in den
Stapelkörben 2 darunter angeordneten Waren, zur Preisauszeichnung, als Werbemaßnahme
etc. ausgestaltet werden. Zu diesem Zweck mag die Aufsteckblende mit einer entsprechenden
und nicht ausdrücklich gezeigten Magnetfolie ausgerüstet werden, welche die erforderlichen
Informationen trägt.
[0029] Die Verbindung von einerseits dem Grundgestell 1a mit andererseits dem Aufsteckgestell
1 b im Rahmen des dargestellten Beispiels geschieht derart, dass das Grundgestell
1a mit zwei Steckaufnahmen 3 im Ausführungsbeispiel ausgerüstet ist. In die jeweilige
Steckaufnahme 3 greift ein Steckzapfen 4 ein. Das geschieht vorliegend form- und/oder
kraftschlüssig.
[0030] Tatsächlich verfügt das Grundgestell 1a über einen Grundrahmen 5 sowie wenigstens
zwei Vertikalrohre 6. Der Grundrahmen 5 ist im Wesentlichen horizontal angeordnet
und wie das Grundgestell 1a insgesamt fahrbar ausgelegt. Hierzu verfügt der Grundrahmen
5 über fußseitige Räder 7, die einzeln oder gemeinsam lenk- und/oder blockierbar ausgelegt
sein mögen. Die Räder 7 sind fußseitig an den Grundrahmen 5 angeschlossen.
[0031] Außerdem erkennt man noch ein Schubfach 8, welches ergänzende Ausrüstungsgegenstände
für die Stapelkorbanordnung bevorratet. Das Schubfach 8 ist im Ausführungsbeispiel
und nicht einschränkend unterhalb des Grundrahmens 5 angeordnet. Dadurch wird der
zwischen den fußseitigen Rädern 7 des Grundrahmens 5 ohnehin vorhandene Raum optimal
genutzt, nämlich durch das unterhalb des Grundrahmens 5 angeordnete und gleichsam
zwischen die fußseitigen Räder 7 eingreifende Schubfach 8.
[0032] Die bereits angesprochenen Vertikalrohre 6 stehen senkrecht auf dem demgegenüber
überwiegend horizontal angeordneten Grundrahmen 5 auf und sind an diesen angeschlossen.
Kopfseitig der Vertikalrohre 6 finden sich die bereits angesprochenen Steckaufnahmen
3 zur wahlweisen Aufnahme der hierin eingreifenden Steckzapfen 4. Bei den Steckzapfen
4 handelt es entsprechend der Detaildarstellung nach Fig. 4 jeweils um Stecklaschen
4. Zwei Stecklaschen 4 bilden zusammengenommen den Steckzapfen 4 und werden gemeinsam
sowie beabstandet voneinander in der jeweiligen Steckaufnahme 3 gehalten.
[0033] Dabei ist die jeweilige Stecklasche 4 mit einer Ausnehmung 4a ausgerüstet. In die
jeweilige Ausnehmung 4a der Stecklasche 4 mag ein Bolzen 4b eingreifen, bei dem es
sich um einen Gewindebolzen handeln kann. Der Bolzen bzw. Gewindebolzen 4b ist an
dem jeweiligen Vertikalrohr 6 im Bereich der Steckaufnahme 3 angeordnet bzw. an das
Vertikalrohr 6 angeschlossen.
[0034] Demgegenüber handelt es sich bei dem Steckzapfen 4 bzw. der entsprechend ausgelegten
Stecklasche 4 um einen Bestandteil des Aufsteckgestells 1b. Sobald das Aufsteckgestell
1 b mit seinen Steckzapfen 4 in die Steckaufnahmen 3 kopfseitig des Grundgestells
1a eingesteckt ist, wird das Aufsteckgestell 1b lösbar mit dem Grundgestell 1a gekoppelt.
Mit Hilfe der Bolzen 4b kann eine feste Verbindung hergestellt werden. So oder so
ist das Aufsteckgestell 1b form- und/oder kraftschlüssig mit dem Grundgestell 1a verbunden.
[0035] Das Grundgestell 1a und/oder das Aufsteckgestell 1b sind jeweils insgesamt als Rohrrahmengestell
ausgelegt. Bei dem Rohrrahmengestell handelt es sich um ein Vierkantrohrrahmengestell.
Das heißt, die einzelnen Rohre zur Herstellung der Vertikalrohre 6, des Grundrahmens
5 und auch die letztlich das Aufsteckgestell 1b definierenden Aufsteckrohre 9 mit
den unterseitig daran angeschlossenen Steckzapfen bzw. Stecklaschen 4 sind jeweils
als Vierkantrohre aus beispielsweise Stahl hergestellt. Dabei haben sich besonders
Rohre mit quadratischem Querschnitt, also Quadratrohre, als besonders günstig und
verwindungssteif erwiesen.
