[0001] Die Erfindung betrifft eine Wasserbehandlungsvorrichtung mit einem Rohr, das zur
Wasserführung dient und mit mindestens einer eine Induktionsspule darstellenden Umwicklung
versehen ist.
[0002] Die Verkalkung von wasserführenden Leitungen und von Vorrichtungen, in denen Wasser
behandelt wird, beispielsweise erwärmt wird, stellt ein gravierendes Problem sowohl
in privaten Haushalten als auch in Wirtschaftsunternehmen dar.
[0003] Eine Möglichkeit, diesen Problemen Herr zu werden, stellt die Entkalkung dar, beispielsweise
mit Hilfe von lonenaustauschern. Derartige Maßnahmen sind nicht nur teuer, sondern
bedingen häufig auch den Einsatz von Chemikalien, welche entsorgt werden müssen. Dies
ist beispielsweise beim Einsatz von lonenaustauschern der Fall, die mit Hilfe von
Kochsalz regeneriert werden.
[0004] Auch ist es schon bekannt, Wasser mit Magnetfeldern und insbesondere mit elektromagnetischen
Feldern zu behandeln. Ein entsprechendes Verfahren ist beispielsweise aus der
DE 10004129A1 bekannt, bei dem ein elektromagnetisches Feld mittels Spulen erzeugt wird, die um
wasserführende Rohrleitungen gewickelt sind. Unter Ausnutzung des Prinzips der magnetischen
Induktion elektrischer Leiter werden diese Spulen mit definierten Stromverläufen beaufschlagt,
sodass sich entsprechende Eigenschaften der auf das Wasser einwirkenden elektromagnetischen
Feldern einstellen.
[0005] Derartige Verfahren machen es möglich, in dem Fluid bzw. Wasser eine ausreichende
Zahl von sogenannten "Kalkkristallkeimen" zu erzeugen, die in dem gesamten Wasservolumen
als Kristallisationszentrum dienen. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich noch
einmal auf die
DE 10004129A1 verwiesen, deren Inhalt durch Verweis darauf in die vorliegende Anmeldung inkorporiert
wird.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Wasserbehandlungsvorrichtung bereitzustellen,
die in einem Verfahren und in einer Vorrichtung gemäß der genannten
DE 10004129A1 und in ähnlichen Verfahren eingesetzt werden kann und zu einer wirksameren Wasserbehandlung
führen.
[0007] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Wasserbehandlungsvorrichtung gemäß der Lehre
des Anspruchs 1.
[0008] Die Spule oder Spulen der erfindungsgemäßen Wasserbehandlungsvorrichtung können mit
einem Spulenstrom beaufschlagt werden, der in Abhängigkeit von definierten Frequenz-Interferenzmustern
des Spulenstroms entsprechende elektromagnetische Felder im Wasser induziert. Zur
Erzeugung des Spulenstroms dient eine Steuer- und Regelvorrichtung, die einen Mikrocontroller
aufweist, der mindestens einen Oszillator zur Erzeugung der für die Frequenz-Interferenzmuster
erforderlichen Frequenzimpulse ansteuert. Ein Zufallsgenerator wandelt den festen
Oszillatortakt von Hochfrequenzimpulsen, die vom Oszillator generiert werden, in ein
zeitliches Zufallssignal um. Die zuletzt geschilderten Einrichtungen sind in der genannten
DE 10004129A1 ausführlicher beschrieben. Die erfindungsgemäße Wasserbehandlungs-vorrichtung kann
zusammen mit diesen bekannten Einrichtungen eingesetzt werden, die dazu dienen, die
entsprechenden elektro-magnetischen Felder im Fluid zu induzieren. Allerdings kann
die erfindungsgemäße Wasserbehandlungsvorrichtung nicht nur zusammen mit den in der
DE 10004129A1 beschriebenen Einrichtungen und gemäß dem dort beschriebenen Verfahren eingesetzt
werden. Vielmehr kann die erfindungsgemäße Wasserbehandlungsvorrichtung bei allen
Verfahren und Einrichtungen Anwendung finden, bei denen mit Hilfe von Induktionsspulen
ein elektrisches Feld zur Wasserbehandlung erzeugt werden soll.
[0009] Die Wirksamkeit von Verfahren zur Wasserbehandlung unter Anwendung von elektromagnetischen
Feldern wird häufig angezweifelt. Daher wurde das in der
DE 10004129A1 beschriebene Verfahren von der technischen Universität Berlin daraufhin untersucht,
ob die Änderung der Kristallstruktur von Wasserproben, die mit dem geschilderten Verfahren
der physikalischen Wasserbehandlung aufbereitet wurden, nachgewiesen werden kann.
Dies wird in dem genannten Prüfbericht bestätigt, denn dort ist ausgeführt, es sei
nachgewiesen worden, dass mit dem genannten Verfahren die kristalline Struktur der
Auskristallisierrungen von Wasserproben eindeutig verändert wird, indem fast alle
Kristallstrukturen amorphisiert werden. Dieser Prüfbericht wurde am 10.10.2009 von
der Zentraleinrichtung "Elektronenmikroskopie" der Technischen Universität Berlin
angefertigt und veröffentlicht.
[0010] Die erfindungsgemäße Wasserbehandlungsvorrichtung ist mit einem Rohr ausgestattet,
dass zur Wasserführung dient bzw. in dem bei Gebrauch Wasser fließt. Das Rohr ist
mit mindestens einer Umwicklung versehen, welche eine Induktionsspule darstellt.
[0011] Das Rohr besitzt mindestens einen derart stark gekrümmten Abschnitt, dass die Mittellängsachse
des Rohres auf einer Länge, welche maximal dem vierfachen Durchmesser des Rohres entspricht,
eine Richtungsänderung von 60 bis 120° erfährt.
[0012] Wenn hier von Durchmesser des Rohres die Rede ist, dann bezieht sich das auf den
Innendurchmesser. Bei nicht zylindrischen Querschnittsformen bezieht sich das auf
den größten möglichen Innendurchmesser des Rohres.
[0013] Wenn im Rahmen der vorliegenden Änderung von einer Richtungsänderung die Rede ist,
dann bezieht sich die entsprechende Angabe auf denjenigen Winkel, der einerseits von
der Mittellängsachse desjenigen Abschnitts bzw. Bereichs, der vor dem stark gekrümmten
Abschnitt liegt, und andererseits der Mittellängsachse desjenigen Abschnitts bzw.
Bereichs, der nach dem stark gekrümmten Abschnitt liegt, eingeschlossen wird.
[0014] Die Abschnitte bzw. Bereiche des vor und nach dem stark gekrümmten Abschnitt können
im übrigen gerade verlaufen, was bevorzugt ist, oder auch gekrümmt sein, jedoch nicht
derart stark, dass Sie der Definition entsprechen, die im Rahmen der vorliegenden
Anmeldung für den stark gekrümmten Abschnitt dient.
[0015] Vorzugsweise sind entweder der Abschnitt des Rohres vor dem stark gekrümmten Abschnitt
oder der Abschnitt des Rohres nach dem stark gekrümmten Abschnitt gerade ausgerichtet.
Insbesondere bevorzugt verlaufen sowohl der Abschnitt des Rohres vor als auch der
Abschnitt des Rohres nach dem stark gekrümmten Abschnitt gerade.
[0016] Die Richtungsänderung des Rohres in einem stark gekrümmten Abschnitt beträgt vorzugsweise
90°.
[0017] Der hier angegebene Bereich für die Richtungsänderung von 60 - 120° umfasst alle
in diesen Bereich fallenden geraden Einzelwerte und auch alle denkbaren und möglichen
ungeraden Einzelwerte. Zu den geraden Einzelwerten gehören somit folgende: 60°, 61°,
62°, 63°, 64°, 65°, 66°, 67°, 68°, 69°, 70°, 71°, 72°, 73°, 74°, 75°, 76°, 77°, 78°,
79°, 80°, 81°, 82°, 83°, 84°, 85°, 86°, 87°, 88°, 89°, 90°, 91°, 92°, 93°, 94°, 95°,
96°, 97°, 98°, 99°, 100°, 101°, 102°, 103°, 104°, 105°, 106°, 107°, 108°, 109°, 110°,
111°, 112°, 113°, 114°, 115°, 116°, 117°, 118°, 119° und 120° denkbar. Ungerade Werte
sind beispielsweise 79,9°, 92,3° und 87,8°, um nur einige zu nennen.
