[0001] Die Erfindung betrifft ein Steckerelement mit den Merkmalen des Oberbegriffs des
Patentanspruchs 1. Ein derartiges Steckerelement ist beispielsweise aus der
WO 2006/091256 A1 zu entnehmen.
[0002] Das Steckerelement ist insbesondere als ein Flachstecker mit üblicherweise rechteckigem
Querschnitt und geringer Aufbauhöhe ausgebildet. Unter Steckerelement wird vorliegend
daher insbesondere ein so genannter SFP-Stecker (small form-factor pluggable), speziell
ein sogenannter CXP-Stecker (CXP low profile connector) verstanden.
[0004] Derartige Steckerelemente dienen zur Ausbildung von kleinbauenden und flachen Steckverbindungen
insbesondere für Daten- oder Signalleitungen mit hoher Datenübertragungsrate in Netzwerken.
Sie werden zur elektrischen und/oder optischen Anbindung der Datenleitung an elektrischen
oder elektro-optischen Geräten eingesetzt. Sie dienen dabei bevorzugt zum Anschluss
der Datenleitung an eine Leiterplatte. Üblicherweise weist hierbei die Leiterplatte
ein insbesondere als Gegensteckelement ausgebildetes Gegenstück auf, in das das Steckerelement
zur Ausbildung der Steckverbindung einsteckbar ist.
[0005] Es wird hierbei eine möglichst geringe Bauform angestrebt, um auf einem begrenzten
Bauraum beispielsweise mehrere derartige Steckverbinder nebeneinander anzuordnen.
[0006] Derartige Steckverbindungen sind üblicherweise gegen ein unbeabsichtigtes Lösen über
einen Verriegelungsmechanismus gesichert. Aufgrund der angestrebten geringen Bauform
muss der Verriegelungsmechanismus auf engstem Bauraum im Steckerelement integriert
sein.
[0007] Bei der aus der
WO 2006/091256 A1 zu entnehmenden Ausgestaltung umfasst der Verriegelungsmechanismus ein als Ziehlasche
ausgebildetes Betätigungselement, welches in einer außenseitigen Nut des Gehäuses
in Längsrichtung des Steckerelements verschiebbar ist. Die Ziehlasche ist sandwichartig
zwischen der Außenseite des Gehäuses und einem in etwa T-förmigen Verriegelungselement
angeordnet. Das Verriegelungselement weist an seinem vorderen Ende ein nach unten
abgebogenes Rastelement auf, welches zur Verriegelung mit dem Gegenstück dient. Gleichzeitig
weist das Betätigungselement an seinem vorderen Ende ein walzenartiges Teil auf, welches
zwischen einem schräg verlaufenden Teil der Gehäuseoberseite und dem nach unten abgewinkelten
Rastelement des Verriegelungselements angeordnet ist. Bei einer Verschiebung des Betätigungselements
in rückwärtiger Richtung gleitet das walzenförmige Teil am schräg geneigten Gehäuseteil
entlang und drückt das Rastelement nach oben in eine Entriegelungsposition.
[0008] Ähnliche Stecker sind jeweils aus der
US 7,476,117 B1 sowie der
US 7,540,755 B1 zu entnehmen. In beiden Fällen sind das Betätigungselement und das Verriegelungselement
außenseitig am Gehäuse angeordnet und zwischen einer Gehäuseaußenseite und einer Abdeckung
angeordnet.
[0009] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein derartiges Steckerelement
mit einem verbesserten und einfach zu montierenden Verriegelungsmechanismus anzugeben.
[0010] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch ein Steckerelement mit den Merkmalen
des Anspruchs 1. Das Steckerelement weist ein sich in Längsrichtung erstreckendes
Gehäuse sowie ein Verriegelungselement mit einem Rastelement zur Verrastung mit einem
Gegenstück auf. Weiterhin umfasst das Steckerelement zur Betätigung des Verriegelungselements
ein Betätigungselement, welches ein Griffteil aufweist, über das das Betätigungselement
manuell betätigt werden kann. Sowohl das Betätigungselement als auch das Verriegelungselement
sind zumindest in Teilbereichen innen liegend im Gehäuse angeordnet und das Gehäuse
weist einen ersten Durchbruch für das Betätigungselement auf, wobei das Griffteil
von außerhalb des Gehäuses zugänglich ist.
[0011] Der besondere Vorteil dieser Ausgestaltung ist darin zu sehen, dass der Verriegelungsmechanismus
zumindest in wesentlichen Teilbereichen innerhalb des Gehäuses angeordnet und damit
geschützt ist. Das funktionale Zusammenwirken zwischen dem Betätigungselement und
dem Verriegelungselement erfolgt geschützt im Innern des Gehäuses. Aufgrund der innen
liegenden Anordnung wird beispielsweise die Handhabung des Betätigungselements nicht
durch Staub oder sonstige Schmutzpartikel behindert. Auch besteht nicht die Gefahr
der Beschädigung der Elemente des Verriegelungsmechanismus durch unsachgemäße Einwirkung
von außen. Durch die Integration innerhalb des Gehäuses ist zudem eine vereinfachte
Befestigung des Verriegelungsmechanismus ermöglicht. Diese erfolgt vorzugsweise ausschließlich
über die Ausbildung von Hintergriffen und formschlüssigen Verbindungen, wie beispielsweise
Vernietungen oder Verrastungen der Bauteile mit dem Gehäuse, ohne dass Verschraubungen,
Klebungen, etc. erforderlich wären.
[0012] Das Betätigungselement ist vorzugsweise in Längsrichtung innerhalb des Gehäuses verschiebbar
und hierbei insbesondere als Ziehlasche ausgebildet. Das Betätigungselement wirkt
hierbei mit dem Verriegelungselement vorzugsweise derart zusammen, dass das die Verriegelung
letztendlich bewirkende Rastelement nach oben oder unten, also zumindest im Wesentlichen
senkrecht zur Längsrichtung, d.h. senkrecht zu einer Bodenseite des Flachsteckers
bewegt wird. Üblicherweise wird bei einer Betätigung der Ziehlasche das Rastelement
aus einer Grundstellung, die einer Verriegelungsstellung entspricht, in eine Entriegelungsposition
überführt.
