[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entnehmen und/oder Zuführen zumindest eines
Buchblocks aus einer Förderstrecke einer Buchfertigungsstraße bzw. in eine Förderstrecke
einer Buchfertigungsstraße zur Herstellung von Büchern, insbesondere zur Herstellung
von Kleinstauflagen von Büchern, wobei auf der Förderstrecke in einer Haupt-Transportrichtung
nacheinander folgend Buchblocks bewegt werden, wobei die Bücher zumindest aus einem
Buchblock und einer den Buchblock schützenden, festen Buchdecke bestehen. Zudem betrifft
die Erfindung eine Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 6 sowie eine Buchfertigungsstraße
nach Anspruch 10 mit einer solchen Vorrichtung.
[0002] Bekannte Buchfertigungsstraßen fügen taktweise nacheinander jeweils einen Buchblock
und eine Buchdecke zusammen. Dabei werden die Buchblocks und die Buchdecken üblicherweise
zunächst in separaten Maschinen hergestellt. In bekannten Buchfertigungsstraßen, beispielsweise
aus
DE19729529 A1, durchläuft der Buchblock zu Beginn separat von der zugehörigen Buchdecke Bearbeitungsstationen,
wie beispielsweise Stationen zum Runden, Abpressen, Rückenbeleimen und Kapitalen.
Die Buchdecke durchläuft in der Regel eine Deckenausbiegeeinrichtung, bevor es in
einer nachgeschalteten Einhängemaschine zur sogenannten Hochzeit kommt, d.h. zu einer
Vereinigung von Buchdecke und Buchblock.
[0003] In solchen konventionellen Buchfertigungsstraßen wird von der Herstellung von Büchern
in mittleren oder großen Auflagen ausgegangen. Für eine Serie von mehreren Buchblocks
liegen folglich ebenso viele Buchdecken bereit. Auf eine Reihenfolge muss dabei nicht
geachtet werden, weil innerhalb einer Auflage ein Buch zusammengesetzt ist wie das
andere.
[0004] Bei der Herstellung personifizierter Bücher in Kleinstauflage, beispielsweise von
Fotobüchern, ist sowohl der Buchblock als auch die Buchdecke ein Unikat. Die Kleinstauflage
erfordert eine eindeutige Identifikation der Buchdecke und des Buchblocks. Hierauf
weist bereits die
DE102008034065 A1 hin.
[0005] Zum reibungslosen Verfahrensablauf von Kleinauflagen in einer konventionellen Buchfertigung,
wovon man beispielsweise in einem Bereich von Durchsätzen um 3600 Hardcover-Büchern
pro Stunde spricht, muss entweder die Buchdecke oder der Buchblock eine Steuerfunktion
übernehmen. Ein Teil des späteren Buchs gibt demnach der Buchfertigungsstraße vor,
mit welchem anderen Teil des späteren Buchs es zu vereinen ist. Der Problematik einer
gezielten und flexiblen Eingliederung eines der Teile des Buches einer Kleinstauflage
in eine Buchfertigungsstraße und einer sicheren Zuweisung der zu verheiratenden Teile
nimmt sich die
CH 00759/10 an. Dort wird vorgeschlagen, Aufgabestapel bestehend aus Buchdecken bekannter Zusammensetzung
zu erzeugen. Deren Deckeninformationen werden der Buchfertigungsstraße unter einer
einzigen Kennung für den Aufgabestapel zur Verfügung gestellt.
[0006] Für das Zuführen zumindest eines Buchblocks in eine Förderstrecke einer Buchfertigungsstraße,
d.h. zwischen die auf der Förderstrecke in einer Haupt-Transportrichtung nacheinander
folgend bewegten Buchblocks, wäre bei bisher bekannten Lösungen des Standes der Technik
immer ein Maschinenhalt erforderlich, weshalb ein solche Zuführen bisher nicht vorgesehen
ist.
[0007] Dennoch stellt sich beim Betrieb solcher konventionellen Buchfertigungsstraßen heraus,
dass in manchen Fällen ein Entnehmen oder ein Zuführen von einzelnen Buchdecken und/oder
Buchblocks erforderlich wird. Solche Fälle sind beispielsweise gegeben, wenn die Buchdecken
und die Buchblocks unterschiedlich lange Wege in der Buchfertigungsstraße zurückzulegen
haben. Beispielsweise befinden sich 12 Buchblocks in Bearbeitungsstationen der Buchfertigungsstraße,
während lediglich 3 Buchdecken aufliegen. So kann es dazu kommen, dass zu den in der
Buchfertigungsstraße befindlichen Buchdecken die passenden Buchblocks noch nicht bereitstehen.
Es sind daneben weitere Unregelmäßigkeiten denkbar, beispielsweise wird ein Buchblock
während vorgängiger Arbeitsschritte beschädigt oder es werden andere Qualitätsmängel
festgestellt. In derartigen Fällen kann es sinnvoll sein, einen solchen Buchblock
vor seiner Hochzeit mit der zugehörigen Buchdecke zu entnehmen. Wenn auf der Förderstrecke
ein einzelner Buchblock fehlt, wird diesem fehlenden Buchblock ein Leertakt zugeordnet
und die zugehörige Buchdecke an entsprechender Stelle ausgeschleust.
