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EP 2 505 837 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.06.2014 Patentblatt 2014/26 |
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Anmeldetag: 01.04.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Kolbenkompressor
Piston compressor
Compresseur à piston
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.10.2012 Patentblatt 2012/40 |
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Patentinhaber: J.P. Sauer & Sohn Maschinenbau GmbH |
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24159 Kiel (DE) |
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Erfinder: |
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- Mißfeldt, Peter
24106 Kiel (DE)
- Dahms, Peter
24229 Schwedeneck (DE)
- Wiegers, Wolfgang
71711 Steinheim-Höpfigheim (DE)
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Vertreter: Hemmer, Arnd et al |
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Patentanwälte
Vollmann & Hemmer
Wallstrasse 33a 23560 Lübeck 23560 Lübeck (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 221 637 WO-A1-00/06877 WO-A1-2009/003260 GB-A- 314 795 US-A- 5 307 732
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EP-A2- 1 022 463 WO-A1-02/44564 DE-A1- 10 138 070 JP-A- 5 099 146
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kolbenkompressor mit einem oder mehreren Kolben.
[0002] Bei Kolbenkompressoren ist es bekannt, zum Erreichen höherer Drücke mehrstufige Kolbenkompressoren
einzusetzen, bei welchen eine stufenweise Verdichtung in aufeinanderfolgenden Zylindern
erfolgt. Da bei der Verdichtung das Volumen abnimmt, verkleinert sich das Hubvolumen
von Stufe zu Stufe. Üblicherweise werden dazu die Kolben und Zylinder in ihrem Durchmesser
verkleinert. Die Kolben mit kleinerem Durchmesser haben auch ein geringeres Gewicht,
sodass es bei Antrieb aller Kolben über eine gemeinsame Kurbelwelle zu Unwuchten und
Vibrationen kommt. Man ist daher bestrebt, einen Massenausgleich zwischen den einzelnen
Kolben zu erreichen. Daher ist es bekannt, beispielsweise einen ersten größeren Kolben
aus Aluminium und einen zweiten kleineren Kolben aus Grauguss zu fertigen. Die Ausbildung
des Kolbens aus Grauguss hat jedoch den Nachteil, dass es aufgrund eines anderen thermischen
Ausdehnungskoeffizienten zu einem unerwünschten Spiel und zu Abdichtungsproblemen
im Zylinder kommen kann, wenn der Zylinder nicht aus Grauguss besteht.
[0003] US 5,307,732 A sowie
WO 00/06877 A1 offenbaren Kolben zur Verwenduna in einem Kompressor bzw. einem Verbrennungsmotor,
wobei der Kolben aus mehreren Teilen, insbesondere einem Kolbenboden und einem Kolbenhemd
zusammengesetzt ist.
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Kolbenkompressor dahingehend zu verbessern,
dass ein besserer Massenausgleich zwischen den einzelnen Kolben erreicht werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird durch einen Kolbenkompressor mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen
und den beigefügten Figuren.
[0006] Der erfindungsgemäße Kolbenkompressor weist einen oder mehrere Kolben auf. Der Kolbenkompressor
weist dabei zumindest zwei von einer gemeinsamen Kurbelwelle angetriebene Kolben auf,
wobei ein erster Kolben als einteiliger Kolben und ein zweiter Kolben als mehrteiliger
Kolben gemäß der nachfolaenden Beschreibung ausgebildet ist. Der einteilige Kolben
ist dabei vorzugsweise einstückig ausgebildet und weist ein Kolbenhemd und einen Kolbenboden
aus Aluminium auf, während der zweite Kolben vorzuasweise ein Kolbenhemd aus Aluminium
und einen Kolbenboden aus Stahl aufweist. Da vorzugsweise der erste Kolben einen größeren
Durchmesser als der zweite Kolben aufweist, kann auf diese Weise ein Massenausgleich
erzielt werden, sodass der zweite Kolben im Wesentlichen dasselbe Gewicht wie der
erste Kolben aufweist.
[0007] Es ist somit vorgesehen, dass zumindest ein Kolben als mehrteiliger Kolben ausgebildet
ist. Dies bedeutet, der Kolben ist aus zumindest einem ersten und zweiten Teil zusammengesetzt.
Der erste Teil ist ein Kolbenhemd und der zweite Teil ein Kolbenboden Dabei ist erfindungsgemäß
vorgesehen, dass diese beiden Teile aus unterschiedlichen Materialien ausgebildet
sind. So ist es möglich für den Kolbenboden ein Material mit größerer Dichte zu wählen,
um einen kleineren Kolben entsprechend schwerer ausbilden zu können und so für einen
Massenausgleich zu sorgen, wenn mehrere Kolben über eine gemeinsame Kurbelwelle angetrieben
sind. Das Kolbenhemd kann in seinem Material so ausgewählt werden, dass er im Hinblick
auf seine thermischen
[0008] Eigenschaften optimiert und insbesondere an den Zylinder angepasst ist, sodass es
so ausgebildet werden kann, dass, wenn es zur Erwärmung kommt, dies nicht zu einem
übermäßigen Spiel zwischen Kolben und Zylinder führt.
