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(11) |
EP 2 507 047 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.2014 Patentblatt 2014/02 |
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Anmeldetag: 04.11.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/066769 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/067063 (09.06.2011 Gazette 2011/23) |
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Vorrichtung und Verfahren zum Kompaktieren von kleinen Mengen pulverförmigen Materials
Device and method for compacting small amounts of powder material
Dispositif et procédé pour compacter de petites quantités de matériau pulvérulent
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
01.12.2009 DE 102009056270
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.10.2012 Patentblatt 2012/41 |
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Patentinhaber: Alexanderwerk GmbH |
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42857 Remscheid (DE) |
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Erfinder: |
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- FELDER, Manfred
51515 Kürten (DE)
- FORKER, Erik
40627 Düsseldorf (DE)
- RADEMACHER, Stefan
42117 Wuppertal (DE)
- SCHNURPFEIL, Andreas
50829 Köln (DE)
- WAGNER, Mark
51688 Wipperfürth (DE)
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| (74) |
Vertreter: Gille Hrabal |
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Postfach 18 04 09 40571 Düsseldorf 40571 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 084 820 US-A1- 2007 092 593
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JP-A- 8 281 495
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie
ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11 zum Kompaktieren von kleinen
Mengen pulverförmigen Materials mittels einer Presse, insbesondere Walzenpresse oder
einer ähnlichen Apparatur bzw. Maschine. Eine solche Vorrichtung, bzw. Verfahren,
ist aus Dokument
US 2007/0092593 bekannt. Um pulverförmiges Material besser weiterverarbeiten zu können, wird es nach
dem Stand der Technik in einer Walzenpresse zu Presslingen, den so genannten Schülpen,
kompaktiert, die anschließend in einem Zerkleinerer zu einem Granulat für die Weiterverarbeitung
verarbeitet werden. Dieses Granulat hat einen geringeren Luftanteil als das Pulver
und eine bessere Rieselfähigkeit. Die Zuführung des pulverförmigen Materials zu der
Walzenpresse erfolgt zum Beispiel über einen Schneckenförderer aus einem mit pulverförmigem
Material gefüllten Aufgabetrichter. Diese Art der Verarbeitung von pulverförmigem
Material eignet sich allerdings nur für größere Mengen und nicht oder weniger für
kleine Mengen, weil sich das der Walzenpresse zuzuführende Material nicht restlos
aus der Zuführung dem Walzenspalt der Walzenpresse zuführen lässt.
[0002] In der Praxis besteht aber häufig ein Bedarf für eine Kompaktierung kleinster Mengen.
Man hat sich deshalb in der Vergangenheit damit beholfen, kleinste Mengen pulverförmigen
Materials in kleinen Formen mittels Stempel zu pressen. Auf diese Art und Weise lässt
sich zwar eine gewisse Kompaktierung erreichen, so dass sich das Produkt anschließend
auch granulieren lässt, doch ist die Qualität des kompaktierten Materials bezüglich
seiner Dichte nicht homogen. Auch lässt sich so die Luft aus dem Pulver nicht weitgehend
genug herausdrücken.
[0003] Zur Lösung dieses Problems wurde seitens der Anmelderin bereits in der
DE 100 07 560 C2 eine Vorrichtung und ein Verfahren vorgeschlagen, bei der bzw. dem das pulverförmige
Material in eine flache Längsnut mit ebenem Boden einer Schiene grob verteilt gegeben
wird und dann in einer Walzenpresse mit in die flache Längsnut spielfrei eingreifender
Walze zu einer schmalen, länglichen Schülpe kompaktiert wird. Mit dieser bekannten
Vorrichtung lassen sich Pulvermengen von weniger als einem Gramm bis zu mehreren Gramm
zu homogenen Schülpen kompaktieren, wobei die Luft aus dem pulverförmigen Material
weitgehend herausgepresst wird, so dass die so hergestellten Schülpen eine wesentlich
höhere Dichte als die aus kleinen Mengen nach bisherigen Verfahren in kleinen Formen
mittels Stempel hergestellten Presslinge aufweisen.
[0004] Die aus der
DE 100 07 560 C2 bekannte Vorrichtung stellt somit gegenüber den bisherigen Verfahren, bei denen kleine
Mengen pulverförmigen Materials in kleinen Formen mittels Stempel gepresst werden,
eine erhebliche Verbesserung dar. Die Handhabung des pulverförmigen Materials ist
dabei jedoch noch relativ aufwendig. Zudem bestehen Schwierigkeiten beim Kompaktierung
von kleinen Mengen pulverförmigen Materials, wenn es sich bei dem Pulver um hochwirksame,
insbesondere gesundheitsschädliche Substanzen handelt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren
der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine einfache Handhabung von kleinen Mengen
pulverförmigen Materials und dessen sichere Einbringung in eine Presse, insbesondere
Walzenpresse oder ähnliche Maschine ermöglichen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch die Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und durch das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11.
