[0001] Die Erfindung betrifft ein Buch mit einem Festeinband gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Bücher mit Festeinband, oft auch als "hardcover"- Bücher bezeichnet sind hinlänglich
bekannt und in vielen verschiedenen Ausführungsformen auf dem Buchmarkt erhältlich.
[0003] Grundsätzlich besteht ein derartiges Buch aus einem Buchblock und einem Festeinband,
wobei sich der Festeinband wiederum aus zwei steifen Einbanddeckeln und einem die
Einbanddeckel verbindenden Buchrückenelement zusammensetzt. Die Kanten der Einbanddeckel
ragen über den Buchblock hinaus, sodass der Schnitt des Buchblocks durch die überstehenden
Kanten der Einbanddeckel geschützt ist. Vor allem bei hochwertigen Büchern, insbesondere
aber bei Fotobüchern, die auf individuellen Kundenwunsch gefertigt werden, spielt
die Festigkeit bzw. Steifheit der Einbanddeckel sowie die Art der flexiblen Verbindung
der Einbanddeckel mit dem Buchrückenelement für die Stabilität des Buches eine wesentliche
Rolle. Ebenso ist das zur Herstellung des Festeinbandes verwendete Material in Bezug
auf das Gesamtdesign des Buches von Bedeutung.
[0004] Neben einer verbesserten Stabilität kann die Wahl der Verbindungsart von Einbanddeckeln
und Buchrückenelement beispielsweise auch das Aufschlagen bzw. Öffnen des Buches erleichtern
und das Wölbungsverhalten der einzelnen Seiten des Buckblockes im aufgeschlagenen
Zustand des Buches beeinflussen. Beispielsweise werden zum Zwecke eines erleichterten
Aufschlagens bzw. zum Zwecke eines besseren "Offenhaltens" des aufgeschlagenen Buches,
scharnierartige Verbindungen zwischen Einbanddeckeln und Buchrückenelement verwendet.
[0005] So beschreibt die
DE 200 13 441 U1 zum Beispiel ein Fotoalbum mit einem mehrteiligen Einband aus Holz, wobei die Einbanddeckel
scharnierartig mit dem Rückenelement verbunden sind. Am Rückenelement sowie an den
Einbanddeckeln des offenbarten Fotoalbums sind wechselseitig Scharniere bildende Hohlkörper
befestigt, die zahnend ineinander greifen. Ein die Hohlkörper durchsetzender Verbindungsstift
bildet dabei jeweils gleichzeitig die Schwenkachse. Über einen mehrteiligen, am Rückenelement
befestigten Halter kann mindestens ein Bildträger flexibel befestigt werden.
[0006] Ebenso beschreibt die
DE 77 38 110 U1 ein Album, bei dem ein fester Vorder- und Rückdeckel und einzelne Nutzblätter mit
Scharnierbändern, bestehend aus Scharniergliedern durch die Verbindungsstifte eingefügt
sind, miteinander verbunden sind. Die Scharnierglieder der einzelnen Nutzblätter des
offenbarten Albums sind dabei alternierend versetzt, so dass eingefügte Verbindungsstifte
jeweils die Scharnierglieder eines Nutzblattes mit denen eines weiteren Nutzblattes
verbinden. Zugleich verbinden eingefügte Verbindungsstifte die Scharnierglieder eines
Nutzblattes mit den Gegenscharniergliedern des entsprechenden Deckels.
[0007] Ferner ist aus der
DE 299 18 698 U1 beispielsweise ein Buch mit Umschlagseiten aus Holz bekannt, bei dem die Umschlagseiten
durch ein Scharnier mit mindestens drei Scharnierösen aus Holz miteinander verbunden
sind. Bei dem offenbarten Buch handelt es sich um ein Buch, das vollständig aus Holz
gefertigt ist.
[0008] Nachteilig weisen die aus dem genannten Stand der Technik bekannten Bücher bzw. Alben
Festeinbände ein schlechtes Aufschlageverhalten auf, insbesondere können diese nicht
eben aufgeschlagen werden. Es gibt daher weiterhin Bedarf für Bücher mit Festeinband,
bei denen die festen Einbanddeckel über geeignete scharnierartige Verbindungen mit
dem Buchrückenelement derart verbunden sind, dass diese ein verbessertes Aufschlageverhalten
aufweisen.
