[0001] Die Erfindung betrifft einen Stuhl mit einem Sitz und einer Sitzmechanik, wobei der
Sitz mit der Sitzmechanik derart gekoppelt ist, dass der Sitz in einem vorderen Endbereich
um eine erste Drehachse schwenkbar gelagert ist, die parallel zur Knieachse eines
Benutzers ausgerichtet ist.
[0002] Aus der
EP-A1-07 121 220 ist ein Stuhl mit einem Sitz und einer Sitzmechanik bekannt, wobei die Sitzmechanik
eine seitliche Schwenkbewegung des Sitzes erlaubt und der Sitz und die Sitzmechanik
derart ausgebildet sind, dass die eine Seite des Sitzes bei der seitlichen Schwenkbewegung
des Sitzes unabhängig von der anderen Seite des Sitzes bewegbar ist. Weiterhin sind
beiden Seiten des Sitzes um eine Drehachse schwenkbar gelagert, die parallel zur Knieachse
eines Benutzers ausgerichtet ist.
[0003] Im Gegensatz zu den bis dato verfolgten Konzepten, bei welchen der gesamte Sitz und
insbesondere die gesamte Sitzfläche als starres Element nach rechts oder links kippen,
ist bei dem aus der
EP-A1-07 121 220 bekannten Stuhl die rechte und linke Seite des Sitzes unabhängig voneinander bewegbar.
Ein derartiger Stuhl ist in der Lage, dem Benutzer bei seinen natürlichen dreidimensionalen
Bewegungen zufolgen und dabei dennoch in der geraden Haltung genügend Sicherheit zu
bieten.
[0004] In einer bevorzugten Ausgestaltung dieses neuen Konzeptes weist die Sitzmechanik
zwei seitliche, unabhängig voneinander reagierende Tragarme auf, an welchen der Sitz
in seinem vorderen und hinteren Bereich mittels Kugelgelenken gehaltert ist.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Alternative Ausgestaltung
dieses neuen Bewegungskonzeptes anzugeben.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgage durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Der erfindungsgemäße Stuhl weist einen Sitz und einer Sitzmechanik auf, wobei der
Sitz mit der Sitzmechanik derart gekoppelt ist, dass der Sitz in einem vorderen Endbereich
um eine erste Drehachse schwenkbar gelagert ist, die parallel zur Knieachse eines
Benutzers ausgerichtet ist. Weiterhin ist der Sitz in seinem vorderen Endbereich zudem
um eine zur ersten Drehachse senkrecht ausgerichtete zweite Drehachse drehbar an der
Sitzmechanik gehaltert.
[0008] Durch die zweite Drehachse lässt sich eine definierte seitliche Schwenkbewegung des
Sitzes realisieren.
[0009] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0010] In einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung ermöglicht die Sitzmechanik eine seitliche
Schwenkbewegung des Sitzes, wobei der Sitz und die Sitzmechanik derart ausgebildet
sind, dass die eine Seite des Sitzes bei der seitlichen Schwenkbewegung des Sitzes
unabhängig von der anderen Seite des Sitzes bewegbar ist. Dabei kann insbesondere
vorgesehen werden, dass es bei der seitlichen Schwenkbewegung des Sitzes zu einer
Drehung des Sitzes um die zweite Drehachse kommt.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Sitzmechanik zwei seitliche,
unabhängig voneinander reagierende Tragarme auf, an die der Sitz an einem hinteren
Bereich angekoppelt ist. Dabei können die beiden Tragarme insbesondere um eine Schwenkachse
verschwenkt werden, die parallel zur ersten Drehachse ausgerichtet und unterhalb des
vorderen Endbereichs des Sitzes angeordnet ist. Der Abstand zwischen der ersten Drehachse
des Sitzes und der Schwenkachse der Tragarme beträgt insbesondere 2 bis 8 cm, vorzugsweise
3 bis 5 cm.
