[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein plattenartiges, einen im Wesentlichen quaderförmigen
Raum einnehmendes Lastaufnahmeelement für Betonierungsschalungen oder für Gerüste
im Bauwesen,
dadurch gekennzeichnet,
dass es einen Hauptkörper aus Kunststoff oder Metall hat, welcher eine erste Wand
an der Nutzseite des Lastaufnahmeelements, eine mindestens großenteils davon beabstandete
zweite Wand sowie einen ersten, einen zweiten, einen dritten und einen vierten Stirnendbereich
aufweist;
dass im Zwischenbereich zwischen der ersten Wand und der zweiten Wand Verbindungswände
vorhanden sind derart, dass Hohlbereiche in dem Hauptkörper gebildet sind, die jeweils
zu dem ersten Stirnendbereich und/oder dem entgegengesetzten, zweiten Stirnendbereich
des Hauptkörpers offen sind;
dass der Hauptkörper eine Bezugsachse hat, welche als Schnittlinie zwischen einer
ersten Mittelebene, die mittig zwischen der Außenseite der ersten Wand und der Außenseite
der zweiten Wand verläuft, und einer zweiten Mittelebene, die mittig zwischen dem
dritten Stirnendbereich und dem entgegengesetzten, vierten Stirnendbereich verläuft,
definiert ist;
und dass es mindestens zwei zueinander parallele, rechtwinklig zu der Bezugsachse
verlaufende Schnittebenen durch den Hauptkörper gibt, in denen der Hauptkörper unterschiedliche
Querschnitte hat.
[0002] Die Bezugsachse ist somit eine zentrale Linie, welche an denjenigen zwei Stirnendbereichen
des Hauptkörpers aus diesem austritt, an denen Hohlbereiche des Hauptkörpers nach
außen offen sind. Durch die zwei letzten Kennzeichnungsmerkmale ist ein Lastaufnahmeelement
definiert, dessen Querschnitt sich ändert, wenn man entlang der Bezugsachse fortschreitet.
[0003] Zum Stand der Technik gehören sogenannte Betonierungs-Rahmenschalungen. Diese weisen
einen rechteckigen Rahmen aus Metallträgern auf, der mehrere Quer-Zwischenträger aus
Metall besitzt. An der Nutzseite ist die Rahmenschalung mit einer Schalhaut versehen,
die typischerweise eine Mehrschicht-Holzplatte ist. Derartige Rahmenschalungen sind
aufwändig in der Herstellung und vergleichsweise schwer pro Quadratmeter Schalungsfläche.
[0004] Zum Stand der Technik (
EP 0 448 120 A1) gehört ferner ein plattenartiges Lastaufnahmeelement für Betonierungsschalungen,
welches einen im Wesentlichen quaderförmigen Raum einnimmt. Dieses Lastaufnahmeelement
weist einen länglich-rechteckigen Hauptkörper aus Kunststoff auf, welcher eine erste
Wand an der Nutzseite des Lastaufnahmeelements und eine davon beabstandete zweite
Wand besitzt, somit "zweiwandig" ist. In dem Zwischenbereich zwischen der ersten Wand
und der zweiten Wand sind Verbindungswände vorgesehen, die jeweils schräg zwischen
der ersten Wand und der zweiten Wand verlaufen, so dass-bei Blickrichtung auf einen
der "offenen" Stirnendbereiche, bzw. gesehen in einem Querschnitt, welcher den Hauptkörper
in Richtung seiner kürzeren Querseite schneidet- eine fachwerkartige Struktur vorliegt.
Wenn man hingegen den Hauptkörper in seiner Längsrichtung schneidet, hat man keine
fachwerkartige Struktur, sondern zwischen der ersten Wand und der zweiten Wand die
Verbindungswände, die jeweils vom Anfang des Längsschnitts bis zum Ende des Längsschnitts
durchlaufen. Die Querschnittsgestalt des Hauptkörpers ist über die gesamte Länge des
Hauptkörpers hinweg gleich bleibend. In der genannten Druckschrift ist ausgeführt,
dass der Hauptkörper durch Extrusion von Kunststoff hergestellt wird.
[0005] An dem zuletzt abgehandelten, bekannten Lastaufnahmeelement werden die Beschränkungen
als nachteilig gesehen, die mit der über die Länge gleichbleibenden Querschnittsgestalt
einhergehen. Außerdem wird als nachteilig gesehen, dass das bekannte Lastaufnahmeelement
entlang seiner Längserstreckung, wo wegen der im Vergleich zur Breite größeren Länge
die höheren Biegemomente aus Lastaufnahme abgetragen werden müssen, keine Fachwerkstruktur
besitzt, die ja ein besonders gutes Verhältnis von Lasttragfähigkeit zu Materialaufwand
hat.
[0006] Ausgehend von dem aus der
EP 0 448 120 A1 bekannten Lastaufnahmeelement für Betonierungsschalungen liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein zweiwandiges Lastaufnahmeelement für Betonierungsschalungen
oder für Gerüste im Bauwesen verfügbar zu machen, dessen Hauptkörper eine demgegenüber
neuartige Form hat, welche die Funktionalität des Lastaufnahmeelements vergrößert.
Bei dem erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelement weist der Hauptkörper einen Querschnitt
auf, der sich-beim Fortschreiten in Richtung der Bezugsachse- ändert. Diese Form des
Hauptkörpers erlaubt das Einleiten äußerer Kräfte sowie das Abtragen der äußeren Kräfte
über Auflager- bzw. Reaktionskräfte an Stellen und in Richtungen, die bei Lastaufnahmeelementen
mit zweiwandigem Hauptkörper bisher nicht möglich waren. Dies gilt insbesondere für
Krafteinleitungen sowie Reaktionskraftausübungen in Richtung der Bezugsachse (an Stellen,
die nicht erster Stirnendbereich oder zweiter Stirnendbereich sind).
[0007] Die bei der Erfindung vorhandene, zweiwandige Konstruktion mit erster Wand und zweiter
Wand ist im Verhältnis von Tragfähigkeit, insbesondere im Sinn von mehr oder weniger
weit verteilter Flächenlast auf der Nutzseite, zu Materialgewicht sehr erheblich besser
als eine einwandige Konstruktion, selbst wenn diese Versteifungsrippen hat. Der Begriff
"Hauptkörper" wird benutzt, um Fälle besser erfassen zu können, bei denen das Lastaufnahmeelement
Bestandteile aufweist, die sich insbesondere aufgrund ihres Materials oder ihres Charakters
als - typischerweise kleinere - Anbauteile oder Zubehörteile oder Ergänzungsteile
von dem Hauptkörper unterscheiden. Die zweite Wand kann überall von der ersten Wand
beabstandet sein; generell gilt, dass der Abstand zwischen zwei Wänden nicht überall
gleich groß sein muss, aber sein kann. Die Verbindungswände müssen sich nicht zwingend
jeweils direkt von der ersten Wand zu der zweiten Wand erstrecken. Der Begriff "Verbindungswände"
bedeutet lediglich, dass diese Wände in ihrer Gesamtheit daran beteiligt sind, das
Lastaufnahmeelement zu einem einheitlich zusammengefassten Gebilde zu machen.
[0008] Der Hauptkörper kann ein Kunststoff-Spritzgussteil oder ein Metall-Druckgussteil
sein. Die Ausdrucksweise "der Hauptkörper hat entlang der Bezugsachse unterschiedliche
Querschnitte" bezieht sich schon auf den urgeformten Zustand, d. h. bevor irgendwelche
etwaige Nachbearbeitungsschritte, wie z. B. das Einfräsen von Kerben, stattfinden.
[0009] Hiermit wird ausdrücklich eine alternative Definition des erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelements
gegeben:
Gegenstand der Erfindung ist ein plattenartiges Lastaufnahmeelement für Betonierungsschalungen
oder für Gerüste im Bauwesen,
dadurch gekennzeichnet,
dass es einen Hauptkörper als Kunststoff-Spritzgussteil oder als Metall-Druckgussteil
hat, welcher eine erste Wand an der Nutzseite des Lastaufnahmeelements, eine mindestens
großenteils davon beabstandete zweite Wand, sowie im Zwischenbereich zwischen der
ersten Wand und der zweiten Wand aufweist derart, dass Hohlbereiche in dem Hauptkörper
gebildet sind, die jeweils mindestens zu einem Stirnendbereich des Hauptkörpers offen
sind.
[0010] Diese Definition ist befreit von den Merkmalen "im Wesentlichen quaderförmigen Raum
einnehmend", "Bezugsachse" und "unterschiedliche Querschnitte in mehreren Schnittebenen".
Mittels bekannter Untersuchungsmethoden lässt sich an dem spritzgegossenen bzw. druckgegossenen
Hauptkörper feststellen, ob er durch Spritzgießen bzw. Druckgießen erzeugt worden
ist oder nicht. Bei spritzgegossenen Hauptkörpern gilt das ganz besonders, wenn eine
Faserverstärkung enthalten ist. Bei druckgegossenen Hauptkörpern bietet sich die metallische
Gefügestruktur, insbesondere die Kristallite der metallischen Gefügestruktur zur Untersuchung
an.
[0011] Diese alternative Erfindungsdefinition gilt auch für die in der Anmeldung angegebene
Lastaufnahmetafel und die in der Anmeldung angegebenen Verwendungen. Alle in der Anmeldung
offenbarten, spezielleren Ausbildungen können auch bei dem Lastaufnahmeelement bzw.
der Lastaufnahmetafel bzw. den Verwendungen in alternativer Erfindungsdefinition verwirklicht
sein.