[0009] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Buch mit Festeinband
zur Verfügung zu stellen, bei dem die steifen Einbanddeckel derart an das Buchrückenelement
angelenkt sind, dass ein vergrößerter Öffnungswinkel möglich ist und die einzelnen
Seiten des Buchblocks in einem aufgeklappten, geöffneten Zustand des Buches eine äußerst
geringe Aufwölbung aufweisen. Die Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Patentanspruches
1 und dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
[0010] Die Erfindung umfasst ein Buch mit einem mehrteiligen Festeinband und einem Buchblock,
wobei der mehrteilige Festeinband zumindest einen vorderen und hinteren Einbanddeckel
und ein den vorderen und hinteren Einbanddeckel flexibel verbindendes Buchrückenelement
aufweist. Die Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass der vordere und/oder
der hintere Einbanddeckel jeweils über zumindest ein Doppelgelenkscharnier gelenkig
mit dem Buchrückenelement verbunden ist.
[0011] Besonders vorteilhaft ist aufgrund der erfindungsgemäßen Anlenkung des vorderen und/oder
hinteren Einbanddeckels am Buchrückenelement über Doppelgelenkscharniere ein Verschwenken
der Einbanddeckel relativ zum Buchrückenelement mit einem vergrößerten Schwenkwinkel
möglich. Der Buchblock des erfindungsgemäßen Buches ist lediglich mit dem vorderen
und hinteren Einbanddeckel fest verbunden, insbesondere verklebt. Es ist keine Verklebung
des Buchblocks mit dem Buchrückenelement vorgesehen. Beim Aufschlagen des erfindungsgemäßen
Buches können der vordere und/oder der hintere Einbanddeckel so ausgeschwenkt werden,
dass das Buch mit einem 180° erreichenden oder darüber hinausgehenden Öffnungswinkel
aufgeschlagen werden kann. Vorteilhaft kann aufgrund einer mit dem vergrößerten Öffnungswinkel
einhergehenden Anhebung bzw. Wölbung des Buchblockrückens eine unerwünschte Aufwölbung
der einzelnen Seiten des Buchblocks vermindert werden.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind der vordere
und/oder der hintere Einbanddeckel jeweils über zumindest zwei Doppelgelenkscharniere,
vorzugsweise drei oder vier Doppelgelenkscharniere gelenkig mit dem Buchrückenelement
verbunden. Durch die Verwendung mehrerer Doppelgelenkscharniere kann sowohl die Stabilität
der Verbindung zwischen den Einbanddeckeln und dem Buchrückenelement erhöht werden
wie auch das Gesamtdesign des Buches an vorgegebene Ansprüche oder Kundenwünsche angepasst
werden.
[0013] Besondere Vorteile ergeben sich, wenn das Doppelgelenkscharnier einen über einen
Verbindungsabschnitt miteinander verbundenen und entlang einer Schnittebene angeordneten
ersten und zweiten Scharnierabschnitt aufweist. Der erste Scharnierabschnitt ist dabei
bevorzugt mittels eines ersten, um eine erste Schwenkachse schwenkbaren Scharnierstiftes
mit dem Buchrückenelement verbunden und der zweite Scharnierabschnitt ist mittels
eines zweiten, um eine zweite Schwenkachse schwenkbaren Scharnierstiftes mit dem vorderen
oder hinteren Einbanddeckel verbunden. Die Scharnierstifte stellen somit bildlich
gesehen näherungsweise die Schwenkachsen dar, welche im Wesentlichen in der Schnittebene
des Doppelgelenkscharniers aufgenommen sind. Die zur Verbindung der Doppelgelenkscharniere
mit den Einbanddeckeln bzw. mit dem Buchrückenelement vorgesehenen Scharnierstifte
stehen einerseits mit den einzelnen Scharnierabschnitten und andererseits mit den
Einbanddeckeln bzw. mit dem Buchrückenelement in Eingriff.
[0014] Die Einbanddeckel und das Buchrückenelement weisen dazu bevorzugt an den Längskanten
Ausnehmungen und Scharnierösen auf. Zur Aufnahme der Doppelgelenkscharniere sind die
Ausnehmungen der vorderen bzw. hinteren Einbanddeckel gegenüberliegend zu den Ausnehmungen
des Buchrückenelementes angeordnet. Dadurch wird im Wesentlichen ein Aufnahmeraum
für die Doppelgelenkscharniere ausgebildet. Die Scharnierösen der Einbanddeckel und
des Buchrückenelementes sind jeweils mit einer Bohrung versehen, in die die Scharnierstifte
eingreifen. Die Scharnierstifte sind vorzugsweise aus Holz hergestellt, können aber
auch aus Kunststoff oder Metall gefertigt sein.