[0036] Anhand der Fig. 1 und 2 erkennt man, dass einzelne oder sämtliche Wände des Grundgestells
1a wie des Aufsteckgestells 1 b als Lochplatten 10 ausgebildet sind. Das gilt vorliegend
jeweils für die Rückwände. Auch einzelne Grundflächen bzw. Bodenflächen der Stapelkörbe
2 mögen als Lochplatten 10 ausgelegt sein. Dadurch wird einerseits das Gewicht der
erfindungsgemäßen Stapelkorbanordnung gegenüber massiven Ausführungsformen verringert
und besteht andererseits die Möglichkeit, die Lochplatten 10 für ergänzende Befestigungen
einzusetzen. Außerdem wird ein besonders vorteilhafter optischer Gesamteindruck zur
Verfügung gestellt.
[0037] Anhand einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 bis 3 erkennt man, dass im Rahmen
des Ausführungsbeispiels zwei Stapelkörbe 2 in übereinander angeordneter Konfiguration
an das Grundgestell 1a angeschlossen sind. Dabei verfügt der fußseitige erste Stapelkorb
2
1 über eine an den Grundrahmen 5 angepasste Grundfläche. Tatsächlich liegt der erste
Stapelkorb 2
1 auf dem Grundrahmen 5 auf und mag mit diesem verbunden sein. Demgegenüber verfügt
der darüber befindliche zweite Stapelkorb 2
2 über eine Grundfläche, die kleiner als die Grundfläche des ersten Stapelkorbes 2
1 ausgelegt ist. Das erkennt man insbesondere anhand der Seitenansicht gemäß Fig. 3.
[0038] Tatsächlich bewegt sich die Grundfläche des zweiten Stapelkorbes 2
2 in einem Bereich, welcher ca. 60% bis 90% und vorzugsweise ca. 80% der Grundfläche
des ersten Stapelkorbes 2
1 beträgt. Da im Rahmen des Ausführungsbeispiels beide Stapelkörbe 2
1 und 2
2 eine gleiche Breite B aufweisen, manifestiert sich der beschriebene Unterschied in
den Flächenverhältnissen der jeweils rechteckförmigen Grundflächen in einer demgegenüber
unterschiedlichen Tiefe T der jeweiligen Fläche. Tatsächlich verfügt der zweite Stapelkorb
2
2 korrespondierend über eine Tiefe T, welche lediglich 60% bis 90% der Tiefe T des
ersten Stapelkorbes 2
1 beträgt.
[0039] Der im Rahmen der Fig. 1 und 3 zusätzlich noch vorgesehene dritte Stapelkorb 2
3 ist nicht an das Grundgestell 1a sondern vielmehr an das Aufsteckgestell 1 b angeschlossen.
Außerdem verfügt der besagte und kopfseitige dritte Stapelkorb 2
3 über eine Grundfläche, die gegenüber derjenigen des zweiten Stapelkorbes 2
2 nochmals verringert ist. Tatsächlich beträgt die Grundfläche des dritten Stapelkorbes
2
3 ca. 30% bis 50%, vorzugsweise ca. 40% der Grundfläche des ersten Stapelkorbes 2
1.
[0040] Der jeweilige Stapelkorb 2 ist mit Seitenwänden 11 und/oder Trennwänden 12 ausgerüstet.
Die fraglichen Wände 11, 12 sind jeweils transparent ausgelegt. Außerdem sind die
Seitenwände 11 und/oder Trennwände 12 aus einem transparenten Kunststoff wie beispielsweise
PMMA gefertigt. Darüber hinaus verfügen die fraglichen Wände 11, 12 über polierte
Kanten 13, die jeweils kreisbogenförmig gestaltet sind, so dass ein insgesamt hochwertiger
optischer Eindruck entsteht.
[0041] Außerdem ist der jeweilige Stapelkorb 2 mit einer frontseitigen Kennzeichnungsleiste
14 ausgerüstet. Die fragliche Kennzeichnungsleiste 14 schließt sich unterseitig an
eine Grundfläche an und mag zur Aufnahme von Markierungen wie beispielsweise Preisschildern,
Produktkennzeichnungen etc. eingerichtet sein.
[0042] Das Grundgestell 1a und/oder das Aufsteckgestell 1 b sind ebenso wie die einzelnen
Stapelkörbe 2 aus Metall hergestellt. Außerdem verfügen die vorerwähnten Gegenstände
1a, 1 b und 2 üblicherweise über eine beschichtete und dauerhafte Oberfläche. Hier
hat sich insbesondere eine Pulverbeschichtung als günstig erwiesen.
[0043] Anhand einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 bis 3 wird deutlich, dass das
Aufsteckgestell 1b wahlweise mit dem Grundgestell 1a gekoppelt werden kann oder eben
nicht. Dadurch lässt sich die Stapelkorbanordnung flexibel an ganz unterschiedliche
Anforderungen und in den einzelnen Stapelkörben 2 üblicherweise aufgenommenen Waren
anpassen. Hierzu tragen auch die fußseitigen Räder 7 bei, die einen flexiblen Einsatz
ermöglichen. Selbstverständlich lassen sich die einzelnen Stapelkorbanordnungen auch
aneinander in der Art einer Reihe anschließen, so dass ein modularer Aufbau zur Verfügung
gestellt wird. Durch den Einsatz von Lochplatten 10 unter anderem als Grundflächen
für die Stapelkörbe 2 lassen sich die Trennwände 12 flexibel anbringen. Dabei mögen
die Trennwände 12 in Verbindung mit weiteren Ausrüstungsgegenständen in dem Schubfach
8 bevorratet werden, stehen also für die unmittelbare Anwendung zur Verfügung.
[0044] Folglich bietet die erfindungsgemäße Stapelkorbanordnung ein Höchstmaß an Flexibilität
und Mobilität bei zugleich hoher Standsicherheit und besonders stabiler Ausführungsform.
Tatsächlich können Gesamtbelastungen von mehreren hundert Kilo aufgenommen werden.
Die offene und transparente Gestaltung der einzelnen Stapelkörbe 2 ermöglicht die
Aufnahme großer Warenmengen, die zudem besonders verkaufsfördernd präsentiert sind
und werden. Auch kleinere Restmengen lassen sich durch die transparente Gestaltung
unschwer von potentiellen Käufern erkennen. Die unmittelbar im Blickfeld liegenden
Kennzeichnungsleisten 14 ermöglichen darüber hinaus eine schnelle Orientierung für
den Kunden.
1. Stapelkorbanordnung, mit wenigstens einem Grundgestell (1a), und mit zumindest einem
an das Grundgestell (1a) anschließbaren oder angeschlossenen Stapelkorb (2), dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (1a) zur wahlweisen Aufnahme beispielsweise eines Aufsteckgestells
(1 b), von Aufsteckblenden etc. eingerichtet ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (1a) mit zumindest einer Steckaufnahme (3) für einen hierin eingreifenden
Steckzapfen (4) ausgerüstet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (1 a) und/oder das Aufsteckgestell (1 b) jeweils als Rohrrahmengestell
mit wenigstens zwei Vertikalrohren (6, 9) ausgebildet ist.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohrrahmengestell als Vierkantrohrrahmengestell ausgelegt ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Vertikalrohre (6) des Grundgestells (1a) kopfseitig die Steckaufnahmen
(3) zur Aufnahme der Steckzapfen (4) aufweisen.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Steckzapfen (4) als Stecklasche (4) ausgebildet ist.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (1a) fahrbar ausgelegt ist und hierzu fußseitige Räder (7) aufweist.
8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Räder (7) lenk- und/oder blockierbar sind.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (1a) mit einem Grundrahmen (5) und den darauf aufstehenden Vertikalrohren
(6) ausgebildet ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Wände des Grundgestells (1a) als Lochplatten (10) ausgebildet sind.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Stapelkörbe (21, 22) in übereinander angeordneter Konfiguration an das Grundgestell (1a) angeschlossen
sind.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der fußseitige Stapelkorb (21) eine an den Grundrahmen (1a) angepasste Grundfläche aufweist, während der darüber
befindliche zweite Stapelkorb (22) mit einer demgegenüber verringerten Grundfläche ausgerüstet ist.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundfläche des zweiten Stapelkorbes (22) ca. 60% bis 90%, vorzugsweise ca. 80%, der Grundfläche des ersten Stapelkorbes (21) beträgt.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Stapelkorb (2) mit transparenten Seitenwänden (11) und/oder Trennwänden
(12) ausgerüstet ist.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (11) und/oder Trennwände (12) aus einem transparenten Kunststoff
gefertigt sind.
16. Anordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Kante (13) der Wand (11, 12) poliert und insbesondere flammpoliert
ist.
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Stapelkorb (2) mit einer Kennzeichnungsleiste (14) ausgerüstet ist.
18. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schubfach (8) zur Aufnahme ergänzender Ausrüstungsgegenstände vorgesehen ist.
19. Anordnung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Schubfach (8) an oder unterhalb des Grundrahmens (5) des Grundgestells (1a) angeordnet
ist.
20. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundgestell (1a) und/oder das Aufsteckgestell (1 b) und/oder der jeweilige Stapelkorb
(2) und/oder die Rückwände des Grundgestells (1a) und/oder die Rückwände des Aufsteckgestells
(1 b) aus Metall hergestellt sind und insbesondere eine beschichtete sowie vorzugsweise
pulverbeschichtete Oberfläche aufweisen.