[0007] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst eine Presse, beispielsweise eine Walzenpresse,
und eine Zuführeinrichtung zum Zuführen von pulverförmigem Material in die Presse
bzw. den Walzenspalt der Presse. Erfindungsgemäß weist die Zuführeinrichtung eine
Halterung für ein patronenartiges, mit zu kompaktierendem pulverförmigen Material
befülltes geschlossenes auswechselbares Behältnis und eine Verdrängungseinrichtung
zur Verdrängung des Materials aus dem Behältnis auf.
[0008] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich kleine Mengen pulverförmiger Substanzen
auf einfache Weise zu homogenen Schülpen kompaktieren. Das geschlossene Behältnis,
aus dem die darin eingefüllte pulverförmige Substanz mittels der Verdrängungseinrichtung
in die Presse bzw. den Walzenspalt der Walzenpresse eingebracht wird, ermöglicht eine
sichere Einspeisung der pulverförmigen Substanz in die Presse, insbesondere Walzenpresse,
so dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch hochwirksame Pulver, insbesondere
hochwirksame pharmazeutische Pulver zu Schülpen kompaktiert werden können.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist diese Mittel zur
Verschiebung eines separaten, innerhalb des Behältnisses angeordneten Kolbens auf.
Der Kolben ist in diesem Fall Teil des das pulverförmige Material aufnehmenden bzw.
enthaltenden Behältnisses. Hierdurch kann ein Kontakt des pulverförmigen Materials
mit Teilen der Vorrichtung und so deren Verunreinigung weitgehend minimiert werden.
Das Mittel zur Verschiebung des Kolbens kann beispielsweise aus einem axial beweglichen
Stößel gebildet sein, der hierzu mit einem pneumatischen oder elektromotorischen Antrieb
versehen ist.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht
darin, dass deren Verdrängungseinrichtung eine durch ein Druckfluid beaufschlagbare
Verdrängungseinrichtung ist. Die Vorrichtung kann somit in relativ kompakter Bauweise
ausgeführt werden.
[0011] Hinsichtlich einer einfachen Handhabung der Vorrichtung ist es ferner von Vorteil,
wenn gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung die Halterung für das patronartige
Behältnis ein daran fest angebrachtes Einspannstück und ein relativ dazu bewegliches,
federbelastetes Einspannstück aufweist. Für eine besonders einfache und sichere Handhabung
ist das federbelastete Einspannstück vorzugsweise mit einem Handhebel versehen.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist
das an der Halterung fest angebrachte Einspannstück mit einem in den Walzenspalt eingreifenden
Mundstück versehen, wobei das Mundstück innenseitig vorzugsweise eine konisch ausgebildete
Anschlagfläche für einen in dem Behältnis befindlichen Kolben mit einem entsprechend
konisch ausgebildeten Mantelflächenabschnitt aufweist. Diese Ausgestaltung ermöglicht
eine weitestgehende Minimierung der im Einzugsbereich des Walzenspaltes üblicherweise
verbleibenden Restmenge an zugeführtem pulverförmigen Material.
[0013] Der Kolben und entsprechend der Hohlraum im zylindrischen Behältnis und Mundstück
können im Querschnitt nicht nur kreisrund sondern vorzugsweise auch in elliptischer
oder ovaler Form ausgeführt werden, um noch weniger Verluste bei der Zuführung des
Produktes in den Walzenspalt zu erreichen.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass eine
Portion des pulverförmigen Materials in ein patronenartiges Behältnis eingefüllt wird,
das Behältnis geschlossen wird, das geschlossene Behältnis in eine Halterung einer
der Presse zugeordneten Zuführeinrichtung eingesetzt wird, das pulverförmige Material
mittels eines Kolbens aus dem Behältnis unter Aufbrechen desselben verdrängt und über
ein dem Behältnis zugeordnetes Mundstück in die Presse oder einen Walzenpressenspalt
eingespeist und zu einer Schülpe kompaktiert wird.
[0015] Der Kolben zur Einspeisung des pulverförmigen Materials in die Presse bzw. den Walzenspalt
wird vorzugsweise mittels Druckluft angetrieben. Der pneumatische Antrieb ist insbesondere
in hygienischer Hinsicht günstiger als ein hydraulischer Antrieb.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird als Behältnis
zur Aufnahme einer Charge pulverförmigen Materials ein rohrförmiger, transparenter
Zylinder, vorzugsweise ein Glas- oder Kunststoffzylinder verwendet. Der transparente
Zylinder gestattet eine Beobachtung der Lage bzw. Bewegung des Kolbens. Ferner lassen
sich so Pulver, die sich bezüglich ihrer Farbe und/oder Menge voneinander unterscheiden,
in den transparenten Behältnissen leichter erkennen, wodurch eine mögliche Verwechslungsgefahr
solcher Pulver verringert wird.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass zum Kompaktieren
des pulverförmigen Materials eine in einem hermetisch verschließbaren Gehäuse angeordnete
Presse, vorzugsweise Walzenpresse verwendet wird, dass die Schülpe in dem Gehäuse
in einem Behältnis aufgefangen wird, und dass das die Schülpe enthaltende Behältnis
geschlossen und sodann aus dem Gehäuse ausgeschleust wird. Auf diese Weise wird die
Sicherheit gegen eine eventuelle Belastung des Bedienpersonals bei der Kompaktierung
hochwirksamer, pulverförmiger Wirkstoffe weiter erhöht.
