(19)
(11) EP 2 503 249 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
26.09.2012  Patentblatt  2012/39

(21) Anmeldenummer: 12157701.9

(22) Anmeldetag:  01.03.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F24C 15/12(2006.01)
F24C 15/32(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 25.03.2011 DE 102011006084

(71) Anmelder: BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
81739 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Andreas, Margit
    83352 Altenmarkt a.d. Alz (DE)
  • Lebacher, Rainer
    83349 Palling (DE)
  • Mallinger, Peter
    83301 Traunreut (DE)
  • Oberstaller, Angelika
    83278 Traunstein (DE)

   


(54) Backofen


(57) Der Backofen besitzt einen durch eine Ofentür (15) verschließbaren Garraum (2), in den durch ein vorzugsweise im Garraum befindliches Gebläse (5) für den Garprozess mittels Luftleitelementen Heißluft in den Garraum eingeführt wird.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass unmittelbar Heißluftströme zur Innenfläche (14) der Ofentür (15) führende Luftleitelemente vorgesehen sind, wodurch eine Kondensation des heißen und feuchten Wrasens an der genannten Innenfläche (14) zumindest verringert wird.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Backofen mit einem durch eine Ofentür verschließbaren Garraum, in den durch eine vorzugsweise im Garraum befindliches Gebläse für den Garprozess mittels Luftleitelementen Heißluft in den Garraum eingeführt wird.

[0002] Bei einem bekannten Backofen (US 7,784,457 B2) ist an der Rückseite des Garraums hinter einer sogenannten Prallwand ein Umluftgebläse angeordnet, dessen Luftströmung über ein ringförmiges Heizelement geführt ist und die Heißluft über an den Seitenwänden des Garraums befestigte Luftleitelemente dem Inneren des Garraums zugeleitet wird. Diese Luftleitelemente besitzen in unterschiedlichen Ebenen für dort einschiebbare Gargutträger Strömungsöffnungen, die gegen die Mitte und die genannte Rückseite des Garraums gerichtet sind, so dass die Heißluft während eines Garprozesses den Garraum in Richtung auf die Rückseite zu durchströmen kann.

[0003] Allgemein bei Backöfen besteht das Problem, dass die erhitzte und meist feuchte Luft innerhalb des Garraums an der in der Regel kühleren Innenseite der Ofentür kondensiert und beschlägt, so dass bei Vorhandensein eines Durchsichtfensters in der Ofentür die Einsicht von außen her zum Gargut im Garraum zumindest erschwert oder gar unmöglich gemacht wird.

[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Backofen der eingangs genannten Art so auszubilden, dass ein Beschlagen der Innenseite der Ofentür, vorzugsweise der Glasscheibe eines Durchsichtfensters durch Kondensat verringert oder gar vermieden werden kann.

[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Backofen der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass unmittelbar Heißluftströme zur Innenseite der Ofentür führende Luftleitelemente vorgesehen sind.

[0006] Auf diese Weise wird der für den Garprozess vorgesehenen und beim Umluftgaren notwendigen Heißluft eine weitere Funktion zugeordnet, nämlich die Erhitzung der Türinnenfläche durch Luftströmungen, die gezielt auf diese Türinnenfläche gerichtet sind und somit eine Kondensatbildung an dieser nunmehr etwa auf das Temperaturniveau des inneren Bereiches des Garraums erhöhten Türinnenfläche weitgehend verhindern.

[0007] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gegeben, dass die zur Innenseite der Ofentür führenden Luftleitelemente als Kanäle in Wandflächen des Garraums vorzugsweise in seitlichen Wandflächen ausgebildet sind. Bei sogenannten Umluftöfen ist es vorteilhaft, vorzugsweise die Seitenwände des Garraums in mehreren Ebenen mit z. B. rippenartigen Kanälen für die Heißluftströmung zu versehen, die dann gleichzeitig als Halterungen für einschiebbare Gargutträger dienen können.

[0008] Alternativ können die zur Innenseite der Ofentür führenden Luftleitelemente durch Luftführungen als Bestandteile von an seitlichen Wandflächen des Garraums montierbaren Einschiebegestellen für Gargutträger gebildet sein. Diese Einschiebegestelle können samt den Luftleitelementen z. B. zur Reinigung oder bei anderen Anwendungsarten des Backofens leicht aus dem Garraum entnommen und gegebenenfalls dann wieder eingesetzt werden.

[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Luftleitelemente Ausströmöffnungen sowohl an der Innenseite der Ofentür als auch im Bereich zwischen Ofentür und der Rückseite des Garraumes aufweisen. So kann z. B. ein Teil der in die vorzugsweise beidseitig angebrachten Luftleitelemente einströmenden Heißluft, etwa 10 bis 20 % für das Anblasen der Ofentür und der Rest unmittelbar für die Erhitzung des Gargutes verwendet werden.

