[0001] Die Erfindung betrifft eine Schiene für einen Inlineskate gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1. Eine derartige Schiene ist aus der
WO 2007/038493 A2 bzw.
FR 2883485 A1 bekannt.
[0002] Bekannte Inlineskates bestehen aus einem Schuh und einer Schiene, wobei die Schiene
mit der Sohle fest verbunden ist. Die Schiene verbindet die Rollen mit dem Schuh und
dadurch wird eine optimale Kraftübertragung möglich.
[0003] Bei den bekannten Schienen ist die Steifigkeit, das Komfortniveau, das Ansprechverhalten,
die Flexibilität, die Energiegewinnung und die Federspannung sowie die Länge und Breite
der Schiene vorgegeben. Der Nachteil dieser bekannten Schienen besteht darin, dass
diese Parameter nicht einstellbar sind.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schiene gemäß Anspruch 1 zu
schaffen, bei der eine Einstellmöglichkeit an persönliche Bedürfnisse und Anpassung
an Fahrbahnbedingungen, ähnlich wie bei einer Fahrwerkseinstellung eines Kraftfahrzeugs,
vorgesehen ist.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Schiene mit zumindest einem Verstärkungselement
zu versehen, um somit die Steifigkeit der Schiene bis auf einen zulässigen Minimalwert
absenken zu können. Der zulässige Minimalwert ist individuell verschieden, kann jedoch
für den jeweiligen Benutzer und die Anwendungsart (beispielsweise sportlicher Bereich
oder eher komfortbetonter Bereich) herstellerseitig, beispielsweise durch Tests, bestimmt
und damit vorgegeben werden. Vom Prinzip her ist die erfindungsgemäße Schiene jedoch
auch ohne Verstärkungselemente funktionsfähig, da sie, wie zuvor erläutert, mit einem
Steifigkeits-Minimalwert gefertigt wird, so dass sie als Basisschiene für Bereiche,
wie insbesondere den Fitnessbereich, auch ohne Verstärkungselemente verwendet werden
kann.
[0007] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0008] Das Verstärkungselement kann aus unterschiedlichen Materialien, wie zum Beispiel
Kunststoff, Fiberglas, Metall oder Karbon, hergestellt werden. Weiterhin kann sich
das Verstärkungselement in der Geometrie, zum Beispiel kurze oder lange Elementstreifen,
und der Materialstärke unterscheiden. Ebenso gibt es variable Befestigungsmöglichkeiten
der Verstärkungselemente an der Schiene, zum Beispiel kann die Ausrichtung horizontal,
vertikal oder diagonal sein. Hinsichtlich ihrer Geometrie können die Verstärkungselemente
als Vierkantprofile, als Halbrundprofile, als Rundprofile, als Hohlkörper oder als
Massivteile oder Kombinationen von diesen Ausführungsformen ausgebildet sein.
[0009] Bei der Fixierung der Schiene am Inlineschuh gibt es verschiedene Befestigungsmöglichkeiten,
wie z.B. Verschraubungen, Nietverbindungen, Klebeverbindungen, Klicksysteme, Schweißverbindungen,
Lötverbindungen oder auch Klettverschluss. Hierbei kann das Verstärkungsteil sowohl
den ganzen Schienenrahmen als auch nur einen Bereich abdecken.
[0010] Insgesamt ist es möglich, die Schiene für die Verwendung mit einer Achse zur Rollenmontage
oder mit einer zweigeteilten Rollenachse auszubilden. Von der Konstruktion her kann
es sich um eine stranggepresste, gegossene einteilige Schiene oder um eine gestanzte
einteilige bzw. zweiteilige Schienenkonstruktion handeln. Letztere wird über die Montageblöcke
und evtl. weitere Achsen miteinander verbunden. Darüber hinaus ergibt sich eine Unabhängigkeit
bei der Anzahl der Ebenen, die eine Schiene aufweist. Gestanzte Schienen können jedoch
auch ohne Montageblöcke auskommen, wenn diese zweimal abgewinkelt und dann verbunden
werden.
[0011] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus nachfolgender Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine seitliche Ansicht einer erfindungsgemäßen Schiene mit kurzen Verstärkungselementen
und eine Seitenansicht eines langen Verstärkungselements, wobei in diesem Falle die
Schiene als stranggepresste Schiene ausgebildet ist;
- Fig. 2 bis 4
- Stirnansichten der Schiene mit unterschiedlich aufgebrachten Verstärkungselementen,
und
- Fig. 5 und 6
- eine Seitenansicht und Schnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform.
[0012] In Fig.1 ist eine Inlineskate-Schiene 1 dargestellt, die einen Schienenrahmen 2 aufweist.
