[0001] Die Erfindung betrifft ein Mechanisches Getriebe mit einem Antrieb und einem Abtrieb,
die über eine Welle miteinander verbunden sind, und mit einer Einrichtung zur Messung
des Drehmoments an der Welle, die jeweils drehfest mit der Welle verbundene Inkrementalgeber
und in deren Umlaufbereich ortsfest angeordnete Impulsaufnehmer zur Messung des Torsionswinkels
aufweist.
[0002] Die Erfindung ist insbesondere auf mechanische Getriebe für Zweischeiben-Düngerstreuer
gerichtet, die große Vorteile hinsichtlich einfacher Bedienung, hoher Leistungsfähigkeit
und günstiger Anschaffungskosten aufweisen.
[0003] Bei Getrieben der eingangs genannten Art ist neben der abtriebsseitigen Drehzahl
auch das an der Abtriebsseite abgegebene Drehmoment von Bedeutung. Es ist deshalb
in vielen Fällen eine Drehmomentmessung erwünscht. Diese erfolgt über die Messung
des Torsionswinkels der Welle zwischen Antriebs- und Abtriebsseite.
[0004] Für eine mechanische Drehmomentmessung an einem drehenden Bauteil, z.B. der Antriebswelle
eines Getriebes, wird diese mit Dehnungsmessstreifen bestückt. Aufgrund der elektrischen
Signalübertragung mittels Schleifringen ist dieses System für einen robusten Einsatz,
z.B. an Landmaschinen ungeeignet.
[0005] Bei einem Düngerstreuer ist der Düngermassenstrom eine wichtige Regelgröße. Es ist
die Düngermasse, die pro Zeiteinheit von den Verteilscheiben des Streuers abgegeben
wird. Sie kann für beide Verteilerscheiben unterschiedlich sein, beispielsweise bei
unterschiedlicher Streubreite auf beiden Seiten. Der Düngermassenstrom lässt sich
über das jeweils an der Verteilerscheibe wirkende Drehmoment ermitteln.
[0006] Es ist - auch für Düngerstreuer - bekannt (
DE 101 54 437), zur Vergrößerung des Torsionswinkels die Getriebewelle im Durchmesser zu reduzieren
und eine Überlastsicherung in Form eines Tragrohres vorzusehen. Insbesondere beim
Einschalten des Antriebs entstehen hohe Anlauf-Drehmomente, die den verschlankten
Abschnitt der Welle ins Schwingen bringen. Mit diesem System lassen sich deshalb kleine
Düngermassenströme nicht ausreichend genau erfassen, weil die Sensoren aufgrund der
Schwingung der verschlankten Welle nur ungenaue Drehmomentsignale liefern können.
[0007] Die
EP 0 963 690 B1 beschreibt in einer Alternative einen hydraulischen Einzelantrieb für jede Verteilerscheibe
eines Zweischeiben-Düngerstreuers. Der Massenstrom wird dadurch ermittelt, dass Sensoren
den Druckabfall über dem Hydromotor erfassen und als Ausgangsgröße für das Drehmoment
an einen Rechner liefern. Dieses System hat sich bei hydraulischen Antrieben bewährt.
Hydraulische Antriebe sind jedoch kostenaufwendig, so dass nach wie vor mechanisch
angetriebene Düngerstreuer einen hohen Marktanteil einnehmen.
