[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Erwärmen von Metallbolzen,
insbesondere Leichtmetallbolzen, mit einem als Tunnelofen ausgebildeten Erwärmungsraum,
wobei die Metallbolzen mittels einer Bolzentransportvorrichtung längs hintereinander
angeordnet durch den Erwärmungsraum transportiert werden.
[0002] Vorrichtungen zum Erwärmen von Metallbolzen sind seit langem in unterschiedlichsten
Ausführungen bekannt. Man unterscheidet brennstoffbeheizte Erwärmungsanlagen mit direkter
Flammenbeaufschlagung und Anlagen, in denen die Metallbolzen in einer Heißgasströmung
erwärmt werden, sog. Konvektionsöfen. Auch sind induktive Erwärmungsanlagen bekannt.
[0003] Wenn im Folgenden von Metallbolzen die Rede ist, so sollen davon sämtliche Formen
von metallenen Strängen oder Strangteilen wie Bolzen oder Stangen umfasst sein.
[0004] Anlagen mit direkter Flammenbeaufschlagung, auch als gasbeheizte Erwärmungsanlagen
(GBE) bezeichnet, bestehen in der Regel aus zwei Hauptbaugruppen: Auslaufseitig erfolgt
die Erwärmung der Metallbolzen in einem Anlagenteil mit direkter Flammenbeaufschlagung
des Nutzgutes/der Bolzen. Hierzu sind in einer feuerfest zugestellten Muffel, die
der Bolzengeometrie angepasst ist, viele Brenner mit verhältnismäßig geringer Leistung
(8 bis 12 kW) angeordnet. Die Erwärmung der Metallbolzen erfolgt mit einem konvektiven
Anteil von circa 30 Prozent aus der direkten Flammenbeaufschlagung und einem Strahlungsanteil
von circa 70 Prozent. Wegen des verminderten Emissionsfaktors abgedrehter Bolzen ist
aufgrund des hohen Strahlungsanteils mit einem verminderten Durchsatz gegenüber Bolzen
mit Gusshaut zu rechnen. Die Güte der Temperaturführung wird bei der GBE durch die
Anzahl der Regelzonen bestimmt.
[0005] Dem direkt beheizten Anlagenteil ist einlaufseitig meist eine sogenannte Vorwärmkammer
vorgeschaltet. In dieser Vorwärmkammer wird das Nutzgut durch das Abgas des gasbeheizten
Anlagenteiles durch erzwungene Konvektion erwärmt, bevor das Abgas durch den Kamin
aus dem System austritt. Durch die hohe übertragbare Leistungsdichte von bis zu 150
kW/m
2 Nutzgutoberfläche im direkt flammenbeaufschlagten Anlagenteil folgen als wesentliche
Vorteile dieses Anlagentyps ein relativ niedriger Platzbedarf und eine schnelle Reaktionsmöglichkeit
auf wechselnde Zykluszeiten bei konstanter Endtemperatur. Auch die beim Warmscheren
aufgrund der Klemmung entstehenden Temperaturverluste des Kopfendes können rasch kompensiert
werden.
[0006] Nachteilig ist jedoch, dass die hohe Leistungsdichte durch Temperaturdifferenzen
(Flamme/Bolzen, Muffel/Bolzen), die die Gefahr partieller Anschmelzungen bergen, erzielt
wird. Außerdem erfordert die Leistungsdichte zur Sicherstellung niedriger Verluste
und zulässiger Wandtemperaturen einen erhöhten Aufwand bei der Wärmedämmung der Wand
um die Wandverluste gering zu halten. Daraus folgt eine Erhöhung der Speicherwärme,
wodurch die Flexibilität, zum Beispiel bei schnellen Temperaturwechseln in Richtung
niedrigerer Temperatur eingeschränkt wird.
