(19)
(11) EP 2 510 990 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
17.10.2012  Patentblatt  2012/42

(21) Anmeldenummer: 11009448.9

(22) Anmeldetag:  30.11.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63H 30/04(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 13.04.2011 DE 102011016972

(71) Anmelder: Multiplex Modellsport GmbH & Co. KG
75015 Bretten-Gölshausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Choquet, Pascal
    65428 Rüsselheim (DE)

(74) Vertreter: Wacker, Jost Oliver et al
Frank Wacker Schön Patentanwälte Schwarzwaldstraße 1A
73173 Pforzheim
73173 Pforzheim (DE)

   


(54) Fernsteuerungsvorrichtung


(57) Eine Fernsteuerungsvorrichtung (2) für die Funkfernsteuerung von Modellen, wie insbesondere Flug-, Fahrzeug- und/oder Schiffsmodellen weist eine Antenneneinrichtung (12) mit mehreren Antennenteilen auf, mittels denen eine gerichtete Sende-/Empfangscharakteristik erzeugbar ist. Zudem weist die Fernsteuerungsvorrichtung eine Elektronik (8) mit einer Leiterplatte (10) auf. Dabei ist vorgesehen, dass die Antennenteile auf der Leiterplatte (10) ausgebildet sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Fernsteuerungsvorrichtung für die Funkfernsteuerung von Modellen, wie insbesondere Flug-, Fahrzeug- und/oder Schiffsmodellen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Dabei weist die Fernsteuerungsvorrichtung eine Antenneneinrichtung mit mehreren Antennenteilen auf, mittels denen entsprechend einer Richtantenne eine gerichtete Sende-/Empfangscharakteristik erzeugbar ist. Ferner weist die Fernsteuerungsvorrichtung eine Elektronik auf, die wenigstens eine Leiterplatte umfasst.

[0002] WO 99/25441 beschreibt eine Fernsteuerungsvorrichtung mit einer Antenne, die auf einer flexiblen Platte aufgetragen ist, die sich besonders gut in ein Gehäuse integrieren lässt. Die Antenne weist eine gewisse Richtcharakteristik auf und ist mit einer auf einer steifen Elektronikleiterplatte angebrachten Elektronik verbunden.

[0003] Aus JP 2008 237528 A ist eine Fernsteuerungsvorrichtung zur Funkfernsteuerung eines Modells bekannt. Diese weist eine Antenneneinrichtung auf, die zwei zueinander V-förmig angeordnete Dipol-Antennen umfasst. Die über die Antenneneinrichtung abgegebenen Steuerungssignale werden dabei abwechselnd von dem einen und dem anderen Dipol gesendet.

[0004] Nachteilig an der bekannten Fernsteuerungsvorrichtung ist, dass die hierin verwendeten Dipol-Antennen beispielsweise durch die beiden abstehenden Antennenteile und die notwendige Verbindung zwischen den Antennenteilen mit der Elektronik einen relativ hohen Montageaufwand und relativ hohe Herstellungskosten verursacht.

[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen Fernsteuerungsvorrichtung die genannten Nachteile zu vermeiden und die Herstellungskosten zu vermindern.

[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Fernsteuerungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dabei sind die Antennenteile auf der Leiterplatte ausgebildet. Hierdurch kann die Antenne als integrierter Bestandteil der Leiterplatte ausgebildet werden, wodurch der für die Antenne anfallende Montageaufwand und die Herstellungskosten der Fernsteuerungsvorrichtung insgesamt reduziert werden können.

[0007] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die Antennenteile als Leiterbahnen der Leiterplatte ausgebildet. Auf diese Weise können die Material- und Herstellungskosten für die Antenne auf ein Minimum reduziert werden.

[0008] Dabei ist es günstig, wenn die Antenneneinrichtung eine direkte Verbindung mit einem Transceiver aufweist und insbesondere auf die Zwischenschaltung eines Verstärkerelementes verzichtet. Durch diesen Verzicht auf ein Verstärkerelement, der durch den geringeren Energiebedarf der als Richtantenne ausgelegten Antenneneinrichtung ermöglicht wird, können die Herstellungskosten der Fernsteuerungsvorrichtung noch weiter reduziert werden.

[0009] Vorteilhafterweise sind die Antenneneinrichtung und der Transceiver gemeinsam auf der Leiterplatte angeordnet, wodurch beide Elemente als bauliche Einheit vormoniert und in der Endmontage der Fernsteuerungsvorrichtung gemeinsam gehandhabt werden können.

[0010] Zudem ist es günstig, wenn die Antenneneinrichtung ein strahlendes Element in Form eines Dipols aufweist. Hierdurch kann mit einfachen Mitteln eine geeignete Richtwirkung der Antenneneinrichtung erzielt werden.

[0011] Vorteilhafterweise ist der Dipol Teil einer Yagi-Uda-Antenne, wodurch die Richtwirkung der Antenneneinrichtung weiter gesteigert werden kann.

[0012] Ferner ist es günstig, wenn die Yagi-Uda-Antenne einen Reflektor aufweist, der als Leiterbahn der Leiterplatte ausgebildet ist. Der Reflektor ist dabei bezüglich des Dipols rückseitig angeordnet, das heißt an einer im Betrieb dem Benutzer B zugewandten Seite des Dipols. Auf diese Weise ist die Yagi-Uda-Antenne einschließlich Reflektor durch eine Anordnung von Leiterbahnen der Leiterplatte gebildet und kann dadurch kostengünstig hergestellt werden.

[0013] Zudem ist es alternativ oder zusätzlich hierzu vorteilhaft, wenn die Yagi-Uda-Antenne einen Direktor aufweist, der als Leiterbahn der Leiterplatte ausgebildet ist. Der Direktor ist dabei bezüglich des Dipols vorderseitig angeordnet, das heißt an einer im Betrieb vom Benutzer B abgewandten Seite des Dipols. Auf diese Weise ist die gesamte Yagi-Uda-Antenne durch eine Anordnung von Leiterbahnen der Leiterplatte gebildet und kann dadurch auch einschließlich Direktor besonders kostengünstig hergestellt werden.

[0014] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
Figur 1
ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Fernsteuerungsvorrichtung und
Figur 2
eine schematische Darstellung einer Richtcharakteristik der Fernsteuerungsvorrichtung nach Fig. 1.


[0015] Fig. 1 zeigt eine Fernsteuerungsvorrichtung 2 zur Steuerung eines nicht dargestellten Modells, wie insbesondere eines Flug-, Fahrzeug-, und/oder Schiffsmodells, über zwei Steuerhebel 4. Die Fernsteuerungsvorrichtung 2 weist hierzu ein Gehäuse 6 auf, in dem eine Elektronik 8 untergebracht ist, die mindestens eine Leiterplatte 10 umfasst.

[0016] Auf der Leiterplatte 10 ist dabei eine Antenneneinrichtung 12 vorgesehen, die sich aus mehreren Antennenteilen zusammensetzt, die eine Yagi-Uda-Antenne bilden. Die Antenneneinrichtung 12 weist hierzu ein strahlendes Element 16 in Form eines Dipols auf, das zwischen einem rückseitigen Reflektor 18 und einem vorderseitigen Direktor 20 angeordnet ist.

[0017] Alle Antennenteile der Antenneeinrichtung 12 sind dabei durch Leiterbahnen LBa, LBb, LBc gebildet, die auf der Leiterplatte 10 ausgeformt sind. Zudem ist auch ein Transceiver 22 auf der Leiterplatte 10 vorgesehen, der direkt, das heißt insbesondere ohne Zwischenschaltung eines Verstärkerelementes, mit der Antenneneinrichtung 12 verbunden ist.

[0018] Durch die Anordnung dieser Leiterbahnen LBa, LBb, LBc in der Art einer Yagi-Uda-Antenne weist die Antenneneinrichtung 12 eine ausgeprägte Richtcharakteristik auf, wie sie in Fig. 2 durch strichpunktierte Linien dargestellt ist. Wie hieraus zu entnehmen ist, bewirkt diese im Betrieb eine Energieabstrahlung E, die bezüglich eines Benutzers B im Wesentlichen von dessen Vorderseite weg gerichtet ist, während nur sehr wenig Energie von dessen Rückseite weg gerichtet ist. Hierdurch ist der Energieverbrauch der Fernsteuerungsvorrichtung 2 generell sehr gering und ermöglicht insbesondere den Verzicht auf einen Verstärker zwischen Transceiver 22 und der Antenneneinrichtung 12.


Ansprüche

1. Fernsteuerungsvorrichtung (2) für die Funkfernsteuerung von Modellen, wie insbesondere Flug-, Fahrzeug- und/oder Schiffsmodellen
mit einer Antenneneinrichtung (12), die mehrere Antennenteile aufweist, mittels denen eine gerichtete Sende-/Empfangscharakteristik erzeugbar ist, und einer eine Leiterplatte (10) aufweisende Elektronik (8),
dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenteile auf der Leiterplatte (10) ausgebildet sind.
 
2. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenteile als Leiterbahnen (LBa; LBb; LBc) der Leiterplatte (10) ausgebildet sind.
 
3. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenneneinrichtung (12) eine direkte Verbindung mit einem Transceiver (22) aufweist.
 
4. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenneneinrichtung (12) und der Transceiver (22) gemeinsam auf der Leiterplatte (10) angeordnet sind.
 
5. Fernsteuerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenneneinrichtung (12) ein strahlendes Element (16) in Form eines Dipols aufweist.
 
6. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dipol Teil einer Yagi-Uda-Antenne ist.
 
7. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Yagi-Uda-Antenne wenigstens einen Reflektor (18) aufweist, der als Leiterbahn (LBc) der Leiterplatte (10) ausgebildet und bezüglich des strahlenden Elementes (16) rückseitig angeordnet ist.
 
8. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Yagi-Uda-Antenne wenigstens einen Direktor (20) aufweist, der als Leiterbahn (LBa) der Leiterplatte (10) ausgebildet und bezüglich des strahlenden Elementes (16) vorderseitig angeordnet ist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente