[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein palettenartiges Untergestell, insbesondere
für Transport- und Lagerbehälter für Flüssigkeiten, die mit einem Innenbehälter aus
Kunststoff mit einem verschließbaren Einfüllstutzen und einem Entleerstutzen zum Anschluss
an eine Entnahmearmatur sowie einem Außenmantel aus einem Metallgitter oder Blech
ausgestattet sind, wobei das Untergestell einen Boden zum Abstützen des Innenbehälters
sowie Eck- und Mittelfüße aus Metall aufweist, die auf einem Fußrahmen angebracht
sind und an denen der Boden des Untergestells befestigt ist, wobei die Eckfüße einen
napfartigen Eckfußkörper aufweisen mit einer entsprechend einem Eckradius einer Rahmenecke
des Fußrahmens gekrümmten Frontwandung und seitlich einer Mittelachse der Frontwandung
ausgebildeten Napfteilen, wobei die Napfteile jeweils einen am Umfangsrand der Frontwandung
ausgebildeten und nach innen abgewinkelten Randsteg aufweisen, mit einem oberen Randstegabschnitt
zur Verbindung des Eckfußes mit dem Boden, einem unteren Randstegabschnitt zur Verbindung
mit dem Fußrahmen und einem seitlichen Randstegabschnitt, der zwischen dem oberen
und dem unteren Randstegabschnitt an einem Seitenrand der Frontwandung ausgebildet
ist.
[0002] Ein palettenartiges Untergestell der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus
der
DE 202 17 856 U1 bekannt. Das bekannte Untergestell weist an den Rahmenecken des Fußrahmens angeordnete
Eckfüße auf, die einen Eckfußkörper aufweisen mit zwei im Bereich einer Mittelachse
ineinander übergehend ausgebildeten Napfteilen. Die Napfteile weisen jeweils am Oberrand
der Frontwandung und am Unterrand der Frontwandung einen oberen Randstegabschnitt
und einen unteren Randstegabschnitt auf, die im Wesentlichen rechtwinklig zur Frontwandung
abgewinkelt sind. Dabei dient der obere Randstegabschnitt zur Verbindung mit dem Boden
des Untergestells und der untere Randstegabschnitt zur Verbindung mit dem Fußrahmen
des Untergestells.
[0003] An den Seitenrändern der Frontwandung sind die Napfteile mit einem seitlichen Randstegabschnitt
versehen, der jeweils aus einer laschenförmig am Seitenrand der Frontwandung ausgebildeten
Blechzunge besteht, die nach innen eingerollt ist und so ein Versteifungselement ausbildet,
das mit seinen axialen Enden jeweils den oberen Randstegabschnitt und den unteren
Randstegabschnitt abstützt, ohne dass die axialen Enden des Versteifungselements mit
den Randstegabschnitten verbunden wären.
[0004] Bei den bekannten Eckfüßen ermöglichen die Versteifungselemente insbesondere bei
einer Belastung der Eckfüße parallel zur Mittelachse der Eckfüße eine wirksame Versteifung
der Randstegabschnitte gegeneinander und somit eine entsprechende Erhöhung der Stabilität
der Eckfüße. Ein entsprechender Belastungsfall ist beispielsweise durch die statische
Belastung der Eckfüße bzw. des Untergestells bedingt durch den mit Flüssigkeit befüllten
Innenbehälter eines Transport- und Lagerbehälters gegeben. Eine maximale statische
Belastung ergibt sich daher bei einer Stapelanordnung mit mehreren übereinander angeordneten
Transport- und Flüssigkeitsbehältern.
[0005] In einem Belastungsfall, bei dem die statische Last nicht parallel zur Mittelachse
des Eckfußes wirkt oder auch bei einer dynamischen Belastung des Eckfußes, die beispielsweise
bei der Handhabung eines Transport- und Lagerbehälters oder als Folge eines Behälterabsturzes
oder eines ungleichmäßigen Aufsetzens des Behälters auf den Untergrund auftreten kann,
müssen über die Versteifungselemente erhöhte Schubkräfte zwischen den oberen und unteren
Randstegabschnitten übertragen werden, so dass die durch die seitlichen Randstegabschnitte
gebildeten Versteifungselemente entsprechend stabil auszugestalten bzw. zu dimensionieren
sind. Grundsätzlich ist es jedoch wünschenswert, zur Materialund Gewichtseinsparung
möglichst dünne Bleche zur Herstellung der Eckfüße zu verwenden.