[0018] Das erfindungsgemäße Rohr besteht aus einem Kunststoff, der für die Herstellung von
Trinkwasserleitungen geeignet ist. Dazu zählen PVC, PE, PP, PB und Polyamid. Insbesondere
bevorzugt wird ein faserverstärkter Kunststoff eingesetzt
[0019] Vorzugsweise weist das Rohr der erfindungsgemäßen Wasserbehandlung eine innere und
eine äußere Kunststoffschicht auf. Zwischen diesen ist eine Faserfüllung eingebracht.
Derartige Faserverbundrohre werden beispielsweise von der Fa. Aquaterm unter der Marke
"Fusioterm PPR(80) angeboten. Mit diesen Kunststoffrohren ist eine besonders wirksame
Übertragung des durch die Induktionsspulen erzeugten elektromagnetischen Feldes möglich.
[0020] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Querschnitt des Rohres am
flussaufwärtigen Anfang auf einer Länge von 0 - 1 cm um 10 - 40 % reduziert und am
flussabwärtigen Ende auf einer Länge von 0 - 1 cm um 10 - 50 % vergrößert.
[0021] Nach einer alternativen bevorzugten Ausführungsform wird der Querschnitt des Rohres
am flussaufwärtigen Anfang auf einer Länge von 0 - 1 cm um 10 - 40 % reduziert und
am flussaufwärtigen Anfang auch wieder auf einer Länge 0 - 1 cm um 10 - 50 % vergrößert.
Die Querschnittsreduktion und -erweiterung liegt somit im Bereich des flussaufwärtigen
Anfangs. Eine derartige Querschnittsreduktion kann auch lediglich am flussabwärtigen
Ende stattfinden. Auch eine Kombination von beiden ist möglich.
[0022] Für alle geschilderten Querschnittsreduktionen und Querschnittserweiterungen gilt,
dass vorzugsweise der Querschnitt des Rohres derart reduziert und vergrößert wird,
dass die Größe der Querschnittsfläche des Rohres vor der Querschnittsreduktion und
nach der Querschnittserweiterung die gleiche ist.
[0023] Die Bezeichnung Querschnitt bezeichnet im Rahmen der vorliegenden Unterlagen insbesondere
die Innenquerschnittsfläche und vorzugsweise die Innenquerschnittsform. Die Querschnitte
in den verschiedenen Abschnitten des Rohres sind vorzugsweise form- und flächenkongruent.
Sofern eine Querschnittsreduktion am Anfang erfolgt, gilt diese für die darauf folgenden
Abschnitte.
[0024] Das Rohr der erfindungsgemäßen Wasserbehandlungsvorrichtung besitzt vorzugsweise
eine U-Form. Zudem sind die beiden freien Enden der U-Form senkrecht zum dazugehörigen
Schenkel der U-Form nach außen abgebogen. Weiterhin bevorzugt liegen alle Abschnitte
des U-förmigen Rohres einschließlich der beiden freien Enden in einer Ebene.
[0025] Nach einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform sind die beiden seitlichen Schenkel
der U-Form gleich lang und verlaufen parallel zueinander. Der dazwischen liegende
Bodenabschnitt der U-Form verläuft gerade sowie senkrecht zu den seitlichen Schenkeln.
Das Verhältnis des Abstandes des Bodenabschnitts der U-Form zu den seitlich abgebogenen
freien Enden zu dem Abstand der beiden seitlichen Schenkel voneinander, jeweils bezogen
auf die Mittellängsachse, beträgt 0,3 bis 0,7 und insbesondere bevorzugt 0,35, 0,4,
0,43, 0,59 und 0,66.
[0026] Die Induktionsspule(n) der erfindungsgemäßen Wasserbehandlungsvorrichtung ist/sind
üblicher Art und somit bekannt, sodass sie keiner weiteren Erläuterungen bedürfen.
Das Rohr der erfindungsgemäßen Wasserbehandlungsvorrichtung ist zweckmäßigerweise
von einem Gehäuse umgeben, aus dem nur die beiden freien Enden herausragen.
[0027] Die erfindungsgemäßen Wasserbehandlungsvorrichtung wird anhand der folgenden Zeichnungen,
welche bevorzugte Ausführungsformen darstellen, näher beschrieben.
[0028] Von den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- Eine Seitenansicht eines Rohres für eine erfindungsgemäße Wasserbehandlungsvorrichtung
mit im Wesentlichen U-Form,
- Fig. 2:
- eine Aufsicht von oben auf das in der Figur 1 gezeigt Rohr,
- Fig. 3:
- eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rohres mit
U-Form,
- Fig. 4:
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Rohres,
- Fig. 5:
- eine Seitenansicht einer fünften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rohres und
- Fig. 6:
- eine sechste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rohres in Doppel-U-Form.
[0029] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines Rohres 2 für eine erfindungsgemäße Wasserbehandlungsvorrichtung
1 mit U-Form.
[0030] Bei dem Rohr 2 handelt es sich um ein hohlzylindrisches Rohr. Die Querschnittsform
kann jedoch beliebig sein, beispielsweise rechteckig, quadratisch oder polygonal.
[0031] Am flussaufwärtigen Anfang 4 des Rohres 2, welches ein seitlich abgebogenes freies
Ende 13 des Rohres 2 bildet, wird der Querschnitt des Rohres 2 schlagartig und somit
auf einer Länge von 0 cm reduziert. Nach dieser Querschnittsreduktion 5 erstreckt
sich das Rohr 2 gerade weiter bis zum ersten stark gekrümmten Abschnitt 3. In diesem
stark gekrümmten Abschnitt 3 erfährt die Mittellängsachse 6 des Rohres 2 eine Richtungsänderung
von ca. 90°.
[0032] Das Rohr 2 erstreckt sich dann gerade weiter (in der Figur 1 in der Papierebene nach
unten) und bildet den linken Schenkel 7 der U-Form. Im Bereich dieses Schenkels 7
verläuft das Rohr 2 gerade. Zudem ist das Rohr 2 dort mit einer ersten Induktionsspule
12 bereichsweise umwickelt, die in der Figur 1 zeichnerisch nur angedeutet ist. Diese
Induktionsspule 12 ist üblicher Art und mit einer per se bekannten Einrichtung (nicht
gezeigt) zur Strombeaufschlagung verbunden.
[0033] Am unteren Ende des Schenkels 7 geht das Rohr 2 in einen zweiten stark gekrümmten
Abschnitt 3' über und erfährt dabei eine weitere Richtungsänderung von ca. 90° in
die Horizontale. Dieser horizontale im wesentlichen gerade Abschnitt bildet die Basis
bzw. den Boden 8 der U-Form.
[0034] Im weiteren Verlauf geht das Rohr 2 am rechten Ende der Basis 8 in den nächsten stark
gekrümmten Abschnitt 3" über. Hier erfährt das Rohr 2 eine erneute Richtungsänderung
um etwa 90° von der Horizontalen in die Vertikale. Dieser vertikale Abschnitt bildet
den zweiten Schenkel 7' der U-Form und ist ebenfalls mit einer Induktionsspule 12
der oben beschriebenen Art bereichsweise umwickelt.
[0035] Der Schenkel 7' geht am oberen Ende in einen vierten stark gekrümmten Abschnitt 3"'
über und erfährt dabei eine Richtungsänderung von ca. 90° in die Horizontale. Im weiteren
Verlauf des Rohres 2 erweitert sich der Querschnitt in der Nähe des flussabwärtigen
Endes 9, welches das andere freie, seitlich abgebogene Ende 14 des Rohres 2 bildet,
die entsprechende Querschnittserweiterung 10 entspricht der Querschnittsreduktion
5.
[0036] Das Rohr 2 der Figur 1 ist bezüglich einer Ebene, die senkrecht zur Papierebene und
zwischen den beiden Schenkeln 7, 7' verläuft, spiegelbildlich ausgebildet. Die Länge
der Mittellängsachse 6 im Bereich der stark gekrümmten Abschnitte 3, 3', 3" und 3'"
entspricht in etwa dem Durchmesser des Rohres 2.
[0037] An den Orten der Querschnittsreduktion 5 bzw. Querschnittserweiterung 1 0 sowie an
den stark gekrümmten Abschnitten 3, 3', 3" und 3'" geht das laminar fließende Wasser
in ein turbulent fließendes Wasser über. Auf diese Weise wird für eine starke Verwirbelung
des zu behandelnden Wassers Sorge getragen. An den übrigen Abschnitten des Rohres
2 fließt das Wasser mehr oder weniger laminar.
[0038] Das U-förmige Rohr 2 liegt mit seinen verschiedenen, oben geschilderten Abschnitten
in einer Ebene, wie dies aus der Figur 2 ersichtlich ist, wobei die Induktionsspulen
12 in der Figur 2 nicht gezeigt sind.
[0039] Die in der Figur 3 gezeigte zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Rohres 2
entspricht dem in der Figur 1 gezeigten Rohr 2 (die Induktionsspulen 12 sind in den
Figuren 3 bis 5 nicht dargestellt bzw. weggelassen) in fast allen Elementen. Der Unterschied
besteht lediglich im Bereich der stark gekrümmten Abschnitte 3, 3', 3" und 3"'. Während
bei dem in der Figur 1 gezeigten Rohr 2 die Richtungsänderung der Mittellängsachse
6 kontinuierlich erfolgt, erfolgt diese Richtungsänderung bei der in der Figur 3 gezeigten
Ausführungsform abrupt. Mit anderen Worten, die Richtungsänderung der Mittellängsachse
6 ist diskontinuierlich.
[0040] In den Bereichen außerhalb der stark gekrümmten Abschnitte 3, 3', 3" und 3"' sowie
außerhalb der Abschnitte der Querschnittsreduktion bzw. -erweiterung 5, 10 verläuft
das Rohr 2 gerade und somit ohne Richtungsänderung der Mittellängsachse.
[0041] Das in der Figur 4 in Seitenansicht gezeigte Rohr 2 entspricht im wesentlichen dem
in der Figur 1 gezeigten Rohr 2. Die Unterschiede liegen lediglich in dem Ausmaß der
Richtungsänderung der Mittellängsachse 6 in den stark gekrümmten Abschnitten 3, 3',
3" und 3"'. So beträgt die Richtungsänderung der Mittellängsachse 6 im stark gekrümmten
Abschnitt 3 etwa 97,8° und im stark gekrümmten Abschnitt 3' in etwa 79,9°. Die Richtungsänderung
in den stark gekrümmten Abschnitten 3" und 3"' beträgt 92,3° bzw. 90°.
[0042] Das in der Figur 5 in Seitenansicht gezeigte Rohr 2 entspricht hinsichtlich seiner
U-Form und der Ausbildung im Bereich der U-Form dem in der Figur 1 gezeigten Rohr
2. Der Unterschied besteht darin, dass bei dem Rohr 2 gemäß der Figur 5 am flussaufwärtigen
Anfang 4 sowohl eine Querschnittsreduktion als auch eine Querschnittserweiterung eingebaut
ist. Mit anderen Worten, der Querschnitt des Rohres 2 wird am flussaufwärtigen Anfang
4 sowohl einmal reduziert als auch dort einmal erweitert, so dass der Querschnitt
vor und nach dieser Querschnittsänderung der gleiche ist.
[0043] Eine derartige Querschnittsreduktion und -erweiterung kann auch am flussabwärtigen
Ende 9 entweder zusätzlich oder stattdessen angeordnet sein (in der Figur 5 nicht
gezeigt).
[0044] Bei dem in der Figur 6 gezeigten Rohr 2 handelt es sich um ein solches, das dem in
der Figur 1 gezeigten Rohr hinsichtlich der U-Form ebenfalls stark ähnelt. Allerdings
weist dieses Rohr 2 zwei parallel zueinander angeordnete U-förmige Abschnitte auf.
Statt des flussabwärtigen Endes 9 bei dem in der Figur 1 gezeigten Rohr 2 geht dieses
Rohr dort in einen die beiden U-Form verbindenden Abschnitt 11 über.
[0045] Eine Querschnittsreduktion 5 des Rohres 2 erfolgt bei dieser Ausführungsform dadurch,
dass ein ½.Zoll-Rohr auf übliche Weise auf ein 3/8-Zoll-Rohr reduziert wird. Am Ende
des Rohres 2 erfolgt dann eine Querschnittserweiterung 10, in dem das Rohr 2, das
ein 3/8-Zoll-Rohr darstellt, ebenfalls auf übliche Weise auf ein ½.Zoll-Rohr erweitert
wird.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Wasserbehandlungsvorrichtung
- 2
- Rohr
- 3, 3', 3", 3"'
- stark gekrümmter Abschnitt
- 4
- flussaufwärtiger Anfang
- 5
- Querschnittsreduktion des Rohres 2
- 6
- Mittellängsachse
- 7, 7'
- Schenkel
- 8
- Boden
- 9
- flussabwärtiges Ende
- 10
- Querschnittserweiterung des Rohres 2
- 11
- verbindender Abschnitt
- 12
- Induktionsspule
- 13, 14
- freies Ende
1. Wasserbehandlungsvorrichtung mit einem Rohr (2), das zur Wasserführung dient und mit
mindestens einer eine Induktionsspule (12) darstellenden Umwicklung versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rohr (2) mindestens einen derart stark gekrümmten Abschnitt (3, 3', 3", 3"') besitzt,
dass die Mittellängsachse des Rohres (2) auf einer Länge, welche maximal dem vierfachen
Durchmesser des Rohres (2) entspricht, eine Richtungsänderung von 60 bis 120° erfährt,
und
aus einem Kunststoff besteht.
2. Wasserbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Richtungsänderung ca. 90 ° beträgt.
3. Wasserbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
i) der Abschnitt des Rohres (2) vor einem stark gekrümmten Abschnitt (3, 3', 3", 3"')
oder der Abschnitt des Rohres (2) nach einem stark gekrümmten Abschnitt (3, 3', 3",
3"') gerade verläuft
oder
ii) sowohl der Abschnitt des Rohres (2) vor einem stark gekrümmten Abschnitt (3, 3',
3", 3"') als auch der Abschnitt des Rohres (2) nach einem stark gekrümmten Abschnitt
(3, 3', 3", 3"') gerade verlaufen.
4. Wasserbehandlungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rohr (2) ein Faserverbundrohr darstellt.
5. Wasserbehandlungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Querschnitt des Rohres (2) am flussaufwärtigen Anfang (4) auf einer Länge von
0 bis 1 cm um 10 bis 40 % reduziert und am flussabwärtigen Ende (9) auf einer Länge
von 0 bis 1 cm um 10 bis 50 % vergrößert wird.
6. Wasserbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Querschnitt des Rohres (2) derart reduziert und vergrößert wird, das die Größe
der Querschnittsfläche des Rohres (2) vor dem Anfang (4) und nach dem Ende (9) die
gleiche ist.
7. Wasserbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle Abschnitte des Rohres (2) nachdem der Querschnitt am Anfang (4) reduziert wurde
und bis zu Erweiterung des Querschnitts am Ende (9) die gleiche Innenquerschnittsfläche
und die gleiche Innenquerschnittsform besitzen.
8. Wasserbehandlungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle Abschnitte des Rohres (2) die gleiche Innenquerschnittsfläche und die gleiche
Innenquerschnittsform besitzen.
9. Wasserbehandlungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rohr (2) ein U-Form besitzt und die beiden freien Enden der U-Form senkrecht zum
dazugehörigen Schenkel (7, 7') der U-Form nach außen abgebogen sind.
10. Wasserbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
alle Abschnitte des U-förmigen Rohres (2) in einer Ebene liegen.
11. Wasserbehandlungsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden seitlichen Schenkel (7, 7') der U-Form gleich lang sind und parallel verlaufen,
der dazwischen liegende Bodenabschnitt (8) der U-Form gerade sowie senkrecht zu den
seitlichen Schenkeln (7, 7') verläuft und das Verhältnis des Abstandes des Boden (8)
der U-Form zu den seitlich abgebogenen freien Enden zu dem Abstand der beiden seitlichen
Schenkel (7, 7') voneinander, jeweils bezogen auf die Mittellängsachse (6), 0,3 bis
0,7 beträgt.