[0008] Es ergibt sich die Aufgabe, eine Entnahme einzelner Buchblocks aus der Förderstrecke
einer konventionellen Buchfertigungsstraße zu gestalten. Die Entnahme soll den Arbeitsablauf
der Buchfertigungsstraße möglichst nicht stören. Ferner soll eine Lösung angegeben
werden, wie der Förderstrecke bereits zuvor aus dieser entnommene und ggf. zusätzliche
Buchblocks zugeführt werden können.
[0009] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren nach den Merkmalen des kennzeichnenden
Teils des Anspruch 1 und eine Vorrichtung nach den Merkmalen des kennzeichnenden Teils
des Anspruchs 6 sowie eine Buchfertigungsstraße nach Anspruch 9 mit einer solchen
Vorrichtung.
[0010] Das Verfahren zum Entnehmen und/oder Zuführen zumindest eines Buchblocks weist eine
Haupt-Transportrichtung auf und findet bei der Herstellung von Büchern in einer Buchfertigungsstraße
Verwendung, insbesondere bei der Herstellung von Kleinstauflagen gebundener Bücher.
Mit der Buchfertigungsstraße hergestellte Bücher bestehen zumindest aus einem Buchblock
und einer den Buchblock schützenden, festen Buchdecke. Der Buchblock und die Buchdecke
werden entweder parallel zueinander aus derselben Richtung zur Hochzeit transportiert
oder aus unterschiedlichen Richtungen.
[0011] Dabei werden zunächst Kennzeichen sowohl der Buchblocks als auch der Buchdecken identifiziert.
Anschliessend erfolgt die Entnahme des zumindest einen Buchblocks in Abhängigkeit
von einer in einer Maschinensteuerung stattfindenden Auswertung der zuvor erfolgten
Identifizierung.
[0012] Erfindungsgemäß findet nach einem Zuführen eines Stapels bestehend aus Buchdecken
sowie einer Anzahl von Buchblocks in die Buchfertigungsstraße ein Identifizieren des
Kennzeichens zumindest einer Buchdecke des zugeführten Stapels statt, wobei das Kennzeichen
an die Maschinensteuerung weitergeleitet wird. Die Maschinensteuerung ordnet dem zugeführten
Stapel aufgrund des Kennzeichens dieser zumindest einen Buchdecke einen in der Maschinensteuerung
hinterlegten Datensatz zur Reihenfolge der Buchdecken dieses Stapels zu und/oder eine
Bedienperson führt diese Zuordnung durch. Aufgrund der Kennzeichen der der Buchfertigungsstraße
zugeführten Buchblocks wird in der Maschinensteuerung eine Reihenfolge dieser Buchblocks
auf der Förderstrecke festgestellt und mit dem Datensatz zur Reihenfolge der Buchdecken
verglichen. Die Maschinensteuerung veranlasst als Ergebnis dieses Vergleichs bei einer
von der Reihenfolge der Buchdecken abweichenden Reihenfolge der Buchblocks das Entnehmen
und/oder Zuführen zumindest eines Buchblocks.
[0013] Das Verfahren ermöglicht es, zumindest einen Buchblocks kostengünstig und störungsfrei
von der Förderstrecke zu entnehmen und/oder der Förderstrecke zumindest einen Buchblock
zuzuführen.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens geschieht das Entnehmen
des zumindest einen Buchblocks aus der Förderstrecke dadurch, dass der jeweilige Buchblock
auf eine erste Einrichtung zum Quertransport verbracht und auf dieser Einrichtung
quer zur Haupt-Transportrichtung gefördert wird.
[0015] Sind zwei Buchblocks lediglich in ihrer Reihenfolge vertauscht, wird der entnommene
Buchblock auf der Einrichtung zum Quertransport nur zwischengeparkt und nach einem
Passieren eines Folgeblocks mittels dieser Einrichtung wieder der Förderstrecke der
Buchfertigungsstraße zugeführt.
[0016] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens findet stromauf
des Entnehmens des zumindest einen Buchblocks aus der Förderstrecke und stromab des
Identifizierens der Kennzeichen der Buchblocks mittels einer zweiten Einrichtung zum
Quertransport ein Zuführen zumindest eines Buchblocks in die Förderstrecke der Buchblocks
statt.
[0017] Somit ist es auch während dem laufenden Verarbeitungsprozess möglich der Vorgabe
des zugeführten Stapels der Buchdecken entsprechend einen oder mehrere Buchblocks
einzuschleusen, was insgesamt zu weniger Produktionsunterbrechungen und dadurch gesteigerte
Rentabilität der Buchfertigungsstraße führt.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens fördert ein parallel
zur Förderstrecke angeordnetes, erstes Förderelement zumindest einen Buchblock zwischen
der ersten und der zweiten Einrichtung zum Quertransport entgegen der Haupt-Transportrichtung,
wodurch eine Vollautomatisierung möglich ist.