[0015] Besonders bevorzugt ist der den ersten und zweiten Scharnierabschnitt verbindende
Verbindungsabschnitt des Doppelgelenkscharniers derart ausgebildet, dass auf zumindest
einer oberen Seite des Doppelgelenkscharniers eine Einkerbung zwischen erstem und
zweitem Scharnierabschnitt vorgesehen ist. Die die Einkerbung aufweisende obere Seite
des Doppelgelenkscharniers ist bezogen auf das Buch bzw. den Festeinband bevorzugt
nach außen gerichtet. Beim Öffnen des Buches durch Verschwenken der Einbanddeckel
relativ zum Buchrückenelement um die zwei Schwenkachsen würde eine glatte Oberfläche
der Doppelgelenkscharniere an den parallel zur Schwenkachse verlaufenden Kanten der
Ausnehmungen anschlagen. Das Aufschlagen bzw. Öffnen des Buches würde an diesem Anschlagspunkt
an eine Grenze stoßen. Dieser Anschlag kann jedoch aufgrund der Einkerbung auf zumindest
der oberen Seite der Doppelgelenkscharniere verhindert werden, wodurch zu einem vergrößerten
Öffnungswinkel für das Buch verholfen wird.
[0016] Besonders bevorzugt verlaufen in einem aufgeklappten Zustand des Buches eine Ebene
des vorderen Einbanddeckels und/oder eine Ebene des hinteren Einbanddeckels zu einer
Ebene des Buchrückenelementes im Wesentlichen parallel oder die Ebenen des vorderen
und/oder hinteren Einbanddeckels laufen in einem näherungsweise stumpfen Winkel auf
die Ebene des Buchrückenelementes zu. Wie bereits erwähnt ist der Buchblock nicht
mit dem Buchrückenelement sondern lediglich mit dem vorderen und hinteren Einbanddeckel
verklebt. Die Verklebung des Buchblocks mit dem Festeinband ist bevorzugt so ausgeführt,
dass sowohl während des Aufschlagens des Buches als auch im vollständig aufgeschlagenen
Zustand jeder Einbanddeckel das Buchrückenelement abschnittsweise überlappt. Die Ebene
des Buchrückenelementes stellt somit eine unterste, auf einem Tisch oder einer anderen
Unterlage aufliegende Ebene dar. Die Ebenen der Einbanddeckel verlaufen, ausgehend
davon oberhalb der Ebene des Buchrückenelementes, sie sind also versetzt zur Ebene
des Buchrückenelementes. Bei einem endgültigen Öffnungswinkel des Buches von 180°
verlaufen die Ebenen der Einbanddeckel im Wesentlichen parallel zur Ebene des Buchrückenelementes,
wobei die Ebene des vorderen Einbanddeckels und die Ebene des hinteren Einbanddeckels
in einer gemeinsamen Ebene zusammenfallen. Bei einem über 180° hinausgehenden Öffnungswinkel
hingegen laufen die Ebenen der Einbanddeckel in einem stumpfen Winkel auf die Ebene
des Buchrückenelementes zu.
[0017] Ganz besondere Vorteile ergeben sich darüber hinaus dadurch, dass in einem aufgeklappten
Zustand des Buches die die Schwenkachsen aufnehmende Schnittebene des Doppelgelenkscharniers
sowohl mit der Ebene des Buchrückenelementes wie auch mit der Ebene des vorderen Einbanddeckels
und/oder der Ebene des hinteren Einbanddeckels einen spitzen Winkel einschließt. Wie
bereits erwähnt, ist die im aufgeklappten Zustand des Buches überlappende Anordnung
der einzelnen Elemente des Festeinbandes, welche letztlich durch die entsprechende
Befestigung des Buchblocks im Festeinband bedingt wird, besonders vorteilhaft. Bei
einem vorgegebenen Maße an Überlappung verläuft die die Schwenkachsen aufnehmende
Schnittebene des Doppelgelenkscharniers zu den Ebenen der Einbanddeckel bzw. des Buchrückenelementes
in einer vom rechten Winkel abweichenden Ausrichtung. Dies begünstigt zusätzlich das
Aufschlageverhalten des Buches. Durch die Einhaltung des spitzen Winkels zwischen
der die Schwenkachsen aufnehmenden Schnittebene der Doppelgelenkscharniere und den
Ebenen der Einbanddeckel bzw. des Buchrückenelementes wird der Buchblockrücken derart
in die Höhe gedrückt bzw. ausgewölbt, dass die einzelnen Seiten des Buchblocks im
Wesentlichen flach und glatt vor dem Betrachter liegen, was zu einer deutlichen Erleichterung
beim Betrachten oder Lesen des Inhaltes führt.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind der vordere
Einbanddeckel und/oder der hintere Einbanddeckel und/oder das Buchrückenelement aus
einem festen Material, vorzugsweise aus Holz hergestellt. Ein sehr hochwertiger Eindruck
lässt sich dadurch gewinnen, dass der Festeinband vollständig aus Holz hergestellt
ist, das heißt, die Doppelgelenkscharniere sind bevorzugt ebenfalls aus Holz gefertigt.