[0012] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelements sind
bei dem Hauptkörper Verbindungswände vorhanden, die - in Richtung der Bezugsachse
gesehen-zusammen mit der ersten Wand und der zweiten Wand eine fachwerkartige Tragstruktur
bilden. Bei Sicht in Richtung der Bezugsachse sind der dritte Stirnendbereich des
Hauptkörpers links und der vierte Stirnendbereich rechts am Ende des Hauptkörpers.
Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Erfindung die Distanz zwischen dem dritten
Stirnendbereich und dem vierten Stirnendbereich in den meisten Fällen die längste
Dimension des einen im Wesentlichen quaderförmigen Raum einnehmenden Lastaufnahmeelements
ist, und dies ist eine speziellere Ausbildung des erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelements.
Diese Ausbildung steht im Gegensatz zu der
EP 0 448 120 A1, wo die längste Dimension des Lastaufnahmeelements in Richtung der Bezugsachse lag.
[0013] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelements hat
der Hauptkörper an der Nutzseite mindestens bereichsweise eine reliefartige Oberflächenausprägung.
Die reliefartige Oberflächenausprägung kann insbesondere dafür nützlich sein, eine
rutschhindernde Struktur außen an der Nutzseite zu haben, damit auf der Nutzseite
laufende Personen weniger leicht ausrutschen. Naturgemäß ist ein solches Merkmal von
besonderer Relevanz, wenn das Lastaufnahmeelement als Gehbelag bei einem Gerüst eingesetzt
wird. Diese speziellere Ausbildung kann bei dem Lastaufnahmeelement gemäß Eingangsabsatz
der Anmeldung, aber auch bei einer oder zugleich mehreren der vorstehend abgehandelten,
spezielleren Ausbildungen, verwirklicht sein.
[0014] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelements weist
der Hauptkörper an dem dritten Stirnendbereich und/oder dem vierten Stirnendbereich
einen Auflagebereich auf, der für ein Auflegen auf ein Tragelement geeignet ist, vorzugsweise
wobei der betreffende Auflagebereich mindestens einen Oberflächenbereich (nicht zusammenfallend
mit dem ersten Stirnendbereich und dem zweiten Stirnendbereich) aufweist, der im Wesentliche
in Bezugsachsenrichtung weist. "Auflegen auf ein Tragelement" kommt sowohl im Umfeld
von Betonierungsschalungen als auch im Umfeld von Gerüsten vor. Mittels dieser spezielleren
Ausbildung lassen sich Auflagebereiche verwirklichen, die eine besonders hohe Tragfähigkeit
haben und/oder die eine Verankerung auf dem Tragelement bzw. gegenseitige Verankerung
von Tragelementen wirksam in Richtung der Bezugsachse erlauben. Diese speziellere
Ausbildung kann bei dem Lastaufnahmeelement gemäß Eingangsabsatz der Anmeldung, aber
auch bei einer oder zugleich mehreren der vorstehend abgehandelten, spezielleren Ausbildungen,
verwirklicht sein.
[0015] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelements weist
der Hauptkörper an der der Nutzseite entgegengesetzten Rückseite mindestens eine Ausnehmung
relativ zu dem Zentralbereich der Rückseiten-Oberfläche auf, welche Ausnehmung sich
anschließend an den ersten, den zweiten, den dritten oder den vierten Stirnendbereich
befindet. Diese Ausnehmungen können jeweils zwei gegenüberliegende, begrenzende Oberflächenbereiche
besitzen, die - im Falle von Ausnehmungen anschließend an den dritten oder den vierten
Stirnendbereich - in Richtung der Bezugsachse weisen. Im Falle des Vorsehens der Ausnehmungen
anschließend an den ersten und an den zweiten Stirnendbereich können diese Oberflächenbereiche
in einer Richtung rechtwinklig zu der im vorigen Satz genannten Weisungsrichtung weisen.
Es ist möglich, die Ausnehmungen einseitig oder beidseitig hinterschnitten bezüglich
einer Bewegungsrichtung eines anderen Bauteils in Richtung von der Rückseite des Hauptkörpers
weg (oder in anderen Worten, es existiert mindestens ein Oberflächenbereich, der im
Wesentlichen in Richtung zu der ersten Wand weist) auszubilden. Bei einer derartigen
Ausnehmung können andere Bauteile mit Hintergreifen an das Lastaufnahmeelement bzw.
den Hauptkörper angeschlossen werden. Die in diesem Absatz abgehandelten, spezielleren
Ausbildungen können bei dem Lastaufnahmeelement gemäß Eingangsabsatz der Anmeldung,
aber auch bei einer oder zugleich mehreren der vorstehend abgehandelten, spezielleren
Ausbildungen, verwirklicht sein.
[0016] Das Lastaufnahmeelement kann eine Mittelwand haben, die grob gesprochen im mittleren
Bereich oder genauer mittig zwischen dem ersten Stirnendbereich und dem zweiten Stirnendbereich
positioniert ist.
[0017] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Lastaufnahmetafel für Betonierungsschalungen
oder für Gerüste im Bauwesen, dadurch gekennzeichnet, dass sie in zusammengebauter
Konstruktion mehrere Lastaufnahmeelemente, wie sie in dieser Anmeldung offenbart sind,
enthält. Bei einer spezielleren Ausbildung dieser Lastaufnahmetafel sind die Lastaufnahmeelemente
reihenförmig derart zusammengebaut, dass- im Falle eines nicht am Ende der Lastaufnahmetafel
positionierten Lastaufnahmeelements- an den ersten Stirnendbereich eines betrachteten
Lastaufnahmeelements ein erster oder ein zweiter Stirnendbereich eines benachbarten
Lastaufnahmeelements anschließt und dass an den zweiten Stirnendbereich des betrachteten
Lastaufnahmeelements ein erster oder ein zweiter Stirnendbereich eines an der anderen
Seite benachbarten Lastaufnahmeelements anschließt.
[0018] Bei einer spezielleren Ausbildung der erfindungsgemäßen Lastaufnahmetafel weist die
Lastaufnahmetafel Zuganker auf, welche mehrere in Bezugsachsenrichtung aufgereihte
Lastaufnahmeelemente miteinander verbinden.
[0019] Bei einer spezielleren Ausbildung der erfindungsgemäßen Lastaufnahmetafel weist die
Lastaufnahmetafel zwei Randträger auf, mit denen mehrere in Bezugsachsenrichtung aufgereihte
Lastaufnahmeelemente jeweils verbunden sind.
[0020] Es ist möglich, zwei weitere Randträger oder Abschlussdeckel vorzusehen, die an den
zwei anderen Rändern der Lastaufnahmetafel positioniert sind. Diese spezielleren Ausbildungen
können bei dem Lastaufnahmeelement gemäß dem Absatz "Weiterer Gegenstand der Erfindung
ist eine Lastaufnahmetafel", aber auch bei einer oder zugleich mehreren der vorstehend
abgehandelten, spezielleren Ausbildungen, verwirklicht sein.
[0021] Bei einer spezielleren Ausbildung der erfindungsgemäßen Lastaufnahmetafel sind mindestens
bei einem Teil mindestens derjenigen Hohlbereiche, die an die Innenoberfläche der
betreffenden ersten Wand angrenzen, Füllteile aus Schaumkunststoff vorhanden, von
denen sich mindestens eine Teilanzahl jeweils über die Grenze zwischen zwei benachbarten
Lastaufnahmeelementen hinweg erstreckt. Der Schaumkunststoff kann aus dem Bereich
der unter der Bezeichnung Hartschaumkunststoffe bekannt ist, ausgewählt sein, z. B.
harter Polyurethan-Schaumkunststoff, wie er z. B. zur Befestigung von Fensterrahmen
in Gebäudewänden verwendet wird. Diese Füllteile verknüpfen jeweils benachbarte Lastaufnahmeelemente
miteinander, so dass dem Auftreten unterschiedlich starker Durchbiegungen bei benachbarten
Lastaufnahmeelementen entgegengewirkt wird. Ferner ergibt sich eine Versteifungswirkung
gegen lokale Durchbiegung der ersten Wand zum Inneren des betreffenden Lastaufnahmeelements
hin unter dem Druck des fließfähigen Betons beim Betongießen. Schließlich wird die
Lastaufnahmetafel durch die Füllteile nagelbar, d. h. es können von der Nutzseite
her z. B. irgendwelche Betonformgebungsteile aufgenagelt werden. Zur Wiederverwendung
der Lastaufnahmetafeln können derartige Teile wieder entfernt werden, und es besteht
keine Gefahr, dass bei der nächsten Verwendung Bestandteile des fließfähigen Betons
durch die Nagellöcher in der ersten Wand in das Innere eines Lastaufnahmeelements
fließen. Diese speziellere Ausbildung kann bei der Lastaufnahmetafel gemäß dem Absatz
"Weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Lastaufnahmetafel", aber auch bei einer
oder zugleich mehreren der vorstehend abgehandelten, spezielleren Ausbildungen, verwirklicht
sein.
[0022] Weitere Gegenstände der Erfindung sind Verwendungen des in dieser Anmeldung offenbarten
Lastaufnahmeelements oder der in dieser Anmeldung offenbarten Lastaufnahmetafel entweder
als Gehbelag bei einem Gerüst oder im Zusammenhang mit einer Betonierungs-Deckenschalung
oder im Zusammenhang mit einer Betonierungs-Wandschalung.
[0023] Weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen eines plattenartigen
Lastaufnahmeelements für Betonierungsschalungen oder für Gerüste im Bauwesen,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptkörper des Lastaufnahmeelements, welcher eine
erste Wand an der Nutzseite des Lastaufnahmeelements, eine mindestens großenteils
davon beabstandete zweite Wand sowie im Zwischenbereich zwischen der ersten Wand und
der zweiten Wand Verbindungswände aufweist derart, dass in dem Hauptkörper mindestens
einseitig offene Hohlbereiche gebildet sind, durch Spritzgießen von Kunststoff oder
durch Druckgießen von Metall in einer Gießform erzeugt wird.
[0024] Bisher kennt man auf dem Gebiet der Betonierungsschalungen plattenartige Lastaufnahmeelemente
mit zweiwandigem Hauptkörper aus Kunststoff nur in der Form, dass der Hauptkörper
in Richtung der Bezugsachse extrudiert ist. Bei Herstellung aus Metall kennt man die
Bauweise der Vereinigung, z. B. durch Punktschweißung, aus mehreren Bestandteilen,
nicht jedoch Herstellung durch Druckgießen von Metall.
[0025] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Hauptkörper
erzeugt, der einen im Wesentlichen quaderförmigen Raum einnimmt und der zusätzlich
zu der ersten Wand und der zweiten Wand - an einem ersten Paar von entgegengesetzten
Seiten - einen ersten Stirnendbereich und einen zweiten Stirnendbereich, sowie - an
einem zweiten Paar von entgegengesetzten Seiten - einen dritten Stirnendbereich und
einen vierten Stirnendbereich aufweist; wobei die Hohlräume jeweils zu dem ersten
Stirnendbereich und/oder dem zweiten Stirnendbereich offen sind;
und wobei der der Hauptkörper eine Bezugsachse hat, welche als Schnittlinie zwischen
einer ersten Mittelebene, die mittig zwischen der Außenseite der ersten Wand und der
Außenseite der zweiten Wand verläuft, und einer zweiten Mittelebene, die mittig zwischen
dem dritten Stirnendbereich und dem vierten Stirnendbereich verläuft, definiert ist.
[0026] Es wird betont, dass die Schließ/Öffnungs-Bewegungsrichtung der Gießform zwar der
Richtung der Bezugsachse entsprechen kann, aber nicht zwangsläufig entsprechen muss.
Es ist z. B. möglich, dass die Richtung der Schließ/Öffnungs-Bewegung der Gießform
rechtwinklig zu der Nutzseite der ersten Wand ist.
[0027] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Hauptkörper
erzeugt, bei dem Verbindungswände vorhanden sind, die - in Richtung der Bezugsachse
gesehen - zusammen mit der ersten Wand und der zweiten Wand eine fachwerkartige Tragstruktur
bilden. Zu der fachwerkartigen Tragstruktur sind bereits weiter oben erläuternde Ausführungen
gemacht worden.
[0028] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Hauptkörper
erzeugt, der an der Nutzseite mindestens bereichsweise eine reliefartige Oberflächenausprägung
hat, wobei im Verlauf der Trennung des Hauptkörpers von der Gießform eine Relativbewegung
zwischen dem Hauptkörper und einem Gießformbereich für die reliefartige Oberflächenausprägung
stattfindet, die im Wesentlichen eine Richtung rechtwinklig zu der Nutzseite hat.
Zum Nutzen der reliefartigen Oberflächenausprägung sind bereits weiter oben erläuternde
Ausführungen gemacht worden. Diese speziellere Ausbildung kann bei dem Verfahren gemäß
dem weiter oben angesprochenen "weiteren Gegenstand der Erfindung", aber auch bei
einer oder zugleich mehreren der vorstehend abgehandelten, spezielleren Ausbildungen
des Verfahrens, verwirklicht sein.
[0029] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Hauptkörper
erzeugt, der an dem dritten Stirnendbereich und/oder dem vierten Stirnendbereich einen
Auflagebereich aufweist, der für ein Auflegen des Lastaufnahmeelements auf ein Tragelement
geeignet ist, wobei im Verlauf der Trennung des Hauptkörpers von der Gießform eine
Relativbewegung zwischen dem Hauptkörper und einem Gießformbereich für den betreffenden
Auflagebereich stattfindet, die entweder im Wesentlichen eine Richtung rechtwinklig
zu der Nutzseite hat oder im Wesentlichen eine Richtung rechtwinklig zu der zweiten
Mittelebene hat. Diese speziellere Ausbildung kann bei dem Verfahren gemäß dem weiter
oben angesprochenen "weiteren Gegenstand der Erfindung", aber auch bei einer oder
zugleich mehreren der vorstehend abgehandelten, spezielleren Ausbildungen des Verfahrens,
verwirklicht sein.
[0030] Bei einer spezielleren Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Hauptkörper
erzeugt, der an der der Nutzseite entgegengesetzten Rückseite mindestens eine Ausnehmung
relativ zu dem Zentralbereich der Rückseiten-Oberfläche aufweist, welche Ausnehmung
sich anschließend an den ersten, den zweiten, den dritten oder den vierten Stirnendbereich
befindet, vorzugsweise wobei im Verlauf der Trennung des Hauptkörpers von der Gießform
eine Relativbewegung zwischen dem Hauptkörper und einem Gießformbereich für die betreffende
Ausnehmung stattfindet, die - im Falle einer Ausnehmung anschließend an den dritten
oder den vierten Stirnendbereich - im Wesentlichen eine Richtung rechtwinklig zu der
zweiten Mittelebene hat, oder die - im Falle einer Ausnehmung anschlie-βend an den
ersten oder den zweiten Stirnendbereich - im Wesentlichen eine Richtung rechtwinklig
zu einer dritten Mittelebene hat, die mittig zwischen dem ersten und dem zweiten Stirnendbereich
verläuft. Diese speziellere Ausbildung kann bei dem Verfahren gemäß dem weiter oben
angesprochenen "weiteren Gegenstand der Erfindung", aber auch bei einer oder zugleich
mehreren der vorstehend abgehandelten, spezielleren Ausbildungen des Verfahrens, verwirklicht
sein.
[0031] Geeignete Kunststoffe für den Hauptkörper des erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelements
sind dem Durchschnittsfachmann geläufig, als ein Beispiel unter mehreren möglichen
sei Polypropylen genannt. Es ist günstig, faserverstärkten Kunststoff einzusetzen,
der heutzutage auch durch Spritzgießen verarbeitbar ist. Dabei sind die Verstärkungsfasern
in der Regel relativ kurz, typischerweise nur Bruchteile eines Millimeters lang.
[0032] Im Fall eines Hauptkörpers aus Metall, ist es zur Gewichtssparung günstig, mit Aluminium
oder einer Aluminiumlegierung zu arbeiten.
[0033] Im Fall von Lastaufnahmeelementen für Betonierungsschalungen ist es günstig, die
Lastaufnahmeelemente mit einer Länge von mindestens 50 cm, besser von mindestens 80
cm, noch besser von mindestens 110 cm, sowie mit einer Breite von mindestens 20 cm,
besser von mindestens 28 cm, auszuführen.
[0034] Im Fall von Lastaufnahmeelementen für Gehbeläge in Gerüsten ist es günstig, die Lastaufnahmeelemente
mit einer Länge von mindestens 200 cm, besser von mindestens 290 cm, sowie mit einer
Breite von mindestens 20 cm, besser von mindestens 40 cm, auszuführen.
[0035] Die Erfindung und speziellere Ausgestaltungen der Erfindung werden nachfolgend anhand
von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen noch näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Lastaufnahmetafel, die sechs Lastaufnahmeelemente enthält, in einer perspektivischen
Explosionsdarstellung mit Blick insbesondere auf die Rückseite der Lastaufnahmetafel
bzw. der Lastaufnahmeelemente;
Fig. 2 das Lastaufnahmeelement von Fig. 1 in perspektivischer Darstellung und in größerem
Maßstab, wobei eine Variation im Verhältnis zu Fig. 1 gezeichnet ist;
Fig. 3 einen Ausschnitt eines Lastaufnahmeelements in gegenüber dem Ausführungsbeispiel
von Figuren 1 und 2 abgeänderter Konstruktion;
Fig. 4 ein Lastaufnahmeelement, das viel länger als breit ist, in perspektivischer
Darstellung, die insbesondere die Nutzseite des Lastaufnahmeelements zeigt;
Fig. 5 einen vergrößerten Ausschnitt des Lastaufnahmeelements von Fig. 4;
Fig. 6 einen vergrößerten Ausschnitt des Endbereichs des Lastaufnahmeelements von
Fig. 4, in perspektivischer Darstellung mit Blickrichtung schräg von unten her;
Fig. 7 einen Ausschnitt aus einer Lastaufnahmetafel, die mehrere Lastaufnahmeelemente
gemäß Figuren 4 bis 6 enthält, in perspektivischer Explosionsdarstellung;
Fig. 8 zwei Lastaufnahmeelemente und Füllteile in einer perspektivischen Explosionsdarstellung.