[0006] Die Erfindung geht von der grundsätzlichen Überlegung aus, die Stabilität der Versteifungselemente
zur Übertragung der Schubbeanspruchung dadurch zu erhöhen, dass die axialen Enden
der Versteifungselemente mit den benachbarten Randstegabschnitten verbunden werden.
Dies kann beispielsweise durch eine stoffschlüssige Verbindung nach Art einer Schweißverbindung
zwischen den axialen Enden der Versteifungselemente und den benachbarten Randstegabschnitten
geschehen. Nachteilig an einer derartig ausgebildeten Verbindung ist jedoch, dass
hierdurch ein gesonderter Bearbeitungsschritt bei der Herstellung der Eckfüße erforderlich
wird.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein palettenartiges
Untergestell für einen Transport- und Lagerbehälter für Flüssigkeiten vorzuschlagen,
das eine erhöhte Stabilität aufweist, um somit die Bereitstellung von Transport- und
Lagerbehältern für Flüssigkeiten zu ermöglichen, die eine erhöhte Sicherheit gegen
ein durch mangelnde Stabilität des Untergestells bedingtes Behälterversagen gewährleisten
und sich daher in besonderer Weise zum Transport und zur Lagerung von Gefahrgut eignen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe weist das erfindungsgemäße Untergestell die Merkmale des
Anspruchs 1 auf.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Untergestell sind der obere Randstegabschnitt, der seitliche
Randstegabschnitt und der untere Randstegabschnitt in Randstegumformbereichen kontinuierlich
ineinander übergehend ausgebildet.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Untergestell sind somit die Enden des seitlichen Randstegabschnitts
einstückig mit dem oberen und dem unteren Randstegabschnitt verbunden, ohne dass besondere
Verbindungen, die etwa in gesonderten Bearbeitungsvorgängen hergestellt werden müssten,
notwendig sind. Vielmehr wir die Verbindung zwischen dem seitlichen Randstegabschnitt,dem
oberen und dem unteren Randstegabschnitt durch einen Umformvorgang eines Blechzuschnitts
hergestellt, der Bestandteil des Umformvorgangs ist, der zur Ausbildung bzw. Formung
des napfartigen Eckfußkörpers bzw. der Napfteile des Eckfußkörpers notwendig ist.
[0011] Eine besondere Stabilität der Randstegumformbereiche wird ermöglicht, wenn diese
als räumliche Eckbereiche der Napfteile ausgebildet sind, da diese Eckbereiche Kräfte
in allen drei Kraftrichtungen des Raumes aufnehmen können.
[0012] Eine weitere Versteifung des Untergestells kann dadurch erreicht werden, dass in
die Frontwandung der Eckfüße Versteifungssicken eingeformt sind, die sich zwischen
dem oberen Randstegabschnitt und dem unteren Randstegabschnitt erstrecken und einen
Sickenboden aufweisen, der gegenüber einer durch die Frontwandung definierten Frontebene
zu einem Verbindungsrand des unteren Randstegabschnitts hin geneigt ist. Damit wird
insbesondere eine wirksame Versteifung möglich bei einem palettenartigen Untergestell,
dessen Fußrahmen kleiner ausgebildet ist als der Boden des Untergestells, was insbesondere
dann der Fall ist, wenn eine Stapelbarkeit der Transport- und Lagerbehälter gegeben
sein soll, so dass bei übereinander gestapelter Anordnung der untere Rand der Eckfüße
nicht nur zur Verbindung mit dem Fußrahmen dient, sondern gleichzeitig auch zur Abstützung
auf einem Oberrand des Außenmantels eines unteren Transport- und Lagerbehälters. Bei
einer derartigen Stapelanordnung befindet sich dann der Fußrahmen des oberen Transport-
und Lagerbehälters innerhalb einer durch den Oberrand des Außenmantels des unteren
Transport- und Lagerbehälters umschlossenen Fläche.
