Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Brennkraftmaschine mit elektrohydraulischer Ventilsteuerung
zum hubvariablen Antrieb eines in Schließrichtung federkraftbeaufschlagten Gaswechselventils
und ein Verfahren zum Betrieb der Brennkraftmaschine. Diese umfasst eine Nockenwelle
und ein im Antriebssinn zwischen der Nockenwelle und dem Gaswechselventil angeordnetes
Hydrauliksystem, das an eine Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine angeschlossen
ist und folgendes aufweist:
- einen von einem Nocken der Nockenwelle angetriebenen ersten Hydraulikkolben und einen
das Gaswechselventil in Öffnungsrichtung antreibenden zweiten Hydraulikkolben,
- einen von dem ersten Hydraulikkolben und dem zweiten Hydraulikkolben begrenzten Druckraum
mit veränderlichem Volumen und einen den Druckraum mit einem Druckentlastungsraum
verbindenden Steuerkanal,
- ein im Steuerkanal angeordnetes, elektrisch angesteuertes Hydraulikventil, das einen
Hydraulikmittelfluss durch den Steuerkanal in geöffneter Stellung des Hydraulikventils
zulässt und in geschlossener Stellung des Hydraulikventils sperrt.
[0002] Die Brennkraftmaschine umfasst ferner ein elektronisches Ansteuermittel zur Ansteuerung
des Hydraulikventils in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine.
Hintergrund der Erfindung
[0003] Brennkraftmaschinen mit elektrohydraulischen Ventiltrieben, bei denen ein Teilvolumen
des als sogenanntes hydraulisches Gestänge wirkenden Druckraums bei geöffnetem Hydraulikventil
stufenlos in den Druckentlastungsraum absteuerbar ist und dementsprechend die vom
Nocken vorgegebene Erhebung vollständig, teilweise oder gar nicht auf das Gaswechselventil
übertragen wird, sind in der Patentliteratur aus einer Vielzahl von Druckschriften
bekannt. Der konstruktive Aufbau der Ventilsteuerung einer gattungsgemäßen Brennkraftmaschine
geht aus dem Artikel
'Elektrohydraulische Ventilsteuerung mit dem "MultiAir"-Verfahren' hervor, der jüngst
in der Motortechnischen Zeitschrift (MTZ), Ausgabe 12/2009 veröffentlicht wurde. Dieser Artikel zeigt auch ein Motorkennfeld mit unterschiedlichen
Hubkurven, die - ausgehend von der Nockenerhebung - mittels des nachgeschalteten Hydrauliksystems
betriebspunktabhängig in modifizierter Form auf das Gaswechselventil übertragen werden.
Ebenfalls dargestellt ist das elektronische Ansteuermittel zur Ansteuerung des Hydraulikventils,
dort in Form eines integrierten Motorsteuergeräts. Die Druckschrift
EP1344900 A2 offenbart auch eine Brennkraftmaschine mit einem elektrohydraulischen Ventiltrieb.
[0004] Naturgemäß ist das Betriebsverhalten elektrohydraulischer Ventiltriebe in signifikanter
Höhe von den Eigenschaften des Hydraulikmittels und dabei insbesondere von dessen
momentanem und hauptsächlich temperaturbedingtem Viskositätszustand abhängig. Eine
wesentliche Ursache für diese Abhängigkeit liegt in der sogenannten hydraulischen
Ventilbremse, die Teil des Hydrauliksystems ist und die bei konventionellen mechanischen
Ventiltrieben vorgesehene Ventilschließrampe am Nocken ersetzt. Die hydraulische Ventilbremse
hat bekanntlich die Aufgabe, einen von der Nockenerhebung entkoppelten Hub des Gaswechselventils
so zu formen, dass das schließende Gaswechselventil den Ventilsitz stets mit mechanisch
und akustisch akzeptabler Aufsetzgeschwindigkeit erreicht. Gleichzeitig ist die hydraulische
Ventilbremse so zu gestalten, dass die den Ladungswechsel der Brennkraftmaschine beeinträchtigenden
Soll-Ist-Abweichungen des Gaswechselventil-Schließzeitpunkts minimal sind.
[0005] Hydraulische Ventilbremsen sind üblicherweise so ausgeführt, dass das vom gaswechselventilseitigen
zweiten Hydraulikkolben verdrängte Hydraulikmittel kurz vor dem Schließen des Gaswechselventils
eine Drosselstelle passieren muss, deren hydraulischer Widerstand ein Abbremsen des
Gaswechselventilhubs auf die vorgegebene Aufsetzgeschwindigkeit erzeugt. Der Viskosität-Temperaturgang
des Hydraulikmittels, dessen Viskosität mit sinkender Temperatur stark zunimmt, begrenzt
jedoch die Funktionalität der hydraulischen Ventilbremse auf ein Temperaturfenster
in der Weise, dass der Schließzeitpunkt des Gaswechselventils unterhalb einer Grenztemperatur
unzulässig stark schwankt und/oder verzögert wird. Im Extremfall erreicht das Gaswechselventil
den Ventilsitz gar nicht und bleibt - hinsichtlich des Ladungswechsel- und Verbrennungsprozesses
der Brennkraftmaschine - in unzulässiger Weise zwischen zwei Umdrehungen der Nockenwelle
offen stehen.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Brennkraftmaschine
mit elektrohydraulischer Ventilsteuerung der eingangs genannten Art so fortzubilden
bzw. ein Verfahren zum Betrieb der Brennkraftmaschine anzugeben, dass die Funktionalität
der elektrohydraulischen Ventilsteuerung auch bei sehr hoher Viskosität des Hydraulikmittels,
d.h. in einem zu tieferen Temperaturen hin erweiterten Temperaturfenster gegeben ist.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Diese Aufgabe wird vorrichtungsseitig dadurch gelöst, dass das elektronische Ansteuermittel
konfiguriert ist, um das Hydraulikventil in Abhängigkeit der betrieblichen Hydraulikmitteltemperatur
oder -viskosität und/oder des betrieblichen Drucks in der Hydraulikmittelversorgung
derart anzusteuern, dass während einer Maschinenbetriebsphase, die eine oder unmittelbar
aufeinanderfolgende Umdrehungen der Nockenwelle umfasst, lediglich ein vorbestimmtes
Teilvolumen des Druckraums mit Hydraulikmittel befüllt ist und sich das Hydraulikventil
zumindest während jeder gesamten Erhebungsphase des Nockens in der geschlossenen Stellung
befindet.
