[0001] Die Erfindung betrifft ein Flurförderzeug zum Transport von Gut, beispielsweise zum
Transport von Flachglasscheiben oder Flachglasscheibenpaketen in zumindest im wesentlichen
aufrechter Stellung.
[0002] Es ist bekannt, zum Anheben und zum Transport von Gut, dies zwischen zwei Tragvorsprünge
zu greifen, wobei die Tragvorsprünge gegen Seitenwandungen des Guts gedrückt werden.
Damit beim Greifen das Gut nicht über den Boden oder die jeweilige Unterlage geschoben
wird, muss das Flurförderzeug genau mittig vor das Gut gefahren werden, was in der
Praxis bei den geforderten hohen Transportgeschwindigkeiten auch von Personen mit
hohem fahrerischem Können schwer zu realisieren ist.
[0003] Es ist bekannt, Flachglasscheiben vor deren Verladung in einen Container zum Zwecke
eines Ferntransports, beispielsweise von einer Herstellungsstätte zu einem Weiterverarbeiter,
nahezu aufrecht stehend in Regalen zu lagern. Wegen des hohen Gewichts der Flachglasscheiben,
von denen in diesen Regalen regelmäßig bereits eine Mehrzahl zu Flachglasscheibenpaketen
zusammengepackt und von dem Rahmen umgeben sind, umfassen diese Regale am Boden angeordnete,
voneinander beabstandete und parallel zueinander ausgerichtete Bodenträger, auf denen
sich die quer zu diesen verlaufenden unteren Ränder der Flachglasscheiben bzw. der
Flachglasscheibenpakete abstützen.
[0004] Zum Be- und Entladen ist zumindest eine der Stirnseiten der zum Transport verwendeten
Container als Tür, meist als etwa mittig geteilte Flügeltür ausgebildet. Zum Zwecke
einer möglichst hohen Raumausnutzung werden Flachglasscheiben bzw. Flachglasscheibenpakete
in nahezu aufrechter Position und mit den unteren Rändern sich unmittelbar am Containerboden
abstützend transportiert.
[0005] Das Einbringen einer Flachglasscheibe bzw. eines Flachglasscheibenpakets erfolgt,
indem nacheinander Scheiben bzw. Pakete in nahezu aufrechter Stellung in den Container
eingeschoben werden. Hierbei besteht das Problem, dass die Scheiben bzw. Pakete nicht
von unten an ihrem unteren Rand abgestützt werden können, da sie unmittelbar auf dem
Containerboden abgesetzt werden müssen.
[0006] Um den Transport von Flachglasscheiben bzw. von Flachglasscheibenpaketen in zumindest
nahezu aufrechter Stellung zwischen einem weiter oben beschriebenen Regal und einem
Container der beschriebenen Art bewerkstelligen zu können, ist bei dem aus der
EP 1 886 964 A2 bekannten Flurförderzeug der Träger um eine im wesentlichen vertikale Achse drehbar
an dem einen Ende eines Teleskoparms angeordnet. Das andere Ende des Teleskoparms
ist um eine vertikale und um eine horizontale Achse verschwenkbar an dem Fahrgestell
angelenkt. Ferner sind Mittel vorgesehen, die bewirken, dass der Träger unabhängig
von dem Winkel, den der Teleskoparm mit dem Untergrund bildet, zumindest im Wesentlichen
waagerecht ausgerichtet ist.
[0007] Ein Transport einer Flachglasscheibe bzw. eines Flachglasscheibenpaketes erfolgt
mit diesem Flurförderzeug, indem das Flurförderzeug zunächst in die Nähe einer Flachglasscheibe
bzw. eines Flachglasscheibenpakets mit der vertikalen Achse, um die der Teleskoparm
verschwenkbar an dem Fahrgestell angeordnet ist, möglichst senkrecht zu der Scheibe
bzw. dem Paket positioniert wird. Anschließend wird der Träger durch Verschwenken
um seine vertikale Achse derart ausgerichtet, dass er parallel zur Oberfläche der
Scheibe bzw. des Pakets verläuft. Hiernach wird der Teleskoparm ausgefahren, bis sich
der Träger in Anlage mit der Scheibe bzw. dem Paket befindet und die beiden Tragvorsprünge
die seitlichen Ränder umgreifen. Dann wird der Abstand der beiden Tragvorsprünge reduziert,
bis sie die Scheibe bzw. das Paket zwischen sich einspannen. Damit bei einem anschließenden
Anheben durch Verschwenken des Teleskoparms um die Horizontale die Scheibe bzw. das
Paket nicht zwischen den Tragvorsprüngen herausrutschen kann, sind seitlich an den
vertikalen Rändern des Rahmens Vorsprünge vorgesehen, die von den Tragvorsprüngen
untergriffen werden. Bei diesen Vorsprüngen handelt es sich meist um Holzklötze, die
etwa auf gleicher Höhe nahe zu dem oberen Rand des Rahmens angenagelt sind.
[0008] Nach dem Anheben wird der Teleskoparm eingezogen und so um die vertikale Achse verschwenkt,
dass er etwa in Vorwärtsfahrtrichtung zeigt. Der Träger wird hiernach um seine vertikale
Achse um ca. 90° verschwenkt, so dass er und somit die Scheibe bzw. das Paket etwa
parallel zur Längsrichtung des Teleskoparms ausgerichtet ist.
[0009] Das Flurförderzeug wird nun in die Nähe der Tür des Containers rangiert. Das Einbringen
der Scheibe bzw. des Pakets in den Container erfolgt dann, indem zunächst durch Verschwenken
des Teleskoparms um seine horizontale Achse die Scheibe bzw. das Paket in die geeignete
Höhe gebracht und anschließend durch Ausfahren des Teleskoparms, bei gegebenenfalls
gleichzeitigem Verschwenken, in den Container hinein verlagert und abgesetzt wird.
[0010] Eine Entnahme einer Scheibe bzw. eines Pakets aus einem Container erfolgt in umgekehrter
Weise.
[0011] Nachteilig ist bei diesem Flurförderzeug, dass ein Greifen einer Scheibe oder eines
Pakets ohne Verschieben auf dem Untergrund eine genau mittige Ausrichtung des Flurförderzeugs
vor der Scheibe oder dem Paket erfordert. Dies ist besonders erschwert, da ein Anheben
oder Absetzen sowohl im Container, als auch im Regal bei ausgefahrenem Teleskoparm
erfolgt. Denn hierdurch befindet sich die Bedienperson in großer Entfernung zum Träger,
wodurch einerseits das Erkennen der aktuellen Position von Träger und Scheibe bzw.
Paket erschwert wird und andererseits durch den langen, von dem ausgefahrenen Teleskoparm
gebildeten Hebel bereits geringe Winkelverlagerungen um die Achsen, um die er verschwenkbar
an dem Fahrgestell angelenkt ist, zu einer relativ großen Positionsverlagerung des
Trägers führen. Der Betrieb dieses Flurförderzeugs ist daher regelmäßig nur unter
Mithilfe einer zweiten Person möglich, die sich in der Nähe der Scheibe bzw. des Pakets
aufhält und die Bedienperson des Flurförderzeugs über die aktuelle Position des Trägers
informiert. Neben der unerwünschten Erhöhung des Personalaufwandes ist von ganz erheblichem
Nachteil, dass die zweite Person erheblichen Gefahren durch mögliches Umstürzen oder
Herabfallen einer Scheibe bzw. eines Pakets ausgesetzt ist.
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Flurförderzeug der eingangs genannten
Art hinsichtlich der genannten Probleme zu verbessern.
[0013] Diese Aufgabe wird durch das in Anspruch 1 wiedergegebene Flurförderzeug gelöst.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Flurförderzeug umfasst der Träger ein Zentralteil, an welchem
ein mittleres Tragteil vorgesehen ist, welches etwa in Abstandsrichtung der beiden
Tragvorsprünge schwimmend gelagert und wahlweise arretierbar ist. Das Greifen des
Guts erfolgt bei diesem Flurförderzeug im schwimmenden Betriebszustand des Tragteils.
Für den üblichen Fall, dass sich das Flurförderzeug während des Greifens nicht exakt
mittig vor dem Gut befindet, wird durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung nicht das
Gut über die Unterlage, auf der es sich befindet, geschoben, sondern das mittlere
Tragteil verlagert sich relativ zum Flurförderzeug. Ist der Greifvorgang beendet,
d.h. das Gut zwischen den Tragvorsprüngen eingeklemmt, so wird das mittlere Tragteil
arretiert und der Anhebe- und Transportvorgang kann mit Hilfe des erfindungsgemäßen
Flurförderzeugs erfolgen, ohne dass die Gefahr besteht, dass sich das Gut - beispielsweise
durch Fliehkräfte in den Kurven - unerwünscht zur Seite hin verlagert.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist das Zentralteil ein zentrales Rohrstück
auf, in welchem das mittlere Tragteil schwimmend gelagert ist. Diese Konstruktion
zeichnet sich durch eine besonders einfache Realisierbarkeit aus.
[0016] Das mittlere Tragteil kann ein mittleres Rohrstück umfassen, dessen Außenquerschnitt
vorzugsweise derart an den Innenquerschnitt des mittleren Tragteils angepasst ist,
dass das mittlere Rohrstück möglichst reibungs- und spielarm in dem Tragteil verlagerbar
ist.
[0017] Das mittlere Tragteil ist vorzugsweise etwa doppelt so lang wie das Zentralteil ausgebildet.
Eine Verlagerung um etwa die gesamte Länge des mittleren Tragteils und damit ein entsprechender
Versatz zwischen dem Fahrzeug und dem anzuhebenden Gut beim Greifen kann dann kompensiert
werden.
[0018] Das Zentralteil und das mittlere Tragteil sind vorzugsweise über eine in einen Hydraulikkreislauf
eingeschaltete Differentialkolben/Zylinderanordnung miteinander gekoppelt.
[0019] Der Hydraulikkreislauf umfasst vorzugsweise eine Ventileinrichtung, mittels welcher
die Kammern der Differentialkolben/Zylinderanordnung wahlweise hydraulisch verbindbar
oder trennbar sind. Im Falle der Verbindung kann Hydraulikmedium von der einen Kammer
in die andere gelangen, und das mittlere Tragteil ist gegenüber dem Zentralteil verschiebbar,
d.h. es befindet sich in seinem schwimmenden Zustand. Wird diese Verbindung unterbrochen,
so dass ein Übertritt von Hydraulikmedium zwischen den Kammern nicht mehr möglich
ist, so befindet sich das mittlere Tragteil in seinem gegenüber dem Zentralteil feststehenden
Zustand.
[0020] Weist der Hydraulikkreislauf - wie ganz besonders bevorzugt - darüber hinaus eine
Pumpenanordnung auf, mittels welcher wahlweise Hydraulikmedium von der einen in die
andere Kammer und umgekehrt gepumpt werden kann, so kann das mittlere Tragteil gegenüber
dem Zentralteil gezielt in beide Richtungen verlagert werden, beispielsweise, um Gut,
welches seitlich aus der Mittellage des mittleren Tragteils herausgerückt angehoben
wurde, nach dem Anheben in die zentrale Mittellage oder eine andere Position entlang
des Verstellwegs verlagert werden kann.
[0021] Das Flurförderzeug kann - wie bevorzugt - einen zumindest im wesentlichen senkrechten
Mast umfassen, an welchem der Träger etwa in vertikaler Richtung verlagerbar angeordnet
ist.
[0022] Der Mast kann an dem in Vorwärtsfahrtrichtung gesehen vorderen Bereich des Flurförderzeugs
starr angeordnet sein.
[0023] Bei einer besonders bevorzugten Weiterbildung umfasst das Flurförderzeug einen Bedienstand,
der in Vorwärtsfahrtrichtung gesehen ebenfalls im vorderen Bereich, besonders bevorzugt
unmittelbar hinter dem Mast und gegenüber der Mittellängsachse des Flurförderzeugs
in derjenigen Richtung seitlich versetzt angeordnet ist, in welche der Träger seitlich
verlagerbar ist. Aufgrund dieser Maßnahme befindet sich die Bedienperson sowohl in
der Aufnahme-/Abgabeposition des Flurförderzeugs am Regal, als auch in der Aufnahme-/Abgabeposition
am Container in größtmöglicher Nähe zu dem Träger, so dass das Flurförderzeug besonders
gezielt gesteuert werden kann. Eine zweite, Fahranweisungen gebende Person ist somit
regelmäßig nicht erforderlich. Darüber hinaus befindet sich die Bedienperson hinter
dem Mast in einem Bereich, in dem sie regelmäßig vor umstürzendem oder herab fallendem
plattenförmigen Gut geschützt ist.
[0024] Ganz besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs,
bei der der Träger aus der Fahrposition seitlich in beide Richtungen um zumindest
die horizontale Erstreckung des plattenförmigen Guts über das Fahrgestell seitlich
herausstehende Aufnahme-/Abgabepositionen verlagerbar ist, und bei welcher vorzugsweise
zwei Bedienstände vorgesehen sind, die beidseitig der Mittellängsachse des Flurförderzeugs
angeordnet sind. Dieses Flurförderzeug, ist gleichermaßen zum in Vorwärtsfahrtrichtung
gesehen rechtsseitigen, als auch linksseitigen Aufnehmen bzw. Abgeben von plattenförmigem
Gut auf bzw. in den Container geeignet. Dies ist insbesondere deshalb von Vorteil,
als ein Container zunächst von einer Seitenwand her unter Abstützen plattenförmigen
Guts an dieser Seitenwand nach und nach etwa bis zur Mitte des Containers beladen
werden, anschließend eine weitere Beladung von der anderen Seite des Containers erfolgen
kann und schließlich die beiden zu jeweils einer Seitenwandung hin entgegengesetzt
geneigten Stapel durch Einbringen von Keilen in der Mitte gegen ein Verkippen während
des Transports gesichert werden können.
[0025] Zwecks Optimierung der Sichtverhältnisse können - besonders bevorzugt - die Bedienstände
höhenverstellbar angeordnet sein.
[0026] In der Zeichnung sind ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs
sowie Teile desselben am Beispiel eines Glastransportfahrzeugs dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- dieses erfindungsgemäße Flurförderzeug in einer Ansicht zwischen Bodenträgern eines
Regals in einer Ansicht quer zur Längserstreckung der Bodenträger (Ansicht B in Fig.
2);
- Fig. 2
- eine Frontansicht desselben Flurförderzeugs in Längsrichtung der Bodenträger (Ansicht
A in Fig. 1);
- Fig. 3
- das Flurförderzeug in einer Fig. 2 entsprechenden Ansicht, jedoch bei in Fahrtrichtung
gesehen nach rechts ausgefahrenem Träger mit plattenförmigem Gut;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht von schräg vom dieses Flurförderzeugs bei in Fahrtstellung
befindlichem Träger mit plattenförmigem Gut;
- Fig. 5
- dieses Flurförderzeug in einer Fig. 4 entsprechenden Ansicht bei in Fahrtrichtung
nach links ausgefahrenem Träger mit plattenförmigem Gut;
- Fig. 6
- dieses Flurförderzeug in einer perspektivischen Ansicht von schräg links beim Aufnehmen
bzw. Abgeben von plattenförmigem Gut in einem Transportcontainer;
- Fig. 7
- eine Ansicht gemäß Fig. 6, wobei unsichtbare Linien gestrichelt dargestellt sind (Ansicht
C in Fig. 6);
- Fig. 8
- die an dem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Flurförderzeugs vorgesehene Schienenanordnung
mit Träger in einer perspektivischen Einzeldarstellung von schräg vorn, bei in Vorwärtsfahrtrichtung
gesehen nach links ausgelenktem Träger;
- Fig. 8a
- einen schematischen Hydraulikplan einer Differentialkolben/Zylinderanordnung des Trägers;
- Fig. 9
- die Schienenanordnung mit Träger gemäß Fig. 8 in Mittelstellung des Trägers in einer
Ansicht von vorn (Ansicht B in Fig. 10)
- Fig. 10
- die Schienenanordnung mit Träger in einer Ansicht von oben (Ansicht E in Fig. 9);
- Fig. 11
- eine Ansicht gemäß Fig. 9 mit gegenüber der Position in Fig. 9 verändertem Abstand
der Tragvorsprünge des Trägers;
- Fig. 12
- die Einzelheit F in Fig. 11 in einer vergrößerten Darstellung;
- Fig. 13
- eine Fig. 8 entsprechende Ansicht, jedoch mit etwa in Mittelstellung befindlichem
Träger und mit um eine etwa vertikale Achse verkippten Tragvorsprüngen;
- Fig. 13a
- den Ausschnitt G in Fig. 13 in einer Ansicht von oben sowie
- Fig. 14a) bis d)
- Ansichten gemäß Fig. 11 von links und von rechts sowie von verschiedenen Neigungen
des Trägers;
[0027] Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Flurförderzeugs
100 dient insbesondere dem Transport von Flachglasscheibenpaketen 1, welche schmalseitig
von einem Rahmen 2 umgeben sind. Der Rahmen 2 ist meist aus Holzlatten zusammengefügt.
Er umfasst in seinem in aufrechter Stellung oberen Bereich seitliche Vorsprünge 3,
3', die von Tragvorsprüngen 4, 4', deren Aufbau und Funktionsweise weiter unten beschrieben
wird, untergriffen werden können.
[0028] Das Flurförderzeug 100 umfasst ein Fahrgestell 5 mit zwei symmetrisch zur Mittellängsachse
L des Flurförderzeugs 100 (s. Fig. 5) symmetrisch angeordneten Vorderrädern 6, 6'
und mit einem mittig angeordneten Hinterrad 7. Die Vorderräder 6, 6' sind als Zwillingsräder
ausgebildet. Sämtliche Räder sind drehangetrieben und um 360° lenkbar, so dass Fahrtrichtungswechsel
des Flurförderzeugs ohne Kurvenfahrt bewirkt werden können.
[0029] Im in Vorwärtsfahrtrichtung gesehen vorderen Bereich 8 des Flurförderzeugs 100 ist
etwa oberhalb der Vorderräder 6, 6' ein senkrecht stehender Mast 9 starr angeordnet.
Er dient der in vertikaler Richtung verschiebbaren Anbringung eines Trägers 10 an
welchem seinerseits die Tragvorsprünge 4, 4' angebracht sind.
[0030] In Vorwärtsfahrtrichtung gesehen hinter dem Mast 9 ist an dem Fahrgestell eine aufrecht
stehende Schutzscheibenanordnung 11 angebracht. Hinter dieser Schutzscheibenanordnung
sind zur Mittellängsachse L beidseitig versetzt zwei Bedienstände 12, 12' vorgesehen,
von denen aus sämtliche Funktionen des Flurförderzeugs alternativ bedient werden können.
Eine Bedienperson 13 kann den für sie je nach Sichtverhältnissen günstigeren Bedienstand
auswählen, wie dies durch die in Fig. 2 rechts gestrichelt dargestellte Bedienperson
13' symbolisiert sein soll. Damit auch bei angehobenem Flachglasscheibenpaket ausreichende
Sichtverhältnisse für die Bedienperson 13, 13' sichergestellt sind, sind die Bedienstände
12, 12' in vertikaler Richtung verlagerbar angeordnet, wie dies durch den Pfeil Z
symbolisiert ist. Dabei wird die Schutzscheibenanordnung 11 mit verlagert, damit der
durch die Schutzscheibenanordnung 11 bewirkte Schutz für die Bedienperson auch bei
angehobenen Bedienständen aufrechterhalten wird.
[0031] Das Flurförderzeug 100 dient insbesondere dazu, Flachglasscheibenpakete 1 zwischen
einem Bodenträger 14 umfassenden Regal, die am Untergrund U befestigt sind und auf
welchen die Flachglasscheibenpakete 1 in etwa aufrechter Position abgesetzt sind (in
Fig. 1 unten gestrichelt angedeutet), und einem Container 15 (s. Fig. 6 und 7) zu
transportieren.
[0032] In Fig. 1 und 2 ist das Flurförderzeug 100 in einem Betriebszustand dargestellt,
in dem es mit Hilfe des Trägers 10 das Flachglasscheibenpaket 1 von den Bodenträgern
14 angehoben hat. Hierzu ist das Fahrgestell 5 des Flurförderzeugs 100 derart ausgebildet,
dass es zum Überfahren der Bodenträger 14 geeignet ist. Bei dem in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel ist hierzu der Boden 16 des Fahrgestells 5 nahezu eben ausgebildet
und die Aufhängung der Räder 6, 6', 7 so gewählt, dass die Bodenfreiheit ein Berühren
von Boden 16 und Träger 14 verhindert. Ferner ist der seitliche Abstand der Vorderräder
X und die Position des Hinterrades 7 so gewählt, dass die Räder bei symmetrisch zwischen
die Bodenträger 14 eingefahrenem Flurförderzeug (in Fig. 2 dargestellt) zu den Bodenträgern
14 einen ausreichenden Abstand aufweisen, um gelenkt werden zu können.
[0033] Sollte gewünscht sein, das Flurförderzeug an unterschiedliche Bodenträgerkonstellationen
anpassen zu können, so ist es denkbar, die Bodenfreiheit verändernde Maßnahmen, beispielsweise
Räder in unterschiedlicher Aufhängung, und den Abstand der Vorderräder verändernde
Mittel, beispielsweise die Ausgestaltung des Fahrgestells so, dass die Vorderräder
samt Antriebs- und Lenkeinrichtungen in verschiedenen Positionen montiert werden können,
vorzusehen.
[0034] Nachdem mit Hilfe des Trägers 10 das Flachglasscheibenpaket 1 angehoben worden ist,
wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt, wird das Flurförderzeug im wesentlichen parallel
zu den Bodenträgern 14 rückwärts, d.h. gemäß Fig. 1 nach rechts vollständig aus dem
Raum zwischen den Bodenträgern 14 herausgefahren. Anschließend kann das Flurförderzeug
100, das aufgrund der 360°-Lenkbarkeit seiner Räder 6, 6', 7 als Vier-Wege-Flurförderzeug
ausgebildet ist, auch ohne Kurvenfahrt an den Ort eines Containers 15 verlagert werden.
Wie in Fig. 6 und 7 erkennbar ist, wird das Flurförderzeug 100 an dem Container so
positioniert, dass es mit einer seiner Seiten 17, 17', hier mit der in Fahrtrichtung
gesehen rechten Seite 17 parallel zur türseitigen Stirnseite 18 des Containers steht.
Eine Abgabe des Flachglasscheibenpakets 1 an den Container 15 erfolgt dadurch, dass
das Flachglasscheibenpaket 1 aus seiner in den Fig. 1 und 2 dargestellten Fahrposition,
in der es sich etwa symmetrisch zur Mittellängsachse L des Flurförderzeugs 100 befindet,
senkrecht zur Mittellängsachse L gemäß der Vorwärtsfahrtrichtung nach rechts in den
Container 15 hineinverlagert und anschließend durch Absenken des Trägers 10 auf den
Boden des Containers 15 abgesetzt wird. Die Bedienperson kann bei diesem Vorgang den
in Vorwärtsfahrtrichtung gesehen rechten Bedienstand 12 benutzen, wenn von diesem
die Sichtverhältnisse am besten sind.
[0035] Wie in den in Fig. 3 bis 5 dargestellten Betriebssituationen des Flurförderzeugs
100 erkennbar ist, kann der Träger 10 in Vorwärtsfahrtrichtung gesehen nicht nur nach
rechts (Fig. 3), sondern auch nach links (Fig. 5) heraus verlagert werden, und zwar
um eine Strecke S, die größer als die horizontale Erstreckung H des Flachglasscheibenpakets
ist.
[0036] Um die Aufnahme-/Abgabefunktionen des Flurförderzeugs 100 zu bewerkstelligen, ist
der Träger 10 an einer höhenverstellbar an dem Mast 9 angebrachten Schienenanordnung
19 montiert, die insbesondere in den Fig. 8 bis 10 im einzelnen dargestellt ist.
[0037] Die Schienenanordnung umfasst ein erstes Teil 20, welches in vertikaler Richtung
verlagerbar, in horizontaler Richtung jedoch feststehend an dem Mast angebracht ist.
Die vertikale Verstellung kann in an sich bekannter Weise, beispielsweise mit Hilfe
von Zugmitteln oder Spindelantrieben erfolgen.
[0038] An dem ersten Teil 20 ist in horizontaler Richtung verlagerbar ein zweites Teil 21
angeordnet. Zur Übertragung vertikaler Kraftkomponenten sind an dem zweiten Teil 21
eine Mehrzahl von in der Zeichnung nur teilweise erkennbaren Rädern 22, 22' vorgesehen,
die in C-förmigen Profilen 23, 23', die an dem ersten Teil 20 befestigt sind, laufen.
Zum Abfangen horizontaler Kraftkomponenten greift das zweite Teil 21 mit einem T-Profil
24 in eine in etwa komplementäre, im Querschnitt C-förmige Nut 25 des ersten Teils
20 ein.
[0039] Das dritte Teil 26 umfasst zwei horizontal verlaufende, in vertikaler Richtung voneinander
beabstandete T-Träger 27, 27', die in horizontaler Richtung verschiebbar in etwa komplementär
ausgebildete, im Querschnitt C-förmige Nuten 28, 28' eingreifen.
[0040] Um die ersten, zweiten und dritten Teile 20, 21, 26 relativ zueinander zu verschieben,
ist an jedem Endbereich des zweiten Teils 21 ein Rotationsmotor 29, 29' angeordnet,
dessen Rotationsachse senkrecht zur Verlagerungsrichtung orientiert ist. Jeder Rotationsmotor
umfasst ein Zahnrad 30, 30', welches sich im Eingriff mit einer Linearverzahnung 31
des ersten Teils 20 und/oder - je nach Stellung der Teile 20, 21, 26 relativ zueinander
- in Eingriff mit einer an dem dritten Teil 26 vorgesehenen Linearverzahnung 31' befindet.
[0041] Unterhalb der Zahnräder 30, 30' ist auf den Antriebswellen der Rotationsmotoren 29,
29' jeweils ein Kettenrad 32, 32' identischer Größe vorgesehen, von denen allerdings
das in Fig. 8 links dargestellte Kettenrad von einer in der Zeichnung lediglich angedeuteten
Kette 33, die als Endloskette auch um in das Kettenrad 32' herumgeführt ist, verdeckt
ist. Das Kettenrad 32' ist aufgrund des davor befindlichen dritten Teils 26 nicht
erkennbar.
[0042] Die umlaufende Kette 33 bewirkt, dass die beiden Rotationsmotoren 29, 29' zwangsläufig
synchron laufen. Je nach Drehrichtung werden die ersten, zweiten und dritten Teile
durch den Eingriff der Zahnräder 30, 30' in zumindest einer der Linearverzahnungen
31, 31' zwischen einer in Fig. 4 und 10 dargestellten Mittelstellung, die auch die
übliche Fahrstellung bildet, und den in Fig. 3 und 5 dargestellten, rechten und linken
Extrempositionen hin und her verlagert. In der in Fig. 4 und 10 dargestellten Mittelstellung
greifen dabei die Zahnräder 30, 30' sowohl in die Linearverzahnung 31, als auch in
die Linearverzahnung 31' ein.
[0043] Der Träger 10 ist - wie insbesondere in Fig. 8 und 9 erkennbar ist - über untere
Scharnierfortsätze 34, 34' um eine horizontale Achse T verschwenkbar an dem dritten
Teil 26 angelenkt. Zur Einleitung der Verschwenkbewegung und zur Fixierung in einer
gewünschten Position sind an vertikale Arme 35, 35' zwei Längsversteller in Form von
Hydraulikzylindern 36, 36' angelenkt. Mit Hilfe dieser Hydraulikzylinder kann der
Träger 10 zwischen einer in Fig. 14a) und b) dargestellten, senkrechten Position,
einer in Fig. 14c) um wenige, beispielsweise 2 Grad aufgeneigten Position und einer
in Fig. 14d) um einige Grad, beispielsweise 7 Grad abgeneigten Lage verschwenkt werden.
[0044] Der Träger 10 umfasst des weiteren einen horizontal verlaufenden Tragarm 37. Letzterer
umfasst ein starr mit dem vertikalen Arm 35, 35' verbundenes Zentralteil (38) in Form
eines Rohrstücksetwa quadratischen Querschnitts, in welchem ein mittleres Tragteil
in Form eines Rohrstücks 39 schwimmend, d.h. in Längsrichtung verschiebbar gelagert
ist. Das mittlere Rohrstück 39 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel etwa doppelt
so lang wie das Rohrstück 38 ausgebildet, so dass es in Mittelposition etwa um die
halbe Länge des Rohrstücks 38 aus diesem herausragt.
[0045] Die Rohrstücke 38 und 39 sind über eine Differentialkolben/Zylinderanordnung 40 miteinander
gekoppelt.
[0046] In dem mittleren Rohrstück 39 sind zwei innere Rohrstücke 41, 41' verschiebbar, d.h.
aus- und einfahrbar gelagert. Der Verlagerung dient jeweils ein innerhalb des mittleren
Rohrstücks 38 angeordneter Linearversteller in Form eines Hydraulikzylinders 42, 42',
der lediglich in Fig. 9 gestrichelt angedeutet ist.
[0047] Um ein Flachglasscheibenpaket greifen zu können, sind an den beiden Enden der inneren
Rohrstücke 41, 41' Tragvorsprünge 43, 43' angeordnet. Jeder Tragvorsprung 43, 43'
besteht aus einer etwa vertikal angeordneten Druckplatte 44, 44', an die ein in der
in Fig. 8 und 10 dargestellten Greifstellung nach innen gerichteter Stützvorsprung
45, 45' angeformt ist. Er dient zum Untergreifen der an dem Rahmen 2 vorgesehenen
Tragvorsprünge 4, 4'.
[0048] Die Tragvorsprünge 43, 43' sind - wie insbesondere Fig. 13 und 13a) entnehmbar ist
- zwischen einer etwa senkrecht zur Längserstreckung des Trägers 10 ausgerichteten
Tragstellung (Fig. 13a)) und einer etwa in Richtung des Trägers ausgerichteten Abgabestellung
(Fig. 13) verschwenkbar. Wie in Fig. 13a) erkennbar ist, dient der Verschwenkung ein
Linearversteller in Form einer Zylinderanordnung 46'. Die Verschwenkung des Tragvorsprungs
43 erfolgt in entsprechender Weise mit einer in der Zeichnung nicht erkennbaren Zylinderanordnung.
[0049] Um den Tragvorsprüngen 43, 43' zur Erhöhung der Betriebssicherheit selbstklemmende
Eigenschaften zu verleihen, sind die Schwenkachsen, R, R' um kleine Winkel gegen die
Ausrichtung der Druckplatten 44, 44' nach oben zur Mitte geneigt um einen Winkel α
von wenigen Grad schräg gestellt, wie dies in Fig. 12 dargestellt ist. Eine vertikale
Kraftkomponente, beispielsweise die Gewichtskraft des Flachglasscheibenpakets, führt
hierdurch zu einer Vergrößerung des Andrucks der Druckplatten 44, 44' gegen die vertikalen
Außenflächen des Rahmens 2.
[0050] Zum Aufnehmen eines aufrecht stehenden Flachglasscheibenpakets wird der Träger 10
mit senkrecht zu ihm gestellten Tragvorsprüngen 43, 43' an das Flachglasscheibenpaket
herangefahren, bis es an ebenfalls an den Enden der inneren Rohrstücke 41, 41' vorgesehenen
Stützelementen 47, 47' an dem Rahmen 2 des Flachglasscheibenpakets anliegt. Dabei
sind die inneren Rohrstücke 41, 41' soweit aus dem mittleren Rohrstück 39 herausgefahren,
dass zwischen den vertikalen Rahmenseiten und den Druckplatten 44, 44' ein Abstand
eingehalten wird. Anschließend werden die inneren Rohrstücke 41, 41' durch Betätigung
der Hydraulikzylinder 42, 42' in das mittlere Rohrstück 39 hinein verlagert, so dass
die beiden vertikalen Seiten des Rahmens in Anlage mit den Druckplatten 44, 44' gelangen
und der Rahmen 2 und damit das Flachglasscheibenpaket 1 eingeklemmt wird. Bei diesem
Vorgang ist der eine Ventileinrichtung 49 umfassende Hydraulikkreislauf 48, in welchen
die Differentialkolben/Zylinderanordnung 40 eingeschaltet ist, offen, d.h. ein Übertritt
von Hydraulikmedium zwischen den beiden Kammern der Differentialkolben/Zylinderanord-nung
40 ist möglich (Stellung d in Fig. 8a). Es kann daher eine Relativverlagerung zwischen
dem mittleren Rohrstück 39 und dem Rohrstück 38 und somit ein seitlicher Versatz zwischen
der Position des Flachglasscheibenpakets 1 und der Tragvorsprünge 43, 43' stattfinden.
Hierdurch wird vermieden, dass bei der Aufnahme das Flachglasscheibenpaket 1 über
den Boden gezogen wird, was leicht zu Beschädigungen führen könnte.
[0051] Nachdem der Ausgleich eines seitlichen Versatzes erfolgt ist, wird der Hydraulikkreislauf
48, in die die Differentialkolben/Zylinderanordnung 40 eingeschaltet ist, mit Hilfe
der Ventileinrichtung 49 geschlossen, so dass ein Übertreten von Hydraulikmedium zwischen
den beiden Kammern 50, 50' nicht mehr möglich ist (Stellung a in Fig. 8a). Eine weitere
Relativverschiebung zwischen mittlerem Rohrstück 39 und Rohrstück 38 wird hierdurch
blockiert. Auch ist es möglich, nach dem Anheben durch entsprechende Beaufschlagung
der Differentialkolben/ Zylinderanordnung 40 mittels einer Pumpenanordnung 51 und
der Ventileinrichtung 49 eine Verlagerung aus einer bei der Aufnahme aufgrund seitlichen
Versatzes ausgerückten Stellung, wie sie beispielhaft in Fig. 11 dargestellt ist,
in eine in Fig. 13 dargestellte Mittelposition zu bewirken. Die Ventilstellung c in
Fig. 8a bewirkt bei angetriebener Pumpe 51 ein Ausfahren der Kolbenstange, die Ventilstellung
b im Einfahren derselben.
Bezugszeichenliste:
[0052]
- 100
- Flurförderzeug
- 1
- Flachglasscheibenpaket
- 2
- Rahmen
- 3, 3'
- seitliche Vorsprünge
- 4, 4'
- Tragvorsprünge
- 5
- Fahrgestell
- 6, 6'
- Vorderräder
- 7
- Hinterrad
- 8
- Vorderer Bereich
- 9
- Mast
- 10
- Träger
- 11
- Schutzscheibenanordnung
- 12, 12'
- Bedienstände
- 13, 13'
- Bedienperson
- 14
- Bodenträger
- 15
- Container
- 16
- Boden
- 17, 17'
- Seite
- 18
- türseitige Stirnseite
- 19
- Schienenanordnung
- 20
- erstes Teil
- 21
- zweites Teil
- 22, 22'
- Räder
- 23, 23'
- Profile
- 24
- T-Täger
- 25
- Nut
- 26
- drittes Teil
- 27, 27'
- T-Träger
- 28, 28'
- Nuten
- 29, 29'
- Rotationsmotoren
- 30, 30'
- Zahnräder
- 31, 31'
- Linearverzahnung
- 32, 32'
- Kettenrad
- 33
- Kette
- 34, 34'
- Scharnierfortsätze
- 35, 35'
- vertikale Arme
- 36, 36'
- Hydraulikzylinder
- 37
- Tragarm
- 38
- Zentralteil
- 38'
- Rohrstück
- 39
- mittleres Tragteil
- 39'
- mittleres Rohrstück
- 40
- Kolben-/ Zylinderanordnung
- 41, 41'
- innere Rohrstücke
- 42, 42'
- Hydraulikzylinder
- 43, 43'
- Tragvorsprünge
- 44, 44'
- Druckplatte
- 45, 45'
- Stützvorsprung
- 46, 46'
- Zylinderanordnung
- 47, 47'
- Stützelemente
- 48
- Hydraulikkreislauf
- 49
- Ventileinrichtung
- 50, 50'
- Kammern
- 51
- Pumpenanordnung
- A
- Ansicht
- B
- Ansicht
- C
- Ansicht
- D
- Ansicht
- E
- Ansicht
- F
- Ausschnitt
- G
- Ausschnitt
- H
- Länge
- L
- Mittellängsachse
- R, R'
- Achsen
- S
- Strecke
- T
- Achse
- U
- Untergrund
- X
- Abschnitt
- Z
- Pfeil
1. Flurförderzeug (100) zum Transport von Gut,
mit einem einen motorischen Antrieb umfassenden, räderbestückten Fahrgestell (5),
und mit einem Träger (10), der zumindest zwei Tragvorsprünge (43, 43') umfasst, deren
Abstand veränderbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (10) ein Zentralteil (38) umfasst, an welchem ein mittleres Tragteil (39)
etwa in Abstandsrichtung der beiden Tragvorsprünge (43, 43') schwimmend gelagert und
wahlweise arretierbar ist.
2. Flurförderzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentralteil (38) ein zentrales Rohrstück (38') umfasst, in welchem das mittlere
Tragteil (39) schwimmend gelagert ist.
3. Flurförderzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Tragteil (39) ein mittleres Rohrstück (39') umfasst.
4. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mittlere Tragteil (39) etwa doppelt so lang wie das Zentralteil (38) ausgebildet
ist.
5. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentralteil (38) und das mittlere Tragteil (39) über einen Hydraulikkreislauf
(48), der eine Differentialkolben/Zylinderanordnung (40) umfasst, miteinander gekoppelt
sind.
6. Flurförderzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikkreislauf (48) eine Ventileinrichtung (49) umfasst, mittels welcher
die beiden Kammern (50, 50') der Differentialkolben/Zylinderanordnung (40) wahlweise
hydraulisch verbindbar oder trennbar sind.
7. Flurförderzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikkreislauf eine Pumpenanordnung (51) umfasst, mittels welcher wahlweise
Hydraulikmedium von der einen in die andere Kammer (50, 50') und umgekehrt gepumpt
werden kann.
8. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Flurförderzeug (100), einen zumindest im Wesentlichen senkrechten Mast (9) umfasst,
an welchem der Träger (10) zumindest auch in etwa vertikaler Richtung verlagerbar
angeordnet ist.
9. Flurförderzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Mast (9) an dem im Vorwärtsfahrtrichtung gesehen vorderen Bereich (8) des Flurförderzeugs
(100) starr angeordnet ist.
10. Flurförderzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Flurförderzeug (100) zumindest einen Bedienstand (12, 12') aufweist, der in Vorwärtsfahrtrichtung
gesehen im vorderen Bereich (8) vorzugsweise unmittelbar hinter dem Mast (9) und gegenüber
der Mittellängsachse (L) des Flurförderzeugs (100) in der Richtung seitlich versetzt
angeordnet ist, in welche der Träger (10) seitlich verlagerbar ist.
11. Flurförderzeug (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (10) aus der Fahrposition seitlich in beide Richtungen in um zumindest
die horizontale Erstreckung des plattenförmigen Guts über das Fahrgestell (5) seitlich
herausstehende Aufnahme-/ Abgabepositionen verlagerbar ist, und dass vorzugsweise
zwei Bedienstände (12, 12') vorgesehen sind, die beidseitig der Mittellängsachse (L)
des Flurförderzeugs (100) angeordnet sind.
12. Flurförderzeug (100) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienstände (12, 12') höhenverstellbar angeordnet sind.