[0013] Um eine sichere Führung und die Übertragung der Kräfte zwischen Betätigungselement
und Verriegelungselement zuverlässig zu gewährleisten ist im Gehäuse ein Gegenlager
vorgesehen, wobei zwischen einem Gehäuseboden und dem Gegenlager das Verriegelungselement
und das Betätigungselement angeordnet sind. Das Gegenlager ist hierbei als ein separater
Zwischenboden ausgebildet, der am Gehäuse befestigt ist, so dass ein eigener, abgetrennter
Innenraum des Gehäuses geschaffen ist, in dem bevorzugt ausschließlich das Verriegelungselement
und das Betätigungselement geführt bzw. gehalten sind. Damit ist der Verriegelungsmechanismus
von den weiteren Stecker-Funktionsteilen, also den elektrischen und/oder optischen
Komponenten, wie beispielsweise Kontaktbuchsen oder Kontaktpins, abgeschottet.
[0014] Der Zwischenboden bildet daher einen mechanischen Schutz und / oder einen Berührschutz.
Der Zwischenboden überdeckt hierzu den Gehäuseboden im Bereich des Verriegelungsmechanismus
vorzugsweise vollständig, liegt also insbesondere passgenau ein.
[0015] Gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung umfasst das Steckergehäuse einen zweiten
Durchbruch, durch den ein äußeres Teilstück des Verriegelungselements, welches das
Rastelement aufweist, nach außen geführt ist. Durch diese Maßnahme wird in vorteilhafter
Weise erreicht, dass der Betätigungsmechanismus, nämlich das Zusammenwirken zwischen
dem Betätigungselement und dem Verriegelungselement, geschützt innerhalb des Gehäuses
angeordnet ist, dass jedoch gleichzeitig der grundsätzliche geometrische Aufbau des
Steckerelements und der Steckverbindung gemäß den oben angeführten Spezifikationen
(SFF-8642-Spezifikation und / oder CXP-Spezifikation der InfiniBand Trade Association)
vorliegt. Danach ist nämlich vorgesehen, dass das Rastelement von oben in das Gegenstück
eingreift.
[0016] Zweckdienlicherweise wirkt das Betätigungselement und das Verriegelungselement über
zumindest ein Gegenwirkungs-Flächenpaar zusammen. Das Flächenpaar weist hierbei zueinander
korrespondierende Gegenwirkungsflächen auf, die beim Betätigen des Betätigungselements
gegeneinander verschoben werden. Die Gegenwirkungsflächen sind hierbei bezüglich der
Längs- oder Betätigungsrichtung geneigt und beispielsweise gekrümmt ausgebildet, so
dass durch das Zusammenwirken des Flächenpaars eine resultierende Bewegung des Verriegelungselements,
insbesondere des Rastelements, nach oben oder unten erzielt wird.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Verriegelungselement um eine vorzugsweise
horizontale Drehachse drehbar im Gehäuse gelagert. Die Verschiebung der Ziehlasche
in Längsrichtung führt zu einer Drehbewegung des Verriegelungselements, so dass das
vorzugsweise endseitig am Verriegelungselement ausgebildete Rastelement entlang einer
Bogen- oder Kreisbahn aus der Grundposition nach oben in die Entriegelungsposition
überführt wird. Aufgrund der Drehbewegung können bei nur geringem Raumbedarf vergleichsweise
große Stellbewegungen des Rastelements ausgeführt werden. Das Verriegelungselement
erstreckt sich dabei vorzugsweise über die gesamte Gehäusebreite und ist bevorzugt
als eine flache plattenförmige Baueinheit ausgebildet, die insbesondere auf dem Boden
des Gehäuses aufliegt.
[0018] Zweckdienlicherweise ist das Verriegelungselement insbesondere mit Hilfe von seitlichen
Rastzapfen im Gehäuse, insbesondere in Seitenwänden, drehbar gelagert. Die Rastzapfen
haben daher eine Doppelfunktion. Zum einen dienen sie zur einfachen Befestigung des
Verriegelungselements im Gehäuse und zum anderen definieren sie zugleich die Drehachse.
[0019] Das Verriegelungselement weist vorzugsweise weiterhin ein Federelement auf, welches
das Verriegelungselement insgesamt in eine Grundstellung drückt und bevorzugt als
eine elastische Lasche (Federzunge) ausgebildet ist. Das Federelement übt also eine
Federkraft auf das Verriegelungselement aus, so dass dieses zuverlässig und sicher
in der Verriegelungsposition gehalten wird. Das Federelement stützt sich hierbei insbesondere
an einem Gegenlager ab und die Gegenkräfte werden auf das Gehäuse übertragen. Vorzugsweise
stützt sich das Federelement unmittelbar an einem Gehäuseboden ab.
[0020] Gemäß einer zweckdienlichen Weiterbildung weist das Verriegelungselement zumindest
eine Öffnung oder Aussparung auf, in die das Betätigungselement mit einer Betätigungsnoppe
eingreift. Die Aussparung und die Betätigungsnoppe wirken hierbei über die zueinander
korrespondierenden Gegenwirkungsflächen zusammen. Die Gegenwirkungsflächen sind hierbei
zweckdienlicherweise geneigt zur Längsrichtung ausgebildet und können als Ebenen oder
auch als gekrümmte Flächen ausgebildet sein. Vorzugsweise sind sie nach Art von Zylindermantelflächen
ausgebildet. Durch die Anordnung von Aussparungen innerhalb des Verriegelungselements,
welches insbesondere flach und nach Art einer Platte ausgebildet ist, ist ein kompakter
Aufbau ermöglicht, da die zueinander korrespondierenden Gegenwirkungsflächen innerhalb
der Aufbauhöhe des Verriegelungselements angeordnet sind. Alternativ zu der Ausgestaltung
der Gegenwirkungsfläche als eine Innenfläche der Aussparung ist die Gegenwirkungsfläche
randseitig am Verriegelungselement ausgebildet. Vorzugsweise sind zwei derartige Öffnungen
vorgesehen, die einander gegenüberliegend randseitig angeordnet sind. Das Federelement
ist dabei vorzugsweise zwischen den Öffnungen mittig angeordnet.
[0021] Das Betätigungselement umfasst gemäß einer bevorzugten Weiterbildung einen abgestuften
Bereich, der insbesondere endseitig und gegenüberliegend zum Griffelement angeordnet
ist und der zumindest eine Betätigungsnoppe aufweist. Das Betätigungselement überdeckt
mit diesem endseitigen abgestuften Bereich das Verriegelungselement, also das im Gehäuse
einliegende innere Teilstück des Verriegelungselements. Durch die Abstufung wird ein
Freiraum gebildet, in dem das Verriegelungselement einliegt. Im abgestuften Bereich
erfolgt auch die Wechselwirkung zwischen dem Betätigungselement und dem Verriegelungselement
über die zueinander korrespondierenden Gegenwirkungsflächen. Zweckdienlicherweise
stützen sich der abgestufte Bereich und ein sich daran in Längsrichtung anschließende
zum Griffelement hin orientierte weitere Bereich des Betätigungselements an gegenüberliegenden
Widerlagern, beispielsweise einem Gehäuseboden und einem Zwischenboden, ab, um ausreichende
Reaktionskräfte bei Betätigung des Betätigungselements auf das Verriegelungselement
übertragen zu können. Die Widerlager bilden daher Führungselemente, insbesondere Führungsflächen
für eine möglichst spielfreie Führung des Betätigungselements. Zweckdienlicherweise
ist vorgesehen, dass die Höhe der Stufe etwa der Dicke des Verriegelungselements entspricht
bzw. etwas größer ist, um die Bewegung des Verriegelungselements zu ermöglichen.
[0022] Im Sinne einer möglichst einfachen Herstellung und auch im Hinblick auf eine einfache
Montage ist das Verriegelungselement aus einem einzigen Stück geformt und ist insbesondere
als ein Kunststoffelement (Spritzgussteil) ausgebildet. Das Verriegelungselement ist
insbesondere einzig über die Rastzapfen mit dem Gehäuse verbunden.
[0023] Insgesamt ist das Verriegelungselement vorzugsweise unterteilt in ein im Gehäuse
einliegendes inneres Teilstück sowie ein äußeres Teilstück, welches durch den zweiten
Durchbruch im Gehäuse nach außen reicht. Das Verriegelungselement ist bevorzugt als
ein flaches, in etwa plattenförmiges Bauteil ausgebildet. Das innere Teilstück weist
hierbei ein in etwa U-förmiges Trägerteil auf, welches daher zwei über ein Basisteil
verbundene Schenkel aufweist, an denen endseitig Rastzapfen vorgesehen sind. Weiterhin
ist am Basisteil bevorzugt in etwa mittig das Federelement angeformt. Weiterhin ist
vorzugsweise vorgesehen, dass beidseitig zum Federelement die Aussparungen mit den
Gegenwirkungsflächen ausgebildet sind. Hierzu sind ergänzend Rippen vorgesehen, welche
die seitlichen Schenkel mit dem Basisteil verbinden und so die Aussparungen mit den
vorzugsweise zylinderförmigen Gegenwirkungsflächen bilden.
[0024] Bevorzugt ist für eine kompakte Bauweise bei gleichzeitiger Ermöglichung der Bewegung
der Verriegelungselements vorgesehen, dass die Breite des Betätigungselements im Bereich
der Betätigungsnoppen kleiner ist als die des Verriegelungselements und dass die Schenkel
des Trägerteils seitlich am Betätigungselement zwischen diesem und Seitenwänden des
Gehäuses entlanggeführt sind. Die Schenkel reichen hierbei insbesondere bis zur Drehachse
und definieren daher Schwenkschenkel, die also in ihrer Bewegung vom Betätigungselement
nicht behindert werden.
[0025] Zweckdienlicherweise ist der Zwischenboden im Gehäuse fest fixiert. Hierzu ist er
insbesondere im Gehäuse vernietet oder verrastet.
[0026] Vorzugsweise ist der Zwischenboden zur Verbesserung der Abschirmung leitfähig ausgebildet
und besteht insbesondere aus Metall. Er ist bevorzugt mit dem Gehäuse über Nietelemente
vernietet und / oder über Rastelemente verrastet. Andere Befestigungsmittel sind nicht
vorgesehen.
[0027] Für eine sichere Handhabung des Betätigungselements ist vorzugsweise weiterhin zumindest
ein Anschlag zur Begrenzung der Bewegung des Betätigungselements vorgesehen. Dies
ist beispielsweise durch einen oder mehrere Anschlagselemente verwirklicht, die am
Gehäuse angeformt sind. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist am Zwischenboden
der Anschlag ausgebildet. Hierzu weist dieser insbesondere eine Stufe auf, die mit
der am Betätigungselement ausgebildeten Stufe zusammenwirkt.
[0028] Wie bereits ausgeführt, erfüllt das Steckerelement vorzugsweise die Spezifikationen
für SFP-Stecker, insbesondere die SFF-8642-Spezifikation bzw. die erwähnte InfiniBand-Specification.
Entsprechend weist das Gehäuse ein hinteres Gehäuseteil auf, an das sich unter Ausbildung
einer Stufe ein vorderes abgestuftes Steckteil anschließt. Das Steckteil lässt sich
in ein vorzugsweise auf einer Leiterplatte angeordnetes Gegenstück einstecken. Der
zweite Durchbruch, durch den das äußere Teilstück des Verriegelungselements vom Gehäuseinnenraum
nach außen geführt ist, ist zweckdienlicherweise an der durch die Stufe gebildeten
Stirnseite des hinteren Gehäuseteils ausgebildet. Zur Entriegelung wird das Verriegelungselement
nach oben verfahren, so dass es also von der Gehäuseoberseite des vorderen abgestuften
Steckteils nach oben abgehoben wird. Zur Verriegelung des Gegenstücks greift also
das Verriegelungselement mit dem Rastelement von oben in entsprechende Rastaufnahmen
ein.
[0029] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher
erläutert. Es zeigen jeweils in vereinfachten Darstellungen:
- Fig. 1
- ein Steckerelement mit angeschlossener Leitung sowie ein auf einer Leiterplatte angeordnetes
Gegenstück bei getrennter Steckverbindung in einer perspektivischen Darstellung,
- Fig. 2
- die in Fig. 1 dargestellten Elemente in zusammengesteckter Position,
- Fig. 3
- eine Explosionsdarstellung der für den Verriegelungsmechanismus vorgesehenen Bauteile,
- Fig. 4A bis 4D
- perspektivische Darstellungen zur Erläuterung der Montageabfolge der in Fig. 3 gezeigten
Bauteile,
- Fig. 5A
- eine Schnittansicht in Längsrichtung durch eine Steckverbindung ähnlich Fig. 2 in
der verriegelten Position,
- Fig. 5B
- eine vergrößerte Darstellung des mit einem Kreis markierten Details X in Fig. 5A,
- Fig. 6A
- eine Darstellung wie in Fig. 5A, jedoch in entriegelter Position
- Fig. 6B
- eine vergrößerte Darstellung des mit einem Kreis markierten Details Y in Fig. 6A,
- Fig. 7A bis 7D
- zu den Fig. 4A bis 4D korrespondierende Darstellungen einer zweiten Ausführungsvariante.
[0030] In den Figuren sind gleich wirkende Teile mit den gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0031] Das in den Figuren dargestellte Steckerelement 2 ist als Flachstecker ausgebildet,
nämlich insbesondere ein so genannter small form factor pluggable-Stecker, der für
eine Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung (elektrisch oder optisch) ausgebildet ist.
Insbesondere dient das Steckerelement zum Einstecken in ein Gegenstück 6, welches
bevorzugt als ein Gegensteckelement ausgebildet ist und unmittelbar auf einer Leiterplatte
4 angeordnet ist.
[0032] Es handelt sich hier um ein kleinbauendes Steckerelement 2, das üblicherweise im
Querschnitt gesehen eine rechteckige Querschnittsgeometrie aufweist. Dessen Breite
liegt typischerweise im Bereich von wenigen Zentimetern, beispielsweise im Bereich
von 2 bis 3 cm. Seine Höhe oder Dicke liegt darunter und beispielsweise im Bereich
zwischen 1,5 und 2 cm. Die gesamte Länge des Steckerelements (Gehäuse ohne überstehendes
Griffteil der Ziehlasche) beträgt beispielsweise zwischen 6 und 10 cm.
[0033] Das in den Figuren dargestellte Steckerelement 2 ist ohne die optischen/elektrischen
Funktionsteile dargestellt, über die die eigentliche elektrische oder optische Verbindung
erfolgt. Es sind lediglich die für den Verriegelungsmechanismus erforderlichen Bauteile
dargestellt.
[0034] Gemäß den Fig. 1 und 2 dient das Steckerelement 2 zum Einstecken in das auf der Leiterplatte
4 unmittelbar angeordnetes Gegenstück 6. Das Steckerelement 2 ist mit dem Gegenstück
6 verriegelbar, um ein unbeabsichtigtes Lösen der Steckverbindung zu vermeiden. Hierzu
ist ein im Folgenden noch näher zu beschreibender Verriegelungsmechanismus vorgesehen.
Zur Ausbildung der Steckverbindung sind sowohl im Steckerelement 2 als auch im Gegenstück
6 elektrische/optische (Steck-)Kontaktelemente beispielsweise nach Art von Buchsen
und Stiften angeordnet, die jedoch in den Figuren der Einfachheit halber nicht dargestellt
sind.
[0035] Das Steckerelement 2 weist ein Gehäuse 8 mit einem unteren Gehäuseteil 8A und einem
oberen Gehäuseteil 8B auf, welche lösbar miteinander verbunden sind. Im Ausführungsbeispiel
sind hierzu seitlich angeordnete Schrauben 10 vorgesehen. Das Gehäuse 8 ist unterteilt
in ein hinteres Gehäuseteil 12 und ein vorderes Gehäuseteil, welches ein Steckteil
14 bildet. Mit dem Steckteil 14 wird das Steckerelement 2 in das Gegenstück 6 eingesteckt.
Das Steckteil 14 ist im Vergleich zum hinteren Gehäuseteil 12 unter Ausbildung einer
Stufe 16 abgestuft. Eine Leitung, insbesondere Datenleitung 18, ist an einer Rückseite
des Gehäuses 8 in das Gehäuse 8 eingeführt und im Inneren des Gehäuses 8 in nicht
näher dargestellter Weise mit den Kontaktelementen kontaktiert. Zur Verbesserung der
Abschirmung ist vorzugsweise im Bereich der Stufe 16 ein Abschirmrahmen vorgesehen,
der stirnseitig über das Steckerelement gestülpt ist und an der Stufe anliegt. Im
zusammengefügten Zustand umgreift das Gegenstück 6 den vorzugsweise rechteckigen Abschirmrahmen.
[0036] Weiterhin ist im Inneren des Gehäuses 8, nämlich im hinteren Gehäuseteil 12, ein
Verriegelungsmechanismus integriert. Dieser umfasst ein als Ziehlasche 20 ausgebildetes
Betätigungselement und ein Verriegelungselement 22. Die Ziehlasche 20 weist an ihrem
rückwärtigen Ende ein Griffteil 24 auf, mit dem es manuell in Längsrichtung 26 des
Steckerelements 2 verschoben werden kann. Das Griffteil 24 ist von außerhalb des Gehäuses
8 manuell betätigbar. Das Gehäuse 8 weist daher an seiner rückseitigen Stirnseite
erste Durchbrüche 28 zur Durchführung der Ziehlasche 20 auf.
[0037] An der vorderen Stirnseite des hinteren Gehäuseteils 12 im Bereich der Stufe 16 ist
ein zweiter Durchbruch 30 vorgesehen, durch den ein äußeres Teilstück 22A des Verriegelungselements
22 hindurchgeführt ist. Zur Verriegelung mit dem Gegenstück 6 greift dieses von oben
rastend in entsprechende Rastaufnahmen 32 des Gegenstücks 6 ein.
[0038] Wie aus der Explosionsdarstellung der Fig. 3 zu erkennen ist, ist für den Verriegelungsmechanismus
als weiteres Bauteil noch eine einen Zwischenboden 34 bildende Fixierplatte vorgesehen.
Die spezielle Ausgestaltung der einzelnen Bauteile des Verriegelungsmechanismuses
sowie der Zusammenbau der Bauteile wird anhand der Fig. 4A bis 4D sowie Fig. 7A bis
7D näher erläutert, wobei die Fig. 4A bis 4D eine erste und die Fig. 7A bis 7D eine
zweite Ausführungsvariante zeigen.
[0039] Im ersten in den Fig. 4A, 7A dargestellten Montageschritt wird das Verriegelungselement
22 in das obere Gehäuseteil 8B eingesetzt. Es wird hierzu auf einen Gehäuseboden 36
des oberen Gehäuseteils 8B im Bereich des zweiten Durchbruchs 30 (hier nicht zu erkennen)
eingelegt, wobei das äußere Teilstück 22A des Verriegelungselements 22 durch den zweiten
Durchbruch 30 nach außen geführt wird. Zur Befestigung weist das Verriegelungselement
22 zwei seitlich abstehende Rastzapfen 38 auf, die in entsprechende Aufnahmen 40 in
den Seitenwänden des oberen Gehäuseteils 8B eingreifen. Dies bildet die einzige Verbindung
mit dem Gehäuse 8. Über die Rastzapfen 38 ist eine Drehachse 42 gebildet, um die das
Verriegelungselement 22 innerhalb des Gehäuses 8 über einen gewissen Bereich hinweg
drehbar ist.
[0040] Das Verriegelungselement 22 ist bei der ersten Ausführungsvariante gemäß den Fig.
4A bis 4D insgesamt als ein einstückiges flaches, im Wesentlichen sich in einer Ebene
erstreckendes Bauteil ausgebildet, vorzugsweise ein Spritzgussteil aus Kunststoff.
Es umfasst ein in der Montageendposition im hinteren Gehäuseteil 12 einliegendes inneres
Teilstück 22B sowie das bereits erwähnte äußere Teilstück 22A. Das äußere Teilstück
22A weist an seiner Vorderseite zwei seitliche und voneinander beabstandete Rastelemente
44 auf. Das innere Teilstück 22B weist ein in etwa U-förmiges Trägerteil 46 auf, welches
zwei randseitige Schenkel und ein diese verbindendes, querverlaufendes Basisteil umfasst.
An den Schenkeln sind endseitig seitlich die Rastzapfen 38 angeformt. Das äußere Teilstück
22A ist am Basisteil angeformt. Es umfasst ein plattenförmiges Grundteil, welches
zum Gehäuseboden 36 hin vom inneren Teilstück 22B nach unten abgesetzt ist, so dass
die rückseitige Stirnseite des Basisteils eine Stufe oder einen Anschlag bildet. An
der dem Gehäuseboden 36 abgewandten Unterseite des Basisteils sind die Rastelemente
44 angeformt, die Einführschrägen aufweisen. Die Höhe der Rastelemente 44 ist dabei
derart bemessen, dass ihre untere Begrenzungsseite im Wesentlichen mit der Unterseite
des inneren Teilstücks 22B fluchtet, also nicht überstehen. Die Begriffe "oben" und
"unten" bzw. "Oberseite" und "Unterseite" sind jeweils bezogen auf die in den Fig.
1 und 2 dargestellte Orientierung des Steckerelements. "Oben" bezeichnet daher in
Richtung zum Gehäuseboden 36 bzw. die dem Gehäuseboden 36 zugewandte Seite und unten
die vom Gehäuseboden 36 abgewandte Seite.
[0041] Das innere Teilstück 22B weist weiterhin ein angeformtes, bevorzugt nach Art einer
elastischen Lasche oder Federzunge ausgebildetes Federelement 48 auf, welches ebenfalls
an dem Basisteil des Trägerteils 46 mittig und insbesondere gegenüberliegend zum Grundteil
des äußeren Teilstücks 22A angeordnet ist. Das Federelement 48 stützt sich mit seiner
elastischen Federkraft im montierten Zustand am Gehäuseboden 36 ab und drückt dadurch
die Rastelemente 44 nach unten in Richtung zu der Gehäuseaußenseite des Steckteils
14, also in eine Verriegelungsposition, welche zugleich eine Grundposition definiert.
[0042] Die Schenkel des Trägerteils 46 und das Basisteil sind weiterhin über Streben miteinander
verbunden derart, dass Aussparungen 50 ausgebildet sind, in die die Ziehlasche 20
zur Betätigung des Verriegelungselements 22 eingreift. Jeweils eine innere Randseite
der Aussparungen 50 bildet eine Gegenwirkungsfläche 52A aus, mit der die Ziehlasche
20 zusammenwirkt. Im Ausführungsbeispiel sind diese als in etwa zylindrisch gekrümmte
Flächen ausgebildet. Die Gegenwirkungsflächen 52A verlaufen hierbei insbesondere parallel
zur Drehachse 42.
[0043] Das Verriegelungselement 22 gemäß dem in den Fig. 7A bis 7D dargestellten zweiten
Ausführungsbeispiel ist demgegenüber zweiteilig aus zwei getrennten Bauteilen 22A,
22B ausgebildet. Die beiden Teile sind dabei bevorzugt formschlüssig über eine Zapfenverbindung
miteinander verbunden. Das äußere Teilstück 22B ist insbesondere aus Metall, während
das innere Teilstück 22A bevorzugt aus Kunststoff ist. Der weitere Aufbau des Verriegelungselements
22 ist in beiden Ausführungsvarianten gleich.
[0044] Im zweiten in den Fig. 4B , Fig. 7B dargestellten Montageschritt wird die Ziehlasche
20 eingesetzt. Das Griffteil 24 ist im Ausführungsbeispiel nach Art eines Greifrings
ausgebildet, der sich an zwei seitliche, zwischen sich einen Freiraum einschließende
Stege anschließt. Diese Stege werden durch die ersten Durchbrüche 28 hindurchgeführt.
An die Stege schließt sich im Inneren ein in etwa plattenförmiges massives Innenteil
an, welches gegenüber den Stegen eine reduzierte Breite zeigt. Endseitig weist die
Ziehlasche 20 einen abgestuften plattenförmigen Bereich 54 auf, an dessen Ende zwei
Betätigungsnoppen 56 angeformt sind. Die Ziehlasche 20 ist vorzugsweise als ein einstückiges
Teil, vorzugsweise Kunststoff-Spritzgussteil ausgebildet. Mit dem abgestuften Bereich
54 überdeckt die Ziehlasche 20 das Verriegelungselement 22, wobei die Betätigungsnoppen
56 in die Aussparungen 50 eingreifen. Die Betätigungsnoppen 56 bilden zu den Gegenwirkungsflächen
52A korrespondierende Gegenwirkungsflächen 52B. Aufgrund der verringerten Breite werden
die randseitigen Schenkel des Trägerteils 46 des Verriegelungselements 22 vom abgestuften
Bereich 54 nicht überdeckt. Diese Schenkel können daher seitlich zwischen den Gehäuseseitenwänden
und dem abgestuften Bereich 54 eine Schwenkbewegung ausführen.
[0045] Durch die stufige Ausbildung des innen liegenden Bereichs der Ziehlasche 20 ist an
der Oberseite des abgestuften Bereichs 54 ein Freiraum gebildet, in dem das innere
Teilstück 22B aufgenommen werden kann. Der restliche Teil der Ziehlasche 20 liegt
unmittelbar auf dem Gehäuseboden 36 auf, stützt sich daher gegen diesen ab. Durch
die Abstufung des Bereichs 54 ist an der vom Gehäuseboden 36 abgewandten Unterseite
eine Kante oder Anschlagsfläche 58 ausgebildet.
[0046] Im dritten in den Fig. 4C und Fig. 7C dargestellten Montageschritt wird der Zwischenboden
34 eingesetzt und am Gehäuse 8 fixiert. Hierzu weist er im Ausführungsbeispiel seitlich
abstehende Fixierelemente 60 auf, die in zugeordnete Fixieröffnungen 62 in den Seitenwänden
des oberen Gehäuseteils 8B eingreifen und diese im Endmontagezustand insbesondere
formschlüssig hintergreifen. Die Fixierelemente 60 sind vorzugsweise als Nietelemente
ausgebildet. Alternativ können sie auch als Rastelemente ausgebildet sein.
[0047] Gemäß der alternativen in den Fig. 7A bis 7D dargestellten Ausführungsvariante ist
der Zwischenboden 34 mit dem Gehäuseboden 36 vernietet. Hierzu liegt der Zwischenboden
34 vorzugsweise auf Distanzstücken 70 auf, die beispielsweise als Distanzhülsen ausgebildet
sind und bevorzugt Teile des Gehäuseteils 8B sind. Die Distanzstücke 70 weisen jeweils
an ihrer oberen, eine Auflage für den Zwischenboden 34 bildenden Stirnseite ein Positionierelement
72, insbesondere eine Positionierhülse auf, das in eine korrespondierende Öffnung
74 im Zwischenboden passgenau eingesteckt ist. Wahlweise wird ein separates Nietelement
zum Vernieten verwendet oder das Positionierelement bildet das Nietelement, indem
der stirnseitige Rand der Positionierhülse bei einem Nietvorgang umgeformt wird, so
dass er den Öffnungsrand der Öffnung im Zwischenboden 34 hintergreift.
[0048] Der Zwischenboden 34 wirkt daher als ein Trennboden, der den Innenraum des Gehäuses
8 unterteilt, so dass die Ziehlasche 20 und das Verriegelungselement 22 in einem separierten
Teilraum angeordnet sind. Zugleich wirkt der Zwischenboden 34 nach Art einer Fixierplatte
und dient zur sicheren Fixierung und Führung der Ziehlasche 20 und des Verriegelungselements
22. Die Ziehlasche 20 gleitet daher vom Gehäuseboden 36 und vom Zwischenboden 34 geführt
zwischen diesen beiden Elementen. Zugleich bildet der Zwischenboden 34 ein Gegenlager,
an dem sich die Ziehlasche 20, insbesondere der abgestufte Bereich 54 abstützen kann,
um die notwendigen Gegenkräfte zur Betätigung des Verriegelungselements 22 (Betätigung
entgegen der Federkraft des Federelements 48) ausüben kann.
[0049] Der Zwischenboden 34 selbst ist in einer Seitenansicht gesehen in etwa nach Art eines
Z ausgebildet und zeigt eine Stufe, die einen Anschlag 66 für die Anschlagsfläche
58 der Ziehlasche 20 bildet, um die Bewegung der Ziehlasche 20 in die rückwärtige
Richtung zu begrenzen. Zur Begrenzung der Bewegung der Ziehlasche 20 in die entgegengesetzte
Richtung sind an den Seitenwänden des oberen Gehäuseteils 8B Anschlagelemente 68 angeordnet,
gegen die die nach außen überstehenden Stege der Ziehlasche 20 anschlagen, die im
weiteren Verlauf in das Griffteil 24 übergehen.
[0050] Im zweiten Ausführungsbeispiel ist die Ziehlasche 20 dahingehend modifiziert, dass
sie - bevorzugt sowohl für die Bewegung nach hinten als auch nach vorne - jeweils
doppelte Anschläge aufweist. Zur Begrenzung der Bewegung nach vorne weist die Ziehlasche
20 dabei an ihren Seitenholmen zwei in Längsrichtung versetzte Anschlagspaare auf,
die durch Abstufungen gebildet sind. Das hintere Anschlagspaar wirkt hierbei mit der
Gehäuseaußenwand zusammen. Für die Bewegung nach hinten ist ein zusätzlicher Queranschlag
zwischen den Seitenholmen vorgesehen, der mit einer Abkragung 34A (Umkantung) des
Zwischenbodens 34 (vgl. insb. Fig. 7C, Umkantung nach unten) zusammenwirkt.
[0051] Fig. 4D zeigt den zusammengebauten Zustand. Zur Ausbildung des Verriegelungsmechanismus
sind im Ausführungsbeispiel lediglich Rast- oder Schnappverbindungen vorgesehen sind,
so dass eine einfache, werkzeuglose Montage möglich ist. Alternativ ist in bevorzugter
Ausgestaltung eine Vernietung vorgesehen. Die Integration des Verriegelungsmechanismus
in das Innere des Gehäuses 8 erlaubt zudem auch eine vergleichsweise einfache Montage,
da ein einfaches Einlegen in das Gehäuseinnere möglich ist. Der Verriegelungsmechanismus
im Ausführungsbeispiel besteht ausschließlich aus den drei Bauteilen Ziehlasche 20,
Verriegelungselement 22 und Zwischenboden 34 im Zusammenwirken mit dem oberen Gehäuseteil
8B.
[0052] Die Funktionsweise des Verriegelungsmechanismus wird nunmehr im Folgenden anhand
der Fig. 5A,5B sowie 6A,6B erläutert.
[0053] Die Grundposition entspricht der in der Fig. 5B dargestellten verriegelten Position.
Durch das Federelement 48 wird das äußere Teilstück 22A und damit die Rastelemente
44 nach unten gedrückt, so dass die Rastelemente 44 in die Rastaufnahmen 32 des Gegenstücks
6 eingreifen.
[0054] Zur Entriegelung wird die Ziehlasche 20 in rückwärtiger Richtung nach hinten manuell
gezogen. Dabei wirken die beiden Gegenwirkungsflächen 52A,52B zusammen und gleiten
aneinander ab. Da sich die Ziehlasche 20 am Zwischenboden 34 abstützt, erfolgt eine
resultierende Kraft senkrecht nach oben, so dass das Verriegelungselement 22 entgegen
der Federkraft des Federelements 48 eine Drehbewegung um die Drehachse 42 ausübt und
die Rastelemente 44 nach oben entlang einer Kreisbogenbahn aus den Rastaufnahmen 32
geführt werden und die Verriegelung aufgehoben ist.
[0055] Zur Verriegelung wird die Ziehlasche 20 wieder nach vorne versetzt, so dass über
die Federkraft des Federelements 48 die Rastelemente 44 wieder nach unten gedrückt
werden. Das Versetzen der Ziehlasche 20 nach vorne wird dabei bereits von der Federkraft
zumindest unterstützt. Bevorzugt reicht die Federkraft für ein automatisches Versetzen
der Ziehlasche 20 nach vorne in die verriegelte Position aus.
Bezugszeichenliste
| 2 |
Steckerelement |
34A |
Abkragung |
| 4 |
Leiterplatte |
36 |
Gehäuseboden |
| 6 |
Gegenstück |
38 |
Rastzapfen |
| 8 |
Gehäuse |
40 |
Aufnahme |
| 8A |
unteres Gehäuseteil |
42 |
Drehachse |
| 8B |
oberes Gehäuseteil |
44 |
Rastelement |
| 10 |
Schraube |
46 |
Trägerteil |
| 12 |
hinteres Gehäuseteil |
48 |
Federelement |
| 14 |
Steckteil |
50 |
Aussparung |
| 16 |
Stufe |
52A |
Gegenwirkungsfläche |
| 18 |
Datenleitung |
52B |
Gegenwirkungsfläche |
| 20 |
Ziehlasche |
54 |
abgestufter Bereich |
| 22 |
Verriegelungselement |
56 |
Betätigungsnoppen |
| 22A |
äußeres Teilstück |
58 |
Anschlagfläche |
| 22B |
inneres Teilstück |
60 |
Rastnase |
| 24 |
Griffteil |
62 |
Rastöffnung |
| 26 |
Längsrichtung |
66 |
Anschlag |
| 28 |
erster Durchbruch |
68 |
Anschlagelement |
| 30 |
zweiter Durchbruch |
70 |
Distanzstück |
| 32 |
Rastaufnahme |
72 |
Positionierelement |
| 34 |
Zwischenboden |
74 |
Öffnung |
1. Steckerelement (2) mit einem Verriegelungsmechanismus zur Ausbildung einer verriegelbaren
Steckverbindung mit einem Gegenstück (6), insbesondere ein SFP- oder CXP-Steckerelement,
umfassend ein sich in Längsrichtung (26) erstreckendes Gehäuse (8), ein Verriegelungselement
(22) mit einem Rastelement (44) zur Verrastung mit dem Gegenstück (6), sowie ein Griffteil
(24) aufweisendes Betätigungselement (20) zur Betätigung des Verriegelungselements
(22),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (20) sowie das Verriegelungselement (22) innen liegend im
Gehäuse (8) angeordnet sind, dass das Gehäuse (8) einen ersten Durchbruch (28) für
das Betätigungselement (20) aufweist, durch das dieses hindurchgeführt ist, so dass
das Griffteil (24) von außerhalb des Gehäuses (8) zugänglich ist,
dass das Gehäuse (8) einen Gehäuseboden (36) aufweist und im Gehäuse (8) ein Gegenlager
(34) vorgesehen ist und dass zwischen dem Gehäuseboden (36) und dem Gegenlager (34)
das Verriegelungselement (22) sowie das Betätigungselement (20) angeordnet sind und
dass das Gegenlager als ein separater Zwischenboden (34) ausgebildet ist, der im Gehäuse
(8) befestigt, insbesondere fest vernietet oder verrastet ist
2. Steckerelement (2) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (8) einen zweiten Durchbruch (30) für das Verriegelungselement (22) aufweist,
und dass ein das Rastelement (44) aufweisendes äußeres Teilstück (22A) des Verriegelungselements
(22) durch den zweiten Durchbruch (30) nach außen geführt ist.
3. Steckerelement (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verriegelungselement (22) um eine Drehachse (42) drehbar im Gehäuse (8) gelagert
ist.
4. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verriegelungselement (22) seitliche Rastzapfen (38) aufweist, über die es im
Gehäuse (8) drehbar verrastet ist.
5. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verriegelungselement (22) ein Federelement (48) umfasst, das das Verriegelungselement
(22) in eine Grundstellung drückt.
6. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verriegelungselement (22) zumindest eine Aussparung (50) aufweist, in die das
Betätigungselement (20) mit einer Betätigungsnoppe (56) eingreift und dass die Aussparung
(50) und die Betätigungsnoppe (56) über zueinander korrespondierende Gegenwirkungsflächen
(52A, 52B) zusammenwirken, wobei die Gegenwirkungsflächen (52A, 52B) vorzugsweise
zylinderförmig ausgebildet sind.
7. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (20) einen abgestuften Bereich (54) umfasst, der ein im Gehäuse
(8) einliegendes inneres Teilstück (22B) des Verriegelungselements (22) überdeckt.
8. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verriegelungselement (22) aus einem Stück geformt ist.
9. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verriegelungselement (22) ein im Gehäuse (8) einliegendes inneres Teilstück (22B)
sowie ein äußeres Teilstück (22A) umfasst, wobei das innere Teilstück (22B) ein in
etwa U-förmiges Trägerteil mit über ein Basisteil verbundene Schenkel aufweist, wobei
an den Schenkeln endseitig Rastzapfen (38) zur drehbaren Befestigung im Gehäuse (8)
und am Basisteil ein Federelement (48) angeformt ist.
10. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zwischenboden (34) für eine elektrische Abschirmung leitfähig ausgebildet ist.
11. Steckerelement (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Begrenzung der Bewegung des Betätigungselements (20) am Zwischenboden (34) ein
Anschlag (66) ausgebildet ist, der mit einer am Betätigungselement (20) ausgebildeten
Anschlagsfläche (58) zusammenwirkt.
12. Steckerelement (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (8) ein hinteres Gehäuseteil (12) aufweist, an das sich unter Ausbildung
einer Stufe (16) ein vorderes abgestuftes Steckteil (14) anschließt und dass der zweite
Durchbruch (30) an der Stufe (16) ausgebildet ist.
1. Connector element (2) having a locking mechanism to form a lockable plug connection
with a counterpiece (6), in particular an SFP or CXP connector element, comprising
a housing (8) extending in the longitudinal direction (26), a locking element (22)
having a latching element (44) for latching with the counterpiece (6), as well as
an actuating element (20) having a handle part (24) for actuating the locking element
(22),
characterised in that
the actuating element (20) and the locking element (22) are arranged to be located
inside the housing (8), the housing (8) has a first opening (28) for the actuating
element (20), through which this is guided such that the handle part (24) can be accessed
from outside the housing (8),
the housing (8) has a housing base (36) and a counter bearing (34) is provided in
the housing (8), and the locking element (22) and the actuating element (20) are arranged
between the housing base (36) and the counter bearing (34), and the counter bearing
is formed as a separate intermediate base (34) which is fastened, in particular firmly
riveted or latched, in the housing (8).
2. Connector element (2) according to claim 1,
characterised in that
the housing (8) has a second opening (30) for the locking element (22), and an outer
section (22A) of the locking element (22) having the latching element (44) is guided
outwards through the second opening (30).
3. Connector element (2) according to claim 1 or 2,
characterised in that
the locking element (22) is mounted in the housing (8) to be able to be rotated about
an axis of rotation (42).
4. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking element (22) has lateral latching pins (38), by means of which it is locked
rotatably in the housing (8).
5. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking element (22) comprises a spring element (48) which presses the locking
element (22) into a normal position.
6. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking element (22) has at least one recess (50) with which the actuating element
(20) engages with an actuating knob (56), and the recess (50) and the actuating knob
(56) interact via counteraction surfaces (52A, 52B) corresponding to each other, wherein
the counteraction surfaces (52A, 52B) are preferably formed to be cylindrical.
7. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the actuating element (20) comprises a stepped region (54) which covers an inner section
(22B) of the locking element (22) enclosed in the housing (8).
8. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking element (22) is formed from one piece.
9. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the locking element (22) comprises an inner section (22B) enclosed in the housing
(8) as well as an outer section (22A), wherein the inner section (22B) has an approximately
U-shaped carrier part having legs which are connected via a base part, wherein latching
pins (38) are moulded to the legs at the end side for rotatable fastening in the housing
(8) and a spring element (48) is moulded to the base part.
10. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that
the intermediate base (34) for an electrical shield is formed to be conductive.
11. Connector element (2) according to one of the preceding claims,
characterised in that,
in order to limit the movement of the actuating element (20), a stop (66) is formed
on the intermediate base (34) which interacts with a stop surface (58) formed on the
actuating element (20).
12. Connector element (2) according to one of claims 2 to 11,
characterised in that
the housing (8) has a rear housing part (12), into which a front stepped plug part
(14) is plugged to form a step (16) and the second opening (30) is formed on the step
(16).
1. Elément de connecteur (2) avec un mécanisme de verrouillage pour réaliser une liaison
de connexion verrouillable avec une pièce conjuguée (6), notamment un élément de connecteur
SFP ou CXP, comprenant un boitier (8) s'étendant en direction longitudinale (26),
un élément de verrouillage (22) avec un élément d'encliquetage (44) destiné à l'encliquetage
avec la pièce conjuguée (6), ainsi qu'un élément d'actionnement (20) présentant une
partie de poignée (24), pour l'actionnement de l'élément de verrouillage (22),
caractérisé
en ce que l'élément d'actionnement (20), ainsi que l'élément de verrouillage (22), sont agencés
à l'intérieur du boitier (8), en ce que le boitier (8) présente une première ouverture
de passage (28) pour l'élément d'actionnement (20), traversée par celui-ci, de sorte
que la partie de poignée (24) est accessible de l'extérieur du boitier (8),
en ce que le boitier (8) présente un fond de boitier (36) et dans le boitier (8) est prévu
un contre-appui (34), et en ce qu'entre le fond de boitier (36) et le contre-appui
(34) sont agencés l'élément de verrouillage (22) ainsi que l'élément d'actionnement
(20), et en ce que le contre-appui est réalisé sous la forme d'un fond intermédiaire
(34) séparé, qui est fixé dans le boitier (8), notamment riveté ou encliqueté de manière
fixe.
2. Elément de connecteur (2) selon la revendication 1,
caractérisé
en ce que le boitier (8) présente une deuxième ouverture de passage (30) pour l'élément de
verrouillage (22), et en ce qu'une partie partielle extérieure (22A) de l'élément
de verrouillage (22), qui comporte l'élément d'encliquetage (44), est menée vers l'extérieur
à travers l'ouverture de passage (30).
3. Elément de connecteur (2) selon la revendication 1 ou la revendication 2,
caractérisé
en ce que l'élément de verrouillage (22) est monté rotatif autour d'un axe de rotation (42)
dans le boitier (8).
4. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'élément de verrouillage (22) présente des tourillons d'encliquetage latéraux (38),
par l'intermédiaire desquels il est encliqueté de manière rotative dans le boitier
(8).
5. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'élément de verrouillage (22) comporte un élément de ressort (48), qui pousse l'élément
de verrouillage (22) dans une position initiale de base.
6. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'élément de verrouillage (22) présente au moins un évidement (50) dans lequel vient
s'engager l'élément d'actionnement (20) avec un plot d'actionnement (56), et en ce
que l'évidement (50) et le plot d'actionnement (56) interagissent réciproquement par
l'intermédiaire de surfaces d'interaction réciproque (52A, 52B) mutuellement correspondantes,
les surfaces d'interaction réciproque (52A, 52B) étant de préférence de forme cylindrique.
7. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'élément d'actionnement (20) présente une zone en gradin (54), qui recouvre une
partie partielle intérieure (22B) de l'élément de verrouillage (22), qui se situe
à l'intérieur du boitier (8).
8. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'élément de verrouillage (22) est réalisé d'un seul tenant.
9. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que l'élément de verrouillage (22) comprend une partie partielle intérieure (22B), qui
se situe à l'intérieur du boitier (8), ainsi qu'une partie partielle extérieure (22A),
la partie partielle intérieure (22B) présentant une partie de support sensiblement
en forme de U avec des branches reliées par une partie de base, des tourillons d'encliquetage
(38) étant formés par moulage aux extrémités des branches pour la fixation rotative
dans le boitier (8), et un élément de ressort (48) étant formé par moulage sur la
partie de base.
10. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que le fond intermédiaire (34) est conducteur, pour assurer un blindage électrique.
11. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé
en ce que pour limiter le mouvement de l'élément d'actionnement (20), sur le fond intermédiaire
(34) est formée une butée (66) qui interagit avec une surface de butée (58) formée
sur l'élément d'actionnement (20).
12. Elément de connecteur (2) selon l'une des revendications 2 à 11,
caractérisé
en ce que le boitier (8) présente une partie de boitier arrière (12) à laquelle se raccorde,
en formant un gradin (16), une partie avant enfichable (14) en décrochement, et en
ce que la deuxième ouverture de passage (30) est formée sur le gradin (16).