[0007] Weit verbreitet sind Anlagen mit Verbrennungsluftvorwärmung und Vorwärmkammern, in
denen das Abgas mit Radial- oder Trommelläufer-Ventilatoren umgewälzt wird. Bei dieser
Konfiguration können üblicher Weise Wirkungsgrade von ca. 60 Prozent auch bei Teillast
erreicht werden. Wirkungsgradsteigerungen sind durch erhöhte Gutvorwärmung, also eine
Verlängerung der Vorwärmkammer oder Nutzung des Magazintisches zur Strangvorwärmung
möglich, allerdings müssen Kosten (Investition, Platzbedarf) und Nutzen (Energieeinsparung)
in einer Berechnung zur Wirtschaftlichkeit gegenübergestellt werden.
[0008] Konvektionsöfen also Anlagen, bei denen die Bolzen mit einem zwangsumgewälzten Heißgas
beaufschlagt werden, sind wie die brennstoffbeheizten Anwärmöfen mit direkter Flammenbeaufschlagung
als Mehrbolzenöfen konzipiert und zeichnen sich dadurch aus, dass die Erwärmung der
Metallbolzen fast ausschließlich durch erzwungene Konvektion erfolgt, man spricht
daher auch von konvektiver Bolzenerwärmung (KBE). Hier werden die Metallbolzen von
Heißgas mit Geschwindigkeiten in der Größenordnung von 50 bis 60 m/s durch speziell
angepasste Rohr- oder Schlitzdüsensysteme angeströmt und erwärmt. Das Heißgas wird
in Heizkanälen, die von den Metallbolzen getrennt sind, auf Temperatur gehalten und
von Ventilatoren umgewälzt. Die Metallbolzen werden dabei nicht direkt mit Flammen
beaufschlagt.
[0009] Für die Beheizung kommen rekuperative Brenner mit einer Leistung von 100 bis 400
kW pro Brenner zum Einsatz. Der erreichbare Wirkungsgrad beträgt ca. 80 Prozent in
jedem Lastzustand.
[0010] Wegen des dominierenden konvektiven Wärmeübergangs und gegenüber der direkten Flammenbeaufschlagung
geringen Übertemperaturen liegt die übertragbare Leistungsdichte dieses Anlagentyps
deutlich unterhalb von 100 kW/m
2 Nutzgutoberfläche, was im Vergleich zur GBE einen größeren Platzbedarf zur Folge
hat. Die Durchsatzminderung bei abgedrehten Bolzen fällt gegenüber der GBE deutlich
geringer aus.
[0011] Die Güte der Temperaturführung wird bei diesem Anlagentyp ebenfalls durch die Anzahl
der Regelzonen, aber im Wesentlichen durch den Umstand, dass die letzte Regelzone
auf die Endtemperatur des Nutzgutes eingestellt wird, erreicht.
[0012] Damit ist die Gefahr partieller Anschmelzungen praktisch ausgeschlossen und es lässt
sich eine besonders hohe Temperaturgenauigkeit erzielen. Schnelle Temperaturwechsel
lässt das System konstruktionsbedingt nicht zu.
[0013] Es ist auch bereits eine Kombination der vorgenannten Erwärmungsanlagen beschrieben
worden (
DE 199 43 354 C1). Dort ist eine Vorrichtung zur gleichmäßigen Schnellerwärmung von Bolzen aus Leichtmetall-Legierungen
beschrieben, bei der, in Guttransportrichtung betrachtet, zuerst die Erwärmung durch
direkte Flammenbeaufschlagung und in dem anschließend restlichen Teil der Vorrichtung
durch erzwungene Konvektion mittels Heißgas-Strahlbeblasung erfolgt. Diese Anordnung
hat jedoch die gleichen Nachteile wie beim zuvor beschriebenen Konvektionsofen: Es
sind keine schnellen Temperaturwechsel möglich und de Temperaturverluste nach dem
Warmscheren können nicht innerhalb der Zykluszeit ausgeglichen werden.
[0014] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die eingangs genannte Vorrichtung und
ein entsprechendes Verfahren so auszugestalten, dass die zuvor aufgeführten Nachteile
der einzelnen dargestellten Erwärmungsanlagen vermieden werden.
[0015] Zur Lösung der Aufgabe sieht die erfindungsgemäße Vorrichtung vor, dass der Tunnelofen
in Durchlaufrichtung der Metallbolzen zunächst einen Konvektionsofen als Vorwärmofen
und anschließend einen flammenbeaufschlagten Ofen aufweist.