[0018] Die Grundausführung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann durch Sensoren erweitert
werden. So sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung beispielsweise eine
Ermittlung einer Förderleistung anhand einer Geschwindigkeitsmessung am Kolben und
einer Druckmessung vor. Hierzu könnte zum Beispiel der Kolben einen Magneten aufweisen,
sodass seine Position und seine Geschwindigkeit magnetorestriktiv ermittelt werden
können. Die so ermittelte Förderleistung kann man in Analogie zur Leistungsaufnahme
einer Förderschnecke setzen und betrachten.
[0019] Des Weiteren wird erfindungsgemäß eine Kraftmessung an der Einspannstelle des Hohlzylinders
vorgeschlagen. Eine solche Kraftmessung lässt Rückschlüsse auf den Vordruck des zu
kompaktierenden Pulvers in der Presse bzw. Walzenpresse zu. Diese Kraft kann beispielsweise
mit einem Dehnungsmessstreifen oder Piezoelement ermittelt werden. Der auf diese Weise
ermittelte Vordruck kann ebenfalls in Beziehung zu einer Schneckeneinspeisung gebracht
werden.
[0020] Weitere bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine Draufsicht der Vorrichtung der Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Schnittansicht eines Teilabschnitts der Vorrichtung entlang der Linie A-A in
Fig. 2;
- Fig. 4
- eine weitere Schnittansicht eines Abschnitts der Vorrichtung der Fig. 1;
- Fig. 5
- die Vorrichtung der Fig. 1 in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 6
- ein transparenter Hohlzylinder zur Aufnahme von pulverförmigem Material in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht einer Verschlusskappe für den Hohlzylinder der Fig. 6; und
- Fig. 8
- eine Schnittansicht der Verschlusskappe entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 7.
[0022] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung ist für eine Komkaktierung von kleinen
Mengen pulverförmigen Materials bestimmt. Die Vorrichtung weist hierzu eine Walzenpresse
auf, die aus zwei kreiszylindrischen, angetriebenen Walzen 1, 2 besteht. Die beiden
Walzen 1, 2 sind jeweils axial stufenförmig ausgebildet. An einen mittleren Abschnitt
1.1, 2.1 der jeweiligen Walze 1, 2 schließen sich beidseitig Abschnitte 1.2, 2.2,
2.3 an, die gegenüber dem mittleren Abschnitt 1.1, 2.1 einen deutlich geringeren Durchmesser
aufweisen. Die mittleren Abschnitte 1.1, 2.1 der beiden Walzen 1, 2 definieren einen
Walzenspalt S. Wie in Fig. 5 dargestellt, sind die Walzen 1, 2 in einem Gehäuse 3
angeordnet vor, das durch einen abnehmbaren Deckel (nicht gezeigt) hermetisch verschließbar
ist. Zum Entfernen des Deckels werden Verschlussschrauben gelöst, die in am Gehäuse
3 vorgesehenen Gewindebohrungen 4 eingeschraubt werden bzw. sind. Das Gehäuse 3 ist
so bemessen, dass in Austragsrichtung hinter bzw. unter dem Walzenspalt S genügend
Platz für die Aufnahme eines Behältnisses zum Auffangen der Schülpe vorhanden ist.
Der Deckel ist vorzugsweise transparent ausgebildet, beispielsweise aus durchsichtigem
Glas oder Kunststoff gefertigt, oder mit einer Fensterscheibe versehen.
[0023] Der Deckel ist zudem mit daran abgedichtet angebrachten Handschuhen und/oder einer
dicht verschließbaren Eingriffseinrichtung, beispielsweise einer Klappe oder Schleuse
versehen.
[0024] Die Vorrichtung weist ferner eine Zuführeinrichtung zum Zuführen von pulverförmigem
Material in den Walzenspalt S der Walzenpresse 1, 2 auf. Die Zuführeinrichtung umfasst
eine Halterung 5 für ein patronenartiges Behältnis 6, das mit zu kompaktierendem pulverförmigen
Material befüllt und nach der Befüllung mit Verschlussmitteln 7 verschlossen werden
kann. Das Behältnis 6 besteht vorzugsweise aus einem transparenten Hohlzylinder, beispielsweise
einem Glaszylinder aus Borosilikatglas oder einem Kunststoffzylinder aus Polycarbonat.
Der transparente Hohlzylinder 6 ist mit einer Skala 6.1 versehen, anhand derer sich
das Volumen des in den Hohlzylinder 6 eingefüllten pulverförmigen Materials ablesen
lässt. Das maximale Füllvolumen des Hohlzylinders 6 beträgt beispielsweise ca. 100
cm
3. Die Enden des Zylinders 6 sind plangeschliffen und seine kreisförmigen Außen- und
Innenkanten gefast ausgebildet. Die Länge des Hohlzylinders 6 liegt beispielsweise
im Bereich von 160 mm bis 200 mm. Seine Wandstärke liegt beispielsweise im Bereich
von 5 mm bis 6 mm.
[0025] Als Verschlussmittel für den auswechselbaren Hohlzylinder 6 werden deckelförmige
Kappen 7 verwendet, die mit vorgegebenen Sollbruchstellen 7.1 versehen sind. Die Kappen
7 sind aus Kunststoff, vorzugsweise aus Silikon oder einem anderen gummielastischen
Werkstoff gefertigt. Wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt, weisen die Verschlusskappen
7 jeweils einen kreisscheibenförmigen Abschnitt 7.2 auf, an dessen Außenumfang ein
kreiszylindrischer Abschnitt 7.3 angeformt ist. Die Sollbruchstellen 7.1 sind in dem
kreisscheibenförmigen Abschnitt 7.2, und zwar auf dessen dem Behältnis (Hohlzylinder)
6 zugewandten Innenseite ausgebildet. Die Sollbruchstellen 7.1 bestehen aus geradlinigen
Nuten, die sich im Mittelpunkt des kreisscheibenförmigen Abschnitts 7.2 schneiden
und zueinander um ca. 60° beabstandet sind. Die Länge der jeweiligen Nut 7.1 ist größer
als der Innendurchmesser des Hohlzylinders 6. An der dem kreiszylindrischen Abschnitt
7.2 bzw. dem Hohlzylinder 6 abgewandten Seite weist die Verschlusskappe 7 einen umlaufenden
Wulst 7.4 auf, der insbesondere eine Dichtungsfunktion hat. Ferner ist an dem kreiszylindrischen
Abschnitt 7.3 ein radial nach außen vorstehender Wulst 7.5 ausgebildet. Der Wulst
7.5 ist an dem dem kreisscheibenförmigen Abschnitt 7.2 abgewandten Ende des kreiszylindrischen
Abschnitts 7.3 angeordnet und ebenfalls als umlaufender Wulst ausgebildet.
[0026] Die Zuführeinrichtung umfasst ferner eine Verdrängungseinrichtung, um das zu kompaktierende
pulverförmige Material aus dem geschlossenen Behältnis (Hohlzylinder) 6 zu verdrängen.
Die Verdrängungseinrichtung weist hierzu Mittel zur Verschiebung eines separaten,
innerhalb des Hohlzylinders 6 angeordneten Kolbens 8 auf (vgl. Figuren 3 und 4). Der
Kolben 8 hat einen kreiszylindrischen Abschnitt 8.1, der mit Ringnuten 8.2 zur Aufnahme
von Dichtungsringen (O-Ringen) 9 versehen ist. Der Kolben 8 ist mit geringfügigem
Spiel in dem Hohlzylinder 6 geführt, wobei die Dichtungsringe 9 an der Innenseite
des Hohlzylinders 6 dichtend anliegen. An den kreiszylindrischen Abschnitt 8.1 des
Kolbens schließt sich einstückig ein konisch oder kegelförmig ausgebildeter Abschnitt
8.3 an, dessen gegenüber dem Abschnitt 8.1 verjüngte Spitze im eingesetzten Zustand
des Hohlzylinders 6 in der Halterung 5 dem Walzenspalt S der Walzenpresse zugewandt
ist. Die verjüngte Spitze ist mit einem stift- oder bolzenförmigen Kopf 8.4 versehen,
wobei zwischen dem Kopfende und dem konischen Abschnitt 8.3 eine Einschnürung 8.5
ausgebildet ist. Zur Befüllung des Hohlzylinders 6 mit pulverförmigem Material wird
der Kolben 8 zuvor so in den Hohlzylinder eingeschoben, dass das dem stift- oder bolzenförmigen
Kopf 8.4 abgewandte Ende des kreiszylindrischen Abschnitts 8.1 an einem der Enden
des Hohlzylinders 6 angeordnet ist. Der im Hohlzylinder 6 befindliche Kolben 8 dient
dort temporär als Boden. In den Hohlzylinder 6 kann unter Schutzumgebung, beispielsweise
in einem Handschuhkasten, das pulverförmige Material eingefüllt werden. Nach der Befüllung
wird der Zylinder 6 beidseitig mit den deckelförmigen Kappen 7 verschlossen. Die so
vorbereitete Charge (Portion) von pulverförmigem Material kann danach gefahr- und
problemlos in die Halterung 5 der Zuführeinrichtung eingesetzt werden.
[0027] Die lafettenartige Halterung 5 ist mit einer Einspanneinrichtung versehen, die zum
Einspannen des in die Halterung 5 eingesetzten Hohlzylinders 6 durch ein Druckfluid
beaufschlagt wird. Die Halterung 5 weist ein daran fest angebrachtes Einspannstück
(Kopfstück) 5.1 und ein relativ dazu bewegliches Einspannstück 5.2 auf. Das fest an
der Halterung 5 angebrachte Einspannstück 5.1 ist mit einem in den Walzenspalt S eingreifenden
Mundstück 9 versehen. Das Mundstück 9 weist innenseitig eine konische Anschlagfläche
9.1 für den im Hohlzylinder 6 angeordneten Kolben 8 auf, wobei die Anschlagfläche
9.1 dem konisch ausgebildeten Mantelflächenabschnitt 8.3 des Kolbens entspricht. Das
Mundstück 9 ist zwischen zwei mit dem Einspannstück 5.1 verbundenen Schenkeln 10,
11 angeordnet, welche den mittleren Abschnitt 1.1 bzw. 2.1 der jeweiligen Walze 1,
2 dichtend einfassen. Die Schenkel 10, 11 können auch als Dichtblenden, insbesondere
als Spaltblenden bezeichnet werden. Der Abstand der Schenkel (Dichtblenden bzw. Spaltblenden)
10, 11 zueinander kann über eine an ihren Enden angeordnete Justierschraube 12 eingestellt
werden.
[0028] Das Einspannstück (Kopfstück) 5.1 weist einen kreiszylindrischen Absatz 5.11 als
Anschlag für den durch die Kappe 7 verschlossenen Hohlzylinder 6 auf. Zwischen dem
Absatz 5.11 und der konischen Anschlagfläche 9.1 ist eine konische Vertiefung 9.2
in das Mundstück 9 eingearbeitet, die der Aufnahme der nach Bersten des kreisscheibenförmigen
Kappenabschnitts 7.2 beim Verdrängen des Kolbens 8 in Richtung Walzenspalt S sich
umbiegenden Kappensegmente 7.6 dient.
[0029] Das bewegliche Einspannstück 5.2 ist kolbenartig in einem zylindrischen Führungsstück
5.3 geführt. Das Führungsstück 5.3 ist über einen Längsträger 5.4 starr mit dem nahe
der Walzenpresse 1, 2 angeordneten Einspannstück 5.1 verbunden. Das Führungsstück
5.3 weist eine Kammer 5.31 auf, in der das kolbenartige Einspannstück 5.2 axial beweglich
geführt ist. Das Einspannstück 5.2 ist mit einem Handhebel 13 versehen und durch eine
Druckfeder 14 in Richtung des fest angebrachten Einspannstücks 5.1 belastet. Der Handhebel
13 ist bügelförmig ausgebildet. Er ist an der Halterung 5 bzw. an deren Längsträger
5.4 angelenkt und mit dem beweglichen Einspannstück 5.2 gelenkig verbunden. Das Einspannstück
5.2 weist eine Axialbohrung 5.21 auf, in der die Druckfeder 14 eingesetzt ist. Die
Druckfeder 14 stützt sich am Boden der Kammer 5.31 ab, wobei in dem Boden eine zylindrische
Vertiefung 5.32 ausgebildet ist, in welche die Druckfeder 14 eingreift, so dass sie
radial gesichert ist. In die Axialbohrung 5.21 führt eine Durchgangsbohrung 5.22 kleineren
Innendurchmessers, so dass die Axialbohrung 5.21 einen Absatz bzw. eine axiale Abstützfläche
5.23 für die Druckfeder 14 aufweist. Die Durchgangsbohrung 5.22 mündet in eine zylindrische
Vertiefung 5.24, in die ein mit einer Kappe 7 verschlossenes Ende des Hohlzylinders
6 formschlüssig einsetzbar ist. Die Durchgangsbohrung 5.22 ist dabei zu der Vertiefung
5.24 hin trichterförmig erweitert. Die zylindrische Mantelfläche des kolbenartigen
Einspannstücks 5.2 weist eine Ringnut 5.25 zur Aufnahme eines Dichtungsringes (O-Rings)
15 auf.
[0030] Die Vorrichtung weist ferner eine Steuerung 16 auf, die einen Druckluftanschluss
(Steckanschluss) 16.1, ein Druckregelventil 16.2, ein Manometer (Druckanzeigeinstrument)
16.3 zur Anzeige des mittels des Druckregelventils 16.2 eingestellten Druckluftdrucks
und ein über einen Tastschalter 16.4 betätigbares Druckluftventil umfasst. Von der
Steuerung aus führt eine Druckluftleitung 16.5 zu dem Führungsstück 5.3 der Einspanneinrichtung.
Das Führungsstück 5.3 ist mit einem in die Kammer 5.31 mündenden Anschluss für die
Druckluftleitung 16.5 versehen. Durch Betätigung des Tastschalters 16.4 bzw. Druckluftventils
kann die Kammer 5.31 und damit das federbelastete Einspannstück 5.2 mit Druckluft
beaufschlagt werden.