[0036] Unter Bezugnahme auf Fig. 1 wird zunächst ein einzelnes Lastaufnahmeelement 4 beschrieben,
und zwar konkret das "zweite" rechts-unten in einer Reihe von sechs Lastaufnahmeelementen
4. Ergänzend möge man auf Fig. 2 mit ihrem größeren Maßstab sehen.
[0037] Das Lastaufnahmeelement 4 nimmt einen im Wesentlichen quaderförmigen Raum ein (oder
in anderen Worten: die Wände eines hohlen Quaders können auf allen sechs Seiten einhüllend
angesetzt werden). Um ein typisches Beispiel zu nennen: Der quaderförmige Raum hat
eine Länge L von etwas weniger als 90 cm, eine Breite B von etwa 30 cm, und eine Dicke
D von etwa 12 cm. Lastaufnahmeelemente 4 mit anderer, insbesondere größerer, Länge
L und/oder anderer, insbesondere größerer, Breite B und/oder anderer, insbesondere
größerer, Dicke D sind möglich.
[0038] Das Lastaufnahmeelement 4 hat eine Nutzseite 6 mit einer in Fig. 1 nach unten weisenden
Nutzseiten-Oberfläche (von der man in Fig. 1 nur eine Kante sieht; besser zu sehen
ist die Nutzseite 6 bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3). Die Nutzseite 6 ist in
Draufsicht insgesamt rechteckig. Das Lastaufnahmeelement 4 hat ferner eine Rückseite
mit einer Rückseiten-Oberfläche 8. Die Rückseiten-Oberfläche 8 ist - als gedanklicher
Ausgangspunkt -ebenfalls im Wesentlichen rechteckig, allerdings "verringert" um die
weiter unten noch näher zu beschreibende Ausnehmungen 10. Das Lastaufnahmeelement
4 hat in Fig. 1 nach rechts-unten weisend einen ersten Stirnendbereich 12 und entgegengesetzt,
nach links-oben weisend, einen zweiten Stirnendbereich 14. Das Lastaufnahmeelement
4 hat in Fig. 1 nach links-unten weisend einen dritten Stirnendbereich 16 und entgegengesetzt,
nach rechts-oben weisend, einen vierten Stirnendbereich 18.
[0039] Man kann auf die Nutzseite 6 flächig eine gedachte Ebene legen, auf die Rückseiten-Oberfläche
8 flächig eine gedachte Ebene legen und mittig dazwischen eine gedachte erste Mittelebene
legen. Man kann gegen den dritten Stirnendbereich 16 eine anliegende, gedachte Ebene
stellen, kann gegen den vierten Stirnendbereich 18 anliegend eine gedachte Ebene stellen
und kann mittig zwischen diesen zwei Ebenen eine zweite Mittelebene legen. Man kann
gegen den ersten Stirnendbereich 12 eine anliegende, gedachte Ebene stellen, kann
gegen den zweiten Stirnendbereich 14 eine anliegende, gedachte Ebene stellen und kann
mittig zwischen diesen zwei Ebenen eine dritte Mittelebene legen. Die drei Mittelebenen
liegen rechtwinklig zueinander und bilden ein dreidimensionales Koordinatensystem.
Die erste Mittelebene und die zweite Mittelebene schneiden einander in einer Linie,
die für die Zwecke der vorliegenden Anmeldung Bezugsachse 20 genannt wird. Die Bezugsachse
20 erstreckt sich somit in Breitenrichtung des Lastaufnahmeelements 4.
[0040] In Blickrichtung auf den ersten Stirnendbereich 12 bzw. den zweiten Stirnendbereich
14 hat das Lastaufnahmeelement 4 das Aussehen einer fachwerkartigen
[0041] Tragstruktur. Man sieht auf die Kante einer ersten Wand 22 an der Nutzseite 6, auf
die Kante einer zweiten Wand 24 an der Rückseite des Lastaufnahmeelements 4 und auf
die Kanten von insgesamt zehn Verbindungswänden 26, die jeweils schräg von der ersten
Wand 22 zu der zweiten Wand 24 bzw. von der zweiten Wand 24 zu der ersten Wand 22
verlaufen. Für den Moment abgesehen von dem dritten Stirnendbereich 16 und dem vierten
Stirnendbereich 18 haben die erste Wand 22 und die zweite Wand 24 einen konstanten
Abstand voneinander, welcher der Dicke D minus Summe der Materialdicken von erster
Wand 22 und zweiter Wand 24 entspricht. Durch die Wände 22, 24, 26 werden Hohlbereiche
30 mit dreieckigem Querschnitt begrenzt, die sich in der gleichen Richtung wie die
Bezugsachse 20 von dem ersten Stirnendbereich 12 zu dem zweiten Stirnendbereich 14
erstrecken. Die Verbindungswände 26 müssen nicht zwingend in der gezeichneten Weise
vorhanden sein. Zum Beispiel kann ein Teil der Verbindungswände 26 rechtwinklig zu
der ersten Wand 22 und der zweiten Wand 24 ausgerichtet sein. Den Bereich zwischen
der ersten Wand 22 und der zweiten Wand 24 kann man als "Zwischenbereich" bezeichnen.
[0042] Jedes Lastaufnahmeelement 4 weist vier Ausnehmungen 10 relativ zu der Rückseiten-Oberfläche
8 auf, die untereinander gleich aufgebaut sind. Zwei Ausnehmungen 10 befinden sich
anschließend an den dritten Stirnendbereich 16, und die anderen zwei Ausnehmungen
10 befinden sich anschließend an den vierten Stirnendbereich 18. Der Boden bzw. Grund
jeder Ausnehmung 10 wird durch eine Schrägwand 32 begrenzt, die jeweils von der Rückseiten-Oberfläche
8 ausgehend sich zum dritten bzw. vierten Stirnendbereich 16 bzw. 18 hin der ersten
Wand 22 stärker annähert. Am dritten bzw. vierten Stirnende beträgt die Tiefe der
jeweiligen Ausnehmung 10, relativ zu der Rückseiten-Oberfläche 8, z. B. 25 bis 40%
der Dicke D.
[0043] Jede Ausnehmung 10 hat zwei Seitenwände 34, die sich in Richtung der Länge L des
Lastaufnahmeelements 4 erstrecken. Wo die Seitenwände 34 in die zweite Wand 24 übergehen,
ist die zweite Wand 24 etwas breiter "stehen geblieben" als es der Fall wäre, wenn
die betreffende Seitenwand 34 in konstanter Dicke bis zur Rückseiten-Oberfläche 8
durchginge. In anderen Worten, die Ausnehmungen 10 sind rechts und links an den Seitenwänden
34 hinsichtlich einer Bewegung eines in der Ausnehmung 10 befindlichen Gegenstands
in Richtung von der Rückseiten-Oberfläche 8 weg hinterschnitten. Wo die zweite Wand
24 gleichsam in die Ausnehmung 10 hineinragt, hat sie einen inneren Oberflächenbereich,
der in Richtung zu der ersten Wand weist.
[0044] Ebenso wie das konkret beschriebene, rechts-unten "zweite" Lastaufnahmeelement 4
sind die anderen drei Lastaufnahmeelemente 4, die nicht erstes und letztes Lastaufnahmeelement
4 in der Reihe von sechs Lastaufnahmeelementen 4 sind, ausgebildet.
[0045] Das erste Lastaufnahmeelement 4a rechts-unten in Fig. 1 und das letzte Lastaufnahmeelement
4b links-oben in Fig. 1 sind etwas anders gestaltet. Am Einfachsten kann man die jeweilige
Abweichung so in Worten beschreiben, dass am ersten Stirnendbereich 12 des Lastaufnahmeelements
4a und, in gleicher Weise, am zweiten Stirnendbereich 14 des Lastaufnahmeelements
4b jeweils ein Abschnitt, der einen Teil der Breite B ausmacht, weggetrennt worden
ist. Der Abschnitt ist in einem derartigen Ausmaß, welches sich in Richtung der Breite
B erstreckt, weggetrennt, dass die zwei Ausnehmungen 10a bzw. 10b, die sich nahe dem
Ende rechts-unten bzw. dem Ende links-oben der Lastaufnahmetafel 2 befinden, zu dem
ersten Stirnendbereich 12 bzw. dem zweiten Stirnendbereich 14 hin offen, d. h. ohne
dortige Seitenwand 34, sind.
[0046] Was bisher als Lastaufnahmeelement 4 beschrieben worden ist, ist - in der Diktion
der Patentansprüche - dessen Hauptkörper.
[0047] Die Explosionsdarstellung der Fig. 1 zeigt die Lastaufnahmetafel 2 sozusagen im noch
nicht zusammengebauten Zustand. Von kleineren Bauteilen abgesehen, besteht das Lastaufnahmeelement
2 aus den bereits beschriebenen, sechs Lastaufnahmeelementen 4, zwei Längs-Randträgern
40, und zwei Quer-Randträgern 42. Auf der Basis von Fig. 1 kann man sich gut das Zusammenbauen
der genannten Bauteile 4, 40, 42 vorstellen. Die Lastaufnahmeelemente 4 werden, mit
den Lastaufnahmeelementen 4 jeweils erster Stirnendbereich 12 gegen zweiten Stirnendbereich
14 dicht aneinander anschließend, positioniert. Der eine Längs-Randträger 40 fasst
die dritten Stirnendbereiche 16 aller sechs Lastaufnahmeelemente 4 ein, und der andere
Längs-Randträger 40 fasst die vierten Stirnendbereiche aller sechs Lastaufnahmeelemente
4 ein. Der eine Quer-Randträger 42 überdeckt den ersten Stirnendbereich des ersten
Lastaufnahmeelements 4a, und der andere Quer-Randträger 42 überdeckt den zweiten Stirnendbereich
14 des letzten Lastaufnahmeelements 4b. Die Längs-Randträger 40 sind mit Hilfe von
Schrauben
44, die in entsprechende Schraubkanäle in den Lastaufnahmeelementen 4 gehen, an den Lastaufnahmeelementen
4 befestigt. Die Quer-Randträger 42 sind mit Hilfe von nicht eingezeichneten Schrauben,
die in entsprechende Schraubkanäle des ersten Lastaufnahmeelements 4a und des letzten
Lastaufnahmeelements 4b gehen, mit diesen verschraubt. Statt der Schrauben können
auch andere Verbindungsmittel vorgesehen sein.