[0012] Weiterhin kann sich der vordere Endbereich des Sitzes über wenigstens ein zwischen
Sitz und Sitzmechanik vorgesehenes Gleitlager an der Sitzmechanik abstützen. Außerdem
kann der Sitz eine Sitzfläche und einer Rückenlehne umfassen, wobei die Tragarme in
einem unteren Bereich der Rückenlehne am Sitz angekoppelt sind. Durch die Anbindung
des Sitzes an die Tragarme kann ein gewünschtes Synchronverhältnis von Sitzneigung
zur Rückenlehnenneigung eingestellt werden, das einerseits durch den Abstand zwischen
der Schwenkachse der Tragarme und der Ankopplung zwischen den Tragarmen und Rückenlehne
und andererseits durch den Abstand der Schwenkachse der Tragarme von der ersten Drehachse
des Sitzes bestimmt wird.
[0013] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden im Folgenden anhand der
Beschreibung und der Zeichnung näher erläutert.
[0014] In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1a
- eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Stuhles in einer aufrechten
Stellung,
- Fig. 1b
- Rückansicht des Stuhles gemäß Fig. 1a,
- Fig. 1c
- Draufsicht des Stuhles gemäß Fig. 1a
- Fig. 1d
- vergrößerte Detailansicht der Anbindung zwischen Sitz und Sitzmechanik in der Stellung
des Stuhles gemäß Fig. 1a,
- Fig. 1e
- Vorderansicht des Stuhles gemäß Fig. 1a,
- Fig. 2a
- eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Stuhles in einer nach hinten
geneigten Stellung,
- Fig. 2b
- Rückansicht des Stuhles gemäß Fig. 2a,
- Fig. 2c
- Draufsicht des Stuhles gemäß Fig. 2a,
- Fig. 2d
- vergrößerte Detailansicht der Anbindung zwischen Sitz und Sitzmechanik in der Stellung
des Stuhles gemäß Fig. 2a,
- Fig. 3a
- eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemäßen Stuhles in einer seitlich geneigten
Stellung,
- Fig. 3b
- Rückansicht des Stuhles gemäß Fig. 3a,
- Fig. 3c
- Draufsicht des Stuhles gemäß Fig. 3a,
- Fig. 4a
- schematische Draufsicht eins Stuhls in einer seitlich geneigten Stellung mit einer
alternativen Abfederung und
- Fig. 4b
- eine schematische Seitenansicht des Stuhles gemäß Fig. 4a.
[0015] In Fig. 1a-1e ist ein Stuhl in einer aufrechten Stellung dargestellt, bei dem es
sich beispielsweise um einen Bürodrehstuhl handeln kann. Er besteht im Wesentlichen
aus einem Sitz 1 und einer Sitzmechanik 2. Der Sitz 1 weist wiederum eine Sitzfläche
10 und eine Rückenlehne 11 auf, die relativ zueinander beweglich sind. Die relative
Beweglichkeit kann dabei durch eine geeignete Schwenk- oder Biegezone gebildet werden,
wobei Sitzfläche 10 und Rückenlehne 11 sowohl einstückig als auch durch separate Teile
ausgebildet sein können.
[0016] Die Sitzmechanik weist einen Basisträger 3 auf, der an einem beliebig ausgestalteten
Fußgestell 4 befestigt ist und zur Halterung des Sitzes 1 dient. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel umfasst die Sitzmechanik 2 weiterhin zwei seitliche, unabhängig
voneinander reagierende Tragarme 21, 22, an welchen der Sitz 1 in einem hinteren Bereich
1b, insbesondere in einem unteren Bereich der Rückenlehne 11, angekoppelt ist. Als
Anbindung kommen dabei insbesondere Kugelgelenke 23, 24 in Betracht, die in entsprechenden
Aufnahmen an der Rückenlehne 11 gehaltert sind. Die Tragarme 21, 22 sind um eine am
Basisträger 3 gehalterte Schwenkachse 25 verschwenkbar, die unterhalb des vorderen
Endbereichs 1a des Sitzes 1 angeordnet ist. Der Sitz 1 ist in seinem vorderen Bereich
1a um eine separate Drehachse 12 schwenkbar gelagert, wobei der Abstand a zwischen
der ersten Drehachse 12 und der Schwenkachse 25 der Tragarme 2 bis 8 cm, vorzugsweise
3 bis 5 cm beträgt.
