| (19) |
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(11) |
EP 2 512 968 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.04.2015 Patentblatt 2015/18 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.12.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/068597 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/073030 (23.06.2011 Gazette 2011/25) |
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| (54) |
AUFZUGANLAGE MIT DOPPELDECKER
Lift facility with double decker
Installation d'ascenseur à double cabine
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
15.12.2009 EP 09179246
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.10.2012 Patentblatt 2012/43 |
| (73) |
Patentinhaber: Inventio AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HUSMANN, Josef
CH-6006 Luzern (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-03/043926
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WO-A1-2007/074206
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzuganlage mit zumindest einem Aufzugkabinenträger,
der zwei oder mehr Aufzugkabinen aufnehmen kann. Speziell betrifft die Erfindung das
Gebiet der Aufzuganlagen, die als sogenannte Doppeldecker-Aufzuganlagen ausgestaltet
sind.
Stand der Technik
[0002] Aus der
JP 2007-331871 A ist ein Doppeldecker-Aufzug bekannt. Der bekannte Aufzug weist einen Kabinenrahmen
auf, in dem zwei Aufzugkabinen vertikal übereinander angeordnet sind. Die beiden Aufzugkabinen
stehen jeweils auf einem Träger mit Seilrollen, wobei um die Seilrollen Hubseile geführt
sind. Außerdem ist an dem Kabinenrahmen eine Antriebseinheit vorgesehen, um die das
Hubseil geführt ist. Durch Betätigen des Hubseils mittels der Antriebseinheit können
die so aufgehängten Aufzugkabinen relativ zu dem Kabinenrahmen angehoben und abgesenkt
werden. Hierdurch können die beiden Aufzugkabinen innerhalb des Kabinenrahmens unterschiedlich
positioniert werden.
[0003] Der aus der
JP 2007-331871 A bekannte Doppeldecker-Aufzug hat den Nachteil, dass der für die Aufhängung und Verstellung
der Aufzugkabinen vorgesehene Mechanismus einen relativ großen Platzbedarf hat. Beispielsweise
benötigen die Seilrollen der oberen Aufzugkabine, an denen die obere Aufzugkabine
aufgehängt ist, einen gewissen Bauraum, der bei vorgegebenem Bauraum des Kabinenrahmens
den verbleibenden Raum für die Aufzugkabine sowohl vertikal als auch horizontal einschränkt.
Dies gilt auch für die untere Aufzugkabine. Somit ergibt sich speziell in Bezug auf
die architektonisch vorgegebenen Schachtabmessungen eine Reduzierung des für die Aufzugkabinen
verbleibenden Querschnitts, was kleinere Aufzugkabinen zur Folge hat. Außerdem wird
auch der Platzbedarf in vertikaler Richtung vergrößert, was zusätzliche Anforderungen
an die Ausgestaltung des Aufzugschachtes bezüglich seiner Endbereiche erfordert.
[0004] Aus
WO 2007 074206 ist eine Aufzugsanlage nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 bekannt.
Darstellung der Erfindung
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufzuganlage zu schaffen, die einen verbesserten
Aufbau aufweist. Speziell ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Aufzuganlage zu
schaffen, bei der der für die Aufzugkabinen verbleibende Raum optimiert ist und eine
Verstellung der beiden Aufzugkabinen zueinander in vorteilhafter Weise erfolgen kann.
[0006] Die Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Aufzuganlage mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0007] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterführungen
der im Anspruch 1 angegebenen Aufzuganlage möglich.
[0008] Bei der Ausgestaltung der Aufzuganlage kann der Aufzugkabinenträger in vorteilhafter
Weise in einem Aufzugschacht angeordnet sein, wobei eine Antriebsmaschineneinheit
vorgesehen ist, die zum Betätigen des Aufzugkabinenträgers dient. Dadurch kann der
Aufzugkabinenträger entlang der vorgesehenen Fahrbahn verfahren werden. Hierbei kann
der Aufzugkabinenträger an einem mit dem Aufzugkabinenträger verbundenen Zugmittel
aufgehängt sein. Das Zugmittel kann hierbei in geeigneter Weise über eine Treibscheibe
einer Antriebsmaschineneinheit geführt sein. Hierbei kann das Zugmittel neben der
Funktion des Übertragens der Kraft oder des Moments der Antriebsmaschineneinheit auf
den Aufzugkabinenträger, um den Aufzugkabinenträger zu betätigen, auch die Funktion
haben, den Aufzugkabinenträger zu tragen. Unter einer Betätigung des Aufzugkabinenträgers
ist hierbei insbesondere ein Heben oder Senken des Aufzugkabinenträgers in dem Aufzugschacht
zu verstehen. Dabei kann der Aufzugkabinenträger durch eine oder mehrere Führungsschienen
in dem Aufzugschacht geführt sein.
[0009] Vorteilhaft ist es, dass an der ersten Aufzugkabine Rollen angebracht sind, um die
der Riemen geführt ist, dass an dem Aufzugkabinenträger zumindest eine Rolle angebracht
ist, um die der Riemen geführt ist, und dass der Riemen mit den an der ersten Aufzugkabine
angebrachten Rollen und der an dem Aufzugkabinenträger angebrachten Rolle einen Flaschenzug
zum Verstellen der ersten Aufzugkabine bildet. Hierdurch kann das von der Antriebseinheit
zum Verstellen der ersten Aufzugkabine aufgebrachte Moment reduziert werden. Hierdurch
kann die erforderliche Leistung der Antriebseinheit reduziert werden.
[0010] Durch die Zusammenwirkung des Riemens mit den Rollen ist eine optimierte Ausgestaltung
möglich. Bei einer Mehrfachaufhängung mit einem Riemen kann beispielsweise ein Riemen
mit Zugträgern, die einen Durchmesser von 1.7 mm aufweisen, in Kombination mit einem
Rollenwirkdurchmesser von 87 mm realisiert werden, wobei die Riemenhöhe etwa 3 mm
beträgt. Bei der Ausgestaltung mit einem Seilzug ergibt sich im Vergleich beispielsweise
ein Seildurchmesser von 8 mm und ein Wirkdurchmesser der Seilscheiben von 240 mm.
Somit ist der benötigte Bauraum erheblich reduziert.
[0011] Vorteilhaft ist es, dass die zweite Aufzugkabine verstellbar an dem Aufzugkabinenträger
angeordnet ist, dass die zweite Aufzugkabine von der Antriebseinheit mittels des Riemens
relativ zu dem Aufzugkabinenträger verstellbar ist und dass bei einer Verstellung
der ersten Aufzugkabine und der zweiten Aufzugkabine relativ zu dem Aufzugkabinenträger
die erste Aufzugkabine und die zweite Aufzugkabine in zueinander entgegengesetzte
Verstellrichtungen verstellbar sind. Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass an dem
Aufzugkabinenträger Rollen angeordnet sind, an denen die zweite Aufzugkabine über
den Riemen aufgehängt ist. Somit kann durch Antreiben des Riemens eine gleichzeitige
Verstellung der beiden Aufzugkabinen zueinander erfolgen. Da die Verstellrichtungen
der beiden Aufzugkabinen entgegengesetzt zueinander sind, addiert sich die Geschwindigkeit
der Verstellbewegungen der beiden Aufzugkabinen in Bezug auf eine Änderung des Abstands
der beiden Aufzugkabinen zueinander.
[0012] Vorteilhaft ist es, dass der Riemen eine erste Seite und eine von der ersten Seite
abgewandte zweite Seite aufweist und dass die erste Seite als Kontaktseite dient,
an der der Riemen um ein Antriebsrad der Antriebseinheit und um Rollen geführt ist
und zu der der Riemen gebogen ist, und dass die zweite Seite als freie Rückseite dient,
zu der der Riemen zumindest im Wesentlichen nicht gebogen ist. Hierdurch können Gegenbiegungen
in dem Riemen zumindest weitgehend vermieden sein. Allerdings können eine oder mehrere
Führungsrollen vorgesehen sein, die zum Führen des Riemens mit der freien Rückseite
des Riemens zusammenwirken. Solch eine Führungsrolle kann beispielsweise an dem Aufzugkabinenträger
angeordnet sein. Speziell kann eine gleichsinnige Führung des Riemens um das Antriebsrad
und die Rollen realisiert sein. Diese Ausgestaltung ist speziell bei einem profilierten
Riemen von Vorteil.
[0013] Insbesondere ist bei einer gleichsinnigen Führung des Riemens ein erstes Ende des
Riemens mit einem Querträger des Aufzugkabinenträgers verbunden. Der Riemen ist von
seinem ersten Ende zu mindestens zwei Rollen geführt, die an der ersten Aufzugkabine
befestigt sind. Weiter ist der Riemen zu mindestens zwei Rollen geführt, die am Querträger
befestigt sind. Weiter ist der Riemen seitlich entlang der ersten Aufzugkabine nach
unten geführt. Dabei bildet der Riemen zwischen seinem ersten Ende und den am Querträger
angebrachten Rollen eine Schlinge, in der die erste Aufzugkabine aufgehängt ist. Bei
einer solchen Führungsanordnung des Riemens ist der Riemen im wesentlichen gleichsinnig
um die Rollen gebogen.
[0014] In einer weiteren Ausführung einer gleichsinnigen Führung des Riemens sind zwei zusätzliche
Rollen am Querträger sowie zwei zusätzliche Rollen an der ersten Aufzugkabine befestigt.
Hierbei ist das erste Ende des Riemens ebenfalls mit dem Querträger verbunden und
wie zuvor beschrieben zu zwei Rollen an der ersten Aufzugkabine und dann zu zwei Rollen
am Querträger geführt, wobei der Riemen eine erste Schlinge bildet. Weiter ist der
Riemen zu den zwei zusätzlichen Rollen an der ersten Aufzugkabine und von dort zu
den zwei zusätzlichen Rollen am Querträger geführt. Dabei bildet der Riemen eine zweite
Schlinge, in der die erste Aufzugkabine aufgehängt ist. Schliesslich ist der Riemen
seitlich entlang der ersten Aufzugkabine nach unten geführt. Die Anordnung der zusätzlichen
Rollen am Querträger und an der Aufzugkabine sind so ausgelegt, dass die beiden Schlingen
des Riemens konfliktfrei geführt sind. Dies ist erreichbar indem die zusätzlichen
Rollen an der ersten Aufzugkabine respektive am Querträger horizontal und/oder vertikal
versetzt angeordnet sind. Mittels Anordnung weiterer Rollen am Querträger und an der
ersten Aufzugkabine sind drei oder mehr Schlingen realisierbar.
[0015] Die zweite Aufzugkabine kann entsprechend in einer oder mehreren Schlingen des Riemens
an einem weiteren Querträger gleichsinnig aufgehängt sein. Dazu sind mindestens zwei
Rollen an der zweiten Aufzugkabine befestigt und ein zweites Ende des Riemens mit
dem weiteren Querträger verbunden. Der Riemen ist von seinem zweiten Ende zu den beiden
Rollen an der zweiten Aufzugkabine und von dort seitlich an der zweiten Aufzugkabine
nach oben geführt. Eine zweite und weitere Schlingen sind jeweils mittels zwei zusätzlicher
Rollen am weiteren Querträger sowie mittels zwei zusätzlicher Rollen an der zweiten
Aufzugkabine realisierbar.
[0016] Allerdings ist es auch vorteilhaft, dass der Riemen eine erste Seite und eine von
der ersten Seite abgewandte zweite Seite aufweist, dass die erste Seite als erste
Kontaktseite dient, an der der Riemen um ein Antriebsrad der Antriebseinheit und um
Rollen geführt ist und zu der der Riemen gebogen ist, und dass die zweite Seite als
zweite Kontaktseite dient, zu der der Riemen um Rollen geführt ist und zu der der
Riemen gebogen ist. Hierdurch kann ein Platzbedarf für die Anordnung des Riemens und
der Rollen innerhalb des Aufzugkabinenträgers optimiert werden. Gegebenenfalls kann
auch ein gewünschter Flaschenzug mit einer reduzierten Anzahl an Rollen realisiert
werden. Speziell eignet sich diese Ausgestaltung bei einem Flachriemen oder bei einem
Riemen, der beidseitig profiliert ist.