[0016] Verfahrensmäßig erfolgt die Lösung der Aufgabe dadurch, dass die Metallbolzen zunächst
in einem Konvektionsofen bis kurz unterhalb ihrer Umformtemperatur vorgewärmt werden
und anschließend in einem flammenbeaufschlagten Ofen auf ihre Umformtemperatur, ggf.
mit gezielter Kopferwärmung, erwärmt werden.
[0017] Durch die beanspruchte Kombination beider zuvor dargestellter Erwärmungsanlagen lassen
sich die aufgeführten Nachteile der einzelnen Konzepte vermeiden und gleichzeitig
die jeweiligen Vorteile nutzen, wobei der Wirkungsgrad auf Niveau des Konvektionsofens
ein wesentliches Entscheidungskriterium für zukünftige Ersatz- oder Neuinvestitionen
darstellen wird:
● besonders hoher Wirkungsgrad in allen Lastzuständen
● schnelle Temperaturwechsel möglich
● geringerer Platzbedarf als reiner Konvektionsofen
● geringe Empfindlichkeit gegen Oberflächenwechsel Gußhaut/abgedreht
● durchsatzabhängige Temperaturführung des Konvektionsofens mit mathematischem Modell
● keine Gefahr partieller Anschmelzungen
● beliebige Ofentransportsysteme (angetriebene Rollen, nicht-angetriebene Rollen,
Hubbalken) einsetzbar
● niedrige, thermische Belastung des Ofeninnenraums, geringer Verschleiß
● sehr gute Zugänglichkeit und Wartungsfreundlichkeit.
[0018] Vor dem Hintergrund der potenziellen Ausweitung des Emissionshandels auf beispielsweise
die deutsche Aluminiumverarbeitende Industrie ab 2013 kommt dem Energiebedarf der
in den Strangpresswerken betriebenen Erwärmungsanlagen zur Vorwärmung der Aluminiumstangen
oder-bolzen auf Warmumformtemperatur mehr denn je Bedeutung in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit
zu.
[0019] Ein besonderes Augenmerk ist hierbei auf die brennstoffbeheizten Anwärmprozesse zu
legen. Aufgrund des zur Zeit in Deutschland gegebenen Erdgas-/Strompreisverhältnisses
und der spezifischen CO
2-Emission des deutschen Strommix verbessert sich sowohl die volkswirtschaftliche CO
2-Bilanz als auch die betriebswirtschaftliche Kostenbilanz, wenn die Energieeffizienz
der brennstoffbeheizten Anwärmprozesse verbessert wird.
[0020] Für den seit Jahrzehnten auf dem Markt etablierten Anwärmofen mit einem direkt flammenbeaufschlagten
Heizteil hat es stetig Weiterentwicklungen gegeben. Es ist allerdings anzunehmen,
dass der Steigerung des Wirkungsgrades eine konzeptbedingte Grenze gesetzt ist.
[0021] Alternativ dazu wurde bereits Ende der 90er Jahre von der Anmelderin ein Konvektionsofen
bei einem namhaften deutschen Presswerksbetreiber installiert. Mit diesem Konzept
wird der Wirkungsgrad signifikant gegenüber dem konventionellen Anwärmofen gesteigert.
Als Kompromiss muss jedoch die mangelnde Flexibilität dieses Ofens akzeptiert werden.
[0022] Die vorliegende Erfindung hat nun beide aus dem Stand der Technik bekannten Anlagen
in einer besonderen Weise kombiniert. Die erfindungsgemäße Kombination beider Anlagenkonzepte
ist in der Lage, die Flexibilität des flammenbeaufschlagten Ofens zu erhalten und
dabei nahezu den Wirkungsgrad des Konvektionsofens zu erreichen.
