[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Nullkraftsteckverbinder mit einem Kontaktträger,
welcher Aufnahmen für mehrere Hülsenkontakte aufweist, wobei die Hülsenkontakte jeweils
einen Kontaktlamellen ausbildenden Grundkörper und eine gegenüber dem Grundkörper
verschiebliche Spannhülse aufweisen, und mit einem Aggregateanschluß, der die Hülsenkontakte
kontaktierende Kontaktstifte aufweist, und mit einem Gehäuseteil, das in wenigstens
zwei Stellungen an dem Kontaktträger positionierbar ist, wobei der Aggregateanschluß
beim Zusammenfügen mit dem Kontaktträger eine Verschiebesicherung zwischen dem Gehäuseteil
und dem Kontaktträger löst, und wobei durch eine Verschiebung des Gehäuseteils gegen
den Kontaktträger zugleich die Spannhülsen entlang des Grundkörpers der Hülsenkontakte
verschoben werden und die Spannhülsen die Kontaktlamellen an die Kontaktstifte des
Aggregateanschlusses anpressen, wobei der Kontaktträger einen zweiarmigen Hebel lagert
und wobei die Verschiebung des Gehäuseteils einen ersten Hebelarm des Hebels formschlüssig
mit dem Aggregateanschluß verbindet.
[0002] Ein derartiger elektrischer Nullkraftsteckverbinder ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2005 040 952 A1 bekannt. Dieser Nullkraftsteckverbinder weist zwei Gehäuseteile auf, in diesem Dokument
als Umgehäuse und Fixiergehäuse bezeichnet, die zueinander zwei Raststellungen einnehmen
können. Befinden sich die Gehäuseteile in einer ersten Raststellung relativ zueinander,
so halten die mit dem Umgehäuse verbundenen Spannhülsen die Hülsenkontakte geöffnet,
so dass die Kontaktstifte eines Gegensteckverbinders, der als Aggregateanschlusses
bezeichnet ist, kraftfrei mit den Hülsenkontakten verbunden werden können. Das Anfügen
des Aggregateanschlusses löst die Fixierung der Rastverbindung zwischen den Gehäuseteilen
und bringt die Gehäuseteile zueinander in eine zweite Raststellung, in der die Spannhülsen
Kontaktlamellen der Hülsenkontakte an die Kontaktstifte des Aggregateanschlusses anpressen.
[0003] Dieser Verrastungsmechanismus bewirkt, dass die Kontaktelemente kraftfrei eingesetzt
werden können, wobei die Kontaktkraft zwischen den Kontaktlamellen der Hülsenkontakte
und den Kontaktstiften erst in der letzten Phase des Zusammenfügens der Steckverbinderteile
erzeugt wird. Damit sich mechanische Belastungen nicht auf die miteinander verbundenen
Kontaktelemente übertragen oder die Verbindungen der Kontaktelemente sogar auftrennen
können, ist an einer äußeren Wand des Umgehäuses eine federnde Rastwippe angeformt.
Beim Anfügen an den Aggregateanschluß rastet ein Federarm der Rastwippe an einer Rastnase
am Aggregateanschluß ein und verbindet damit beide Steckverbinderteile formschlüssig
miteinander. Das Öffnen dieser Rastverbindung zum bedarfsweisen Trennen der beiden
Steckverbinderteile kann durch Druckausübung auf den freien Federarm der Rastwippe
bewirkt werden.
[0004] Beim Anfügen des vorbekannten Steckverbinderteils an den Aggregateanschluß entstehen
durch das Verrasten von Umgehäuse und Fixiergehäuse einerseits und durch das Verrasten
der Rastwippe vom Umgehäuse am Aggregateanschluß andererseits zwei akustisch oder
sogar haptisch wahrnehmbare Rastgeräusche, die bei korrekter Steckung in kurzem zeitlichen
Abstand aufeinander folgen.
