[0001] Die Erfindung betrifft eine Fernsteuerungsvorrichtung für die Funkfernsteuerung von
Modellen, wie insbesondere Flug-, Fahrzeug- und/oder Schiffsmodellen, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Dabei weist die Fernsteuerungsvorrichtung eine Antenneneinrichtung
mit mehreren Antennenteilen auf, mittels denen entsprechend einer Richtantenne eine
gerichtete Sende-/Empfangscharakteristik erzeugbar ist. Ferner weist die Fernsteuerungsvorrichtung
eine Elektronik auf, die wenigstens eine Leiterplatte umfasst.
[0002] WO 99/25441 beschreibt eine Fernsteuerungsvorrichtung mit einer Antenne, die auf einer flexiblen
Platte aufgetragen ist, die sich besonders gut in ein Gehäuse integrieren lässt. Die
Antenne weist eine gewisse Richtcharakteristik auf und ist mit einer auf einer steifen
Elektronikleiterplatte angebrachten Elektronik verbunden.
[0003] Aus
JP 2008 237528 A ist eine Fernsteuerungsvorrichtung zur Funkfernsteuerung eines Modells bekannt. Diese
weist eine Antenneneinrichtung auf, die zwei zueinander V-förmig angeordnete Dipol-Antennen
umfasst. Die über die Antenneneinrichtung abgegebenen Steuerungssignale werden dabei
abwechselnd von dem einen und dem anderen Dipol gesendet.
[0004] Nachteilig an der bekannten Fernsteuerungsvorrichtung ist, dass die hierin verwendeten
Dipol-Antennen beispielsweise durch die beiden abstehenden Antennenteile und die notwendige
Verbindung zwischen den Antennenteilen mit der Elektronik einen relativ hohen Montageaufwand
und relativ hohe Herstellungskosten verursacht.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer gattungsgemäßen Fernsteuerungsvorrichtung
die genannten Nachteile zu vermeiden und die Herstellungskosten zu vermindern.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Fernsteuerungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Dabei sind die Antennenteile auf der Leiterplatte ausgebildet. Hierdurch
kann die Antenne als integrierter Bestandteil der Leiterplatte ausgebildet werden,
wodurch der für die Antenne anfallende Montageaufwand und die Herstellungskosten der
Fernsteuerungsvorrichtung insgesamt reduziert werden können.
[0007] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die Antennenteile als Leiterbahnen
der Leiterplatte ausgebildet. Auf diese Weise können die Material- und Herstellungskosten
für die Antenne auf ein Minimum reduziert werden.
[0008] Dabei ist es günstig, wenn die Antenneneinrichtung eine direkte Verbindung mit einem
Transceiver aufweist und insbesondere auf die Zwischenschaltung eines Verstärkerelementes
verzichtet. Durch diesen Verzicht auf ein Verstärkerelement, der durch den geringeren
Energiebedarf der als Richtantenne ausgelegten Antenneneinrichtung ermöglicht wird,
können die Herstellungskosten der Fernsteuerungsvorrichtung noch weiter reduziert
werden.
[0009] Vorteilhafterweise sind die Antenneneinrichtung und der Transceiver gemeinsam auf
der Leiterplatte angeordnet, wodurch beide Elemente als bauliche Einheit vormoniert
und in der Endmontage der Fernsteuerungsvorrichtung gemeinsam gehandhabt werden können.
[0010] Zudem ist es günstig, wenn die Antenneneinrichtung ein strahlendes Element in Form
eines Dipols aufweist. Hierdurch kann mit einfachen Mitteln eine geeignete Richtwirkung
der Antenneneinrichtung erzielt werden.
[0011] Vorteilhafterweise ist der Dipol Teil einer Yagi-Uda-Antenne, wodurch die Richtwirkung
der Antenneneinrichtung weiter gesteigert werden kann.
[0012] Ferner ist es günstig, wenn die Yagi-Uda-Antenne einen Reflektor aufweist, der als
Leiterbahn der Leiterplatte ausgebildet ist. Der Reflektor ist dabei bezüglich des
Dipols rückseitig angeordnet, das heißt an einer im Betrieb dem Benutzer B zugewandten
Seite des Dipols. Auf diese Weise ist die Yagi-Uda-Antenne einschließlich Reflektor
durch eine Anordnung von Leiterbahnen der Leiterplatte gebildet und kann dadurch kostengünstig
hergestellt werden.
[0013] Zudem ist es alternativ oder zusätzlich hierzu vorteilhaft, wenn die Yagi-Uda-Antenne
einen Direktor aufweist, der als Leiterbahn der Leiterplatte ausgebildet ist. Der
Direktor ist dabei bezüglich des Dipols vorderseitig angeordnet, das heißt an einer
im Betrieb vom Benutzer B abgewandten Seite des Dipols. Auf diese Weise ist die gesamte
Yagi-Uda-Antenne durch eine Anordnung von Leiterbahnen der Leiterplatte gebildet und
kann dadurch auch einschließlich Direktor besonders kostengünstig hergestellt werden.
[0014] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein Schaltbild einer erfindungsgemäßen Fernsteuerungsvorrichtung und
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Richtcharakteristik der Fernsteuerungsvorrichtung
nach Fig. 1.
[0015] Fig. 1 zeigt eine Fernsteuerungsvorrichtung 2 zur Steuerung eines nicht dargestellten
Modells, wie insbesondere eines Flug-, Fahrzeug-, und/oder Schiffsmodells, über zwei
Steuerhebel 4. Die Fernsteuerungsvorrichtung 2 weist hierzu ein Gehäuse 6 auf, in
dem eine Elektronik 8 untergebracht ist, die mindestens eine Leiterplatte 10 umfasst.
[0016] Auf der Leiterplatte 10 ist dabei eine Antenneneinrichtung 12 vorgesehen, die sich
aus mehreren Antennenteilen zusammensetzt, die eine Yagi-Uda-Antenne bilden. Die Antenneneinrichtung
12 weist hierzu ein strahlendes Element 16 in Form eines Dipols auf, das zwischen
einem rückseitigen Reflektor 18 und einem vorderseitigen Direktor 20 angeordnet ist.
[0017] Alle Antennenteile der Antenneeinrichtung 12 sind dabei durch Leiterbahnen LBa, LBb,
LBc gebildet, die auf der Leiterplatte 10 ausgeformt sind. Zudem ist auch ein Transceiver
22 auf der Leiterplatte 10 vorgesehen, der direkt, das heißt insbesondere ohne Zwischenschaltung
eines Verstärkerelementes, mit der Antenneneinrichtung 12 verbunden ist.
[0018] Durch die Anordnung dieser Leiterbahnen LBa, LBb, LBc in der Art einer Yagi-Uda-Antenne
weist die Antenneneinrichtung 12 eine ausgeprägte Richtcharakteristik auf, wie sie
in Fig. 2 durch strichpunktierte Linien dargestellt ist. Wie hieraus zu entnehmen
ist, bewirkt diese im Betrieb eine Energieabstrahlung E, die bezüglich eines Benutzers
B im Wesentlichen von dessen Vorderseite weg gerichtet ist, während nur sehr wenig
Energie von dessen Rückseite weg gerichtet ist. Hierdurch ist der Energieverbrauch
der Fernsteuerungsvorrichtung 2 generell sehr gering und ermöglicht insbesondere den
Verzicht auf einen Verstärker zwischen Transceiver 22 und der Antenneneinrichtung
12.
1. Fernsteuerungsvorrichtung (2) für die Funkfernsteuerung von Modellen, wie insbesondere
Flug-, Fahrzeug- und/oder Schiffsmodellen
mit einer Antenneneinrichtung (12), die mehrere Antennenteile aufweist, mittels denen
eine gerichtete Sende-/Empfangscharakteristik erzeugbar ist, und einer eine Leiterplatte
(10) aufweisende Elektronik (8),
dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenteile auf der Leiterplatte (10) ausgebildet sind.
2. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennenteile als Leiterbahnen (LBa; LBb; LBc) der Leiterplatte (10) ausgebildet
sind.
3. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenneneinrichtung (12) eine direkte Verbindung mit einem Transceiver (22) aufweist.
4. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenneneinrichtung (12) und der Transceiver (22) gemeinsam auf der Leiterplatte
(10) angeordnet sind.
5. Fernsteuerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenneneinrichtung (12) ein strahlendes Element (16) in Form eines Dipols aufweist.
6. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Dipol Teil einer Yagi-Uda-Antenne ist.
7. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Yagi-Uda-Antenne wenigstens einen Reflektor (18) aufweist, der als Leiterbahn
(LBc) der Leiterplatte (10) ausgebildet und bezüglich des strahlenden Elementes (16)
rückseitig angeordnet ist.
8. Fernsteuerungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Yagi-Uda-Antenne wenigstens einen Direktor (20) aufweist, der als Leiterbahn
(LBa) der Leiterplatte (10) ausgebildet und bezüglich des strahlenden Elementes (16)
vorderseitig angeordnet ist.