Durch Verwendung edler Holzarten, eventuell auch durch Kombination verschiedener Holzarten
kann ein insgesamt edles und ansprechendes Design erzielt werden. Alternativ können
zur Herstellung des Festeinbandes jedoch auch andere Materialien, wie zum Beispiel
Metall, Kunststoff oder ein Holzfaserwerkstoff verwendet werden.
[0019] Der vordere und hintere Einbanddeckel können beispielsweise ein- oder mehrteilig
ausgebildet sein, wodurch sich weitere Design-Möglichkeiten ergeben. Zudem ist denkbar,
dass zumindest teilweise auf den Einbanddeckeln sowie dem Buchrückelement Verzierungen,
beispielsweise Schnitzereien, Gravuren oder Einlegearbeiten vorgesehen werden. Als
Einlegearbeiten können beispielsweise Objekte oder Elemente aus hochwertigen Materialien,
beispielsweise Edelmetallen oder Steine und Edelsteine eingearbeitet werden. Alternativ
oder zusätzlich kann der Festeinband zumindest teilweise mit Leder oder Stoff bezogen
sein.
[0020] Die Erfindung umfasst auch einen mehrteiligen Festeinband zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Buches umfassend zumindest einen vorderen und hinteren Einbanddeckel und ein den vorderen
und hinteren Einbanddeckel flexibel verbindendes Buchrückenelement. Der mehrteilige
Festeinband zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass der vordere und/oder der
hintere Einbanddeckel jeweils über zumindest ein Doppelgelenkscharnier gelenkig mit
dem Buchrückenelement verbunden ist.
[0021] Bevorzugt fallen in einem aufgeklappten Zustand des erfindungsgemäßen Festeinbandes
eine Ebene des vorderen Einbanddeckels und eine Ebene des hinteren Einbanddeckels
sowie eine Ebene des Buchrückenelementes in einer gemeinsamen Ebene zusammen, wobei
die Schnittebene des Doppelgelenkscharniers ebenfalls in der gemeinsamen Ebene verläuft.
Besondere Vorteile ergeben sich zudem, wenn bei dem erfindungsgemäßen Festeinband
der vordere und/oder hintere Einbanddeckel relativ zum Buchrückenelement mittels der
Doppelgelenkscharniere um einen Schwenkwinkel von mehr als 180°, bevorzugt um einen
Schwenkwinkel von näherungsweise 360° verschwenkbar ist.
[0022] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
den Figuren näher erläutert werden. Zudem ergeben sich Weiterbildungen, Vorteile und
Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung auch aus der nachfolgenden Beschreibung der
Ausführungsbeispiele und aus den Figuren. Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand
der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Auch wird der Inhalt der Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.
[0023] Es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erfindung keinesfalls auf
die angegebenen Beispiele beschränkt sein soll. Es zeigen
- Fig. 1
- in perspektivischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Buch mit einem Festeinband in
einem geschlossenen Zustand,
- Fig. 2a
- eine perspektivische Darstellung eines Doppelgelenkscharniers,
- Fig. 2b
- einen schematischen Querschnitt durch ein Doppelgelenkscharnier,
- Fig. 3
- in schematischer Darstellung eine stirnseitige Ansicht des erfindungsgemäßen Buches
in einem aufgeklappten Zustand,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Innenseite eines vollständig aufgeklappten erfindungsgemäßen
Festeinbandes und
- Fig. 5
- eine stirnseitige Ansicht des erfindungsgemäßen Festeinbandes der Figur 4.
[0024] Die Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Buch 1 in
einem geschlossenen Zustand.
[0025] Das Buch 1 umfasst zumindest einen Buchblock 3 und einen mehrteiligen Festeinband
2, welcher wiederum aus einem vorderen Einbanddeckel 2.1, einem hinteren Einbanddeckel
2.2 und einem die beiden Einbanddeckel 2.1, 2.2 flexibel miteinander verbindenden
Buchrückenelement 2.3 besteht.
[0026] Erfindungsgemäß sind der vordere und hintere Einbanddeckel 2.1, 2.2 über zumindest
ein Doppelgelenkscharnier 4 gelenkig mit dem Buchrückenelement 2.3 verbunden. Im dargestellten
Beispiel sind zur gelenkigen Verbindung von vorderem bzw. hinterem Einbanddeckel 2.1,
2.2 mit dem Buchrückenelement 2.3 jeweils vier Doppelgelenkscharniere 4 regelmäßig
voneinander beabstandet angeordnet.
[0027] Zum Öffnen des Buches 1 bzw. zum Aufklappen sind der vordere und der hintere Einbanddeckel
2.1, 2.2 relativ zum Buchrückenelement 2.3 jeweils entlang zweier Schwenkachsen SA1,
SA2 verschwenkbar, wobei die Schwenkachsen im Wesentlichen parallel zur Längsachse
LA des Buchrückenelementes 2.3 verlaufen.
[0028] Die im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildeten Einbanddeckel 2.1, 2.2 weisen an
den am Buchrückenelement 2.3 angelenkten Kanten Ausnehmungen 7 und Scharnierösen 7'
auf. Das Buchrückenelement 2.3 weist ebenfalls an den beiden Längskanten, an die die
Einbanddeckel 2.1, 2.2 angelenkt sind, jeweils Ausnehmungen 8 und Scharnierösen 8'
auf. Zur Aufnahme der Doppelgelenkscharniere 4 sind die Ausnehmungen 7, 8 am Buchrückenelement
2.3 und an den Einbanddeckeln 2.1, 2.2 sich gegenüberliegend angeordnet und bilden
so einen Aufnahmeraum für die Doppelgelenkscharniere 4. Jede Scharnieröse 7', 8' ist
jeweils mit einer Bohrung zur Aufnahme eines Scharnierstiftes 5, 6 (siehe Figur 2)
versehen, wobei die Bohrung im Wesentlichen parallel zu der entsprechenden angelenkten
Kante verläuft.
[0029] In der Figur 2a ist ein Doppelgelenkscharnier 4 perspektivisch, in der Figur 2b im
Querschnitt dargestellt. Das Doppelgelenkscharnier 4 zur erfindungsgemäßen gelenkigen
Verbindung der Einbanddeckel 2.1, 2.2 mit dem Buchrückenelement 2.3 weist einen ersten
und einen zweiten über einen Verbindungsabschnitt 4.3 miteinander verbundenen Scharnierabschnitt
4.1, 4.2 auf. Der erste Scharnierabschnitt 4.1 kann mittels eines ersten Scharnierstiftes
5 um eine erste Schwenkachse SA1 verschwenkbar mit dem Buchrückenelement 2.3 verbunden
werden und der zweite Scharnierabschnitt 4.2 kann mittels eines zweiten Scharnierstiftes
6 um eine zweite Schwenkachse SA2 verschwenkbar mit einem vorderen oder hinteren Einbanddeckel
2.1, 2.2 verbunden werden. Die beiden Schwenkachsen SA1, SA2 sind im Wesentlichen
von einer Schnittebene SE des Doppelgelenkscharniers aufgenommen.
[0030] Der den ersten und zweiten Scharnierabschnitt 4.1, 4.2 verbindende Verbindungsabschnitt
4.3 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass auf zumindest einer oberen Seite 4'
des Doppelgelenkscharniers 4 eine Einkerbung 9 zwischen erstem und zweitem Scharnierabschnitt
4.1, 4.2 vorgesehen ist. Im dargestellten Beispiel bildet der Verbindungsabschnitt
4.3 zusammen mit den Scharnierabschnitten 4.1, 4.2 auf einer unteren Seite 4" des
Doppelgelenkscharniers 4 eine näherungsweise parallel zur Schnittebene SE verlaufende
durchgehende, ebene und glatte Oberfläche aus.
[0031] Im erfindungsgemäßen Buch 1 sind die Doppelgelenkscharniere 4 derart in den Ausnehmungen
7, 8 der Einbanddeckel 2.1, 2.2 und des Buchrückenelementes 2.3 angeordnet, dass die
Scharnierstifte 5, 6 mit den dafür vorgesehenen Bohrungen der Scharnierösen 7', 8'
in Eingriff stehen. Die erste Schwenkachse SA1 erstreckt sich dabei näherungsweise
entlang der Längskanten des Buchrückenelementes 2.3 und die zweite Schwenkachse SA2
erstreckt sich näherungsweise entlang der angelenkten Kanten des vorderen bzw. hinteren
Einbanddeckels 2.1, 2.2. Beide Schwenkachsen verlaufen im Wesentlichen parallel zur
Längsachse LA des Buchrückenelementes 2.3. Die die Einkerbung 9 aufweisende obere
Seite 4' des Doppelgelenkscharniers 4 ist bezogen auf das Buch 1 bzw. den Festeinband
2 bevorzugt nach außen gerichtet.
[0032] In der Figur 3 ist eine stirnseitige Ansicht eines aufgeklappten, erfindungsgemäßen
Buches 1 schematisch dargestellt. Der aus mehreren Einzelblättern bestehende Buchblock
3, dessen Einzelblätter in einem Buchblockrücken 10 miteinander verklebt sind, ist
von dem mehrteiligen Festeinband 2 aufgenommen und mit diesem fest verbunden. Dabei
ist der Buchblock 3 lediglich mit dem vorderen und hinteren Einbanddeckel 2.1, 2.2
fest verklebt, das Buchrückenelement 2.3 des Festeinbandes 2 ist nicht mit dem Buchblock
3 verbunden. Der Buchblockrücken 10 liegt dementsprechend in einem unverbundenen Zustand
vor. Der Buchblock 3 kann beispielsweise über einen äußeren, im Vergleich zu den einzelnen
Seiten des Buchblockes 3 verstärkten Bogen an den Einbanddeckeln 2.1, 2.2 befestigt
sein. Ebenso können beispielsweise so genannte Fälzelstreifen zur Verklebung des Buchblockes
3 mit den Einbanddeckeln 2.1, 2.2 verwendet werden.
[0033] Die feste Verbindung zwischen Buchblock 3 und Festeinband 2 ist derart ausgebildet,
dass in einem vollständig aufgeschlagenen bzw. aufgeklappten Zustand des Buches 1
die Ebenen E', E" des vorderen und hinteren Einbanddeckels 2.1, 2.2 und die Ebene
E"' des Buchrückenelementes versetzt zueinander sind. Ausgehend von einem auf einem
Tisch oder einer anderen Auflagefläche aufliegenden, aufgeschlagenen Buch heißt das,
dass die Ebene E'" des Buchrückenelementes 2.3 unterhalb der Ebenen E', E" des vorderen
und hinteren Einbanddeckels 2.1, 2.2 verläuft.
[0034] Beim Aufklappen des Buches 1, nämlich durch Schwenken des vorderen und hinteren Einbanddeckels
2.1, 2.2 um die jeweils zwei Schwenkachsen SA1, SA2 bleiben die Einbanddeckel 2.1,
2.2 relativ zum Buchrückenelement 2.3 so angeordnet, dass sie in dem Bereich der scharnierartigen
Anlenkung noch überlappen, also nicht nebeneinander zu liegen kommen. Zugleich nimmt
jedes Doppelgelenkscharnier 4 dabei eine Stellung ein, in der die Schnittebene SE
jeweils einen spitzen Winkel α mit der Ebene E'" des Buchrückenelementes und einen
spitzen Winkel α' mit der Ebene E' des vorderen Einbanddeckels 2.1 bzw. mit der Ebene
E" des hinteren Einbanddeckels 2.2 einschließt. Aufgrund der erfindungsgemäßen Verbindung
der einzelnen Elemente des Festeinbandes 2 mit Doppelgelenkscharnieren 4 und aufgrund
der beschriebenen Anordnung der Elemente des Festeinbandes 2 zueinander, ist es möglich,
die Einbanddeckel 2.1, 2.2 mit einem vergrößerten Schwenkwinkel auszuschwenken, so
dass wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Buches 1
die Ebenen E', E" des vorderen und hinteren Einbanddeckels 2.1, 2.2 in einem näherungsweise
stumpfen Winkel auf die Ebene E'" des Buchrückenelementes 2.3 zulaufen.
[0035] Dieses oben beschriebene erweiterte Ausschwenken bzw. Aufklappen der Einbanddeckel
2.1, 2.2 wird zusätzlich unterstützt durch die besondere Ausbildung der Doppelgelenkscharniere
4 mit Einkerbung 9 (siehe Figuren 2a, 2b). Durch die an der bezogen auf das Buch bzw.
den Festeinband bevorzugt nach außen gerichteten Einkerbung 9 wird ein vorzeitiger
Anschlag verhindert. Beim Öffnen des Buches 1 durch Verschwenken der Einbanddeckel
2.1, 2.2 relativ zum Buchrückenelement 2.3 um die zwei Schwenkachsen SA1, SA2 würde
eine glatte Oberfläche des Doppelgelenkscharniers 4 an den parallel zur Schwenkachse
SA1, SA2 verlaufenden Kanten der Ausnehmungen 7 der Einbanddeckel 2.1, 2.2 anschlagen.