[0008] Mit anderen Worten ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass für eine bestimmte Anzahl
von Arbeitsspielen der Brennkraftmaschine lediglich ein Teilvolumen des Druckraums
mit Hydraulikmittel befüllt ist und dieses Teilvolumen zumindest während der Nockenerhebungsphase
(von unvermeidbaren Leckagen abgesehen) unverändert bleibt. Eine durch gezielte Ansteuerung
des Hydraulikventils kontrollierte Absteuerung von Hydraulikmittel aus dem Druckraum
erfolgt also in keiner Phase der Nockenerhebung.
[0009] Die definierte Voreinstellung des im Druckraum befindlichen Teilvolumens an Hydraulikmittel
erfolgt durch einen gezielten Hubverlust des hydraulischen Gestänges während einer
oder mehrerer Umdrehungen der Nockenwelle vor der Maschinenbetriebsphase und bewirkt
während der Maschinenbetriebsphase, dass das Gaswechselventil bezüglich der Nockenerhebung
später öffnet und bei entsprechend reduzierter Hubhöhe früher schließt. Im Falle hochviskosen
Hydraulikmittels verbleibt der hydraulischen Ventilbremse zwischen zwei Nockenwellenumdrehungen
ein längeres Zeitintervall, in dem das Gaswechselventil sicher den Ventilsitz erreichen
kann. Die Menge des Teilvolumens ist im Hinblick auf einen erfolgreichen Ladungswechsel
so einzustellen, dass das Gaswechselventil eine minimale Hubhöhe nicht unterschreitet
und einen maximalen Schließzeitpunkt nicht überschreitet. Dies gilt auch für den Fall,
dass das Hydraulikventil in den Phasen zwischen den Nockenerhebungen geöffnet wird
und somit eine Wiederbefüllung des Druckraums mit Hydraulikmittel aus dem Druckentlastungsraum
ermöglicht.
[0010] Der Erfindung vorausgehende Versuche der Anmelderin haben demgegenüber folgendes
gezeigt: ein zyklustreues, d.h. bei jeder Nockenwellenumdrehung erfolgendes Absteuern
und Wiederbefüllen des Druckraums mit dem Ziel, den Hub und somit die Öffnungsdauer
des Gaswechselventils deutlich zu reduzieren, kann zum einen daran scheitern, dass
die hohe Viskosität des Hydraulikmittels eine ausreichend schnelle und vollständige
Wiederbefüllung des Druckraums mit Hydraulikmittel aus dem Druckentlastungsraum verhindert.
Dies gilt insbesondere dann, wenn der Druck in der Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine
(noch) unzureichend ist. Zum anderen hat das Hydraulikventil die Eigenschaft, bei
niedrigen Temperaturen nicht mehr gegen den dann hochviskosen Hydraulikmittelstrom
durch den Steuerkanal schließen zu können. Letzteres verhindert also, dass das Hydraulikventil
erst während der in Eingriff befindlichen Nockenerhebung schließt, um ein gegenüber
der Nockenerhebung späteres Öffnen und dementsprechend früheres Schließen des Gaswechselventils
zu erzeugen.
[0011] Aus den vorstehenden Erläuterungen wird deutlich, dass die Erfindung insbesondere
eine erfolgreiche Start- und initiale Warmlaufphase der kalten Brennkraftmaschine
bei sehr niedrigen Umgebungstemperaturen begünstigt (typischerweise ist auch bei -30°C
Umgebungs- und Maschinentemperatur ein erfolgreicher Startvorgang zu gewährleisten),
zumal unter solchen Bedingungen der Druckaufbau in der Hydraulikmittelversorgung der
Brennkraftmaschine besonders stark verzögert einsetzt. Wie oben erwähnt, kann ein
unzureichender Druck in der Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine eine
vollständige Wiederbefüllung des Druckraums soweit verhindern, dass während der Nockenerhebungsphase
eine kontrollierte Modifizierung oder Reduzierung des Gaswechselventilhubs durch zyklustreues
Absteuern von Hydraulikmittel aus dem Druckraum nicht möglich ist. Insbesondere ermöglicht
die Erfindung auch bei kaltem, d.h. hochviskosem Hydraulikmittel ein gegenüber der
Nockenerhebung späteres Einlassöffnen. Wie vorstehend erläutert, ist dies bei einer
herkömmlichen Ansteuerung des Hydraulikventils nicht möglich, da das Hydraulikventil
nicht oder nicht ausreichend schnell gegen hochviskosen Hydraulikmittelstrom im Steuerkanal
schließt.
[0012] Die Erfindung ist jedoch nicht nur auf ihre Anwendung bei kaltem Hydraulikmittel
beschränkt, sondern kann auch bei anderen Betriebstemperaturen der Brennkraftmaschine
zur Anwendung kommen.
[0013] Im Sinne der Erfindung kann auf eine zyklustreue Wiederbefüllung des Druckraums zwischen
den Nockenerhebungsphasen verzichtet werden, wenn die Wiederbefüllung lediglich dem
Ausgleich von unvermeidlichen Spaltleckagen aus dem Druckraum dient und die Leckagen
im Falle sehr hoher Hydraulikmittelviskosität vernachlässigbar klein sind. Insoweit
kann während der eingangs genannten Maschinenbetriebsphase auch eine Ansteuerung des
Hydraulikventils in der Weise vorgesehen sein, dass das Hydraulikventil nicht nur
während der in Eingriff befindlichen Nockenerhebungsphase, sondern während der gesamten
Maschinenbetriebsphase geschlossen bleibt.
[0014] Außerdem kann es vorgesehen sein, dass die Anzahl der Umdrehungen der Nockenwelle
während der Maschinenbetriebsphase in Abhängigkeit der zum Zeitpunkt des Startvorgangs
der Brennkraftmaschine ermittelten Hydraulikmitteltemperatur durch das elektronische
Ansteuermittel vorbestimmt ist. Parameter für diese vorbestimmte Umdrehungsanzahl
ist im wesentlichen die Temperatur des Hydraulikmittels beim Startvorgang, wobei die
parameterabhängige Umdrehungsanzahl durch Prüfstandsversuche ermittelt und in einem
Kennfeld des elektronischen Ansteuermittels als Steuergröße abgelegt werden kann.
Alternativ zu der vorbestimmten Dauer der Maschinenbetriebsphase kann es auch vorgesehen
sein, diese Dauer in Abhängigkeit von aktuellen Betriebsparametern, insbesondere der
Hydraulikmitteltemperatur einzustellen.
[0015] Ferner kann die genannte Maschinenbetriebsphase einmal oder, falls erforderlich,
auch mehrmals aufeinanderfolgend durchfahren werden. Für den sich daran anschließenden
"Normalbetrieb" der elektrohydraulischen Ventilsteuerung mit zyklustreuer Absteuerung
und Wiederbefüllung des Druckraums soll das elektronische Ansteuermittel konfiguriert
sein, das Hydraulikventil derart anzusteuern, dass während einer der Maschinenbetriebsphase
folgenden weiteren Maschinenbetriebsphase, die unmittelbar aufeinanderfolgende Umdrehungen
der Nockenwelle umfasst, der Druckraum vor jeder Erhebungsphase des Nockens zumindest
nahezu vollständig mit Hydraulikmittel wiederbefüllt ist.
[0016] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird verfahrensseitig dadurch gelöst,
dass das elektronische Ansteuermittel konfiguriert ist, das Hydraulikventil in Abhängigkeit
der betrieblichen Hydraulikmitteltemperatur oder - viskosität und/oder des betrieblichen
Drucks in der Hydraulikmittelversorgung anzusteuern, wobei folgende Verfahrensschritte
vorgesehen sind, die zeitlich aufeinanderfolgen:
- Öffnen des Hydraulikventils zu einem Zeitpunkt innerhalb der Erhebungsphase des Nockens
und Schließen des Hydraulikventils zu einem Zeitpunkt derart, dass lediglich ein vorbestimmtes
Teilvolumen des Druckraums mit Hydraulikmittel befüllt ist, und
- Halten des Hydraulikventils in der geschlossenen Stellung während einer Maschinenbetriebsphase,
die eine oder unmittelbar aufeinanderfolgende Umdrehungen der Nockenwelle umfasst,
wobei sich das Hydraulikventil zumindest während jeder gesamten Erhebungsphase des
Nockens in der geschlossenen Stellung befindet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und
aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine zeitliche Sequenz von Erhebungen des Nockens und des Gaswechselventils mit zugehörigen
Stromverläufen am Hydraulikventil;
- Figur 2
- eine zeitliche Sequenz entsprechend Figur 1, wobei sich das Hydraulikventil während
der gesamten Maschinenbetriebsphase in der geschlossenen Stellung befindet;
- Figur 3
- die Erhebung des Nockens und des Gaswechselventils während der Maschinenbetriebsphase
in vergrößerter Darstellung und
- Figur 4
- eine Prinzipdarstellung der elektrohydraulischen Ventilsteuerung.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0018] Ausgangspunkt der Beschreibung ist die in Figur 4 dargestellte Prinzipdarstellung
einer an sich bekannten elektrohydraulischen Ventilsteuerung 1. Die Ventilsteuerung
1 dient zum hubvariablen Antrieb eines in Schließrichtung durch eine Ventilfeder 2
kraftbeaufschlagten Gaswechselventils 3 einer Brennkraftmaschine 4 und umfasst als
wesentliche Bauteile einen Nocken 5 einer Nockenwelle 6, einen vom Nocken 5 hier mittels
eines Tassenstößels 7 angetriebenen ersten Hydraulikkolben 8, einen das Gaswechselventil
3 in dessen Öffnungsrichtung antreibenden zweiten Hydraulikkolben 9, einen zwischen
dem ersten Hydraulikkolben 8 und dem zweiten Hydraulikkolben 9 verlaufenden Druckraum
10 mit veränderlichem Volumen und einen Druckentlastungsraum 11, der mit dem Druckraum
10 über einen Steuerkanal 12 verbunden ist und einen federbelasteten Druckspeicher
13 umfasst. Das im Antriebssinn zwischen der Nockenwelle 6 und dem Gaswechselventil
3 angeordnete Hydrauliksystem ist an eine Hydraulikmittelversorgung 14 der Brennkraftmaschine,
hier deren Schmiermittelkreislauf angeschlossen.