[0013] Zur definierten Relativanordnung übereinander gestapelter Transportund Lagerbehälter
erweist es sich auch als besonders vorteilhaft, wenn am unteren Randstegabschnitt
zwischen dem Umfangsrand der Frontwandung und dem Verbindungsrand Anschlaglaschen
angeordnet sind, die durch ihren Abstand vom Umfangsrand einen Auflagerrand zur Abstützung
auf einem Außenmantel eines unteren Transport- und Lagerbehälters definieren. Dabei
ermöglichen die Anschlaglaschen eine quasi zentrierte Anordnung des oberen Transport-
und Lagerbehälters gegenüber dem unteren Transport- und Lagerbehälter, derart, dass
zwischen dem Fußrahmen des oberen Transport- und Lagerbehälters und dem Oberrand des
Außenmantels des unteren Transport- und Lagerbehälters ein zwischen dem Fußrahmen
und dem Oberrand umlaufend ausgebildeter definierter Abstand erzeugt wird, so dass
ein unerwünschtes Verkanten der Transport- und Lagerbehälter bei einer Stapelanordnung
vermieden und damit sowohl die Herstellung einer Stapelanordnung als auch die Auflösung
einer Stapelanordnung mit Trennung der aufeinander gestapelten Transport- und Lagerbehälter
voneinander leichter ermöglicht wird und Entstehen entsprechender Gefahrsituationen
vermieden werden kann.
[0014] Zur Herstellung eines Fußes für ein palettenartiges Untergestell für einen Transport-
und Lagerbehälter für Flüssigkeiten erfolgt in einem ersten Verfahrensschritt die
Umformung eines ebenen Blechzuschnitts in einem Tiefziehvorgang derart, dass ein Eckfußvorformling
ausgebildet wird mit zwei seitlich einer Mittelachse einer Bodenwandung ausgebildeten
Napfteilen, wobei die Frontwandung aus zwei gleichsinnig gekrümmten Mantelsegmenten
zusammengesetzt ist, die im Bereich der Mittelachse ineinander übergehen und die Napfteile
am Umfangsrand der Bodenwandung jeweils einen aus einem oberen Randsteg, einem seitlichen
Randstegabschnitt und einem unteren Randstegabschnitt kontinuierlich ausgebildeten,
im Wesentlichen rechtwinklig zur Bodenwandung angeordneten Randsteg aufweisen.
[0015] Erfindungsgemäß erfolgt in einem nachfolgenden Verfahrensschritt bei der Herstellung
des Eckfußes ein Verschwenken der Mantelsegmente um die Mittelachse gegeneinander,
derart, dass die Mantelsegmente eine Frontwandung mit im Wesentlichen kontinuierlichem
Krümmungsradius ausbilden.
[0016] Nachfolgend wird eine bevorzugte Ausführungsform eines palettenartigen Untergestells
für Transport- und Lagerbehälter anhand der Zeichnung näher erläutert.
[0017] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines mit einem palettenartigen Untergestell ausgerüsteten
Transport- und Lagerbehälters für Flüssigkeiten;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Eckbereichs des Untergestells des in Fig. 1 dargestellten
Transport- und Lagerbehälters;
- Fig. 3
- eine isometrische Einzeldarstellung eines Eckfußes;
- Fig. 4
- einen Eckfußvorformling in isometrischer Darstellung;
- Fig. 5
- einen basierend auf dem in Fig. 4 dargestellten Eckfußvorformling hergestellten Eckfuß
in isometrischer Darstellung Unteransicht;
- Fig. 6
- einen Eckfuß in Stapelkonfiguration.