[0017] Der Stuhl kann von seiner in den Fig. 1a-1e gezeigten Aufrechtenstellung auch in
eine nach hinten geneigte Stellung gemäß den Fig. 2a-2d gebracht werden, indem der
Benutzer sein Gewicht nach hinten verlagert.
[0018] Wie aus einem Vergleich der Fig. 1a und Fig. 2a ersichtlich wird, kommt es dabei
zu einer Schwenkbewegung der Tragarme 21, 22 um ihre Schwenkachse 25 und um eine Schwenkbewegung
des Sitzes 1 um seine erste Drehachse 12. Der Sitz 1 ist fest zwischen seiner ersten
Drehachse 12 und den an den starren Tragarmen 21, 22 angebrachten Kugelgelenken 23,
24 eingespannt. Aufgrund des Abstandes a (siehe Fig. 1d) zwischen der ersten Drehachse
12 und der Schwenkachse 25 der Tragarme kommt es bei einer Schwenkbewegung von der
aufrechten Stellung gemäß Fig. 1a in die nach hinten geneigte Stellung gemäß Fig.
2a zu einer Verlängerung des Abstandes b, b
1 zwischen der ersten Drehachse 12 und den Kugelgelenken 23 bzw. 24 8 (vgl. Fig. 1d
und Fig. 2d).
[0019] Nachdem der Sitz 1 aber zwischen der ersten Drehachse 12 und den Kugelgelenken 23,
24 fest eingespannt ist, kommt es zu einer Relativbewegung zwischen Sitzfläche 10
und Rückenlehne 11, indem sich der Winkel zwischen Sitzfläche 10 und Rückenlehne 11
vergrößert. Bei dieser Bewegung des Sitzes findet somit einerseits eine Sitzneigung
und andererseits einer Rückenlehneneigung statt. Das Verhältnis von Sitzneigung zu
Rückenlehneneigung wird üblicherweise als Synchronverhältnis bezeichnet, wobei ein
Synchronverhältnis von 1 zu 2 als besonders angenehm empfunden wird. Demzufolge ist
die Rückenlehnenneigung, gemessen zur Standfläche, doppeltet so groß wie die Sitzneigung.
Dieses Synchronverhältnis lässt sich einerseits durch den Abstand zwischen der Schwenkachse
25 der Tragarme und der Ankopplung zwischen Tragarm und Rückenlehne (Lage der Kugelgelenke
23, 24) und andererseits durch den Abstand a der Schwenkachse 25 der Tragarme von
der ersten Drehachse 12 des Sitzes festlegen.
[0020] Die Tragarme 21, 22 wirken im Bereich ihrer Schwenkachse 25 mit wenigstens einem
geeigneten Federelement, beispielsweise einer Torsions- oder Spiralfeder, zusammen,
sodass die Tragarme den Sitz immer in die aufrechte Stellung gemäß Fig. 1a drücken.
Das Federelement ist zweckmäßigerweise mit geeigneten Einstellmitteln versehen, um
den Stuhl an das tatsächliche Gewicht eines Benutzers anpassen zu können. Weitere
Einstellmittel, wie insbesondere eine Arretierung des Stuhles in der aufrechten Stellung
sind denkbar.
[0021] Die oben beschriebene Sitzmechanik ermöglicht somit ein Schwenken des Sitzes um eine
parallel zur Knieachse eines Benutzers ausgerichtete und im vorderen Bereich des Sitzes
angeordnete Drehachse. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Sitz
1 in seinem vorderen Endbereich 1a zudem um eine zur ersten Drehachse 12 senkrecht
ausgerichtete zweite Drehachse 13 drehbar an der Sitzmechanik 2 bzw. am Basisträger
3 gelagert.