[0023] Die Vorwärmung der Metallbolzen bis kurz unterhalb der Umformtemperatur erfolgt nach
einer weiteren Lehre der Erfindung in einem Konvektionsofen, dessen Länge ein Mehrfaches
von der Länge des flammenbeaufschlagten Ofens beträgt. Diesem wird zur Enderwärmung
der Metallbolzen "in-Line" ein kurzer Anlagenteil mit direkter Beaufschlagung der
Flammen nachgeschaltet.
[0024] Bevorzugt weist der Konvektionsofen mehrere, unterschiedliche Heizzonen bildende,
hintereinander angeordnete Kammern auf. Die einzelnen Kammern weisen nach einer weiteren
Lehre der Erfindung wenigstens einen Brenner und eine Vielzahl von die Metallbolzen
umgebenden Düsen auf.
[0025] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann als Vorrichtung zum Bolzentransport angetriebene
und/oder nicht-angetriebene Rollen oder auch einen Hubbalken aufweisen.
[0026] Die Abgase des flammenbeaufschlagten Anlagenteils werden dabei in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung in die erste Heizzone des Konvektionsofens zurückgeführt. Bevor deren
Rekuperation in der ersten Heizzone des Konvektionsofens erfolgt, kann noch eine Vorwärmung
der Verbrennungsluft für den flammenbeaufschlagten Ofen erfolgen.
[0027] Eine weitere Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass jeder Metallbolzen vor dem
Verlassen des flammenbeaufschlagten Ofens am Bolzenkopf erwärmt wird, bevor er zur
Weiterverarbeitung (Scheren, Sägen, Pressen) entnommen wird.
[0028] Schließlich ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Erwärmung der Metallbolzen in
Abhängigkeit des Durchsatzes der Metallbolzen gesteuert wird. Dabei wird zur Steuerung
der Temperaturführung bevorzugt ein mathematisches Modell verwendet.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung, schematisch in Draufsicht,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch den Gegenstand in Fig. 1 entlang der Linie II-II und
- Fig. 3
- einen Schnitt durch den Gegenstand in Fig. 1 entlang der Linie III-III.
[0030] Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in Fig. 1 schematisch
dargestellt. Die dort in Seitenansicht gezeigte Anlage umfasst zunächst einen Konvektionsofen
1, in den die - in Fig. 1 nicht dargestellten - Metallbolzen in Richtung des Pfeiles
mit der Kennzeichnung DLR (=Durchlaufrichtung) längs hintereinander angeordnet zugeführt
werden.
[0031] Ausgangsseitig weist die Vorrichtung einen
flammenbeaufschlagten Ofen 2 auf. Man erkennt deutlich, dass die Länge des Konvektionsofens
1 ein Mehrfaches von der Länge des flammenbeaufschlagten Ofens 2 beträgt. Der dargestellte
Konvektionsofen 1 umfasst mehrere unterschiedliche Heizzonen bildende, hintereinander
angeordnete Kammern 1A, 1B, 1C und 1D.
[0032] Zur Erwärmung der Gase des Konvektionsofens 1 weist im dargestellten und insoweit
bevorzugten Ausführungsbeispiel
jede Kammer 1A, 1B, 1C und 1D jeweils zwei Brenner 3 auf, mit denen die Luft im Gehäuse
erwärmt wird. In der Draufsicht von Fig. 1 erkennt man auf jeder Kammer (1A, 1B, 1C
und 1D) einen zentral angeordneten Motor 4, der ein darunter im Ofeninneren angeordneten
Ventilator 5 antreibt. Die Ventilatoren 5 können als Radial- oder Trommelläufer ausgebildet
sein und sorgen für eine gleichmäßige Umwälzung der Luft in den einzelnen Heizzonen.
Im Inneren des Ofengehäuses wird die erwärmte Luft über eine Vielzahl von Schlitzdüsen
6 unmittelbar auf die Metallbolzen B geblasen, wie besonders deutlich Fig. 2 entnommen
werden kann.
[0033] Der Transport der Metallbolzen B erfolgt in bekannter Weise über eine Vielzahl hintereinander
angeordneter Laufrollen 7. Ein Verkleidungsblech 8 sorgt für eine gleichmäßige konvektive
Erwärmung des Kanals, durch den die Metallbolzen B transportiert werden.