[0017] Vorteilhaft ist es, dass der Riemen an zumindest einer Kontaktseite zumindest eine
Rippe aufweist. Hierbei kann die Rippe speziell ein V-förmiges Profil aufweisen. Vorzugsweise
sind mehrere Rippen an der Kontaktseite ausgestaltet, die jeweils zumindest näherungsweise
V-förmig ausgestaltet sind. Auch andere Ausgestaltungen des Profils der Rippe sind
möglich. Beispielsweise kann die Rippe ein trapezförmiges Profil aufweisen.
[0018] Vorteilhaft ist es auch, dass ein weiterer Riemen vorgesehen ist, der die erste und
zweite Aufzugkabine nach unten hält. Hierbei ist ein erstes Ende des weiteren Riemens
mit dem Aufzugkabinenträger verbunden und ein zweites Ende des weiteren Riemens mit
dem Aufzugkabinenträger verbunden. Insbesondere sind die Enden jeweils mit je einem
Querträger des Aufzugkabinenträgers verbunden. Der weitere Riemen hält die erste und
zweite Aufzugkabine jeweils an zwei Rollen, die je an einer zugeordneten Aufzugkabine
befestigt sind, nach unten. Der weitere Riemen stellt also ein Unterspannmittel dar,
das ein Hüpfen der ersten und zweiten Aufzugkabine bei einem abrupten Stopp verhindert.
Dadurch ist selbst bei einer Notbremsung gewährleistet, dass die erste und die zweite
Aufzugkabine im Wesentlichen stets in einer stationären Position in Relation zum Aufzugkabinenträger
bleiben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der nachfolgenden Beschreibung
anhand der beigefügten Zeichnungen, in denen sich entsprechende Elemente mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen sind, näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Aufzuganlage in einer schematischen Darstellung entsprechend einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 den in Fig. 1 mit II bezeichneten Ausschnitt einer Aufzuganlage entsprechend
einem zweiten Ausführungsbeispiel in einer schematischen Darstellung und
Fig. 3 das Profil eines Riemens für eine Aufzuganlage in einer schematischen Darstellung
entsprechend einer möglichen Ausgestaltung.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
[0020] Fig. 1 zeigt eine Aufzuganlage 1 mit zumindest einem Aufzugkabinenträger 2, der in
einem für eine Fahrt des Aufzugkabinenträgers 2 vorgesehenen Fahrraum 3 verfahrbar
ist. Beispielsweise kann der Fahrraum 3 in einem Aufzugschacht eines Gebäudes vorgesehen
sein.
[0021] Der Aufzugkabinenträger 2 ist über mehrere Seilrollen 5, 6 an einem Zugmittel 8 aufgehängt.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde in Fig. 1 verzichtet, den Verlauf des Zugmittels
8 zwischen den Seilrollen 5, 6 darzustellen. In einer gängigen Ausführung ist das
Zugmittel 8 direkt von der Seilrolle 5 zur Seilrolle 6 geführt. Das Zugmittel 8 ist
außerdem um eine Treibscheibe 9 einer Antriebsmaschineneinheit 10 geführt. Entsprechend
einer momentanen Drehrichtung der Treibscheibe 9 wird der Aufzugkabinenträger 2 nach
oben oder nach unten durch den Fahrraum verfahren.
[0022] An dem Aufzugkabinenträger 2 sind eine erste Aufzugkabine 11 und eine zweite Aufzugkabine
12 angeordnet. Hierbei sind die beiden Aufzugkabinen 11, 12 gegenüber dem Aufzugkabinenträger
2 verstellbar.
[0023] An dem Aufzugkabinenträger 2 sind Querträger 13, 14, 15 ausgebildet, die mit Längsträgern
16, 17 des Aufzugkabinenträgers 2 verbunden sind. An dem Querträger 13 sind die Seilrollen
5, 6 angeordnet. Ferner ist an dem Querträger 13 eine Antriebseinheit 18 angebracht.
Die Antriebseinheit 18 dient zum Antreiben eines Riemens 19. Hierfür ist der Riemen
19 um ein Antriebsrad 20 der Antriebseinheit 18 geführt. Ein Ende 21 des Riemens 19
ist mit dem Querträger 13 verbunden. Ein anderes Ende 22 des Riemens 19 ist mit dem
Querträger 14 des Aufzugkabinenträgers 2 verbunden. Entsprechend einer Fahrrichtung
24 ist eine Längsrichtung 24 des Aufzugkabinenträgers 2 bestimmt. Die Längsträger
16, 17 des Aufzugkabinenträgers 2 sind hierbei entlang der Längsrichtung 24 ausgerichtet.
Die Querträger 13 bis 15 sind senkrecht zu der Längsrichtung 24 zwischen den Längsträgern
16, 17 angeordnet.
[0024] In einem Bereich 25 zwischen dem Querträger 13 und der ersten Aufzugkabine 11 ist
der Riemen 19 zwischen dem Querträger 13 und der ersten Aufzugkabine 11 mehrmals hin-
und hergeführt. Hierbei ist der Riemen 19 ausgehend von dem festen Ende 21 zunächst
entgegen der Längsrichtung 24 zu einer an der ersten Aufzugkabine 11 befestigten Rolle
26 geführt. Dann ist der Riemen 19 um die Rolle 26 und in der Längsrichtung 24 zu
einer an dem Querträger 13 befestigten Rolle 27 geführt. Ferner ist der Riemen 19
dann wieder entgegen der Längsrichtung 24 zu einer an der ersten Aufzugkabine 11 befestigten
Rolle 28 geführt. Von der Rolle 28 ist der Riemen 19 zu einer weiteren an der ersten
Aufzugkabine 11 befestigten Rolle 29 quer zu der Längsrichtung 24 geführt. Von der
Rolle 29 ist der Riemen 19 zunächst in der Längsrichtung 24 zu einer an dem Querträger
13 befestigten Rolle 30, dann entgegen der Längsrichtung 24 zu einer an der ersten
Aufzugkabine 11 befestigten Rolle 31 und dann entlang der Längsrichtung 24 zu dem
Antriebsrad 20 der Antriebseinheit 18 geführt. Hierbei ist der Riemen 19 sowohl zu
seiner ersten Seite 32 als auch zu seiner zweiten Seite 33 gebogen. Die erste Seite
32 des Riemens 19 liegt hierbei an dem Antriebsrad 20 der Antriebseinheit 18 an, während
die zweite Seite 33 im Bereich des Antriebsrads 20 von dem Antriebsrad 20 abgewandt
ist.
[0025] In diesem Ausführungsbeispiel ist die erste Aufzugkabine 11 auf einem ersten Träger
34 angeordnet, der in der Längsrichtung 24 an dem Aufzugkabinenträger 2 geführt ist.
Ferner ist die zweite Aufzugkabine 12 auf einem zweiten Träger 35 angeordnet, der
in der Längsrichtung 24 an dem Aufzugkabinenträger 2 geführt ist.
[0026] Der Riemen 19 läuft von dem Antriebsrad 20 der Antriebseinheit 18 entgegen der Längsrichtung
24 zu einer Führungsrolle 36. Ferner ist der Riemen 19 um die Führungsrolle 36, und
weitere Führungsrollen 37, 38 geführt. Die Führungsrollen 36 bis 38 sind mit dem Aufzugkabinenträger
2 verbunden. Von der Führungsrolle 38 ist der Riemen 19 weiter zu einer Führungsrolle
39 geführt, die mit dem Querträger 14 verbunden ist.
[0027] In einem Bereich 40 ist der Riemen 19 mehrmals in und entgegen der Längsrichtung
24 geführt. Hierbei ist der Riemen 19 zwischen dem Querträger 14 und der zweiten Aufzugkabine
12 hin- und hergeführt. Dabei läuft der Riemen 19 von der Führungsrolle 39 entgegen
der Längsrichtung 24 zu einer Rolle 41, die mit der zweiten Aufzugkabine 12 verbunden
ist, dann in der Längsrichtung 24 zu einer mit dem Querträger 14 verbundenen Rolle
42 und dann entgegen der Längsrichtung 24 zu einer mit der zweiten Aufzugkabine 12
verbundenen Rolle 43. Ferner ist der Riemen 19 quer zu der Längsrichtung 24 entlang
der zweiten Aufzugkabine 12 von der Rolle 43 zu einer mit der zweiten Aufzugkabine
12 verbundenen Rolle 44 geführt. Von der Rolle 44 ist der Riemen 19 in der Längsrichtung
24 zu einer mit dem Querträger 14 verbundenen Rolle 45, dann entgegen der Längsrichtung
24 zu einer mit der zweiten Aufzugkabine 12 verbundenen Rolle 46 und dann wieder in
der Längsrichtung 24 zu dem Querträger 14 geführt, wobei das Ende 22 mit dem Querträger
14 verbunden ist.
[0028] Außerdem ist in diesem Ausführungsbeispiel ein weiterer Riemen 50 vorgesehen, der
entsprechend dem Riemen 19 ausgestaltet ist. Hierbei ein Ende 51 des Riemens 50 mit
dem Querträger 14 verbunden. Ein anderes Ende 52 des Riemens 50 ist mit dem Querträger
15 verbunden. Der Riemen 50 hat in diesem Ausführungsbeispiel die Funktion, die erste
Aufzugkabine 11 und die zweite Aufzugkabine 12 von unten zu halten. Hierdurch wird
beispielsweise beim Auslösen einer Notbremsung, während sich der Aufzugkabinenträger
2 nach oben durch den Fahrraum 3 bewegt, ein zuverlässiges Übertragen der Bremskräfte
von dem Aufzugkabinenträger 2 auf die beiden Aufzugkabinen 11, 12 erreicht.
[0029] Der Riemen 50 ist ausgehend von seinem Ende 51 in der Längsrichtung 24 um eine mit
dem ersten Träger 34 verbundene Rolle 53 geführt. Dann ist der Riemen 50 quer zu der
Längsrichtung 24 zu einer weiteren mit dem ersten Träger 34 verbundenen Rolle 54 geführt.
Von der Rolle 54 ist der Riemen 50 entgegen der Längsrichtung 24 an der zweiten Aufzugkabine
2 seitlich vorbei bis zu einer Rolle 55 geführt. Die Rolle 55 ist hierbei mit dem
Querträger 15 verbunden. Von der Rolle 55 ist der Riemen 50 in der Längsrichtung 24
zu einer mit dem zweiten Träger 35 verbundenen Rolle 56 geführt. Von der Rolle 56
ist der Riemen 50 quer zu der Längsrichtung 24 zu einer Rolle 57 geführt. Von der
Rolle 57 ist der Riemen 50 entgegen der Längsrichtung 24 zu dem Querträger 15 geführt,
wobei das Ende 52 mit dem Querträger 15 verbunden ist.
[0030] Bei dieser Anordnung sind die beiden Aufzugkabinen 11, 12 an dem Riemen 19 aufgehängt.
Hierbei ist im Bereich 25 ein Flaschenzug für die erste Aufzugkabine 11 ausgebildet.
Außerdem ist im Bereich 40 ein Flaschenzug für die zweite Aufzugkabine 12 ausgebildet.
Da die beiden Flaschenzüge die gleichen Übersetzungsverhältnisse aufweisen, sind auch
die Verstellwege bezüglich der ersten Aufzugkabine 11 und der zweiten Aufzugkabine
12 gleich groß. Ferner ist die Antriebseinheit 18 gewissermaßen zwischen den beiden
Flaschenzuganordnungen angeordnet. Eine Verkürzung der Länge des Riemens 19 im Bereich
25 führt somit zu einer Verlängerung des Riemens 19 im Bereich 40 und umgekehrt. Wird
die erste Aufzugkabine 11 durch die Flaschenzuganordnung im Bereich 25 in der Längsrichtung
24 relativ zu dem Aufzugkabinenträger 2 verstellt, dann wird somit die zweite Aufzugkabine
12 relativ zu dem Aufzugkabinenträger 2 entgegen der Verstellrichtung 24 verstellt.
Entsprechendes gilt im umgekehrten Fall. Somit werden die Aufzugkabinen 11, 12 immer
in gerade entgegengesetzten Richtungen verstellt. Hierbei ist anzumerken, dass die
Rollen 27, 30 der Flaschenzuganordnung im Bereich 25 ortsfest an dem Aufzugkabinenträger
2 angeordnet sind und dass die Rollen 42, 45 über den Querträger 14 ebenfalls ortsfest
an dem Aufzugkabinenträger 2 angeordnet sind. Außerdem ist somit eine Abstimmung auf
den Riemen 50 gewährleistet, da eine Verkürzung des Riemens 50 zwischen dem Ende 52
und der Rolle 55 gerade die erforderliche Verlängerung zwischen der Rolle 55 und dem
Ende 51 ergibt. Hierdurch kann insbesondere erreicht werden, dass eine vorgegebene
Zugspannung des Riemens 50 stets aufrechterhalten ist. Hierfür kann die Rolle 55 über
ein Federelement 58 beaufschlagt sein.
[0031] Der Riemen 19 und der Riemen 50 dienen für unterschiedliche Funktionen, so dass diese
unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sein können. Hierbei kann in unterschiedlicher
Weise eine Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall erfolgen. Beispielsweise kann
anstelle eines einzelnen Riemens 19 eine parallele Führung von vier Riemen 19 vorgesehen
sein. Außerdem kann anstelle eines einzelnen Riemens 50 eine parallele Führung von
zwei Riemen 50 ausgestaltet sein. Die Riemen 19, 50 können hierbei über entsprechend
breit ausgestaltete Rollen 26 bis 31, 41 bis 46, 53 bis 57 und Führungsrollen 36 bis
39 geführt sein. Hierdurch können als Riemen 19, 50 einheitlich ausgestaltete Riemen
zum Einsatz kommen. Bei dieser Ausgestaltung wird der Riemen 19 sowohl zu seiner ersten
Seite 32 als auch zu seiner zweiten Seite 33 gebogen. Beispielsweise wird der Riemen
19 an der Rolle 31 zu der zweiten Seite 33 gebogen, während er an der Rolle 30 zu
der ersten Seite 32 gebogen ist. Somit tritt in den Flaschenzuganordnungen in den
Bereichen 25, 40 eine Biegung zu beiden Seiten 32, 33 auf. Dies bedeutet, dass eine
Biegung und eine Gegenbiegung des Riemens 19 bei der Riemenführung auftreten. Allerdings
kann hierbei eine Optimierung des zur Verfügung stehenden Platzes und der insgesamt
benötigten Länge des Riemens 19 erzielt werden.
[0032] Da die Aufzugkabinen 11, 12 jeweils zwischen den Riemen 19, 50 eingespannt sind,
kann eine große Stabilität des Aufzugkabinenträgers 2 mit den Aufzugkabinen 11, 12
erzielt werden. Hierdurch ist es auch möglich, dass die erste Aufzugkabine 11 eine
relativ große Höhe aufweist und/oder dass die zweite Aufzugkabine 12 eine relativ
große Höhe aufweist. Somit können die Erstreckungen der Aufzugkabinen 11, 12 in der
Längsrichtung 24 relativ groß vorgegeben sein. Außerdem kann ein seitlicher Abstand
der Aufzugkabinen 11, 12 zu den Längsträgern 16, 17 reduziert werden. Hierbei ist
es auch von Vorteil, dass der Riemen 19 beziehungsweise der Riemen 50 nahe an den
Längsträgern 16, 17 geführt sein können, wodurch sich der für die Aufzugkabinen 11,
12 verbleibende Platz weiter vergrößert. Somit kann ein großer Teil des zur Verfügung
stehenden Schachtquerschnitts im Fahrraum 3 von den Aufzugkabinen 11, 12 genutzt werden.
[0033] Fig. 2 zeigt den in Fig. 1 mit II bezeichneten Ausschnitt der Aufzuganlage 1 entsprechend
einem zweiten Ausführungsbeispiel in einer schematischen Darstellung. In diesem Ausführungsbeispiel
ist neben den Rollen 26, 28 an der ersten Aufzugkabine 11 eine weitere Rolle 60 angeordnet.
Ferner ist neben den Rollen 29, 31 an der ersten Aufzugkabine 11 eine weitere Rolle
61 angeordnet. Außerdem ist neben der Rolle 27 an dem Querträger 13 eine weitere Rolle
62 angeordnet. Ferner ist neben der Rolle 30 an dem Querträger 13 eine weitere Rolle
63 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist eine alternative Führung des Riemens
19 im Bereich 25 zur Verwirklichung eines Flaschenzuges dargestellt. Bei dieser Flaschenzuganordnung
ist der Riemen 19 im Uhrzeigersinn von seinem Ende 21 aus um die Rolle 60, dann die
Rolle 61, die Rolle 63, die Rolle 62, die Rolle 28, die Rolle 29, die Rolle 30, die
Rolle 27, die Rolle 26, die Rolle 31, eine an dem Querträger 13 angeordnete Führungsrolle
64 und dann eine Führungsrolle 65, die ebenfalls an dem Querträger 13 angeordnet ist,
geführt. Von der Führungsrolle 65 ist der Riemen 19 dann entgegen der Längsrichtung
24 seitlich an der ersten Aufzugkabine 11 entlang nach unten geführt. Somit ist im
Bereich 25 eine Flaschenzuganordnung realisiert, bei der der Riemen 19 stets mit seiner
ersten Seite 32 an den einzelnen Rollen 26, 27, 28, 29, 30, 31, 60, 61, 62, 63, 64,
65 anliegt. Somit ist der Riemen 19 stets zu seiner ersten Seite 32 hin gebogen. Gegenbiegungen
sind dadurch verhindert oder zumindest im Wesentlichen vermieden. Allerdings kann
der Riemen 19 auch an einzelnen Führungsrollen 36 mit seiner zweiten Seite 33 anliegen
und somit auch etwas zu der zweiten Seite 33 gebogen sein. Die Führungsrolle 64 kann
auch durch das Antriebsrad 20 der Antriebseinheit 18 ersetzt sein.
[0034] Somit kann der Riemen 19 nur an der als Vorderseite 32 dienenden ersten Seite 32
geführt sein, wobei die zweite Seite 33 als freie Rückseite 33 dient. Je nach Ausgestaltung
des Riemens 19 kann hierdurch eine Belastung des Riemens 19 verringert werden.
[0035] Im Bereich 40 der zweiten Aufzugkabine 12 kann in entsprechender Weise eine Flaschenzuganordnung
realisiert werden.
[0036] Fig. 3 zeigt ein Profil des Riemens 19 entsprechend einer möglichen Ausgestaltung
in einer schematischen Darstellung. Der Riemen 19 kann als Keilrippenriemen ausgestaltet
sein und mehrere Rippen 70, 71, 72 aufweisen. Hierbei kann jede der Rippen 70 bis
72 einen näherungsweise V-förmigen Querschnitt aufweisen. In diesem Ausführungsbeispiel
ist an der ersten Seite 32 die Ausgestaltung mit Rippen 70 bis 72 vorgesehen. Die
zweite Seite 33 ist flach ausgestaltet. Somit ist der Riemen 19 einseitig profiliert,
nämlich an der ersten Seite 32. Die erste Seite 32 dient hierbei als Kontaktseite.
Solch ein Riemen kommt beispielsweise bei dem anhand der Fig. 2 veranschaulichten
zweiten Ausführungsbeispiel zum Einsatz.
[0037] Alternativ kann der Riemen 19 auch an beiden Seite 32, 33 profiliert sein. Entsprechend
den Rippen 70 bis 72 können hierbei auch Rippen an der zweiten Seite 33 ausgestaltet
sein. Solch ein Riemen 19 kommt vorzugsweise bei dem anhand der Fig. 1 beschriebenen
ersten Ausführungsbeispiel zum Einsatz.
[0038] Außerdem ist es auch möglich, dass ein als Flachriemen 19 ausgestalteter Riemen 19
zum Einsatz kommt. Bei solch einem Flachriemen 19 ist auch die erste Seite 32 flach
ausgestaltet. Hierbei ist die erste Seite 32 dann entsprechend der zweiten Seite 33,
wie sie in der Fig. 3 veranschaulicht ist, ausgestaltet. Hierbei kann allerdings eine
gewisse Oberflächenstruktur vorgesehen sein, um eine Reibung beim Zusammenwirken mit
dem Antriebsrad 20 der Antriebseinheit 18 zu verbessern. Somit können bei dieser Ausgestaltung
wahlweise eine der Seiten 32, 33 oder auch beide Seiten 32, 33 als Kontaktseiten dienen.
[0039] Außerdem kann der Riemen 19 auch als Zahnriemen 19 ausgestaltet sein.
[0040] Bei einem Riemen 19, der an zumindest einer seiner Seiten 32, 33 flach ausgestaltet
ist, wird die flache Seite 32, 33 vorzugsweise über eine bombierte Rolle oder dergleichen
geführt. Die Führungsfläche der bombierten Rolle ist hierbei konvex gebogen ausgestaltet.
Ferner ist die konvexe Führungsfläche vorzugsweise durch seitliche Schultern zur Führung
des Riemens 19 begrenzt.
[0041] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt.
1. Aufzuganlage (1) mit zumindest einem Aufzugkabinenträger (2), der in einem für eine
Fahrt des Aufzugkabinenträgers (2) vorgesehenen Fahrraum (3) verfahrbar ist, einer
erster Aufzugkabine (11), die verstellbar an dem Aufzugkabinenträger (2) angeordnet
ist, zumindest einer zweiten Aufzugkabine (12), die an dem Aufzugkabinenträger (2)
angeordnet ist, einer Antriebseinheit (18), die an dem Aufzugkabinenträger (2) angeordnet
ist, und zumindest einem Riemen (19), wobei zumindest die erste Aufzugkabine (11)
von der Antriebseinheit (16) mittels des Riemens (19) relativ zu dem Aufzugkabinenträger
(2) verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein weiterer Riemen (50) vorgesehen ist, dass ein Ende (51) des Riemens (50) mit
dem Aufzugkabinenträger (2) verbunden ist, und dass ein anderes Ende (52) des Riemens
(50) mit dem Aufzugkabinenträger (2) verbunden ist, wobei der Riemen (50) die erste
und zweite Aufzugkabine (11, 12) nach unten hält.
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der ersten Aufzugkabine (11) Rollen (26, 28, 29, 31, 60, 61) angebracht sind,
um die der Riemen (19) geführt ist,
dass an dem Aufzugkabinenträger (2) zumindest eine Rolle (27, 30, 62, 63) angebracht ist,
um die der Riemen (19) geführt ist, und dass der Riemen (19) mit den an der ersten
Aufzugkabine (11) angebrachten Rollen (27, 28, 29, 31, 60, 61) und der an dem Aufzugkabinenträger
(2) angebrachten Rolle (27, 30, 62, 63) einen Flaschenzug zum Verstellen der ersten
Aufzugkabine (11) bildet.
3. Aufzuganlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Aufzugkabine (12) verstellbar an dem Aufzugkabinenträger (2) angeordnet
ist, dass die zweite Aufzugkabine (12) von der Antriebseinheit (18) mittels des Riemens
(19) relativ zu dem Aufzugkabinenträger (2) verstellbar ist und dass bei einer Verstellung
der ersten Aufzugkabine (11) und der zweiten Aufzugkabine (12) relativ zu dem Aufzugkabinenträger
(2) die erste Aufzugkabine (11) und die zweite Aufzugkabine (12) entgegengesetzt zueinander
verstellbar sind.
4. Aufzuganlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Aufzugkabinenträger (2) Rollen (42, 45) angeordnet sind, an denen die zweite
Aufzugkabine (12) über den Riemen (19) aufgehängt ist.
5. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riemen (19) eine erste Seite (32) und eine von der ersten Seite (32) abgewandte
zweite Seite (33) aufweist und dass die erste Seite (32) als Kontaktseite (32) dient,
an der der Riemen (19) um ein Antriebsrad (20) der Antriebseinheit (16) und um Rollen
geführt ist und zu der Riemen (19) gebogen ist, und dass die zweite Seite (33) als
freie Rückseite (33) dient, zu der der Riemen (19) zumindest im Wesentlichen nicht
gebogen ist.
6. Aufzuganlage nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein erstes Ende (21) des Riemens (19) mit einem Querträger (13) des Aufzugkabinenträgers
(2) verbunden ist, dass der Riemen (19) von seinem ersten Ende (21) zu mindestens
zwei Rollen (26, 31) geführt ist, die an der ersten Aufzugkabine (11) befestigt sind,
dass der Riemen (19) weiter zu mindestens zwei Rollen (64, 65) geführt ist, die am
Querträger (13) befestigt sind, dass der Riemen weiter seitlich entlang der ersten
Aufzugkabine (11) nach unten geführt ist, und dass der Riemen (19) zwischen seinem
ersten Ende (21) und den am Querträger (13) angebrachten Rollen (64, 65) eine Schlinge
bildet, in der die erste Aufzugkabine (11) aufgehängt ist, wobei der Riemen (19) im
wesentlichen gleichsinnig um die Rollen (26, 31, 64, 65) gebogen ist.
7. Aufzuganlage nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine Führungsrolle (36) vorgesehen ist, die zum Führen des Riemens (19)
mit der freien Rückseite (33) des Riemens (19) zusammenwirkt.
8. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riemen (19) eine erste Seite (32) und eine von der ersten Seite (32) abgewandte
zweite Seite (33) aufweist, dass die erste Seite (32) als erste Kontaktseite (32)
dient, an der der Riemen (19) um ein Antriebsrad (20) der Antriebseinheit (18) und
um Rollen geführt ist und zu der der Riemen (19) gebogen ist, und dass die zweite
Seite (33) als zweite Kontaktseite (33) dient, an der der Riemen (19) um Rollen geführt
ist und zu der der Riemen (19) gebogen ist.
9. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riemen (19) an zumindest einer Kontaktseite (32, 33) zumindest eine Rippe (70,
71, 72) aufweist.
10. Aufzuganlage nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rippe (70, 71, 72) ein zumindest näherungsweise V-förmiges Profil aufweist.
11. Aufzuganlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riemen (19) als Flachriemen (19) ausgestaltet ist.
12. Aufzugsanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riemen (50) ausgehend von seinem Ende (51) nach oben zu den Rollen (53, 54) geführt
ist, die an der ersten Aufzugskabine (11) befestigt sind, dass der Riemen (50) weiter
seitlich entlang der zweiten Aufzugkabine (12) nach unten zu einer Rolle (55) geführt
ist, die am Querträger (15) befestigt ist, dass der Riemen (50) weiter nach oben zu
zwei Rollen (56, 57) geführt ist, die an der zweiten Aufzugkabine (12) befestigt sind,
und dass der Riemen weiter zu seinem anderen Ende (52) geführt ist, wobei die erste
und zweite Aufzugskabine (11, 12) jeweils in einer Schlinge des Riemens (50) nach
unten gehalten sind.
13. Aufzugsanlage nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rolle (55) über ein Federelement (58) beaufschlagt ist, wobei eine vorgegebene
Zugspannung des Riemens (50) aufrechterhalten ist.
1. Lift installation (1) with at least one lift cage support (2), which is movable in
a travel space (3) provided for travel of the lift cage support (2), a first lift
cage (11), which is adjustably arranged at the lift cage support (2), at least one
second lift cage (12), which is arranged at the lift cage support (2), a drive unit
(18), which is arranged at the lift cage support (2), and at least one belt (19),
wherein at least the first lift cage (11) is adjustable by the drive unit (18) relative
to the lift cage support (2) by means of the belt (19), characterised in that a further belt (50) is provided, that one end (51) of the belt (50) is connected
with the lift cage support (2) and that another end (52) of the belt (50) is connected
with the lift cage support (2), wherein the belt (50) holds down the first and second
lift cages (11, 12).
2. Lift installation according to claim 1, characterised in that mounted on the first lift cage (11) are rollers (26, 28, 29, 31, 60, 61) around which
the belt (19) is guided, that mounted on the lift cage support (2) is at least one
roller (27, 30, 62, 63), around which the belt (19) is guided, and that the belt (19)
together with the rollers (27, 28, 39, 31, 60, 61) mounted on the first lift cage
(11) and the roller (27, 30, 62, 63) mounted on the lift cage support (2) form a block-and-tackle
for adjustment of the first lift cage (11).
3. Lift installation according to claim 1 or 2, characterised in that the second lift cage (12) is adjustably arranged at the lift cage support (2), that
the second lift cage (12) is adjustable by the drive unit (18) relative to the lift
cage support (2) by means of the belt (19) and that when adjustment of the first lift
cage (11) and the second lift cage (12) relative to the lift cage support (2) takes
place the first lift cage (11) and the second lift cage (12) are adjustable relative
to one another in opposite sense.
4. Lift installation according to claim 3, characterised in that rollers (42, 45) at which the second lift cage (12) is suspended by way of the belt
(19) are arranged at the lift cage support (2).
5. Lift installation according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the belt (19) has a first side (32) and a second side (33) remote from the first
side (32) and that the first side (32) serves as a contact side (32), at which the
belt (19) is guided around a drive wheel (20) of the drive unit (18) and around rollers
and towards which the belt (19) is bent, and that the second side (33) serves as a
free rear side (33), with respect towards which the belt (19) at least substantially
is not bent.
6. Lift installation according to claim 5, characterised in that a first end (21) of the belt (19) is connected with a crossbeam (13) of the lift
cage support (2), that the belt (19) is led from its first end (21) to at least two
rollers (26, 31), which are fastened to the first lift cage (11), that the belt (19)
is further led to at least two rollers (64, 65), which are fastened to the crossbeam
(13), that the belt is further led downwardly laterally along the first lift cage
(11) and that the belt (19) between its first end (21) and the rollers (64, 65) mounted
on the crossbeam (13) forms a loop in which the first lift cage (11) is suspended,
wherein the belt (19) is bent in substantially the same sense around the rollers (26,
31, 64, 65).
7. Lift installation according to claim 5 or 6, characterised in that at least one guide roller (16), which for guidance of the belt (19) co-operates with
the free rear side (33) of the belt (19), is provided.
8. Lift installation according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the belt (19) has a first side (32) and a second side (33) remote from the first
side (32), that the first side (32) serves as a first contact side (32), at which
the belt (19) is guided around a drive wheel (20) of the drive unit (18) and around
rollers and towards which the belt (19) is bent, and that the second side (33) serves
as a second contact side (33), at which the belt (19) is guided around rollers and
towards which the belt (19) is bent.
9. Lift installation according to any one of claims 5 to 8, characterised in that the belt (19) has at least one rib (70, 71, 72) at at least one contact side (32,
33).
10. Lift installation according to claim 9, characterised in that the rib (70, 71, 72) has an at least approximately V-shaped profile.
11. Lift installation according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the belt (19) is formed as a flat belt.