[0008] Für solche Düngerstreuer schlägt die
EP 0 963 690 B1 in einer zweiten Alternative die eingangs genannte Einrichtung zur Drehmomentmessung
vor. Das mechanische Getriebe wird über einen mittigen Antrieb von der Zapfwelle des
Traktors angetrieben. Der Antrieb weist ein Kegelrad-Eckgetriebe auf und treibt eine
Querwelle, die über je an gegenüberliegenden Enden angeordnete Kegelräder auf den
Abtrieb und die dort angeordneten Verteilerscheiben wirkt. Auf der Querwelle sind
zwischen Antrieb und Abtrieb und mit Abstand voneinander Inkrementalgeber drehfest
angeordnet, die mit Impulsaufnehmern zusammenwirken. Die Impulsaufnehmer sind an einem
durchgehenden Gehäuserohr angeordnet. Aufgrund der Distanz der beiden Inkrementalgeber
wirkt sich die Torsionsbeanspruchung der Welle in einer Phasenverschiebung der von
den Impulsaufnehmern registrierten Impulse aus. Im Leerlauf, d.h. ohne Beaufschlagung
der Verteilerscheiben, ergibt sich hieraus ein Maß für das Leerlaufdrehmoment. Bei
Beaufschlagung einer Verteilerscheibe mit dem Sollmassenstrom ergibt sich an den Impulsaufnehmern
eine Phasenverschiebung, die ein Maß für das Gesamtdrehmoment ist, aus dem sich durch
Abzug des Leerlaufmoments das Ist-Massenstrom-Drehmoment ermitteln lässt.
[0009] Die bekannte mechanische Lösung hat den Nachteil, dass die Inkrementalgeber einen
nur relativ kurzen Einbauabstand aufweisen. Auf der entsprechend kurzen Länge ist
der Torsionswinkel der Welle entsprechend klein. Das führt zu ungenauen Messergebnissen.
Weiterhin ist von Nachteil, dass sich bei durchbiegender Welle der Abstand zwischen
Geber und Impulsaufnehmer ändert. Dies führt zu fehlerhaften Messergebnissen, zudem
kann sich das Gehäuserohr durchbiegen und verwinden, worunter wiederum die Messgenauigkeit
leidet, weil der Abstand vom Inkrementalgeber und Impulsaufnehmer nicht konstant bleibt.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, an Antriebswellen von mechanischen Antrieben,
z.B. Getrieben, eine preiswerte berührungslose Erfassung von niedrigen und hohen Drehmomenten
in hoher Präzision vorzuschlagen. Bei Zweischeiben-Düngerstreuern betrifft diese Anforderung
niedrige und hohe Verdrehungen der Antriebswelle bei verschiedenen Düngermassenströmen.
[0011] Die Erfindungsaufgabe wird bei einem mechanischen Getriebe mit den Merkmalen des
Oberbegriffs des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass jeder Inkrementalgeber in einer
Konsole gelagert ist, die mit dem Getriebegehäuse fest verbunden ist. Durch die erfindungsgemäße
Ausbildung ist stets ein konstanter Abstand zwischen Inkrementalgeber und Impulsaufnehmer
gewährleistet. Es wird nur die Tordierung der Welle erfasst, auch wenn diese sich
durchbiegt.
[0012] In bevorzugter Ausführung ist vorgesehen, dass jeweils ein Inkrementalgeber nahe
dem Antrieb und einer nahe dem Abtrieb auf der Welle drehfest angeordnet ist.
[0013] Durch den gleichsam größtmöglichen Abstand von Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer voneinander
wird ein größtmöglicher Torsionswinkel der Welle aufgenommen, was zu größtmöglicher
Genauigkeit führt. Durch die Lagerung der Inkrementalgeber in Konsolen des Gehäuses
kann die Welle sich durchbiegen, dennoch ist ein konstanter Abstand zwischen Inkrementalgeber
und Impulsaufnehmer gewährleistet. Es wird nur die Winkelverdrehung der Welle erfasst.
[0014] In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Welle gegenüber dem Inkrementalgeber
begrenzt axial beweglich, dieser gleichwohl drehfest mit ihr verbunden ist. Diese
Ausbildung lässt eine Längsbewegung der Welle zu, ohne Beeinflussung des Abstandes
Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer.
[0015] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Inkrementalgeber auf
der Welle antriebsseitig und ein weiterer Inkrementalgeber auf der Welle abtriebsseitig
drehfest auf der Welle angeordnet ist, und die Inkrementalgeber jeweils in Konsolen
gelagert sind, die mit dem Getriebegehäuse fest verbunden sind und dass die zugehörigen
Impulsaufnehmer jeweils am Gehäuse oder in Gehäuseflanschen angeordnet sind. Hierdurch
ergibt sich eine funktionssichere und maßgenaue Zuordnung von Inkrementalgeber und
Impulsaufnehmer bei größtmöglicher Messgröße für den Torsionswinkel.