An diesem Schienenrahmen 2 wird zumindest ein auswechselbares und fixierbares Verstärkungselement
3 bis 6 angeordnet. Das Verstärkungselement 3 bis 6 kann aus unterschiedlichem Material,
Materialstärke und Geometrie, die an den jeweiligen Anwendungsfall anpassbar sind,
bestehen. Beispielhaft dafür sind in Fig. 1 ein langes Verstärkungselement 3, das
sich in etwa über die gesamte Länge des Schienenrahmens 2 erstreckt, und kleine Verstärkungselemente
4 bis 6, die je nach Ausrichtung bezüglich des Schienenrahmens 2 horizontal, vertikal
und diagonal daran fixierbar sind, dargestellt.
[0013] Fig. 2 bis 4 stellen verschiedene Aufbringungsmöglichkeiten der Verstärkungselemente
3 bis 6 dar. Dabei wird ersichtlich, dass das Verstärkungselement 3 sowohl auf der
Innenfläche und/oder Außenfläche 7 bzw. 8 des Schienenrahmens 2 als auch in einer
am Schienenrahmen 2 ausgebildeten Tasche 9 angeordnet werden kann. Eine derartige
Tasche 9 bzw. eine Mehrzahl derartiger Taschen 9 kann sowohl auf der Innenseite bzw.
Innenfläche 7 und/oder der Außenseite bzw. Außenfläche 8 des Schienenrahmens 2 angeordnet
werden.
[0014] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schiene 1 dargestellt,
die wiederum einen Schienenrahmen 2 aufweist.
[0015] Insbesondere aus der Fig. 6 wird deutlich, dass der Schienenrahmen auf seinen Außenflächen
8, 8' bei der hier beschriebenen Ausführungsform mit runden Taschen 10 bzw. 10' versehen
ist. Die Taschen 10 bzw. 10' sind in ausgebuchteten Wandbereichen 14, 14' des Rahmens
2 angeordnet, wie sich dies im Einzelnen aus der Darstellung der Fig. 6 ergibt. Die
Wandbereiche 14, 14' sind vorzugsweise integrale Bestandteile des Rahmens 2, die z.B.
bei der gusstechnischen Herstellung des Rahmens 2 mit erzeugt werden können.
[0016] In die Taschen 10, 10' können entsprechend geformte, also in diesem Fall runde Verstärkungselemente
15 eingeschoben werden. Die Taschen 10, 10' können einseitig oder beidseitig offen
sein und gegebenenfalls durch Verschlussstopfen nach dem Einschieben der Verstärkungselemente
15 geschlossen werden, was jedoch nicht obligatorisch ist.
[0017] Fig. 6 verdeutlicht ferner, dass der Rahmen an seinem unteren offenen Ende jeweils
zwei Ausnehmungen 12 und 13 aufweist, wobei die Ausnehmung 13 eine Gewindeausnehmung
ist, in die ein Achsbolzen 11 nach Hindurchführen durch die Ausnehmung 12 eingeschraubt
werden kann.
[0018] Obwohl in Fig. 6 die Taschen 10, 10' als Taschen mit einem runden Querschnitt dargestellt
sind, sind vom Prinzip her natürlich auch andere Querschnitte unter Anpassung der
Form der Verstärkungselemente 15 möglich. Ferner können die Taschen 10, 10' sich über
die gesamte Länge des Schienenrahmens 2 erstrecken, oder, wie in Fig. 5 angedeutet,
abschnittsweise zwischen Auskehlungen 16, 17, 18 des Schienenrahmens 2 verlaufen.
Sind die Taschen 10, 10' als durchgehend ausgebildete Kanäle ausgebildet, müssen sie
natürlich oberhalb der Auskehlungen 16 bis 18 angeordnet werden.
[0019] Zur Ergänzung der voranstehenden schriftlichen Offenbarung der Erfindung wird explizit
auf deren zeichnerische Darstellung in Fig. 1 bis 4 verwiesen.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1
- Inlineskate-Schiene
- 2
- Schienenrahmen
- 3 bis 6
- Verstärkungselement
- 7
- Innenfläche / Innenseite
- 8
- Außenfläche / Außenseite
- 9
- Tasche
1. Inlineskate-Schiene (1)
- mit einem Schienenrahmen (2) und
- mit zumindest einem, am Schienenrahmen (2) auswechselbaren fixierbaren Verstärkungselement
(3 bis 6),
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Steifigkeit der Schiene bis auf einen zulässigen Minimalwert abgesenkt ist,
- dass das Verstärkungselement (3 bis 6) in seiner Geometrie an den jeweiligen Anwendungsfall
angepasst ist, und insbesondere als Rechteckprofil, Halbrundprofil, Rundprofil, in
massiver Bauweise oder als Hohlkörper ausgebildet ist, und
- dass das Verstärkungselement (3 bis 6) in horizontaler, vertikaler und/oder diagonaler
Ausrichtung relativ zum Schienenrahmen (2) an diesem fixierbar ist,
- wobei bei der Aufbringung des Verstärkungselementes (3-6) an der Außenseite oder
Innenseite der Schiene die Befestigung über zusätzliche Schrauben, Nieten oder auch
über Kleber erfolgt oder die Schiene durch Einschieben von Verstärkungselementen (3-6)
in eine Tasche (9; 10) auf der Innen- und/oder Außenseite des Schienenrahmens (2)
verstärkt ist.