[0018] Fig. 1 zeigt einen als Ein- und Mehrwegbehälter verwendbaren Transport- und Lagerbehälter
10 für Flüssigkeiten mit einem Innenbehälter 11 aus Kunststoff, der einen mit einem
Deckel 12 verschließbaren Einfüllstutzen 13 im oberen Behälterboden 14 und einen Entleerstutzen
15 im Bereich eines unteren Behälterbodens 16 zum Anschluss einer Entnahmearmatur
17 ausgestattet ist. Der Innenbehälter 11 ist austauschbar in einem Außenmantel 18
aus sich kreuzenden waagerechten und senkrechten Gitterstäben 19, 20 aus Metall aufgenommen,
der ebenso wie der Innenbehälter 11 auf einem palettenartigen Untergestell 21 angeordnet
ist.
[0019] Das Untergestell 21 weist einen Boden 22 zum Abstützen des Innenbehälters 11 sowie
Eckfüße 23 und Mittelfüße 24 auf, die auf einem Fußrahmen 25 angebracht sind und an
denen der Boden 22 sowie der Außenmantel 18 des Innenbehälters 11 befestigt sind.
[0020] Wie sich aus einer Zusammenschau der
Fig. 2 und 3 ergibt, weist der Eckfuß 23 eine Frontwandung 26 auf, die im Wesentlichen entsprechend
einem Eckradius einer Rahmenecke 27 des Fußrahmens 25 gekrümmt ist und an ihrem Umfangsrand
28 in einen zum Innenbereich des Fußrahmens 25 hin abgewinkelten Randsteg 29 übergeht,
der einen unteren Randstegabschnitt 30 und einen oberen Randstegabschnitt 31 aufweist.
Der untere Randstegabschnitt 30 dient zur Verbindung mit dem Fußrahmen 25. Der obere
Randstegabschnitt 31 dient zur Verbindung mit einem Unterrand 32 des Außenmantels
18, derart, dass ein Umfangsrand 33 des Bodens 22 zwischen dem oberen Randstegabschnitt
31
(Fig. 3) und dem Unterrand 32 des Außenmantels 18 aufgenommen wird.
[0021] Fig. 4 zeigt einen Eckfußvorformling 34, der in einem Tiefziehvorgang hergestellt ist und
in einem weiteren, nachfolgenden Umformungsvorgang zu dem in
Fig. 5 dargestellten Eckfuß 23 umgeformt wird. Der Eckfußvorformling 34 weist einen im Wesentlichen
kasten- oder napfförmig ausgebildeten Eckfußkörper 35 auf, mit zwei Napfteilen 36,
37, die über eine gemeinsame Bodenwandung miteinander verbunden sind.
[0022] Bei dem Eckfußvorformling 34 ist die Bodenwandung 38 aus zwei Zylindermantelsegmenten
39, 40 der Napfteile 36, 37 gebildet, die im Bereich einer Mittelachse 42 der Bodenwandung
38 ineinander übergehen. Wie ferner
Fig. 4 deutlich zeigt, weisen die Napfteile 36, 37 längs des Umfangsrandes der Bodenwandung
38 neben dem unteren Randstegabschnitt 30 und dem oberen Randstegabschnitt 31 eine
seitlichen Randstegabschnitt 43 auf, der in Randstegumformbereichen 44 kontinuierlich
in den oberen Randstegabschnitt 31 und den unteren Randstegabschnitt 30 übergeht.
[0023] Bei dem Eckfußvorformling 34 sind die Randstegumformbereiche 44 als räumliche Eckbereiche
der Napfteile 36, 37 ausgebildet, in denen der untere Randstegabschnitt 30, der obere
Randstegabschnitt 31 und der angrenzende Bereich der Bodenwandung 38 relativ zueinander
entsprechend den Hauptachsenrichtungen des Raumes angeordnet sind. Aufgrund der Herstellung
des in
Fig. 4 abgebildeten Eckfußvorformlings 34 basierend auf einem ebenen Blechzuschnitt werden
die Randstegumformbereiche 44 bei Ausführung des Tiefziehvorgangs gleichzeitig mit
den Napfteilen 36, 37 ausgebildet. Der in
Fig. 4 dargestellte Eckfußvorformling 34 ist somit Ergebnis eines einzigen Umformvorgangs
mit Verwendung eines entsprechend ausgebildeten Stempel- bzw. Tiefziehwerkzeugs.