[0016] Eine Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass ein Inkrementalgeber
auf der Welle antriebsseitig und ein weiterer Inkrementalgeber auf der Welle abtriebsseitig
drehfest auf der Welle angeordnet ist, und die Inkrementalgeber jeweils in Konsolen
gelagert sind, die mit dem Getriebegehäuse fest verbunden sind und dass die zugehörigen
Impulsaufnehmer jeweils am Getriebegehäuse oder in Gehäuseflanschen angeordnet sind.
[0017] Auch auf diese Weise wird der größtmögliche Torsionswinkel genutzt.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass bei einem antriebsseitigen
Kegelrad-Eckgetriebe und einem abtriebsseitigen Kegelrad-Eckgetriebe ein Inkrementalgeber
dicht am antriebsseitigen Kegelrad und ein Inkrementalgeber dicht am abtriebsseitigen
Kegelrad drehfest auf der Welle sitzt und die zugehörigen Impulsaufnehmer jeweils
am Gehäuse oder in Bauteilen z.B. Flanschen, die mit dem Getriebegehäuse verbunden
sind, angeordnet sind. Auch hierbei wird der größtmögliche Torsionswinkel genutzt
und ist eine funktionssichere Zuordnung von Inkrementalgeber und Impulsaufnehmer gewährleistet.
[0019] Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass bei
einem mittigen antriebsseitigen Kegelrad-Eckgetriebe und zwei an gegenüberliegenden
Enden angeordneten abtriebsseitigen Kegelrad-Eckgetrieben mindestens ein Inkrementalgeber
jeweils rechts und/oder links nahe dem Kegelrad des Eingangsgetriebes drehfest auf
der Welle sitzt und dass jeweils ein weiterer Inkrementalgeber nahe dem rechten und
linken Kegelrad drehfest auf der Welle sitzt.
[0020] Getriebe dieser Bauart werden insbesondere bei Zweischeiben-Düngerstreuern eingesetzt.
Auf jeder Abtriebswelle ist eine Verteilerscheibe montiert. Mit der Anordnung der
Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer lässt sich der Düngermassenstrom für jede Verteilerscheibe
messen und dadurch unterschiedlich einstellen. Durch die Maximierung des Abstandes
zwischen den Inkrementalgebern wird die maximale Torsion der Welle erfasst. Es ergibt
sich eine kostengünstige Ausführung, da nur drei Inkrementalgeber und Impulsaufnehmer
erforderlich sind.
[0021] Bei dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass der mindestens eine mittlere Inkrementalgeber
und der ihm zugeordnete Impulsaufnehmer das jeweilige Referenzsignal für die außen
liegenden Impulsaufnehmer liefern. Diese Maßnahme dient einer präzisen Messung.
[0022] Es ist weiterhin vorgesehen, dass der verschieden große Abstand zwischen mindestens
einem mittleren Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer und den jeweils äußeren Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer
werksseitig kalibriert und/oder in der Berechnungssoftware kompensiert wird. Auch
hier sind als Vorteile die Präzision und Kostensenkung zu nennen.
[0023] Die Anordnung des mittleren Impulsaufnehmers ist vorzugsweise in dem Eingangsflansch
der Antriebsseite integriert. Hier ergibt sich der Vorteil, dass aufgrund der Steifigkeit
des Flanschs kein oder nur ein geringer Versatz/Abstandsänderung gegenüber dem Inkrementalgeber
auftritt.
[0024] Ferner ist mit Vorteil vorgesehen, dass die Anordnung der äußeren Impulsaufnehmer
jeweils in dem die Tragkonsole bildenden Flansch der äußeren Eckgetriebe oder im Getriebegehäuse
auf derselben Seite wie der mittlere Getriebeflansch integriert ist. Auch hier entsteht
kein oder nur ein geringer Versatz (Abstandänderung) gegenüber dem Inkrementalgeber.
Außerdem werden Gleichtaktstörungen vermieden.
[0025] Statt der vorgenannten Ausführung können die jeweils äußeren Impulsaufnehmer in den
Seitenflanschen des Getriebegehäuses integriert sein. Auch hier ergibt sich kein oder
ein nur geringer Versatz (Abstandsänderung) gegenüber den Inkrementalgebern.
[0026] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass eine
Übertragungshülse vorgesehen ist, die an ihrem einen Ende nahe des Antriebs bzw. nahe
des jeweiligen Abtriebs auf der Welle drehfest aufgespannt ist, die Welle im übrigen
Bereich mit Luft umgibt und an ihrem anderen Ende jeweils einen Inkrementalgeber (20,
21) aufnimmt und in einer mit dem Getriebegehäuse (1) fest verbundenen Konsole 23,
25) axialfest gelagert ist.
[0027] Die Übertragungshülse nimmt an der Aufspannfläche die Verdreh-Winkelstellung der
Welle auf.
[0028] Die Übertragungshülse lässt eine Bewegung der Welle vornehmlich in Achsrichtung zu,
ohne dass der Abstand Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer beeinflusst wird.
[0029] Die Übertragungshülse ist an ihrem der Aufspannfläche auf der Welle gegenüberliegenden
freien Ende in einem Kugellager im Getriebegehäuse gelagert.
[0030] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Spannkraft mittels in die Hülse eingebrachter
Schlitze aufbringbar ist.
[0031] Die Übertragungshülse kann aus Stahl oder Kunststoff bestehen.
[0032] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung einer in der Zeichnung wiedergegebenen bevorzugten Ausführungsform. In
der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein mechanisches Getriebe für einen Zweischeiben-Düngerstreuer mit aufgebrochen wiedergegebenen
Gehäuse;
- Fig. 2
- die mittige Antriebsseite des Getriebes mit einem Kegelrad-Eckgetriebe und
- Fig. 3
- die linke Abtriebsseite des Getriebes mit einem Kegelrad-Eckgetriebe, wobei die Darstellung
gegenüber Fig.. 2 von 90° um die Achse der Welle gedreht ist.
[0033] Das Getriebe gemäß Fig. 1 bis 3 eines Zweischeiben-Düngerstreuers weist ein Getriebegehäuse
1 in Form eines Rohres auf. An der mittigen Antriebsseite 2 wird das von der nicht
gezeigten Zapfwelle des Traktors auf die Eingangswelle 3, die in Kugellagern 4 des
Eingangsflansches 5 gelagert ist, übertragene Drehmoment an ein Kegelrad-Eckgetriebe
mit dem antreibenden Kegelrad 6 und dem angetriebenen Kegelrad 7 übertragen. Das Kegelrad
7 sitzt auf einer profilierten Querwelle 8 z.B. einer Sechskantwelle. Das angetriebene
Kegelrad 7 ist in Kugellagern 9 gelagert.
[0034] Das angetriebene Kegelrad 7 überträgt das Drehmoment über die Querwelle 8 auf je
ein abtriebseitiges Kegelrad-Eckgetriebe an gegenüberliegenden Enden des Getriebegehäuses.
Das antreibende, auf der Querwelle sitzende Kegelrad 10 ist in Kugellagern 12 im abtriebsseitigen
Gehäuseflansch 13 gelagert. Ebenso ist das abtriebsseitige Kegelrad 11 in Kugellagern
14 in dessen Gehäuseflansch 13 gelagert. Die rechte und linke Seite des Getriebes
weisen prinzipiell den gleichen Aufbau auf. Das abtriebsseitige Kegelrad 11 treibt
eine Abtriebswelle 15 mit einer Nabe, auf der jeweils eine Dünger-Verteilerscheibe
montierbar ist.
[0035] Auf die Querwelle 8 ist im Bereich der antriebsseitigen Kegelräder 6, 7 und der abtriebsseitigen
Kegelräder 10, 11 eine Übertragungshülse 16, 17 bei 18 bzw. 19 aufgespannt, an deren
freien Ende der Inkrementalgeber 20 bzw. 21 sitzt. Die Übertragungshülse 16, 17 teilt
die Drehbewegung der Querwelle 8 den Inkrementalgebern 20, 21 mit. Sie lässt zugleich
am Aufnahmepunkt 18, 19 der Querwelle ein gewisses axiales Spiel. Die Übertragungshülse
16 ist an ihrem dem Aufnahmepunkt 18 fernen Ende in einem Kugellager 24 einer Konsole
23 das Getriebegehäuses und die Übertragungshülse 17 an ihrem dem Aufnahmepunkt 19
fernen Ende in einem Kugellager 26 in einer Konsole 25 im Getriebedeckel 27 axialfest
gelagert. Dadurch wird trotz des axialen Spiels der Querwelle 8 eine konstante Zuordnung
von Inkrementalgeber und Impulsaufnehmer gewährleistet.
[0036] Die Inkrementalgeber 20, 21 wirken mit Impulsaufnehmern zusammen, von denen in Fig.
2 nur der antriebsseitigen Impulsaufnehmer 22 gezeigt ist. Bei der in Fig. 3 gewählten
Darstellungsweise sind die abtriebsseitigen Impulsaufnehmer senkrecht zur Zeichenebene
und in einer Ebene mit dem mittleren Impulsaufnehmers angeordnet. Der antriebsseitige
Impulsaufnehmer sitzt in dem Getriebeflansch 5 an der Antriebsseite, die abtriebsseitigen
Impulsaufnehmer sind in dem Getriebegehäuse 1 an der Abtriebsseite integriert. Der
mittlere Impulsaufnehmer 21 liefert das Referenzsignal für die beiden äußeren Impulsaufnehmer.
Die Torsion der Querwelle 8, die nur aus der unbeaufschlagten Verteilerscheibe resultiert,
wird als Leerlaufdokument an den Rechner geliefert. Bei Beaufschlagung der Verteilerscheiben
mit einem dosierten Düngermassenstrom äußert sich dies in einer stärkeren Torsion
der Querwelle 8. Die dann von den Impulsaufnehmern aufgenommene Phasenverschiebung
ist ein Maß für den Düngermassstrom, der auf beiden Verteilerscheiben unterschiedlich
sein kann.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Gehäuserohr
- 2
- Antriebsseite
- 3
- Antriebswelle
- 4
- Kugellager
- 5
- Getriebe-Eingangsflansch
- 6
- Kegelrad (Antriebsseite)
- 7
- Kegelrad (Antriebeseite)
- 8
- Querwelle
- 9
- Kugellager
- 10
- Kegelrad (Abtriebsseite)
- 11
- Kegelrad (Abtriebsseite)
- 12
- Kugellager
- 13
- Getriebeflansch (Abtriebsseite)
- 14
- Kugellager
- 15
- Abtriebswelle
- 16
- Übertragungshülse
- 17
- Übertragungshülse
- 18
- Aufnahmepunkt
- 19
- Aufnahmepunkt
- 20
- Inkrementalgeber
- 21
- Inkremantalgeber
- 22
- Impulsaufnehmer
- 23
- Konsole
- 24
- Kugellager
- 25
- Konsole
- 26
- Kugellager
- 27
- Getriebegehäusedeckel
1. Mechanisches Getriebe mit einem Antrieb und einem Abtrieb, die über eine Welle miteinander
verbunden sind, und mit einer Einrichtung zur Messung des Drehmoments an der Welle,
die jeweils drehfest mit der Welle verbundene Inkrementalgeber und in deren Umlaufbereich
ortsfest angeordnete Impulsaufnehmer zur Messung des Torsionswinkels aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Inkrementalgeber (20, 21) in einer Konsole (23, 25) gelagert ist, die mit dem
Getriebegehäuse (1) fest verbunden ist.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils ein Inkrementalgeber (20) nahe dem Antrieb (3, 4, 7) und einer nahe dem Abtrieb
auf der Welle (8) drehfest angeordnet ist.
3. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (8) gegenüber den Inkrementalgebern (20, 21) begrenzt axial und quer beweglich
ist, die Inkrementalgeber jedoch drehfest mit ihr verbunden sind.
4. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Inkrementalgeber (20) auf der Welle (8) antriebsseitig und ein weiterer Inkrementalgeber
(21) auf der Welle abtriebsseitig drehfest auf der Welle (8) angeordnet ist, und die
Inkrementalgeber jeweils in Konsolen (23, 25) gelagert sind, die mit dem Getriebegehäuse
(1) fest verbunden sind und dass die zugehörigen Impulsaufnehmer (22) jeweils am Getriebegehäuse
(1) oder in Gehäuseflanschen (5, 13) angeordnet sind.
5. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem antriebsseitigen Kegelrad-Eckgetriebe (6, 7) ein Inkrementalgeber (20)
dicht am Kegelrad (7) auf der Welle (8) drehfest angeordnet ist und ein weiterer Inkrementalgeber
(21) mit Abstand auf der Welle (8) drehfest angeordnet ist.
6. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem antriebseitigen Kegelrad-Eckgetriebe (6, 7) und einem abtriebsseitigen
Kegelrad-Eckgetriebe (10, 11) ein Inkrementalgeber (20) dicht am antriebsseitigen
Kegelrad (7) und ein Inkrementalgeber (21) dicht am abtriebsseitigen Kegelrad (10)
drehfest auf der Welle (8) sitzt und die zugehörigen Impulsaufnehmer (22) jeweils
im Getriebegehäuse oder in Bauteilen (5, 13) angeordnet sind, die mit dem Getriebegehäuse
verbunden sind.
7. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem mittigen antriebsseitigen Kegelrad-Eckgetriebe (6, 7) und zwei an gegenüberliegenden
Enden angeordneten abtriebsseitigen Kegelrad-Eckgetrieben (10), 11) mindestens ein
Inkrementalgeber (20) jeweils rechts und/oder links nahe dem Kegelrad (4, 7) des Eingangsgetriebes
drehfest auf der Welle (8) sitzt, und dass jeweils ein weiterer Inkrementalgeber (21)
nahe dem rechten und dem linken Kegelrad (10) drehfest auf der Welle (8) sitzt.
8. Getriebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine mittlere Inkrementalgeber (20) und der ihm zugeordnete Impulsaufnehmer
(22) das jeweilige Referenzsignal für die außen liegenden Impulsaufnehmer liefern.
9. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der verschieden große Abstand zwischen mindestens einem mittleren Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer
(20, 22) und den jeweils äußeren Inkrementalgeber/Impulsaufnehmer (21) werksseitig
kalibriert und/oder in der Berechnungssoftware kompensiert wird.
10. Getriebe nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung des mittleren Impulsaufnehmers (22) in dem mittleren Getriebeflansch
(5) integriert ist.
11. Getriebe nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung der äußeren Impulsaufnehmer (23) jeweils in dem Getriebegehäuse (1)
derselben Seite wie der mittlere Getriebeflansch (5) integriert ist.
12. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweils äußere Impulsaufnehmer in Seitenflanschen (13) des Getriebegehäuses integriert
ist.
13. Getriebe nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Übertragungshülse (16, 17) vorgesehen ist, die an ihrem einen Ende auf der Welle
(8) drehfest aufgespannt ist, die Welle im übrigen mit Luft umgibt und an ihrem anderen
Ende jeweils einen Inkrementalgeber (20, 21) aufnimmt und in einer mit dem Getriebegehäuse
(1) fest verbundenen Konsole 23, 25) axialfest gelagert ist.
14. Getriebe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungshülse (16, 17) an der Aufspannfläche die Verdreh-Winkelstellung der
Welle (8) aufnimmt.
15. Getriebe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (8) gegenüber der Aufspannfläche der Übertragungshülse (16, 17) begrenzt
axial verschieblich ist
16. Getriebe nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufspannkraft mittels in die Übertragungshülse (16, 17) eingebrachter Schlitze
aufbringbar ist.
17. Getriebe nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungshülse (16, 17) aus Stahl oder Kunststoff besteht.