[0019] Im Steuerkanal 12 ist ein elektrisch angesteuertes Hydraulikventil 15 in der Bauart
eines 2/2-Wege-Schaltventils angeordnet, das in dessen stromlos geöffneter Stellung
einen Hydraulikmittelfluss durch den Steuerkanal 12 zulässt und in dessen bestromt
geschlossener Stellung sperrt. Die elektrische Ansteuerung des Hydraulikventils 15
in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine 4 erfolgt über ein elektronisches
Ansteuermittel 16 als integrierter Bestandteil des Motorsteuergeräts.
[0020] Die an sich bekannte Funktionsweise der Ventilsteuerung 1 lässt sich dahingehend
zusammenfassen, dass das im Druckraum 10 befindliche Hydraulikmittel als hydraulisches
Gestänge wirkt, wobei die vom Nocken 5 vorgegebene Erhebung bei geschlossenem Hydraulikventil
15 auf das Gaswechselventil 3 übertragen wird und bei geöffnetem Hydraulikventil 15
teilweise oder ganz in den Druckentlastungsraum 11 abgesteuert wird. Die hydraulische
Entkopplung der Nockenerhebung und des Gaswechselventilhubs erfordert eine hydraulische
Ventilbremse 17, die das vom zweiten Hydraulikkolben 9 zurückverdrängte Hydraulikmittel
drosselt und so das schließende Gaswechselventil 3 auf eine mechanisch und akustisch
akzeptable Aufsetzgeschwindigkeit am Ventilsitz 18 abbremst.
[0021] In den Figuren 1 und 2 ist jeweils in einer zeitlichen Sequenz dargestellt, wie das
stromlos geöffnete Hydraulikventil 15 während des Startvorgangs der Brennkraftmaschine
4 bei einer Umgebungs- und Maschinentemperatur deutlich unter 0°C bei entsprechend
hochviskosem Hydraulikmittel angesteuert wird und welche Hübe 19 sich dabei am Gaswechselventil
3 relativ zur Nockenerhebung 20 einstellen. In den Diagrammen sind der Stromverlauf
21 am Hydraulikventil 15 jeweils unten und der Hub 19 des Gaswechselventils 3 bzw.
die Nockenerhebung 20 oben dargestellt.
[0022] Figur 1: im Verlauf der ersten Nockenerhebung 20 wird das bestromte Hydraulikventil
15 stromlos geschaltet, so dass bei dann geöffnetem Steuerkanal 12 ein Teil des im
Druckraum 10 befindlichen Hydraulikmittels in den Druckentlastungsraum 11 verdrängt
und dementsprechend die Nockenerhebung 20 nur teilweise auf das Gaswechselventil 3
übertragen wird. Die Zeitpunkte, zu denen die Bestromung 21 des Hydraulikventils 15
abgeschaltet und anschließend wieder angeschaltet wird, und das dementsprechende Zeitintervall,
in dem das Hydraulikventil 15 geöffnet ist und eine Wiederbefüllung des Druckraums
10 zulässt, sind so bemessen, dass zu Beginn der zweiten Nockenerhebung lediglich
ein vorbestimmtes Teilvolumen des Druckraums 10 mit Hydraulikmittel befüllt ist. Dies
führt in Verbindung mit einer geeigneten Ansteuerung des Hydraulikventils 15 dazu,
dass in der nachfolgenden Maschinenbetriebsphase die vom Nockenerhebung 20 nur teilweise
auf das Gaswechselventil 3 übertragen wird, und ist deutlich erkennbar an dem späten
Öffnungs- und frühen Schließzeitpunkt sowie dem kleineren Maximalhub 19 des Gaswechselventils
3, jeweils bezogen auf die Nockenerhebung 20. Die Dauer der Maschinenbetriebsphase
umfasst die Umdrehungen 2 bis n der Nockenwelle 6. Die Ansteuerung des Hydraulikventils
15 erfolgt in der Weise, dass zum einen das Hydraulikventil 15 während jeder gesamten
Nockenerhebungsphase 20 bestromt wird und folglich dabei durchgehend geschlossen bleibt.