[0034] Ein doppelwandiges Rohr 9 ist entlang der gesamten Vorrichtung angeordnet, wobei
kalte Verbrennungsluft durch einen Einlassstutzen 10 angesaugt und durch den Ringraum
11 des doppelwandigen Rohres 9 den Brennern 15 des direkt flammenbeaufschlagten Ofen
2 zugeführt wird und auf dem Weg dorthin vorgewärmt wird. Die dort entstehende Abluft
wird durch das Innere 12 des doppelwandigen Rohres 9 wieder zurück geführt und der
ersten Ofenkammer 1A zugeführt, wie in Fig. 1 schematisch erkennbar ist. Das doppelwandige
Rohr 9 ist dabei außen mit einer Isolation 13 thermisch gedämmt.
[0035] Im flammenbeaufschlagten Ofenteil 2 sorgen eine Vielzahl einzelner Brenner 15 mit
jeweils verhältnismäßig geringer Leistung für eine direkte Erwärmung der Metallbolzen
B von der Vorwärmtemperatur auf die Umformtemperatur, bevor die Metallbolzen B die
erfindungsgemäße Vorrichtung verlassen und einer (nicht dargestellten) nachgeschalteten
Strangpresse, oder Säge, oder Warmschere, oder identischer Bolzenerwärmungsanlage
zugeführt werden.
1. Vorrichtung zum Erwärmen von Metallbolzen (B), insbesondere Leichtmetallbolzen, mit
einem als Tunnelofen ausgebildeten Erwärmungsraum, wobei die Metallbolzen (B) mittels
einer Bolzentransportvorrichtung längs hintereinander angeordnet durch den Erwärmungsraum
transportiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Tunnelofen in Durchlaufrichtung der Metallbolzen (B) zunächst einen Konvektionsofen
(1) und anschließend einen flammenbeaufschlagten Ofen (2) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Konvektionsofens (1) ein Mehrfaches von der Länge des flammenbeaufschlagten
Ofens (2) beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Konvektionsofen (1) mehrere, unterschiedliche Heizzonen bildende, hintereinander
angeordnete Kammern (1A, 1B, 1C, 1D) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Kammer (1A, 1B, 1C, 1D) des Konvektionsofens (1) wenigstens einen Brenner (4)
aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kammern (1A, 1B, 1C, 1D) des Konvektionsofens (1) wenigstens einen Verbrennungsluft-Ventilator
(5) aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass jede Kammer (1A, 1B, 1C, 1D) des Konvektionsofens (1) eine Mehrzahl von die Metallbolzen
(B) umgebenden Düsen (6) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzentransportvorrichtung angetriebene und/oder nicht-angetriebene Rollen (7)
aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzentransportvorrichtung als Hubbalken ausgebildet ist.
9. Verfahren zum Erwärmen von Metallbolzen (B), insbesondere Leichtmetallbolzen, mit
einem als Tunnelofen ausgebildeten Erwärmungsraum, wobei die Metallbolzen (B) längs
hintereinander angeordnet durch den Erwärmungsraum transportiert werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Metallbolzen (B) zunächst in einem Konvektionsofen (1) bis kurz unterhalb ihrer
Umformtemperatur vorgewärmt werden und anschließend in einem flammenbeaufschlagten
Ofen (2) auf ihre Umformtemperatur erwärmt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase des flammenbeaufschlagten Ofens (2) zur Rekuperation in den Konvektionsofen
(1) geleitet werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
wobei der Konvektionsofen (1) mehrere hintereinander angeordnete Heizzonen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase des flammenbeaufschlagten Ofens (2) zur Rekuperation in die erste Heizzone
des Konvektionsofens (1) geleitet werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbrennungsluft für den flammenbeaufschlagten Ofen (2) vorgewärmt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Metallbolzen (B) vor dem Verlassen des flammenbeaufschlagten Ofens (2) am Bolzenkopf
erwärmt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmung der Metallbolzen (B) in Abhängigkeit des Durchsatzes an Metallbolzen
(B) gesteuert wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Temperaturführung ein mathematisches Modell verwendet wird.