[0031] Zum Einsetzen eines mit zu kompaktierendem Pulver befüllten, durch Kappen 7 verschlossenen
Hohlzylinders 6 in die Halterung 5 wird das kolbenartige Einspannstück 5.2 mittels
des Handhebels 13 gegen die Kraft der Druckfeder 14 in die Kammer 5.31 des Führungsstücks
5.3 bewegt, so dass sich der Abstand des Einspannstücks 5.2 zu dem fest an der Halterung
5 angebrachten Einspannstück 5.1 vergrößert. Nachdem der geschlossene Hohlzylinder
6 mit der vorderen Verschlusskappe 7 in den kreiszylindrischen Absatz 5.11 eingesetzt
ist, wird der Hebel 13 in Richtung Walzenpresse 1, 2 geschwenkt, so dass das federbelastete
Einspannstück 5.2 mit seiner zylindrischen Vertiefung 5.24 die hintere Verschlusskappe
7 des Hohlzylinders 6 formschlüssig umfasst. Wird nun die Kammer 5.31 des Führungsstücks
5.3 mit Druckluft beaufschlagt, so wird der durch die Kappen 7 geschlossene Hohlzylinder
5 noch stärker axial eingespannt. Dabei dienen die Kappen 7 als Dichtung und Berstmembran.
Denn die Druckluft wirkt über die Axialbohrung 5.21 und die Durchgangsbohrung 5.22
und deren konische Erweiterung 5.26 auf die kolbenseitige Stirnfläche des Hohlzylinders
6. Dabei birst die hintere Kappe (Membran) 7 an den Sollbruchstellen 7.1, und der
pneumatische Druck drückt den Kolben 8 mit dem pulverförmigen Material gegen die vordere
Kappe (Membran) 7, so dass diese auch aufbricht und das Pulver in Richtung Walzenspalt
S durchlässt. Wenn der Kolben 8 in der vorderen Endlage angekommen ist, liegt er mit
seinem konischen Mantelflächenabschnitt 8.3 an der konischen Anschlagfläche 9.1 des
Mundstücks 9. Durch die Flächenverhältnisse an der erfindungsgemäßen Zuführeinrichtung
wird der transparente Hohlzylinder 6 sicher geklemmt und die Verschlusskappen 7 werden
infolgedessen sicher an ihrer Stelle gehalten.
[0032] Wenn das pulverförmige Material vollständig aus dem Hohlzylinder 6 gedrückt wurde,
wird die Kammer 5.31 des Führungsstücks 5.3 entlüftet, so dass das kolbenartige Einspannstück
5.2 von Hand gegen die Druckfeder 14 zurückgeschoben werden kann. Dabei wird der Hohlzylinder
6 einseitig frei und kann nunmehr seinerseits aus der kreiszylindrischen Senkung 5.11
am Mundstück 9 entnommen werden. Da mehrere Chargen vorbereitet werden können, kann
der Prozess mit dem nächsten befüllten geschlossenen Hohlzylinder 6 fortgesetzt werden,
bis das Pulver aus allen verfügbaren Hohlzylindern 6 verarbeitet wurde. Diese Kompaktierung
kann auch leicht in einer geschlossenen Umgebung durchgeführt werden, da die vorbereiteten
Chargen sowie die daraus hergestellten Schülpen leicht in ein hermetisch geschlossenes
Gehäuse ein- bzw. ausgeschleust werden können.
[0033] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel
beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch bei abweichender
Gestaltung von der in den beiliegenden Ansprüchen angegebenen Erfindung Gebrauch machen.
So können beispielsweise der Kolben 8 und entsprechend auch der Hohlraum im Zylinder
6 und Mundstück 9 nicht nur im Querschnitt betrachtet kreisrund, sondern auch in elliptischer
oder ovaler Form ausgeführt werden.
[0034] Auch ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht auf eine Verwendung
im so genannten Containment-Bereich für hochwirksame pharmazeutische Produkte beschränkt.
Vielmehr kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auch in anderen Bereichen verwendet
werden, beispielsweise allgemein im Laborbereich der pharmazeutischen sowie chemischen
Industrie.
1. Vorrichtung zum Kompaktieren von kleinen Mengen pulverförmigen Materials mit einer
Presse, insbesondere Walzenpresse (1, 2) oder dergleichen, und einer Zuführeinrichtung
zum Zuführen von pulverförmigem Material in die Presse dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung eine Halterung (5) für ein patronenartiges, mit zu kompaktierendem
pulverförmigen Material befülltes geschlossenes auswechselbares Behältnis (6) und
eine Verdrängungseinrichtung (16, 15.3) zur Verdrängung des Materials aus dem Behältnis
(6) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängungseinrichtung Mittel zur Verschiebung eines separaten, innerhalb des
Behältnisses (6) angeordneten Kolbens (8) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrängungseinrichtung (16, 15.3) eine durch ein Druckfluid beaufschlagbare
Verdrängungseinrichtung ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (5) mit einer durch ein Druckfluid beaufschlagbaren Einspanneinrichtung
(5.1, 5.2) zum Einspannen des Behältnisses (6) in der Halterung (5) versehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (5) ein daran fest angebrachtes Einspannstück (5.1) und ein relativ
dazu bewegliches, federbelastetes Einspannstück (5.2) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das federbelastete Einspannstück (5.2) kolbenartig in einem zylindrischen Führungsstück
(5.3) geführt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass das federbelastete Einspannstück (5.2) mit einem Handhebel (13) versehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das an der Halterung (5) fest angebrachte Einspannstück (5.1) mit einem in einen
Pressenoder Walzenpressenspalt (S) eingreifenden Mundstück (9) versehen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mundstück (9) innenseitig eine konisch ausgebildete Anschlagfläche (9.1) für
einen in dem Behältnis (6) befindlichen Kolben (8) mit einem entsprechend konisch
ausgebildeten Mantelflächenabschnitt (8.3) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2 und einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis (6) sowie der Kolben (8) und das Mundstück (9) im Querschnitt elliptisch
oder oval ausgeführt sind.
11. Verfahren zum Kompaktieren von kleinen Mengen pulverförmigen Materials mittels einer
Presse, insbesondere Walzenpresse (1, 2) oder dergleichen, insbesondere unter Verwendung
einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Portion des pulverförmigen Materials in ein patronenartiges Behältnis (6) eingefüllt
wird, das Behältnis (6) geschlossen wird, das geschlossene Behältnis (6) in eine Halterung
(5) einer der Presse (1, 2) zugeordneten Zuführeinrichtung eingesetzt wird, das pulverförmige
Material mittels eines Kolbens (8) aus dem Behältnis (6) unter Aufbrechen desselben
verdrängt und über ein dem Behältnis (6) zugeordnetes Mundstück (9) in die Presse
(1, 2) oder einen Walzenpressenspalt (S) eingespeist wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass als Behältnis (6) ein rohrförmiger Zylinder verwendet wird, und dass zum Verschließen
der Enden des Zylinders deckelförmige Kappen (7) verwendet werden, die mit vorgegebenen
Sollbruchstellen (7.1) versehen sind.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (8) vor dem Verschließen des Zylinders (6) in den Zylinder eingeführt
wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (8) zur Einspeisung des pulverförmigen Materials in die Presse (1, 2)
oder den Walzenpressenspalt (S) mittels Druckluft angetrieben wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Behältnis (6) ein transparenter Hohlzylinder verwendet wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zum Kompaktieren des pulverförmigen Materials eine in einem hermetisch verschließbaren
Gehäuse (3) angeordnete Presse (1, 2) verwendet wird, dass die Schülpe in dem Gehäuse
(3) in einem Behältnis aufgefangen wird, und dass das die Schülpe enthaltende Behältnis
geschlossen und sodann aus dem Gehäuse (3) ausgeschleust wird.
1. A device for compacting small amounts of powder material, comprising a press, in particular
a roller press (1, 2) or the like, a feeding device for feeding powder material into
the press, characterized in that the feeding device comprises a support (5) for a cartridge-like exchangeable closed
container (6) that is filled with powder material to be compacted, and a displacement
device (16, 15.3) for driving out the material from the container (6).
2. A device according to claim 1, characterized in that the displacement device comprises means for shifting a separate piston (8) that is
arranged within the container (6).
3. A device according to claim 1 or 2, characterized in that the displacement device (16, 15.3) is a displacement device that can be pressurized
with a pressure fluid.
4. A device according to one of the claims 1 through 3, characterized in that the support (5) is provided with a clamping device (5.1, 5.2) that can be pressurized
with a pressure fluid and that is provided for clamping the container (6) in the support
(5).
5. A device according to one of the claims 1 through 4, characterized in that the support (5) comprises a clamping member (5.1) that is firmly mounted thereon
and a spring-loaded clamping member (5.2) that is mobile with respect to this one.
6. A device according to claim 5, characterized in that the spring-loaded clamping member (5.2) is guided in a piston-like manner in a cylindrical
guiding element (5.3).
7. A device according to claim 5 or 6, characterized in that the spring-loaded clamping member (5.2) is provided with a hand lever (13).
8. A device according to one of the claims 5 through 7, characterized in that the clamping member (5.1) that is firmly mounted on the support (5) is provided with
a mouthpiece (9) which engages in a press or roller press gap (S).
9. A device according to claim 8, characterized in that the mouthpiece (9) comprises a conical stop surface (9.1) on the inner side, which
stop surface is provided for a piston (8) that is placed in the container (6) and
comprises a correspondingly conical shell surface section (8.3).
10. A device according to claim 2 and one of the claims 8 or 9, characterized in that the cross section of the container (6) as well as of the piston (8) and the mouthpiece
(9) is elliptic or oval.