2. Inlineskate-Schiene (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (3 bis 6) aus einem an den jeweiligen Anwendungsfall angepassten
Material besteht.
3. Inlineskate-Schiene (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (3 bis 6) aus Kunststoff, Fiberglas, Metall, Karbon und/oder
Verbundstoffen besteht.
4. Inlineskate-Schiene (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (3 bis 6) in seiner Materialstärke an den jeweiligen Anwendungsfall
angepasst ist.
5. Inlineskate-Schiene (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (3 bis 6) an einem der beiden Enden beweglich in einem Langloch
fixierbar ist.
1. In-line skate rail (1), comprising:
- a rail frame (2), and
- at least one reinforcing element (3 to 6) replaceably fixable at the rail frame
(2),
characterized in that
- the stiffness of the rail up to an allowable minimum value is reduced,
- the geometry of the reinforcing element (3 to 6) is adapted to the respective field
of application, and is formed specifically as a rectangular profile, semi-circular
profile, round profile, massive construction or hollow body, and
- the reinforcing element (3 to 6) is fixable relative to the rail frame (2) in a
horizontal, vertical and/or transverse alignment,
- wherein the application of the reinforcing element (3 to 6) on the outer side or
inner side of the rail is achieved by fixing via additional screws, rivets or also
adhesives or the rail is reinforced by inserting reinforcing elements (3 to 6) in
a recess (9; 10) of the inner side or/and outer side of the rail frame (2).
2. In-line skate rail (1) of claim 1, characterized in that the reinforcing element (3 to 6) consists of a material adapted to the respective
field of application
3. In-line skate rail (1) of claim 1 or 2, characterized in that the reinforcing element (3 to 6) is made of plastic, fiber glass, metal, carbon and/or
compounds.
4. In-line skate rail (1) of one of claims 1 to 3, characterized in that the material thickness of the reinforcing element (3 to 6) is adapted to the respective
field of application.
5. In-line skate rail (1) of one of claims 1 to 4, characterized in that the reinforcing element (3 to 6) is movably fixable in an elongated hole at one of
its two ends.
1. Châssis de patin en ligne (1)
- avec un cadre de châssis (2) et
- avec au moins un élément de renfort (3 à 6) remplaçable, pouvant être fixé au cadre
de châssis (2),
caractérisé en ce
- que la rigidité du châssis est réduite jusqu'à une valeur minimale admissible,
- que l'élément de renfort (3 à 6) est adapté dans sa géométrie au cas d'utilisation considéré,
et en particulier réalisé sous la forme d'un profilé rectangulaire, semi-circulaire,
circulaire, en construction massive ou sous forme de corps creux, et
- que l'élément de renfort (3 à 6) peut être fixé au cadre de châssis (2) dans une orientation
horizontale, verticale et/ou diagonale par rapport à celui-ci,
- la fixation de l'élément de renfort (3 à 6) lors de son montage sur le côté extérieur
ou le côté intérieur du châssis étant réalisée au moyen de vis supplémentaires, de
rivets ou encore par collage, ou le châssis étant renforcé par insertion d'éléments
de renfort (3 à 6) dans une poche (9 ; 10) sur le côté intérieur et/ou extérieur du
cadre de châssis (2).
2. Châssis de patin en ligne (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de renfort (3 à 6) est composé d'un matériau adapté au cas d'utilisation
considéré.
3. Châssis de patin en ligne (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de renfort (3 à 6) est composé de matière plastique, fibre de verre, métal,
carbone et/ou matériaux composites.
4. Châssis de patin en ligne (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de renfort (3 à 6) est adapté dans son épaisseur de matériau au cas d'utilisation
considéré.
5. Châssis de patin en ligne (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'élément de renfort (3 à 6) peut être fixé de manière mobile dans un trou oblong
à une des deux extrémités.