[0019] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verfahrens
fördert ein parallel zur Förderstrecke 3 angeordnetes, zweites Förderelement zumindest
einen Buchblock nacheinander sowohl entgegen der als auch in die Haupt-Transportrichtung.
[0020] Eine Kombination mit einem solchen zweiten Förderelement oder mit mehreren Förderelementen,
die über verlängerte Einrichtungen zum Quertransport anschließbar sind, ermöglicht
ein Sammeln und ein komplexes Sortieren von aus einer laufenden Reihe von Buchblocks
entnommenen Buchblocks.
[0021] Die Vorrichtung zum Entnehmen und/oder Zuführen zumindest eines Buchblocks aus einer
Förderstrecke bzw. in eine Förderstrecke einer Buchfertigungsstraße weist erfindungsgemäß
eine in die Förderstrecke eingreifende erste Einrichtung zum Quertransport des zumindest
einen zu entnehmenden Buchblocks auf, an welche ein parallel zur Förderstrecke angeordnetes
und sich entgegen der Haupt-Transportrichtung erstreckendes, erstes Förderelement
angeschlossen ist. Dabei ist die Maschinensteuerung mit der Förderstrecke und mit
der ersten Einrichtung zum Quertransport von Buchblocks verbunden.
[0022] In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist auch das erste
Förderelement mit der Maschinensteuerung verbunden. Damit kann sowohl ein nicht angetriebenes
als auch ein angetriebenes erstes Förderelement eingesetzt werden.
[0023] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist stromauf der
ersten Einrichtung zum Quertransport von Buchblocks eine zweite Einrichtung zum Quertransport
des zumindest einen Buchblocks in die Förderstrecke eingreifend angeordnet, welche
an das erste Förderelement angeschlossen und mit der Maschinensteuerung verbunden
ist.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung ist an die zweite
Einrichtung zum Quertransport ein zweites Förderelement angeschlossen und mit der
Maschinensteuerung verbunden. Das zweite Förderelement ist parallel zur Förderstrecke
und bezogen auf die zweite Einrichtung zum Quertransport dem ersten Förderelement
gegenüberliegend angeordnet sowie für eine Förderung von Buchblocks sowohl in der
Haupt-Transportrichtung als auch entgegengesetzt zu dieser ausgebildet.
[0025] Die Vorrichtung findet bevorzugt Verwendung in einer Buchfertigungsstraße.
[0026] Nachstehend wird die Verwendung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt einer Buchfertigungsstraße, mit
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel mit einem
zu entnehmenden Buchblock,
- Fig. 2
- die Draufsicht aus Fig. 1, nach Entnahme des zu entnehmenden Buchblocks,
- Fig. 3
- die Draufsicht entsprechend der Figuren 1 und 2, nach Weiterführen eines Leertakts
in Haupt-Transportrichtung,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf eine Buchfertigungsstraße, mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel mit einem zu entnehmenden Buchblock,
- Fig. 5
- eine Draufsicht entsprechend Fig. 4, nach einer Entnahme des Buchblocks und einem
Positionieren eines zuzuführenden Buchblocks,
- Fig. 6
- eine Draufsicht entsprechend der Figuren 4 und 5, nach Weiterführen eines Takts in
Haupt-Transportrichtung und gleichzeitigem Fördern des entnommenen Buchblocks entgegen
der Haupt-Transportrichtung,
- Fig. 7
- eine Draufsicht entsprechend der Figuren 4 bis 6, nach dem Zuführen des Buchblocks,
- Fig. 8
- eine Draufsicht entsprechend der Figuren 4 bis 7, mit aufgerücktem zugeführten Buchblock,
nach Weiterführen eines weiteren Takts in Haupt-Transportrichtung und
- Fig. 9
- eine Draufsicht entsprechend der Figuren 4 bis 8, nach einem weiteren Takt in Haupt-Transportrichtung.
[0027] In den Figuren sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Nicht in
allen Figuren sind alle Bezugszeichen eingetragen.
[0028] In den Figuren 1 bis 3 ist ein Ausschnitt aus einer Buchfertigungsstraße 2 mit einem
ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem Verfahrensablauf
mit drei Takten dargestellt. In den Figuren 4 bis 9 ist ein Ausschnitt aus einer Buchfertigungsstraße
2 mit einem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung nach in
einem Verfahrensablauf mit sechs Takten dargestellt.
[0029] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist einer in der Buchfertigungsstraße 2 stattfindenden,
nicht dargestellten Hochzeit, d.h. einer Vereinigung von Buchdecken und Buchblocks
vorgeschaltet und gemäß der Figuren 1 bis 3 in eine von Buchblocks 15 bis 20, n bis
n+2 mit einer Haupt-Transportrichtung 1 bewegende Förderstrecke 3 der Buchfertigungsstraße
2 integriert und mit einer Maschinensteuerung 4 der Buchfertigungsstraße 2 verbunden.