[0005] Da bei konventionellen Steckverbindern im Regelfall nur ein Rastgeräusch entsteht,
kann eine die Steckverbindung zusammenfügende Person fälschlicherweise davon ausgehen,
dass die Steckverbindung korrekt montiert worden ist, wenn ein Rastgeräusch erkennbar
war. Besteht keine formschlüssige mechanische Arretierung zwischen den Steckverbinderteilen,
so kann dies bei mechanischen Einwirkungen auf die Steckverbindung zu Fehlfunktionen
und besonders bei sicherheitskritischen Anwendungen sogar zu Gefährdungen führen.
[0006] Es stellte sich die Aufgabe, einen Steckverbinder zu schaffen, dessen Aufbau diese
Fehlermöglichkeiten ausschließt.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Verschiebung des Gehäuseteils
zunächst den Abschnitt des ersten Hebelarms verschiebt und dadurch in dem zweiten
Hebelarm der an dem Gehäuseteil anliegt, eine Federspannung aufbaut, und dass der
zweite Hebelarm mit einem Rastgeräusch am oder hinter dem Gehäuseteil einrastet wenn
das Gehäuseteil eine Endstellung erreicht.
[0008] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass während des Steckvorgangs das Aufbringen
der Kontaktnormalkraft und die Fixierung der Steckverbinderteile aneinander nacheinander
erfolgen, wobei eine akustisch oder haptisch wahrnehmbare Rückmeldung als Signal für
die ordnungsgemäße Montage erst nach Abschluss des zweiten Vorgangs erfolgt.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen
- Figur 1
- Bestandteile eines Steckverbinderteils in einer Explosionsansicht,
- Figuren 2 bis 5
- verschiedene Montagephasen beim Anfügen des Steckverbinderteils an einen Aggregateanschluß
in jeweils einer Schnittdarstellung.
[0010] Die Figur 1 zeigt einen Kontaktträger 1, der mehrere Hülsenkontakte 2 aufnehmen und
in Aufnahmekammern 20 haltern kann. Die vorderen
[0011] Abschnitte der Hülsenkontakte 2 erstrecken sich dabei bis an ein an den Kontaktträger
1 anfügbares Abdeckelement 15.
[0012] Die Hülsenkontakte 2 bestehen jeweils aus einem Grundkörper 16, der über eine Crimpverbindung
17 mit einer elektrischen Anschlussleitung 18 verbunden ist. Die Anschlussleitung
18 ist jeweils mit einem Dichtgummi 19 umgeben, die, nach Einsetzen des Hülsenkontakts
2 in eine Aufnahmekammer 20 des Kontaktträgers 1, die jeweilige Aufnahmekammer 20
gegen das Eindringen von Feuchtigkeit abdichtet.
[0013] Jeder Hülsenkontakt 2 weist eine am Grundkörper 16 verschiebbar angeordnete Spannhülse
21 auf, die in einer Verschiebeposition Kontaktlamellen aufeinander zu bewegt. Sind
in den Grundkörper 16 Kontaktstifte eines, in der Figur 1 nicht dargestellten, Aggregateanschlusses
eingefügt, so werden die Kontaktlamellen in dieser Verschiebeposition gegen die Kontaktstifte
gepresst, wodurch eine sichere elektrische Kontaktierung hergestellt ist. Befindet
sich die Spannhülse 21 dagegen in der entgegengesetzten Verschiebeposition, so wirkt
keine Kontaktkraft auf die Kontaktstifte, so dass diese kraftfrei in die Grundkörper
16 der Hülsenkontakte 2 eingeschoben oder aus diesen entfernt werden können.
[0014] Bei einem montierten Steckverbinderteil sind die Spannhülsen 21 mit einem Gehäuseteil
5 verbunden und werden durch eine Verschiebung des Gehäuseteil 5 gegen den Kontaktträger
1 mitbewegt und betätigt. Das Gehäuseteil 5 besitzt die Form einer Hülse, die den
Kontaktträger 1 umgibt und die am Kontaktträger 1 in Richtung dessen Längsachse verschiebbar
ist.
[0015] Innerhalb des Kontaktträgers 1 ist ein Hebel 7 an einer Lagerstelle 22 verschwenkbar
angeordnet. Der Hebel 7 ist als ein Kunststoffstreifen ausgeführt, der an einem Endabschnitt
einen angeformten Rasthaken 13 und am gegenüberliegenden Endabschnitt ein angeformtes
Rastelement 24 aufweist. In einem mittleren Abschnitt besitzt der Hebel 7 senkrecht
zur seiner Längsachse angeformte Achsstummel 14, die in eine Aufnahme an der Lagerstelle
22 am Kontaktträger 1 einsetzbar sind. Hierdurch bildet der Hebel 7 einen im physikalischen
Sinne zweiarmigen Hebel aus. Ein gegen das Gehäuseteil 5 verschiebbarer Riegel 11
ermöglicht in wenigstens einer Hebelstellung bei korrekt verrastetem Gehäuse eine
Arretierung des Hebels 7.
[0016] Die Figuren 2 bis 5 verdeutlichen in jeweils einer Querschnittsansicht verschiedene
Montagephasen beim Anfügen des Steckverbinderteils an einen mehrere Kontaktstifte
4 aufweisenden Aggregateanschluß 3.
[0017] Die Figur 2 zeigt den Beginn des Steckvorgangs, bei dem die Kontaktstifte 4 des Aggregateanschlusses
3 erst teilweise in die Hülsenkontakte 2 eingeschoben sind. Erkennbar ist ein Zwischenraum
25 zwischen der Unterseite des Abdeckelements 15 und der Grundfläche des Aggregateanschlusses
3, woran ersichtlich ist, dass die Steckverbinderteile noch nicht vollständig verbunden
sind.
[0018] Das Einfügen der Kontaktstifte 4 in die Hülsenkontakte 2 erfolgt kraftfrei, da sich
das mit den Spannhülsen verbundene Gehäuseteil 5 relativ zum Kontaktträger 1 in einer
Position befindet, in der die Spannhülsen die Hülsenkontakte 2 zum Einschieben der
Kontaktstifte 4 offen halten. Diese Positionierung wird durch eine Verschiebesicherung
6 festgelegt, welche in dieser Montagephase eine Verschiebung des Gehäuseteils 5 gegen
den Kontaktträger 1 verhindert.
[0019] Durch einen Punkt angedeutet ist die Lage der Drehachse 29 des zweiarmigen Hebels
7, entsprechend einem Schnitt durch eine gedachten Längsachse durch die in der Figur
1 dargestellten beiden Achsstummel 14.
[0020] Der am Hebel 7 angeformte Rasthaken 13 befindet sich in dieser Fügephase etwa auf
der Höhe eines am Aggregateanschluß 3 angeformten ersten Vorsprungs 12. Dem ersten
Vorsprung 12 gegenüberliegend weist der Aggregateanschluß 3 einen angeformten zweiten
Vorsprung 23 auf, der in dieser Fügephase in eine Einbuchtung eines abgewinkelten
Wandabschnitts 26 des Gehäuseteils 5 hineinragt, welcher einen Teil der Verschiebesicherung
6 ausbildet.
[0021] In der nächsten Fügephase, welche die Figur 3 darstellt, hat die Unterseite des Abdeckelements
15 die Grundfläche des Aggregateanschlusses 3 erreicht und das Einschieben der Kontaktstifte
4 in die Hülsenkontakte 2 ist abgeschlossen.
[0022] Der Rasthaken 13 des Hebels 7 liegt nun unterhalb des ersten Vorsprungs 12 des Aggregateanschlusses
3, rastet jedoch nicht an diesem ein, da keine Betätigungskraft verschiebend auf einen
der Hebelarme (8, 9) des Hebels 7 einwirkt und der Hebel 7 auch nicht federnd vorgespannt
ist. Zugleich trifft der abgewinkelten Wandabschnitt 26 auf den zweiten Vorsprung
23 des Aggregateanschlusses 3, wodurch die die Verschiebesicherung 6, d. h. die formschlüssige
Verbindung zwischen dem Gehäuseteil 5 und dem Kontaktträger 1, gelöst wird. Hierdurch
ist nun das Gehäuseteil 5 gegen den Kontaktträger 1 verschiebbar.
Beim Verschieben des Gehäuseteils 5 gegen den Kontaktträger 1 werden die mit dem Gehäuseteil
5 verbundenen Spannhülsen gegen die mit dem Kontaktträger 1 verbundenen Grundkörper
verschoben (in den Figuren nicht dargestellt), so dass von den Hülsenkontakten 2 eine
Kontaktkraft auf die Kontaktstifte 4 einwirkt und so eine vollständige elektrische
Verbindung hergestellt ist. Wie aus der Figur 4 hervorgeht, ist nach bei der Verschiebung
des Gehäuseteils 5 gegen den Kontaktträger 1 ein zum Gehäuseteil 5 gehörender zungenförmiger
Abschnitt 27 in Richtung auf den Aggregateanschluß 3 verschoben, welcher dadurch auf
einen hinteren Teil 28 des Rasthakens 13 trifft, dabei den vorderen Teil des Rasthakens
13 unter den ersten Vorsprung 12 drückt und dadurch den Hebel 7 in eine formschlüssige
Verbindung mit dem Aggregateanschluß 3 bringt. In dieser Position ist der Rasthaken
13 von dem Aggregateanschluß 3 und dem zungenförmiger Abschnitt 27 beidseitig eingefasst
und blockiert.
[0023] Durch die seitliche Verschiebung des Rasthakens 13 durch den zungenförmigen Abschnitt
27 des Gehäuseteils 5 wird der erste Hebelarm 8 des Hebels 7 um seine Drehachse 29
gedreht. Allerdings wird dabei die Verschiebung des zweiten Hebelarms 9 durch den
oberen Teil des zungenförmigen Abschnitt 27 blockiert, so dass sich in dem Hebel 7
eine Federspannung aufbaut. Bei der weiteren senkrecht nach unten verlaufenden Bewegung
des zungenförmigen Abschnitts 27 wird der zweite Hebelarm 9 schließlich freigegeben
und rastet, aufgrund seiner Federspannung, mit einem angeformten Rastelement 24 formschlüssig
hinter einer Kante 31 des zungenförmigen Abschnitts 27 ein und arretiert damit das
Gehäuseteil 5, wobei ein akustisch deutlich wahrnehmbares Rastgeräusch und eine haptisch
wahrnehmbare Erschütterung des Gehäuseteils 5 entsteht.
[0024] Anschließend kann der zweite Hebelarm 9 noch durch den gegen das Gehäuseteil 5 verschiebbaren
Riegel 11 in der erreichten Position gesichert werden. Die so vollständig miteinander
verbundenen Steckverbinderteile zeigt die Figur 5.
[0025] Der einzige beim Zusammenfügen der Steckverbinderteile unter einer Federkraft auftretende,
und damit akustisch und haptisch wahrnehmbare Rastvorgang tritt somit erst zum Abschluss
aller relevanten Fügevorgänge (bis auf das Verschieben des Riegels 11, dessen Position
aber auf optischem Wege kontrolliert werden kann) auf und setzt einen korrekten Ablauf
der vorherigen Montageschritte voraus. Zur Erzeugung einer Federspannung in den Hebelarmen
(8, 9) ist nämlich eine Verschiebung des Gehäuseteils 5 gegen den Kontaktträger 1
erforderlich, welche nur erfolgen kann, wenn die Verschiebesicherung 6 gelöst ist,
was wiederum voraussetzt, dass der Kontaktträger 1 seine Endstellung am Aggregateanschluß
3 erreicht hat, wodurch wiederum die korrekte elektrische Kontaktgabe zwischen dem
Hülsenkontakten 2 und den Kontaktstiften 4 sichergestellt ist. Das Auftreten des einzigen
Rastgeräusch kann daher als Bestätigungssignal für eine korrekt und vollständig montierte
Steckverbindung genutzt werden.
[0026] Die durch den Hebel 7 hergestellte formschlüssige Verbindung zwischen dem Aggregateanschluß
3 und dem Kontaktträger 1 ist selbsthemmend ausgebildet. Durch den zungenförmigen
Abschnitt 27 wird der Rasthaken 13 am ersten Hebelarm 8 des Hebels 7 unter den Vorsprung
12 am Aggregateanschluß 3 gedrückt. Diese Verbindung kann nicht ohne weiteres durch
Verschieben des Gehäuseteils 5 gelöst werden, da eine Verschiebung des zungenförmigen
Abschnitts 27 durch den zweiten Hebelarm 9 des Hebels 7 blockiert wird.
[0027] Um dennoch eine bedarfsweise Trennung der Steckverbinderteile zu ermöglichen, ohne
dass hierzu Eingriffe mit einem Werkzeug erforderlich werden, ist es vorteilhaft eine
Betätigungslasche 10 vorzusehen, durch die eine Trennung der verbundenen Steckverbinderteile
auf besonders einfache Weise eingeleitet werden kann.
[0028] Die Betätigungslasche 10 ist als ein zum zungenförmigen Abschnitt 27 paralleler beweglicher
Streifen ausgebildet, der mit einem Endabschnitt an dem zungenförmigen Abschnitt 27
angeformt ist und der mit dem anderen Endabschnitt einen Betätigungsknopf 30 ausbildet.
Der Betätigungsknopf 30 ist derart geformt und angeordnet, dass er an dem hinter dem
zungenförmigen Abschnitt 27 eingerasteten Abschnitt des Hebels 7 anliegt. Wird eine
Druckbetätigung auf den Betätigungsknopf 30 ausgeübt, so schiebt seine rückwärtige
Fläche den eingerasteten zweiten Hebelarm 9 von der Kante 31 des zungenförmigen Abschnitts
27 weg, wodurch die Arretierung des zungenförmigen Abschnitts 27 frei wird. Zugleich
wird durch eine Verschwenkung des zungenförmigen Abschnitts 27 der Rasthaken 13 entlastet.
Durch die Druckeinwirkung auf den zweiten Hebelarm 9 wird über die Drehachse 29 eine
Drehbewegung auf den ersten Hebelarm 8 übertragen, durch die der Rasthaken 13 von
dem ersten Vorsprung 12 des Aggregateanschlusses 3 wegbewegt wird. Damit ist auch
die formschlüssige Verbindung zwischen dem Rasthaken 13 und dem Aggregateanschluß
3 gelöst. Das Gehäuseteil 5 ist nun gegen den Kontaktträger 1 verschiebbar, wobei
zum Verschieben lediglich noch die Kraft zum Lösen der Kontaktkräfte an den Spannhülsen
aufgebracht werden muss.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Kontaktträger
- 2
- Hülsenkontakte
- 3
- Aggregateanschluß
- 4
- Kontaktstifte
- 5
- Gehäuseteil
- 6
- Verschiebesicherung
- 7
- Hebel
- 8
- erster Hebelarm
- 9
- zweiter Hebelarm
- 10
- Betätigungslasche
- 11
- Riegel
- 12
- (erster) Vorsprung
- 13
- Rasthaken
- 14
- Achsstummel
- 15
- Abdeckelement
- 16
- Grundkörper
- 17
- Crimpverbindung
- 18
- Anschlussleitung
- 19
- Dichtgummi
- 20
- Aufnahmekammer
- 21
- Spannhülsen
- 22
- Lagerstelle
- 23
- (zweiter) Vorsprung
- 24
- Rastelement
- 25
- Zwischenraum
- 26
- abgewinkelter Wandabschnitt
- 27
- zungenförmiger Abschnitt
- 28
- hinterer Teil (des Rasthakens)
- 29
- Drehachse
- 30
- Betätigungsknopf
- 31
- Kante
1. Elektrischer Nullkraftsteckverbinder
mit einem Kontaktträger (1), welcher Aufnahmen für mehrere Hülsenkontakte (2) aufweist,
wobei die Hülsenkontakte (2) jeweils einen Kontaktlamellen ausbildenden Grundkörper
(16) und eine gegenüber dem Grundkörper (16) verschiebliche Spannhülse (21) aufweisen,
und mit einem Aggregateanschluß (3), der die Hülsenkontakte (2) kontaktierende Kontaktstifte
(4) aufweist,
und mit einem Gehäuseteil (5), das in wenigstens zwei Stellungen an dem Kontaktträger
(1) positionierbar ist,
wobei der Aggregateanschluß (3) beim Zusammenfügen mit dem Kontaktträger (1) eine
Verschiebesicherung (6) zwischen dem Gehäuseteil (5) und dem Kontaktträger (1) löst,
und wobei durch eine Verschiebung des Gehäuseteils (5) gegen den Kontaktträger (1)
zugleich die Spannhülsen (21) entlang des Grundkörpers (16) der Hülsenkontakte (2)
verschoben werden und die Spannhülsen (21) die Kontaktlamellen an die Kontaktstifte
(4) des Aggregateanschlusses (3) anpressen,
wobei der Kontaktträger (1) einen zweiarmigen Hebel (7) lagert und wobei die Verschiebung
des Gehäuseteils (5) einen ersten Hebelarm (8) des Hebels (7) formschlüssig mit dem
Aggregateanschluß (3) verbindet,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verschiebung des Gehäuseteils (5) zunächst den Abschnitt des ersten Hebelarms
(8) verschiebt und dadurch in dem zweiten Hebelarm (9) der an dem Gehäuseteil (5)
anliegt, eine Federspannung aufbaut, und dass der zweite Hebelarm (9) mit einem Rastgeräusch
am oder hinter dem Gehäuseteil (5) einrastet wenn das Gehäuseteil (5) eine Endstellung
erreicht.
2. Elektrischer Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der am oder hinter dem Gehäuseteil (5) eingerastete zweite Hebelarm (9) das Gehäuseteil
(5) arretiert.
3. Elektrischer Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung zwischen dem Hebel (7) und dem Aggregateanschluß (3)
durch angeformte haken- oder nasenförmige Vorsprünge (12, 13) hergestellt ist.
4. Elektrischer Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der am oder hinter dem Gehäuseteil (5) eingerastete zweite Hebelarm (9) durch einen
verschiebbaren Riegel (11) arretierbar ist.
5. Elektrischer Nullkraftsteckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseteil (5) eine angeformte Betätigungslasche (10) aufweist, die eine Druckbetätigung
auf den zweiten Hebelarm (9) überträgt und den am oder hinter dem Gehäuseteil (5)
eingerasteten zweiten Hebelarm (9) aus seiner Raststellung heraus bewegt und zugleich
die formschlüssige Verbindung zwischen dem Hebel (7) und dem Aggregateanschluß (3)
löst.
1. Electrical zero-force plug connector
having a contact carrier (1) showing slots for a plurality of sleeve contacts (2),
whereby each of the sleeve contacts (2) has a base body (16) forming a contact lamella
and a clamping sleeve (21) which is displaceable in respect of the base body (16),
and having an unit connection (3) showing the contact pins (4) contacting the sleeve
contacts (2),
and having a housing constituent (5) which can be placed in at least two positions
on the contact carrier (1),
whereby the unit connection (3) releases a slide protection device (6) between the
housing constituent (5) and the contact carrier (1) upon being assembled with the
contact carrier (1),
and whereby, due to a displacement of the housing constituent (5) against the contact
carrier (1), the clamping sleeves (21) along the base body (16) of the sleeve contacts
(2) are simultaneously displaced and the clamping sleeves (21) press the contact lamellae
against the contact pins (4) of the unit connection (3),
whereby the contact carrier (1) supports a two-armed lever (7) and whereby the displacement
of the housing constituent (5) connects a first lever arm (8) of the lever (7) to
the unit connection (3) in a positive-fit manner,
characterised in that
the displacement of the housing constituent (5) initially displaces the section of
the first lever arm (8) and, as a result, builds up a spring force in the second lever
arm (9) that sits closely against the housing constituent (5), and
that the second lever arm (9) engages on or behind the housing constituent (5) with
a clicking sound when the housing constituent (5) reaches a limit position.
2. Electrical zero-force plug connector according to Claim 1, characterised in that the second lever arm (9) engaged on or behind the housing constituent (5) locks the
housing constituent (5).
3. Electrical zero-force plug connector according to Claim 1, characterised in that the positive-fit connection between the lever (7) and the unit connection (3) is
established by moulded-on hook-shaped or nose-shaped projections (12, 13).
4. Electrical zero-force plug connector according to Claim 1, characterised in that the second lever arm (9) engaged on or behind the housing constituent (5) can be
locked by a displaceable latching bar (11).
5. Electrical zero-force plug connector according to Claim 1, characterised in that the housing constituent (5) has a moulded-on actuating lug (10) which transfers a
pressure actuation to the second lever arm (9) and moves the second lever arm (9)
engaged on or behind the housing constituent (5) from its engaged position and simultaneously
releases the positive-fit connection between the lever (7) and the unit connection
(3).
1. Connecteur électrique à force d'insertion nulle:
avec un support de contact (1) qui présente des réceptacles pour plusieurs contacts
femelles (2),
sachant que les contacts femelles (2) présentent chacun un corps de base (16), qui
forme des lamelles de contact, et une douille de serrage (21), qui peut être déplacée
par rapport au corps de base (16),
et avec un raccord d'agrégation (3), qui présente des contacts mâles (4) contactant
les contacts femelles (2),
et avec une pièce boîtier (5), qui peut être positionnée sur le support de contact
(1), dans au moins deux positions,
sachant que le raccord d'agrégation (3), lors du raccordement au support de contact
(1), déclenche une protection contre tout décalage (6) entre la pièce boîtier (5)
et le support de contact (1),
et sachant que, par un déplacement de la pièce boîtier (5) par rapport au support
de contact (1), les douilles de serrage (21) sont déplacées le long du corps de base
(16) des contacts femelles (2) et les douilles de serrage (21) pressent simultanément
les lamelles de contact contre les contacts mâles (4) du raccord d'agrégation (3),
sachant que le support de contact (1) porte un levier à deux bras (7) et le déplacement
de la pièce boîtier (5) reliant, par engagement géométrique, un premier bras (8) du
levier (7) au raccord d'agrégation (3),
caractérisé en ce que
le déplacement de la pièce boîtier (5) déplace tout d'abord la section du premier
bras de levier (8) et développe ainsi une tension élastique dans le deuxième bras
de levier (9), qui porte contre la pièce boîtier (5), et
que le deuxième bras de levier (9) s'enclenche, avec un bruit d'encliquetage, sur
ou derrière la pièce boîtier (5), quand ladite pièce boîtier (5) atteint une position
finale.
2. Connecteur électrique à force d'insertion nulle selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième bras de levier (9), enclenché sur ou derrière la pièce boîtier (5), bloque
ladite pièce boîtier (5).
3. Connecteur électrique à force d'insertion nulle selon la revendication 1, caractérisé en ce que la liaison par engagement géométrique entre le levier (7) et le raccord d'agrégation
(3) est réalisée par des crochets ou des saillies en forme de mentonnets (12, 13)
y formés.
4. Connecteur électrique à force d'insertion nulle selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième bras de levier (9), enclenché sur ou derrière la pièce boîtier (5), peut
être bloqué par un verrou (11) coulissant.
5. Connecteur électrique à force d'insertion nulle selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce boîtier (5) présente une patte d'actionnement (10), qui transmet un actionnement
de pression sur le deuxième bras de levier (9) et qui meut ledit deuxième bras de
levier (9), enclenché sur ou derrière la pièce boîtier (5), hors de sa position d'arrêt
et défait simultanément la liaison par engagement géométrique entre le levier à deux
bras (7) et le raccord d'agrégation (3).