[0048] Jeder Längs-Randträger 40 hat im Wesentlichen einen Querschnitt in Form eines zu
den Lastaufnahmeelementen 4 hin offenen U mit einer Basis 46, einem vorderseitigen
Schenkel 48 und einem rückseitigen Schenkel 50. Die Lastaufnahmeelemente 4 haben am
Übergang zwischen dem dritten Stirnendbereich 16 und sowohl der ersten Wand 22 als
auch der zweiten Wand 24 sowie im Übergang zwischen dem vierten Stirnendbereich und
sowohl der ersten Wand 22 als auch der zweiten Wand 24 Eckausnehmungen 52, die sich
in ihrer Gesamtheit in Richtung der Breite B erstrecken. Die Eckausnehmungen 52 haben
eine derartige Größe, dass sie gerade den Vorstand der Schenkel 48, 50 aufnehmen.
Auf diese Weise sind die Längs-Randträger 40 und die Lastaufnahmeelemente 4 bidirektional
formschlüssig hinsichtlich Relativbewegung in Richtung der Dicke D miteinander verankert.
[0049] Auch die Quer-Randträger 42 haben im Wesentlichen einen U-förmigen, zum benachbarten
Lastaufnahmeelement 4a bzw. 4b hin offenen Querschnitt mit einer Basis 54, einem vorderseitigen
Schenkel 56 und einem rückseitigen Schenkel 58, wobei allerdings im Unterschied zu
den Längs-Randträgern 40 zusätzlich ein mittlerer Schenkel 60 vorhanden ist. Auch
das erste Lastaufnahmeelement 4a und das letzte Lastaufnahmeelement 4b haben vorderseitig
sowie rückseitig jeweils Eckausnehmungen 62, die sich in ihrer Gesamtheit entsprechend
der Länge L erstrecken. Außerdem sind die schräg verlaufenden Verbindungswände 26
alle am ersten Stirnendbereich 12 bzw. am zweiten Stirnendbereich 14 mit einer Nut
64 versehen. Die Nuten 64 sind derart positioniert und ausgebildet, dass der mittlere
Schenkel 60, der sich wie die Schenkel 56, 58 entsprechend der Länge L erstreckt,
dort hineinpasst.
[0050] Am Beispiel des zweiten Lastaufnahmeelements 4 und des vorletzten Aufnahmeelements
4' soll noch ein weiteres Merkmal der Lastaufnahmeelemente 4 erläutert werden. Am
dritten Stirnendbereich 16 und am vierten Stirnendbereich 18 ist jeweils ein Kanal
66 geformt, der sich von der Nutzseite 6 zu der Rückseiten-Oberfläche 8 erstreckt.
Der jeweilige Kanal 66 hat eine Tiefe T, gemessen von dem betreffenden Stirnende aus
hin zum Zentrum des Lastaufnahmeelements 4'. Unmittelbar nach dem Spritzgießen des
Lastaufnahmeelements 4' sind die Enden des Kanals sowohl der Nutzseite 6 als auch
an der Rückseite des Lastaufnahmeelements 4' für einen Teil der Tiefe T von Materialbereichen
überdeckt, die der ersten Wand 22 bzw. der zweiten Wand 24 angehören. Diese Situation
ist bei dem ersten Lastaufnahmeelement 4a, dem dritten Lastaufnahmeelement 4, dem
vierten Lastaufnahmeelement 4 und dem letzten Lastaufnahmeelement 4b gezeichnet. Bei
ausgewählten Lastaufnahmeelementen 4, d. h. im Beispielsfall der Fig. 1 bei dem zweiten
Lastaufnahmeelement 4 und bei dem fünften Lastaufnahmeelement 4', sind diese Überdeckungs-Materialbereiche
weggebrochen worden. Dann kann man Einschubteile 68, die im Wesentlichen rohrförmige
Gestalt mit jeweils einem kurzen seitlichen Fortsatz an jedem Rohrende haben, in die
Kanäle 66 einschieben. Danach erfolgt der Zusammenbau, wie beschrieben, mit den Längs-Randträgern
40. Bei Einsatz der Lastaufnahmetafel 2 für Betonierungsschalungen können jeweils
durch den Rohrinnenraum der Einschubteile 68 z. B. Spannanker gesteckt werden, um
z. B. zwei mit Abstand parallele Wandschalungen auf einem definierten Abstand zu halten.
Es versteht sich, dass die gerade nicht benutzten Rohrinnenräume der Einschubteile
68 auf der Betonierungsseite mit Kappen verschlossen werden.
[0051] Die Einschubteile 68 und die weiter unten beschriebenen Füllteile sind Beispiele
für Bestandteile der Lastaufnahmeelemente 4 bzw. der Lastaufnahmetafel 2, die nicht
dem Hauptkörper zuzusprechen sind.
[0052] In Folge des Vorhandenseins der Ausnehmungen 10 kann man dort auf den Rückseiten
der Lastaufnahmeelemente 4 hinter den rückseitigen Steg 50 der Längs-Randträger 40
greifen, insbesondere mit Backen von Verbindungsklammern, welche benachbarte Lastaufnahmetafeln
2 miteinander verklammern. Auch das Anschließen anderer Schalungszubehörteile ist
dort möglich. Durch die Ausbildung der Ausnehmungen 10a und 10b kann man dort hinter
den rückseitigen Steg 58 des betreffenden Quer-Randträgers 42 greifen. Außerdem kann
man bei den weiter oben beschriebenen Hinterschneidungen am Übergang der Seitenwände
34 der Ausnehmungen 10 zu der zweiten Wand 24 dort hinter die der zweiten Wand 24
angehörenden Wandbereiche greifen und so z. B. Verbindungsklammern oder andere Schalungszubehörteile
formschlüssig anschließen. Günstig ist es, wenn die Längs-Randträger 40 und die Quer-Randträger
42 Metallschienen, besonders günstig extrudierte Schienen aus Aluminium oder einer
Aluminiumlegierung, sind. Besonders günstig ist es ferner, wenn die Lastaufnahmeelemente
Spritzgussteile aus Kunststoff oder Druckgussteile aus Metall sind. Faserverstärkter
Kunststoff ist besonders günstig. Wenn man die Lastaufnahmeelemente 4 aus Metall fertigt,
kommen alle Metalle in Frage, welche gut druckgießbar sind und die erforderliche Festigkeit
haben. Aluminium und Aluminiumlegierungen sind wegen des relativ geringen spezifischen
Gewichts besonders günstig.
[0053] Die Lastaufnahmeelemente 4 haben jeweils eine relativ komplizierte Gestalt, insbesondere
an dem dritten Stirnendbereich 16 einschließlich der dortigen Ausnehmungen 10 und
an dem vierten Stirnendbereich 18 einschließlich der dortigen Ausnehmungen 10. Dennoch
lassen sich die Lastaufnahmeelemente 4 durch Spritzgießen bzw. Druckgießen herstellen.
Es gibt insbesondere zwei Möglichkeiten:
- (a) Die Formteilungsebene verläuft in Richtung der Länge L des Lastaufnahmeelements
4, und zwar in der Mitte zwischen dem ersten Stirnendbereich 12 und dem zweiten Stirnendbereich
14, oder in etwa dort, wo die erste Wand 22 verläuft. Die Formhälftenschließbewegung
und die Formhälftenöffnungsbewegung erfolgen in Richtung der Bezugsachse 20. Die für
die Formgebung der Hohlräume 30 erforderlichen Säulen sind entweder Bestandteil einer
Formhälfte bzw. jeweils hälftig Bestandteil der beiden Formhälften, oder sind durch
relativ zu den Formhälften gesondert verschiebbare Formenschieber verwirklicht. Zur
Formung des dritten Stirnendbereichs 16 und des vierten Stirnendbereichs 18 sowie
der Ausnehmungen 10 sowie der Kanäle 66 sind Formschieber vorgesehen, deren Bewegungsrichtung
entsprechend der Richtung der Länge L verläuft;
- (b) Das betreffende Lastaufnahmeelement 4 wird in einer Positionierung spritzgegossen
bzw. druckgegossen, die im Vergleich zu der unter (a) geschilderten Situation um 90°
gedreht ist. Die Formenteilungsebene verläuft z. B. entsprechend der weiter oben angesprochenen
ersten Mittelebene mittig zwischen der ersten Wand 22 und der zweiten Wand 24. Die
Hohlräume 30 werden durch Formschieber geformt, deren Bewegungsrichtung entsprechend
der Bezugsachse 20 verläuft.
[0054] Die Quer-Randträger 42 sind bisher zwar als "Träger" beschrieben worden. Je nach
Ausführung der Lastaufnahmeelemente 4 unter den Gesichtspunkten der Statik bzw. des
Lastaufnahmevermögens gibt es jedoch Ausführungen der Lastaufnahmetafeln, bei denen
den Quer-Randträgern 42 keine mittragende Funktion mehr zukommt. In diesem Fall haben
die dortigen Bauteile eher die Funktion von Abschlussdeckeln für den ersten Stirnseitenbereich
12 des ersten Lastaufnahmeelements 4a und den zweiten Stirnseitenbereich 14 des letzten
Lastaufnahmeelements 4b. Eine derartige Ausführung sieht man in Fig. 3.
[0055] Es wird betont, dass die Längs-Randträger 40 und/oder die Quer-Randträger 42 alternativ
aus, günstigerweise faserverstärktem, Kunststoff sein können.
[0056] Fig. 2 hat einerseits den Zweck, mittels des größeren Maßstabs die Einzelheiten des
gezeichneten Lastaufnahmeelements 4 augenfälliger zu machen. Deshalb sind die hier
wesentlichsten Bezugszeichen aus Fig. 1 erneut eingetragen.
[0057] Zum anderen soll Fig. 2 veranschaulichen, dass Kanäle 66' und Einschubteile 68 alternativ
oder zusätzlich an anderen Stellen des Lastaufnahmeelements 4 positioniert sein können.
Während anhand von Fig. 1 Kanäle 66 etwa in der Mitte des dritten Stirnendbereichs
16 und des vierten Stirnendbereichs 18 beschrieben worden sind, sieht man in Fig.
2 die Möglichkeit, dass am ersten Stirnendbereich 12 zwei Kanäle 66', wiederum durch
Ausbrechen von kleinen Bereichen der ersten Wand 22 und der zweiten Wand 24, sowie
zwei Kanäle 66' an dem zweiten Stirnendbereich 14, wiederum durch Herausbrechen von
kleinen Bereichen der ersten Wand 22 und der zweiten Wand 24, ausgebildet sind. Es
handelt sich jeweils gleichsam um einen "halben" Kanal. Wenn man sich jeweils ein
benachbartes Lastaufnahmeelement 4 angesetzt vorstellt, bilden zwei "halbe" Kanäle
66' zusammen einen vollständigen Kanal 66. Die halben Kanäle 66' befinden sich jeweils
nahe dem dritten Stirnendbereich 16 bzw. dem vierten Stirnendbereich 18, aber nicht
ganz so nahe wie die Kanäle 66 beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1. Die Einschubteile
68 haben jeweils einen etwas kürzeren seitlichen Fortsatz an jedem Rohrende als bei
Fig. 1.
[0058] Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt einer Lastaufnahmetafel 2, wobei man insbesondere einen
dritten Stirnendbereich 16 eines Lastaufnahmeelements 4 sieht (in Fig. 3 ist allerdings,
anders als bei Fig. 1, die Nutzseite 6 oben und die Rückseiten-Oberfläche 8 unten).
[0059] Bis auf die nun zu beschreibenden Unterschiede ist das gezeichnete Lastaufnahmeelement
4 ebenso ausgebildet wie das im Zusammenhang mit Fig. 1 im Einzelnen beschriebene
Lastaufnahmeelement 4, so dass dies hier nicht wiederholt werden muss. Insbesondere
sieht man die erste Wand 22, die zweite Wand 24 und zwei der Verbindungswände 26.
Außerdem sieht man die schräg verlaufende Bodenwand 10a der Ausnehmung und die Seitenwände
34 der betreffenden Ausnehmung 10 und die Hinterschneidung 70 am jeweiligen Übergang
zwischen Ausnehmungs-Seitenwand 34 und zweiter Wand 24. Schließlich sieht man einen
Schraubkanal 72, wie er weiter oben im Zusammenhang mit Fig. 1 angesprochen worden
ist, aber in Fig. 1 nicht konkret sichtbar war.
[0060] Die bemerkenswertesten Unterschiede zu dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 und 2 bestehen
in der Querschnittsgestalt des Längs-Randträgers 40, der damit zusammenwirkenden Gestalt
am dritten Stirnendbereich 16 (und entsprechend am vierten Stirnendbereich 18), und
der Art, wie der betreffende Längs-Randträger 40 mit den an ihn anschließenden Lastaufnahmeelementen
4 verbunden ist.
[0061] Die Schenkel 48 und 50 des Längs-Randträgers 40 sind so ausgebildet, dass ihre in
Richtung der Dicke D des Lastaufnahmeelements 4 gemessene Dicke vom freien Ende des
Schenkels 48 bzw. 50 aus in Richtung zur Basis 46 des Längs-Randträgers 40 allmählich
zunimmt, wobei am Übergang zu der Basis 46 des Längs-Randträgers 40 jeweils eine nutartige
Hinterschneidung 74 vorhanden ist. Dort, wo kein Kanal 66 vorhanden ist, sind die
Eck-Ausnehmungen 52 am Übergang von dem dritten Stirnendbereich 16 zu der ersten Wand
22 bzw. der zweiten Wand 24 derart geformt, dass das Lastaufnahmeelement 4 dort ein
Stück weit zwischen die Schenkel 48, 50 des Längs-Randträgers 40 passt, und zwar sowohl
vorderseitig als auch rückseitig. Am Ende der Eck-Ausnehmungen 52 sind in Richtung
der Breite B verlaufende Vorsprünge 76 vorhanden, die in die Nuten 74 passen. Der
dritte Stirnendbereich 16 ist mit gewissem "Übermaß" hergestellt worden. Aufgrund
der keilflächenartig verlaufenden Schenkel 48, 50 bzw. der leicht schräg verlaufenden
Eck-Ausnehmungsflächen 52 kann zum Zusammenbau der Lastaufnahmetafel 2 der Längs-Randträger
40 entsprechend dem Pfeil P auf die dritten Stirnendbereiche 16 aller Lastaufnahmeelemente
4 der Reihe der Lastaufnahmeelemente 4 aufgeschoben werden, wobei sich die Schenkel
48, 50 leicht spreizen und am Ende der Aufschiebbewegung die Vorsprünge 76 in die
Nuten 74 schnappen. Schrauben wie die weiter oben beschriebenen Schrauben 44 können
zusätzlich vorhanden sein, müssen es aber nicht, ebenso die gezeichneten Schraubkanäle
72.
[0062] Außerdem hat der Längs-Randträger 40 einen weiteren, mittleren Schenkel 78 mit relativ
geringem Vorragemaß. Dieser greift beim Zusammenbau mit der Reihe der Lastaufnahmeelemente
4 in eine Nut 80, die aus mehreren Teilnuten in den dritten Stirnendbereichen 16 der
Lastaufnahmeelemente 4 vorhanden sind. Dies verbessert die bidirektionale formschlüssige
Verankerung zwischen dem Längs-Randträger 40 und der Reihe der Lastaufnahmeelemente
4.
[0063] Es versteht sich, dass auf der gegenüberliegenden Seite der Lastaufnahmetafel 2,
wo sich die vierten Stirnendbereiche 18 der Lastaufnahmeelemente 4 befinden, Alles
in entsprechender Weise ausgebildet ist und dort der andere Längs-Randträger 40 angebracht
ist.
[0064] Statt der weiter vorn beschriebenen Quer-Randträger 42 ist bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 3 ein Querdeckel 42 vorgesehen, welcher im angebrachten Zustand den ersten
Stirnendbereich 12 des ersten Lastaufnahmeelements 4a bzw. den zweiten Stirnendbereich
14 des letzten Lastaufnahmeelements 4b abschließt. Der betreffende Querdeckel 42 kann
insbesondere aus Kunststoff oder aus Metall bestehen.
[0065] Jeder der Längs-Randträger 40 hat keine ganz ebene, von der Reihe der Lastaufnahmeelemente
4 abgewandte Außenseite. Vielmehr sind die zwei Außenkanten 82 des Längs-Randträgers
40 etwas weiter von der Mitte der Nutzseite 6 bzw. der Rückseiten-Oberfläche 8 entfernt
als die sonstige äußere Oberfläche des Längs-Randträgers 40. Dies ist für einen Zweilinien-Kontakt
(eine Linie an der Nutzseite 6 und eine Linie an der Rückseiten-Oberfläche 8) benachbarter
Lastaufnahmetafeln im Verbund einer Betonierungsschalung von Vorteil.
[0066] Aufgrund des Gezeichneten und weiter oben Beschriebenen ist es leicht vorstellbar,
dass die Lastaufnahmetafel 2 z. B. wie eine bisherige Rahmenschalung bei Betonierungs-Wandschalungen
oder bei Betonierungs-Deckenschalungen eingesetzt werden kann. Die erfindungsgemäßen
Lastaufnahmeelemente können aber auch einzeln, also nicht zu mehreren in zusammengebauter
Konstruktion, eingesetzt werden, z. B. bei Betonierungs-Deckenschalungen.
[0067] In Fig. 3 ist auch das - bei allen Ausführungsformen der Erfindung mögliche - Merkmal
gezeigt, dass die äußere Oberfläche der Nutzseite nicht durchgehend eben ist, sondern
streifenweise ganz leicht nach oben gewölbt und im Bereich der "Einmündungslinien"
der Verbindungswände 26 ganz leicht abgesenkt ist; deshalb die Linie 120 in Fig. 3.