Zum anderen sind die Zeitintervalle zwischen den Nockenerhebungen 20, in denen das
Hydraulikventil 15 nicht bestromt und folglich geöffnet ist, so bemessen, dass trotz
möglicher Wiederbefüllung des Druckraums 10 lediglich ein Teilvolumen mit vorbestimmter
maximaler Hydraulikmittelmenge darin enthalten ist. Wie oben erläutert, bewegt sich
der jeweils nachfolgende Gaswechselventilhub 19 in den vorgegebenen Grenzen der minimal
erforderlichen Hubhöhe h-min und des maximal zulässigen Schließzeitpunkts α-max, wie
es in Figur 3 vergrößert dargestellt ist.
[0023] Die vom elektronischen Ansteuermittel 16 vorbestimmte Anzahl der Umdrehungen der
Nockenwelle 6 während der Maschinenbetriebsphase ist abhängig von der Temperatur des
Hydraulikmittels beim Startvorgang der Brennkraftmaschine 4. Im Falle der von der
Anmelderin untersuchten Prüfstands-Hardware wurden bei einer Hydraulikmitteltemperatur
von -20°C 40 Umdrehungen und von-30°C 120 Umdrehungen als optimal ermittelt.
[0024] Nach Abschluss der initialen Warmlaufphase der Brennkraftmaschine 4, d.h. nach der
Maschinenbetriebsphase mit den Nockenerhebungen 2 bis n wird das Hydraulikventil 15
zwischen der n-ten und n+1-ten Nockenerhebung 20 so bestromt, dass der Druckraum 10
vollständig mit Hydraulikmittel wiederbefüllt werden kann. Das elektronische Ansteuermittel
16 ist so konfiguriert, dass dies auch für alle weiteren Umdrehungen der Nockenwelle
6 während der nachfolgenden weitere Maschinenbetriebsphase gilt, die mit der n+1-ten
Nockenerhebung 20 beginnt und in der das Hydraulikventil 15 auch während der Nockenerhebungsphase
20 geschlossen und geöffnet wird, um in bekannter Weise die Hubvariabilität am Gaswechselventil
3 zu erzeugen.
[0025] Figur 2: der wesentliche Unterschied gegenüber der Sequenz gemäß Figur 1 besteht
in der Ansteuerung des Hydraulikventils 15 während der Maschinenbetriebsphase mit
den Umdrehungen 2 bis n der Nockenwelle 6. In diesem Fall wird auf die Möglichkeit
einer zyklustreuen Teilwiederbefüllung des Druckraums 10 zwischen den Nockenerhebungsphasen
20 verzichtet, indem das Hydraulikventil 15 während der gesamten Maschinenbetriebsphase
bestromt wird (Stromverlauf 21 bei Umdrehungen 2 bis n der Nockenwelle 6) und folglich
permanent geschlossen bleibt. Dies ist dann zweckmäßig, wenn eine Wiederbefüllung
des Druckraums 10 lediglich dem Ausgleich von unvermeidlichen Spaltleckagen aus dem
Druckraum 10 dient und die Leckagen im Falle sehr hoher Hydraulikmittelviskosität
vernachlässigbar klein sind.
Liste der Bezugszahlen
[0026]
- 1
- Ventilsteuerung
- 2
- Ventilfeder
- 3
- Gaswechselventil
- 4
- Brennkraftmaschine
- 5
- Nocken
- 6
- Nockenwelle
- 7
- Tassenstößel
- 8
- erster Hydraulikkolben
- 9
- zweiter Hydraulikkolben
- 10
- Druckraum
- 11
- Druckentlastungsraum
- 12
- Steuerkanal
- 13
- Druckspeicher
- 14
- Hydraulikmittelversorgung
- 15
- Hydraulikventil
- 16
- elektronisches Ansteuermittel
- 17
- hydraulische Ventilbremse
- 18
- Ventilsitz
- 19
- Gaswechselventilhub
- 20
- Nockenerhebung
- 21
- Stromverlauf am Hydraulikventil
1. Brennkraftmaschine mit elektrohydraulischer Ventilsteuerung (1) zum hubvariablen Antrieb
eines in Schließrichtung federkraftbeaufschlagten Gaswechselventils (3), umfassend
eine Nockenwelle (6) und ein im Antriebssinn zwischen der Nockenwelle (6) und dem
Gaswechselventil (3) angeordnetes Hydrauliksystem, das an eine Hydraulikmittelversorgung
(14) der Brennkraftmaschine (4) angeschlossen ist und folgendes aufweist:
- einen von einem Nocken (5) der Nockenwelle (6) angetriebenen ersten Hydraulikkolben
(8) und einen das Gaswechselventil (3) in Öffnungsrichtung antreibenden zweiten Hydraulikkolben
(9),
- einen von dem ersten Hydraulikkolben (8) und dem zweiten Hydraulikkolben (9) begrenzten
Druckraum (10) mit veränderlichem Volumen und einen den Druckraum (10) mit einem Druckentlastungsraum
(11) verbindenden Steuerkanal (12),
- ein im Steuerkanal (12) angeordnetes, elektrisch angesteuertes Hydraulikventil (15),
das einen Hydraulikmittelfluss durch den Steuerkanal (12) in geöffneter Stellung des
Hydraulikventils (15) zulässt und in geschlossener Stellung des Hydraulikventils (15)
sperrt,
und umfassend ein elektronisches Ansteuermittel (16) zur Ansteuerung des Hydraulikventils
(15) in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (4),
dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Ansteuermittel (16) konfiguriert ist, das Hydraulikventil (15)
in Abhängigkeit der betrieblichen Hydraulikmitteltemperatur oder -viskosität und/oder
des betrieblichen Drucks in der Hydraulikmittelversorgung (14) derart anzusteuern,
dass während einer Maschinenbetriebsphase, die eine oder unmittelbar aufeinanderfolgende
Umdrehungen der Nockenwelle (6) umfasst, lediglich ein vorbestimmtes Teilvolumen des
Druckraums (10) mit Hydraulikmittel befüllt ist und sich das Hydraulikventil (15)
zumindest während jeder gesamten Erhebungsphase (20) des Nockens (5) in der geschlossenen
Stellung befindet.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Hydraulikventil (15) während der gesamten Maschinenbetriebsphase in der
geschlossenen Stellung befindet.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Maschinenbetriebsphase einen Startvorgang der Brennkraftmaschine (4) umfasst.
4. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkraftmaschine (4) zum Zeitpunkt des Startvorgangs Umgebungstemperatur aufweist.
5. Brennkraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Umdrehungen der Nockenwelle (6) während der Maschinenbetriebsphase
in Abhängigkeit der zum Zeitpunkt des Startvorgangs der Brennkraftmaschine (4) ermittelten
Hydraulikmitteltemperatur durch das elektronische Ansteuermittel (16) vorbestimmt
ist.
6. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Ansteuermittel (16) konfiguriert ist, das Hydraulikventil (15)
derart anzusteuern, dass während einer der Maschinenbetriebsphase folgenden weiteren
Maschinenbetriebsphase, die unmittelbar aufeinanderfolgende Umdrehungen der Nockenwelle
(6) umfasst, der Druckraum (10) vor jeder Erhebungsphase (20) des Nockens (5) zumindest
nahezu vollständig mit Hydraulikmittel wiederbefüllt ist.
7. Verfahren zum Betrieb einer Brennkraftmaschine mit elektrohydraulischer Ventilsteuerung
(1) zum hubvariablen Antrieb eines in Schließrichtung federkraftbeaufschlagten Gaswechselventils
(3), umfassend eine Nockenwelle (6) und ein im Antriebssinn zwischen der Nockenwelle
(6) und dem Gaswechselventil (3) angeordnetes Hydrauliksystem, das an eine Hydraulikmittelversorgung
(14) der Brennkraftmaschine (4) angeschlossen ist und folgendes aufweist:
- einen von einem Nocken (5) der Nockenwelle (6) angetriebenen ersten Hydraulikkolben
(8) und einen das Gaswechselventil (3) in Öffnungsrichtung antreibenden zweiten Hydraulikkolben
(9),
- einen von dem ersten Hydraulikkolben (8) und dem zweiten Hydraulikkolben (9) begrenzten
Druckraum (10) mit veränderlichem Volumen und einen den Druckraum (10) mit einem Druckentlastungsraum
(11) verbindenden Steuerkanal (12),
- ein im Steuerkanal (12) angeordnetes, elektrisch angesteuertes Hydraulikventil (15),
das einen Hydraulikmittelfluss durch den Steuerkanal (12) in geöffneter Stellung des
Hydraulikventils (15) zulässt und in geschlossener Stellung des Hydraulikventils (15)
sperrt,
und umfassend ein elektronisches Ansteuermittel (16) zur Ansteuerung des Hydraulikventils
(15) in Abhängigkeit von Betriebsparametern der Brennkraftmaschine (4), dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Ansteuermittel (16) konfiguriert ist, das Hydraulikventil (15)
in Abhängigkeit der betrieblichen Hydraulikmitteltemperatur oder -viskosität und/oder
des betrieblichen Drucks in der Hydraulikmittelversorgung (14) anzusteuern, wobei
folgende Verfahrensschritte vorgesehen sind, die zeitlich aufeinanderfolgen:
- Öffnen des Hydraulikventils (15) zu einem Zeitpunkt innerhalb der Erhebungsphase
(20) des Nockens (5) und Schließen des Hydraulikventils (15) zu einem Zeitpunkt derart,
dass lediglich ein vorbestimmtes Teilvolumen des Druckraums (10) mit Hydraulikmittel
befüllt ist, und
- Halten des Hydraulikventils (15) in der geschlossenen Stellung während einer Maschinenbetriebsphase,
die eine oder unmittelbar aufeinanderfolgende Umdrehungen der Nockenwelle (6) umfasst,
wobei sich das Hydraulikventil (15) zumindest während jeder gesamten Erhebungsphase
(20) des Nockens (5) in der geschlossenen Stellung befindet.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass während einer der Maschinenbetriebsphase folgenden weiteren Maschinenbetriebsphase,
die unmittelbar aufeinanderfolgende Umdrehungen der Nockenwelle (6) umfasst, das Hydraulikventil
(15) so angesteuert wird, dass der Druckraum (10) vor jeder Erhebungsphase (20) des
Nockens (5) zumindest nahezu vollständig mit Hydraulikmittel wiederbefüllt wird.
1. Internal combustion engine having electrohydraulic valve control (1) for the variable-stroke
drive of a gas exchange valve (3) loaded with spring force in the closing direction,
comprising a camshaft (6) and a hydraulic system which is arranged in the driving
direction between the camshaft (6) and the gas exchange valve (3) and which is connected
to a hydraulic medium supply (14) of the internal combustion engine (4) and has the
following:
- a first hydraulic piston (8), driven by a cam (5) of the camshaft (6), and a second
hydraulic piston (9), driving the gas exchange valve (3) in the opening direction,
- a pressure space (10), delimited by the first hydraulic piston (8) and the second
hydraulic piston (9) and having a variable volume, and a control duct (12) connecting
the pressure space (10) to a pressure relief space (11),
- an electrically activated hydraulic valve (15) which is arranged in the control
duct (12) and which permits a hydraulic medium flow through the control duct (12)
in the open position of the hydraulic valve (15) and shuts off the said hydraulic
medium flow in the closed position of the hydraulic valve (15),
and comprising an electronic activation means (16) for activating the hydraulic valve
(15) as a function of operating parameters of the internal combustion engine (4),
characterize in that the electronic activation means (16) is configured to activate
the hydraulic valve (15) as a function of the operational hydraulic medium temperature
or viscosity and/or of the operational pressure in the hydraulic medium supply (14),
in such a way that, during an engine operating phase which comprises one revolution
or immediately succeeding revolutions of the camshaft (6), only a predetermined part-volume
of the pressure space (10) is filled with hydraulic medium and, at least during each
entire elevation phase (20) of the cam (5), the hydraulic valve (15) is in the closed
position.
2. Internal combustion engine according to Claim 1, characterised in that the hydraulic valve (15) is in the closed position during the entire engine operating
phase.
3. Internal combustion engine according to Claim 1, characterized in that the machine operating phase comprises a starting operation of the internal combustion
engine (4).
4. Internal combustion engine according to Claim 3, characterized in that the internal combustion engine (4) has ambient temperature at the time of the starting
operation.
5. Internal combustion engine according to Claim 3, characterize in that the number of
revolutions of the camshaft (6) during the engine operating phase is predetermined
by the electronic activation means (16) as a function of the hydraulic medium temperature
ascertained at the time of the starting operation of the internal combustion engine
(4).
6. Internal combustion engine according to Claim 1, characterized in that the electronic activation means (16) is configured to activate the hydraulic valve
(15) in such a way that, during a further engine operating phase which follows the
engine operating phase and which comprises immediately succeeding revolutions of the
camshaft (6), the pressure space (10) is refilled at least almost completely with
hydraulic medium before each elevation phase (20) of the cam (5).
7. Method for operating an internal combustion engine having electrohydraulic valve control
(1) for the variable-stroke drive of a gas exchange valve (3) loaded with spring force
in the closing direction, comprising a camshaft (6) and a hydraulic system which is
arranged in the driving direction between the camshaft (6) and the gas exchange valve
(3) and which is connected to a hydraulic medium supply (14) of the internal combustion
engine (4) and has the following:
- a first hydraulic piston (8), driven by a cam (5) of the camshaft (6), and a second
hydraulic piston (9), driving the gas exchange valve (3) in the opening direction,
- a pressure space (10), delimited by the first hydraulic piston (8) and the second
hydraulic piston (9) and having a variable volume, and a control duct (12) connecting
the pressure space (10) to a pressure relief space (11),
- an electrically activated hydraulic valve (15) which is arranged in the control
duct (12) and which permits a hydraulic medium flow through the control duct (12)
in the open position of the hydraulic valve (15) and shuts off the said hydraulic
medium flow in the closed position of the hydraulic valve (15),
and comprising an electronic activation means (16) for activating the hydraulic valve
(15) as a function of operating parameters of the internal combustion engine (4),
characterized in that the electronic activation means (16) is configured to activate the hydraulic valve
(15) as a function of the operational hydraulic medium temperature or viscosity and/or
of the operational pressure in the hydraulic medium supply (14), the following method
steps being provided, which succeed one another in time:
- opening of the hydraulic valve (15) at a time point within the elevation phase (20)
of the cam (5) and closing of the hydraulic valve (15) at a time point such that only
a predetermined part-volume of the pressure space (10) is filled with hydraulic medium,
and
- holding of the hydraulic valve (15) in the closed position during an engine operating
phase which comprises one revolution or immediately succeeding revolutions of the
camshaft (6), the hydraulic valve (15) being in the closed position at least during
each entire elevation phase (20) of the cam (5).
8. Method according to Claim 7, characterized in that, during a further engine operating phase which follows the engine operating phase
and which comprises immediately succeeding revolutions of the camshaft (6), the hydraulic
valve (15) is activated such that the pressure space (10) is refilled at least almost
completely with hydraulic medium before each elevation phase (20) of the cam (5).