[0024] Der in
Fig. 5 dargestellte Eckfuß 23 wird ausgehend von dem in
Fig. 4 dargestellten Eckfußvorformling 34 dadurch hergestellt, dass in einem weiteren Umformvorgang
das Verschwenken der Napfteile 36, 37 gegeneinander um eine im Wesentlichen mit der
Mittelachse 42 der Bodenwandung 38 zusammenfallende Schwenkachse erfolgt. Dabei erfolgt
das Verschwenken in einem solchen Ausmaß, dass die hier als Zylindermantelsegmente
40, 41 ausgebildeten Bodenteilflächen der Bodenwandung 38 des Eckfußvorformlings 34
die Frontwandung 26 ausbilden, bei der die Zylindermantelsegmente 40, 41 Teilflächen
einer Gesamtfläche mit-abgesehen von der Profilierung der Frontwandung durch Sicken
oder dergleichen - im Wesentlichen kontinuierlichem Krümmungsradius sind.
[0025] Insbesondere die
Fig. 2 und 3 zeigen, dass die Frontwandung 26 mit Versteifungssicken 45, 46 versehen, die sich
zwischen dem oberen Randstegabschnitt 31 und dem unteren Randstegabschnitt 30 erstrecken
und einen Sickenboden 47 aufweisen, der gegenüber einer durch die Frontwandung 26
definierten Frontebene zu einem in
Fig. 5 dargestellten Verbindungsrand 48 des unteren Randstegabschnitts 30 hin geneigt ist.
Der Verbindungsrand 48 weist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels jeweils
zwei stegförmige Schweißbuckel 49 auf, die zur Herstellung einer Schweißverbindung
mit dem Fußrahmen 25 dienen. Wie insbesondere aus
Fig. 2 ersichtlich, wird durch die geneigte Anordnung des Sickenbodens 47 eine von Kippmomenten
freie, direkte Kraftübertragung zwischen dem Unterrand 32 des Außenmantels 18 bzw.
des Bodens 22 und dem Fußrahmen 25 möglich.
[0026] Insbesondere die
Fig. 5 und 6 zeigen, dass der Eckfuß 23 an seinem unteren Randstegabschnitt 30 beidseitig der
Mittelachse 42 jeweils mit einer Anschlaglasche 50, 51 versehen, die bei einer in
Fig. 6 dargestellten Anordnung des Eckfußes 23 in Stapelkonfiguration, also wenn die Eckfüße
23 eines oberen Transport- und Lagerbehälters 10 auf einem Oberrand 53 (siehe
Fig. 1) des Außenmantels 18 eines unteren Transport- und Lagerbehälters 10 angeordnet sind,
einen Auflagerrand 52 des unteren Randstegabschnitts 30 von dem Verbindungsrand 48
des unteren Randstegabschnitts 30, der zur Schweißverbindung mit dem Fußrahmen 25
dient, trennt. Dabei sind die Anschlaglaschen 50, 51 so ausgebildet, dass sie den
Abstand zwischen dem Oberrand 53 des Außenmantels 18 des unteren Transport- und Lagerbehälters
10 vom Fußrahmen 25 des in Stapelkonfiguration darauf angeordneten oberen Transport-
und Lagerbehälters 10 definieren. Bei einer Anordnung der Anschlaglaschen 50, 51 an
allen vier Eckfüßen des Transport- und Lagerbehälters ergibt sich somit ein um den
Fußrahmen 25 umlaufender, definierter freier Abstand zwischen dem Fußrahmen 25 des
oberen Transport- und Lagerbehälters 10 und dem Oberrand 53 des unteren Transport-
und Lagerbehälters 10.