Dazu ist eine erste Einrichtung 60 zum Quertransport zumindest eines Buchblocks 19
in die Förderstrecke 3 der Buchfertigungsstraße 2 eingreifend eingebaut. Die Förderstrecke
3 weist einander gegenüberliegend eine Gestellseite 74 und eine Bedienseite 75 auf.
[0030] Die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Förderstrecke 3 beginnt in Haupt-Transportrichtung
1 gesehen mit einem Eintaktband 5. Das Eintaktband 5 schließt mit einer Stoppeinrichtung
70 ab. Eine solche Stoppeinrichtung 70 ist außer am Ende des Eintaktbandes 5 in gleicher
Bauart an verschiedenen, nachfolgend in der Beschreibung erwähnten Stellen verwendet.
[0031] Die Stoppeinrichtung 70 weist eine Blocksperre 71 nach üblicher Bauart zum Aufhalten
eines Buchblocks n auf. Die Stoppeinrichtung 70 weist außerdem eine Beschleunigungseinheit
72 und eine stromab der Beschleunigungseinheit 72 angeordnete, nicht genauer dargestellte
Lichtschranke 73 auf. Die Kombination von Blocksperre 71 und Beschleunigungseinheit
72 sorgt dafür, dass eine definierte Lücke zwischen den Buchblocks ausgebildet werden
kann. Eine solche Lücke ist erforderlich um beispielsweise mit der Lichtschranke 73
überwachen zu können, ob ein weiterer Buchblock n+1 eine bestimmte Stelle der Förderstrecke
3 passiert hat.
[0032] Dem Eintaktband 5 in Haupt-Transportrichtung 1 nachgeordnet ist eine als Zwischenpuffer
7 ausgebildete erste Fördereinheit. An einem dem Eintaktband 5 zugewandten Ende weist
der Zwischenpuffer 7 einen Scanner 9.1 auf, insbesondere einen Barcodescanner. Dem
Eintaktband 5 abgewandt schließt der Zwischenpuffer 7 mit einer weiteren Stoppeinrichtung
70 ab.
[0033] In Haupt-Transportrichtung 1 gesehen, schließt an den Zwischenpuffer 7 die erste
Einrichtung 60 zum Quertransport an. Solche Einrichtungen zum Quertransport finden
im Stand der Technik bereits breite Anwendung. Der Haupt-Transportrichtung 1 weiter
folgend ist ein Förderband 8 an die erste Einrichtung 60 zum Quertransport angeschlossen.
[0034] Die in den Ausführungsbeispielen verwendeten Einrichtungen zum Quertransport weisen
koaxial und senkrecht zur Haupt-Transportrichtung 1 ausgerichtet, in Haupt-Transportrichtung
1 gesehen nebeneinander angeordnete gestellseitige Rollen 51, 61 und bedienseitige
Rollen 52, 62 Rollen auf, welche jeweils durch eine Mittenlagerung 53, 63 voneinander
getrennt sind. Die Mittenlagerungen 53, 63 sind an einem nicht gezeigten Gestell der
Förderstrecke 3 befestigte Verbindungselemente für die Rollen 51, 61, 52, 62. Die
gestellseitigen Rollen 51, 61 und die bedienseitigen Rollen 52, 62 sind in den Mittenlagerungen
53, 63 entgegengesetzt zueinander rotierbar.
[0035] Die gestellseitigen Rollen 51, 61 werden an ihren gestellseitigen Enden von einem
gestellseitigen Antrieb 54, 64 und die bedienseitigen Rollen 52, 62 an ihren bedienseitigen
Enden von einem bedienseitigen Antrieb 55, 65 angetrieben.
[0036] Unterhalb der Rollen 51, 52, 61, 62 ist ein Transportwagen 56, 66 angeordnet, welcher
nach oben herausstehende, parallel zu den Rollen 51, 52, 61, 62 ausgerichtete Stege
aufweist. Die Stege sind zwischen den Rollen 51, 52, 61, 62 soweit nach oben ausfahrbar,
dass sie eine Ebene oberhalb der Rollen 51, 52, 61, 62 erreichen. Der Transportwagen
56, 66 ist quer zur Haupt-Transportrichtung 1 und parallel zur den Rollen 51, 52,
61, 62 verfahrbar.
[0037] Parallel zur Förderstrecke 3 und an die bedienseitig vorstehende erste Einrichtung
60 zum Quertransport angeschlossen ist gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel (Fig.
1 bis 3) ein als Röllchenbahn ausgebildetes, sich entgegen der Haupt-Transportrichtung
1 erstreckendes, erstes Förderelement 77 angeordnet. Der ersten Einrichtung 60 zum
Quertransport abgewandt fällt die Röllchenbahn leicht ab bis sie derart an einen Tisch
76 anschließt, dass ein auf der Röllchenbahn transportierter Buchblock 25 auf den
Tisch 76 rutscht.
[0038] Beim Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß des in den Figuren 1 bis 3 dargestellten
ersten Ausführungsbeispiels wird zumindest ein Buchblock aus der Förderstrecke 3 der
Buchfertigungsstraße 2 ausgeschleust. Dazu ist die Maschinensteuerung 4 mit der Förderstrecke
3 und mit der ersten Einrichtung 60 zum Quertransport von Buchblocks 19; 30 verbunden.