1. Moteur à combustion interne doté d'une commande de soupape (1) électrohydraulique
servant à l'entraînement à course variable d'une soupape d'échange de gaz (3) alimentée
par effort de ressort dans la direction de fermeture, comprenant un arbre à cames
(6) et un système hydraulique disposé dans le sens d'entraînement entre l'arbre à
cames (6) et la soupape d'échange de gaz (3), raccordé à une alimentation en moyen
hydraulique (14) du moteur à combustion interne (4) et comportant les éléments suivants
:
- un premier piston hydraulique (8) entraîné par une came (5) de l'arbre à cames (6)
et un deuxième piston hydraulique (9) entraînant la soupape d'échange de gaz (3) dans
la direction d'ouverture ;
- une chambre de pression (10) à volume variable délimitée par le premier piston hydraulique
(8) et le deuxième piston hydraulique (9) et un canal de commande (12) reliant la
chambre de pression (10) à une chambre de décharge de pression (11) ;
- une soupape hydraulique (15) disposée dans le canal de commande (12), commandée
électriquement, admettant un flux de moyen hydraulique à travers le canal de commande
(12) dans la position ouverte de la soupape hydraulique (15) et le bloquant dans la
position fermée de la soupape hydraulique (15) ;
et comprenant un moyen de commande électronique (16) servant à exciter la soupape
hydraulique (15) en fonction de paramètres de fonctionnement du moteur à combustion
interne (4),
caractérisé en ce que le moyen de commande électronique (16) est configuré pour commander la soupape hydraulique
(15) en fonction de la température ou viscosité du moyen hydraulique en fonctionnement
et/ou de la pression en fonctionnement régnant dans l'alimentation en moyen hydraulique
(14), de telle sorte que pendant une phase de fonctionnement de la machine comprenant
une rotation ou des rotations immédiatement successives de l'arbre à cames (6), seul
un volume partiel prédéfini de la chambre de pression (10) est rempli en moyen hydraulique
et que la soupape hydraulique (15) se trouve dans la position fermée au moins pendant
l'ensemble de chaque phase de soulèvement (20) de la came (5).
2. Moteur à combustion interne selon la revendication 1, caractérisé en ce que la soupape hydraulique (15) se trouve dans la position fermée pendant l'ensemble
de la phase de fonctionnement de la machine.
3. Moteur à combustion interne selon la revendication 1, caractérisé en ce que la phase de fonctionnement de la machine comprend un processus de démarrage du moteur
à combustion interne (4).
4. Moteur à combustion interne selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moteur à combustion interne (4) présente une température ambiante à l'instant
du processus de démarrage.
5. Moteur à combustion interne selon la revendication 3, caractérisé en ce que le nombre de rotations de l'arbre à cames (6) pendant la phase de fonctionnement
de la machine est prédéfinie par le moyen de commande électronique (16) en fonction
de la température de moyen hydraulique déterminée à l'instant du processus de démarrage
du moteur à combustion interne (4).
6. Moteur à combustion interne selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de commande électronique (16) est configuré pour exciter la soupape hydraulique
(15) de telle sorte que pendant une phase de fonctionnement de la machine supplémentaire
suivant la phase de fonctionnement de la machine et comprenant les rotations directement
successives de l'arbre à cames (6), la chambre de pression (10) est au moins presque
entièrement re-remplie en moyen hydraulique avant chaque phase de soulèvement (20)
de la came (5).
7. Procédé pour le fonctionnement d'un moteur à combustion interne doté d'une commande
de soupape (1) électrohydraulique servant à l'entraînement à course variable d'une
soupape d'échange de gaz (3) alimentée par effort de ressort dans la direction de
fermeture, comprenant un arbre à cames (6) et un système hydraulique disposé dans
le sens d'entraînement entre l'arbre à cames (6) et la soupape d'échange de gaz (3),
raccordé à une alimentation en moyen hydraulique (14) du moteur à combustion interne
(4) et comportant les éléments suivants :
- un premier piston hydraulique (8) entraîné par une came (5) de l'arbre à cames (6)
et un deuxième piston hydraulique (9) entraînant la soupape d'échange de gaz (3) dans
la direction d'ouverture ;
- une chambre de pression (10) à volume variable délimitée par le premier piston hydraulique
(8) et le deuxième piston hydraulique (9) et un canal de commande (12) reliant la
chambre de pression (10) à une chambre de décharge de pression (11) ;
- une soupape hydraulique (15) disposée dans le canal de commande (12), commandée
électriquement, admettant un flux de moyen hydraulique à travers le canal de commande
(12) dans la position ouverte de la soupape hydraulique (15) et le bloquant dans la
position fermée de la soupape hydraulique (15) ;
et comprenant un moyen de commande électronique (16) servant à exciter la soupape
hydraulique (15) en fonction de paramètres de fonctionnement du moteur à combustion
interne (4), caractérisé en ce que le moyen de commande électronique (16) est configuré pour commander la soupape hydraulique
(15) en fonction de la température ou viscosité du moyen hydraulique en fonctionnement
et/ou de la pression en fonctionnement régnant dans l'alimentation en moyen hydraulique
(14), les étapes de procédé suivantes étant prévues dans l'ordre suivant :
- ouverture de la soupape hydraulique (15) à un certain moment pendant la phase de
soulèvement (20) de la came (5) et fermeture de la soupape hydraulique (15) à un certain
moment de telle sorte que seul un volume partiel prédéfini de la chambre de pression
(10) est rempli en moyen hydraulique ; et
- maintien de la soupape hydraulique (15) dans la position fermée pendant une phase
de fonctionnement de la machine comprenant une rotation ou des rotations immédiatement
successives de l'arbre à cames (6), la soupape hydraulique (15) se trouvant dans la
position fermée au moins pendant l'ensemble de chaque phase de soulèvement (20) de
la came (5).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que pendant une phase de fonctionnement de la machine supplémentaire suivant la phase
de fonctionnement de la machine commandant les rotations immédiatement successives
de l'arbre à cames (6), la soupape hydraulique (15) est excitée de telle sorte que
la chambre de pression (10) est au moins presque entièrement re-remplie en moyen hydraulique
avant chaque phase de soulèvement (20) de la came (5).