1. Palettenartiges Untergestell, insbesondere für Transport- und Lagerbehälter für Flüssigkeiten,
die mit einem Innenbehälter aus Kunststoff mit einem verschließbaren Einfüllstutzen
und einem Entleerstutzen zum Anschluss einer Entnahmearmatur sowie einem Außenmantel
aus einem Metallgitter oder Blech ausgestattet sind, wobei das Untergestell einen
Boden zum Abstützen des Innenbehälters sowie Eck- und Mittelfüße aus Metall aufweist,
die auf einem Fußrahmen angebracht sind und an denen der Boden des Untergestells befestigt
ist, wobei die Eckfüße einen napfartigen Eckfußkörper aufweisen mit einer entsprechend
einem Eckradius einer Rahmenecke des Fußrahmens gekrümmten Frontwandung und seitlich
einer Mittelachse der Frontwandung ausgebildeten Napfteilen, wobei die Napfteile jeweils
einen am Umfangsrand der Frontwandung ausgebildeten und nach innen abgewinkelten Randsteg
aufweisen, mit einem oberen Randstegabschnitt zur Verbindung des Eckfußes mit dem
Boden, einem unteren Randstegabschnitt zur Verbindung des Eckfußes mit dem Fußrahmen
und einem seitlichen Randstegabschnitt, der zwischen dem oberen und dem unteren Randstegabschnitt
an einem Seitenrand der Frontwandung ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der obere Randstegabschnitt (31), der seitliche Randstegabschnitt (43) und der untere
Randstegabschnitt (3) in Randstegumformbereichen (44) kontinuierlich ineinander übergehend
ausgebildet sind.
2. Untergestell nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Randstegumformbereiche (44) als räumliche Eckbereiche der Napfteile (36, 37)
ausgebildet sind.
3. Untergestell nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in die Frontwandung (26) Versteifungssicken (45, 46) eingeformt sind, die sich zwischen
dem oberen Randstegabschnitt (31) und dem unteren Randstegabschnitt (30) erstrecken
und einen Sickenboden (47) aufweisen, der gegenüber einer durch die Frontwandung definierten
Frontebene zu einem Verbindungsrand (48) des unteren Randstegabschnitts hin geneigt
ist.
4. Untergestell nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass am unteren Randstegabschnitt (30) zwischen dem Umfangsrand (28) der Frontwandung
(26) und dem Verbindungsrand (48) Anschlaglaschen (50, 51) angeordnet sind, die durch
ihren Abstand vom Umfangsrand einen Auflagerrand (52) zur Abstützung auf einem Außenmantel
(18) eines Transport- und Lagerbehälters (10) definieren.
5. Transport- und Lagerbehälter für Flüssigkeiten, die mit einem Innenbehälter aus Kunststoff
mit einem verschließbaren Einfüllstutzen und einem Entleerstutzen zum Anschluss einer
Entnahmearmatur sowie einem Außenmantel aus einem Metallgitter oder Blech ausgestattet
sind, wobei der Innenbehälter und der Außenmantel auf einem Boden eines palettenartigen
Untergestells (21) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 angeordnet sind.
6. Verfahren zur Herstellung eines Eckfußes für ein palettenartiges Untergestell nach
einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass in einem ersten Verfahrensschnitt ein ebener Blechzuschnitt in einem Tiefziehvorgang
derart umgeformt wird, dass ein Eckfußvorformling (34) ausgebildet wird mit zwei seitlich
einer Mittelachse (42) einer Bodenwandung (38) ausgebildeten Napfteilen (36, 37),
wobei die Bodenwandung aus zwei gleichsinnig gekrümmten Mantelsegmenten (40, 41) zusammengesetzt
ist, die im Bereich der Mittelachse ineinander übergehen und die Napfteile am Umfangsrand
der Bodenwandung jeweils einen aus oberem Randstegabschnitt (31), einem seitlichen
Randstegabschnitt (43) und einem unteren Randstegabschnitt (30) kontinuierlich ausgebildeten,
im Wesentlichen rechtwinklig zur Bodenwandung angeordneten Randsteg aufweisen,
und in einem nachfolgenden Verfahrensschritt die Mantelsegmente um die Mittelachse
gegeneinander verschwenkt werden, derart, dass die Mantelsegmente eine Frontwandung
(26) mit im Wesentlichen kontinuierlichem Krümmungsradius ausbilden.