[0022] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die zweite Drehachse 13 in der Mitte des
Sitzes 1 in seinem vorderen Endbereich 1a angeordnet. In der aufrechten Stellung gemäß
den Fig. 1a-1e schneiden sich die erste und zweite Drehachse 12, 13. Auch die Schwenkachse
25 und die zweite Drehachse 13 schneiden sich in dieser Stellung. Es wäre aber auch
durchaus denkbar, dass die drei Achse zueinander versetzt angeordnet sind.
[0023] Die beiden Drehachsen 12, 13 des Sitzes 1 werden im dargestellten Ausführungsbeispiel
durch einen am Basisträger 3 um die erste Achse 12 schwenkbeweglich gehalterten Bolzen
5 realisiert, der gleichzeitig eine Drehung des Sitzes 10 um die Längsachse des Bolzens
erlaubt, welche die zweite Drehachse 13 bildet. Der Bolzen 5 weist im dargestellten
Ausführungsbeispiel einen überstehenden Kopf 5a auf und ist an seinem anderen Ende
fest mit einem Gleitschuh verbunden, der im Basisträger 3 nach Art einer Kulissenführung
zur Ausführung der Schwenkbewegung um die erste Drehachse 12 geführt ist, wie das
aus den Fig. 1d, 1e und 2d hervorgeht.
[0024] Der Sitz 1 ist somit im Bereich des Bolzens 5 in seinem vorderen Bereich und durch
die beiden Kugelgelenke 23, 24 in seinem hinteren Bereich in der Sitzmechanik eingespannt.
Aufgrund der starren Tragarme 21, 22 ist eine Drehbewegung des Sitzes 1 um die zweite
Drehachse 13 somit nur in Verbindung mit einer gleichzeitigen Schwenkbewegung des
Sitzes um die erste Drehachse 12 möglich. Die Schwenkbewegung des Sitzes 1 um die
erste Drehachse 12 kann somit durch eine seitliche Schwenkbewegung des Sitzes überlagert
werden. Dies bedeutet, dass beispielsweise das hintere linke Ende der Sitzfläche 10
weiter nach unten geneigt ist als das rechte hintere Ende. Durch die Verbindung von
Sitzfläche 10 und Rückenlehne 11 folgt somit auch die Rückenlehne 11 einer solchen
seitlichen Bewegung. Der Benutzer erfährt dadurch auch bei einer seitlichen Schwenkbewegung
nach hinten eine angenehme Unterstützung durch die Rückenlehne.
[0025] Um insbesondere auch in der aufrechten Stellung des Stuhles eine ausreichende seitliche
Stabilität zu gewährleisten stützt sich der Sitz 1 in seinem vorderen Bereich über
zwei Gleitlager 6, 7 an der Sitzmechanik 2 bzw. dem Basisträger 3 ab. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist jeweils ein Gleitlager 6, 7 seitlich des Bolzens 13 zwischen
dem Basisträger 3 und dem Sitz 1 vorgesehen (siehe Fig. 1c und 1e).
[0026] Die Fig. 3a-3c zeigen die Situation, bei der die rechte Seite des Sitzes 1 unabhängig
von der linken Seite des Sitzes eine seitliche Schwenkbewegung ausführt. Dabei kommt
es zwischen dem Sitz 1 und den Gleitlagern 6, 7 zu einer Relativbewegung, wie dies
insbesondere aus Fig. 3c ersichtlich ist. Um diese Bewegung ausführen zu können, weist
der Sitz eine entsprechende Verwindungsfähigkeit auf.
[0027] Durch die definierte Einspannung des Sitzes 1 zwischen den Fixpunkten (Bolzen 5 und
Kugelgelenken 23, 24) lässt sich ein exaktes Synchronverhältnis von Sitzneigung zu
Rückenlehnenneigung einstellen. Darüber hinaus kann der Stuhl nicht nur gerade nach
hinten, sondern auch nach einer der beiden Seiten, geneigt werden. In jeder Stellung
des Stuhles wirkt ein ausreichend starker Druck von der Rückenlehne 11 auf den Rücken
des Benutzers, sodass sich dieser in jeder Stellung sicher gehalten fühlt.