Alternativ zur Ausbildung als Röllchenbahn kann das erste Förderelement 77 natürlich
auch angetrieben, d.h. beispielsweise als Förderband ausgebildet sein, wobei es in
diesem Fall ebenfalls mit der Maschinensteuerung 4 verbunden ist (Fig. 1).
[0039] Beispielsweise befinden sich gemäss Fig. 1 stromab des Scanners 9.1 in Haupt-Transportrichtung
1 aufeinander folgend die Buchblocks 20, 18, 17, 16, 19 und 15, die je ein Kennzeichen
10 aufweisen, auf der Förderstrecke 3. Stromauf des Scanners 9.1 liegen auf dem Eintaktband
5 Buchblocks n, n+1, n+2 bereit, welche der Maschinensteuerung 4 erst nach dem Passieren
des Scanner 9.1 bekannt werden. Dabei erhält beispielsweise der in Fig. 2 gezeigte
Buchblock n nach dem Passieren des Scanners 9.1 von der Maschinensteuerung 4 die Nummer
21 in der Reihenfolge der in der Buchfertigungsstraße 3 befindlichen Buchblocks zugeteilt
und wird damit in Fig. 3 zum Buchblock 21.
[0040] Der Maschinensteuerung 4 ist bekannt, dass sich gemäß Fig. 1 vier Buchblocks 16,
17, 18, 20 auf dem Zwischenpuffer 7 befinden. Außerdem ist der Maschinensteuerung
4 bekannt, dass sich der zu entnehmende Buchblock 19 auf der ersten Einrichtung 60
zum Quertransport befindet. Daher werden die Stege des Transportwagens 66 hochgefahren,
sodass ein Transport des Buchblocks 19 quer zur Haupt-Transportrichtung 1 stattfinden
kann.
[0041] In Fig. 2 ist der Buchblock 19 mittels des Transportwagens 66 bereits bedienseitig
75 aus der Förderstrecke 3 entnommen. Da im vorliegenden Fall die Reihenfolge der
auf der Förderstrecke 3 befindlichen Buchblocks bis zum Buchblock 20 bekannt ist,
wird der ausgeschleuste Buchblock 19 nur zwischengeparkt, um ihn nach Erzeugen einer
Lücke zwischen Buchblock 18 und Buchblock 20 wieder einzuschleusen.
[0042] Gemäß Fig. 2 befindet sich der wartende Buchblock 25 am Übergang vom ersten Förderelement
77 zum Tisch 76. Bei diesem ausgeschleusten Buchblock 25 wurde in einem vorgängigen
Verfahrensschritt der Transportwagen 66 nach dem Entnehmen des Buchblocks 25 aus der
Förderstrecke 3 wieder freigegeben, wozu die bedienseitigen Rollen 62 den entnommenen
Buchblock 25 entgegen der Haupt-Transportrichtung 1 auf das erste Förderelement 77
förderten. Der Buchblock 25 ist die Röllchenbahn zum Tisch 76 hin heruntergerollt
und in dieser Position in Fig. 2 dargestellt.
[0043] Auf der Förderstrecke 3 ist stromab der ersten Einrichtung 60 zum Quertransport mittlerweile
eine große Lücke zwischen dem Buchblock 15 und dem nachfolgenden Buchblock 16 entstanden.
Ein Leertakt wurde erzeugt und ist durch diese Lücke zu erkennen. Da in dem hier aufgezeigten
Fall die Reihenfolge der Buchblocks nur durch einen Leertakt unterbrochen ist, wird
die dem Buchblock 16 zugehörige Buchdecke nicht aus der Buchfertigungsstraße 2 entnommen.
Es wird stattdessen lediglich ein Abruf zum Zuführen einer Buchdecke unterdrückt.
Im Folgetakt sind Buchblock und Buchdecke wieder stimmig.
[0044] Den Figuren kann ein Zusammenspiel zwischen einer Deckenausschleusung und einer Blockausschleusung
nicht entnommen werden. Es ist jedoch nach dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen,
dass der entnommene Buchblock auf der Förderstrecke 3 nicht ersetzt wird, sodass dessen
Platz unbesetzt und die erzeugte Lücke bestehen bleibt. Stimmt die Reihenfolge der
Buchblocks mit der Reihenfolge der Buchdecken überein, so wird beim Auftreten eines
Leertakts ein Abruf zum Zuführen einer Buchdecke unterbunden. Fehlt ein Buchblock
in der vorgesehenen Reihenfolge, wird ein Leertakt erzeugt und die zugehörige Buchdecke
ohne Maschinenhalt in einem unmittelbar nach einer Deckenvereinzelung angeordneten
Zwischenspeicher oder einer Zwischenablage abgelegt (nicht dargestellt). Die Zwischenablage
befindet sich beispielsweise in der Deckenzufuhr oberhalb des ersten Platzes eines
Deckenschiebers einer Einhängemaschine. Von der Zwischenablage braucht die Buchdecke
zwei Arbeitstakte bis in die Einhängeposition, in der sie mit dem zugehörigen Buchblock
verheiratet wird.
