[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Backofen mit einem durch eine Ofentür verschließbaren
Garraum, in den durch eine vorzugsweise im Garraum befindliches Gebläse für den Garprozess
mittels Luftleitelementen Heißluft in den Garraum eingeführt wird.
[0002] Bei einem bekannten Backofen (
US 7,784,457 B2) ist an der Rückseite des Garraums hinter einer sogenannten Prallwand ein Umluftgebläse
angeordnet, dessen Luftströmung über ein ringförmiges Heizelement geführt ist und
die Heißluft über an den Seitenwänden des Garraums befestigte Luftleitelemente dem
Inneren des Garraums zugeleitet wird. Diese Luftleitelemente besitzen in unterschiedlichen
Ebenen für dort einschiebbare Gargutträger Strömungsöffnungen, die gegen die Mitte
und die genannte Rückseite des Garraums gerichtet sind, so dass die Heißluft während
eines Garprozesses den Garraum in Richtung auf die Rückseite zu durchströmen kann.
[0003] Allgemein bei Backöfen besteht das Problem, dass die erhitzte und meist feuchte Luft
innerhalb des Garraums an der in der Regel kühleren Innenseite der Ofentür kondensiert
und beschlägt, so dass bei Vorhandensein eines Durchsichtfensters in der Ofentür die
Einsicht von außen her zum Gargut im Garraum zumindest erschwert oder gar unmöglich
gemacht wird.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Backofen der eingangs
genannten Art so auszubilden, dass ein Beschlagen der Innenseite der Ofentür, vorzugsweise
der Glasscheibe eines Durchsichtfensters durch Kondensat verringert oder gar vermieden
werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Backofen der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass unmittelbar Heißluftströme zur Innenseite der Ofentür führende Luftleitelemente
vorgesehen sind.
[0006] Auf diese Weise wird der für den Garprozess vorgesehenen und beim Umluftgaren notwendigen
Heißluft eine weitere Funktion zugeordnet, nämlich die Erhitzung der Türinnenfläche
durch Luftströmungen, die gezielt auf diese Türinnenfläche gerichtet sind und somit
eine Kondensatbildung an dieser nunmehr etwa auf das Temperaturniveau des inneren
Bereiches des Garraums erhöhten Türinnenfläche weitgehend verhindern.
[0007] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gegeben, dass die zur Innenseite
der Ofentür führenden Luftleitelemente als Kanäle in Wandflächen des Garraums vorzugsweise
in seitlichen Wandflächen ausgebildet sind. Bei sogenannten Umluftöfen ist es vorteilhaft,
vorzugsweise die Seitenwände des Garraums in mehreren Ebenen mit z. B. rippenartigen
Kanälen für die Heißluftströmung zu versehen, die dann gleichzeitig als Halterungen
für einschiebbare Gargutträger dienen können.
[0008] Alternativ können die zur Innenseite der Ofentür führenden Luftleitelemente durch
Luftführungen als Bestandteile von an seitlichen Wandflächen des Garraums montierbaren
Einschiebegestellen für Gargutträger gebildet sein. Diese Einschiebegestelle können
samt den Luftleitelementen z. B. zur Reinigung oder bei anderen Anwendungsarten des
Backofens leicht aus dem Garraum entnommen und gegebenenfalls dann wieder eingesetzt
werden.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Luftleitelemente
Ausströmöffnungen sowohl an der Innenseite der Ofentür als auch im Bereich zwischen
Ofentür und der Rückseite des Garraumes aufweisen. So kann z. B. ein Teil der in die
vorzugsweise beidseitig angebrachten Luftleitelemente einströmenden Heißluft, etwa
10 bis 20 % für das Anblasen der Ofentür und der Rest unmittelbar für die Erhitzung
des Gargutes verwendet werden.
[0010] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Luftleitelemente strömungstechnisch
an die dem Gebläse zugeordneten Luftleitelemente angeschlossen. Selbstverständlich
besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, die für die gezielte Erwärmung
der Türinnenseite benötigte Luftströmung von einer anderen, nicht im Garraum befindlichen
Druckluftquelle her zu beziehen.
[0011] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
nachstehend erläutert.
[0012] Es zeigt:
- Figur 1
- eine skizzenartige, perspektivische Darstellung eines offenen Garraumes;
- Figur 2
- die Schnittansicht des Backofens gemäß Figur 1.
[0013] Der Backofen gemäß Figur 1 und 2 besitzt eine quaderförmige Ofenmuffel 1, die einen
frontseitig offenen Garraum 2 begrenzt, welcher Garraum durch eine Ofentür 15 verschließbar
ist (Figur 2). An der Rückseite des Garraums 2 mit geringem Abstand zur rückseitigen
Muffelwand 3 befindet sich eine Prallwand 4, hinter der ein Gebläse 5 angeordnet ist,
das von einem ringförmigen Heizelement umgeben sein kann. Unmittelbar vor dem Gebläse
5 besitzt die Prallwand 4 eine Luftansaugöffnung 6 sowie randseitig mehrere Ausströmöffnungen,
z. B. mit der Funktion als dem Gebläse 5 unmittelbar zugeordnete Luftleitelemente
7, die beim Garprozess Heißluft in den Garraum befördern sollen. Ferner ist an der
oberen Begrenzung des Garraums 2 ein Heizelement 16 angebracht, das als Oberhitze
oder als Grillheizkörper dienen kann.
[0014] Wie insbesondere Figur 2 zeigt, sind an den seitlichen Garraumwänden 8 Einschiebegestelle
9 montiert, die in der Zeichnung nicht im Detail wiedergegeben sind. In der konkreten
Ausführung besitzen diese Einschiebegestelle 9 in mehreren Ebenen übereinander waagerechte
Halterungen für mehrere einschiebbare Gargutträger 10, wie in Figur 2 angedeutet.
[0015] Diese Einschiebegestelle 9 sind z. B. rückseitig versehen mit Luftleitelementen 11,
z. B. in Form von waagerechten Kanälen, wie in Figur 1 an einem Beispiel angedeutet.
Sie besitzen ferner in Figur 2 angedeutete Ausströmöffnungen 12, die zum Inneren des
Garraums 2 hin gerichtet sind sowie an den frontseitigen Enden Ausströmöffnungen 13,
die unmittelbar auf die Innenfläche 14 der Ofentür 15 gerichtet sind. Die Luftleitelemente
11 der Einschiebegestelle 9 sind strömungstechnisch unmittelbar an die dem Gebläse
5 zugeordneten beidseitigen Luftleitelemente am mit 17 bezeichneten Randbereich der
Prallplatte 4 angeschlossen (Figur 1).
[0016] Beim Umluft-Garprozess bei geschlossener Ofentür 15 und bei eingeschaltetem Gebläse
5 strömt mit Überdruck Heißluft durch die seitlichen Luftleitelemente 11, wobei durch
Pfeile 18 angedeutete Heißluft in das Innere des Garraums 2 strömt, z. B. mit einem
Anteil von 80 bis 90 %, während an den Enden der Luftleitelemente 11, also an den
offenen Enden der Kanäle Heißluft mit einem entsprechenden Anteil von 10 bis 20 %
in Pfeilrichtung 19 unmittelbar zur Innenfläche 14 der Ofentür 15 geblasen wird und
dort die relativ kühle Innenfläche 14 einer Fensterinnenscheibe auf ein Temperaturniveau
aufheizt, das etwa der Temperatur im Inneren des Garraums 2 entspricht, wodurch eine
Kondensation des heißen und feuchten Wrasens an dieser Innenfläche 14 zumindest verringert
wird.
1. Backofen mit einem durch eine Ofentür (15) verschließbaren Garraum (2), in den durch
ein vorzugsweise im Garraum (2) befindliches Gebläse (5) für den Garprozess mittels
Luftleitelementen Heißluft in den Garraum (2) eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar Heißluftströme (19) zur Innenfläche (14) der Ofentür (15) führende Luftleitelemente
(11) vorgesehen sind.
2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Innenseite (14) der Ofentür (15) führenden Luftleitelemente (11) als Kanäle
in Wandflächen (8, 9) des Garraums (2) vorzugsweise in seitlichen Wandflächen ausgebildet
sind.
3. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Innenfläche (14) der Ofentür (15) führenden Luftleitelemente (11) durch Luftführungen
als Bestandteile von an seitlichen Wandflächen (8) des Garraums (2) montierbaren Einschiebegestellen
(9) für Gargutträger (10) gebildet sind.
4. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitelemente (11) Ausströmöffnungen (12, 13) sowohl an der Innenfläche (14)
der Ofentür (15) als auch im Bereich zwischen Ofentür (15) und der Rückseite des Garraums
(2) aufweisen.
5. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitelemente (11) strömungstechnisch an die dem Gebläse (5) zugeordneten
Luftleitelemente angeschlossen sind.
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