[0028] Das Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 4a und 4b zeigt ebenfalls eine Stellung des
Stuhles in einer seitlich geneigten Stellung (ähnlich der Fig. 3a bis 3c). Hier wirken
die Tragarme 21', 22' aber mit einem als Spiralfeder ausgebildeten Federelement 26
zusammen. Die Tragarme 21', 22' sind in der vorderen Hälfte derart zueinander gekröpft
ausgebildet, dass die beiden Tragarme in diesem Bereich parallel zueinander und mit
relativ geringem Abstand voneinander angeordnet sind. Unter diesem Bereich ist das
Federelement 26 angeordnet, das sich mit einem Ende an einem Widerlager 3a am Basisträger
abstützt und mit seinem anderen Ende mit beiden Tragarmen 21', 22' in Kontakt steht,
wobei die Tragarme das Federelement 26 gemeinsam, aber auch unabhängig voneinander
bei einer Drehung um die Schwenkachse 25 eindrücken können. Im Rahmen der Erfindung
könnte natürlich auch jedem Schwenkarm jeweils ein Federelement zugeordnet sein.
1. Stuhl mit einem Sitz (1) und einer Sitzmechanik (2), wobei der Sitz mit der Sitzmechanik
derart gekoppelt ist, dass der Sitz in einem vorderen Endbereich (1a) um eine erste
Drehachse (12) schwenkbar gelagert ist, die parallel zur Knieachse eines Benutzers
ausgerichtet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (1) in seinem vorderen Endbereich (1a) zudem um eine zur ersten Drehachse
(12) senkrecht ausgerichtete zweite Drehachse (13) drehbar an der Sitzmechanik (2)
gelagert ist.
2. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzmechanik (2) eine seitliche Schwenkbewegung des Sitzes (1) erlaubt, wobei
der Sitz (1) und die Sitzmechanik (2) derart ausgebildet sind, dass die eine Seite
des Sitzes (1) bei der seitlichen Schwenkbewegung des Sitzes (1) unabhängig von der
anderen Seite des Sitzes (1) bewegbar ist.
3. Stuhl nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (1) und die Sitzmechanik (2) derart ausgebildet sind, dass es bei der seitlichen
Schwenkbewegung des Sitzes zu einer Drehung des Sitzes um die zweite Drehachse kommt.
4. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzmechanik (2) zwei seitliche, unabhängig voneinander reagierende Tragarme
(21, 22; 21', 22') aufweist, an welchen der Sitz (1) in einem hinteren Bereich (1b)
angekoppelt ist.
5. Stuhl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Tragarme (21, 22; 21', 22') um eine Schwenkachse (25) verschwenkbar sind,
die parallel zur ersten Drehachse (12) ausgerichtet und unterhalb des vorderen Endbereichs
(1a) des Sitzes (1) angeordnet ist.
6. Stuhl nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) zwischen der ersten Drehachse (12) und der Schwenkachse (25) 2 bis
8cm, vorzugsweise 3 bis 5cm beträgt.
7. Stuhl nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (1) eine Sitzfläche (10) und eine Rückenlehne (11) umfasst, wobei die Tragarme
(21, 22) in einem unteren Bereich der Rückenlehne (11) am Sitz (1) angekoppelt sind.
8. Stuhl nach Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Synchronverhältnis von Sitzneigung zu Rückenlehnenneigung einerseits durch den
Abstand zwischen der Schwenkachse (25) der Tragarme (21, 22; 21', 22') und der Ankoppelung
zwischen Tragarm (21, 22; 21', 22') und Rückenlehne (11) und andererseits durch den
Abstand (a) der Schwenkachse (25) der Tragarme (21, 22; 21', 22') von der ersten Drehachse
des Sitzes (1) bestimmt wird.
9. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Drehachse (13) ortsfest an der Sitzmechanik (2) ausgebildet ist.
10. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Endbereich des Sitzes (1a) über wenigstens ein zwischen Sitz (1) und
Sitzmechanik (2) vorgesehenes Gleitlager (6, 7) an der Sitzmechanik (2) abgestützt
ist.