[0045] Die ausgeschleusten Buchdecken werden am Ende eines Arbeitsauftrags aus dem Zwischenspeicher
oder der Zwischenablage entnommen und in der Reihenfolge ihrer Entnahme erneut in
ein Deckenmagazin gelegt. Die Kennzeichen der ausgeschleusten Buchdecken sind der
Maschinensteuerung 4 in der Reihenfolge des Ausschleusens bekannt. Die entnommenen
Buchblocks werden stromauf des Scanners 9.1 auf das Eintaktband 5 gelegt. Anschließend
werden diese Buchblocks erneut gescannt, verglichen und in der Reihenfolge der Buchdecken
der Hochzeit zugeführt.
[0046] In Fig. 1 ist eine Deckenzufuhr lediglich vereinfacht dargestellt, wobei ein Stapel
von Buchdecken 115, 116, 117, ... , die je ein Kennzeichen 110 aufweisen, der Buchfertigungsstrasse
2 über eine zweite Förderstrecke 103 zugeführt wird. Ein hier angeordneter Scanner
109.1 identifiziert dabei jedes Kennzeichen 110, das beispielsweise ein Barcode sein
kann. Das identifizierte Kennzeichen 110 zumindest einer Buchdecke 116 wird an die
Maschinensteuerung 4 weitergeleitet. Aufgrund des Kennzeichens 110 der zumindest einen
Buchdecke 116 des zugeführten Stapels kann die Maschinensteuerung 4 einem in der Maschinensteuerung
4 hinterlegten Datensatz zur Reihenfolge der Buchdecken 113, 114, 115, 116, 117 dem
zugeführten Stapel zuordnen. Die Zuordnung kann auch durch eine Bedienperson erfolgen.
Aufgrund der Kennzeichen der zugeführten Buchblocks 15, 19, 16, 17, 18, 20 wird in
der Maschinensteuerung 4 eine Reihenfolge dieser Buchblocks 15, 19, 16, 17, 18, 20
auf der Förderstrecke 3 festgestellt und mit dem Datensatz zur Reihenfolge der Buchdecken
113, 114, 115, 116, 117 verglichen. Als Ergebnis dieses Vergleichs veranlasst die
Maschinensteuerung 4 bei einer von der Reihenfolge der Buchdecken 113, 114, 115, 116,
117 abweichenden Reihenfolge der Buchblocks das Entnehmen und/oder Zuführen zumindest
eines Buchblocks 19.
[0047] In den Figuren 4 bis 9 ist das zweite Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
dargestellt, wobei die Förderstrecke 3 der Buchfertigungsstraße 2 ähnlich der Förderstrecke
3 des ersten Ausführungsbeispiels ausgestaltet ist. Im zweiten Ausführungsbeispiel
ist stromab des Eintaktbandes 5 und stromauf des Zwischenpuffers 7 eine zweite, als
Zwischenpuffer 6 ausgebildete Fördereinheit angeordnet. Abweichend vom ersten Ausführungsbeispiel
wird die Förderstrecke 3 des zweiten Ausführungsbeispiels durch eine zwischen den
beiden Zwischenpuffern 6, 7 angeordnete zweite Einrichtung 50 zum Quertransport durchbrochen,
d.h. die zweite Einrichtung 50 greift in die Förderstrecke 3 ein. Wie beim ersten
Ausführungsbeispiel ist die erste Einrichtung 60 zum Quertransport stromab des Zwischenpuffers
7 angeordnet.
[0048] Ein weiterer Unterschied des zweiten Ausführungsbeispiels zum ersten Ausführungsbeispiel
besteht in der Anordnung eines zweiten Scanners 9.2 auf dem zweiten Zwischenpuffer
6, in Haupt-Transportrichtung 1 gesehen nach der Stoppeinrichtung 70 des Eintaktbandes
5.
[0049] Parallel zur Förderstrecke 3 und an die bedienseitig vorstehende erste Einrichtung
60 zum Quertransport angeschlossen ist ein als Förderband ausgebildetes, sich entgegen
der Haupt-Transportrichtung 1 erstreckendes, erstes Förderelement 78 angeordnet. Das
erste Förderelement 78 reicht bis zur zweiten Einrichtung 50 zum Quertransport und
ist mit einer Stoppeinrichtung 70 an diese angeschlossen. Dem ersten Förderelement
78 abgewandt schließt ein ebenfalls als Förderband ausgebildetes, zweites Förderelement
79 an die zweite Einrichtung 50 zum Quertransport an.
[0050] Im zweiten Ausführungsbeispiel erfolgt ein vollautomatisches Aus- und Einschleusung
von Buchblocks 30, 25, 19, was in den Figuren 4 bis 9 dargestellt ist. Dazu ist die
Maschinensteuerung 4 mit der Förderstrecke 3, mit der ersten und der zweiten Einrichtung
60, 50 zum Quertransport von Buchblocks 19; 30 sowie mit dem ersten und dem zweiten
Förderelement 78, 79 verbunden (Fig. 4).