12. Lift installation according to claim 1, characterised in that the belt (50) starting from its end (51) is led upwardly to the rollers (53, 54),
which are fastened to the first lift cage (11), that the belt (50) is further led
laterally along the second lift cage (12) downwardly to a roller (55), which is fastened
to the crossbeam (15), that the belt (50) is further led upwardly to two rollers (56,
57), which are fastened to the second lift cage (12), and that the belt is further
led to its other end (52), wherein the first and second lift cages (11, 12) are each
held down in a respective movement of the belt (50).
13. Lift installation according to claim 12, characterised in that the roller (55) is loaded by way of a spring element (58), wherein a predetermined
tensile stress of the belt (50) is maintained.
1. Installation d'ascenseur (1) avec au moins un support de cabines d'ascenseur (2) qui
est apte à circuler dans un espace de circulation (3) prévu pour un trajet dudit support
de cabines d'ascenseur (2), une première cabine d'ascenseur (11) qui est disposée
de manière réglable sur le support de cabines d'ascenseur (2), au moins une deuxième
cabine d'ascenseur (12) qui est disposée sur le support de cabines d'ascenseur (2),
une unité d'entraînement (18) qui est disposée sur le support de cabines (2), et au
moins une courroie (19), étant précisé qu'au moins la première cabine (11) est apte
à être réglée par l'unité d'entraînement (18) à l'aide de la courroie (19) par rapport
au support de cabines (2),
caractérisée en ce qu'il est prévu une autre courroie (50), en ce qu'une extrémité (51) de la courroie (50) est reliée au support de cabines (2), et en ce qu'une autre extrémité (52) de la courroie (50) est reliée audit support de cabines (2),
étant précisé que la courroie (50) maintient les première et deuxième cabines (11,
12) vers le bas.
2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu sur la première cabine d'ascenseur (11) des poulies (26, 28, 29, 31,
60, 61) sur lesquelles passe la courroie (19), en ce qu'il est prévu sur le support de cabines d'ascenseur (2) au moins une poulie (27, 30,
62, 63) sur laquelle passe la courroie (19), et en ce que la courroie (19) forme avec les poulies (26, 28, 29, 31, 60, 61) installées sur la
première cabine (11) et avec la poulie (27, 30, 62, 63) installée sur le support de
cabines (2) un palan pour régler la première cabine d'ascenseur (11).
3. Installation d'ascenseur selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la deuxième cabine d'ascenseur (12) est disposée de manière réglable sur le support
de cabines d'ascenseur (2), en ce que ladite deuxième cabine (12) est apte à être réglée par l'unité d'entraînement (18)
à l'aide de la courroie (19) par rapport au support de cabines (2), et en ce que lors d'un réglage de la première cabine (11) et de la deuxième cabine (12) par rapport
au support de cabines (2), la première cabine (11) et la deuxième cabine (12) sont
réglables à l'opposé l'une de l'autre.
4. Installation d'ascenseur selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'il est prévu sur le support de cabines d'ascenseur (2) des poulies (42, 45) auxquelles
la deuxième cabine (12) est suspendue par l'intermédiaire de la courroie (19).
5. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la courroie (19) présente un premier côté (32) et un deuxième côté (33), opposé au
premier côté (32), et en ce que le premier côté (32) sert de côté de contact (32) au niveau duquel la courroie (19)
passe sur une roue d'entraînement (20) de l'unité d'entraînement (18) et sur les poulies,
et vers lequel la courroie (19) est courbée, et en ce que le deuxième côté (33) sert de côté arrière libre (33) vers lequel la courroie (19),
au moins globalement, n'est pas courbée.
6. Installation d'ascenseur selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'une première extrémité (21) de la courroie (19) est reliée à une traverse (13) du
support de cabines d'ascenseur (2), en ce que la courroie (19), à partir de sa première extrémité (21), va jusqu'à au moins deux
poulies (26, 31) qui sont fixées à la première cabine d'ascenseur (11), en ce que la courroie (19) va ensuite jusqu'à au moins deux poulies (64, 65) qui sont fixées
à la traverse (13), en ce que la courroie longe ensuite la première cabine (11), latéralement, vers le bas, en ce que la courroie (19), entre sa première extrémité (21) et les poulies (64, 65) installées
sur la traverse (13), forme une boucle dans laquelle la première cabine (11) est suspendue,
étant précisé que la courroie (19) est courbée autour des poulies (26, 31, 64, 65)
globalement dans le même sens.
7. Installation d'ascenseur selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins une poulie de guidage (36) qui coopère avec le côté arrière
libre (33) de la courroie (19) pour guider celle-ci.
8. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la courroie (19) présente un premier côté (32) et un deuxième côté (33), opposé au
premier côté (32), en ce que le premier côté (32) sert de premier côté de contact (32) au niveau duquel la courroie
(19) passe sur une roue d'entraînement (20) de l'unité d'entraînement (18) et sur
les poulies, et vers lequel la courroie (19) est courbée, et en ce que le deuxième côté (33) sert de deuxième côté de contact (33) au niveau duquel la courroie
(19) passe sur les poulies et vers lequel la courroie (19) est courbée.
9. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisée en ce que la courroie (19) présente sur au moins un côté de contact (32, 33) au moins une nervure
(70, 71, 72).
10. Installation d'ascenseur selon la revendication 9, caractérisée en ce que la nervure (70, 71, 72) présente un profil au moins approximativement en V.
11. Installation d'ascenseur selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la courroie (19) est conçue comme une courroie plate (19).
12. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce que la courroie (50), à partir de son extrémité (51), va vers le haut jusqu'aux poulies
(53, 54) qui sont fixées à la première cabine d'ascenseur (11), en ce que la courroie (50) longe ensuite la deuxième cabine d'ascenseur (12), latéralement,
vers le bas jusqu'à une poulie (55) qui est fixée à la traverse (15), en ce que la courroie (50) va ensuite vers le haut jusqu'à deux poulies (56, 57) qui sont fixées
à la deuxième cabine (12), et en ce que la courroie va ensuite jusqu'à son autre extrémité (52). étant précisé que les première
et deuxième cabines (11, 12) sont maintenues vers le bas chacune dans une boucle de
la courroie (50).
13. Installation d'ascenseur selon la revendication 12, caractérisée en ce que la poulie (55) est contrainte par l'intermédiaire d'un élément à ressort (58), étant
précisé qu'une tension de traction prédéfinie de la courroie (50) est maintenue.


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