[0009] Bevorzugt ist der Kolbenboden aus einem Material größerer Dichte als das Kolbenhemd
gefertigt.
[0010] Wenn der Kolbenboden aus einem Material mit höherer Dichte ausgebildet wird, wird
er schwerer ausgebildet und führt zu einem höheren Gewicht des Kolbens, sodass das
Gewicht eines kleineren Kolbens so erhöht werden kann, dass es im Wesentlichen dem
Gewicht eines größeren Kolbens, welcher aus einem Material mit geringerer Dichte gefertigt
ist, entspricht, und so ein Massenausgleich zwischen den Kolben erreicht werden kann.
[0011] Besonders bevorzugt besteht das Kolbenhemd aus Aluminium und der Kolbenboden aus
Stahl. Die Ausbildung des Kolbenhemdes aus Aluminium bietet sich besonders dann, wenn
auch der Zylinder aus Aluminium gefertigt ist. So kann erreicht werden, dass das Kolbenhemd
und der Zylinder denselben thermischen Ausdehnungskoeffizient haben, sodass es bei
Erwärmung nicht zu einem erhöhten Spiel zwischen Kolben und Zylinder kommt. Die der
Abdichtung zwischen Kolben und Zylinder dienenden Kolbenringe sind vorzugsweise im
Bereich des Kolbenbodens, d. h. am Außenumfang des Kolbenbodens angeordnet. In diesem
Bereich können die Kolbenringe Maßänderungen aufgrund unterschiedlicher thermischer
Ausdehnung zwischen Zylinder und Kolbenboden ausgleichen. Der Kolbenboden wird beispielsweise
aus Grauguss oder aus Edelstahl, insbesondere rostfreiem Edelstahl gefertigt, sodass
er eine gute Korrosionsfestigkeit aufweist.
[0012] Der erste und der zweite Teil sind besonders bevorzugt miteinander verschraubt. Hierzu
können.
[0013] Schrauben verwendet werden, welche sich parallel zur Kolbenlängsachse durch die Wandung
des Kolbenbodens hindurcherstrecken und in Gewindelöcher im Kolbenboden eingreifen.
So kann sehr leicht eine feste Verbindung zwischen Kolbenboden und Kolbenhemd realisiert
werden.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschreiben.
In diesem zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Gesamtansicht eines Kolbenkompressors gemäß der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht durch einen Kolben des Kolbenkompressors entlang der Kolbenbolzen,
- Fig. 3
- eine um 45° gedrehte Schnittansicht des Kolbens gemäß Fig. 2.
[0015] Fig. 1 zeigt den grundsätzlichen Aufbau eines Kolbenkompressors, wobei der hier gezeigte
Kolbenkompressor zweistufig mit zwei Zylindern 2 und 4 ausgebildet ist. Die in den
Zylindern angeordneten Kolben werden über eine gemeinsame Kurbelwelle von einem Elektromotor
6 angetrieben. Es können jedoch auch andere Antriebe wie z. B. ein Verbrennungsmotor
zum Ensatz kommen. Der Zylinder 2 bildet eine erste Stufe des Kolbenverdichters und
das in Zylinder 2 verdichtete Gas wird über einen Zwischenkühler 8 dem Zylinder 4
der zweiten Stufe zugeführt. In Fg. 1 ist zu erkennen, dass der Zylinder 4 der zweiten
Stufe kleiner ausgebildet ist als der Zylinder 2, d. h. er weist im Inneren ein kleineres
Hubvolumen auf, da das in den Zylinder 4 eintretende Gas bereits in der ersten Stufe,
d. h. im Zylinder 2 komprimiert wurde. Entsprechend weist auch der Kolben 10 der zweiten
Stufe einen kleineren Durchmesser als der Kolben der ersten Stufe auf.
[0016] Die Figuren 2 und 3 zeigen nun den Aufbau des Kolbens 10, wie er in der zweiten Stufe
im zweiten Zylinder 4 eingesetzt wird. Der in dem ersten Zylinder 2 angeordnete Kolben
kann in herkömmlicherweise einstückig aus Aluminium hergestellt sein. Der Kolben 10
ist zweiteilig ausgebildet und weist ein Kolbenhemd 12 auf, welches den ersten Teil
bildet, sowie einen Kolbenboden 14, welcher den zweiten Teil bildet. Das Kolbenhemd
12 ist aus Aluminium hergestellt und der Kolbenboden 14 z. B. aus Grauguss oder Stahl,
insbesondere Edelstahl. Der Kolbenboden 14 trägt an seinem Außenumfang die Kolbenringe
16. In dem Kolbenhemd 12 ist der Kolbenbolzen 18 zur Verbindung mit einer Schubstange
bzw. einem Pleuel angeordnet.