[0051] In Fig. 4 befinden sich dem Scanner 9.2 nachgeordnet in Haupt-Transportrichtung 1
aufeinander folgende Buchblocks 21, 20, 18, 17, 16, 15, 14, 30, 13 und 12 auf der
Förderstrecke 3. Vor dem Scanner 9.2 warten unbekannte Buchblocks, von denen aus Darstellungsgründen
lediglich ein Buchblock n gezeigt ist. Auf dem ersten Förderelement 78 wartet der
Buchblock 19 vor der Stoppeinrichtung 70, d.h. zwischen den Einrichtungen 60, 50 zum
Quertransport. Der Buchblock 25 wartet an der Stoppeinrichtung 70 auf dem zweiten
Förderelement 79. Der Buchblock 30 ist quer zur Haupt-Transportrichtung 1 mittels
des Transportwagens 66 aus der Förderstrecke 3 der Buchfertigungsstraße 2 zu entnehmen.
[0052] In Fig. 5 ist der Buchblock 30 mittlerweile aus der Förderstrecke 3 entnommen. Währenddessen
wurde der Buchblock 13 auf der Förderstrecke 3 in Haupt-Transportrichtung 1 weiter
gefördert, sodass ein Leertakt erzeugt worden ist. Nun ist der Transportwagen 66 wieder
zu räumen. Der Buchblock 19 fährt über den Transportwagen 56 der Einrichtung 50 zum
Quertransport.
[0053] Gemäss Fig. 6 sind die auf der Förderstrecke 3 befindlichen Buchblocks einen Takt
weiter in Haupt-Transportrichtung 1 bewegt worden, während sich der entnommene Buchblock
30 entgegen der Haupt-Transportrichtung 1 zur Stoppeinrichtung 70 des ersten Förderelements
78 bewegt hat. Der Buchblock 19 ist nun in Position gebracht, um ihn zwischen die
Buchblocks 18 und 20 wieder in die Förderstrecke 3 einzuschleusen. Dazu wird der Buchblock
20 an der Stoppeinrichtung 70 des Zwischenpuffers 6 zurückgehalten, um eine Lücke
zwischen dem vorlaufenden Buchblock 18 und dem Buchblock 20 zu erzeugen. Ähnlich wie
in Fig. 1 ist auch hier die Buchdeckenzufuhr vereinfacht dargestellt.
[0054] In Fig. 7 ist der Buchblock 19 mittlerweile in die Förderstrecke 3 eingeschleust,
während der Buchblock 20 noch vor der Stoppeinrichtung 70 des Zwischenpuffers 6 wartet.
Die weitere Förderstrecke 3 inklusive Zwischenpuffer 7 ist inzwischen einen Takt weitergestellt.
[0055] In Fig. 8 ist die weitere Förderstrecke 3 mit dem Förderband 8 inklusive Zwischenpuffer
6 und 7 einen Takt weitergestellt.
[0056] In Fig. 9 wartet der Buchblock 22 vor der Stoppeinrichtung 70 des Zwischenpuffers
6 und der Buchblock 18 vor der Stoppeinrichtung 70 des Zwischenpuffers 7. Die Buchblocks
23, 24 haben zwischenzeitlich den Scanner 9.2 und sind daher identifiziert worden
passiert. Die gewünschte Reihenfolge der Buchblocks ist somit hergestellt. Die Einschleusung
des nächsten Buchblocks 25 kann vorbereitet werden. Der Scanner 9.1 kontrolliert nochmals
die eingeschleusten Buchblocks und sorgt damit für eine zusätzliche Funktionssicherheit
der Buchfertigungsstraße 2.
1. Verfahren zum Entnehmen und/oder Zuführen zumindest eines Buchblocks (19; 30) aus
einer bzw. in eine Förderstrecke (3) einer Buchfertigungsstraße (2) zur Herstellung
von Büchern, insbesondere zur Herstellung von Kleinstauflagen von Büchern, wobei auf
der Förderstrecke (3) in einer Haupt-Transportrichtung (1) nacheinander folgend Buchblocks
(15 - 21, 25, n - n+2; 12 - 25, 30, n) bewegt werden und wobei die Bücher zumindest
aus einem Buchblock sowie einer den Buchblock schützenden, festen Buchdecke bestehen,
mit den Verfahrensschritten
a) Identifizieren von Kennzeichen (10, 110) sowohl der Buchblocks (15 - 21, 25, n
- n+2; 12 - 25, 30, n) als auch der Buchdecken (113, 114, 115, 116, 117),
b) Entnehmen des zumindest einen Buchblocks (19; 30) in Abhängigkeit einer in einer
Maschinensteuerung (4) der Buchfertigungsstraße (2) stattfindenden Auswertung der
zuvor erfolgten Identifizierung,
dadurch gekennzeichnet, dass
c) der Buchfertigungsstraße (2) ein Stapel von Buchdecken (113, 114, 115, 116, 117)
und eine Anzahl von Buchblocks (15 - 21, 25, n - n+2; 12 - 24, 30, n) zugeführt wird,
d) das Kennzeichen (110) zumindest einer Buchdecke des zugeführten Stapels identifiziert
und an die Maschinensteuerung (4) weitergeleitet wird,
e) die Maschinensteuerung (4) aufgrund des Kennzeichens der zumindest einen Buchdecke
des zugeführten Stapels einen in der Maschinensteuerung (4) hinterlegten Datensatz
zur Reihenfolge der Buchdecken (113, 114, 115, 116, 117) dem zugeführten Stapel zuordnet
und/oder dass eine Bedienperson diesen Datensatz dem zugeführten Stapel zuordnet,
f) aufgrund der Kennzeichen der zugeführten Buchblocks (15 - 21, 25, n - n+2; 12 -
25, 30, n) in der Maschinensteuerung (4) eine Reihenfolge dieser Buchblocks (15 -
21, 25, n - n+2; 12 - 25, 30, n) auf der Förderstrecke (3) festgestellt und mit dem
Datensatz zur Reihenfolge der Buchdecken (113, 114, 115, 116, 117) verglichen wird,
g) die Maschinensteuerung (4) als Ergebnis dieses Vergleichs bei einer von der Reihenfolge
der Buchdecken (113, 114, 115, 116, 117) abweichenden Reihenfolge der Buchblocks (15
- 21, 25, n - n+2; 12 - 25, 30, n) das Entnehmen und/oder Zuführen zumindest eines
Buchblocks (19; 30) veranlasst.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Buchblock (19; 30) aus der Förderstrecke (3) entnommen wird, indem
er auf eine erste Einrichtung (60) zum Quertransport verbracht und auf dieser Einrichtung
(60) quer zur Haupt-Transportrichtung (1) gefördert wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass stromauf des Entnehmens des zumindest einen Buchblocks (19; 30) aus der Förderstrecke
(3) und stromab des Identifizierens der Kennzeichen der Buchblocks (15 - 21, 25, n
- n+2; 12 - 25, 30, n) mittels einer zweiten Einrichtung (50) zum Quertransport zumindest
ein Buchblock (19) in die Förderstrecke (3) der Buchblocks (12 - 18, 20 - 25, 30,
n) zugeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein parallel zur Förderstrecke (3) angeordnetes, erstes Förderelement (78) zumindest
einen Buchblock (19, 25) zwischen der ersten und der zweiten Einrichtung (50, 60)
zum Quertransport entgegen der Haupt-Transportrichtung (1) fördert.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein parallel zur Förderstrecke (3) angeordnetes, zweites Förderelement (79) zumindest
einen Buchblock (25) nacheinander entgegen der Haupt-Transportrichtung (1) und in
Haupt-Transportrichtung (1) fördert.
6. Vorrichtung zum Entnehmen und/oder Zuführen zumindest eines Buchblocks (19; 30) aus
einer bzw. in eine Förderstrecke (3) einer Buchfertigungsstraße (2) zur Herstellung
von Büchern, insbesondere zur Herstellung von Kleinstauflagen von Büchern, wobei auf
der Förderstrecke (3) in einer Haupt-Transportrichtung (1) nacheinander folgend Buchblocks
(15 - 21, 25, n - n+2; 12 - 25, 30, n) bewegt werden, wobei die Bücher zumindest aus
einem Buchblock und einer den Buchblock schützenden, festen Buchdecke bestehen und
wobei die Buchfertigungsstraße (2) eine Maschinensteuerung (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine in die Förderstrecke (3) eingreifende erste Einrichtung (60)
zum Quertransport des zumindest einen Buchblocks (19; 30) aufweist, an welche ein
parallel zur Förderstrecke (3) angeordnetes und sich entgegen der Haupt-Transportrichtung
(1) erstreckendes, erstes Förderelement (77, 78) angeschlossen ist, wobei die Maschinensteuerung
(4) mit der Förderstrecke (3) und mit der ersten Einrichtung (60) zum Quertransport
von Buchblocks (19; 30) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinensteuerung (4) auch mit dem ersten Förderelement (77, 78) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass stromauf der ersten Einrichtung (60) zum Quertransport von Buchblocks (19; 30) eine
zweite in die Förderstrecke (3) eingreifende Einrichtung (50) zum Quertransport des
zumindest einen Buchblocks (19; 30) angeordnet ist, welche an das erste Förderelement
(78) angeschlossen und mit der Maschinensteuerung (4) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an die zweite Einrichtung (50) zum Quertransport ein zweites Förderelement (79) angeschlossen
und mit der Maschinensteuerung (4) verbunden ist, welches parallel zur Förderstrecke
(3) und bezogen auf die zweite Einrichtung (50) zum Quertransport dem ersten Förderelement
(78) gegenüberliegend angeordnet sowie für eine Förderung von Buchblocks sowohl in
der Haupt-Transportrichtung (1) als auch entgegengesetzt zu dieser ausgebildet ist.
10. Buchfertigungsstraße mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9.