Im Idealfall soll die Oberfläche der Nutzseite 6 unter dem Druck des an ihr anstehenden,
fließfähigen Betons beim Betonieren eine möglichst gut durchgehend ebene Form annehmen.
[0068] Die Figuren 4 bis 7 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Lastaufnahmeelements 4, welches im Vergleich zu den Lastaufnahmeelementen 4 von Figuren
1 bis 3 ein erheblich vergrößertes Verhältnis von Länge L zu Breite B hat. Dies muss
aber nicht zwangsläufig so sein, wie aus den nachfolgenden Ausführungen noch deutlicher
werden wird.
[0069] Das nun zu beschreibende Lastaufnahmeelement 4 besitzt eine erste Wand 22 an der
Nutzseite 6, eine zweite Wand 24 an der Rückseite sowie schräg verlaufende Verbindungswände
26. Wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen sind ein erster Stirnendbereich 12,
ein zweiter Stirnendbereich 14, ein dritter Stirnendbereich 16 und ein vierter Stirnendbereich
18 vorhanden. In Blickrichtung entsprechend Bezugsachse 30 ist eine fachwerkartige
Tragstuktur gegeben.
[0070] Ein erster Unterschied zu den vorherigen Ausführungsbeispielen besteht darin, dass
das Lastaufnahmeelement 4 an der Nutzseite 6 eine reliefartige Oberflächenausprägung
hat. Die reliefartige Oberflächenausprägung ist insbesondere dann von Nutzen, wenn
das Lastaufnahmeelement 4 als Gehbelag in einem Gerüst eingesetzt wird.
[0071] Ein weiterer Unterschied zu den früheren Ausführungsbeispielen besteht darin, dass
das Lastaufnahmeelement 4 keine Bereiche mit den Ausnehmungen 10 vergleichbarer Ausgestaltung
und Funktion hat.
[0072] Ein weiterer Unterschied im Vergleich zu den früheren Ausführungsbeispielen besteht
darin, dass das Lastaufnahmeelement 4 sowohl am dritten Stirnendbereich 16 als auch
am vierten Stirnendbereich 18 jeweils einen Auflagebereich 102 aufweist. Mit dem Auflagebereich
102 lässt sich das Lastaufnahmeelement 4 auf einen unterstützenden Träger, z. B. in
Form eines hohlen Rechteckträgers, auflegen. Die zwei Auflagebereiche 102 des Lastaufnahmeelements
4 sind gleich ausgebildet.
[0073] Wie besonders gut in Fig. 6 zu erkennen ist, ist der jeweilige Lastaufnahmebereich
102 wie eine nach unten offene Rinne ausgebildet, die an den drei Seiten, welche nicht
offene Rinnenseite sind, durch einen Teil einer Verbindungswand 26, ein kurzes Endstück
der ersten Wand 22, und eine Stirnwand 104 begrenzt ist. Die Stirnwand 104 nimmt z.
B. etwa die halbe Dicke der Dicke D des Lastaufnahmeelements 4 ein.
[0074] In der beschriebenen Rinne sind mehrere Querwände 106 mit gegenseitigem Abstand vorhanden.
Die Querwände 106 nehmen z. B. etwa ein Viertel der Dicke D des Lastaufnahmeelements
4 ein. Durch die Querwände 106 wird die gesamte Struktur des Auflagebereichs 102 sehr
wesentlich versteift. Die freien Enden der Querwände 106 bilden in ihrer Gesamtheit
die eigentliche Auflagefläche des Auflagebereichs 102. Bei jeder der Querwände 6 weisen
die beiden Wandoberflächen in Richtung der Bezugsachse 20.
[0075] In Fig. 7 sieht man besonders anschaulich, dass mehrere mit erster Stirnseite gegen
zweite Stirnseite aneinander positionierte Lastaufnahmeelemente 4 dieses Ausführungsbeispiels
durch Zuganker 108 zu einer Lastaufnahmetafel 2 miteinander verbunden werden können.
Die Zuganker 108 können metallische Schrauben mit Muttern an den Enden sein. Es versteht
sich, dass Fig. 7 sozusagen einen Zustand vor dem vollendeten Zusammenbau der Lastaufnahmetafel
2 zeigt. Bei vollendetem Zusammenbau befinden sich die Lastaufnahmeelemente 4 dicht
an dicht.
[0076] Die Lastaufnahmeelemente 4 des Ausführungsbeispiels der Figuren 4 bis 7 können insbesondere
als Gehbelag bei einem Gerüst im Bauwesen eingesetzt werden. Eine typische Abmessung
wäre Länge L 300 cm, Breite B 20 bis 50 cm, Dicke 6 bis 12 cm. Andere Abmessungen,
insbesondere größere Breite B, sind möglich. Wenn das Lastaufnahmeelement 4 für eine
Deckenschalung oder eine Wandschalung vorgesehen ist, ist es typischerweise kürzer,
z. B. in einer Länge L von 100 bis 250 cm.
[0077] Wenn man mehrere Lastaufnahmeelemente 4 -zum Beispiel in in der Fig. 7 gezeichneten
Art, aber auch in anderer Art- zu einer zusammengebauten Lastaufnahmetafel 2 zusammenfasst,
hat man eine Lastaufnahmetafel 2 vor sich, die eine größere Breite als jedes einzelne
Lastaufnahmeelement 4 hat. Schon beim Zusammenfassen von nur zwei Lastaufnahmeelementen
4 hat man eine Lastaufnahmetafel, die als Gehbelag in Gerüsten, der breiter als die
Einzelbreite B ist, eingesetzt werden kann. Lastaufnahmetafeln 2 aus mehreren Lastaufnahmeelementen
4 lassen sich aber auch gut bei Betonierungs-Deckenschalungen einsetzen, wobei dann
allerdings normalerweise die reliefartige Oberflächenausprägung durch eine glatte
Nutzseite ersetzt wird. Das Lastaufnahmeelement 4 gemäß dem Ausführungsbeispiel von
Figuren 4 bis 7 kann ein Spritzgussteil aus Kunststoff oder ein Druckgussteil aus
Metall sein. Zumindest wenn die reliefartige Oberflächenausprägung vorhanden ist,
ist die Formhälften-Schließbewegungsrichtung und die Formhälften-Öffnungsbewegungsrichtung
günstigerweise entsprechend der in Fig. 4 eingezeichneten Linie FSR. Am Grund einer
der Formhälften kann die reliefartige Oberflächenausprägung geformt werden. Die Querwände
106 können problemlos geformt werden, wobei die Schließbewegungsrichtung/Öffnungsbewegungsrichtung
in Richtung SFR sein kann. Für die Formung der Hohlräume zwischen den Wänden 22, 24,
26 benutzt man Formschieber. Man kann aber auch mit anderer Formhälften-Schließrichtung/Formhälften-Öffnungsrichtung
sowie mit Formschiebern zur Formung der Querwände 106 arbeiten.
[0078] In Fig. 6 ist zu sehen, dass das Lastaufnahmeelement 4 eine in Richtung der Länge
L verlaufende Mittelwand 110 hat. Diese kann mittels der erwähnten Formschieber unschwer
erzeugt werden und hat eine das Lastaufnahmeelement 4 versteifende Funktion.
[0079] Es wird betont, dass die Ausführungen, die im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 1 hinsichtlich günstiger Materialien für das Lastaufnahmeelement 4 und die
Randträger 40, 42 gemacht worden sind, entsprechend auch für alle weiteren Ausführungsformen
der Erfindung gelten, insbesondere auch für das Ausführungsbeispiel der Figuren 4
bis 7.
[0080] In Fig. 8 sind ausschnittsweise zwei Lastaufnahmeelemente 4 dargestellt, die so ausgebildet
sind, wie das Lastaufnahmeelement 4 von Fig. 3. Durch Fig. 8 wird jedoch zusätzlich
das Merkmal "Füllteile aus Schaumkunststoff' vor Augen geführt. Diejenigen Hohlbereiche
30', die an die Innenoberfläche der betreffenden ersten Wand 22 angrenzen, sind im
Schnitt entsprechend der Längserstreckungsrichtung L des Lastaufnahmeelements 4 dreieckförmig,
wobei es sich um ein gleichseitiges Dreieck handelt. Eine der drei Seiten des Dreiecks
wird von einem Abschnitt der ersten Wand 22 gebildet, die zwei anderen Dreieckseiten
werden durch Verbindungswände 26 gebildet. Man erkennt, dass die Lastaufnahmeelemente
4 jeweils eine Mittelwand 110 besitzen, wie sie auch bei Fig. 6 bereits beschrieben
worden ist. Es wird an dieser Stelle betont, dass alle erfindungsgemäßen Lastaufnahmeelemente
4 entweder mit Mittelwand 110 oder ohne eine derartige Mittelwand ausgebildet sein
können.
[0081] Man erkennt in Fig. 8 fünf Füllteile 112, welche jeweils die Gestalt einer im Querschnitt
dreieckigen Säule haben. Der Querschnitt der Füllteile 112 ist so bemessen, dass sich
die Füllteile 112 mit enger Passung in die Hohlbereiche 30' einschieben lassen. Die
in Fig. 8 von rechts unten nach links oben verlaufende Länge l des jeweiligen Füllteils
112 ist so bemessen, dass das jeweilige Füllteil 112 bei zusammengeschobenen Lastaufnahmeelementen
4 mit in etwa der Hälfte seiner Länge l in das eine Lastaufnahmeelement 4 reicht und
mit in etwa der anderen Hälfte seiner Länge l in das andere Lastaufnahmeelement 4
reicht. Die zwei Stirnseiten 114 des jeweiligen Füllteils 112 befinden sich, im zusammengeschobenen
Zustand der zwei Lastaufnahmeelemente 4, an oder nahe an der betreffenden Mittelwand
110, so dass die zwei beteiligten Mittelwände 110 für gute Längs-Positionierung der
Füllteile 112 sorgen.