Das Aufschlagen bzw. Öffnen des Buches 1 würde an diesem Anschlagspunkt an eine Grenze
stoßen, der Anschlag kann jedoch aufgrund der Einkerbung 9 auf der oberen Seite 4'
des Doppelgelenkscharniers 4 verhindert werden. Durch die spezielle Anordnung der
Doppelgelenkscharniere 4 und das damit mögliche weite Öffnen des Buches 1 wird der
Buchblockrücken 10 beim Aufklappen des Buches 1 vom Buchrückenelement 2.3 weg nach
oben gewölbt. Mit der Wölbung nimmt der Buchblockrücken 10 beispielsweise die Form
eines Bogens, insbesondere eines parabelförmigen Bogens ein, wobei in nächster Näherung
ein Scheitelabschnitt des Bogens einen vergrößerten, vorgegebenen Abstand d zum Buchrückenelement
2.3 aufweist. Die Wölbung bringt den ganz besonderen Vorteil mit sich, dass die Einzelblätter
bzw. die einzelnen Seiten des Buchblockes 3 kaum oder gar nicht aufgewölbt sind und
die Seiten des aufgeschlagenen Buches 1 glatt vor seinem Betrachter liegen. Es versteht
sich von selbst, dass dies eine erhebliche Erleichterung beim Betrachten oder Lesen
des Inhaltes der Seiten darstellt und zugleich ein selbständiges Zuklappen bzw. Umblättern
der aufgewölbten Seiten damit verhindert wird.
[0036] Die Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf die Innenseite eines aufgeklappten erfindungsgemäßen
Festeinbandes 2. Der mehrteilige Festeinband 2 umfasst einen vorderen Einbanddeckel
2.1, einen hinteren Einbanddeckel 2.2 und einen die beiden Einbanddeckel 2.1, 2.2
flexibel miteinander verbindenden Buchrückenelement 2.3, wobei der vordere und hintere
Einbanddeckel 2.1, 2.2 über jeweils vier Doppelgelenkscharniere 4 gelenkig mit dem
Buchrückenelement 2.3 verbunden sind.
[0037] Die Doppelgelenkscharniere 4 erscheinen in der dargestellten Draufsicht als flächig
glatte und ebene Elemente, da sie in Draufsicht auf ihre untere Seite 4" zu sehen
sind (vgl. Figuren 2a, 2b). Aufgrund der Doppelgelenkscharniere 4 kann jeder Einbanddeckel
2.1, 2.2 relativ zum Buchrückenelement 2.3 um zwei Schwenkachsen SA1, SA2 verschwenkt
werden. Wie es besonders in der stirnseitigen Ansicht des Festeinbandes 2 in der Figur
5 angedeutet ist, sind die Einbanddeckel 2.1, 2.2 relativ zum Buchrückenelement 2.3
um einen Schwenkwinkel γvon mehr als 180°, bevorzugt um einen Schwenkwinkel γvon näherungsweise
360° verschwenkbar.
[0038] In dem in der Figur 5 dargestellten aufgeklappten Zustand des Festeinbandes 2 fallen
die Ebene E' des vorderen Einbanddeckels 2.1 und die Ebene E" des hinteren Einbanddeckels
2.2 sowie die Ebene E"' des Buchrückenelementes 2.3 in einer gemeinsamen Ebene E zusammen.
Die Schnittebenen SE der Doppelgelenkscharniere 4 liegen ebenfalls in der gemeinsamen
Ebene E, in welcher auch die Schwenkachsen SA1 und SA2 aufgenommen sind.
[0039] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Modifikationen und Änderungen der Erfindung möglich sind, ohne
dass hierdurch der Erfindungsgedanke verlassen wird.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Buch
- 2
- Festeinband
- 2.1
- vorderer Einbanddeckel
- 2.2
- hinterer Einbanddeckel
- 2.3
- Buchrückenelement
- 3
- Buchblock
- 4
- Doppelgelenkscharnier
- 4.1, 4.2
- erster, zweiter Scharnierabschnitt
- 4.3
- Verbindungsabschnitt
- 4', 4"
- obere, untere Seite des Doppelgelenkscharniers
- 5
- erster Scharnierstift
- 6
- zweiter Scharnierstift
- 7
- Ausnehmung im vorderen bzw. hinteren Einbanddeckel
- 7'
- Scharnieröse im vorderen bzw. hinteren Einbanddeckel
- 8
- Ausnehmung im Buchrückenelement
- 8'
- Scharnieröse im Buchrückenelement
- 9
- Einkerbung
- 10
- Buchblockrücken
- d
- Abstand
- E
- Ebene
- E'
- Ebene des vorderen Einbanddeckels
- E"
- Ebene des hinteren Einbanddeckels
- E"'
- Ebene des Buchrückenelementes
- SA1
- erste Schwenkachse
- SA2
- zweite Schwenkachse
- SE
- Schnittebene
- α, α'
- spitzer Winkel
- γ
- Schwenkwinkel
1. Buch (1) umfassend einen mehrteiligen Festeinband (2) und einen Buchblock (3), wobei
der mehrteilige Festeinband (2) zumindest einen vorderen und hinteren Einbanddeckel
(2.1, 2.2) und ein den vorderen und hinteren Einbanddeckel (2.1, 2.2) flexibel miteinander
verbindendes Buchrückenelement (2.3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere und/oder der hintere Einbanddeckel (2.1, 2.2) jeweils über zumindest
ein Doppelgelenkscharnier (4) gelenkig mit dem Buchrückenelement (2.3) verbunden ist.
2. Buch (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere und/oder der hintere Einbanddeckel (2.1, 2.2) jeweils über zumindest
zwei Doppelgelenkscharniere (4) gelenkig mit dem Buchrückenelement (2.3) verbunden
sind.
3. Buch (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Doppelgelenkscharnier (4) einen über einen Verbindungsabschnitt (4.3) miteinander
verbundenen und entlang einer Schnittebene SE angeordneten ersten und zweiten Scharnierabschnitt
(4.1, 4.2) aufweist.
4. Buch (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Scharnierabschnitt (4.1) mittels eines ersten, um eine erste Schwenkachse
(SA1) schwenkbaren Scharnierstiftes (5) mit dem Buchrückenelement (2.3) verbunden
ist und der zweite Scharnierabschnitt (4.2) mittels eines zweiten, um eine zweite
Schwenkachse (SA2) schwenkbaren Scharnierstiftes (6) mit dem vorderen oder hinteren
Einbanddeckel (2.1, 2.2) verbunden ist.
5. Buch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem aufgeklappten Zustand des Buches (1) eine Ebene (E') des vorderen Einbanddeckels
(2.1) und/oder eine Ebene (E") des hinteren Einbanddeckels (2.2) zu einer Ebene (E"')
des Buchrückenelementes (2.3) im Wesentlichen parallel verlaufen oder dass die Ebenen
(E', E") in einem näherungsweise stumpfen Winkel auf die Ebene (E"') des Buchrückenelementes
(2.3) zulaufen.
6. Buch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem aufgeklappten Zustand des Buches (1) die Schnittebene (SE) des Doppelgelenkscharniers
(4) mit der Ebene (E"') des Buchrückenelementes (2.3) einen spitzen Winkel (α) einschließt.
7. Buch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem aufgeklappten Zustand des Buches (1) die Schnittebene (SE) des Doppelgelenkscharniers
(4) mit der Ebene (E') des vorderen Einbanddeckels (2.1) und/oder der Ebene (E") des
hinteren Einbanddeckels (2.2) einen spitzen Winkel (α') einschließt.
8. Buch (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Einbanddeckel (2.1) und/oder der hintere Einbanddeckel (2.2) und/oder
das Buchrückenelement (2.3) aus einem festen Material, vorzugsweise aus Holz oder
Kunststoff hergestellt sind.
9. Buch (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelgelenkscharniere (4) aus Holz oder Kunststoff hergestellt sind.
10. Mehrteiliger Festeinband (2) zur Herstellung eines Buches gemäß den Ansprüchen 1 bis
8 umfassend zumindest einen vorderen und hinteren Einbanddeckel (2.1, 2.2) und ein
den vorderen und hinteren Einbanddeckel (2.1, 2.2) flexibel verbindendes Buchrückenelement
(2.3), dadurch gekennzeichnet, dass der vordere und/oder der hintere Einbanddeckel (2.1, 2.2) jeweils über zumindest
ein Doppelgelenkscharnier (4) gelenkig mit dem Buchrückenelement (2.3) verbunden ist.
11. Mehrteiliger Festeinband (2) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere und/oder der hintere Einbanddeckel (2.1, 2.2) jeweils über zwei, drei
oder mehrere Doppelgelenkscharniere (4) gelenkig mit dem Buchrückenelement (2.3) verbunden
ist.
12. Mehrteiliger Festeinband (2) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem aufgeklappten Zustand des Festeinbandes (2) eine Ebene (E') des vorderen
Einbanddeckels (2.1) und eine Ebene (E") des hinteren Einbanddeckels (2.2) sowie eine
Ebene (E"') des Buchrückenelementes (2.3) in einer gemeinsamen Ebene (E) zusammenfallen
und die Schnittebene (SE) der Doppelgelenkscharniere (4) ebenfalls in der gemeinsamen
Ebene (E) verläuft.
13. Mehrteiliger Festeinband (2) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere und/oder hintere Einbanddeckel (2.1, 2.2) relativ zum Buchrückenelement
(2.3) mittels der Doppelgelenkscharniere (4) um einen Drehwinkel (γ) von mehr als
180°, bevorzugt um einen Schwenkwinkel (γ) von näherungsweise 360° verschwenkbar ist.