GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Motoranordnung für ein elektromotorisch angetriebenes
Haushaltsgerät, insbesondere für einen Staubsauger.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Obwohl auf beliebige Haushaltsgerät anwendbar, die elektromotorisch angetrieben werden,
wird die vorliegende Erfindung sowie die ihr zugrunde liegende Problematik nachfolgend
mit Bezug auf ein als Staubsauger ausgebildetes Haushaltsgerät beschrieben, ohne jedoch
die Erfindung aber dahingehend einzuschränken.
[0003] Staubsauger weisen typischerweise einen elektrischen Gebläsemotor auf, der zumeist
im Inneren des Staubsaugergehäuses angeordnet ist und der die Saugleistung des Staubsaugers
bereit stellt. Insbesondere aus Komfortgründen und zur Vermeidung einer unnötigen
Lärmbelästigung für die Umgebung besteht bei Staubsaugern stets der Bedarf darin,
die während des Betriebs des Staubsaugers insbesondere durch den Gebläsemotor verursachte
Geräuschentwicklung, die mitunter als sehr unangenehm empfunden wird, auf ein Mindestmaß
zu reduzieren.
[0004] Um die Geräuschemissionen eines Staubsaugers zu reduzieren, existieren verschiedene
Lösungsansätze. Beispielsweise kann vorgesehen sein, den Motor mit einer Vielzahl
von Geräusch dämpfenden Materialien zu umgeben, welche die vom Motor erzeugten Schallwellen
absorbieren und damit die Geräuschemissionen reduzieren sollen. Zusätzlich oder alternativ
werden auch möglichst geräuscharme Motoren in die Staubsauger verbaut, welche bereits
im Vorfeld die Geräuschentwicklung minimieren sollen.
[0005] Die deutsche Patentanmeldung
DE 41 00 858 A1 beschreibt einen Staubsauger mit einem Gebläseaggregat, das von einer inneren Gehäusekapsel
umgeben ist, die ihrerseits unter Belassung eines Strömungsraumes in eine äußere Gehäusekapsel
eingebaut ist, zwischen der und dem Gehäuse des Staubsaugers ein Freiraum besteht,
bei welchem Staubsauger ferner der vom Gebläseaggregat erzeugte Luftstrom durch den
Strömungsraum zu einem am Staubsaugergehäuse vorgesehenen Auslass geführt ist. Eine
Verbesserung der Geräuschdämpfung wird dadurch erreicht, dass der Strömungsraum direkt
mit dem Auslass verbunden und die äußere Gehäusekapsel mittels an ihrem Außenumfang
angeordneter, geräuschdämpfender Abstützmittel im Staubsaugergehäuse abgestützt gehalten
ist.
[0006] In der Deutschen Patentanmeldung
DE 198 43 719 A1 ist ein Staubsauger beschrieben, dessen Gebläsemotor von einer Motorabdeckung umschlossen
ist und bei welchem Geräusch dämpfende Materialien an der Innen- und Außenseite der
Motorabdeckung vorgesehen sind. Bei dieser Art eines Staubsaugers werden die Schwingungen
des Gebläsemotors direkt auf das Staubsaugergehäuse übertragen. Das Staubsaugergehäuse
wird durch diese Schwingungen angeregt, was sich in einer als unangenehm empfundenen
Geräuschentwicklung äußert. Trotz der an der Innen- und Außenseite angeordneten Geräusch
dämpfenden Materialien ist hier also trotzdem eine signifikante Geräuschentwicklung
vorhanden.
[0007] Dies ist ein Zustand, den es zu verbessern gilt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0008] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte Motoranordnung für ein Haushaltsgerät zur Verfügung zu stellen.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Motoranordnung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 gelöst.
[0010] Demgemäß ist eine Motoranordnung für ein elektromotorisch angetriebenes Haushaltsgerät
vorgesehen, insbesondere für einen Staubsauger, mit einem Gehäuse, mit einer Motorkapsel,
mit einem Gebläsemotor, der im montierten Zustand innerhalb des Gehäuses und der Motorkapsel
angeordnet ist und von diesen umgeben (vorzugsweise vollständig umschlossen) ist,
mit einem Dämpfungselement, welches konturgebunden zwischen dem Gehäuse und dem Gebläsemotor
angeordnet ist und welches dazu ausgelegt ist und angeordnet ist, vom Gebläsemotor
auf das Gehäuse übertragene Schwingungen zu dämpfen.
[0011] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, den Gebläsemotor
von dem Gehäuse mittels eines konturgebundenen Dämpfungselementes zu entkoppeln. Das
Dämpfungselement liegt konturgebunden an jeweilige Anlageflächen des Gebläsemotors
und des Gehäuses an und soll dabei vom Gebläsemotor verursachte Schwingungen aufnehmen
und damit dämpfen.
[0012] Konturgebunden bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Dämpfungselement das Motorgehäuse
des Gebläsemotors zumindest teilweise umschließt und weitestgehend die gleiche Form
wie derjenige Teil bzw. diejenigen Außenflächen des Motorgehäuses des Gebläsemotors
aufweist, an welchem es anliegt. Auf diese Weise können Schwingungen des Gebläsemotors
gedämpft werden, da keine Spalte und Schlitze zwischen dem Motorgehäuse und dem Dämpfungselement
einerseits und zwischen dem Dämpfungselement und dem Gehäuse andererseits vorhanden
sind, sodass die erzeugten Schwingungen direkt von dem Dämpfungselement aufgenommen
werden können. Das Dämpfungselement weist zu diesem Zweck ein Material auf, welches
möglichst gute Dämpfungseigenschaften aufweist.
[0013] Zur zusätzlichen Geräuschreduktion ist der Gebläsemotor im Inneren einer mit dem
Gehäuse montierten Motorkapsel angeordnet. Eine solche Motorkapsel ist ein Bauteil
einer Motoranordnung, welche zur Dämmung der vom Gebläsemotor ausgehenden Geräuschemissionen
dient. Diese Motorkapsel ist vorzugsweise ebenfalls direkt an dem Dämpfungselement
angeordnet und dämpft die Geräuschemission des Gebläsemotors zusätzlich.
[0014] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Gebläsemotor einen (a-seitigen)
Gehäusedeckel auf und das Dämpfungselement weist eine Innenkontur auf, welche der
Außenkontur des Gehäusedeckels entspricht. Vorzugsweise umschließt das Dämpfungselement
den Gehäusedeckel des Gebläsemotors zu einem Großteil. Auf diese Weise lassen sich
Motorschwingungen, insbesondere in axialer und in radialer Richtung, sehr gut dämpfen.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Dämpfungselement bündig an der A-Seite
des Gebläsemotors angeordnet oder angebracht. Die A-Seite des Gebläsemotors bezeichnet
diejenige Seite, an welcher die Antriebswelle des Gebläsemotors aus dem Gebläsemotor
heraustritt und welche somit die Antriebsseite bezeichnet. Bündig bedeutet z.B., dass
das Dämpfungselement im direkten Kontakt an Außenflächen des Gebläsemotors anliegt
und dass keine weiteren Bauteile, Elemente oder etwa ein Spalt zwischen dem Gebläsemotor
und dem Dämpfungselement vorhanden sind.
[0017] In einer weiteren Ausführungsform weist das Gehäuse eine Ausnehmung für den Gebläsemotor
auf, wobei das Dämpfungselement bündig in der Ausnehmung, d.h. an Innenflächen der
Ausnehmung angeordnet ist. Durch eine derartige Ausgestaltung kann das Dämpfungselement
besonders gut Schwingungen absorbieren, da das Dämpfungselement sicher und positionsgenau
in der Ausnehmung angeordnet ist.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Dämpfungselement aus einem
elastischen Kunststoff, vorzugsweise aus PUR, ausgebildet. PUR (Polyurethane) eignet
sich besonders gut zur Ausbildung des Dämpfungselementes, da es eine sehr hohe mechanische
Verschleißbeständigkeit aufweist, zudem gegenüber den meisten Schmiermittel und Schmierfetten
unempfindlich ist und gute Dämpfungseigenschaften aufweist. Als Material für das Dämpfungselement
können jedoch auch andere elastische Materialien verwendet werden, welche gute Dämpfungseigenschaften
aufweisen, beispielsweise federeleastische Elemente, eine federelastische Aufhängung
und dergleichen.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Gehäuse eine Positioniereinrichtung
auf, an welcher das Dämpfungselement und die Motorkapsel bezüglich des Gehäuses positioniert
sind. Beispielsweise weist das Gehäuse eine Vielzahl von Vorsprüngen auf, welche in
entsprechende Ausnehmungen in dem Dämpfungselement und in der Motorkapsel eingreifen.
Durch die Positioniervorrichtung kann sichergestellt werden, dass das Dämpfungselement
und die Motorkapsel stets in einer bezüglich der Dämpfungswirkung optimalen Position
in dem Gehäuse angeordnet sind.
[0020] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine Fixiereinrichtung vorgesehen,
welche das Dämpfungselement, den Gebläsemotor und/oder die Motorkapsel bezüglich des
Gehäuses fixieren. Beispielsweise weist die Fixiereinrichtung eine Vielzahl von Fixierstiften
auf, welche sich durch das Gehäuse, durch das Dämpfungselement, durch den Gebläsemotor
und/oder durch die Motorkapsel erstrecken. Auf diese Weise kann sichergestellt werden,
dass das Dämpfungselement, die Motorkapsel bzw. der Motor verdrehsicher und schwingungssicher
an dem Gehäuse fixiert sind. In einer bevorzugten Ausführungsform verspannt die Fixiereinrichtung
den Motor zwischen dem Gehäuse und der Motorkapsel, sodass das Dämpfungselement vorgespannt
ist. Durch diese Ausgestaltung können Schwingungen des Gebläsemotors besonders gut
von dem Dämpfungselement absorbiert werden.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Dämpfung des Dämpfungselementes
einstellbar. Beispielsweise kann die Härte und/oder das Elastizitätsmodul des Dämpfungselementes
derart verändert werden, das diese optimal auf die vom Gebläsemotor erzeugten dominanten
Schwingungsfrequenzen abgestimmt sind. Auch kann die Größe und die Masse des Dämpfungselementes
an die jeweiligen Randbedingen, insbesondere die Größe und den Drehzahlbereich des
Gebläsemotors, angepasst werden. Auf diese Weise kann die erfindungsgemäße Motoranordnung
in unterschiedlichen Konstruktionen und Bauweisen von Staubsaugern und Haushaltsgeräten
angewendet werden.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist zumindest ein weiteres Dämpfungselement
vorgesehen, welches an der dem Dämpfungselement gegenüberliegende Seite des Gebläsemotors,
z.B. an der B-Seite des Gebläsemotors, zwischen Gebläsemotor und Motorkapsel angeordnet
ist. Die B-Seite bezeichnet diejenige Seite, an der der Elektromotor typischerweise
gelagert ist. Vorzugsweise ist auch das weitere Dämpfungselement konturgebunden mit
Bezug auf die Anlageflächen des Gebläsemotors und der Motorkapsel ausgebildet. Durch
diese Ausgestaltung können die Schwingungen des Gebläsemotors noch besser absorbiert
werden.
[0023] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0024] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnungen angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Motoranordnung;
- Fig. 2
- ein perspektivisches Schnittbild eines Gebläsemotors und eines Dämpfungselements;
- Fig. 3
- ein Schnittbild einer Motoranordnung im montierten Zustand;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer Motoranordnung im montierten Zustand.
[0025] Die beiliegenden Zeichnungen sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0026] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts Anderes ausführt ist - jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0027] Figur 1 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht einer erfindungsgemäßen Motoranordnung
1. Die Motoranordnung 1 weist ein Gehäuse 2, ein Dämpfungselement 3, einen Gebläsemotor
4 und eine Motorkapsel 5 auf. Das Gehäuse 2 ist beispielsweise ein Teil eines hier
nicht dargestellten Staubsaugergehäuses. Das Gehäuse 2 weist eine Ausnehmung 22 auf.
In dieser Ausnehmung 22 ist das Dämpfungselement 3 konturgebunden angeordnet. Eine
Öffnung 6 des Gehäuses 2 ist zu einer Öffnung 10 des Dämpfungselements 3 fluchtend
ausgerichtet. Auf dem Dämpfungselement 3 ist der Gebläsemotor 4 ebenfalls konturgebunden
angeordnet. Durch die Öffnungen 6, 10 erstreckt sich im montierten Zustand der Motoranordnung
die Antriebswelle des Gebläsemotors. Vorzugsweise wird der Gebläsemotor 4 A-seitig
an das Dämpfungselement 3 angekoppelt. A-seitig bedeutet, dass der Motor mit seiner
Antriebsseite (an welcher sich die Antriebswelle mit dem Gebläse nach außen erstreckt)
an dem Dämpfungselement angeordnet ist. Der Gebläsemotor 4 wird von der Motorkapsel
5 umschlossen. Die Motorkapsel 5 ist ebenfalls, wie der Gebläsemotor 4, mit dem Dämpfungselement
3 direkt und konturgebunden gekoppelt.
[0028] Ferner ist aus Fig. 1 erkennbar, dass in der Ausnehmung 22 des Gehäuses 2 eine Positioniereinrichtung
7 vorgesehen ist, mit welcher das Dämpfungselement 3 in dem Gehäuse 2 positioniert
wird. Die Positioniereinrichtungen 7 ist durch drei Vorsprünge ausgebildet, welche
sich durch Ausnehmungen 8 im Dämpfungselement 3 und durch Ausnehmungen 9 in der Motorkapsel
erstrecken. Durch die Ausnehmungen 8, 9 können sich auch Fixierstifte 15 erstrecken,
welche den Gebläsemotor 4 zwischen dem Gehäuse 2 und der Motorkapsel 5 verspannen
und welche das Dämpfungselement 3 verspannen.
[0029] Durch eine derartige Ausbildung einer Motoranordnung kann der Gebläsemotor 4 vollständig
von dem Gehäuse 2 schwingungsisoliert werden. Somit werden keine Schwingungen vom
Gebläsemotor 4 auf das Gehäuse 2 übertragen, wodurch die Geräuschabstrahlung des Haushaltsgerätes
weitgehendst unterdrückt wird.
[0030] Für das Dämpfungselement 3 ist vorzugsweise ein Material vorgesehen, welches gute
Dämpfungseigenschaften aufweist. Beispielsweise ist das Dämpfungselement 3 aus Polyurethan
ausgebildet. Jedoch kommen auch andere Kunststoffe, insbesondere thermoplastische
und/oder duroplastische und/oder thermoelastische Kunststoffe, für die Ausbildung
des Dämpfungselementes 3 in Frage.
[0031] Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass der Gebläsemotor 4 konturgebunden an dem Dämpfungselement
3 anliegt. Das Dämpfungselement 3 liegt dabei an der Mantelfläche 17 des Gebläsemotors
4 mit der Kontaktzone 18 an. Ferner liegt der Gebläsemotor 4 an einer Aushalsung 20
an der Innenseite 19 der Öffnung 6 des Dämpfungselementes 3 an. Das Motorgehäuse liegt
an seiner Stirnfläche 11 an einer Stirnfläche 12 des Dämpfungselementes 3 an.
[0032] An dem Gebläsemotor 4 ist hier ein Vorsprung 14 ausgebildet, welcher sich in eine
Ausnehmung 13 des Dämpfungselementes 3 erstreckt. Der Vorsprung 14 erstreckt sich
über die gesamte Stirnfläche 11 des Gebläsemotors 4 und greift in die Ausnehmung 13
des Dämpfungselementes 3, welche entsprechend dem Vorsprung 14 ausgebildet ist, ein.
Durch diesen Vorsprung 14 und dieser Ausnehmung 13 wird der Gebläsemotors 4 bezüglich
des Dämpfungselementes 3 zentriert. Somit bleibt die Position des Gebläsemotors 4
bezüglich des Dämpfungselementes 3 stets gleich.
[0033] Aus Fig. 2 ist ferner ersichtlich, dass das Dämpfungselement 3 den Gebläsemotor 4
sowohl axial als auch radial umgibt, sodass in alle Raumrichtungen gerichtete Schwingungen
des Gebläsemotors 4 aufgenommen werden können.
[0034] Fig.3 zeigt ein Schnittbild einer Motoranordnung 1 im montierten Zustand und Fig.
4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Motoranordnung im montierten Zustand. Die
Motorkapsel 5 ist hier direkt mit dem Dämpfungselement 3 gekoppelt und liegt konturgebunden
an diesen an. Der Gebläsemotor 4 ist ferner direkt mit dem Dämpfungselement 3 gekoppelt.
[0035] In diesem Ausführungsbeispiel ist innerhalb der Motorkapsel 5 ein weiteres Dämpfungselement
23 an der B-Seite des Gebläsemotors 4 angeordnet. Das weitere Dämpfungselement 23
hat - wie das Dämpfungselement 3 - die Aufgabe zu verhindern, dass Schwingungen des
Gebläsemotors 4 auf das Gehäuse 2 übertragen werden. Das weitere Dämpfungselement
23 ist - wie das Dämpfungselement 3 - aus einem elastischen Material, wie z. B. Polyurethan.
[0036] In der Darstellung in Fig. 3 ist erkennbar, dass der Motor zwischen dem Dämpfungselement
3 und der Motorkapsel 5 verspannt ist. Beispielsweise werden Fixierstifte 15 in die
Ausnehmungen 8, 9 des Dämpfungselementes 3 und der Motorkapsel 5 geführt und können
von außen verspannt werden.
[0037] Die Motorkapsel 5 der Motoranordnung 1 weist in diesem Ausführungsbeispiel zudem
Verstärkungsrippen 21 auf, welche die Stabilität der Motorkapsel 5 erhöhen. Somit
werden auch die Schwingungen der Motorkapsel 5 reduziert.
[0038] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar.
[0039] Beispielsweise ist die Erfindung nicht ausschließlich auf als Staubsauger ausgebildete
Haushaltsgeräte beschränkt, sondern lässt sich auch bei anderen elektromotorisch angetrieben
Haushaltsgeräten vorteilhaft einsetzen, beispielsweise bei Entsaftern, Kaffeevollautomaten,
Küchenmaschinen, etc.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0040]
- 1
- Motoranordnung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Dämpfungselement
- 4
- Gebläsemotor
- 5
- Motorkapsel
- 6
- Öffnung des Gehäuses
- 7
- Positioniereinrichtung
- 8
- Ausnehmungen des Dämpfungselements
- 9
- Ausnehmung der Motorkapsel
- 10
- Öffnung
- 11
- Stirnfläche des Gebläsemotors
- 12
- Stirnfläche des Dämpfungselements
- 13
- Ausnehmung des Dämpfungselements
- 14
- Vorsprung
- 15
- Fixierstift
- 17
- Mantelfläche
- 18
- Kontaktzone
- 19
- Innenseite des Dämpfungselements
- 21
- Versteifungsrippen
- 22
- Ausnehmung des Gehäuses
- 23
- weiteres Dämpfungselement
1. Motoranordnung (1) für ein elektromotorisch angetriebenes Haushaltsgerät, insbesondere
für einen Staubsauger,
mit einem Gehäuse (2),
mit einer Motorkapsel (5),
mit einem Gebläsemotor (4), der im montierten Zustand im Inneren des Gehäuses (2)
und der Motorkapsel (5) angeordnet ist und von diesen umgeben ist,
mit einem Dämpfungselement (3), welches konturgebunden zwischen dem Gehäuse (2) und
dem Gebläsemotor (4) angeordnet ist und welches dazu ausgelegt ist und angeordnet
ist, vom Gebläsemotor (4) auf das Gehäuse (2) übertragene Schwingungen zu dämpfen,
mit einer Fixiereinrichtung (15), welche das Dämpfungselement (3), den Gebläsemotor
(4) und die Motorkapsel (5) bezüglich des Gehäuses (2) derart fixiert, dass das Dämpfungselement
vorgespannt ist.
2. Motoranordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gebläsemotor (4) einen Gehäusedeckel aufweist und dass das Dämpfungselement (3)
eine Innenkontur aufweist, die der Außenkontur des Gehäusedeckels entspricht.
3. Motoranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (3) bündig an der A-Seite des Gebläsemotors (4) angeordnet oder
angebracht ist.
4. Motoranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) eine Ausnehmung (22) für den Gebläsemotor (4) aufweist, wobei das
Dämpfungselement (3) bündig in der Ausnehmung (22) angeordnet ist.
5. Motoranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dämpfungselement (3) aus einem elastischen Kunststoff, vorzugsweise aus PUR,
ausgebildet ist.
6. Motoranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) eine Positioniereinrichtung (7) aufweist, an welcher das Dämpfungselement
(3) und die Motorkapsel (5) bezüglich des Gehäuses (2) positioniert sind.
7. Motoranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfung des Dämpfungselementes (3) einstellbar ist.
8. Motoranordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Dämpfungselement (23) vorgesehen ist, welches an der dem Dämpfungselement
(3) gegenüberliegende Seiten des Gebläsemotors (4) zwischen Gebläsemotor (4) und Motorkapsel
(5) angeordnet ist.