[0017] Das Kolbenhemd 12 und der Kolbenboden 14 sind über vier Schrauben 20 miteinander
verbunden, die Schrauben 20 erstrecken sich durch Bohrungen 22 in dem Kolbenhemd 12
parallel zur Längsachse bzw. Bewegungsachse X des Kolbens 12. Die Schrauben 20 greifen
dann mit ihrem Gewinde in Gewindelöcher 24 in den Kolbenboden 14 ein. Die Schrauben
20 erstrecken sich somit über die gesamte axiale Länge des Kolbenhemdes 12 und fixieren
dieses fest am Kolbenboden 14. Durch die Verschraubung ist eine leichte Montage des
Kolbens möglich. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind vier Schrauben 20 über den
Umfang des Kolbenhemdes verteilt, es ist jedoch zu verstehen, dass hier auch weniger
oder mehr Schrauben 20 eingesetzt werden könnten.
Bezugszeichenliste
[0018]
- 2,4
- Zylinder
- 6
- Elektromotor
- 8
- Zwischenkühler
- 10
- Kolben
- 12
- Kolbenhemd
- 14
- Kolbenboden
- 16
- Kolbenringe
- 18
- Kolbenbolzen
- 20
- Schrauben
- 22
- Bohrungen
- 24
- Gewindelöcher
- X
- Kolbenlängs- bzw. Bewegungsachse
1. Kolbenkompressor mit zumindest zwei von einer gemeinsamen Kurbelwelle angetrieben
Kolben, von welchen ein erster Kolben ein einteiliger Kolben ist und ein zweiter Kolben
als mehrteiliger Kolben aus zumindest einem ersten Teil in Form eines Kolbenhemdes
(12) und einem zweiten Teil in Form eines Kolbenbodens (14), welche aus unterschiedlichen
Materialen gefertigt sind, zusammengesetzt ist.
2. Kolbenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Teil (14) aus einem Material größerer Dichte als der erste Teil (12) gefertigt
ist.
3. Kolbenkompressor nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass das Kolbenhemd (12) aus Aluminium und der Kolbenboden (14) aus Stahl gefertigt sind.
4. Kolbenkompressor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (12) und der zweite Teil (14) miteinander verschraubt sind.
5. Kolbenkompressor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der einteilige Kolben ein Kolbenhemd und einen Kolbenboden aus Aluminium aufweist.
6. Kolbenkompressor nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kolben einen größeren Durchmesser als der zweite Kolben (10) aufweist.
1. A piston compressor with at least two pistons which are driven by a common crank shaft,
of which a first piston is a single-part piston and a second piston is manufactured
as a multi-part piston of at least one first part in the form of a piston skirt (12)
and of a second part in the form of a piston head (14), which are manufactured of
different materials.
2. A piston compressor according to claim 1, characterised in that the second part (14) is manufactured of a material of a greater density than the
first part (12).
3. A piston compressor according to claim 1 or 2, characterised in that the piston skirt (12) is manufactured of aluminium and the piston head (14) of steel.
4. A piston compressor according to one of the preceding claims, characterised in that the first (12) and the second part (14) are screwed to one another.
5. A piston compressor according to one of the preceding claims, characterised in that the single-part piston comprises a piston skirt and a piston head of aluminium.
6. A piston compressor according to one of the preceding claims, characterised in that the first piston has a greater diameter than the second piston (10).
1. Compresseur à pistons comprenant au moins deux pistons entraînés par un vilebrequin
commun, dont un premier piston est un piston en une seule pièce et un second piston
est un piston en plusieurs pièces, composé d'au moins une première partie formant
une jupe de piston (12) et d'une seconde partie formant un fond de piston (14), réalisées
dans des matériaux différents.
2. Compresseur à pistons selon la revendication 1, caractérisé en ce que la seconde partie (14) est fabriquée dans un matériau ayant une plus grande densité
que la première partie (12).
3. Compresseur à pistons selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la jupe de piston (12) est en aluminium et le fond de piston (14) est en acier.
4. Compresseur à pistons selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première partie (12) et la seconde partie (14) sont assemblées par vissage.
5. Compresseur à pistons selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le piston en une seule pièce comprend une jupe de piston et un fond de piston en
aluminium.
6. Compresseur à pistons selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier piston présente un plus grand diamètre que le second piston (10).


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