11. A method for compacting small amounts of powder material by means of a press, in particular
a roller press (1, 2) or the like, especially using a device according to one of the
claims 1 through 10, characterized in that a portion of the powder material is filled into a cartridge-like container (6), the
container (6) is closed, the closed container (6) is inserted into a support (5) of
a feeding device that is associated to the press (1, 2), the powder material is driven
out of the container (6) by means of a piston (8) while breaking the container open
and the powder material is fed into the press (1, 2) or a roller press gap (S) via
a mouthpiece (9) that is associated to the container (6).
12. A method according to claim 11, characterized in that a tubular cylinder is used as container (6) and that cover-shaped caps (7) are used
for closing the ends of the cylinder, which caps are provided with predetermined breaking
points (7.1).
13. A method according to claim 12, characterized in that the piston (8) is inserted into the cylinder before the cylinder (6) is closed.
14. A method according to one of the claims 11 through 13, characterized in that the piston (8) is driven by means of compressed air for feeding the powder material
into the press (1, 2) or the roller press gap (S).
15. A method according to one of the claims 11 through 14, characterized in that a transparent hollow cylinder is used as container (6).
16. A method according to one of the claims 11 through 15, characterized in that a press (1, 2) which is placed in a housing (3) that can be hermetically closed is
used for compacting the powder material, that the flakes are collected in a container
in the housing (3) and that the container that contains the flakes is closed and then
discharged from the housing (3).
1. Dispositif pour compacter de petites quantités de matériau pulvérulent, comprenant
une presse, notamment une presse à cylindres (1, 2) ou similaire, un dispositif d'alimentation
pour amener du matériau pulvérulent à la presse, caractérisé en ce que le dispositif d'alimentation comprend un support (5) destiné à un récipient (6) en
forme de cartouche qui est fermé, remplaçable et rempli de matériau pulvérulent à
compacter et un dispositif de déplacement (16, 15.3) pour déloger le matériau du récipient
(6).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement comprend des moyens pour déplacer un piston (8) séparé
et disposé à l'intérieur du récipient (6).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de déplacement (16, 15.3) est un dispositif de déplacement susceptible
d'être pressurisé avec un fluide sous pression.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le support (5) est muni d'un dispositif de serrage (5.1, 5.2) susceptible d'être
pressurisé avec un fluide sous pression pour serrer le récipient (6) dans le support
(5).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le support (5) comprend un membre de serrage (5.1) monté fermement sur celui-ci et
un membre de serrage (5.2) chargé par ressort qui est mobile par rapport à celui-ci.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que le membre de serrage (5.2) chargé par ressort est guidé dans une pièce de guidage
(5.3) cylindrique à la manière d'un piston.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou la revendication 6, caractérisé en ce que le membre de serrage (5.2) chargé par ressort est muni d'une manette (13).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le membre de serrage (5.1) qui est fermement monté sur le support (5) est muni d'un
bec (9) qui est en prise avec une fente de presse ou une fente de presse à cylindres
(S).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le bec (9) comprend une surface d'arrêt (9.1) conique du côté intérieur, laquelle
surface d'arrêt est destinée à un piston (8) qui comprend une section de surface d'enveloppe
(8.3) conformément conique et qui se trouve dans le récipient (6).
10. Dispositif selon la revendication 2 et l'une des revendications 8 ou 9, caractérisé en ce que la section transversale du récipient (6) ainsi que celles du piston (8) et du bec
(9) sont elliptiques ou ovales.
11. Procédé pour compacter de petites quantités de matériau pulvérulent par moyen d'une
presse, notamment d'une presse à cylindres (1, 2) ou similaire, notamment en utilisant
un dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'une portion du matériau pulvérulent est introduite dans un récipient (6) en forme
de cartouche, le récipient (6) est fermé, le récipient (6) fermé est inséré dans un
support (5) d'un dispositif d'alimentation associé à la presse (1, 2), le matériau
pulvérulent est délogé du récipient (6) par moyen d'un piston (8) en rompant le récipient
et le matériau pulvérulent est introduit dans la presse (1, 2) ou dans une fente de
presse à cylindres (S) via un bec (9) associé au récipient (6).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'on utilise un cylindre tubulaire en tant que récipient (6) et qu'on utilise des capuchons
en forme de couvercles (7) pour fermer les extrémités du cylindre, lesquels capuchons
sont munis des points destinés à la rupture (7.1).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'on introduit le piston (8) dans le cylindre (6) avant de fermer celui-ci.
14. Procédé selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que le piston (8) est entraîné par de l'air comprimé pour amener le matériau pulvérulent
dans la presse (1, 2) ou dans la fente de presse à cylindres (S).
15. Procédé selon l'une des revendications 11 à 14, caractérisé en ce qu'on utilise un cylindre creux et transparent en tant que récipient (6).
16. Procédé selon l'une des revendications 11 à 15, caractérisé en ce qu'une presse (1, 2) disposée dans un boîtier (3) qui est susceptible d'être fermé hermétiquement
est utilisée pour compacter le matériau pulvérulent, que les granulés sont collectés
dans un récipient à l'intérieur du boîtier (3) et que le récipient contenant les granulés
est fermé et ensuite évacué du récipient (3).
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