1. Industrial truck (100) for transporting goods having a chassis (5) having wheels and
including a motorized drive
and having a carrier (10) that includes at least two support projections (43, 43'),
the spacing thereof being changeable,
characterized in that
the carrier (10) includes a central part (38) on which a center support part (39)
is borne in a floating manner approximately in the spacing direction of the two support
projections (43, 43') and is selectively lockable.
2. Industrial truck in accordance with claim 1, characterized in that the central part (38) includes a central tubular section (38') in which the center
support part (39) is borne in a floating manner.
3. Industrial truck in accordance with claim 2, characterized in that the center support part (39) includes a center tubular section (39').
4. Industrial truck in accordance with any of claims 1 through 3, characterized in that the center support part (39) is embodied approximately twice as long as the central
part (38).
5. Industrial truck in accordance with any of claims 1 through 4, characterized in that the central part (38) and the center support part (39) are coupled to one another
via a hydraulic circuit (48) that includes a differential piston/cylinder arrangement
(40).
6. Industrial truck in accordance with claim 5, characterized in that the hydraulic circuit (48) includes a valve device (49) by means of which the two
chambers (50, 50') of the differential piston/cylinder arrangement (40) may be selectively
hydraulically connected and separated.
7. Industrial truck in accordance with claim 6, characterized in that the hydraulic circuit includes a pump arrangement (51) by means of which hydraulic
medium may be selectively pumped from the one chamber (50) into the other chamber
(50') and vice versa.
8. Industrial truck in accordance with any of claims 1 through 7, characterized in that the industrial truck (100) includes an at least essentially vertical pole (9) on
which the carrier (10) may also be displaceably arranged in an at least approximately
vertical direction.
9. Industrial truck in accordance with claim 8, characterized in that the pole (9) is rigidly arranged on the front area (8) of the industrial truck (100)
as seen in the direction of forward movement.
10. Industrial truck in accordance with any of claims 1 through 9, characterized in that the industrial truck (100) has at least one control platform (12, 12') that, as seen
in the direction of forward movement, is arranged, in the front area (8) preferably
immediately behind the pole (9) and opposite the center longitudinal axis (L) of the
industrial truck (100), laterally offset in the direction in which the carrier (10)
is laterally displaceable.
11. Industrial truck (100) in accordance with any of claims 1 through 10, characterized in that the carrier (10) is displaceable from the driving position laterally in both directions
by at least the horizontal extension of the plate-like goods into receiving/dispensing
elements that project laterally above the chassis (5), and in that preferably two control platforms (12, 12') are provided that are arranged on either
side of the center longitudinal axis (L) of the industrial truck (100).
12. Industrial truck (100) in accordance with claim 10 or 11, characterized in that the control platforms (12, 12') are arranged height-adjustable.
1. Chariot de manutention (100) pour le transport de marchandises, comprenant
un châssis (5) comportant un entraînement à moteur et équipé de roues et
un tablier (10) qui comporte au moins deux prolongements porteurs (43, 43') dont l'écartement
est réglable, caractérisé
en ce que le tablier (10) comprend une partie centrale (38) à laquelle une partie porteuse
médiane (39) est reliée de façon flottante à peu près dans la direction de l'écartement
des deux prolongements porteurs (43, 43') et est apte à être sélectivement bloquée.
2. Chariot de manutention selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie centrale (38) comprend un tronçon de tube central (38') dans lequel la
partie porteuse médiane (39) est montée de façon flottante.
3. Chariot de manutention selon la revendication 2, caractérisé en ce que la partie porteuse médiane (39) comprend un tronçon de tube médian (39').
4. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie porteuse médiane (39) est à peu près deux fois plus longue que la partie
centrale (38).
5. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la partie centrale (38) et la partie porteuse médiane (39) sont accouplées l'une
à l'autre par l'intermédiaire d'un circuit hydraulique (48) qui comprend un dispositif
à pistons différentiels/cylindre (40).
6. Chariot de manutention selon la revendication 5, caractérisé en ce que le circuit hydraulique (48) comprend un dispositif à soupape (49) au moyen duquel
les deux chambres (50, 50') du dispositif à pistons différentiels/cylindre (40) peuvent
être sélectivement reliées hydrauliquement ou isolées.
7. Chariot de manutention selon la revendication 6, caractérisé en ce que le circuit hydraulique comprend un dispositif à pompe (51) au moyen duquel un fluide
hydraulique peut être sélectivement pompé d'une chambre dans l'autre (50, 50').
8. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le chariot de manutention (100) comprend un mât (9) au moins sensiblement vertical
sur lequel le tablier (10) est monté mobile au moins également dans une direction
à peu près verticale.
9. Chariot de manutention selon la revendication 8, caractérisé en ce que le mât (9) est monté rigidement sur la région avant (8) du chariot de manutention
(100), vu dans le sens de la marche avant.
10. Chariot de manutention selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le chariot de manutention (100) présente au moins un poste de commande (12, 12')
qui est agencé dans la région avant (8), vu dans le sens de la marche avant, de préférence
immédiatement derrière le mât (9), et décalé latéralement par rapport à l'axe longitudinal
médian (L) du chariot de manutention (100), dans la direction dans laquelle le tablier
(10) peut être déplacé latéralement.
11. Chariot de manutention (100) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le tablier (10) est apte à être décalé latéralement dans les deux sens à partir de
la position de marche, d'au moins la dimension horizontale de la marchandise en forme
de plaque, jusque dans des positions de chargement et de déchargement qui débordent
latéralement au-delà du châssis (5), et en ce que, de préférence, deux postes de commande (12, 12') sont prévus, qui sont agencés des
deux côtés de l'axe longitudinal médian (1') du chariot de manutention (100).
12. Chariot de manutention (100) selon 1"une des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que les postes de commande (12,12') sont agencés de façon réglable en hauteur.