[0082] Die Füllelemente 112 bestehen z. B. aus vergleichsweise hartem bzw. steifem Schaumkunststoff,
z. B. Polyurethan-Schaumkunststoff.
[0083] Alle Figuren 1 bis 8 haben Hauptkörper von Lastaufnahmeelementen 4 dargestellt, die
Kunststoff-Spritzgießteile sind. Wenn man zu der erfindungsgemäßen Alternative Metall-Druckgussteile
geht, ändert sich das Aussehen der Lastaufnahmeelemente 4 nur wenig. Der bemerkenswerteste
Unterschied ist durchweg verringerte Wandstärke bei Druckgussteilen im Vergleich zu
Kunststoff-Spritzgießteilen.
1. Plattenartiges, einen im Wesentlichen quaderförmigen Raum einnehmendes Lastaufnahmeelement
für Betonierungsschalungen oder für Gerüste im Bauwesen,
dadurch gekennzeichnet,
dass es einen Hauptkörper aus Kunststoff oder Metall hat, welcher eine erste Wand an der
Nutzseite des Lastaufnahmeelements, eine mindestens großenteils davon beabstandete
zweite Wand sowie einen ersten, einen zweiten, einen dritten und einen vierten Stirnendbereich
aufweist;
dass im Zwischenbereich zwischen der ersten Wand und der zweiten Wand Verbindungswände
vorhanden sind derart, dass Hohlbereiche in dem Hauptkörper gebildet sind, die jeweils
zu dem ersten Stirnendbereich und/oder dem entgegengesetzten, zweiten Stirnendbereich
des Hauptkörpers offen sind; dass der Hauptkörper eine Bezugsachse hat, welche als
Schnittlinie zwischen einer ersten Mittelebene, die mittig zwischen der Außenseite
der ersten Wand und der Außenseite der zweiten Wand verläuft, und einer zweiten Mittelebene,
die mittig zwischen dem dritten Stirnendbereich und dem entgegengesetzten, vierten
Stirnendbereich verläuft, definiert ist;
und dass es mindestens zwei zueinander parallele, rechtwinklig zu der Bezugsachse verlaufende
Schnittebenen durch den Hauptkörper gibt, in denen der Hauptkörper unterschiedliche
Querschnitte hat.
2. Lastaufnahmeelement nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass bei dem Hauptkörper Verbindungswände vorhanden sind, die - in Richtung der Bezugsachse
gesehen - zusammen mit der ersten Wand und der zweiten Wand eine fachwerkartige Tragstruktur
bilden.
3. Lastaufnahmeelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkörper an der Nutzseite mindestens bereichsweise eine reliefartige Oberflächenausprägung
hat.
4. Lastaufnahmeelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkörper an dem dritten Stirnendbereich und/oder dem vierten Stirnendbereich
einen Auflagebereich aufweist, der für ein Auflegen auf ein Tragelement geeignet ist,
vorzugsweise wobei der betreffende Auflagebereich mindestens einen Oberflächenbereich
aufweist, der im Wesentlichen in Bezugsachsenrichtung weist.
5. Lastaufnahmeelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkörper an der der Nutzseite entgegengesetzten Rückseite mindestens eine
Ausnehmung relativ zu dem Zentralbereich der Rückseiten-Oberfläche aufweist, welche
Ausnehmung sich anschließend an den ersten, den zweiten, den dritten oder den vierten
Stirnendbereich befindet,
vorzugsweise wobei die betreffende Ausnehmung mindestens einen Oberflächenbereich
aufweist, der im Wesentlichen in Richtung zu der ersten Wand weist.
6. Lastaufnahmetafel für Betonierungsschalungen oder für Gerüste im Bauwesen,
dadurch gekennzeichnet, dass sie in zusammengebauter Konstruktion mehrere Lastaufnahmeelemente gemäß einem der
Ansprüche 1 bis 5 enthält.
7. Lastaufnahmetafel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass sie Zuganker aufweist, welche mehrere in Bezugsachsenrichtung aufgereihte Lastaufnahmeelemente
miteinander verbinden.
8. Lastaufnahmetafel nach Anspruch 6, oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Randträger aufweist, mit denen mehrere in Bezugsachsenrichtung aufgereihte
Lastaufnahmeelemente jeweils verbunden sind.
9. Lastaufnahmetafel nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens bei einem Teil mindestens derjenigen Hohlbereiche, die an die Innenoberfläche
der betreffenden ersten Wand angrenzen, Füllteile aus Schaumkunststoff vorhanden sind,
von denen sich mindestens eine Teilanzahl jeweils über die Grenze zwischen zwei benachbarten
Lastaufnahmeelementen hinweg erstreckt.
10. Verwendung des Lastaufnahmeelements gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 oder der Lastaufnahmetafel
gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, als Gehbelag bei einem Gerüst.
11. Verwendung des Lastaufnahmeelements gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 oder der Lastaufnahmetafel
gemäß einem der Ansprüche 6 bis 9, bei einer Betonierungs-Deckenschalung oder bei
einer Betonierungs-Wandschalung.
12. Verfahren zum Herstellen eines plattenartigen Lastaufnahmeelements für Betonierungsschalungen
oder für Gerüste im Bauwesen,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptkörper des Lastaufnahmeelements, welcher eine erste Wand an der Nutzseite
des Lastaufnahmeelements, eine mindestens großenteils davon beabstandete zweite Wand
sowie im Zwischenbereich zwischen der ersten Wand und der zweiten Wand Verbindungswände
aufweist derart, dass in dem Hauptkörper mindestens einseitig offene Hohlbereiche
gebildet sind, durch Spritzgießen von Kunststoff oder durch Druckgießen von Metall
in einer Gießform erzeugt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptkörper erzeugt wird, der einen im Wesentlichen quaderförmigen Raum einnimmt
und der zusätzlich zu der ersten Wand und der zweiten Wand - an einem ersten Paar
von entgegengesetzten Seiten - einen ersten Stirnendbereich und einen zweiten Stirnendbereich,
sowie - an einem zweiten Paar von entgegengesetzten Seiten - einen dritten Stirnendbereich
und einen vierten Stirnendbereich aufweist;
wobei die Hohlbereiche jeweils zu dem ersten Stirnendbereich und/oder dem zweiten
Stirnendbereich offen sind;
und wobei der der Hauptkörper eine Bezugsachse hat, welche als Schnittlinie zwischen
einer ersten Mittelebene, die mittig zwischen der Außenseite der ersten Wand und der
Außenseite der zweiten Wand verläuft, und einer zweiten Mittelebene, die mittig zwischen
dem dritten Stirnendbereich und dem vierten Stirnendbereich verläuft, definiert ist.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptkörper erzeugt wird, bei dem Verbindungswände vorhanden sind, die - in Richtung
der Bezugsachse gesehen - zusammen mit der ersten Wand und der zweiten Wand eine fachwerkartige
Tragstruktur bilden.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptkörper erzeugt wird, der an der Nutzseite mindestens bereichsweise eine
reliefartige Oberflächenausprägung hat, wobei im Verlauf der Trennung des Hauptkörpers
von der Gießform eine Relativbewegung zwischen dem Hauptkörper und einem Gießformbereich
für die reliefartige Oberflächenausprägung stattfindet, die im Wesentlichen eine Richtung
rechtwinklig zu der Nutzseite hat.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptkörper erzeugt wird, der an dem dritten Stirnendbereich und/oder dem vierten
Stirnendbereich einen Auflagebereich aufweist, der für ein Auflegen des Lastaufnahmeelements
auf ein Tragelement geeignet ist, wobei im Verlauf der Trennung des Hauptkörpers von
der Gießform eine Relativbewegung zwischen dem Hauptkörper und einem Gießformbereich
für den betreffenden Auflagebereich stattfindet, die entweder im Wesentlichen eine
Richtung rechtwinklig zu der Nutzseite hat oder im Wesentlichen eine Richtung rechtwinklig
zu der zweiten Mittelebene hat.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptkörper erzeugt wird, der an der der Nutzseite entgegengesetzten Rückseite
mindestens eine Ausnehmung relativ zu dem Zentralbereich der Rückseiten-Oberfläche
aufweist, welche Ausnehmung sich anschließend an den ersten, den zweiten, den dritten
oder den vierten Stirnendbereich befindet, vorzugsweise wobei im Verlauf der Trennung
des Hauptkörpers von der Gießform eine Relativbewegung zwischen dem Hauptkörper und
einem Gießformbereich für die betreffende Ausnehmung stattfindet, die - im Falle einer
Ausnehmung anschließend an den dritten oder den vierten Stirnendbereich - im Wesentlichen
eine Richtung rechtwinklig zu der zweiten Mittelebene hat, oder die - im Falle einer
Ausnehmung anschließend an den ersten oder den zweiten Stirnendbereich - im Wesentlichen
eine Richtung rechtwinklig zu einer dritten Mittelebene hat, die mittig zwischen dem
ersten und dem zweiten Stirnendbereich verläuft.