[0010] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Luftleitelemente strömungstechnisch an die dem Gebläse zugeordneten Luftleitelemente angeschlossen. Selbstverständlich besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, die für die gezielte Erwärmung der Türinnenseite benötigte Luftströmung von einer anderen, nicht im Garraum befindlichen Druckluftquelle her zu beziehen.

[0011] Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachstehend erläutert.

[0012] Es zeigt:
Figur 1
eine skizzenartige, perspektivische Darstellung eines offenen Garraumes;
Figur 2
die Schnittansicht des Backofens gemäß Figur 1.


[0013] Der Backofen gemäß Figur 1 und 2 besitzt eine quaderförmige Ofenmuffel 1, die einen frontseitig offenen Garraum 2 begrenzt, welcher Garraum durch eine Ofentür 15 verschließbar ist (Figur 2). An der Rückseite des Garraums 2 mit geringem Abstand zur rückseitigen Muffelwand 3 befindet sich eine Prallwand 4, hinter der ein Gebläse 5 angeordnet ist, das von einem ringförmigen Heizelement umgeben sein kann. Unmittelbar vor dem Gebläse 5 besitzt die Prallwand 4 eine Luftansaugöffnung 6 sowie randseitig mehrere Ausströmöffnungen, z. B. mit der Funktion als dem Gebläse 5 unmittelbar zugeordnete Luftleitelemente 7, die beim Garprozess Heißluft in den Garraum befördern sollen. Ferner ist an der oberen Begrenzung des Garraums 2 ein Heizelement 16 angebracht, das als Oberhitze oder als Grillheizkörper dienen kann.

[0014] Wie insbesondere Figur 2 zeigt, sind an den seitlichen Garraumwänden 8 Einschiebegestelle 9 montiert, die in der Zeichnung nicht im Detail wiedergegeben sind. In der konkreten Ausführung besitzen diese Einschiebegestelle 9 in mehreren Ebenen übereinander waagerechte Halterungen für mehrere einschiebbare Gargutträger 10, wie in Figur 2 angedeutet.

[0015] Diese Einschiebegestelle 9 sind z. B. rückseitig versehen mit Luftleitelementen 11, z. B. in Form von waagerechten Kanälen, wie in Figur 1 an einem Beispiel angedeutet. Sie besitzen ferner in Figur 2 angedeutete Ausströmöffnungen 12, die zum Inneren des Garraums 2 hin gerichtet sind sowie an den frontseitigen Enden Ausströmöffnungen 13, die unmittelbar auf die Innenfläche 14 der Ofentür 15 gerichtet sind. Die Luftleitelemente 11 der Einschiebegestelle 9 sind strömungstechnisch unmittelbar an die dem Gebläse 5 zugeordneten beidseitigen Luftleitelemente am mit 17 bezeichneten Randbereich der Prallplatte 4 angeschlossen (Figur 1).

[0016] Beim Umluft-Garprozess bei geschlossener Ofentür 15 und bei eingeschaltetem Gebläse 5 strömt mit Überdruck Heißluft durch die seitlichen Luftleitelemente 11, wobei durch Pfeile 18 angedeutete Heißluft in das Innere des Garraums 2 strömt, z. B. mit einem Anteil von 80 bis 90 %, während an den Enden der Luftleitelemente 11, also an den offenen Enden der Kanäle Heißluft mit einem entsprechenden Anteil von 10 bis 20 % in Pfeilrichtung 19 unmittelbar zur Innenfläche 14 der Ofentür 15 geblasen wird und dort die relativ kühle Innenfläche 14 einer Fensterinnenscheibe auf ein Temperaturniveau aufheizt, das etwa der Temperatur im Inneren des Garraums 2 entspricht, wodurch eine Kondensation des heißen und feuchten Wrasens an dieser Innenfläche 14 zumindest verringert wird.


Ansprüche

1. Backofen mit einem durch eine Ofentür (15) verschließbaren Garraum (2), in den durch ein vorzugsweise im Garraum (2) befindliches Gebläse (5) für den Garprozess mittels Luftleitelementen Heißluft in den Garraum (2) eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar Heißluftströme (19) zur Innenfläche (14) der Ofentür (15) führende Luftleitelemente (11) vorgesehen sind.
 
2. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Innenseite (14) der Ofentür (15) führenden Luftleitelemente (11) als Kanäle in Wandflächen (8, 9) des Garraums (2) vorzugsweise in seitlichen Wandflächen ausgebildet sind.
 
3. Backofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Innenfläche (14) der Ofentür (15) führenden Luftleitelemente (11) durch Luftführungen als Bestandteile von an seitlichen Wandflächen (8) des Garraums (2) montierbaren Einschiebegestellen (9) für Gargutträger (10) gebildet sind.
 
4. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitelemente (11) Ausströmöffnungen (12, 13) sowohl an der Innenfläche (14) der Ofentür (15) als auch im Bereich zwischen Ofentür (15) und der Rückseite des Garraums (2) aufweisen.
 
5. Backofen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftleitelemente (11) strömungstechnisch an die dem Gebläse (5) zugeordneten Luftleitelemente angeschlossen sind.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente